Psalm 16 – 18

Psalm 16

Ein Miktam von David.

16 Bewahre mich, o Gott, denn ich habe zu dir Zuflucht genommen.

2 Ich habe zu Jehova gesagt: „Du bist Jehova; was ich an Gutem habe, ist nicht um deinetwillen,
3 [Sondern] für die Heiligen, die auf der Erde sind.
Sie, ja die Majestätischen, sind es, an denen ich all mein Gefallen habe.“

4 Viele Schmerzen werden die haben, [die,] wenn jemand anders da ist, [ihm] gewiß [nach]eilen.
Ich werde ihre Trankopfer von Blut nicht ausgießen,
Und ich werde ihre Namen nicht auf meine Lippen nehmen.

5 Jehova ist das Teil des mir beschiedenen Anteils und meines Bechers.
Du hältst mein Los fest.

6 Die Meßschnüre selbst sind mir gefallen an lieblichen Orten.
Wahrlich, [mein eigener] Besitz hat sich für mich als angenehm erwiesen.

7 Ich werde Jehova segnen, der mir Rat gegeben hat.
In der Tat, während der Nächte haben mich meine Nieren zurechtgewiesen.

8 Ich habe Jehova beständig vor mich gestellt.
Weil [er] zu meiner Rechten ist, werde ich nicht zum Wanken gebracht werden.

9 Darum freut sich mein Herz wirklich, und meine Herrlichkeit ist geneigt zu frohlocken.
Auch mein eigenes Fleisch wird in Sicherheit weilen.

10 Denn du wirst meine Seele nicht im Scheol lassen.
Du wirst nicht zulassen, daß dein Loyalgesinnter die Grube sieht.

11 Du wirst mich den Pfad des Lebens erkennen lassen.
Freuden bis zur Sättigung sind bei deinem Angesicht;
Da ist Lieblichkeit zu deiner Rechten immerdar.

Psalm 17

Ein Gebet Davids.

17 Höre doch, was gerecht ist, o Jehova; merke doch auf meinen inständigen Ruf;
Nimm doch zu Ohren mein Gebet von Lippen ohne Trug.

2 Von dir möge mein Recht ausgehen;
Mögen deine eigenen Augen Geradheit schauen.

3 Du hast mein Herz geprüft, du hast bei Nacht Besichtigung vorgenommen,
Du hast mich geläutert; du wirst herausfinden, [daß] ich nichts [Böses] geplant habe.
Mein Mund wird sich nicht vergehen.

4 Was die Tätigkeit der Menschen betrifft,
So habe ich selbst mich durch das Wort deiner Lippen vor den Pfaden des Räubers gehütet.

5 Mögen sich meine Schritte in deinen Spuren halten,
[In denen] meine Tritte bestimmt nicht zum Wanken gebracht werden.

6 Ich, ich rufe dich tatsächlich an, denn du wirst mir antworten, o Gott.
Neige dein Ohr zu mir. Höre meine Rede.

7 Mache deine Taten liebender Gütigkeiten wunderbar, o RETTER derer, die Zuflucht suchen
Vor denen, die sich gegen deine Rechte auflehnen.

8 Bewahre mich wie die Pupille des Augapfels,
Im Schatten deiner Flügel mögest du mich verbergen
9 Wegen der Bösen, die mich ausgeplündert haben.
Die Feinde meiner Seele, sie umzingeln mich beständig.

10 Sie haben [sich] mit ihrem eigenen Fett umschlossen;
Mit ihrem Mund haben sie in Hochmut geredet;
11 Was unsere Schritte betrifft, nun haben sie uns umringt;
Sie richten ihre Augen [darauf], zur Erde zu neigen.

12 Seine Ähnlichkeit ist die eines Löwen, der danach lechzt zu zerreißen,
Und die eines jungen Löwen, der an verborgenen Orten sitzt.

13 Erheb dich, o Jehova; tritt seinem Angesicht entgegen;
Laß ihn sich beugen; sorg doch mit deinem Schwert dafür, daß meine Seele dem Bösen entrinnt,
14 Den Menschen, [durch] deine Hand, o Jehova,
Den Menschen [dieses] Systems der Dinge, deren Anteil in [diesem] Leben ist
Und deren Bauch du mit deinem verborgenen Schatz füllst,
Die gesättigt sind mit Söhnen
Und die für ihre Kinder aufbewahren, was sie übriglassen.

15 Was mich betrifft, in Gerechtigkeit werde ich dein Angesicht schauen;
Ich werde bestimmt gesättigt werden, wenn ich beim Erwachen deine Gestalt [sehe].

Psalm 18

Dem Leiter. Von Jehovas Knecht, von David, der zu Jehova die Worte dieses Liedes redete an dem Tag, an dem Jehova ihn aus der Faust aller seiner Feinde und aus der Hand Sauls befreit hatte. Und er sprach dann:

18 Ich werde Zuneigung zu dir haben, o Jehova, meine Stärke.

2 Jehova ist meine Felsenkluft und meine Feste und der für mein Entrinnen Sorgende.
Mein Gott ist mein Fels; ich werde zu ihm Zuflucht nehmen,
Mein Schild und mein Horn der Rettung, meine sichere Höhe.

3 Den, der zu preisen ist, Jehova, werde ich anrufen,
Und vor meinen Feinden werde ich gerettet werden.

4 Die Stricke des Todes umringten mich;
Auch Sturzfluten von nichtsnutzigen [Menschen] erschreckten mich ständig.

5 Ja die Stricke des Scheols umgaben mich;
Die Schlingen des Todes kamen mir entgegen.

6 In meiner Bedrängnis rief ich immer wieder Jehova an,
Und zu meinem Gott rief ich unablässig um Hilfe.
Aus seinem Tempel hörte er dann meine Stimme,
Und mein eigener Hilferuf vor ihm kam nun in seine Ohren.

7 Und die Erde begann zu schwanken und zu beben,
Und die Grundfesten der Berge, sie erbebten,
Und sie schwankten ständig hin und her, weil er erzürnt war.

8 Rauch stieg auf in seiner Nase, und Feuer aus seinem Mund fraß ständig;
Kohlen flammten auf aus ihm.

9 Und er ging daran, die Himmel zu neigen und herabzufahren.
Und dichtes Dunkel war unter seinen Füßen.

10 Und er fuhr dann auf einem Cherub und flog daher,
Und er schoß auf den Flügeln eines Geistes daher.

11 Er machte dann Finsternis zu seinem Versteck,
Rings um sich her zu seiner Hütte
Dunkle Wasser, dichte Wolken.

12 Aus dem Glanz vor ihm her, da waren seine Wolken, die vorüberzogen,
Hagel und brennende Feuerkohlen.

13 Und in den Himmeln begann Jehova zu donnern,
Und der Höchste selbst begann seine Stimme erschallen zu lassen,
Hagel und brennende Feuerkohlen.

14 Und er sandte fortwährend seine Pfeile aus, damit er sie zerstreue;
Und Blitze schoß er ab, damit er sie in Verwirrung bringe.

15 Und die Flußbetten der Wasser wurden sichtbar,
Und die Grundfesten des ertragfähigen Landes wurden aufgedeckt
Von deinem Schelten, o Jehova, von dem Schnauben des Hauches deiner Nase.

16 Er sandte aus der Höhe, er nahm mich,
Er zog mich aus großen Wassern.

17 Er befreite mich von meinem starken Feind
Und von meinen Hassern; denn sie waren stärker als ich.

18 Sie traten mir ständig entgegen am Tag meines Unheils,
Doch Jehova wurde mir zur Stütze.

19 Und er führte mich dann hinaus in einen weiten Raum;
Er befreite mich, denn er hatte Gefallen an mir gefunden.

20 Jehova belohnt mich gemäß meiner Gerechtigkeit;
Gemäß der Reinheit meiner Hände vergilt er mir.

21 Denn ich habe mich an die Wege Jehovas gehalten,
Und ich bin nicht böswillig von meinem Gott abgewichen.

22 Denn alle seine richterlichen Entscheidungen sind vor mir,
Und seine Satzungen werde ich nicht von mir entfernen.

23 Und ich will mich ihm gegenüber als untadelig erweisen,
Und ich werde mich von Vergehen meinerseits zurückhalten.

24 Und möge Jehova mir vergelten gemäß meiner Gerechtigkeit,
Gemäß der Reinheit meiner Hände vor seinen Augen.

25 Mit einem Loyalgesinnten wirst du loyal handeln;
Mit dem untadeligen kräftigen Mann wirst du untadelig verfahren;
26 Gegenüber dem, der sich rein hält, wirst du dich rein erzeigen;
Und gegenüber dem Verkehrten wirst du dich verdreht erzeigen;
27 Denn die Niedergedrückten wirst du selbst retten;
Aber die hochmütigen Augen wirst du erniedrigen.

