2. König 1 – 3

Kapitel 1

DAS ZWEITE BUCH DER KÖNIGE

oder, nach der griechischen Septuaginta, DAS VIERTE BUCH DER KÖNIGE

1 Und Moab begann sich nach dem Tod Ahabs gegen Israel aufzulehnen.

2 Damals fiel Ahasja durch das Gitter in seinem Dachgemach, das in Samaria war, und wurde krank. Daher entsandte er Boten und sprach zu ihnen: „Geht, befragt Baal-Sebub, den Gott von Ekron, ob ich von dieser Krankheit wieder aufleben werde.“ 3 Was den Engel Jehovas betrifft, er redete zu Elia, dem Tischbiter: „Mache dich auf, geh hinauf, den Boten des Königs von Samaria entgegen, und sprich zu ihnen: ‚Ist es, weil gar kein Gott in Israel ist, daß ihr hingeht, Baal-Sebub, den Gott von Ekron, zu befragen? 4 Darum also hat Jehova dies gesagt: „Von dem Ruhebett, das du bestiegen hast, wirst du nicht herunterkommen, denn du wirst ganz bestimmt sterben.“ ‚ “ Damit ging Elia weg.

5 Als die Boten zu ihm zurückkamen, sprach er sofort zu ihnen: „Warum seid ihr zurückgekommen?“ 6 Da sagten sie zu ihm: „Es kam ein Mann herauf, uns entgegen, und er sprach dann zu uns: ‚Geht, kehrt zu dem König zurück, der euch gesandt hat, und ihr sollt zu ihm reden: „Dies ist, was Jehova gesagt hat: ‚Ist es, weil gar kein Gott in Israel ist, daß du hinsendest, um Baal-Sebub, den Gott von Ekron, zu befragen? Deshalb wirst du von dem Ruhebett, das du bestiegen hast, nicht herunterkommen, denn du wirst ganz bestimmt sterben.‘ “ ‚ “ 7 Darauf redete er zu ihnen: „Wie war das Aussehen des Mannes, der heraufkam, euch entgegen, und dann diese Worte zu euch redete?“ 8 Da sprachen sie zu ihm: „Ein Mann, der ein härenes Gewand besaß, um seine Lenden mit einem Ledergürtel gegürtet.“ Sogleich sagte er: „Es war Elia, der Tischbiter.“

9 Und er sandte dann einen Obersten über fünfzig mit seinen fünfzig zu ihm. Als dieser zu ihm hinaufging, da saß er auf dem Gipfel des Berges. Er redete nun zu ihm: „Mann des [wahren] Gottes, der König selbst hat geredet: ‚Komm doch herab.‘ “ 10 Aber Elia antwortete und redete zu dem Obersten über die Fünfzigschaft: „Nun, wenn ich ein Mann Gottes bin, so möge Feuer aus den Himmeln herabkommen und dich und deine fünfzig fressen.“ Und Feuer kam dann aus den Himmeln herab und fraß ihn und seine fünfzig.

11 Da sandte er abermals einen anderen Obersten über fünfzig mit seinen fünfzig zu ihm. Er seinerseits antwortete und redete zu ihm: „Mann des [wahren] Gottes, dies ist, was der König gesprochen hat: ‚Komm doch eilends herab.‘ “ 12 Aber Elia antwortete und redete zu ihnen: „Wenn ich ein Mann des [wahren] Gottes bin, so möge Feuer aus den Himmeln herabkommen und dich und deine fünfzig fressen.“ Und Feuer Gottes kam dann aus den Himmeln herab und fraß ihn und seine fünfzig.

13 Und er sandte daraufhin noch einen dritten Obersten über fünfzig und seine fünfzig hin. Aber der dritte Oberste über fünfzig ging hinauf und kam und beugte sich vor Elia auf seine Knie nieder und begann ihn um Gunst anzuflehen und zu ihm zu reden: „Mann des [wahren] Gottes, laß bitte meine Seele und die Seele dieser deiner fünfzig Knechte kostbar sein in deinen Augen. 14 Siehe, Feuer ist aus den Himmeln herabgekommen und hat dann die beiden vorigen Obersten über fünfzig und ihre Fünfzigschaften gefressen, jetzt aber laß meine Seele kostbar sein in deinen Augen.“

15 Darauf redete der Engel Jehovas zu Elia: „Geh mit ihm hinab. Fürchte dich nicht vor ihm.“ Da stand er auf und ging mit ihm hinab zum König. 16 Dann redete er zu ihm: „Dies ist, was Jehova gesagt hat: ‚Deshalb, weil du Boten gesandt hast, um Baal-Sebub, den Gott von Ekron, zu befragen, ist es, weil es in Israel gar keinen Gott gibt, dessen Wort man befragen könnte? Darum wirst du von dem Ruhebett, das du bestiegen hast, nicht herabkommen, denn du wirst ganz bestimmt sterben.‘ “ 17 Und er starb schließlich, gemäß dem Wort Jehovas, das Elia geredet hatte; und Joram begann an seiner Statt zu regieren, im zweiten Jahr Jorams, des Sohnes Josaphats, des Königs von Juda, denn einen Sohn hatte er nicht bekommen.

18 Was das übrige der Dinge Ahasjas betrifft, die er getan hat, ist es nicht aufgeschrieben in dem Buch der Angelegenheiten der Tage der Könige von Israel?

Kapitel 2

2 Und es geschah, als Jehova im Begriff war, Elia in einem Windsturm zum Himmel hinaufzunehmen, daß Elia und Elisa dann aus Gilgal hinausgingen. 2 Und Elia begann zu Elisa zu sagen: „Bleib bitte hier, denn Jehova selbst hat mich bis nach Bethel hin gesandt.“ Aber Elisa sprach: „So wahr Jehova lebt und so wahr deine Seele lebt, ich will dich nicht verlassen.“ So gingen sie nach Bethel hinab. 3 Dann kamen die Söhne der Propheten, die in Bethel waren, zu Elisa heraus und sagten zu ihm: „Weißt du wirklich, daß heute Jehova deinen Herrn aus der Stellung als Haupt über dir hinwegnimmt?“ Darauf sprach er: „Auch ich weiß es wohl. Schweigt.“

4 Elia sagte nun zu ihm: „Elisa, bleib bitte hier, denn Jehova selbst hat mich nach Jericho gesandt.“ Er aber sprach: „So wahr Jehova lebt und so wahr deine Seele lebt, ich will dich nicht verlassen.“ So kamen sie dann nach Jericho. 5 Da näherten sich die Söhne der Propheten, die in Jericho waren, Elisa und sagten zu ihm: „Weißt du wirklich, daß heute Jehova deinen Herrn aus der Stellung als Haupt über dir hinwegnimmt?“ Darauf sprach er: „Auch ich weiß es wohl. Schweigt.“

6 Elia sagte nun zu ihm: „Bleib bitte hier, denn Jehova selbst hat mich an den Jordan gesandt.“ Er aber sprach: „So wahr Jehova lebt und so wahr deine Seele lebt, ich will dich nicht verlassen.“ So gingen sie beide weiter. 7 Und da waren fünfzig Männer von den Söhnen der Propheten, die hingingen und in Sichtweite in einiger Entfernung stehenblieben; sie beide aber, sie standen am Jordan. 8 Dann nahm Elia sein Amtsgewand und wickelte es zusammen und schlug die Wasser, und sie wurden allmählich geteilt, hierhin und dorthin, so daß sie beide auf dem trockenen Boden hinübergingen.

9 Und es geschah, sobald sie hinübergegangen waren, daß Elia seinerseits zu Elisa sagte: „Erbitte, was ich für dich tun sollte, bevor ich von dir genommen werde.“ Hierauf sprach Elisa: „Daß mir bitte zwei Anteile an deinem Geist zukommen mögen.“ 10 Darauf sagte er: „Du hast Schwieriges erbeten. Wenn du mich siehst, während ich von dir genommen werde, wird es dir so geschehen; wenn aber nicht, wird es nicht geschehen.“

11 Und es geschah, als sie weiterwanderten, wobei sie redeten, während sie gingen, siehe da, ein feuriger Kriegswagen und feurige Rosse, und sie führten dann eine Trennung zwischen ihnen beiden herbei; und Elia fuhr im Windsturm zum Himmel auf. 12 Die ganze Zeit sah es Elisa, und er schrie: „Mein Vater, mein Vater, der Kriegswagen Israels und seine Reiter!“ Und er sah ihn nicht mehr. Demzufolge ergriff er seine eigenen Kleider und zerriß sie in zwei Stücke. 13 Danach hob er das Amtsgewand Elias auf, das von ihm herabgefallen war, und ging zurück und stand am Ufer des Jordan. 14 Dann nahm er das Amtsgewand Elias, das von ihm gefallen war, und schlug die Wasser und sprach: „Wo ist Jehova, der Gott Elias, ja ER?“ Als er die Wasser schlug, da wurden sie allmählich geteilt, hierhin und dorthin, so daß Elisa hinüberging.

15 Als die Söhne der Propheten, die in Jericho waren, ihn aus einiger Entfernung sahen, begannen sie zu sprechen: „Der Geist Elias hat sich auf Elisa niedergelassen.“ Daher kamen sie ihm entgegen und beugten sich vor ihm zur Erde nieder. 16 Und sie sagten dann zu ihm: „Siehe nun, bei deinen Knechten sind fünfzig Männer, tapfere Leute. Laß sie bitte hingehen und deinen Herrn suchen. Es mag sein, daß der Geist Jehovas ihn emporgehoben und dann auf einen der Berge oder in eines der Täler geworfen hat.“ Er aber sprach: „Ihr sollt sie nicht senden.“ 17 Und sie drangen weiter in ihn, bis er verlegen wurde, so daß er sagte: „Sendet!“ Sie sandten nun fünfzig Männer; und sie suchten drei Tage lang, aber sie fanden ihn nicht. 18 Als sie zu ihm zurückkehrten, wohnte er in Jericho. Dann sprach er zu ihnen: „Habe ich nicht zu euch gesagt: ‚Geht nicht hin.‘?“

19 Im Laufe der Zeit sprachen die Männer der Stadt zu Elisa: „Siehe doch, die Lage der Stadt ist gut, so wie mein Herr sieht; aber das Wasser ist schlecht, und das Land verursacht Fehlgeburten.“ 20 Darauf sagte er: „Holt mir eine kleine neue Schüssel und tut Salz hinein.“ Und sie holten sie ihm. 21 Dann ging er hinaus zum Wasserquell und warf Salz hinein und sprach: „Dies ist, was Jehova gesagt hat: ‚Ich mache dieses Wasser tatsächlich gesund. Nie mehr wird Tod oder irgend etwas, was Fehlgeburten verursacht, daraus hervorgehen.‘ “ 22 Und das Wasser ist geheilt geblieben bis auf diesen Tag, nach Elisas Wort, das er geredet hatte.

23 Und er ging dann von dort nach Bethel hinauf. Als er auf dem Weg hinaufging, da waren kleine Buben, die aus der Stadt herauskamen und ihn zu verhöhnen begannen und die fortwährend zu ihm sprachen: „Geh hinauf, du Kahlkopf! Geh hinauf, du Kahlkopf!“ 24 Schließlich wandte er sich um und sah sie und rief im Namen Jehovas Übles auf sie herab. Dann kamen zwei Bärinnen aus dem Wald und zerrissen von ihnen zweiundvierzig Kinder in Stücke. 25 Und er ging von dort zum Berg Karmel weiter, und von dort kehrte er nach Samaria zurück.

Kapitel 3

3 Was Joram, den Sohn Ahabs, betrifft, er wurde im achtzehnten Jahr Josaphats, des Königs von Juda, in Samaria König über Israel, und er regierte zwölf Jahre lang. 2 Und er tat weiterhin, was böse war in Jehovas Augen, nur nicht wie sein Vater oder wie seine Mutter, sondern er entfernte die heilige Säule Baals, die sein Vater gemacht hatte. 3 Nur hielt er an den Sünden Jerobeams, des Sohnes Nebats, fest, mit denen er Israel veranlaßt hatte zu sündigen. Er wich nicht davon ab.

4 Was Mesa, den König von Moab, betrifft, er wurde ein Schafzüchter, und er zahlte dem König von Israel [als Tribut] hunderttausend Lämmer und hunderttausend ungeschorene männliche Schafe. 5 Und es geschah, sobald Ahab starb, daß sich der König von Moab gegen den König von Israel aufzulehnen begann. 6 Demzufolge zog König Joram an jenem Tag von Samaria aus und musterte ganz Israel. 7 Er ging weiter und sandte nun zu Josaphat, dem König von Juda, und ließ sagen: „Der König von Moab selbst hat sich gegen mich aufgelehnt. Willst du mit mir nach Moab in den Krieg ziehen?“ Darauf sagte er: „Ich werde mitziehen. Ich bin so wie du; mein Volk ist so wie dein Volk; meine Pferde sind so wie deine Pferde.“ 8 Und er sprach weiter: „Auf welchem besonderen Weg sollen wir hinaufziehen?“ Da sagte er: „Auf dem Weg der Wildnis von Edom.“

9 Und der König von Israel und der König von Juda und der König von Edom machten sich daran zu gehen, und sie gingen fortgesetzt ihren Weg rundherum, sieben Tage lang, und es erwies sich, daß kein Wasser da war für das Lager und für die Haustiere, die ihnen auf dem Fuße folgten. 10 Schließlich sprach der König von Israel: „Wie unglücklich, daß Jehova diese drei Könige gerufen hat, um sie in die Hand Moabs zu geben!“ 11 Darauf sagte Josaphat: „Ist hier denn nicht ein Prophet Jehovas? Dann laßt uns Jehova durch ihn befragen.“ Da antwortete einer von den Dienern des Königs von Israel und sprach: „Hier ist Elisa, der Sohn Schaphats, der Wasser auf die Hände Elias gegossen hat.“ 12 Da sagte Josaphat: „Das Wort Jehovas ist bei ihm vorhanden.“ Deshalb gingen der König von Israel und Josaphat und der König von Edom zu ihm hinab.

13 Und Elisa sprach dann zum König von Israel: „Was habe ich mit dir zu schaffen? Geh zu den Propheten deines Vaters und zu den Propheten deiner Mutter.“ Aber der König von Israel sagte zu ihm: „Nein, denn Jehova hat diese drei Könige gerufen, um sie in die Hand Moabs zu geben.“ 14 Darauf sprach Elisa: „So wahr Jehova der Heerscharen lebt, vor dem ich in der Tat stehe, wenn es nicht wäre, daß es das Angesicht Josaphats, des Königs von Juda, ist, auf das ich Rücksicht nehme, so würde ich nicht auf dich blicken noch dich ansehen. 15 Und nun, ihr Männer, holt mir einen Saitenspieler.“ Und es geschah, sobald der Saitenspieler spielte, daß die Hand Jehovas über ihn kam. 16 Und er sprach weiter: „Dies ist, was Jehova gesagt hat: ‚Man mache dieses Wildbachtal voller Gräben; 17 denn dies ist, was Jehova gesagt hat: „Ihr werdet keinen Wind sehen, und ihr werdet keinen Regenguß sehen; dennoch wird dieses Wildbachtal mit Wasser gefüllt werden, und ihr werdet gewiß [davon] trinken, ihr und euer Vieh und eure Haustiere.“ ‚ 18 Und dies wird bestimmt etwas Geringes sein in den Augen Jehovas, und er wird Moab tatsächlich in eure Hand geben. 19 Und ihr sollt jede befestigte Stadt und jede auserlesene Stadt schlagen, und jeden guten Baum solltet ihr fällen, und alle Wasserquellen solltet ihr verstopfen, und jedes gute Stück Land solltet ihr mit Steinen verwüsten.“

20 Und es geschah am Morgen, um die Zeit, da das Getreideopfer aufsteigt, daß, siehe, Wasser aus der Richtung von Edom kam, und das Land wurde mit dem Wasser gefüllt.

21 Was alle Moabiter betrifft, sie hörten, daß die Könige heraufgekommen waren, um gegen sie zu kämpfen. Demzufolge riefen sie [Männer] zusammen, aus so vielen, wie sich einen Gürtel umgürteten, und darüber, und sie begannen an der Grenze zu stehen. 22 Als sie früh am Morgen aufstanden, strahlte die Sonne über das Wasser hin, so daß die Moabiter von der gegenüberliegenden Seite das Wasser rot wie Blut sahen. 23 Und sie begannen zu sprechen: „Das ist Blut! Die Könige sind zweifellos dem Schwert hingegeben worden, und dann haben sie sich gegenseitig niedergeschlagen. Und nun an die Beute, o Moab!“ 24 Als sie zum Lager Israels kamen, machten sich die Israeliten sogleich auf und begannen die Moabiter niederzuschlagen, so daß sie vor ihnen die Flucht ergriffen. Somit kamen sie nach Moab, wobei sie im Kommen die Moabiter niederschlugen. 25 Und die Städte rissen sie dann nieder, und was jedes gute Stück Land betrifft, so warfen sie jeder seinen Stein [darauf] und füllten es tatsächlich [damit] an; und jede Wasserquelle verstopften sie jeweils, und jeden guten Baum fällten sie dann, bis sie von Kir-Hareseth nur die Steine darin übrigließen; und die Schleuderer begannen es zu umzingeln und es niederzuschlagen.

26 Als der König von Moab sah, daß die Schlacht für ihn übermächtig wurde, nahm er sogleich siebenhundert Mann mit sich, die das Schwert zogen, um zum König von Edom durchzubrechen; aber sie vermochten es nicht. 27 Schließlich nahm er seinen erstgeborenen Sohn, der an seiner Statt regieren sollte, und opferte ihn als Brandschlachtopfer auf der Mauer. Und es entstand ein sehr heftiger Zorn gegen Israel, so daß sie von ihm abzogen und in ihr Land zurückkehrten.

Jule | 06.22.09 | 2. Könige, eigene Gedanken zum Geschehen, Text in der Bibel | 19 Comments |

Höhepunkte aus 1. Könige

Das Wort Jehovas ist lebendig

Höhepunkte aus 1. Könige

„WENN der Gerechten viele werden, freut sich das Volk; aber wenn irgendein Böser herrscht, seufzt das Volk“ (Sprüche 29:2). Das Bibelbuch 1. Könige führt uns lebhaft vor Augen, wie wahr dieser Spruch ist. Es erzählt vom Leben Salomos, unter dessen Herrschaft Israel Frieden und großen Wohlstand erlebte. Auch berichtet es über die Teilung der Nation nach Salomos Tod und über 14 Könige, die nach ihm in Israel oder Juda herrschten. Nur zwei der Könige waren Jehova durchweg treu. Außerdem wird darin über die Tätigkeit von 6 Propheten berichtet. Einer von ihnen war Elia.

Die Erzählung erstreckt sich über einen Zeitraum von 129 Jahren (1040 bis 911 v. u. Z.) und wurde von dem Propheten Jeremia in Jerusalem und Juda niedergeschrieben. Als Jeremia das Buch zusammenstellte, griff er offenbar auch auf alte Aufzeichnungen zurück wie das „Buch der Angelegenheiten Salomos“. Diese gesonderten Aufzeichnungen sind nicht mehr vorhanden (1. Könige 11:41; 14:19; 15:7).

EIN WEISER KÖNIG FÖRDERT FRIEDEN UND WOHLSTAND
(1. Könige 1:1 bis 11:43)

Das Buch 1. Könige beginnt mit dem spannenden Bericht, wie König Davids Sohn Adonia versucht, das Königtum seines Vaters an sich zu reißen. Das schnelle Eingreifen des Propheten Nathan vereitelt den Plan und Davids Sohn Salomo wird zum König gesalbt. Jehova freut sich über die Bitte des neu eingesetzten Königs und gibt ihm „ein weises und verständiges Herz“ sowie ‘Reichtum und Herrlichkeit’ (1. Könige 3:12, 13). Der König wird unvergleichlich weise und beispiellos reich. Israel erlebt eine Zeit des Friedens und des Wohlstands.

Salomo erbaut unter anderem den Tempel Jehovas und verschiedene Regierungsgebäude. Jehova versichert Salomo, sofern er gehorsam bleibt: ‘Ich werde den Thron deines Königtums über Israel auf unabsehbare Zeit errichten’ (1. Könige 9:4, 5). Der wahre Gott macht ihn auch auf die Folgen des Ungehorsams aufmerksam. Salomo heiratet jedoch viele ausländische Frauen. Unter ihrem Einfluss wendet er sich im Alter der falschen Anbetung zu. Jehova sagt die Teilung seines Königreichs vorher. Mit Salomos Tod, 997 v. u. Z., endet seine 40-jährige Herrschaft. Sein Sohn Rehabeam besteigt den Thron.

Antworten auf biblische Fragen:

1:5 — Warum versuchte Adonia den Thron an sich zu reißen, als David noch lebte?
Das sagt die Bibel nicht. Es ist jedoch vernünftig, anzunehmen, dass Adonia dachte, der Thron stünde ihm rechtmäßig zu. Seine älteren Brüder Amnon und Absalom und wahrscheinlich auch Kileab waren nämlich bereits tot und er war der älteste noch lebende Sohn Davids (2. Samuel 3:2–4; 13:28, 29; 18:14–17). Mit der Unterstützung des mächtigen Heerführers Joab und des einflussreichen Hohen Priesters Abjathar war Adonia sich wahrscheinlich sicher, dass der Versuch gelingt. Die Bibel sagt nicht, ob er von Davids Absicht wusste, Salomo als Thronerben einzusetzen. Allerdings waren Salomo und andere loyale Gefährten Davids nicht eingeladen, als Adonia „opferte“ (1. Könige 1:9, 10). Das lässt darauf schließen, dass er Salomo als Rivalen ansah.

1:49–53; 2:13–25 — Warum ließ Salomo Adonia töten, nachdem er ihm verziehen hatte?
Salomo durchschaute Adonia, wenn auch Bathseba nicht erkannte, warum er den König durch sie bat, ihm Abischag zur Frau zu geben. David hatte mit der schönen Abischag zwar keine Beziehungen, doch sie galt als seine Nebenfrau. Nach damaligem Brauch konnte sie nur in das Eigentum des rechtmäßigen Erben Davids übergehen. Adonia dachte vielleicht, er könne wieder Anspruch auf den Thron erheben, wenn er Abischag zur Frau nehme. Salomo sah Adonias Bitte als deutlichen Beweis für sein Streben nach dem Thron an und diesmal ließ er ihn nicht frei ausgehen.

6:37 bis 8:2 — Wann wurde der Tempel eingeweiht?
Fertig gestellt wurde der Tempel im 11. Regierungsjahr Salomos im 8. Monat des Jahres 1027 v. u. Z. Wie es scheint, dauerte es 11 Monate, ihn auszustatten und alles Übrige vorzubereiten. Die Einweihung muss im 7. Monat des Jahres 1026 v. u. Z. stattgefunden haben. In dem Bericht werden nach dem Fertigstellen des Tempels noch andere Bauprojekte beschrieben, bevor die Einweihung erwähnt wird, offensichtlich um die Bauvorhaben vollständig abzuhandeln (2. Chronika 5:1–3).

9:10–13 — Übertrat Salomo das mosaische Gesetz, als er Hiram, dem König von Tyrus, 20 Städte im Land Galiläa schenkte?
Womöglich dachte man, das in 3. Mose 25:23, 24 aufgezeichnete Gesetz beziehe sich nur auf die von Israeliten bewohnten Gebiete. Die Städte, die Salomo Hiram gab, lagen zwar innerhalb der Grenzen des Landes der Verheißung, doch es ist möglich, dass nur Nichtisraeliten darin wohnten (2. Mose 23:31). Salomos Vorgehen könnte auch ein Anzeichen dafür gewesen sein, dass er es versäumte, sich völlig nach dem Gesetz auszurichten, genauso wie er ‘sich die Pferde mehrte’ und viele Frauen heiratete (5. Mose 17:16, 17). Wie auch immer, Hiram war mit dem Geschenk unzufrieden. Womöglich waren die von Heiden bewohnten Städte in schlechtem Zustand oder sie waren ungünstig gelegen.

11:4 — Wurde Salomo aus Altersschwäche untreu?
Wie es aussieht, war das nicht der Fall. Salomo war noch recht jung, als er zu regieren begann, und obwohl er 40 Jahre lang regierte, erreichte er kein besonders hohes Alter. Außerdem hörte er nicht völlig auf, Jehova anzubeten. Offensichtlich versuchte er eine Art Interkonfessionalismus auszuüben.

Lehren für uns:

2:26, 27, 35. Was Jehova vorhersagt, trifft immer ein. Durch die Vertreibung Abjathars, eines Nachkommen Elis, erfüllte sich ‘das Wort Jehovas, das er gegen das Haus Elis geredet hatte’. Als Abjathar durch Zadok aus der Linie des Pinehas ersetzt wurde, erfüllte sich die in 4. Mose 25:10–13 aufgezeichnete Prophezeiung (2. Mose 6:25; 1. Samuel 2:31; 3:12; 1. Chronika 24:3).

2:37, 41–46. Wie gefährlich ist es doch, zu denken, man könne Grenzen ungestraft übertreten! Wer absichtlich von dem ‘eingeengten Weg, der zum Leben führt’, abweicht, wird die Folgen dieser unklugen Entscheidung zu spüren bekommen (Matthäus 7:14).

3:9, 12–14. Jehova erhört seine Diener, wenn sie im Dienst für ihn aufrichtig um Weisheit, Verständnis und Anleitung beten (Jakobus 1:5).

8:22–53. Mit welch tiefer Dankbarkeit Salomo doch von Jehova sprach — einem Gott liebender Güte, der Verheißungen wahr macht und Gebete erhört! Über Salomos Einweihungsgebet nachzudenken vertieft unsere Dankbarkeit für diese und andere Wesensmerkmale Gottes.

