2. Könige 14:26-29

Nun lauf ihr bitte entgegen, und sprich zu ihr: ‚Steht es gut mit dir? Steht es mit deinem Mann gut? Steht es mit dem Kind gut?‘ “ Darauf sagte sie: „Es steht gut.“ 27 Als sie zu dem Mann des [wahren] Gottes zum Berg kam, umfaßte sie ihn sogleich bei den Füßen. Darauf trat Gehasi herzu, um sie wegzustoßen, aber der Mann des [wahren] Gottes sprach: „Laß sie, denn ihre Seele ist bitter in ihrem Innern; und Jehova selbst hat [es] mir verborgen und es mir nicht mitgeteilt.“ 28 Sie sprach nun: „Habe ich durch meinen Herrn um einen Sohn gebeten? Habe ich nicht gesagt: ‚Du sollst mir keine falsche Hoffnung machen.‘?“

29 Sogleich sprach er zu Gehasi: „Gürte deine Lenden, und nimm meinen Stab in deine Hand, und geh. Falls du irgend jemand treffen solltest, sollst du ihn nicht grüßen; und falls jemand dich grüßen sollte, sollst du ihm nicht antworten. Und du sollst meinen Stab auf das Angesicht des Knaben legen.“

Jule | 06.28.09 | 2. Könige, Text in der Bibel | No Comments |

Jona 1 – 4

Kapitel 1

JONA

1 Und das Wort Jehovas begann an Jona, den Sohn Amittais, zu ergehen und lautete: 2 „Mach dich auf, geh nach Ninive, der großen Stadt, und ruf gegen sie aus, daß ihre Schlechtigkeit vor mich heraufgekommen ist.“

3 Und Jona machte sich dann auf und lief weg nach Tarschisch, von Jehova hinweg; und er kam schließlich nach Joppe hinab und fand ein Schiff, das nach Tarschisch fuhr. So zahlte er seinen Fahrpreis und stieg in dasselbe hinab, um mit ihnen nach Tarschisch zu fahren, von Jehova hinweg.

4 Und Jehova selbst schleuderte einen großen Wind auf das Meer, und es entstand ein großer Sturm auf dem Meer; und was das Schiff betrifft, es drohte zu zerschellen. 5 Und die Seeleute begannen sich zu fürchten und um Hilfe zu rufen, jeder zu seinem Gott. Und fortwährend schleuderten sie die Geräte, die sich im Schiff befanden, aufs Meer hinaus, um [es] davon zu erleichtern. Jona aber war in das Innerste des mit einem Deck versehenen Schiffes hinabgestiegen, und er legte sich dann hin und schlief fest ein. 6 Schließlich trat der Schiffskapitän an ihn heran und sprach zu ihm: „Was ist denn mit dir, Schläfer? Steh auf, ruf deinen Gott an! Vielleicht wird der [wahre] Gott zeigen, daß er sich unser annimmt, und wir werden nicht zugrunde gehen.“

7 Und sie begannen zueinander zu sagen: „Kommt, und laßt uns Lose werfen, damit wir erkennen, um wessentwillen wir dieses Unglück haben.“ Und sie warfen fortgesetzt Lose, und schließlich fiel das Los auf Jona. 8 Da sprachen sie zu ihm: „Teile uns doch bitte mit, um wessentwillen wir dieses Unglück haben. Was ist deine Arbeit, und woher kommst du? Welches ist dein Land, und von welchem Volk bist du?“

9 Darauf sagte er zu ihnen: „Ich bin ein Hebräer, und Jehova, den Gott der Himmel, fürchte ich, DEN, der das Meer und das trockene Land gemacht hat.“

10 Und die Männer begannen sich sehr zu fürchten, und sie sprachen weiter zu ihm: „Was hast du da getan?“ Denn die Männer hatten erkannt, daß er von Jehova weglief, denn er hatte [es] ihnen mitgeteilt. 11 Schließlich sagten sie zu ihm: „Was sollten wir mit dir tun, damit sich das Meer für uns beruhigt?“ Denn das Meer wurde immer stürmischer. 12 Da sprach er zu ihnen: „Hebt mich auf, und werft mich ins Meer, und das Meer wird sich für euch beruhigen; denn ich weiß, daß meinetwegen dieser große Sturm über euch [gekommen] ist.“ 13 Aber die Männer versuchten, sich durchzuarbeiten, um [das Schiff] ans trockene Land zurückzubringen; doch sie konnten [es] nicht, denn das Meer wurde immer stürmischer gegen sie.

14 Und sie riefen dann zu Jehova und sagten: „Ach, nun, o Jehova, mögen wir bitte nicht zugrunde gehen wegen der Seele dieses Mannes! Und lege nicht unschuldiges Blut auf uns, da du selbst, o Jehova, gemäß dem getan hast, woran du Gefallen gehabt hast!“ 15 Dann hoben sie Jona auf und warfen ihn ins Meer; und das Meer hielt sodann ein in seinem Wüten. 16 Darauf begannen die Männer, Jehova sehr zu fürchten, und so brachten sie Jehova ein Schlachtopfer dar und legten Gelübde ab.

17 Nun bestellte Jehova einen großen Fisch, um Jona zu verschlingen, so daß Jona schließlich drei Tage und drei Nächte im Innern des Fisches war.

Kapitel 2

2 Dann betete Jona zu Jehova, seinem Gott, aus dem Innern des Fisches 2 und sprach:

„Aus meiner Bedrängnis rief ich zu Jehova, und er antwortete mir dann.
Aus dem Bauch des Scheols schrie ich um Hilfe.
Du hörtest meine Stimme.

3 Als du mich [in] die Tiefen warfst, ins Herz des offenen Meeres,
Da umgab mich gar ein Strom.
All deine Brandungen und deine Wellen – über mich gingen sie hinweg.

4 Und was mich betrifft, so sagte ich: ‚Ich bin vertrieben worden, von deinen Augen hinweg!
Wie werde ich wieder deinen heiligen Tempel anschauen?‘

5 Wasser umgaben mich bis an die Seele; die Wassertiefe selbst umschloß mich fortwährend.
Seegras wand sich um mein Haupt.

6 Zu den Gründen der Berge fuhr ich hinab.
Was die Erde betrifft, ihre Riegel waren über mir auf unabsehbare Zeit.
Aber aus der Grube brachtest du dann mein Leben herauf, o Jehova, mein Gott.

7 Als meine Seele in mir schwach wurde, war Jehova es, dessen ich gedachte.
Dann kam mein Gebet zu dir in deinen heiligen Tempel.

8 Was die betrifft, die auf die Götzen der Unwahrheit achten, sie verlassen ihre eigene liebende Güte.

9 Aber was mich betrifft, mit der Stimme der Danksagung will ich dir opfern.
Was ich gelobt habe, will ich bezahlen. Rettung gehört Jehova.“

10 Mit der Zeit befahl Jehova dem Fisch, so daß er Jona auf das trockene Land ausspie.

Kapitel 3

3 Dann erging das Wort Jehovas an Jona zum zweiten Mal und lautete: 2 „Mach dich auf, geh nach Ninive, der großen Stadt, und ruf ihr die Verkündigung aus, die ich zu dir rede.“

3 Darauf machte sich Jona auf und ging nach Ninive gemäß dem Wort Jehovas. Ninive nun erwies sich als eine für Gott große Stadt, mit einer Wegstrecke von drei Tagen. 4 Schließlich begann Jona, in die Stadt hineinzugehen, die Wegstrecke von einem Tag, und er rief ständig aus und sprach: „Nur noch vierzig Tage, und Ninive wird umgekehrt werden.“

5 Und die Männer von Ninive begannen an Gott zu glauben, und sie riefen dann ein Fasten aus und legten Sacktuch an, von ihrem Größten selbst bis zu ihrem Geringsten. 6 Als das Wort den König von Ninive erreichte, da stand er von seinem Thron auf und legte sein Amtsgewand ab und bedeckte sich mit Sacktuch und setzte sich in die Asche. 7 Ferner erließ er den Ruf, und er ließ es in Ninive durch den Erlaß des Königs und seiner Großen sagen, indem [er] sprach:

„Kein Mensch und kein Haustier, kein Großvieh und kein Kleinvieh sollte überhaupt irgend etwas [an Speise] kosten. Niemand sollte Nahrung [zu sich] nehmen. Auch Wasser sollten sie nicht trinken. 8 Und mögen sie sich mit Sacktuch bedecken, Mensch und Haustier; und mögen sie mit Macht zu Gott rufen und umkehren, jeder von seinem schlechten Weg und von der Gewalttat, die an ihren Händen war. 9 Wer weiß, ob sich der [wahre] Gott umwenden und tatsächlich Bedauern empfinden und von seiner Zornglut umkehren mag, so daß wir nicht zugrunde gehen?“

10 Und der [wahre] Gott bekam ihre Werke zu sehen, daß sie von ihrem schlechten Weg umgekehrt waren; und so empfand der [wahre] Gott Bedauern über das Unglück, das ihnen antun zu lassen er geredet hatte; und er ließ [es] nicht tun.

Kapitel 4

4 Jona aber mißfiel das sehr, und er entbrannte von Zorn. 2 Daher betete er zu Jehova und sprach: „Ach, nun, o Jehova, war das nicht meine Angelegenheit, während ich mich auf meinem eigenen Boden befand? Darum kam ich [dem] zuvor und lief weg nach Tarschisch; denn ich wußte, daß du ein Gott bist, gnädig und barmherzig, langsam zum Zorn und überströmend an liebender Güte und der Bedauern empfindet über das Unglück. 3 Und nun, o Jehova, nimm bitte meine Seele von mir, denn es ist besser, daß ich sterbe, als daß ich am Leben bin.“

4 Darauf sprach Jehova: „Bist du mit Recht von Zorn entbrannt?“

5 Dann ging Jona aus der Stadt hinaus und setzte sich östlich der Stadt nieder; und er machte sich dort nach und nach eine Hütte, damit er darunter im Schatten säße, bis er sähe, was aus der Stadt werden würde. 6 Dementsprechend bestellte Jehova Gott eine Flaschenkürbispflanze, daß sie über Jona aufgehen sollte, um über seinem Haupt zum Schatten zu werden, um ihn von seinem unglücklichen Zustand zu befreien. Und Jona begann sich über die Flaschenkürbispflanze sehr zu freuen.

7 Aber der [wahre] Gott bestellte beim Aufsteigen der Morgenröte am nächsten Tag einen Wurm, damit er die Flaschenkürbispflanze steche; und sie verdorrte allmählich. 8 Und es geschah, sobald die Sonne aufleuchtete, daß Gott dann auch einen sengenden Ostwind bestellte, und die Sonne stach Jona unablässig aufs Haupt, so daß er in Ohnmacht fiel; und er bat fortwährend, daß seine Seele sterbe, und er sagte wiederholt: „Daß ich dahinsterbe, ist besser, als daß ich am Leben bin.“

9 Und Gott sprach dann zu Jona: „Bist du mit Recht von Zorn entbrannt über die Flaschenkürbispflanze?“

Darauf sagte er: „Ich bin mit Recht von Zorn entbrannt bis zum Tod.“ 10 Aber Jehova sprach: „Dir deinerseits tat es um die Flaschenkürbispflanze leid, um die du dich nicht mühtest und die du nicht großzogst, die sich als bloßes Gewächs einer Nacht erwies und als bloßes Gewächs einer Nacht zugrunde ging. 11 Und sollte es mir meinerseits nicht leid tun um Ninive, die große Stadt, in der mehr als einhundertzwanzigtausend Menschen am Dasein sind, die nicht einmal den Unterschied zwischen ihrer Rechten und ihrer Linken kennen, dazu viele Haustiere?“

Jule | 06.27.09 | eigene Gedanken zum Geschehen, Jona, Text in der Bibel | 15 Comments |

2. Könige 14:21 – 25

Dann nahm das ganze Volk von Juda Asarja, der damals sechzehn Jahre alt war, und sie machten ihn zum König an seines Vaters Amazja Statt. 22 Er war es, der Elath baute und es dann an Juda zurückbrachte, nachdem sich der König zu seinen Vorvätern gelegt hatte.

23 Im fünfzehnten Jahr Amazjas, des Sohnes des Joas, des Königs von Juda, wurde Jerobeam, der Sohn des Joas, des Königs von Israel, König in Samaria für einundvierzig Jahre. 24 Und er tat weiterhin, was böse war in Jehovas Augen. Er wich nicht von allen Sünden Jerobeams, des Sohnes Nebats, mit denen er Israel veranlaßt hatte zu sündigen. 25 Er war es, der die Grenze Israels vom Eingang nach Hamath bis zum Meer der Araba wiederherstellte, nach dem Wort Jehovas, des Gottes Israels, der durch seinen Knecht Jona, den Sohn Amittais, den Propheten, der von Gath-Hepher war, geredet hatte.

Jule | 06.27.09 | 2. Könige, Text in der Bibel | No Comments |

Joel 1 – 3

Kapitel 1

JOEL

1 Das Wort Jehovas, das an Joel, den Sohn Pethuëls, erging:

2 „Hört dies, ihr älteren Männer, und schenkt Gehör, all ihr Bewohner des Landes. Ist dies in euren Tagen geschehen oder auch in den Tagen eurer Vorväter? 3 Erstattet darüber euren eigenen Söhnen Bericht und eure Söhne ihren Söhnen und ihre Söhne der folgenden Generation. 4 Was die Raupe übrigließ, hat die Heuschrecke gefressen; und was die Heuschrecke übrigließ, hat die kriechende, ungeflügelte Heuschrecke gefressen; und was die kriechende, ungeflügelte Heuschrecke übriggelassen hat, hat der Kakerlak gefressen.

5 Wacht auf, ihr Trunkenbolde, und weint; und heult, all ihr Weintrinker, wegen des süßen Weines, denn weggetilgt ist er von eurem Mund. 6 Denn da ist eine Nation, die in mein Land heraufgekommen ist, mächtig und ohne Zahl. Ihre Zähne sind die Zähne eines Löwen, und sie hat die Kinnladen eines Löwen. 7 Sie hat meinen Weinstock zu einem Gegenstand des Entsetzens gemacht und meinen Feigenbaum zu einem Stumpf. Sie hat ihn ganz bestimmt abgeschält und [ihn] weggeworfen. Seine Ranken sind weiß geworden. 8 Wehklage, wie es eine mit Sacktuch gegürtete Jungfrau um den Besitzer ihrer Jugend tut.

9 Getreideopfer und Trankopfer sind weggetilgt vom Haus Jehovas; die Priester, die Diener Jehovas, haben getrauert. 10 [Das] Feld ist verheert worden, [der] Erdboden ist in Trauer geraten; denn [das] Korn ist verheert worden, [der] neue Wein ist vertrocknet, [das] Öl ist dahingeschwunden. 11 Landwirte sind beschämt; Winzer haben geheult wegen des Weizens und wegen der Gerste; denn die Ernte des Feldes ist zugrunde gegangen. 12 Selbst der Weinstock hat Dürre angezeigt, und auch der Feigenbaum ist dahingewelkt. Was [den] Granatapfelbaum betrifft, auch [die] Palme und [den] Apfelbaum, alle Bäume des Feldes, sie sind verdorrt; denn [das] Frohlocken ist von den Menschensöhnen beschämt weggegangen.

13 Gürtet euch, und schlagt euch an die Brust, ihr Priester. Heult, ihr Diener des Altars. Kommt herein, verbringt die Nacht in Sacktuch, ihr Diener meines Gottes; denn dem Haus eures Gottes sind Getreideopfer und Trankopfer vorenthalten worden. 14 Heiligt eine Zeit des Fastens. Beruft eine feierliche Versammlung ein. Versammelt [die] älteren Männer, alle Bewohner des Landes, zum Haus Jehovas, eures Gottes, und schreit zu Jehova um Hilfe.

15 Ach über den Tag! Denn der Tag Jehovas ist nahe, und wie eine Verheerung vom Allmächtigen wird er kommen! 16 Ist nicht selbst Speise direkt vor unseren Augen weggetilgt worden, vom Haus unseres Gottes Freude und Frohlocken? 17 Dörrfeigen sind unter ihren Schaufeln zusammengeschrumpft. Vorratshäuser sind verödet worden. Scheunen sind niedergerissen worden, denn [das] Getreide ist ausgedörrt. 18 O wie das Haustier geseufzt hat! [Wie] die Rinderherden in Verwirrung umhergeirrt sind! Denn es gibt keine Weide für sie. Auch sind es die Schafherden gewesen, die Schuld tragen mußten.

19 Zu dir, o Jehova, werde ich rufen; denn Feuer selbst hat die Weidegründe der Wildnis verzehrt, und sogar eine Flamme hat alle Bäume des Feldes verzehrt. 20 Auch die Tiere des Feldes lechzen fortwährend nach dir, denn die Wasserkanäle sind ausgetrocknet, und Feuer selbst hat die Weidegründe der Wildnis verzehrt.“

Kapitel 2

2 „Blast das Horn in Zion, und erhebt ein Kriegsgeschrei auf meinem heiligen Berg. Mögen alle Bewohner des Landes erbeben; denn der Tag Jehovas kommt, denn er ist nahe! 2 Es ist ein Tag der Finsternis und Dunkelheit, ein Tag der Wolken und des dichten Dunkels, wie Licht der Morgenröte ausgebreitet über den Bergen.

Da ist ein zahlreiches und mächtiges Volk; eines gleich ihm ist nicht ins Dasein gebracht worden von der unabsehbaren Vergangenheit an, und nach ihm wird keines wieder sein bis in die Jahre von Generation zu Generation. 3 Vor ihm her hat Feuer verzehrt, und hinter ihm verzehrt eine Flamme. Wie der Garten Eden ist das Land vor ihm; hinter ihm aber ist es eine öde Wüstenei, und es hat sich auch erwiesen, daß nichts davon entrinnt.

4 Sein Aussehen ist wie das Aussehen von Rossen, und wie Reitpferde, so rennen sie unablässig. 5 Wie mit dem Geräusch von Wagen auf den Gipfeln der Berge hüpfen sie unablässig, wie mit dem Geräusch eines flammenden Feuers, das Stoppeln verzehrt. Es ist wie ein mächtiges Volk, in Schlachtordnung aufgestellt. 6 Seinetwegen werden sich Völker winden vor Schmerzen. Was alle Gesichter betrifft, sie werden gewiß [vor Erregung] erglühen.

7 Wie starke Männer laufen sie. Wie Kriegsmänner ersteigen sie eine Mauer. Und sie gehen ein jeder auf seinen eigenen Wegen, und sie ändern ihre Pfade nicht. 8 Und sie stoßen einander nicht. Wie ein kräftiger Mann in seinem Lauf gehen sie unablässig; und sollten einige auch unter den Geschossen fallen, brechen die [anderen] den Lauf nicht ab.

9 In die Stadt stürmen sie. Auf die Mauer rennen sie. Die Häuser ersteigen sie. Durch die Fenster gehen sie hinein wie der Dieb. 10 Davor erbebt [das] Land, [die] Himmel haben gewankt. Sogar Sonne und Mond haben sich verfinstert, und die Sterne, sie haben ihren Glanz zurückgezogen. 11 Und Jehova selbst wird gewiß seine Stimme vor seiner Streitmacht her erschallen lassen, denn sein Lager ist sehr zahlreich. Denn er, der sein Wort ausführt, ist mächtig; denn der Tag Jehovas ist groß und sehr furchteinflößend, und wer kann ihn aushalten?“

12 „Und auch jetzt“, ist der Ausspruch Jehovas, „kehrt um zu mir mit eurem ganzen Herzen und mit Fasten und mit Weinen und mit Klagen. 13 Und zerreißt eure Herzen und nicht eure Kleider; und kehrt um zu Jehova, eurem Gott, denn er ist gnädig und barmherzig, langsam zum Zorn und überströmend an liebender Güte, und er wird gewiß Bedauern empfinden wegen des Unglücks. 14 Wer ist da, der weiß, ob er sich umwenden und tatsächlich Bedauern empfinden und danach Segen zurücklassen wird, ein Getreideopfer und ein Trankopfer für Jehova, euren Gott?

15 O blast das Horn in Zion. Heiligt eine Zeit des Fastens. Beruft eine feierliche Versammlung ein. 16 Versammelt [das] Volk. Heiligt eine Versammlung. Bringt [die] alten Männer zusammen. Versammelt Kinder und die an den Brüsten saugen. [Der] Bräutigam gehe aus seiner Innenkammer und [die] Braut aus ihrem Hochzeitsgemach.