28 Denn du selbst wirst meine Leuchte anzünden, o Jehova;
Mein Gott selbst wird meine Finsternis erleuchten.

29 Denn mit dir kann ich gegen eine Plündererstreifschar anrennen;
Und mit meinem Gott kann ich eine Mauer erklimmen.

30 Was den [wahren] Gott betrifft, vollkommen ist sein Weg;
Die Rede Jehovas ist geläutert.
Ein Schild ist er allen, die Zuflucht zu ihm nehmen.

31 Denn wer ist ein Gott außer Jehova?
Und wer ist ein Fels außer unserem Gott?

32 Der [wahre] Gott ist es, der mich mit leistungsfähiger Kraft eng umgürtet,
Und er wird gewähren, daß mein Weg vollkommen sei,
33 Indem er meine Füße denen der Hindinnen gleichmacht,
Und an Orten, die für mich hoch sind, läßt er mich fortwährend stehen.

34 Er lehrt meine Hände die Kriegführung,
Und meine Arme haben einen kupfernen Bogen gespannt.

35 Und du wirst mir deinen Rettungsschild geben,
Und deine eigene Rechte wird mich stützen,
Und deine eigene Demut wird mich groß machen.

36 Du wirst Raum schaffen, weit genug für meine Schritte unter mir,
Und meine Knöchel werden bestimmt nicht wanken.

37 Ich werde meinen Feinden nachjagen und sie einholen;
Und ich werde nicht zurückkehren, bis sie ausgerottet sind.

38 Ich werde sie zerschmettern, daß sie nicht mehr aufstehen können;
Sie werden unter meine Füße fallen.

39 Und du wirst mich zur Kriegführung mit leistungsfähiger Kraft umgürten;
Die gegen mich aufstehen, wirst du unter mir zusammenbrechen lassen.

40 Und was meine Feinde betrifft, du wirst mir gewiß [ihren] Nacken geben;
Und was die betrifft, die mich aufs tiefste hassen, ich werde sie zum Schweigen bringen.

41 Sie rufen um Hilfe, doch da ist kein Retter –
Zu Jehova, aber tatsächlich antwortet er ihnen nicht.

42 Und ich werde sie zerreiben, so fein wie Staub vor dem Wind;
Wie den Schlamm der Straßen werde ich sie ausschütten.

43 Du wirst mich der Tadelsucht des Volkes entrinnen lassen.
Du wirst mich zum Haupt der Nationen einsetzen.
Ein Volk, das ich nicht gekannt habe – sie werden mir dienen.

44 Auf bloßes Hörensagen hin werden sie mir gehorsam sein;
Ja Ausländer werden geduckt zu mir kommen.

45 Ja Ausländer werden dahinschwinden,
Und sie werden schlotternd aus ihren Bollwerken herauskommen.

46 Jehova lebt, und gesegnet sei mein FELS,
Und der Gott meiner Rettung werde erhoben.

47 Der [wahre] Gott ist es, der mir Rachetaten gibt;
Und er unterwirft die Völker unter mich.

48 Er läßt mich meinen zornigen Feinden entrinnen;
Über die, die gegen mich aufstehen, wirst du mich erheben,
Von dem Mann der Gewalttat wirst du mich befreien.

49 Darum werde ich dich lobpreisen unter den Nationen, o Jehova,
Und deinem Namen will ich Melodien spielen.

50 Er tut große Taten der Rettung für seinen König
Und übt liebende Güte an seinem Gesalbten,
An David und seinem Samen bis auf unabsehbare Zeit.

Jule | 04.16.09 | eigene Gedanken zum Geschehen, ergänzender Stoff, Psalmen, Text in der Bibel |

13 Comments »

  1. Thomas

    Psalm 16

    Volles Vertrauen auf seinen Schöpfer – dies zeichnet David aus.
    Doch was waren die Vorraussetzungen, ein so inniges Band zum Schöpfer zu haben, und deshalb zu wissen, dass dieser für die Auferstehung sorgen wird? David schreibt, dass er an seiner Rechten den Allmächtigen hat, und dessen Worte in sich aufnimmt, seinen Rat annimmt und diesen umsetzt.
    Wie können wir so wie David werden?
    Wir müssen uns mit dem gesamten Wort Gottes beschäftigen, ja uns davon ernähren. Also nicht nur ausgewählte Bibelstellen, sondern die gesamte Bibel, auch mit den etwas schierigen Lehren. Wenn wir dann das gesamte Buch auf uns wirken lassen und den Rat und die Ermahnungen in der Bibel auf uns anwenden, wird dies unser Wesen beeinflussen. Der Rat des Schöpfers aus der Bibel muss also ein Bestandteil von uns werden.
    David schrieb, dass er von seinen Nieren zurechtgewiesen werde. Wie das? Nun wenn er nachts im Bett lag, war er mit seinen Gedanken allein, und durch den Geist Gottes wurden in ihm Gedanken und der Rat ins Bewußtsein zurückgerufen, mit dem David sich am Tag beschäftigt hatte oder den er erhalten hatte. Auf diese Weise konnte sich David so sehen, wie er wirklich war.
    Und wie handelst du, lieber Leser? Beschäftigst du dich so mit Gottes Wort, dass durch das Wort Gottes deine Gedanken beeinflusst werden? Läßt du dich von Gottes Worten zurchtweisen? Oder suchst du bei anderen Gedankengebern nach Rat?

    Kommentar — 17. April 2009 @ 08:53

  2. Thomas

    Psalm 17

    Angefeindet, ohne wirklichen Grund?
    Sich selbst immer ruhig verhalten und nicht lügnerisch geantwortet?
    David fühlte sich angegriffen und wußte, dass er nur im „Schirm des Höchsten“, im „Schatten seiner Flügel“, bewahrt werden konnte.
    Wer dem Höchsten wirklich dient, und sich nach seinen Maßstäben wirklich ausrichtet, wird ebenfalls befeindet, von gottlosen Spöttern, die nur vorgeben Christen zu sein. Aber der Allmächtige schützt seinen wahren Anbeter, so dass die Spötter zwar Teilsiege verbuchen können, aber niemals wirklich dauerhaften Schaden zufügen können.

    Dieser Psalm lautet:

    Höre, Jehova, die Gerechtigkeit, horche auf mein Schreien; nimm zu Ohren mein Gebet von Lippen ohne Trug!
    Von deiner Gegenwart gehe mein Recht aus; laß deine Augen Aufrichtigkeit anschauen!
    Du hast mein Herz geprüft, hast mich des Nachts durchforscht; du hast mich geläutert – nichts fandest du; mein Gedanke geht nicht weiter als mein Mund.
    Was das Tun des Menschen anlangt, so habe ich mich durch das Wort deiner Lippen bewahrt vor den Wegen des Gewalttätigen.
    Meine Schritte hielten fest an deinen Spuren, meine Tritte haben nicht gewankt.
    Ich, ich habe dich angerufen, denn du erhörest mich, o Gott. Neige dein Ohr zu mir, höre meine Rede!
    Erweise wunderbar deine Gütigkeiten, der du durch deine Rechte die auf dich Trauenden rettest vor denen, die sich wider sie erheben.
    Bewahre mich wie den Augapfel im Auge; birg mich in dem Schatten deiner Flügel
    Vor den Gesetzlosen, die mich zerstören, meinen Todfeinden, die mich umzingeln.
    Ihr fettes Herz verschließen sie, mit ihrem Munde reden sie stolz.
    In allen unseren Schritten haben sie uns jetzt umringt; sie richten ihre Augen, uns zu Boden zu strecken.
    Er ist gleich einem Löwen, der nach Raub schmachtet, und wie ein junger Löwe, sitzend im Versteck.
    Stehe auf, Jehova! komm ihm zuvor, wirf ihn nieder! Errette meine Seele von dem Gesetzlosen durch dein Schwert;
    Von den Leuten durch deine Hand, Jehova, von den Leuten dieses Zeitlaufs! Ihr Teil ist in diesem Leben, und ihren Bauch füllst du mit deinem Schatze; sie haben Söhne die Fülle, und ihren Überfluß lassen sie ihren Kindern.
    Ich, ich werde dein Angesicht schauen in Gerechtigkeit, werde gesättigt werden, wenn ich erwache, mit deinem Bilde.

    Kommentar — 17. April 2009 @ 08:55

  3. Thomas

    Psalm 18

    Die Stricke des Todes umringten mich;
    Auch Sturzfluten von nichtsnutzigen [Menschen] erschreckten mich ständig.
    In meiner Bedrängnis rief ich immer wieder Jehova an,
    Und zu meinem Gott rief ich unablässig um Hilfe.
    Er befreite mich von meinem starken Feind
    Und von meinen Hassern; denn sie waren stärker als ich.
    Denn ich habe mich an die Wege Jehovas gehalten,
    Und ich bin nicht böswillig von meinem Gott abgewichen.

