Richter 9 – 12

Kapitel 9

9 Im Laufe der Zeit begab sich Abimelech, der Sohn Jerubbaals, nach Sichem zu den Brüdern seiner Mutter und begann mit ihnen und der ganzen Familie des Vaterhauses seiner Mutter zu reden, indem [er] sprach: 2 „Redet bitte vor den Ohren aller Grundbesitzer von Sichem: ‚Was ist besser für euch, daß siebzig Männer, alle Söhne Jerubbaals, über euch herrschen oder daß e i n Mann über euch herrscht? Und ihr sollt daran denken, daß ich euer Bein und euer Fleisch bin.‘ “

3 Da begannen die Brüder seiner Mutter vor den Ohren aller Grundbesitzer von Sichem alle diese Worte über ihn zu reden, so daß sich ihr Herz Abimelech zuneigte, denn sie sagten: „Er ist unser eigener Bruder.“ 4 Dann gaben sie ihm siebzig Silberstücke aus dem Haus des Baal-Berith, und damit ging Abimelech daran, lose und freche Männer zu dingen, daß sie ihn begleiteten. 5 Danach begab er sich in seines Vaters Haus nach Ophra und tötete seine Brüder, die Söhne Jerubbaals, siebzig Männer, auf e i n e m Stein, doch Jotham, der jüngste Sohn Jerubbaals, blieb übrig, denn er hatte sich versteckt.

6 Danach versammelten sich alle Grundbesitzer von Sichem und das ganze Haus Millo und gingen und veranlaßten, daß Abimelech als König regierte, nahe bei dem großen Baum, der Säule, die sich in Sichem befand.

7 Als man es Jotham berichtete, ging er sogleich hin und stellte sich auf den Gipfel des Berges Gerisim und erhob seine Stimme und rief aus und sprach zu ihnen: „Hört mich an, ihr Grundbesitzer von Sichem, und Gott möge euch anhören:

8 Einst gingen die Bäume hin, einen König über sich zu salben. Sie sagten dann zum Olivenbaum: ‚Sei doch König über uns.‘ 9 Aber der Olivenbaum sprach zu ihnen: ‚Soll ich meine Fettigkeit aufgeben, mit der man Gott und Menschen verherrlicht, und soll ich hingehen, um über den anderen Bäumen zu schweben?‘ 10 Da sagten die Bäume zum Feigenbaum: ‚Komm du, sei König über uns.‘ 11 Aber der Feigenbaum sprach zu ihnen: ‚Soll ich meine Süßigkeit und meinen guten Ertrag aufgeben, und soll ich hingehen, um über den anderen Bäumen zu schweben?‘ 12 Als nächstes sagten die Bäume zum Weinstock: ‚Komm du, sei König über uns.‘ 13 Der Weinstock seinerseits sprach zu ihnen: ‚Soll ich meinen neuen Wein aufgeben, der Gott und Menschen erfreut, und soll ich hingehen, um über den Bäumen zu schweben?‘ 14 Schließlich sagten alle anderen Bäume zum Dornstrauch: ‚Komm du, sei König über uns.‘ 15 Darauf sprach der Dornstrauch zu den Bäumen: ‚Wenn ihr mich in Wahrheit zum König über euch salbt, so kommt, sucht Zuflucht unter meinem Schatten. Wenn aber nicht, so gehe Feuer vom Dornstrauch aus und verzehre die Zedern des Libanon.‘

16 Und nun, wenn ihr in Wahrheit und in Untadeligkeit gehandelt habt und ihr dann Abimelech zum König machtet und wenn ihr Jerubbaal und seinen Hausgenossen gegenüber Gutes getan habt und wenn ihr ihm getan habt, wie es das Tun seiner Hände verdiente, 17 damals, als mein Vater für euch kämpfte und dann seine Seele einsetzte, um euch aus der Hand Midians zu befreien, 18 und ihr eurerseits euch heute gegen die Hausgenossen meines Vaters erhoben habt, um seine Söhne zu töten, siebzig Männer, auf e i n e m Stein und um Abimelech, den Sohn seiner Sklavin, zum König über die Grundbesitzer von Sichem zu machen, nur weil er euer eigener Bruder ist, 19 ja, wenn ihr an diesem Tag in Wahrheit und Untadeligkeit gegenüber Jerubbaal und seinen Hausgenossen gehandelt habt, so freut euch über Abimelech, und auch er freue sich über euch. 20 Wenn aber nicht, so gehe Feuer aus von Abimelech und verzehre die Grundbesitzer von Sichem und das Haus Millo, und Feuer gehe von den Grundbesitzern von Sichem und vom Hause Millo aus und verzehre Abimelech.“

21 Dann ergriff Jotham die Flucht und eilte davon und begab sich nach Beer, und Abimelechs, seines Bruders, wegen nahm er dort Wohnsitz.

22 Und Abimelech spielte sich drei Jahre lang als Fürst über Israel auf. 23 Da ließ Gott einen schlechten Geist zwischen Abimelech und den Grundbesitzern von Sichem aufkommen, und die Grundbesitzer von Sichem handelten dann treulos gegen Abimelech, 24 damit die an den siebzig Söhnen Jerubbaals verübte Gewalttat käme und damit er ihre Blut[schuld] auf Abimelech, ihren Bruder, lege, weil er sie getötet hatte, und auf die Grundbesitzer von Sichem, weil sie seine Hände gestärkt hatten, seine Brüder zu töten. 25 Da legten ihm die Grundbesitzer von Sichem auf den Gipfeln der Berge Leute in den Hinterhalt, und gewöhnlich beraubten sie jeden, der auf der Straße an ihnen jeweils vorüberkam. Das wurde mit der Zeit Abimelech berichtet.

26 Dann kamen Gaal, der Sohn Ebeds, und seine Brüder und zogen nach Sichem hinüber, und die Grundbesitzer von Sichem begannen ihm zu vertrauen. 27 Und sie zogen wie gewöhnlich aufs Feld hinaus und beschäftigten sich mit der Traubenlese ihrer Weingärten und mit dem Keltern und mit der Veranstaltung eines Freudenfestes, wonach sie in das Haus ihres Gottes gingen und aßen und tranken und Übles auf Abimelech herabriefen. 28 Und Gaal, der Sohn Ebeds, sprach dann: „Wer ist Abimelech, und wer ist Sichem, daß wir ihm dienen sollten? Ist er nicht der Sohn Jerubbaals, und ist nicht Sebul sein Beauftragter? Dient [ihr doch] den Männern Hamors, des Vaters von Sichem, aber warum sollten wir unsererseits ihm dienen? 29 Und wäre dieses Volk nur in meiner Hand! Dann würde ich Abimelech entfernen.“ Und er sagte weiter zu Abimelech: „Mache dein Heer zahlreich, und rücke aus.“

30 Und Sebul, der Stadtfürst, bekam die Worte Gaals, des Sohnes Ebeds, zu hören. Da entbrannte sein Zorn. 31 So sandte er unter einem Vorwand Boten zu Abimelech und ließ sagen: „Siehe! Gaal, der Sohn Ebeds, und seine Brüder sind nun nach Sichem gekommen, und hier wiegeln sie die Stadt gegen dich auf. 32 Und nun, steh auf bei Nacht, du und das Volk, das mit dir ist, und leg dich im Feld auf die Lauer. 33 Und es soll geschehen, daß du am Morgen, sobald die Sonne aufleuchtet, früh aufstehen solltest, und du sollst gegen die Stadt losstürmen; und wenn er mit dem Volk, das bei ihm ist, gegen dich auszieht, sollst du auch ihm tun, wie deine Hand zu tun für möglich findet.“

34 Demgemäß erhob sich Abimelech und alles Volk, das bei ihm war, bei Nacht, und sie begannen sich in vier Trupps gegen Sichem auf die Lauer zu legen. 35 Später zog Gaal, der Sohn Ebeds, aus und trat an den Eingang des Stadttors. Dann erhob sich Abimelech und das Volk, das mit ihm war, aus dem Ort des Hinterhalts. 36 Als Gaal das Volk erblickte, sprach er sofort zu Sebul: „Siehe! Leute kommen von den Gipfeln der Berge herab.“ Aber Sebul sagte zu ihm: „Die Schatten der Berge sind das, was du für Männer ansiehst.“

37 Später redete Gaal wiederum und sprach: „Siehe! Leute kommen herab vom Mittelpunkt des Landes, und ein Trupp kommt auf dem Weg des großen Baumes von Meonenim.“ 38 Darauf sagte Sebul zu ihm: „Wo ist nun deine Rede, die du äußertest: ‚Wer ist Abimelech, daß wir ihm dienen sollten?‘? Ist nicht dies das Volk, das du verworfen hast? Zieh jetzt bitte aus, und kämpfe gegen sie.“

39 Da zog Gaal an der Spitze der Grundbesitzer von Sichem aus und nahm den Kampf gegen Abimelech auf. 40 Und Abimelech jagte ihm nach, und er floh vor ihm her; und die Erschlagenen fielen fortgesetzt in [großen] Mengen bis zum Eingang des Tores.

41 Und Abimelech wohnte weiterhin in Aruma, und Sebul trieb dann Gaal und seine Brüder aus ihrem Wohnsitz in Sichem hinaus. 42 Und es geschah am nächsten Tag, daß das Volk aufs Feld hinauszugehen begann. Da teilte man es Abimelech mit. 43 Daher nahm er die Leute und teilte sie in drei Trupps auf und begann sich im Feld auf die Lauer zu legen. Dann schaute er, und siehe, das Volk zog aus der Stadt heraus. Nun erhob er sich gegen sie und schlug sie nieder. 44 Und Abimelech und die Trupps, die mit ihm waren, stürmten los, um sich an den Eingang des Stadttors zu stellen, während zwei Trupps gegen alle losstürmten, die auf dem Feld waren, und sie schlugen sie dann nieder. 45 Und Abimelech kämpfte jenen ganzen Tag gegen die Stadt und nahm die Stadt schließlich ein; und er tötete die Leute, die darin waren, wonach er die Stadt niederriß und sie mit Salz übersäte.

46 Als alle Grundbesitzer des Turms von Sichem davon hörten, begaben sie sich sogleich zum Gewölbe des Hauses des El-Berith. 47 Da wurde es Abimelech berichtet, daß sich alle Grundbesitzer des Turms von Sichem zusammengetan hatten. 48 Hierauf stieg Abimelech den Berg Zalmon hinauf, er und alles Volk, das mit ihm war. Abimelech nahm nun eine Axt in seine Hand und hieb einen Ast von den Bäumen ab und hob ihn auf und legte ihn auf seine Schulter und sprach zu dem Volk, das bei ihm war: „Was ihr mich habt tun sehen – das tut mir eilends nach!“ 49 Da hieben sich alle Leute auch jeder einen Ast ab und folgten dann Abimelech. Dann legten sie sie gegen das Gewölbe, und über ihnen setzten sie das Gewölbe in Brand, so daß alle Leute des Turms von Sichem ebenfalls starben, etwa tausend Männer und Frauen.

50 Und Abimelech ging daran, nach Tebez zu gehen und sich gegen Tebez zu lagern und es einzunehmen. 51 Da sich nun ein starker Turm in der Mitte der Stadt befand, flohen dann alle Männer und Frauen und alle Grundbesitzer der Stadt dorthin, wonach sie hinter sich zuschlossen und auf das Dach des Turms stiegen. 52 Und Abimelech bahnte sich den Weg bis zum Turm und eröffnete den Kampf gegen ihn, und er ging weiter hinauf, nahe an den Turmeingang heran, um ihn mit Feuer zu verbrennen. 53 Dann warf eine gewisse Frau einen oberen Mühlstein auf Abimelechs Kopf und zerschmetterte seinen Schädel. 54 Da rief er schnell den Bediensteten, der ihm die Waffen trug, und sprach zu ihm: „Zieh dein Schwert, und gib mir den Todesstoß, damit man nicht von mir sagt: ‚Eine Frau hat ihn getötet.‘ “ Sogleich durchstach ihn sein Bediensteter, so daß er starb.

55 Als die Männer Israels schließlich sahen, daß Abimelech gestorben war, gingen sie nun jeder an seinen Ort. 56 So ließ Gott das Üble, das Abimelech seinem Vater angetan hatte, indem er seine siebzig Brüder tötete, [auf ihn] zurückkommen. 57 Und alles Üble der Männer von Sichem ließ Gott auf ihr eigenes Haupt zurückkommen, damit der Fluch Jothams, des Sohnes Jerubbaals, über sie komme.

Kapitel 10

10 Nach Abimelech nun stand Tola auf, der Sohn Puas, des Sohnes Dodos, ein Mann aus Issachar, um Israel zu retten, und er wohnte in Schamir in der Berggegend von Ephraim. 2 Und er richtete Israel dreiundzwanzig Jahre lang, wonach er starb und in Schamir begraben wurde.

3 Nach ihm stand dann Jair, der Gileaditer, auf, und er richtete Israel zweiundzwanzig Jahre lang. 4 Und er bekam dreißig Söhne, die auf dreißig ausgewachsenen Eseln ritten, und sie hatten dreißig Städte. Diese nennt man weiterhin Hawoth-Jair bis auf diesen Tag; sie sind im Land Gilead. 5 Danach starb Jair und wurde in Kamon begraben.

6 Und die Söhne Israels gingen wieder dazu über, zu tun, was böse war in den Augen Jehovas, und sie begannen den Baalen zu dienen und den Aschtoret-Bildnissen und den Göttern Syriens und den Göttern Sidons und den Göttern Moabs und den Göttern der Söhne Ammons und den Göttern der Philister. So verließen sie Jehova und dienten ihm nicht. 7 Darauf entbrannte Jehovas Zorn gegen Israel, so daß er sie in die Hand der Philister und in die Hand der Söhne Ammons verkaufte. 8 Folglich zerschlugen und unterdrückten sie die Söhne Israels in jenem Jahr schwer – achtzehn Jahre lang, alle Söhne Israels, die auf der Seite des Jordan im Land der Amoriter waren, das in Gilead [lag]. 9 Und die Söhne Ammons überschritten jeweils den Jordan, um auch gegen Juda und Benjamin und das Haus Ephraim zu kämpfen; und Israel war sehr bedrängt. 10 Und die Söhne Israels begannen zu Jehova um Hilfe zu rufen, indem [sie] sagten: „Wir haben gegen dich gesündigt, denn wir haben unseren Gott verlassen, und wir dienen den Baalen.“

11 Dann sprach Jehova zu den Söhnen Israels: „War es nicht aus Ägypten und von den Amoritern und von den Söhnen Ammons und von den Philistern 12 und den Sidoniern und von Amalek und Midian, als sie euch bedrückten und ihr dann zu mir geschrien habt, daß ich euch daraufhin aus ihrer Hand rettete? 13 Ihr aber, ihr habt mich verlassen und den Dienst für andere Götter aufgenommen. Darum werde ich euch nicht wieder retten. 14 Geht und ruft die Götter um Hilfe an, die ihr erwählt habt. Sie mögen euch in der Zeit eurer Bedrängnis retten.“ 15 Die Söhne Israels aber sagten zu Jehova: „Wir haben gesündigt. Tue du uns nach dem, was irgend gut ist in deinen Augen. Nur befreie uns bitte an diesem Tag.“ 16 Und sie begannen die fremdländischen Götter aus ihrer Mitte zu entfernen und Jehova zu dienen, so daß seine Seele wegen des Ungemachs Israels ungeduldig wurde.

17 Im Laufe der Zeit wurden die Söhne Ammons zusammengerufen und schlugen das Lager in Gilead auf. Da versammelten sich die Söhne Israels und schlugen das Lager in Mizpa auf. 18 Und das Volk und die Fürsten von Gilead begannen zueinander zu sprechen: „Wer ist der Mann, der im Kampf gegen die Söhne Ammons die Führung übernehmen wird? Er werde das Haupt aller Bewohner Gileads.“

Kapitel 11

11 Jephtha nun, der Gileaditer, war ein tapferer, starker Mann geworden, und er war der Sohn einer Prostituierten, und Gilead wurde Jephthas Vater. 2 Und Gileads Frau gebar ihm weiterhin Söhne. Als die Söhne der Frau groß wurden, gingen sie daran, Jephtha auszutreiben und zu ihm zu sagen: „Du sollst kein Erbe im Hause unseres Vaters haben, denn du bist der Sohn einer anderen Frau.“ 3 So lief Jephtha wegen seiner Brüder weg und nahm im Land Tob Wohnsitz. Und weiterhin scharten sich lose Männer um Jephtha, und sie zogen jeweils mit ihm aus.

4 Und es geschah nach einiger Zeit, daß die Söhne Ammons gegen Israel zu kämpfen begannen. 5 Und es geschah, als die Söhne Ammons tatsächlich gegen Israel kämpften, daß die älteren Männer Gileads sogleich darangingen, Jephtha aus dem Land Tob zu holen. 6 Dann sprachen sie zu Jephtha: „Komm doch, und diene als unser Befehlshaber, und wir wollen gegen die Söhne Ammons kämpfen.“ 7 Aber Jephtha sagte zu den älteren Männern Gileads: „Wart nicht ihr es, die mich so haßten, daß ihr mich aus dem Haus meines Vaters triebt? Und warum seid ihr gerade jetzt, da ihr in Bedrängnis seid, zu mir gekommen?“ 8 Darauf sprachen die älteren Männer Gileads zu Jephtha: „Darum sind wir jetzt zu dir zurückgekehrt, und du sollst mit uns gehen und gegen die Söhne Ammons kämpfen, und du sollst für uns das Haupt aller Bewohner Gileads werden.“ 9 Da sagte Jephtha zu den älteren Männern Gileads: „Wenn ihr mich zurückholt, damit ich gegen die Söhne Ammons kämpfe, und Jehova sie mir tatsächlich preisgibt, werde ich, ja ich, euer Haupt werden!“ 10 Die älteren Männer Gileads sprachen ihrerseits zu Jephtha: „Jehova erweise sich als Zuhörer zwischen uns, wenn wir nicht so tun werden, wie es nach deinem Wort ist.“ 11 Demzufolge ging Jephtha mit den älteren Männern Gileads, und das Volk setzte ihn als Haupt und Befehlshaber über sich. Und Jephtha ging daran, alle seine Worte vor Jehova in Mizpa zu reden.

12 Dann sandte Jephtha Boten zu dem König der Söhne Ammons und ließ sagen: „Was habe ich mit dir zu schaffen, daß du gegen mich gekommen bist, um in meinem Land zu kämpfen?“ 13 Da sprach der König der Söhne Ammons zu den Boten Jephthas: „Es ist, weil Israel mein Land genommen hat, als es aus Ägypten heraufkam, vom Arnon bis zum Jabbok und bis zum Jordan. Und nun gib es doch friedlich zurück.“ 14 Jephtha aber sandte nochmals Boten zu dem König der Söhne Ammons 15 und ließ ihm sagen:

„Dies ist, was Jephtha gesprochen hat: ‚Israel hat das Land Moab und das Land der Söhne Ammons nicht genommen. 16 Denn als es aus Ägypten heraufkam, wanderte Israel dann durch die Wildnis bis zum Roten Meer und kam schließlich nach Kadesch. 17 Dann sandte Israel Boten zum König von Edom und ließ sagen: „Laß mich bitte durch dein Land ziehen“, und der König von Edom schenkte kein Gehör. Und auch zu dem König von Moab sandten sie, und er willigte nicht ein. Und Israel blieb in Kadesch. 18 Als sie durch die Wildnis weiterwanderten, umgingen sie das Land Edom und das Land Moab, so daß sie gegen Sonnenaufgang gingen, was das Land Moab betrifft, und das Lager in der Gegend des Arnon aufschlugen; und sie kamen nicht [in das Land] innerhalb der Grenze Moabs, denn der Arnon war die Grenze Moabs.

19 Danach sandte Israel Boten zu Sihon, dem König der Amoriter, dem König von Heschbon, und Israel sprach zu ihm: „Laß uns bitte durch dein Land an meinen eigenen Ort ziehen.“ 20 Und Sihon fühlte sich in bezug auf Israels Durchzug durch sein Gebiet nicht sicher, und Sihon ging daran, all sein Volk zu versammeln und in Jahaz zu lagern und gegen Israel zu kämpfen. 21 Darauf gab Jehova, der Gott Israels, Sihon und sein ganzes Volk in die Hand Israels, so daß sie sie schlugen, und Israel nahm das ganze Land der Amoriter, die jenes Land bewohnten, in Besitz. 22 So nahmen sie das ganze Gebiet der Amoriter in Besitz, vom Arnon bis zum Jabbok und von der Wildnis bis zum Jordan.

23 Und nun war es Jehova, der Gott Israels, der die Amoriter vor seinem Volk Israel her enteignete, und du, du wolltest sie enteignen. 24 Wirst du nicht enteignen, wen immer Kamos, dein Gott, zu enteignen dich veranlaßt? Und jeden, den Jehova, unser Gott, vor uns her enteignet hat, den werden wir enteignen. 25 Und nun, bist du irgendwie besser als Balak, der Sohn Zippors, der König von Moab? Stritt er je mit Israel, oder kämpfte er je gegen sie? 26 Während Israel in Heschbon und seinen abhängigen Ortschaften und in Aroër und seinen abhängigen Ortschaften und in allen Städten wohnte, die an den Ufern des Arnon [liegen], dreihundert Jahre lang, warum hast du sie [ihnen] während jener Zeit denn nie entrissen? 27 Was mich betrifft, ich habe nicht gegen dich gesündigt, sondern du handelst unrecht an mir, indem du gegen mich kämpfst. Möge Jehova, der Richter, heute richten zwischen den Söhnen Israels und den Söhnen Ammons.‘ “

28 Und der König der Söhne Ammons hörte nicht auf die Worte Jephthas, die er ihm gesandt hatte.

29 Jehovas Geist kam nun über Jephtha, und er machte sich daran, durch Gilead und Manasse zu ziehen und durch Mizpe in Gilead zu ziehen, und von Mizpe in Gilead zog er zu den Söhnen Ammons weiter.

30 Dann legte Jephtha Jehova ein Gelübde ab und sprach: „Wenn du die Söhne Ammons wirklich in meine Hand gibst, 31 soll es auch geschehen, daß der Herauskommende, der aus den Türen meines Hauses herauskommt, mir entgegen, wenn ich in Frieden von den Söhnen Ammons zurückkehre, dann Jehova gehören soll, und ich will diesen als ein Brandopfer opfern.“

32 Da zog Jephtha zu den Söhnen Ammons weiter, um gegen sie zu kämpfen, und Jehova gab sie dann in seine Hand. 33 Und er schlug sie den ganzen Weg von Aroër bis Minnith – zwanzig Städte – und bis nach Abel-Keramim mit einer sehr großen Schlachtung. So wurden die Söhne Ammons vor den Söhnen Israels unterworfen.

34 Schließlich kam Jephtha zu seinem Haus nach Mizpa, und siehe, da kam seine Tochter heraus, ihm entgegen, mit Tamburinspiel und Reigentanz! Nun war sie tatsächlich das einzige Kind. Außer ihr hatte er weder Sohn noch Tochter. 35 Und es geschah, als er sie erblickte, daß er seine Kleider zu zerreißen und zu sprechen begann: „Ach, meine Tochter! Du hast mich wirklich niedergebeugt, und du selbst bist diejenige geworden, die ich mit dem Bann belegt habe. Und ich – ich habe meinen Mund vor Jehova aufgetan, und ich kann nicht zurücktreten.“

36 Sie aber sagte zu ihm: „Mein Vater, wenn du deinen Mund vor Jehova aufgetan hast, so tu mit mir gemäß dem, was aus deinem Mund hervorgegangen ist, da Jehova für dich an deinen Feinden, den Söhnen Ammons, Rachetaten vollzogen hat.“ 37 Und sie sprach weiter zu ihrem Vater: „Möge diese Sache mit mir getan werden: Laß mich für zwei Monate allein, und laß mich gehen, und ich will auf die Berge hinabgehen, und laß mich meine Jungfrauschaft beweinen, ich und meine Gefährtinnen.“

38 Darauf sagte er: „Geh hin!“ So sandte er sie für zwei Monate weg; und sie ging hin, sie mit ihren Gefährtinnen, und beweinte ihre Jungfrauschaft auf den Bergen. 39 Und es geschah am Ende von zwei Monaten, daß sie zu ihrem Vater zurückkehrte, wonach er sein Gelübde vollzog, das er ihretwegen abgelegt hatte. Sie nun hatte niemals Beziehungen mit einem Mann. Und es wurde zu einer Bestimmung in Israel: 40 Von Jahr zu Jahr gingen die Töchter Israels jeweils hin, um der Tochter Jephthas, des Gileaditers, vier Tage im Jahr Lob zu spenden.