17 Zwischen der Vorhalle und dem Altar mögen die Priester, die Diener Jehovas, weinen und sprechen: ‚Laß es dir doch leid sein, o Jehova, um dein Volk, und gib dein Erbteil nicht der Schmach hin, so daß Nationen über sie herrschen. Warum sollte man unter den Völkern sagen: „Wo ist ihr Gott?“?‘ 18 Und Jehova wird für sein Land eifern und wird seinem Volk Mitleid erweisen. 19 Und Jehova wird antworten und zu seinem Volk sprechen: ‚Siehe, ich sende euch das Korn und den neuen Wein und das Öl, und ihr werdet euch gewiß davon sättigen; und ich werde euch nicht mehr der Schmach unter den Nationen hingeben. 20 Und den Nordischen werde ich von euch weit entfernen, und ich werde ihn tatsächlich in ein wasserloses Land und eine wüste Einöde versprengen, mit seinem Gesicht zum östlichen Meer und seinem hinteren Teil zum westlichen Meer. Und sein Gestank wird gewiß aufsteigen, und der üble Geruch von ihm wird ständig aufsteigen; denn ER wird tatsächlich Großes tun in dem, was ER tut.‘

21 Sei nicht furchtsam, o Erdboden. Frohlocke und freue dich; denn Jehova wird tatsächlich Großes tun in dem, was ER tut. 22 Seid nicht furchtsam, ihr Tiere des freien Feldes, denn die Weidegründe der Wildnis werden bestimmt grünen. Denn der Baum wird tatsächlich seinen Fruchtertrag geben. Der Feigenbaum und der Weinstock sollen ihre leistungsfähige Kraft geben. 23 Und ihr, Söhne Zions, frohlockt und freut euch in Jehova, eurem Gott; denn er wird euch ganz bestimmt den Herbstregen in rechtem Maß geben, und er wird einen Regenguß auf euch herabsenden, Herbstregen und Frühlingsregen, wie zuerst. 24 Und die Dreschtennen sollen voll werden von [gereinigtem] Getreide, und die Kelterkufen sollen überfließen von neuem Wein und Öl. 25 Und ich will euch Ersatz leisten für die Jahre, die die Heuschrecke, die kriechende, ungeflügelte Heuschrecke und der Kakerlak und die Raupe gefressen haben, meine große Streitmacht, die ich unter euch gesandt habe. 26 Und ihr werdet gewiß essen, essen und satt werden, und ihr werdet ganz bestimmt den Namen Jehovas, eures Gottes, preisen, der so wunderbar mit euch gehandelt hat; und mein Volk wird nicht auf unabsehbare Zeit beschämt sein. 27 Und ihr werdet erkennen müssen, daß ich in der Mitte Israels bin und daß ich Jehova bin, euer Gott, und es keinen anderen gibt. Und mein Volk wird nicht auf unabsehbare Zeit beschämt sein.

28 Und danach soll es geschehen, daß ich meinen Geist auf Fleisch von jeder Art ausgießen werde, und eure Söhne und eure Töchter werden tatsächlich prophezeien. Was eure alten Männer betrifft, Träume werden sie haben. Was eure jungen Männer betrifft, Visionen werden sie sehen. 29 Und sogar auf die Knechte und auf die Mägde werde ich in jenen Tagen meinen Geist ausgießen.

30 Und ich will Wunder geben in den Himmeln und auf der Erde, Blut und Feuer und Rauchsäulen. 31 Sogar die Sonne wird in Finsternis verwandelt werden und der Mond in Blut vor dem Kommen des großen und furchteinflößenden Tages Jehovas. 32 Und es soll geschehen, daß jeder, der den Namen Jehovas anruft, sicher davonkommen wird; denn auf dem Berg Zion und in Jerusalem werden die Entronnenen sein, so wie Jehova gesprochen hat, und unter den Überlebenden, die Jehova beruft.“

Kapitel 3

3 „Denn siehe, in jenen Tagen und in jener Zeit, wenn ich die Gefangenen Judas und Jerusalems zurückführen werde, 2 will ich auch alle Nationen zusammenbringen und sie zur Tiefebene Josaphat hinabführen; und ich will dort mit ihnen ins Gericht gehen wegen meines Volkes und meines Erbteils Israel, das sie unter die Nationen zerstreuten; und mein Land verteilten sie. 3 Und über mein Volk warfen sie ständig Lose; und sie gaben gewöhnlich das männliche Kind um eine Prostituierte, und das weibliche Kind verkauften sie um Wein, damit sie trinken konnten.

4 Und auch ihr, o Tyrus und Sidon und all ihr Gegenden von Philistaa, was habt ihr mit mir zu tun? Ist das die Behandlung, die ihr mir vergeltet? Und wenn ihr mich so behandelt, werde ich eure Behandlung schnell, eilends auf euer Haupt zurückzahlen. 5 Weil ihr mein eigenes Silber und mein eigenes Gold genommen und ihr meine eigenen begehrenswerten, guten Dinge in eure Tempel gebracht habt 6 und ihr die Söhne Judas und die Söhne Jerusalems an die Söhne der Griechen verkauft habt, um sie weit von ihrem eigenen Gebiet zu entfernen, 7 siehe, ich wecke sie auf, [damit sie] von dem Ort [kommen], wohin ihr sie verkauft habt, und ich will eure Behandlung auf euer eigenes Haupt zurückzahlen. 8 Und ich will eure Söhne und eure Töchter in die Hand der Söhne Judas verkaufen, und sie sollen sie den Männern von Scheba verkaufen, einer fernen Nation; denn Jehova selbst hat [es] geredet.

9 Ruft dies aus unter den Nationen: ‚Heiligt Krieg! Weckt die starken Männer auf! Laßt sie heranrücken! Laßt sie heraufkommen, alle Kriegsmänner! 10 Schmiedet eure Pflugscharen zu Schwertern und eure Winzermesser zu Lanzen. Was den Schwachen betrifft, er spreche: „Ich bin ein starker Mann.“ 11 Leistet Hilfe und kommt, all ihr Nationen ringsum, und tut euch zusammen.‘ “

An jenen Ort, o Jehova, bring deine Starken hinab.

12 „Mögen die Nationen aufgeweckt werden und heraufkommen zur Tiefebene Josaphat; denn dort werde ich sitzen, um alle Nationen ringsum zu richten.

13 Legt eine Sichel an, denn die Ernte ist reif geworden. Kommt, steigt herab, denn [die] Weinkelter ist voll geworden. Die Kelterkufen fließen tatsächlich über; denn ihre Schlechtigkeit ist ausnehmend groß geworden. 14 Mengen, Mengen sind in der Tiefebene der Entscheidung, denn nahe ist der Tag Jehovas in der Tiefebene der Entscheidung. 15 Sonne und Mond, sie werden sich gewiß verfinstern, und die Sterne, sie werden ihren Glanz tatsächlich zurückziehen. 16 Und Jehova wird aus Zion brüllen, und aus Jerusalem wird er seine Stimme erschallen lassen. Und Himmel und Erde werden gewiß erbeben; aber Jehova wird eine Zuflucht sein für sein Volk und eine Festung für die Söhne Israels. 17 Und ihr werdet erkennen müssen, daß ich Jehova bin, euer Gott, der ich auf Zion, meinem heiligen Berg, weile. Und Jerusalem soll eine heilige Stätte werden; und was Fremde betrifft, sie werden es nicht mehr durchziehen.

18 Und es soll geschehen an jenem Tag, daß die Berge von süßem Wein triefen werden, und die Hügel, sie werden von Milch fließen, und sogar alle Flußbetten Judas werden von Wasser fließen. Und ein Quell wird vom Haus Jehovas ausgehen, und er soll das Akazien-Wildbachtal bewässern.  19 Was Ägypten betrifft, eine wüste Einöde wird es werden; und was Edom betrifft, zur Wildnis einer wüsten Einöde wird es werden wegen der Gewalttat an den Söhnen Judas, in deren Land sie unschuldiges Blut vergossen. 20 Was aber Juda betrifft, es wird auf unabsehbare Zeit bewohnt werden und Jerusalem Generation um Generation. 21 Und ich will ihr Blut, das ich nicht für schuldlos erachtet hatte, als schuldlos erachten; und Jehova wird in Zion weilen.“

Jule | 06.26.09 | eigene Gedanken zum Geschehen, Joel, Text in der Bibel | 11 Comments |

2. Könige 11 – 14:20

Kapitel 11

11 Was nun Athalja, die Mutter Ahasjas, betrifft, so sah sie, daß ihr Sohn gestorben war. Da machte sie sich auf und vernichtete die ganze Nachkommenschaft des Königtums. 2 Indes nahm Jehoscheba, die Tochter des Königs Joram, die Schwester Ahasjas, Joas, den Sohn Ahasjas, und stahl ihn mitten aus den Königssöhnen hinweg, die zu Tode gebracht werden sollten, ja [tat] ihn und seine Amme in die Innenkammer für die Ruhebetten, und sie hielten ihn vor dem Angesicht Athaljas verborgen, und er wurde nicht zu Tode gebracht. 3 Und er blieb bei ihr im Haus Jehovas sechs Jahre lang versteckt, während Athalja über das Land regierte.

4 Und im siebten Jahr sandte Jehojada hin und nahm dann die Obersten der Hundertschaften der Kariër-Leibwache und der Läufer und brachte sie zu sich in das Haus Jehovas und schloß einen Bund mit ihnen und ließ sie im Haus Jehovas schwören, worauf er ihnen den Sohn des Königs zeigte. 5 Und er gebot ihnen weiter, indem [er] sprach: „Dies ist die Sache, die ihr tun werdet: Ein Drittel von euch geht am Sabbat hinein und hält streng Wache über das Haus des Königs; 6 und ein Drittel wird am Grundtor sein, und ein Drittel wird am Tor hinter den Läufern sein; und abwechselnd sollt ihr über das Haus streng Wache halten. 7 Und da sind zwei Abteilungen unter euch, die alle am Sabbat abtreten, und sie sollen im Interesse des Königs streng Wache halten über das Haus Jehovas. 8 Und ihr sollt den König rings umgeben, jeder mit seinen Waffen in seiner Hand; und irgendeiner, der in die Reihen eintritt, wird zu Tode gebracht werden. Und bleibt beim König, wenn er hinausgeht und wenn er hineingeht.“

9 Und die Obersten der Hundertschaften gingen daran, nach allem zu tun, was Jehojada, der Priester, geboten hatte. So nahmen sie ein jeder seine Männer, die am Sabbat hineingingen, samt denen, die am Sabbat hinausgingen, und kamen dann zu Jehojada, dem Priester, herein. 10 Der Priester gab nun den Obersten der Hundertschaften die Speere und die Rundschilde, die dem König David gehört hatten, welche im Haus Jehovas waren. 11 Und die Läufer blieben stehen, ein jeder mit seinen Waffen in der Hand, von der rechten Seite des Hauses bis zur linken Seite des Hauses, beim Altar und beim Haus, rings um den König her. 12 Dann führte er den Sohn des Königs heraus und setzte ihm das Diadem auf und das ZEUGNIS; und so machten sie ihn zum König und salbten ihn. Und sie begannen in die Hände zu klatschen und zu sagen: „Es lebe der König!“

13 Als Athalja den Schall der rennenden Leute hörte, kam sie sogleich zum Volk in das Haus Jehovas. 14 Dann sah sie, und da stand der König bei der Säule, gemäß dem Brauch, und die Obersten und die Trompeten beim König, und alles Volk des Landes freute sich und blies die Trompeten. Sogleich zerriß Athalja ihre Kleider und begann zu rufen: „Verschwörung! Verschwörung!“ 15 Aber Jehojada, der Priester, gebot den Obersten der Hundertschaften, den über die Streitmacht Bestellten, und sprach zu ihnen: „Führt sie aus der Mitte der Reihen heraus, und wer ihr nachgeht, den richte man mit dem Schwert hin!“ Denn der Priester hatte gesagt: „Sie möge nicht im Haus Jehovas zu Tode gebracht werden.“ 16 Da legten sie Hand an sie, und sie kam auf dem Weg des Roßeingangs des Königshauses, und sie wurde dort zu Tode gebracht.

17 Dann schloß Jehojada den Bund zwischen Jehova und dem König und dem Volk, daß sie sich als das Volk Jehovas erweisen sollten, und auch zwischen dem König und dem Volk. 18 Danach kam alles Volk des Landes zum Haus Baals und riß seine Altäre nieder; und seine Bilder zerbrachen sie vollständig, und Mattan, den Priester Baals, töteten sie vor den Altären.

Und der Priester ging daran, Aufseher über das Haus Jehovas zu setzen. 19 Ferner nahm er die Obersten der Hundertschaften und die Kariër-Leibwache und die Läufer und alles Volk des Landes, damit sie den König vom Haus Jehovas hinabführten; und sie kamen allmählich auf dem Weg des Läufertors zum Haus des Königs; und er begann auf dem Thron der Könige zu sitzen. 20 Und alles Volk des Landes freute sich weiterhin; und die Stadt ihrerseits hatte Ruhe, und Athalja selbst hatte man mit dem Schwert beim Haus des Königs zu Tode gebracht.

21 Sieben Jahre alt war Joas, als er zu regieren begann.

Kapitel 12

12 Im siebten Jahr Jehus wurde Joas König, und er regierte vierzig Jahre lang in Jerusalem. Und der Name seiner Mutter war Zibja aus Beërscheba. 2 Und Joas tat fortwährend, was recht war in Jehovas Augen, alle seine Tage, da Jehojada, der Priester, ihn unterwies. 3 Nur die Höhen, sie verschwanden nicht. Das Volk opferte und räucherte immer noch auf den Höhen.

4 Und Joas sprach dann zu den Priestern: „Alles Geld für die heiligen Opfergaben, das zum Haus Jehovas gebracht wird, das Geld, wozu ein jeder veranschlagt wird, das Geld für die Seelen nach der Schätzung des einzelnen, alles Geld, das zum Haus Jehovas zu bringen in jemandes Herz [der Wunsch] aufsteigt, 5 mögen die Priester für sich nehmen, jeder von seinem Bekannten; und laßt sie ihrerseits die Risse des Hauses ausbessern, wo immer sich irgendein Riß findet.“

6 Und es geschah, daß die Priester bis zum dreiundzwanzigsten Jahr des Königs Joas die Risse des Hauses noch nicht ausgebessert hatten. 7 Da rief König Joas den Priester Jehojada und die Priester und sagte zu ihnen: „Wie kommt es, daß ihr die Risse des Hauses nicht ausbessert? Nun denn, nehmt kein Geld mehr von euren Bekannten entgegen, sondern ihr solltet es für die Risse des Hauses hergeben.“ 8 Darauf willigten die Priester ein, kein Geld mehr von dem Volk zu nehmen und die Risse des Hauses nicht auszubessern.

9 Jehojada, der Priester, nahm nun einen Kasten und bohrte ein Loch in dessen Deckel und stellte ihn neben den Altar zur Rechten, wenn jemand in das Haus Jehovas kommt, und dorthin legten die Priester, die Türhüter, alles Geld, das in das Haus Jehovas gebracht wurde. 10 Und es geschah, sobald sie sahen, daß sehr viel Geld im Kasten war, daß der Sekretär des Königs und der Hohepriester heraufzukommen pflegten, und sie banden es jeweils zusammen und zählten das Geld, das sich im Haus Jehovas fand. 11 Und sie übergaben das Geld, das abgezählt worden war, den Händen derer, die das Werk taten, welche über das Haus Jehovas bestellt waren. Sie ihrerseits zahlten es den Holzarbeitern aus und den Bauleuten, die am Haus Jehovas arbeiteten, 12 und den Maurern und den Steinhauern und um Holz und behauene Steine zur Ausbesserung der Risse des Hauses Jehovas zu kaufen und für alles, was für das Haus ausgelegt wurde, um es auszubessern.

13 Nur wurden, was das Haus Jehovas betrifft, keine Becken aus Silber, Lichtscheren, Schalen, Trompeten, keinerlei Gegenstände aus Gold und Gegenstände aus Silber von dem Geld gemacht, das in das Haus Jehovas gebracht wurde; 14 denn man gab es jeweils denen, die das Werk taten, und sie besserten damit das Haus Jehovas aus. 15 Und man pflegte mit den Männern, in deren Hand man das Geld gewöhnlich gab, um es denen zu geben, die das Werk taten, nicht abzurechnen, denn mit Treue arbeiteten diese. 16 Was das Geld für Schuldopfer und das Geld für Sündopfer betrifft, es wurde nicht in das Haus Jehovas gebracht. So wurde es den Priestern zu eigen.

17 Damals war es, daß Hasaël, der König von Syrien, daranging, hinaufzuziehen und gegen Gath zu kämpfen und es einzunehmen, wonach Hasaël sein Angesicht darauf richtete, gegen Jerusalem hinaufzuziehen. 18 Darauf nahm Joas, der König von Juda, alle heiligen Opfergaben, die Josaphat und Joram und Ahasja, seine Vorväter, die Könige von Juda, geheiligt hatten, und seine eigenen heiligen Opfergaben und alles Gold, das sich in den Schätzen des Hauses Jehovas und im Haus des Königs fand, und sandte es Hasaël, dem König von Syrien. Da zog er von Jerusalem ab.

19 Was das übrige der Angelegenheiten des Joas und alles, was er getan hat, betrifft, ist es nicht aufgeschrieben in dem Buch der Angelegenheiten der Tage der Könige von Juda? 20 Aber seine Diener erhoben sich und taten sich zu einer Verschwörung zusammen und schlugen Joas im Haus des Walls nieder, [an dem Weg,] der nach Silla hinabgeht. 21 Und Josachar, der Sohn Schimeaths, und Jehosabad, der Sohn Schomers, seine Diener, die schlugen ihn nieder, so daß er starb. Danach begruben sie ihn bei seinen Vorvätern in der Stadt Davids; und Amazja, sein Sohn, begann an seiner Statt zu regieren.

Kapitel 13

13 Im dreiundzwanzigsten Jahr des Joas, des Sohnes Ahasjas, des Königs von Juda, wurde Jehoahas, der Sohn Jehus, König über Israel in Samaria für siebzehn Jahre. 2 Und er tat fortgesetzt, was böse war in Jehovas Augen, und wandelte dann der Sünde Jerobeams, des Sohnes Nebats, nach, mit der er Israel zu sündigen veranlaßt hatte. Er wich nicht davon ab. 3 Und Jehovas Zorn entbrannte gegen Israel, so daß er sie in die Hand Hasaëls, des Königs von Syrien, und in die Hand Ben-Hadads, des Sohnes Hasaëls, gab alle ihre Tage.

4 Mit der Zeit besänftigte Jehoahas das Angesicht Jehovas, so daß Jehova auf ihn hörte; denn er hatte die Bedrückung Israels gesehen, weil der König von Syrien sie bedrückt hatte. 5 Demzufolge gab Jehova Israel einen Retter, so daß sie herauskamen aus der Hand Syriens, und die Söhne Israels wohnten weiterhin in ihren Heimstätten wie früher. 6 (Nur wichen sie nicht von der Sünde des Hauses Jerobeams, mit der er Israel veranlaßt hatte zu sündigen. Darin wandelte er; und auch der heilige Pfahl selbst stand in Samaria.) 7 Denn er hatte Jehoahas keine Leute übriggelassen außer fünfzig Reitern und zehn Wagen und zehntausend Mann zu Fuß, weil der König von Syrien sie vernichtet hatte, um sie dem Dreschstaub gleichzumachen.

8 Was das übrige der Angelegenheiten des Jehoahas und alles, was er getan hat, und seine Macht betrifft, ist es nicht in dem Buch der Angelegenheiten der Tage der Könige von Israel aufgeschrieben? 9 Schließlich legte sich Jehoahas zu seinen Vorvätern, und man begrub ihn in Samaria; und Joas, sein Sohn, begann an seiner Statt zu regieren.

10 Im siebenunddreißigsten Jahr des Joas, des Königs von Juda, wurde Joas, der Sohn des Jehoahas, König über Israel in Samaria für sechzehn Jahre. 11 Und er tat fortgesetzt, was böse war in Jehovas Augen. Er wich nicht von allen Sünden Jerobeams, des Sohnes Nebats, mit denen er Israel veranlaßt hatte zu sündigen. Darin wandelte er.

12 Was das übrige der Angelegenheiten des Joas und alles, was er getan hat, und seine Macht betrifft [und] wie er gegen Amazja, den König von Juda, gekämpft hat, ist es nicht in dem Buch der Angelegenheiten der Tage der Könige von Israel aufgeschrieben? 13 Schließlich legte sich Joas zu seinen Vorvätern, und Jerobeam selbst setzte sich auf seinen Thron. Joas seinerseits wurde in Samaria bei den Königen von Israel begraben.

14 Was Elisa betrifft, er war an der Krankheit erkrankt, an der er sterben sollte. Da kam Joas, der König von Israel, zu ihm herab und begann über seinem Angesicht zu weinen und zu sprechen: „Mein Vater, mein Vater, der Kriegswagen Israels und seine Reiter!“ 15 Und Elisa sagte dann zu ihm: „Nimm einen Bogen und Pfeile.“ Da nahm er sich einen Bogen und Pfeile. 16 Und er sprach weiter zum König von Israel: „Leg deine Hand an den Bogen.“ Demgemäß legte er seine Hand daran, wonach Elisa seine Hände auf die Hände des Königs legte. 17 Dann sagte er: „Öffne das Fenster gegen Osten.“ Da öffnete er es. Schließlich sprach Elisa: „Schieß!“ Da schoß er. Er sagte nun: „Jehovas Pfeil der Rettung, ja der Pfeil der Rettung gegen Syrien! Und du wirst bestimmt Syrien bei Aphek schlagen bis zum völligen Ende.“

18 Und weiter sagte er: „Nimm die Pfeile.“ Darauf nahm er [sie]. Dann sprach er zum König von Israel: „Schlag auf die Erde.“ Da schlug er dreimal und hielt inne. 19 Und der Mann des [wahren] Gottes wurde zornig auf ihn; daher sagte er: „Man hätte fünf- oder sechsmal schlagen müssen! In diesem Fall hättest du bestimmt Syrien bis zum völligen Ende geschlagen, doch jetzt wirst du Syrien dreimal schlagen.“

20 Danach starb Elisa, und man begrub ihn. Und Plündererstreifscharen der Moabiter kamen regelmäßig in das Land bei der Ankunft des Jahres. 21 Und es geschah, als sie einen Mann begruben, daß sie, siehe da, die Plündererstreifschar sahen. Sofort warfen sie den Mann in die Grabstätte Elisas und gingen davon. Als der Mann die Gebeine Elisas berührte, kam er sogleich zum Leben und stand auf seinen Füßen.

