1. Könige 14 – 16

Kapitel 14

14 Zu jener besonderen Zeit wurde Abija, der Sohn Jerobeams, krank. 2 Da sprach Jerobeam zu seiner Frau: „Mache dich bitte auf, und du sollst dich verkleiden, damit man nicht weiß, daß du die Frau Jerobeams bist, und du sollst nach Silo gehen. Siehe! Dort ist Ahija, der Prophet. Er ist es, der mich betreffend redete, daß ich König über dieses Volk werden würde. 3 Und du sollst zehn Brote in deine Hand nehmen und bestreute Kuchen und eine Flasche Honig, und du sollst zu ihm hereinkommen. Er ist es, der dir bestimmt mitteilen wird, was mit dem Knaben geschehen wird.“

4 Und die Frau Jerobeams tat dann so. Demzufolge machte sie sich auf und ging nach Silo und kam zum Haus Ahijas. Ahija seinerseits nun konnte nicht sehen, denn seine Augen waren wegen seines Alters erstarrt.

5 Und Jehova selbst hatte zu Ahija gesagt: „Hier kommt die Frau Jerobeams, um ein Wort von dir hinsichtlich ihres Sohnes zu erfragen; denn er ist krank. So und so solltest du zu ihr reden. Und es wird geschehen, daß sie sich unkenntlich machen wird, sobald sie ankommt.“

6 Und es geschah, sobald Ahija den Schall ihrer Füße hörte, als sie in den Eingang trat, daß er zu sprechen begann: „Komm herein, du Frau Jerobeams. Warum machst du dich unkenntlich, während ich mit einer strengen Botschaft zu dir gesandt bin? 7 Geh, sprich zu Jerobeam: ‚Dies ist, was Jehova, der Gott Israels, gesagt hat: „Darum, daß ich dich aus der Mitte deines Volkes erhob, damit ich dich zum Führer über mein Volk Israel machte, 8 und ich daranging, das Königreich dem Hause Davids zu entreißen und es dir zu geben, und du nicht wie mein Knecht David geworden bist, der meine Gebote hielt und der mit seinem ganzen Herzen mir nachwandelte, indem er nur tat, was recht war in meinen Augen, 9 sondern du schlimmer zu handeln begonnen hast als alle, die vor dir gewesen sind, und du hingegangen bist und dir einen anderen Gott und gegossene Bilder gemacht hast, um mich zu kränken, und du mich hinter deinen Rücken geworfen hast, 10 darum, siehe, bringe ich Unglück über das Haus Jerobeams, und ich werde von Jerobeam bestimmt wegtilgen, wer gegen eine Wand uriniert, einen Hilflosen und Nichtswürdigen in Israel; und ich werde tatsächlich hinter dem Hause Jerobeams her ausfegen, so wie man den Dung wegfegt, bis er ganz weg ist. 11 Wer von Jerobeams [Angehörigen] in der Stadt stirbt, den werden die Hunde fressen; und wer auf dem Feld stirbt, den werden die Vögel der Himmel fressen, denn Jehova selbst hat es geredet.“ ‚

12 Und du selbst, mach dich auf, geh zu deinem Haus. Wenn deine Füße in die Stadt kommen, wird das Kind bestimmt sterben. 13 Und ganz Israel wird gewiß um ihn klagen und ihn begraben, denn von Jerobeams [Angehörigen] wird dieser allein in eine Grabstätte kommen, weil an ihm etwas Gutes gegenüber Jehova, dem Gott Israels, im Hause Jerobeams gefunden worden ist. 14 Und Jehova wird sich bestimmt einen König über Israel erwecken, der das Haus Jerobeams [vom Leben] abschneiden wird an besagtem Tag, und was, wenn gleich jetzt? 15 Und Jehova wird Israel in der Tat schlagen, so wie das Schilfrohr im Wasser schwankt; und er wird Israel gewiß ausreißen aus diesem guten Boden, den er ihren Vorvätern gab, und er wird sie tatsächlich zerstreuen jenseits des STROMES, darum, daß sie ihre heiligen Pfähle machten und so Jehova kränkten. 16 Und er wird Israel dahingeben wegen der Sünden Jerobeams, mit denen er sündigte und mit denen er Israel veranlaßte zu sündigen.“

17 Darauf erhob sich Jerobeams Frau und ging ihres Weges und kam nach Tirza. Als sie an der Schwelle des Hauses eintraf, starb der Knabe. 18 Da begruben sie ihn, und ganz Israel ging daran, um ihn zu klagen, gemäß dem Wort Jehovas, das er durch seinen Knecht Ahija, den Propheten, geredet hatte.

19 Und das übrige der Angelegenheiten Jerobeams, wie er Krieg geführt und wie er regiert hat, siehe, es ist in dem Buch der Angelegenheiten der Tage der Könige von Israel aufgeschrieben. 20 Und die Tage, die Jerobeam regierte, waren zweiundzwanzig Jahre, wonach er sich zu seinen Vorvätern legte; und Nadab, sein Sohn, begann an seiner Statt zu regieren.

21 Was Rehabeam, den Sohn Salomos, betrifft, er war König in Juda geworden. Einundvierzig Jahre alt war Rehabeam, als er zu regieren begann, und siebzehn Jahre regierte er in Jerusalem, der Stadt, die Jehova aus allen Stämmen Israels erwählt hatte, um seinen Namen dorthin zu setzen. Und der Name seiner Mutter war Naama, die Ammoniterin. 22 Und Juda fuhr fort, zu tun, was böse war in den Augen Jehovas, so daß sie ihn zur Eifersucht reizten, mehr als alles, was ihre Vorväter durch ihre Sünden, mit denen sie sündigten, getan hatten. 23 Und auch sie bauten sich immer wieder Höhen und heilige Säulen und heilige Pfähle auf jedem hohen Hügel und unter jedem üppigen Baum. 24 Und es erwies sich, daß es sogar männliche Tempelprostituierte im Land gab. Sie handelten nach all den Abscheulichkeiten der Nationen, die Jehova vor den Söhnen Israels her vertrieben hatte.

25 Und es geschah im fünften Jahr des Königs Rehabeam, daß Schischak, der König von Ägypten, gegen Jerusalem heraufkam. 26 Und er konnte die Schätze des Hauses Jehovas und die Schätze des Hauses des Königs nehmen; und alles nahm er. Und er nahm dann alle goldenen Schilde, die Salomo gemacht hatte. 27 Demzufolge machte König Rehabeam an deren Stelle kupferne Schilde, und er übergab sie der Hand der Obersten der Läufer, den Wachen am Eingang des Königshauses. 28 Und es geschah jeweils, sooft der König zum Haus Jehovas kam, daß die Läufer sie zu tragen pflegten, und sie brachten sie zur Wachstube der Läufer zurück.

29 Und das übrige der Angelegenheiten Rehabeams und alles, was er getan hat, ist es nicht aufgeschrieben im Buch der Angelegenheiten der Zeiten der Könige von Juda? 30 Und es wurde allezeit Krieg geführt zwischen Rehabeam und Jerobeam. 31 Schließlich legte sich Rehabeam zu seinen Vorvätern und wurde bei seinen Vorvätern in der Stadt Davids begraben. Und der Name seiner Mutter war Naama, die Ammoniterin. Und Abijam, sein Sohn, begann an seiner Statt zu regieren.

Kapitel 15

15 Und im achtzehnten Jahr des Königs Jerobeam, des Sohnes Nebats, wurde Abijam König über Juda. 2 Drei Jahre regierte er in Jerusalem; und der Name seiner Mutter war Maacha, die Enkelin Abischaloms. 3 Und er fuhr fort, in allen Sünden seines Vaters zu wandeln, die er vor ihm getan hatte; und es erwies sich, daß sein Herz nicht ungeteilt mit Jehova, seinem Gott, war wie das Herz Davids, seines Vorvaters. 4 Denn Davids wegen gab ihm Jehova, sein Gott, eine Leuchte in Jerusalem, indem er seinen Sohn nach ihm erhob und Jerusalem bestehen ließ, 5 weil David getan hatte, was recht war in den Augen Jehovas, und er nicht abwich von allem, was ER ihm geboten hatte, alle Tage seines Lebens, außer in der Sache Urias, des Hethiters. 6 Und es wurde Krieg geführt zwischen Rehabeam und Jerobeam alle Tage seines Lebens.

7 Was das übrige der Angelegenheiten Abijams und alles, was er getan hat, betrifft, ist es nicht in dem Buch der Angelegenheiten der Tage der Könige von Juda aufgeschrieben? Auch wurde Krieg zwischen Abijam und Jerobeam geführt. 8 Schließlich legte sich Abijam zu seinen Vorvätern, und man begrub ihn in der Stadt Davids; und Asa, sein Sohn, begann an seiner Statt zu regieren.

9 Im zwanzigsten Jahr Jerobeams, des Königs von Israel, regierte Asa als König von Juda. 10 Und einundvierzig Jahre regierte er in Jerusalem; und der Name seiner Großmutter war Maacha, die Enkelin Abischaloms. 11 Und Asa ging daran, zu tun, was recht war in den Augen Jehovas, wie David, sein Vorvater. 12 Daher ließ er die männlichen Tempelprostituierten aus dem Land wegschaffen und beseitigte alle mistigen Götzen, die seine Vorväter gemacht hatten. 13 Auch was Maacha, seine Großmutter, betrifft, er entfernte sie daraufhin aus [ihrer Stellung als] Herrin, weil sie ein abscheuliches Götzenbild für den heiligen Pfahl gemacht hatte, und dann hieb Asa ihr abscheuliches Götzenbild um und verbrannte es im Wildbachtal Kidron. 14 Und die Höhen entfernte er nicht. Dennoch erwies es sich, daß Asas Herz ungeteilt mit Jehova war alle seine Tage. 15 Und er begann, die von seinem Vater geheiligten Dinge und die von ihm selbst geheiligten Dinge in das Haus Jehovas zu bringen, Silber und Gold und Gegenstände.

16 Und es kam zum Krieg zwischen Asa und Bascha, dem König von Israel, alle ihre Tage. 17 So kam Bascha, der König von Israel, gegen Juda herauf und begann Rama zu bauen, um niemand ausgehen oder bei Asa, dem König von Juda, eingehen zu lassen. 18 Darauf nahm Asa all das Silber und das Gold, das in den Schätzen des Hauses Jehovas übriggeblieben war, und die Schätze des Königshauses und gab sie in die Hand seiner Diener; und König Asa sandte sie nun zu Ben-Hadad, dem Sohn Tabrimmons, des Sohnes Hesjons, dem König von Syrien, der in Damaskus wohnte, und ließ sagen: 19 „Da ist ein Bund zwischen mir und dir, zwischen meinem Vater und deinem Vater. Hier habe ich dir ein Geschenk von Silber und Gold gesandt. Komm, brich doch deinen Bund mit Bascha, dem König von Israel, damit er von mir abzieht.“ 20 Demzufolge hörte Ben-Hadad auf König Asa und sandte die Obersten der Streitkräfte, die er hatte, gegen die Städte Israels und ging daran, Ijon und Dan und Abel-Beth-Maacha und ganz Kinnereth niederzuschlagen bis zu dem ganzen Land Naphtali. 21 Und es geschah, sobald Bascha davon hörte, daß er sogleich davon abließ, Rama zu bauen, und in Tirza wohnen blieb. 22 Und König Asa seinerseits bot ganz Juda auf – keiner war ausgenommen -, und sie trugen dann die Steine von Rama und seine Balken fort, mit denen Bascha gebaut hatte; und König Asa begann, damit Geba in Benjamin zu bauen und Mizpa.

23 Was das übrige aller Angelegenheiten Asas und all seine Macht betrifft und alles, was er getan hat, und die Städte, die er gebaut hat, ist es nicht in dem Buch der Angelegenheiten der Tage der Könige von Juda aufgeschrieben? Nur wurde er in der Zeit, als er alt wurde, an seinen Füßen krank. 24 Schließlich legte sich Asa zu seinen Vorvätern und wurde in der Stadt Davids, seines Vorvaters, bei seinen Vorvätern begraben; und Josaphat, sein Sohn, begann an seiner Statt zu regieren.

25 Was Nadab, den Sohn Jerobeams, betrifft, er wurde im zweiten Jahr Asas, des Königs von Juda, König über Israel; und er fuhr fort, zwei Jahre über Israel zu regieren. 26 Und er tat fortwährend, was böse war in den Augen Jehovas, und wandelte weiter auf dem Weg seines Vaters und in seiner Sünde, mit der er Israel veranlaßt hatte zu sündigen. 27 Und Bascha, der Sohn Ahijas vom Hause Issachar, begann sich gegen ihn zu verschwören; und Bascha schlug ihn schließlich zu Gibbethon nieder, das den Philistern gehörte, während Nadab und ganz Israel Gibbethon belagerten. 28 So brachte Bascha ihn im dritten Jahr Asas, des Königs von Juda, zu Tode und begann an seiner Statt zu regieren. 29 Und es geschah, daß er, sobald er König geworden war, das ganze Haus Jerobeams niederschlug. Er ließ von Jerobeams [Angehörigen] keinen Atmenden übrig, bis er sie vertilgt hatte, gemäß Jehovas Wort, das er durch seinen Knecht Ahija, den Siloniter, geredet hatte, 30 wegen der Sünden Jerobeams, mit denen er gesündigt und mit denen er Israel veranlaßt hatte zu sündigen, [und] durch seine Kränkung, mit der er Jehova, den Gott Israels, gekränkt hatte. 31 Was das übrige der Angelegenheiten Nadabs und alles, was er getan hat, betrifft, ist es nicht in dem Buch der Angelegenheiten der Tage der Könige von Israel aufgeschrieben? 32 Und es kam zum Krieg zwischen Asa und Bascha, dem König von Israel, alle ihre Tage.

33 Im dritten Jahr Asas, des Königs von Juda, wurde Bascha, der Sohn Ahijas, König über ganz Israel in Tirza, vierundzwanzig Jahre lang. 34 Und er tat fortwährend, was böse war in den Augen Jehovas, und wandelte weiter auf dem Weg Jerobeams und in seiner Sünde, mit der er Israel veranlaßt hatte zu sündigen.

Kapitel 16

16 Das Wort Jehovas erging nun an Jehu, den Sohn Hananis, gegen Bascha und lautete: 2 „Da ich dich ja aus dem Staub erhoben habe, um dich zum Führer über mein Volk Israel zu machen, du aber auf dem Weg Jerobeams weitergewandelt bist und dadurch mein Volk Israel so zu sündigen veranlaßt hast, daß sie mich durch ihre Sünden kränkten, 3 siehe, so fege ich hinter Bascha und hinter seinem Hause her aus, und ich werde sein Haus bestimmt wie das Haus Jerobeams, des Sohnes Nebats, machen. 4 Wer von Bascha in der Stadt stirbt, den werden die Hunde fressen; und wer von ihm auf dem Feld stirbt, den werden die Vögel der Himmel fressen.“

5 Was das übrige der Angelegenheiten Baschas betrifft und was er getan hat und seine Macht, ist es nicht in dem Buch der Angelegenheiten der Tage der Könige von Israel aufgeschrieben? 6 Schließlich legte sich Bascha zu seinen Vorvätern und wurde in Tirza begraben; und Ela, sein Sohn, begann an seiner Statt zu regieren. 7 Und auch durch Jehu, den Sohn Hananis, den Propheten, war ja Jehovas Wort gegen Bascha und sein Haus ergangen, sowohl wegen all des Bösen, das er in den Augen Jehovas begangen hatte, indem er ihn mit dem Werk seiner Hände kränkte, daß es dem Hause Jerobeams gleich werde, als auch, weil er ihn erschlagen hatte.

8 Im sechsundzwanzigsten Jahr Asas, des Königs von Juda, wurde Ela, der Sohn Baschas, König über Israel in Tirza für zwei Jahre. 9 Und sein Diener Simri, der Oberste der Hälfte der Wagen, begann sich gegen ihn zu verschwören, während er in Tirza im Haus Arzas, der über die Hausgemeinschaft in Tirza [gesetzt] war, trank, bis er betrunken war. 10 Und Simri kam dann herein und schlug ihn nieder und brachte ihn zu Tode im siebenundzwanzigsten Jahr Asas, des Königs von Juda, und er begann an seiner Statt zu regieren. 11 Und es geschah, als er zu regieren begann, daß er, sobald er auf seinem Thron saß, das ganze Haus Baschas schlug. Er ließ nicht einen von ihm übrig, der gegen eine Wand uriniert, noch seine Bluträcher, noch seine Freunde. 12 So vertilgte Simri das ganze Haus Baschas gemäß dem Wort Jehovas, das er durch Jehu, den Propheten, gegen Bascha geredet hatte, 13 wegen all der Sünden Baschas und der Sünden Elas, seines Sohnes, mit denen sie gesündigt und mit denen sie Israel veranlaßt hatten, dadurch zu sündigen, daß sie Jehova, den Gott Israels, durch ihre nichtigen Götzen kränkten. 14 Was das übrige der Angelegenheiten Elas betrifft und alles, was er getan hat, ist es nicht in dem Buch der Angelegenheiten der Tage der Könige von Israel aufgeschrieben?

15 Im siebenundzwanzigsten Jahr Asas, des Königs von Juda, wurde Simri König in Tirza für sieben Tage, während das Volk sich gegen Gibbethon, das den Philistern gehörte, lagerte. 16 Im Laufe der Zeit hörte das Volk, das lagerte, sagen: „Simri hat sich verschworen und auch den König niedergeschlagen.“ Da machte ganz Israel an jenem Tag im Lager den Heerobersten Omri zum König über Israel. 17 Omri und ganz Israel mit ihm zogen nun von Gibbethon hinauf und begannen Tirza zu belagern. 18 Und es geschah, sobald Simri sah, daß die Stadt eingenommen worden war, daß er dann in den Wohnturm des Königshauses kam und über sich das Königshaus mit Feuer verbrannte, so daß er starb 19 wegen seiner Sünden, mit denen er sich versündigt hatte, indem er tat, was böse war in den Augen Jehovas, dadurch, daß er auf dem Weg Jerobeams und in seiner Sünde wandelte, die er begangen hatte, indem er Israel zum Sündigen veranlaßte. 20 Was das übrige der Angelegenheiten Simris betrifft und seine Verschwörung, mit der er sich verschwor, ist es nicht in dem Buch der Angelegenheiten der Tage der Könige von Israel aufgeschrieben?

21 Damals begann sich das Volk Israel in zwei Teile zu teilen. Da war ein Teil des Volkes, der zu Nachfolgern Tibnis, des Sohnes Ginaths, wurde, um ihn zum König zu machen, und der andere Teil zu Nachfolgern Omris. 22 Schließlich überwältigte das Volk, das Omri nachfolgte, das Volk, das Tibni, dem Sohn Ginaths, nachfolgte, so daß Tibni den Tod fand, und Omri begann zu regieren.

23 Im einunddreißigsten Jahr Asas, des Königs von Juda, wurde Omri König über Israel für zwölf Jahre. In Tirza regierte er sechs Jahre. 24 Und er ging daran, den Berg Samaria von Schemer für zwei Talente Silber zu kaufen, und begann [auf] dem Berg zu bauen und den Namen der Stadt, die er baute, nach dem Namen Schemers, des Herrn des Berges, Samaria zu nennen. 25 Und Omri tat fortgesetzt, was böse war in den Augen Jehovas, und trieb es schließlich schlimmer als alle, die vor ihm gewesen waren. 26 Und er wandelte dann auf allen Wegen Jerobeams, des Sohnes Nebats, und in seiner Sünde, mit der er Israel veranlaßte, dadurch zu sündigen, daß sie Jehova, den Gott Israels, mit ihren nichtigen Götzen kränkten. 27 Was das übrige der Angelegenheiten Omris betrifft, was er getan hat, und seine Macht, mit der er gehandelt hat, ist es nicht in dem Buch der Angelegenheiten der Tage der Könige von Israel aufgeschrieben? 28 Schließlich legte sich Omri zu seinen Vorvätern und wurde in Samaria begraben; und Ahab, sein Sohn, begann an seiner Statt zu regieren.