11:9–14, 23, 26. Als Salomo im Alter ungehorsam wurde, erweckte Jehova Widerstand gegen ihn. Der Apostel Petrus schrieb: „Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber erweist er unverdiente Güte“ (1. Petrus 5:5).

11:30–40. Was Ahija über Jerobeam prophezeite, veranlasste König Salomo, Jerobeam nach dem Leben zu trachten. Wie anders hatte der König doch 40 Jahre davor reagiert, als er sich an Adonia und anderen Verschwörern nicht rächen wollte (1:50–53). Die Abkehr von Jehova hatte seine Einstellung verändert.

EIN GEEINTES KÖNIGREICH WIRD GETEILT
(1. Könige 12:1 bis 22:53)

Jerobeam und das Volk kommen zu König Rehabeam und bitten ihn, das Joch, das ihnen sein Vater Salomo auferlegt hat, zu erleichtern. Rehabeam erfüllt ihre Bitte nicht, sondern kündigt ihnen ein noch schwereres Joch an. Zehn Stämme rebellieren und setzen Jerobeam als ihren König ein. Das Königreich zerbricht. Rehabeam ist König über das Südreich, das aus den Stämmen Juda und Benjamin besteht, und Jerobeam herrscht im nördlichen Zehnstämmereich Israel.

Jerobeam stellt zwei goldene Kälber auf — das eine in Dan und das andere in Bethel —, um das Volk abzuhalten, in Jerusalem anzubeten. Zu den Königen, die nach Jerobeam über Israel regieren, gehören Nadab, Bascha, Ela, Simri, Tibni, Omri, Ahab und Ahasja. Rehabeam folgen in Juda Abijam, Asa, Josaphat und Joram auf den Thron. In der Regierungszeit dieser Könige dienen Ahija, Schemaja, ein namentlich nicht genannter Mann Gottes, Jehu, Elia und Michaja als Propheten.

Antworten auf biblische Fragen:

18:21 — Warum schwieg das Volk, als Elia es aufforderte, entweder Jehova oder Baal nachzufolgen?
Vielleicht erkannten sie, dass sie Jehova nicht, wie er es fordert, ausschließlich ergeben waren, und fühlten sich schuldig. Oder womöglich war ihr Gewissen dermaßen abgestumpft, dass sie nichts dabei fanden, Baal anzubeten und gleichzeitig zu behaupten, sie dienten Jehova. Erst nachdem Jehova seine Macht offenbart hatte, sagten sie: „Jehova ist der wahre Gott! Jehova ist der wahre Gott!“ (1. Könige 18:39).

20:34 — Warum verschonte Ahab König Ben-Hadad, nachdem Jehova ihm den Sieg über Syrien geschenkt hatte?
Ahab schlug Ben-Hadad nicht nieder, sondern schloss einen Bund mit ihm. Durch diesen erhielt er Rechte auf Straßen in der syrischen Hauptstadt Damaskus — offensichtlich um Basare oder Märkte aufzubauen. Ben-Hadads Vater hatte sich in Samaria früher gleichermaßen Straßen für Geschäftszwecke geben lassen. Ahab verschonte Ben-Hadad also, um sich in Damaskus geschäftlich etablieren zu können.

Lehren für uns:

12:13, 14. Wenn wir wichtige Entscheidungen treffen müssen, sollten wir uns von erfahrenen und reifen Personen beraten lassen, die sich in der Bibel gut auskennen und hohe Achtung vor göttlichen Grundsätzen haben.

13:11–24. Einen Hinweis oder einen Vorschlag, der uns fraglich erscheint, sollten wir gegen die vernünftige Anleitung aus Gottes Wort abwägen, auch wenn er von einem wohlmeinenden Glaubensbruder stammt (1. Johannes 4:1).

14:13. Jehova durchforscht uns und sucht nach dem Guten in uns. Wie unbedeutend es auch sein mag, er kann es wachsen lassen, wenn wir unser Bestes tun, ihm zu dienen.

15:10–13. Wir müssen nicht nur Abtrünnigkeit mutig zurückweisen, sondern auch die wahre Anbetung fördern.

17:10–16. Die Witwe von Zarephath anerkannte Elia als Propheten und behandelte ihn entsprechend. Jehova segnete sie für ihre Glaubenstaten. Er bemerkt heute auch unsere Glaubenstaten und belohnt alle, die das Königreichswerk auf irgendeine Weise unterstützen (Matthäus 6:33; 10:41, 42; Hebräer 6:10).

19:1–8. Bei heftigem Widerstand können wir auf Jehovas Unterstützung bauen (2. Korinther 4:7–9).

19:10, 14, 18. Wahre Anbeter stehen nie allein da. Sie haben Jehova und ihre weltweite Bruderschaft.

19:11–13. Jehova ist keine Naturgottheit, keine bloße Verkörperung von Naturgewalten.

20:11. Als Ben-Hadad damit prahlte, Samaria zerstören zu wollen, antwortete ihm der König von Israel: „Der sich Gürtende [der seine Waffen für die Schlacht umgürtet] rühme sich nicht wie der den Gürtel Lösende [der seine Waffen nach erfolgreicher Schlacht ablegt].“ Wir müssen es vermeiden, prahlerisch auf uns selbst zu vertrauen, wenn wir vor einer neuen Aufgabe stehen (Sprüche 27:1; Jakobus 4:13–16).

Überaus wertvoll für uns

Als Moses den Israeliten erzählte, wie das Volk am Berg Sinai das Gesetz erhalten hatte, sagte er zu ihnen: „Seht, ich lege euch heute Segen und Fluch vor: den Segen, sofern ihr den Geboten Jehovas, eures Gottes, die ich euch heute gebiete, gehorchen werdet; und den Fluch, wenn ihr den Geboten Jehovas, eures Gottes, nicht gehorchen werdet und ihr tatsächlich von dem Weg abweicht, den ich euch heute gebiete“ (5. Mose 11:26–28).

Diese entscheidende Wahrheit wird uns im Bibelbuch 1. Könige ganz klar vor Augen geführt. Wie wir gesehen haben, enthält dieses Buch auch andere wertvolle Lehren. Seine Botschaft ist lebendig und übt Macht aus (Hebräer 4:12).

Quelle: Wachtturm – 1. Juli 2005, Seite 28 – 31

Jule | 06.22.09 | ergänzender Stoff, Höhepunkte der Bibellesung | No Comments |

1. Könige 20 – 22

Kapitel 20

20 Was Ben-Hadad, den König von Syrien, betrifft, er brachte alle seine Streitkräfte zusammen und auch zweiunddreißig Könige mit ihm und Pferde und Wagen, und er ging dann hinauf und belagerte Samaria und kämpfte gegen dasselbe. 2 Dann sandte er Boten zu Ahab, dem König von Israel, in die Stadt. Und er sprach weiter zu ihm: „Dies ist, was Ben-Hadad gesagt hat: 3 ‚Dein Silber und dein Gold sind mein, und deine Frauen und deine Söhne, die am besten aussehenden, sind mein.‘ “ 4 Darauf antwortete der König von Israel und sagte: „Gemäß deinem Wort, mein Herr und König, dein bin ich mit allem, was mir gehört.“

5 Später kamen die Boten zurück und sprachen: „Dies ist, was Ben-Hadad gesagt hat: ‚Ich sandte zu dir und ließ sagen: „Dein Silber und dein Gold und deine Frauen und deine Söhne wirst du mir geben. 6 Doch morgen um diese Zeit werde ich meine Diener zu dir senden, und sie sollen dein Haus und die Häuser deiner Diener sorgfältig durchsuchen; und es soll geschehen, daß sie alles deinen Augen Begehrenswerte in ihre Hand tun werden, und sie sollen es wegholen.“ ‚ “

7 Darauf rief der König von Israel alle älteren Männer des Landes und sprach: „Nehmt bitte Kenntnis, und seht, daß dieser Unglück sucht; denn er hat zu mir nach meinen Frauen und meinen Söhnen und meinem Silber und meinem Gold gesandt, und ich habe sie ihm nicht vorenthalten.“ 8 Dann sprachen alle älteren Männer und alles Volk zu ihm: „Gehorche nicht, und du solltest nicht einwilligen.“ 9 Da sagte er zu den Boten Ben-Hadads: „Sprich zu meinem Herrn, dem König: ‚Alles, was du deinem Knecht zuerst entboten hast, werde ich tun; aber diese Sache kann ich nicht tun.‘ “ Damit gingen die Boten hin und überbrachten ihm den Bescheid.

10 Ben-Hadad sandte nun zu ihm und sagte: „So mögen die Götter mir tun und so mögen sie hinzufügen, wenn der Staub Samarias genügen wird, die Hände all des Volkes zu füllen, das mir nachfolgt!“ 11 Seinerseits antwortete der König von Israel und sprach: „Ihr Männer, sagt [zu ihm]: ‚Der sich Gürtende rühme sich nicht wie der [den Gürtel] Lösende.‘ “ 12 Und es geschah, sobald er dieses Wort hörte, während er selbst und die Könige in den Hütten tranken, daß er sogleich zu seinen Knechten sprach: „Setzt an!“ Und sie begannen gegen die Stadt anzusetzen.

13 Und siehe, ein gewisser Prophet näherte sich Ahab, dem König von Israel, und sagte dann: „Dies ist, was Jehova gesprochen hat: ‚Hast du diese ganze große Menge gesehen? Siehe, ich gebe sie heute in deine Hand, und du wirst sicherlich wissen, daß ich Jehova bin.‘ “ 14 Dann sprach Ahab: „Durch wen?“, worauf er sagte: „Dies ist, was Jehova gesprochen hat: ‚Durch die jungen Männer der Fürsten der Gerichtsbezirke.‘ “ Schließlich sagte er: „Wer wird den Kampf eröffnen?“, worauf er sprach: „Du!“

15 Und er ging daran, die jungen Männer der Fürsten der Gerichtsbezirke zu zählen, und es waren ihrer schließlich zweihundertzweiunddreißig; und danach nahm er die Zählung des ganzen Volkes vor, aller Söhne Israels, siebentausend. 16 Und sie begannen um Mittag auszuziehen, während sich Ben-Hadad in den Hütten betrank, er zusammen mit den Königen, den zweiunddreißig Königen, die ihm halfen. 17 Als die jungen Männer der Fürsten der Gerichtsbezirke zuerst auszogen, sandte Ben-Hadad sofort hin; und man teilte es ihm dann mit, indem [man] sagte: „Da sind Männer, die aus Samaria gekommen sind.“ 18 Darauf sprach er: „Ob es zum Frieden ist, daß sie ausgezogen sind, ihr solltet sie lebendig ergreifen; oder ob es zur Schlacht ist, daß sie ausgezogen sind, lebendig solltet ihr sie ergreifen.“ 19 Und diese waren es, die aus der Stadt auszogen: die jungen Männer der Fürsten der Gerichtsbezirke und die Streitkräfte, die hinter ihnen waren. 20 Und sie begannen ein jeder seinen Mann niederzuschlagen; und die Syrer ergriffen die Flucht, und Israel jagte ihnen dann nach, aber Ben-Hadad, der König von Syrien, entkam schließlich auf einem Pferd samt den Reitern. 21 Aber der König von Israel zog aus und schlug die Pferde und die Wagen fortgesetzt nieder, und er schlug die Syrer mit einer großen Schlachtung.

22 Später näherte sich der Prophet dem König von Israel und sagte zu ihm: „Geh, stärke dich, und nimm Kenntnis, und sieh, was du tun wirst; denn bei der Wiederkehr des Jahres wird der König von Syrien gegen dich heraufkommen.“

23 Was die Diener des Königs von Syrien betrifft, sie sprachen zu ihm: „Ihr Gott ist ein Gott der Berge. Darum erwiesen sie sich stärker als wir. So laßt uns andererseits gegen sie auf dem ebenen Land kämpfen [und sehen], ob wir uns nicht als stärker denn sie erweisen. 24 Und tu diese Sache: Entferne die Könige, einen jeden von seinem Ort, und setze Statthalter an ihre Stelle. 25 Was dich betrifft, du solltest dir eine Streitmacht abzählen gleich der Streitmacht, die von deiner Seite gefallen ist, mit Pferd für Pferd und Wagen für Wagen; und wir wollen auf dem ebenen Land gegen sie kämpfen [und sehen], ob wir uns nicht als stärker denn sie erweisen.“ Daher hörte er auf ihre Stimme und tat geradeso.

26 Und es geschah bei der Wiederkehr des Jahres, daß Ben-Hadad daranging, die Syrer zu mustern und nach Aphek zur Schlacht gegen Israel hinaufzuziehen. 27 Was die Söhne Israels betrifft, sie wurden gemustert und [mit dem Nötigen] versorgt und begannen auszuziehen, ihnen entgegen; und die Söhne Israels lagerten sich vor ihnen wie zwei winzige Ziegenherden, während die Syrer ihrerseits das Land füllten. 28 Dann näherte sich der Mann des [wahren] Gottes und sprach zum König von Israel, ja er sagte weiter: „Dies ist, was Jehova gesprochen hat: ‚Darum, daß die Syrer gesagt haben: „Jehova ist ein Gott der Berge, und er ist nicht ein Gott der Tiefebenen“, muß ich diese ganze große Menge in deine Hand geben, und ihr werdet bestimmt wissen, daß ich Jehova bin.‘ “

29 Und sie lagerten weiterhin sieben Tage lang, diese vor jenen. Und es geschah am siebten Tag, daß der Kampf eröffnet wurde; und die Söhne Israels schlugen dann die Syrer nieder, hunderttausend Mann zu Fuß an e i n e m Tag. 30 Und die Übriggebliebenen flohen nach Aphek in die Stadt; und die Mauer fiel dann auf siebenundzwanzigtausend Mann, die übriggeblieben waren. Was Ben-Hadad betrifft, er floh und kam schließlich in die Stadt, in das innerste Gemach.

31 Da sprachen seine Diener zu ihm: „Siehe nun, wir haben gehört, daß die Könige des Hauses Israel Könige von liebender Güte sind. Laß uns bitte Sacktuch um unsere Lenden tragen und Stricke um unsere Häupter, und laß uns zum König von Israel ausziehen. Vielleicht wird er deine Seele am Leben erhalten.“ 32 Somit gürteten sie Sacktuch um ihre Lenden und kamen mit Stricken um ihre Häupter zum König von Israel herein und sprachen: „Dein Knecht Ben-Hadad hat gesagt: ‚Laß bitte meine Seele leben.‘ “ Darauf sprach er: „Ist er noch am Leben? Er ist mein Bruder.“ 33 So nahmen es die Männer ihrerseits als ein Omen und faßten es schnell als einen von ihm selbst [ausgehenden] Beschluß auf, und sie sagten weiter: „Ben-Hadad ist dein Bruder.“ Darauf sprach er: „Kommt, holt ihn.“ Da ging Ben-Hadad zu ihm hinaus; und er ließ ihn sogleich in den Wagen steigen.

34 [Ben-Hadad] sagte nun zu ihm: „Die Städte, die mein Vater von deinem Vater nahm, werde ich zurückgeben; und Straßen wirst du dir selbst in Damaskus bestimmen, ebenso wie mein Vater [solche] in Samaria bestimmte.“

„Und was mich betrifft, unter einem Bund werde ich dich wegsenden.“

Damit schloß er einen Bund mit ihm und sandte ihn weg.

35 Und ein gewisser Mann von den Söhnen der Propheten sprach zu seinem Freund nach dem Wort Jehovas: „Schlag mich bitte.“ Aber der Mann weigerte sich, ihn zu schlagen. 36 Daher sagte er zu ihm: „Darum, daß du nicht auf die Stimme Jehovas gehört hast, siehe, du gehst von mir weg, und ein Löwe wird dich bestimmt niederschlagen.“ Danach ging er von seiner Seite weg, und der Löwe fand ihn dann und schlug ihn nieder.

37 Und er fand dann einen anderen Mann und sprach: „Schlag mich bitte.“ Da schlug ihn der Mann, schlug und verwundete [ihn].

38 Dann ging der Prophet und blieb, auf den König [wartend], am Weg stehen, und er hielt sich durch eine Binde über seinen Augen unerkennbar. 39 Und es geschah, daß er, sobald der König vorüberging, zum König schrie und dann sagte: „Dein Knecht seinerseits zog aus in das dichteste Schlachtgetümmel, und siehe, ein Mann trat aus der Reihe, und er brachte einen Mann zu mir und sprach dann: ‚Bewache diesen Mann. Wenn er irgendwie vermißt werden sollte, so wird deine Seele an Stelle seiner Seele sein müssen, oder sonst wirst du ein Talent Silber darwiegen.‘ 40 Und es geschah, als dein Knecht hier und dort tätig war, nun, da war er fort.“ Darauf sagte der König von Israel zu ihm: „Solches ist dein eigenes Gericht. Du selbst hast entschieden.“ 41 Darauf entfernte er eilends die Binde von seinen Augen, und der König von Israel erkannte ihn dann, daß er von den Propheten war. 42 Er sprach nun zu ihm: „Dies ist, was Jehova gesagt hat: ‚Darum, daß du den mir zur Vernichtung geweihten Mann aus deiner Hand losgelassen hast, soll deine Seele an Stelle seiner Seele sein und dein Volk an Stelle seines Volkes.‘ “ 43 Darauf ging der König von Israel hin zu seinem Haus, mißmutig und niedergeschlagen, und kam nach Samaria.

Kapitel 21

21 Und es geschah nach diesen Dingen, daß da ein Weingarten war, welcher Naboth, dem Jesreëliter, gehörte, der in Jesreël neben dem Palast Ahabs, des Königs von Samaria, [lag]. 2 Da redete Ahab zu Naboth, indem [er] sprach: „Gib mir doch deinen Weingarten, damit er mir als Gemüsegarten diene, denn er ist in der Nähe meines Hauses; und laß mich dir statt dessen einen Weingarten geben, besser als er. [Oder] wenn es gut ist in deinen Augen, will ich dir Geld als den Kaufpreis dafür geben.“ 3 Aber Naboth sagte zu Ahab: „Es ist im Hinblick auf Jehovas Standpunkt für mich undenkbar, daß ich dir den Erbbesitz meiner Vorväter gebe.“ 4 Demzufolge kam Ahab in sein Haus, mißmutig und niedergeschlagen wegen des Wortes, das Naboth, der Jesreëliter, zu ihm geredet hatte, als er sprach: „Ich werde dir den Erbbesitz meiner Vorväter nicht geben.“ Dann legte er sich auf sein Ruhebett und hielt sein Gesicht abgewandt, und er aß kein Brot.

5 Schließlich kam Isebel, seine Frau, zu ihm herein und redete zu ihm: „Wie kommt es, daß dein Geist mißmutig ist und daß du kein Brot ißt?“ 6 Darauf redete er zu ihr: „Weil ich nun zu Naboth, dem Jesreëliter, redete und zu ihm sprach: ‚Gib mir doch deinen Weingarten um Geld. Oder wenn du es vorziehst, laß mich dir statt seiner einen anderen Weingarten geben.‘ Er aber sagte: ‚Ich werde dir meinen Weingarten nicht geben.‘ “ 7 Da sprach Isebel, seine Frau, zu ihm: „Bist du es, der jetzt das Königtum über Israel ausübt? Steh auf, iß Brot, und sei frohen Herzens. Ich selbst werde dir den Weingarten Naboths, des Jesreëliters, geben.“ 8 Demgemäß schrieb sie Briefe in Ahabs Namen und versiegelte sie mit seinem Siegel und sandte die Briefe an die älteren Männer und die Edlen, die mit Naboth in seiner Stadt wohnten. 9 Sie schrieb aber in den Briefen, indem [sie] sprach: „Ruft ein Fasten aus, und laßt Naboth zu Häupten des Volkes sitzen. 10 Und laßt zwei Männer, Nichtsnutze, vor ihm sitzen, und laßt sie Zeugnis gegen ihn ablegen, indem [sie] sagen: ‚Du hast Gott und dem König geflucht!‘ Und führt ihn hinaus, und steinigt ihn, daß er stirbt.“

11 So taten die Männer seiner Stadt, die älteren Männer und die Edlen, die in seiner Stadt wohnten, geradeso wie Isebel ihnen entboten hatte, so wie es in den Briefen geschrieben war, die sie ihnen gesandt hatte. 12 Sie riefen ein Fasten aus und ließen Naboth zu Häupten des Volkes sitzen. 13 Dann kamen zwei Männer, Nichtsnutze, herein und setzten sich vor ihn hin; und die nichtsnutzigen Männer begannen gegen ihn Zeugnis abzulegen, das heißt gegen Naboth, vor dem Volk, indem [sie] sprachen: „Naboth hat Gott und dem König geflucht!“ Danach führten sie ihn hinaus in das Randgebiet der Stadt und steinigten ihn mit Steinen, so daß er starb. 14 Sie sandten nun zu Isebel und ließen sagen: „Naboth ist gesteinigt worden, so daß er tot ist.“

15 Und es geschah, sobald Isebel hörte, daß Naboth zu Tode gesteinigt worden war, daß Isebel sogleich zu Ahab sprach: „Mache dich auf, nimm den Weingarten Naboths, des Jesreëliters, in Besitz, den für Geld dir zu geben er sich geweigert hat; denn Naboth ist nicht mehr am Leben, sondern ist tot.“ 16 Und es geschah, sobald Ahab hörte, daß Naboth tot war, da machte sich Ahab sogleich auf, um zum Weingarten Naboths, des Jesreëliters, hinabzugehen, damit er ihn in Besitz nehme.

17 Und Jehovas Wort erging an Elia, den Tischbiter, und lautete: 18 „Mache dich auf, geh hinab, Ahab, dem König von Israel, entgegen, der in Samaria ist. Dort ist er, im Weingarten Naboths, wohin er hinabgegangen ist, um ihn in Besitz zu nehmen. 19 Und du sollst zu ihm reden, indem [du] sagst: ‚Dies ist, was Jehova gesprochen hat: „Hast du gemordet und auch in Besitz genommen?“ ‚ Und du sollst zu ihm reden, indem [du] sagst: ‚Dies ist, was Jehova gesprochen hat: „An der Stelle, wo die Hunde das Blut Naboths aufleckten, werden die Hunde dein Blut auflecken, ja deines.“ ‚ “

20 Und Ahab sagte dann zu Elia: „Hast du mich gefunden, o mein Feind?“, worauf er sprach: „Ich habe dich gefunden. ‚Weil du dich verkauft hast, um zu tun, was böse ist in den Augen Jehovas, 21 siehe, bringe ich Unglück über dich; und ich werde bestimmt hinter dir her ausfegen und von Ahab einen jeden abschneiden, der gegen eine Wand uriniert, und den Hilflosen und den Nichtswürdigen in Israel. 22 Und ich werde bestimmt dein Haus wie das Haus Jerobeams, des Sohnes Nebats, machen und wie das Haus Baschas, des Sohnes Ahijas, wegen der Kränkung, mit der du gekränkt und dann Israel veranlaßt hast zu sündigen.‘ 23 Und auch hinsichtlich Isebels hat Jehova geredet und gesagt: ‚Die Hunde selbst werden Isebel auf dem Landstück von Jesreël fressen. 24 Wer von Ahabs [Angehörigen] in der Stadt stirbt, den werden die Hunde fressen; und wer auf dem Feld stirbt, den werden die Vögel der Himmel fressen. 25 Keiner, ohne Ausnahme, hat sich wie Ahab erwiesen, der sich verkauft hat, zu tun, was böse war in den Augen Jehovas, den Isebel, seine Frau, aufreizte. 26 Und er handelte dann ganz abscheulich, indem er den mistigen Götzen nachging, gemäß allem, was die Amoriter getan hatten, die Jehova vor den Söhnen Israels her austrieb.‘ “

27 Und es geschah, sobald Ahab diese Worte hörte, daß er dann seine Kleider zerriß und Sacktuch um sein Fleisch legte; und er ging daran zu fasten und lag fortwährend in Sacktuch und ging gedrückt umher. 28 Und Jehovas Wort erging an Elia, den Tischbiter, und lautete: 29 „Hast du gesehen, wie Ahab sich meinetwegen gedemütigt hat? Darum, daß er sich meinetwegen gedemütigt hat, werde ich das Unglück nicht in seinen eigenen Tagen bringen. In den Tagen seines Sohnes werde ich das Unglück über sein Haus bringen.“

Kapitel 22

22 Und drei Jahre lang blieb man ohne Krieg zwischen Syrien und Israel. 2 Und es geschah im dritten Jahr, daß Josaphat, der König von Juda, sich daranmachte, zum König von Israel hinabzugehen. 3 Dann sprach der König von Israel zu seinen Dienern: „Wißt ihr eigentlich, daß Ramoth-Gilead uns gehört? Dennoch zögern wir, es aus der Hand des Königs von Syrien zu nehmen.“ 4 Und er sagte weiter zu Josaphat: „Willst du mit mir zum Kampf nach Ramoth-Gilead ziehen?“ Darauf sprach Josaphat zum König von Israel: „Ich bin so wie du. Mein Volk ist so wie dein Volk. Meine Pferde sind so wie deine Pferde.“

5 Josaphat sagte jedoch zum König von Israel: „Erkundige dich bitte zuerst nach dem Wort Jehovas.“ 6 Da brachte der König von Israel die Propheten zusammen, etwa vierhundert Mann, und sprach zu ihnen: „Soll ich gegen Ramoth-Gilead in den Krieg ziehen, oder soll ich es lassen?“ Und sie begannen zu sagen: „Zieh hinauf, und Jehova wird [es] in die Hand des Königs geben.“