22 Was Hasaël, den König von Syrien, betrifft, er bedrückte Israel alle Tage des Jehoahas. 23 Indes erwies Jehova ihnen Gunst und erbarmte sich ihrer und wandte sich zu ihnen um seines Bundes mit Abraham, Isa·ak und Jakob willen; und er wollte sie nicht ins Verderben bringen, und er warf sie bis jetzt von seinem Angesicht nicht hinweg. 24 Schließlich starb Hasaël, der König von Syrien, und Ben-Hadad, sein Sohn, begann an seiner Statt zu regieren. 25 Und Joas, der Sohn des Jehoahas, ging daran, der Hand Ben-Hadads, des Sohnes Hasaëls, die Städte wieder abzunehmen, die er aus der Hand des Jehoahas, seines Vaters, im Krieg genommen hatte. Dreimal schlug Joas ihn nieder, und er konnte die Städte Israels zurückgewinnen.

Kapitel 14

14 Im zweiten Jahr des Joas, des Sohnes des Jehoahas, des Königs von Israel, wurde Amazja, der Sohn des Joas, des Königs von Juda, König. 2 Fünfundzwanzig Jahre alt war er geworden, als er zu regieren begann, und er regierte neunundzwanzig Jahre lang in Jerusalem. Und der Name seiner Mutter war Jehoaddin aus Jerusalem. 3 Und er fuhr fort, zu tun, was recht war in Jehovas Augen, nur nicht wie David, sein Vorvater. Gemäß allem, was Joas, sein Vater, getan hatte, tat er. 4 Nur die Höhen, die verschwanden nicht. Das Volk opferte und räucherte immer noch auf den Höhen. 5 Und es geschah, sobald das Königtum in seiner Hand befestigt war, daß er seine Diener, die den König, seinen Vater, erschlagen hatten, niederzuschlagen begann. 6 Und die Söhne der Totschläger brachte er nicht zu Tode, gemäß dem, was im Buch des Gesetzes Mose geschrieben steht, was Jehova geboten hatte, indem [er] sprach: „Väter sollten nicht wegen der Söhne zu Tode gebracht werden, und Söhne sollten nicht wegen der Väter zu Tode gebracht werden; sondern jeder sollte wegen seiner eigenen Sünde zu Tode gebracht werden.“ 7 Er seinerseits schlug die Edomiter im Salztal nieder, zehntausend Mann, und konnte Sela im Krieg einnehmen, und sein Name wurde Joktheël genannt bis auf diesen Tag.

8 Damals war es, daß Amazja Boten zu Joas, dem Sohn des Jehoahas, des Sohnes Jehus, dem König von Israel, sandte und sagen ließ: „Komm doch! Laß uns einander ins Angesicht schauen.“ 9 Darauf sandte Joas, der König von Israel, zu Amazja, dem König von Juda, und ließ sagen: „Das dornige Unkraut, das im Libanon war, es sandte zu der Zeder, die im Libanon war, und ließ sagen: ‚Gib doch deine Tochter meinem Sohn zur Frau.‘ Aber ein wildlebendes Tier des Feldes, das im Libanon war, ging vorüber und trat das dornige Unkraut nieder. 10 Du hast unverkennbar Edom niedergeschlagen, und dein Herz hat dich erhoben. Genieße deine Ehre, und wohne in deinem eigenen Haus. Warum denn solltest du dich unter ungünstigen Bedingungen in Streit einlassen und fallen müssen, du und Juda mit dir?“ 11 Und Amazja hörte nicht.

Da kam Joas, der König von Israel, herauf, und sie gingen daran, einander ins Angesicht zu schauen, er und Amazja, der König von Juda, bei Beth-Schemesch, das zu Juda gehört. 12 Und Juda erlitt schließlich vor Israel eine Niederlage, so daß sie die Flucht ergriffen, ein jeder zu seinem Zelt. 13 Und es war Amazja, der König von Juda, der Sohn des Joas, des Sohnes Ahasjas, den Joas, der König von Israel, zu Beth-Schemesch gefangennahm, worauf sie nach Jerusalem kamen und er eine Bresche in die Mauer Jerusalems legte, am Ephraimtor, bis zum Ecktor hin, vierhundert Ellen. 14 Und er nahm alles Gold und Silber und alle Gegenstände, die im Haus Jehovas und in den Schätzen des Hauses des Königs zu finden waren, und die Geiseln und kehrte dann nach Samaria zurück.

15 Was das übrige der Angelegenheiten des Joas, was er getan hat, und seine Macht betrifft und wie er gegen Amazja, den König von Juda, gekämpft hat, ist es nicht in dem Buch der Angelegenheiten der Tage der Könige von Israel aufgeschrieben? 16 Schließlich legte sich Joas zu seinen Vorvätern und wurde in Samaria bei den Königen von Israel begraben, und Jerobeam, sein Sohn, begann an seiner Statt zu regieren.

17 Und Amazja, der Sohn des Joas, der König von Juda, lebte nach dem Tod des Joas, des Sohnes des Jehoahas, des Königs von Israel, noch fünfzehn Jahre. 18 Und was das übrige der Angelegenheiten Amazjas betrifft, ist es nicht in dem Buch der Angelegenheiten der Tage der Könige von Juda aufgeschrieben? 19 Schließlich taten sie sich zu einer Verschwörung in Jerusalem gegen ihn zusammen, und er floh dann nach Lachisch; aber sie sandten hinter ihm her nach Lachisch und brachten ihn dort zu Tode. 20 Da trug man ihn auf Pferden [davon], und er wurde in Jerusalem bei seinen Vorvätern in der Stadt Davids begraben.

Jule | 06.25.09 | 2. Könige, eigene Gedanken zum Geschehen, Text in der Bibel | 22 Comments |

2. Könige 7 – 10

Kapitel 7

7 Elisa sprach nun: „Hört auf das Wort Jehovas! Dies ist, was Jehova gesagt hat: ‚Morgen um diese Zeit wird ein Sea-Maß Feinmehl einen Schekel wert sein und zwei Sea-Maß Gerste einen Schekel wert im Torweg von Samaria.‘ “ 2 Darauf antwortete der Adjutant, auf dessen Hand der König sich stützte, dem Mann des [wahren] Gottes und sprach: „[Auch] wenn Jehova Schleusen in den Himmeln machen würde, könnte diese Sache geschehen?“ Darauf sagte er: „Hier siehst du es mit deinen eigenen Augen, aber du wirst nicht davon essen.“

3 Und da waren vier Männer, Aussätzige, die gerade am Eingang des Tores waren; und sie begannen einer zum anderen zu sprechen: „Warum bleiben wir hier sitzen, bis wir gestorben sind? 4 Wenn wir sprechen würden: ‚Laßt uns in die Stadt hineingehen‘, während in der Stadt Hungersnot ist, dann müßten wir dort sterben. Und wenn wir hier sitzen bleiben, werden wir auch sterben müssen. So kommt nun, und laßt uns in das Lager der Syrer eindringen. Wenn sie uns am Leben lassen, werden wir leben; aber wenn sie uns zu Tode bringen, so werden wir sterben müssen.“ 5 Daher erhoben sie sich im Abenddunkel, um in das Lager der Syrer hineinzugehen; und sie kamen schließlich bis an den Rand des Lagers der Syrer, und siehe, niemand war da.

6 Und Jehova selbst hatte das Lager der Syrer das Geräusch von Kriegswagen hören lassen, das Geräusch von Pferden, das Geräusch einer großen Streitmacht, so daß sie zueinander sagten: „Siehe! Der König von Israel hat die Könige der Hethiter und die Könige von Ägypten gegen uns gedungen, damit sie über uns kommen!“ 7 Sogleich standen sie auf und flohen dann im Abenddunkel und verließen ihre Zelte und ihre Pferde und ihre Esel – das Lager, wie es gerade war -, und sie setzten ihre Flucht um ihrer Seele willen fort.

8 Als jene Aussätzigen bis an den Rand des Lagers kamen, gingen sie dann in ein Zelt hinein und begannen zu essen und zu trinken und von dort Silber und Gold und Kleider davonzutragen und wegzugehen und es zu verstecken. Danach kehrten sie zurück und gingen in ein anderes Zelt hinein und trugen von dort Dinge davon und gingen weg und versteckten sie.

9 Schließlich begannen sie einer zum anderen zu sprechen: „Es ist nicht recht, was wir tun. Dieser Tag ist ein Tag guter Botschaft! Wenn wir zögern und wirklich bis zum Morgenlicht warten, dann muß uns Schuld treffen. So kommt nun, und laßt uns hineingehen und im Haus des Königs Bericht erstatten.“ 10 So kamen sie und riefen den Torhütern der Stadt zu und berichteten ihnen, indem [sie] sagten: „Wir sind in das Lager der Syrer gekommen, und siehe, es war niemand da, auch nicht der Laut eines Menschen, sondern nur die Pferde angebunden und die Esel angebunden und die Zelte so, wie sie waren.“ 11 Sofort riefen [es] die Torhüter aus, und sie berichteten [es] dem Haus des Königs drinnen.

12 Sogleich erhob sich der König bei Nacht und sprach zu seinen Dienern: „Laßt mich euch bitte mitteilen, was die Syrer uns angetan haben. Sie wissen wohl, daß wir hungrig sind; und so sind sie aus dem Lager ausgezogen, um sich auf dem Feld zu verbergen, indem [sie] sagten: ‚Sie werden aus der Stadt herauskommen, und wir werden sie lebendig fangen, und wir werden in die Stadt hineingehen.‘ “ 13 Da antwortete einer seiner Diener und sprach: „Man möge bitte fünf von den übriggebliebenen Pferden nehmen, die in der Stadt übriggeblieben sind. Siehe! Sie sind so wie die ganze Menge Israels, die darin übriggeblieben ist. Siehe! Sie sind so wie die ganze Menge Israels, die umgekommen ist. Und laßt uns [sie] aussenden und sehen.“ 14 Daher nahmen sie zwei Wagen mit Pferden, und der König sandte sie hinter dem Heerlager der Syrer her, indem [er] sprach: „Geht und seht.“ 15 Darauf folgten sie hinter ihnen her bis an den Jordan, und siehe, der ganze Weg war voller Kleider und Geräte, die die Syrer weggeworfen hatten, als sie davoneilten. Dann kehrten die Boten zurück und erstatteten dem König Bericht.

16 Und das Volk ging daran, auszuziehen und das Lager der Syrer zu plündern; und so war schließlich ein Sea-Maß Feinmehl einen Schekel wert und zwei Sea-Maß Gerste einen Schekel wert, nach dem Wort Jehovas. 17 Und der König seinerseits hatte den Adjutanten, auf dessen Hand er sich stützte, zur Aufsicht über den Torweg bestellt; und das Volk trat ihn im Torweg fortwährend nieder, so daß er starb, geradeso wie der Mann des [wahren] Gottes geredet hatte, als er zu der Zeit redete, da der König zu ihm herabkam. 18 Folglich geschah es so, wie der Mann des [wahren] Gottes zum König geredet und gesagt hatte: „Zwei Sea-Maß Gerste einen Schekel wert und ein Sea-Maß Feinmehl einen Schekel wert, so wird es morgen um diese Zeit im Torweg von Samaria sein.“ 19 Aber der Adjutant antwortete dem Mann des [wahren] Gottes und sprach: „Selbst wenn Jehova in den Himmeln Schleusen machen würde, könnte es gemäß diesem Wort geschehen?“ Darauf sagte er: „Hier siehst du es mit deinen eigenen Augen, aber du wirst nicht davon essen.“ 20 So erging es ihm, als das Volk ihn im Torweg fortwährend niedertrat, so daß er starb.

Kapitel 8

8 Und Elisa seinerseits hatte zu der Frau geredet, deren Sohn er wieder belebt hatte, und gesprochen: „Mache dich auf, und geh, du mit deinen Hausgenossen, und weile als Fremdling, wo immer du als Fremdling weilen kannst; denn Jehova hat eine Hungersnot herbeigerufen, und überdies soll sie für sieben Jahre über das Land kommen.“ 2 Da machte sich die Frau auf und tat nach dem Wort des Mannes des [wahren] Gottes und ging, sie mit ihren Hausgenossen, und nahm als Fremdling im Land der Philister Wohnsitz sieben Jahre lang.

3 Und es geschah am Ende von sieben Jahren, daß die Frau dann aus dem Land der Philister zurückkehrte und hinging und zum König wegen ihres Hauses und wegen ihres Feldes schrie. 4 Nun redete der König eben zu Gehasi, dem Bediensteten des Mannes des [wahren] Gottes, indem [er] sprach: „Erzähl mir doch bitte all die großen Dinge, die Elisa getan hat.“ 5 Und es geschah, als er dem König erzählte, wie er den Toten wieder belebt hatte, daß, siehe da, die Frau, deren Sohn er wieder belebt hatte, wegen ihres Hauses und wegen ihres Feldes zum König schrie. Sofort sagte Gehasi: „Mein Herr und König, dies ist die Frau, und dies ist ihr Sohn, den Elisa wieder belebt hat.“ 6 Darauf befragte der König die Frau, und sie erzählte ihm nun die Geschichte. Dann gab der König ihr einen Hofbeamten mit, indem [er] sprach: „Erstatte alles zurück, was ihr gehört, und alle Erzeugnisse des Feldes, von dem Tag an, da sie das Land verlassen hat, bis jetzt.“

7 Und Elisa kam dann nach Damaskus; und Ben-Hadad, der König von Syrien, war krank. Daher wurde ihm Bericht erstattet und gesagt: „Der Mann des [wahren] Gottes ist bis hierher gekommen.“ 8 Darauf sprach der König zu Hasaël: „Nimm eine Gabe in deine Hand, und geh dem Mann des [wahren] Gottes entgegen, und du sollst Jehova durch ihn befragen, indem [du] sagst: ‚Werde ich von dieser Krankheit wieder aufleben?‘ “ 9 So ging Hasaël ihm entgegen und nahm eine Gabe in seine Hand, ja allerlei Gutes von Damaskus, die Last von vierzig Kamelen, und kam und stand vor ihm und sprach: „Dein Sohn, Ben-Hadad, der König von Syrien, hat mich zu dir gesandt und läßt sagen: ‚Werde ich von dieser Krankheit wieder aufleben?‘ “ 10 Da sprach Elisa zu ihm: „Geh, sag zu ihm: ‚Du wirst ganz sicher wieder aufleben‘; und Jehova hat mir gezeigt, daß er ganz bestimmt sterben wird.“ 11 Und er blieb starren Blickes und hielt ihn unverwandt [vor sich hin] gerichtet bis zur Verlegenheit. Dann brach der Mann des [wahren] Gottes in Weinen aus. 12 Da sprach Hasaël: „Warum weint mein Herr?“ Darauf sagte er: „Weil ich wohl weiß, welchen Schaden du den Söhnen Israels antun wirst. Ihre befestigten Orte wirst du in Brand stecken, und ihre auserlesenen Männer wirst du mit dem Schwert töten, und ihre Kinder wirst du zerschmettern, und ihre schwangeren Frauen wirst du aufschlitzen.“ 13 Darauf sprach Hasaël: „Was ist dein Knecht, [der bloß ein] Hund [ist], daß er diese große Sache tun könnte?“ Aber Elisa sagte: „Jehova hat dich mir als König über Syrien gezeigt.“

14 Hierauf ging er von Elisa weg und kam zu seinem eigenen Herrn, der dann zu ihm sprach: „Was hat Elisa zu dir gesagt?“ Darauf sprach er: „Er hat zu mir gesagt: ‚Du wirst ganz sicher wieder aufleben.‘ “ 15 Und es geschah am nächsten Tag, daß er daranging, eine Decke zu nehmen und sie in Wasser zu tauchen und sie über sein Gesicht auszubreiten, so daß er starb. Und Hasaël begann an seiner Statt zu regieren.

16 Und im fünften Jahr Jorams, des Sohnes Ahabs, des Königs von Israel, während Josaphat König von Juda war, wurde Joram, der Sohn Josaphats, des Königs von Juda, König. 17 Zweiunddreißig Jahre alt war er geworden, als er König wurde, und er regierte acht Jahre lang in Jerusalem. 18 Und er wandelte fortgesetzt auf dem Weg der Könige von Israel, so wie es die vom Hause Ahabs getan hatten; denn es war Ahabs Tochter, die seine Frau wurde, und er tat fortwährend, was böse war in Jehovas Augen. 19 Und Jehova wollte Juda um Davids, seines Knechtes, willen nicht verderben, so wie er es ihm verheißen hatte, ihm [und] seinen Söhnen allezeit eine Leuchte zu geben.

20 In seinen Tagen lehnte sich Edom dagegen auf, der Hand Judas untertan zu sein, und ließ dann einen König über sich regieren. 21 Demzufolge begab sich Joram nach Zair hinüber und alle Wagen mit ihm. Und es geschah, daß er sich bei Nacht aufmachte und schließlich die Edomiter, die ihn und die Obersten der Wagen umringten, niederschlug; und das Volk floh dann in seine Zelte. 22 Edom aber lehnte sich weiter gegen die Hand Judas auf bis auf diesen Tag. Damals, zu jener Zeit, war es, daß Libna sich aufzulehnen begann.

23 Und das übrige der Angelegenheiten Jorams und alles, was er getan hat, ist es nicht in dem Buch der Angelegenheiten der Tage der Könige von Juda aufgeschrieben? 24 Schließlich legte sich Joram zu seinen Vorvätern und wurde bei seinen Vorvätern in der Stadt Davids begraben. Und Ahasja, sein Sohn, begann an seiner Statt zu regieren.

25 Im zwölften Jahr Jorams, des Sohnes Ahabs, des Königs von Israel, wurde Ahasja, der Sohn Jorams, des Königs von Juda, König. 26 Zweiundzwanzig Jahre alt war Ahasja, als er zu regieren begann, und er regierte ein Jahr in Jerusalem. Und der Name seiner Mutter war Athalja, die Enkelin Omris, des Königs von Israel. 27 Und er ging daran, auf dem Weg des Hauses Ahabs zu wandeln, und tat fortwährend, was böse war in Jehovas Augen, wie das Haus Ahabs, denn durch Heirat war er ein Verwandter des Hauses Ahabs. 28 Daher zog er mit Joram, dem Sohn Ahabs, in den Krieg gegen Hasaël, den König von Syrien, nach Ramoth-Gilead, aber die Syrer schlugen Joram nieder. 29 Da kehrte Joram, der König, zurück, um sich in Jesreël von den Wunden heilen zu lassen, die die Syrer ihm bei Rama beigebracht hatten, als er gegen Hasaël, den König von Syrien, kämpfte. Was Ahasja, den Sohn Jorams, den König von Juda, betrifft, so ging er hinab, um Joram, den Sohn Ahabs, in Jesreël zu besuchen, denn er war krank.

Kapitel  9

9 Und Elisa, der Prophet, rief seinerseits einen der Söhne der Propheten und sagte dann zu ihm: „Gürte deine Lenden, und nimm diese Ölflasche in deine Hand, und geh nach Ramoth-Gilead. 2 Wenn du dorthin gekommen bist, sieh dich dort nach Jehu, dem Sohn Josaphats, des Sohnes Nimschis, um; und du sollst hineingehen und ihn aus der Mitte seiner Brüder aufstehen lassen und ihn in das innerste Gemach führen. 3 Und du sollst die Ölflasche nehmen und sie auf sein Haupt ausgießen und sprechen: ‚Dies ist, was Jehova gesagt hat: „Ich salbe dich gewiß zum König über Israel.“ ‚ Und du sollst die Tür öffnen und fliehen und nicht warten.“

4 Und der Bedienstete, der Bedienstete des Propheten, machte sich auf seinen Weg nach Ramoth-Gilead. 5 Als er hinkam, nun, da saßen die Obersten der Streitmacht. Er sprach nun: „Ein Wort habe ich für dich, o Oberster.“ Darauf sagte Jehu: „Für welchen von uns allen?“ Da sprach er: „Für dich, o Oberster.“ 6 Da stand er auf und kam ins Haus; und er ging daran, Öl auf sein Haupt auszugießen und zu ihm zu sagen: „Dies ist, was Jehova, der Gott Israels, gesprochen hat: ‚Ich salbe dich gewiß zum König über Jehovas Volk, das heißt über Israel. 7 Und du sollst das Haus Ahabs, deines Herrn, niederschlagen, und ich will das Blut meiner Knechte, der Propheten, und das Blut aller Knechte Jehovas rächen an der Hand Isebels. 8 Und das ganze Haus Ahabs soll umkommen; und ich will von Ahab einen jeden abschneiden, der gegen eine Wand uriniert, und irgendeinen Hilflosen und Nichtswürdigen in Israel. 9 Und ich will das Haus Ahabs wie das Haus Jerobeams, des Sohnes Nebats, und wie das Haus Baschas, des Sohnes Ahijas, machen. 10 Und Isebel werden die Hunde fressen auf dem Stück Land zu Jesreël, und da wird keiner sein, der sie begräbt.‘ “ Damit öffnete er die Tür und entfloh.

11 Was Jehu betrifft, er ging zu den Dienern seines Herrn hinaus, und sie begannen zu ihm zu sprechen: „Steht alles gut? Warum ist dieser Unsinnige zu dir hereingekommen?“ Er aber sagte zu ihnen: „Ihr selbst kennt den Mann und seine Art zu reden wohl.“ 12 Sie aber sprachen: „Das ist falsch! Teil es uns bitte mit.“ Dann sagte er: „So und so hat er zu mir gesprochen und gesagt: ‚Dies ist, was Jehova gesprochen hat: „Ich salbe dich gewiß zum König über Israel.“ ‚ “ 13 Darauf nahm ein jeder von ihnen eilends sein Kleid und legte es unter ihn auf die bloßen Stufen, und sie begannen das Horn zu blasen und zu sprechen: „Jehu ist König geworden!“ 14 Und Jehu, der Sohn Josaphats, des Sohnes Nimschis, ging daran, sich gegen Joram zu verschwören.