29 Und was Ahab, den Sohn Omris, betrifft, er wurde König über Israel im achtunddreißigsten Jahr Asas, des Königs von Juda; und Ahab, der Sohn Omris, regierte weiter über Israel in Samaria, zweiundzwanzig Jahre. 30 Und Ahab, der Sohn Omris, trieb es dann schlimmer in den Augen Jehovas als alle, die vor ihm gewesen waren. 31 Und es geschah – [als ob es] das Geringste für ihn [gewesen wäre], in den Sünden Jerobeams, des Sohnes Nebats, zu wandeln -, daß er jetzt Isebel, die Tochter Ethbaals, des Königs der Sidonier, zur Frau nahm und begann, hinzugehen und dem Baal zu dienen und sich vor ihm niederzubeugen. 32 Ferner errichtete er dem Baal im Haus Baals, das er in Samaria gebaut hatte, einen Altar. 33 Und Ahab machte dann den heiligen Pfahl; und Ahab tat schließlich mehr, Jehova, den Gott Israels, zu kränken, als alle Könige Israels, die vor ihm gewesen waren.

34 In seinen Tagen baute Hiel, der Betheliter, Jericho. Unter Einbuße Abirams, seines Erstgeborenen, legte er dessen Grundlage, und unter Einbuße Segubs, seines Jüngsten, stellte er seine Tore auf, gemäß dem Wort Jehovas, das er durch Josua, den Sohn Nuns, geredet hatte.

Jule | 06.19.09 | 1. Könige, Text in der Bibel | 10 Comments |

1. Könige 11 – 13

Kapitel 11

11 Und König Salomo seinerseits liebte viele fremdländische Frauen neben der Tochter Pharaos: Moabiterinnen, Ammoniterinnen, Edomiterinnen, Sidonierinnen [und] Hethiterinnen, 2 aus den Nationen, von denen Jehova zu den Söhnen Israels gesagt hatte: „Ihr sollt nicht zu ihnen eingehen, und sie selbst sollten nicht unter euch kommen; gewiß werden sie euer Herz neigen, ihren Göttern zu folgen.“ An ihnen hing Salomo, um [sie] zu lieben. 3 Und er hatte schließlich siebenhundert Frauen, Fürstinnen, und dreihundert Nebenfrauen; und seine Frauen neigten allmählich sein Herz. 4 Und es geschah zu der Zeit, als Salomo alt wurde, daß seine eigenen Frauen sein Herz geneigt hatten, anderen Göttern zu folgen; und es erwies sich, daß sein Herz nicht ungeteilt mit Jehova, seinem Gott, war wie das Herz Davids, seines Vaters. 5 Und Salomo begann Aschtoret, der Göttin der Sidonier, und Milkom, dem abscheulichen Ding der Ammoniter, nachzugehen. 6 Und Salomo begann zu tun, was böse war in den Augen Jehovas, und er folgte Jehova nicht völlig nach wie David, sein Vater.

7 Damals war es, daß Salomo daranging, Kamos, dem abscheulichen Ding Moabs, auf dem Berg, der vor Jerusalem war, und [dem] Molech, dem abscheulichen Ding der Söhne Ammons, eine Höhe zu bauen. 8 Und auf diese Weise tat er für alle seine fremdländischen Frauen, die ihren Göttern räucherten und opferten.

9 Und Jehova geriet in Zorn über Salomo, weil sein Herz sich von Jehova, dem Gott Israels, der ihm zweimal erschienen war, weggeneigt hatte. 10 Und diese Sache betreffend gebot er ihm, nicht anderen Göttern nachzugehen; aber er hatte das nicht gehalten, was Jehova geboten hatte. 11 Jehova sprach nun zu Salomo: „Darum, daß dies bei dir geschehen ist und du meinen Bund und meine Satzungen nicht gehalten hast, die ich dir als Befehl auferlegt habe, werde ich dir ganz bestimmt das Königreich entreißen, und ich werde es gewiß deinem Knecht geben. 12 Doch werde ich es nicht in deinen Tagen tun, um Davids, deines Vaters, willen. Aus der Hand deines Sohnes werde ich es reißen. 13 Nur werde ich nicht das ganze Königreich wegreißen. Einen Stamm werde ich deinem Sohn geben um Davids, meines Knechtes, willen und um Jerusalems willen, das ich erwählt habe.“

14 Und Jehova begann Salomo einen Widerstandleistenden zu erwecken, nämlich Hadad, den Edomiter, von den Nachkommen des Königs. Er war in Edom. 15 Und es geschah, als David Edom niederschlug, als Joab, der Heeroberste, hinaufzog, um jene Erschlagenen zu begraben, daß er alle männlichen Personen in Edom niederzuschlagen suchte. 16 (Denn sechs Monate lang wohnten Joab und ganz Israel dort, bis er alle männlichen Personen in Edom weggetilgt hatte.) 17 Und Hadad eilte dann weg, er und einige edomitische Männer von den Dienern seines Vaters mit ihm, um nach Ägypten zu kommen, während Hadad [noch] ein kleiner Junge war. 18 So machten sie sich auf aus Midian und kamen nach Paran und nahmen Männer aus Paran mit sich und kamen nach Ägypten zu Pharao, dem König von Ägypten, der ihm dann ein Haus gab. Auch Brot wies er ihm zu, und Land gab er ihm. 19 Und Hadad fand weiterhin so sehr Gunst in den Augen Pharaos, daß er ihm eine Frau gab, die Schwester seiner eigenen Frau, die Schwester der Tachpenes, der Herrin. 20 Im Laufe der Zeit gebar ihm die Schwester der Tachpenes Genubath, seinen Sohn, und Tachpenes entwöhnte ihn dann inmitten des Hauses Pharaos; und Genubath blieb im Haus Pharaos inmitten der Söhne Pharaos.

21 Und Hadad seinerseits hörte in Ägypten, daß David sich zu seinen Vorvätern gelegt hatte und daß Joab, der Heeroberste, gestorben war. Da sagte Hadad zu Pharao: „Sende mich weg, daß ich in mein eigenes Land gehe.“ 22 Pharao aber sprach zu ihm: „Was fehlt dir, während du bei mir bist, daß du, siehe, in dein eigenes Land zu gehen suchst?“ Darauf sagte er: „Nichts; doch solltest du mich auf jeden Fall wegsenden.“

23 Und Gott erweckte ihm dann noch einen Widerstandleistenden, nämlich Reson, den Sohn Eljadas, der von Hadad·eser, dem König von Zoba, seinem Herrn, weggelaufen war. 24 Und er brachte fortwährend Männer auf seine Seite und wurde Oberster einer Plündererstreifschar, als David sie tötete. So gingen sie nach Damaskus und nahmen Wohnsitz darin und begannen in Damaskus zu regieren. 25 Und er wurde ein Widerstandleistender für Israel alle Tage Salomos, und dies zu dem Schaden hinzu, den Hadad anrichtete; und er hatte Abscheu vor Israel, während er fortfuhr, über Syrien zu regieren.

26 Und da war Jerobeam, der Sohn Nebats, ein Ephraimiter aus Zereda, ein Diener Salomos, und der Name seiner Mutter war Zerua, eine verwitwete Frau. Auch er begann seine Hand gegen den König zu erheben. 27 Und dies ist der Grund, weshalb er seine Hand gegen den König erhob: Salomo seinerseits hatte den Wall gebaut. Er hatte die Bresche der Stadt Davids, seines Vaters, geschlossen. 28 Nun war der Mann Jerobeam ein tapferer, starker Mann. Als Salomo schließlich sah, daß der junge Mann harte Arbeit leistete, machte er ihn dann zum Aufseher über den ganzen Frondienst des Hauses Joseph. 29 Und es geschah zu jener besonderen Zeit, daß Jerobeam selbst aus Jerusalem hinausging, und Ahija, der Siloniter, der Prophet, fand ihn schließlich auf dem Weg, und [Ahija] bedeckte sich mit einem neuen Kleid; und sie beide waren allein auf dem Feld. 30 Ahija nun ergriff das neue Kleid, das er anhatte, und zerriß es in zwölf Stücke. 31 Und er sprach dann zu Jerobeam:

„Nimm dir zehn Stücke; denn dies ist, was Jehova, der Gott Israels, gesagt hat: ‚Siehe, ich reiße das Königreich aus der Hand Salomos, und ich werde dir bestimmt zehn Stämme geben. 32 Und der eine Stamm wird ihm bleiben um meines Knechtes David und um Jerusalems willen, der Stadt, die ich aus allen Stämmen Israels erwählt habe. 33 Der Grund dafür ist, daß sie mich verlassen und begonnen haben, sich vor Aschtoret, der Göttin der Sidonier, vor Kamos, dem Gott Moabs, und vor Milkom, dem Gott der Söhne Ammons, niederzubeugen; und sie sind nicht auf meinen Wegen gewandelt, zu tun, was recht ist in meinen Augen, und meine Satzungen und meine richterlichen Entscheidungen wie David, sein Vater, [zu beachten]. 34 Ich werde aber nicht das ganze Königreich aus seiner Hand nehmen, denn zum Vorsteher werde ich ihn setzen alle Tage seines Lebens, um Davids, meines Knechtes, willen, den ich erwählte, weil er meine Gebote und meine Satzungen hielt. 35 Und ich werde bestimmt das Königtum aus der Hand seines Sohnes nehmen und es dir geben, nämlich zehn Stämme. 36 Und seinem Sohn werde ich e i n e n Stamm geben, damit David, mein Knecht, weiterhin stets eine Leuchte vor mir habe in Jerusalem, der Stadt, die ich für mich erwählt habe, um meinen Namen dorthin zu setzen. 37 Und du bist es, den ich nehmen werde, und du wirst tatsächlich über alles regieren, wonach es deine Seele verlangt, und du wirst gewiß König über Israel werden. 38 Und es soll geschehen, wenn du in allem, was ich dir gebieten werde, gehorsam bist und du wirklich auf meinen Wegen wandelst und tust, was recht ist in meinen Augen, indem du meine Satzungen und meine Gebote hältst, so wie David, mein Knecht, getan hat, daß es sich ebenso erweisen wird, daß ich mit dir bin, und ich will dir ein Haus von Bestand bauen, so wie ich [es] für David gebaut habe, und ich will dir Israel geben. 39 Und ich werde die Nachkommen Davids deswegen erniedrigen, nur nicht für immer.‘ “

40 Und Salomo suchte von da an, Jerobeam zu Tode zu bringen. Da machte sich Jerobeam auf und eilte dann weg nach Ägypten zu Schischak, dem König von Ägypten, und er blieb in Ägypten bis zum Tod Salomos.

41 Was die übrigen Angelegenheiten Salomos und alles, was er tat, betrifft und seine Weisheit, sind sie nicht in dem Buch der Angelegenheiten Salomos aufgeschrieben? 42 Und die Tage, die Salomo in Jerusalem über ganz Israel regiert hatte, waren vierzig Jahre. 43 Schließlich legte sich Salomo zu seinen Vorvätern und wurde in der Stadt Davids, seines Vaters, begraben; und Rehabeam, sein Sohn, begann an seiner Statt zu regieren.

Kapitel 12

12 Und Rehabeam ging dann nach Sichem, denn nach Sichem kam ganz Israel, um ihn zum König zu machen. 2 Und es geschah, sobald Jerobeam, der Sohn Nebats, davon hörte, während er noch in Ägypten war (denn er war wegen König Salomo weggeeilt, damit Jerobeam in Ägypten wohnen könnte), 3 daß man dann hinsandte und ihn rief. Danach kamen Jerobeam und die ganze Versammlung Israels und begannen zu Rehabeam zu reden, indem [sie] sprachen: 4 „Dein Vater seinerseits hat unser Joch hart gemacht, und was dich betrifft, erleichtere nun den harten Dienst deines Vaters und sein schweres Joch, das er uns auferlegt hat, und wir werden dir dienen.“

5 Darauf sagte er zu ihnen: „Geht für drei Tage fort, und kehrt zu mir zurück.“ Da ging das Volk weg. 6 Und König Rehabeam begann sich mit den älteren Männern zu beraten, die Salomo, seinem Vater, zu dessen Lebzeiten ständig zu Diensten gestanden hatten, indem [er] sprach: „Wie ratet ihr, diesem Volk zu erwidern?“ 7 Daher redeten sie zu ihm, indem [sie] sagten: „Wenn du dich heute diesem Volk als ein Diener erweisen und ihnen tatsächlich dienen möchtest, so sollst du ihnen antworten und mit guten Worten zu ihnen reden; und sie werden gewiß allezeit deine Diener sein.“

8 Er verließ jedoch den Rat der älteren Männer, den sie ihm geraten hatten, und er begann sich mit den jungen Männern zu beraten, die mit ihm aufgewachsen waren, die ihm nun zu Diensten standen. 9 Und er sprach dann zu ihnen: „Was ratet ihr, daß wir diesem Volk erwidern können, das zu mir geredet und gesagt hat: ‚Erleichtere das Joch, das uns dein Vater auferlegt hat.‘?“ 10 Die jungen Männer ihrerseits, die mit ihm aufgewachsen waren, redeten zu ihm, indem [sie] sprachen: „Dies ist, was du zu diesem Volk sagen solltest, das zu dir geredet und gesagt hat: ‚Dein Vater seinerseits hat unser Joch schwer gemacht, du aber, mache es uns leichter‘; dies ist, was du zu ihnen reden solltest: ‚Selbst mein kleiner Finger wird sicherlich dicker sein als meines Vaters Hüften. 11 Und nun, mein Vater seinerseits hat euch ein schweres Joch aufgeladen; ich aber werde zu eurem Joch hinzufügen. Mein Vater seinerseits hat euch mit Peitschen gezüchtigt, ich aber werde euch mit Geißeln züchtigen.‘ “

12 Und Jerobeam und alles Volk kamen dann am dritten Tag zu Rehabeam, so wie der König geredet und gesagt hatte: „Kehrt am dritten Tag zu mir zurück.“ 13 Und der König begann dem Volk hart zu antworten und den Rat der älteren Männer zu verlassen, die ihm geraten hatten. 14 Und er redete dann zu ihnen gemäß dem Rat der jungen Männer, indem [er] sprach: „Mein Vater seinerseits hat euer Joch schwer gemacht, ich aber werde zu eurem Joch hinzufügen. Mein Vater seinerseits hat euch mit Peitschen gezüchtigt, ich aber werde euch mit Geißeln züchtigen.“ 15 Und der König hörte nicht auf das Volk, denn die Wendung der Dinge geschah von Jehova aus, damit er tatsächlich sein Wort ausführte, das Jehova durch Ahija, den Siloniter, zu Jerobeam, dem Sohn Nebats, geredet hatte.

16 Als ganz Israel zu sehen bekam, daß der König nicht auf sie gehört hatte, da erwiderte das Volk dem König, indem [es] sagte: „Was für einen Anteil haben wir an David? Und da ist kein Erbe am Sohn Isaïs. Zu deinen Göttern, o Israel! Nun sieh nach deinem eigenen Haus, o David!“ Darauf begann Israel zu seinen Zelten zu gehen. 17 Was die Söhne Israels betrifft, die in den Städten Judas wohnten, so regierte Rehabeam weiterhin über sie.

18 Danach sandte König Rehabeam Adoram, der über die zur Zwangsarbeit Ausgehobenen [gesetzt] war, aber ganz Israel bewarf ihn mit Steinen, so daß er starb. Und König Rehabeam selbst gelang es, den Wagen zu besteigen, um nach Jerusalem zu fliehen. 19 Und die Israeliten setzten ihre Auflehnung gegen das Haus Davids bis auf diesen Tag fort.

20 Und es geschah, sobald ganz Israel hörte, daß Jerobeam zurückgekehrt war, daß sie sogleich hinsandten und ihn zur Gemeinde riefen und ihn zum König über ganz Israel machten. Niemand folgte dem Hause Davids außer dem Stamm Juda allein.

21 Als Rehabeam in Jerusalem ankam, versammelte er sogleich das ganze Haus Juda und den Stamm Benjamin, hundertachtzigtausend auserlesene, kriegstaugliche Männer, um gegen das Haus Israel zu kämpfen und das Königtum an Rehabeam, den Sohn Salomos, zurückzubringen. 22 Dann erging das Wort des [wahren] Gottes an Schemaja, den Mann des [wahren] Gottes, und lautete: 23 „Sprich zu Rehabeam, dem Sohn Salomos, dem König von Juda, und zum ganzen Haus Juda und Benjamin und zum übrigen Volk: 24 ‚Dies ist, was Jehova gesprochen hat: „Ihr sollt nicht hinaufziehen und gegen eure Brüder, die Söhne Israels, kämpfen. Geht zurück, jeder zu seinem Haus, denn auf meine Veranlassung hin ist diese Sache geschehen.“ ‚ “ Da gehorchten sie dem Wort Jehovas und kehrten nach Hause zurück gemäß dem Wort Jehovas.

25 Und Jerobeam ging daran, Sichem in der Berggegend von Ephraim zu bauen und darin zu wohnen. Dann zog er von dort aus und baute Penuël. 26 Und Jerobeam begann in seinem Herzen zu sagen: „Nun wird das Königreich an das Haus Davids zurückkommen. 27 Wenn dieses Volk weiterhin hinaufzieht, um Schlachtopfer im Haus Jehovas in Jerusalem darzubieten, dann wird das Herz dieses Volkes bestimmt zu ihrem Herrn, Rehabeam, dem König von Juda, zurückkehren; und sie werden mich gewiß töten und zu Rehabeam, dem König von Juda, zurückkehren.“ 28 Somit beriet sich der König und machte zwei goldene Kälber und sprach zum Volk: „Es ist zuviel für euch, nach Jerusalem hinaufzugehen. Hier ist dein Gott, o Israel, der dich aus dem Land Ägypten heraufgeführt hat.“ 29 Dann stellte er das eine in Bethel auf, und das andere tat er nach Dan. 30 Und diese Sache wurde eine Ursache zur Sünde, und das Volk begann vor das eine hinzugehen bis nach Dan.

31 Und er begann ein Höhenhaus herzurichten und Priester aus dem allgemeinen Volk zu machen, die nicht gerade von den Söhnen Levis waren. 32 Ferner veranstaltete Jerobeam ein Fest im achten Monat, am fünfzehnten Tag des Monats, gleich dem Fest, das in Juda [stattfand], damit er Opfergaben auf dem Altar darbringe, den er in Bethel gemacht hatte, um den Kälbern zu opfern, die er gemacht hatte; und er bestellte die Priester der Höhen, die er gemacht hatte, zum Dienst nach Bethel. 33 Und er begann Opfergaben auf dem Altar darzubringen, den er in Bethel gemacht hatte, am fünfzehnten Tag im achten Monat, in dem Monat, den er sich selbst ausgedacht hatte; und er ging daran, ein Fest für die Söhne Israels zu veranstalten und Opfergaben auf dem Altar darzubringen, um zu räuchern.

Kapitel 13

13 Und da war ein Mann Gottes, der auf das Wort Jehovas aus Juda nach Bethel gekommen war, während Jerobeam beim Altar stand, um zu räuchern. 2 Er rief dann auf das Wort Jehovas hin gegen den Altar und sprach: „O Altar, Altar, dies ist, was Jehova gesagt hat: ‚Siehe! Ein Sohn, geboren dem Hause Davids, dessen Name Josia ist! Und er wird bestimmt auf dir die Priester der Höhen opfern, die auf dir räuchern, und Menschengebeine wird er auf dir verbrennen.‘ “ 3 Und er gab ein Vorzeichen an jenem Tag, indem [er] sprach: „Dies ist das Vorzeichen, von dem Jehova geredet hat: Siehe! Der Altar wird zerrissen, und die Fettasche, die darauf ist, wird bestimmt verschüttet werden.“

4 Und es geschah, sobald der König das Wort des Mannes des [wahren] Gottes hörte, das er gegen den Altar in Bethel ausgerufen hatte, daß Jerobeam sofort seine Hand vom Altar her ausstreckte, indem [er] sagte: „Ihr Männer, packt ihn!“ Sogleich vertrocknete seine Hand, die er gegen ihn ausgestreckt hatte, und er konnte sie nicht wieder an sich ziehen. 5 Und der Altar selbst wurde zerrissen, so daß die Fettasche vom Altar verschüttet wurde, gemäß dem Vorzeichen, das der Mann des [wahren] Gottes auf das Wort Jehovas hin gegeben hatte.