Kapitel 12

12 Dann wurden die Männer Ephraims zusammengerufen, und sie zogen nordwärts hinüber und sprachen zu Jephtha: „Wie kommt es, daß du hinübergezogen bist, um gegen die Söhne Ammons zu kämpfen, und du an uns keinen Aufruf erlassen hast, mit dir zu gehen? Dein eigenes Haus werden wir über dir mit Feuer verbrennen.“ 2 Aber Jephtha sagte zu ihnen: „Ich bin ein besonderer Streiter geworden, ich und mein Volk, mit den Söhnen Ammons. Und ich rief euch dann zu Hilfe, und ihr rettetet mich nicht aus ihrer Hand. 3 Als ich schließlich sah, daß du kein Retter warst, da entschloß ich mich, meine Seele in die hohle Hand zu nehmen und hinüberzuziehen gegen die Söhne Ammons. Darauf gab Jehova sie in meine Hand. Warum also seid ihr an diesem Tag wider mich heraufgekommen, um gegen mich zu kämpfen?“

4 Sogleich brachte Jephtha alle Männer Gileads zusammen und kämpfte gegen Ephraim; und die Männer Gileads gingen daran, Ephraim niederzuschlagen, denn sie hatten gesagt: „Aus Ephraim Entronnene seid ihr, o Gilead, inmitten von Ephraim, inmitten von Manasse.“ 5 Und Gilead nahm schließlich die Furten des Jordan vor Ephraim ein; und es geschah, wenn die Entrinnenden von Ephraim jeweils sprachen: „Laß mich hinübergehen“, so sagten die Männer Gileads dann zu einem jeden: „Bist du ein Ephraimiter?“ Sagte er darauf: „Nein!“, 6 so sprachen sie jeweils zu ihm: „Sag bitte Schibboleth.“ Und er sagte dann: „Sibboleth“, weil er das Wort nicht richtig aussprechen konnte. Und sie ergriffen ihn daraufhin und erschlugen ihn an den Furten des Jordan. So fielen zu jener Zeit von Ephraim zweiundvierzigtausend.

7 Und Jephtha richtete Israel sechs Jahre lang, wonach Jephtha, der Gileaditer, starb und in seiner Stadt in Gilead begraben wurde.

8 Und nach ihm begann Ibzan aus Bethlehem, Israel zu richten. 9 Und er bekam dreißig Söhne und dreißig Töchter. Er sandte nach auswärts und brachte dreißig Töchter für seine Söhne von auswärts herein. Und er richtete Israel sieben Jahre lang. 10 Dann starb Ibzan und wurde in Bethlehem begraben.

11 Und nach ihm begann Elon, der Sebuloniter, Israel zu richten. Und er richtete Israel zehn Jahre lang. 12 Dann starb Elon, der Sebuloniter, und wurde in Ajalon im Land Sebulon begraben.

13 Und nach ihm begann Abdon, der Sohn Hillels, des Pirathoniters, Israel zu richten. 14 Und er bekam vierzig Söhne und dreißig Enkel, die auf siebzig ausgewachsenen Eseln ritten. Und er richtete Israel acht Jahre lang. 15 Dann starb Abdon, der Sohn Hillels, des Pirathoniters, und wurde in Pirathon im Land Ephraim auf dem Amalekiterberg begraben.

Jule | 03.21.09 | eigene Gedanken zum Geschehen, ergänzender Stoff, Richter, Text in der Bibel, , , , , , | 19 Comments |

Richter 5 – 8

Kapitel 5

5 Und an jenem Tag stimmten Debora und Barak, der Sohn Abinoams, ein Lied an und sprachen:

2 „Dafür, daß man in Israel das Haar frei wallen läßt [zum Krieg],
Dafür, daß das Volk sich freiwillig stellte,
Segnet Jehova.

3 Hört zu, ihr Könige; leiht das Ohr, ihr hohen Amtspersonen:
Ich, ja ich, will Jehova singen.
Ich werde Jehova, dem Gott Israels, Melodien spielen.

4 Jehova, als du auszogst von Seir,
Als du hinausschrittest aus dem Feld Edoms,
Da bebte die Erde, auch troffen die Himmel,
Auch troffen die Wolken von Wasser.

5 Berge flossen hinweg von dem Angesicht Jehovas,
Dieser Sinai hinweg von dem Angesicht Jehovas, des Gottes Israels.

6 In den Tagen Schamgars, des Sohnes Anaths,
In den Tagen Jaels war kein Verkehr auf den Pfaden.
Und die auf Wegen Reisenden reisten gewöhnlich auf Umwegen.

7 Die Bewohner des offenen Landes hörten auf zu bestehen, sie hörten auf zu bestehen in Israel,
Bis ich, Debora, aufstand,
Bis ich aufstand als eine Mutter in Israel.

8 Man ging dazu über, sich neue Götter zu erwählen.
Dann gab es Krieg in den Toren.
Nicht Schild noch Lanze konnte gesehen werden
Unter vierzigtausend in Israel.

9 Mein Herz ist mit den Befehlshabern Israels,
Denen, die sich freiwillig stellten unter dem Volk.
Segnet Jehova.

10 Die ihr auf gelblichroten Eselinnen reitet,
Die ihr auf Prunkteppichen sitzt
Und die ihr auf der Straße wandert,
Bedenkt!

11 Einige der Stimmen der Wasserverteiler zwischen den Schöpfrinnen,
Dort begannen sie die gerechten Taten Jehovas aufzuzählen,
Die gerechten Taten seiner Bewohner des offenen Landes in Israel.
Dann zog Jehovas Volk seines Weges hinab zu den Toren.

12 Erwache, erwache, o Debora;
Erwache, erwache, trag ein Lied vor!
Steh auf, Barak, und führe deine Gefangenen hinweg, du Sohn Abinoams!

13 Damals kamen die Überlebenden herab zu den Majestätischen;
Jehovas Volk kam herab zu mir gegen die Starken.

14 Aus Ephraim war ihr Ursprung in der Tiefebene,
Mit dir, o Benjamin, unter deinen Völkern.
Aus Machir zogen die Befehlshaber hinab,
Und aus Sebulon die, die das Gerät eines Schreibers handhaben.

15 Und die Fürsten in Issachar waren mit Debora.
Und wie Issachar, so war Barak.
In die Tiefebene wurde er zu Fuß gesandt.
Unter den Abteilungen Rubens gab es große Erforschungen des Herzens.

16 Warum saßest du zwischen den beiden Sattelkörben,
Um den Pfeifentönen für die Herden zu lauschen?
Für die Abteilungen Rubens gab es große Erforschungen des Herzens.

17 Gilead blieb an seinem Wohnsitz jenseits des Jordan;
Und Dan, warum blieb er in der Zeit auf Schiffen wohnen?
Ascher saß müßig am Gestade des Meeres,
Und bei seinen Landeplätzen verweilte er.

18 Sebulon war ein Volk, das seine Seele bis an den Rand des Todes verachtete;
Auch Naphtali, auf den Höhen des Feldes.

19 Könige kamen, sie kämpften;
Damals kämpften die Könige Kanaans
In Taanach an den Wassern Megiddos.
Gewinn an Silber holten sie nicht.

20 Vom Himmel her kämpften die Sterne,
Von ihren Bahnen aus kämpften sie gegen Sisera.

21 Der Wildbach Kischon wusch sie hinweg,
Der Wildbach der alten Tage, der Wildbach Kischon.
Du tratest dann Stärke nieder, o meine Seele.

22 Damals stampften der Rosse Hufe
Vom Galopp, Galopp seiner Hengste.

23 ‚Flucht Meros‘, sprach der Engel Jehovas,
,Flucht seinen Bewohnern unaufhörlich,
Denn sie sind nicht zum Beistand Jehovas gekommen,
Zum Beistand Jehovas mit den Starken.‘

24 Jael, die Frau Hebers, des Keniters, wird unter Frauen überaus gesegnet sein,
Unter Frauen im Zelt wird sie überaus gesegnet sein.

25 Um Wasser bat er, Milch gab sie;
In der großen Festmahlschale für Majestätische reichte sie geronnene Milch.

26 Ihre Hand streckte sie dann zum Zeltpflock aus
Und ihre Rechte zum Hammer der Schwerarbeiter.
Und sie hämmerte auf Sisera, sie durchbohrte sein Haupt,
Und sie zerschlug und zerhieb seine Schläfen.

27 Zwischen ihren Füßen brach er zusammen, er fiel, er lag da;
Zwischen ihren Füßen brach er zusammen, er fiel;
Wo er zusammenbrach, da fiel er, überwunden.

28 Aus dem Fenster blickte eine Frau und spähte ständig nach ihm aus,
Die Mutter Siseras, durchs Gitterwerk:
,Weshalb säumt sein Kriegswagen zu kommen?
Warum müssen sich die Hufschläge seiner Wagenpferde so verspäten?‘

29 Die Weisen ihrer Edelfrauen antworteten ihr gewöhnlich,
Ja auch sie gab sich jeweils selbst Antwort mit ihren eigenen Reden:

30 ‚Sollten sie nicht finden, sollten sie nicht Beute verteilen,
Einen Mutterschoß – zwei Mutterschöße für jeden kräftigen Mann,
Beute an gefärbten Stoffen für Sisera, Beute an gefärbten Stoffen,
Ein gesticktes Kleid, gefärbten Stoff, zwei gestickte Kleider
Für den Hals [der Männer] der Beute?‘

31 So mögen alle deine Feinde umkommen, o Jehova,
Und die dich lieben, seien, wie wenn die Sonne aufgeht in ihrer Macht.“
Und das Land hatte fortan Ruhe, vierzig Jahre lang.

Kapitel 6

6 Dann begannen die Söhne Israels zu tun, was böse war in den Augen Jehovas. Da gab Jehova sie sieben Jahre lang in die Hand Midians. 2 Und die Hand Midians gewann die Oberhand über Israel. Midians wegen machten die Söhne Israels für sich die unterirdischen Vorratsstellen, die in den Bergen waren, und die Höhlen und die schwer zugänglichen Orte. 3 Und es geschah, wenn Israel gesät hatte, daß Midian und Amalek und die Leute des Ostens heraufkamen, ja sie kamen gegen sie herauf. 4 Und sie lagerten sich immer wieder gegen sie, und stets verdarben sie den Ertrag der Erde, den ganzen Weg bis Gasa, und sie ließen jeweils weder Lebensunterhalt noch Schaf, noch Stier, noch Esel in Israel übrig. 5 Denn sie kamen gewöhnlich mit ihrem Viehbestand und ihren Zelten herauf. Sie kamen jeweils so zahlreich wie die Heuschrecken, und sie und ihre Kamele waren ohne Zahl; und sie kamen stets in das Land, um es zu verderben. 6 Und Israel verarmte Midians wegen sehr; und die Söhne Israels begannen zu Jehova um Hilfe zu rufen.

7 Und es geschah, weil die Söhne Israels Midians wegen zu Jehova um Hilfe riefen, 8 daß Jehova dann einen Mann, einen Propheten, zu den Söhnen Israels sandte und zu ihnen sprach: „Dies ist, was Jehova, der Gott Israels, gesagt hat: ‚Ich war es, der euch aus Ägypten heraufführte und euch so aus dem Sklavenhaus herausbrachte. 9 So befreite ich euch aus der Hand Ägyptens und aus der Hand aller eurer Bedrücker und trieb sie vor euch her aus und gab euch ihr Land. 10 Des weiteren sprach ich zu euch: „Ich bin Jehova, euer Gott. Ihr sollt die Götter der Amoriter, in deren Land ihr wohnt, nicht fürchten.“ Und ihr hörtet nicht auf meine Stimme.‘ “

11 Später kam Jehovas Engel und setzte sich unter den großen Baum, der in Ophra war, welcher Joas, dem Abiësriter, gehörte, während Gideon, sein Sohn, in der Weinkelter Weizen ausschlug, um ihn Midian schnell aus den Augen zu schaffen. 12 Dann erschien ihm Jehovas Engel und sprach zu ihm: „Jehova ist mit dir, du tapferer Starker.“ 13 Darauf sagte Gideon zu ihm: „Entschuldige, mein Herr, aber wenn Jehova mit uns ist, warum ist denn all das über uns gekommen, und wo sind alle seine Wundertaten, die unsere Väter uns erzählten, indem [sie] sprachen: ‚Hat uns Jehova nicht aus Ägypten heraufgeführt?‘? Und jetzt hat Jehova uns im Stich gelassen, und er gibt uns in die Faust Midians.“ 14 Da wandte sich Jehova ihm zu und sprach: „Geh in dieser deiner Kraft, und du wirst bestimmt Israel aus der Faust Midians retten. Sende nicht ich dich?“ 15 Er seinerseits sagte zu ihm: „Entschuldige, Jehova. Womit soll ich Israel retten? Siehe! Meine Tausendschaft ist die geringste in Manasse, und ich bin der Kleinste im Hause meines Vaters.“ 16 Aber Jehova sprach zu ihm: „Weil es sich erweisen wird, daß ich mit dir bin, und du wirst Midian bestimmt niederschlagen wie e i n e n Mann.“

17 Darauf sagte er zu ihm: „Wenn ich nun Gunst gefunden habe in deinen Augen, so sollst du auch ein Zeichen für mich tun dafür, daß du es bist, der mit mir redet. 18 Weiche bitte nicht von hier, bis ich zu dir komme und ich meine Gabe herausgebracht und sie dir vorgesetzt habe.“ Demzufolge sprach er: „Ich meinerseits werde hier sitzen bleiben, bis du zurückkehrst.“ 19 Und Gideon ging hinein und machte dann ein Ziegenböckchen bereit und ein Epha Mehl als ungesäuerte Kuchen. Das Fleisch tat er in den Korb, und die Brühe tat er in den Kochtopf, wonach er es zu ihm hinaus unter den großen Baum brachte und es vorsetzte.

20 Der Engel des [wahren] Gottes sagte nun zu ihm: „Nimm das Fleisch und die ungesäuerten Kuchen, und leg sie dort auf den großen Felsen, und gieß die Brühe aus.“ Hierauf tat er so. 21 Dann streckte Jehovas Engel die Spitze des Stabes, der in seiner Hand war, aus und berührte das Fleisch und die ungesäuerten Kuchen, und Feuer begann aus dem Felsen aufzusteigen und das Fleisch und die ungesäuerten Kuchen zu verzehren. Was Jehovas Engel betrifft, so entschwand er seinen Augen. 22 Daher merkte Gideon, daß es Jehovas Engel war.

Sogleich sagte Gideon: „O wehe, Souveräner Herr Jehova, darum, daß ich Jehovas Engel von Angesicht zu Angesicht gesehen habe!“ 23 Jehova aber sprach zu ihm: „Friede sei mit dir! Fürchte dich nicht. Du wirst nicht sterben.“ 24 Da baute Gideon dort Jehova einen Altar, und er wird weiterhin Jehova-Schalom genannt bis auf diesen Tag. Er steht noch in [dem] Ophra der Abiësriter.

25 Und es geschah während jener Nacht, daß Jehova weiter zu ihm sprach: „Nimm den jungen Stier, den Stier, der deinem Vater gehört, das heißt den zweiten jungen Stier von sieben Jahren, und du sollst den Altar Baals, der deinem Vater gehört, niederreißen, und den heiligen Pfahl, der daneben ist, solltest du umhauen. 26 Und du sollst Jehova, deinem Gott, auf dem Gipfel dieser Feste einen Altar bauen mit der Reihe Steine, und du sollst den zweiten jungen Stier nehmen und ihn als ein Brandopfer auf den Holzstücken des heiligen Pfahls opfern, den du umhauen wirst.“ 27 Demgemäß nahm Gideon zehn Männer von seinen Dienern und ging daran, so zu tun, wie Jehova zu ihm geredet hatte; doch geschah es, weil er die Hausgenossen seines Vaters und die Männer der Stadt zu sehr fürchtete, es bei Tag zu tun, daß er es dann bei Nacht tat.

28 Als die Männer der Stadt wie gewöhnlich früh am Morgen aufstanden, siehe, da war der Altar Baals niedergerissen, und der heilige Pfahl, der daneben stand, war umgehauen, und der zweite junge Stier war auf dem Altar, der gebaut worden war, geopfert worden. 29 Und sie begannen zueinander zu sagen: „Wer hat diese Sache getan?“ Und sie gingen daran, sich zu erkundigen und zu suchen. Schließlich sprachen sie: „Gideon, der Sohn des Joas, ist es, der diese Sache getan hat.“ 30 Da sagten die Männer der Stadt zu Joas: „Bring deinen Sohn heraus, damit er stirbt, weil er den Altar Baals niedergerissen und weil er den heiligen Pfahl, der daneben stand, umgehauen hat.“ 31 Darauf sprach Joas zu allen, die gegen ihn aufstanden: „Werdet ihr es sein, die für Baal rechten, um zu sehen, ob ihr selbst ihn retten könnt? Wer immer für ihn rechtet, sollte noch an diesem Morgen zu Tode gebracht werden. Wenn er Gott ist, so möge er für sich selbst rechten, weil jemand seinen Altar niedergerissen hat.“ 32 Und er begann ihn an jenem Tag Jerubbaal zu nennen, indem [er] sagte: „Möge Baal für sich selbst rechten, weil jemand seinen Altar niedergerissen hat.“

33 Und ganz Midian und Amalek und die Leute des Ostens versammelten sich wie e i n [Mann] und zogen dann hinüber und lagerten sich in der Tiefebene von Jesreël. 34 Und Jehovas Geist hüllte Gideon ein, so daß er dann in das Horn stieß, und die Abiësriter wurden zusammengerufen, ihm nach. 35 Und er entsandte Boten durch ganz Manasse, und auch sie wurden zusammengerufen, ihm nach. Er sandte auch Boten durch Ascher und Sebulon und Naphtali, und sie kamen herauf, ihm entgegen.

36 Dann sprach Gideon zu dem [wahren] Gott: „Wenn du Israel durch mich rettest, so wie du es verheißen hast, 37 siehe, ich halte ein Wollvlies ausgebreitet auf der Dreschtenne. Wenn es auf dem Vlies allein Tau geben wird, aber auf der ganzen Erde dort Trockenheit ist, dann werde ich bestimmt wissen, daß du Israel durch mich retten wirst, so wie du es verheißen hast.“ 38 Und so geschah es. Als er früh am nächsten Tag aufstand und das Vlies auswrang, drückte er schließlich genug Tau aus dem Vlies heraus, um eine große Festmahlschale mit Wasser zu füllen. 39 Dennoch sagte Gideon zu dem [wahren] Gott: „Dein Zorn entbrenne nicht gegen mich, sondern laß mich nur noch einmal reden. Laß mich bitte nur noch einmal eine Probe mit dem Vlies machen. Möge bitte auf dem Vlies allein Trockenheit eintreten, und auf der ganzen Erde möge es Tau geben.“ 40 Da tat Gott in jener Nacht auf diese Weise; und es gab Trockenheit auf dem Vlies allein, und auf der ganzen Erde fand sich Tau.

Kapitel 7

7 Dann stand Jerubbaal, das heißt Gideon, samt allem Volk, das mit ihm war, früh auf und schlug das Lager an dem Brunnen Harod auf; und das Lager Midians befand sich nördlich von ihm, am Hügel More, in der Tiefebene. 2 Jehova sprach nun zu Gideon: „Das Volk, das mit dir ist, ist zu zahlreich, als daß ich Midian in ihre Hand geben könnte. Vielleicht würde sich Israel gegen mich brüsten und sagen: ‚Meine Hand ist es gewesen, die mich gerettet hat.‘ 3 Und nun ruf bitte vor den Ohren des Volkes aus, indem [du] sprichst: ‚Wer fürchtet sich und zittert? Er ziehe sich zurück.‘ “ So stellte Gideon sie auf die Probe. Darauf zogen sich zweiundzwanzigtausend vom Volk zurück, und da waren zehntausend, die übrigblieben.

4 Dennoch sprach Jehova zu Gideon: „Noch ist des Volkes zuviel. Laß sie ans Wasser hinabgehen, damit ich sie dir dort auf die Probe stelle. Und es soll geschehen, daß, von wem immer ich dir sage: ‚Dieser wird mit dir gehen‘, er es ist, der mit dir gehen wird, doch jeder, von dem ich dir sage: ‚Dieser wird nicht mit dir gehen‘, er es ist, der nicht mitgehen wird.“ 5 So ließ er das Volk zum Wasser hinabgehen.

Dann sprach Jehova zu Gideon: „Einen jeden, der mit seiner Zunge etwas von dem Wasser aufleckt, so wie ein Hund leckt, wirst du für sich stellen, auch jeden, der sich auf seine Knie niederläßt, um zu trinken.“ 6 Und es stellte sich heraus, daß die Zahl derer, die mit ihrer Hand zum Mund leckten, dreihundert Mann war. Was alle übrigen des Volkes betrifft, sie ließen sich auf ihre Knie nieder, um Wasser zu trinken.

7 Jehova sagte nun zu Gideon: „Durch die dreihundert Mann, die geleckt haben, werde ich euch retten, und ich will Midian in deine Hand geben. Was alles andere Volk betrifft, sie mögen jeder an seinen Ort gehen.“ 8 Da nahmen sie den Proviant des Volkes in ihre Hand und ihre Hörner, und er sandte alle Männer Israels weg, jeden in sein Heim; und die dreihundert Mann behielt er. Was das Lager Midians betrifft, es befand sich unterhalb von ihm in der Tiefebene.

9 Und es geschah während jener Nacht, daß Jehova dann zu ihm sprach: „Steh auf, steig zum Lager hinab, denn ich habe es in deine Hand gegeben. 10 Fürchtest du dich aber hinabzusteigen, so steig du mit Pura, deinem Bediensteten, zum Lager hinab. 11 Und du sollst dem zuhören, was sie reden werden, und danach werden deine Hände bestimmt stark werden, und du wirst gewiß bis ans Lager hinabsteigen.“ Darauf stieg er mit Pura, seinem Bediensteten, hinab an den Rand derer, die in Schlachtordnung im Lager waren.

12 Nun waren Midian und Amalek und alle Leute des Ostens so zahlreich wie Heuschrecken in die Tiefebene eingefallen; und ihre Kamele waren ohne Zahl, so zahlreich wie die Sandkörner, die am Ufer des Meeres sind. 13 Gideon kam nun, und siehe, da war ein Mann, der seinem Gefährten einen Traum erzählte, und er sagte weiter: „Ich habe da einen Traum gehabt. Und siehe, ein runder Gerstenbrotkuchen rollte in das Lager Midians hinein. Dann kam er zu einem Zelt und traf es so, daß es umfiel, und er kehrte dann das Unterste zuoberst, und das Zelt fiel zusammen.“ 14 Darauf antwortete sein Gefährte und sprach: „Das ist nichts anderes als das Schwert Gideons, des Sohnes des Joas, eines Mannes von Israel. Der [wahre] Gott hat Midian und das ganze Lager in seine Hand gegeben.“

15 Und es geschah, sobald Gideon den Traum und dessen Erklärung erzählen hörte, daß er anzubeten begann. Danach kehrte er ins Lager Israels zurück und sagte: „Macht euch auf, denn Jehova hat das Lager Midians in eure Hand gegeben.“ 16 Dann teilte er die dreihundert Mann in drei Trupps auf und gab ihnen allen Hörner in die Hand und große, leere Krüge und Fackeln in die großen Krüge hinein. 17 Und er sprach weiter zu ihnen: „Ihr solltet lernen, indem ihr mir zuseht, und ebenso solltet ihr tun. Und wenn ich an den Rand des Lagers gekommen bin, so soll es geschehen, daß ihr so tun werdet, wie ich tun werde. 18 Sobald ich in das Horn gestoßen habe, ich und alle, die mit mir sind, sollt auch ihr rings um das ganze Lager in die Hörner stoßen, und ihr sollt sagen: ‚Jehovas und Gideons!‘ “

19 Danach kam Gideon mit den hundert Mann, die mit ihm waren, zu Beginn der mittleren Nachtwache bis zum Rand des Lagers. Eben hatte man die Wachen aufgestellt. Und sie bliesen dann die Hörner, und die großen Wasserkrüge, die sie in ihren Händen hatten, wurden zerschmettert. 20 Darauf bliesen die drei Trupps die Hörner und zerschlugen die großen Krüge und ergriffen mit ihrer linken Hand die Fackeln und mit ihrer rechten Hand die Hörner, um sie zu blasen, und sie begannen auszurufen: „Schwert Jehovas und Gideons!“ 21 Die ganze Zeit über blieben sie stehen, jeder an seinem Platz, rings um das Lager her, und das ganze Lager begann zu laufen und brach in lautes Schreien aus und ergriff die Flucht. 22 Und die dreihundert fuhren fort, die Hörner zu blasen, und Jehova richtete dann im ganzen Lager das Schwert eines jeden gegen den anderen; und das Lager floh weiter bis nach Beth-Schitta, auf Zerera zu, bis zu dem Randgebiet von Abel-Mehola bei Tabbath.

23 Unterdessen wurden die Männer Israels, von Naphtali und von Ascher und von ganz Manasse, zusammengerufen, und sie gingen daran, Midian nachzujagen. 24 Und Gideon sandte Boten in die ganze Berggegend von Ephraim und ließ sagen: „Zieht hinab, Midian entgegen, und nehmt vor ihnen her die Wasser bis nach Beth-Bara und den Jordan ein.“ Da wurden alle Männer Ephraims zusammengerufen, und sie konnten die Wasser bis nach Beth-Bara und den Jordan einnehmen. 25 Auch nahmen sie schließlich die beiden Fürsten Midians gefangen, nämlich Oreb und Seeb; und dann töteten sie Oreb am Felsen Oreb, und Seeb töteten sie bei der Weinkufe Seebs. Und sie jagten Midian weiter nach, und sie brachten den Kopf Orebs und denjenigen Seebs zu Gideon in die Gegend des Jordan.