Und Joram seinerseits hatte gerade bei Ramoth-Gilead Wache gehalten, er mit ganz Israel, wegen Hasaël, des Königs von Syrien. 15 Später kehrte Joram, der König, zurück, um sich in Jesreël von den Wunden heilen zu lassen, die die Syrer ihm schließlich beigebracht hatten, als er gegen Hasaël, den König von Syrien, kämpfte.

Jehu sprach nun: „Wenn eure Seele einverstanden ist, so laßt niemand aus der Stadt entkommen, damit [er] hingehe und in Jesreël Bericht erstatte.“ 16 Und Jehu fuhr ab und ging nach Jesreël; denn Joram lag dort, und Ahasja, der König von Juda, war selbst hinabgegangen, um nach Joram zu sehen. 17 Und der Wächter stand auf dem Turm in Jesreël, und er gewahrte die wogende Menge [der Männer] Jehus, als er herankam, und er sagte sofort: „Eine wogende Menge [von Männern] sehe ich.“ Darauf sprach Joram: „Nimm einen Berittenen, und sende ihn ihnen entgegen, und er soll sagen: ‚Ist es Frieden?‘ “ 18 Demgemäß zog ein Reiter auf einem Pferd ihm entgegen und sprach: „Dies ist, was der König gesagt hat: ‚Ist es Frieden?‘ “ Aber Jehu sprach: „Was hast du mit ‚Frieden‘ zu tun? Wende dich hinter mich!“

Und der Wächter berichtete weiter, indem [er] sagte: „Der Bote ist bis zu ihnen gekommen, ist aber nicht zurückgekehrt.“ 19 Da sandte er einen zweiten Reiter auf einem Pferd, der, als er zu ihnen kam, dann sprach: „Dies ist, was der König gesagt hat: ‚Ist es Frieden?‘ “ Aber Jehu sprach: „Was hast du mit ‚Frieden‘ zu tun? Wende dich hinter mich!“

20 Und der Wächter berichtete weiter, indem [er] sagte: „Er ist bis zu ihnen gekommen, aber er ist nicht zurückgekehrt; und das Fahren ist wie das Fahren Jehus, des Enkels Nimschis, denn er fährt wahnsinnig.“ 21 Darauf sprach Joram: „Spann an!“ So wurde sein Kriegswagen angespannt, und Joram, der König von Israel, und Ahasja, der König von Juda, zogen aus, jeder in seinem eigenen Kriegswagen. Als sie hinausfuhren, Jehu entgegen, fanden sie ihn schließlich auf dem Stück Land Naboths, des Jesreëliters.

22 Und es geschah, sobald Joram Jehu sah, daß er sofort sagte: „Ist es Frieden, Jehu?“ Er aber sprach: „Was für ein Frieden könnte es sein, solange es die Hurereien Isebels, deiner Mutter, und ihre vielen Zaubereien gibt?“ 23 Sofort lenkte Joram um mit seinen Händen, um zu fliehen, und sagte zu Ahasja: „Da ist Betrug, Ahasja!“ 24 Und Jehu seinerseits füllte seine Hand mit einem Bogen und schoß dann Joram zwischen die Arme, so daß der Pfeil aus seinem Herzen herauskam, und er brach in seinem Kriegswagen zusammen. 25 Er sprach nun zu Bidkar, seinem Adjutanten: „Heb ihn auf; wirf ihn auf das Feldstück Naboths, des Jesreëliters; denn erinnere dich: Ich und du, wir fuhren paarweise hinter Ahab, seinem Vater, und Jehova selbst erhob diesen prophetischen Spruch gegen ihn: 26 ‚ „Gewiß habe ich das Blut Naboths und das Blut seiner Söhne gestern gesehen“ ist der Ausspruch Jehovas, „und ich werde dir bestimmt auf diesem Stück Land vergelten“ ist der Ausspruch Jehovas.‘ So heb ihn jetzt auf; wirf ihn auf das Stück Land, gemäß dem Wort Jehovas.“

27 Und Ahasja, der König von Juda, sah es selbst und floh auf dem Weg des Gartenhauses. (Später jagte Jehu ihm dann nach und sprach: „Auch ihn! Schlagt ihn nieder!“ So schlugen sie ihn nieder, während er im Wagen war, auf der Steige nach Gur, das bei Jibleam ist. Und er setzte seine Flucht nach Megiddo fort und starb dort schließlich. 28 Dann brachten seine Diener ihn in einem Wagen nach Jerusalem, und so begruben sie ihn in seinem Grab bei seinen Vorvätern in der Stadt Davids. 29 Und es war im elften Jahr Jorams, des Sohnes Ahabs, daß Ahasja König über Juda geworden war.)

30 Schließlich kam Jehu nach Jesreël, und Isebel selbst hörte davon. Und sie ging daran, ihre Augen mit schwarzer Schminke zu schminken und ihr Haupt schön zurechtzumachen und durchs Fenster hinabzuschauen. 31 Und Jehu seinerseits kam durch das Tor herein. Sie sagte nun: „Ist es Simri, der seinen Herrn getötet hat, gut ergangen?“ 32 Darauf erhob er sein Angesicht zum Fenster und sprach: „Wer ist mit mir? Wer?“ Sogleich schauten zwei oder drei Hofbeamte zu ihm hinab. 33 Da sagte er: „Laßt sie herunterfallen!“ Dann ließen sie sie fallen, und etwas von ihrem Blut spritzte dann auf die Mauer und auf die Pferde; und er trat sie nun nieder. 34 Darauf kam er herein und aß und trank und sprach dann: „Ihr Männer, seht bitte nach dieser Verfluchten, und begrabt sie, denn sie ist die Tochter eines Königs.“ 35 Als sie hingingen, sie zu begraben, fanden sie nichts von ihr als den Schädel und die Füße und die Handflächen. 36 Als sie zurückkehrten und es ihm mitteilten, sagte er weiter: „Es ist das Wort Jehovas, das er durch seinen Knecht Elia, den Tischbiter, geredet hat, indem [er] sprach: ‚Auf dem Stück Land von Jesreël werden die Hunde das Fleisch Isebels fressen. 37 Und der Leichnam Isebels wird bestimmt auf der Fläche des Feldes, auf dem Stück Land von Jesreël, wie Dünger werden, damit man nicht sagen kann: „Dies ist Isebel.“ ‚ “

Kapitel 10

10 Nun hatte Ahab siebzig Söhne in Samaria. Daher schrieb Jehu Briefe und sandte sie nach Samaria an die Fürsten von Jesreël, die älteren Männer und die Pfleger Ahabs, indem [er] sprach: 2 „Nun denn, zu ebender Zeit, da dieser Brief euch zukommt, sind die Söhne eures Herrn bei euch, und dort bei euch sind die Kriegswagen und die Pferde und eine befestigte Stadt und das Rüstzeug. 3 Und ihr sollt sehen, welcher der beste und rechtschaffenste der Söhne eures Herrn ist, und ihn auf den Thron seines Vaters setzen. Dann kämpft für das Haus eures Herrn.“

4 Und sie gerieten in sehr große Furcht und begannen zu sagen: „Siehe! Zwei Könige selbst hielten nicht vor ihm stand, und wie sollen wir unsererseits standhalten?“ 5 Demzufolge sandte der, der über das Haus war, und der, der über die Stadt [gesetzt] war, und die älteren Männer und die Pfleger zu Jehu und ließen sagen: „Wir sind deine Knechte, und alles, was du zu uns sagst, werden wir tun. Wir werden niemand zum König machen. Tu, was gut ist in deinen eigenen Augen.“

6 Darauf schrieb er ihnen einen zweiten Brief, der lautete: „Wenn ihr mir gehört und es meine Stimme ist, der ihr gehorcht, so nehmt die Köpfe der Männer, die Söhne eures Herrn sind, und kommt morgen um diese Zeit zu mir nach Jesreël.“

Die Söhne des Königs nun, siebzig Mann, waren bei den vornehmen Männern der Stadt, die sie aufzogen. 7 Und es geschah, sobald der Brief ihnen zukam, daß sie die Söhne des Königs nahmen und [sie] hinschlachteten, siebzig Mann, worauf sie ihre Köpfe in Körbe taten und sie zu ihm nach Jesreël sandten. 8 Dann kam der Bote herein und teilte es ihm mit, indem [er] sprach: „Sie haben die Köpfe der Söhne des Königs gebracht.“ Da sagte er: „Legt sie in zwei Haufen an den Eingang des Tores bis zum Morgen.“ 9 Und es geschah am Morgen, daß er hinausging. Dann stand er still und sprach zu allem Volk: „Ihr seid gerecht. Seht, ich selbst habe mich gegen meinen Herrn verschworen, und ich tötete ihn schließlich; wer aber hat all diese niedergeschlagen? 10 Wißt also, daß nichts von Jehovas Wort [unerfüllt] zur Erde fallen wird, das Jehova gegen das Haus Ahabs geredet hat; und Jehova selbst hat getan, was er durch seinen Knecht Elia geredet hat.“ 11 Überdies fuhr Jehu fort, alle niederzuschlagen, die vom Hause Ahabs in Jesreël übriggeblieben waren, und alle seine vornehmen Männer und seine Bekannten und seine Priester, bis er keinen Überlebenden der Seinen übriggelassen hatte.

12 Und er ging daran, sich aufzumachen und hereinzukommen [und] dann auf seinen Weg nach Samaria zu gelangen. Das [Schaf]bindhaus der Hirten war am Weg. 13 Und Jehu seinerseits traf die Brüder Ahasjas, des Königs von Juda. Als er zu ihnen sagte: „Wer seid ihr?“, sprachen sie dann: „Wir sind die Brüder Ahasjas, und wir ziehen hinab, um zu fragen, ob mit den Söhnen des Königs und den Söhnen der Herrin alles gut steht.“ 14 Sogleich sagte er: „Ergreift sie lebendig!“ Da ergriffen sie sie lebendig und schlachteten sie hin an der Zisterne des Bindhauses, zweiundvierzig Mann, und er ließ keinen einzigen von ihnen übrig.

15 Während er von dort weiterging, traf er dann Jonadab, den Sohn Rechabs, der ihm entgegen[kam]. Als er ihn segnete, sprach er daher zu ihm: „Ist dein Herz redlich mit mir, so wie mein eigenes Herz mit deinem Herzen?“

Darauf sagte Jonadab: „Es ist’s.“

„Wenn es [so] ist, dann gib mir deine Hand.“

Da gab er ihm seine Hand. Hierauf ließ er ihn zu sich in den Wagen steigen. 16 Dann sprach er: „Geh doch mit mir, und sieh, daß ich keine Rivalität gegenüber Jehova dulde.“ Und sie ließen ihn mit ihm in seinem Kriegswagen fahren. 17 Schließlich kam er nach Samaria. Nun ging er daran, alle, die von Ahabs [Angehörigen] in Samaria übriggeblieben waren, niederzuschlagen, bis er sie vertilgt hatte, gemäß dem Wort Jehovas, das er zu Elia geredet hatte.

18 Ferner brachte Jehu alles Volk zusammen und sagte zu ihnen: „Ahab einerseits hat Baal ein wenig angebetet. Jehu andererseits wird ihm sehr viel Anbetung darbringen. 19 So ruft nun alle Propheten Baals, alle seine Anbeter und alle seine Priester zu mir. Kein einziger werde vermißt, denn ich habe ein großes Schlachtopfer für Baal. Jeder, der vermißt wird, wird nicht am Leben bleiben.“ Was Jehu betrifft, er handelte schlau, um die Anbeter Baals zu vernichten.

20 Und Jehu sprach weiter: „Heiligt eine feierliche Versammlung für Baal.“ Daher riefen sie sie aus. 21 Danach sandte Jehu durch ganz Israel, so daß alle Anbeter Baals kamen. Und kein einziger blieb übrig, der nicht gekommen wäre. Und sie kamen immerzu in das Haus Baals, und das Haus Baals wurde voll von einem Ende bis zum anderen. 22 Er sagte nun zu dem, der über den Kleiderbestand [gesetzt] war: „Bring für alle Anbeter Baals Kleider heraus.“ Da brachte er die Kleidung für sie heraus. 23 Dann ging Jehu mit Jonadab, dem Sohn Rechabs, in das Haus Baals hinein. Er sprach nun zu den Anbetern Baals: „Sucht sorgfältig, und seht, daß hier bei euch keiner der Anbeter Jehovas ist, sondern nur die Anbeter Baals.“ 24 Schließlich kamen sie herein, um Schlachtopfer und Brandopfer darzubieten, und Jehu seinerseits stellte draußen achtzig Mann zu seiner Verfügung auf und sprach dann: „Was den Mann betrifft, der entrinnt von den Männern, die ich in eure Hand gebe, dessen Seele wird für die Seele des anderen gehen.“

25 Und es geschah, sobald er mit der Darbietung des Brandopfers zu Ende war, daß Jehu sofort zu den Läufern und den Adjutanten sagte: „Kommt herein, schlagt sie nieder! Laßt keinen einzigen hinausgehen.“ Und die Läufer und die Adjutanten begannen, sie mit der Schärfe des Schwertes niederzuschlagen und sie hinauszuwerfen, und sie gingen bis zur Stadt des Hauses Baals. 26 Dann brachten sie die heiligen Säulen des Hauses Baals heraus und verbrannten eine jede. 27 Ferner rissen sie die heilige Säule Baals nieder und rissen das Haus Baals nieder, und sie hielten es für Aborte abgesondert bis auf diesen Tag.

28 So vertilgte Jehu den Baal aus Israel. 29 Nur von den Sünden Jerobeams, des Sohnes Nebats, durch die er Israel zu sündigen veranlaßte, davon wich Jehu nicht ab, [nämlich] von den goldenen Kälbern, von denen eines in Bethel und eines in Dan war. 30 Somit sprach Jehova zu Jehu: „Aus dem Grund, daß du gut gehandelt hast, indem du getan hast, was recht ist in meinen Augen, [und] du gemäß allem, was in meinem Herzen war, am Hause Ahabs getan hast, werden dir Söhne bis zur vierten Generation auf dem Thron Israels sitzen.“ 31 Und Jehu seinerseits gab nicht acht, mit seinem ganzen Herzen in dem Gesetz Jehovas, des Gottes Israels, zu wandeln. Er wich nicht von den Sünden Jerobeams ab, mit denen er Israel veranlaßte zu sündigen.

32 In jenen Tagen fing Jehova an, Stück um Stück von Israel abzuschneiden; und Hasaël schlug sie fortgesetzt im ganzen Gebiet Israels, 33 vom Jordan an gegen Sonnenaufgang, das ganze Land Gilead, die Gaditer und die Rubeniter und die Manassiter, von Aroër an, das am Wildbachtal Arnon [liegt], ja Gilead und Baschan.

34 Und das übrige der Angelegenheiten Jehus und alles, was er getan hat, und all seine Macht, ist es nicht in dem Buch der Angelegenheiten der Tage der Könige von Israel aufgeschrieben? 35 Schließlich legte sich Jehu zu seinen Vorvätern, und man begrub ihn in Samaria; und Jehoahas, sein Sohn, begann an seiner Statt zu regieren. 36 Und die Tage, die Jehu über Israel regiert hatte, waren achtundzwanzig Jahre in Samaria.

Jule | 06.24.09 | 2. Könige, eigene Gedanken zum Geschehen, Fragen, die ich mir gestellt habe, Text in der Bibel | 38 Comments |

2. Könige 4 – 6

Kapitel 4

4 Nun war da von den Ehefrauen der Söhne der Propheten eine gewisse Frau, die zu Elisa schrie, indem [sie] sprach: „Dein Knecht, mein Mann, ist tot; und du selbst weißt wohl, daß dein eigener Knecht ständig Jehova gefürchtet hatte, und der Gläubiger seinerseits ist gekommen, um meine beiden Kinder als seine Sklaven zu holen.“ 2 Darauf sagte Elisa zu ihr: „Was soll ich für dich tun? Teil es mir mit; was hast du im Haus?“ Da sprach sie: „Deine Magd hat gar nichts im Haus als nur einen mit Ausgießer versehenen Krug Öl.“ 3 Dann sagte er: „Geh, erbitte dir Gefäße von draußen, von all deinen Nachbarn, leere Gefäße. Beschränke dich nicht auf einige wenige. 4 Und du sollst gehen und die Tür hinter dir und deinen Söhnen schließen, und du sollst in all diese Gefäße ausgießen, und die vollen solltest du beiseite setzen.“ 5 Darauf ging sie von ihm hinweg.

Als sie die Tür hinter sich und ihren Söhnen schloß, brachten sie [die Gefäße] zu ihr hin, und sie goß aus. 6 Und es geschah, sobald die Gefäße voll waren, daß sie dann zu ihrem Sohn sagte: „Bring noch ein anderes Gefäß zu mir her.“ Er aber sprach zu ihr: „Da ist kein anderes Gefäß.“ Darauf kam das Öl zum Stillstand. 7 So kam sie und teilte [es] dem Mann des [wahren] Gottes mit, und er sagte daraufhin: „Geh, verkauf das Öl, und bezahl deine Schulden, und du solltest [samt] deinen Söhnen von dem leben, was übrig ist.“

8 Und es geschah eines Tages, daß Elisa dann weiterzog nach Sunem, wo eine prominente Frau war, und sie begann ihn zu nötigen, Brot zu essen. Und es begab sich, sooft er durchzog, daß er dorthin abbog, um Brot zu essen. 9 Schließlich sprach sie zu ihrem Mann: „Sieh nun, ich weiß wohl, daß es ein heiliger Mann Gottes ist, der beständig bei uns vorbeikommt. 10 Laß uns bitte ein kleines Dachgemach an die Mauer machen und dorthin ein Ruhebett und einen Tisch und einen Stuhl und einen Leuchter für ihn stellen; und es soll geschehen, daß er, wann immer er zu uns hereinkommt, dort einkehren kann.“

11 Und es geschah eines Tages, daß er wie gewöhnlich dort hereinkam und in das Dachgemach einkehrte und sich dort niederlegte. 12 Da sagte er zu Gehasi, seinem Bediensteten: „Ruf diese Sunamitin.“ Darauf rief er sie, daß sie vor ihn trete. 13 Dann sprach er zu ihm: „Bitte sag ihr: ‚Siehe, du hast dich für uns mit all dieser Einschränkung eingeschränkt. Was kann für dich getan werden? Gibt es irgend etwas, was man für dich zum König oder zum Heerobersten reden kann?‘ “ Darauf sprach sie: „Ich wohne inmitten meines eigenen Volkes.“ 14 Und er sagte weiter: „Was kann denn für sie getan werden?“ Gehasi sprach nun: „In der Tat, sie hat keinen Sohn, und ihr Mann ist alt.“ 15 Sogleich sagte er: „Ruf sie.“ Da rief er sie, und sie blieb am Eingang stehen. 16 Dann sprach er: „Zu dieser bestimmten Zeit nächstes Jahr wirst du einen Sohn umarmen.“ Sie aber sagte: „Nein, mein Herr, o Mann des [wahren] Gottes! Sprich nicht Lügen deine Magd betreffend.“

17 Die Frau wurde jedoch schwanger und gebar zu dieser bestimmten Zeit im nächsten Jahr einen Sohn, so wie Elisa zu ihr geredet hatte. 18 Und das Kind wuchs heran, und es geschah eines Tages, daß er wie gewöhnlich zu seinem Vater hinausging, [der] bei den Schnittern [war]. 19 Und er sagte immer wieder zu seinem Vater: „Mein Kopf, o mein Kopf!“ Schließlich sprach er zu dem Bediensteten: „Trag ihn zu seiner Mutter.“ 20 Daher trug er ihn hin und brachte ihn zu seiner Mutter. Und er blieb bis zum Mittag auf ihren Knien sitzen, und schließlich starb er. 21 Dann stieg sie hinauf und legte ihn auf das Ruhebett des Mannes des [wahren] Gottes und schloß die Tür hinter ihm und ging hinaus. 22 Sie rief nun ihren Mann und sagte: „Sende mir doch bitte einen der Bediensteten und eine der Eselinnen, und laß mich hineilen bis zu dem Mann des [wahren] Gottes und zurückkehren.“ 23 Er aber sprach: „Weshalb gehst du heute zu ihm? Es ist weder Neumond noch Sabbat.“ Sie sagte jedoch: „Es ist schon gut.“ 24 Da sattelte sie die Eselin und sprach zu ihrem Bediensteten: „Treibe und geh vorwärts! Halte dich nicht um meinetwillen vom Reiten zurück, es sei denn, ich werde es dir gesagt haben.“

25 Und sie ging dann und kam zu dem Mann des [wahren] Gottes, zum Berg Karmel. Und es geschah, sobald der Mann des [wahren] Gottes sie von fern sah, daß er sogleich zu Gehasi, seinem Bediensteten, sagte: „Siehe! Die Sunamitin dort drüben. 26 Nun lauf ihr bitte entgegen, und sprich zu ihr: ‚Steht es gut mit dir? Steht es mit deinem Mann gut? Steht es mit dem Kind gut?‘ “ Darauf sagte sie: „Es steht gut.“ 27 Als sie zu dem Mann des [wahren] Gottes zum Berg kam, umfaßte sie ihn sogleich bei den Füßen. Darauf trat Gehasi herzu, um sie wegzustoßen, aber der Mann des [wahren] Gottes sprach: „Laß sie, denn ihre Seele ist bitter in ihrem Innern; und Jehova selbst hat [es] mir verborgen und es mir nicht mitgeteilt.“ 28 Sie sprach nun: „Habe ich durch meinen Herrn um einen Sohn gebeten? Habe ich nicht gesagt: ‚Du sollst mir keine falsche Hoffnung machen.‘?“

29 Sogleich sprach er zu Gehasi: „Gürte deine Lenden, und nimm meinen Stab in deine Hand, und geh. Falls du irgend jemand treffen solltest, sollst du ihn nicht grüßen; und falls jemand dich grüßen sollte, sollst du ihm nicht antworten. Und du sollst meinen Stab auf das Angesicht des Knaben legen.“ 30 Darauf sagte die Mutter des Knaben: „So wahr Jehova lebt und so wahr deine Seele lebt, ich will dich nicht verlassen.“ Daher stand er auf und ging mit ihr. 31 Und Gehasi seinerseits ging ihnen voraus und legte dann den Stab auf das Angesicht des Knaben, doch da war keine Stimme, kein Aufmerken. So ging er zurück, ihm entgegen, und teilte es ihm mit, indem [er] sprach: „Der Knabe ist nicht aufgewacht.“

32 Schließlich kam Elisa in das Haus, und da war der Knabe tot, auf sein Ruhebett hingelegt. 33 Dann kam er herein und schloß die Tür hinter ihnen beiden und begann zu Jehova zu beten. 34 Schließlich stieg er hinauf und legte sich auf das Kind und tat seinen eigenen Mund auf seinen Mund und seine eigenen Augen auf seine Augen und seine eigenen Handflächen auf seine Handflächen und blieb über ihm gebeugt, und allmählich wurde das Fleisch des Kindes warm. 35 Dann begann er, wieder im Haus umherzugehen, einmal hierhin und einmal dorthin, wonach er hinaufstieg und sich über ihn beugte. Und der Knabe nieste nun bis zu siebenmal, wonach der Knabe seine Augen öffnete. 36 Er rief nun Gehasi und sagte: „Ruf diese Sunamitin.“ Da rief er sie, und sie kam zu ihm herein. Dann sprach er: „Heb deinen Sohn auf.“ 37 Und sie trat dann ein und fiel ihm zu Füßen und beugte sich vor ihm zur Erde nieder, worauf sie ihren Sohn aufhob und hinausging.