6 Der König antwortete nun und sprach zu dem Mann des [wahren] Gottes: „Besänftige bitte das Angesicht Jehovas, deines Gottes, und bete für mich, daß mir meine Hand wiederhergestellt werde.“ Darauf besänftigte der Mann des [wahren] Gottes das Angesicht Jehovas, so daß die Hand des Königs ihm wiederhergestellt wurde, und sie wurde wie zuvor. 7 Und der König sagte weiter zu dem Mann des [wahren] Gottes: „Komm doch mit mir nach Hause, und nimm eine Stärkung, und laß mich dir eine Gabe geben.“ 8 Aber der Mann des [wahren] Gottes sprach zum König: „Wenn du mir die Hälfte deines Hauses gäbest, würde ich nicht mit dir kommen und Brot essen oder Wasser trinken an diesem Ort. 9 Denn so hat er mir durch das Wort Jehovas geboten, indem [er] sagte: ‚Du sollst weder Brot essen noch Wasser trinken, und du sollst nicht auf dem Weg zurückkehren, den du gegangen bist.‘ “ 10 Und er begann auf einem anderen Weg zu gehen, und er kehrte nicht auf dem Weg zurück, auf dem er nach Bethel gekommen war.

11 Und ein gewisser alter Prophet wohnte in Bethel, und seine Söhne kamen nun heim und erzählten ihm von all dem Werk, das der Mann des [wahren] Gottes an jenem Tag in Bethel getan hatte, [und] die Worte, die er zum König geredet hatte, und sie fuhren fort, sie ihrem Vater zu erzählen. 12 Dann redete ihr Vater zu ihnen: „Welchen Weg ist er denn gegangen?“ Da zeigten ihm seine Söhne den Weg, den der Mann des [wahren] Gottes, der aus Juda gekommen war, gegangen war. 13 Er sprach nun zu seinen Söhnen: „Sattelt mir den Esel.“ Somit sattelten sie ihm den Esel, und er ritt dann darauf.

14 Und er folgte darauf dem Mann des [wahren] Gottes und fand ihn schließlich unter dem großen Baum sitzend. Dann sagte er zu ihm: „Bist du der Mann des [wahren] Gottes, der aus Juda gekommen ist?“, worauf er sprach: „Ich bin’s.“ 15 Und er sagte weiter zu ihm: „Geh mit mir nach Hause, und iß Brot.“ 16 Er aber sprach: „Ich kann nicht mit dir umkehren oder mit dir heimkommen, und ich darf weder Brot essen noch Wasser mit dir trinken an diesem Ort. 17 Denn es ist durch das Wort Jehovas zu mir geredet worden: ‚Du sollst dort weder Brot essen noch Wasser trinken. Du sollst nicht wieder auf dem Weg zurückgehen, auf dem du gegangen bist.‘ “ 18 Darauf sagte er zu ihm: „Auch ich bin ein Prophet wie du, und ein Engel selbst hat zu mir durch das Wort Jehovas geredet, indem [er] sprach: ‚Laß ihn mit dir zu deinem Haus zurückkommen, damit er Brot esse und Wasser trinke.‘ “ (Er täuschte ihn.) 19 Da ging er mit ihm zurück, damit er Brot esse in seinem Haus und Wasser trinke.

20 Und es geschah, während sie bei Tisch saßen, daß das Wort Jehovas an den Propheten erging, der ihn zurückgebracht hatte; 21 und er begann dem Mann des [wahren] Gottes, der aus Juda gekommen war, zuzurufen, indem [er] sprach: „Dies ist, was Jehova gesagt hat: ‚Darum, daß du gegen den Befehl Jehovas rebelliert und das Gebot, das Jehova, dein Gott, dir geboten hat, nicht gehalten hast, 22 sondern umgekehrt bist, um Brot zu essen und Wasser zu trinken an dem Ort, von dem er zu dir geredet hatte: „Iß weder Brot, noch trink Wasser“, wird dein Leichnam nicht in die Grabstätte deiner Vorväter kommen.‘ “

23 Und es geschah, nachdem er Brot gegessen und nachdem er getrunken hatte, daß er sofort den Esel für ihn sattelte, nämlich für den Propheten, den er zurückgeführt hatte. 24 Und er machte sich auf den Weg. Später fand ihn unterwegs ein Löwe und brachte ihn zu Tode, und sein Leichnam wurde auf den Weg hingeworfen. Und der Esel stand neben ihm, und der Löwe stand neben dem Leichnam. 25 Und siehe, es gingen Männer vorüber, so daß sie den auf den Weg hingeworfenen Leichnam und den Löwen, der neben dem Leichnam stand, sehen konnten. Dann kamen sie und redeten davon in der Stadt, in der der alte Prophet wohnte.

26 Als der Prophet, der ihn von dem Weg zurückgebracht hatte, davon hörte, sagte er sogleich: „Es ist der Mann des [wahren] Gottes, der gegen den Befehl Jehovas rebelliert hat; und so hat Jehova ihn dem Löwen gegeben, damit er ihn zermalme und ihn zu Tode bringe, gemäß dem Wort Jehovas, das er zu ihm geredet hat.“ 27 Und er redete weiter zu seinen Söhnen, indem [er] sprach: „Sattelt mir den Esel.“ Da sattelten sie ihn. 28 Dann ging er hin und fand seinen Leichnam auf den Weg hingeworfen und den Esel und den Löwen neben dem Leichnam stehen. Der Löwe hatte den Leichnam nicht gefressen, noch hatte er den Esel zermalmt. 29 Und der Prophet ging daran, den Leichnam des Mannes des [wahren] Gottes aufzuheben und ihn auf den Esel zu legen und ihn zurückzubringen. So kam er in die Stadt des alten Propheten, um ihn zu beklagen und ihn zu begraben. 30 Demgemäß legte er seinen Leichnam in seine eigene Grabstätte; und sie fuhren fort, um ihn zu klagen: „Wie schade, mein Bruder!“ 31 Und es geschah, nachdem er ihn begraben hatte, daß er weiter zu seinen Söhnen sagte: „Wenn ich sterbe, sollt ihr mich in der Grabstätte begraben, in welcher der Mann des [wahren] Gottes begraben ist. Neben seine Gebeine legt meine eigenen Gebeine nieder. 32 Denn das Wort, das er durch das Wort Jehovas gegen den Altar ausgerufen hat, der in Bethel ist, und gegen alle Höhenhäuser, die in den Städten Samarias sind, wird ganz bestimmt in Erfüllung gehen.“

33 Nach dieser Sache kehrte Jerobeam nicht von seinem schlechten Weg um, sondern er ging wieder daran, aus dem allgemeinen Volk Priester der Höhen zu machen. Was irgendeinen betraf, der Lust dazu hatte, dessen Hand pflegte er mit Macht zu füllen, [indem er sprach]: „Und er werde [einer der] Priester der Höhen.“ 34 Und in dieser Sache gab es von seiten der Hausgemeinschaft Jerobeams eine Ursache zur Sünde und einen Anlaß zu ihrer Auslöschung und ihrer Vertilgung von der Oberfläche des Erdbodens.

Jule | 06.18.09 | 1. Könige, Text in der Bibel | 28 Comments |

1. Könige 8 – 10

Kapitel 8

8 Damals ging Salomo daran, die älteren Männer Israels, alle Häupter der Stämme, die Vorsteher der Väter der Söhne Israels, zu König Salomo nach Jerusalem zu versammeln, um die Lade des Bundes Jehovas aus der Stadt Davids, das heißt Zion, heraufzubringen. 2 Somit versammelten sich alle Männer Israels zu König Salomo im Mondmonat Ethanim, am Fest, das ist der siebte Monat. 3 Da kamen alle älteren Männer Israels, und die Priester begannen die Lade zu tragen. 4 Und sie gingen daran, die Lade Jehovas und das Zelt der Zusammenkunft und alle heiligen Geräte, die im Zelt waren, heraufzubringen; und die Priester und die Leviten brachten sie dann herauf. 5 Und König Salomo und mit ihm die ganze Gemeinde Israels, diejenigen, die ihre Verabredung mit ihm einhielten, waren vor der Lade und schlachteten Schafe und Rinder, die nicht gezählt oder berechnet werden konnten an Menge.

6 Dann brachten die Priester die Lade des Bundes Jehovas hinein an ihre Stätte, in den innersten Raum des Hauses, in das Allerheiligste, unter die Flügel der Cherube.

7 Denn die Cherube breiteten ihre Flügel über die Stätte der Lade aus, so daß die Cherube die Lade und ihre Stangen von oben her beschirmt hielten. 8 Doch erwies es sich, daß die Stangen lang waren, so daß die Spitzen der Stangen von dem Heiligen aus vor dem innersten Raum sichtbar waren, doch waren sie draußen nicht sichtbar. Und dort sind sie noch bis auf diesen Tag. 9 Es war nichts in der Lade als die beiden Steintafeln, die Moses dort im Horeb niedergelegt hatte, als Jehova mit den Söhnen Israels bei ihrem Auszug aus dem Land Ägypten [einen Bund] geschlossen hatte.

10 Und es geschah, als die Priester aus der heiligen Stätte herauskamen, daß die Wolke das Haus Jehovas erfüllte. 11 Und die Priester konnten wegen der Wolke nicht dastehen, um den Dienst zu verrichten, denn die Herrlichkeit Jehovas erfüllte das Haus Jehovas. 12 Zu jener Zeit sprach Salomo: „Jehova selbst hat gesagt, er wolle im dichten Dunkel weilen. 13 Ich habe mit Erfolg ein Haus zu erhabenem Wohnsitz für dich gebaut, eine feste Stätte, damit du [dort] auf unabsehbare Zeit wohnst.“

14 Dann wandte der König sein Angesicht und begann die ganze Versammlung Israels zu segnen, während die ganze Versammlung Israels stand. 15 Und er sprach weiter: „Gesegnet sei Jehova, der Gott Israels, der mit seinem eigenen Mund mit David, meinem Vater, geredet und mit seiner eigenen Hand die Erfüllung herbeigeführt hat, indem [er] sagte: 16 ‚Von dem Tag an, da ich mein Volk Israel aus Ägypten herausführte, habe ich keine Stadt aus allen Stämmen Israels dazu erwählt, ein Haus zu bauen, damit mein Name dort bleibe; aber ich werde David erwählen, daß er schließlich über mein Volk Israel sei.‘ 17 Und es lag David, meinem Vater, am Herzen, für den Namen Jehovas, des Gottes Israels, ein Haus zu bauen. 18 Aber Jehova sprach zu David, meinem Vater: ‚Weil es sich erwiesen hat, daß es dir am Herzen lag, für meinen Namen ein Haus zu bauen, hast du gut getan, denn es hat sich erwiesen, daß es dir am Herzen lag. 19 Nur du selbst wirst nicht das Haus bauen, sondern dein Sohn, der aus deinen Lenden hervorgeht, ist es, der das Haus für meinen Namen bauen wird.‘ 20 Und Jehova führte dann sein Wort aus, das er geredet hatte, damit ich an Stelle Davids, meines Vaters, aufstehe und auf dem Thron Israels sitze, so wie Jehova geredet hatte, und damit ich das Haus für den Namen Jehovas, des Gottes Israels, baue 21 und damit ich dort eine Stätte bestimme für die Lade, in der der Bund Jehovas ist, den er mit unseren Vorvätern geschlossen hat, als er sie aus dem Land Ägypten herausführte.“

22 Und Salomo begann vor dem Altar Jehovas angesichts der ganzen Versammlung Israels zu stehen, und er breitete nun seine Handflächen gegen die Himmel hin aus; 23 und er sagte weiter: „O Jehova, du Gott Israels, da ist kein Gott wie du in den Himmeln droben oder auf der Erde unten, der du den Bund und die liebende Güte deinen Knechten gegenüber bewahrst, die mit ihrem ganzen Herzen vor dir wandeln, 24 der du deinem Knecht David, meinem Vater, das gehalten hast, was du ihm verhießest, so daß du mit deinem eigenen Mund die Verheißung gegeben und mit deiner eigenen Hand die Erfüllung herbeigeführt hast wie an diesem Tag. 25 Und nun, o Jehova, du Gott Israels, halte deinem Knecht David, meinem Vater, gegenüber das, was du ihm verheißen hast, indem [du] sprachst: ‚Es wird kein Mann der Deinen von [dem Platz] vor mir abgeschnitten werden, der auf dem Thron Israels sitze, wenn deine Söhne nur achtgeben auf ihren Weg, indem sie vor mir wandeln, so wie du vor mir gewandelt bist.‘ 26 Und nun, o Gott Israels, möge sich deine Verheißung, die du deinem Knecht David, meinem Vater, verheißen hast, bitte als zuverlässig erweisen.

27 Wird Gott aber wirklich auf der Erde wohnen? Siehe! Die Himmel selbst, ja die Himmel der Himmel, können dich nicht fassen, wieviel weniger dann dieses Haus, das ich gebaut habe! 28 Und du wollest dich zu dem Gebet deines Knechtes wenden und zu seinem Flehen um Gunst, o Jehova, mein Gott, um auf den inständigen Ruf und auf das Gebet zu hören, das dein Knecht heute vor dir betet, 29 damit es sich erweise, daß deine Augen Nacht und Tag zu diesem Haus hin geöffnet sind, zu der Stätte hin, von der du gesagt hast: ‚Es wird sich erweisen, daß mein Name dort ist‘, um auf das Gebet zu hören, das dein Knecht zu dieser Stätte hin betet. 30 Und du wollest auf das Flehen um Gunst von seiten deines Knechtes und deines Volkes Israel hören, mit dem sie zu dieser Stätte hin beten; und mögest du deinerseits an der Stätte deiner Wohnung, in den Himmeln, hören, und du wollest hören und vergeben.

31 Wenn ein Mann gegen seinen Mitmenschen sündigt und er ihm tatsächlich eine Verfluchung auferlegt, um ihn dem Fluch auszusetzen, und er vor deinem Altar in diesem Haus wirklich [unter] den Fluch kommt, 32 dann mögest du deinerseits [von] den Himmeln [her] hören, und du wollest handeln und deine Knechte richten, indem du den Bösen für böse erklärst, indem du seinen Weg auf sein eigenes Haupt bringst und indem du den Gerechten für gerecht erklärst, indem du ihm gemäß seiner eigenen Gerechtigkeit gibst.

33 Wenn dein Volk Israel vor dem Feind eine Niederlage erleidet, weil sie ständig gegen dich gesündigt haben, und sie tatsächlich zu dir umkehren und deinen Namen lobpreisen und beten und zu dir um Gunst flehen in diesem Haus, 34 dann mögest du deinerseits [von] den Himmeln [her] hören, und du wollest die Sünde deines Volkes Israel vergeben, und du wollest sie zurückbringen auf den Boden, den du ihren Vorvätern gegeben hast.

35 Wenn der Himmel verschlossen ist, so daß kein Regen fällt, weil sie fortgesetzt gegen dich gesündigt haben, und sie beten tatsächlich gegen diese Stätte hin und lobpreisen deinen Namen, und sie kehren um von ihrer Sünde, weil du sie fortgesetzt niedergedrückt hast, 36 dann mögest du deinerseits [von] den Himmeln [her] hören, und du wollest die Sünde deiner Knechte, ja deines Volkes Israel, vergeben, weil du sie den guten Weg lehrst, auf dem sie wandeln sollten; und du wollest Regen geben auf dein Land, das du deinem Volk zum Erbbesitz gegeben hast.

37 Falls eine Hungersnot im Land eintritt, falls eine Pest kommt, falls [Getreide]brand, Mehltau, Heuschrecken, Kakerlaken auftreten, falls ihr Feind sie im Land ihrer Tore belagert – irgendeine Plage, irgendeine Krankheit -, 38 was für ein Gebet, was für ein Flehen um Gunst auch immer von seiten irgendeines Menschen [oder] deines ganzen Volkes Israel erfolgen mag, weil jeder von ihnen die Plage seines eigenen Herzens kennt, und sie wirklich ihre Handflächen zu diesem Haus hin ausbreiten, 39 dann mögest du deinerseits [von] den Himmeln, deiner festen Wohnstätte, [her] hören, und du wollest vergeben und handeln und einem jeden gemäß all seinen Wegen geben, weil du sein Herz kennst (denn du, du allein kennst ja das Herz aller Söhne der Menschen), 40 damit sie dich fürchten alle Tage, die sie auf der Oberfläche des Erdbodens leben, den du unseren Vorvätern gegeben hast.

41 Und auch auf den Ausländer, der nicht zu deinem Volk Israel gehört und der wegen deines Namens tatsächlich aus einem fernen Land kommt 42 (denn sie werden von deinem großen Namen und deiner starken Hand und deinem ausgestreckten Arm hören), und er kommt in der Tat und betet zu diesem Haus hin, 43 mögest du deinerseits [von] den Himmeln, deiner festen Wohnstätte, [her] hören, und du wollest gemäß allem tun, worum der Ausländer zu dir ruft, auf daß alle Völker der Erde deinen Namen kennenlernen, damit sie dich ebenso fürchten, wie es dein Volk Israel tut, und damit sie erkennen, daß dein eigener Name über diesem Haus, das ich gebaut habe, genannt worden ist.

44 Falls dein Volk auf dem Weg, den du sie sendest, gegen seinen Feind zum Krieg auszieht und sie wirklich zu Jehova in Richtung der Stadt, die du erwählt hast, und des Hauses, das ich für deinen Namen gebaut habe, beten, 45 dann wollest du [von] den Himmeln [her] ihr Gebet und ihr Flehen um Gunst hören, und du wollest für sie Gericht üben.

46 Falls sie gegen dich sündigen (denn da ist kein Mensch, der nicht sündigt) und du wirklich über sie in Zorn gerätst und sie dem Feind überläßt, und die sie Wegführenden führen sie tatsächlich gefangen in das Land des Feindes, fern oder nah, weg, 47 und sie kommen in dem Land, wohin sie gefangen weggeführt worden sind, wirklich zur Besinnung, und sie kehren tatsächlich um und flehen in dem Land derer, die sie weggeführt haben, zu dir um Gunst, indem [sie] sprechen: ‚Wir haben gesündigt und uns vergangen, wir haben böse gehandelt‘, 48 und sie kehren tatsächlich zu dir um mit ihrem ganzen Herzen und mit ihrer ganzen Seele im Land ihrer Feinde, die sie gefangen weggeführt haben, und sie beten wirklich zu dir in Richtung ihres Landes, das du ihren Vorvätern gegeben, der Stadt, die du erwählt hast, und des Hauses, das ich für deinen Namen gebaut habe, 49 dann wollest du [von] den Himmeln, deiner festen Wohnstätte, [her] ihr Gebet und ihr Flehen um Gunst hören, und du wollest Gericht für sie üben, 50 und du wollest deinem Volk vergeben, das gegen dich gesündigt hat, und alle ihre Übertretungen, mit denen sie sich gegen dich vergangen haben; und du wollest sie zum Gegenstand des Erbarmens machen vor denen, die sie wegführten, und sie sollen sich ihrer erbarmen 51 (denn sie sind dein Volk und dein Erbe, das du aus Ägypten herausgeführt hast, aus dem Innern des Eisenschmelzofens), 52 daß deine Augen geöffnet seien für das Flehen deines Knechtes um Gunst und für das Flehen deines Volkes Israel um Gunst, indem [du] in allem, worum sie zu dir rufen, auf sie hörest. 53 Denn du selbst hast sie als dein Erbe aus allen Völkern der Erde ausgesondert, so wie du durch Moses, deinen Knecht, geredet hast, als du unsere Vorväter aus Ägypten herausführtest, o Souveräner Herr Jehova.“

54 Und es geschah, sobald Salomo damit zu Ende war, zu Jehova mit all diesem Gebet und Flehen um Gunst zu beten, daß er aufstand von [der Stelle] vor dem Altar Jehovas, vom Beugen seiner Knie, seine Handflächen zu den Himmeln hin ausgebreitet; 55 und er trat hin und segnete die ganze Versammlung Israels mit lauter Stimme, indem [er] sprach: 56 „Gesegnet sei Jehova, der seinem Volk Israel einen Ruheort gegeben hat gemäß allem, was er verheißen hat. Es ist kein Wort dahingefallen von all seiner guten Verheißung, die er durch Moses, seinen Knecht, verheißen hat. 57 Möge es sich erweisen, daß Jehova, unser Gott, mit uns ist, so wie es sich erwiesen hat, daß er mit unseren Vorvätern war. Möge er uns weder verlassen noch uns aufgeben, 58 so daß er unser Herz zu sich neige, damit wir auf allen seinen Wegen wandeln und seine Gebote und seine Bestimmungen und seine richterlichen Entscheidungen beobachten, die er als Befehl unseren Vorvätern gegeben hat. 59 Und möge es sich erweisen, daß diese meine Worte, mit denen ich vor Jehova um Gunst gefleht habe, Jehova, unserem Gott, Tag und Nacht nahe seien, daß er Gericht übe für seinen Knecht und Gericht für sein Volk Israel, wie es Tag für Tag erforderlich sein mag, 60 damit alle Völker der Erde wissen, daß Jehova der [wahre] Gott ist. Da ist kein anderer. 61 Und es soll sich erweisen, daß euer Herz ungeteilt mit Jehova, unserem Gott, ist, indem ihr in seinen Bestimmungen wandelt und indem ihr seine Gebote haltet wie an diesem Tag.“

62 Und der König und ganz Israel mit ihm brachten ein großartiges Schlachtopfer vor Jehova dar. 63 Und Salomo ging daran, die Gemeinschaftsschlachtopfer darzubringen, die er Jehova zu opfern hatte, zweiundzwanzigtausend Rinder und hundertzwanzigtausend Schafe, damit der König und alle Söhne Israels das Haus Jehovas einweihen könnten. 64 An jenem Tag mußte der König die Mitte des Vorhofes heiligen, der vor dem Haus Jehovas ist, denn dort mußte er das Brandschlachtopfer und das Getreideopfer und die Fettstücke der Gemeinschaftsschlachtopfer darbieten; denn der kupferne Altar, der vor Jehova ist, war zu klein, um das Brandschlachtopfer und das Getreideopfer und die Fettstücke der Gemeinschaftsschlachtopfer zu fassen. 65 Und Salomo ging daran, zu jener Zeit das Fest zu begehen, und ganz Israel mit ihm, eine große Versammlung, vom Eingang nach Hamath bis zum Wildbachtal Ägyptens, vor Jehova, unserem Gott, sieben Tage und noch sieben Tage, vierzehn Tage. 66 Am achten Tag sandte er das Volk weg; und sie begannen den König zu segnen und in ihre Heimstätten zu gehen, erfreut und frohen Herzens wegen all des Guten, das Jehova für David, seinen Knecht, und für Israel, sein Volk, vollbracht hatte.