7 Aber Josaphat sprach: „Gibt es hier nicht noch einen Propheten Jehovas? Dann wollen wir uns durch ihn erkundigen.“ 8 Darauf sagte der König von Israel zu Josaphat: „Da ist noch e i n Mann, durch den man Jehova befragen kann, aber ich selbst hasse ihn gewiß, denn er prophezeit keine guten Dinge über mich, sondern schlechte – Michaja, der Sohn Jimlas.“ Doch Josaphat sprach: „Möge der König nicht so etwas sagen.“

9 Daher rief der König von Israel einen gewissen Hofbeamten und sagte: „Bring doch schnell Michaja, den Sohn Jimlas, her.“ 10 Nun saß der König von Israel und Josaphat, der König von Juda, ein jeder auf seinem Thron, mit Gewändern bekleidet, auf der Dreschtenne am Eingang des Tores von Samaria; und alle Propheten traten vor ihnen als Propheten auf. 11 Dann machte sich Zedekia, der Sohn Kenaanas, Hörner aus Eisen und sprach: „Dies ist, was Jehova gesagt hat: ‚Mit diesen wirst du die Syrer stoßen, bis du sie ausrottest.‘ “ 12 Und alle anderen Propheten prophezeiten ebenso, indem [sie] sprachen: „Geh hinauf nach Ramoth-Gilead, und habe Gelingen; und Jehova wird [es] bestimmt in die Hand des Königs geben.“

13 Und der Bote, der hingegangen war, um Michaja zu rufen, redete zu ihm, indem [er] sagte: „Siehe nun! Die Worte der Propheten sind einstimmig gut für den König. Laß dein Wort bitte wie das Wort eines von ihnen werden, und du sollst Gutes reden.“ 14 Aber Michaja sprach: „So wahr Jehova lebt, was Jehova zu mir sagen wird, das werde ich reden.“ 15 Da kam er zum König herein, und der König sagte dann zu ihm: „Michaja, sollen wir nach Ramoth-Gilead in den Krieg ziehen, oder sollen wir es lassen?“ Sofort sprach er zu ihm: „Zieh hinauf und habe Gelingen; und Jehova wird es bestimmt in die Hand des Königs geben.“ 16 Darauf sagte der König zu ihm: „Wie viele Male stelle ich dich unter Eid, daß du zu mir im Namen Jehovas nichts als Wahrheit reden solltest?“ 17 Da sprach er: „Ich sehe gewiß alle Israeliten auf den Bergen zerstreut wie Schafe, die keinen Hirten haben. Und Jehova sagte dann: ‚Diese haben keine Herren. Mögen sie jeder in Frieden zu seinem Haus zurückkehren.‘ “

18 Da sprach der König von Israel zu Josaphat: „Habe ich nicht zu dir gesagt: ‚Er wird mich betreffend keine guten Dinge prophezeien, sondern schlechte.‘?“

19 Und er sprach weiter: „Darum höre das Wort Jehovas: Bestimmt sehe ich Jehova auf seinem Thron sitzen und das ganze Heer der Himmel bei ihm stehen, zu seiner Rechten und zu seiner Linken. 20 Und Jehova sagte dann: ‚Wer wird Ahab betören, daß er hinaufziehe und zu Ramoth-Gilead falle?‘ Und dieser begann etwa dies zu sprechen, während jener etwa das sprach. 21 Schließlich trat ein Geist hervor und stand vor Jehova und sagte: ‚Ich selbst werde ihn betören.‘ Darauf sprach Jehova zu ihm: ‚Wodurch?‘ 22 Hierauf sagte er: ‚Ich werde ausziehen und bestimmt ein trügerischer Geist im Mund all seiner Propheten werden.‘ Da sprach er: ‚Du wirst ihn betören, und was noch wichtiger ist, du wirst als Sieger hervorgehen. Zieh aus, und tu es so.‘ 23 Und nun, siehe, Jehova hat einen trügerischen Geist in den Mund all dieser deiner Propheten gelegt; Jehova aber hat dich betreffend Unglück geredet.“

24 Zedekia, der Sohn Kenaanas, näherte sich nun und schlug Michaja auf die Wange und sagte: „Auf welchem [Weg] ist denn der Geist Jehovas von mir her weitergegangen, um mit dir zu reden?“ 25 Darauf sprach Michaja: „Siehe! Du siehst, [auf welchem Weg,] an jenem Tag, wenn du in das innerste Gemach hineingehen wirst, um dich zu verstecken.“ 26 Da sagte der König von Israel: „Nimm Michaja, und laß ihn zurückkehren zu Amon, dem Obersten der Stadt, und zu Joas, dem Sohn des Königs. 27 Und du sollst sprechen: ‚Dies ist, was der König gesagt hat: „Setzt diesen Mann in das Haus der Gefangenhaltung und speist ihn mit verkürzter Brotration und verkürzter Wasserration, bis ich in Frieden heimkomme.“ ‚ “ 28 Darauf sprach Michaja: „Wenn du überhaupt in Frieden zurückkehrst, hat Jehova nicht mit mir geredet.“ Und er fügte hinzu: „Hört, all ihr Völker.“

29 Und der König von Israel und Josaphat, der König von Juda, gingen daran, nach Ramoth-Gilead hinaufzuziehen. 30 Der König von Israel sagte nun zu Josaphat: „[Für mich heißt es] Verkleidung und Antritt zur Schlacht, du aber lege deine Kleider an.“ Daher verkleidete sich der König von Israel und zog in die Schlacht. 31 Was den König von Syrien betrifft, so hatte er den zweiunddreißig Obersten der Wagen, die ihm gehörten, geboten, indem [er] sprach: „Ihr sollt weder mit den Kleinen noch mit den Großen kämpfen, sondern allein mit dem König von Israel.“ 32 Und es geschah, sobald die Wagenobersten Josaphat sahen, daß sie sich ihrerseits sagten: „Bestimmt ist es der König von Israel.“ So bogen sie zum Kampf gegen ihn ab; und Josaphat begann um Hilfe zu schreien. 33 Und es geschah, sobald die Wagenobersten sahen, daß es nicht der König von Israel war, daß sie sogleich davon umkehrten, ihm zu folgen.

34 Und da war ein Mann, der in seiner Ahnungslosigkeit den Bogen spannte, doch traf er den König von Israel dann zwischen das Angehänge und den Panzer, so daß er zu seinem Wagenlenker sprach: „Wende deine Hand um, und nimm mich aus dem Lager hinaus, denn ich bin schwer verwundet.“ 35 Und die Schlacht wurde an jenem Tag immer heftiger, und der König selbst mußte im Wagen den Syrern gegenüber in stehender Stellung gehalten werden, und am Abend starb er schließlich; und das Blut der Wunde ergoß sich fortwährend in das Innere des Kriegswagens. 36 Und der gellende Ruf begann beim Sonnenuntergang durch das Lager zu gehen und lautete: „Jeder zu seiner Stadt, und jeder zu seinem Land!“ 37 So starb der König. Als er nach Samaria gebracht wurde, da begrub man den König in Samaria. 38 Und man begann den Kriegswagen am Teich von Samaria abzuwaschen, und die Hunde gingen daran, sein Blut aufzulecken (und die Prostituierten ihrerseits badeten dort), gemäß dem Wort Jehovas, das er geredet hatte.

39 Was das übrige der Angelegenheiten Ahabs betrifft und alles, was er getan hat, und das Haus von Elfenbein, das er gebaut hat, und alle Städte, die er gebaut hat, ist es nicht aufgeschrieben in dem Buch der Angelegenheiten der Tage der Könige von Israel? 40 Schließlich legte sich Ahab zu seinen Vorvätern; und Ahasja, sein Sohn, begann an seiner Statt zu regieren.

41 Was Josaphat, den Sohn Asas, betrifft, er war im vierten Jahr Ahabs, des Königs von Israel, König über Juda geworden. 42 Josaphat war fünfunddreißig Jahre alt, als er zu regieren begann, und er regierte fünfundzwanzig Jahre in Jerusalem; und der Name seiner Mutter war Asuba, die Tochter Schilhis. 43 Und er wandelte fortwährend auf allen Wegen Asas, seines Vaters. Er bog nicht davon ab, indem er tat, was recht war in den Augen Jehovas. Nur die Höhen selbst verschwanden nicht. Noch immer opferte und räucherte das Volk auf den Höhen. 44 Und Josaphat unterhielt friedliche Beziehungen zu dem König von Israel. 45 Was das übrige der Angelegenheiten Josaphats betrifft und die Macht, mit der er handelte, und wie er Krieg führte, ist es nicht in dem Buch der Angelegenheiten der Tage der Könige von Juda aufgeschrieben? 46 Und die übrigen der männlichen Tempelprostituierten, die in den Tagen Asas, seines Vaters, übriggeblieben waren, schaffte er aus dem Land hinweg.

47 Was einen König betrifft, da war keiner in Edom; ein Bevollmächtigter war König.

48 Josaphat seinerseits machte Tarschisch-Schiffe, um wegen des Goldes nach Ophir zu fahren; aber sie fuhren nicht, weil die Schiffe in Ezjon-Geber zerschellten. 49 Damals war es, daß Ahasja, der Sohn Ahabs, zu Josaphat sprach: „Laß meine Knechte mit deinen Knechten auf den Schiffen fahren“, aber Josaphat willigte nicht ein.

50 Schließlich legte sich Josaphat zu seinen Vorvätern und wurde bei seinen Vorvätern in der Stadt Davids, seines Vorvaters, begraben; und Joram, sein Sohn, begann an seiner Statt zu regieren.

51 Was Ahasja, den Sohn Ahabs, betrifft, er wurde König über Israel in Samaria im siebzehnten Jahr Josaphats, des Königs von Juda, und er regierte zwei Jahre lang über Israel. 52 Und fortwährend tat er, was böse war in Jehovas Augen, und wandelte dann auf dem Weg seines Vaters und auf dem Weg seiner Mutter und auf dem Weg Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel veranlaßt hatte zu sündigen. 53 Und er fuhr fort, Baal zu dienen und sich vor ihm niederzubeugen, und kränkte Jehova, den Gott Israels, weiterhin gemäß allem, was sein Vater getan hatte.

Jule | 06.21.09 | 1. Könige, Text in der Bibel | 17 Comments |

1. Könige 17 – 19

Kapitel 17

17 Und Elia, der Tischbiter, von den Bewohnern Gileads, sprach dann zu Ahab: „So wahr Jehova, der Gott Israels, lebt, vor dem ich ja stehe, es wird während dieser Jahre weder Tau noch Regen geben, außer auf Befehl meines Wortes!“

2 Das Wort Jehovas erging nun an ihn und lautete: 3 „Geh weg von hier, und du sollst deinen Weg ostwärts wenden und dich im Wildbachtal Kerith, das östlich vom Jordan ist, verbergen. 4 Und es soll geschehen, daß du aus dem Wildbach trinken solltest, und ich werde gewiß den Raben gebieten, dich dort mit Nahrung zu versorgen.“ 5 Sogleich ging er und tat nach dem Wort Jehovas und ging so hin und nahm Wohnsitz beim Wildbachtal Kerith, das östlich vom Jordan ist. 6 Und die Raben selbst brachten ihm Brot und Fleisch am Morgen und Brot und Fleisch am Abend, und aus dem Wildbach trank er jeweils. 7 Doch es geschah am Ende einer Anzahl Tage, daß das Wildbachtal trocken wurde, denn es war kein Regen auf die Erde gefallen.

8 Das Wort Jehovas erging nun an ihn und lautete: 9 „Mach dich auf, geh nach Zarephath, das zu Sidon gehört, und du sollst dort wohnen. Siehe! Ich werde dort bestimmt einer Frau gebieten, einer Witwe, dich mit Nahrung zu versorgen.“ 10 Demzufolge machte er sich auf und ging nach Zarephath und kam zum Stadteingang; und siehe, eine Frau, eine Witwe, las dort Holzstücke zusammen. Da rief er ihr zu und sprach: „Hol mir bitte einen Schluck Wasser in einem Gefäß, damit ich trinken kann.“ 11 Als sie sich anschickte, zu gehen und es zu holen, rief er ihr weiterhin zu und sagte: „Hol mir bitte einen Bissen Brot in deiner Hand.“ 12 Darauf sprach sie: „So wahr Jehova, dein Gott, lebt, ich habe keinen runden Kuchen, sondern nur eine Handvoll Mehl in dem großen Krug und ein wenig Öl in dem kleinen Krug; und hier lese ich einige wenige Holzstücke zusammen, und ich will hineingehen und etwas für mich und meinen Sohn zurechtmachen, und wir werden es essen und sterben müssen.“

13 Darauf sagte Elia zu ihr: „Fürchte dich nicht. Geh hinein, tu nach deinem Wort. Nur mache mir von dem, was da ist, zuerst einen kleinen runden Kuchen, und du sollst ihn zu mir herausbringen, und für dich und deinen Sohn kannst du danach etwas machen. 14 Denn dies ist, was Jehova, der Gott Israels, gesprochen hat: ‚Der große Mehlkrug selbst wird nicht erschöpft, und der kleine Ölkrug, er wird nicht leer werden bis zu dem Tag, an dem Jehova einen Regenguß auf die Oberfläche des Erdbodens gibt.‘ “ 15 Da ging sie und tat nach dem Wort Elias; und sie aß weiterhin, sie zusammen mit ihm und ihren Hausgenossen, Tage hindurch. 16 Der große Mehlkrug, er wurde nicht erschöpft, und der kleine Ölkrug, er wurde nicht leer, gemäß dem Wort Jehovas, das er durch Elia geredet hatte.

17 Und es geschah nach diesen Dingen, daß der Sohn der Frau, der Hausherrin, krank wurde, und seine Krankheit wurde so ernst, daß kein Odem in ihm blieb. 18 Darauf sagte sie zu Elia: „Was habe ich mit dir zu schaffen, o Mann des [wahren] Gottes? Du bist zu mir gekommen, um meine Vergehung in Erinnerung zu rufen und meinen Sohn zu Tode zu bringen.“ 19 Er aber sprach zu ihr: „Gib mir deinen Sohn.“ Dann nahm er ihn von ihrem Busen und trug ihn hinauf zum Dachgemach, wo er wohnte, und legte ihn auf sein eigenes Ruhebett. 20 Und er begann zu Jehova zu rufen und zu sagen: „O Jehova, mein Gott, mußt du auch über die Witwe, bei der ich als Fremdling weile, Übles bringen, indem du ihren Sohn zu Tode bringst?“ 21 Und dann streckte er sich dreimal über das Kind und rief zu Jehova und sprach: „O Jehova, mein Gott, laß bitte die Seele dieses Kindes in ihn zurückkehren.“ 22 Schließlich hörte Jehova auf die Stimme Elias, so daß die Seele des Kindes in ihn zurückkam, und er lebte auf. 23 Elia nahm nun das Kind und brachte es vom Dachgemach hinab ins Haus und gab es seiner Mutter; und Elia sagte dann: „Siehe, dein Sohn lebt.“ 24 Darauf sprach die Frau zu Elia: „Nun weiß ich wirklich, daß du ein Mann Gottes bist und daß Jehovas Wort in deinem Mund wahr ist.“

Kapitel 18

18 Und es geschah [nach] vielen Tagen, daß Jehovas eigenes Wort im dritten Jahr an Elia erging und lautete: „Geh, zeig dich Ahab, da ich Regen auf die Oberfläche des Erdbodens geben will.“ 2 Demzufolge zeigte sich Elia dann Ahab, während die Hungersnot in Samaria schwer war.

3 Inzwischen rief Ahab Obadja, der über den Haushalt [gesetzt] war. (Nun hatte sich Obadja seinerseits als jemand erwiesen, der Jehova sehr fürchtete. 4 Folglich geschah es, als Isebel Jehovas Propheten [vom Leben] abschnitt, daß Obadja dann hundert Propheten nahm und sie, je fünfzig in einer Höhle, versteckte, und er versorgte sie mit Brot und Wasser.) 5 Und Ahab sprach weiter zu Obadja: „Geh durch das Land zu allen Wasserquellen und zu allen Wildbächen. Vielleicht finden wir grünes Gras, daß wir die Pferde und Maultiere am Leben erhalten und nicht [noch mehr] von den Tieren weggetilgt werden.“ 6 So teilten sie das Land unter sich, um es zu durchziehen. Ahab, er ging auf einem Weg allein, und Obadja seinerseits ging auf einem anderen Weg allein.

7 Als Obadja unterwegs war, nun, da war Elia, der ihm entgegenkam. Sogleich erkannte er ihn und fiel auf sein Angesicht und sagte: „Bist du es, mein Herr Elia?“ 8 Darauf sprach er zu ihm: „Ich bin es. Geh, sag zu deinem Herrn: ‚Hier ist Elia.‘ “ 9 Er aber sprach: „Welche Sünde habe ich begangen, daß du deinen Knecht in die Hand Ahabs geben solltest, damit er mich zu Tode bringe? 10 So wahr Jehova, dein Gott, lebt, da ist keine Nation, kein Königreich, wohin mein Herr nicht gesandt hat, dich zu suchen. Nachdem sie gesagt hatten: ‚Er ist nicht [da]‘, ließ er das Königreich und die Nation schwören, daß man dich nicht finden könnte. 11 Und nun sagst du: ‚Geh, sprich zu deinem Herrn: „Hier ist Elia.“ ‚ 12 Und es wird ganz bestimmt geschehen, wenn ich, ja ich, von dir weggehe, daß dann der Geist Jehovas seinerseits dich wegtragen wird, wohin, werde ich nicht wissen; und ich werde gekommen sein, um Ahab Bescheid zu sagen, und er wird dich nicht finden, und er wird mich ganz bestimmt töten, da dein Knecht selbst von seiner Jugend an Jehova gefürchtet hat. 13 Ist meinem Herrn nicht mitgeteilt worden, was ich getan habe, als Isebel die Propheten Jehovas tötete, wie ich eine Anzahl der Propheten Jehovas versteckt hielt, hundert Mann, je fünfzig in einer Höhle, und sie fortwährend mit Brot und Wasser versorgte? 14 Und jetzt sagst du: ‚Geh, sprich zu deinem Herrn: „Hier ist Elia.“ ‚ Und er wird mich ganz bestimmt töten.“ 15 Elia jedoch sprach: „So wahr Jehova der Heerscharen lebt, vor dem ich ja stehe, heute werde ich mich ihm zeigen.“

16 Demgemäß ging Obadja weg, Ahab entgegen, und teilte es ihm mit; und so ging Ahab Elia entgegen.

17 Und es geschah, sobald Ahab Elia sah, daß Ahab sogleich zu ihm sagte: „Bist du es, der Israel in Verruf bringt?“

18 Darauf sprach er: „Nicht ich habe Israel in Verruf gebracht, sondern du und das Haus deines Vaters, weil ihr die Gebote Jehovas verlassen habt, und du bist dann den Baalen nachgefolgt. 19 Und nun sende hin, bringe ganz Israel zu mir auf dem Berg Karmel zusammen und auch die vierhundertfünfzig Propheten Baals und die vierhundert Propheten des heiligen Pfahls, die am Tisch Isebels essen.“ 20 Und dann sandte Ahab unter allen Söhnen Israels umher und brachte die Propheten auf dem Berg Karmel zusammen.

21 Dann trat Elia zum ganzen Volk hin und sprach: „Wie lange werdet ihr auf zwei verschiedenen Meinungen hinken? Wenn Jehova der [wahre] Gott ist, so folgt ihm nach; wenn es aber Baal ist, so folgt ihm nach.“ Und das Volk erwiderte ihm kein Wort. 22 Und Elia sprach weiter zum Volk: „Ich selbst bin als ein Prophet Jehovas übriggeblieben, ich allein, während die Propheten Baals vierhundertfünfzig Mann sind. 23 Man möge uns nun zwei junge Stiere geben, und sie mögen sich einen jungen Stier wählen und ihn zerstücken und auf das Holz legen, doch sollten sie kein Feuer daran legen. Und ich selbst werde den anderen jungen Stier herrichten, und ich will ihn auf das Holz legen, aber ich werde kein Feuer daran legen. 24 Und ihr sollt den Namen eures Gottes anrufen, und ich meinerseits werde den Namen Jehovas anrufen; und es soll geschehen, daß der [wahre] Gott, der mit Feuer antwortet, der [wahre] Gott ist.“ Darauf antwortete das ganze Volk und sagte: „Die Sache ist gut.“

25 Elia sprach nun zu den Propheten Baals: „Wählt euch einen jungen Stier aus, und richtet ihn zuerst her, denn ihr seid in der Mehrheit; und ruft den Namen eures Gottes an, doch sollt ihr kein Feuer daran legen.“ 26 Demgemäß nahmen sie den jungen Stier, den er ihnen gab. Dann richteten sie ihn her, und sie riefen fortwährend den Namen Baals an, vom Morgen bis zum Mittag, indem [sie] sprachen: „O Baal, antworte uns!“ Aber da war keine Stimme, und niemand antwortete. Und sie hinkten fortgesetzt um den Altar herum, den sie gemacht hatten. 27 Und es geschah um die Mittagszeit, daß Elia sie zu verspotten und zu sagen begann: „Ruft mit lautester Stimme, denn er ist ein Gott; denn er wird in eine Sache vertieft sein, und er hat Ausscheidung und muß austreten. Oder vielleicht ist er eingeschlafen und sollte aufwachen!“ 28 Und sie begannen mit lautester Stimme zu rufen und sich nach ihrem Brauch mit Dolchen und mit Lanzen zu schneiden, bis sie Blut über sich herabfließen ließen. 29 Und es geschah, sobald der Mittag vorbei war und sie fortfuhren, sich wie Propheten zu benehmen, bis das Getreideopfer aufstieg, daß da keine Stimme war, und niemand antwortete, und da war kein Aufmerken.

30 Schließlich sprach Elia zum ganzen Volk: „Tretet her zu mir.“ Da trat alles Volk zu ihm hin. Dann ging er daran, den Altar Jehovas auszubessern, der niedergerissen war. 31 Somit nahm Elia zwölf Steine, nach der Zahl der Stämme der Söhne Jakobs, an den Jehovas Wort ergangen war, das gelautet hatte: „Israel wird dein Name werden.“ 32 Und er fuhr fort, im Namen Jehovas aus den Steinen einen Altar zu bauen und rings um den Altar einen Graben zu machen, ungefähr von der Bodenfläche, die mit zwei Sea-Maß Samen besät wird. 33 Danach legte er die Holzstücke zurecht und zerstückte den jungen Stier und legte ihn auf die Holzstücke. Nun sprach er: „Füllt vier große Krüge mit Wasser, und gießt es auf das Brandopfer und auf die Holzstücke.“ 34 Dann sagte er: „Wiederholt es.“ Da wiederholten sie es. Er aber sprach: „Tut es ein drittes Mal.“ Da taten sie es ein drittes Mal. 35 So lief das Wasser rings um den Altar, und auch den Graben füllte er mit Wasser.

36 Und es geschah zur Zeit, da das Getreideopfer aufsteigt, daß Elia, der Prophet, heranzutreten und zu sprechen begann: „O Jehova, du Gott Abrahams, Isa·aks und Israels, laß es heute bekanntwerden, daß du Gott bist in Israel und daß ich dein Knecht bin und ich nach deinem Wort alle diese Dinge getan habe. 37 Antworte mir, o Jehova, antworte mir, damit dieses Volk erkenne, daß du, Jehova, der [wahre] Gott bist und du selbst ihr Herz zurückgewandt hast.“

38 Hierauf fiel das Feuer Jehovas herab und verzehrte dann das Brandopfer und die Holzstücke und die Steine und den Staub, und das Wasser, das im Graben war, leckte es auf. 39 Als das ganze Volk es sah, fielen sie sogleich auf ihr Angesicht und sprachen: „Jehova ist der [wahre] Gott! Jehova ist der [wahre] Gott!“ 40 Dann sagte Elia zu ihnen: „Ergreift die Propheten Baals! Laßt keinen einzigen von ihnen entrinnen!“ Sofort ergriffen sie sie, und Elia führte sie dann hinab zum Wildbachtal Kischon und schlachtete sie dort hin.

41 Elia sprach nun zu Ahab: „Geh hinauf, iß und trink; denn da ist der Laut des Getöses eines Regengusses.“ 42 Und Ahab ging dann hinauf, um zu essen und zu trinken. Was Elia betrifft, so stieg er auf den Gipfel des Karmels und kauerte sich zur Erde nieder und hielt sein Angesicht zwischen seine Knie gelegt. 43 Dann sagte er zu seinem Bediensteten: „Geh bitte hinauf. Halte Ausschau in Richtung zum Meer hin.“ Da ging er hinauf und schaute und sprach dann: „Da ist gar nichts.“ Und er sagte weiter: „Geh wieder hin“, siebenmal. 44 Und es geschah beim siebtenmal, daß er schließlich sprach: „Siehe! Da steigt eine kleine Wolke wie eines Mannes Handfläche aus dem Meer auf.“ Er sagte nun: „Geh hinauf, sprich zu Ahab: ‚Spann an! Und geh hinab, daß der Regenguß dich nicht aufhalte!‘ “ 45 Und es geschah unterdessen, daß die Himmel selbst sich durch Wolken und Wind verfinsterten und ein starker Regenguß einsetzte. Und Ahab fuhr davon und begab sich nach Jesreël. 46 Und die Hand Jehovas selbst kam über Elia, so daß er seine Hüften gürtete und dann den ganzen Weg nach Jesreël vor Ahab herlief.