38 Und Elisa seinerseits kehrte nach Gilgal zurück, und es war Hungersnot im Land. Als die Söhne der Propheten vor ihm saßen, sagte er nach einiger Zeit zu seinem Bediensteten: „Setz den großen Kochtopf auf, und koch ein Gericht für die Söhne der Propheten.“ 39 Daher ging ein gewisser [Mann] hinaus aufs Feld, um Malven zu pflücken, und er fand schließlich eine wilde Rebe und pflückte dann wilde Kürbisse davon ab, sein Kleid voll, und kam dann und schnitt sie in Scheiben in den Kochtopf hinein, denn sie kannten sie nicht. 40 Später schütteten sie es für die Männer zum Essen aus. Und es geschah, sobald sie von dem Gericht aßen, daß sie ihrerseits schrien und zu sagen begannen: „Der Tod ist im Topf, o Mann des [wahren] Gottes.“ Und sie konnten nicht essen. 41 Da sprach er: „So holt Mehl.“ Nachdem er es in den Topf geworfen hatte, sagte er weiter: „Schütte es für die Leute aus, damit sie essen.“ Und nichts Schädliches fand sich im Topf.

42 Und da war ein Mann, der von Baal-Schalischa kam, und er brachte nun dem Mann des [wahren] Gottes Brot von den ersten reifen Früchten, zwanzig Gerstenbrote, und Jungkorn in seinem Brotbeutel. Dann sprach er: „Gib es den Leuten, damit sie essen.“ 43 Indes sagte sein Aufwärter: „Wie soll ich dies hundert Männern vorsetzen?“ Darauf sprach er: „Gib es den Leuten, daß sie essen, denn dies ist, was Jehova gesagt hat: ‚Man wird essen und Übriggebliebenes haben.‘ “ 44 Darauf setzte er es ihnen vor, und sie begannen zu essen, und sie hatten Übriggebliebenes gemäß dem Wort Jehovas.

Kapitel 5

5 Ein gewisser Naaman nun, der Heeroberste des Königs von Syrien, war ein großer Mann vor seinem Herrn geworden und wurde geachtet, denn durch ihn war es, daß Jehova Syrien Rettung verschafft hatte; und der Mann selbst hatte sich, obwohl aussätzig, als ein tapferer, starker Mann erwiesen. 2 Und die Syrer ihrerseits waren als Plündererstreifscharen ausgezogen, und sie führten dann ein kleines Mädchen aus dem Land Israel gefangen fort, und es war schließlich vor der Frau Naamans. 3 Im Laufe der Zeit sprach sie zu ihrer Herrin: „Wäre nur mein Herr vor dem Propheten, der in Samaria ist! In diesem Fall würde er ihn von seinem Aussatz befreien.“ 4 Danach kam jemand und berichtete seinem Herrn, indem [er] sagte: „So und so hat das Mädchen, das aus dem Land Israel ist, geredet.“

5 Dann sprach der König von Syrien: „Geh hin! Komm, und laß mich dem König von Israel einen Brief senden.“ Da machte er sich daran, zu gehen und in seine Hand zehn Talente Silber und sechstausend Goldstücke und zehn Wechselkleider zu nehmen. 6 Und er brachte dann den Brief dem König von Israel, der besagte: „Und jetzt, zur selben Zeit, da dieser Brief zu dir kommt, habe ich hier Naaman, meinen Knecht, zu dir gesandt, damit du ihn von seinem Aussatz befreist.“ 7 Und es geschah, sobald der König von Israel den Brief las, daß er sogleich seine Kleider zerriß und sprach: „Bin ich denn Gott, um zu Tode zu bringen und am Leben zu erhalten? Denn diese Person sendet zu mir, um einen Mann von seinem Aussatz zu befreien; denn nehmt es bitte zur Kenntnis, und seht, wie er Streit mit mir sucht.“

8 Und es geschah, sobald Elisa, der Mann des [wahren] Gottes, hörte, daß der König von Israel seine Kleider zerrissen hatte, da sandte er sofort zum König und ließ sagen: „Warum hast du deine Kleider zerrissen? Laß ihn bitte zu mir kommen, damit er erkennt, daß es einen Propheten in Israel gibt.“ 9 So kam Naaman mit seinen Pferden und seinen Kriegswagen und stand am Eingang des Hauses Elisas. 10 Elisa sandte jedoch einen Boten zu ihm und ließ sagen: „Geh hin, du sollst siebenmal im Jordan baden, damit dein Fleisch dir zurückkehrt; und sei rein.“ 11 Darauf wurde Naaman zornig und schickte sich an wegzugehen und sprach: „Siehe, ich habe [mir] gesagt: ‚Den ganzen Weg zu mir heraus wird er kommen und wird bestimmt dastehen und den Namen Jehovas, seines Gottes, anrufen und seine Hand über der Stelle hin und her bewegen und den Aussätzigen tatsächlich wiederherstellen.‘ 12 Sind nicht der Abana und der Parpar, die Ströme von Damaskus, besser als alle Gewässer Israels? Kann ich mich nicht darin baden und bestimmt rein werden?“ Damit wandte er sich und ging im Grimm hinweg.

13 Seine Diener näherten sich nun und redeten zu ihm und sprachen: „Mein Vater, würdest du, wäre es eine große Sache gewesen, die der Prophet selbst zu dir geredet hätte, sie nicht tun? Wieviel mehr also, da er zu dir gesagt hat: ‚Bade dich, und sei rein.‘?“ 14 Darauf ging er hinab und tauchte dann in den Jordan, siebenmal, nach dem Wort des Mannes des [wahren] Gottes, wonach sein Fleisch zurückkehrte, dem Fleisch eines kleinen Knaben gleich, und er wurde rein.

15 Dann ging er zu dem Mann des [wahren] Gottes zurück, er mit seinem ganzen Lager, und kam und stand vor ihm und sprach: „Siehe doch, ich weiß gewiß, daß es keinen Gott irgendwo auf der Erde gibt außer in Israel. Und nun nimm bitte eine Segensgabe von deinem Knecht an.“ 16 Aber er sagte: „So wahr Jehova lebt, vor dem ich ja stehe, ich will sie nicht annehmen.“ Und er begann in ihn zu dringen, sie anzunehmen, aber er weigerte sich beharrlich. 17 Schließlich sprach Naaman: „Wenn nicht, so möge bitte deinem Knecht etwas Erde gegeben werden, die Last eines Maultierpaares, denn dein Knecht wird nicht mehr irgendwelchen anderen Göttern als Jehova Brandopfer oder Schlachtopfer darbieten. 18 In dieser Sache möge Jehova deinem Knecht vergeben: Wenn mein Herr in das Haus Rimmons kommt, um sich dort niederzubeugen, und er sich auf meine Hand stützt, und ich muß mich im Haus Rimmons niederbeugen, so möge Jehova bitte deinem Knecht, wenn ich mich im Haus Rimmons niederbeuge, in dieser Hinsicht vergeben.“ 19 Darauf sagte er zu ihm: „Geh in Frieden.“ Demgemäß ging er von ihm eine gute Strecke Landes hinweg.

20 Dann sprach Gehasi, der Bedienstete Elisas, des Mannes des [wahren] Gottes: „Siehe, mein Herr hat Naaman, diesen Syrer, geschont, indem er aus seiner Hand das, was er gebracht hat, nicht annahm. So wahr Jehova lebt, ich will ihm nachlaufen und ihm etwas abnehmen.“ 21 Und Gehasi jagte dann Naaman nach. Als Naaman jemand hinter sich herlaufen sah, stieg er sofort von seinem Wagen herab, ihm entgegen, und sagte dann: „Steht alles gut?“ 22 Darauf sprach er: „Alles steht gut. Mein Herr selbst hat mich gesandt und läßt sagen: ‚Siehe! Gerade jetzt sind zwei junge Männer aus der Berggegend von Ephraim von den Söhnen der Propheten zu mir gekommen. Gib ihnen doch bitte ein Talent Silber und zwei Wechselkleider.‘ “ 23 Darauf sprach Naaman: „Entschließ dich, nimm zwei Talente.“ Und er drang wiederholt in ihn und band schließlich zwei Talente Silber in zwei Beutel, dazu zwei Wechselkleider, und gab sie zweien seiner Bediensteten, damit sie sie vor ihm hertrügen.

24 Als er nach Ophel kam, nahm er sie sogleich aus ihrer Hand und legte sie im Haus nieder und sandte die Männer weg. Da gingen sie fort. 25 Und er selbst kam herein und stand dann bei seinem Herrn. Elisa sagte nun zu ihm: „Woher [bist du gekommen], Gehasi?“ Er aber sprach: „Dein Knecht ist überhaupt nirgends hingegangen.“ 26 Darauf sagte er zu ihm: „Ist nicht mein Herz selbst mitgegangen, gerade als der Mann sich umwandte, um von seinem Wagen [abzusteigen], dir entgegen? Ist es eine Zeit, Silber anzunehmen oder Kleider anzunehmen oder Olivenhaine oder Weingärten oder Schafe oder Rinder oder Knechte oder Mägde? 27 Somit wird der Aussatz Naamans dir und deinen Nachkommen auf unabsehbare Zeit anhaften.“ Sogleich ging er von ihm hinaus, aussätzig, weiß wie Schnee.

Kapitel 6

6 Und die Söhne der Propheten begannen zu Elisa zu sprechen: „Siehe doch! Der Ort, wo wir vor dir wohnen, ist für uns zu eingeengt. 2 Laß uns bitte bis zum Jordan gehen und von dort jeder einen Balken nehmen und uns dort eine Stätte machen, an der wir wohnen können.“ Da sprach er: „Geht.“ 3 Und weiter sagte einer: „Entschließ dich bitte, und geh mit deinen Knechten.“ Darauf sprach er: „Ich selbst werde gehen.“ 4 Somit ging er mit ihnen, und sie kamen schließlich an den Jordan und begannen die Bäume umzuhauen. 5 Und es geschah, daß einer seinen Balken fällte, und das Axteisen selbst fiel ins Wasser. Und er begann zu schreien und zu sagen: „Ach, mein Herr, denn es war geborgt!“ 6 Dann sprach der Mann des [wahren] Gottes: „Wohin ist es gefallen?“ Da zeigte er ihm die Stelle. Sogleich schnitt er ein Stück Holz ab und warf es dorthin und brachte das Axteisen zum Schwimmen. 7 Er sagte nun: „Hol es dir herauf.“ Sofort streckte er seine Hand aus und nahm es.

8 Und der König von Syrien seinerseits ließ sich in Krieg gegen Israel ein. Daher beriet er sich mit seinen Dienern, indem [er] sprach: „An dem und dem Ort werdet ihr mit mir lagern.“ 9 Dann sandte der Mann des [wahren] Gottes zum König von Israel und ließ [ihm] sagen: „Hüte dich davor, an jenem Ort vorbeizuziehen, denn dort kommen die Syrer herab.“ 10 Da sandte der König von Israel an den Ort, von dem der Mann des [wahren] Gottes zu ihm gesprochen hatte. Und er warnte ihn, und er hielt sich von dort fern, nicht [nur] einmal oder zweimal.

11 Demzufolge wurde das Herz des Königs von Syrien über diese Sache wütend, so daß er seine Diener rief und zu ihnen sprach: „Wollt ihr mir nicht mitteilen, wer von denen, die zu uns gehören, für den König von Israel ist?“ 12 Da sagte einer seiner Diener: „Keiner, mein Herr und König, sondern Elisa, der Prophet, der in Israel ist, teilt dem König von Israel die Dinge mit, die du in deinem inneren Schlafgemach redest.“ 13 Da sprach er: „Geht hin, und seht, wo er ist, damit ich hinsende und ihn hole.“ Später wurde ihm Bericht erstattet und gesagt: „Siehe, er ist in Dothan.“ 14 Sogleich sandte er Pferde und Kriegswagen und eine starke Streitmacht dorthin; und dann kamen sie bei Nacht und umzingelten die Stadt.

15 Als der Diener des Mannes des [wahren] Gottes sich früh erhob, um aufzustehen, und hinausging, nun, da umringte eine Streitmacht die Stadt mit Pferden und Kriegswagen. Sofort sprach sein Bediensteter zu ihm: „Ach, mein Herr! Was sollen wir tun?“ 16 Er aber sagte: „Fürchte dich nicht, denn mehr sind derer, die mit uns sind, als derer, die mit ihnen sind.“ 17 Und Elisa begann zu beten und zu sprechen: „O Jehova, öffne bitte seine Augen, damit er sieht.“ Sogleich öffnete Jehova die Augen des Bediensteten, so daß er sah; und siehe, die Berggegend war voll von Pferden und Kriegswagen aus Feuer rings um Elisa her.

18 Als sie zu ihm herabzukommen begannen, fuhr Elisa fort, zu Jehova zu beten und zu sprechen: „Schlag bitte diese Nation mit Blindheit.“ Da schlug er sie mit Blindheit gemäß dem Wort Elisas. 19 Elisa sagte nun zu ihnen: „Das ist nicht der Weg, und das ist nicht die Stadt. Folgt mir, und laßt mich euch zu dem Mann geleiten, den ihr sucht.“ Er aber geleitete sie nach Samaria.

20 Und es geschah, sobald sie in Samaria ankamen, daß Elisa dann sprach: „O Jehova, öffne diesen die Augen, damit sie sehen.“ Sogleich öffnete Jehova ihnen die Augen, und sie konnten sehen; und siehe, sie waren mitten in Samaria. 21 Der König von Israel sagte nun zu Elisa, sobald er sie sah: „Soll ich [sie] niederschlagen, soll ich [sie] niederschlagen, mein Vater?“ 22 Er aber sprach: „Du sollst [sie] nicht niederschlagen. Schlägst du die nieder, die du mit deinem Schwert und mit deinem Bogen gefangengenommen hast? Setz ihnen Brot und Wasser vor, damit sie essen und trinken und zu ihrem Herrn gehen.“ 23 Demgemäß bereitete er ein großes Festmahl für sie; und sie begannen zu essen und zu trinken, wonach er sie wegsandte, und sie gingen zu ihrem Herrn. Und kein einziges Mal kamen die Plündererstreifscharen der Syrer wieder in das Land Israel.

24 Und es geschah danach, daß Ben-Hadad, der König von Syrien, daranging, sein ganzes Heerlager zusammenzubringen und hinaufzuziehen und Samaria zu belagern. 25 Im Laufe der Zeit entstand eine große Hungersnot in Samaria, und siehe, sie belagerten es, bis der Kopf eines Esels schließlich achtzig Silberstücke wert war, und ein Viertel eines Kab-Maßes Taubenmist war fünf Silberstücke wert. 26 Und es geschah, als der König von Israel auf der Mauer einherging, daß eine gewisse Frau zu ihm schrie, indem [sie] sagte: „Rette doch, o mein Herr und König!“ 27 Darauf sprach er: „Wenn Jehova dich nicht rettet, von woher soll ich dir Rettung verschaffen, entweder von der Dreschtenne oder von der Weinkelter oder Ölpresse?“ 28 Und der König sagte weiter zu ihr: „Was hast du?“ Da sprach sie: „Diese Frau da hat zu mir gesagt: ‚Gib deinen Sohn her, damit wir ihn heute essen, und meinen eigenen Sohn werden wir morgen essen.‘ 29 Daher kochten wir meinen Sohn und aßen ihn. Dann sprach ich zu ihr am nächsten Tag: ‚Gib deinen Sohn her, damit wir ihn essen.‘ Doch sie verbarg ihren Sohn.“

30 Und es geschah, sobald der König die Worte der Frau hörte, daß er sogleich seine Kleider zerriß; und während er auf der Mauer einherging, sah das Volk dann, und siehe, er hatte darunter Sacktuch auf seinem Fleische. 31 Und weiter sagte er: „So möge Gott mir tun und so möge er hinzufügen, wenn der Kopf Elisas, des Sohnes Schaphats, heute auf ihm stehenbleibt!“

32 Und Elisa saß in seinem eigenen Haus, und die älteren Männer saßen bei ihm, als er einen Mann von sich aussandte. Ehe der Bote zu ihm hereinkommen konnte, sprach er selbst zu den älteren Männern: „Habt ihr gesehen, wie dieser Sohn eines Mörders hingesandt hat, mir den Kopf wegzunehmen? Seht zu: Sobald der Bote kommt, schließt die Tür, und ihr sollt ihn mit der Tür zurückdrängen. Ist da nicht der Schall der Füße seines Herrn hinter ihm?“ 33 Während er noch mit ihnen redete, da kam der Bote zu ihm herab, und [der König] sagte dann: „Siehe, das ist das Unglück von Jehova aus. Warum sollte ich noch länger auf Jehova warten?“

Jule | 06.23.09 | 2. Könige, eigene Gedanken zum Geschehen, Text in der Bibel | 35 Comments |

2. König 1 – 3

Kapitel 1

DAS ZWEITE BUCH DER KÖNIGE

oder, nach der griechischen Septuaginta, DAS VIERTE BUCH DER KÖNIGE

1 Und Moab begann sich nach dem Tod Ahabs gegen Israel aufzulehnen.

2 Damals fiel Ahasja durch das Gitter in seinem Dachgemach, das in Samaria war, und wurde krank. Daher entsandte er Boten und sprach zu ihnen: „Geht, befragt Baal-Sebub, den Gott von Ekron, ob ich von dieser Krankheit wieder aufleben werde.“ 3 Was den Engel Jehovas betrifft, er redete zu Elia, dem Tischbiter: „Mache dich auf, geh hinauf, den Boten des Königs von Samaria entgegen, und sprich zu ihnen: ‚Ist es, weil gar kein Gott in Israel ist, daß ihr hingeht, Baal-Sebub, den Gott von Ekron, zu befragen? 4 Darum also hat Jehova dies gesagt: „Von dem Ruhebett, das du bestiegen hast, wirst du nicht herunterkommen, denn du wirst ganz bestimmt sterben.“ ‚ “ Damit ging Elia weg.

5 Als die Boten zu ihm zurückkamen, sprach er sofort zu ihnen: „Warum seid ihr zurückgekommen?“ 6 Da sagten sie zu ihm: „Es kam ein Mann herauf, uns entgegen, und er sprach dann zu uns: ‚Geht, kehrt zu dem König zurück, der euch gesandt hat, und ihr sollt zu ihm reden: „Dies ist, was Jehova gesagt hat: ‚Ist es, weil gar kein Gott in Israel ist, daß du hinsendest, um Baal-Sebub, den Gott von Ekron, zu befragen? Deshalb wirst du von dem Ruhebett, das du bestiegen hast, nicht herunterkommen, denn du wirst ganz bestimmt sterben.‘ “ ‚ “ 7 Darauf redete er zu ihnen: „Wie war das Aussehen des Mannes, der heraufkam, euch entgegen, und dann diese Worte zu euch redete?“ 8 Da sprachen sie zu ihm: „Ein Mann, der ein härenes Gewand besaß, um seine Lenden mit einem Ledergürtel gegürtet.“ Sogleich sagte er: „Es war Elia, der Tischbiter.“

9 Und er sandte dann einen Obersten über fünfzig mit seinen fünfzig zu ihm. Als dieser zu ihm hinaufging, da saß er auf dem Gipfel des Berges. Er redete nun zu ihm: „Mann des [wahren] Gottes, der König selbst hat geredet: ‚Komm doch herab.‘ “ 10 Aber Elia antwortete und redete zu dem Obersten über die Fünfzigschaft: „Nun, wenn ich ein Mann Gottes bin, so möge Feuer aus den Himmeln herabkommen und dich und deine fünfzig fressen.“ Und Feuer kam dann aus den Himmeln herab und fraß ihn und seine fünfzig.