Kapitel 9

9 Und es geschah, sobald Salomo mit dem Bau des Hauses Jehovas und des Hauses des Königs und allem von Salomo Begehrten, an dessen Herstellung er Gefallen fand, fertig war, 2 daß Jehova Salomo dann zum zweiten Mal erschien, so wie er ihm in Gibeon erschienen war. 3 Und Jehova sprach weiter zu ihm: „Ich habe dein Gebet und dein Flehen um Gunst gehört, mit dem du vor mir um Gunst gefleht hast. Ich habe dieses Haus, das du gebaut hast, dadurch geheiligt, daß ich meinen Namen bis auf unabsehbare Zeit dorthin setze; und meine Augen und mein Herz werden bestimmt stets dort sein. 4 Und wenn du deinerseits vor mir wandeln wirst, so wie David, dein Vater, wandelte, mit unversehrter Lauterkeit des Herzens und mit Geradheit, indem [du] nach allem tust, was ich dir geboten habe, und du meine Bestimmungen und meine richterlichen Entscheidungen einhalten wirst, 5 dann werde ich in der Tat den Thron deines Königtums über Israel auf unabsehbare Zeit errichten, so wie ich es David, deinem Vater, verheißen habe, indem [ich] sagte: ‚Nicht wird ein Mann der Deinen davon abgeschnitten werden, auf dem Thron Israels [zu sitzen].‘ 6 Wenn ihr selbst und eure Söhne euch entschieden davon abwenden solltet, mir zu folgen, und meine Gebote und meine Satzungen, die ich euch vorgelegt habe, nicht haltet und ihr tatsächlich hingeht und anderen Göttern dient und euch vor ihnen niederbeugt, 7 dann werde ich Israel von der Oberfläche des Erdbodens abschneiden, den ich ihnen gegeben habe; und das Haus, das ich meinem Namen geheiligt habe, werde ich von meinem Angesicht wegwerfen, und Israel wird wirklich zum Sprichwort und zum Hohn werden unter allen Völkern. 8 Und dieses Haus selbst wird zu Trümmerhaufen werden. Jeder daran Vorbeigehende wird entsetzt hinstarren und wird bestimmt pfeifen und sprechen: ‚Aus welchem Grund hat Jehova diesem Land und diesem Haus so getan?‘ 9 Und man wird sagen müssen: ‚Darum, daß sie Jehova, ihren Gott, verlassen haben, der ihre Vorväter aus dem Land Ägypten herausführte, und sie darangegangen sind, sich an andere Götter zu halten und sich vor ihnen niederzubeugen und ihnen zu dienen. Darum hat Jehova all dies Unglück über sie gebracht.‘ “

10 Und es geschah am Ende von zwanzig Jahren, in denen Salomo die beiden Häuser, das Haus Jehovas und das Haus des Königs, gebaut hatte 11 (Hiram, der König von Tyrus, seinerseits hatte Salomo beigestanden mit Zedernstämmen und Stämmen von Wacholderbäumen und mit Gold, so viel, wie er Gefallen daran hatte), daß zu jener Zeit König Salomo Hiram dann zwanzig Städte im Land Galilaa gab. 12 Demzufolge zog Hiram aus von Tyrus, um die Städte zu besehen, die ihm Salomo gegeben hatte, und sie waren nicht ganz recht in seinen Augen. 13 Da sprach er: „Was für Städte sind dies, die du mir gegeben hast, mein Bruder?“ Und sie wurden das Land Kabul genannt bis auf diesen Tag.

14 Inzwischen sandte Hiram dem König hundertzwanzig Talente Gold.

15 Dies nun ist der Bericht der zur Zwangsarbeit Ausgehobenen, die König Salomo aushob, um das Haus Jehovas und sein eigenes Haus und den Wall und die Mauer Jerusalems und Hazor und Megiddo und Geser zu bauen. 16 (Pharao, der König von Ägypten, war selbst heraufgekommen und hatte dann Geser eingenommen und es mit Feuer verbrannt, und die Kanaaniter, die in der Stadt wohnten, hatte er getötet. So gab er es als Abschiedsgeschenk seiner Tochter, der Frau Salomos.) 17 Und Salomo fuhr fort, Geser und Unter-Beth-Horon zu bauen 18 und Baalath und Tamar in der Wildnis, im Land, 19 und alle Vorratsstädte, die Salomo zu eigen wurden, und die Wagenstädte und die Städte für die Reiter und die von Salomo begehrten Dinge, die er in Jerusalem und im Libanon und im ganzen Land seines Herrschaftsgebietes zu bauen begehrt hatte. 20 Was alles übriggebliebene Volk von den Amoritern, den Hethitern, den Perisitern, den Hiwitern und den Jebusitern betrifft, die nicht zu den Söhnen Israels gehörten, 21 ihre Söhne, die nach ihnen im Land übriggeblieben waren, die die Söhne Israels nicht der Vernichtung zu weihen vermocht hatten, sie hob Salomo fortgesetzt zu sklavischer Zwangsarbeit aus bis auf diesen Tag. 22 Und von den Söhnen Israels machte Salomo keine zu Sklaven; denn sie waren die Krieger und seine Diener und seine Fürsten und seine Adjutanten und Oberste seiner Wagenlenker und seiner Reiter. 23 Dies waren die Obersten der Bevollmächtigten, die über das Werk Salomos [gesetzt] waren, fünfhundertfünfzig, die über das Volk [gesetzten] Vormänner, die im Werk tätig waren.

24 Indes kam Pharaos Tochter selbst aus der Stadt Davids in ihr eigenes Haus herauf, das er für sie gebaut hatte. Damals baute er den Wall.

25 Und Salomo fuhr fort, dreimal im Jahr Brandschlachtopfer und Gemeinschaftsschlachtopfer auf dem Altar zu opfern, den er für Jehova gebaut hatte, und es wurde auf dem geräuchert, der vor Jehova war; und er vollendete das Haus.

26 Und eine Schiffsflotte ließ König Salomo in Ezjon-Geber machen, das bei Eloth ist, am Ufer des Roten Meeres, im Land Edom. 27 Und Hiram sandte auf der Schiffsflotte ständig seine eigenen Knechte, Seeleute, die des Meeres kundig waren, zusammen mit den Knechten Salomos. 28 Und dann kamen sie nach Ophir und holten von dort vierhundertzwanzig Talente Gold und brachten es König Salomo.

Kapitel 10

10 Nun hörte die Königin von Scheba den Bericht über Salomo in Verbindung mit dem Namen Jehovas. So kam sie, um ihn mit Rätselfragen auf die Probe zu stellen. 2 Schließlich traf sie in Jerusalem ein mit einem sehr eindrucksvollen Troß, Kamelen, die Balsamöl und sehr viel Gold und kostbare Steine trugen; und sie kam dann zu Salomo herein und begann zu ihm über all das zu reden, was ihr am Herzen lag. 3 Salomo seinerseits gab ihr dann über all ihre Angelegenheiten Bescheid. Keine Angelegenheit erwies sich vor dem König als verborgen, über die er ihr nicht Bescheid gegeben hätte.

4 Als die Königin von Scheba all die Weisheit Salomos und das Haus, das er gebaut hatte, zu sehen bekam 5 und die Speise seines Tisches und das Sitzen seiner Diener und den Tischdienst seiner Aufwärter und ihre Kleidung und seine Getränke und seine Brandschlachtopfer, die er regelmäßig im Haus Jehovas darbrachte, da erwies es sich, daß kein Geist mehr in ihr war. 6 So sprach sie zum König: „Als wahr hat sich das Wort erwiesen, das ich in meinem eigenen Land über deine Dinge und über deine Weisheit gehört habe. 7 Und ich schenkte den Worten keinen Glauben, bis ich gekommen war, damit meine eigenen Augen [es] sehen konnten; und siehe, nicht die Hälfte ist mir mitgeteilt worden. Du hast an Weisheit und Wohlfahrt die gehörten Dinge, denen ich lauschte, übertroffen. 8 Glücklich sind deine Männer; glücklich sind diese deine Diener, die beständig vor dir stehen, die deine Weisheit hören! 9 Möge Jehova, dein Gott, gesegnet werden, der an dir Gefallen gefunden hat, so daß er dich auf den Thron Israels gesetzt hat; denn Jehova hat Israel auf unabsehbare Zeit geliebt, so daß er dich zum König eingesetzt hat, damit [du] Recht und Gerechtigkeit übst.“

10 Dann gab sie dem König hundertzwanzig Talente Gold und sehr viel Balsamöl und kostbare Steine. Nie mehr kam Balsamöl in solcher Menge herein, wie die Königin von Scheba dem König Salomo gab.

11 Und Hirams Schiffsflotte, die Gold aus Ophir hertrug, brachte von Ophir auch Stämme von Alguminbäumen in sehr großer Menge und kostbare Steine. 12 Und der König ging daran, aus den Stämmen der Alguminbäume Stützen für das Haus Jehovas und für das Haus des Königs zu machen sowie Harfen und Saiteninstrumente für die Sänger. Stämme von Alguminbäumen wie diese sind keine [mehr] hereingekommen noch gesehen worden bis auf diesen Tag.

13 Und König Salomo seinerseits gab der Königin von Scheba alles, woran sie Gefallen hatte, worum sie bat, außer dem, was er ihr gemäß der Freigebigkeit des Königs Salomo gab. Danach wandte sie sich und ging in ihr eigenes Land, sie zusammen mit ihren Dienern.

14 Und das Gewicht des Goldes, das bei Salomo in e i n e m Jahr einging, belief sich auf sechshundertsechsundsechzig Talente Gold, 15 ohne [das] von den Reisenden und vom Gewinn der Händler und von allen Königen der Araber und von den Statthaltern des Landes.

16 Und weiterhin machte König Salomo zweihundert große Schilde aus legiertem Gold ([mit] sechshundert [Schekel] Gold überzog er dann jeden großen Schild) 17 und dreihundert kleine Schilde aus legiertem Gold ([mit] drei Minen Gold überzog er dann jeden kleinen Schild). Darauf tat sie der König in das „Haus des Waldes Libanon“.

18 Ferner machte der König einen großen elfenbeinernen Thron und überzog ihn mit geläutertem Gold. 19 Da waren sechs Stufen zu dem Thron, und der Thron hatte [von] hinten einen runden Baldachin, und da waren Armlehnen auf dieser Seite und auf jener Seite beim Sitzplatz, und zwei Löwen standen neben den Armlehnen. 20 Und zwölf Löwen standen dort auf den sechs Stufen, auf dieser Seite und auf jener Seite. Kein anderes Königreich hatte welche, die ebenso gemacht waren.

21 Und alle Trinkgefäße des Königs Salomo waren aus Gold, und alle Gefäße des Hauses des Waldes Libanon waren aus purem Gold. Da war nichts aus Silber; es wurde in den Tagen Salomos wie gar nichts geachtet. 22 Denn der König hatte eine Tarschisch-Schiffsflotte auf dem Meer zusammen mit Hirams Schiffsflotte. Einmal alle drei Jahre kam jeweils die Tarschisch-Schiffsflotte, beladen mit Gold und Silber, Elfenbein und Affen und Pfauen.

23 So war König Salomo größer an Reichtum und Weisheit als alle anderen Könige der Erde. 24 Und alles Volk der Erde suchte das Angesicht Salomos, um seine Weisheit zu hören, die Gott in sein Herz gelegt hatte. 25 Und sie brachten jeder seine Gabe, Gegenstände aus Silber und Gegenstände aus Gold und Kleider und Rüstzeug und Balsamöl, Pferde und Maultiere, als eine alljährliche Sache.

26 Und Salomo brachte fortwährend weitere Wagen und Reitpferde zusammen; und er hatte schließlich tausendvierhundert Wagen und zwölftausend Reitpferde, und er hielt sie in den Wagenstädten und in der Nähe des Königs in Jerusalem stationiert.

27 Und der König machte schließlich das Silber in Jerusalem den Steinen gleich, und Zedernholz machte er den Maulbeerfeigenbäumen gleich, die in der Schephela sind, an großer Menge.

28 Und da war die Ausfuhr der Pferde, die Salomo aus Ägypten hatte, und die Schar der Kaufleute des Königs holte jeweils selbst den Pferdezug um einen Kaufpreis. 29 Und gewöhnlich kam ein Wagen herauf und wurde aus Ägypten für sechshundert Silberstücke ausgeführt und ein Pferd für hundertfünfzig; und so war es für alle Könige der Hethiter und die Könige von Syrien. Durch ihre Vermittlung tätigten sie die Ausfuhr.

Jule | 06.17.09 | 1. Könige, eigene Gedanken zum Geschehen, Text in der Bibel | 14 Comments |

1. Könige 5 – 7

Kapitel 5

5 Und Hiram, der König von Tyrus, sandte dann seine Diener zu Salomo, denn er hatte gehört, daß er es war, den sie zum König an seines Vaters Statt gesalbt hatten; denn Hiram hatte sich stets als ein lieber Freund Davids erwiesen. 2 Salomo seinerseits sandte zu Hiram und ließ sagen: 3 „Du selbst weißt wohl, daß David, mein Vater, dem Namen Jehovas, seines Gottes, kein Haus zu bauen vermochte wegen des Krieges, mit dem sie ihn umringten, bis Jehova sie unter seine Fußsohlen legte. 4 Und jetzt hat Jehova, mein Gott, mir ringsum Ruhe gegeben. Da ist kein Widerstandleistender, und da ist kein schlimmes Vorkommnis. 5 Und siehe, ich gedenke, dem Namen Jehovas, meines Gottes, ein Haus zu bauen, so wie Jehova es David, meinem Vater, verheißen hat, indem [er] sprach: ‚Dein Sohn, den ich an deiner Statt auf deinen Thron setzen werde, er ist es, der meinem Namen das Haus bauen wird.‘ 6 Und nun gebiete, daß man für mich Zedern vom Libanon haue; und es wird sich erweisen, daß meine eigenen Knechte mit deinen Knechten sind, und den Lohn deiner Knechte werde ich dir geben nach allem, was du sagen magst, denn du selbst weißt wohl, daß es unter uns niemand gibt, der Bäume zu hauen weiß wie die Sidonier.“

7 Und es geschah, sobald Hiram die Worte Salomos hörte, daß er sich sehr zu freuen begann, und er sagte darauf: „Gesegnet ist Jehova heute, indem er David einen weisen Sohn über dieses zahlreiche Volk gegeben hat!“ 8 Daher sandte Hiram zu Salomo und ließ sagen: „Ich habe gehört, was du mir entboten hast. Ich für meinen Teil werde alles tun, woran du Gefallen hast in bezug auf die Zedernstämme und die Stämme von Wacholderbäumen. 9 Meine Knechte werden sie selbst vom Libanon zum Meer hinabbringen; und ich meinerseits werde sie in Flöße legen, damit sie auf dem Meer bis an den Ort [gelangen], den du mir angeben wirst; und ich werde sie dort bestimmt auseinandernehmen lassen, und du deinerseits wirst sie wegführen; und du selbst wirst das tun, woran ich Gefallen habe, indem du für meine Hausgemeinschaft die Speise gibst.“

10 So kam es, daß Hiram dem Salomo Zedernstämme und Stämme von Wacholderbäumen gab, gemäß allem, woran er Gefallen hatte. 11 Und Salomo seinerseits gab Hiram zwanzigtausend Kor-Maß Weizen als Nahrungsmittelvorräte für seine Hausgemeinschaft und zwanzig Kor-Maß gestoßenes Öl. Das war es, was Salomo Hiram weiterhin Jahr für Jahr gab. 12 Und Jehova seinerseits gab Salomo Weisheit, so wie er es ihm verheißen hatte; und es gab Frieden zwischen Hiram und Salomo, und sie beide schlossen dann einen Bund.

13 Und König Salomo brachte fortwährend die aus ganz Israel zur Zwangsarbeit Ausgehobenen herauf; und die zur Zwangsarbeit Ausgehobenen beliefen sich auf dreißigtausend Mann. 14 Und er sandte sie jeweils in Ablösungen von zehntausend im Monat zum Libanon. Einen Monat blieben sie gewöhnlich im Libanon, zwei Monate in ihrem Haus; und Adoniram war über die zur Zwangsarbeit Ausgehobenen [gesetzt]. 15 Und Salomo hatte schließlich siebzigtausend Lastträger und achtzigtausend [Stein]hauer im Gebirge, 16 außer den fürstlichen Bevollmächtigten Salomos, die über das Werk [gesetzt] waren, dreitausenddreihundert über das Volk [gesetzte] Vormänner, die im Werk tätig waren. 17 Demgemäß gebot der König, daß sie große Steine ausbrechen sollten, kostspielige Steine, um die Grundlage des Hauses mit behauenen Steinen zu legen. 18 Da besorgten Salomos Bauleute und Hirams Bauleute und die Gebaliter das Behauen, und fortwährend bereiteten sie die Stämme und die Steine zu, um das Haus zu bauen.

Kapitel 6

6 Und es geschah im vierhundertachtzigsten Jahr nach dem Auszug der Söhne Israels aus dem Land Ägypten, im vierten Jahr, im Monat Siw, das ist der zweite Monat, nachdem Salomo König über Israel geworden war, daß er daranging, Jehova das Haus zu bauen. 2 Und das Haus, das König Salomo für Jehova baute, war sechzig Ellen in seiner Länge und zwanzig in seiner Breite und dreißig Ellen in seiner Höhe. 3 Und die Vorhalle vor dem Tempel des Hauses war zwanzig Ellen in ihrer Länge, vor der Breite des Hauses. Zehn Ellen war sie in ihrer Tiefe, vor dem Haus.

4 Und für das Haus machte er dann Fenster mit sich verengenden Rahmen. 5 Ferner baute er an der Mauer des Hauses einen Seitenanbau ringsum, [an] den Mauern des Hauses rings um den Tempel und den innersten Raum, und machte Seitenkammern ringsum. 6 Die unterste Seitenkammer war fünf Ellen in ihrer Breite, und die mittlere war sechs Ellen in ihrer Breite, und die dritte war sieben Ellen in ihrer Breite; denn da waren Absätze, die er dem Haus außerhalb ringsum gab, um nicht in die Wände des Hauses einzugreifen.