Kapitel 19

19 Dann teilte Ahab Isebel alles mit, was Elia getan hatte, und alles in bezug darauf, wie er alle Propheten mit dem Schwert getötet hatte. 2 Darauf sandte Isebel einen Boten zu Elia und ließ sagen: „So mögen die Götter tun und so mögen sie hinzufügen, wenn ich nicht morgen zu dieser Zeit deine Seele der Seele eines jeden von ihnen gleichmachen werde!“ 3 Und er geriet in Furcht. Demzufolge machte er sich auf und ging um seiner Seele [willen] davon und kam nach Beërscheba, das zu Juda gehört. Dann ließ er seinen Bediensteten dort zurück. 4 Und er selbst ging eine Tagereise weit in die Wildnis hinein und kam schließlich und setzte sich unter einen gewissen Ginsterstrauch. Und er begann zu bitten, daß seine Seele sterbe, und sprach: „Es ist genug! Nimm jetzt, o Jehova, meine Seele hinweg, denn ich bin nicht besser als meine Vorväter.“

5 Schließlich legte er sich nieder und schlief unter dem Ginsterstrauch ein. Doch siehe, da rührte ihn ein Engel  an. Dann sagte er zu ihm: „Steh auf, iß.“ 6 Als er schaute, nun, da war bei seinem Kopf ein runder Kuchen auf glühenden Steinen und ein Krug Wasser. Und er begann zu essen und zu trinken und legte sich darauf wieder hin. 7 Später kam der Engel Jehovas wieder, ein zweites Mal, und rührte ihn an und sprach: „Steh auf, iß, denn die Reise ist zuviel für dich.“ 8 Da stand er auf und aß und trank, und er ging fortwährend in der Kraft dieser Nahrung vierzig Tage und vierzig Nächte lang bis zum Berg des [wahren] Gottes, zum Horeb.

9 Dort betrat er schließlich eine Höhle, um die Nacht dort zu verbringen; und siehe, da erging Jehovas Wort an ihn, und es sprach dann zu ihm: „Was hast du hier zu tun, Elia?“ 10 Darauf sagte er: „Ich habe für Jehova, den Gott der Heerscharen, sehr geeifert; denn die Söhne Israels haben deinen Bund verlassen, deine Altäre haben sie niedergerissen, und deine Propheten haben sie mit dem Schwert getötet, so daß nur ich übriggeblieben bin; und sie beginnen mir nach der Seele zu trachten, um sie hinwegzunehmen.“ 11 Er aber sprach: „Geh hinaus, und du sollst auf dem Berg vor Jehova stehen.“ Und siehe, Jehova ging vorüber, und ein großer und starker Wind zerriß Berge und zerbrach zerklüftete Felsen vor Jehova her. (Jehova war nicht in dem Wind.) Und nach dem Wind, da war ein Beben. (Jehova war nicht in dem Beben.) 12 Und nach dem Beben, da war ein Feuer. (Jehova war nicht in dem Feuer.) Und nach dem Feuer, da war eine ruhige, leise Stimme. 13 Und es geschah, sobald Elia sie hörte, daß er sein Angesicht sogleich in sein Amtsgewand hüllte und hinausging und an den Eingang der Höhle trat; und siehe, da war eine Stimme für ihn, und sie sagte dann zu ihm: „Was hast du hier zu tun, Elia?“ 14 Darauf sprach er: „Ich habe für Jehova, den Gott der Heerscharen, sehr geeifert; denn die Söhne Israels haben deinen Bund verlassen, deine Altäre haben sie niedergerissen, und deine Propheten haben sie mit dem Schwert getötet, so daß nur ich übriggeblieben bin; und sie beginnen mir nach der Seele zu trachten, um sie hinwegzunehmen.“

15 Jehova sprach nun zu ihm: „Geh, kehre auf deinem Weg nach der Wildnis von Damaskus zurück; und du sollst hinkommen und Hasaël zum König über Syrien salben. 16 Und Jehu, den Enkel Nimschis, solltest du zum König über Israel salben; und Elisa, den Sohn Schaphats aus Abel-Mehola, solltest du zum Propheten an deiner Statt salben. 17 Und es soll geschehen: Wer dem Schwert Hasaëls entrinnt, den wird Jehu zu Tode bringen; und wer dem Schwert Jehus entrinnt, den wird Elisa zu Tode bringen. 18 Und ich habe siebentausend in Israel übrigbleiben lassen, alle Knie, die sich nicht vor Baal gebeugt haben, und jeden Mund, der ihn nicht geküßt hat.“

19 Demzufolge ging er von dort weg und fand Elisa, den Sohn Schaphats, während dieser mit zwölf Gespannen vor sich her pflügte, und er [war] beim zwölften. Da ging Elia zu ihm hinüber und warf sein Amtsgewand auf ihn. 20 Hierauf verließ er die Stiere und lief dann Elia nach und sagte: „Laß mich bitte meinen Vater und meine Mutter küssen. Dann will ich dir nachfolgen.“ Darauf sprach er zu ihm: „Geh, kehre zurück; denn was habe ich dir getan?“ 21 So kehrte er davon um, ihm zu folgen, und nahm dann ein Gespann Stiere und schlachtete sie, und mit dem Geschirr der Stiere kochte er ihr Fleisch und gab es dann den Leuten, und sie aßen nun. Danach machte er sich auf und folgte Elia nach und begann ihm zu dienen.

Jule | 06.20.09 | 1. Könige, Text in der Bibel | 20 Comments |

1. Könige 14 – 16

Kapitel 14

14 Zu jener besonderen Zeit wurde Abija, der Sohn Jerobeams, krank. 2 Da sprach Jerobeam zu seiner Frau: „Mache dich bitte auf, und du sollst dich verkleiden, damit man nicht weiß, daß du die Frau Jerobeams bist, und du sollst nach Silo gehen. Siehe! Dort ist Ahija, der Prophet. Er ist es, der mich betreffend redete, daß ich König über dieses Volk werden würde. 3 Und du sollst zehn Brote in deine Hand nehmen und bestreute Kuchen und eine Flasche Honig, und du sollst zu ihm hereinkommen. Er ist es, der dir bestimmt mitteilen wird, was mit dem Knaben geschehen wird.“

4 Und die Frau Jerobeams tat dann so. Demzufolge machte sie sich auf und ging nach Silo und kam zum Haus Ahijas. Ahija seinerseits nun konnte nicht sehen, denn seine Augen waren wegen seines Alters erstarrt.

5 Und Jehova selbst hatte zu Ahija gesagt: „Hier kommt die Frau Jerobeams, um ein Wort von dir hinsichtlich ihres Sohnes zu erfragen; denn er ist krank. So und so solltest du zu ihr reden. Und es wird geschehen, daß sie sich unkenntlich machen wird, sobald sie ankommt.“

6 Und es geschah, sobald Ahija den Schall ihrer Füße hörte, als sie in den Eingang trat, daß er zu sprechen begann: „Komm herein, du Frau Jerobeams. Warum machst du dich unkenntlich, während ich mit einer strengen Botschaft zu dir gesandt bin? 7 Geh, sprich zu Jerobeam: ‚Dies ist, was Jehova, der Gott Israels, gesagt hat: „Darum, daß ich dich aus der Mitte deines Volkes erhob, damit ich dich zum Führer über mein Volk Israel machte, 8 und ich daranging, das Königreich dem Hause Davids zu entreißen und es dir zu geben, und du nicht wie mein Knecht David geworden bist, der meine Gebote hielt und der mit seinem ganzen Herzen mir nachwandelte, indem er nur tat, was recht war in meinen Augen, 9 sondern du schlimmer zu handeln begonnen hast als alle, die vor dir gewesen sind, und du hingegangen bist und dir einen anderen Gott und gegossene Bilder gemacht hast, um mich zu kränken, und du mich hinter deinen Rücken geworfen hast, 10 darum, siehe, bringe ich Unglück über das Haus Jerobeams, und ich werde von Jerobeam bestimmt wegtilgen, wer gegen eine Wand uriniert, einen Hilflosen und Nichtswürdigen in Israel; und ich werde tatsächlich hinter dem Hause Jerobeams her ausfegen, so wie man den Dung wegfegt, bis er ganz weg ist. 11 Wer von Jerobeams [Angehörigen] in der Stadt stirbt, den werden die Hunde fressen; und wer auf dem Feld stirbt, den werden die Vögel der Himmel fressen, denn Jehova selbst hat es geredet.“ ‚

12 Und du selbst, mach dich auf, geh zu deinem Haus. Wenn deine Füße in die Stadt kommen, wird das Kind bestimmt sterben. 13 Und ganz Israel wird gewiß um ihn klagen und ihn begraben, denn von Jerobeams [Angehörigen] wird dieser allein in eine Grabstätte kommen, weil an ihm etwas Gutes gegenüber Jehova, dem Gott Israels, im Hause Jerobeams gefunden worden ist. 14 Und Jehova wird sich bestimmt einen König über Israel erwecken, der das Haus Jerobeams [vom Leben] abschneiden wird an besagtem Tag, und was, wenn gleich jetzt? 15 Und Jehova wird Israel in der Tat schlagen, so wie das Schilfrohr im Wasser schwankt; und er wird Israel gewiß ausreißen aus diesem guten Boden, den er ihren Vorvätern gab, und er wird sie tatsächlich zerstreuen jenseits des STROMES, darum, daß sie ihre heiligen Pfähle machten und so Jehova kränkten. 16 Und er wird Israel dahingeben wegen der Sünden Jerobeams, mit denen er sündigte und mit denen er Israel veranlaßte zu sündigen.“

17 Darauf erhob sich Jerobeams Frau und ging ihres Weges und kam nach Tirza. Als sie an der Schwelle des Hauses eintraf, starb der Knabe. 18 Da begruben sie ihn, und ganz Israel ging daran, um ihn zu klagen, gemäß dem Wort Jehovas, das er durch seinen Knecht Ahija, den Propheten, geredet hatte.

19 Und das übrige der Angelegenheiten Jerobeams, wie er Krieg geführt und wie er regiert hat, siehe, es ist in dem Buch der Angelegenheiten der Tage der Könige von Israel aufgeschrieben. 20 Und die Tage, die Jerobeam regierte, waren zweiundzwanzig Jahre, wonach er sich zu seinen Vorvätern legte; und Nadab, sein Sohn, begann an seiner Statt zu regieren.

21 Was Rehabeam, den Sohn Salomos, betrifft, er war König in Juda geworden. Einundvierzig Jahre alt war Rehabeam, als er zu regieren begann, und siebzehn Jahre regierte er in Jerusalem, der Stadt, die Jehova aus allen Stämmen Israels erwählt hatte, um seinen Namen dorthin zu setzen. Und der Name seiner Mutter war Naama, die Ammoniterin. 22 Und Juda fuhr fort, zu tun, was böse war in den Augen Jehovas, so daß sie ihn zur Eifersucht reizten, mehr als alles, was ihre Vorväter durch ihre Sünden, mit denen sie sündigten, getan hatten. 23 Und auch sie bauten sich immer wieder Höhen und heilige Säulen und heilige Pfähle auf jedem hohen Hügel und unter jedem üppigen Baum. 24 Und es erwies sich, daß es sogar männliche Tempelprostituierte im Land gab. Sie handelten nach all den Abscheulichkeiten der Nationen, die Jehova vor den Söhnen Israels her vertrieben hatte.

25 Und es geschah im fünften Jahr des Königs Rehabeam, daß Schischak, der König von Ägypten, gegen Jerusalem heraufkam. 26 Und er konnte die Schätze des Hauses Jehovas und die Schätze des Hauses des Königs nehmen; und alles nahm er. Und er nahm dann alle goldenen Schilde, die Salomo gemacht hatte. 27 Demzufolge machte König Rehabeam an deren Stelle kupferne Schilde, und er übergab sie der Hand der Obersten der Läufer, den Wachen am Eingang des Königshauses. 28 Und es geschah jeweils, sooft der König zum Haus Jehovas kam, daß die Läufer sie zu tragen pflegten, und sie brachten sie zur Wachstube der Läufer zurück.

29 Und das übrige der Angelegenheiten Rehabeams und alles, was er getan hat, ist es nicht aufgeschrieben im Buch der Angelegenheiten der Zeiten der Könige von Juda? 30 Und es wurde allezeit Krieg geführt zwischen Rehabeam und Jerobeam. 31 Schließlich legte sich Rehabeam zu seinen Vorvätern und wurde bei seinen Vorvätern in der Stadt Davids begraben. Und der Name seiner Mutter war Naama, die Ammoniterin. Und Abijam, sein Sohn, begann an seiner Statt zu regieren.

Kapitel 15

15 Und im achtzehnten Jahr des Königs Jerobeam, des Sohnes Nebats, wurde Abijam König über Juda. 2 Drei Jahre regierte er in Jerusalem; und der Name seiner Mutter war Maacha, die Enkelin Abischaloms. 3 Und er fuhr fort, in allen Sünden seines Vaters zu wandeln, die er vor ihm getan hatte; und es erwies sich, daß sein Herz nicht ungeteilt mit Jehova, seinem Gott, war wie das Herz Davids, seines Vorvaters. 4 Denn Davids wegen gab ihm Jehova, sein Gott, eine Leuchte in Jerusalem, indem er seinen Sohn nach ihm erhob und Jerusalem bestehen ließ, 5 weil David getan hatte, was recht war in den Augen Jehovas, und er nicht abwich von allem, was ER ihm geboten hatte, alle Tage seines Lebens, außer in der Sache Urias, des Hethiters. 6 Und es wurde Krieg geführt zwischen Rehabeam und Jerobeam alle Tage seines Lebens.

7 Was das übrige der Angelegenheiten Abijams und alles, was er getan hat, betrifft, ist es nicht in dem Buch der Angelegenheiten der Tage der Könige von Juda aufgeschrieben? Auch wurde Krieg zwischen Abijam und Jerobeam geführt. 8 Schließlich legte sich Abijam zu seinen Vorvätern, und man begrub ihn in der Stadt Davids; und Asa, sein Sohn, begann an seiner Statt zu regieren.

9 Im zwanzigsten Jahr Jerobeams, des Königs von Israel, regierte Asa als König von Juda. 10 Und einundvierzig Jahre regierte er in Jerusalem; und der Name seiner Großmutter war Maacha, die Enkelin Abischaloms. 11 Und Asa ging daran, zu tun, was recht war in den Augen Jehovas, wie David, sein Vorvater. 12 Daher ließ er die männlichen Tempelprostituierten aus dem Land wegschaffen und beseitigte alle mistigen Götzen, die seine Vorväter gemacht hatten. 13 Auch was Maacha, seine Großmutter, betrifft, er entfernte sie daraufhin aus [ihrer Stellung als] Herrin, weil sie ein abscheuliches Götzenbild für den heiligen Pfahl gemacht hatte, und dann hieb Asa ihr abscheuliches Götzenbild um und verbrannte es im Wildbachtal Kidron. 14 Und die Höhen entfernte er nicht. Dennoch erwies es sich, daß Asas Herz ungeteilt mit Jehova war alle seine Tage. 15 Und er begann, die von seinem Vater geheiligten Dinge und die von ihm selbst geheiligten Dinge in das Haus Jehovas zu bringen, Silber und Gold und Gegenstände.

16 Und es kam zum Krieg zwischen Asa und Bascha, dem König von Israel, alle ihre Tage. 17 So kam Bascha, der König von Israel, gegen Juda herauf und begann Rama zu bauen, um niemand ausgehen oder bei Asa, dem König von Juda, eingehen zu lassen. 18 Darauf nahm Asa all das Silber und das Gold, das in den Schätzen des Hauses Jehovas übriggeblieben war, und die Schätze des Königshauses und gab sie in die Hand seiner Diener; und König Asa sandte sie nun zu Ben-Hadad, dem Sohn Tabrimmons, des Sohnes Hesjons, dem König von Syrien, der in Damaskus wohnte, und ließ sagen: 19 „Da ist ein Bund zwischen mir und dir, zwischen meinem Vater und deinem Vater. Hier habe ich dir ein Geschenk von Silber und Gold gesandt. Komm, brich doch deinen Bund mit Bascha, dem König von Israel, damit er von mir abzieht.“ 20 Demzufolge hörte Ben-Hadad auf König Asa und sandte die Obersten der Streitkräfte, die er hatte, gegen die Städte Israels und ging daran, Ijon und Dan und Abel-Beth-Maacha und ganz Kinnereth niederzuschlagen bis zu dem ganzen Land Naphtali. 21 Und es geschah, sobald Bascha davon hörte, daß er sogleich davon abließ, Rama zu bauen, und in Tirza wohnen blieb. 22 Und König Asa seinerseits bot ganz Juda auf – keiner war ausgenommen -, und sie trugen dann die Steine von Rama und seine Balken fort, mit denen Bascha gebaut hatte; und König Asa begann, damit Geba in Benjamin zu bauen und Mizpa.

23 Was das übrige aller Angelegenheiten Asas und all seine Macht betrifft und alles, was er getan hat, und die Städte, die er gebaut hat, ist es nicht in dem Buch der Angelegenheiten der Tage der Könige von Juda aufgeschrieben? Nur wurde er in der Zeit, als er alt wurde, an seinen Füßen krank. 24 Schließlich legte sich Asa zu seinen Vorvätern und wurde in der Stadt Davids, seines Vorvaters, bei seinen Vorvätern begraben; und Josaphat, sein Sohn, begann an seiner Statt zu regieren.

25 Was Nadab, den Sohn Jerobeams, betrifft, er wurde im zweiten Jahr Asas, des Königs von Juda, König über Israel; und er fuhr fort, zwei Jahre über Israel zu regieren. 26 Und er tat fortwährend, was böse war in den Augen Jehovas, und wandelte weiter auf dem Weg seines Vaters und in seiner Sünde, mit der er Israel veranlaßt hatte zu sündigen. 27 Und Bascha, der Sohn Ahijas vom Hause Issachar, begann sich gegen ihn zu verschwören; und Bascha schlug ihn schließlich zu Gibbethon nieder, das den Philistern gehörte, während Nadab und ganz Israel Gibbethon belagerten. 28 So brachte Bascha ihn im dritten Jahr Asas, des Königs von Juda, zu Tode und begann an seiner Statt zu regieren. 29 Und es geschah, daß er, sobald er König geworden war, das ganze Haus Jerobeams niederschlug. Er ließ von Jerobeams [Angehörigen] keinen Atmenden übrig, bis er sie vertilgt hatte, gemäß Jehovas Wort, das er durch seinen Knecht Ahija, den Siloniter, geredet hatte, 30 wegen der Sünden Jerobeams, mit denen er gesündigt und mit denen er Israel veranlaßt hatte zu sündigen, [und] durch seine Kränkung, mit der er Jehova, den Gott Israels, gekränkt hatte. 31 Was das übrige der Angelegenheiten Nadabs und alles, was er getan hat, betrifft, ist es nicht in dem Buch der Angelegenheiten der Tage der Könige von Israel aufgeschrieben? 32 Und es kam zum Krieg zwischen Asa und Bascha, dem König von Israel, alle ihre Tage.

33 Im dritten Jahr Asas, des Königs von Juda, wurde Bascha, der Sohn Ahijas, König über ganz Israel in Tirza, vierundzwanzig Jahre lang. 34 Und er tat fortwährend, was böse war in den Augen Jehovas, und wandelte weiter auf dem Weg Jerobeams und in seiner Sünde, mit der er Israel veranlaßt hatte zu sündigen.

Kapitel 16

16 Das Wort Jehovas erging nun an Jehu, den Sohn Hananis, gegen Bascha und lautete: 2 „Da ich dich ja aus dem Staub erhoben habe, um dich zum Führer über mein Volk Israel zu machen, du aber auf dem Weg Jerobeams weitergewandelt bist und dadurch mein Volk Israel so zu sündigen veranlaßt hast, daß sie mich durch ihre Sünden kränkten, 3 siehe, so fege ich hinter Bascha und hinter seinem Hause her aus, und ich werde sein Haus bestimmt wie das Haus Jerobeams, des Sohnes Nebats, machen. 4 Wer von Bascha in der Stadt stirbt, den werden die Hunde fressen; und wer von ihm auf dem Feld stirbt, den werden die Vögel der Himmel fressen.“

5 Was das übrige der Angelegenheiten Baschas betrifft und was er getan hat und seine Macht, ist es nicht in dem Buch der Angelegenheiten der Tage der Könige von Israel aufgeschrieben? 6 Schließlich legte sich Bascha zu seinen Vorvätern und wurde in Tirza begraben; und Ela, sein Sohn, begann an seiner Statt zu regieren. 7 Und auch durch Jehu, den Sohn Hananis, den Propheten, war ja Jehovas Wort gegen Bascha und sein Haus ergangen, sowohl wegen all des Bösen, das er in den Augen Jehovas begangen hatte, indem er ihn mit dem Werk seiner Hände kränkte, daß es dem Hause Jerobeams gleich werde, als auch, weil er ihn erschlagen hatte.

8 Im sechsundzwanzigsten Jahr Asas, des Königs von Juda, wurde Ela, der Sohn Baschas, König über Israel in Tirza für zwei Jahre. 9 Und sein Diener Simri, der Oberste der Hälfte der Wagen, begann sich gegen ihn zu verschwören, während er in Tirza im Haus Arzas, der über die Hausgemeinschaft in Tirza [gesetzt] war, trank, bis er betrunken war. 10 Und Simri kam dann herein und schlug ihn nieder und brachte ihn zu Tode im siebenundzwanzigsten Jahr Asas, des Königs von Juda, und er begann an seiner Statt zu regieren. 11 Und es geschah, als er zu regieren begann, daß er, sobald er auf seinem Thron saß, das ganze Haus Baschas schlug. Er ließ nicht einen von ihm übrig, der gegen eine Wand uriniert, noch seine Bluträcher, noch seine Freunde. 12 So vertilgte Simri das ganze Haus Baschas gemäß dem Wort Jehovas, das er durch Jehu, den Propheten, gegen Bascha geredet hatte, 13 wegen all der Sünden Baschas und der Sünden Elas, seines Sohnes, mit denen sie gesündigt und mit denen sie Israel veranlaßt hatten, dadurch zu sündigen, daß sie Jehova, den Gott Israels, durch ihre nichtigen Götzen kränkten. 14 Was das übrige der Angelegenheiten Elas betrifft und alles, was er getan hat, ist es nicht in dem Buch der Angelegenheiten der Tage der Könige von Israel aufgeschrieben?

15 Im siebenundzwanzigsten Jahr Asas, des Königs von Juda, wurde Simri König in Tirza für sieben Tage, während das Volk sich gegen Gibbethon, das den Philistern gehörte, lagerte. 16 Im Laufe der Zeit hörte das Volk, das lagerte, sagen: „Simri hat sich verschworen und auch den König niedergeschlagen.“ Da machte ganz Israel an jenem Tag im Lager den Heerobersten Omri zum König über Israel. 17 Omri und ganz Israel mit ihm zogen nun von Gibbethon hinauf und begannen Tirza zu belagern. 18 Und es geschah, sobald Simri sah, daß die Stadt eingenommen worden war, daß er dann in den Wohnturm des Königshauses kam und über sich das Königshaus mit Feuer verbrannte, so daß er starb 19 wegen seiner Sünden, mit denen er sich versündigt hatte, indem er tat, was böse war in den Augen Jehovas, dadurch, daß er auf dem Weg Jerobeams und in seiner Sünde wandelte, die er begangen hatte, indem er Israel zum Sündigen veranlaßte. 20 Was das übrige der Angelegenheiten Simris betrifft und seine Verschwörung, mit der er sich verschwor, ist es nicht in dem Buch der Angelegenheiten der Tage der Könige von Israel aufgeschrieben?

21 Damals begann sich das Volk Israel in zwei Teile zu teilen. Da war ein Teil des Volkes, der zu Nachfolgern Tibnis, des Sohnes Ginaths, wurde, um ihn zum König zu machen, und der andere Teil zu Nachfolgern Omris. 22 Schließlich überwältigte das Volk, das Omri nachfolgte, das Volk, das Tibni, dem Sohn Ginaths, nachfolgte, so daß Tibni den Tod fand, und Omri begann zu regieren.

23 Im einunddreißigsten Jahr Asas, des Königs von Juda, wurde Omri König über Israel für zwölf Jahre. In Tirza regierte er sechs Jahre. 24 Und er ging daran, den Berg Samaria von Schemer für zwei Talente Silber zu kaufen, und begann [auf] dem Berg zu bauen und den Namen der Stadt, die er baute, nach dem Namen Schemers, des Herrn des Berges, Samaria zu nennen. 25 Und Omri tat fortgesetzt, was böse war in den Augen Jehovas, und trieb es schließlich schlimmer als alle, die vor ihm gewesen waren. 26 Und er wandelte dann auf allen Wegen Jerobeams, des Sohnes Nebats, und in seiner Sünde, mit der er Israel veranlaßte, dadurch zu sündigen, daß sie Jehova, den Gott Israels, mit ihren nichtigen Götzen kränkten. 27 Was das übrige der Angelegenheiten Omris betrifft, was er getan hat, und seine Macht, mit der er gehandelt hat, ist es nicht in dem Buch der Angelegenheiten der Tage der Könige von Israel aufgeschrieben? 28 Schließlich legte sich Omri zu seinen Vorvätern und wurde in Samaria begraben; und Ahab, sein Sohn, begann an seiner Statt zu regieren.

29 Und was Ahab, den Sohn Omris, betrifft, er wurde König über Israel im achtunddreißigsten Jahr Asas, des Königs von Juda; und Ahab, der Sohn Omris, regierte weiter über Israel in Samaria, zweiundzwanzig Jahre. 30 Und Ahab, der Sohn Omris, trieb es dann schlimmer in den Augen Jehovas als alle, die vor ihm gewesen waren. 31 Und es geschah – [als ob es] das Geringste für ihn [gewesen wäre], in den Sünden Jerobeams, des Sohnes Nebats, zu wandeln -, daß er jetzt Isebel, die Tochter Ethbaals, des Königs der Sidonier, zur Frau nahm und begann, hinzugehen und dem Baal zu dienen und sich vor ihm niederzubeugen. 32 Ferner errichtete er dem Baal im Haus Baals, das er in Samaria gebaut hatte, einen Altar. 33 Und Ahab machte dann den heiligen Pfahl; und Ahab tat schließlich mehr, Jehova, den Gott Israels, zu kränken, als alle Könige Israels, die vor ihm gewesen waren.