    Gefühle der Hilflosigkeit wegen der ungerechtigkeit, die einen trifft? Vertrauen in Gottes Wege sind nun gefordert. Wer seinen eigenen Weg geht, zeigt deutlich, dass er mit dem Allmächtigen nichts am Hut hat. So wie Saul, der zwar nach außen hin, der gesalbte König war, aber in Wirklichkeit schon lange verworfen war.
    Achte auch darauf, dass der Allmächtige den David befreite! Niemals wäre es David in den Sinn gekommen, gegen Saul seine Hand zu erheben.
    Wie stehen wir heute da? Bekämpfen wir etwa andere Christen vor Gericht? Sind wir bereit, gegen Familienangehörige Falschaussagen zu machen? Versuchen wir, durch Lügen und Betrug unseren Lebensstandart zu halten? Dann haben wir nichts mit David gemeinsam, den David blieb in allen diesen Situationen ruhig, weil er nicht auf sein Schwert noch auf menschliche Ratgeber vertraute. Er vertraute einzig und allein auf den Höchsten und David wurde nicht enttäuscht.

    Zitat aus einer Wachtturmausgabe von Juni 1981

    Jehova Gott sorgt wie kein anderer für das Entrinnen. Wenn wir uns dem 18. Psalm zuwenden, stellen wir in der Überschrift fest, daß er von David geschrieben wurde „an dem Tage, da Jehova ihn aus der Faust aller seiner Feinde und aus der Hand Sauls befreit hatte“. Allein schon der Name Saul, der Name des ersten menschlichen Königs des Volkes Israel, mag uns daran erinnern, wie oft David das Empfinden gehabt haben muß, dem Tod ins Auge zu sehen. Dreimal hatte der König versucht, David mit einem Speer an die Wand zu spießen . Danach befand sich David mehrere Jahre vor Saul auf der Flucht, der ihn schonungslos jagte. Wenn wir dies im Sinn behalten, können wir uns gut vorstellen, mit welchen Empfindungen David die ersten Worte des 18. Psalms äußerte, wo wir lesen: „Ich werde Zuneigung zu dir haben, o Jehova, meine Stärke. Jehova ist meine Felsenkluft und meine Feste und der für mein Entrinnen Sorgende. Mein Gott ist mein Fels; ich werde zu ihm Zuflucht nehmen, mein Schild und mein Horn der Rettung, meine sichere Höhe. Ihn, der zu preisen ist, Jehova, werde ich anrufen, und vor meinen Feinden werde ich gerettet werden. Die Stricke des Todes umringten mich; auch Sturzfluten von nichtsnutzigen Menschen erschreckten mich ständig. . . . In meiner Bedrängnis rief ich immer wieder Jehova an, und zu meinem Gott rief ich ständig um Hilfe. Aus seinem Tempel hörte er dann meine Stimme, und mein eigener Hilferuf vor ihm kam nun in seine Ohren“ (V. 1-6).
    4 Wie wunderbar und tröstlich, daß Jehova als ‘der für das Entrinnen Sorgende’ bezeichnet wird! Hat er sich als solcher erwiesen? Ganz bestimmt, denn nachdem David die Machttaten Jehovas beschrieben hatte, sagte er weiter: „Er befreite mich von meinem starken Feind und von meinen Hassern; denn sie waren stärker als ich. Sie traten mir ständig entgegen am Tage meines Unheils, doch Jehova wurde mir zur Stütze. Und er ging daran, mich hinauszuführen in einen weiten Raum; er befreite mich, weil er Gefallen an mir gefunden hatte“ (Ps. 18:17-19).
    5 In den Psalmen greift David oftmals dieses Thema auf. In vier Psalmen bezeichnet er Jehova als den ‘für das Entrinnen Sorgenden’ (Ps. 18:2; 40:17; 70:5; 144:2). Wenn wir, Jehovas Zeugen, mit anderen über Jehovas vortreffliche Eigenschaften und Vorsätze sprechen, zitieren wir oft Stellen aus Psalm 37. Lesen wir aber nun den wunderbaren Abschluß dieses Psalms: „Die Rettung der Gerechten ist von Jehova; er ist ihre Festung in der Zeit der Bedrängnis. Und Jehova wird ihnen helfen und sie entrinnen lassen. Er wird sie den Bösen entrinnen lassen und sie retten, weil sie zu ihm Zuflucht genommen haben“ (V. 39, 40). Diese Worte sollten Jehovas Diener bestimmt veranlassen, ihr Vertrauen auf ihn zu setzen.
    6 Aus Psalm 70 spricht deutlich eine gewisse Dringlichkeit. David befand sich in einer verzweifelten Lage, als er die flehentlichen Worte sprach: „O Gott, mich zu befreien, o Jehova, zu meinem Beistand eile doch! . . . Ich . . . bin niedergedrückt und arm. O Gott, handle doch eilends für mich. Du bist meine Hilfe und der für mein Entrinnen Sorgende. O Jehova, verspäte dich nicht“ (Ps. 70:1, 5).
    7 Kennst du solche Empfindungen? Es ist tröstend und glaubensstärkend, zu wissen, daß wir als Diener Jehovas das Vertrauen haben können, daß er ‘eilends für uns handeln’ wird. Er kennt unsere Bedürfnisse und weiß sie zu befriedigen. Unser liebevoller himmlischer Vater sorgt wirklich für unser „Entrinnen“, wenn wir in Not sind. Mitunter erkennen wir wie David, daß wir uns durch unsere Verfehlungen selbst in eine schwierige Lage gebracht haben. Aber wie David können wir uns in aller Aufrichtigkeit an Jehova wenden, vielleicht mit einem „zerbrochenen Geist“, und wir dürfen davon überzeugt sein, daß er unser Gebet erhören wird. Wir können ihn sogar wie David anflehen: „Schaffe in mir auch ein reines Herz, o Gott, und lege einen neuen, einen festen Geist in mich“ (Ps. 51:10, 17).
    8 Des weiteren sollten wir im Sinn behalten, daß unser Gott für einen Hohenpriester gesorgt hat, der ‘mit unseren Schwachheiten mitfühlen kann’ und durch den wir uns „dem Thron der unverdienten Güte“ nahen können, „damit wir Barmherzigkeit erlangen und unverdiente Güte finden mögen als Hilfe zur rechten Zeit“. Wir sind für diesen mitfühlenden Hohenpriester, Jesus Christus, wirklich dankbar, denn er kann uns unter der Leitung des Vaters ‘befreien’ oder den Weg bereiten, auf dem wir aus geistiger Knechtschaft entrinnen können.
    9 Gemäß den Evangelien erwähnte Jesus Christus, der größere David, nur einmal das Wort „entrinnen“. Als er über den „Abschluß des Systems der Dinge“ sprach, sagte er zu seinen Jüngern: „Bleibt immer wach und betet, damit ihr allem, was geschehen wird, entrinnen und vor den Menschensohn hintreten könnt“ (Luk. 21:36, Einheitsübersetzung)…. Wenn wir uns in Gefahr befinden, müssen wir in jedem Fall bestimmte Schritte unternehmen und gewisse Dinge meiden, um entrinnen zu können. Das wird uns aus geschichtlichen Beispielen klar.
    ….
    Wie werden wir also entrinnen? Nicht dadurch, daß wir vom Schauplatz des Geschehens hinweggenommen werden, sondern wir müssen das Beispiel Noahs nachahmen, der gewissenhaft und gehorsam baute und dann mit seinen Angehörigen in die Arche ging, die Gottes Vorkehrung zur Rettung war. All die schwierigen Jahre hindurch behielt er Jehovas Wohlgefallen. „Noah wandelte mit dem wahren Gott“ (1. Mose 6:9). Wir müssen wie Noah erkennen, daß wir uns in einer bedrohlichen Situation befinden, aus der wir in dem Bewußtsein der Dringlichkeit fliehen müssen. Wie jener Mann des Glaubens sollten auch wir gewissenhaft dem ‘für das Entrinnen Sorgenden’ gehorchen und uns in der heutigen gefährlichen Zeit seinen Anweisungen fügen. Einerseits dürfen wir nicht zügellos leben und übermäßig essen und trinken oder unser Herz durch die Sorgen des täglichen Lebens beschweren, was dazu führen würde, daß wir schläfrig werden und zaudern würden. Denn dann würden wir alles verlieren, wenn der Tag plötzlich wie eine Schlinge kommt. Andererseits sollten wir allezeit auf der Hut sein und geistig wach bleiben, indem wir inbrünstig und flehentlich zu Gott beten. Wir dürfen keinen Moment daran zweifeln, daß wir auf der Seite des Königreiches Gottes stehen.
    21 Wir sollten uns unbedingt bemühen, bis zum Ende unserer kritischen Zeit in der Gunst Jesu Christi, des Sohnes des Menschen, zu bleiben. Das mag zwar nicht immer so leicht sein, doch es wird nicht mehr von uns verlangt werden, als wir ertragen können, vorausgesetzt, daß wir wach bleiben und stets gehorsam sind. Der Apostel Paulus versichert uns: „Gott . . . ist treu, und er wird nicht zulassen, daß ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern mit der Versuchung wird er auch den Ausweg schaffen [das heißt nicht unbedingt eine Befreiung aus der Situation], damit ihr sie ertragen könnt.“ Mit anderen Worten: Wir müssen lernen auszuharren, damit wir in Versuchungen und Prüfungen standhalten und heute, am ‘Ende der Systeme der Dinge’, treu bleiben und vor dem Sohn des Menschen „stehen“ können.