Kapitel 8

8 Dann sprachen die Männer Ephraims zu ihm: „Was ist das für eine Sache, die du uns da angetan hast, daß du uns nicht hast rufen lassen, als du darangegangen bist, gegen Midian zu kämpfen?“ Und sie suchten heftig, Streit mit ihm anzufangen. 2 Schließlich sagte er zu ihnen: „Was habe ich nun schon im Vergleich mit euch getan? Ist nicht die Nachlese Ephraims besser als die Weinlese Abiesers? 3 In eure Hand hat Gott Midians Fürsten Oreb und Seeb gegeben, und was konnte ich schon tun im Vergleich zu euch?“ Da beruhigte sich ihr Geist ihm gegenüber, als er dieses Wort redete.

4 Schließlich kam Gideon an den Jordan [und] ging hinüber, er und die dreihundert Mann, die mit ihm waren, müde, setzten aber die Verfolgung fort. 5 Später sprach er zu den Männern von Sukkoth: „Gebt bitte den Leuten, die mir auf dem Fuße folgen, runde Brotlaibe, denn sie sind müde, und ich jage Sebach und Zalmunna, den Königen von Midian, nach.“ 6 Aber die Fürsten von Sukkoth sagten: „Ist die Faust Sebachs und Zalmunnas schon in deiner Hand, so daß deinem Heer Brot gegeben werden muß?“ 7 Hierauf sprach Gideon: „Darum, wenn Jehova Sebach und Zalmunna in meine Hand gibt, werde ich bestimmt euer Fleisch mit den Dornen der Wildnis und den Dorngewächsen zerdreschen.“ 8 Und von dort zog er weiter hinauf nach Penuël und redete dann in derselben Weise zu ihnen, aber die Männer von Penuël antworteten ihm ebenso, wie die Männer von Sukkoth geantwortet hatten. 9 Folglich sagte er auch zu den Männern von Penuël: „Wenn ich in Frieden zurückkehre, werde ich diesen Turm niederreißen.“

10 Sebach und Zalmunna nun waren in Karkor und ihre Lager mit ihnen, etwa fünfzehntausend [Mann], alle, die von dem gesamten Lager der Leute des Ostens übriggeblieben waren; und der schon Gefallenen waren hundertzwanzigtausend Mann, die das Schwert zu ziehen pflegten. 11 Und Gideon zog auf dem Weg der in Zelten Weilenden weiter hinauf, östlich von Nobach und Jogbeha, und begann das Lager zu schlagen, während sich das Lager in Sicherheit wähnte. 12 Als Sebach und Zalmunna die Flucht ergriffen, ging er sogleich daran, ihnen nachzujagen, und nahm schließlich Midians zwei Könige, Sebach und Zalmunna, gefangen; und er schreckte das ganze Lager auf.

13 Und Gideon, der Sohn des Joas, trat seine Rückkehr aus dem Krieg über den Paß an, der nach Heres hinaufgeht. 14 Unterwegs nahm er einen jungen Mann von den Männern von Sukkoth gefangen und fragte ihn aus. Da schrieb er für ihn die Namen der Fürsten von Sukkoth und seiner älteren Männer auf, siebenundsiebzig Mann. 15 Damit ging er zu den Männern von Sukkoth und sprach: „Hier sind Sebach und Zalmunna, derentwegen ihr mich verhöhnt habt, indem [ihr] sagtet: ‚Ist die Faust Sebachs und Zalmunnas schon in deiner Hand, so daß deinen ermüdeten Männern Brot gegeben werden muß?‘ “ 16 Dann nahm er die älteren Männer der Stadt und Dornen der Wildnis und Dorngewächse und ließ die Männer von Sukkoth damit Erfahrung machen. 17 Und den Turm von Penuël riß er nieder, und dann tötete er die Männer der Stadt.

18 Er sprach nun zu Sebach und Zalmunna: „Was für Männer waren es, die ihr in Tabor getötet habt?“ Hierauf sagten sie: „Wie du bist, so waren sie, jeder, wie Königssöhne an Gestalt.“ 19 Darauf sprach er: „Es waren meine Brüder, die Söhne meiner Mutter. So wahr Jehova lebt, hättet ihr sie am Leben erhalten, so müßte ich euch nicht töten.“ 20 Dann sagte er zu Jether, seinem Erstgeborenen: „Steh auf, töte sie.“ Und der Jüngling zog sein Schwert nicht, denn er fürchtete sich, da er noch ein Jüngling war. 21 Da sprachen Sebach und Zalmunna: „Steh selber auf, und fall über uns her, denn wie ein Mann ist, so ist seine Macht.“ Demzufolge stand Gideon auf und tötete Sebach und Zalmunna und nahm die mondförmigen Zierate, die sich an den Hälsen ihrer Kamele befanden.

22 Später sagten die Männer von Israel zu Gideon: „Herrsche über uns, du und dein Sohn wie auch dein Enkel, denn du hast uns aus der Hand Midians gerettet.“ 23 Aber Gideon sprach zu ihnen: „Ich selbst werde nicht über euch herrschen, noch wird mein Sohn über euch herrschen. Jehova ist es, der über euch herrschen wird.“ 24 Und Gideon sagte weiter zu ihnen: „Laßt mich eine Bitte an euch richten: Gebt mir ein jeder den Nasenring seiner Beute.“ (Denn sie hatten goldene Nasenringe, weil sie Ismaeliter waren.) 25 Dann sprachen sie: „Wir werden sie bestimmt geben.“ Daraufhin breiteten sie einen Überwurf aus und warfen dann jeder den Nasenring seiner Beute hinein. 26 Und das Gewicht der goldenen Nasenringe, um die er gebeten hatte, belief sich auf eintausendsiebenhundert Goldschekel, außer den mondförmigen Zieraten und den Ohrgehängen und den Kleidern aus purpurrötlichgefärbter Wolle, die auf den Königen von Midian waren, und außer den Halsketten, die sich an den Hälsen der Kamele befanden.

27 Und Gideon ging daran, ein Ephod daraus zu machen und es in seiner Stadt Ophra auszustellen; und ganz Israel begann, dort unsittlichen Verkehr damit zu haben, so daß es Gideon und seinen Hausgenossen zu einer Schlinge wurde.

28 So wurde Midian vor den Söhnen Israels unterworfen, und sie erhoben ihr Haupt nicht mehr; und das Land hatte in den Tagen Gideons fortan Ruhe, vierzig Jahre lang.

29 Und Jerubbaal, der Sohn des Joas, ging hin und wohnte weiterhin in seinem Haus.

30 Und Gideon bekam siebzig Söhne, die aus seiner Hüfte hervorgingen, denn er hatte schließlich viele Frauen. 31 Was seine Nebenfrau betrifft, die in Sichem war, so gebar auch sie ihm einen Sohn. Da gab er ihm den Namen Abimelech. 32 Schließlich starb Gideon, der Sohn des Joas, in gutem Alter und wurde in der Grabstätte seines Vaters Joas, in [dem] Ophra der Abiësriter, begraben.

33 Und es geschah, sobald Gideon gestorben war, daß sich die Söhne Israels wieder anschickten, unsittlichen Verkehr mit den Baalen zu haben, so daß sie Baal-Berith zu ihrem Gott einsetzten. 34 Und die Söhne Israels gedachten nicht Jehovas, ihres Gottes, der sie aus der Hand all ihrer Feinde ringsumher befreit hatte; 35 und sie übten nicht liebende Güte gegenüber den Hausgenossen Jerubbaals, Gideons, in Erwiderung all des Guten, das er Israel gegenüber geübt hatte.

Jule | 03.20.09 | eigene Gedanken zum Geschehen, ergänzender Stoff, Richter, Text in der Bibel, , | 19 Comments |

Richter 1 – 4

Kapitel 1

1 Und nach dem Tod Josuas geschah es, daß die Söhne Israels dann Jehova befragten, indem [sie] sagten: „Wer von uns wird zuerst zu den Kanaanitern hinaufziehen, um gegen sie zu kämpfen?“ 2 Hierauf sprach Jehova: „Juda wird hinaufziehen. Siehe! Ich werde das Land bestimmt in seine Hand geben.“ 3 Da sagte Juda zu Simeon, seinem Bruder: „Komm mit mir hinauf in [das Gebiet] meines Loses, und laß uns gegen die Kanaaniter kämpfen, und ich meinerseits will mit dir in [das Gebiet] deines Loses ziehen.“ Demgemäß zog Simeon mit ihm.

4 Da zog Juda hinauf, und Jehova gab die Kanaaniter und die Perisiter in ihre Hand, so daß sie sie in Besek besiegten, zehntausend Mann. 5 Als sie Adoni-Besek in Besek fanden, da kämpften sie gegen ihn und besiegten die Kanaaniter und die Perisiter. 6 Als Adoni-Besek die Flucht ergriff, da gingen sie daran, ihm nachzujagen, und faßten ihn und hieben ihm die Daumen seiner Hände und die großen Zehen seiner Füße ab. 7 Daraufhin sprach Adoni-Besek: „Siebzig Könige sind es gewesen, denen die Daumen ihrer Hände und die großen Zehen ihrer Füße abgeschnitten worden waren, die Speise unter meinem Tisch auflasen. Geradeso wie ich getan habe, so hat Gott mir vergolten.“ Danach brachte man ihn nach Jerusalem, und dort starb er.

8 Des weiteren führten die Söhne Judas Krieg gegen Jerusalem und nahmen es schließlich ein, und sie schlugen es dann mit der Schärfe des Schwertes, und sie steckten die Stadt in Brand. 9 Und danach zogen die Söhne Judas hinab, um gegen die Kanaaniter zu kämpfen, die die Berggegend und den Negeb und die Schephela bewohnten. 10 So marschierte Juda gegen die Kanaaniter, die in Hebron wohnten (der Name Hebrons nun war vordem Kirjath-Arba), und sie schlugen dann Scheschai und Ahiman und Talmai nieder.

11 Und sie marschierten von dort weiter gegen die Bewohner von Debir. (Der Name Debirs nun war vordem Kirjath-Sepher.) 12 Dann sprach Kaleb: „Wer Kirjath-Sepher schlägt und es tatsächlich einnimmt, dem will ich Achsa, meine Tochter, zur Frau geben.“ 13 Und Othniël, der Sohn des Kenas, Kalebs jüngerer Bruder, nahm es schließlich ein. Daher gab er ihm Achsa, seine Tochter, zur Frau. 14 Und es geschah, als sie nach Hause ging, daß sie ihn fortwährend anreizte, von ihrem Vater ein Feld zu erbitten. Dann klatschte sie, während sie auf dem Esel [saß], in die Hände. Hierauf sagte Kaleb zu ihr: „Was möchtest du?“ 15 Da sprach sie zu ihm: „Gewähre mir doch einen Segen, denn du hast mir ein Stück Land im Süden gegeben, und du sollst mir Gulloth-Majim geben.“ Somit gab Kaleb ihr Ober-Gulloth und Unter-Gulloth.

16 Und die Söhne des Keniters, dessen Schwiegersohn Moses war, kamen mit den Söhnen Judas aus der Palmenstadt zur Wildnis Juda hinauf, die im Süden von Arad [liegt]. Dann gingen sie und nahmen Wohnsitz bei dem Volk. 17 Juda aber marschierte mit Simeon, seinem Bruder, weiter, und sie gingen daran, die Kanaaniter zu schlagen, die Zephath bewohnten, und es der Vernichtung zu weihen. Daher wurde der Stadt der Name Horma gegeben. 18 Danach nahm Juda Gasa ein und sein Gebiet und Askalon und sein Gebiet und Ekron und sein Gebiet. 19 Und Jehova war weiterhin mit Juda, so daß er die Berggegend in Besitz nahm, doch konnte er die Bewohner der Tiefebene nicht aus ihrem Besitz vertreiben, weil sie Kriegswagen mit eisernen Sicheln hatten. 20 Als man Kaleb Hebron gab, so wie es Moses versprochen hatte, da trieb er die drei Söhne Enaks von dort aus.

21 Und die Söhne Benjamins trieben die Jebusiter, die Jerusalem bewohnten, nicht aus; sondern die Jebusiter wohnen weiterhin bei den Söhnen Benjamins in Jerusalem bis auf diesen Tag.

22 Unterdessen zog auch das Haus Joseph seinerseits gegen Bethel hinauf, und Jehova war mit ihnen. 23 Und das Haus Joseph begann Bethel auszukundschaften (übrigens war vordem der Name der Stadt Lus), 24 und die Wachen sahen schließlich einen Mann aus der Stadt herausgehen. Da sagten sie zu ihm: „Zeig uns bitte den Zugang zur Stadt, und wir werden dir bestimmt Güte erweisen.“ 25 Demzufolge zeigte ihnen der Mann den Zugang zur Stadt; und sie schlugen dann die Stadt mit der Schärfe des Schwertes, aber den Mann und seine ganze Familie ließen sie gehen. 26 Daraufhin zog der Mann in das Land der Hethiter und baute eine Stadt und gab ihr den Namen Lus. Das ist ihr Name bis auf diesen Tag.

27 Und Manasse nahm nicht Besitz von Beth-Schean und seinen abhängigen Ortschaften und Taanach und seinen abhängigen Ortschaften und den Bewohnern von Dor und seinen abhängigen Ortschaften und den Bewohnern von Jibleam und seinen abhängigen Ortschaften und den Bewohnern von Megiddo und seinen abhängigen Ortschaften; die Kanaaniter jedoch waren entschlossen, in diesem Land zu bleiben. 28 Und es geschah, daß Israel stark wurde und den Kanaanitern dann Zwangsarbeit auferlegte; und sie trieben sie nicht vollständig aus.

29 Auch Ephraim trieb die Kanaaniter nicht aus, die in Geser wohnten, sondern die Kanaaniter wohnten weiterhin mitten unter ihnen in Geser.

30 Sebulon trieb die Bewohner von Kitron und die Bewohner von Nahalol nicht aus, sondern die Kanaaniter wohnten weiterhin mitten unter ihnen und wurden der Zwangsarbeit unterworfen.

31 Ascher trieb die Bewohner von Akko und die Bewohner von Sidon und Achlab und Achsib und Helba und Aphik und Rehob nicht aus. 32 Und die Ascheriter wohnten weiterhin inmitten der Kanaaniter, die das Land bewohnten, denn sie trieben sie nicht aus.

33 Naphtali trieb die Bewohner von Beth-Schemesch und die Bewohner von Beth-Anath nicht aus, sondern sie wohnten weiterhin inmitten der Kanaaniter, die das Land bewohnten; und die Bewohner von Beth-Schemesch und von Beth-Anath wurden ihnen zur Zwangsarbeit eigen.

34 Und die Amoriter drängten die Söhne Dans ständig in die Berggegend, denn sie gestatteten ihnen nicht, in die Tiefebene herabzukommen. 35 So waren die Amoriter entschlossen, im Gebirge Heres und in Ajalon und in Schaalbim zu bleiben. Doch wurde die Hand des Hauses Joseph schließlich so schwer, daß sie Zwangsarbeit leisten mußten. 36 Und das Gebiet der Amoriter ging von der Steige Akrabbim, von Sela an aufwärts.

Kapitel 2

2 Dann ging Jehovas Engel von Gilgal nach Bochim hinauf und sprach: „Ich ging daran, euch aus Ägypten heraufzuführen und euch in das Land zu bringen, das ich euren Vorvätern zuschwor. Ferner sagte ich: ‚Niemals werde ich meinen Bund mit euch brechen. 2 Und ihr eurerseits sollt keinen Bund mit den Bewohnern dieses Landes schließen. Ihre Altäre solltet ihr niederreißen.‘ Aber ihr habt nicht auf meine Stimme gehört. Warum habt ihr das getan? 3 So habe ich meinerseits gesagt: ‚Ich werde sie nicht vor euch vertreiben, und sie sollen euch zu Schlingen werden, und ihre Götter werden euch als Köder dienen.‘ “

4 Und es geschah, sobald Jehovas Engel diese Worte zu allen Söhnen Israels geredet hatte, daß das Volk seine Stimme erhob und zu weinen begann. 5 Folglich gaben sie jenem Ort den Namen Bochim. Und sie brachten dann dort Jehova Opfer dar.

6 Als Josua das Volk wegsandte, da gingen die Söhne Israels ihrer Wege, ein jeder in sein Erbe, um das Land in Besitz zu nehmen. 7 Und das Volk diente weiterhin Jehova alle Tage Josuas und alle Tage der älteren Männer, die ihre Tage nach Josua verlängerten und die das ganze große Werk Jehovas gesehen hatten, das er für Israel tat. 8 Dann starb Josua, der Sohn Nuns, der Knecht Jehovas, im Alter von hundertzehn Jahren. 9 Und sie begruben ihn im Gebiet seines Erbes in Timnath-Heres in der Berggegend von Ephraim, nördlich vom Berg Gaasch. 10 Und auch jene ganze Generation wurde zu ihren Vätern versammelt, und eine andere Generation begann nach ihnen zu erstehen, die Jehova nicht kannte noch das Werk, das er für Israel getan hatte.

11 Und die Söhne Israels begannen zu tun, was böse war in den Augen Jehovas, und dienten den Baalen. 12 So verließen sie Jehova, den Gott ihrer Väter, der sie aus dem Land Ägypten herausgeführt hatte, und gingen dazu über, anderen Göttern aus den Reihen der Götter der Völker, die rings um sie her waren, nachzufolgen, und sie begannen sich vor ihnen niederzubeugen, so daß sie Jehova kränkten. 13 Auf diese Weise verließen sie Jehova und nahmen den Dienst für Baal und die Aschtoret-Bildnisse auf. 14 Da entbrannte Jehovas Zorn gegen Israel, so daß er sie in die Hand der Plünderer gab, und sie begannen sie zu plündern; und er verkaufte sie dann in die Hand ihrer Feinde ringsumher, und sie konnten vor ihren Feinden nicht mehr standhalten. 15 Überall, wo sie auszogen, erwies sich Jehovas Hand gegen sie zum Unglück, so, wie es Jehova geredet, und so, wie es Jehova ihnen geschworen hatte; und sie gerieten in große Bedrängnis. 16 Da erweckte Jehova jeweils Richter, und sie retteten sie stets aus der Hand ihrer Plünderer.

17 Und auch auf ihre Richter hörten sie nicht, sondern sie hatten unsittlichen Verkehr mit anderen Göttern und beugten sich dann vor ihnen nieder. Sie wichen rasch von dem Weg ab, auf dem ihre Vorväter gegangen waren, als sie den Geboten Jehovas gehorchten. Sie taten nicht ebenso. 18 Und als Jehova ihnen Richter erweckte, erwies es sich, daß Jehova mit dem Richter war, und alle Tage des Richters rettete er sie aus der Hand ihrer Feinde; denn Jehova empfand jeweils Bedauern wegen ihres Stöhnens über ihre Bedrücker und die, die sie umherstießen.

19 Und es geschah, wenn der Richter starb, daß sie jeweils umkehrten und verderblicher handelten als ihre Väter, indem sie anderen Göttern nachgingen, um ihnen zu dienen und sich vor ihnen niederzubeugen. Sie ließen nicht ab von ihren Handlungen und ihrem störrischen Benehmen. 20 Schließlich entbrannte Jehovas Zorn gegen Israel, und er sprach: „Weil diese Nation meinen Bund übertreten hat, den ich ihren Vorvätern gebot, und nicht auf meine Stimme gehört hat, 21 werde auch ich meinerseits keine einzige mehr von den Nationen, die Josua, als er starb, zurückließ, vor ihnen her austreiben, 22 um durch sie Israel auf die Probe zu stellen, ob sie den Weg Jehovas einhalten werden, indem sie darauf wandeln, so wie ihre Väter ihn eingehalten haben, oder nicht.“ 23 Demgemäß ließ Jehova diese Nationen [dort], indem er sie nicht schnell austrieb, und er gab sie nicht in Josuas Hand.

Kapitel 3

3 Dies nun sind die Nationen, die Jehova [dort] ließ, um durch sie Israel auf die Probe zu stellen, das heißt alle die, die keine der Kriege Kanaans erlebt hatten; 2 es war nur, damit die Generationen der Söhne Israels Erfahrung bekämen, um sie Krieg zu lehren, das heißt nur die, die solche Dinge zuvor nicht erfahren hatten: 3 die fünf Achsenherren der Philister und alle Kanaaniter, auch die Sidonier und die Hiwiter, die das Gebirge Libanon bewohnten, vom Berg Baal-Hermon an bis zum Eingang nach Hamath. 4 Und sie dienten fortgesetzt als Werkzeuge, Israel auf die Probe zu stellen, damit [man] erkenne, ob sie Jehovas Geboten, die er ihren Vätern durch Moses geboten hatte, gehorchen würden. 5 Und die Söhne Israels wohnten inmitten der Kanaaniter, der Hethiter und der Amoriter und der Perisiter und der Hiwiter und der Jebusiter. 6 Und sie nahmen sich dann deren Töchter zu Frauen, und ihre eigenen Töchter gaben sie deren Söhnen, und sie nahmen den Dienst für ihre Götter auf.

7 So taten die Söhne Israels, was böse war in Jehovas Augen, und sie vergaßen Jehova, ihren Gott, und gingen daran, den Baalen und den heiligen Pfählen zu dienen. 8 Darauf entbrannte Jehovas Zorn gegen Israel, so daß er sie in die Hand Kuschan-Rischathajims, des Königs von Mesopotamien, verkaufte; und die Söhne Israels dienten Kuschan-Rischathajim acht Jahre lang. 9 Und die Söhne Israels begannen zu Jehova um Hilfe zu rufen. Da erweckte Jehova den Söhnen Israels einen Retter, damit er sie rette, Othniël, den Sohn des Kenas, des jüngeren Bruders Kalebs. 10 Der Geist Jehovas kam nun über ihn, und er wurde der Richter Israels. Als er zur Schlacht auszog, da gab Jehova Kuschan-Rischathajim, den König von Syrien, in seine Hand, so daß seine Hand Kuschan-Rischathajim überwältigte. 11 Danach hatte das Land vierzig Jahre lang Ruhe. Schließlich starb Othniël, der Sohn des Kenas.

12 Und wieder einmal gingen die Söhne Israels dazu über, zu tun, was böse war in Jehovas Augen. Darauf ließ Jehova Eglon, den König von Moab, gegen Israel stark werden, weil sie taten, was böse war in Jehovas Augen. 13 Außerdem sammelte er die Söhne Ammons und Amaleks gegen sie. Dann zogen sie hin und schlugen Israel und nahmen Besitz von der Palmenstadt. 14 Und die Söhne Israels dienten Eglon, dem König von Moab, achtzehn Jahre lang. 15 Und die Söhne Israels begannen zu Jehova um Hilfe zu rufen. Da erweckte Jehova ihnen einen Retter, Ehud, den Sohn Geras, einen Benjaminiter, einen linkshändigen Mann. Nach einiger Zeit sandten die Söhne Israels durch seine Hand Tribut an Eglon, den König von Moab. 16 Unterdessen machte sich Ehud ein Schwert, und es hatte zwei Schneiden, eine Elle war seine Länge. Dann gürtete er es unter sein Gewand an seine rechte Hüfte. 17 Und er überreichte dann Eglon, dem König von Moab, den Tribut. Eglon nun war ein sehr fetter Mann.

18 Und es geschah, als er mit dem Überreichen des Tributs fertig war, daß er die Leute, die Träger des Tributs, sogleich wegsandte. 19 Und er selbst kehrte bei den Steinbrüchen, die zu Gilgal waren, um, und er sagte dann: „Ich habe ein geheimes Wort für dich, o König.“ Da sprach er: „Still!“ Darauf gingen alle, die bei ihm standen, von ihm hinaus. 20 Und Ehud kam zu ihm, als er in seinem kühlen Dachgemach saß, das er für sich allein hatte. Und Ehud sagte weiter: „Ein Wort von Gott habe ich für dich.“ Darauf erhob er sich von seinem Thron. 21 Dann fuhr Ehud mit seiner linken Hand hinein und nahm das Schwert von seiner rechten Hüfte und stieß es ihm in den Bauch. 22 Und auch der Griff fuhr nach der Klinge hinein, so daß sich das Fett um die Klinge schloß, denn er zog das Schwert nicht aus seinem Bauch heraus, und die Fäkalien begannen herauszukommen. 23 Und Ehud ging dann durch das Luftloch hinaus, doch schloß er die Türen des Dachgemachs hinter sich zu und verschloß sie. 24 Und er seinerseits ging hinaus.

Und seine Diener kamen und begannen zu schauen, und da waren die Türen des Dachgemachs verschlossen. Da sprachen sie: „Er verrichtet gerade die Notdurft in der kühlen Innenkammer.“ 25 Und sie warteten so lange, bis sie sich schämten, und siehe, niemand öffnete die Türen des Dachgemachs. So nahmen sie den Schlüssel und öffneten sie, und siehe, ihr Herr war zur Erde gefallen, tot!

26 Was Ehud betrifft, er entrann, während sie zögerten, und er seinerseits ging an den Steinbrüchen vorüber und entrann nach Seira. 27 Und es geschah, als er schließlich dorthin kam, daß er in der Berggegend von Ephraim das Horn zu blasen begann; und die Söhne Israels begannen mit ihm aus der Berggegend hinabzuziehen, er an ihrer Spitze. 28 Dann sagte er zu ihnen: „Folgt mir, denn Jehova hat eure Feinde, die Moabiter, in eure Hand gegeben.“ Und sie folgten ihm nach und nahmen schließlich die Furten des Jordan gegen die Moabiter ein, und sie gestatteten niemandem hinüberzugehen. 29 Und zu jener Zeit gingen sie daran, Moab niederzuschlagen, etwa zehntausend Mann, jeder ein Stämmiger und jeder ein tapferer Mann; und kein einziger entrann. 30 Und Moab wurde an jenem Tag der Hand Israels unterworfen; und das Land hatte fortan Ruhe, achtzig Jahre lang.