34 In seinen Tagen baute Hiel, der Betheliter, Jericho. Unter Einbuße Abirams, seines Erstgeborenen, legte er dessen Grundlage, und unter Einbuße Segubs, seines Jüngsten, stellte er seine Tore auf, gemäß dem Wort Jehovas, das er durch Josua, den Sohn Nuns, geredet hatte.

Jule | 06.19.09 | 1. Könige, Text in der Bibel | 10 Comments |

1. Könige 11 – 13

Kapitel 11

11 Und König Salomo seinerseits liebte viele fremdländische Frauen neben der Tochter Pharaos: Moabiterinnen, Ammoniterinnen, Edomiterinnen, Sidonierinnen [und] Hethiterinnen, 2 aus den Nationen, von denen Jehova zu den Söhnen Israels gesagt hatte: „Ihr sollt nicht zu ihnen eingehen, und sie selbst sollten nicht unter euch kommen; gewiß werden sie euer Herz neigen, ihren Göttern zu folgen.“ An ihnen hing Salomo, um [sie] zu lieben. 3 Und er hatte schließlich siebenhundert Frauen, Fürstinnen, und dreihundert Nebenfrauen; und seine Frauen neigten allmählich sein Herz. 4 Und es geschah zu der Zeit, als Salomo alt wurde, daß seine eigenen Frauen sein Herz geneigt hatten, anderen Göttern zu folgen; und es erwies sich, daß sein Herz nicht ungeteilt mit Jehova, seinem Gott, war wie das Herz Davids, seines Vaters. 5 Und Salomo begann Aschtoret, der Göttin der Sidonier, und Milkom, dem abscheulichen Ding der Ammoniter, nachzugehen. 6 Und Salomo begann zu tun, was böse war in den Augen Jehovas, und er folgte Jehova nicht völlig nach wie David, sein Vater.

7 Damals war es, daß Salomo daranging, Kamos, dem abscheulichen Ding Moabs, auf dem Berg, der vor Jerusalem war, und [dem] Molech, dem abscheulichen Ding der Söhne Ammons, eine Höhe zu bauen. 8 Und auf diese Weise tat er für alle seine fremdländischen Frauen, die ihren Göttern räucherten und opferten.

9 Und Jehova geriet in Zorn über Salomo, weil sein Herz sich von Jehova, dem Gott Israels, der ihm zweimal erschienen war, weggeneigt hatte. 10 Und diese Sache betreffend gebot er ihm, nicht anderen Göttern nachzugehen; aber er hatte das nicht gehalten, was Jehova geboten hatte. 11 Jehova sprach nun zu Salomo: „Darum, daß dies bei dir geschehen ist und du meinen Bund und meine Satzungen nicht gehalten hast, die ich dir als Befehl auferlegt habe, werde ich dir ganz bestimmt das Königreich entreißen, und ich werde es gewiß deinem Knecht geben. 12 Doch werde ich es nicht in deinen Tagen tun, um Davids, deines Vaters, willen. Aus der Hand deines Sohnes werde ich es reißen. 13 Nur werde ich nicht das ganze Königreich wegreißen. Einen Stamm werde ich deinem Sohn geben um Davids, meines Knechtes, willen und um Jerusalems willen, das ich erwählt habe.“

14 Und Jehova begann Salomo einen Widerstandleistenden zu erwecken, nämlich Hadad, den Edomiter, von den Nachkommen des Königs. Er war in Edom. 15 Und es geschah, als David Edom niederschlug, als Joab, der Heeroberste, hinaufzog, um jene Erschlagenen zu begraben, daß er alle männlichen Personen in Edom niederzuschlagen suchte. 16 (Denn sechs Monate lang wohnten Joab und ganz Israel dort, bis er alle männlichen Personen in Edom weggetilgt hatte.) 17 Und Hadad eilte dann weg, er und einige edomitische Männer von den Dienern seines Vaters mit ihm, um nach Ägypten zu kommen, während Hadad [noch] ein kleiner Junge war. 18 So machten sie sich auf aus Midian und kamen nach Paran und nahmen Männer aus Paran mit sich und kamen nach Ägypten zu Pharao, dem König von Ägypten, der ihm dann ein Haus gab. Auch Brot wies er ihm zu, und Land gab er ihm. 19 Und Hadad fand weiterhin so sehr Gunst in den Augen Pharaos, daß er ihm eine Frau gab, die Schwester seiner eigenen Frau, die Schwester der Tachpenes, der Herrin. 20 Im Laufe der Zeit gebar ihm die Schwester der Tachpenes Genubath, seinen Sohn, und Tachpenes entwöhnte ihn dann inmitten des Hauses Pharaos; und Genubath blieb im Haus Pharaos inmitten der Söhne Pharaos.

21 Und Hadad seinerseits hörte in Ägypten, daß David sich zu seinen Vorvätern gelegt hatte und daß Joab, der Heeroberste, gestorben war. Da sagte Hadad zu Pharao: „Sende mich weg, daß ich in mein eigenes Land gehe.“ 22 Pharao aber sprach zu ihm: „Was fehlt dir, während du bei mir bist, daß du, siehe, in dein eigenes Land zu gehen suchst?“ Darauf sagte er: „Nichts; doch solltest du mich auf jeden Fall wegsenden.“

23 Und Gott erweckte ihm dann noch einen Widerstandleistenden, nämlich Reson, den Sohn Eljadas, der von Hadad·eser, dem König von Zoba, seinem Herrn, weggelaufen war. 24 Und er brachte fortwährend Männer auf seine Seite und wurde Oberster einer Plündererstreifschar, als David sie tötete. So gingen sie nach Damaskus und nahmen Wohnsitz darin und begannen in Damaskus zu regieren. 25 Und er wurde ein Widerstandleistender für Israel alle Tage Salomos, und dies zu dem Schaden hinzu, den Hadad anrichtete; und er hatte Abscheu vor Israel, während er fortfuhr, über Syrien zu regieren.

26 Und da war Jerobeam, der Sohn Nebats, ein Ephraimiter aus Zereda, ein Diener Salomos, und der Name seiner Mutter war Zerua, eine verwitwete Frau. Auch er begann seine Hand gegen den König zu erheben. 27 Und dies ist der Grund, weshalb er seine Hand gegen den König erhob: Salomo seinerseits hatte den Wall gebaut. Er hatte die Bresche der Stadt Davids, seines Vaters, geschlossen. 28 Nun war der Mann Jerobeam ein tapferer, starker Mann. Als Salomo schließlich sah, daß der junge Mann harte Arbeit leistete, machte er ihn dann zum Aufseher über den ganzen Frondienst des Hauses Joseph. 29 Und es geschah zu jener besonderen Zeit, daß Jerobeam selbst aus Jerusalem hinausging, und Ahija, der Siloniter, der Prophet, fand ihn schließlich auf dem Weg, und [Ahija] bedeckte sich mit einem neuen Kleid; und sie beide waren allein auf dem Feld. 30 Ahija nun ergriff das neue Kleid, das er anhatte, und zerriß es in zwölf Stücke. 31 Und er sprach dann zu Jerobeam:

„Nimm dir zehn Stücke; denn dies ist, was Jehova, der Gott Israels, gesagt hat: ‚Siehe, ich reiße das Königreich aus der Hand Salomos, und ich werde dir bestimmt zehn Stämme geben. 32 Und der eine Stamm wird ihm bleiben um meines Knechtes David und um Jerusalems willen, der Stadt, die ich aus allen Stämmen Israels erwählt habe. 33 Der Grund dafür ist, daß sie mich verlassen und begonnen haben, sich vor Aschtoret, der Göttin der Sidonier, vor Kamos, dem Gott Moabs, und vor Milkom, dem Gott der Söhne Ammons, niederzubeugen; und sie sind nicht auf meinen Wegen gewandelt, zu tun, was recht ist in meinen Augen, und meine Satzungen und meine richterlichen Entscheidungen wie David, sein Vater, [zu beachten]. 34 Ich werde aber nicht das ganze Königreich aus seiner Hand nehmen, denn zum Vorsteher werde ich ihn setzen alle Tage seines Lebens, um Davids, meines Knechtes, willen, den ich erwählte, weil er meine Gebote und meine Satzungen hielt. 35 Und ich werde bestimmt das Königtum aus der Hand seines Sohnes nehmen und es dir geben, nämlich zehn Stämme. 36 Und seinem Sohn werde ich e i n e n Stamm geben, damit David, mein Knecht, weiterhin stets eine Leuchte vor mir habe in Jerusalem, der Stadt, die ich für mich erwählt habe, um meinen Namen dorthin zu setzen. 37 Und du bist es, den ich nehmen werde, und du wirst tatsächlich über alles regieren, wonach es deine Seele verlangt, und du wirst gewiß König über Israel werden. 38 Und es soll geschehen, wenn du in allem, was ich dir gebieten werde, gehorsam bist und du wirklich auf meinen Wegen wandelst und tust, was recht ist in meinen Augen, indem du meine Satzungen und meine Gebote hältst, so wie David, mein Knecht, getan hat, daß es sich ebenso erweisen wird, daß ich mit dir bin, und ich will dir ein Haus von Bestand bauen, so wie ich [es] für David gebaut habe, und ich will dir Israel geben. 39 Und ich werde die Nachkommen Davids deswegen erniedrigen, nur nicht für immer.‘ “

40 Und Salomo suchte von da an, Jerobeam zu Tode zu bringen. Da machte sich Jerobeam auf und eilte dann weg nach Ägypten zu Schischak, dem König von Ägypten, und er blieb in Ägypten bis zum Tod Salomos.

41 Was die übrigen Angelegenheiten Salomos und alles, was er tat, betrifft und seine Weisheit, sind sie nicht in dem Buch der Angelegenheiten Salomos aufgeschrieben? 42 Und die Tage, die Salomo in Jerusalem über ganz Israel regiert hatte, waren vierzig Jahre. 43 Schließlich legte sich Salomo zu seinen Vorvätern und wurde in der Stadt Davids, seines Vaters, begraben; und Rehabeam, sein Sohn, begann an seiner Statt zu regieren.

Kapitel 12

12 Und Rehabeam ging dann nach Sichem, denn nach Sichem kam ganz Israel, um ihn zum König zu machen. 2 Und es geschah, sobald Jerobeam, der Sohn Nebats, davon hörte, während er noch in Ägypten war (denn er war wegen König Salomo weggeeilt, damit Jerobeam in Ägypten wohnen könnte), 3 daß man dann hinsandte und ihn rief. Danach kamen Jerobeam und die ganze Versammlung Israels und begannen zu Rehabeam zu reden, indem [sie] sprachen: 4 „Dein Vater seinerseits hat unser Joch hart gemacht, und was dich betrifft, erleichtere nun den harten Dienst deines Vaters und sein schweres Joch, das er uns auferlegt hat, und wir werden dir dienen.“

5 Darauf sagte er zu ihnen: „Geht für drei Tage fort, und kehrt zu mir zurück.“ Da ging das Volk weg. 6 Und König Rehabeam begann sich mit den älteren Männern zu beraten, die Salomo, seinem Vater, zu dessen Lebzeiten ständig zu Diensten gestanden hatten, indem [er] sprach: „Wie ratet ihr, diesem Volk zu erwidern?“ 7 Daher redeten sie zu ihm, indem [sie] sagten: „Wenn du dich heute diesem Volk als ein Diener erweisen und ihnen tatsächlich dienen möchtest, so sollst du ihnen antworten und mit guten Worten zu ihnen reden; und sie werden gewiß allezeit deine Diener sein.“

8 Er verließ jedoch den Rat der älteren Männer, den sie ihm geraten hatten, und er begann sich mit den jungen Männern zu beraten, die mit ihm aufgewachsen waren, die ihm nun zu Diensten standen. 9 Und er sprach dann zu ihnen: „Was ratet ihr, daß wir diesem Volk erwidern können, das zu mir geredet und gesagt hat: ‚Erleichtere das Joch, das uns dein Vater auferlegt hat.‘?“ 10 Die jungen Männer ihrerseits, die mit ihm aufgewachsen waren, redeten zu ihm, indem [sie] sprachen: „Dies ist, was du zu diesem Volk sagen solltest, das zu dir geredet und gesagt hat: ‚Dein Vater seinerseits hat unser Joch schwer gemacht, du aber, mache es uns leichter‘; dies ist, was du zu ihnen reden solltest: ‚Selbst mein kleiner Finger wird sicherlich dicker sein als meines Vaters Hüften. 11 Und nun, mein Vater seinerseits hat euch ein schweres Joch aufgeladen; ich aber werde zu eurem Joch hinzufügen. Mein Vater seinerseits hat euch mit Peitschen gezüchtigt, ich aber werde euch mit Geißeln züchtigen.‘ “

12 Und Jerobeam und alles Volk kamen dann am dritten Tag zu Rehabeam, so wie der König geredet und gesagt hatte: „Kehrt am dritten Tag zu mir zurück.“ 13 Und der König begann dem Volk hart zu antworten und den Rat der älteren Männer zu verlassen, die ihm geraten hatten. 14 Und er redete dann zu ihnen gemäß dem Rat der jungen Männer, indem [er] sprach: „Mein Vater seinerseits hat euer Joch schwer gemacht, ich aber werde zu eurem Joch hinzufügen. Mein Vater seinerseits hat euch mit Peitschen gezüchtigt, ich aber werde euch mit Geißeln züchtigen.“ 15 Und der König hörte nicht auf das Volk, denn die Wendung der Dinge geschah von Jehova aus, damit er tatsächlich sein Wort ausführte, das Jehova durch Ahija, den Siloniter, zu Jerobeam, dem Sohn Nebats, geredet hatte.

16 Als ganz Israel zu sehen bekam, daß der König nicht auf sie gehört hatte, da erwiderte das Volk dem König, indem [es] sagte: „Was für einen Anteil haben wir an David? Und da ist kein Erbe am Sohn Isaïs. Zu deinen Göttern, o Israel! Nun sieh nach deinem eigenen Haus, o David!“ Darauf begann Israel zu seinen Zelten zu gehen. 17 Was die Söhne Israels betrifft, die in den Städten Judas wohnten, so regierte Rehabeam weiterhin über sie.

18 Danach sandte König Rehabeam Adoram, der über die zur Zwangsarbeit Ausgehobenen [gesetzt] war, aber ganz Israel bewarf ihn mit Steinen, so daß er starb. Und König Rehabeam selbst gelang es, den Wagen zu besteigen, um nach Jerusalem zu fliehen. 19 Und die Israeliten setzten ihre Auflehnung gegen das Haus Davids bis auf diesen Tag fort.

20 Und es geschah, sobald ganz Israel hörte, daß Jerobeam zurückgekehrt war, daß sie sogleich hinsandten und ihn zur Gemeinde riefen und ihn zum König über ganz Israel machten. Niemand folgte dem Hause Davids außer dem Stamm Juda allein.

21 Als Rehabeam in Jerusalem ankam, versammelte er sogleich das ganze Haus Juda und den Stamm Benjamin, hundertachtzigtausend auserlesene, kriegstaugliche Männer, um gegen das Haus Israel zu kämpfen und das Königtum an Rehabeam, den Sohn Salomos, zurückzubringen. 22 Dann erging das Wort des [wahren] Gottes an Schemaja, den Mann des [wahren] Gottes, und lautete: 23 „Sprich zu Rehabeam, dem Sohn Salomos, dem König von Juda, und zum ganzen Haus Juda und Benjamin und zum übrigen Volk: 24 ‚Dies ist, was Jehova gesprochen hat: „Ihr sollt nicht hinaufziehen und gegen eure Brüder, die Söhne Israels, kämpfen. Geht zurück, jeder zu seinem Haus, denn auf meine Veranlassung hin ist diese Sache geschehen.“ ‚ “ Da gehorchten sie dem Wort Jehovas und kehrten nach Hause zurück gemäß dem Wort Jehovas.

25 Und Jerobeam ging daran, Sichem in der Berggegend von Ephraim zu bauen und darin zu wohnen. Dann zog er von dort aus und baute Penuël. 26 Und Jerobeam begann in seinem Herzen zu sagen: „Nun wird das Königreich an das Haus Davids zurückkommen. 27 Wenn dieses Volk weiterhin hinaufzieht, um Schlachtopfer im Haus Jehovas in Jerusalem darzubieten, dann wird das Herz dieses Volkes bestimmt zu ihrem Herrn, Rehabeam, dem König von Juda, zurückkehren; und sie werden mich gewiß töten und zu Rehabeam, dem König von Juda, zurückkehren.“ 28 Somit beriet sich der König und machte zwei goldene Kälber und sprach zum Volk: „Es ist zuviel für euch, nach Jerusalem hinaufzugehen. Hier ist dein Gott, o Israel, der dich aus dem Land Ägypten heraufgeführt hat.“ 29 Dann stellte er das eine in Bethel auf, und das andere tat er nach Dan. 30 Und diese Sache wurde eine Ursache zur Sünde, und das Volk begann vor das eine hinzugehen bis nach Dan.

31 Und er begann ein Höhenhaus herzurichten und Priester aus dem allgemeinen Volk zu machen, die nicht gerade von den Söhnen Levis waren. 32 Ferner veranstaltete Jerobeam ein Fest im achten Monat, am fünfzehnten Tag des Monats, gleich dem Fest, das in Juda [stattfand], damit er Opfergaben auf dem Altar darbringe, den er in Bethel gemacht hatte, um den Kälbern zu opfern, die er gemacht hatte; und er bestellte die Priester der Höhen, die er gemacht hatte, zum Dienst nach Bethel. 33 Und er begann Opfergaben auf dem Altar darzubringen, den er in Bethel gemacht hatte, am fünfzehnten Tag im achten Monat, in dem Monat, den er sich selbst ausgedacht hatte; und er ging daran, ein Fest für die Söhne Israels zu veranstalten und Opfergaben auf dem Altar darzubringen, um zu räuchern.

Kapitel 13

13 Und da war ein Mann Gottes, der auf das Wort Jehovas aus Juda nach Bethel gekommen war, während Jerobeam beim Altar stand, um zu räuchern. 2 Er rief dann auf das Wort Jehovas hin gegen den Altar und sprach: „O Altar, Altar, dies ist, was Jehova gesagt hat: ‚Siehe! Ein Sohn, geboren dem Hause Davids, dessen Name Josia ist! Und er wird bestimmt auf dir die Priester der Höhen opfern, die auf dir räuchern, und Menschengebeine wird er auf dir verbrennen.‘ “ 3 Und er gab ein Vorzeichen an jenem Tag, indem [er] sprach: „Dies ist das Vorzeichen, von dem Jehova geredet hat: Siehe! Der Altar wird zerrissen, und die Fettasche, die darauf ist, wird bestimmt verschüttet werden.“

4 Und es geschah, sobald der König das Wort des Mannes des [wahren] Gottes hörte, das er gegen den Altar in Bethel ausgerufen hatte, daß Jerobeam sofort seine Hand vom Altar her ausstreckte, indem [er] sagte: „Ihr Männer, packt ihn!“ Sogleich vertrocknete seine Hand, die er gegen ihn ausgestreckt hatte, und er konnte sie nicht wieder an sich ziehen. 5 Und der Altar selbst wurde zerrissen, so daß die Fettasche vom Altar verschüttet wurde, gemäß dem Vorzeichen, das der Mann des [wahren] Gottes auf das Wort Jehovas hin gegeben hatte.

6 Der König antwortete nun und sprach zu dem Mann des [wahren] Gottes: „Besänftige bitte das Angesicht Jehovas, deines Gottes, und bete für mich, daß mir meine Hand wiederhergestellt werde.“ Darauf besänftigte der Mann des [wahren] Gottes das Angesicht Jehovas, so daß die Hand des Königs ihm wiederhergestellt wurde, und sie wurde wie zuvor. 7 Und der König sagte weiter zu dem Mann des [wahren] Gottes: „Komm doch mit mir nach Hause, und nimm eine Stärkung, und laß mich dir eine Gabe geben.“ 8 Aber der Mann des [wahren] Gottes sprach zum König: „Wenn du mir die Hälfte deines Hauses gäbest, würde ich nicht mit dir kommen und Brot essen oder Wasser trinken an diesem Ort. 9 Denn so hat er mir durch das Wort Jehovas geboten, indem [er] sagte: ‚Du sollst weder Brot essen noch Wasser trinken, und du sollst nicht auf dem Weg zurückkehren, den du gegangen bist.‘ “ 10 Und er begann auf einem anderen Weg zu gehen, und er kehrte nicht auf dem Weg zurück, auf dem er nach Bethel gekommen war.

11 Und ein gewisser alter Prophet wohnte in Bethel, und seine Söhne kamen nun heim und erzählten ihm von all dem Werk, das der Mann des [wahren] Gottes an jenem Tag in Bethel getan hatte, [und] die Worte, die er zum König geredet hatte, und sie fuhren fort, sie ihrem Vater zu erzählen. 12 Dann redete ihr Vater zu ihnen: „Welchen Weg ist er denn gegangen?“ Da zeigten ihm seine Söhne den Weg, den der Mann des [wahren] Gottes, der aus Juda gekommen war, gegangen war. 13 Er sprach nun zu seinen Söhnen: „Sattelt mir den Esel.“ Somit sattelten sie ihm den Esel, und er ritt dann darauf.

14 Und er folgte darauf dem Mann des [wahren] Gottes und fand ihn schließlich unter dem großen Baum sitzend. Dann sagte er zu ihm: „Bist du der Mann des [wahren] Gottes, der aus Juda gekommen ist?“, worauf er sprach: „Ich bin’s.“ 15 Und er sagte weiter zu ihm: „Geh mit mir nach Hause, und iß Brot.“ 16 Er aber sprach: „Ich kann nicht mit dir umkehren oder mit dir heimkommen, und ich darf weder Brot essen noch Wasser mit dir trinken an diesem Ort. 17 Denn es ist durch das Wort Jehovas zu mir geredet worden: ‚Du sollst dort weder Brot essen noch Wasser trinken. Du sollst nicht wieder auf dem Weg zurückgehen, auf dem du gegangen bist.‘ “ 18 Darauf sagte er zu ihm: „Auch ich bin ein Prophet wie du, und ein Engel selbst hat zu mir durch das Wort Jehovas geredet, indem [er] sprach: ‚Laß ihn mit dir zu deinem Haus zurückkommen, damit er Brot esse und Wasser trinke.‘ “ (Er täuschte ihn.) 19 Da ging er mit ihm zurück, damit er Brot esse in seinem Haus und Wasser trinke.

20 Und es geschah, während sie bei Tisch saßen, daß das Wort Jehovas an den Propheten erging, der ihn zurückgebracht hatte; 21 und er begann dem Mann des [wahren] Gottes, der aus Juda gekommen war, zuzurufen, indem [er] sprach: „Dies ist, was Jehova gesagt hat: ‚Darum, daß du gegen den Befehl Jehovas rebelliert und das Gebot, das Jehova, dein Gott, dir geboten hat, nicht gehalten hast, 22 sondern umgekehrt bist, um Brot zu essen und Wasser zu trinken an dem Ort, von dem er zu dir geredet hatte: „Iß weder Brot, noch trink Wasser“, wird dein Leichnam nicht in die Grabstätte deiner Vorväter kommen.‘ “

23 Und es geschah, nachdem er Brot gegessen und nachdem er getrunken hatte, daß er sofort den Esel für ihn sattelte, nämlich für den Propheten, den er zurückgeführt hatte. 24 Und er machte sich auf den Weg. Später fand ihn unterwegs ein Löwe und brachte ihn zu Tode, und sein Leichnam wurde auf den Weg hingeworfen. Und der Esel stand neben ihm, und der Löwe stand neben dem Leichnam. 25 Und siehe, es gingen Männer vorüber, so daß sie den auf den Weg hingeworfenen Leichnam und den Löwen, der neben dem Leichnam stand, sehen konnten. Dann kamen sie und redeten davon in der Stadt, in der der alte Prophet wohnte.

26 Als der Prophet, der ihn von dem Weg zurückgebracht hatte, davon hörte, sagte er sogleich: „Es ist der Mann des [wahren] Gottes, der gegen den Befehl Jehovas rebelliert hat; und so hat Jehova ihn dem Löwen gegeben, damit er ihn zermalme und ihn zu Tode bringe, gemäß dem Wort Jehovas, das er zu ihm geredet hat.“ 27 Und er redete weiter zu seinen Söhnen, indem [er] sprach: „Sattelt mir den Esel.“ Da sattelten sie ihn. 28 Dann ging er hin und fand seinen Leichnam auf den Weg hingeworfen und den Esel und den Löwen neben dem Leichnam stehen. Der Löwe hatte den Leichnam nicht gefressen, noch hatte er den Esel zermalmt. 29 Und der Prophet ging daran, den Leichnam des Mannes des [wahren] Gottes aufzuheben und ihn auf den Esel zu legen und ihn zurückzubringen. So kam er in die Stadt des alten Propheten, um ihn zu beklagen und ihn zu begraben. 30 Demgemäß legte er seinen Leichnam in seine eigene Grabstätte; und sie fuhren fort, um ihn zu klagen: „Wie schade, mein Bruder!“ 31 Und es geschah, nachdem er ihn begraben hatte, daß er weiter zu seinen Söhnen sagte: „Wenn ich sterbe, sollt ihr mich in der Grabstätte begraben, in welcher der Mann des [wahren] Gottes begraben ist. Neben seine Gebeine legt meine eigenen Gebeine nieder. 32 Denn das Wort, das er durch das Wort Jehovas gegen den Altar ausgerufen hat, der in Bethel ist, und gegen alle Höhenhäuser, die in den Städten Samarias sind, wird ganz bestimmt in Erfüllung gehen.“

33 Nach dieser Sache kehrte Jerobeam nicht von seinem schlechten Weg um, sondern er ging wieder daran, aus dem allgemeinen Volk Priester der Höhen zu machen. Was irgendeinen betraf, der Lust dazu hatte, dessen Hand pflegte er mit Macht zu füllen, [indem er sprach]: „Und er werde [einer der] Priester der Höhen.“ 34 Und in dieser Sache gab es von seiten der Hausgemeinschaft Jerobeams eine Ursache zur Sünde und einen Anlaß zu ihrer Auslöschung und ihrer Vertilgung von der Oberfläche des Erdbodens.