11 Da sandte er abermals einen anderen Obersten über fünfzig mit seinen fünfzig zu ihm. Er seinerseits antwortete und redete zu ihm: „Mann des [wahren] Gottes, dies ist, was der König gesprochen hat: ‚Komm doch eilends herab.‘ “ 12 Aber Elia antwortete und redete zu ihnen: „Wenn ich ein Mann des [wahren] Gottes bin, so möge Feuer aus den Himmeln herabkommen und dich und deine fünfzig fressen.“ Und Feuer Gottes kam dann aus den Himmeln herab und fraß ihn und seine fünfzig.

13 Und er sandte daraufhin noch einen dritten Obersten über fünfzig und seine fünfzig hin. Aber der dritte Oberste über fünfzig ging hinauf und kam und beugte sich vor Elia auf seine Knie nieder und begann ihn um Gunst anzuflehen und zu ihm zu reden: „Mann des [wahren] Gottes, laß bitte meine Seele und die Seele dieser deiner fünfzig Knechte kostbar sein in deinen Augen. 14 Siehe, Feuer ist aus den Himmeln herabgekommen und hat dann die beiden vorigen Obersten über fünfzig und ihre Fünfzigschaften gefressen, jetzt aber laß meine Seele kostbar sein in deinen Augen.“

15 Darauf redete der Engel Jehovas zu Elia: „Geh mit ihm hinab. Fürchte dich nicht vor ihm.“ Da stand er auf und ging mit ihm hinab zum König. 16 Dann redete er zu ihm: „Dies ist, was Jehova gesagt hat: ‚Deshalb, weil du Boten gesandt hast, um Baal-Sebub, den Gott von Ekron, zu befragen, ist es, weil es in Israel gar keinen Gott gibt, dessen Wort man befragen könnte? Darum wirst du von dem Ruhebett, das du bestiegen hast, nicht herabkommen, denn du wirst ganz bestimmt sterben.‘ “ 17 Und er starb schließlich, gemäß dem Wort Jehovas, das Elia geredet hatte; und Joram begann an seiner Statt zu regieren, im zweiten Jahr Jorams, des Sohnes Josaphats, des Königs von Juda, denn einen Sohn hatte er nicht bekommen.

18 Was das übrige der Dinge Ahasjas betrifft, die er getan hat, ist es nicht aufgeschrieben in dem Buch der Angelegenheiten der Tage der Könige von Israel?

Kapitel 2

2 Und es geschah, als Jehova im Begriff war, Elia in einem Windsturm zum Himmel hinaufzunehmen, daß Elia und Elisa dann aus Gilgal hinausgingen. 2 Und Elia begann zu Elisa zu sagen: „Bleib bitte hier, denn Jehova selbst hat mich bis nach Bethel hin gesandt.“ Aber Elisa sprach: „So wahr Jehova lebt und so wahr deine Seele lebt, ich will dich nicht verlassen.“ So gingen sie nach Bethel hinab. 3 Dann kamen die Söhne der Propheten, die in Bethel waren, zu Elisa heraus und sagten zu ihm: „Weißt du wirklich, daß heute Jehova deinen Herrn aus der Stellung als Haupt über dir hinwegnimmt?“ Darauf sprach er: „Auch ich weiß es wohl. Schweigt.“

4 Elia sagte nun zu ihm: „Elisa, bleib bitte hier, denn Jehova selbst hat mich nach Jericho gesandt.“ Er aber sprach: „So wahr Jehova lebt und so wahr deine Seele lebt, ich will dich nicht verlassen.“ So kamen sie dann nach Jericho. 5 Da näherten sich die Söhne der Propheten, die in Jericho waren, Elisa und sagten zu ihm: „Weißt du wirklich, daß heute Jehova deinen Herrn aus der Stellung als Haupt über dir hinwegnimmt?“ Darauf sprach er: „Auch ich weiß es wohl. Schweigt.“

6 Elia sagte nun zu ihm: „Bleib bitte hier, denn Jehova selbst hat mich an den Jordan gesandt.“ Er aber sprach: „So wahr Jehova lebt und so wahr deine Seele lebt, ich will dich nicht verlassen.“ So gingen sie beide weiter. 7 Und da waren fünfzig Männer von den Söhnen der Propheten, die hingingen und in Sichtweite in einiger Entfernung stehenblieben; sie beide aber, sie standen am Jordan. 8 Dann nahm Elia sein Amtsgewand und wickelte es zusammen und schlug die Wasser, und sie wurden allmählich geteilt, hierhin und dorthin, so daß sie beide auf dem trockenen Boden hinübergingen.

9 Und es geschah, sobald sie hinübergegangen waren, daß Elia seinerseits zu Elisa sagte: „Erbitte, was ich für dich tun sollte, bevor ich von dir genommen werde.“ Hierauf sprach Elisa: „Daß mir bitte zwei Anteile an deinem Geist zukommen mögen.“ 10 Darauf sagte er: „Du hast Schwieriges erbeten. Wenn du mich siehst, während ich von dir genommen werde, wird es dir so geschehen; wenn aber nicht, wird es nicht geschehen.“

11 Und es geschah, als sie weiterwanderten, wobei sie redeten, während sie gingen, siehe da, ein feuriger Kriegswagen und feurige Rosse, und sie führten dann eine Trennung zwischen ihnen beiden herbei; und Elia fuhr im Windsturm zum Himmel auf. 12 Die ganze Zeit sah es Elisa, und er schrie: „Mein Vater, mein Vater, der Kriegswagen Israels und seine Reiter!“ Und er sah ihn nicht mehr. Demzufolge ergriff er seine eigenen Kleider und zerriß sie in zwei Stücke. 13 Danach hob er das Amtsgewand Elias auf, das von ihm herabgefallen war, und ging zurück und stand am Ufer des Jordan. 14 Dann nahm er das Amtsgewand Elias, das von ihm gefallen war, und schlug die Wasser und sprach: „Wo ist Jehova, der Gott Elias, ja ER?“ Als er die Wasser schlug, da wurden sie allmählich geteilt, hierhin und dorthin, so daß Elisa hinüberging.

15 Als die Söhne der Propheten, die in Jericho waren, ihn aus einiger Entfernung sahen, begannen sie zu sprechen: „Der Geist Elias hat sich auf Elisa niedergelassen.“ Daher kamen sie ihm entgegen und beugten sich vor ihm zur Erde nieder. 16 Und sie sagten dann zu ihm: „Siehe nun, bei deinen Knechten sind fünfzig Männer, tapfere Leute. Laß sie bitte hingehen und deinen Herrn suchen. Es mag sein, daß der Geist Jehovas ihn emporgehoben und dann auf einen der Berge oder in eines der Täler geworfen hat.“ Er aber sprach: „Ihr sollt sie nicht senden.“ 17 Und sie drangen weiter in ihn, bis er verlegen wurde, so daß er sagte: „Sendet!“ Sie sandten nun fünfzig Männer; und sie suchten drei Tage lang, aber sie fanden ihn nicht. 18 Als sie zu ihm zurückkehrten, wohnte er in Jericho. Dann sprach er zu ihnen: „Habe ich nicht zu euch gesagt: ‚Geht nicht hin.‘?“

19 Im Laufe der Zeit sprachen die Männer der Stadt zu Elisa: „Siehe doch, die Lage der Stadt ist gut, so wie mein Herr sieht; aber das Wasser ist schlecht, und das Land verursacht Fehlgeburten.“ 20 Darauf sagte er: „Holt mir eine kleine neue Schüssel und tut Salz hinein.“ Und sie holten sie ihm. 21 Dann ging er hinaus zum Wasserquell und warf Salz hinein und sprach: „Dies ist, was Jehova gesagt hat: ‚Ich mache dieses Wasser tatsächlich gesund. Nie mehr wird Tod oder irgend etwas, was Fehlgeburten verursacht, daraus hervorgehen.‘ “ 22 Und das Wasser ist geheilt geblieben bis auf diesen Tag, nach Elisas Wort, das er geredet hatte.

23 Und er ging dann von dort nach Bethel hinauf. Als er auf dem Weg hinaufging, da waren kleine Buben, die aus der Stadt herauskamen und ihn zu verhöhnen begannen und die fortwährend zu ihm sprachen: „Geh hinauf, du Kahlkopf! Geh hinauf, du Kahlkopf!“ 24 Schließlich wandte er sich um und sah sie und rief im Namen Jehovas Übles auf sie herab. Dann kamen zwei Bärinnen aus dem Wald und zerrissen von ihnen zweiundvierzig Kinder in Stücke. 25 Und er ging von dort zum Berg Karmel weiter, und von dort kehrte er nach Samaria zurück.

Kapitel 3

3 Was Joram, den Sohn Ahabs, betrifft, er wurde im achtzehnten Jahr Josaphats, des Königs von Juda, in Samaria König über Israel, und er regierte zwölf Jahre lang. 2 Und er tat weiterhin, was böse war in Jehovas Augen, nur nicht wie sein Vater oder wie seine Mutter, sondern er entfernte die heilige Säule Baals, die sein Vater gemacht hatte. 3 Nur hielt er an den Sünden Jerobeams, des Sohnes Nebats, fest, mit denen er Israel veranlaßt hatte zu sündigen. Er wich nicht davon ab.

4 Was Mesa, den König von Moab, betrifft, er wurde ein Schafzüchter, und er zahlte dem König von Israel [als Tribut] hunderttausend Lämmer und hunderttausend ungeschorene männliche Schafe. 5 Und es geschah, sobald Ahab starb, daß sich der König von Moab gegen den König von Israel aufzulehnen begann. 6 Demzufolge zog König Joram an jenem Tag von Samaria aus und musterte ganz Israel. 7 Er ging weiter und sandte nun zu Josaphat, dem König von Juda, und ließ sagen: „Der König von Moab selbst hat sich gegen mich aufgelehnt. Willst du mit mir nach Moab in den Krieg ziehen?“ Darauf sagte er: „Ich werde mitziehen. Ich bin so wie du; mein Volk ist so wie dein Volk; meine Pferde sind so wie deine Pferde.“ 8 Und er sprach weiter: „Auf welchem besonderen Weg sollen wir hinaufziehen?“ Da sagte er: „Auf dem Weg der Wildnis von Edom.“

9 Und der König von Israel und der König von Juda und der König von Edom machten sich daran zu gehen, und sie gingen fortgesetzt ihren Weg rundherum, sieben Tage lang, und es erwies sich, daß kein Wasser da war für das Lager und für die Haustiere, die ihnen auf dem Fuße folgten. 10 Schließlich sprach der König von Israel: „Wie unglücklich, daß Jehova diese drei Könige gerufen hat, um sie in die Hand Moabs zu geben!“ 11 Darauf sagte Josaphat: „Ist hier denn nicht ein Prophet Jehovas? Dann laßt uns Jehova durch ihn befragen.“ Da antwortete einer von den Dienern des Königs von Israel und sprach: „Hier ist Elisa, der Sohn Schaphats, der Wasser auf die Hände Elias gegossen hat.“ 12 Da sagte Josaphat: „Das Wort Jehovas ist bei ihm vorhanden.“ Deshalb gingen der König von Israel und Josaphat und der König von Edom zu ihm hinab.

13 Und Elisa sprach dann zum König von Israel: „Was habe ich mit dir zu schaffen? Geh zu den Propheten deines Vaters und zu den Propheten deiner Mutter.“ Aber der König von Israel sagte zu ihm: „Nein, denn Jehova hat diese drei Könige gerufen, um sie in die Hand Moabs zu geben.“ 14 Darauf sprach Elisa: „So wahr Jehova der Heerscharen lebt, vor dem ich in der Tat stehe, wenn es nicht wäre, daß es das Angesicht Josaphats, des Königs von Juda, ist, auf das ich Rücksicht nehme, so würde ich nicht auf dich blicken noch dich ansehen. 15 Und nun, ihr Männer, holt mir einen Saitenspieler.“ Und es geschah, sobald der Saitenspieler spielte, daß die Hand Jehovas über ihn kam. 16 Und er sprach weiter: „Dies ist, was Jehova gesagt hat: ‚Man mache dieses Wildbachtal voller Gräben; 17 denn dies ist, was Jehova gesagt hat: „Ihr werdet keinen Wind sehen, und ihr werdet keinen Regenguß sehen; dennoch wird dieses Wildbachtal mit Wasser gefüllt werden, und ihr werdet gewiß [davon] trinken, ihr und euer Vieh und eure Haustiere.“ ‚ 18 Und dies wird bestimmt etwas Geringes sein in den Augen Jehovas, und er wird Moab tatsächlich in eure Hand geben. 19 Und ihr sollt jede befestigte Stadt und jede auserlesene Stadt schlagen, und jeden guten Baum solltet ihr fällen, und alle Wasserquellen solltet ihr verstopfen, und jedes gute Stück Land solltet ihr mit Steinen verwüsten.“

20 Und es geschah am Morgen, um die Zeit, da das Getreideopfer aufsteigt, daß, siehe, Wasser aus der Richtung von Edom kam, und das Land wurde mit dem Wasser gefüllt.

21 Was alle Moabiter betrifft, sie hörten, daß die Könige heraufgekommen waren, um gegen sie zu kämpfen. Demzufolge riefen sie [Männer] zusammen, aus so vielen, wie sich einen Gürtel umgürteten, und darüber, und sie begannen an der Grenze zu stehen. 22 Als sie früh am Morgen aufstanden, strahlte die Sonne über das Wasser hin, so daß die Moabiter von der gegenüberliegenden Seite das Wasser rot wie Blut sahen. 23 Und sie begannen zu sprechen: „Das ist Blut! Die Könige sind zweifellos dem Schwert hingegeben worden, und dann haben sie sich gegenseitig niedergeschlagen. Und nun an die Beute, o Moab!“ 24 Als sie zum Lager Israels kamen, machten sich die Israeliten sogleich auf und begannen die Moabiter niederzuschlagen, so daß sie vor ihnen die Flucht ergriffen. Somit kamen sie nach Moab, wobei sie im Kommen die Moabiter niederschlugen. 25 Und die Städte rissen sie dann nieder, und was jedes gute Stück Land betrifft, so warfen sie jeder seinen Stein [darauf] und füllten es tatsächlich [damit] an; und jede Wasserquelle verstopften sie jeweils, und jeden guten Baum fällten sie dann, bis sie von Kir-Hareseth nur die Steine darin übrigließen; und die Schleuderer begannen es zu umzingeln und es niederzuschlagen.

26 Als der König von Moab sah, daß die Schlacht für ihn übermächtig wurde, nahm er sogleich siebenhundert Mann mit sich, die das Schwert zogen, um zum König von Edom durchzubrechen; aber sie vermochten es nicht. 27 Schließlich nahm er seinen erstgeborenen Sohn, der an seiner Statt regieren sollte, und opferte ihn als Brandschlachtopfer auf der Mauer. Und es entstand ein sehr heftiger Zorn gegen Israel, so daß sie von ihm abzogen und in ihr Land zurückkehrten.

Jule | 06.22.09 | 2. Könige, eigene Gedanken zum Geschehen, Text in der Bibel | 19 Comments |

1. Könige 20 – 22

Kapitel 20

20 Was Ben-Hadad, den König von Syrien, betrifft, er brachte alle seine Streitkräfte zusammen und auch zweiunddreißig Könige mit ihm und Pferde und Wagen, und er ging dann hinauf und belagerte Samaria und kämpfte gegen dasselbe. 2 Dann sandte er Boten zu Ahab, dem König von Israel, in die Stadt. Und er sprach weiter zu ihm: „Dies ist, was Ben-Hadad gesagt hat: 3 ‚Dein Silber und dein Gold sind mein, und deine Frauen und deine Söhne, die am besten aussehenden, sind mein.‘ “ 4 Darauf antwortete der König von Israel und sagte: „Gemäß deinem Wort, mein Herr und König, dein bin ich mit allem, was mir gehört.“

5 Später kamen die Boten zurück und sprachen: „Dies ist, was Ben-Hadad gesagt hat: ‚Ich sandte zu dir und ließ sagen: „Dein Silber und dein Gold und deine Frauen und deine Söhne wirst du mir geben. 6 Doch morgen um diese Zeit werde ich meine Diener zu dir senden, und sie sollen dein Haus und die Häuser deiner Diener sorgfältig durchsuchen; und es soll geschehen, daß sie alles deinen Augen Begehrenswerte in ihre Hand tun werden, und sie sollen es wegholen.“ ‚ “

7 Darauf rief der König von Israel alle älteren Männer des Landes und sprach: „Nehmt bitte Kenntnis, und seht, daß dieser Unglück sucht; denn er hat zu mir nach meinen Frauen und meinen Söhnen und meinem Silber und meinem Gold gesandt, und ich habe sie ihm nicht vorenthalten.“ 8 Dann sprachen alle älteren Männer und alles Volk zu ihm: „Gehorche nicht, und du solltest nicht einwilligen.“ 9 Da sagte er zu den Boten Ben-Hadads: „Sprich zu meinem Herrn, dem König: ‚Alles, was du deinem Knecht zuerst entboten hast, werde ich tun; aber diese Sache kann ich nicht tun.‘ “ Damit gingen die Boten hin und überbrachten ihm den Bescheid.

10 Ben-Hadad sandte nun zu ihm und sagte: „So mögen die Götter mir tun und so mögen sie hinzufügen, wenn der Staub Samarias genügen wird, die Hände all des Volkes zu füllen, das mir nachfolgt!“ 11 Seinerseits antwortete der König von Israel und sprach: „Ihr Männer, sagt [zu ihm]: ‚Der sich Gürtende rühme sich nicht wie der [den Gürtel] Lösende.‘ “ 12 Und es geschah, sobald er dieses Wort hörte, während er selbst und die Könige in den Hütten tranken, daß er sogleich zu seinen Knechten sprach: „Setzt an!“ Und sie begannen gegen die Stadt anzusetzen.

13 Und siehe, ein gewisser Prophet näherte sich Ahab, dem König von Israel, und sagte dann: „Dies ist, was Jehova gesprochen hat: ‚Hast du diese ganze große Menge gesehen? Siehe, ich gebe sie heute in deine Hand, und du wirst sicherlich wissen, daß ich Jehova bin.‘ “ 14 Dann sprach Ahab: „Durch wen?“, worauf er sagte: „Dies ist, was Jehova gesprochen hat: ‚Durch die jungen Männer der Fürsten der Gerichtsbezirke.‘ “ Schließlich sagte er: „Wer wird den Kampf eröffnen?“, worauf er sprach: „Du!“

15 Und er ging daran, die jungen Männer der Fürsten der Gerichtsbezirke zu zählen, und es waren ihrer schließlich zweihundertzweiunddreißig; und danach nahm er die Zählung des ganzen Volkes vor, aller Söhne Israels, siebentausend. 16 Und sie begannen um Mittag auszuziehen, während sich Ben-Hadad in den Hütten betrank, er zusammen mit den Königen, den zweiunddreißig Königen, die ihm halfen. 17 Als die jungen Männer der Fürsten der Gerichtsbezirke zuerst auszogen, sandte Ben-Hadad sofort hin; und man teilte es ihm dann mit, indem [man] sagte: „Da sind Männer, die aus Samaria gekommen sind.“ 18 Darauf sprach er: „Ob es zum Frieden ist, daß sie ausgezogen sind, ihr solltet sie lebendig ergreifen; oder ob es zur Schlacht ist, daß sie ausgezogen sind, lebendig solltet ihr sie ergreifen.“ 19 Und diese waren es, die aus der Stadt auszogen: die jungen Männer der Fürsten der Gerichtsbezirke und die Streitkräfte, die hinter ihnen waren. 20 Und sie begannen ein jeder seinen Mann niederzuschlagen; und die Syrer ergriffen die Flucht, und Israel jagte ihnen dann nach, aber Ben-Hadad, der König von Syrien, entkam schließlich auf einem Pferd samt den Reitern. 21 Aber der König von Israel zog aus und schlug die Pferde und die Wagen fortgesetzt nieder, und er schlug die Syrer mit einer großen Schlachtung.

22 Später näherte sich der Prophet dem König von Israel und sagte zu ihm: „Geh, stärke dich, und nimm Kenntnis, und sieh, was du tun wirst; denn bei der Wiederkehr des Jahres wird der König von Syrien gegen dich heraufkommen.“

23 Was die Diener des Königs von Syrien betrifft, sie sprachen zu ihm: „Ihr Gott ist ein Gott der Berge. Darum erwiesen sie sich stärker als wir. So laßt uns andererseits gegen sie auf dem ebenen Land kämpfen [und sehen], ob wir uns nicht als stärker denn sie erweisen. 24 Und tu diese Sache: Entferne die Könige, einen jeden von seinem Ort, und setze Statthalter an ihre Stelle. 25 Was dich betrifft, du solltest dir eine Streitmacht abzählen gleich der Streitmacht, die von deiner Seite gefallen ist, mit Pferd für Pferd und Wagen für Wagen; und wir wollen auf dem ebenen Land gegen sie kämpfen [und sehen], ob wir uns nicht als stärker denn sie erweisen.“ Daher hörte er auf ihre Stimme und tat geradeso.