7 Was das Haus bei seiner Erbauung betrifft, es wurde aus bereits völlig behauenen Steinen des Steinbruchs gebaut; und was Hämmer und Äxte oder irgendwelche eisernen Werkzeuge betrifft, sie waren nicht im Haus zu hören, während es gebaut wurde. 8 Der Eingang der untersten Seitenkammer befand sich auf der rechten Seite des Hauses, und über eine Wendeltreppe ging man jeweils zur mittleren hinauf und von der mittleren hinauf zur dritten. 9 Und er fuhr fort, das Haus zu bauen, um es fertigzustellen, und deckte das Haus mit Balken und Reihen aus Zedernholz. 10 Auch baute er die Seitenkammern an das ganze Haus, fünf Ellen in ihrer Höhe, und sie wurden durch Zedernstämme am Haus festgehalten.

11 Inzwischen erging das Wort Jehovas an Salomo und lautete: 12 „Was dieses Haus betrifft, das du baust, wenn du in meinen Satzungen wandeln und meine richterlichen Entscheidungen ausführen und wirklich alle meine Gebote halten wirst, indem du darin wandelst, so werde ich bestimmt mein Wort, das ich zu David, deinem Vater, redete, mit dir ausführen; 13 und ich werde tatsächlich inmitten der Söhne Israels weilen, und ich werde mein Volk Israel nicht verlassen.“

14 Und Salomo fuhr fort, das Haus zu bauen, um es fertigzustellen. 15 Und er baute dann die Wände des Hauses innerhalb desselben mit Zedernbrettern. Vom Fußboden des Hauses bis hinauf zu den Sparren der Decke belegte er es inwendig mit Holz; und er belegte dann den Fußboden des Hauses mit Brettern aus Wacholder. 16 Ferner baute er zwanzig Ellen an den Hinterseiten des Hauses mit Zedernbrettern, vom Fußboden bis hinauf zu den Sparren, und baute dafür inwendig den innersten Raum, das Allerheiligste. 17 Und es erwies sich, daß das Haus vierzig Ellen war, das ist der Tempel davor. 18 Und [das] Zedernholz am Haus, inwendig, war mit Schnitzwerk von kürbisförmigen Verzierungen und Blütengirlanden [versehen]. Alles davon war Zedernholz; da war kein Stein zu sehen.

19 Und den innersten Raum im Innern des Hauses machte er innen bereit, um dorthin die Lade des Bundes Jehovas zu stellen. 20 Und der innerste Raum war zwanzig Ellen in der Länge und zwanzig Ellen in der Breite und zwanzig Ellen in seiner Höhe; und er ging daran, ihn mit purem Gold zu überziehen und den Altar mit Zedernholz zu überziehen. 21 Und darauf überzog Salomo das Haus inwendig mit purem Gold und ließ goldenes Kettenwerk quer vor dem innersten Raum her ziehen und überzog ihn mit Gold. 22 Und das ganze Haus überzog er mit Gold, bis das ganze Haus vollendet war; und den ganzen Altar, der sich nach dem innersten Raum zu befand, überzog er mit Gold.

23 Ferner machte er im innersten Raum zwei Cherube aus Ölbaumholz, zehn Ellen die Höhe eines jeden. 24 Und fünf Ellen war der eine Flügel des Cherubs, und fünf Ellen war der andere Flügel des Cherubs. Zehn Ellen waren es von der Spitze seines Flügels bis zur Spitze seines Flügels. 25 Und der zweite Cherub war zehn Ellen. Die zwei Cherube hatten dasselbe Maß und dieselbe Form. 26 Die Höhe des einen Cherubs war zehn Ellen und ebenso [die] des anderen Cherubs. 27 Dann stellte er die Cherube in das innere Haus hinein, so daß sie die Flügel der Cherube ausbreiteten. Auf diese Weise reichte der Flügel des einen an die Wand, und der Flügel des anderen Cherubs reichte an die andere Wand; und ihre Flügel waren gegen die Mitte des Hauses hin, so daß Flügel an Flügel reichte. 28 Auch überzog er die Cherube mit Gold.

29 Und an allen Wänden des Hauses schnitzte er ringsum eingegrabene Schnitzereien von Cheruben und Palmenfiguren und Schnitzwerke von Blüten, innen und außen; 30 und den Fußboden des Hauses überzog er mit Gold, innen und außen. 31 Und den Eingang des innersten Raumes machte er mit Türen aus Ölbaumholz: Seitenpfeiler, Türpfosten [und] ein Fünftel. 32 Und die beiden Türen waren aus Ölbaumholz, und er schnitzte darauf Schnitzereien von Cheruben und Palmenfiguren und die Schnitzwerke von Blüten, und er überzog sie mit Gold; und er hämmerte dann das Gold auf die Cherube und auf die Palmenfiguren. 33 Und so machte er für den Eingang des Tempels die Türpfosten aus Ölbaumholz, viereckig. 34 Und die beiden Türen waren aus Wacholderholz. Die beiden Blätter der einen Tür drehten sich auf Zapfen, und die beiden Blätter der anderen Tür drehten sich auf Zapfen. 35 Und er schnitzte Cherube und Palmenfiguren und Schnitzwerke von Blüten und überzog die Darstellungen mit Goldfolie.

36 Und weiterhin baute er den inneren Vorhof mit drei Reihen von behauenem Stein und einer Reihe Balken aus Zedernholz.

37 Im vierten Jahr wurde die Grundlage des Hauses Jehovas gelegt, im Mondmonat Siw; 38 und im elften Jahr, im Mondmonat Bul, das ist der achte Monat, war das Haus hinsichtlich all seiner Einzelheiten und seines ganzen Plans fertig; sieben Jahre also hatte er daran gebaut.

Kapitel 7

7 Und sein eigenes Haus baute Salomo in dreizehn Jahren, so daß er sein ganzes Haus fertiggestellt hatte.

2 Und er baute dann das Haus des Waldes Libanon, hundert Ellen in seiner Länge und fünfzig Ellen in seiner Breite und dreißig Ellen in seiner Höhe, auf vier Reihen Säulen aus Zedernholz; und da waren Balken aus Zedernholz auf den Säulen. 3 Und es war getäfelt mit Zedernholz oben über den Tragbalken, die auf den fünfundvierzig Säulen [ruhten]. Es waren fünfzehn in einer Reihe. 4 Was eingerahmte Fenster betrifft, so gab es drei Reihen, und da war Lichtöffnung gegenüber Lichtöffnung in drei Reihen. 5 Und alle Eingänge und die Türpfosten waren rechteckig [mit dem] Rahmen und auch die Vorderseite der Lichtöffnung gegenüber einer Lichtöffnung in drei Reihen.

6 Und die Säulenvorhalle machte er fünfzig Ellen in ihrer Länge und dreißig Ellen in ihrer Breite; und eine andere Vorhalle war davor mit Säulen und einem Baldachin davor.

7 Was die Thronvorhalle betrifft, wo er zu richten pflegte, so machte er die Gerichtsvorhalle; und man täfelte sie mit Zedernholz vom Fußboden bis zu den Sparren.

8 Was sein Haus betrifft, in dem er wohnen sollte, im anderen Vorhof, es lag von dem Haus entfernt, das zur Vorhalle gehörte. Es erwies sich in der Machart gleich diesem. Und da war ein Haus wie diese Vorhalle, das er dann für Pharaos Tochter baute, die sich Salomo genommen hatte.

9 Alle diese waren [aus] kostspieligen Steinen gemäß Maßen, behauen, mit Steinsägen gesägt, innen und außen und von der Grundlage bis zur Abdeckung und außen bis zum großen Vorhof. 10 Und die als Grundlage gelegten kostspieligen Steine waren große Steine, Steine von zehn Ellen und Steine von acht Ellen. 11 Und oben darauf waren kostspielige Steine gemäß Maßen, behauen, und auch Zedernholz. 12 Was den großen Vorhof betrifft, ringsum waren drei Reihen von behauenem Stein und eine Reihe Balken aus Zedernholz; und [so war es] auch für den inneren Vorhof des Hauses Jehovas und für die Vorhalle des Hauses.

13 Und König Salomo sandte hin und ließ Hiram aus Tyrus holen. 14 Er war der Sohn einer verwitweten Frau vom Stamm Naphtali, und sein Vater war ein Mann aus Tyrus, ein Kupferbearbeiter; und er war erfüllt mit der Weisheit und dem Verstand und der Kenntnis, jede Art Arbeit in Kupfer zu verrichten. Somit kam er zu König Salomo und begann all sein Werk zu tun.

15 Er goß dann die beiden Säulen aus Kupfer, achtzehn Ellen war die Höhe jeder Säule, und ein Faden von zwölf Ellen wäre das Maß um jede der beiden Säulen herum. 16 Und er machte zwei Kapitelle, um sie oben auf die Säulen zu setzen, aus Kupfer gegossen. Fünf Ellen war die Höhe des einen Kapitells, und fünf Ellen war die Höhe des anderen Kapitells. 17 Da waren Netze in Netzwerk, gedrehte Verzierungen in Kettenwerk, für die Kapitelle, die oben auf den Säulen waren; sieben für das eine Kapitell und sieben für das andere Kapitell. 18 Und weiterhin machte er die Granatäpfel, und [zwar] zwei Reihen ringsum an das eine Netzwerk, um die Kapitelle zu bedecken, die oben auf den Säulen waren; und ebenso tat er für das andere Kapitell. 19 Und die Kapitelle, die oben auf den Säulen in der Vorhalle waren, waren mit Lilienarbeit, vier Ellen. 20 Und die Kapitelle befanden sich auf den beiden Säulen, auch oben dicht an der Bauchung, die an das Netzwerk stieß; und da waren zweihundert Granatäpfel in Reihen ringsum an jedem Kapitell.

21 Und er ging daran, die Säulen, die zur Vorhalle des Tempels gehörten, aufzurichten. So richtete er die Säule zur Rechten auf und gab ihr den Namen Jachin, und dann richtete er die Säule zur Linken auf und gab ihr den Namen Boas. 22 Und oben auf den Säulen war Lilienarbeit. Und die Arbeit der Säulen wurde allmählich vollendet.

23 Und er ging daran, das gegossene Meer zu machen, zehn Ellen von seinem einen Rand bis zu seinem anderen Rand, kreisförmig ringsum; und seine Höhe war fünf Ellen, und es erforderte eine Schnur von dreißig Ellen, um es ringsum zu umspannen. 24 Und kürbisförmige Verzierungen waren unterhalb seines Randes, die es rings umgaben, zehn auf eine Elle, das Meer ringsum einschließend, zwei Reihen der kürbisförmigen Verzierungen, bei seinem Guß mitgegossen. 25 Es stand auf zwölf Stieren, drei wandten sich nach Norden, und drei wandten sich nach Westen, und drei wandten sich nach Süden, und drei wandten sich nach Osten; und das Meer war oben darauf, und alle ihre Hinterteile waren gegen die Mitte hin [gekehrt]. 26 Und seine Dicke war eine Handbreit; und sein Rand war wie ein Becherrand gearbeitet, eine Lilienblüte. Zweitausend Bath-Maß faßte es gewöhnlich.

27 Und er machte weiterhin die zehn Fahrgestelle aus Kupfer, vier Ellen war die Länge jedes Fahrgestells und vier Ellen seine Breite und drei Ellen seine Höhe. 28 Und dies war die Machart der Fahrgestelle: Sie hatten Seitenwände, und die Seitenwände waren zwischen den Querleisten. 29 Und auf den Seitenwänden, die zwischen den Querleisten waren, waren Löwen, Stiere und Cherube, und über den Querleisten war es ebenso. Oberhalb und unterhalb der Löwen und der Stiere waren Kränze in herabhängender Arbeit. 30 Und jedes Fahrgestell hatte vier Räder aus Kupfer, mit Achsen aus Kupfer; und seine vier Eckstücke waren deren Stützen. Unterhalb des Beckens befanden sich die Stützen, angegossen mit Kränzen über jeder. 31 Und sein Mundstück von innen nach den Stützen hin und aufwärts war [?] Ellen; und sein Mundstück war rund, die Machart eines Gestells von eineinhalb Ellen, und auch an seinem Mundstück waren Skulpturen. Und ihre Seitenwände waren viereckig, nicht rund. 32 Und die vier Räder waren unterhalb der Seitenwände, und die Halter der Räder waren beim Fahrgestell; und die Höhe jedes Rades war eineinhalb Ellen. 33 Und die Machart der Räder war gleich der Machart eines Wagenrades. Ihre Halter und ihre Felgen und ihre Speichen und ihre Naben, sie waren alle gegossen. 34 Und da waren vier Stützen an den vier Ecken jedes Fahrgestells; seine Stützen waren aus e i n e m Stück mit dem Fahrgestell. 35 Und oben am Fahrgestell war [ein Gestell,] eine halbe Elle an Höhe, kreisförmig ringsum; und oben auf dem Fahrgestell waren seine Halter und seine Seitenwände aus e i n e m Stück mit ihm. 36 Ferner gravierte er in die Tafeln seiner Halter und in seine Seitenwände Cherube, Löwen und Palmenfiguren ein, nach dem freien Raum einer jeden, und Kränze ringsum. 37 So machte er die zehn Fahrgestelle; sie waren alle von e i n e m Guß, e i n e m Maß, e i n e r Form.

38 Und er machte dann zehn Becken aus Kupfer. Vierzig Bath-Maß faßte gewöhnlich jedes Becken. Jedes Becken war vier Ellen. Da war e i n Becken auf jedem Fahrgestell für die zehn Fahrgestelle. 39 Dann stellte er fünf Fahrgestelle auf die rechte Seite des Hauses und fünf auf die linke Seite des Hauses; und das Meer selbst stellte er an die rechte Seite des Hauses ostwärts, gegen Süden.

40 Und Hiram machte nach und nach die Becken und die Schaufeln und die Schalen. Schließlich war Hiram damit fertig, all die Arbeit zu tun, die er für König Salomo hinsichtlich des Hauses Jehovas tat: 41 die zwei Säulen und die schalenförmigen Kapitelle, die oben auf den beiden Säulen waren, und die zwei Netzwerke, um die beiden runden Kapitelle zu bedecken, die oben auf den Säulen waren, 42 und die vierhundert Granatäpfel für die beiden Netzwerke, zwei Reihen Granatäpfel für jedes Netzwerk, um die beiden schalenförmigen Kapitelle zu bedecken, die auf den beiden Säulen waren; 43 und die zehn Fahrgestelle und die zehn Becken auf den Fahrgestellen 44 und das eine Meer und die zwölf Stiere unterhalb des Meeres; 45 und die Eimer und die Schaufeln und die Schalen und alle diese Geräte, die Hiram aus poliertem Kupfer dem König Salomo für das Haus Jehovas machte. 46 Im „Bezirk des Jordan“ war es, daß der König sie in Formen aus Tonerde goß, zwischen Sukkoth und Zarethan.

47 Und Salomo ließ alle Geräte [ungewogen] wegen der außergewöhnlich großen Menge. Das Gewicht des Kupfers wurde nicht festgestellt. 48 Und Salomo machte nach und nach alle Geräte, die zum Haus Jehovas gehörten, den Altar aus Gold und den Tisch, auf dem das Schaubrot war, aus Gold 49 und die Leuchter, fünf zur Rechten und fünf zur Linken vor dem innersten Raum, aus purem Gold und die Blüten und die Lampen und die Dochtscheren aus Gold 50 und die Becken und die Lichtscheren und die Schalen und die Becher und die Feuerbecken aus purem Gold und die Pfannen für die Türen des inneren Hauses, das heißt des Allerheiligsten, und für die Türen des Hauses des Tempels aus Gold.

51 Schließlich wurde all die Arbeit, die König Salomo hinsichtlich des Hauses Jehovas zu tun hatte, vollendet; und Salomo begann die Dinge hereinzubringen, die David, sein Vater, geheiligt hatte; das Silber und das Gold und die Gegenstände legte er zu den Schätzen des Hauses Jehovas.

Jule | 06.16.09 | 1. Könige, eigene Gedanken zum Geschehen, MultiMedia, Text in der Bibel | 14 Comments |

Hohelied 5 – 8

Kapitel 5

5 „Ich bin in meinen Garten gekommen, o meine Schwester, [meine] Braut. Ich habe meine Myrrhe samt meinem Gewürz gepflückt. Ich habe meine Honigwabe samt meinem Honig gegessen; ich habe meinen Wein samt meiner Milch getrunken.“

„Eßt, o Gefährten! Trinkt, und werdet trunken von Liebkosungen!“

2 „Ich schlafe, aber mein Herz ist wach. Da ist der Laut meines Liebsten, der anklopft!“

„Öffne mir, o meine Schwester, meine Gefährtin, meine Taube, meine Untadelige! Denn mein Haupt ist voll von Tau, die Locken meines Haares von den Tropfen der Nacht.“

3 “ ,Ich habe mein langes Gewand ausgezogen. Wie kann ich es wieder anziehen? Ich habe meine Füße gewaschen. Wie kann ich sie beschmutzen?‘ 4 Mein Liebster selbst zog seine Hand vom [Tür]loch zurück, und mein Inneres, es wurde ungestüm in mir. 5 Ich stand auf, ja ich, um meinem Liebsten zu öffnen, und meine Hände, sie troffen von Myrrhe und meine Finger von flüssiger Myrrhe auf die Vertiefungen des Schlosses. 6 Ich öffnete, ja ich, meinem Liebsten, mein Liebster aber hatte sich abgewandt, er war weitergegangen. Meine Seele selbst war aus [mir] gegangen, als er redete. Ich suchte ihn, aber ich fand ihn nicht. Ich rief ihn, aber er antwortete mir nicht. 7 Die Wächter, die in der Stadt umhergingen, fanden mich. Sie schlugen mich, sie verwundeten mich. Die Wächter der Mauern hoben mein weites Umschlagtuch von mir ab.