    Kommentar — 17. April 2009 @ 08:57

  4. Jule

    Psalm 16:1

    Bewahre mich, o Gott, denn ich habe zu dir Zuflucht genommen.

    Dabei fällt mir der „Brief von einem Freund“ ein, den ich mal im Bibelforscher-Forum gelesen habe.

    Da spricht Jehova uns direkt an, dass er ständig darauf wartet, dass wir mit ihm reden. Er beobachtet uns und unser Leben und denkt immer „jetzt wird sie zu mir kommen“. So sieht er uns zu einer Zeit, wo es uns schlecht geht und freut sich schon, dass wir nun zu ihm kommen. Aber wir gehen mit einem Freund spazieren und klagen dem unser Leid. Immer denkt Jehova „jetzt aber..“, aber wir sind immer zu beschäftigt, um uns an IHN zu wenden.

    Die Moral von der Geschicht: wenden wir uns doch ZUERST an Jehova, dann können wir uns immer noch woanders ausheulen. Wir fallen ihm nicht lästig, wenn wir unsere Sorgen auf ihn werfen – im Gegenteil: er wartet sehnsuchtsvoll darauf!

    Der „Brief von einem Frend“ hatte mich schon beim ersten Lesen sehr betroffen gemacht und ich muss oft immer wieder daran denken, dass wir Jehova eigentlich kränken, wenn wir nicht zu ihm kommen.

    Jehova möchte unser Freund sein! Und mit wem reden wir am Meisten? Wem klagen wir unser Leid? Mit wem teilen wir unsere Gedanken?

    Eigentlich sollte Jehova unser bester Freund sein!

    Bei mir ist es so. Mein bester Freund ist Jehova und danach kommt mein Mann…

    Vor gut 4 Jahren hatte ich mir beim Lesen dieses Verses in meine Studienbibel einen ähnlichen Gedanken (mit dem Verweis auf den besagten Brief) notiert:

    „Wir sollten immer daran denken, zu WEM wir Zuflucht nehmen. Zu wem gehe ich mit meinen Sorgen, Nöten und Ängsten hin? Laufe ich Menschen nach, um mit ihnen zu reden und vernachlässige dabei Jehova? Ich möchte darauf achten, zuerst zu Jehova zu gehen und erst danach zu Menschen!“

    Wirklich ein wichtiger Punkt, den ich immer vor Augen haben und niemals vernachlässigen will!

    Psalm 16:7

    Ich werde Jehova segnen, der mir Rat gegeben hat.
    In der Tat, während der Nächte haben mich meine Nieren zurechtgewiesen.

    Darum ist es gut, vor dem Schlafen in der Bibel zu lesen – dann haben wir nachher gute Gedanken und keine unangebrachten romantischen Träume (falls wir nicht frei zum Heiraten sind).

    Kommentar — 21. April 2009 @ 08:48

  5. Jule

    Psalm17

    Psalm 17:5

    Mögen sich meine Schritte in deinen Spuren halten,
    [In denen] meine Tritte bestimmt nicht zum Wanken gebracht werden.

    damit ist Aufmerksamkeit und Anstrengung verbunden, da kann ich nicht so einfach schlendern. Dazu muss ich meinen Blick auf den Weg und die Spur gerichtet halten, muss meine Schritte anpassen.

    Zum Thema „Aufmerksamkeit“:
    wir waren ja am Sonntag mit der SHG um Kirschblütenfest in Marzahn. Eine von den neuen Mitgliedern hatte ihre Freundin Angelika mitgebracht, die einen motorisierten Rollstuhl fuhr. Am Anfang war unheimlich viel los, Menschentrauben ohne Ende. Als wir später zum Abschluß im Cafe die Sonne genossen haben, sagte sie, dass es am Anfang unheimlich anstrengend für sie war. Dadurch, dass so viele Menschen unterwegs wahren, musste sie ihren Blick die ganze Zeit auf den Weg gerichtet halten, damit sie keinen anfährt,dadurch habe ich von dem schönen Garten leider garnicht so viel mitbekommen“. Das hat sie sehr traurig gemacht.

    Dies veranschaulicht den Gedanken sehr schön, dass es unsere ganze Aufmerksamkeit erfordert, unsere Schritte in Jehovas Spuren zu halten. Es bedeutet, dass wir uns nicht ablenken lassen dürfen.

    Ein sehr schöner Gedanke…

    Psalm 17:15

    Was mich betrifft, in Gerechtigkeit werde ich dein Angesicht schauen;
    Ich werde bestimmt gesättigt werden, wenn ich beim Erwachen deine Gestalt [sehe].

    Das bedeutet, mich danach zu sehnen mit Jehova zu reden und ihn zu sehen – indem ich in seinem Wort lese, darüber nachsinne und nach IHM Ausschau halte, um mit IHM zu reden, nicht mit Menschen!

    Kommentar — 21. April 2009 @ 09:17

  6. Jule

    Psam 18

    Dieser Psalm macht deutlich, zu wem ich rennen soll, wenn Not am Mann ist – zu Jehova, nicht zu Menschen. Siehe auch „Brief von einem Freund“.

    Psalm 18:19

    Und er führte mich dann hinaus in einen weiten Raum;
    Er befreite mich, denn er hatte Gefallen an mir gefunden.

    Jehova hat Gefallen an mir gefunden. Warum? Weil Jehova mich liebt, will er, dass ich zu ihm komme und bei ihm Hilfe suche.

    Psalm 18:29

    Denn mit dir kann ich gegen eine Plündererstreifschar anrennen;
    Und mit meinem Gott kann ich eine Mauer erklimmen.

    Wenn Jehova mir beisteht ist nichts unmöglich – denn er macht das Unmögliche möglich und gibt Kraft über das Normale hinaus!


    Psalm 18:32 und 39

    Der [wahre] Gott ist es, der mich mit leistungsfähiger Kraft eng umgürtet,
    Und er wird gewähren, daß mein Weg vollkommen sei,
    Und du wirst mich zur Kriegführung mit leistungsfähiger Kraft umgürten;
    Die gegen mich aufstehen, wirst du unter mir zusammenbrechen lassen.

    Wenn ich zu Jehova Zuflucht nehme, wird er mir Energie und Freude wiedergeben, die ich verloren haben könnte. Und ich darf zu ihm kommen, denn ich bemühe mich von Herzen!

    Kommentar — 22. April 2009 @ 08:42

  7. Thomas

    Psalm 16-18
    Zitate von J.N.Darby


    Psalm 16 – Der Messias wendet Sich als Mensch an Gott, dass Er Ihn bewahren möge. Er nimmt die Stellung eines Menschen ein; nicht bloß wie ein Jude, der schon zu Jehova in Beziehung stand und Ihn anrief, sondern wie ein Mensch in Verbindung mit Gott. Er setzt Sein Vertrauen auf Gott,… Weiter tritt Er in die Stellung eines Dieners ein, indem Er zu Jehova sagt (denn hier nimmt Er Seinen Platz vor Jehova): „Du bist der Herr.“ Dies ist eine ganz bestimmte und besondere Stellung. Ferner nimmt Er Seinen Platz nicht ein in göttlicher Güte gegen andere, sondern als ein Mensch vor Gott, indem Er sagt: „Meine Güte reicht nicht hinauf zu dir.“ …

    Er will von keinem Gott, außer Jehova, hören; viele werden der Schmerzen derer sein, die einem anderen nacheilen. Jehova Selbst ist Sein Teil, und Jehova er hält Ihn in dem sicheren Genuss dessen, was Er nach dem Vorsatz Gottes genießen sollte. Lieblich waren die Örter, in denen die Messschnüre für Ihn gefallen waren. Jehovas Erbteil auf der Erde war Sein Teil, und dieses Erbteil war hauptsächlich in Israel. Das war Sein Teil. Aber zuerst kam der Pfad, den Er zu gehen hatte, und auch hierin pries Er Jehova, der Ihn immer durch Seinen Rat leitete. Das Geheimnis Jehovas war bei Ihm, um Ihn zu leiten; und wenn Er, fern von den Menschen, alles in der Stille und Tiefe Seines Herzens erwog, so waren Seine eigenen innersten Gedanken Licht und Leitung. So ist es immer wenn wir in Gemeinschaft mit Gott sind: denn obwohl diese Gedanken im Herzen sind, sind sie doch immer das Licht Gottes in dem Herzen, die sittliche Frucht der Wirksamkeit Seines Geistes. …

    Psalm 17 – Aber Sein Pfad, den Er als der Gerechte auf der Erde gegangen ist, führte durch die Mitte des Bösen, lag da, wo Er den Versuchungen des Feindes ausgesetzt war. Vor allem gab es in Ihm eine vollkommene Reinheit und Lauterkeit des Herzens, und zwar in Seinen geheimsten Gedanken. Er hatte Sich in völligem Gehorsam vorgesetzt, nicht zu übertreten. Das Wort, das aus dem Munde Gottes hervorging, leitete Ihn, so dass Er Seinen Fuß nie auch nur für einen Augenblick auf den Weg des Gewalttätigen setzte; denn das Wort des Mundes Gottes führt niemals dahin.
    …Beachten wir, dass die Vollkommenheit des Herzens, des sittlichen Charakters, ein nahes, inniges Vertrauen auf Gott sowie das Bewusstsein bewirkt, dass man wertgeachtet ist vor Seinen Augen.