Jule | 06.18.09 | 1. Könige, Text in der Bibel | 28 Comments |

1. Könige 8 – 10

Kapitel 8

8 Damals ging Salomo daran, die älteren Männer Israels, alle Häupter der Stämme, die Vorsteher der Väter der Söhne Israels, zu König Salomo nach Jerusalem zu versammeln, um die Lade des Bundes Jehovas aus der Stadt Davids, das heißt Zion, heraufzubringen. 2 Somit versammelten sich alle Männer Israels zu König Salomo im Mondmonat Ethanim, am Fest, das ist der siebte Monat. 3 Da kamen alle älteren Männer Israels, und die Priester begannen die Lade zu tragen. 4 Und sie gingen daran, die Lade Jehovas und das Zelt der Zusammenkunft und alle heiligen Geräte, die im Zelt waren, heraufzubringen; und die Priester und die Leviten brachten sie dann herauf. 5 Und König Salomo und mit ihm die ganze Gemeinde Israels, diejenigen, die ihre Verabredung mit ihm einhielten, waren vor der Lade und schlachteten Schafe und Rinder, die nicht gezählt oder berechnet werden konnten an Menge.

6 Dann brachten die Priester die Lade des Bundes Jehovas hinein an ihre Stätte, in den innersten Raum des Hauses, in das Allerheiligste, unter die Flügel der Cherube.

7 Denn die Cherube breiteten ihre Flügel über die Stätte der Lade aus, so daß die Cherube die Lade und ihre Stangen von oben her beschirmt hielten. 8 Doch erwies es sich, daß die Stangen lang waren, so daß die Spitzen der Stangen von dem Heiligen aus vor dem innersten Raum sichtbar waren, doch waren sie draußen nicht sichtbar. Und dort sind sie noch bis auf diesen Tag. 9 Es war nichts in der Lade als die beiden Steintafeln, die Moses dort im Horeb niedergelegt hatte, als Jehova mit den Söhnen Israels bei ihrem Auszug aus dem Land Ägypten [einen Bund] geschlossen hatte.

10 Und es geschah, als die Priester aus der heiligen Stätte herauskamen, daß die Wolke das Haus Jehovas erfüllte. 11 Und die Priester konnten wegen der Wolke nicht dastehen, um den Dienst zu verrichten, denn die Herrlichkeit Jehovas erfüllte das Haus Jehovas. 12 Zu jener Zeit sprach Salomo: „Jehova selbst hat gesagt, er wolle im dichten Dunkel weilen. 13 Ich habe mit Erfolg ein Haus zu erhabenem Wohnsitz für dich gebaut, eine feste Stätte, damit du [dort] auf unabsehbare Zeit wohnst.“

14 Dann wandte der König sein Angesicht und begann die ganze Versammlung Israels zu segnen, während die ganze Versammlung Israels stand. 15 Und er sprach weiter: „Gesegnet sei Jehova, der Gott Israels, der mit seinem eigenen Mund mit David, meinem Vater, geredet und mit seiner eigenen Hand die Erfüllung herbeigeführt hat, indem [er] sagte: 16 ‚Von dem Tag an, da ich mein Volk Israel aus Ägypten herausführte, habe ich keine Stadt aus allen Stämmen Israels dazu erwählt, ein Haus zu bauen, damit mein Name dort bleibe; aber ich werde David erwählen, daß er schließlich über mein Volk Israel sei.‘ 17 Und es lag David, meinem Vater, am Herzen, für den Namen Jehovas, des Gottes Israels, ein Haus zu bauen. 18 Aber Jehova sprach zu David, meinem Vater: ‚Weil es sich erwiesen hat, daß es dir am Herzen lag, für meinen Namen ein Haus zu bauen, hast du gut getan, denn es hat sich erwiesen, daß es dir am Herzen lag. 19 Nur du selbst wirst nicht das Haus bauen, sondern dein Sohn, der aus deinen Lenden hervorgeht, ist es, der das Haus für meinen Namen bauen wird.‘ 20 Und Jehova führte dann sein Wort aus, das er geredet hatte, damit ich an Stelle Davids, meines Vaters, aufstehe und auf dem Thron Israels sitze, so wie Jehova geredet hatte, und damit ich das Haus für den Namen Jehovas, des Gottes Israels, baue 21 und damit ich dort eine Stätte bestimme für die Lade, in der der Bund Jehovas ist, den er mit unseren Vorvätern geschlossen hat, als er sie aus dem Land Ägypten herausführte.“

22 Und Salomo begann vor dem Altar Jehovas angesichts der ganzen Versammlung Israels zu stehen, und er breitete nun seine Handflächen gegen die Himmel hin aus; 23 und er sagte weiter: „O Jehova, du Gott Israels, da ist kein Gott wie du in den Himmeln droben oder auf der Erde unten, der du den Bund und die liebende Güte deinen Knechten gegenüber bewahrst, die mit ihrem ganzen Herzen vor dir wandeln, 24 der du deinem Knecht David, meinem Vater, das gehalten hast, was du ihm verhießest, so daß du mit deinem eigenen Mund die Verheißung gegeben und mit deiner eigenen Hand die Erfüllung herbeigeführt hast wie an diesem Tag. 25 Und nun, o Jehova, du Gott Israels, halte deinem Knecht David, meinem Vater, gegenüber das, was du ihm verheißen hast, indem [du] sprachst: ‚Es wird kein Mann der Deinen von [dem Platz] vor mir abgeschnitten werden, der auf dem Thron Israels sitze, wenn deine Söhne nur achtgeben auf ihren Weg, indem sie vor mir wandeln, so wie du vor mir gewandelt bist.‘ 26 Und nun, o Gott Israels, möge sich deine Verheißung, die du deinem Knecht David, meinem Vater, verheißen hast, bitte als zuverlässig erweisen.

27 Wird Gott aber wirklich auf der Erde wohnen? Siehe! Die Himmel selbst, ja die Himmel der Himmel, können dich nicht fassen, wieviel weniger dann dieses Haus, das ich gebaut habe! 28 Und du wollest dich zu dem Gebet deines Knechtes wenden und zu seinem Flehen um Gunst, o Jehova, mein Gott, um auf den inständigen Ruf und auf das Gebet zu hören, das dein Knecht heute vor dir betet, 29 damit es sich erweise, daß deine Augen Nacht und Tag zu diesem Haus hin geöffnet sind, zu der Stätte hin, von der du gesagt hast: ‚Es wird sich erweisen, daß mein Name dort ist‘, um auf das Gebet zu hören, das dein Knecht zu dieser Stätte hin betet. 30 Und du wollest auf das Flehen um Gunst von seiten deines Knechtes und deines Volkes Israel hören, mit dem sie zu dieser Stätte hin beten; und mögest du deinerseits an der Stätte deiner Wohnung, in den Himmeln, hören, und du wollest hören und vergeben.

31 Wenn ein Mann gegen seinen Mitmenschen sündigt und er ihm tatsächlich eine Verfluchung auferlegt, um ihn dem Fluch auszusetzen, und er vor deinem Altar in diesem Haus wirklich [unter] den Fluch kommt, 32 dann mögest du deinerseits [von] den Himmeln [her] hören, und du wollest handeln und deine Knechte richten, indem du den Bösen für böse erklärst, indem du seinen Weg auf sein eigenes Haupt bringst und indem du den Gerechten für gerecht erklärst, indem du ihm gemäß seiner eigenen Gerechtigkeit gibst.

33 Wenn dein Volk Israel vor dem Feind eine Niederlage erleidet, weil sie ständig gegen dich gesündigt haben, und sie tatsächlich zu dir umkehren und deinen Namen lobpreisen und beten und zu dir um Gunst flehen in diesem Haus, 34 dann mögest du deinerseits [von] den Himmeln [her] hören, und du wollest die Sünde deines Volkes Israel vergeben, und du wollest sie zurückbringen auf den Boden, den du ihren Vorvätern gegeben hast.

35 Wenn der Himmel verschlossen ist, so daß kein Regen fällt, weil sie fortgesetzt gegen dich gesündigt haben, und sie beten tatsächlich gegen diese Stätte hin und lobpreisen deinen Namen, und sie kehren um von ihrer Sünde, weil du sie fortgesetzt niedergedrückt hast, 36 dann mögest du deinerseits [von] den Himmeln [her] hören, und du wollest die Sünde deiner Knechte, ja deines Volkes Israel, vergeben, weil du sie den guten Weg lehrst, auf dem sie wandeln sollten; und du wollest Regen geben auf dein Land, das du deinem Volk zum Erbbesitz gegeben hast.

37 Falls eine Hungersnot im Land eintritt, falls eine Pest kommt, falls [Getreide]brand, Mehltau, Heuschrecken, Kakerlaken auftreten, falls ihr Feind sie im Land ihrer Tore belagert – irgendeine Plage, irgendeine Krankheit -, 38 was für ein Gebet, was für ein Flehen um Gunst auch immer von seiten irgendeines Menschen [oder] deines ganzen Volkes Israel erfolgen mag, weil jeder von ihnen die Plage seines eigenen Herzens kennt, und sie wirklich ihre Handflächen zu diesem Haus hin ausbreiten, 39 dann mögest du deinerseits [von] den Himmeln, deiner festen Wohnstätte, [her] hören, und du wollest vergeben und handeln und einem jeden gemäß all seinen Wegen geben, weil du sein Herz kennst (denn du, du allein kennst ja das Herz aller Söhne der Menschen), 40 damit sie dich fürchten alle Tage, die sie auf der Oberfläche des Erdbodens leben, den du unseren Vorvätern gegeben hast.

41 Und auch auf den Ausländer, der nicht zu deinem Volk Israel gehört und der wegen deines Namens tatsächlich aus einem fernen Land kommt 42 (denn sie werden von deinem großen Namen und deiner starken Hand und deinem ausgestreckten Arm hören), und er kommt in der Tat und betet zu diesem Haus hin, 43 mögest du deinerseits [von] den Himmeln, deiner festen Wohnstätte, [her] hören, und du wollest gemäß allem tun, worum der Ausländer zu dir ruft, auf daß alle Völker der Erde deinen Namen kennenlernen, damit sie dich ebenso fürchten, wie es dein Volk Israel tut, und damit sie erkennen, daß dein eigener Name über diesem Haus, das ich gebaut habe, genannt worden ist.

44 Falls dein Volk auf dem Weg, den du sie sendest, gegen seinen Feind zum Krieg auszieht und sie wirklich zu Jehova in Richtung der Stadt, die du erwählt hast, und des Hauses, das ich für deinen Namen gebaut habe, beten, 45 dann wollest du [von] den Himmeln [her] ihr Gebet und ihr Flehen um Gunst hören, und du wollest für sie Gericht üben.

46 Falls sie gegen dich sündigen (denn da ist kein Mensch, der nicht sündigt) und du wirklich über sie in Zorn gerätst und sie dem Feind überläßt, und die sie Wegführenden führen sie tatsächlich gefangen in das Land des Feindes, fern oder nah, weg, 47 und sie kommen in dem Land, wohin sie gefangen weggeführt worden sind, wirklich zur Besinnung, und sie kehren tatsächlich um und flehen in dem Land derer, die sie weggeführt haben, zu dir um Gunst, indem [sie] sprechen: ‚Wir haben gesündigt und uns vergangen, wir haben böse gehandelt‘, 48 und sie kehren tatsächlich zu dir um mit ihrem ganzen Herzen und mit ihrer ganzen Seele im Land ihrer Feinde, die sie gefangen weggeführt haben, und sie beten wirklich zu dir in Richtung ihres Landes, das du ihren Vorvätern gegeben, der Stadt, die du erwählt hast, und des Hauses, das ich für deinen Namen gebaut habe, 49 dann wollest du [von] den Himmeln, deiner festen Wohnstätte, [her] ihr Gebet und ihr Flehen um Gunst hören, und du wollest Gericht für sie üben, 50 und du wollest deinem Volk vergeben, das gegen dich gesündigt hat, und alle ihre Übertretungen, mit denen sie sich gegen dich vergangen haben; und du wollest sie zum Gegenstand des Erbarmens machen vor denen, die sie wegführten, und sie sollen sich ihrer erbarmen 51 (denn sie sind dein Volk und dein Erbe, das du aus Ägypten herausgeführt hast, aus dem Innern des Eisenschmelzofens), 52 daß deine Augen geöffnet seien für das Flehen deines Knechtes um Gunst und für das Flehen deines Volkes Israel um Gunst, indem [du] in allem, worum sie zu dir rufen, auf sie hörest. 53 Denn du selbst hast sie als dein Erbe aus allen Völkern der Erde ausgesondert, so wie du durch Moses, deinen Knecht, geredet hast, als du unsere Vorväter aus Ägypten herausführtest, o Souveräner Herr Jehova.“

54 Und es geschah, sobald Salomo damit zu Ende war, zu Jehova mit all diesem Gebet und Flehen um Gunst zu beten, daß er aufstand von [der Stelle] vor dem Altar Jehovas, vom Beugen seiner Knie, seine Handflächen zu den Himmeln hin ausgebreitet; 55 und er trat hin und segnete die ganze Versammlung Israels mit lauter Stimme, indem [er] sprach: 56 „Gesegnet sei Jehova, der seinem Volk Israel einen Ruheort gegeben hat gemäß allem, was er verheißen hat. Es ist kein Wort dahingefallen von all seiner guten Verheißung, die er durch Moses, seinen Knecht, verheißen hat. 57 Möge es sich erweisen, daß Jehova, unser Gott, mit uns ist, so wie es sich erwiesen hat, daß er mit unseren Vorvätern war. Möge er uns weder verlassen noch uns aufgeben, 58 so daß er unser Herz zu sich neige, damit wir auf allen seinen Wegen wandeln und seine Gebote und seine Bestimmungen und seine richterlichen Entscheidungen beobachten, die er als Befehl unseren Vorvätern gegeben hat. 59 Und möge es sich erweisen, daß diese meine Worte, mit denen ich vor Jehova um Gunst gefleht habe, Jehova, unserem Gott, Tag und Nacht nahe seien, daß er Gericht übe für seinen Knecht und Gericht für sein Volk Israel, wie es Tag für Tag erforderlich sein mag, 60 damit alle Völker der Erde wissen, daß Jehova der [wahre] Gott ist. Da ist kein anderer. 61 Und es soll sich erweisen, daß euer Herz ungeteilt mit Jehova, unserem Gott, ist, indem ihr in seinen Bestimmungen wandelt und indem ihr seine Gebote haltet wie an diesem Tag.“

62 Und der König und ganz Israel mit ihm brachten ein großartiges Schlachtopfer vor Jehova dar. 63 Und Salomo ging daran, die Gemeinschaftsschlachtopfer darzubringen, die er Jehova zu opfern hatte, zweiundzwanzigtausend Rinder und hundertzwanzigtausend Schafe, damit der König und alle Söhne Israels das Haus Jehovas einweihen könnten. 64 An jenem Tag mußte der König die Mitte des Vorhofes heiligen, der vor dem Haus Jehovas ist, denn dort mußte er das Brandschlachtopfer und das Getreideopfer und die Fettstücke der Gemeinschaftsschlachtopfer darbieten; denn der kupferne Altar, der vor Jehova ist, war zu klein, um das Brandschlachtopfer und das Getreideopfer und die Fettstücke der Gemeinschaftsschlachtopfer zu fassen. 65 Und Salomo ging daran, zu jener Zeit das Fest zu begehen, und ganz Israel mit ihm, eine große Versammlung, vom Eingang nach Hamath bis zum Wildbachtal Ägyptens, vor Jehova, unserem Gott, sieben Tage und noch sieben Tage, vierzehn Tage. 66 Am achten Tag sandte er das Volk weg; und sie begannen den König zu segnen und in ihre Heimstätten zu gehen, erfreut und frohen Herzens wegen all des Guten, das Jehova für David, seinen Knecht, und für Israel, sein Volk, vollbracht hatte.

Kapitel 9

9 Und es geschah, sobald Salomo mit dem Bau des Hauses Jehovas und des Hauses des Königs und allem von Salomo Begehrten, an dessen Herstellung er Gefallen fand, fertig war, 2 daß Jehova Salomo dann zum zweiten Mal erschien, so wie er ihm in Gibeon erschienen war. 3 Und Jehova sprach weiter zu ihm: „Ich habe dein Gebet und dein Flehen um Gunst gehört, mit dem du vor mir um Gunst gefleht hast. Ich habe dieses Haus, das du gebaut hast, dadurch geheiligt, daß ich meinen Namen bis auf unabsehbare Zeit dorthin setze; und meine Augen und mein Herz werden bestimmt stets dort sein. 4 Und wenn du deinerseits vor mir wandeln wirst, so wie David, dein Vater, wandelte, mit unversehrter Lauterkeit des Herzens und mit Geradheit, indem [du] nach allem tust, was ich dir geboten habe, und du meine Bestimmungen und meine richterlichen Entscheidungen einhalten wirst, 5 dann werde ich in der Tat den Thron deines Königtums über Israel auf unabsehbare Zeit errichten, so wie ich es David, deinem Vater, verheißen habe, indem [ich] sagte: ‚Nicht wird ein Mann der Deinen davon abgeschnitten werden, auf dem Thron Israels [zu sitzen].‘ 6 Wenn ihr selbst und eure Söhne euch entschieden davon abwenden solltet, mir zu folgen, und meine Gebote und meine Satzungen, die ich euch vorgelegt habe, nicht haltet und ihr tatsächlich hingeht und anderen Göttern dient und euch vor ihnen niederbeugt, 7 dann werde ich Israel von der Oberfläche des Erdbodens abschneiden, den ich ihnen gegeben habe; und das Haus, das ich meinem Namen geheiligt habe, werde ich von meinem Angesicht wegwerfen, und Israel wird wirklich zum Sprichwort und zum Hohn werden unter allen Völkern. 8 Und dieses Haus selbst wird zu Trümmerhaufen werden. Jeder daran Vorbeigehende wird entsetzt hinstarren und wird bestimmt pfeifen und sprechen: ‚Aus welchem Grund hat Jehova diesem Land und diesem Haus so getan?‘ 9 Und man wird sagen müssen: ‚Darum, daß sie Jehova, ihren Gott, verlassen haben, der ihre Vorväter aus dem Land Ägypten herausführte, und sie darangegangen sind, sich an andere Götter zu halten und sich vor ihnen niederzubeugen und ihnen zu dienen. Darum hat Jehova all dies Unglück über sie gebracht.‘ “

10 Und es geschah am Ende von zwanzig Jahren, in denen Salomo die beiden Häuser, das Haus Jehovas und das Haus des Königs, gebaut hatte 11 (Hiram, der König von Tyrus, seinerseits hatte Salomo beigestanden mit Zedernstämmen und Stämmen von Wacholderbäumen und mit Gold, so viel, wie er Gefallen daran hatte), daß zu jener Zeit König Salomo Hiram dann zwanzig Städte im Land Galilaa gab. 12 Demzufolge zog Hiram aus von Tyrus, um die Städte zu besehen, die ihm Salomo gegeben hatte, und sie waren nicht ganz recht in seinen Augen. 13 Da sprach er: „Was für Städte sind dies, die du mir gegeben hast, mein Bruder?“ Und sie wurden das Land Kabul genannt bis auf diesen Tag.

14 Inzwischen sandte Hiram dem König hundertzwanzig Talente Gold.

15 Dies nun ist der Bericht der zur Zwangsarbeit Ausgehobenen, die König Salomo aushob, um das Haus Jehovas und sein eigenes Haus und den Wall und die Mauer Jerusalems und Hazor und Megiddo und Geser zu bauen. 16 (Pharao, der König von Ägypten, war selbst heraufgekommen und hatte dann Geser eingenommen und es mit Feuer verbrannt, und die Kanaaniter, die in der Stadt wohnten, hatte er getötet. So gab er es als Abschiedsgeschenk seiner Tochter, der Frau Salomos.) 17 Und Salomo fuhr fort, Geser und Unter-Beth-Horon zu bauen 18 und Baalath und Tamar in der Wildnis, im Land, 19 und alle Vorratsstädte, die Salomo zu eigen wurden, und die Wagenstädte und die Städte für die Reiter und die von Salomo begehrten Dinge, die er in Jerusalem und im Libanon und im ganzen Land seines Herrschaftsgebietes zu bauen begehrt hatte. 20 Was alles übriggebliebene Volk von den Amoritern, den Hethitern, den Perisitern, den Hiwitern und den Jebusitern betrifft, die nicht zu den Söhnen Israels gehörten, 21 ihre Söhne, die nach ihnen im Land übriggeblieben waren, die die Söhne Israels nicht der Vernichtung zu weihen vermocht hatten, sie hob Salomo fortgesetzt zu sklavischer Zwangsarbeit aus bis auf diesen Tag. 22 Und von den Söhnen Israels machte Salomo keine zu Sklaven; denn sie waren die Krieger und seine Diener und seine Fürsten und seine Adjutanten und Oberste seiner Wagenlenker und seiner Reiter. 23 Dies waren die Obersten der Bevollmächtigten, die über das Werk Salomos [gesetzt] waren, fünfhundertfünfzig, die über das Volk [gesetzten] Vormänner, die im Werk tätig waren.

24 Indes kam Pharaos Tochter selbst aus der Stadt Davids in ihr eigenes Haus herauf, das er für sie gebaut hatte. Damals baute er den Wall.

25 Und Salomo fuhr fort, dreimal im Jahr Brandschlachtopfer und Gemeinschaftsschlachtopfer auf dem Altar zu opfern, den er für Jehova gebaut hatte, und es wurde auf dem geräuchert, der vor Jehova war; und er vollendete das Haus.

26 Und eine Schiffsflotte ließ König Salomo in Ezjon-Geber machen, das bei Eloth ist, am Ufer des Roten Meeres, im Land Edom. 27 Und Hiram sandte auf der Schiffsflotte ständig seine eigenen Knechte, Seeleute, die des Meeres kundig waren, zusammen mit den Knechten Salomos. 28 Und dann kamen sie nach Ophir und holten von dort vierhundertzwanzig Talente Gold und brachten es König Salomo.

Kapitel 10

10 Nun hörte die Königin von Scheba den Bericht über Salomo in Verbindung mit dem Namen Jehovas. So kam sie, um ihn mit Rätselfragen auf die Probe zu stellen. 2 Schließlich traf sie in Jerusalem ein mit einem sehr eindrucksvollen Troß, Kamelen, die Balsamöl und sehr viel Gold und kostbare Steine trugen; und sie kam dann zu Salomo herein und begann zu ihm über all das zu reden, was ihr am Herzen lag. 3 Salomo seinerseits gab ihr dann über all ihre Angelegenheiten Bescheid. Keine Angelegenheit erwies sich vor dem König als verborgen, über die er ihr nicht Bescheid gegeben hätte.

4 Als die Königin von Scheba all die Weisheit Salomos und das Haus, das er gebaut hatte, zu sehen bekam 5 und die Speise seines Tisches und das Sitzen seiner Diener und den Tischdienst seiner Aufwärter und ihre Kleidung und seine Getränke und seine Brandschlachtopfer, die er regelmäßig im Haus Jehovas darbrachte, da erwies es sich, daß kein Geist mehr in ihr war. 6 So sprach sie zum König: „Als wahr hat sich das Wort erwiesen, das ich in meinem eigenen Land über deine Dinge und über deine Weisheit gehört habe. 7 Und ich schenkte den Worten keinen Glauben, bis ich gekommen war, damit meine eigenen Augen [es] sehen konnten; und siehe, nicht die Hälfte ist mir mitgeteilt worden. Du hast an Weisheit und Wohlfahrt die gehörten Dinge, denen ich lauschte, übertroffen. 8 Glücklich sind deine Männer; glücklich sind diese deine Diener, die beständig vor dir stehen, die deine Weisheit hören! 9 Möge Jehova, dein Gott, gesegnet werden, der an dir Gefallen gefunden hat, so daß er dich auf den Thron Israels gesetzt hat; denn Jehova hat Israel auf unabsehbare Zeit geliebt, so daß er dich zum König eingesetzt hat, damit [du] Recht und Gerechtigkeit übst.“

10 Dann gab sie dem König hundertzwanzig Talente Gold und sehr viel Balsamöl und kostbare Steine. Nie mehr kam Balsamöl in solcher Menge herein, wie die Königin von Scheba dem König Salomo gab.

11 Und Hirams Schiffsflotte, die Gold aus Ophir hertrug, brachte von Ophir auch Stämme von Alguminbäumen in sehr großer Menge und kostbare Steine. 12 Und der König ging daran, aus den Stämmen der Alguminbäume Stützen für das Haus Jehovas und für das Haus des Königs zu machen sowie Harfen und Saiteninstrumente für die Sänger. Stämme von Alguminbäumen wie diese sind keine [mehr] hereingekommen noch gesehen worden bis auf diesen Tag.