8 Ich habe euch unter Eid gestellt, o Töchter Jerusalems, daß ihr, wenn ihr meinen Liebsten findet, ihm mitteilen solltet, daß ich krank bin vor Liebe.“

9 „Wie kommt es, daß dein Liebster mehr ist als irgendein anderer Liebster, o du schönste unter den Frauen? Wie kommt es, daß dein Liebster mehr ist als irgendein anderer Liebster, daß du uns unter einen Eid wie diesen gestellt hast?“

10 „Mein Liebster ist blendend und rötlich, der Hervorragendste aus zehntausend. 11 Sein Haupt ist Gold, geläutertes Gold. Die Locken seines Haares sind Datteltrauben. Sein schwarzes [Haar] ist wie der Rabe. 12 Seine Augen sind wie Tauben an den Wasserkanälen, die sich in Milch baden, innerhalb der Ränder sitzend. 13 Seine Wangen sind wie ein Gartenbeet von Gewürzpflanzen, Türme von aromatischen Kräutern. Seine Lippen sind Lilien, die von flüssiger Myrrhe triefen. 14 Seine Hände sind goldene Walzen, mit Chrysolith gefüllt. Sein Unterleib ist eine Elfenbeinplatte, bedeckt mit Saphiren. 15 Seine Beine sind Marmorsäulen, gegründet auf Einstecksockeln von geläutertem Gold. Sein Aussehen ist wie der Libanon, auserlesen wie die Zedern. 16 Sein Gaumen ist lauter Süßigkeit, und alles an ihm ist ganz und gar begehrenswert. Das ist mein Liebster, und das ist mein Gefährte, o Töchter Jerusalems.“

Kapitel 6

6 „Wohin ist dein Liebster gegangen, o schönste unter den Frauen? Wohin hat sich dein Liebster gewandt, damit wir ihn mit dir suchen?“

2 „Mein eigener Liebster ist in seinen Garten hinabgegangen, zu den Gartenbeeten von Gewürzpflanzen, um inmitten der Gärten zu hüten und Lilien zu pflücken. 3 Ich bin meines Liebsten, und mein Liebster ist mein. Er hütet unter den Lilien.“

4 „Du bist schön, o meine Gefährtin, wie die Liebliche Stadt, anmutig wie Jerusalem, ehrfurchtgebietend wie um Banner versammelte Scharen. 5 Wende deine Augen von mir ab, denn sie, sie haben mich erschreckt. Dein Haar ist gleich einer Herde Ziegen, die von Gilead herabgehüpft sind. 6 Deine Zähne sind wie eine Herde Mutterschafe, die von der Schwemme heraufgestiegen sind, die alle Zwillinge gebären, ohne daß eines unter ihnen seine Jungen verloren hat. 7 Wie ein Granatapfelstück sind deine Schläfen hinter deinem Schleier. 8 Es mag sechzig Königinnen und achtzig Nebenfrauen und herangereifte Mädchen ohne Zahl geben. 9 Eine ist es, die meine Taube ist, meine Untadelige. Eine ist es, die ihrer Mutter gehört. Sie ist die Reine derjenigen, die sie geboren hat. Die Töchter sahen sie, und sie priesen sie dann glücklich; Königinnen und Nebenfrauen, und sie priesen sie dann: 10 ‚Wer ist diese, die herabschaut wie die Morgenröte, schön wie der Vollmond, lauter wie die Sonnenglut, ehrfurchtgebietend wie um Banner versammelte Scharen?‘ “

11 „Zum Nußbaumgarten war ich hinabgegangen, um die Knospen im Wildbachtal zu sehen, um zu sehen, ob der Weinstock gesproßt hatte, ob die Granatapfelbäume erblüht waren. 12 Ehe ich es wußte, hatte mich meine eigene Seele zu den Wagen meines willigen Volkes versetzt.“

13 „Komm zurück, komm zurück, o Sulamith! Komm zurück, komm zurück, damit wir dich anschauen können!“

„Was seht ihr an der Sulamith?“

„Etwas wie den Reigentanz zweier Lager!“

Kapitel 7

7 „Wie schön deine Schritte in [deinen] Sandalen geworden sind, o willige Tochter! Die Wölbungen deiner Hüften sind wie Geschmeide, das Werk von Künstlerhänden. 2 Dein Nabelring ist eine runde Schale. Möge der Mischwein [daraus] nicht fehlen. Dein Leib ist ein Weizenhaufen, umzäunt mit Lilien. 3 Deine beiden Brüste sind wie zwei Junge, die Zwillinge eines Gazellenweibchens. 4 Dein Hals ist wie ein Elfenbeinturm. Deine Augen sind wie die Teiche in Heschbon am Tor von Bath-Rabbim. Deine Nase ist wie der Libanonturm, der nach Damaskus hinschaut. 5 Dein Haupt auf dir ist wie der Karmel, und das herabhängende Haar deines Hauptes ist wie purpurrötlichgefärbte Wolle. Der König ist von den wallenden [Locken] gefesselt. 6 Wie schön bist du, und wie lieblich bist du, o Geliebte, unter den Wonnen! 7 Dieser dein Wuchs gleicht tatsächlich einer Palme und deine Brüste den Datteltrauben. 8 Ich habe gesagt: ‚Ich werde die Palme erklimmen, damit ich ihre Dattelrispen ergreife.‘ Und mögen bitte deine Brüste wie Trauben des Weinstocks werden und der Duft deiner Nase wie Äpfel 9 und dein Gaumen wie der beste Wein, der meinem Liebsten leicht hinuntergleitet, der sanft über die Lippen Schlafender fließt.“

10 „Ich bin meines Liebsten, und nach mir steht sein tiefes Verlangen. 11 Komm doch, o mein Liebster, laß uns aufs Feld hinausgehen; laß uns doch inmitten der Hennapflanzen übernachten. 12 Laß uns doch früh aufstehen und in die Weingärten gehen, damit wir sehen, ob der Weinstock gesproßt hat, die Blüte aufgebrochen ist, die Granatapfelbäume erblüht sind. Dort werde ich dir meine Liebkosungen schenken. 13 Die Mandragoren selbst haben [ihren] Duft gegeben, und an unseren Eingangswegen gibt es alle Arten auserlesenster Früchte. Sowohl die neuen als auch die alten, o mein Liebster, habe ich für dich aufbewahrt.

Kapitel 8

8 O daß du wie ein Bruder von mir wärst, der meiner Mutter Brüste gesogen hat! Fände ich dich draußen, so würde ich dich küssen. Man würde mich nicht einmal verachten. 2 Ich würde dich führen, ich würde dich ins Haus meiner Mutter bringen, die mich zu lehren pflegte. Ich würde dir einen Trunk gewürzten Weines geben, den frischen Saft von Granatäpfeln. 3 Seine Linke wäre unter meinem Haupt; und seine Rechte – sie würde mich umarmen.

4 Ich habe euch unter Eid gestellt, o Töchter Jerusalems, daß ihr nicht versucht, die Liebe [in mir] zu wecken oder zu erregen, bis sie sich [dazu] geneigt fühlt.“

5 „Wer ist diese, die aus der Wildnis heraufkommt, an ihren Liebsten gelehnt?“

„Unter dem Apfelbaum weckte ich dich auf. Dort kam deine Mutter mit dir in Geburtswehen. Dort erlitt die, die dich geboren, Geburtswehen.

6 Leg mich wie ein Siegel auf dein Herz, wie ein Siegel auf deinen Arm; denn die Liebe ist so stark wie der Tod, das Beharren auf ausschließlicher Ergebenheit ist so unnachgiebig wie der Scheol. Ihre Gluten sind die Gluten eines Feuers, die Flamme Jahs. 7 Selbst viele Wasser vermögen die Liebe nicht auszulöschen, noch können selbst Ströme sie hinwegschwemmen. Wenn ein Mann für Liebe alle wertvollen Dinge seines Hauses gäbe, würde man sie ganz bestimmt verachten.“

8 „Wir haben eine kleine Schwester, die keine Brüste hat. Was werden wir für unsere Schwester tun an dem Tag, an dem man um sie werben wird?“

9 „Wenn sie eine Mauer sein sollte, so werden wir eine silberne Zinne auf ihr bauen, sollte sie aber eine Tür sein, werden wir sie mit einer Zedernplanke versperren.“

10 „Ich bin eine Mauer, und meine Brüste sind wie Türme. In diesem Fall bin ich in seinen Augen wie die geworden, die Frieden findet.

11 Da war ein Weingarten, den Salomo in Baal-Hamon hatte. Er übergab den Weingarten den Hütern. Jeder brachte jeweils für seinen Fruchtertrag tausend Silberstücke ein.

12 Mein Weingarten, der mir gehört, steht mir zur Verfügung. Die tausend gehören dir, o Salomo, und zweihundert den Hütern seines Fruchtertrags.“

13 „O du, die du in den Gärten wohnst, die Mitgenossen merken auf deine Stimme. Laß sie mich hören.“

14 „Enteile, mein Liebster, und mache dich gleich einer Gazelle oder gleich einem Jungen der Hirsche auf den Bergen der Gewürze.“

Jule | 06.15.09 | eigene Gedanken zum Geschehen, Fragen, die ich mir gestellt habe, Hohelied, Text in der Bibel | 10 Comments |

Hohelied 1 – 4

Kapitel 1

DAS HOHELIED

(DAS LIED SALOMOS)

1 Das erhabenste Lied, das Salomos ist: 2 „Er küsse mich mit den Küssen seines Mundes, denn deine Liebkosungen sind besser als Wein. 3 Des Duftes wegen sind deine Öle gut. Wie ein Öl, das ausgegossen wird, ist dein Name. Darum haben dich herangereifte Mädchen, ja sie, geliebt. 4 Zieh mich mit dir; laß uns laufen. Der König hat mich in seine inneren Gemächer geführt! Laß uns doch frohlocken und uns deiner freuen. Ja, wir wollen deine Liebkosungen erwähnen mehr als Wein. Mit Recht haben sie dich geliebt.

5 Ein schwarzes Mädchen bin ich, aber anmutig, o ihr Töchter Jerusalems, wie die Zelte von Kedar, [doch] wie die Zelttücher Salomos. 6 Schaut mich nicht an, weil ich schwärzlich bin, weil die Sonne mich angeblickt hat. Die Söhne meiner eigenen Mutter wurden zornig auf mich; sie setzten mich zur Hüterin der Weingärten ein, [obwohl] ich meinen Weingarten, einen, der mein war, nicht gehütet habe.

7 Teil mir doch mit, o du, den meine Seele geliebt hat, wo du hütest, wo du das Kleinvieh am Mittag lagern läßt. Warum denn sollte ich wie eine in Trauer Gehüllte unter den Herden deiner Mitgenossen werden?“

8 „Wenn du es selbst nicht weißt, o du schönste unter den Frauen, so geh selbst hinaus, den Fußspuren der Kleinviehherde nach, und weide deine Zicklein den Wohnstätten der Hirten entlang.“

9 „Mit einer meiner Stuten an den Wagen Pharaos habe ich dich verglichen, o meine Gefährtin. 10 Lieblich sind deine Wangen zwischen den Haarflechten, dein Hals in einer Perlenschnur. 11 Ringe aus Gold werden wir dir machen mit silbernen Kügelchen.“

12 „Solange sich der König in seiner Tafelrunde befindet, hat meine eigene Narde ihren Duft gespendet. 13 Wie ein Myrrhenbeutel ist mir mein Liebster; zwischen meinen Brüsten wird er die Nacht verbringen. 14 Wie eine Hennatraube ist mir mein Liebster, inmitten der Weingärten von En-Gedi.“

15 „Siehe! Du bist schön, o meine Gefährtin. Siehe! Du bist schön. Deine Augen sind Tauben[augen].“

16 „Siehe! Du bist schön, mein Liebster, ja lieblich. Auch ist unser Diwan einer aus Laubwerk. 17 Die Balken unseres großartigen Hauses sind Zedern, unsere Sparren Wacholderbäume.

Kapitel 2

2 Nur ein Safran der Küstenebene bin ich, eine Lilie der Tiefebenen.“

2 „Wie eine Lilie unter dornigem Unkraut, so ist meine Gefährtin unter den Töchtern.“

3 „Wie ein Apfelbaum unter den Bäumen des Waldes, so ist mein Liebster unter den Söhnen. Seinen Schatten habe ich leidenschaftlich begehrt, und dort habe ich mich gesetzt, und seine Frucht ist meinem Gaumen süß gewesen. 4 Er brachte mich in das Haus des Weines, und sein Banner über mir war Liebe. 5 Erfrischt mich doch mit Rosinenkuchen, stärkt mich mit Äpfeln; denn ich bin krank vor Liebe. 6 Seine Linke ist unter meinem Haupt; und seine Rechte – sie umarmt mich. 7 Ich habe euch unter Eid gestellt, o Töchter Jerusalems, bei den Gazellenweibchen oder bei den Hindinnen des Feldes, daß ihr nicht versucht, die Liebe [in mir] zu wecken oder zu erregen, bis sie sich [dazu] geneigt fühlt.

8 Horch – mein Liebster! Siehe! Dieser kommt, steigt über die Berge, springt über die Hügel. 9 Mein Liebster gleicht einer Gazelle oder dem Jungen der Hirsche. Siehe! Dieser steht hinter unserer Mauer, schaut unverwandt durch die Fenster, blickt durch die Gitter. 10 Mein Liebster hat geantwortet und zu mir gesagt: ‚Steh auf, du meine Gefährtin, meine Schöne, und komm mit. 11 Denn siehe, die Regenzeit, sie ist vorbei, der Regenguß selbst ist vorüber, er ist vergangen. 12 Blüten sind im Land erschienen, ja die Zeit zum Beschneiden der Reben ist gekommen, und die Stimme der Turteltaube, sie ist gehört worden in unserem Land. 13 Was den Feigenbaum betrifft, er hat seine Frühfeigen eine reife Farbe gewinnen lassen; und die Weinstöcke stehen in Blüte, sie haben [ihren] Duft gespendet. Steh auf, komm, o meine Gefährtin, meine Schöne, und komm mit. 14 O meine Taube in den Schlupfwinkeln des zerklüfteten Felsens, im Versteck des steilen Weges, zeig mir deine Gestalt, laß mich deine Stimme hören, denn deine Stimme ist angenehm, und deine Gestalt ist lieblich.‘ “

15 „Faßt uns doch die Füchse, die kleinen Füchse, die die Weingärten verheeren, da unsere Weingärten in Blüte stehen.“

16 „Mein Liebster ist mein, und ich bin sein. Er hütet unter den Lilien. 17 Bis der Tag[eswind] weht und die Schatten entflohen sind, wende dich um, o mein Liebster; sei gleich der Gazelle oder gleich dem Jungen der Hirsche auf den Bergen der Trennung.

Kapitel 3

3 Auf meinem Bett während der Nächte habe ich den gesucht, den meine Seele geliebt hat. Ich suchte ihn, aber ich fand ihn nicht. 2 Laßt mich bitte aufstehen und in der Stadt umhergehen; auf den Straßen und auf den öffentlichen Plätzen laßt mich den suchen, den meine Seele geliebt hat. Ich suchte ihn, aber ich fand ihn nicht. 3 Die Wächter, die in der Stadt umhergingen, fanden mich: ‚Habt ihr den gesehen, den meine Seele geliebt hat?‘ 4 Kaum war ich von ihnen aus weitergegangen, da fand ich den, den meine Seele geliebt hat. Ich ergriff ihn, und ich wollte ihn nicht loslassen, bis ich ihn in das Haus meiner Mutter gebracht hatte und in das innere Gemach derjenigen, die mit mir schwanger gewesen war. 5 Ich habe euch unter Eid gestellt, o Töchter Jerusalems, bei den Gazellenweibchen oder bei den Hindinnen des Feldes, daß ihr nicht versucht, die Liebe [in mir] zu wecken oder zu erregen, bis sie sich [dazu] geneigt fühlt.“

6 „Was ist das, das wie Rauchsäulen von der Wildnis heraufkommt, umduftet von Myrrhe und duftendem Harz, ja von allerlei würzigem Pulver eines Händlers?“

7 „Siehe! Es ist sein Ruhebett, dasjenige, das Salomo gehört. Sechzig starke Männer sind rings darum her, von den Starken Israels, 8 sie alle im Besitz eines Schwertes, in der Kriegführung unterwiesen, jeder mit seinem Schwert an seiner Hüfte wegen des Schreckens in den Nächten.“

9 „Es ist die Sänfte, die sich König Salomo aus den Bäumen des Libanon gemacht hat. 10 Ihre Säulen hat er aus Silber gemacht, ihre Stützen aus Gold. Ihr Sitz ist aus purpurrötlichgefärbter Wolle, ihr Inneres von den Töchtern Jerusalems liebevoll ausgestattet.“

11 „Geht hinaus, o ihr Töchter Zions, und schaut den König Salomo an mit dem Kranz, den ihm seine Mutter am Tag seiner Hochzeit und am Tag der Freude seines Herzens geflochten hat.“

Kapitel 4

4 „Siehe! Du bist schön, o meine Gefährtin. Siehe! Du bist schön. Deine Augen sind Tauben[augen] hinter deinem Schleier. Dein Haar ist gleich einer Herde Ziegen, die von der Berggegend Gileads herabgehüpft sind. 2 Deine Zähne sind wie eine Herde frisch geschorener [Mutterschafe], die von der Schwemme heraufgestiegen sind, die alle Zwillinge gebären, ohne daß eines unter ihnen seine Jungen verloren hat. 3 Deine Lippen sind so wie ein Karmesinfaden, und dein Reden ist angenehm. Wie ein Granatapfelstück sind deine Schläfen hinter deinem Schleier. 4 Dein Hals ist wie der Turm Davids, in Steinschichten gebaut, an den tausend Schilde gehängt sind, all die Rundschilde der starken Männer. 5 Deine beiden Brüste sind wie zwei Junge, die Zwillinge eines Gazellenweibchens, das unter den Lilien weidet.“

6 „Bis der Tag[eswind] weht und die Schatten entflohen sind, werde ich meines Weges zum Myrrhenberg und zum Hügel duftenden Harzes gehen.“

7 „Du bist ganz und gar schön, o meine Gefährtin, und es ist kein Makel an dir. 8 Mit mir vom Libanon, o Braut, mit mir vom Libanon mögest du kommen. Mögest du herabsteigen vom Gipfel des Antilibanon, vom Gipfel des Senir, ja des Hermon, von den Lagerplätzen der Löwen, von den Bergen der Leoparden. 9 Du hast mir Herzklopfen bereitet, o meine Schwester, [meine] Braut, du hast mir Herzklopfen bereitet durch eines deiner Augen, durch einen Anhänger deines Halsschmuckes. 10 Wie schön sind deine Liebkosungen, o meine Schwester, [meine] Braut! Wieviel besser sind deine Liebkosungen als Wein und der Duft deiner Öle als allerlei Wohlgeruch! 11 Von Wabenhonig triefen ständig deine Lippen, o [meine] Braut. Honig und Milch sind unter deiner Zunge, und der Duft deiner Kleider ist wie der Duft des Libanon. 12 Ein verriegelter Garten ist meine Schwester, [meine] Braut, ein verriegelter Garten, ein versiegelter Quell. 13 Deine Haut ist ein Paradies von Granatäpfeln, mit den erlesensten Früchten, Hennapflanzen nebst Nardenpflanzen, 14 Narde und Safran, Rohr und Zimt samt allerlei Bäumen duftenden Harzes, Myrrhe und Aloe nebst all den feinsten Riechstoffen, 15 [und] ein Gartenquell, ein Brunnen frischen Wassers und vom Libanon rieselnde Bäche. 16 Erwache, o Nordwind, und komm herbei, o Südwind. Wehe über meinen Garten. Laß seine Wohlgerüche rieseln.“

„Möge mein Liebster in seinen Garten kommen und dessen erlesenste Früchte essen.“

Jule | 06.14.09 | eigene Gedanken zum Geschehen, Fragen, die ich mir gestellt habe, Hohelied, Text in der Bibel | 10 Comments |

Prediger 10 – 12

Prediger 10

10 Tote Fliegen machen das Öl des Salbenbereiters stinkend, gärend. [So] wirkt ein wenig Torheit bei einem, der kostbar ist an Weisheit und Herrlichkeit.

2 Das Herz des Weisen ist zu seiner rechten Hand, aber das Herz des Unvernünftigen zu seiner linken Hand. 3 Und auf welchem Weg auch immer der Törichte wandelt, mangelt es ihm an Herz, und er sagt gewiß jedem, daß er töricht ist.

4 Wenn der Geist eines Herrschers gegen dich aufsteigen sollte, so verlaß deinen eigenen Platz nicht, denn Gelassenheit, sie mildert große Sünden.

5 Da ist etwas Unglückliches, was ich unter der Sonne gesehen habe, wie wenn es einen Fehlgriff gibt, der wegen des Machthabers ausgeht: 6 Torheit ist in viele hohe Stellungen gesetzt worden, doch die Reichen selbst bleiben lediglich in niedrigem Stand wohnen.

7 Ich habe Knechte auf Pferden gesehen, aber Fürsten, die gleich Knechten auf der Erde gingen.

8 Wer eine Grube gräbt, wird selbst direkt in sie hineinfallen; und wer eine Steinmauer durchbricht, eine Schlange wird ihn beißen.

9 Wer Steine ausbricht, wird sich daran verletzen. Wer Holzklötze spaltet, wird sich dabei in acht nehmen müssen.

10 Wenn ein eisernes Werkzeug stumpf geworden ist und jemand seine Schneide nicht gewetzt hat, dann wird er seine eigenen leistungsfähigen Kräfte anstrengen. So ist die Anwendung von Weisheit im Hinblick auf Erfolg von Vorteil.

11 Wenn die Schlange beißt, ohne daß eine Beschwörung erfolgt, dann gibt es keinen Vorteil für den, der der Zungen[kunst] ergeben ist.

12 Die Worte vom Mund des Weisen bedeuten Gunst, aber die Lippen des Unvernünftigen verschlingen ihn. 13 Der Beginn der Worte seines Mundes ist Torheit, und das nachherige Ende seines Mundes ist unglückbringender Wahnsinn. 14 Und der Törichte redet viele Worte.

Der Mensch weiß nicht, was werden wird; und das, was nach ihm werden wird, wer kann es ihm mitteilen?