    Der 18. Psalm behandelt, wie schon gesagt, die ganze Geschichte Israels und redet in einer Weise, als ob die Befreiung von dem Druck der feindlichen Macht bereits vollbracht sei; besonders aber verherrlicht er Jehova Selbst, den Retter, betont indes dabei immer die Abhängigkeit des Redenden von Jehova. Das ist der Gegenstand dieses Psalmes. Dann durchschreitet er, wie es gewöhnlich in den Psalmen geschieht, alle Umstände, welche die Seele zu dem geführt haben, was in den ersten Versen verkündet wird. Christus wird vor unsere Augen gestellt: Er ist umgeben von den Leiden des Todes und bedrängt von der Rotte der Bösen; die Bande des Scheols umringen Ihn, es ereilen Ihn die Falltricke des Todes. Ich zweifle nicht daran, dass wir wörtlich hier das ausgedrückt finden, was David gefühlt hat, wie es auch der 50. Vers zeigt…Dann folgen die Ausdrücke der Abhängigkeit und des Flehens. In Seiner Bedrängnis ruft Er zu Jehova und schreit zu Seinem Gott. Jehova hört Seine Stimme als Der, der in der Mitte Israels wohnt, und Sein Geschrei kommt vor Ihn. Dann werden uns die Folgen dieser Erhörung mitgeteilt. Christus stellt hier nur Israel dar; mit der Kirche oder Versammlung haben wir hier nichts zu tun. Die Verse 7 – 16 zeigen uns die Befreiung Israels aus Ägypten durch die mächtigen Taten Jehovas. Aber für Israel gab es noch andere Schwierigkeiten: die Macht seiner Feinde, die ihm dem Fleische nach weit überlegen waren, musste zerstört werden. Auch das ist geschehen, und Israel wurde in ein, reiches Land gebracht.

    Kommentar — 16. April 2010 @ 19:08

  8. Jule

    Psalm 16 – 18

    Psalm 16 – Ich kann mein Glück nicht fassen!

    1 Ein Lied Davids.
    Beschütze mich, Gott, denn dir vertraue ich!

    2 Du bist mein Herr, mein ganzes Glück!

    3 Darum freue ich mich über alle, die nach deinem Willen leben. Auf sie kommt es im Land entscheidend an!

    4 Wer sich aber von dem lebendigen Gott abwendet und anderen Göttern nachläuft, der kommt aus dem Kummer nicht mehr heraus. Diesen Göttern will ich kein Opfer bringen und nicht einmal ihre Namen nennen.

    5 Du, Herr, bist alles, was ich habe; du gibst mir alles, was ich brauche. In deiner Hand liegt meine Zukunft.

    6 Was du mir gibst, ist gut. Was du mir zuteilst, gefällt mir.

    7 Ich preise den Herrn, denn er hilft mir, gute Entscheidungen zu treffen. Tag und Nacht sind meine Gedanken bei ihm.

    8 Ich sehe immer auf den Herrn. Er steht mir zur Seite, damit ich nicht falle.

    9 Darüber freue ich mich so sehr, dass ich es nicht für mich behalten kann. Bei dir, Herr, bin ich in Sicherheit.

    10 Denn du wirst mich nicht dem Tod und der Verwesung überlassen, ich gehöre ja zu dir.

    11 Du zeigst mir den Weg, der zum Leben führt. Du beschenkst mich mit Freude, denn du bist bei mir. Ich kann mein Glück nicht fassen, nie hört es auf.

    Was genau ist hier „das Glück“, das David nicht fassen kann?

    Es ist nicht der Segen Jehovas, nicht die Tatsache, dass er auf Befreiung durch seinen Gott hofft und es ist auch nicht die Aussicht auf das ewige Leben!

    Haben wir bemerkt, was David so glücklich macht?

    Es ist die Tatsache, dass er eine enge Freundschaft mit Jehova hat. Dass er weiss, dass ER immer bei ihm ist!

    Ganz allein diese Tatsache ist so unglaublich beglückend für David, dass es alles andere in der Schatten stellt.

    Auch wenn seine Feinde gerade über ihn triumpfieren, auch wenn Jehova nicht helfend eingreift, indem er David von seinen Verfolgern befreit – was ist das schon? Sein Gott ist mit ihm, er ist an seiner Seite und hielt sogar seine Hand. Das Wissen darum gibt ihm ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit, es macht wirklich glücklich, es macht uns wirklich reich.

    Und wenn uns auch alle Menschen verlassen würden, ja „selbst wenn Vater und Mutter uns verlassen“ (oder die eigenen Kinder sich von uns abwenden), auch wenn um uns alles zusammen bricht und wir eigentlich Grund zur Panik hätten – so stünden wir doch nicht allein. Auch selbst dann nicht, wenn sich alle Menschen von uns abgewandt hätten: wir wären nicht allein, weil unser bester Freund, Jehova, loyal zu uns hält und ganz fest unsere Hand hält. Und das Tollste daran ist: dies kann uns niemand weg nehmen!

    Na, wenn das kein Grund ist, wirklich glücklich zu sein und voller Begeisterung über diesen liebevollen und loyalen Gott überzusprudeln – was dann?

    Kommentar — 17. April 2012 @ 18:05

  9. Jule

    Psalm 17 – In großer Not

    1 Ein Gebet Davids.
    Herr, höre meine Bitte, verhilf mir zu meinem Recht! Achte auf mein Schreien und höre mein Gebet, ich will dir nichts vormachen.

    2 Wenn du dein Urteil fällst, dann sprich mich frei; du weißt doch, dass ich unschuldig bin.

    3 Du durchschaust meine geheimsten Gedanken und Gefühle, durchforschst mich auch in der Nacht. Du prüfst mich, aber du findest nichts, nicht einmal zu bösen Worten habe ich mich hinreißen lassen!

    4 Dein Wort war mein einziger Maßstab – auch dann, wenn andere nicht danach lebten. Von gewalttätigen Menschen habe ich mich fern gehalten.

    5 Ich habe mich nach deinen Ordnungen gerichtet, nie bin ich davon abgewichen.

    6 Mein Gott, nun rufe ich dich an. Ich bin sicher, du antwortest mir. Lass mich bei dir ein offenes Ohr finden und höre mein Gebet!

    7 Du rettest alle, die bei dir vor deinen Feinden Schutz suchen. Zeige mir immer wieder, dass du mich liebst!

    8 Bewahre mich, wie man seinen Augapfel behütet! Verstecke mich, wie ein Vogel seine Jungen,

    9 vor den gottlosen Menschen, die mich hart bedrängen, vor meinen Feinden, die mich umzingeln!

    10 Sie sind hartherzig und ohne Mitgefühl, überheblich reden sie daher.

    11 Wohin ich auch gehe – überall umringen sie mich. Sie warten nur darauf, mich zu Fall zu bringen.

    12 Sie sind wie Löwen, die im Versteck ihrer Beute auflauern, um sie zu zerfleischen.

    13 Greif ein, Herr, komm ihnen zuvor! Wirf sie zu Boden! Rette mich vor dieser Mörderbande! Du hast doch die Macht dazu!

    14 Bring mich vor ihnen in Sicherheit! Lass nicht zu, dass sie so weiterleben wie bisher! Du wirst es ihnen heimzahlen, du wirst sie bestrafen! Sogar ihre Kinder und Enkel wird dein Gericht noch treffen!

    15 Mich aber sprichst du frei von Schuld. Mit eigenen Augen werde ich dich schauen dürfen. Satt sehen will ich mich an dir, wenn ich erwache.

    Widerspricht dies nun den Gedanken aus dem vorherigen Vers? Nein!

    Natürlich sehnt sich David nach Befreiung und natürlich heult er sich in seinem Kummer bei seinem besten Freund aus. Wer wollte das nicht? Es ist eine ganz normale natürliche Reaktion. Aber es ist nicht die Bedingung für diese Freundschaft.

    Ein Freund ist immer für uns da, ganz besonders in der Zeit der Not und Jehova wünscht sich dies ja auch. Er bittet uns darum. Er will, dass wir IHN als unseren allerbesten Freund sehen – und wohin geht man denn normalerweise, wenn es einem schlecht geht? Gehen wir dann nicht gerade zu unserem besten Freund? Erinnern wir uns noch an die Passage, die uns dieser Freund in seinem Brief geschrieben hat:

    Mein lieber Freund,

    Wie geht es dir? Ich möchte dir diesen Brief senden, um dir zu sagen, wie sehr ich dich liebe und mich danach sehne, mit dir zu sprechen.