13 Und König Salomo seinerseits gab der Königin von Scheba alles, woran sie Gefallen hatte, worum sie bat, außer dem, was er ihr gemäß der Freigebigkeit des Königs Salomo gab. Danach wandte sie sich und ging in ihr eigenes Land, sie zusammen mit ihren Dienern.

14 Und das Gewicht des Goldes, das bei Salomo in e i n e m Jahr einging, belief sich auf sechshundertsechsundsechzig Talente Gold, 15 ohne [das] von den Reisenden und vom Gewinn der Händler und von allen Königen der Araber und von den Statthaltern des Landes.

16 Und weiterhin machte König Salomo zweihundert große Schilde aus legiertem Gold ([mit] sechshundert [Schekel] Gold überzog er dann jeden großen Schild) 17 und dreihundert kleine Schilde aus legiertem Gold ([mit] drei Minen Gold überzog er dann jeden kleinen Schild). Darauf tat sie der König in das „Haus des Waldes Libanon“.

18 Ferner machte der König einen großen elfenbeinernen Thron und überzog ihn mit geläutertem Gold. 19 Da waren sechs Stufen zu dem Thron, und der Thron hatte [von] hinten einen runden Baldachin, und da waren Armlehnen auf dieser Seite und auf jener Seite beim Sitzplatz, und zwei Löwen standen neben den Armlehnen. 20 Und zwölf Löwen standen dort auf den sechs Stufen, auf dieser Seite und auf jener Seite. Kein anderes Königreich hatte welche, die ebenso gemacht waren.

21 Und alle Trinkgefäße des Königs Salomo waren aus Gold, und alle Gefäße des Hauses des Waldes Libanon waren aus purem Gold. Da war nichts aus Silber; es wurde in den Tagen Salomos wie gar nichts geachtet. 22 Denn der König hatte eine Tarschisch-Schiffsflotte auf dem Meer zusammen mit Hirams Schiffsflotte. Einmal alle drei Jahre kam jeweils die Tarschisch-Schiffsflotte, beladen mit Gold und Silber, Elfenbein und Affen und Pfauen.

23 So war König Salomo größer an Reichtum und Weisheit als alle anderen Könige der Erde. 24 Und alles Volk der Erde suchte das Angesicht Salomos, um seine Weisheit zu hören, die Gott in sein Herz gelegt hatte. 25 Und sie brachten jeder seine Gabe, Gegenstände aus Silber und Gegenstände aus Gold und Kleider und Rüstzeug und Balsamöl, Pferde und Maultiere, als eine alljährliche Sache.

26 Und Salomo brachte fortwährend weitere Wagen und Reitpferde zusammen; und er hatte schließlich tausendvierhundert Wagen und zwölftausend Reitpferde, und er hielt sie in den Wagenstädten und in der Nähe des Königs in Jerusalem stationiert.

27 Und der König machte schließlich das Silber in Jerusalem den Steinen gleich, und Zedernholz machte er den Maulbeerfeigenbäumen gleich, die in der Schephela sind, an großer Menge.

28 Und da war die Ausfuhr der Pferde, die Salomo aus Ägypten hatte, und die Schar der Kaufleute des Königs holte jeweils selbst den Pferdezug um einen Kaufpreis. 29 Und gewöhnlich kam ein Wagen herauf und wurde aus Ägypten für sechshundert Silberstücke ausgeführt und ein Pferd für hundertfünfzig; und so war es für alle Könige der Hethiter und die Könige von Syrien. Durch ihre Vermittlung tätigten sie die Ausfuhr.

Jule | 06.17.09 | 1. Könige, eigene Gedanken zum Geschehen, Text in der Bibel | 14 Comments |

1. Könige 5 – 7

Kapitel 5

5 Und Hiram, der König von Tyrus, sandte dann seine Diener zu Salomo, denn er hatte gehört, daß er es war, den sie zum König an seines Vaters Statt gesalbt hatten; denn Hiram hatte sich stets als ein lieber Freund Davids erwiesen. 2 Salomo seinerseits sandte zu Hiram und ließ sagen: 3 „Du selbst weißt wohl, daß David, mein Vater, dem Namen Jehovas, seines Gottes, kein Haus zu bauen vermochte wegen des Krieges, mit dem sie ihn umringten, bis Jehova sie unter seine Fußsohlen legte. 4 Und jetzt hat Jehova, mein Gott, mir ringsum Ruhe gegeben. Da ist kein Widerstandleistender, und da ist kein schlimmes Vorkommnis. 5 Und siehe, ich gedenke, dem Namen Jehovas, meines Gottes, ein Haus zu bauen, so wie Jehova es David, meinem Vater, verheißen hat, indem [er] sprach: ‚Dein Sohn, den ich an deiner Statt auf deinen Thron setzen werde, er ist es, der meinem Namen das Haus bauen wird.‘ 6 Und nun gebiete, daß man für mich Zedern vom Libanon haue; und es wird sich erweisen, daß meine eigenen Knechte mit deinen Knechten sind, und den Lohn deiner Knechte werde ich dir geben nach allem, was du sagen magst, denn du selbst weißt wohl, daß es unter uns niemand gibt, der Bäume zu hauen weiß wie die Sidonier.“

7 Und es geschah, sobald Hiram die Worte Salomos hörte, daß er sich sehr zu freuen begann, und er sagte darauf: „Gesegnet ist Jehova heute, indem er David einen weisen Sohn über dieses zahlreiche Volk gegeben hat!“ 8 Daher sandte Hiram zu Salomo und ließ sagen: „Ich habe gehört, was du mir entboten hast. Ich für meinen Teil werde alles tun, woran du Gefallen hast in bezug auf die Zedernstämme und die Stämme von Wacholderbäumen. 9 Meine Knechte werden sie selbst vom Libanon zum Meer hinabbringen; und ich meinerseits werde sie in Flöße legen, damit sie auf dem Meer bis an den Ort [gelangen], den du mir angeben wirst; und ich werde sie dort bestimmt auseinandernehmen lassen, und du deinerseits wirst sie wegführen; und du selbst wirst das tun, woran ich Gefallen habe, indem du für meine Hausgemeinschaft die Speise gibst.“

10 So kam es, daß Hiram dem Salomo Zedernstämme und Stämme von Wacholderbäumen gab, gemäß allem, woran er Gefallen hatte. 11 Und Salomo seinerseits gab Hiram zwanzigtausend Kor-Maß Weizen als Nahrungsmittelvorräte für seine Hausgemeinschaft und zwanzig Kor-Maß gestoßenes Öl. Das war es, was Salomo Hiram weiterhin Jahr für Jahr gab. 12 Und Jehova seinerseits gab Salomo Weisheit, so wie er es ihm verheißen hatte; und es gab Frieden zwischen Hiram und Salomo, und sie beide schlossen dann einen Bund.

13 Und König Salomo brachte fortwährend die aus ganz Israel zur Zwangsarbeit Ausgehobenen herauf; und die zur Zwangsarbeit Ausgehobenen beliefen sich auf dreißigtausend Mann. 14 Und er sandte sie jeweils in Ablösungen von zehntausend im Monat zum Libanon. Einen Monat blieben sie gewöhnlich im Libanon, zwei Monate in ihrem Haus; und Adoniram war über die zur Zwangsarbeit Ausgehobenen [gesetzt]. 15 Und Salomo hatte schließlich siebzigtausend Lastträger und achtzigtausend [Stein]hauer im Gebirge, 16 außer den fürstlichen Bevollmächtigten Salomos, die über das Werk [gesetzt] waren, dreitausenddreihundert über das Volk [gesetzte] Vormänner, die im Werk tätig waren. 17 Demgemäß gebot der König, daß sie große Steine ausbrechen sollten, kostspielige Steine, um die Grundlage des Hauses mit behauenen Steinen zu legen. 18 Da besorgten Salomos Bauleute und Hirams Bauleute und die Gebaliter das Behauen, und fortwährend bereiteten sie die Stämme und die Steine zu, um das Haus zu bauen.

Kapitel 6

6 Und es geschah im vierhundertachtzigsten Jahr nach dem Auszug der Söhne Israels aus dem Land Ägypten, im vierten Jahr, im Monat Siw, das ist der zweite Monat, nachdem Salomo König über Israel geworden war, daß er daranging, Jehova das Haus zu bauen. 2 Und das Haus, das König Salomo für Jehova baute, war sechzig Ellen in seiner Länge und zwanzig in seiner Breite und dreißig Ellen in seiner Höhe. 3 Und die Vorhalle vor dem Tempel des Hauses war zwanzig Ellen in ihrer Länge, vor der Breite des Hauses. Zehn Ellen war sie in ihrer Tiefe, vor dem Haus.

4 Und für das Haus machte er dann Fenster mit sich verengenden Rahmen. 5 Ferner baute er an der Mauer des Hauses einen Seitenanbau ringsum, [an] den Mauern des Hauses rings um den Tempel und den innersten Raum, und machte Seitenkammern ringsum. 6 Die unterste Seitenkammer war fünf Ellen in ihrer Breite, und die mittlere war sechs Ellen in ihrer Breite, und die dritte war sieben Ellen in ihrer Breite; denn da waren Absätze, die er dem Haus außerhalb ringsum gab, um nicht in die Wände des Hauses einzugreifen.

7 Was das Haus bei seiner Erbauung betrifft, es wurde aus bereits völlig behauenen Steinen des Steinbruchs gebaut; und was Hämmer und Äxte oder irgendwelche eisernen Werkzeuge betrifft, sie waren nicht im Haus zu hören, während es gebaut wurde. 8 Der Eingang der untersten Seitenkammer befand sich auf der rechten Seite des Hauses, und über eine Wendeltreppe ging man jeweils zur mittleren hinauf und von der mittleren hinauf zur dritten. 9 Und er fuhr fort, das Haus zu bauen, um es fertigzustellen, und deckte das Haus mit Balken und Reihen aus Zedernholz. 10 Auch baute er die Seitenkammern an das ganze Haus, fünf Ellen in ihrer Höhe, und sie wurden durch Zedernstämme am Haus festgehalten.

11 Inzwischen erging das Wort Jehovas an Salomo und lautete: 12 „Was dieses Haus betrifft, das du baust, wenn du in meinen Satzungen wandeln und meine richterlichen Entscheidungen ausführen und wirklich alle meine Gebote halten wirst, indem du darin wandelst, so werde ich bestimmt mein Wort, das ich zu David, deinem Vater, redete, mit dir ausführen; 13 und ich werde tatsächlich inmitten der Söhne Israels weilen, und ich werde mein Volk Israel nicht verlassen.“

14 Und Salomo fuhr fort, das Haus zu bauen, um es fertigzustellen. 15 Und er baute dann die Wände des Hauses innerhalb desselben mit Zedernbrettern. Vom Fußboden des Hauses bis hinauf zu den Sparren der Decke belegte er es inwendig mit Holz; und er belegte dann den Fußboden des Hauses mit Brettern aus Wacholder. 16 Ferner baute er zwanzig Ellen an den Hinterseiten des Hauses mit Zedernbrettern, vom Fußboden bis hinauf zu den Sparren, und baute dafür inwendig den innersten Raum, das Allerheiligste. 17 Und es erwies sich, daß das Haus vierzig Ellen war, das ist der Tempel davor. 18 Und [das] Zedernholz am Haus, inwendig, war mit Schnitzwerk von kürbisförmigen Verzierungen und Blütengirlanden [versehen]. Alles davon war Zedernholz; da war kein Stein zu sehen.

19 Und den innersten Raum im Innern des Hauses machte er innen bereit, um dorthin die Lade des Bundes Jehovas zu stellen. 20 Und der innerste Raum war zwanzig Ellen in der Länge und zwanzig Ellen in der Breite und zwanzig Ellen in seiner Höhe; und er ging daran, ihn mit purem Gold zu überziehen und den Altar mit Zedernholz zu überziehen. 21 Und darauf überzog Salomo das Haus inwendig mit purem Gold und ließ goldenes Kettenwerk quer vor dem innersten Raum her ziehen und überzog ihn mit Gold. 22 Und das ganze Haus überzog er mit Gold, bis das ganze Haus vollendet war; und den ganzen Altar, der sich nach dem innersten Raum zu befand, überzog er mit Gold.

23 Ferner machte er im innersten Raum zwei Cherube aus Ölbaumholz, zehn Ellen die Höhe eines jeden. 24 Und fünf Ellen war der eine Flügel des Cherubs, und fünf Ellen war der andere Flügel des Cherubs. Zehn Ellen waren es von der Spitze seines Flügels bis zur Spitze seines Flügels. 25 Und der zweite Cherub war zehn Ellen. Die zwei Cherube hatten dasselbe Maß und dieselbe Form. 26 Die Höhe des einen Cherubs war zehn Ellen und ebenso [die] des anderen Cherubs. 27 Dann stellte er die Cherube in das innere Haus hinein, so daß sie die Flügel der Cherube ausbreiteten. Auf diese Weise reichte der Flügel des einen an die Wand, und der Flügel des anderen Cherubs reichte an die andere Wand; und ihre Flügel waren gegen die Mitte des Hauses hin, so daß Flügel an Flügel reichte. 28 Auch überzog er die Cherube mit Gold.

29 Und an allen Wänden des Hauses schnitzte er ringsum eingegrabene Schnitzereien von Cheruben und Palmenfiguren und Schnitzwerke von Blüten, innen und außen; 30 und den Fußboden des Hauses überzog er mit Gold, innen und außen. 31 Und den Eingang des innersten Raumes machte er mit Türen aus Ölbaumholz: Seitenpfeiler, Türpfosten [und] ein Fünftel. 32 Und die beiden Türen waren aus Ölbaumholz, und er schnitzte darauf Schnitzereien von Cheruben und Palmenfiguren und die Schnitzwerke von Blüten, und er überzog sie mit Gold; und er hämmerte dann das Gold auf die Cherube und auf die Palmenfiguren. 33 Und so machte er für den Eingang des Tempels die Türpfosten aus Ölbaumholz, viereckig. 34 Und die beiden Türen waren aus Wacholderholz. Die beiden Blätter der einen Tür drehten sich auf Zapfen, und die beiden Blätter der anderen Tür drehten sich auf Zapfen. 35 Und er schnitzte Cherube und Palmenfiguren und Schnitzwerke von Blüten und überzog die Darstellungen mit Goldfolie.

36 Und weiterhin baute er den inneren Vorhof mit drei Reihen von behauenem Stein und einer Reihe Balken aus Zedernholz.

37 Im vierten Jahr wurde die Grundlage des Hauses Jehovas gelegt, im Mondmonat Siw; 38 und im elften Jahr, im Mondmonat Bul, das ist der achte Monat, war das Haus hinsichtlich all seiner Einzelheiten und seines ganzen Plans fertig; sieben Jahre also hatte er daran gebaut.

Kapitel 7

7 Und sein eigenes Haus baute Salomo in dreizehn Jahren, so daß er sein ganzes Haus fertiggestellt hatte.

2 Und er baute dann das Haus des Waldes Libanon, hundert Ellen in seiner Länge und fünfzig Ellen in seiner Breite und dreißig Ellen in seiner Höhe, auf vier Reihen Säulen aus Zedernholz; und da waren Balken aus Zedernholz auf den Säulen. 3 Und es war getäfelt mit Zedernholz oben über den Tragbalken, die auf den fünfundvierzig Säulen [ruhten]. Es waren fünfzehn in einer Reihe. 4 Was eingerahmte Fenster betrifft, so gab es drei Reihen, und da war Lichtöffnung gegenüber Lichtöffnung in drei Reihen. 5 Und alle Eingänge und die Türpfosten waren rechteckig [mit dem] Rahmen und auch die Vorderseite der Lichtöffnung gegenüber einer Lichtöffnung in drei Reihen.

6 Und die Säulenvorhalle machte er fünfzig Ellen in ihrer Länge und dreißig Ellen in ihrer Breite; und eine andere Vorhalle war davor mit Säulen und einem Baldachin davor.

7 Was die Thronvorhalle betrifft, wo er zu richten pflegte, so machte er die Gerichtsvorhalle; und man täfelte sie mit Zedernholz vom Fußboden bis zu den Sparren.

8 Was sein Haus betrifft, in dem er wohnen sollte, im anderen Vorhof, es lag von dem Haus entfernt, das zur Vorhalle gehörte. Es erwies sich in der Machart gleich diesem. Und da war ein Haus wie diese Vorhalle, das er dann für Pharaos Tochter baute, die sich Salomo genommen hatte.

9 Alle diese waren [aus] kostspieligen Steinen gemäß Maßen, behauen, mit Steinsägen gesägt, innen und außen und von der Grundlage bis zur Abdeckung und außen bis zum großen Vorhof. 10 Und die als Grundlage gelegten kostspieligen Steine waren große Steine, Steine von zehn Ellen und Steine von acht Ellen. 11 Und oben darauf waren kostspielige Steine gemäß Maßen, behauen, und auch Zedernholz. 12 Was den großen Vorhof betrifft, ringsum waren drei Reihen von behauenem Stein und eine Reihe Balken aus Zedernholz; und [so war es] auch für den inneren Vorhof des Hauses Jehovas und für die Vorhalle des Hauses.

13 Und König Salomo sandte hin und ließ Hiram aus Tyrus holen. 14 Er war der Sohn einer verwitweten Frau vom Stamm Naphtali, und sein Vater war ein Mann aus Tyrus, ein Kupferbearbeiter; und er war erfüllt mit der Weisheit und dem Verstand und der Kenntnis, jede Art Arbeit in Kupfer zu verrichten. Somit kam er zu König Salomo und begann all sein Werk zu tun.

15 Er goß dann die beiden Säulen aus Kupfer, achtzehn Ellen war die Höhe jeder Säule, und ein Faden von zwölf Ellen wäre das Maß um jede der beiden Säulen herum. 16 Und er machte zwei Kapitelle, um sie oben auf die Säulen zu setzen, aus Kupfer gegossen. Fünf Ellen war die Höhe des einen Kapitells, und fünf Ellen war die Höhe des anderen Kapitells. 17 Da waren Netze in Netzwerk, gedrehte Verzierungen in Kettenwerk, für die Kapitelle, die oben auf den Säulen waren; sieben für das eine Kapitell und sieben für das andere Kapitell. 18 Und weiterhin machte er die Granatäpfel, und [zwar] zwei Reihen ringsum an das eine Netzwerk, um die Kapitelle zu bedecken, die oben auf den Säulen waren; und ebenso tat er für das andere Kapitell. 19 Und die Kapitelle, die oben auf den Säulen in der Vorhalle waren, waren mit Lilienarbeit, vier Ellen. 20 Und die Kapitelle befanden sich auf den beiden Säulen, auch oben dicht an der Bauchung, die an das Netzwerk stieß; und da waren zweihundert Granatäpfel in Reihen ringsum an jedem Kapitell.

21 Und er ging daran, die Säulen, die zur Vorhalle des Tempels gehörten, aufzurichten. So richtete er die Säule zur Rechten auf und gab ihr den Namen Jachin, und dann richtete er die Säule zur Linken auf und gab ihr den Namen Boas. 22 Und oben auf den Säulen war Lilienarbeit. Und die Arbeit der Säulen wurde allmählich vollendet.

23 Und er ging daran, das gegossene Meer zu machen, zehn Ellen von seinem einen Rand bis zu seinem anderen Rand, kreisförmig ringsum; und seine Höhe war fünf Ellen, und es erforderte eine Schnur von dreißig Ellen, um es ringsum zu umspannen. 24 Und kürbisförmige Verzierungen waren unterhalb seines Randes, die es rings umgaben, zehn auf eine Elle, das Meer ringsum einschließend, zwei Reihen der kürbisförmigen Verzierungen, bei seinem Guß mitgegossen. 25 Es stand auf zwölf Stieren, drei wandten sich nach Norden, und drei wandten sich nach Westen, und drei wandten sich nach Süden, und drei wandten sich nach Osten; und das Meer war oben darauf, und alle ihre Hinterteile waren gegen die Mitte hin [gekehrt]. 26 Und seine Dicke war eine Handbreit; und sein Rand war wie ein Becherrand gearbeitet, eine Lilienblüte. Zweitausend Bath-Maß faßte es gewöhnlich.

27 Und er machte weiterhin die zehn Fahrgestelle aus Kupfer, vier Ellen war die Länge jedes Fahrgestells und vier Ellen seine Breite und drei Ellen seine Höhe. 28 Und dies war die Machart der Fahrgestelle: Sie hatten Seitenwände, und die Seitenwände waren zwischen den Querleisten. 29 Und auf den Seitenwänden, die zwischen den Querleisten waren, waren Löwen, Stiere und Cherube, und über den Querleisten war es ebenso. Oberhalb und unterhalb der Löwen und der Stiere waren Kränze in herabhängender Arbeit. 30 Und jedes Fahrgestell hatte vier Räder aus Kupfer, mit Achsen aus Kupfer; und seine vier Eckstücke waren deren Stützen. Unterhalb des Beckens befanden sich die Stützen, angegossen mit Kränzen über jeder. 31 Und sein Mundstück von innen nach den Stützen hin und aufwärts war [?] Ellen; und sein Mundstück war rund, die Machart eines Gestells von eineinhalb Ellen, und auch an seinem Mundstück waren Skulpturen. Und ihre Seitenwände waren viereckig, nicht rund. 32 Und die vier Räder waren unterhalb der Seitenwände, und die Halter der Räder waren beim Fahrgestell; und die Höhe jedes Rades war eineinhalb Ellen. 33 Und die Machart der Räder war gleich der Machart eines Wagenrades. Ihre Halter und ihre Felgen und ihre Speichen und ihre Naben, sie waren alle gegossen. 34 Und da waren vier Stützen an den vier Ecken jedes Fahrgestells; seine Stützen waren aus e i n e m Stück mit dem Fahrgestell. 35 Und oben am Fahrgestell war [ein Gestell,] eine halbe Elle an Höhe, kreisförmig ringsum; und oben auf dem Fahrgestell waren seine Halter und seine Seitenwände aus e i n e m Stück mit ihm. 36 Ferner gravierte er in die Tafeln seiner Halter und in seine Seitenwände Cherube, Löwen und Palmenfiguren ein, nach dem freien Raum einer jeden, und Kränze ringsum. 37 So machte er die zehn Fahrgestelle; sie waren alle von e i n e m Guß, e i n e m Maß, e i n e r Form.

38 Und er machte dann zehn Becken aus Kupfer. Vierzig Bath-Maß faßte gewöhnlich jedes Becken. Jedes Becken war vier Ellen. Da war e i n Becken auf jedem Fahrgestell für die zehn Fahrgestelle. 39 Dann stellte er fünf Fahrgestelle auf die rechte Seite des Hauses und fünf auf die linke Seite des Hauses; und das Meer selbst stellte er an die rechte Seite des Hauses ostwärts, gegen Süden.

40 Und Hiram machte nach und nach die Becken und die Schaufeln und die Schalen. Schließlich war Hiram damit fertig, all die Arbeit zu tun, die er für König Salomo hinsichtlich des Hauses Jehovas tat: 41 die zwei Säulen und die schalenförmigen Kapitelle, die oben auf den beiden Säulen waren, und die zwei Netzwerke, um die beiden runden Kapitelle zu bedecken, die oben auf den Säulen waren, 42 und die vierhundert Granatäpfel für die beiden Netzwerke, zwei Reihen Granatäpfel für jedes Netzwerk, um die beiden schalenförmigen Kapitelle zu bedecken, die auf den beiden Säulen waren; 43 und die zehn Fahrgestelle und die zehn Becken auf den Fahrgestellen 44 und das eine Meer und die zwölf Stiere unterhalb des Meeres; 45 und die Eimer und die Schaufeln und die Schalen und alle diese Geräte, die Hiram aus poliertem Kupfer dem König Salomo für das Haus Jehovas machte. 46 Im „Bezirk des Jordan“ war es, daß der König sie in Formen aus Tonerde goß, zwischen Sukkoth und Zarethan.

47 Und Salomo ließ alle Geräte [ungewogen] wegen der außergewöhnlich großen Menge. Das Gewicht des Kupfers wurde nicht festgestellt. 48 Und Salomo machte nach und nach alle Geräte, die zum Haus Jehovas gehörten, den Altar aus Gold und den Tisch, auf dem das Schaubrot war, aus Gold 49 und die Leuchter, fünf zur Rechten und fünf zur Linken vor dem innersten Raum, aus purem Gold und die Blüten und die Lampen und die Dochtscheren aus Gold 50 und die Becken und die Lichtscheren und die Schalen und die Becher und die Feuerbecken aus purem Gold und die Pfannen für die Türen des inneren Hauses, das heißt des Allerheiligsten, und für die Türen des Hauses des Tempels aus Gold.

51 Schließlich wurde all die Arbeit, die König Salomo hinsichtlich des Hauses Jehovas zu tun hatte, vollendet; und Salomo begann die Dinge hereinzubringen, die David, sein Vater, geheiligt hatte; das Silber und das Gold und die Gegenstände legte er zu den Schätzen des Hauses Jehovas.

Jule | 06.16.09 | 1. Könige, eigene Gedanken zum Geschehen, MultiMedia, Text in der Bibel | 14 Comments |

Höhepunkte aus dem Hohen Lied

Das Wort Jehovas ist lebendig

Höhepunkte aus dem Hohen Lied

„WIE eine Lilie unter dornigem Unkraut, so ist meine Gefährtin unter den Töchtern.“ „Wie ein Apfelbaum unter den Bäumen des Waldes, so ist mein Liebster unter den Söhnen.“ „Wer ist diese, die herabschaut wie die Morgenröte, schön wie der Vollmond, lauter wie die Sonnenglut?“ (Hohes Lied 2:2, 3; 6:10). Was für erhabene Verse! Sie stammen aus dem Hohen Lied, einem Bibelbuch in Gedichtform, und da es so bedeutungsvoll und schön ist, wird es auch „das schönste (vorzüglichste) Lied“ genannt (Hohes Lied 1:1, Fußnote).