31 Und nach ihm war Schamgar, der Sohn Anaths, und er ging daran, die Philister niederzuschlagen, sechshundert Mann, mit einem Rinderstachel; und auch er rettete schließlich Israel.

Kapitel 4

4 Dann begannen die Söhne Israels wieder zu tun, was böse war in Jehovas Augen, jetzt, da Ehud tot war. 2 Deshalb verkaufte Jehova sie in die Hand Jabins, des Königs von Kanaan, der in Hazor regierte; und sein Heeroberster war Sisera, und er wohnte in [dem] Haroscheth der Nationen. 3 Und die Söhne Israels begannen zu Jehova zu schreien, weil er neunhundert Kriegswagen mit eisernen Sicheln hatte, und er seinerseits bedrückte die Söhne Israels zwanzig Jahre lang mit Härte.

4 Debora nun, eine Prophetin, die Frau Lappidoths, richtete Israel zu jener besonderen Zeit. 5 Und sie wohnte unter der Palme Deboras zwischen Rama und Bethel in der Berggegend von Ephraim; und die Söhne Israels gingen jeweils zu ihr hinauf zum Gericht. 6 Und sie sandte nun hin und ließ Barak rufen, den Sohn Abinoams aus Kedesch-Naphtali, und zu ihm sagen: „Hat nicht Jehova, der Gott Israels, den Befehl gegeben? ‚Geh hin, und du sollst dich auf dem Berg Tabor ausbreiten, und du sollst zehntausend Mann von den Söhnen Naphtalis und von den Söhnen Sebulons mit dir nehmen. 7 Und ich werde Sisera, den Obersten des Heeres Jabins, und seine Kriegswagen und seine Menge bestimmt zu dir ins Wildbachtal Kischon ziehen, und ich werde ihn gewiß in deine Hand geben.‘ “

8 Darauf sprach Barak zu ihr: „Wenn du mit mir gehen wirst, werde auch ich bestimmt gehen; aber wenn du nicht mit mir gehen wirst, werde ich nicht gehen.“ 9 Hierauf sagte sie: „Ich werde ganz bestimmt mit dir gehen. Dennoch wird die schöne Auszeichnung nicht dein werden auf dem Weg, den du gehst, denn Jehova wird Sisera in die Hand einer Frau verkaufen.“ Damit stand Debora auf und ging mit Barak nach Kedesch. 10 Und Barak begann Sebulon und Naphtali nach Kedesch zusammenzurufen, und zehntausend Mann zogen hinauf, indem sie seinen Fußstapfen folgten; und Debora ging mit ihm hinauf.

11 Übrigens hatte sich Heber, der Keniter, von den Kenitern, den Söhnen Hobabs, dessen Schwiegersohn Moses war, getrennt, und er hatte sein Zelt in der Nähe des großen Baumes in Zaanannim aufgeschlagen, das bei Kedesch [liegt].

12 Dann berichteten sie Sisera, daß Barak, der Sohn Abinoams, auf den Berg Tabor hinaufgegangen war. 13 Sogleich rief Sisera alle seine Kriegswagen zusammen, die neunhundert Kriegswagen mit eisernen Sicheln, und das ganze Volk, das mit ihm war, aus [dem] Haroscheth der Nationen zum Wildbachtal Kischon. 14 Debora sprach nun zu Barak: „Mache dich auf, denn dies ist der Tag, an dem Jehova Sisera bestimmt in deine Hand geben wird. Ist nicht Jehova vor dir her ausgezogen?“ Und Barak stieg dann vom Berg Tabor hinab und zehntausend Mann ihm nach. 15 Und Jehova begann Sisera und alle seine Kriegswagen und das ganze Lager durch die Schärfe des Schwertes vor Barak her in Verwirrung zu bringen. Schließlich stieg Sisera vom Wagen und ergriff die Flucht zu Fuß. 16 Und Barak jagte den Kriegswagen und dem Lager nach bis nach [dem] Haroscheth der Nationen, so daß das ganze Lager Siseras durch die Schärfe des Schwertes fiel. Auch nicht e i n e r blieb übrig.

17 Was Sisera betrifft, er floh zu Fuß zum Zelt Jaels, der Frau Hebers, des Keniters, denn es war Frieden zwischen Jabin, dem König von Hazor, und dem Hause Hebers, des Keniters. 18 Dann kam Jael heraus, Sisera entgegen, und sagte zu ihm: „Wende dich hierher, mein Herr, wende dich hierher zu mir. Fürchte dich nicht.“ Da bog er zu ihr ab in das Zelt. Später deckte sie ihn mit einer Schlafdecke zu. 19 Nach einiger Zeit sprach er zu ihr: „Gib mir bitte ein wenig Wasser zu trinken, denn ich habe Durst.“ Somit öffnete sie einen Milchschlauch und gab ihm zu trinken, wonach sie ihn zudeckte. 20 Und er sagte weiter zu ihr: „Steh am Eingang des Zeltes, und es soll geschehen, wenn irgend jemand kommt und dich fragt und spricht: ‚Ist ein Mann hier?‘, daß du dann sagen sollst: ‚Nein!‘ “

21 Und Jael, die Frau Hebers, ging daran, einen Zeltpflock zu ergreifen und den Hammer in ihre Hand zu nehmen. Dann ging sie heimlich zu ihm hin und stieß den Pflock durch seine Schläfen und schlug ihn in die Erde, während er fest eingeschlafen und ermattet war. So starb er.

22 Und siehe, da war Barak, der Sisera nachjagte. Jael kam jetzt heraus, ihm entgegen, und sagte zu ihm: „Komm, und ich werde dir den Mann zeigen, den du suchst.“ Da ging er zu ihr hinein, und siehe, da war Sisera, tot hingefallen, mit dem Pflock in seinen Schläfen.

23 So unterwarf Gott an jenem Tag Jabin, den König von Kanaan, vor den Söhnen Israels. 24 Und die Hand der Söhne Israels wurde immer härter gegen Jabin, den König von Kanaan, bis sie Jabin, den König von Kanaan, [vom Leben] abgeschnitten hatten.

Jule | 03.19.09 | eigene Gedanken zum Geschehen, ergänzender Stoff, Fragen, die ich mir gestellt habe, Richter, Text in der Bibel, , , , | 14 Comments |

Josua 22 – 24

Kapitel 22

22 Um jene Zeit rief Josua dann die Rubeniter und die Gaditer und den halben Stamm Manasse 2 und sprach zu ihnen: „Ihr eurerseits habt alles gehalten, was Moses, der Knecht Jehovas, euch geboten hat, und ihr seid meiner Stimme gehorsam gewesen in allem, was ich euch geboten habe. 3 Ihr habt eure Brüder diese vielen Tage bis auf diesen Tag nicht verlassen, und ihr seid der Verpflichtung des Gebotes Jehovas, eures Gottes, nachgekommen. 4 Und jetzt hat Jehova, euer Gott, euren Brüdern Ruhe gegeben, so wie er es ihnen verheißen hat. So wendet euch nun um und geht hin zu euren Zelten in das Land eures Besitztums, das euch Moses, der Knecht Jehovas, jenseits des Jordan gegeben hat. 5 Nur achtet sorgsam darauf, das Gebot und das Gesetz auszuführen, das euch Moses, der Knecht Jehovas, geboten hat, indem ihr Jehova, euren Gott, liebt und indem ihr auf allen seinen Wegen wandelt und indem ihr seine Gebote haltet und indem ihr ihm anhangt und ihm mit eurem ganzen Herzen und mit eurer ganzen Seele dient.“

6 Damit segnete Josua sie und sandte sie weg, daß sie zu ihren Zelten gingen. 7 Und dem halben Stamm Manasse hatte Moses in Baschan eine Gabe gegeben, und der anderen Hälfte davon gab Josua eine Gabe bei ihren Brüdern auf der Seite des Jordan gegen Westen. So auch, als Josua sie zu ihren Zelten wegsandte, ging er daran, sie zu segnen. 8 Und er sagte weiter zu ihnen: „Kehrt zu euren Zelten zurück mit vielen Reichtümern und mit sehr viel Vieh, mit Silber und Gold und Kupfer und Eisen und Kleidern in sehr großer Menge. Nehmt euren Anteil an der Beute eurer Feinde zusammen mit euren Brüdern.“

9 Danach kehrten die Söhne Rubens und die Söhne Gads und der halbe Stamm Manasse zurück und zogen von den anderen Söhnen Israels weg, aus Silo, das sich im Land Kanaan befindet, um in das Land Gilead zu gehen, in das Land ihres Besitztums, in dem sie auf den durch Moses [erteilten] Befehl Jehovas hin ansässig geworden waren. 10 Als sie in die Gegenden des Jordan kamen, die im Land Kanaan waren, da bauten die Söhne Rubens und die Söhne Gads und der halbe Stamm Manasse dort beim Jordan einen Altar, einen auffallend großen Altar. 11 Später hörten die anderen Söhne Israels, daß gesagt wurde: „Siehe! Die Söhne Rubens und die Söhne Gads und der halbe Stamm Manasse haben einen Altar gebaut an der Grenze des Landes Kanaan in den Jordangegenden, auf der Seite, die den Söhnen Israels gehört.“ 12 Als die Söhne Israels schließlich davon hörten, wurde die ganze Gemeinde der Söhne Israels dann nach Silo versammelt, um gegen sie ins Feld zu ziehen.

13 Dann sandten die Söhne Israels zu den Söhnen Rubens und den Söhnen Gads und dem halben Stamm Manasse in das Land Gilead Pinehas, den Sohn Eleasars, des Priesters, 14 und zehn Vorsteher mit ihm, e i n e n Vorsteher jedes Vaterhauses von allen Stämmen Israels, und sie waren jeder ein Haupt des Hauses ihrer Väter von den Tausendschaften Israels. 15 Nach einiger Zeit kamen sie zu den Söhnen Rubens und den Söhnen Gads und dem halben Stamm Manasse in das Land Gilead und begannen mit ihnen zu reden, indem [sie] sprachen:

16 „Dies ist, was die ganze Gemeinde Jehovas gesagt hat: ‚Was ist das für ein Akt der Untreue, den ihr gegen den Gott Israels begangen habt, indem ihr euch heute davon abwendet, Jehova zu folgen, dadurch, daß ihr euch einen Altar baut, um heute gegen Jehova zu rebellieren? 17 War das Vergehen von Peor zu wenig für uns, von dem wir uns bis auf diesen Tag nicht gereinigt haben, obwohl die Plage über die Gemeinde Jehovas kam? 18 Und ihr – ihr wollt euch heute davon abwenden, Jehova zu folgen; und es soll geschehen, daß, so ihr eurerseits heute gegen Jehova rebelliert, er dann morgen gegen die ganze Gemeinde Israel zürnen wird. 19 Wenn nun das Land eures Besitzes tatsächlich unrein ist, so zieht herüber in das Land des Besitztums Jehovas, wo die Stiftshütte Jehovas geweilt hat, und werdet in unserer Mitte ansässig; und rebelliert nicht gegen Jehova, und macht uns nicht zu solchen, die dadurch rebellieren, daß ihr euch einen Altar zu dem Altar Jehovas, unseres Gottes, hinzubaut. 20 War es nicht Achan, der Sohn Serachs, der einen Akt der Untreue an dem Banngut beging, das der Vernichtung geweiht war, und kam nicht über die ganze Gemeinde Israel heftiger Zorn? Und er war nicht der einzige Mann, der in seinem Vergehen dahinscheiden mußte.‘ “

21 Darauf antworteten die Söhne Rubens und die Söhne Gads und der halbe Stamm Manasse und redeten mit den Häuptern der Tausendschaften Israels: 22 „Göttlicher, Gott, Jehova, Göttlicher, Gott, Jehova, er weiß [es], und Israel, es wird [es] auch wissen. Ist es aus Rebellion und ist es aus Untreue gegen Jehova, so rette uns an diesem Tag nicht. 23 Wenn es war, um für uns einen Altar zu bauen, um uns davon abzuwenden, Jehova zu folgen, und wenn es war, um Brandopfer und Getreideopfer darauf zu opfern, und wenn es war, um Gemeinschaftsschlachtopfer darauf darzubieten, so wird Jehova selbst es herausfinden; 24 oder wenn es nicht vielmehr aus angstvoller Besorgtheit um etwas anderes gewesen ist, daß wir dies getan haben, indem [wir] sprachen: ‚An einem künftigen Tag werden eure Söhne zu unseren Söhnen sagen: „Was habt ihr mit Jehova, dem Gott Israels, zu schaffen? 25 Und da ist eine Grenze, die Jehova zwischen uns und euch, den Söhnen Rubens und den Söhnen Gads, gesetzt hat, nämlich den Jordan. Ihr habt keinen Teil an Jehova.“ Und eure Söhne werden bestimmt unsere Söhne davon abhalten, Jehova zu fürchten.‘

26 Folglich sprachen wir: ‚Laßt uns bitte in unserem Interesse handeln, indem wir den Altar bauen, nicht für Brandopfer noch für Schlachtopfer, 27 sondern damit er ein Zeuge sei zwischen uns und euch und unseren Generationen nach uns, daß wir den Dienst Jehovas mit unseren Brandopfern und unseren Schlachtopfern und unseren Gemeinschaftsschlachtopfern vor ihm leisten werden, so daß an einem künftigen Tag eure Söhne nicht zu unseren Söhnen sagen können: „Ihr habt keinen Teil an Jehova.“ ‚ 28 Da sprachen wir: ‚Und es soll geschehen, falls sie das an einem künftigen Tag zu uns und zu unseren Generationen sagen sollten, dann wollen wir sagen: „Seht die Darstellung des Altars Jehovas, die unsere Väter gemacht haben, nicht für Brandopfer noch für Schlachtopfer, sondern er ist ein Zeuge zwischen uns und euch.“ ‚ 29 Es ist für uns undenkbar, von uns aus gegen Jehova zu rebellieren und uns heute davon abzuwenden, Jehova zu folgen, indem wir einen Altar für Brandopfer, Getreideopfer und Schlachtopfer bauen außer dem Altar Jehovas, unseres Gottes, der sich vor seiner Stiftshütte befindet!“

30 Als nun Pinehas, der Priester, und die Vorsteher der Gemeinde und die Häupter der Tausendschaften Israels, die bei ihm waren, die Worte hörten, welche die Söhne Rubens und die Söhne Gads und die Söhne Manasses redeten, war es gut in ihren Augen. 31 Da sprach Pinehas, der Sohn Eleasars, des Priesters, zu den Söhnen Rubens und den Söhnen Gads und den Söhnen Manasses: „Heute erkennen wir, daß Jehova in unserer Mitte ist, weil ihr diesen Akt der Untreue gegen Jehova nicht begangen habt. Nun habt ihr die Söhne Israels aus der Hand Jehovas befreit.“

32 Darauf kehrten Pinehas, der Sohn Eleasars, des Priesters, und die Vorsteher von den Söhnen Rubens und den Söhnen Gads aus dem Land Gilead zurück in das Land Kanaan zu den anderen Söhnen Israels und erstatteten ihnen Bericht. 33 Und das Wort war gut in den Augen der Söhne Israels; und die Söhne Israels segneten dann Gott, und sie sprachen nicht davon, zum Heeresdienst gegen sie hinaufzuziehen, um das Land zu verderben, in welchem die Söhne Rubens und die Söhne Gads wohnten.

34 Und die Söhne Rubens und die Söhne Gads begannen den Altar zu benennen, denn „er ist ein Zeuge zwischen uns, daß Jehova der [wahre] Gott ist“.

Kapitel 23

23 Und es geschah, viele Tage nachdem Jehova Israel Ruhe gegeben hatte von allen ihren Feinden ringsum, als Josua alt und an Tagen vorgerückt war, 2 daß Josua daranging, ganz Israel zu rufen, seine älteren Männer und seine Häupter und seine Richter und seine Beamten, und zu ihnen zu sprechen: „Was mich betrifft, ich bin alt geworden, ich bin an Tagen vorgerückt. 3 Und was euch betrifft, ihr habt alles gesehen, was Jehova, euer Gott, mit allen diesen Nationen euretwegen getan hat, weil Jehova, euer Gott, es war, der für euch kämpfte. 4 Seht, ich habe euch durch das Los diese Nationen, die als Erbe für eure Stämme übrigbleiben, zugewiesen und alle Nationen, die ich weggetilgt habe, vom Jordan bis zum Großen Meer gegen Sonnenuntergang. 5 Und Jehova, euer Gott, hat sie ständig vor euch her ausgestoßen, und er hat sie um euretwillen enteignet, und ihr habt ihr Land in Besitz genommen, so wie Jehova, euer Gott, es euch verheißen hatte.

6 Und ihr sollt sehr mutig sein, um alles zu halten und zu tun, was im Buch des Gesetzes Mose geschrieben steht, indem ihr niemals davon abweicht, weder nach rechts noch nach links, 7 indem ihr niemals bei diesen Nationen eingeht, denjenigen, die bei euch bleiben. Und ihr sollt die Namen ihrer Götter nicht erwähnen noch bei ihnen schwören, noch sollt ihr ihnen dienen, noch euch vor ihnen niederbeugen, 8 sondern Jehova, eurem Gott, solltet ihr anhangen, so wie ihr es bis auf diesen Tag getan habt. 9 Und Jehova wird große und mächtige Nationen vor euch her vertreiben. (Was euch betrifft, niemand hat vor euch standgehalten bis auf diesen Tag.) 10 Ein einziger Mann von euch wird tausend jagen, weil Jehova, euer Gott, es ist, der für euch kämpft, so wie er es euch verheißen hat. 11 Und ihr sollt beständig auf der Hut sein in bezug auf eure Seele, indem ihr Jehova, euren Gott, liebt.

12 Doch wenn ihr gar zurückweichen solltet und ihr tatsächlich dem anhangt, was von diesen Nationen übriggeblieben ist, diesen, die bei euch bleiben, und ihr doch Ehebündnisse mit ihnen schließt und bei ihnen eingeht und sie bei euch, 13 solltet ihr ganz bestimmt wissen, daß Jehova, euer Gott, nicht fortfahren wird, diese Nationen euretwegen zu enteignen; und sie sollen euch zum Fallstrick und zur Schlinge werden und zur Geißel an euren Seiten und zu Dornen in euren Augen, bis ihr umgekommen seid, von diesem guten Boden hinweg, den Jehova, euer Gott, euch gegeben hat.

14 Nun siehe! Ich gehe heute den Weg der ganzen Erde, und ihr wißt wohl mit eurem ganzen Herzen und mit eurer ganzen Seele, daß kein einziges Wort von allen guten Worten, die Jehova, euer Gott, zu euch geredet hat, dahingefallen ist. Sie alle sind für euch eingetroffen. Kein einziges Wort von ihnen ist dahingefallen. 15 Und es soll geschehen, so, wie das ganze gute Wort, das Jehova, euer Gott, zu euch geredet hat, über euch gekommen ist, so wird Jehova das ganze üble Wort über euch bringen, bis er euch vertilgt hat von diesem guten Boden hinweg, den Jehova, euer Gott, euch gegeben hat, 16 weil ihr den Bund Jehovas, eures Gottes, übertreten habt, den er euch geboten hatte, und weil ihr hingegangen seid und anderen Göttern gedient und euch vor ihnen niedergebeugt habt. Und Jehovas Zorn wird bestimmt gegen euch entbrennen, und ihr werdet bestimmt rasch umkommen, von dem guten Land hinweg, das er euch gegeben hat.“

Kapitel 24

24 Und Josua ging daran, alle Stämme Israels in Sichem zusammenzubringen und die älteren Männer Israels und seine Häupter und seine Richter und seine Beamten zu rufen, und sie stellten sich dann vor den [wahren] Gott. 2 Und Josua sagte weiter zum ganzen Volk: „Dies ist, was Jehova, der Gott Israels, gesagt hat: ‚Jenseits des STROMES wohnten vor langer Zeit eure Vorväter, Terach, der Vater Abrahams und der Vater Nahors, und sie pflegten anderen Göttern zu dienen.

3 Im Laufe der Zeit nahm ich euren Vorvater Abraham von jenseits des STROMES und ließ ihn durch das ganze Land Kanaan wandern und machte seinen Samen zahlreich. So gab ich ihm Isa·ak. 4 Dann gab ich dem Isa·ak Jakob und Esau. Später gab ich Esau das Gebirge Seir, damit [er] es in Besitz nahm; und Jakob und seine Söhne zogen nach Ägypten hinab. 5 Später sandte ich Moses und Aaron, und ich ging daran, Ägypten mit dem zu plagen, was ich in seiner Mitte tat; und danach brachte ich euch heraus. 6 Als ich eure Väter aus Ägypten herausbrachte und ihr ans Meer kamt, da machten sich die Ägypter daran, mit Kriegswagen und Berittenen euren Vätern ans Rote Meer nachzujagen. 7 Und sie begannen zu Jehova zu schreien. Da setzte er Finsternis zwischen euch und die Ägypter und brachte das Meer über sie und bedeckte sie, und eure Augen bekamen zu sehen, was ich in Ägypten tat; und ihr wohntet danach viele Tage in der Wildnis.

8 Schließlich brachte ich euch in das Land der Amoriter, die jenseits des Jordan wohnten, und sie kämpften dann gegen euch. Darauf gab ich sie in eure Hand, damit ihr ihr Land in Besitz nehmen solltet, und ich vertilgte sie vor euch her. 9 Dann stand Balak, der Sohn Zippors, der König von Moab, auf und ging daran, gegen Israel zu kämpfen. So sandte er hin und ließ Bileam, den Sohn Beors, rufen, damit er Übles auf euch herabrufe. 10 Und ich war nicht gewillt, auf Bileam zu hören. Demzufolge segnete er euch wiederholt. So befreite ich euch aus seiner Hand.

11 Dann seid ihr über den Jordan gezogen und nach Jericho gekommen. Und die Grundbesitzer von Jericho, die Amoriter und die Perisiter und die Kanaaniter und die Hethiter und die Girgaschiter, die Hiwiter und die Jebusiter begannen gegen euch zu kämpfen; ich aber gab sie in eure Hand. 12 So sandte ich das Gefühl der Niedergeschlagenheit vor euch her, und es trieb sie allmählich vor euch aus – zwei Könige der Amoriter -, nicht mit deinem Schwert und nicht mit deinem Bogen. 13 Auf diese Weise gab ich euch ein Land, um das ihr euch nicht gemüht, und Städte, die ihr nicht gebaut hattet, und ihr habt Wohnsitz darin genommen. Weingärten und Olivenhaine, die ihr nicht gepflanzt hattet, sind es, wovon ihr eßt.‘

14 Und nun, fürchtet Jehova, und dient ihm in Untadeligkeit und in Wahrheit, und entfernt die Götter, denen eure Vorväter jenseits des STROMES und in Ägypten dienten, und dient Jehova. 15 Wenn es nun übel ist in euren Augen, Jehova zu dienen, so erwählt euch heute, wem ihr dienen wollt, ob den Göttern, denen eure Vorväter dienten, die jenseits des STROMES waren, oder den Göttern der Amoriter, in deren Land ihr wohnt. Ich aber und meine Hausgenossen, wir werden Jehova dienen.“

16 Darauf antwortete das Volk und sprach: „Es ist für uns undenkbar, Jehova zu verlassen, um anderen Göttern zu dienen. 17 Denn Jehova, unser Gott, ist es, der uns und unsere Väter aus dem Land Ägypten, aus dem Sklavenhaus, heraufgeführt hat und der vor unseren Augen diese großen Zeichen getan hat und der uns auf dem ganzen Weg, auf dem wir gegangen sind, und unter allen Völkern, durch deren Mitte wir gezogen sind, fortgesetzt behütet hat. 18 Und Jehova trieb dann alle Völker, auch die Amoriter, die in dem Land wohnten, vor uns her aus. Auch wir, wir werden Jehova dienen, denn er ist unser Gott.“

19 Dann sagte Josua zum Volk: „Ihr vermögt Jehova nicht zu dienen, denn er ist ein heiliger Gott; er ist ein Gott, der ausschließliche Ergebenheit fordert. Er wird eure Auflehnung und eure Sünden nicht verzeihen. 20 Falls ihr Jehova verlassen solltet und ihr tatsächlich fremdländischen Göttern dient, wird er sich auch bestimmt abwenden und euch Übles tun und euch ausrotten, nachdem er euch Gutes getan hat.“

21 Das Volk seinerseits sprach zu Josua: „Nein, sondern Jehova werden wir dienen!“ 22 Darauf sagte Josua zum Volk: „Ihr seid Zeugen gegen euch selbst, daß ihr euch aus eigenem Antrieb Jehova erwählt habt, um ihm zu dienen.“ Daraufhin sprachen sie: „Wir sind Zeugen.“

23 „Und nun entfernt die fremdländischen Götter, die unter euch sind, und neigt eure Herzen Jehova, dem Gott Israels, zu.“ 24 Das Volk seinerseits sagte zu Josua: „Jehova, unserem Gott, werden wir dienen, und auf seine Stimme werden wir hören!“

25 Und Josua schloß dann an jenem Tag mit dem Volk einen Bund und setzte eine Bestimmung und eine richterliche Entscheidung in Sichem für sie fest. 26 Dann schrieb Josua diese Worte in das Buch des Gesetzes Gottes und nahm einen großen Stein und richtete ihn dort unter dem stattlichen Baum auf, der beim Heiligtum Jehovas ist.