    Ich sah dich gestern, als du mit deinen Freunden spazieren gingst. Ihr ward glücklich und habt viel miteinander geredet. Ich wartete den ganzen Tag, hoffend, dass du auch mit mir sprechen würdest – aber du sprachst nicht mit mir.

    Als der Abend kam, gab ich dir einen wunderschönen Sonnenuntergang und eine kühle Brise, um deinen Tag angenehm abzuschließen…. Ich wartete, doch du kamst nicht zu mir. Es schmerzte mich, aber ich liebe dich immer noch. Später sah ich dich schlafen gehen und sehnte mich deine Stirn zu berühren. Ich goss Mondlicht über dein Gesicht und dein Kopfkissen. Wieder wartete ich, dass du mit mir sprechen würdest – aber du drehtest dich um und schliefst ein.

    Heute Morgen bist du zu spät aufgewacht und durch den Tag geeilt… wieder keine Zeit für mich. Hast du den warmen Sommerregen fallen sehen? Das waren die Tränen, die ich wegen dir verloren habe.

    Du siehst heute traurig und enttäuscht aus. Haben deine Freunde dich enttäuscht? Ich weiß, wie das ist. Ich weiß, wie du dich fühlst. Auch mich enttäuschen meine Freunde des öfteren. Ich weiß auch, wie schwer das Leben auf der Erde ist…. Ich weiß es wirklich, denn ich sehe alles. Erinnerst du dich daran?

    Ich möchte dir gerne helfen. Rufe mich nur. Frage mich, sprich zu mir. Mein Ohr ist immer offen für einen Freund.

    Ich habe so viele Geschenke für dich. Frieden, an einem Tag mit Kummer und Schmerz. Führung, an einem Tag mit schweren Entscheidungen und heillosem Durcheinander. Kraft, an einem Tag mit Schwächen und Hilflosigkeit – um einige zu erwähnen.

    Denke bitte immer daran: ich liebe dich und möchte dir gerne helfen. Durch meine Gedanken in der Heiligen Schrift versuche ich es dir mitzuteilen. Ich flüstere es in die Stille deines Herzens. Ich hauche es in deine Seele. Ich rufe es vom Himmel.

    Rufe mich! Frage mich! Sprich zu mir! Es ist ein Vorrecht, dass du einen Freund hast. Ich warte auf dich….

    Dein Freund Jehova

    Wie eine Mutter oder ein Vater, der sein Kind tröstet, das hingefallen ist und sich das Knie aufgeschlagen hat – so tröstet uns auch Jehova immer. Dies ist absolut sicher.

    Ab und zu ist er sogar mit einem Wunder für seine Diener eingetreten, wenn sie in Not waren: wie z.B. bei den drei jungen Hebräern, die in einen glühenden Feuerofen geworfen werden sollten. Erinnern wir uns noch an ihre Worte in der Situation? Sie sagten dem Herrscher, dass ihr Gott Jehova durchaus in der Lage ist, sie aus dieser gefahrvollen Situation zu befreien, wenn er will. Aber selbst dann, wenn er es nicht tun würde, dann würden sie trotzdem an dem festhalten, was Jehova möchte. Sie kamen in den Feuerofen, aber Jehova passte auf, das ihnen kein Leid geschieht.

    Auch Daniel kam in eine gefahrvolle Lage, weil er weiterhin an Jehova und der wahren Anbetung festhielt. Auch er wurde in die Gefahr – in die Löwengrube – geworfen, aber von Jehova vor Schaden bewahrt.

    Wiederum andere wurden nicht in der Form beschützt, sondern kamen sogar zu Tode, wie z.B. Stephanus, der von Gegnern zu Tode gesteinigt wurde. Sicherlich keine besonders angenehme Situation. Aber auch wenn Jehova nicht durch ein Wunder eingriff – so ließ Jehova ihn doch nicht allein. Er ließ ihn vorher einen Blick in den Himmel tun und hielt im Sterben noch seine Hand.

    Worauf kommt es bei allen diesen Beispielen an?

    Auf die Freundschaft mit Jehova und auf die Geborgenheit und den Trost, den diese uns gibt. Er ist unser bester Freund. Also dürfen wir auch zu ihm laufen, wenn es uns schlecht geht. Egal, ob wir körperliche Schmerzen haben, ob uns etwas Angst macht; egal ob wir enttäuscht, traurig oder entmutigt sind. Denken wir immer daran, dass es Jehova ist, der unser bester Freund ist.

    Laufen wir zu ihm, werfen wir uns ihm in die Arme, kuscheln wir uns bei ihm an und heulen wir uns aus. ER will es so, denn er will unser bester Freund sein.

    Das wertvollste, was wir haben, das ist genau diese Freundschaft. Und dazu gehört, dass wir uns auch bei IHM ausheulen und bei ihm Trost und Geborgenheit suchen

    Kommentar — 17. April 2012 @ 18:30

  10. Jule

    Psalm 18 – Was für ein Gott!

    1 (2.Samuel 22)
    Von David, dem Diener Gottes. Nachdem der Herr ihn aus der Gewalt aller Feinde und auch aus der Hand Sauls befreit hatte, sang er folgendes Danklied:

    2 Ich liebe dich, Herr! Du bist meine Kraft!

    3 Der Herr ist mein Fels, meine Festung und mein Erretter, mein Gott, meine Zuflucht, mein sicherer Ort. Er ist mein Schild, mein starker Helfer, meine Burg auf unbezwingbarer Höhe.

    4 Ich preise dich, Herr! Wenn ich zu dir um Hilfe rufe, dann werde ich vor meinen Feinden gerettet.

    5 Ich war in Lebensgefahr, der Tod drohte mich zu verschlingen wie eine mächtige Woge.

    6 Hilflos musste ich zusehen, wie die tödliche Falle schon zuschnappte.

    7 In äußerster Verzweiflung schrie ich zum Herrn. Ja, zu meinem Gott rief ich um Hilfe. Da hörte er mich in seinem Tempel, mein Notschrei drang durch bis an sein Ohr.

    8 Plötzlich erbebte die Erde, selbst die Berge gerieten ins Wanken, denn glühender Zorn hatte Gott gepackt.

    9 Schwarzer Rauch quoll aus seiner Nase, aus seinem Mund loderten Flammen, und glühende Kohlen wurden herausgeschleudert.

    10 In dunklen Wolken kam Gott zur Erde.

    11 Auf einem Cherub-Engel flog er daher und schwebte herab, vom Sturm getragen.

    12 Er verhüllte sich in Finsternis, verbarg sich in dichten und dunklen Regenwolken.

    13 Dann wurden sie von seinem Lichtglanz überstrahlt, Hagel und glühende Kohlen prasselten nieder.

    14 Ein Donnerschlag folgte dem anderen, und darin dröhnte die Stimme des höchsten Gottes.

    15 Er schoss seine Pfeile ab, und die Feinde stoben auseinander. Grelle Blitze zuckten und verwirrten das feindliche Heer.

    16 Sogar den Meeresboden konnte man sehen; offen lagen die Fundamente der Erde da, als du, Herr, meine Feinde bedrohtest und vor Entrüstung schnaubtest.

    17 Der Herr streckte mir seine Hand von oben entgegen und riss mich aus den tosenden Fluten.

    18 Er befreite mich von der Übermacht meiner Feinde, von allen, die mich hassten, denn sie waren viel stärker als ich.

    19 Sie hatten mich überfallen – was war das für ein schrecklicher Tag! Aber der Herr hielt mich fest

    20 und half mir aus Angst und Gefahr. Er befreite mich. So viel bin ich ihm wert!

    21 Weil ich im Recht war, half mir der Herr; er wusste, dass ich unschuldig war, und darum rettete er mich.

    22 Denn ich war ihm gehorsam, nie habe ich meinem Gott die Treue gebrochen.

    23 Seine Gebote hielt ich mir immer vor Augen, und seine Befehle schlug ich nicht in den Wind.

    24 Ich lebte so, dass er mir nichts vorwerfen konnte, und mied das Unrecht wie die Pest.

    25 So half mir der Herr, weil ich ihm die Treue hielt, er sah, dass ich unschuldig war.

    26 Wer dich liebt, Herr, den liebst auch du; wer ehrlich ist, den enttäuschst du nicht.

    27 Den Aufrichtigen gegenüber bist auch du aufrichtig, doch falsche Menschen führst du hinters Licht.

    28 Du hilfst denen, die sich helfen lassen und sich selbst nicht überschätzen. Die Überheblichen aber stößt du von ihrem Thron.

    29 Herr, du machst die Finsternis um mich hell, du gibst mir strahlendes Licht.

    30 Mit dir kann ich die Feinde angreifen; mit dir, mein Gott, kann ich über Mauern springen.

    31 Was für ein Gott! Sein Handeln ist vollkommen, und was er sagt, ist wahr. Er beschützt alle, die zu ihm flüchten.

    32 Gott allein ist der Herr über alles! Gibt es außer ihm noch einen, der so stark und unerschütterlich ist wie ein Fels?