15 Die harte Arbeit der Unvernünftigen ermüdet sie, weil nicht e i n e r erkannt hat, wie man zur Stadt geht.

16 Wie wird es mit dir sein, o Land, wenn dein König ein Knabe ist und deine eigenen Fürsten sogar am Morgen beim Essen bleiben? 17 Glücklich bist du, o Land, wenn dein König der Sohn von Edlen ist und deine eigenen Fürsten zur rechten Zeit essen, zur Macht, nicht zum bloßen Trinken.

18 Durch große Faulheit senkt sich das Gebälk, und durch das Hängenlassen der Hände wird das Haus undicht.

19 Brot ist für das Lachen der Arbeiter, und Wein, er erfreut das Leben; aber Geld ist das, was in allen Dingen eine Erwiderung findet.

20 Sogar in deinem Schlafgemach rufe auf den König nicht Übles herab, und in den inneren Gemächern, wo du dich niederlegst, rufe nicht Übles auf irgendeinen Reichen herab; denn ein fliegendes Geschöpf der Himmel wird den Laut übermitteln, und etwas, was Flügel besitzt, wird die Sache kundtun.

Prediger 11

11 Sende dein Brot aus auf die Oberfläche der Wasser, denn im Verlauf vieler Tage wirst du es wiederfinden. 2 Gib sieben oder sogar acht einen Anteil, denn du weißt nicht, welches Unglück sich auf der Erde ereignen wird.

3 Wenn die Wolken [mit Wasser] gefüllt sind, schütten sie einen wahren Regenguß auf die Erde aus; und wenn ein Baum nach Süden fällt oder wenn es nach Norden ist, an der Stelle, wohin der Baum fällt, dort wird er liegen.

4 Wer auf den Wind achtet, wird nicht Samen säen; und wer nach den Wolken schaut, wird nicht ernten.

5 So, wie du nicht weißt, welches der Weg des Geistes ist in den Gebeinen im Leib der Schwangeren, ebenso kennst du nicht das Werk des [wahren] Gottes, der alle Dinge tut.

6 Am Morgen säe deinen Samen, und bis zum Abend laß deine Hand nicht ruhen; denn du weißt nicht, wo dies Erfolg haben wird, entweder hier oder dort, oder ob beides gleicherweise gut sein wird.

7 Das Licht ist auch süß, und es ist gut für die Augen, die Sonne zu sehen; 8 denn wenn ein Mensch auch viele Jahre leben sollte, so möge er sich in ihnen allen freuen. Und er gedenke der Tage der Finsternis, obwohl ihrer viele sein könnten; jeder [Tag], der gekommen ist, ist Nichtigkeit.

9 Freu dich, junger Mann, in deiner Jugend, und dein Herz tue dir Gutes in den Tagen deines Jünglingsalters, und wandle in den Wegen deines Herzens und in den Dingen, die deine Augen sehen. Doch wisse, daß der [wahre] Gott dich um dies alles ins Gericht bringen wird. 10 Entferne daher Verdruß aus deinem Herzen, und halte dir Unglück fern vom Fleisch, denn Jugend und die Blüte des Lebens sind Nichtigkeit.

Prediger 12

11 Sende dein Brot aus auf die Oberfläche der Wasser, denn im Verlauf vieler Tage wirst du es wiederfinden. 2 Gib sieben oder sogar acht einen Anteil, denn du weißt nicht, welches Unglück sich auf der Erde ereignen wird.

3 Wenn die Wolken [mit Wasser] gefüllt sind, schütten sie einen wahren Regenguß auf die Erde aus; und wenn ein Baum nach Süden fällt oder wenn es nach Norden ist, an der Stelle, wohin der Baum fällt, dort wird er liegen.

4 Wer auf den Wind achtet, wird nicht Samen säen; und wer nach den Wolken schaut, wird nicht ernten.

5 So, wie du nicht weißt, welches der Weg des Geistes ist in den Gebeinen im Leib der Schwangeren, ebenso kennst du nicht das Werk des [wahren] Gottes, der alle Dinge tut.

6 Am Morgen säe deinen Samen, und bis zum Abend laß deine Hand nicht ruhen; denn du weißt nicht, wo dies Erfolg haben wird, entweder hier oder dort, oder ob beides gleicherweise gut sein wird.

7 Das Licht ist auch süß, und es ist gut für die Augen, die Sonne zu sehen; 8 denn wenn ein Mensch auch viele Jahre leben sollte, so möge er sich in ihnen allen freuen. Und er gedenke der Tage der Finsternis, obwohl ihrer viele sein könnten; jeder [Tag], der gekommen ist, ist Nichtigkeit.

9 Freu dich, junger Mann, in deiner Jugend, und dein Herz tue dir Gutes in den Tagen deines Jünglingsalters, und wandle in den Wegen deines Herzens und in den Dingen, die deine Augen sehen. Doch wisse, daß der [wahre] Gott dich um dies alles ins Gericht bringen wird. 10 Entferne daher Verdruß aus deinem Herzen, und halte dir Unglück fern vom Fleisch, denn Jugend und die Blüte des Lebens sind Nichtigkeit.

Jule | 06.13.09 | eigene Gedanken zum Geschehen, ergänzender Stoff, Prediger, Text in der Bibel | 10 Comments |

Prediger 7 – 9

Prediger 7

7 Ein Name ist besser als gutes Öl und der Tag des Todes als der Tag, an dem man geboren wird. 2 Besser ist es, in das Haus der Trauer zu gehen, als in das Haus des Festmahls zu gehen, denn das ist das Ende aller Menschen; und der Lebende sollte [es] sich zu Herzen nehmen. 3 Besser ist Verdruß als Lachen, denn durch die Verdrossenheit des Gesichts wird das Herz besser. 4 Das Herz der Weisen ist im Haus der Trauer, aber das Herz der Unvernünftigen ist im Haus der Freude.

5 Besser ist es, das Schelten eines Weisen zu hören, als der Mann zu sein, der das Lied der Unvernünftigen hört. 6 Denn wie das Geräusch von Dornen unter dem Topf, so ist das Lachen des Unvernünftigen; und auch das ist Nichtigkeit. 7 Denn allein Bedrückung kann bewirken, daß ein Weiser unsinnig handelt, und eine Gabe kann das Herz vernichten.

8 Besser ist das nachherige Ende einer Sache als ihr Anfang. Besser ist einer, der geduldig ist, als einer, der hochmütigen Geistes ist. 9 Sei nicht eilig in deinem Geist, gekränkt zu werden, denn sich gekränkt zu fühlen ruht im Busen der Unvernünftigen.

10 Sprich nicht: „Weshalb ist es geschehen, daß sich die früheren Tage als besser erwiesen haben als diese?“, denn nicht zufolge von Weisheit hast du danach gefragt.

11 Weisheit zusammen mit einem Erbe ist gut und ist vorteilhaft für die, welche die Sonne sehen. 12 Denn Weisheit dient zum Schutz, [ebenso wie] Geld zum Schutz dient; aber der Vorteil der Erkenntnis ist, daß die Weisheit ihre Besitzer am Leben erhält.

13 Sieh das Werk des [wahren] Gottes, denn wer kann gerademachen, was er gekrümmt hat? 14 An einem guten Tag zeige, daß du guter Dinge bist, und an einem Unglückstag sieh, daß der [wahre] Gott auch diesen genauso wie jenen gemacht hat, zu dem Zweck, daß der Mensch nach ihnen überhaupt nichts herausfinden kann.

15 Alles habe ich während meiner nichtigen Tage gesehen. Da ist der Gerechte, der in seiner Gerechtigkeit umkommt, und da ist der Böse, der in seiner Schlechtigkeit lange besteht.

16 Werde nicht allzu gerecht, noch zeige dich übermäßig weise. Warum solltest du Verwüstung über dich bringen? 17 Sei nicht allzu böse, noch werde töricht. Warum solltest du sterben, wenn deine Zeit nicht da ist? 18 Es ist besser, daß du das eine erfaßt, aber auch vom anderen ziehe deine Hand nicht zurück; denn wer Gott fürchtet, wird bei alledem [frei] ausgehen.

19 Die Weisheit selbst ist für den Weisen stärker als zehn Machthaber, die sich in einer Stadt befunden haben. 20 Denn da ist kein Mensch gerecht auf der Erde, der ständig Gutes tut und nicht sündigt.

21 Auch gib nicht dein Herz all den Worten hin, die die Menschen reden mögen, damit du deinen Knecht nicht Übles auf dich herabrufen hörst. 22 Denn dein eigenes Herz weiß wohl, sogar von vielen Malen, daß du, ja du, Übles auf andere herabgerufen hast.

23 All dies habe ich mit Weisheit erprobt. Ich sprach: „Ich will weise werden.“ Aber sie war fern von mir. 24 Was geworden ist, ist weit weg und überaus tief. Wer kann es herausfinden? 25 Ich selbst wandte mich um, ja mein Herz tat es, um zu erkennen und zu erforschen und nach Weisheit und dem Grund der Dinge zu suchen und um über die Bosheit der Unvernunft und die Torheit des Wahnsinns Bescheid zu wissen; 26 und ich fand [dies] heraus: Bitterer als den Tod [fand ich] die Frau, die Fangnetzen [gleicht] und deren Herz Schleppnetze [und] deren Hände Fesseln sind. Man ist gut vor dem [wahren] Gott, wenn man ihr entrinnt, aber man sündigt, wenn man von ihr gefangen wird.

27 „Siehe! Dies habe ich gefunden“, sprach der Versammler, „eins nach dem andern [genommen], um das Endergebnis zu finden, 28 das meine Seele fortwährend suchte, ich aber nicht gefunden habe. E i n e n Mann aus tausend habe ich gefunden, aber eine Frau habe ich unter all diesen nicht gefunden. 29 Siehe! Nur dies habe ich gefunden, daß der [wahre] Gott den Menschen rechtschaffen gemacht hat, sie aber haben viele Pläne ausgesucht.“

Prediger 8

8 Wer ist gleich dem Weisen? Und wer ist es, der die Deutung einer Sache kennt? Die Weisheit eines Menschen ist es, die sein Gesicht leuchten läßt, und selbst die Strenge seines Gesichts wird [zum Besseren] verändert.

2 Ich [sage]: „Halte dich an den Befehl des Königs, und das in Hinsicht auf den Eid Gottes. 3 Beeil dich nicht, damit du von ihm weggehen könntest. Nimm nicht Stellung in einer schlechten Sache. Denn alles, was ihm [zu tun] gefällt, wird er tun, 4 weil das Wort des Königs das Machtgebot ist; und wer darf zu ihm sagen: ‚Was tust du?‘?“

5 Wer das Gebot hält, wird kein Unglück erfahren, und das weise Herz wird sowohl Zeit als Gericht kennen. 6 Denn selbst für jede Angelegenheit gibt es eine Zeit und ein Gericht, weil das Unglück der Menschen vielfältig ist über ihnen. 7 Denn da ist keiner, der weiß, was werden wird, denn so, wie es werden wird, wer kann [es] ihm mitteilen?

8 Da ist kein Mensch, der Macht hat über den Geist, um den Geist zurückzuhalten; noch gibt es irgendein Machtgebot am Tag des Todes; noch gibt es irgendeine Entlassung im Krieg. Und Bosheit wird denen, die ihr frönen, nicht zum Entrinnen verhelfen.

9 All das habe ich gesehen, und mein Herz richtete sich auf jede Arbeit, die unter der Sonne getan worden ist [während] der Zeit, da der Mensch über den Menschen zu seinem Schaden geherrscht hat. 10 Aber obwohl dem so ist, habe ich gesehen, wie die Bösen begraben wurden, wie sie hereinkamen und wie sie gewöhnlich selbst von dem heiligen Ort weggingen und in der Stadt vergessen wurden, wo sie so gehandelt hatten. Auch das ist Nichtigkeit.

11 Weil das Urteil über ein schlechtes Werk nicht eilends vollzogen worden ist, darum hat sich das Herz der Menschensöhne in ihnen völlig darauf gerichtet, Schlechtes zu tun. 12 Obwohl ein Sünder hundertmal Schlechtes tun und es lange Zeit treiben mag, wie es ihm gefällt, weiß ich doch auch, daß es mit denen, die den [wahren] Gott fürchten, gut ausgehen wird, weil sie sich vor ihm gefürchtet haben. 13 Mit dem Bösen aber wird es gar nicht gut ausgehen, noch wird er seine Tage verlängern, die wie ein Schatten sind, weil er sich vor Gott nicht fürchtet.

14 Da ist eine Nichtigkeit, die auf der Erde vollführt wird, daß Gerechte da sind, denen so geschieht, als ob es für das Werk der Bösen wäre, und Böse da sind, denen so geschieht, als ob es für das Werk der Gerechten wäre. Ich sagte, daß auch das Nichtigkeit ist.

15 Und ich selbst lobte die Freude, weil die Menschen nichts Besseres haben unter der Sonne, als zu essen und zu trinken und sich zu freuen, und daß dies sie begleiten sollte in ihrer harten Arbeit während der Tage ihres Lebens, die der [wahre] Gott ihnen unter der Sonne gegeben hat. 16 In Übereinstimmung damit richtete ich mein Herz darauf, Weisheit zu erkennen und die Beschäftigung zu sehen, die auf der Erde durchgeführt wird, weil es einen gibt, der mit seinen Augen keinen Schlaf sieht, weder bei Tag noch bei Nacht.

17 Und ich sah das ganze Werk des [wahren] Gottes, wie die Menschen das Werk, das unter der Sonne getan worden ist, nicht herausfinden können; wie sehr die Menschen auch ständig hart arbeiten, um [es] zu suchen, finden sie [es] doch nicht heraus. Und selbst wenn sie sagen sollten, sie seien weise genug, [es] zu erkennen, würden sie es nicht herausfinden können.

Prediger 9

9 Denn all dies nahm ich mir zu Herzen, ja um all dies zu erforschen, daß die Gerechten und die Weisen und ihre Werke in der Hand des [wahren] Gottes sind. Die Menschen wissen weder von der Liebe noch von dem Haß, was alles vor ihnen war. 2 Alle sind gleich in dem, was alle haben. E i n e Zufälligkeit gibt es für den Gerechten und den Bösen, den Guten und den Reinen und den Unreinen und den, der Schlachtopfer darbringt, und den, der nicht Schlachtopfer darbringt. Der Gute ist so wie der Sünder; der Schwörende ist so wie jeder, der sich vor einem geschworenen Eid gefürchtet hat. 3 Dies ist, was unglücklich ist in allem, was unter der Sonne getan worden ist, daß das Herz der Menschensöhne, weil es e i n e Zufälligkeit für alle gibt, auch voll von Schlechtem ist; und Wahnsinn ist in ihrem Herzen zeit ihres Lebens, und danach – zu den Toten!

4 Denn wer immer allen Lebenden zugesellt ist, für den ist Zuversicht da, weil ein lebender Hund besser daran ist als ein toter Löwe. 5 Denn die Lebenden sind sich bewußt, daß sie sterben werden; was aber die Toten betrifft, sie sind sich nicht des geringsten bewußt, auch haben sie keinen Lohn mehr, denn die Erinnerung an sie ist vergessen. 6 Auch ihre Liebe und ihr Haß und ihre Eifersucht sind bereits vergangen, und sie haben auf unabsehbare Zeit keinen Anteil mehr an irgend etwas, was unter der Sonne zu tun ist.

7 Geh, iß deine Speise mit Freuden, und trink deinen Wein mit gutem Herzen, denn der [wahre] Gott hat bereits Wohlgefallen gefunden an deinen Werken. 8 Mögen sich deine Kleider bei jeder Gelegenheit als weiß erweisen, und Öl fehle nicht auf deinem Haupt. 9 Sieh das Leben mit der Ehefrau, die du liebst, alle Tage deines nichtigen Lebens, die ER dir gegeben hat unter der Sonne, alle Tage deiner Nichtigkeit, denn das ist dein Anteil am Leben und an deiner harten Arbeit, mit der du hart arbeitest unter der Sonne. 10 Alles, was deine Hand zu tun findet, das tu mit all deiner Kraft, denn es gibt weder Wirken noch Planen, noch Erkenntnis, noch Weisheit in dem Scheol, dem Ort, wohin du gehst.

11 Ich wandte mich, um unter der Sonne zu sehen, daß nicht den Schnellen der Wettlauf gehört noch den Starken die Schlacht, noch auch den Weisen die Speise, noch auch den Verständigen der Reichtum, noch selbst denen, die Kenntnisse haben, die Gunst, denn Zeit und unvorhergesehenes Geschehen trifft sie alle. 12 Denn der Mensch kennt auch seine Zeit nicht. Wie Fische, die in einem üblen Netz gefangen werden, und wie Vögel, die in einer Falle gefangen werden, so werden die Menschensöhne ihrerseits zu einer Zeit des Unglücks verstrickt, wenn es sie plötzlich überfällt.

13 Auch das sah ich, was Weisheit unter der Sonne betrifft – und sie war groß für mich: 14 Da war eine kleine Stadt, und der Männer darin waren wenige; und es kam an sie ein großer König, und er umzingelte sie und baute große Festungen gegen sie. 15 Und es fand sich darin ein Mann, bedürftig, [aber] weise, und dieser verhalf der Stadt durch seine Weisheit zum Entrinnen. Aber kein Mensch gedachte jenes bedürftigen Mannes. 16 Und ich selbst sprach: „Weisheit ist besser als Macht; doch die Weisheit des Bedürftigen ist verachtet, und auf seine Worte wird nicht gehört.“

17 Die Worte der Weisen in Ruhe werden mehr Gehör finden als der Schrei jemandes, der unter Unvernünftigen herrscht.

18 Weisheit ist besser als Kampfgeräte, und nur ein einziger Sünder kann viel Gutes vernichten.

Jule | 06.12.09 | eigene Gedanken zum Geschehen, ergänzender Stoff, Prediger, Text in der Bibel | 12 Comments |

Prediger 4 – 6

Prediger 4

4 Und ich selbst wandte mich, damit ich all die Taten der Bedrückung sehen könnte, die unter der Sonne begangen werden, und siehe, die Tränen der Bedrückten, aber sie hatten keinen Tröster; und auf der Seite ihrer Bedrücker war Macht, so daß sie keinen Tröster hatten. 2 Und ich pries die Toten glücklich, die schon gestorben waren, mehr als die Lebenden, die noch am Leben waren. 3 Und besser daran als sie beide [ist] der, der noch nicht ins Dasein gekommen ist, der die unglückbringende Arbeit nicht gesehen hat, die unter der Sonne getan wird.

4 Und ich habe selbst all die harte Arbeit und all die Tüchtigkeit in der Arbeit gesehen, daß es Wetteifer des einen gegenüber dem anderen bedeutet; auch das ist Nichtigkeit und ein Haschen nach Wind.

5 Der Unvernünftige faltet seine Hände und ißt sein eigenes Fleisch.

6 Besser ist eine Handvoll Ruhe als eine doppelte Handvoll harter Arbeit und Haschen nach Wind.

7 Ich selbst wandte mich, damit ich die Nichtigkeit unter der Sonne sehen könnte: 8 Es existiert einer, aber nicht ein zweiter; auch hat er wirklich keinen Sohn oder Bruder, aber all seiner harten Arbeit ist kein Ende. Auch sind seine Augen selbst mit Reichtum nicht gesättigt: „Und für wen arbeite ich hart und lasse es meiner Seele an guten Dingen fehlen?“ Auch das ist Nichtigkeit, und es ist eine unglückbringende Beschäftigung.

9 Zwei sind besser als einer, weil sie eine gute Belohnung für ihre harte Arbeit haben. 10 Denn wenn einer von ihnen fallen sollte, kann der andere seinen Mitgenossen aufrichten. Wie aber wird es denn mit dem einen sein, der fällt, wenn nicht ein anderer da ist, um ihn aufzurichten?

11 Überdies, wenn zwei beisammenliegen, so werden sie gewiß warm werden; wie aber kann sich einer allein warm halten? 12 Und wenn jemand einen allein überwältigen könnte, könnten zwei zusammen gegen ihn standhalten. Und eine dreifache Schnur kann nicht so schnell entzweigerissen werden.

13 Besser ist ein bedürftiges, aber weises Kind als ein alter, aber unvernünftiger König, der nicht genug Wissen erlangt hat, sich noch länger warnen zu lassen. 14 Denn er ist ja aus dem Gefangenenhaus hervorgegangen, um König zu werden, obwohl er in dessen Königtum als ein Minderbemittelter geboren worden war. 15 Ich habe alle Lebenden gesehen, die unter der Sonne umherwandeln, [wie es geht] mit dem Kind, dem zweiten, das an Stelle des anderen aufsteht. 16 Da ist kein Ende all des Volkes, all derer, vor denen er gewesen war; auch werden sich die Späteren seiner nicht freuen, denn auch das ist Nichtigkeit und ein Haschen nach Wind.

