Psalm 85 – 87

Psalm 85

Für den Leiter. Von den Söhnen Korahs. Eine Melodie.

85 Du hast Wohlgefallen gefunden, o Jehova, an deinem Land;
Du hast die Gefangenen Jakobs zurückgeführt.

2 Du hast verziehen das Vergehen deines Volkes;
Du hast all ihre Sünde zugedeckt. Sela.

3 Du hast deinen ganzen Zornausbruch beherrscht;
Du hast dich abgekehrt von der Glut deines Zorns.

4 Laß uns zurückkehren, o Gott unserer Rettung,
Und laß ab von deinem Verdruß gegen uns.

5 Wirst du auf unabsehbare Zeit über uns erzürnt sein?
Wirst du deinen Zorn ausdehnen auf Generation um Generation?

6 Wirst du selbst uns nicht wieder beleben,
Damit dein Volk sich in dir freuen kann?

7 Erzeige uns, o Jehova, deine liebende Güte,
Und deine Rettung mögest du uns gewähren.

8 Ich will hören, was der [wahre] Gott, Jehova, reden wird,
Denn Frieden wird er reden zu seinem Volk und zu seinen Loyalgesinnten,
Doch mögen sie nicht zum Selbstvertrauen zurückkehren.

9 Gewiß ist seine Rettung denen nahe, die ihn fürchten,
Daß Herrlichkeit weile in unserem Land.

10 Was liebende Güte und Wahrhaftigkeit betrifft, sie sind einander begegnet;
Gerechtigkeit und Frieden – sie haben sich geküßt.

11 Wahrhaftigkeit, aus der Erde wird sie sprossen,
Und Gerechtigkeit, aus den Himmeln wird sie herniederblicken.

12 Auch wird Jehova seinerseits geben, was gut ist,
Und unser eigenes Land wird seinen Ertrag geben.

13 Gerechtigkeit wird vor ihm hergehen,
Und sie wird seine Tritte zum Weg machen.

Psalm 86

Ein Gebet Davids.

86 Neige, o Jehova, dein Ohr, antworte mir,
Denn ich bin niedergedrückt und arm.

2 O behüte doch meine Seele, denn ich bin loyal.
Rette deinen Knecht – du bist mein Gott -, der auf dich vertraut.

3 Erweise mir Gunst, o Jehova,
Denn zu dir rufe ich unablässig den ganzen Tag.

4 Laß die Seele deines Knechtes sich freuen,
Denn zu dir, o Jehova, erhebe ich meine eigene Seele.

5 Denn du, o Jehova, bist gut und zum Vergeben bereit;
Und überströmend ist die liebende Güte all denen gegenüber, die dich anrufen.

6 Schenk doch Gehör, o Jehova, meinem Gebet;
Und merke doch auf die Stimme meiner flehentlichen Bitten.

7 Am Tag meiner Bedrängnis will ich dich anrufen,
Denn du wirst mir antworten.

8 Da ist keiner gleich dir unter den Göttern, o Jehova,
Noch gibt es irgendwelche Werke gleich den deinen.

9 Alle Nationen, die du gemacht hast, werden selbst kommen,
Und sie werden sich vor dir niederbeugen, o Jehova,
Und werden deinem Namen Ehre geben.

10 Denn du bist groß und tust Wunderdinge;
Du bist Gott, du allein.

11 Unterweise mich, o Jehova, in deinem Weg.
Ich werde wandeln in deiner Wahrheit.
Einige mein Herz, deinen Namen zu fürchten.

12 Ich lobpreise dich, o Jehova, mein Gott, mit meinem ganzen Herzen,
Und ich will deinen Namen verherrlichen auf unabsehbare Zeit,
13 Denn deine liebende Güte ist groß mir gegenüber,
Und du hast meine Seele aus dem Scheol, seinem untersten Ort, befreit.

14 O Gott, die Vermessenen selbst sind gegen mich aufgestanden;
Und die Gemeinde der Tyrannischen, sie hat mir nach der Seele getrachtet,
Und sie haben dich nicht vor sich gestellt.

15 Du aber, o Jehova, bist ein Gott, barmherzig und gnädig,
Langsam zum Zorn und überströmend an liebender Güte und Wahrhaftigkeit.

16 Wende dich mir zu, und erweise mir Gunst.
Gib doch deine Stärke deinem Knecht,
Und rette doch den Sohn deiner Sklavin.

17 Bewirke mit mir ein Zeichen, das Gutes bedeutet,
Damit die mich Hassenden [es] sehen und beschämt werden.
Denn du selbst, o Jehova, hast mir geholfen und mich getröstet.

Psalm 87

Von den Söhnen Korahs. Eine Melodie, ein Lied.

87 Seine Gründung ist auf den heiligen Bergen.

2 Jehova liebt die Tore Zions mehr
Als alle Hütten Jakobs.

3 Herrliche Dinge werden über dich geredet, o Stadt des [wahren] Gottes. Sela.

4 Ich werde Rahab und Babylon unter denen erwähnen, die mich kennen;
Da sind Philistaa und Tyrus, zusammen mit Kusch:
„Dies ist einer, der dort geboren wurde.“

5 Und von Zion wird gesagt werden:
„Jeder einzelne wurde darin geboren.“
Und der Höchste selbst wird es befestigen.

6 Jehova selbst wird verkünden beim Verzeichnen der Völker:
„Dies ist einer, der dort geboren wurde.“ Sela.

7 Da werden sowohl Sänger als auch Reigentänzer sein:
„All meine Quellen sind in dir.“

Jule | 05.09.09 | eigene Gedanken zum Geschehen, Psalmen, Text in der Bibel |

8 Comments »

  1. Jule

    Psalm 85 – 87

    Psalm 86 – ein wundervoller Psalm!