    33 Nein! Gott allein gibt mir Kraft zum Kämpfen und ebnet mir meinen Weg.

    34 Er macht mich gewandt und schnell, lässt mich laufen und springen wie ein Hirsch. Selbst auf steilen Felsen gibt er mir festen Halt.

    35 Er lehrt mich, die Waffen zu gebrauchen, und zeigt mir, wie ich auch den stärksten Bogen noch spannen kann.

    36 Herr, du hast mich beschützt und mir geholfen, du gabst mir Kraft. Du hast dich zu mir herabgebeugt und mich groß gemacht.

    37 Du hast mir alle Hindernisse aus dem Weg geräumt, nie bin ich beim Laufen gestürzt.

    38 Ich jagte meinen Feinden nach und holte sie ein; ich kehrte erst um, als auch der Letzte von ihnen gefallen war.

    39 Ich schlug sie, bis sie nicht mehr aufstehen konnten und tot zu meinen Füßen lagen.

    40 Du, Herr, hast mir die Kraft für diesen Kampf gegeben, du hast mir zum Sieg über meine Gegner verholfen.

    41 Dass sie fliehen mussten, verdanke ich dir; alle, die mich hassten, konnte ich umbringen.

    42 Sie riefen um Hilfe, doch weit und breit war kein Retter. Sie schrien zum Herrn, aber er hörte nicht mehr auf sie.

    43 Ich rieb sie auf, zermalmte sie zu Staub, den der Wind verweht. Wie Dreck von der Straße fegte ich sie fort.

    44 Als ein Aufstand meines Volkes mich bedrohte, hast du mir geholfen, und heute bin ich der Herrscher vieler Völker. Sogar Völker, die ich nicht kannte, haben sich mir unterworfen.

    45 Fremde sind mir ergeben und gehorchen mir aufs Wort.

    46 Zitternd kamen sie aus ihren Festungen heraus und gaben ihren Widerstand auf.

    47 Der Herr lebt! Er ist mein schützender Fels – ich preise ihn! Ihn allein will ich rühmen, denn er hat mich gerettet.

    48 Er hat sich an meinen Feinden gerächt, ganze Völker hat er mir unterworfen

    49 und mich der Gewalt meiner grausamen Gegner entrissen. So ist mein Gott! Du gabst mir den Sieg über meine Feinde, von diesen brutalen Menschen hast du mich befreit.

    50 Darum will ich dich loben, Herr. Alle Völker sollen es hören! Zu deiner Ehre will ich singen.

    51 Der Herr hat David, den König, aus großen Gefahren errettet. Ihm erweist er seine Liebe, und auch seine Nachkommen wird er nicht im Stich lassen.

    Auch hier wieder der Gedanke, wie wichtig ihm die Freundschaft mit Jehova ist!

    Es geht nicht nur darum, dass Jehova ihn letztendlich befreit hat, sondern darum, dass ER ihn niemals allein – ihn „nicht gänzlich im Stich“ – gelassen hat. Das wird deutlich an vielen verschiedenen Stellen.

    Aber besonders in Vers 19 und 20, denn da sagt er, dass Jehova ihn hielt und wie glücklich es ihn macht, dass er ihm so viel wert war.

    David hatte die richtige Herzenseinstellung und die richtige Motivation: tiefe Liebe zu Jehova.

    Wenn wir dieselbe Einstellung haben (oder entwickeln), dann können auch wir es schaffen. Dann werden auch wir uns unseren Glauben bewahren und „bis zum Ende ausharren“. Und dann werden auch wir letztendlich gerettet werden, wenn Jehova uns von unseren Feinden befreit. Denn zu seiner Zeit wird er die Erde von all denen befreien, die sich weigern, seine Maßstäbe anzuerkennen und von denen, die seine wahren Diener verfolgen. So wird sich auch für uns dann alles zum Guten wenden.

    Aber bis dahin können wir glücklich sein in der Gewissheit, dass wir den besten Freund haben, den ein Mensch haben kann und dass dieser immer loyal zu uns halten und uns niemals allein lassen wird!

    Kommentar — 17. April 2012 @ 18:49

  11. Jule

    Psalm 16 – 18

    Psalm 16 – eine Motivation, über unseren Gott und sein Wort zu reden:

    1 Ein Miktam von David.

    Bewahre mich, o Gott, denn ich vertraue auf dich! 2 [Meine Seele,] du hast zum Herrn gesagt: »Du bist mein Herr ; es gibt für mich nichts Gutes außer dir!« 3 Die Heiligen , die auf Erden sind, sie sind die Edlen, an denen ich all mein Wohlgefallen habe.

    4 Zahlreich werden die Schmerzen derer sein, die einem anderen [Gott] nacheilen; an ihren Trankopfern von Blut will ich mich nicht beteiligen, noch ihre Namen auf meine Lippen nehmen!

    5 Der Herr ist mein Erbteil und das [Teil] meines Bechers; du sicherst mir mein Los . 6 Die Messschnüre sind mir in einer lieblichen Gegend gefallen, ja, mir wurde ein schönes Erbe zuteil. 7 Ich lobe den Herrn , der mir Rat gegeben hat; auch in der Nacht mahnt mich mein Inneres.

    8 Ich habe den Herrn allezeit vor Augen; weil er zu meiner Rechten ist, wanke ich nicht. 9 Darum freut sich mein Herz, und meine Seele frohlockt; auch mein Fleisch wird sicher ruhen, 10 denn du wirst meine Seele nicht dem Totenreich preisgeben und wirst nicht zulassen, dass dein Getreuer die Verwesung sieht.

    11 Du wirst mir den Weg des Lebens zeigen; vor deinem Angesicht sind Freuden in Fülle, liebliches Wesen zu deiner Rechten ewiglich!

    Wie unterschiedlich ein und derselbe Psalm wiedergegeben werden kann!

    Beim Lesen vom Stoff der Vorjahre hat mich gerade dieser Psalm so sehr begeistert, weil er eine starke Motivation für die besondere Besuchswoche ist. Er kann all diejenigen motivieren, die bisher noch keine Erfahrung darin haben, andere Menschen auf Gott und Jesus Christus anzusprechen. Es ist ja ganz normal, dass wir zuerst eine starke Scheu davor empfinden, besonders, wenn wir dies bisher noch nie in dieser Form getan haben. Aber in diesem Psalm wird ein Loblied auf Jehova und seinen Sohn gesungen. Wie toll ER ist und wie beglückend, wenn wir eine eigene persönliche Beziehung zu IHM haben dürfen! In dem einen Vers wird sogar gesagt, dass wir all das Tolle einfach erzählen und mit anderen teilen müssen.

    Leider kommt dies in dieser Übersetzung (Schlachter 2000) nicht wirklich heraus, darum die entsprechenden Verse noch mal in der Hoffnung für Alle:Ich kann mein Glück nicht fassen!

    1 Beschütze mich, Gott, denn dir vertraue ich!

    2 Du bist mein Herr, mein ganzes Glück! 3 Darum freue ich mich über alle, die nach deinem Willen leben. Auf sie kommt es im Land entscheidend an!

    4 Wer sich aber von dem lebendigen Gott abwendet und anderen Göttern nachläuft, der kommt aus dem Kummer nicht mehr heraus. Diesen Göttern will ich kein Opfer bringen und nicht einmal ihre Namen nennen.

    5 Du, Herr, bist alles, was ich habe; du gibst mir alles, was ich brauche. In deiner Hand liegt meine Zukunft. 6 Was du mir gibst, ist gut. Was du mir zuteilst, gefällt mir.

    7 Ich preise den Herrn, denn er hilft mir, gute Entscheidungen zu treffen. Tag und Nacht sind meine Gedanken bei ihm. 8 Ich sehe immer auf den Herrn. Er steht mir zur Seite, damit ich nicht falle.

    9 Darüber freue ich mich so sehr, dass ich es nicht für mich behalten kann. Bei dir, Herr, bin ich in Sicherheit.

    10 Denn du wirst mich nicht dem Tod und der Verwesung überlassen, ich gehöre ja zu dir.

    11 Du zeigst mir den Weg, der zum Leben führt. Du beschenkst mich mit Freude, denn du bist bei mir. Ich kann mein Glück nicht fassen, nie hört es auf.

    Haben wir die Überschrift und den Vers 9 bemerkt? „Ich kann mein Glück nicht fassen“ und „Darüber freue ich mich so sehr, dass ich es nicht für mich behalten kann“

    Wie sehen wir das besondere Vorrecht, einer persönlichen Freundschaft mit unserem Gott?

    Können auch wir unser Glück nicht fassen? Dann sollten auch wir es nicht für uns behalten wollen und freimütig mit anderen über unseren Gott und die begeisternde Gute Botschaft der Bibel reden.

    In diesem Sinne wünsche ich uns für die kommende besondere Woche Jehovas Segen und den Brüdern und Schwestern, die sich daran beteiligen, nicht nur den Mut, sondern auch ein Herz, das voller Begeisterung überströmt und das das Wunderbare nicht für sich behalten kann.