27 Und Josua sprach weiter zum ganzen Volk: „Seht! Dieser Stein wird als Zeuge gegen uns dienen, denn er hat selbst alle Reden Jehovas gehört, die er mit uns geredet hat, und er soll als Zeuge gegen euch dienen, damit ihr euren Gott nicht verleugnet.“ 28 Somit sandte Josua das Volk weg, einen jeden in sein Erbe.

29 Und es geschah nach diesen Dingen, daß Josua, der Sohn Nuns, der Knecht Jehovas, schließlich im Alter von hundertzehn Jahren starb. 30 Da begrub man ihn im Gebiet seines Erbes in Timnath-Serach, das in der Berggegend von Ephraim, nördlich vom Berg Gaasch, [liegt]. 31 Und Israel diente Jehova unablässig alle Tage Josuas und alle Tage der älteren Männer, die nach Josua ihre Tage verlängerten und die das ganze Werk Jehovas gekannt hatten, das er für Israel getan hatte.

32 Und Josephs Gebeine, die die Söhne Israels aus Ägypten heraufgebracht hatten, begrub man in Sichem auf dem Feldstück, das Jakob von den Söhnen Hamors, des Vaters Sichems, für hundert Geldstücke erworben hatte; und es wurde als Erbe den Söhnen Josephs zu eigen.

33 Auch Eleasar, der Sohn Aarons, starb. Da begrub man ihn auf dem Hügel des Pinehas, seines Sohnes, den er ihm in der Berggegend von Ephraim gegeben hatte.

Jule | 03.18.09 | eigene Gedanken zum Geschehen, Josua, Text in der Bibel | 11 Comments |

Josua 19 – 21

Kapitel 19

19 Das zweite Los kam dann für Simeon heraus, für den Stamm der Söhne Simeons nach ihren Familien. Und ihr Erbe war dann inmitten des Erbes der Söhne Judas. 2 Und sie bekamen in ihrem Erbe Beërscheba mit Scheba, ferner Molada, 3 außerdem Hazar-Schual und Bala und Ezem, 4 des weiteren Eltolad und Bethul und Horma, 5 ferner Ziklag und Beth-Markaboth und Hazar-Susa, 6 außerdem Beth-Lebaoth und Scharuhen; dreizehn Städte und ihre Siedlungen. 7 Ajin, Rimmon und Ether und Aschan; vier Städte und ihre Siedlungen, 8 des weiteren alle Siedlungen, die rings um diese Städte waren, bis nach Baalath-Beer, [dem] Rama des Südens. Das war das Erbe des Stammes der Söhne Simeons nach ihren Familien. 9 Das Erbe der Söhne Simeons war aus der Zuteilung der Söhne Judas, weil sich der Anteil der Söhne Judas für sie als zu groß erwies. So kamen die Söhne Simeons mitten in deren Erbe zu einem Besitztum.

10 Das dritte Los kam als nächstes herauf für die Söhne Sebulons nach ihren Familien, und die Grenze ihres Erbes lief bis Sarid. 11 Und ihre Grenze stieg dann westwärts nach Mareal hinauf und stieß an Dabbescheth und stieß an das Wildbachtal, das vor Jokneam [liegt]. 12 Und sie lief von Sarid aus ostwärts zurück gegen Sonnenaufgang nach der Grenze von Kisloth-Tabor und lief nach Daberath aus und stieg hinauf nach Japhia. 13 Und von dort zog sie sich ostwärts hinüber gegen Sonnenaufgang nach Gath-Hepher, nach Eth-Kazin, und lief aus nach Rimmon und wurde bis nach Nea gezogen. 14 Und die Grenze bog um dieses herum im Norden nach Hannathon, und ihre Ausläufer reichten bis zum Tal Jiphtach-El, 15 und Kattath und Nahalal und Schimron und Jidala und Bethlehem; zwölf Städte und ihre Siedlungen. 16 Das war das Erbe der Söhne Sebulons nach ihren Familien. Dies waren die Städte und ihre Siedlungen.

17 Für Issachar kam das vierte Los heraus, für die Söhne Issachars nach ihren Familien. 18 Und ihre Grenze wurde Jesreël und Kesulloth und Sunem, 19 ferner Hapharajim und Schion und Anaharath, 20 außerdem Rabbith und Kischjon und Ebez, 21 des weiteren Remeth und En-Gannim und En-Hadda und Beth-Pazzez. 22 Und die Grenze stieß an Tabor und Schahazuma und Beth-Schemesch, und die Ausläufer ihrer Grenze reichten bis an den Jordan; sechzehn Städte und ihre Siedlungen. 23 Das war das Erbe des Stammes der Söhne Issachars nach ihren Familien, die Städte und ihre Siedlungen.

24 Das fünfte Los kam dann heraus für den Stamm der Söhne Aschers nach ihren Familien. 25 Und ihre Grenze wurde Helkath und Hali und Beten und Achschaph, 26 ferner Alammelech und Amad und Mischal. Und sie stieß westwärts an den Karmel und an den Schihor-Libnath, 27 und sie lief zurück gegen Sonnenaufgang nach Beth-Dagon und stieß an Sebulon und an das Tal Jiphtach-El gegen Norden, an Beth-Emek und Neiël, und sie lief aus nach Kabul hin zur Linken, 28 außerdem nach Ebron und Rehob und Hammon und Kana bis zu dem volkreichen Sidon. 29 Und die Grenze ging zurück nach Rama und bis zur befestigten Stadt Tyrus. Und die Grenze ging zurück nach Hosa, und ihre Ausläufer reichten bis ans Meer in der Gegend von Achsib, 30 und Umma und Aphek und Rehob; zweiundzwanzig Städte und ihre Siedlungen. 31 Das war das Erbe des Stammes der Söhne Aschers nach ihren Familien. Dies waren die Städte und ihre Siedlungen.

32 Für die Söhne Naphtalis kam das sechste Los heraus, für die Söhne Naphtalis nach ihren Familien. 33 Und ihre Grenze lief von Heleph an, von dem großen Baum in Zaanannim, und Adami-Nekeb und Jabneël bis nach Lakkum; und ihre Ausläufer verliefen am Jordan. 34 Und die Grenze wandte sich zurück westwärts nach Asnoth-Tabor und lief von dort aus nach Hukkok hin und stieß an Sebulon im Süden, und an Ascher stieß sie im Westen und an Juda am Jordan gegen Sonnenaufgang. 35 Und die befestigten Städte waren Ziddim, Zer und Hammath, Rakkath und Kinnereth, 36 ferner Adama und Rama und Hazor, 37 außerdem Kedesch und Edreï und En-Hazor, 38 des weiteren Jiron und Migdal-El, Horem und Beth-Anath und Beth-Schemesch; neunzehn Städte und ihre Siedlungen. 39 Dies war das Erbe des Stammes der Söhne Naphtalis nach ihren Familien, die Städte und ihre Siedlungen.

40 Für den Stamm der Söhne Dans nach ihren Familien kam das siebte Los heraus. 41 Und die Grenze ihres Erbes wurde Zora und Eschtaol und Ir-Schemesch, 42 ferner Schaalabbin und Ajalon und Jithla, 43 außerdem Elon und Timna und Ekron, 44 des weiteren Elteke und Gibbethon und Baalath, 45 ferner Jehud und Bene-Berak und Gath-Rimmon, 46 außerdem Me-Jarkon und Rakkon, mit der Grenze vor Joppe. 47 Und das Gebiet der Söhne Dans war für sie zu eingeengt. Und die Söhne Dans gingen daran, hinaufzuziehen und gegen Leschem Krieg zu führen und es einzunehmen und es mit der Schärfe des Schwertes zu schlagen. Dann nahmen sie es in Besitz und wohnten darin, und sie begannen Leschem Dan zu nennen, gemäß dem Namen Dans, ihres Vorvaters. 48 Das war das Erbe des Stammes der Söhne Dans nach ihren Familien. Dies waren die Städte und ihre Siedlungen.

49 So beendeten sie die Verteilung des Landes als Besitz nach seinen Gebieten. Dann gaben die Söhne Israels Josua, dem Sohn Nuns, ein Erbe in ihrer Mitte. 50 Nach dem Befehl Jehovas gaben sie ihm die Stadt, die er sich erbat, nämlich Timnath-Serach in der Berggegend von Ephraim; und er begann die Stadt aufzubauen und darin zu wohnen.

51 Dies waren die Erbteile, die Eleasar, der Priester, und Josua, der Sohn Nuns, und die Häupter der Väter der Stämme der Söhne Israels in Silo vor Jehova am Eingang des Zeltes der Zusammenkunft durch das Los als Besitztum austeilten. So beendeten sie die Verteilung des Landes.

Kapitel 20

20 Dann redete Jehova zu Josua, indem [er] sagte: 2 „Rede zu den Söhnen Israels und sprich: ‚Gebt für euch die Zufluchtsstädte, von denen ich zu euch durch Moses geredet habe, 3 damit der Totschläger, der eine Seele unabsichtlich, ohne es zu wissen, erschlägt, dorthin flieht; und sie sollen euch als Zuflucht vor dem Bluträcher dienen. 4 Und er soll in eine dieser Städte fliehen und am Eingang des Stadttores stehenbleiben und seine Worte vor den Ohren der älteren Männer jener Stadt reden; und sie sollen ihn zu sich in die Stadt aufnehmen und ihm einen Ort geben, und er soll bei ihnen wohnen. 5 Und falls der Bluträcher ihm nachjagt, dann dürfen sie den Totschläger nicht in seine Hand liefern; denn ohne es zu wissen, hat er seinen Mitmenschen erschlagen, und er hatte ihn zuvor nicht gehaßt. 6 Und er soll in jener Stadt wohnen, bis er zum Gericht vor der Gemeinde gestanden hat, bis zum Tod des Hohenpriesters, der in jenen Tagen gerade da ist. Dann darf der Totschläger zurückkehren; und er soll in seine Stadt und in sein Haus kommen, in die Stadt, aus der er geflohen war.‘ “

7 Demgemäß bezeichneten sie Kedesch in Galilaa in der Berggegend von Naphtali als heiligen Ort und Sichem in der Berggegend von Ephraim und Kirjath-Arba, das heißt Hebron, in der Berggegend von Juda. 8 Und in der Gegend des Jordan, in Jericho, gegen Osten, gaben sie Bezer in der Wildnis auf der Hochebene vom Stamm Ruben und Ramoth in Gilead vom Stamm Gad und Golan in Baschan vom Stamm Manasse.

9 Dies wurden die Städte, die für alle Söhne Israels und für den ansässigen Fremdling, der als Fremdling in ihrer Mitte weilt, bestimmt waren, damit jeder dorthin flieht, der eine Seele unabsichtlich erschlägt, damit er nicht durch die Hand des Bluträchers stirbt, ehe er vor der Gemeinde gestanden hat.

Kapitel 21

21 Die Häupter der Väter der Leviten traten nun zu Eleasar, dem Priester, und zu Josua, dem Sohn Nuns, und zu den Häuptern der Väter der Stämme der Söhne Israels, 2 und sie redeten dann in Silo im Land Kanaan zu ihnen, indem [sie] sprachen: „Jehova hat durch Moses geboten, daß man uns Städte zum Bewohnen gebe samt ihren Weidegründen für unsere Haustiere.“ 3 Da gaben die Söhne Israels den Leviten nach dem Befehl Jehovas von ihrem Erbe diese Städte und ihre Weidegründe.

4 Und das Los kam heraus für die Familien der Kehathiter, und den Söhnen Aarons, des Priesters, von den Leviten, wurden durch das Los dreizehn Städte vom Stamm Juda und vom Stamm der Simeoniter und vom Stamm Benjamin zu eigen.

5 Und für die übrigen Söhne Kehaths gab es durch das Los zehn Städte von den Familien des Stammes Ephraim und vom Stamm Dan und vom halben Stamm Manasse.

6 Und für die Söhne Gerschons gab es durch das Los dreizehn Städte von den Familien des Stammes Issachar und vom Stamm Ascher und vom Stamm Naphtali und vom halben Stamm Manasse in Baschan.

7 Für die Söhne Meraris gab es nach ihren Familien zwölf Städte vom Stamm Ruben und vom Stamm Gad und vom Stamm Sebulon.

8 Auf diese Weise gaben die Söhne Israels den Leviten diese Städte und ihre Weidegründe durch das Los, so wie Jehova es durch Moses geboten hatte.

9 So gaben sie vom Stamm der Söhne Judas und vom Stamm der Söhne Simeons diese Städte, die man mit Namen nannte, 10 und sie wurden den Söhnen Aarons aus den Familien der Kehathiter von den Söhnen Levis zu eigen, weil das erste Los das ihrige wurde. 11 So gaben sie ihnen Kirjath-Arba ([besagter Arba war] der Vater Enaks), das heißt Hebron, in der Berggegend von Juda und seinen Weidegrund rings darum herum; 12 und das Feld der Stadt und ihre Siedlungen gaben sie Kaleb, dem Sohn Jephunnes, als sein Besitztum.

13 Und den Söhnen Aarons, des Priesters, gaben sie die Zufluchtsstadt für den Totschläger, nämlich Hebron und seinen Weidegrund, ferner Libna und seinen Weidegrund, 14 außerdem Jattir und seinen Weidegrund, des weiteren Eschtemoa und seinen Weidegrund, 15 ferner Holon und seinen Weidegrund, außerdem Debir und seinen Weidegrund, 16 des weiteren Ajin und seinen Weidegrund, ferner Jutta und seinen Weidegrund, Beth-Schemesch und seinen Weidegrund; neun Städte aus diesen zwei Stämmen.

17 Und vom Stamm Benjamin: Gibeon und seinen Weidegrund, Geba und seinen Weidegrund, 18 Anathoth und seinen Weidegrund und Almon und seinen Weidegrund; vier Städte.

19 Alle Städte der Söhne Aarons, der Priester, waren dreizehn Städte und ihre Weidegründe.

20 Und für die Familien der Söhne Kehaths, die Leviten, die übrigen von den Söhnen Kehaths, gab es durch ihr Los Städte vom Stamm Ephraim. 21 Daher gaben sie ihnen die Zufluchtsstadt für den Totschläger, nämlich Sichem und seinen Weidegrund in der Berggegend von Ephraim, ferner Geser und seinen Weidegrund, 22 außerdem Kibzajim und seinen Weidegrund, des weiteren Beth-Horon und seinen Weidegrund; vier Städte.

23 Und vom Stamm Dan: Elteke und seinen Weidegrund, Gibbethon und seinen Weidegrund, 24 Ajalon und seinen Weidegrund, Gath-Rimmon und seinen Weidegrund; vier Städte.

25 Und vom halben Stamm Manasse: Taanach und seinen Weidegrund und Gath-Rimmon und seinen Weidegrund; zwei Städte.

26 Alle Städte samt ihren Weidegründen, die die Familien der übrigen Söhne Kehaths hatten, waren zehn.

27 Und für die Söhne Gerschons, von den Familien der Leviten, gab es vom halben Stamm Manasse die Zufluchtsstadt für den Totschläger, nämlich Golan in Baschan und seinen Weidegrund, ferner Beeschtera und seinen Weidegrund; zwei Städte.

28 Und vom Stamm Issachar: Kischjon und seinen Weidegrund, Daberath und seinen Weidegrund, 29 Jarmuth und seinen Weidegrund, En-Gannim und seinen Weidegrund; vier Städte.

30 Und vom Stamm Ascher: Mischal und seinen Weidegrund, Abdon und seinen Weidegrund, 31 Helkath und seinen Weidegrund und Rehob und seinen Weidegrund; vier Städte.

32 Und vom Stamm Naphtali: die Zufluchtsstadt für den Totschläger, nämlich Kedesch in Galilaa und seinen Weidegrund, ferner Hammoth-Dor und seinen Weidegrund und Kartan und seinen Weidegrund; drei Städte.

33 Alle Städte der Gerschoniter nach ihren Familien waren dreizehn Städte und ihre Weidegründe.

34 Und die Familien der Söhne Meraris, die übrigen Leviten, hatten vom Stamm Sebulon Jokneam und seinen Weidegrund, Karta und seinen Weidegrund, 35 Dimna und seinen Weidegrund, Nahalal und seinen Weidegrund; vier Städte.

36 Und vom Stamm Ruben: Bezer und seinen Weidegrund und Jahaz und seinen Weidegrund, 37 Kedemoth und seinen Weidegrund und Mepha·ath und seinen Weidegrund; vier Städte.

38 Und vom Stamm Gad: die Zufluchtsstadt für den Totschläger, nämlich Ramoth in Gilead und seinen Weidegrund, und Mahanajim und seinen Weidegrund, 39 Heschbon und seinen Weidegrund, Jaser und seinen Weidegrund; alle Städte waren [an Zahl] vier.

40 Alle Städte, die den Söhnen Meraris nach ihren Familien, den übrigen von den Familien der Leviten, zu eigen wurden, waren, als ihr Los, zwölf Städte.

41 Alle Städte der Leviten inmitten des Besitztums der Söhne Israels waren achtundvierzig Städte samt ihren Weidegründen. 42 Diese Städte bestanden dann jeweils aus einer Stadt mit ihrem Weidegrund rings um sie her – so [war es] bei all diesen Städten.

43 So gab Jehova Israel das ganze Land, das er ihren Vorvätern zu geben geschworen hatte, und sie gingen daran, es in Besitz zu nehmen und darin zu wohnen. 44 Ferner gab Jehova ihnen ringsumher Ruhe, gemäß allem, was er ihren Vorvätern geschworen hatte, und nicht einer von allen ihren Feinden hielt vor ihnen stand. Alle ihre Feinde gab Jehova in ihre Hand. 45 Keine Verheißung war dahingefallen von der ganzen guten Verheißung, die Jehova dem Hause Israel gegeben hatte; alles traf ein.

Jule | 03.17.09 | eigene Gedanken zum Geschehen, Josua, Text in der Bibel | 6 Comments |

Josua 16 – 18

Kapitel 16

16 Und das Los kam für die Söhne Josephs heraus: vom Jordan bei Jericho bis an die Wasser von Jericho im Osten, die Wildnis, die von Jericho an in die Berggegend von Bethel hinaufsteigt. 2 Und [die Grenze] ging von Bethel aus, das zu Lus gehörte, und zog sich hinüber zur Grenze der Arkiter nach Ataroth, 3 und sie stieg westwärts hinab zur Grenze der Japhletiter bis an die Grenze von Unter-Beth-Horon und Geser, und ihr Ausläufer reichte bis ans Meer.

4 Und die Söhne Josephs, Manasse und Ephraim, nahmen dann das Land in Besitz. 5 Und die Grenze der Söhne Ephraims nach ihren Familien wurde, ja die Grenze ihres Erbes gegen Osten wurde Atroth-Addar bis nach Ober-Beth-Horon; 6 und die Grenze lief am Meer aus. Michmethath war im Norden, und die Grenze bog ostwärts um nach Taanath-Silo und zog sich ostwärts nach Janoach hinüber. 7 Und sie stieg von Janoach nach Ataroth und Naara hinab und stieß an Jericho und lief am Jordan aus. 8 Von Tappuach lief die Grenze westwärts zum Wildbachtal Kana, und ihr Ausläufer reichte bis ans Meer. Dies ist das Erbe des Stammes der Söhne Ephraims nach ihren Familien. 9 Und die Söhne Ephraims hatten Enklavenstädte inmitten des Erbes der Söhne Manasses, alle Städte und ihre Siedlungen.

10 Und sie vertrieben die Kanaaniter nicht, die in Geser wohnten, und die Kanaaniter wohnen weiterhin mitten unter Ephraim bis auf diesen Tag und wurden sklavischer Zwangsarbeit unterworfen.

Kapitel 17

17 Und das Los ergab sich für den Stamm Manasse, denn er war Josephs Erstgeborener, für Machir, den Erstgeborenen Manasses, den Vater Gileads, denn er war es, der sich als ein Kriegsmann erwies; und Gilead und Baschan wurden sein. 2 Und [ein Los] ergab sich für die übrigen Söhne Manasses, gemäß ihren Familien, für die Söhne Abiesers und die Söhne Heleks und die Söhne Asriëls und die Söhne Sichems und die Söhne Hephers und die Söhne Schemidas. Dies waren die Söhne Manasses, des Sohnes Josephs, die männlichen Personen nach ihren Familien. 3 Was Zelophhad, den Sohn Hephers, des Sohnes Gileads, des Sohnes Machirs, des Sohnes Manasses, betrifft, es erwies sich, daß er keine Söhne hatte, sondern Töchter, und dies waren die Namen seiner Töchter: Machla und Noa, Hogla, Milka und Tirza. 4 Da traten sie vor Eleasar, den Priester, und Josua, den Sohn Nuns, und die Vorsteher und sprachen: „Jehova war es, der Moses geboten hat, uns ein Erbe inmitten unserer Brüder zu geben.“ Demgemäß gab er ihnen nach dem Befehl Jehovas ein Erbe inmitten der Brüder ihres Vaters.

5 Und zehn Zuteilungen fielen Manasse zu, außer dem Land Gilead und Baschan, die jenseits des Jordan waren; 6 denn die Töchter Manasses gelangten zu einem Erbe inmitten seiner Söhne; und das Land Gilead wurde das Eigentum der übrigen Söhne Manasses.

7 Und die Grenze Manasses verlief von Ascher an nach Michmethath, das vor Sichem ist, und die Grenze lief nach rechts zu den Bewohnern von En-Tappuach hin. 8 Das Land Tappuach wurde Manasse zu eigen, aber Tappuach an der Grenze Manasses gehörte den Söhnen Ephraims. 9 Und die Grenze stieg hinab zum Wildbachtal Kana, südwärts zum Wildbachtal dieser Städte Ephraims inmitten der Städte Manasses, und die Grenze Manasses war im Norden des Wildbachtals, und ihr Ausläufer reichte bis ans Meer. 10 Gegen Süden gehörte es Ephraim und gegen Norden Manasse, und das Meer wurde seine Grenze; und im Norden stießen sie an Ascher und im Osten an Issachar.

11 Und es wurden Manasse in Issachar und in Ascher zu eigen: Beth-Schean und seine abhängigen Ortschaften und Jibleam und seine abhängigen Ortschaften und die Bewohner von Dor und seine abhängigen Ortschaften und die Bewohner von En-Dor und seine abhängigen Ortschaften und die Bewohner von Taanach und seine abhängigen Ortschaften und die Bewohner von Megiddo und seine abhängigen Ortschaften, drei der Anhöhen.

12 Und die Söhne Manasses erwiesen sich als außerstande, diese Städte in Besitz zu nehmen; die Kanaaniter jedoch waren entschlossen, in diesem Land zu bleiben. 13 Und es geschah, als die Söhne Israels stark geworden waren, daß sie darangingen, die Kanaaniter in Zwangsarbeit zu nehmen, und sie enteigneten sie nicht gänzlich.

14 Und die Söhne Josephs redeten dann mit Josua, indem [sie] sprachen: „Wie kommt es, daß du mir als Erbe e i n Los und e i n e Zuteilung gegeben hast, während ich doch ein zahlreiches Volk bin, aus dem Grund, daß Jehova mich bis jetzt gesegnet hat?“ 15 Daraufhin sagte Josua zu ihnen: „Wenn du ein zahlreiches Volk bist, so zieh hinauf in den Wald, und du sollst ihn dir dort abholzen im Land der Perisiter und der Rephaïm, weil dir die Berggegend von Ephraim zu eng geworden ist.“ 16 Da sprachen die Söhne Josephs: „Die Berggegend ist für uns nicht genug, und es gibt Kriegswagen mit eisernen Sicheln bei allen Kanaanitern, die im Land der Tiefebene wohnen, sowohl bei denen, die in Beth-Schean und seinen abhängigen Ortschaften sind, als auch bei denen, die in der Tiefebene von Jesreël sind.“ 17 Da sagte Josua folgendes zum Hause Joseph, zu Ephraim und Manasse: „Du bist ein zahlreiches Volk, und große Kraft hast du. Du solltest nicht [nur] e i n Los erhalten, 18 sondern die Berggegend sollte dir zuteil werden. Da es ein Wald ist, sollst du ihn abholzen, und es soll dein [Gebiets]endpunkt werden. Denn du solltest die Kanaaniter vertreiben, obschon sie Kriegswagen mit eisernen Sicheln haben und stark sind.“

Kapitel 18

18 Dann wurde die ganze Gemeinde der Söhne Israels nach Silo versammelt, und man ging daran, dort das Zelt der Zusammenkunft aufzustellen, da das Land nun vor ihnen unterworfen war. 2 Doch da waren unter den Söhnen Israels immer noch welche übrig, deren Erbe man nicht zugeteilt hatte, nämlich sieben Stämme. 3 Da sprach Josua zu den Söhnen Israels: „Wie lange werdet ihr lässig sein, einzuziehen, um das Land in Besitz zu nehmen, das Jehova, der Gott eurer Vorväter, euch gegeben hat? 4 Verschafft euch drei Männer von jedem Stamm, und ich will sie aussenden, damit sie sich aufmachen und im Land umherwandern und es aufzeichnen in Übereinstimmung mit ihrem Erbe, und laßt sie zu mir kommen. 5 Und sie sollen es unter sich in sieben Anteile verteilen. Juda wird auf seinem Gebiet gegen Süden stehenbleiben, und das Haus Joseph wird auf seinem Gebiet gegen Norden stehenbleiben. 6 Was euch betrifft, ihr werdet das Land in sieben Anteilen aufzeichnen, und ihr sollt sie hierher zu mir bringen, damit ich hier, vor Jehova, unserem Gott, das Los für euch werfe. 7 Denn die Leviten haben keinen Anteil unter euch, weil das Priestertum Jehovas ihr Erbe ist; und Gad und Ruben und der halbe Stamm Manasse haben ihr Erbe auf der Seite des Jordan gegen Osten genommen, das ihnen Moses, der Knecht Jehovas, gegeben hat.“

8 Da machten sich die Männer auf, um zu gehen, und Josua gebot dann denen, die im Begriff standen, das Land aufzuzeichnen, indem [er] sagte: „Geht hin und wandert im Land umher, und zeichnet es auf und kehrt zu mir zurück, und hier werde ich für euch vor Jehova in Silo Lose ziehen.“ 9 Da gingen die Männer hin und zogen durch das Land und zeichneten es nach Städten in sieben Anteilen in ein Buch auf. Danach kamen sie zu Josua ins Lager nach Silo, 10 und Josua zog dann in Silo vor Jehova Lose für sie. So teilte Josua dort den Söhnen Israels das Land nach ihren Anteilen zu.