    Neige, o Jehova, dein Ohr, antworte mir,
    Denn ich bin niedergedrückt und arm.
    2 O behüte doch meine Seele, denn ich bin loyal.
    Rette deinen Knecht — du bist mein Gott —, der auf dich vertraut.
    3 Erweise mir Gunst, o Jehova,
    Denn zu dir rufe ich unablässig den ganzen Tag.
    4 Laß die Seele deines Knechtes sich freuen,
    Denn zu dir, o Jehova, erhebe ich meine eigene Seele.
    5 Denn du, o Jehova, bist gut und zum Vergeben bereit;
    Und überströmend ist die liebende Güte all denen gegenüber, die dich anrufen.
    6 Schenk doch Gehör, o Jehova, meinem Gebet;
    Und merke doch auf die Stimme meiner flehentlichen Bitten.
    7 Am Tag meiner Bedrängnis will ich dich anrufen,
    Denn du wirst mir antworten.
    8 Da ist keiner gleich dir unter den Göttern, o Jehova,
    Noch gibt es irgendwelche Werke gleich den deinen.
    9 Alle Nationen, die du gemacht hast, werden selbst kommen,
    Und sie werden sich vor dir niederbeugen, o Jehova,
    Und werden deinem Namen Ehre geben.
    10 Denn du bist groß und tust Wunderdinge;
    Du bist Gott, du allein.
    11 Unterweise mich, o Jehova, in deinem Weg.
    Ich werde wandeln in deiner Wahrheit.
    Einige mein Herz, deinen Namen zu fürchten.
    12 Ich lobpreise dich, o Jehova, mein Gott, mit meinem ganzen Herzen,
    Und ich will deinen Namen verherrlichen auf unabsehbare Zeit,
    13 Denn deine liebende Güte ist groß mir gegenüber,
    Und du hast meine Seele aus dem Scheol, seinem untersten Ort, befreit.
    14 O Gott, die Vermessenen selbst sind gegen mich aufgestanden;
    Und die Gemeinde der Tyrannischen, sie hat mir nach der Seele getrachtet,
    Und sie haben dich nicht vor sich gestellt.
    15 Du aber, o Jehova, bist ein Gott, barmherzig und gnädig,
    Langsam zum Zorn und überströmend an liebender Güte und Wahrhaftigkeit.
    16 Wende dich mir zu, und erweise mir Gunst.
    Gib doch deine Stärke deinem Knecht,
    Und rette doch den Sohn deiner Sklavin.
    17 Bewirke mit mir ein Zeichen, das Gutes bedeutet,
    Damit die mich Hassenden [es] sehen und beschämt werden.
    Denn du selbst, o Jehova, hast mir geholfen und mich getröstet.

    Wer ist wie unser Gott?

    Es gibt so viele „Götter“, aber nur einer ist so hervorragend, wie Jehova es ist. Die Bibel nennt ihn „den allein wahren“ Gott, er allein ist würdig, angebetet zu werden, denn er „hat alle Dinge erschaffen und seinetwegen sind sie ins Dasein gekommen“ (Offenbarung 4:11).

    Aber Jehova ragt nicht nur deshalb heraus, weil er der Schöpfer aller Dinge ist – sondern durch sein Verhalten.

    Gibt es irgendeinen Gott, zu dem wir jederzeit kommen könnten, um ihm unser Herz auszuschütten?
    Welcher Gott ist immer für seine Anbeter da?
    Welcher Gott ist so liebevoll und barmherzig?
    Welcher Gott befreit seine Anbeter aus ihrer Drangsal oder gibt ihnen zumindest die Kraft, sie zu ertragen und ihre Freude nicht zu verlieren?

    Wenn ich daran denke, dass sich Satan, der Teufel, der Widersacher Jehovas angemaßt hat, seinen Posten einzunehmen, dass er sogar der Ansicht war, er würde ein besserer Gott sein, als Jehova! Dies war nicht nur extrem unverschämt und respektlos, sondern völlig bekloppt.

    Wenn man sich unseren wundervollen Gott Jehova ansieht, an dem alles strahlend, licht und rein ist – und dann im Gegensatz seinen Gegenspieler: dunkel, hässlich und überhaupt nicht liebenswert. Wie kommt dieser auf die Idee, sich mit Jehova messen zu wollen? An ihm ist nichts dran, was ihn anbetungswürdig macht.

    O.k., er hilft seinen Anbetern, „wenn sie ihm ihre Seele verkaufen“, aber ist es das wirklich wert?
    Wer von denen, die ihm nachfolgen, ist denn wirklich glücklich?
    Wer von denen hat inneren Frieden?
    Und wer von ihnen ist liebenswert?
    Sie sind ebenso dunkel, hässlich und stinkig wie ihr Gott. Aber sie sind auch ebenso hochmütig, egoistisch wie ihr Gott und auch sie maßen sich eine Stellung an, die ihnen nicht zusteht.

    Wenn wir uns dagegen die Personen ansehen, die Jehova Gott wirklich lieben und ihm wirklich aufrichtig und von Herzen dienen: von solchen Personen fühlen wir uns ebenso angezogen, wie von Jehova Gott!