26 Und es geschah bei der Wiederkehr des Jahres, daß Ben-Hadad daranging, die Syrer zu mustern und nach Aphek zur Schlacht gegen Israel hinaufzuziehen. 27 Was die Söhne Israels betrifft, sie wurden gemustert und [mit dem Nötigen] versorgt und begannen auszuziehen, ihnen entgegen; und die Söhne Israels lagerten sich vor ihnen wie zwei winzige Ziegenherden, während die Syrer ihrerseits das Land füllten. 28 Dann näherte sich der Mann des [wahren] Gottes und sprach zum König von Israel, ja er sagte weiter: „Dies ist, was Jehova gesprochen hat: ‚Darum, daß die Syrer gesagt haben: „Jehova ist ein Gott der Berge, und er ist nicht ein Gott der Tiefebenen“, muß ich diese ganze große Menge in deine Hand geben, und ihr werdet bestimmt wissen, daß ich Jehova bin.‘ “

29 Und sie lagerten weiterhin sieben Tage lang, diese vor jenen. Und es geschah am siebten Tag, daß der Kampf eröffnet wurde; und die Söhne Israels schlugen dann die Syrer nieder, hunderttausend Mann zu Fuß an e i n e m Tag. 30 Und die Übriggebliebenen flohen nach Aphek in die Stadt; und die Mauer fiel dann auf siebenundzwanzigtausend Mann, die übriggeblieben waren. Was Ben-Hadad betrifft, er floh und kam schließlich in die Stadt, in das innerste Gemach.

31 Da sprachen seine Diener zu ihm: „Siehe nun, wir haben gehört, daß die Könige des Hauses Israel Könige von liebender Güte sind. Laß uns bitte Sacktuch um unsere Lenden tragen und Stricke um unsere Häupter, und laß uns zum König von Israel ausziehen. Vielleicht wird er deine Seele am Leben erhalten.“ 32 Somit gürteten sie Sacktuch um ihre Lenden und kamen mit Stricken um ihre Häupter zum König von Israel herein und sprachen: „Dein Knecht Ben-Hadad hat gesagt: ‚Laß bitte meine Seele leben.‘ “ Darauf sprach er: „Ist er noch am Leben? Er ist mein Bruder.“ 33 So nahmen es die Männer ihrerseits als ein Omen und faßten es schnell als einen von ihm selbst [ausgehenden] Beschluß auf, und sie sagten weiter: „Ben-Hadad ist dein Bruder.“ Darauf sprach er: „Kommt, holt ihn.“ Da ging Ben-Hadad zu ihm hinaus; und er ließ ihn sogleich in den Wagen steigen.

34 [Ben-Hadad] sagte nun zu ihm: „Die Städte, die mein Vater von deinem Vater nahm, werde ich zurückgeben; und Straßen wirst du dir selbst in Damaskus bestimmen, ebenso wie mein Vater [solche] in Samaria bestimmte.“

„Und was mich betrifft, unter einem Bund werde ich dich wegsenden.“

Damit schloß er einen Bund mit ihm und sandte ihn weg.

35 Und ein gewisser Mann von den Söhnen der Propheten sprach zu seinem Freund nach dem Wort Jehovas: „Schlag mich bitte.“ Aber der Mann weigerte sich, ihn zu schlagen. 36 Daher sagte er zu ihm: „Darum, daß du nicht auf die Stimme Jehovas gehört hast, siehe, du gehst von mir weg, und ein Löwe wird dich bestimmt niederschlagen.“ Danach ging er von seiner Seite weg, und der Löwe fand ihn dann und schlug ihn nieder.

37 Und er fand dann einen anderen Mann und sprach: „Schlag mich bitte.“ Da schlug ihn der Mann, schlug und verwundete [ihn].

38 Dann ging der Prophet und blieb, auf den König [wartend], am Weg stehen, und er hielt sich durch eine Binde über seinen Augen unerkennbar. 39 Und es geschah, daß er, sobald der König vorüberging, zum König schrie und dann sagte: „Dein Knecht seinerseits zog aus in das dichteste Schlachtgetümmel, und siehe, ein Mann trat aus der Reihe, und er brachte einen Mann zu mir und sprach dann: ‚Bewache diesen Mann. Wenn er irgendwie vermißt werden sollte, so wird deine Seele an Stelle seiner Seele sein müssen, oder sonst wirst du ein Talent Silber darwiegen.‘ 40 Und es geschah, als dein Knecht hier und dort tätig war, nun, da war er fort.“ Darauf sagte der König von Israel zu ihm: „Solches ist dein eigenes Gericht. Du selbst hast entschieden.“ 41 Darauf entfernte er eilends die Binde von seinen Augen, und der König von Israel erkannte ihn dann, daß er von den Propheten war. 42 Er sprach nun zu ihm: „Dies ist, was Jehova gesagt hat: ‚Darum, daß du den mir zur Vernichtung geweihten Mann aus deiner Hand losgelassen hast, soll deine Seele an Stelle seiner Seele sein und dein Volk an Stelle seines Volkes.‘ “ 43 Darauf ging der König von Israel hin zu seinem Haus, mißmutig und niedergeschlagen, und kam nach Samaria.

Kapitel 21

21 Und es geschah nach diesen Dingen, daß da ein Weingarten war, welcher Naboth, dem Jesreëliter, gehörte, der in Jesreël neben dem Palast Ahabs, des Königs von Samaria, [lag]. 2 Da redete Ahab zu Naboth, indem [er] sprach: „Gib mir doch deinen Weingarten, damit er mir als Gemüsegarten diene, denn er ist in der Nähe meines Hauses; und laß mich dir statt dessen einen Weingarten geben, besser als er. [Oder] wenn es gut ist in deinen Augen, will ich dir Geld als den Kaufpreis dafür geben.“ 3 Aber Naboth sagte zu Ahab: „Es ist im Hinblick auf Jehovas Standpunkt für mich undenkbar, daß ich dir den Erbbesitz meiner Vorväter gebe.“ 4 Demzufolge kam Ahab in sein Haus, mißmutig und niedergeschlagen wegen des Wortes, das Naboth, der Jesreëliter, zu ihm geredet hatte, als er sprach: „Ich werde dir den Erbbesitz meiner Vorväter nicht geben.“ Dann legte er sich auf sein Ruhebett und hielt sein Gesicht abgewandt, und er aß kein Brot.

5 Schließlich kam Isebel, seine Frau, zu ihm herein und redete zu ihm: „Wie kommt es, daß dein Geist mißmutig ist und daß du kein Brot ißt?“ 6 Darauf redete er zu ihr: „Weil ich nun zu Naboth, dem Jesreëliter, redete und zu ihm sprach: ‚Gib mir doch deinen Weingarten um Geld. Oder wenn du es vorziehst, laß mich dir statt seiner einen anderen Weingarten geben.‘ Er aber sagte: ‚Ich werde dir meinen Weingarten nicht geben.‘ “ 7 Da sprach Isebel, seine Frau, zu ihm: „Bist du es, der jetzt das Königtum über Israel ausübt? Steh auf, iß Brot, und sei frohen Herzens. Ich selbst werde dir den Weingarten Naboths, des Jesreëliters, geben.“ 8 Demgemäß schrieb sie Briefe in Ahabs Namen und versiegelte sie mit seinem Siegel und sandte die Briefe an die älteren Männer und die Edlen, die mit Naboth in seiner Stadt wohnten. 9 Sie schrieb aber in den Briefen, indem [sie] sprach: „Ruft ein Fasten aus, und laßt Naboth zu Häupten des Volkes sitzen. 10 Und laßt zwei Männer, Nichtsnutze, vor ihm sitzen, und laßt sie Zeugnis gegen ihn ablegen, indem [sie] sagen: ‚Du hast Gott und dem König geflucht!‘ Und führt ihn hinaus, und steinigt ihn, daß er stirbt.“

11 So taten die Männer seiner Stadt, die älteren Männer und die Edlen, die in seiner Stadt wohnten, geradeso wie Isebel ihnen entboten hatte, so wie es in den Briefen geschrieben war, die sie ihnen gesandt hatte. 12 Sie riefen ein Fasten aus und ließen Naboth zu Häupten des Volkes sitzen. 13 Dann kamen zwei Männer, Nichtsnutze, herein und setzten sich vor ihn hin; und die nichtsnutzigen Männer begannen gegen ihn Zeugnis abzulegen, das heißt gegen Naboth, vor dem Volk, indem [sie] sprachen: „Naboth hat Gott und dem König geflucht!“ Danach führten sie ihn hinaus in das Randgebiet der Stadt und steinigten ihn mit Steinen, so daß er starb. 14 Sie sandten nun zu Isebel und ließen sagen: „Naboth ist gesteinigt worden, so daß er tot ist.“

15 Und es geschah, sobald Isebel hörte, daß Naboth zu Tode gesteinigt worden war, daß Isebel sogleich zu Ahab sprach: „Mache dich auf, nimm den Weingarten Naboths, des Jesreëliters, in Besitz, den für Geld dir zu geben er sich geweigert hat; denn Naboth ist nicht mehr am Leben, sondern ist tot.“ 16 Und es geschah, sobald Ahab hörte, daß Naboth tot war, da machte sich Ahab sogleich auf, um zum Weingarten Naboths, des Jesreëliters, hinabzugehen, damit er ihn in Besitz nehme.

17 Und Jehovas Wort erging an Elia, den Tischbiter, und lautete: 18 „Mache dich auf, geh hinab, Ahab, dem König von Israel, entgegen, der in Samaria ist. Dort ist er, im Weingarten Naboths, wohin er hinabgegangen ist, um ihn in Besitz zu nehmen. 19 Und du sollst zu ihm reden, indem [du] sagst: ‚Dies ist, was Jehova gesprochen hat: „Hast du gemordet und auch in Besitz genommen?“ ‚ Und du sollst zu ihm reden, indem [du] sagst: ‚Dies ist, was Jehova gesprochen hat: „An der Stelle, wo die Hunde das Blut Naboths aufleckten, werden die Hunde dein Blut auflecken, ja deines.“ ‚ “

20 Und Ahab sagte dann zu Elia: „Hast du mich gefunden, o mein Feind?“, worauf er sprach: „Ich habe dich gefunden. ‚Weil du dich verkauft hast, um zu tun, was böse ist in den Augen Jehovas, 21 siehe, bringe ich Unglück über dich; und ich werde bestimmt hinter dir her ausfegen und von Ahab einen jeden abschneiden, der gegen eine Wand uriniert, und den Hilflosen und den Nichtswürdigen in Israel. 22 Und ich werde bestimmt dein Haus wie das Haus Jerobeams, des Sohnes Nebats, machen und wie das Haus Baschas, des Sohnes Ahijas, wegen der Kränkung, mit der du gekränkt und dann Israel veranlaßt hast zu sündigen.‘ 23 Und auch hinsichtlich Isebels hat Jehova geredet und gesagt: ‚Die Hunde selbst werden Isebel auf dem Landstück von Jesreël fressen. 24 Wer von Ahabs [Angehörigen] in der Stadt stirbt, den werden die Hunde fressen; und wer auf dem Feld stirbt, den werden die Vögel der Himmel fressen. 25 Keiner, ohne Ausnahme, hat sich wie Ahab erwiesen, der sich verkauft hat, zu tun, was böse war in den Augen Jehovas, den Isebel, seine Frau, aufreizte. 26 Und er handelte dann ganz abscheulich, indem er den mistigen Götzen nachging, gemäß allem, was die Amoriter getan hatten, die Jehova vor den Söhnen Israels her austrieb.‘ “

27 Und es geschah, sobald Ahab diese Worte hörte, daß er dann seine Kleider zerriß und Sacktuch um sein Fleisch legte; und er ging daran zu fasten und lag fortwährend in Sacktuch und ging gedrückt umher. 28 Und Jehovas Wort erging an Elia, den Tischbiter, und lautete: 29 „Hast du gesehen, wie Ahab sich meinetwegen gedemütigt hat? Darum, daß er sich meinetwegen gedemütigt hat, werde ich das Unglück nicht in seinen eigenen Tagen bringen. In den Tagen seines Sohnes werde ich das Unglück über sein Haus bringen.“

Kapitel 22

22 Und drei Jahre lang blieb man ohne Krieg zwischen Syrien und Israel. 2 Und es geschah im dritten Jahr, daß Josaphat, der König von Juda, sich daranmachte, zum König von Israel hinabzugehen. 3 Dann sprach der König von Israel zu seinen Dienern: „Wißt ihr eigentlich, daß Ramoth-Gilead uns gehört? Dennoch zögern wir, es aus der Hand des Königs von Syrien zu nehmen.“ 4 Und er sagte weiter zu Josaphat: „Willst du mit mir zum Kampf nach Ramoth-Gilead ziehen?“ Darauf sprach Josaphat zum König von Israel: „Ich bin so wie du. Mein Volk ist so wie dein Volk. Meine Pferde sind so wie deine Pferde.“

5 Josaphat sagte jedoch zum König von Israel: „Erkundige dich bitte zuerst nach dem Wort Jehovas.“ 6 Da brachte der König von Israel die Propheten zusammen, etwa vierhundert Mann, und sprach zu ihnen: „Soll ich gegen Ramoth-Gilead in den Krieg ziehen, oder soll ich es lassen?“ Und sie begannen zu sagen: „Zieh hinauf, und Jehova wird [es] in die Hand des Königs geben.“

7 Aber Josaphat sprach: „Gibt es hier nicht noch einen Propheten Jehovas? Dann wollen wir uns durch ihn erkundigen.“ 8 Darauf sagte der König von Israel zu Josaphat: „Da ist noch e i n Mann, durch den man Jehova befragen kann, aber ich selbst hasse ihn gewiß, denn er prophezeit keine guten Dinge über mich, sondern schlechte – Michaja, der Sohn Jimlas.“ Doch Josaphat sprach: „Möge der König nicht so etwas sagen.“

9 Daher rief der König von Israel einen gewissen Hofbeamten und sagte: „Bring doch schnell Michaja, den Sohn Jimlas, her.“ 10 Nun saß der König von Israel und Josaphat, der König von Juda, ein jeder auf seinem Thron, mit Gewändern bekleidet, auf der Dreschtenne am Eingang des Tores von Samaria; und alle Propheten traten vor ihnen als Propheten auf. 11 Dann machte sich Zedekia, der Sohn Kenaanas, Hörner aus Eisen und sprach: „Dies ist, was Jehova gesagt hat: ‚Mit diesen wirst du die Syrer stoßen, bis du sie ausrottest.‘ “ 12 Und alle anderen Propheten prophezeiten ebenso, indem [sie] sprachen: „Geh hinauf nach Ramoth-Gilead, und habe Gelingen; und Jehova wird [es] bestimmt in die Hand des Königs geben.“

13 Und der Bote, der hingegangen war, um Michaja zu rufen, redete zu ihm, indem [er] sagte: „Siehe nun! Die Worte der Propheten sind einstimmig gut für den König. Laß dein Wort bitte wie das Wort eines von ihnen werden, und du sollst Gutes reden.“ 14 Aber Michaja sprach: „So wahr Jehova lebt, was Jehova zu mir sagen wird, das werde ich reden.“ 15 Da kam er zum König herein, und der König sagte dann zu ihm: „Michaja, sollen wir nach Ramoth-Gilead in den Krieg ziehen, oder sollen wir es lassen?“ Sofort sprach er zu ihm: „Zieh hinauf und habe Gelingen; und Jehova wird es bestimmt in die Hand des Königs geben.“ 16 Darauf sagte der König zu ihm: „Wie viele Male stelle ich dich unter Eid, daß du zu mir im Namen Jehovas nichts als Wahrheit reden solltest?“ 17 Da sprach er: „Ich sehe gewiß alle Israeliten auf den Bergen zerstreut wie Schafe, die keinen Hirten haben. Und Jehova sagte dann: ‚Diese haben keine Herren. Mögen sie jeder in Frieden zu seinem Haus zurückkehren.‘ “

18 Da sprach der König von Israel zu Josaphat: „Habe ich nicht zu dir gesagt: ‚Er wird mich betreffend keine guten Dinge prophezeien, sondern schlechte.‘?“

19 Und er sprach weiter: „Darum höre das Wort Jehovas: Bestimmt sehe ich Jehova auf seinem Thron sitzen und das ganze Heer der Himmel bei ihm stehen, zu seiner Rechten und zu seiner Linken. 20 Und Jehova sagte dann: ‚Wer wird Ahab betören, daß er hinaufziehe und zu Ramoth-Gilead falle?‘ Und dieser begann etwa dies zu sprechen, während jener etwa das sprach. 21 Schließlich trat ein Geist hervor und stand vor Jehova und sagte: ‚Ich selbst werde ihn betören.‘ Darauf sprach Jehova zu ihm: ‚Wodurch?‘ 22 Hierauf sagte er: ‚Ich werde ausziehen und bestimmt ein trügerischer Geist im Mund all seiner Propheten werden.‘ Da sprach er: ‚Du wirst ihn betören, und was noch wichtiger ist, du wirst als Sieger hervorgehen. Zieh aus, und tu es so.‘ 23 Und nun, siehe, Jehova hat einen trügerischen Geist in den Mund all dieser deiner Propheten gelegt; Jehova aber hat dich betreffend Unglück geredet.“

24 Zedekia, der Sohn Kenaanas, näherte sich nun und schlug Michaja auf die Wange und sagte: „Auf welchem [Weg] ist denn der Geist Jehovas von mir her weitergegangen, um mit dir zu reden?“ 25 Darauf sprach Michaja: „Siehe! Du siehst, [auf welchem Weg,] an jenem Tag, wenn du in das innerste Gemach hineingehen wirst, um dich zu verstecken.“ 26 Da sagte der König von Israel: „Nimm Michaja, und laß ihn zurückkehren zu Amon, dem Obersten der Stadt, und zu Joas, dem Sohn des Königs. 27 Und du sollst sprechen: ‚Dies ist, was der König gesagt hat: „Setzt diesen Mann in das Haus der Gefangenhaltung und speist ihn mit verkürzter Brotration und verkürzter Wasserration, bis ich in Frieden heimkomme.“ ‚ “ 28 Darauf sprach Michaja: „Wenn du überhaupt in Frieden zurückkehrst, hat Jehova nicht mit mir geredet.“ Und er fügte hinzu: „Hört, all ihr Völker.“

29 Und der König von Israel und Josaphat, der König von Juda, gingen daran, nach Ramoth-Gilead hinaufzuziehen. 30 Der König von Israel sagte nun zu Josaphat: „[Für mich heißt es] Verkleidung und Antritt zur Schlacht, du aber lege deine Kleider an.“ Daher verkleidete sich der König von Israel und zog in die Schlacht. 31 Was den König von Syrien betrifft, so hatte er den zweiunddreißig Obersten der Wagen, die ihm gehörten, geboten, indem [er] sprach: „Ihr sollt weder mit den Kleinen noch mit den Großen kämpfen, sondern allein mit dem König von Israel.“ 32 Und es geschah, sobald die Wagenobersten Josaphat sahen, daß sie sich ihrerseits sagten: „Bestimmt ist es der König von Israel.“ So bogen sie zum Kampf gegen ihn ab; und Josaphat begann um Hilfe zu schreien. 33 Und es geschah, sobald die Wagenobersten sahen, daß es nicht der König von Israel war, daß sie sogleich davon umkehrten, ihm zu folgen.

34 Und da war ein Mann, der in seiner Ahnungslosigkeit den Bogen spannte, doch traf er den König von Israel dann zwischen das Angehänge und den Panzer, so daß er zu seinem Wagenlenker sprach: „Wende deine Hand um, und nimm mich aus dem Lager hinaus, denn ich bin schwer verwundet.“ 35 Und die Schlacht wurde an jenem Tag immer heftiger, und der König selbst mußte im Wagen den Syrern gegenüber in stehender Stellung gehalten werden, und am Abend starb er schließlich; und das Blut der Wunde ergoß sich fortwährend in das Innere des Kriegswagens. 36 Und der gellende Ruf begann beim Sonnenuntergang durch das Lager zu gehen und lautete: „Jeder zu seiner Stadt, und jeder zu seinem Land!“ 37 So starb der König. Als er nach Samaria gebracht wurde, da begrub man den König in Samaria. 38 Und man begann den Kriegswagen am Teich von Samaria abzuwaschen, und die Hunde gingen daran, sein Blut aufzulecken (und die Prostituierten ihrerseits badeten dort), gemäß dem Wort Jehovas, das er geredet hatte.

39 Was das übrige der Angelegenheiten Ahabs betrifft und alles, was er getan hat, und das Haus von Elfenbein, das er gebaut hat, und alle Städte, die er gebaut hat, ist es nicht aufgeschrieben in dem Buch der Angelegenheiten der Tage der Könige von Israel? 40 Schließlich legte sich Ahab zu seinen Vorvätern; und Ahasja, sein Sohn, begann an seiner Statt zu regieren.

41 Was Josaphat, den Sohn Asas, betrifft, er war im vierten Jahr Ahabs, des Königs von Israel, König über Juda geworden. 42 Josaphat war fünfunddreißig Jahre alt, als er zu regieren begann, und er regierte fünfundzwanzig Jahre in Jerusalem; und der Name seiner Mutter war Asuba, die Tochter Schilhis. 43 Und er wandelte fortwährend auf allen Wegen Asas, seines Vaters. Er bog nicht davon ab, indem er tat, was recht war in den Augen Jehovas. Nur die Höhen selbst verschwanden nicht. Noch immer opferte und räucherte das Volk auf den Höhen. 44 Und Josaphat unterhielt friedliche Beziehungen zu dem König von Israel. 45 Was das übrige der Angelegenheiten Josaphats betrifft und die Macht, mit der er handelte, und wie er Krieg führte, ist es nicht in dem Buch der Angelegenheiten der Tage der Könige von Juda aufgeschrieben? 46 Und die übrigen der männlichen Tempelprostituierten, die in den Tagen Asas, seines Vaters, übriggeblieben waren, schaffte er aus dem Land hinweg.

47 Was einen König betrifft, da war keiner in Edom; ein Bevollmächtigter war König.

48 Josaphat seinerseits machte Tarschisch-Schiffe, um wegen des Goldes nach Ophir zu fahren; aber sie fuhren nicht, weil die Schiffe in Ezjon-Geber zerschellten. 49 Damals war es, daß Ahasja, der Sohn Ahabs, zu Josaphat sprach: „Laß meine Knechte mit deinen Knechten auf den Schiffen fahren“, aber Josaphat willigte nicht ein.