11 Dann kam das Los des Stammes der Söhne Benjamins nach ihren Familien herauf, und das Gebiet ihres Loses verlief zwischen den Söhnen Judas und den Söhnen Josephs. 12 Und ihre Grenze ergab sich an der Nordecke vom Jordan an, und die Grenze stieg hinauf zum Abhang von Jericho im Norden und stieg den Berg hinauf westwärts, und ihr Ausläufer reichte bis zur Wildnis von Beth-Awen. 13 Und von dort zog sich die Grenze nach Lus hinüber, zum Südhang von Lus, das heißt Bethel; und die Grenze stieg hinab nach Atroth-Addar auf den Berg, der im Süden von Unter-Beth-Horon ist. 14 Und die Grenze wurde gezogen und bog auf der Westseite um gegen Süden von dem Berg an, der angesichts von Beth-Horon gegen Süden liegt; und ihr Ausläufer reichte bis nach Kirjath-Baal, das heißt Kirjath-Jearim, einer Stadt der Söhne Judas. Das ist die Westseite.

15 Und die Seite nach Süden ging vom äußersten Ende von Kirjath-Jearim aus, und die Grenze lief gegen Westen aus und lief zur Quelle der Wasser von Nephtoach hin. 16 Und die Grenze stieg hinab zum äußersten Ende des Berges, der dem Tal des Sohnes Hinnoms gegenüberliegt, der in der Tiefebene Rephaïm gegen Norden ist, und sie stieg hinab ins Tal Hinnom, zum Abhang des Jebusiters im Süden, und stieg hinab nach En-Rogel. 17 Und sie wurde nach Norden hin gezogen und lief nach En-Schemesch aus und lief nach Geliloth hin, das vor der Steige Adummim [liegt]; und sie stieg hinab zum Stein Bohans, des Sohnes Rubens. 18 Und sie zog sich zum Nordhang hinüber vor der Araba und stieg zur Araba hinab. 19 Und die Grenze zog sich zum Nordhang von Beth-Hogla hinüber, und der Ausläufer von ihr (der Grenze) reichte bis an die Nordbucht des Salzmeeres am Südende des Jordan. Das war die Südgrenze. 20 Und der Jordan diente als seine Grenze auf der Ostseite. Das war das Erbe der Söhne Benjamins nach ihren Familien, nach seinen Grenzen ringsum.

21 Und dem Stamm der Söhne Benjamins nach ihren Familien wurden [folgende] Städte [zuteil]: Jericho und Beth-Hogla und Emek-Keziz, 22 ferner Beth-Araba und Zemarajim und Bethel, 23 außerdem Awim und Para und Ophra, 24 des weiteren Kephar-Ammoni und Ophni und Geba; zwölf Städte und ihre Siedlungen.

25 Gibeon und Rama und Beeroth, 26 ferner Mizpe und Kephira und Moza, 27 außerdem Rekem und Jirpeël und Tarala, 28 des weiteren Zela, Ha-Eleph und Jebusi, das heißt Jerusalem, Gibea und Kirjath; vierzehn Städte und ihre Siedlungen.

Das war das Erbe der Söhne Benjamins nach ihren Familien.

Jule | 03.16.09 | eigene Gedanken zum Geschehen, Josua, Text in der Bibel | 7 Comments |

Josua 13 – 15

Kapitel 13

13 Nun war Josua alt, an Jahren vorgerückt. Da sprach Jehova zu ihm: „Du selbst bist alt geworden und bist an Jahren vorgerückt, und noch bleibt vom Land sehr viel zur Besitzergreifung übrig. 2 Dies ist das Land, das noch verbleibt: alle Gegenden der Philister und aller Geschuriter 3 (von dem Nilarm, der vor Ägypten ist, und hinauf zur Grenze von Ekron gegen Norden pflegte man es als den Kanaanitern gehörend zu rechnen); fünf Achsenherren der Philister, die Gasiter und die Aschdoditer, die Askaloniter, die Gathiter und die Ekroniter; ferner die Awim. 4 Im Süden alles Land der Kanaaniter; außerdem Meara, das den Sidoniern gehört, bis nach Aphek, bis an die Grenze der Amoriter; 5 des weiteren das Land der Gebaliter und der ganze Libanon gegen Sonnenaufgang, von Baal-Gad am Fuß des Berges Hermon bis zum Eingang nach Hamath; 6 alle Bewohner der Berggegend, vom Libanon bis Misrephoth-Majim, alle Sidonier; ich selbst werde sie vor den Söhnen Israels her enteignen. Nur laß es als Erbe Israel zufallen, so wie ich es dir geboten habe. 7 Und nun teile dieses Land als Erbe den neun Stämmen und dem halben Stamm Manasse zu.“

8 Mit dem anderen halben Stamm traten die Rubeniter und die Gaditer ihr Erbe an, das Moses ihnen auf der Seite des Jordan gegen Osten gab, so wie Moses, der Knecht Jehovas, es ihnen gegeben hatte, 9 von Aroër an, das am Rand des Wildbachtals Arnon [liegt], und die Stadt, die mitten im Wildbachtal ist, und die ganze Hochebene Medeba bis nach Dibon; 10 ferner alle Städte Sihons, des Königs der Amoriter, der in Heschbon regierte, bis hinauf zur Grenze der Söhne Ammons; 11 außerdem Gilead und das Gebiet der Geschuriter und der Maachathiter und den ganzen Berg Hermon und ganz Baschan bis Salcha; 12 das ganze königliche Reich Ogs in Baschan, der in Aschtaroth und in Edreï regierte – er war es, der übrigblieb von dem, was von den Rephaïm übriggeblieben war -, und Moses schlug sie dann und enteignete sie. 13 Und die Söhne Israels enteigneten die Geschuriter und die Maachathiter nicht, sondern Geschur und Maachath blieben inmitten Israels wohnen bis auf diesen Tag.

14 Nur dem Stamm der Leviten gab er kein Erbe. Die Feueropfer Jehovas, des Gottes Israels, sind ihr Erbe, so wie er es ihnen verheißen hat.

15 Dann gab Moses dem Stamm der Söhne Rubens nach ihren Familien eine Gabe, 16 und das Gebiet wurde das ihrige von Aroër an, das am Rand des Wildbachtals Arnon [liegt], und die Stadt, die mitten im Wildbachtal ist, und die ganze Hochebene bei Medeba; 17 Heschbon und alle seine Städte, die auf der Hochebene sind, Dibon und Bamoth-Baal und Beth-Baal-Meon, 18 ferner Jahaz und Kedemoth und Mepha·ath, 19 außerdem Kirjathajim und Sibma und Zereth-Schahar auf dem Berg der Tiefebene, 20 des weiteren Beth-Peor und die Abhänge des Pisga und Beth-Jeschimoth, 21 ferner alle Städte der Hochebene und das ganze königliche Reich Sihons, des Königs der Amoriter, der in Heschbon regierte und den Moses schlug samt den Vorstehern von Midian, Ewi und Rekem und Zur und Hur und Reba, den Anführern Sihons, die im Land wohnten. 22 Und Bileam, den Sohn Beors, den Wahrsager, töteten die Söhne Israels mit dem Schwert, zu den von ihnen Erschlagenen hinzu. 23 Und die Grenze der Söhne Rubens wurde der Jordan; und dies war als Gebiet das Erbe der Söhne Rubens nach ihren Familien, mit den Städten und ihren Siedlungen.

24 Ferner gab Moses dem Stamm Gad, den Söhnen Gads nach ihren Familien, eine Gabe, 25 und ihr Gebiet wurde Jaser und alle Städte Gileads und die Hälfte des Landes der Söhne Ammons bis nach Aroër, das vor Rabba ist; 26 ferner von Heschbon bis Ramath-Mizpe und Betonim und von Mahanajim bis zur Grenze von Debir; 27 außerdem in der Tiefebene Beth-Haram und Beth-Nimra und Sukkoth und Zaphon, der Rest des königlichen Reiches Sihons, des Königs von Heschbon, mit dem Jordan als Grenze bis zum äußersten Ende des Meeres von Kinnereth auf der Seite des Jordan gegen Osten. 28 Dies war das Erbe der Söhne Gads nach ihren Familien mit den Städten und ihren Siedlungen.

29 Ferner gab Moses dem halben Stamm Manasse eine Gabe, und sie wurde die des halben Stammes der Söhne Manasses nach ihren Familien. 30 Und ihr Gebiet wurde, von Mahanajim an, ganz Baschan, das ganze königliche Reich Ogs, des Königs von Baschan, und alle Zeltdörfer Jairs, die in Baschan sind, sechzig Städte. 31 Und halb Gilead und Aschtaroth und Edreï, die Städte des königlichen Reiches Ogs in Baschan, fielen den Söhnen Machirs, des Sohnes Manasses, der Hälfte der Söhne Machirs, zu, nach ihren Familien.

32 Das war es, was Moses [sie] in den Wüstenebenen Moabs, auf der Seite des Jordan, bei Jericho, gegen Osten erben ließ.

33 Und dem Stamm der Leviten gab Moses kein Erbe. Jehova, der Gott Israels, ist ihr Erbe, so wie er es ihnen verheißen hat.

Kapitel 14

14 Dies nun ist, was die Söhne Israels als Erbbesitz im Land Kanaan entgegennahmen, was Eleasar, der Priester, und Josua, der Sohn Nuns, und die Häupter der Väter der Stämme der Söhne Israels sie erben ließen. 2 [Die Zuteilung] ihres Erbes erfolgte durch das Los, so wie es Jehova durch Moses für die neun Stämme und den halben Stamm geboten hatte. 3 Denn Moses hatte das Erbe der zwei anderen Stämme und des anderen halben Stammes jenseits des Jordan gegeben; und den Leviten gab er kein Erbe in ihrer Mitte. 4 Denn die Söhne Josephs waren zwei Stämme geworden, Manasse und Ephraim; und sie hatten den Leviten keinen Landanteil gegeben, außer Städten zum Wohnen und deren Weidegründe für ihren Viehbestand und ihr Eigentum. 5 So, wie Jehova es Moses geboten hatte, so taten die Söhne Israels; und sie teilten dann das Land zu.

6 Da traten die Söhne Judas in Gilgal an Josua heran, und Kaleb, der Sohn Jephunnes, der Kenisiter, sagte zu ihm: „Dir selbst ist das Wort gut bekannt, das Jehova zu Moses, dem Mann des [wahren] Gottes, mit Bezug auf mich und mit Bezug auf dich in Kadesch-Barnea geredet hat. 7 Vierzig Jahre alt war ich, als mich Moses, der Knecht Jehovas, aus Kadesch-Barnea aussandte, das Land auszukundschaften, und ich erstattete ihm dann Bericht, so wie es in meinem Herzen war. 8 Und meine Brüder, die mit mir hinaufgezogen waren, bewirkten, daß das Herz des Volkes schmolz; ich aber, ich folgte Jehova, meinem Gott, völlig nach. 9 Demzufolge schwor Moses an jenem Tag, indem [er] sprach: ‚Das Land, auf das dein Fuß getreten ist, wird als Erbe dir und deinen Söhnen bis auf unabsehbare Zeit zu eigen werden, weil du Jehova, meinem Gott, völlig nachgefolgt bist.‘ 10 Und nun, siehe, Jehova hat mich am Leben erhalten, so wie er es verheißen hat, diese fünfundvierzig Jahre, seitdem Jehova Moses diese Verheißung gab, als Israel in der Wildnis wanderte, und nun, siehe, ich bin heute fünfundachtzig Jahre alt. 11 Doch bin ich heute so stark wie an dem Tag, an dem mich Moses aussandte. So, wie meine Kraft damals war, so ist meine Kraft jetzt zum Krieg, sowohl zum Ausziehen wie zum Einziehen. 12 Und nun, gib mir doch diese Berggegend, die Jehova an jenem Tag verheißen hat, denn du selbst hörtest an jenem Tag, daß es dort Enakiter und große befestigte Städte gab. Wahrscheinlich wird Jehova mit mir sein, und ich werde sie bestimmt enteignen, so wie Jehova es verheißen hat.“

13 Hierauf segnete Josua ihn und gab Kaleb, dem Sohn Jephunnes, Hebron als Erbe. 14 Daher wurde Hebron Kaleb, dem Sohn Jephunnes, dem Kenisiter, als Erbe zu eigen bis auf diesen Tag, aus dem Grund, daß er Jehova, dem Gott Israels, völlig nachgefolgt war. 15 Der Name von Hebron war vordem Kirjath-Arba ([besagter Arba war] der große Mensch unter den Enakitern). Und das Land hatte Ruhe vom Krieg.

Kapitel 15

15 Und das Los des Stammes der Söhne Judas nach ihren Familien fiel zur Grenze Edoms hin, der Wildnis Zin, gegen den Negeb an seinem Südende. 2 Und ihre Südgrenze lief vom äußersten Ende des Salzmeeres an, von der Bucht, die sich südwärts erstreckt. 3 Und sie lief südwärts zur Steige Akrabbim und ging hinüber nach Zin und stieg vom Süden her nach Kadesch-Barnea hinauf und zog sich nach Hezron hinüber und stieg nach Addar hinauf und bog um nach Karka. 4 Und sie zog sich hinüber nach Azmon und lief am Wildbachtal Ägyptens aus; und der Ausläufer der Grenze reichte bis ans Meer. Dies wurde ihre Südgrenze.

5 Und die Ostgrenze war das Salzmeer bis hinauf zum Ende des Jordan, und die Grenze an der Nordecke war an der Meeresbucht, am Ende des Jordan. 6 Und die Grenze stieg hinauf nach Beth-Hogla und zog sich nördlich von Beth-Araba hinüber, und die Grenze stieg hinauf zum Stein Bohans, des Sohnes Rubens. 7 Und die Grenze stieg hinauf aus der Tiefebene Achor nach Debir und wandte sich nordwärts nach Gilgal, das vor der Steige Adummim [liegt], die südlich des Wildbachtals ist; und die Grenze zog sich hinüber zu den Wassern von En-Schemesch, und ihr Ausläufer war dann En-Rogel. 8 Und die Grenze stieg in das Tal des Sohnes Hinnoms hinauf zum Abhang des Jebusiters im Süden, das ist Jerusalem; und die Grenze stieg zum Gipfel des Berges hinauf, der westlich vor dem Tal Hinnom [liegt], das ist am äußersten Nordende der Tiefebene Rephaïm. 9 Und die Grenze wurde vom Gipfel des Berges aus bis zur Quelle der Wasser von Nephtoach gezogen, und sie ging hinaus zu den Städten des Berges Ephron; und die Grenze wurde bis nach Baala gezogen, das heißt Kirjath-Jearim. 10 Und die Grenze bog um von Baala westwärts zu dem Gebirge Seir und zog sich hinüber zum Nordabhang des Berges Jearim, das heißt Kesalon; und sie stieg hinab nach Beth-Schemesch und zog sich nach Timna hinüber. 11 Und die Grenze ging hinaus zum Abhang von Ekron, nordwärts, und die Grenze wurde bis nach Schikkeron gezogen und ging hinüber zum Berg Baala und lief nach Jabneël aus; und der Ausläufer der Grenze reichte bis ans Meer.

12 Und die Westgrenze war an dem Großen Meer und seinem Küstenland. Das war die Grenze der Söhne Judas ringsum, nach ihren Familien.

13 Und Kaleb, dem Sohn Jephunnes, gab er einen Anteil inmitten der Söhne Judas nach dem Befehl Jehovas an Josua, nämlich Kirjath-Arba ([besagter Arba war] der Vater Enaks), das heißt Hebron. 14 Da vertrieb Kaleb die drei Söhne Enaks von dort, nämlich Scheschai und Ahiman und Talmai, die dem Enak Geborenen. 15 Dann stieg er von dort hinauf zu den Bewohnern von Debir. (Der Name Debirs nun war vordem Kirjath-Sepher.) 16 Und Kaleb sprach dann: „Wer Kirjath-Sepher schlägt und es tatsächlich einnimmt, dem will ich Achsa, meine Tochter, zur Frau geben.“ 17 Darauf nahm Othniël, der Sohn des Kenas, Kalebs Bruder, es ein. Daher gab er ihm Achsa, seine Tochter, zur Frau. 18 Und es geschah, als sie nach Hause ging, daß sie ihn fortwährend anreizte, von ihrem Vater ein Feld zu erbitten. Dann klatschte sie, während sie auf dem Esel [saß], in die Hände. Hierauf sagte Kaleb zu ihr: „Was möchtest du?“ 19 Da sprach sie: „Gib mir doch einen Segen, denn du hast mir ein Stück Land im Süden gegeben, und du sollst mir Gulloth-Majim geben.“ Somit gab er ihr Ober-Gulloth und Unter-Gulloth.

20 Das war das Erbe des Stammes der Söhne Judas nach ihren Familien.

21 Und die Städte am äußersten Ende des Stammes der Söhne Judas gegen die Grenze Edoms im Süden wurden Kabzeël und Eder und Jagur, 22 ferner Kina und Dimona und Adada, 23 außerdem Kedesch und Hazor und Jithnan, 24 Siph und Telem und Bealoth, 25 des weiteren Hazor-Hadatta und Kerijoth-Hezron, das heißt Hazor, 26 Amam und Schema und Molada, 27 ferner Hazar-Gadda und Heschmon und Beth-Pelet, 28 außerdem Hazar-Schual und Beërscheba und Bisjothja, 29 Baala und Ijim und Ezem, 30 des weiteren Eltolad und Kesil und Horma, 31 ferner Ziklag und Madmanna und Sansanna, 32 außerdem Lebaoth und Schilhim und Ajin und Rimmon; alle Städte waren [an Zahl] neunundzwanzig, zusammen mit ihren Siedlungen.

33 In der Schephela waren Eschtaol und Zora und Aschna, 34 des weiteren Sanoach und En-Gannim, Tappuach und Enam, 35 Jarmuth und Adullam, Socho und Aseka, 36 ferner Schaarajim und Adithajim und Gedera und Gederothajim; vierzehn Städte und ihre Siedlungen.

37 Zenan und Hadascha und Migdal-Gad, 38 außerdem Dilean und Mizpe und Joktheël, 39 Lachisch und Bozkath und Eglon, 40 des weiteren Kabbon und Lachmam und Kithlisch, 41 ferner Gederoth, Beth-Dagon und Naama und Makkeda; sechzehn Städte und ihre Siedlungen.

42 Libna und Ether und Aschan, 43 außerdem Jiphtach und Aschna und Nezib, 44 des weiteren Keila und Achsib und Marescha; neun Städte und ihre Siedlungen.

45 Ekron und seine abhängigen Ortschaften und seine Siedlungen. 46 Von Ekron westwärts alles, was an der Seite von Aschdod [liegt], und ihre Siedlungen.

47 Aschdod, seine abhängigen Ortschaften und seine Siedlungen; Gasa, seine abhängigen Ortschaften und seine Siedlungen, bis hinab an das Wildbachtal Ägyptens, und das Große Meer und die angrenzende Gegend.

48 Und in der Berggegend Schamir und Jattir und Socho, 49 ferner Danna und Kirjath-Sanna, das heißt Debir, 50 und Anab und Eschtemo und Anim, 51 außerdem Gosen und Holon und Gilo; elf Städte und ihre Siedlungen.

52 Arab und Duma und Eschan, 53 des weiteren Janim und Beth-Tappuach und Apheka, 54 ferner Humta und Kirjath-Arba, das heißt Hebron, und Zior; neun Städte und ihre Siedlungen.

55 Maon, Karmel und Siph und Jutta, 56 außerdem Jesreël und Jokdeam und Sanoach, 57 Kajin, Gibea und Timna; zehn Städte und ihre Siedlungen.

58 Halhul, Beth-Zur und Gedor, 59 des weiteren Maarath und Beth-Anoth und Eltekon; sechs Städte und ihre Siedlungen.

60 Kirjath-Baal, das heißt Kirjath-Jearim, und Rabba; zwei Städte und ihre Siedlungen.

61 In der Wildnis Beth-Araba, Middin und Sechacha, 62 ferner Nibschan und die Salzstadt und En-Gedi; sechs Städte und ihre Siedlungen.

63 Was die Jebusiter betrifft, die in Jerusalem wohnten, die Söhne Judas konnten sie nicht vertreiben; und die Jebusiter wohnen weiterhin bei den Söhnen Judas in Jerusalem bis auf diesen Tag.

Jule | 03.15.09 | Anschauungsmaterial, ergänzender Stoff, Fragen, die ich mir gestellt habe, Josua, MultiMedia, Text in der Bibel, | 9 Comments |

Josua 10 – 12

Kapitel 10

10 Und es geschah, sobald Adoni-Zedek, der König von Jerusalem, hörte, daß Josua Ai eingenommen und es dann der Vernichtung geweiht hatte, daß er, so wie er mit Jericho und seinem König getan, ebenso mit Ai und seinem König getan hatte und daß die Bewohner von Gibeon mit Israel Frieden geschlossen hatten und in dessen Mitte blieben, 2 da geriet er in große Furcht, weil Gibeon eine große Stadt war, wie eine der Königsstädte, und weil es größer war als Ai, und alle seine Männer waren Starke. 3 Folglich sandte Adoni-Zedek, der König von Jerusalem, zu Hoham, dem König von Hebron, und zu Piram, dem König von Jarmuth, und zu Japhia, dem König von Lachisch, und zu Debir, dem König von Eglon, und ließ sagen: 4 „Kommt zu mir herauf und helft mir, und laßt uns Gibeon schlagen, weil es mit Josua und den Söhnen Israels Frieden geschlossen hat.“ 5 Darauf versammelten sie sich und zogen hinauf, fünf Könige der Amoriter, der König von Jerusalem, der König von Hebron, der König von Jarmuth, der König von Lachisch, der König von Eglon, diese und alle ihre Lager, und sie gingen daran, Gibeon zu belagern und es zu bekriegen.

6 Daraufhin sandten die Männer von Gibeon zu Josua in das Lager nach Gilgal und ließen sagen: „Zieh deine Hand nicht ab von deinen Sklaven. Komm schnell zu uns herauf, und rette uns doch und hilf uns, denn alle Könige der Amoriter, die die Berggegend bewohnen, haben sich gegen uns zusammengetan.“ 7 Da zog Josua von Gilgal aus hinauf, er und alle Kriegsleute mit ihm und alle tapferen, starken Männer.

8 Dann sprach Jehova zu Josua: „Fürchte dich nicht vor ihnen, denn in deine Hand habe ich sie gegeben. Kein Mann von ihnen wird gegen dich bestehen.“ 9 Und Josua machte sich daran, auf überraschende Weise über sie zu kommen. Die ganze Nacht hindurch war er von Gilgal aus hinaufgezogen. 10 Und Jehova brachte sie dann vor Israel in Verwirrung, und sie begannen sie zu Gibeon mit einer großen Schlachtung zu schlagen und jagten ihnen dann auf dem Weg der Steige von Beth-Horon nach und schlugen sie bis nach Aseka und Makkeda hin. 11 Und es geschah, während sie vor Israel her flohen und am Abhang von Beth-Horon waren, daß Jehova von den Himmeln her bis Aseka große Steine auf sie herabwarf, so daß sie starben. Es waren derer, die durch die Hagelsteine starben, mehr als derer, die die Söhne Israels mit dem Schwert töteten.

12 Damals ging Josua daran, zu Jehova zu reden, an dem Tag, an dem Jehova die Amoriter den Söhnen Israels überließ, und er sagte dann vor den Augen Israels:
„Sonne, steh bewegungslos über Gibeon,
Und Mond, über der Tiefebene von Ajalon!“

13 Demgemäß blieb die Sonne bewegungslos, und der Mond stand wirklich still, bis die Nation Rache nehmen konnte an ihren Feinden. Steht es nicht im Buch Jaschar geschrieben? Und die Sonne blieb mitten am Himmel stehen und eilte nicht zum Untergang, ungefähr einen ganzen Tag. 14 Und kein Tag hat sich wie dieser erwiesen, weder vor ihm noch nach ihm, indem Jehova auf eines Mannes Stimme hörte, denn Jehova selbst kämpfte für Israel.