    Auch wenn wahre Diener Gottes in dieser Zeit und in diesem System verfolgt werden, auch wenn sie wegen ihrem moralischen Verhalten übervorteilt werden und auch wenn man ihnen nicht ihr Recht zukommen lässt – so sind die Menschen doch von ihnen und ihrem Verhalten beeindruckt:

    „Wenn mein Ehepartner so wäre…., ich könnte mich glücklich schätzen“. Sie sagen zwar, dass wir unsere Kinder einschränken und dass die Ärmsten auf so vieles verzichten müssten – müssen aber anerkennen, das sie davon beeindruckt sind, wie gut diese erzogen sind und dass sie sich oftmals wünschten, dass ihre ebenso lieb, freundlich, höflich und respektvoll wären.

    Ja, wir können unseren Gott wirklich von ganzem Herzen preisen, denn kein Gott ist wie ER!

    ER ist würdig, angebetet zu werden! SEINE Schönheit überstrahlt alles!

    Psalm 86:10-13

    Denn du bist groß und tust Wunderdinge;
    Du bist Gott, du allein.
    11 Unterweise mich, o Jehova, in deinem Weg.
    Ich werde wandeln in deiner Wahrheit.
    Einige mein Herz, deinen Namen zu fürchten.
    12 Ich lobpreise dich, o Jehova, mein Gott, mit meinem ganzen Herzen,
    Und ich will deinen Namen verherrlichen auf unabsehbare Zeit,
    13 Denn deine liebende Güte ist groß mir gegenüber,

    Möchte mir hier jemand widersprechen, dass Jehovas Herrlichkeit
    alles überstrahlt?

    Wir für unseren Fall werden nicht aufhören können, diesen wundervollen Gott zu preisen und anderen Menschen zu helfen, ihn kennen zu lernen.

    Wir lassen uns gern von ihm unterweisen und wir verbringen gern unsere ganze Zeit und unser ganzes Leben mit ihm!

    Kommentar — 21. Mai 2009 @ 17:13

  2. Thomas

    Psalm 85-87
    Zitate von J.N.Darby


    Psalm 85
    …Die drei ersten Verse stellen also als Grundlage hin, dass Gott Seinem Lande Gunst erzeigt und die Gefangenschaft Jakobs gewendet hat. Das ist die große, allgemein bekannte Wahrheit. In Vers 4 jedoch bedarf das wiederhergestellte Volk einer anderen Segnung in der Wirklichkeit Seines eigenen Verhältnisses zu Gott. „Führe uns zurück, Gott unseres Heils.“ Jehova ist der Gott ihres Heils; aber sie bedürfen Seiner Segnung inmitten des Landes. Sie wollen, dass Sein Volk sich in Ihm erfreue. Wie wahr ist das oft betreffs einer Seele, die weiß, dass ihr vergeben ist! Sie wartet auf die Güte und das Heil Jehovas, indem sie so in Seiner Gunst wiederhergestellt ist, und horcht, was Gott-Jehova reden wird; denn die Treuen rechnen auf Seine Güte. Er wird Frieden reden zu seinem Volke (das ist ihr öffentlicher Charakter) und zu Seinen Frommen, dem Überrest, der den Frieden genießen soll. Der Glaube hat dann auf alle Weise die Gewissheit, dass Gottes Heil nahe ist denen, die ihn fürchten, dass die Herrlichkeit Jehovas im Lande wohnen kann.

    Die letzten Verse besingen in bemerkenswerten Ausdrücken die göttlichen Grundsätze, auf denen die Segnungen Israels dereinst errichtet sein werden. Gottes Güte und Wahrheit sind sich begegnet. Seine Verheißungen, die stets wahr sind, sind nun durch Gnade erfüllt worden. Es ist beachtenswert, dass in den Psalmen die Güte und Gnade stets der Gerechtigkeit und Wahrheit vorangehen. Denn Israel hat, indem es den Herrn verwarf, jedes Anrecht auf die Verheißung verwirkt, ist völlig in Verschuldung gekommen, besitzt keine Gerechtigkeit, auf die es sich stützen könnte, und ist in den Unglauben eingeschlossen, damit es auch ein Gegenstand unvermischter Gnade werde. Nun aber sind diese Verheißungen durch das Werk Christi in Erfüllung gegangen, und Güte und Wahrheit sind sich begegnet. Doch das ist noch nicht alles. Jehova ist ihre Gerechtigkeit durch Gnade; und daher ist die Gerechtigkeit Friede für sie geworden; das was im Gericht ihr Verderben gewesen wäre, ist unter der Gnade ihr Friede – Gerechtigkeit und Friede haben sich geküsst.

    Psalm 86 enthält das demütige und doch vertrauensvolle und zuversichtliche Gebet einer Seele, die sich ihrer frommen Gefühle gegen Jehova bewusst ist und auf die Ergebnisse der Verbindung mit Ihm wartet.

    Unser Psalm enthält drei Bitten. In Vers 1 lesen wir: „Neige, Jehova, dein Ohr und erhöre mich!“ Der Bittende wendet sich an Jehova, damit Er dem Gebet in Gnaden Sein Ohr leihen möge. Dann in Vers 6, dass Er horchen möge auf die Stimme seines Flehens; das heißt, der Bittende erwartet, dass seine Bitte gewährt werde. Und drittens fleht er in Vers 11 zu Jehova, dass Er ihn den Weg der Wahrheit lehren möge. Sodann erkennt der Überrest die Erbarmungen Gottes in dem schrecklichen Kampf, in dem er sich befindet, an: aber er, der so schreit, wartet noch auf Gottes Eingreifen zu seinen Gunsten, damit seine Hasser beschämt werden, weil Jehova ihm geholfen und ihn getröstet hat. Wie lässt die Lage des Überrestes, gleich der Geschichte Hiobs, den großen Kampf zwischen der Macht Satans und der göttlichen Rettung hervortreten! Aber in diesem Kampf erkennt die gottesfürchtige Seele, so tief sie auch geführt werden mag, an, dass Jehova die Quelle von allem ist, obwohl ihre Füße beim Anblick der Wohlfahrt der Gesetzlosen nahe daran sein mögen, auszugleiten. Dieser Psalm ist nicht der Ausdruck der Klage oder der bitteren Herzensbetrübnis, sondern das Flehen einer Seele, die zwar arm und bedürftig ist, aber den Trost der Güte Jehovas geschmeckt hat.