Prediger 5

5 Behüte deine Füße, wann immer du zum Haus des [wahren] Gottes gehst; und möge es eher ein Herzunahen zum Hören sein, als um ein Schlachtopfer zu geben, wie die Unvernünftigen es tun, denn sie sind sich nicht bewußt, daß sie Schlechtes tun.

2 Sei nicht eilig hinsichtlich deines Mundes; und was dein Herz betrifft, es sei nicht hastig, ein Wort vor dem [wahren] Gott vorzubringen. Denn der [wahre] Gott ist in den Himmeln, du aber bist auf der Erde. Darum sollte es sich zeigen, daß deiner Worte wenige sind. 3 Denn gewiß kommt ein Traum zufolge der Menge der Beschäftigung und die Stimme eines Unvernünftigen zufolge der Menge der Worte. 4 Wann immer du Gott ein Gelübde ablegst, zögere nicht, es zu bezahlen, denn da ist kein Gefallen an den Unvernünftigen. Was du gelobst, bezahle. 5 Besser ist es, daß du nicht gelobst, als daß du gelobst und nicht bezahlst. 6 Gestatte deinem Mund nicht, dein Fleisch zum Sündigen zu veranlassen, noch sage vor dem Engel, daß es ein Versehen war. Warum sollte der [wahre] Gott wegen deiner Stimme in Zorn geraten und das Werk deiner Hände zunichte machen müssen? 7 Denn wegen der Menge [der Beschäftigung] gibt es Träume, und es gibt Nichtigkeiten und Worte in Menge. Doch den [wahren] Gott fürchte.

8 Wenn du irgendwelche Bedrückung des Minderbemittelten und den gewaltsamen Entzug des Rechts und der Gerechtigkeit in einem Gerichtsbezirk siehst, so staune nicht über die Angelegenheit, denn jemand, der höher ist als der Hohe, wacht, und da sind die, die hoch über ihnen sind.

9 Auch ist der Gewinn der Erde unter ihnen allen; dem König ist für ein Feld gedient worden.

10 Wer nur Silber liebt, wird mit Silber nicht gesättigt werden, noch jemand, der Reichtum liebt, mit Einkünften. Auch das ist Nichtigkeit.

11 Wenn der guten Dinge viele werden, werden der sie Essenden gewiß viele. Und welchen Vorteil gibt es für ihren großen Besitzer, es sei denn, [sie] mit seinen Augen anzuschauen?

12 Süß ist der Schlaf des Dienenden, ungeachtet, ob es wenig oder viel sei, was er ißt; aber der Überfluß, der dem Reichen gehört, läßt ihn nicht schlafen.

13 Da ist ein schlimmes Unglück, das ich unter der Sonne gesehen habe: Reichtum, der für seinen großen Besitzer zu seinem Unglück aufbewahrt wird. 14 Und dieser Reichtum ist zufolge einer unglücklichen Beschäftigung zugrunde gegangen, und er ist Vater eines Sohnes geworden, während gar nichts in seiner Hand ist.

15 Ebenso wie jemand aus dem Leib seiner Mutter hervorgekommen ist, wird er nackt wieder dahingehen, so wie er gekommen ist; und für seine harte Arbeit kann jemand überhaupt nichts davontragen, was er mit seiner Hand mitnehmen könnte.

16 Und auch das ist ein schlimmes Unglück: Genau wie jemand gekommen ist, so wird er dahingehen; und welchen Gewinn gibt es für den, der fortwährend für den Wind hart arbeitet? 17 Auch ißt er alle seine Tage in der Finsternis selbst, mit sehr viel Verdruß, mit Krankheit seinerseits und [Ursache zu] heftigem Zorn.

18 Siehe! Das Beste, was ich selbst gesehen habe, das schön ist, ist, daß einer essen und trinken und Gutes sehen sollte für all seine harte Arbeit, womit er hart arbeitet unter der Sonne während der Zahl der Tage seines Lebens, die der [wahre] Gott ihm gegeben hat, denn das ist sein Teil. 19 Auch jeden Menschen, dem der [wahre] Gott Reichtum und materielle Besitztümer gegeben hat, den hat er ja ermächtigt, davon zu essen und seinen Teil wegzutragen und sich in seiner harten Arbeit zu freuen. Das ist die Gabe Gottes. 20 Denn nicht oft wird er der Tage seines Lebens gedenken, weil der [wahre] Gott [ihn] mit dem beschäftigt, was sein Herz erfreut.

Prediger 6

6 Da ist ein Unglück, das ich unter der Sonne gesehen habe, und es ist häufig unter den Menschen: 2 ein Mann, dem der [wahre] Gott Reichtum und materielle Besitztümer und Herrlichkeit gibt und dem für seine Seele nichts von dem fehlt, nach dem er Verlangen bekundet, und doch setzt der [wahre] Gott ihn nicht in den Stand, davon zu essen, obwohl ein bloßer Ausländer es essen mag. Das ist Nichtigkeit, und es ist eine schlimme Krankheit. 3 Wenn ein Mann hundertmal Vater würde und er viele Jahre lebte, so daß die Tage seiner Jahre zahlreich wären, aber seine eigene Seele sich nicht gesättigt hat mit guten Dingen und ihm auch das Grab nicht [zuteil] geworden ist, so muß ich sagen, daß ein vorzeitig Geborener besser daran ist als er. 4 Denn umsonst ist dieser gekommen, und in Finsternis geht er dahin, und mit Finsternis wird sein eigener Name bedeckt sein. 5 Auch die Sonne hat er weder gesehen noch gekannt. Dieser hat mehr Ruhe als der vorherige. 6 Selbst angenommen, daß er tausend Jahre zweimal durchlebt hat und er dennoch nicht gesehen hat, was gut ist – geht nicht jeder an e i n e n Ort?

7 All die harte Arbeit der Menschen ist für ihren Mund, aber selbst ihre eigene Seele wird nicht gefüllt. 8 Denn welchen Vorteil hat der Weise vor dem Unvernünftigen? Was hat der Niedergedrückte davon, zu wissen, wie er vor den Lebenden zu wandeln hat? 9 Besser ist das Sehen mit den Augen als das Umherwandern der Seele. Auch das ist Nichtigkeit und ein Haschen nach Wind.

10 Was immer geworden ist, sein Name ist bereits ausgesprochen worden, und es ist bekanntgeworden, was der Mensch ist; und er kann nicht seine Rechtssache mit einem führen, der stärker ist als er.

11 Da es viele Dinge gibt, die viel Nichtigkeit verursachen, welchen Vorteil hat ein Mensch? 12 Denn wer weiß, was für Gutes ein Mensch im Leben während der Zahl der Tage seines nichtigen Lebens hat, wenn er sie wie ein Schatten verbringt? Denn wer kann dem Menschen mitteilen, was nach ihm unter der Sonne geschehen wird?

Jule | 06.11.09 | eigene Gedanken zum Geschehen, ergänzender Stoff, Fragen, die ich mir gestellt habe, Prediger, Text in der Bibel, , , , | 10 Comments |

Prediger 1 – 3

Prediger 1

PREDIGER

1 Die Worte des Versammlers, des Sohnes Davids, des Königs in Jerusalem. 2 „Die größte Nichtigkeit!“ hat der Versammler gesagt, „die größte Nichtigkeit! Alles ist Nichtigkeit!“ 3 Welchen Gewinn hat ein Mensch wirklich in all seiner harten Arbeit, an der er hart arbeitet unter der Sonne? 4 Eine Generation geht, und eine Generation kommt; aber die Erde besteht sogar auf unabsehbare Zeit. 5 Und auch die Sonne ist strahlend aufgegangen, und die Sonne ist untergegangen, und sie kommt keuchend an ihren Ort, wo sie strahlend aufgehen wird.

6 Der Wind geht nach Süden, und er kreist ringsherum nach Norden. Immer ringsherum kreist er unaufhörlich, und geradewegs zu seinen Kreisen kehrt der Wind zurück.

7 Alle Winterwildbäche gehen aus zum Meer, doch das Meer selbst ist nicht voll. An den Ort, wo die Winterwildbäche ausgehen, dorthin kehren sie zurück, um auszugehen. 8 Alle Dinge sind ermüdend; keiner vermag davon zu reden. Das Auge wird nicht satt beim Sehen, noch wird das Ohr gefüllt vom Hören. 9 Das, was geschehen ist, das ist, was geschehen wird; und das, was getan worden ist, das ist, was getan werden wird; und so gibt es nichts Neues unter der Sonne. 10 Existiert irgend etwas, von dem man sagen kann: „Sieh dies; es ist neu.“? Es hat schon unabsehbare Zeit bestanden; was ins Dasein gekommen ist, ist aus der Zeit, die vor uns gewesen ist. 11 Es gibt keine Erinnerung an Menschen von früheren Zeiten, auch wird es keine an die geben, die später dasein werden. Es wird sich erweisen, daß es selbst an sie keine Erinnerung geben wird unter denen, die noch später dasein werden.

12 Ich, der Versammler, war König über Israel in Jerusalem geworden. 13 Und ich richtete mein Herz darauf, nach Weisheit zu suchen und [sie] zu erforschen in Verbindung mit allem, was unter den Himmeln getan worden ist – die unglückbringende Beschäftigung, die Gott den Menschensöhnen gegeben hat, sich damit zu beschäftigen. 14 Ich sah alle Werke, die unter der Sonne getan wurden, und siehe, alles war Nichtigkeit und ein Haschen nach Wind.

15 Was krumm gemacht ist, kann nicht geradegemacht werden, und was fehlt, kann unmöglich gezählt werden. 16 Ich, ja ich, redete mit meinem Herzen, indem [ich] sprach: „Siehe! Ich selbst habe sehr an Weisheit zugenommen, mehr als irgend jemand, der sich vor mir in Jerusalem befand, und mein Herz, es hat sehr viel Weisheit und Erkenntnis gesehen.“ 17 Und dann gab ich mein Herz hin, um Weisheit zu erkennen und Wahnsinn zu erkennen, und ich habe Narrheit kennengelernt, daß auch dies ein Haschen nach Wind ist. 18 Denn in der Fülle von Weisheit gibt es eine Fülle von Verdruß, so daß, wer Erkenntnis mehrt, Schmerz mehrt.

Prediger 2

2 Ich, ja ich, sprach in meinem Herzen: „Komm doch nun, ich will dich mit Freude erproben. Auch sieh Gutes.“ Und siehe, auch das war Nichtigkeit. 2 Ich sagte zum Lachen: „Unsinn!“ und zur Freude: „Was tut diese?“

3 Ich forschte mit meinem Herzen nach, indem ich mein Fleisch sogar mit Wein erheiterte, während ich mein Herz mit Weisheit leitete, sogar um Narrheit zu erfassen, bis ich sehen könnte, was für Gutes es für die Menschensöhne gab in dem, was sie unter den Himmeln die Zahl der Tage ihres Lebens hindurch taten. 4 Ich unternahm größere Werke. Ich baute mir Häuser; ich pflanzte mir Weingärten. 5 Ich machte mir Gärten und Parkanlagen, und ich pflanzte darin Fruchtbäume von allen Arten. 6 Ich machte mir Wasserteiche, um damit den von Bäumen sprossenden Wald zu bewässern. 7 Ich erwarb Knechte und Mägde, und ich bekam Söhne der Hausgenossen. Auch Viehbestand, Rinder und Kleinviehherden, erlangte ich in großer Menge, mehr als alle, die vor mir in Jerusalem gewesen waren. 8 Ich häufte mir auch Silber und Gold an und Besitz, wie er Königen und den Gerichtsbezirken eigen ist. Ich verschaffte mir Sänger und Sängerinnen und die Wonnen der Menschensöhne, eine Dame, ja Damen. 9 Und ich wurde größer und nahm zu, mehr als irgend jemand, der vor mir in Jerusalem gewesen war. Überdies verblieb mir meine eigene Weisheit.

10 Und irgend etwas, was meine Augen forderten, enthielt ich ihnen nicht vor. Ich hielt mein Herz nicht zurück von irgendwelcher Art Freude, denn mein Herz war freudig wegen all meiner harten Arbeit, und das wurde mein Teil von all meiner harten Arbeit. 11 Und ich, ja ich, wandte mich all meinen Arbeiten zu, die meine Hände getan hatten, und der harten Arbeit, die zu vollbringen ich hart gearbeitet hatte, und siehe, alles war Nichtigkeit und ein Haschen nach Wind, und da war nichts von Vorteil unter der Sonne.

12 Und ich, ja ich, wandte mich, um Weisheit und Wahnsinn und Narrheit zu sehen; denn was kann der Erdenmensch tun, der nach dem König kommt? Das, was die Menschen bereits getan haben. 13 Und ich sah, ja ich, daß es mehr Vorteile gibt für die Weisheit als für die Narrheit, so wie es mehr Vorteile gibt für Licht als für Finsternis.

14 Was irgendeinen Weisen betrifft, er hat seine Augen in seinem Kopf; aber der Unvernünftige wandelt in völliger Finsternis weiter. Und ich habe erkannt, auch ich, daß es eine Zufälligkeit gibt, die allen widerfährt. 15 Und ich selbst sprach in meinem Herzen: „Eine Zufälligkeit gleich der des Unvernünftigen wird mir widerfahren, ja mir.“ Warum denn war ich, ja ich, damals so überaus weise geworden? Und ich redete in meinem Herzen: „Auch das ist Nichtigkeit.“ 16 Denn es gibt nicht mehr Erinnerung an den Weisen als an den Unvernünftigen auf unabsehbare Zeit. In den Tagen, die bereits kommen, ist jeder gewiß vergessen; und wie wird der Weise sterben? Zusammen mit dem Unvernünftigen.

17 Und ich haßte das Leben, weil die Arbeit, die unter der Sonne getan worden ist, von meinem Standpunkt aus unglücklich war, denn alles war Nichtigkeit und ein Haschen nach Wind. 18 Und ich, ja ich, haßte all meine harte Arbeit, an der ich hart arbeitete unter der Sonne, die ich für den Menschen zurückließe, der nach mir da wäre. 19 Und wer ist da, der weiß, ob er sich als weise oder töricht erweisen wird? Doch wird er die Herrschaft übernehmen über all meine harte Arbeit, an der ich hart arbeitete und bei der ich Weisheit bekundete unter der Sonne. Auch das ist Nichtigkeit. 20 Und ich selbst wandte mich, mein Herz verzweifeln zu lassen ob all der harten Arbeit, an der ich unter der Sonne hart gearbeitet hatte. 21 Denn da ist der Mensch, dessen harte Arbeit mit Weisheit und mit Erkenntnis und mit Tüchtigkeit [getan] worden ist, aber einem Menschen, der nicht hart an einer solchen Sache gearbeitet hat, wird der Anteil jenes [Menschen] gegeben werden. Auch das ist Nichtigkeit und ein großes Unglück.

22 Denn was bekommt ein Mensch schließlich für all seine harte Arbeit und für das Streben seines Herzens, womit er hart arbeitet unter der Sonne? 23 Denn alle seine Tage bedeutet seine Beschäftigung Schmerzen und Verdruß, auch während der Nacht legt sein Herz sich einfach nicht nieder. Auch das ist nur Nichtigkeit.

24 Für einen Menschen gibt es nichts Besseres, [als] daß er essen und trinken und seine Seele Gutes sehen lassen sollte wegen seiner harten Arbeit. Auch das habe ich gesehen, ja ich, daß dies von der Hand des [wahren] Gottes her ist. 25 Denn wer ißt und wer trinkt besser als ich?

26 Denn dem Menschen, der vor ihm gut ist, hat er Weisheit und Erkenntnis und Freude gegeben, aber dem Sünder hat er die Beschäftigung gegeben, einzusammeln und zusammenzubringen, lediglich um es dem zu geben, der gut ist vor dem [wahren] Gott. Auch das ist Nichtigkeit und ein Haschen nach Wind.

Prediger 3

3 Für alles gibt es eine bestimmte Zeit, ja eine Zeit für jede Angelegenheit unter den Himmeln: 2 eine Zeit zur Geburt und eine Zeit zum Sterben; eine Zeit zum Pflanzen und eine Zeit, um Gepflanztes auszureißen; 3 eine Zeit zum Töten und eine Zeit zum Heilen; eine Zeit zum Abbrechen und eine Zeit zum Bauen; 4 eine Zeit zum Weinen und eine Zeit zum Lachen; eine Zeit zum Klagen und eine Zeit zum Herumhüpfen; 5 eine Zeit, Steine wegzuwerfen, und eine Zeit, Steine zusammenzubringen; eine Zeit zum Umarmen und eine Zeit, dem Umarmen fernzubleiben; 6 eine Zeit zum Suchen und eine Zeit, [etwas] als verloren aufzugeben; eine Zeit zum Aufbewahren und eine Zeit zum Wegwerfen; 7 eine Zeit zum Zerreißen und eine Zeit zum Zusammennähen; eine Zeit zum Schweigen und eine Zeit zum Reden; 8 eine Zeit zum Lieben und eine Zeit zum Hassen; eine Zeit für Krieg und eine Zeit für Frieden. 9 Welchen Vorteil gibt es für den Tätigen in dem, woran er hart arbeitet?

10 Ich habe die Beschäftigung gesehen, die Gott den Menschensöhnen gegeben hat, mit der sie beschäftigt sein sollen. 11 Alles hat er schön gemacht zu seiner Zeit. Auch die unabsehbare Zeit hat er in ihr Herz gelegt, damit der Mensch das Werk nie herausfinde, das der [wahre] Gott gemacht hat vom Anfang bis zum Ende. 12 Ich habe erkannt, daß es nichts Besseres für sie gibt, als sich zu freuen und zeitlebens Gutes zu tun, 13 und auch, daß jeder Mensch essen und trinken und Gutes sehen sollte für all seine harte Arbeit. Es ist die Gabe Gottes.

14 Ich habe erkannt, daß alles, was der [wahre] Gott macht, auf unabsehbare Zeit währen wird. Es ist nichts hinzuzufügen, und nichts ist davon hinwegzunehmen; sondern der [wahre] Gott selbst hat es gemacht, damit die Menschen sich seinetwegen fürchten.

15 Was geworden ist, es war schon gewesen, und was werden soll, hat sich als bereits gewesen erwiesen, und der [wahre] Gott selbst ist ständig auf der Suche nach dem Verjagten.

16 Und weiter habe ich unter der Sonne den Ort der Rechtsprechung gesehen, wo Bosheit war, und den Ort der Gerechtigkeit, wo Bosheit war. 17 Ich selbst habe in meinem Herzen gesagt: „Der [wahre] Gott wird sowohl den Gerechten als auch den Bösen richten, denn es gibt eine Zeit für jede Angelegenheit und hinsichtlich jedes Werkes dort.“

18 Ich, ja ich, habe in meinem Herzen in Hinsicht auf die Menschensöhne gesagt, daß der [wahre] Gott sie auslesen wird, damit sie sehen können, daß sie an sich Tiere sind. 19 Denn es gibt eine Zufälligkeit hinsichtlich der Menschensöhne und eine Zufälligkeit hinsichtlich des Tieres, und dieselbe Zufälligkeit trifft sie. Wie der eine stirbt, so stirbt der andere; und sie alle haben nur e i n e n Geist, so daß es keine Überlegenheit des Menschen gegenüber dem Tier gibt, denn alles ist Nichtigkeit. 20 Alle gehen an e i n e n Ort. Sie alle sind aus dem Staub geworden, und sie alle kehren zum Staub zurück. 21 Wer ist es, der den Geist der Menschensöhne kennt – ob er aufwärts steigt, und den Geist des Tieres – ob er niederwärts zur Erde steigt? 22 Und ich habe gesehen, daß es nichts Besseres gibt, als daß der Mensch sich an seinen Werken freuen sollte, denn das ist sein Teil; denn wer wird ihn dahin bringen, das anzuschauen, was nach ihm sein wird?

Jule | 06.10.09 | eigene Gedanken zum Geschehen, ergänzender Stoff, Prediger, Text in der Bibel | 10 Comments |