15 Danach kehrte Josua und mit ihm ganz Israel in das Lager nach Gilgal zurück.

16 Inzwischen flohen diese fünf Könige und versteckten sich dann in der Höhle zu Makkeda. 17 Dann wurde Josua der Bericht gebracht, der besagte: „Die fünf Könige sind gefunden worden, versteckt in der Höhle zu Makkeda.“ 18 Darauf sprach Josua: „Wälzt große Steine an die Öffnung der Höhle, und bestellt Männer darüber, um sie zu bewachen. 19 Was euch betrifft, steht nicht still. Jagt euren Feinden nach, und ihr sollt ihre Nachhut schlagen. Laßt sie nicht in ihre Städte gelangen, denn Jehova, euer Gott, hat sie in eure Hand gegeben.“

20 Und es geschah, sobald Josua und die Söhne Israels damit fertig waren, sie mit einer sehr großen Schlachtung zu schlagen, bis sie ihr Ende fanden, und die, die von ihnen tatsächlich überlebten, entrannen und dann in die befestigten Städte gelangten, 21 daß alles Volk dann in Frieden in das Lager zu Josua nach Makkeda zurückzukehren begann. Kein Mann spitzte seine Zunge gegen die Söhne Israels. 22 Dann sagte Josua: „Öffnet den Eingang der Höhle, und bringt diese fünf Könige aus der Höhle zu mir heraus!“ 23 Darauf taten sie so und brachten diese fünf Könige aus der Höhle zu ihm heraus, den König von Jerusalem, den König von Hebron, den König von Jarmuth, den König von Lachisch, den König von Eglon. 24 Und es geschah, sobald man diese Könige zu Josua herausgebracht hatte, daß Josua dann alle Männer Israels rief und zu den Befehlshabern der Kriegsmänner, die mit ihm gezogen waren, sprach: „Tretet herzu. Setzt eure Füße auf den Nacken dieser Könige.“ Da traten sie herzu und setzten ihre Füße auf deren Nacken. 25 Und Josua sagte weiter zu ihnen: „Fürchtet euch nicht, und erschreckt nicht. Seid mutig und stark, denn ebenso wird Jehova allen euren Feinden tun, gegen die ihr Krieg führt.“

26 Und danach ging Josua daran, sie zu schlagen und sie zu Tode zu bringen und sie an fünf Stämme zu hängen, und sie blieben an den Stämmen hängen bis zum Abend. 27 Und es geschah zur Zeit des Sonnenuntergangs, daß Josua gebot und man sie dann von den Stämmen herunternahm und sie in die Höhle warf, in der sie sich versteckt hatten. Dann legte man große Steine an die Öffnung der Höhle – bis auf ebendiesen Tag.

28 Und Josua nahm an jenem Tag Makkeda ein und schlug es dann mit der Schärfe des Schwertes. Was seinen König betrifft, weihte er ihn und jede Seele, die darin war, der Vernichtung. Er ließ keinen Überlebenden übrig. So tat er mit dem König von Makkeda, wie er mit dem König von Jericho getan hatte.

29 Dann zog Josua und ganz Israel mit ihm von Makkeda aus nach Libna weiter und führte Krieg gegen Libna. 30 Daher gab Jehova es ebenfalls samt seinem König in die Hand Israels, und sie gingen daran, es und jede Seele, die darin war, mit der Schärfe des Schwertes zu schlagen. Sie ließen keinen Überlebenden darin übrig. So taten sie mit seinem König, wie sie mit dem König von Jericho getan hatten.

31 Als nächstes zog Josua und ganz Israel mit ihm von Libna weiter nach Lachisch und belagerte es dann und bekriegte es. 32 Demzufolge gab Jehova Lachisch in die Hand Israels, so daß sie es am zweiten Tag einnahmen, und sie schlugen es dann und jede Seele, die darin war, mit der Schärfe des Schwertes, gemäß allem, was sie mit Libna getan hatten.

33 Damals war es, daß Horam, der König von Geser, hinaufzog, um Lachisch Hilfe zu leisten. Da schlug Josua ihn und sein Volk, bis er ihm keinen Überlebenden übrigließ.

34 Josua und ganz Israel mit ihm zogen dann von Lachisch weiter nach Eglon und belagerten es und bekriegten es. 35 Und sie nahmen es an jenem Tag schließlich ein und begannen es mit der Schärfe des Schwertes zu schlagen, und sie weihten jede Seele, die darin war, an jenem Tag der Vernichtung, gemäß allem, was sie mit Lachisch getan hatten.

36 Josua und ganz Israel mit ihm zogen dann von Eglon nach Hebron hinauf und begannen es zu bekriegen. 37 Und sie nahmen es schließlich ein und schlugen es dann und seinen König und alle seine Städte und jede Seele, die darin war, mit der Schärfe des Schwertes. Er ließ keinen Überlebenden übrig, gemäß allem, was er mit Eglon getan hatte. So weihte er es sowie jede Seele, die darin war, der Vernichtung.

38 Schließlich kam Josua und ganz Israel mit ihm nach Debir zurück und begann es zu bekriegen. 39 Und er nahm es schließlich ein sowie seinen König und alle seine Städte, und man ging daran, sie mit der Schärfe des Schwertes zu schlagen und jede Seele, die darin war, der Vernichtung zu weihen. Er ließ keinen Überlebenden übrig. So, wie er mit Hebron getan hatte und wie er mit Libna und seinem König getan hatte, so tat er mit Debir und seinem König.

40 Und Josua schlug dann das ganze Land der Berggegend und den Negeb und die Schephela und die Abhänge und alle ihre Könige. Er ließ keinen Überlebenden übrig, und alles, was atmete, weihte er der Vernichtung, so wie es Jehova, der Gott Israels, geboten hatte. 41 Und Josua machte sich daran, sie von Kadesch-Barnea bis Gasa und das ganze Land Gosen und bis hinauf nach Gibeon zu schlagen. 42 Und Josua nahm alle diese Könige und ihr Land auf einmal ein, denn Jehova, der Gott Israels, war es, der für Israel kämpfte. 43 Danach kehrte Josua und ganz Israel mit ihm ins Lager nach Gilgal zurück.

Kapitel 11

11 Und es geschah, sobald Jabin, der König von Hazor, davon hörte, daß er zu Jobab sandte, dem König von Madon, und zum König von Schimron und zum König von Achschaph 2 und zu den Königen, die gegen Norden in der Berggegend waren und in den Wüstenebenen südlich von Kinnereth und in der Schephela und auf dem Höhenzug von Dor gegen Westen, 3 den Kanaanitern gegen Osten und Westen und den Amoritern und den Hethitern und den Perisitern und den Jebusitern in der Berggegend und den Hiwitern am Fuß des Hermon im Land Mizpa. 4 Da zogen sie aus, sie und all ihre Lager mit ihnen, ein Volk, so zahlreich wie die Sandkörner, die am Ufer des Meeres sind, an Menge, und sehr viele Pferde und Kriegswagen. 5 Dann trafen sich alle diese Könige wie verabredet und kamen und lagerten gemeinsam an den Wassern von Merom, um gegen Israel zu kämpfen.

6 Darauf sprach Jehova zu Josua: „Fürchte dich nicht ihretwegen, denn morgen um diese Zeit gebe ich sie alle erschlagen Israel hin. Ihren Pferden wirst du die Sehnen durchschneiden, und ihre Wagen wirst du im Feuer verbrennen.“ 7 Und Josua und alles Kriegsvolk mit ihm kamen dann an den Wassern von Merom auf überraschende Weise über sie und fielen über sie her. 8 Dann gab Jehova sie in die Hand Israels, und sie machten sich daran, sie zu schlagen und ihnen nachzujagen bis zum volkreichen Sidon und Misrephoth-Majim und zur Talebene von Mizpe gegen Osten; und sie fuhren fort, sie zu schlagen, bis sie keinen Überlebenden von ihnen übriggelassen hatten. 9 Danach tat Josua so mit ihnen, wie es Jehova zu ihm gesagt hatte: Ihren Pferden durchschnitt er die Sehnen, und ihre Wagen verbrannte er im Feuer.

10 Mehr als das, Josua kehrte zu jener Zeit um und nahm Hazor ein; und seinen König schlug er mit dem Schwert nieder, denn Hazor war vordem das Haupt all dieser Königreiche. 11 Und sie gingen daran, jede Seele, die darin war, mit der Schärfe des Schwertes zu schlagen, [indem sie sie] der Vernichtung weihten. Gar nichts Atmendes wurde übriggelassen, und er verbrannte Hazor im Feuer. 12 Und alle Städte dieser Könige samt all ihren Königen nahm Josua ein und schlug sie dann mit der Schärfe des Schwertes. Er weihte sie der Vernichtung, so wie es Moses, der Knecht Jehovas, geboten hatte. 13 Nur alle Städte, die auf ihren eigenen Schutthügeln standen, verbrannte Israel nicht, ausgenommen Hazor allein, das Josua tatsächlich verbrannte. 14 Und die ganze Beute dieser Städte und die Haustiere plünderten die Söhne Israels für sich. Nur alle Menschen schlugen sie mit der Schärfe des Schwertes, bis sie sie vertilgt hatten. Sie ließen keinen, der atmete, übrig. 15 So, wie Jehova es Moses, seinem Knecht, geboten hatte, so gebot Moses es Josua, und so tat Josua. Er ließ kein Wort ausfallen von all dem, was Jehova Moses geboten hatte.

16 Und Josua ging daran, dieses ganze Land zu nehmen, die Berggegend und den ganzen Negeb und das ganze Land Gosen und die Schephela und die Araba und die Berggegend von Israel und ihre Schephela, 17 vom Berg Halak an, der gegen Seir ansteigt, und bis nach Baal-Gad in der Talebene des Libanon am Fuß des Berges Hermon, und er nahm alle ihre Könige gefangen und schlug sie dann und brachte sie zu Tode. 18 Viele Tage lang führte Josua Krieg mit allen diesen Königen. 19 Es fand sich keine Stadt, die mit den Söhnen Israels Frieden schloß, außer den Hiwitern, die Gibeon bewohnten. Alle anderen nahmen sie durch Krieg. 20 Denn es erwies sich, daß es Jehovas Vorgehen war, ihr Herz verstockt werden zu lassen, so daß sie Israel den Krieg erklärten, damit er sie der Vernichtung weihe, so daß ihnen keine Vergünstigung widerfahren würde, sondern daß er sie vertilgen würde, so wie Jehova es Moses geboten hatte.

21 Ferner ging Josua zu jener besonderen Zeit hin und tilgte die Enakiter von der Berggegend weg, von Hebron, von Debir, von Anab und von der ganzen Berggegend Judas und von der ganzen Berggegend Israels. Samt ihren Städten weihte Josua sie der Vernichtung. 22 Keine Enakiter wurden im Land der Söhne Israels übriggelassen. Nur in Gasa, in Gath und in Aschdod blieben sie übrig. 23 So nahm Josua das ganze Land, gemäß allem, was Jehova Moses verheißen hatte, und Josua gab es dann Israel als Erbe gemäß ihren Anteilen, nach ihren Stämmen. Und das Land hatte Ruhe vom Krieg.

Kapitel 12

12 Dies nun sind die Könige des Landes, die die Söhne Israels besiegten und deren Land sie dann in Besitz nahmen auf der Seite des Jordan gegen Sonnenaufgang, vom Wildbachtal Arnon bis hinauf zum Berg Hermon und die ganze Araba gegen Sonnenaufgang: 2 Sihon, der König der Amoriter, der in Heschbon wohnte [und] von Aroër an herrschte, das am Rand des Wildbachtals Arnon [liegt], und über die Mitte des Wildbachtals und über halb Gilead bis zum Wildbachtal Jabbok, der Grenze der Söhne Ammons, 3 und die Araba bis zum Meer von Kinnereth gegen Osten und bis zu dem Meer der Araba, dem Salzmeer, nach Osten zu, in Richtung Beth-Jeschimoth, und gegen Süden unter den Abhängen des Pisga.

4 Und das Gebiet Ogs, des Königs von Baschan, von dem, was von den Rephaïm übriggeblieben war, der in Aschtaroth und in Edreï wohnte 5 und der im [Gebiet des] Berges Hermon herrschte und in Salcha und in ganz Baschan bis zur Grenze der Geschuriter und der Maachathiter und über das halbe Gilead [bis] an das Gebiet Sihons, des Königs von Heschbon.

6 Moses, der Knecht Jehovas, und die Söhne Israels besiegten sie, wonach Moses, der Knecht Jehovas, es als Besitzung den Rubenitern und den Gaditern und dem halben Stamm Manasse gab.

7 Und dies sind die Könige des Landes, die Josua und die Söhne Israels auf der Seite des Jordan gegen Westen besiegten, von Baal-Gad an in der Talebene des Libanon und bis zum Berg Halak, der gegen Seir ansteigt, wonach Josua es den Stämmen Israels nach ihren Anteilen als Besitzung gab, 8 in der Berggegend und in der Schephela und in der Araba und an den Abhängen und in der Wildnis und im Negeb – die Hethiter, die Amoriter und die Kanaaniter, die Perisiter, die Hiwiter und die Jebusiter:

9 Der König von Jericho, einer; der König von Ai, das neben Bethel war, einer;
10 der König von Jerusalem, einer; der König von Hebron, einer;
11 der König von Jarmuth, einer; der König von Lachisch, einer;
12 der König von Eglon, einer; der König von Geser, einer;
13 der König von Debir, einer; der König von Geder, einer;
14 der König von Horma, einer; der König von Arad, einer;
15 der König von Libna, einer; der König von Adullam, einer;
16 der König von Makkeda, einer; der König von Bethel, einer;
17 der König von Tappuach, einer; der König von Hepher, einer;
18 der König von Aphek, einer; der König von Lascharon, einer;
19 der König von Madon, einer; der König von Hazor, einer;
20 der König von Schimron-Meron, einer; der König von Achschaph, einer;
21 der König von Taanach, einer; der König von Megiddo, einer;
22 der König von Kedesch, einer; der König von Jokneam am Karmel, einer;
23 der König von Dor auf dem Höhenzug von Dor, einer; der König von Gojim in Gilgal, einer;
24 der König von Tirza, einer;
alle Könige sind [an Zahl] einunddreißig.

Jule | 03.14.09 | eigene Gedanken zum Geschehen, ergänzender Stoff, Fragen, die ich mir gestellt habe, Josua, Text in der Bibel | 13 Comments |

Josua 7 – 9

Kapitel 7

7 Und die Söhne Israels begingen dann einen Akt der Untreue hinsichtlich des Bannguts, das der Vernichtung geweiht war, indem Achan, der Sohn Karmis, des Sohnes Sabdis, des Sohnes Serachs, vom Stamm Juda etwas von dem nahm, was der Vernichtung geweiht war. Darauf entbrannte Jehovas Zorn gegen die Söhne Israels.

2 Nun entsandte Josua Männer von Jericho nach Ai, das nahe bei Beth-Awen, östlich von Bethel, [liegt,] und sprach zu ihnen: „Zieht hinauf und kundschaftet das Land aus.“ Somit zogen die Männer hinauf und kundschafteten Ai aus. 3 Danach kehrten sie zu Josua zurück und sagten zu ihm: „Laß nicht alles Volk hinaufziehen. Laß etwa zweitausend Mann oder etwa dreitausend Mann hinaufziehen und Ai schlagen. Ermüde nicht das ganze Volk dadurch, daß es dorthin geht, denn ihrer sind wenige.“

4 So zogen vom Volk etwa dreitausend Mann dorthinauf, doch ergriffen sie vor den Männern von Ai die Flucht. 5 Und die Männer von Ai schlugen schließlich etwa sechsunddreißig Mann von ihnen nieder, und sie jagten ihnen dann von [der Stelle] vor dem Tor bis nach Schebarim nach und fuhren fort, sie am Abhang niederzuschlagen. Demzufolge begann das Herz des Volkes zu schmelzen und wurde wie Wasser.

6 Darauf zerriß Josua seine Überwürfe und fiel vor der Lade Jehovas auf sein Angesicht zur Erde bis zum Abend, er und die älteren Männer Israels, und sie warfen fortgesetzt Staub auf ihr Haupt. 7 Und Josua sprach dann: „Ach, Souveräner Herr Jehova, warum hast du dieses Volk den ganzen Weg über den Jordan gebracht, nur um uns in die Hand der Amoriter zu geben, damit sie uns vernichten? Und hätten wir uns doch nur entschlossen und wären jenseits des Jordan wohnen geblieben! 8 Entschuldige, o Jehova, aber was kann ich sagen, nachdem Israel vor seinen Feinden den Rücken gekehrt hat? 9 Und die Kanaaniter und alle Bewohner des Landes werden davon hören, und sie werden uns bestimmt umzingeln und unseren Namen von der Erde abschneiden; und was wirst du für deinen großen Namen tun?“

10 Jehova seinerseits sprach zu Josua: „Du, steh auf! Warum fällst du denn auf dein Angesicht? 11 Israel hat gesündigt, und sie haben auch meinen Bund übertreten, den ich ihnen als Gebot auferlegte, und sie haben auch von dem genommen, was der Vernichtung geweiht war, und haben auch gestohlen und es auch geheimgehalten und haben es auch unter ihre eigenen Geräte gelegt. 12 Und die Söhne Israels werden sich nicht gegen ihre Feinde zu erheben vermögen. Den Rücken werden sie vor ihren Feinden kehren, denn sie sind zu etwas geworden, was der Vernichtung geweiht ist. Ich werde bestimmt nicht wieder mit euch sein, es sei denn, ihr vertilgt das, was der Vernichtung geweiht ist, aus eurer Mitte. 13 Steh auf, heilige das Volk, und du sollst sprechen: ‚Heiligt euch morgen, denn dies ist, was Jehova, der Gott Israels, gesagt hat: „Etwas, was der Vernichtung geweiht ist, ist in deiner Mitte, o Israel. Du wirst dich nicht gegen deine Feinde zu erheben vermögen, bis ihr das, was der Vernichtung geweiht ist, aus eurer Mitte entfernt habt. 14 Und ihr sollt euch am Morgen einfinden, Stamm für Stamm, und es soll geschehen, daß der Stamm, den Jehova herausgreifen wird, antreten wird, Familie für Familie, und die Familie, die Jehova herausgreifen wird, wird antreten, Hausgemeinschaft für Hausgemeinschaft, und die Hausgemeinschaft, die Jehova herausgreifen wird, wird antreten, kräftiger Mann für kräftiger Mann. 15 Und es soll geschehen, daß der Herausgegriffene mit dem Banngut, das der Vernichtung geweiht ist, mit Feuer verbrannt wird, er und alles, was ihm gehört, weil er den Bund Jehovas übertreten und weil er eine schändliche Torheit in Israel begangen hat.“ ‚ “

16 Dann stand Josua früh am Morgen auf und ließ Israel antreten, Stamm für Stamm, und der Stamm Juda wurde herausgegriffen. 17 Als nächstes ließ er die Familien Judas antreten und griff die Familie der Serachiter heraus, wonach er die Familie der Serachiter antreten ließ, kräftigen Mann für kräftigen Mann, und Sabdi wurde herausgegriffen. 18 Schließlich ließ er dessen Hausgemeinschaft antreten, kräftigen Mann für kräftigen Mann, und Achan, der Sohn Karmis, des Sohnes Sabdis, des Sohnes Serachs, vom Stamm Juda wurde herausgegriffen. 19 Dann sprach Josua zu Achan: „Mein Sohn, gib bitte Jehova, dem Gott Israels, die Ehre, und leg ihm ein Bekenntnis ab, und teil mir bitte mit: Was hast du getan? Verhehle es mir nicht!“

20 Darauf antwortete Achan Josua und sagte: „In der Tat, ich – ich habe gegen Jehova, den Gott Israels, gesündigt, und so und so habe ich getan. 21 Als ich unter der Beute ein gutaussehendes Amtsgewand aus Schinar zu sehen bekam und zweihundert Schekel Silber und einen Goldbarren, fünfzig Schekel sein Gewicht, da begehrte ich sie, und ich nahm sie; und siehe, sie sind in der Erde in der Mitte meines Zeltes verborgen und das Geld darunter.“

22 Sofort sandte Josua Boten, und sie liefen zum Zelt hin, und siehe, es war in seinem Zelt verborgen und das Geld darunter. 23 Da nahmen sie die [Sachen] aus der Zeltmitte heraus und brachten sie zu Josua und allen Söhnen Israels und schütteten sie vor Jehova aus. 24 Nun nahm Josua und ganz Israel mit ihm Achan, den Sohn Serachs, und das Silber und das Amtsgewand und den Goldbarren und seine Söhne und seine Töchter und seinen Stier und seinen Esel und sein Kleinvieh und sein Zelt und alles, was ihm gehörte, und sie brachten sie zur Tiefebene Achor hinauf. 25 Dann sprach Josua: „Warum hast du uns in Verruf gebracht? Jehova wird dich an diesem Tag in Verruf bringen.“ Damit ging ganz Israel daran, ihn mit Steinen zu bewerfen, worauf sie sie mit Feuer verbrannten. So steinigten sie sie mit Steinen. 26 Und sie errichteten dann einen großen Steinhaufen über ihm, bis auf diesen Tag. Darauf ließ Jehova ab von der Hitze seines Zorns. Darum ist jenem Ort der Name „Tiefebene Achor“ gegeben worden bis auf diesen Tag.

Kapitel 8

8 Dann sagte Jehova zu Josua: „Fürchte dich nicht, und erschrick nicht. Nimm alles Kriegsvolk mit dir, und steh auf, zieh nach Ai hinauf. Siehe, ich habe den König von Ai und sein Volk und seine Stadt und sein Land in deine Hand gegeben. 2 Und du sollst mit Ai und mit seinem König so tun, wie du mit Jericho und seinem König getan hast. Nur dürft ihr seine Beute und seine Haustiere für euch plündern. Leg dir einen Hinterhalt gegen die Stadt, in ihren Rücken.“

3 Demgemäß erhob sich Josua samt allem Kriegsvolk, um nach Ai hinaufzuziehen, und Josua wählte dann dreißigtausend tapfere, starke Männer aus und sandte sie bei Nacht weg. 4 Und er gebot ihnen weiterhin, indem [er] sprach: „Seht, ihr legt euch gegen die Stadt im Rücken der Stadt in den Hinterhalt. Begebt euch nicht sehr weit von der Stadt weg, und ihr, ihr alle, sollt euch in Bereitschaft halten. 5 Was mich und alles Volk betrifft, das bei mir ist, wir werden uns dicht an die Stadt heranbegeben. Und es soll geschehen, falls sie herauskommen sollten, uns entgegen, so wie das erste Mal, daß wir dann vor ihnen fliehen wollen. 6 Und sie sollen hinter uns her herauskommen, bis wir sie von der Stadt abgezogen haben, denn sie werden sagen: ‚Sie fliehen vor uns wie das erste Mal.‘ Und wir fliehen auch tatsächlich vor ihnen. 7 Ihr – ihr werdet euch dann aus dem Hinterhalt erheben, und ihr sollt die Stadt in Besitz nehmen; und Jehova, euer Gott, wird sie bestimmt in eure Hand geben. 8 Und es soll geschehen, sobald ihr die Stadt eingenommen habt, daß ihr die Stadt in Brand stecken solltet. Nach dem Wort Jehovas solltet ihr tun. Seht, ich habe es euch geboten.“

9 Danach sandte Josua sie aus, und sie marschierten an den Ort des Hinterhalts und bezogen Stellung zwischen Bethel und Ai, westlich von Ai, während Josua jene Nacht inmitten des Volkes verbrachte.

10 Dann stand Josua früh am Morgen auf und besichtigte das Volk und zog hinauf, er und die älteren Männer Israels, vor dem Volk her nach Ai. 11 Und alles Kriegsvolk, das bei ihm war, zog hinauf, damit sie sich nähern und vor die Stadt gelangen könnten, und sie lagerten dann nördlich von Ai, so daß das Tal zwischen ihnen und Ai war. 12 Inzwischen nahm er etwa fünftausend Mann und legte sie als Hinterhalt zwischen Bethel und Ai, westlich der Stadt. 13 So stellte das Volk das Hauptlager auf, das nördlich der Stadt war, und dessen äußersten Nachtrab, der westlich der Stadt war, und Josua begab sich dann während jener Nacht mitten in die Tiefebene.

14 Und es geschah, sobald der König von Ai es sah, daß dann die Männer der Stadt in Eile gerieten und sich früh aufmachten und auszogen, Israel zur Schlacht entgegen, er und all sein Volk, zu der bestimmten Zeit, vor der Wüstenebene. Er selbst wußte nicht, daß im Rücken der Stadt ein Hinterhalt gegen ihn [gelegt worden] war. 15 Als sich Josua und ganz Israel vor ihnen schlagen ließen, ergriffen sie dann die Flucht auf dem Weg der Wildnis. 16 Daraufhin wurde das ganze Volk, das sich in der Stadt befand, aufgeboten, ihnen nachzujagen, und sie jagten nun Josua nach und wurden von der Stadt abgezogen. 17 Und es blieb kein Mann in Ai und Bethel zurück, der nicht hinter Israel her auszog, so daß man die Stadt weit offenließ und daranging, Israel nachzujagen.