    Man beachte den Unterschied zwischen den Namen Gottes: Herr (Adonai) und Jehova. Jehova ist, wie schon wiederholt bemerkt, der Bundesname, den Gott in unveränderlicher Treue Israel gegenüber angenommen hat; Adonai dagegen bezeichnet jemanden, der Macht an sich genommen hat und der gegenüber denen, die Ihn anrufen, als Herr dasteht.

    Psalm 87 betrachtet Zion als von Gott gegründet, als eine Stadt, die Grundlagen hat. Die Menschen besitzen Städte und rühmen sich ihrer; aber Gott hat eine Stadt, die Er auf den heiligen Bergen gegründet hat. Selbst hier handelt es sich nicht um Joseph oder um die Reichtümer der Natur. Gott war der Reichtum Zions, ihre Stätte waren die heiligen Berge, das was Gott geweiht war. In der Kraft des Geistes schämt sich der Gottesfürchtige ihrer nicht (Herrliches ist von ihr geredet), nein, auch nicht angesichts aller ruhmreichen Orte der Erde. Ägypten und Babel rühmten sich vergebens, ebenso Philistäa, Tyrus und Äthiopien, die alle ihren Tag gehabt hatten. Die Gottesfürchtigen konnten von diesen Orten reden, ohne den Vergleich zu fürchten. Zion wurde für den Geburtsort des Mannes Gottes gehalten, für den Geburtsort der Geliebten Jehovas. Der Höchste befestigte es. Wenn Jehova die Völker verzeichnet, wird Er sagen: „Dieser ist daselbst geboren.“ Freude und Lobgesänge werden dort sein und alle frischen Quellen Jehovas. Es erscheint mir nicht ganz gewiss, dass das Wörtchen „dieser“ (V. 6) sich auf Christum bezieht. Zion rühmt sich seiner Helden.

    Im Wachtturm hieß es einmal:

    Jehova tut Wunderdinge
    „Du bist groß und tust Wunderdinge; du bist Gott, du allein“ (PSALM 86:10).
    DER moderne Mensch mag sich damit brüsten, herausragende Erfindungen gemacht zu haben — die elektrischen Geräte, die Telekommunikation, die Videotechnik, das Automobil, das Passagierdüsenflugzeug und die Computertechnik. Dadurch wurde die Welt zu einem Dorf. Aber was für ein Dorf! Statt daß es Frieden, Wohlfahrt und Überfluß für alle gibt, wird die Menschheit von mörderischen Kriegen, von Verbrechen, Terrorismus, Umweltverschmutzung, Krankheit und Armut heimgesucht. Und die in der ganzen Welt stationierten Atomwaffen können trotz einer zahlenmäßigen Reduzierung das Menschengeschlecht immer noch auslöschen. Die Händler des Todes, die Waffenhersteller, machen auf der Erde weiterhin das größte Geschäft. Die Reichen werden immer reicher und die Armen immer ärmer. Könnte irgend jemand daran etwas ändern?
    2 Ja! Denn es gibt jemand, der Befreiung zusichert, „jemand, der höher ist als der Hohe“ — Jehova Gott (Prediger 5:8). Er veranlaßte die Niederschrift der Psalmen, die für Zeiten der Bedrängnis viel Trost vermitteln und weisen Rat geben. Dazu gehört auch der 86. Psalm, dessen einfache Überschrift lautet: „Ein Gebet Davids.“ Es handelt sich um ein Gebet, das wir uns zu eigen machen können.
    Niedergedrückt, aber loyal
    3 David schrieb diesen Psalm in einer Zeit der Bedrängnis. Da wir heute in den „letzten Tagen“ des von Satan beherrschten Systems leben, in ‘kritischen Zeiten, mit denen man schwer fertig wird’, stehen wir vor ähnlichen Problemen (2. Timotheus 3:1; siehe auch Matthäus 24:9-13). David erging es nicht anders als uns, auch er war besorgt und niedergeschlagen wegen der Probleme, die auf ihm lasteten. Doch er ließ niemals zu, daß solche Prüfungen seine Loyalität und sein Vertrauen zu seinem Schöpfer schwächten. Er rief aus: „Neige, o Jehova, dein Ohr, antworte mir, denn ich bin niedergedrückt und arm. O behüte doch meine Seele, denn ich bin loyal. Rette deinen Knecht — du bist mein Gott —, der auf dich vertraut“ (Psalm 86:1, 2).
    4 Wie David können wir die Zuversicht hegen, daß Jehova, „der Gott allen Trostes“, sein Ohr in Richtung Erde neigen und unsere demütigen Gebete erhören wird (2. Korinther 1:3, 4). Weil wir unserem Gott absolut vertrauen, können wir folgenden Rat Davids befolgen: „Wirf deine Bürde auf Jehova, und er selbst wird dich stützen. Niemals wird er zulassen, daß der Gerechte wankt“ (Psalm 55:22).
    Vertrautheit mit Jehova
    5 Im 86. Psalm gebrauchte David 11mal den Ausdruck „o Jehova“. Wie inbrünstig ist doch Davids Gebet und wie eng seine Vertrautheit mit Jehova!
    6 Das Gebet Davids lautet weiter: „Erweise mir Gunst, o Jehova, denn zu dir rufe ich unablässig den ganzen Tag. Laß die Seele deines Knechtes sich freuen, denn zu dir, o Jehova, erhebe ich meine eigene Seele“ (Psalm 86:3, 4). Beachten wir, daß David unablässig „den ganzen Tag“ zu Jehova rief. Ja, als er ein Flüchtling in der Wildnis war, verbrachte er auch die Nacht oft im Gebet (Psalm 63:6, 7). In ähnlicher Weise haben heute Zeugen Jehovas im Fall einer drohenden Vergewaltigung oder eines anderen verbrecherischen Angriffs laut zu Jehova gerufen. Sie waren manchmal überrascht über den günstigen Ausgang. Jehovas Name ist für uns genauso kostbar, wie er es für ‘Jesus Christus, den Sohn Davids’, während seines irdischen Lebens war. Jesus lehrte seine Jünger, um die Heiligung des Namens Jehovas zu beten, und er offenbarte ihnen, wofür dieser Name steht (Matthäus 1:1; 6:9; Johannes 17:6, 25, 26).
    7 David erhob seine Seele, sein gesamtes Ich, zu Jehova. Gemäß Psalm 37:5 ermunterte er uns, es ihm gleichzutun: „Wälze deinen Weg auf Jehova, und verlaß dich auf ihn, und er selbst wird handeln.“ Somit wird Jehova unser Bitten, daß sich unsere Seele freuen möge, nicht überhören. Viele Diener Jehovas bewahren die Lauterkeit und setzen ihren Dienst für ihn freudig fort — und das trotz Härten, Verfolgung und Krankheit… Wir müssen genauso ausharren wie sie (Römer 5:3-5). Und wenn wir ausharren, wird uns zugesichert: „Die Vision ist noch für die bestimmte Zeit, und sie geht keuchend dem Ende zu . . . Sie wird sich nicht verspäten“ (Habakuk 2:3). Voller Zuversicht und voll Vertrauen auf Jehova wollen auch wir weiterhin ‘keuchend auf das Ende zugehen’.
    Jehovas Güte
    8 David äußerte eine weitere inständige Bitte: „Du, o Jehova, bist gut und zum Vergeben bereit; und überströmend ist die liebende Güte all denen gegenüber, die dich anrufen. Schenk doch Gehör, o Jehova, meinem Gebet; und merke doch auf die Stimme meiner flehentlichen Bitten. Am Tag meiner Bedrängnis will ich dich anrufen, denn du wirst mir antworten“ (Psalm 86:5-7). „O Jehova“ — immer wieder erschaudern wir angesichts der Vertrautheit dieser Anrede. Es handelt sich um eine Vertrautheit, die durch das Gebet ständig gepflegt werden kann. David betete bei einer anderen Gelegenheit: „Der Sünden meiner Jugend und meiner Auflehnungen o gedenke nicht. Gemäß deiner liebenden Güte gedenke du meiner, um deiner Güte willen, o Jehova“ (Psalm 25:7). Jehova ist der Inbegriff der Güte — weil er Jesus das Lösegeld erbringen ließ, weil er reumütigen Sündern Barmherzigkeit erweist und weil er gegenüber seinen loyalen und dankbaren Zeugen liebende Güte übt (Psalm 100:3-5; Maleachi 3:10).
    9 Sollten wir wegen früherer Fehler besorgt sein? Haben wir inzwischen gerade Bahn für unsere Füße gemacht, erfüllt es uns mit neuem Mut, wenn wir an die Zusicherung des Apostels Petrus denken, die er Bereuenden gab, nämlich daß „Zeiten der Erquickung“ von Jehova kommen werden (Apostelgeschichte 3:19). Bleiben wir Jehova nahe, indem wir zu ihm beten, und zwar durch unseren Loskäufer, Jesus, der liebevollerweise sagte: „Kommt zu mir alle, die ihr euch abmüht und die ihr beladen seid, und ich will euch erquicken. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir, denn ich bin mild gesinnt und von Herzen demütig, und ihr werdet Erquickung finden für eure Seele.“ Da loyale Zeugen heute in Jesu teurem Namen zu Jehova beten, finden sie wirklich Erquickung (Matthäus 11:28, 29; Johannes 15:16).
    10 Im Buch der Psalmen wird Jehovas „liebende Güte“ über einhundertmal erwähnt. Eine solche liebende Güte ist gewiß überströmend! Gottes Diener werden in den ersten vier Versen des 118. Psalms aufgefordert, Jehova zu danken, und zwar dadurch, daß es viermal heißt: „Denn seine liebende Güte währt auf unabsehbare Zeit.“ Die liebenswerte Eigenschaft ‘seiner liebenden Güte’ wird im 136. Psalm 26mal hervorgehoben. Ganz gleich, in welcher Hinsicht wir sündigen mögen — und wie es in Jakobus 3:2 heißt, ‘straucheln wir alle oft’ —, sollten wir im Vertrauen auf Jehovas Barmherzigkeit und seine liebende Güte darauf bedacht sein, seine Vergebung zu erlangen. Diese liebende Güte ist ein Ausdruck seiner loyalen Liebe uns gegenüber. Wenn wir weiterhin loyal Gottes Willen tun, wird er seine loyale Liebe dadurch zeigen, daß er uns stärkt, damit wir mit jeder Prüfung fertig werden können (1. Korinther 10:13)…
    Jehovas unvergleichliche Werke
    14 Aus tiefer Überzeugung sagte David: „Da ist keiner gleich dir unter den Göttern, o Jehova, noch gibt es irgendwelche Werke gleich den deinen“ (Psalm 86:8). Jehovas Werke sind größer, großartiger und majestätischer, als sich ein Mensch überhaupt vorstellen kann. Gemäß den Erkenntnissen der heutigen Wissenschaft ist das Universum — seine Größe, Harmonie und Pracht — noch weitaus gewaltiger als alles, was David wahrnehmen konnte. Doch selbst er fühlte sich schon zu der Äußerung veranlaßt: „Die Himmel verkünden die Herrlichkeit Gottes; und die Ausdehnung tut das Werk seiner Hände kund“ (Psalm 19:1).
    15 Jehovas Werke kommen auch auf wunderbare Weise darin zum Ausdruck, wohin er die Erde setzte und wie er sie zubereitete, daß er für Tag und Nacht sorgte, für die Jahreszeiten, für Saat und Ernte sowie für eine Vielzahl von schönen Dingen, die dem Menschen einmal zur Freude dienen sollten. Und wie wunderbar wir selbst gemacht und ausgerüstet sind, damit wir uns an Jehovas Werken, die uns umgeben, erfreuen können! (1. Mose 2:7-9; 8:22; Psalm 139:14).
    16 Weil unsere Ureltern Gott ungehorsam geworden waren, wodurch die Bedrängnisse ausgelöst wurden, von denen die Erde bis auf den heutigen Tag heimgesucht wird, vollbrachte Jehova aus Liebe ein Wunder, indem er seinen Sohn auf die Erde sandte, damit dieser Gottes Königreich verkündigte und als ein Lösegeld für die Menschheit starb. Und Wunder über Wunder! Jehova auferweckte Christus dann und designierte ihn zu seinem Mitkönig (Matthäus 20:28; Apostelgeschichte 2:32, 34). Aus den loyalen Menschen hat Gott auch „eine neue Schöpfung“ auserwählt, die zusammen mit Christus als wohlwollender „neuer Himmel“ über die Gesellschaft der „neuen Erde“ regieren wird, zu der auch Milliarden von Auferstandenen gehören werden (2. Korinther 5:17; Offenbarung 21:1, 5-7; 1. Korinther 15:22-26). Jehovas Werke werden auf diese Weise einem glorreichen Höhepunkt zustreben. Wir können wahrhaftig ausrufen: „O Jehova, . . . [wie] überströmend ist deine Güte, die du aufgespart hast für die, die dich fürchten.“ (Psalm 31:17-19)