50 Schließlich legte sich Josaphat zu seinen Vorvätern und wurde bei seinen Vorvätern in der Stadt Davids, seines Vorvaters, begraben; und Joram, sein Sohn, begann an seiner Statt zu regieren.

51 Was Ahasja, den Sohn Ahabs, betrifft, er wurde König über Israel in Samaria im siebzehnten Jahr Josaphats, des Königs von Juda, und er regierte zwei Jahre lang über Israel. 52 Und fortwährend tat er, was böse war in Jehovas Augen, und wandelte dann auf dem Weg seines Vaters und auf dem Weg seiner Mutter und auf dem Weg Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel veranlaßt hatte zu sündigen. 53 Und er fuhr fort, Baal zu dienen und sich vor ihm niederzubeugen, und kränkte Jehova, den Gott Israels, weiterhin gemäß allem, was sein Vater getan hatte.

Jule | 06.21.09 | 1. Könige, Text in der Bibel | 17 Comments |

1. Könige 17 – 19

Kapitel 17

17 Und Elia, der Tischbiter, von den Bewohnern Gileads, sprach dann zu Ahab: „So wahr Jehova, der Gott Israels, lebt, vor dem ich ja stehe, es wird während dieser Jahre weder Tau noch Regen geben, außer auf Befehl meines Wortes!“

2 Das Wort Jehovas erging nun an ihn und lautete: 3 „Geh weg von hier, und du sollst deinen Weg ostwärts wenden und dich im Wildbachtal Kerith, das östlich vom Jordan ist, verbergen. 4 Und es soll geschehen, daß du aus dem Wildbach trinken solltest, und ich werde gewiß den Raben gebieten, dich dort mit Nahrung zu versorgen.“ 5 Sogleich ging er und tat nach dem Wort Jehovas und ging so hin und nahm Wohnsitz beim Wildbachtal Kerith, das östlich vom Jordan ist. 6 Und die Raben selbst brachten ihm Brot und Fleisch am Morgen und Brot und Fleisch am Abend, und aus dem Wildbach trank er jeweils. 7 Doch es geschah am Ende einer Anzahl Tage, daß das Wildbachtal trocken wurde, denn es war kein Regen auf die Erde gefallen.

8 Das Wort Jehovas erging nun an ihn und lautete: 9 „Mach dich auf, geh nach Zarephath, das zu Sidon gehört, und du sollst dort wohnen. Siehe! Ich werde dort bestimmt einer Frau gebieten, einer Witwe, dich mit Nahrung zu versorgen.“ 10 Demzufolge machte er sich auf und ging nach Zarephath und kam zum Stadteingang; und siehe, eine Frau, eine Witwe, las dort Holzstücke zusammen. Da rief er ihr zu und sprach: „Hol mir bitte einen Schluck Wasser in einem Gefäß, damit ich trinken kann.“ 11 Als sie sich anschickte, zu gehen und es zu holen, rief er ihr weiterhin zu und sagte: „Hol mir bitte einen Bissen Brot in deiner Hand.“ 12 Darauf sprach sie: „So wahr Jehova, dein Gott, lebt, ich habe keinen runden Kuchen, sondern nur eine Handvoll Mehl in dem großen Krug und ein wenig Öl in dem kleinen Krug; und hier lese ich einige wenige Holzstücke zusammen, und ich will hineingehen und etwas für mich und meinen Sohn zurechtmachen, und wir werden es essen und sterben müssen.“

13 Darauf sagte Elia zu ihr: „Fürchte dich nicht. Geh hinein, tu nach deinem Wort. Nur mache mir von dem, was da ist, zuerst einen kleinen runden Kuchen, und du sollst ihn zu mir herausbringen, und für dich und deinen Sohn kannst du danach etwas machen. 14 Denn dies ist, was Jehova, der Gott Israels, gesprochen hat: ‚Der große Mehlkrug selbst wird nicht erschöpft, und der kleine Ölkrug, er wird nicht leer werden bis zu dem Tag, an dem Jehova einen Regenguß auf die Oberfläche des Erdbodens gibt.‘ “ 15 Da ging sie und tat nach dem Wort Elias; und sie aß weiterhin, sie zusammen mit ihm und ihren Hausgenossen, Tage hindurch. 16 Der große Mehlkrug, er wurde nicht erschöpft, und der kleine Ölkrug, er wurde nicht leer, gemäß dem Wort Jehovas, das er durch Elia geredet hatte.

17 Und es geschah nach diesen Dingen, daß der Sohn der Frau, der Hausherrin, krank wurde, und seine Krankheit wurde so ernst, daß kein Odem in ihm blieb. 18 Darauf sagte sie zu Elia: „Was habe ich mit dir zu schaffen, o Mann des [wahren] Gottes? Du bist zu mir gekommen, um meine Vergehung in Erinnerung zu rufen und meinen Sohn zu Tode zu bringen.“ 19 Er aber sprach zu ihr: „Gib mir deinen Sohn.“ Dann nahm er ihn von ihrem Busen und trug ihn hinauf zum Dachgemach, wo er wohnte, und legte ihn auf sein eigenes Ruhebett. 20 Und er begann zu Jehova zu rufen und zu sagen: „O Jehova, mein Gott, mußt du auch über die Witwe, bei der ich als Fremdling weile, Übles bringen, indem du ihren Sohn zu Tode bringst?“ 21 Und dann streckte er sich dreimal über das Kind und rief zu Jehova und sprach: „O Jehova, mein Gott, laß bitte die Seele dieses Kindes in ihn zurückkehren.“ 22 Schließlich hörte Jehova auf die Stimme Elias, so daß die Seele des Kindes in ihn zurückkam, und er lebte auf. 23 Elia nahm nun das Kind und brachte es vom Dachgemach hinab ins Haus und gab es seiner Mutter; und Elia sagte dann: „Siehe, dein Sohn lebt.“ 24 Darauf sprach die Frau zu Elia: „Nun weiß ich wirklich, daß du ein Mann Gottes bist und daß Jehovas Wort in deinem Mund wahr ist.“

Kapitel 18

18 Und es geschah [nach] vielen Tagen, daß Jehovas eigenes Wort im dritten Jahr an Elia erging und lautete: „Geh, zeig dich Ahab, da ich Regen auf die Oberfläche des Erdbodens geben will.“ 2 Demzufolge zeigte sich Elia dann Ahab, während die Hungersnot in Samaria schwer war.

3 Inzwischen rief Ahab Obadja, der über den Haushalt [gesetzt] war. (Nun hatte sich Obadja seinerseits als jemand erwiesen, der Jehova sehr fürchtete. 4 Folglich geschah es, als Isebel Jehovas Propheten [vom Leben] abschnitt, daß Obadja dann hundert Propheten nahm und sie, je fünfzig in einer Höhle, versteckte, und er versorgte sie mit Brot und Wasser.) 5 Und Ahab sprach weiter zu Obadja: „Geh durch das Land zu allen Wasserquellen und zu allen Wildbächen. Vielleicht finden wir grünes Gras, daß wir die Pferde und Maultiere am Leben erhalten und nicht [noch mehr] von den Tieren weggetilgt werden.“ 6 So teilten sie das Land unter sich, um es zu durchziehen. Ahab, er ging auf einem Weg allein, und Obadja seinerseits ging auf einem anderen Weg allein.

7 Als Obadja unterwegs war, nun, da war Elia, der ihm entgegenkam. Sogleich erkannte er ihn und fiel auf sein Angesicht und sagte: „Bist du es, mein Herr Elia?“ 8 Darauf sprach er zu ihm: „Ich bin es. Geh, sag zu deinem Herrn: ‚Hier ist Elia.‘ “ 9 Er aber sprach: „Welche Sünde habe ich begangen, daß du deinen Knecht in die Hand Ahabs geben solltest, damit er mich zu Tode bringe? 10 So wahr Jehova, dein Gott, lebt, da ist keine Nation, kein Königreich, wohin mein Herr nicht gesandt hat, dich zu suchen. Nachdem sie gesagt hatten: ‚Er ist nicht [da]‘, ließ er das Königreich und die Nation schwören, daß man dich nicht finden könnte. 11 Und nun sagst du: ‚Geh, sprich zu deinem Herrn: „Hier ist Elia.“ ‚ 12 Und es wird ganz bestimmt geschehen, wenn ich, ja ich, von dir weggehe, daß dann der Geist Jehovas seinerseits dich wegtragen wird, wohin, werde ich nicht wissen; und ich werde gekommen sein, um Ahab Bescheid zu sagen, und er wird dich nicht finden, und er wird mich ganz bestimmt töten, da dein Knecht selbst von seiner Jugend an Jehova gefürchtet hat. 13 Ist meinem Herrn nicht mitgeteilt worden, was ich getan habe, als Isebel die Propheten Jehovas tötete, wie ich eine Anzahl der Propheten Jehovas versteckt hielt, hundert Mann, je fünfzig in einer Höhle, und sie fortwährend mit Brot und Wasser versorgte? 14 Und jetzt sagst du: ‚Geh, sprich zu deinem Herrn: „Hier ist Elia.“ ‚ Und er wird mich ganz bestimmt töten.“ 15 Elia jedoch sprach: „So wahr Jehova der Heerscharen lebt, vor dem ich ja stehe, heute werde ich mich ihm zeigen.“

16 Demgemäß ging Obadja weg, Ahab entgegen, und teilte es ihm mit; und so ging Ahab Elia entgegen.

17 Und es geschah, sobald Ahab Elia sah, daß Ahab sogleich zu ihm sagte: „Bist du es, der Israel in Verruf bringt?“

18 Darauf sprach er: „Nicht ich habe Israel in Verruf gebracht, sondern du und das Haus deines Vaters, weil ihr die Gebote Jehovas verlassen habt, und du bist dann den Baalen nachgefolgt. 19 Und nun sende hin, bringe ganz Israel zu mir auf dem Berg Karmel zusammen und auch die vierhundertfünfzig Propheten Baals und die vierhundert Propheten des heiligen Pfahls, die am Tisch Isebels essen.“ 20 Und dann sandte Ahab unter allen Söhnen Israels umher und brachte die Propheten auf dem Berg Karmel zusammen.

21 Dann trat Elia zum ganzen Volk hin und sprach: „Wie lange werdet ihr auf zwei verschiedenen Meinungen hinken? Wenn Jehova der [wahre] Gott ist, so folgt ihm nach; wenn es aber Baal ist, so folgt ihm nach.“ Und das Volk erwiderte ihm kein Wort. 22 Und Elia sprach weiter zum Volk: „Ich selbst bin als ein Prophet Jehovas übriggeblieben, ich allein, während die Propheten Baals vierhundertfünfzig Mann sind. 23 Man möge uns nun zwei junge Stiere geben, und sie mögen sich einen jungen Stier wählen und ihn zerstücken und auf das Holz legen, doch sollten sie kein Feuer daran legen. Und ich selbst werde den anderen jungen Stier herrichten, und ich will ihn auf das Holz legen, aber ich werde kein Feuer daran legen. 24 Und ihr sollt den Namen eures Gottes anrufen, und ich meinerseits werde den Namen Jehovas anrufen; und es soll geschehen, daß der [wahre] Gott, der mit Feuer antwortet, der [wahre] Gott ist.“ Darauf antwortete das ganze Volk und sagte: „Die Sache ist gut.“

25 Elia sprach nun zu den Propheten Baals: „Wählt euch einen jungen Stier aus, und richtet ihn zuerst her, denn ihr seid in der Mehrheit; und ruft den Namen eures Gottes an, doch sollt ihr kein Feuer daran legen.“ 26 Demgemäß nahmen sie den jungen Stier, den er ihnen gab. Dann richteten sie ihn her, und sie riefen fortwährend den Namen Baals an, vom Morgen bis zum Mittag, indem [sie] sprachen: „O Baal, antworte uns!“ Aber da war keine Stimme, und niemand antwortete. Und sie hinkten fortgesetzt um den Altar herum, den sie gemacht hatten. 27 Und es geschah um die Mittagszeit, daß Elia sie zu verspotten und zu sagen begann: „Ruft mit lautester Stimme, denn er ist ein Gott; denn er wird in eine Sache vertieft sein, und er hat Ausscheidung und muß austreten. Oder vielleicht ist er eingeschlafen und sollte aufwachen!“ 28 Und sie begannen mit lautester Stimme zu rufen und sich nach ihrem Brauch mit Dolchen und mit Lanzen zu schneiden, bis sie Blut über sich herabfließen ließen. 29 Und es geschah, sobald der Mittag vorbei war und sie fortfuhren, sich wie Propheten zu benehmen, bis das Getreideopfer aufstieg, daß da keine Stimme war, und niemand antwortete, und da war kein Aufmerken.

30 Schließlich sprach Elia zum ganzen Volk: „Tretet her zu mir.“ Da trat alles Volk zu ihm hin. Dann ging er daran, den Altar Jehovas auszubessern, der niedergerissen war. 31 Somit nahm Elia zwölf Steine, nach der Zahl der Stämme der Söhne Jakobs, an den Jehovas Wort ergangen war, das gelautet hatte: „Israel wird dein Name werden.“ 32 Und er fuhr fort, im Namen Jehovas aus den Steinen einen Altar zu bauen und rings um den Altar einen Graben zu machen, ungefähr von der Bodenfläche, die mit zwei Sea-Maß Samen besät wird. 33 Danach legte er die Holzstücke zurecht und zerstückte den jungen Stier und legte ihn auf die Holzstücke. Nun sprach er: „Füllt vier große Krüge mit Wasser, und gießt es auf das Brandopfer und auf die Holzstücke.“ 34 Dann sagte er: „Wiederholt es.“ Da wiederholten sie es. Er aber sprach: „Tut es ein drittes Mal.“ Da taten sie es ein drittes Mal. 35 So lief das Wasser rings um den Altar, und auch den Graben füllte er mit Wasser.

36 Und es geschah zur Zeit, da das Getreideopfer aufsteigt, daß Elia, der Prophet, heranzutreten und zu sprechen begann: „O Jehova, du Gott Abrahams, Isa·aks und Israels, laß es heute bekanntwerden, daß du Gott bist in Israel und daß ich dein Knecht bin und ich nach deinem Wort alle diese Dinge getan habe. 37 Antworte mir, o Jehova, antworte mir, damit dieses Volk erkenne, daß du, Jehova, der [wahre] Gott bist und du selbst ihr Herz zurückgewandt hast.“

38 Hierauf fiel das Feuer Jehovas herab und verzehrte dann das Brandopfer und die Holzstücke und die Steine und den Staub, und das Wasser, das im Graben war, leckte es auf. 39 Als das ganze Volk es sah, fielen sie sogleich auf ihr Angesicht und sprachen: „Jehova ist der [wahre] Gott! Jehova ist der [wahre] Gott!“ 40 Dann sagte Elia zu ihnen: „Ergreift die Propheten Baals! Laßt keinen einzigen von ihnen entrinnen!“ Sofort ergriffen sie sie, und Elia führte sie dann hinab zum Wildbachtal Kischon und schlachtete sie dort hin.

41 Elia sprach nun zu Ahab: „Geh hinauf, iß und trink; denn da ist der Laut des Getöses eines Regengusses.“ 42 Und Ahab ging dann hinauf, um zu essen und zu trinken. Was Elia betrifft, so stieg er auf den Gipfel des Karmels und kauerte sich zur Erde nieder und hielt sein Angesicht zwischen seine Knie gelegt. 43 Dann sagte er zu seinem Bediensteten: „Geh bitte hinauf. Halte Ausschau in Richtung zum Meer hin.“ Da ging er hinauf und schaute und sprach dann: „Da ist gar nichts.“ Und er sagte weiter: „Geh wieder hin“, siebenmal. 44 Und es geschah beim siebtenmal, daß er schließlich sprach: „Siehe! Da steigt eine kleine Wolke wie eines Mannes Handfläche aus dem Meer auf.“ Er sagte nun: „Geh hinauf, sprich zu Ahab: ‚Spann an! Und geh hinab, daß der Regenguß dich nicht aufhalte!‘ “ 45 Und es geschah unterdessen, daß die Himmel selbst sich durch Wolken und Wind verfinsterten und ein starker Regenguß einsetzte. Und Ahab fuhr davon und begab sich nach Jesreël. 46 Und die Hand Jehovas selbst kam über Elia, so daß er seine Hüften gürtete und dann den ganzen Weg nach Jesreël vor Ahab herlief.

Kapitel 19

19 Dann teilte Ahab Isebel alles mit, was Elia getan hatte, und alles in bezug darauf, wie er alle Propheten mit dem Schwert getötet hatte. 2 Darauf sandte Isebel einen Boten zu Elia und ließ sagen: „So mögen die Götter tun und so mögen sie hinzufügen, wenn ich nicht morgen zu dieser Zeit deine Seele der Seele eines jeden von ihnen gleichmachen werde!“ 3 Und er geriet in Furcht. Demzufolge machte er sich auf und ging um seiner Seele [willen] davon und kam nach Beërscheba, das zu Juda gehört. Dann ließ er seinen Bediensteten dort zurück. 4 Und er selbst ging eine Tagereise weit in die Wildnis hinein und kam schließlich und setzte sich unter einen gewissen Ginsterstrauch. Und er begann zu bitten, daß seine Seele sterbe, und sprach: „Es ist genug! Nimm jetzt, o Jehova, meine Seele hinweg, denn ich bin nicht besser als meine Vorväter.“

5 Schließlich legte er sich nieder und schlief unter dem Ginsterstrauch ein. Doch siehe, da rührte ihn ein Engel  an. Dann sagte er zu ihm: „Steh auf, iß.“ 6 Als er schaute, nun, da war bei seinem Kopf ein runder Kuchen auf glühenden Steinen und ein Krug Wasser. Und er begann zu essen und zu trinken und legte sich darauf wieder hin. 7 Später kam der Engel Jehovas wieder, ein zweites Mal, und rührte ihn an und sprach: „Steh auf, iß, denn die Reise ist zuviel für dich.“ 8 Da stand er auf und aß und trank, und er ging fortwährend in der Kraft dieser Nahrung vierzig Tage und vierzig Nächte lang bis zum Berg des [wahren] Gottes, zum Horeb.

9 Dort betrat er schließlich eine Höhle, um die Nacht dort zu verbringen; und siehe, da erging Jehovas Wort an ihn, und es sprach dann zu ihm: „Was hast du hier zu tun, Elia?“ 10 Darauf sagte er: „Ich habe für Jehova, den Gott der Heerscharen, sehr geeifert; denn die Söhne Israels haben deinen Bund verlassen, deine Altäre haben sie niedergerissen, und deine Propheten haben sie mit dem Schwert getötet, so daß nur ich übriggeblieben bin; und sie beginnen mir nach der Seele zu trachten, um sie hinwegzunehmen.“ 11 Er aber sprach: „Geh hinaus, und du sollst auf dem Berg vor Jehova stehen.“ Und siehe, Jehova ging vorüber, und ein großer und starker Wind zerriß Berge und zerbrach zerklüftete Felsen vor Jehova her. (Jehova war nicht in dem Wind.) Und nach dem Wind, da war ein Beben. (Jehova war nicht in dem Beben.) 12 Und nach dem Beben, da war ein Feuer. (Jehova war nicht in dem Feuer.) Und nach dem Feuer, da war eine ruhige, leise Stimme. 13 Und es geschah, sobald Elia sie hörte, daß er sein Angesicht sogleich in sein Amtsgewand hüllte und hinausging und an den Eingang der Höhle trat; und siehe, da war eine Stimme für ihn, und sie sagte dann zu ihm: „Was hast du hier zu tun, Elia?“ 14 Darauf sprach er: „Ich habe für Jehova, den Gott der Heerscharen, sehr geeifert; denn die Söhne Israels haben deinen Bund verlassen, deine Altäre haben sie niedergerissen, und deine Propheten haben sie mit dem Schwert getötet, so daß nur ich übriggeblieben bin; und sie beginnen mir nach der Seele zu trachten, um sie hinwegzunehmen.“

15 Jehova sprach nun zu ihm: „Geh, kehre auf deinem Weg nach der Wildnis von Damaskus zurück; und du sollst hinkommen und Hasaël zum König über Syrien salben. 16 Und Jehu, den Enkel Nimschis, solltest du zum König über Israel salben; und Elisa, den Sohn Schaphats aus Abel-Mehola, solltest du zum Propheten an deiner Statt salben. 17 Und es soll geschehen: Wer dem Schwert Hasaëls entrinnt, den wird Jehu zu Tode bringen; und wer dem Schwert Jehus entrinnt, den wird Elisa zu Tode bringen. 18 Und ich habe siebentausend in Israel übrigbleiben lassen, alle Knie, die sich nicht vor Baal gebeugt haben, und jeden Mund, der ihn nicht geküßt hat.“

19 Demzufolge ging er von dort weg und fand Elisa, den Sohn Schaphats, während dieser mit zwölf Gespannen vor sich her pflügte, und er [war] beim zwölften. Da ging Elia zu ihm hinüber und warf sein Amtsgewand auf ihn. 20 Hierauf verließ er die Stiere und lief dann Elia nach und sagte: „Laß mich bitte meinen Vater und meine Mutter küssen. Dann will ich dir nachfolgen.“ Darauf sprach er zu ihm: „Geh, kehre zurück; denn was habe ich dir getan?“ 21 So kehrte er davon um, ihm zu folgen, und nahm dann ein Gespann Stiere und schlachtete sie, und mit dem Geschirr der Stiere kochte er ihr Fleisch und gab es dann den Leuten, und sie aßen nun. Danach machte er sich auf und folgte Elia nach und begann ihm zu dienen.

Jule | 06.20.09 | 1. Könige, Text in der Bibel | 20 Comments |