18 Jehova sprach nun zu Josua: „Strecke den Wurfspieß, der in deiner Hand ist, gegen Ai aus, denn ich werde es in deine Hand geben.“ Demgemäß streckte Josua den Wurfspieß, der in seiner Hand war, gegen die Stadt hin aus. 19 Und [die Männer im] Hinterhalt erhoben sich schnell von ihrem Ort, und sie begannen in dem Augenblick zu laufen, als er seine Hand ausstreckte, und sie machten sich daran, in die Stadt hineinzugehen und sie einzunehmen. Dann eilten sie und setzten die Stadt in Brand.

20 Und die Männer von Ai begannen sich umzuwenden und zu schauen, und da stieg der Rauch der Stadt zu den Himmeln auf, und sie waren nicht imstande, hierhin oder dorthin zu fliehen. Und das Volk, das zur Wildnis hin geflohen war, wandte sich gegen die Nachjagenden. 21 Und Josua und ganz Israel sahen, daß [die Männer aus] dem Hinterhalt die Stadt eingenommen hatten und daß der Rauch der Stadt aufstieg, und so kehrten sie um und machten sich daran, die Männer von Ai niederzuschlagen. 22 Und die anderen kamen ihnen aus der Stadt entgegen, so daß sie zwischen Israel gerieten, diese auf dieser Seite und jene auf jener, und sie machten sich daran, sie niederzuschlagen, bis weder ein Überlebender noch ein Entronnener von ihnen übrigblieb. 23 Und den König von Ai faßten sie lebendig und brachten ihn dann zu Josua.

24 Und es geschah, während Israel mit dem Töten aller Bewohner von Ai auf dem Feld, in der Wildnis, wohin sie ihnen nachgejagt waren, zu Ende kam, daß sie fortdauernd fielen, sie alle, durch die Schärfe des Schwertes, bis sie ihr Ende fanden. Danach kehrte ganz Israel nach Ai zurück und schlug es mit der Schärfe des Schwertes. 25 Und [die Zahl] aller, die an jenem Tag fielen, vom Mann bis zur Frau, belief sich auf zwölftausend, die Gesamtheit der Leute von Ai. 26 Und Josua zog seine Hand nicht zurück, mit der er den Wurfspieß ausstreckte, bis er alle Bewohner von Ai der Vernichtung geweiht hatte. 27 Nur die Haustiere und die Beute jener Stadt plünderte Israel für sich nach dem Wort Jehovas, das er Josua geboten hatte.

28 Dann verbrannte Josua Ai und machte es zu einem auf unabsehbare Zeit währenden Schutthügel, zu einer wüsten Einöde, bis auf diesen Tag. 29 Und er hängte den König von Ai an einen Stamm bis zur Abendzeit; und als die Sonne nahe daran war unterzugehen, gab Josua Befehl, und sie nahmen dann seinen Leichnam vom Stamm herab und warfen ihn an den Eingang des Stadttors und errichteten einen großen Steinhaufen über ihm, bis auf diesen Tag.

30 Damals ging Josua daran, auf dem Berg Ebal einen Altar für Jehova, den Gott Israels, zu bauen, 31 so wie es Moses, der Knecht Jehovas, den Söhnen Israels geboten hatte, wie es im Buch des Gesetzes Mose geschrieben steht: „Einen Altar aus ganzen Steinen, über die kein eisernes Werkzeug geschwungen worden ist“; und dann opferten sie Brandopfer darauf für Jehova und schlachteten Gemeinschaftsschlachtopfer.

32 Dann schrieb er dort auf die Steine eine Abschrift des Gesetzes Mose, das er vor den Söhnen Israels geschrieben hatte. 33 Und ganz Israel und seine älteren Männer und die Beamten und seine Richter standen auf dieser Seite und auf jener Seite der Lade, vor den Priestern, den Leviten, die die Lade des Bundes Jehovas trugen, der ansässige Fremdling wie auch der Einheimische, die eine Hälfte von ihnen vor dem Berg Gerisim und die andere Hälfte von ihnen vor dem Berg Ebal (so wie es Moses, der Knecht Jehovas, geboten hatte), um das Volk Israel zuerst zu segnen. 34 Und danach las er alle Worte des Gesetzes vor, den Segen und den Fluch, gemäß allem, was im Buch des Gesetzes geschrieben steht. 35 Es fand sich kein Wort von allem, was Moses geboten hatte, das Josua nicht vorlas vor der ganzen Versammlung Israels samt den Frauen und den Kleinen und den ansässigen Fremdlingen, die in ihrer Mitte wandelten.

Kapitel  9

9 Und es geschah, sobald alle Könige, die diesseits des Jordan in der Berggegend und in der Schephela und an der ganzen Küste des Großen Meeres und vor dem Libanon waren, die Hethiter und die Amoriter, die Kanaaniter, die Perisiter, die Hiwiter und die Jebusiter, davon hörten, 2 daß sie alle begannen, sich zusammenzutun, um einmütig gegen Josua und Israel Krieg zu führen.

3 Und die Bewohner von Gibeon hörten, was Josua mit Jericho und Ai getan hatte. 4 Da handelten auch sie aus eigenem Antrieb mit Klugheit und gingen hin und versahen sich mit Proviant und nahmen abgenutzte Säcke für ihre Esel und abgenutzte und geborstene und zusammengebundene Weinschläuche 5 und abgenutzte und geflickte Sandalen an ihre Füße und [legten] abgenutzte Kleider an, und es erwies sich, daß alles Brot ihres Proviants trocken und zerkrümelt war. 6 Dann gingen sie zu Josua in das Lager nach Gilgal und sprachen zu ihm und den Männern von Israel: „Aus einem fernen Land sind wir gekommen. Und nun schließt einen Bund mit uns.“ 7 Daraufhin sagten die Männer Israels zu den Hiwitern: „Vielleicht wohnst du in unserer Umgebung. Wie könnten wir also einen Bund mit dir schließen?“ 8 Sie ihrerseits sprachen zu Josua: „Wir sind deine Knechte.“

Dann sagte Josua zu ihnen: „Wer seid ihr, und woher kommt ihr?“ 9 Darauf sprachen sie zu ihm: „Aus einem sehr fernen Land sind deine Knechte gekommen in Hinsicht auf den Namen Jehovas, deines Gottes, denn wir haben von seinem Ruhm und von allem, was er in Ägypten tat, gehört 10 und von allem, was er mit den beiden Königen der Amoriter tat, die jenseits des Jordan waren, nämlich Sihon, dem König von Heschbon, und Og, dem König von Baschan, der in Aschtaroth war. 11 Daher sprachen unsere älteren Männer und alle Bewohner unseres Landes folgendes zu uns: ‚Nehmt Proviant in eure Hände für die Reise und geht ihnen entgegen, und ihr sollt zu ihnen sagen: „Wir sind eure Knechte. Und nun schließt einen Bund mit uns.“ ‚ 12 Dieses unser Brot, es war heiß, als wir es als Proviant für uns aus unseren Häusern nahmen an dem Tag, an dem wir auszogen, um hierher zu euch zu kommen, und nun, seht, es ist trocken und krümelig geworden. 13 Und dies sind die Weinschläuche, die wir neu füllten, und seht, sie sind geborsten, und diese Kleider und unsere Sandalen, sie sind abgenutzt zufolge der so langen Reise.“

14 Daraufhin nahmen die Männer etwas von ihrem Proviant, und den Mund Jehovas befragten sie nicht. 15 Und dann machte Josua Frieden mit ihnen und schloß einen Bund mit ihnen, sie am Leben zu lassen, und so schworen ihnen die Vorsteher der Gemeinde.

16 Und es geschah, daß sie am Ende von drei Tagen, nachdem sie einen Bund mit ihnen geschlossen hatten, zu hören bekamen, daß sie nahe bei ihnen waren und in ihrer Umgebung wohnten. 17 Dann brachen die Söhne Israels auf und kamen am dritten Tag zu ihren Städten, und ihre Städte waren Gibeon und Kephira und Beeroth und Kirjath-Jearim. 18 Und die Söhne Israels schlugen sie nicht, weil die Vorsteher der Gemeinde es ihnen bei Jehova, dem Gott Israels, geschworen hatten. Und die ganze Gemeinde begann gegen die Vorsteher zu murren. 19 Darauf sprachen alle Vorsteher zur ganzen Gemeinde: „Wir unsererseits haben es ihnen bei Jehova, dem Gott Israels, geschworen, und jetzt dürfen wir sie nicht antasten. 20 Auf diese Weise werden wir mit ihnen tun, während [wir] sie am Leben lassen, damit wegen des Eides, den wir ihnen geschworen haben, nicht heftiger Zorn über uns komme.“ 21 So sagten die Vorsteher zu ihnen: „Laßt sie am Leben, und laßt sie Holzsammler und Wasserschöpfer für die ganze Gemeinde werden, so wie es die Vorsteher ihnen versprochen haben.“

22 Josua rief sie nun und redete zu ihnen, indem [er] sprach: „Warum habt ihr uns hintergangen, indem [ihr] sagtet: ‚Wir sind sehr weit von euch entfernt‘, während ihr doch direkt mitten unter uns wohnt? 23 Und nun, verflucht seid ihr, und nie werdet ihr von der Stellung als Sklaven und als Holzsammler und Wasserschöpfer für das Haus meines Gottes abgeschnitten werden.“ 24 Dann antworteten sie Josua und sprachen: „Es war, weil deinen Knechten deutlich mitgeteilt wurde, daß Jehova, dein Gott, es Moses, seinem Knecht, geboten hatte, euch das ganze Land zu geben und alle Bewohner des Landes vor euch her zu vertilgen, und wir gerieten vor euch in große Furcht für unsere Seele. So taten wir diese Sache. 25 Und nun sind wir hier, in deiner Hand. Tu so, wie es gut und recht ist in deinen Augen, mit uns zu tun.“ 26 Und er tat dann so mit ihnen und befreite sie aus der Hand der Söhne Israels, und man tötete sie nicht. 27 Demgemäß machte Josua sie an jenem Tag zu Holzsammlern und Wasserschöpfern für die Gemeinde und für den Altar Jehovas, bis auf diesen Tag, an dem Ort, den er erwählen würde.

Jule | 03.13.09 | eigene Gedanken zum Geschehen, Josua, Text in der Bibel, , , , , , | 23 Comments |

Josua 4 – 6

Kapitel 4

4 Und es geschah, sobald die ganze Nation vollends über den Jordan gezogen war, daß Jehova dann zu Josua sprach: 2 „Nimm dir zwölf Männer aus dem Volk, aus jedem Stamm einen Mann, 3 und gebiete ihnen, indem [du] sagst: ‚Nehmt euch direkt aus der Mitte des Jordan, von der Stelle, wo die Füße der Priester bewegungslos standen, zwölf Steine, und ihr sollt sie mit euch hinübertragen und sie in dem Nachtlager niederlegen, in dem ihr diese Nacht verbringen werdet.‘ “

4 Da rief Josua zwölf Männer, die er aus den Söhnen Israels bestimmt hatte, aus jedem Stamm einen Mann; 5 und Josua sprach dann zu ihnen: „Geht vor der Lade Jehovas, eures Gottes, her in die Mitte des Jordan, und hebt euch, ein jeder, einen Stein auf seine Schulter, nach der Zahl der Stämme der Söhne Israels, 6 damit dies als ein Zeichen in eurer Mitte diene. Falls eure Söhne künftig fragen sollten, indem [sie] sagen: ‚Wozu habt ihr diese Steine?‘, 7 sollt ihr dann zu ihnen sagen: ‚Weil die Wasser des Jordan vor der Lade des Bundes Jehovas abgeschnitten wurden. Als sie durch den Jordan zog, wurden die Wasser des Jordan abgeschnitten, und diese Steine sollen den Söhnen Israels bis auf unabsehbare Zeit als ein Gedenk[zeichen] dienen.‘ “

8 Folglich taten die Söhne Israels auf diese Weise, so wie es Josua geboten hatte, und sie nahmen zwölf Steine mitten aus dem Jordan, so wie Jehova es Josua dargelegt hatte, entsprechend der Zahl der Stämme der Söhne Israels; und sie gingen daran, sie mit sich hinüber ins Nachtlager zu nehmen und sie dort niederzulegen.

9 Da waren auch zwölf Steine, die Josua mitten im Jordan am Standort der Füße der Priester aufrichtete, die die Bundeslade trugen, und sie sind noch dort bis auf diesen Tag.

10 Und die Priester, die die Lade trugen, standen mitten im Jordan, bis die ganze Sache vollendet war, die Jehova Josua geboten hatte, zum Volk zu reden, nach allem, was Moses Josua geboten hatte. Die ganze Zeit hindurch beeilte sich das Volk und zog hinüber. 11 Und es geschah, sobald das ganze Volk vollends hinübergezogen war, daß dann die Lade Jehovas hinüberzog und die Priester, vor dem Volk. 12 Und die Söhne Rubens und die Söhne Gads und der halbe Stamm Manasse zogen dann vor den Augen der Söhne Israels in Schlachtordnung hinüber, so wie Moses zu ihnen geredet hatte. 13 Etwa vierzigtausend zum Heer Gerüstete zogen vor Jehova zum Krieg in die Wüstenebenen von Jericho hinüber.

14 An jenem Tag machte Jehova Josua in den Augen von ganz Israel groß, und sie begannen ihn zu fürchten, so wie sie Moses alle Tage seines Lebens gefürchtet hatten.

15 Dann sprach Jehova zu Josua: 16 „Gebiete den Priestern, die die Lade des Zeugnisses tragen, daß sie aus dem Jordan heraufkommen.“ 17 Da gebot Josua den Priestern, indem [er] sagte: „Steigt aus dem Jordan herauf.“ 18 Und es geschah, als die Priester, die die Lade des Bundes Jehovas trugen, aus der Mitte des Jordan heraufkamen und sich die Fußsohlen der Priester losgelöst hatten zum trockenen Boden hin, daß nun die Wasser des Jordan an ihren Ort zurückzukehren begannen und dann alle seine Ufer wie zuvor überschwemmten.

19 Und das Volk kam am Zehnten des ersten Monats aus dem Jordan herauf und schlug das Lager in Gilgal am Ostrand von Jericho auf.

20 Die zwölf Steine nun, die sie aus dem Jordan genommen hatten, diese richtete Josua in Gilgal auf. 21 Und er sprach dann zu den Söhnen Israels: „Wenn eure Söhne künftig ihre Väter fragen, indem [sie] sagen: ‚Was bedeuten diese Steine?‘, 22 dann sollt ihr [es] eure Söhne wissen lassen, indem [ihr] sprecht: ‚Auf trockenem Land zog Israel über diesen Jordan, 23 als Jehova, euer Gott, die Wasser des Jordan vor ihnen her austrocknete, bis sie hinübergezogen waren, so wie Jehova, euer Gott, mit dem Roten Meer getan hatte, als er es vor uns her austrocknete, bis wir hinübergezogen waren; 24 damit alle Völker der Erde Jehovas Hand erkennen, daß sie stark ist; damit ihr wirklich Jehova, euren Gott, allezeit fürchtet.‘ “

Kapitel 5

5 Und es geschah, sobald alle Könige der Amoriter, die auf der Seite des Jordan gegen Westen waren, und alle Könige der Kanaaniter, die am Meer waren, hörten, daß Jehova die Wasser des Jordan vor den Söhnen Israels ausgetrocknet hatte, bis sie hinübergezogen waren, daß ihr Herz dann zu schmelzen begann, und es zeigte sich, daß wegen der Söhne Israels kein Geist mehr in ihnen war.

2 Zu jener besonderen Zeit sprach Jehova zu Josua: „Mache dir Feuersteinmesser, und beschneide erneut die Söhne Israels, zum zweitenmal.“ 3 Demgemäß machte sich Josua Feuersteinmesser und beschnitt die Söhne Israels zu Gibeath-Ha·araloth. 4 Und dies war der Grund, weshalb Josua die Beschneidung vornahm: Das ganze Volk, das aus Ägypten gekommen war, die Männlichen, alle Kriegsleute, waren in der Wildnis auf dem Weg ihres Auszugs aus Ägypten gestorben. 5 Denn alles Volk, das auszog, war beschnitten gewesen, aber das ganze Volk, das in der Wildnis auf dem Weg ihres Auszugs aus Ägypten geboren worden war, hatte man nicht beschnitten. 6 Denn die Söhne Israels waren vierzig Jahre in der Wildnis gewandert, bis die ganze Nation ihr Ende gefunden hatte, die Kriegsleute, die aus Ägypten ausgezogen waren, welche nicht auf die Stimme Jehovas gehört hatten, denen Jehova schwor, er werde sie das Land nie sehen lassen, das uns zu geben Jehova ihren Vorvätern geschworen hatte, ein Land, das von Milch und Honig fließt. 7 Und er erweckte ihre Söhne an ihrer Statt. Diese beschnitt Josua, weil sie sich als unbeschnitten erwiesen, denn man hatte sie auf dem Weg nicht beschnitten.

8 Und es geschah, als man die Beschneidung der ganzen Nation vollendet hatte, daß sie an ihrem Platz im Lager blieben, bis sie wieder auflebten.

9 Dann sprach Jehova zu Josua: „Heute habe ich die Schmach Ägyptens von euch abgewälzt.“ Somit gab man jenem Ort den Namen Gilgal bis auf diesen Tag.

10 Und die Söhne Israels lagerten weiterhin in Gilgal, und sie feierten dann am vierzehnten Tag des Monats, am Abend, in den Wüstenebenen von Jericho das Passah. 11 Und sie begannen am Tag nach dem Passah, etwas vom Ertrag des Landes zu essen, ungesäuerte Brote und geröstetes Getreide an ebendiesem Tag. 12 Dann hörte das Manna am folgenden Tag auf, als sie etwas von dem Ertrag des Landes gegessen hatten, und es gab für die Söhne Israels kein Manna mehr, und sie begannen in jenem Jahr, von dem Ertrag des Landes Kanaan zu essen.

13 Und es geschah, als Josua sich gerade bei Jericho befand, daß er dann seine Augen erhob und sah, und dort stand ein Mann vor ihm mit seinem gezückten Schwert in seiner Hand. Da schritt Josua auf ihn zu und sagte zu ihm: „Bist du für uns oder für unsere Widersacher?“ 14 Daraufhin sprach er: „Nein, sondern ich – als Fürst des Heeres Jehovas bin ich jetzt gekommen.“ Hierauf fiel Josua auf sein Angesicht zur Erde und huldigte [ihm] und sagte zu ihm: „Was spricht mein Herr zu seinem Knecht?“ 15 Der Fürst des Heeres Jehovas sprach seinerseits zu Josua: „Zieh deine Sandalen von deinen Füßen, denn die Stätte, auf der du stehst, ist heilig.“ Sogleich tat Josua so.

Kapitel 6

6 Nun war Jericho wegen der Söhne Israels fest verschlossen, keiner ging hinaus, und keiner kam herein.

2 Und Jehova sagte weiter zu Josua: „Siehe, ich habe Jericho und seinen König, die tapferen, starken Männer, in deine Hand gegeben. 3 Und all ihr Kriegsleute sollt um die Stadt herummarschieren, einmal rings um die Stadt ziehend. So solltet ihr sechs Tage lang tun. 4 Und sieben Priester sollten vor der Lade her sieben Widderhörner tragen, und am siebten Tag solltet ihr siebenmal um die Stadt herummarschieren, und die Priester sollten die Hörner blasen. 5 Und es soll geschehen, wenn sie das Widderhorn erschallen lassen, wenn ihr den Schall des Horns hört, daß das ganze Volk ein großes Kriegsgeschrei erheben sollte; und die Mauer der Stadt wird einstürzen, und das Volk soll hinaufsteigen, jeder gerade vor sich hin.“

6 Demgemäß rief Josua, der Sohn Nuns, die Priester und sprach zu ihnen: „Nehmt die Bundeslade auf, und sieben Priester sollten sieben Widderhörner vor der Lade Jehovas hertragen.“ 7 Und weiter sagte er zum Volk: „Geht hin, und marschiert um die Stadt herum, und die gerüstete Streitmacht sollte vor der Lade Jehovas hergehen.“ 8 Und es geschah so, wie Josua es dem Volk sagte; und sieben Priester, die sieben Widderhörner vor Jehova hertrugen, zogen hin und bliesen die Hörner, und die Lade des Bundes Jehovas folgte ihnen. 9 Und die gerüstete Streitmacht ging vor den Priestern her, die die Hörner bliesen, während die Nachhut der Lade folgte, wobei man fortwährend die Hörner blies.

10 Nun hatte Josua dem Volk geboten und gesagt: „Ihr sollt weder laut schreien noch eure Stimme hören lassen, und kein Wort sollte aus eurem Mund kommen bis zu dem Tag, an dem ich zu euch sage: ‚Schreit laut!‘ Dann sollt ihr laut schreien.“ 11 Und er ließ die Lade Jehovas um die Stadt herumziehen, indem sie einmal rundum zog, worauf man sich ins Lager begab und im Lager übernachtete.

12 Dann stand Josua am Morgen früh auf, und die Priester gingen daran, die Lade Jehovas zu tragen, 13 und sieben Priester, die sieben Widderhörner vor der Lade Jehovas hertrugen, schritten dahin, wobei sie ständig die Hörner bliesen, und die gerüstete Streitmacht schritt vor ihnen her, während die Nachhut der Lade Jehovas folgte, fortwährend in die Hörner stoßend. 14 Und sie marschierten dann am zweiten Tag einmal um die Stadt herum, worauf sie ins Lager zurückkehrten. Auf diese Weise taten sie sechs Tage lang.

15 Und es geschah am siebten Tag, daß sie darangingen, früh aufzustehen, sobald die Morgenröte heraufkam, und dann marschierten sie siebenmal auf diese Weise um die Stadt herum. An ebenjenem Tag marschierten sie siebenmal um die Stadt herum. 16 Und es geschah beim siebten Mal, daß die Priester die Hörner bliesen, und Josua sprach dann zum Volk: „Schreit laut; denn Jehova hat euch die Stadt gegeben. 17 Und die Stadt soll etwas werden, was der Vernichtung geweiht ist; sie und alles, was darin ist, gehört Jehova. Nur Rahab, die Prostituierte, sollte am Leben bleiben, sie und alle, die bei ihr im Haus sind, weil sie die Boten, die wir ausgesandt hatten, versteckt hat. 18 Was euch betrifft, haltet euch nur von dem, was der Vernichtung geweiht ist, fern, damit euch nicht eine Begierde ankommt und ihr wirklich etwas von dem, was der Vernichtung geweiht ist, nehmt und das Lager Israels tatsächlich zu etwas macht, was der Vernichtung geweiht ist, und es in Verruf bringt. 19 Aber alles Silber und das Gold und die Gegenstände aus Kupfer und Eisen sind etwas Heiliges für Jehova. In den Schatz Jehovas sollten sie kommen.“

20 Dann schrie das Volk laut, als man daranging, die Hörner zu blasen. Und es geschah, sobald das Volk den Schall des Horns hörte und das Volk ein großes Kriegsgeschrei erhob, daß dann die Mauer einzustürzen begann. Danach stieg das Volk hinauf in die Stadt, jeder gerade vor sich hin, und nahm die Stadt ein. 21 Und sie weihten dann alles, was sich in der Stadt befand, vom Mann bis zur Frau, vom Jüngling bis zum alten Mann und bis zum Stier und Schaf und Esel, der Vernichtung durch die Schärfe des Schwertes.

22 Und zu den beiden Männern, die das Land ausgekundschaftet hatten, sagte Josua: „Geht in das Haus der Frau, der Prostituierten, und bringt die Frau und alle, die ihr angehören, von dort heraus, so wie ihr es ihr geschworen habt.“ 23 Da gingen die jungen Männer, die das Auskundschaften besorgt hatten, hinein und brachten Rahab und ihren Vater und ihre Mutter und ihre Brüder und alle, die ihr angehörten, heraus, ja ihre ganze Familienverwandtschaft führten sie heraus; und sie brachten sie dann außerhalb des Lagers Israels unter.

24 Und sie verbrannten die Stadt und alles, was darin war, mit Feuer. Nur das Silber und das Gold und die Gegenstände aus Kupfer und Eisen gaben sie in den Schatz des Hauses Jehovas. 25 Und Rahab, die Prostituierte, und die Hausgemeinschaft ihres Vaters und alle, die ihr angehörten, erhielt Josua am Leben; und sie wohnt inmitten von Israel bis auf diesen Tag, weil sie die Boten versteckte, die Josua ausgesandt hatte, um Jericho auszukundschaften.

26 Dann ließ Josua zu jener besonderen Zeit einen Eid aussprechen, indem [er] sagte: „Verflucht sei der Mann vor Jehova, der aufsteht und diese Stadt, ja Jericho, tatsächlich baut! Unter Einbuße seines Erstgeborenen lege er deren Grundlage, und unter Einbuße seines Jüngsten stelle er ihre Tore auf.“

27 So erwies es sich, daß Jehova mit Josua war, und sein Ruhm verbreitete sich auf der ganzen Erde.

Jule | 03.12.09 | eigene Gedanken zum Geschehen, Josua, Text in der Bibel, , , | 16 Comments |