    Kommentar — 24. Mai 2010 @ 17:04

  3. Jule

    Psalm 85 – 87

    Psalm 85 – Wenn Gott neues Leben schenkt

    1 Ein Lied der Korachiter.

    2 Herr, du bist deinem Land gnädig gewesen und hast sein Geschick wieder zum Guten gewendet.

    3 Die Schuld deines Volkes hast du vergeben und alle seine Sünden zugedeckt.

    4 Dein Zorn fand ein Ende, seine Glut ist verloschen.

    5 So hilf uns auch jetzt, damit wir wieder stark werden. Gib deinen Unwillen gegen uns auf!

    6 Willst du für immer zornig auf uns sein – ohne Ende, von einer Generation zur anderen?

    7 Willst du uns nicht wieder neues Leben schenken, damit wir uns über dich freuen können?

    8 Herr, zeige doch, wie sehr du uns liebst! Komm uns zu Hilfe!

    9 Ich will hören, was Gott, der Herr, zu sagen hat: Er verkündet Frieden seinem Volk – denen, die ihn lieben; doch sollen sie nicht in ihre alten Fehler zurückfallen.

    10 Eins ist sicher: Er wird allen helfen, die ihm mit Ehrfurcht begegnen, seine Macht und Hoheit wird wieder in unserem Lande wohnen.

    11 Dann verbünden sich Güte und Treue, dann küssen einander Gerechtigkeit und Frieden.

    12 Treue wird aus der Erde sprießen und Gerechtigkeit vom Himmel herabblicken.

    13 Der Herr selbst wird uns mit vielen Gütern beschenken, und unsere Felder werden reiche Ernte einbringen.

    14 Ja, Gerechtigkeit wird dem Herrn vorausgehen und ihm den Weg bahnen.

    Ein Lied, das Hoffnung macht:

    Unser Gott ist an uns interessiert und nur noch eine kleine Weile und es wird all denen gut gehen, die sich bereitwillig von ihm leiten lassen

    Kommentar — 9. Mai 2012 @ 16:24

  4. Jule

    Psalm 86 – Gib mir ein Zeichen deiner Güte!

    1 Ein Gebet Davids.
    Höre mich, o Herr, und antworte mir, denn ich bin niedergeschlagen und hilflos!

    2 Rette mein Leben – ich gehöre doch zu dir! Hilf mir, denn ich vertraue dir! Du bist mein Gott, und ich diene dir.

    3 Sei mir gnädig, Herr, zu dir rufe ich den ganzen Tag.

    4 Schenke mir wieder neue Freude, nach dir sehne ich mich!

    5 Du, Herr, bist gut und zum Vergeben bereit, unermesslich ist deine Gnade für alle, die zu dir beten.

    6 Höre, Herr, mein Gebet, ich flehe zu dir!

    7 Ich weiß weder aus noch ein. Darum schreie ich zu dir, und du wirst mich erhören.

    8 Kein anderer Gott ist wie du, Herr; niemand kann tun, was du tust!

    9 Du hast alle Völker geschaffen. Sie werden zu dir kommen, sich vor dir niederwerfen und dich verehren.

    10 Denn du bist groß und mächtig, ein Gott, der Wunder tut; nur du bist Gott, du allein!

    11 Herr, zeige mir deinen Weg, ich will dir treu sein und tun, was du sagst. Gib mir nur dies eine Verlangen: dich zu ehren und dir zu gehorchen!