    Damit werden wir unserem himmlischen Vater und seinem Sohn, der sein Leben für unsere Sünden gegeben hat, sicherlich sehr viel Freude machen!

    Weitere Gedanken zu diesem Psalm finden wir hier:

    Kommentar — 8. Mai 2013 @ 19:30

  12. Jule

    Psalm 17 – wenn wir angegriffen werden, dürfen wir uns ruhig bei Jehova „ausheulen“

    1 Ein Gebet Davids.

    Höre, o Herr , die gerechte Sache! Vernimm meine Klage, achte auf mein Gebet, das nicht von falschen Lippen kommt! 2 Von dir gehe das Urteil über mich aus; deine Augen werden auf die Redlichkeit schauen!

    3 Du hast mein Herz geprüft, mich in der Nacht durchforscht; du hast mich geläutert, und du hast nichts gefunden, worin ich mich vergangen hätte mit meinen Gedanken oder mit meinem Mund. 4 Beim Treiben der Menschen habe ich mich nach dem Wort deiner Lippen gehütet vor den Wegen des Gewalttätigen.

    5 Senke meine Tritte ein in deine Fußstapfen, damit mein Gang nicht wankend sei! 6 Ich rufe zu dir, denn du, o Gott, wirst mich erhören; neige dein Ohr zu mir, höre meine Rede! 7 Erweise deine wunderbare Gnade, du Retter derer, die vor den Widersachern Zuflucht suchen bei deiner Rechten!

    8 Behüte mich wie den Augapfel im Auge, beschirme mich unter dem Schatten deiner Flügel 9 vor den Gottlosen, die mir Gewalt antun wollen, vor meinen Todfeinden, die mich umringen! 10 Ihr fettes [Herz] verschließen sie; mit ihrem Mund reden sie übermütig. 11 Auf Schritt und Tritt umringen sie uns jetzt; sie haben es darauf abgesehen, uns zu Boden zu strecken.

    12 Sie gleichen dem Löwen, der zerreißen will, dem Junglöwen, der lauert im Versteck. 13 Steh auf, o Herr , komm ihm zuvor, demütige ihn! Errette meine Seele von dem Gottlosen durch dein Schwert , 14 von den Leuten durch deine Hand, o Herr , von den Leuten dieser Welt, deren Teil in diesem Leben ist, und deren Bauch du füllst mit deinem Gut; sie haben Söhne genug und lassen, was sie übrig haben, ihren Kindern.

    15 Ich aber werde dein Angesicht schauen in Gerechtigkeit, an deinem Anblick mich sättigen, wenn ich erwache .

    hier findet ihr einige Gedanken aus den Vorjahren zu diesem Psalm:

    Kommentar — 9. Mai 2013 @ 14:35

  13. Jule

    Psalm 18 – welche Motivation haben wir?

    1 Für den Vorsänger. Von dem Knecht des Herrn, von David, der dem Herrn die Worte dieses Liedes sang, an dem Tag, als der Herr ihn aus der Hand aller seiner Feinde errettet hatte, auch aus der Hand Sauls. Er sprach:

    2 Ich will dich von Herzen lieben, o Herr , meine Stärke! 3 Der Herr ist mein Fels , meine Burg und mein Retter ; mein Gott ist mein Fels, in dem ich mich berge, mein Schild und das Horn meines Heils , meine sichere Festung .

    4 Den Herrn , den Hochgelobten, rief ich an – und ich wurde von meinen Feinden errettet! 5 Die Fesseln des Todes umfingen mich, die Ströme Belials schreckten mich; 6 die Fesseln des Totenreiches umschlangen mich, es ereilten mich die Fallstricke des Todes.

    7 In meiner Bedrängnis rief ich den Herrn an und schrie zu meinem Gott; er hörte meine Stimme in seinem Tempel, mein Schreien vor ihm drang zu seinen Ohren.

    8 Da bebte und erzitterte die Erde; die Grundfesten der Berge wurden erschüttert und bebten, weil er zornig war. 9 Rauch stieg auf von seiner Nase und verzehrendes Feuer aus seinem Mund; Feuersglut sprühte daraus hervor. 10 Er neigte den Himmel und fuhr herab, und Dunkel war unter seinen Füßen. 11 Er fuhr auf dem Cherub und flog daher, er schwebte auf den Flügeln des Windes. 12 Er machte Finsternis zu seiner Hülle, dunkle Wasser, dichte Wolken zu seinem Zelt um sich her. 13 Aus dem Glanz vor ihm gingen seine Wolken über von Hagel und Feuersglut.

    14 Dann donnerte der Herr in den Himmeln, der Höchste ließ seine Stimme erschallen – Hagel und Feuersglut. 15 Und er schoss seine Pfeile und zerstreute sie, er schleuderte Blitze und schreckte sie.

    16 Da sah man die Gründe der Wasser, und die Grundfesten des Erdkreises wurden aufgedeckt von deinem Schelten, o Herr , von dem Schnauben deines grimmigen Zorns!

    17 Er streckte [seine Hand] aus von der Höhe und ergriff mich, er zog mich aus großen Wassern; 18 er rettete mich von meinem mächtigen Feind und von meinen Hassern, die mir zu stark waren.

    19 Sie hatten mich überfallen zur Zeit meines Unglücks; aber der Herr wurde mir zur Stütze.

    20 Er führte mich auch heraus in die Weite; er befreite mich, denn er hatte Wohlgefallen an mir.

    21 Der Herr hat mir vergolten nach meiner Gerechtigkeit, nach der Reinheit meiner Hände hat er mich belohnt; 22 denn ich habe die Wege des Herrn bewahrt und bin nicht abgefallen von meinem Gott, 23 sondern alle seine Verordnungen hatte ich vor Augen und stieß seine Satzungen nicht von mir, 24 und ich hielt es ganz mit ihm und hütete mich vor meiner Sünde.

    25 Darum vergalt mir der Herr nach meiner Gerechtigkeit, nach der Reinheit meiner Hände vor seinen Augen.

    26 Gegen den Gütigen erzeigst du dich gütig, gegen den Rechtschaffenen rechtschaffen, 27 gegen den Reinen erzeigst du dich rein, aber dem Hinterlistigen trittst du entgegen! 28 Denn du rettest das elende Volk und erniedrigst die stolzen Augen.

    29 Ja, du zündest meine Leuchte an; der Herr , mein Gott, macht meine Finsternis licht; 30 denn mit dir kann ich gegen Kriegsvolk anrennen, und mit meinem Gott über die Mauer springen. 31 Dieser Gott – sein Weg ist vollkommen! Das Wort des Herrn ist geläutert; er ist ein Schild allen, die ihm vertrauen.

    32 Denn wer ist Gott außer dem Herrn , und wer ist ein Fels außer unserem Gott? 33 Gott ist es, der mich umgürtet mit Kraft und meinen Weg unsträflich macht. 34 Er macht meine Füße denen der Hirsche gleich und stellt mich auf meine Höhen ; 35 er lehrt meine Hände kämpfen und meine Arme den ehernen Bogen spannen. 36 Du gibst mir den Schild deines Heils, und deine Rechte stützt mich, und deine Herablassung macht mich groß.

    37 Du machst mir Raum zum Gehen, und meine Knöchel wanken nicht.

    38 Ich jagte meinen Feinden nach und holte sie ein und kehrte nicht um, bis sie aufgerieben waren; 39 ich zerschmetterte sie, dass sie nicht mehr aufstehen konnten; sie fielen unter meine Füße. 40 Du hast mich gegürtet mit Kraft zum Kampf; du hast unter mich gebeugt, die gegen mich aufstanden. 41 Du wandtest mir den Rücken meiner Feinde zu, und ich habe vertilgt , die mich hassen. 42 Sie schrien, aber da war kein Retter; zum Herrn , aber er antwortete ihnen nicht. 43 Und ich zerrieb sie zu Staub vor dem Wind, warf sie hinaus wie Straßenkot.

    44 Du hast mich gerettet aus den Streitigkeiten des Volkes und hast mich gesetzt zum Haupt der Heiden; ein Volk, das ich nicht kannte, dient mir; 45 sie gehorchen mir aufs Wort; die Söhne der Fremde schmeicheln mir. 46 Die Söhne der Fremde verzagen und kommen zitternd aus ihren Burgen.

    47 Der Herr lebt! Gepriesen sei mein Fels! Der Gott meines Heils sei hoch erhoben! 48 Der Gott, der mir Rache verlieh und die Völker unter mich zwang , 49 der mich meinen Feinden entkommen ließ. Ja, du hast mich erhöht über meine Widersacher und hast mich errettet von dem Mann der Gewalttat!

    50 Darum will ich dich, o Herr , preisen unter den Heiden und deinem Namen lobsingen, 51 dich, der seinem König große Siege verliehen hat, und der Gnade erweist seinem Gesalbten , David und seinem Samen bis in Ewigkeit.

    hier findet ihr einige Gedanken aus den Vorjahren:

    Kommentar — 9. Mai 2013 @ 15:12

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