Das Lied hat König Salomo komponiert, wahrscheinlich um 1020 v. u. Z., also in der ersten Hälfte seiner 40-jährigen Herrschaft. Es erzählt von der Liebe eines Mädchens vom Land, der Sulamith, zu einem jungen Hirten. Neben den Hauptpersonen kommen in dem Gedicht die Mutter und die Brüder des Mädchens zu Wort sowie „Töchter Jerusalems [Hofdamen]“ und „Töchter Zions [Frauen von Jerusalem]“ (Hohes Lied 1:5; 3:11). Für den Leser ist es nicht immer einfach, die jeweiligen Sprecher zu identifizieren, doch wenn man darauf achtet, was gesagt wird, merkt man, wer zu oder von wem spricht.

Die Botschaft des Hohen Liedes ist ein Teil von Gottes Wort und aus zwei Gründen für uns sehr wertvoll (Hebräer 4:12). Erstens lehrt dieses Bibelbuch, was wahre Liebe zwischen Mann und Frau bedeutet. Zweitens vermittelt das Lied ein Gefühl für die tiefe Liebe zwischen Jesus Christus und der Versammlung gesalbter Christen (2. Korinther 11:2; Epheser 5:25-31).

VERSUCHT NICHT, „DIE LIEBE IN MIR ZU WECKEN“
(Hohes Lied 1:1 bis 3:5)

„Er küsse mich mit den Küssen seines Mundes, denn deine Liebkosungen sind besser als Wein“ (Hohes Lied 1:2). So beginnt der Dialog im Hohen Lied — mit den Worten eines einfachen Mädchens vom Land, das in das königliche Zelt Salomos gebracht wurde. Wie ist sie dorthin gekommen?

„Die Söhne meiner eigenen Mutter wurden zornig auf mich“, sagt sie. „Sie setzten mich zur Hüterin der Weingärten ein.“ Ihre Brüder sind zornig auf sie, weil der junge Hirte, den die Sulamith liebt, sie an einem schönen Frühlingstag eingeladen hat, mit ihm spazieren zu gehen. Ihre Brüder wollen das verhindern und lassen sie als Hüterin arbeiten — wegen der „kleinen Füchse, die die Weingärten verheeren“. Diese Arbeit führt die Sulamith in die Nähe von Salomos Lager. Auf dem Weg „zum Nussbaumgarten“ wird ihre Schönheit bemerkt und man bringt sie ins Lager (Hohes Lied 1:6; 2:10-15; 6:11).

Als die junge Frau erklärt, wie sehr sie sich nach ihrem geliebten Hirten sehnt, raten ihr die Hofdamen, nach ihm zu suchen: „So geh selbst hinaus, den Fußspuren der Kleinviehherde nach.“ Doch Salomo erlaubt ihr nicht, das Lager zu verlassen. Er bewundert ihre Schönheit und verspricht ihr „Ringe aus Gold . . . mit silbernen Kügelchen“. Das beeindruckt die Sulamith jedoch überhaupt nicht. Irgendwie gelingt es dem jungen Hirten, in Salomos Lager zu kommen, wo er sie findet und ausruft: „Siehe! Du bist schön, o meine Gefährtin. Siehe! Du bist schön.“ Und die junge Frau stellt die Hofdamen unter Eid: „Versucht [nicht], die Liebe in mir zu wecken oder zu erregen, bis sie sich dazu geneigt fühlt“ (Hohes Lied 1:8-11, 15; 2:7; 3:5).

Antworten auf biblische Fragen:

1:2, 3 — Warum ist die Erinnerung an die Liebkosungen des Hirten wie Wein und sein Name wie Öl?
So wie Wein das Herz eines Menschen erfreut und das Ausgießen von Öl auf den Kopf gut tut, fühlte sich die junge Frau gestärkt und getröstet, wenn sie an die Liebe des jungen Mannes und an seinen Namen dachte (Psalm 23:5; 104:15). Ebenso stärkt und ermuntert es wahre Christen, vor allem Gesalbte, über die Liebe nachzudenken, die Jesus Christus ihnen entgegenbringt.

1:5 — Warum vergleicht das Mädchen vom Land ihr schwärzliches Aussehen mit den „Zelten von Kedar“?
Gewebe aus Ziegenhaar war vielseitig verwendbar (4. Mose 31:20). Beispielsweise wurden „Tücher aus Ziegenhaar für das Zelt über der Stiftshütte“ benutzt (2. Mose 26:7). Sehr wahrscheinlich wurden die Zelte von Kedar, so wie Beduinenzelte heute noch, aus schwarzem Ziegenhaar gefertigt.

1:15 — Was meint der junge Hirte mit den Worten: „Deine Augen sind Taubenaugen“?
Damit sagt der junge Hirte, dass die Augen seiner Gefährtin weich und sanft wie die von Tauben sind.

2:7; 3:5 — Warum werden die Hofdamen „bei den Gazellenweibchen oder bei den Hindinnen des Feldes“ unter Eid gestellt?
Gazellen und Hindinnen sind für ihre Anmut und Schönheit bekannt. Im Grunde verpflichtet die Sulamith die Hofdamen bei allem, was anmutig und schön ist, nicht zu versuchen, die Liebe in ihr zu wecken.

Lehren für uns:

1:2; 2:6. Für ein Paar, das vorhat zu heiraten, können sittlich reine Liebkosungen angebracht sein. Allerdings sollten sie echte Zuneigung ausdrücken und nicht unreine Leidenschaft, die zu sexueller Unmoral führen könnte (Galater 5:19).

1:6; 2:10-15. Die Brüder der Sulamith ließen ihre Schwester mit ihrem Liebsten nicht allein an einen einsamen Ort in den Bergen gehen. Das lag jedoch nicht daran, dass sie sich unsittlich verhalten oder unreine Beweggründe gehabt hätte. Es handelte sich einfach um eine Vorsichtsmaßnahme, die sie davor bewahren sollte, in Versuchung zu geraten. Paare, die noch nicht verheiratet sind, lernen daraus, einsame Orte zu meiden.

2:1-3, 8, 9. Trotz ihrer Schönheit sagte die Sulamith bescheiden: „Nur ein Safran [eine einfache Blume] der Küstenebene bin ich.“ Doch in den Augen des jungen Hirten war sie aufgrund ihrer Schönheit und ihrer Treue zu Jehova „wie eine Lilie unter dornigem Unkraut“. Und was ist über den Hirten zu sagen? Da er gut aussah, verglich sie ihn mit „einer Gazelle“. Auch war er sicherlich gottesfürchtig und Jehova ergeben. „Wie ein Apfelbaum [der Schatten spendet und Obst liefert] unter den Bäumen des Waldes“, sagte sie, „so ist mein Liebster unter den Söhnen.“ Sind Glaube und Gottergebenheit nicht Eigenschaften, die man sich bei einem künftigen Ehepartner wünschen würde?

2:7; 3:5. Das Mädchen vom Land empfand keine zärtlichen Gefühle für Salomo. Außerdem mussten die Hofdamen ihr unter Eid versprechen, in ihr nicht Liebe zu jemand anders zu wecken, ausgenommen zu ihrem jungen Hirten. Man kann sich nicht in jeden verlieben, und selbst wenn man das könnte, wäre es nicht richtig. Ledige Christen, die gerne heiraten würden, sollten nur jemanden ins Auge fassen, der Jehova treu dient (1. Korinther 7:39).

„WAS SEHT IHR AN DER SULAMITH?“
(Hohes Lied 3:6 bis 8:4)

Etwas ‘kommt wie Rauchsäulen von der Wildnis herauf’ (Hohes Lied 3:6). Was sehen die Frauen von Jerusalem beim Hinausgehen? Salomo mit seinem Gefolge! Der König kehrt in die Stadt zurück und mit ihm die junge Sulamith.

Doch der Hirte folgt der jungen Frau und findet schnell eine Möglichkeit, sie zu sehen. Während er ihr seine Liebe beteuert, sagt sie, wie gern sie die Stadt wieder verlassen würde: „Bis der Tageswind weht und die Schatten entflohen sind, werde ich meines Weges zum Myrrhenberg und zum Hügel duftenden Harzes gehen.“ Sie lädt den Hirten ein, „in seinen Garten [zu] kommen und dessen erlesenste Früchte [zu] essen“. Er antwortet: „Ich bin in meinen Garten gekommen, o meine Schwester, meine Braut.“ Die Frauen von Jerusalem fordern die beiden auf: „Esst, o Gefährten! Trinkt, und werdet trunken von Liebkosungen!“ (Hohes Lied 4:6, 16; 5:1).

Die Sulamith erzählt den Hofdamen einen Traum und gesteht ihnen, sie sei „krank vor Liebe“. Daraufhin fragen sie: „Wie kommt es, dass dein Liebster mehr ist als irgendein anderer Liebster?“ Sie antwortet: „Mein Liebster ist blendend und rötlich, der Hervorragendste aus zehntausend“ (Hohes Lied 5:2-10). Auf die überschwänglichen Komplimente Salomos entgegnet sie bescheiden: „Was seht ihr an der Sulamith?“ (Hohes Lied 6:4-13). Daher denkt der König, er könne doch noch ihre Liebe gewinnen, und überschüttet sie mit weiteren Komplimenten. Aber das Mädchen hält standhaft an seiner Liebe zu dem jungen Hirten fest. Schließlich lässt Salomo sie nach Hause zurückkehren.

Antworten auf biblische Fragen:

4:1; 6:5 — Inwiefern ist das Haar der jungen Frau „gleich einer Herde Ziegen“?
Der Vergleich besagt wohl, dass ihr Haar so glänzend und üppig war wie das Haar von schwarzen Ziegen.

4:11 — Was bedeutet es, dass die Lippen der Sulamith „von Wabenhonig triefen“ und ‘Honig und Milch unter ihrer Zunge sind’?
Wabenhonig ist aromatischer und süßer als Honig, der der Luft ausgesetzt war. Dieser Vergleich sowie die Aussage, Honig und Milch seien unter der Zunge der Sulamith, unterstreichen ihr gütiges und angenehmes Reden.

5:12 — Welcher Gedanke steht hinter der Formulierung: „Seine Augen sind wie Tauben an den Wasserkanälen, die sich in Milch baden“?
Hier spricht die junge Frau von den schönen Augen ihres Liebsten. Vielleicht verbindet sie auf poetische Weise die dunkle Iris, umgeben vom Weiß seiner Augen, mit blaugrauen Tauben, die in Milch baden.

5:14, 15 — Warum werden die Hände und Beine des Hirten auf diese Weise beschrieben?
Offenbar meint die junge Frau mit „goldene Walzen“ die Finger des Hirten und mit „Chrysolith“ seine Fingernägel. Seine Beine vergleicht sie mit „Marmorsäulen“, weil sie schön und stark sind.

6:4, Fußnote — Ist mit dem Ausdruck „Liebliche Stadt“ Jerusalem gemeint?
Nein. Die „Liebliche Stadt“ ist Tirza. Diese kanaanitische Stadt war von Josua eingenommen worden und wurde nach der Herrschaft Salomos die erste Hauptstadt des nördlichen Zehnstämmereiches Israel (Josua 12:7, 24; 1. Könige 16:5, 6, 8, 15). „Offenbar handelte es sich um eine sehr schöne Stadt“, so ein Bibelkommentar, „was erklären würde, warum sie an dieser Stelle erwähnt wird.“

6:13, Fußnote — Was ist der „Reigentanz zweier Lager“?
Dieser Ausdruck kann auch als „Reigentanz von Mahanajim“ wiedergegeben werden. Die Stadt mit diesem Namen lag östlich des Jordan nahe des Wildbachtals Jabbok (1. Mose 32:2, 22; 2. Samuel 2:29). Der „Reigentanz zweier Lager“ bezieht sich vielleicht auf einen bestimmten Tanz, der in dieser Stadt bei einem Fest getanzt wurde.

7:4 — Warum vergleicht Salomo den Hals der Sulamith mit einem „Elfenbeinturm“?
Zuvor hatte das Mädchen bereits das Kompliment erhalten: „Dein Hals ist wie der Turm Davids“ (Hohes Lied 4:4). Ein Turm ist hoch und schlank, und Elfenbein ist glatt. Salomo bewundert den schlanken, glatten Hals des Mädchens.

Lehren für uns:

4:1-7. Die Sulamith erwies sich trotz ihrer Unvollkommenheit als sittlich rein und wies Salomos Verlockungen zurück. Ihre moralische Stärke unterstrich noch ihre buchstäbliche Schönheit. Das sollte auch bei Christinnen der Fall sein.

4:12. Wie ein schöner Garten, der von einer Hecke oder einer Mauer umgeben ist und sich nur durch ein verschließbares Tor betreten lässt, gewährte die Sulamith ihre Zärtlichkeiten nur ihrem künftigen Ehemann. Bestimmt ein gutes Beispiel für unverheiratete christliche Frauen und Männer!

„DIE FLAMME JAHS“
(Hohes Lied 8:5-14)

„Wer ist diese, die aus der Wildnis heraufkommt, an ihren Liebsten gelehnt?“, fragen die Brüder der Sulamith, die sie bei ihrer Heimkehr erblicken. Früher hatte einer von ihnen gesagt: „Wenn sie eine Mauer sein sollte, so werden wir eine silberne Zinne auf ihr bauen, sollte sie aber eine Tür sein, werden wir sie mit einer Zedernplanke versperren.“ Jetzt, da die Beständigkeit ihrer Liebe erprobt und erwiesen ist, sagt die Sulamith: „Ich bin eine Mauer, und meine Brüste sind wie Türme. In diesem Fall bin ich in seinen Augen wie die geworden, die Frieden findet“ (Hohes Lied 8:5, 9, 10).

Wahre Liebe ist „die Flamme Jahs“. Warum? Weil Jehova der Ursprung dieser Liebe ist. Er ist derjenige, der uns die Fähigkeit zu lieben gegeben hat. Und die Flammen solch einer Liebe sind unauslöschlich. Das Hohe Lied beschreibt sehr schön, dass die Liebe zwischen Mann und Frau „so stark [unbezwingbar] wie der Tod“ sein kann (Hohes Lied 8:6).

Salomos herrliches Lied vermittelt uns auch eine Vorstellung von der intensiven Verbundenheit zwischen Jesus Christus und den Gliedern seiner himmlischen „Braut“ (Offenbarung 21:2, 9). Die Liebe Jesu zu den gesalbten Christen übertrifft jegliche Liebe zwischen Mann und Frau. Die Glieder der Brautklasse sind unerschütterlich in ihrer Hingabe. Aus Liebe gab Jesus sein Leben auch für die „anderen Schafe“ (Johannes 10:16). Somit haben alle wahren Anbeter Grund, die unerschütterliche Liebe und Hingabe der Sulamith nachzuahmen.

Jule | 06.15.09 | ergänzender Stoff, Höhepunkte der Bibellesung | No Comments |

Hohelied 5 – 8

Kapitel 5

5 „Ich bin in meinen Garten gekommen, o meine Schwester, [meine] Braut. Ich habe meine Myrrhe samt meinem Gewürz gepflückt. Ich habe meine Honigwabe samt meinem Honig gegessen; ich habe meinen Wein samt meiner Milch getrunken.“

„Eßt, o Gefährten! Trinkt, und werdet trunken von Liebkosungen!“

2 „Ich schlafe, aber mein Herz ist wach. Da ist der Laut meines Liebsten, der anklopft!“

„Öffne mir, o meine Schwester, meine Gefährtin, meine Taube, meine Untadelige! Denn mein Haupt ist voll von Tau, die Locken meines Haares von den Tropfen der Nacht.“

3 “ ,Ich habe mein langes Gewand ausgezogen. Wie kann ich es wieder anziehen? Ich habe meine Füße gewaschen. Wie kann ich sie beschmutzen?‘ 4 Mein Liebster selbst zog seine Hand vom [Tür]loch zurück, und mein Inneres, es wurde ungestüm in mir. 5 Ich stand auf, ja ich, um meinem Liebsten zu öffnen, und meine Hände, sie troffen von Myrrhe und meine Finger von flüssiger Myrrhe auf die Vertiefungen des Schlosses. 6 Ich öffnete, ja ich, meinem Liebsten, mein Liebster aber hatte sich abgewandt, er war weitergegangen. Meine Seele selbst war aus [mir] gegangen, als er redete. Ich suchte ihn, aber ich fand ihn nicht. Ich rief ihn, aber er antwortete mir nicht. 7 Die Wächter, die in der Stadt umhergingen, fanden mich. Sie schlugen mich, sie verwundeten mich. Die Wächter der Mauern hoben mein weites Umschlagtuch von mir ab.

8 Ich habe euch unter Eid gestellt, o Töchter Jerusalems, daß ihr, wenn ihr meinen Liebsten findet, ihm mitteilen solltet, daß ich krank bin vor Liebe.“

9 „Wie kommt es, daß dein Liebster mehr ist als irgendein anderer Liebster, o du schönste unter den Frauen? Wie kommt es, daß dein Liebster mehr ist als irgendein anderer Liebster, daß du uns unter einen Eid wie diesen gestellt hast?“

10 „Mein Liebster ist blendend und rötlich, der Hervorragendste aus zehntausend. 11 Sein Haupt ist Gold, geläutertes Gold. Die Locken seines Haares sind Datteltrauben. Sein schwarzes [Haar] ist wie der Rabe. 12 Seine Augen sind wie Tauben an den Wasserkanälen, die sich in Milch baden, innerhalb der Ränder sitzend. 13 Seine Wangen sind wie ein Gartenbeet von Gewürzpflanzen, Türme von aromatischen Kräutern. Seine Lippen sind Lilien, die von flüssiger Myrrhe triefen. 14 Seine Hände sind goldene Walzen, mit Chrysolith gefüllt. Sein Unterleib ist eine Elfenbeinplatte, bedeckt mit Saphiren. 15 Seine Beine sind Marmorsäulen, gegründet auf Einstecksockeln von geläutertem Gold. Sein Aussehen ist wie der Libanon, auserlesen wie die Zedern. 16 Sein Gaumen ist lauter Süßigkeit, und alles an ihm ist ganz und gar begehrenswert. Das ist mein Liebster, und das ist mein Gefährte, o Töchter Jerusalems.“

Kapitel 6

6 „Wohin ist dein Liebster gegangen, o schönste unter den Frauen? Wohin hat sich dein Liebster gewandt, damit wir ihn mit dir suchen?“

2 „Mein eigener Liebster ist in seinen Garten hinabgegangen, zu den Gartenbeeten von Gewürzpflanzen, um inmitten der Gärten zu hüten und Lilien zu pflücken. 3 Ich bin meines Liebsten, und mein Liebster ist mein. Er hütet unter den Lilien.“

4 „Du bist schön, o meine Gefährtin, wie die Liebliche Stadt, anmutig wie Jerusalem, ehrfurchtgebietend wie um Banner versammelte Scharen. 5 Wende deine Augen von mir ab, denn sie, sie haben mich erschreckt. Dein Haar ist gleich einer Herde Ziegen, die von Gilead herabgehüpft sind. 6 Deine Zähne sind wie eine Herde Mutterschafe, die von der Schwemme heraufgestiegen sind, die alle Zwillinge gebären, ohne daß eines unter ihnen seine Jungen verloren hat. 7 Wie ein Granatapfelstück sind deine Schläfen hinter deinem Schleier. 8 Es mag sechzig Königinnen und achtzig Nebenfrauen und herangereifte Mädchen ohne Zahl geben. 9 Eine ist es, die meine Taube ist, meine Untadelige. Eine ist es, die ihrer Mutter gehört. Sie ist die Reine derjenigen, die sie geboren hat. Die Töchter sahen sie, und sie priesen sie dann glücklich; Königinnen und Nebenfrauen, und sie priesen sie dann: 10 ‚Wer ist diese, die herabschaut wie die Morgenröte, schön wie der Vollmond, lauter wie die Sonnenglut, ehrfurchtgebietend wie um Banner versammelte Scharen?‘ “

11 „Zum Nußbaumgarten war ich hinabgegangen, um die Knospen im Wildbachtal zu sehen, um zu sehen, ob der Weinstock gesproßt hatte, ob die Granatapfelbäume erblüht waren. 12 Ehe ich es wußte, hatte mich meine eigene Seele zu den Wagen meines willigen Volkes versetzt.“

13 „Komm zurück, komm zurück, o Sulamith! Komm zurück, komm zurück, damit wir dich anschauen können!“

„Was seht ihr an der Sulamith?“

„Etwas wie den Reigentanz zweier Lager!“

Kapitel 7

7 „Wie schön deine Schritte in [deinen] Sandalen geworden sind, o willige Tochter! Die Wölbungen deiner Hüften sind wie Geschmeide, das Werk von Künstlerhänden. 2 Dein Nabelring ist eine runde Schale. Möge der Mischwein [daraus] nicht fehlen. Dein Leib ist ein Weizenhaufen, umzäunt mit Lilien. 3 Deine beiden Brüste sind wie zwei Junge, die Zwillinge eines Gazellenweibchens. 4 Dein Hals ist wie ein Elfenbeinturm. Deine Augen sind wie die Teiche in Heschbon am Tor von Bath-Rabbim. Deine Nase ist wie der Libanonturm, der nach Damaskus hinschaut. 5 Dein Haupt auf dir ist wie der Karmel, und das herabhängende Haar deines Hauptes ist wie purpurrötlichgefärbte Wolle. Der König ist von den wallenden [Locken] gefesselt. 6 Wie schön bist du, und wie lieblich bist du, o Geliebte, unter den Wonnen! 7 Dieser dein Wuchs gleicht tatsächlich einer Palme und deine Brüste den Datteltrauben. 8 Ich habe gesagt: ‚Ich werde die Palme erklimmen, damit ich ihre Dattelrispen ergreife.‘ Und mögen bitte deine Brüste wie Trauben des Weinstocks werden und der Duft deiner Nase wie Äpfel 9 und dein Gaumen wie der beste Wein, der meinem Liebsten leicht hinuntergleitet, der sanft über die Lippen Schlafender fließt.“

10 „Ich bin meines Liebsten, und nach mir steht sein tiefes Verlangen. 11 Komm doch, o mein Liebster, laß uns aufs Feld hinausgehen; laß uns doch inmitten der Hennapflanzen übernachten. 12 Laß uns doch früh aufstehen und in die Weingärten gehen, damit wir sehen, ob der Weinstock gesproßt hat, die Blüte aufgebrochen ist, die Granatapfelbäume erblüht sind. Dort werde ich dir meine Liebkosungen schenken. 13 Die Mandragoren selbst haben [ihren] Duft gegeben, und an unseren Eingangswegen gibt es alle Arten auserlesenster Früchte. Sowohl die neuen als auch die alten, o mein Liebster, habe ich für dich aufbewahrt.

Kapitel 8

8 O daß du wie ein Bruder von mir wärst, der meiner Mutter Brüste gesogen hat! Fände ich dich draußen, so würde ich dich küssen. Man würde mich nicht einmal verachten. 2 Ich würde dich führen, ich würde dich ins Haus meiner Mutter bringen, die mich zu lehren pflegte. Ich würde dir einen Trunk gewürzten Weines geben, den frischen Saft von Granatäpfeln. 3 Seine Linke wäre unter meinem Haupt; und seine Rechte – sie würde mich umarmen.

4 Ich habe euch unter Eid gestellt, o Töchter Jerusalems, daß ihr nicht versucht, die Liebe [in mir] zu wecken oder zu erregen, bis sie sich [dazu] geneigt fühlt.“

5 „Wer ist diese, die aus der Wildnis heraufkommt, an ihren Liebsten gelehnt?“

„Unter dem Apfelbaum weckte ich dich auf. Dort kam deine Mutter mit dir in Geburtswehen. Dort erlitt die, die dich geboren, Geburtswehen.

6 Leg mich wie ein Siegel auf dein Herz, wie ein Siegel auf deinen Arm; denn die Liebe ist so stark wie der Tod, das Beharren auf ausschließlicher Ergebenheit ist so unnachgiebig wie der Scheol. Ihre Gluten sind die Gluten eines Feuers, die Flamme Jahs. 7 Selbst viele Wasser vermögen die Liebe nicht auszulöschen, noch können selbst Ströme sie hinwegschwemmen. Wenn ein Mann für Liebe alle wertvollen Dinge seines Hauses gäbe, würde man sie ganz bestimmt verachten.“

8 „Wir haben eine kleine Schwester, die keine Brüste hat. Was werden wir für unsere Schwester tun an dem Tag, an dem man um sie werben wird?“

9 „Wenn sie eine Mauer sein sollte, so werden wir eine silberne Zinne auf ihr bauen, sollte sie aber eine Tür sein, werden wir sie mit einer Zedernplanke versperren.“

10 „Ich bin eine Mauer, und meine Brüste sind wie Türme. In diesem Fall bin ich in seinen Augen wie die geworden, die Frieden findet.

11 Da war ein Weingarten, den Salomo in Baal-Hamon hatte. Er übergab den Weingarten den Hütern. Jeder brachte jeweils für seinen Fruchtertrag tausend Silberstücke ein.

12 Mein Weingarten, der mir gehört, steht mir zur Verfügung. Die tausend gehören dir, o Salomo, und zweihundert den Hütern seines Fruchtertrags.“

13 „O du, die du in den Gärten wohnst, die Mitgenossen merken auf deine Stimme. Laß sie mich hören.“

14 „Enteile, mein Liebster, und mache dich gleich einer Gazelle oder gleich einem Jungen der Hirsche auf den Bergen der Gewürze.“

Jule | 06.15.09 | eigene Gedanken zum Geschehen, Fragen, die ich mir gestellt habe, Hohelied, Text in der Bibel | 10 Comments |