    12 Von ganzem Herzen will ich dir danken, Herr, mein Gott; dich will ich preisen.

    13 Denn deine Liebe zu mir ist grenzenlos! Du hast mich dem sicheren Tod entrissen.

    14 Hochmütige Menschen lehnen sich gegen mich auf! Sie tun sich zusammen und schrecken vor keiner Gewalttat zurück. Sie wollen mich umbringen! Von dir, Herr, wollen sie überhaupt nichts wissen.

    15 Aber du bist ein gnädiger und barmherziger Gott. Deine Geduld ist groß, deine Liebe und Treue kennen kein Ende.

    16 Darum wende dich mir zu und hab Erbarmen! Hilf mir! Gib mir deine Kraft! Dir bin ich treu ergeben.

    17 Herr, gib mir ein sichtbares Zeichen deiner Güte! Dann werden alle, die mich hassen, sich schämen, weil du, Herr, mir geholfen und mich getröstet hast!

    Was für ein ermunternder Psalm!

    Welcher Gott ist wie Jehova? Wer ist so liebevoll und barmherzig wie er?

    Wir dürfen jederzeit mit unseren Sorgen zu ihm kommen. Er hat immer Zeit und hört uns immer zu. Wir dürfen ihn sogar darum bitten, uns zu helfen, so zu leben, wie es ihm gefällt.

    Was für ein Gott!

    Kommentar — 9. Mai 2012 @ 16:29

  5. Jule

    Psalm 87 – Zion, Gottes geliebte Stadt

    1 Ein Lied der Korachiter.
    Hoch auf dem heiligen Berg hat Gott die Stadt Zion errichtet.

    2 Er liebt Jerusalem mit seinen herrlichen Toren mehr als alle anderen Orte in Israel.

    3 Du bist weltberühmt, du Stadt Gottes! Denn der Herr sagt:

    4 »In Ägypten und Babylon gibt es Menschen, die mich kennen, und auch bei den Philistern, in Tyrus und Äthiopien werde ich angebetet.«

    5 Aber von Jerusalem sagt man: »Alle seine Einwohner kennen Gott!« Ja, er, der Höchste, hat Zion errichtet!

    6 Der Herr wird eine Liste aller Völker aufstellen und bei jedem einen Vermerk machen, der zu Jerusalem gehört.

    7 Sie alle werden tanzen und fröhlich singen: »Was wir haben, verdanken wir dieser Stadt!«

    Wenn wir nun für „die Stadt Jerusalem“ einen anderen Begriff einsetzen – „das Volk Gottes“ – dann sollten wir ehrlich über Vers 6 nachdenken: Jehova wird „bei jedem einen Vermerk machen, der zu Jerusalem gehört“.

    Gehören wir in Gottes Augen wirklich zu seinem Volk – oder ist das nur ein Lippenbekenntnis? Was zeigen unsere Taten, Gedanken und Gefühle?

    Könnten wir Jehova aufrichtig und guten Gewissens bitten, unser Herz zu prüfen um nachzusehen, ob in uns irgend etwas Schlechtes ist?

    Kommentar — 9. Mai 2012 @ 16:35

  6. Jule

    Psalm 85 – 87

    Psalm 85 – haben wir Frieden mit unserem Gott?

    1 Dem Vorsänger. Von den Söhnen Korahs. Ein Psalm.

    2 Herr , du hast deinem Land [einst] Gnade gewährt, hast das Geschick Jakobs gewendet , 3 hast vergeben die Schuld deines Volkes, hast alle ihre Sünde zugedeckt.

    (Sela.)

    4 Du hast all deinen Grimm hinweggetan, hast dich abgewandt von der Glut deines Zornes: 5 so stelle uns wieder her, du Gott unsres Heils, lass ab von deinem Unmut gegen uns!

    6 Oder willst du ewig mit uns zürnen, deinen Zorn währen lassen von Geschlecht zu Geschlecht? 7 Willst du uns nicht wieder neu beleben , damit dein Volk sich an dir erfreuen kann?

    8 Herr , lass uns deine Gnade schauen und schenke uns dein Heil!

    9 Ich will hören , was Gott, der Herr , reden wird; denn er wird Frieden zusagen seinem Volk und seinen Getreuen – nur dass sie sich nicht wieder zur Torheit wenden!

    10 Gewiss ist seine Rettung denen nahe, die ihn fürchten, damit die Herrlichkeit in unserem Land wohne.

    11 Gnade und Wahrheit sind einander begegnet, Gerechtigkeit und Friede haben sich geküsst. 12 Die Wahrheit wird aus der Erde sprossen und Gerechtigkeit vom Himmel herabschauen.

    13 Dann wird der Herr auch das Gute geben, und unser Land wird seinen Ertrag abwerfen; 14 Gerechtigkeit wird vor Ihm hergehen und den Weg bereiten für seine Tritte .

    hier finden wir einige Gedanken aus den Vorjahren dazu:

    Kommentar — 25. Mai 2013 @ 18:20

  7. Jule

    Psalm 86 – Gottes unverdiente Güte – die stärkste Motivation!

    1 Ein Gebet Davids.

    Neige dein Ohr , o Herr , und erhöre mich, denn ich bin elend und arm ; 2 bewahre meine Seele , denn ich bin dir zugetan; hilf du, mein Gott, deinem Knecht, der sich auf dich verlässt!

    3 Sei mir gnädig , o Herr; denn zu dir rufe ich allezeit! 4 Erfreue die Seele deines Knechtes; denn zu dir, Herr, erhebe ich meine Seele!

    5 Denn du, Herr, bist gut und vergibst gern; und du bist reich an Gnade für alle, die dich anrufen .

    6 Vernimm, o Herr , mein Gebet, und achte auf die Stimme meines Flehens! 7 Am Tag meiner Not rufe ich dich an, denn du erhörst mich.

    8 Dir, Herr, ist keiner gleich unter den Göttern, und nichts gleicht deinen Werken ! 9 Alle Völker , die du gemacht hast, werden kommen und vor dir anbeten, o Herr, und deinem Namen Ehre geben; 10 denn du bist groß und tust Wunder , du bist Gott, du allein !

    11 Weise mir, Herr, deinen Weg, damit ich wandle in deiner Wahrheit; richte mein Herz auf das eine, dass ich deinen Namen fürchte ! 12 Ich will dich preisen, Herr, mein Gott, von ganzem Herzen, und deinem Namen Ehre erweisen auf ewig.

    13 Denn deine Gnade ist groß über mir , und du hast meine Seele errettet aus der Tiefe des Totenreichs.

    14 O Gott, es sind Vermessene gegen mich aufgestanden, und eine Rotte von Gewalttätigen trachtet mir nach dem Leben; sie haben dich nicht vor Augen.

    15 Du aber, Herr, bist ein barmherziger und gnädiger Gott, langsam zum Zorn und von großer Gnade und Treue. 16 Wende dich zu mir und sei mir gnädig ! Verleihe deinem Knecht deine Stärke , und hilf dem Sohn deiner Magd! 17 Tue an mir ein Zeichen zum Guten, damit meine Hasser es zu ihrer Beschämung sehen, dass du, Herr , mir geholfen und mich getröstet hast.

    In dem älteren WT-Artikel, den Thom da vor einigen Jahren rein kopiert hat, wird gesagt, dass es besonders in den Psalmen um Gottes Güte geht. Auch hier in Psalm 86 wieder.

    Dies zeigt aber auch, dass der Begriff der unverdienten Güte bereits auch in den Zeiten vor Jesus dem Volk Gottes bekannt war. Denn sie hatten mit Jehova einen Bund, unter dem sie sein Gesetz halten mussten. Aber dieses konnte niemand völlig einhalten – es sollte ihnen die Notwendigkeit des Messias vor Augen führen.

    David selbst sagt hier, dass er immer wieder gefehlt hat und wie sehr es ihn begeistert, dass Jehova ihn dennoch nicht verwirft, sondern ihm Gnade und Güte erweist. Eine Güte, die er nicht verdient hat.

    Darum bittet er Jehova, ihm zu helfen, die richtige Einstellung zu entwickeln und zu bewahren – weil er durch diese unverdiente Güte so begeistert und dankbar für das ist, was Jehova mit ihm tut.

    Genau dies ist ja der Gedanke der unverdienten Güte – die begeisternde Gute Botschaft der Evangelien und die das Christentum ausmacht!

    weitere Gedanken aus den Vorjahren zu diesem Psalm finden wir hier:

    Kommentar — 25. Mai 2013 @ 19:18

  8. Jule

    Psalm 87 – „Alle meine Quellen sind in dir“

    1 Von den Söhnen Korahs. Ein Psalmlied.

    Er hat sie gegründet auf heiligen Bergen ; 2 der Herr liebt die Tore Zions mehr als alle Wohnungen Jakobs. 3 Herrliches ist über dich verheißen, du Stadt Gottes!

    (Sela.)

    4 Ich nenne Rahab und Babel denen, die mich kennen; siehe, Philisterland und Tyrus und Kusch : »Dieser ist dort geboren .« 5 Aber von Zion wird man sagen: »Mann für Mann ist in ihr geboren«, und der Höchste selbst wird sie befestigen. 6 Der Herr wird zählen, wenn er die Völker verzeichnet : »Dieser ist dort geboren.«

    (Sela.)

    7 Und sie singen beim Reigen: »Alle meine Quellen sind in dir!«

    Hierzu fällt mir eine Ansprache von Johannes Hartl ein, die wir in den letzten Tagen gehört haben. Es ging um „Die Kraft heiliger Faszination“, wo Jesus zu der Samariterin am Brunnen spricht. Er geht in einem der beiden Teile (leider weiss ich nicht mehr genau in welchem) darauf ein, dass dieses Wasser, das Jesus der Frau geben will, kein totes, stehendes Wasser ist, sondern etwas lebendiges!

    Auch unsere lebendigen Quellen sind in unserem Gott und seinem Sohn Jesus Christus. Wir können sie in unser Leben lassen, wenn wir in SEINEM Wort lesen und uns unter Gebet seinem heiligen Geist öffnen und diesen in uns wirken lassen.

    Nutzen wir diese lebendigen Quellen?

    einige Gedanken der Vorjahre finden wir hier:

    Kommentar — 26. Mai 2013 @ 20:03

RSS feed for comments on this post. TrackBack URL

Leave a comment