4. Mose 15 – 17

Kapitel 15

15 Und Jehova redete ferner zu Moses, indem [er] sprach: 2 „Rede zu den Söhnen Israels, und du sollst zu ihnen sagen: ‚Wenn ihr schließlich in das Land eurer Wohnorte kommt, das ich euch gebe, 3 und ihr Jehova ein Feueropfer darbieten sollt, ein Brandopfer oder ein Schlachtopfer, um ein besonderes Gelübde zu erfüllen oder aus freiem Willen oder während eurer Festzeiten, um Jehova einen beruhigenden Wohlgeruch zu bereiten, vom Großvieh oder vom Kleinvieh, 4 soll der, der seine Opfergabe darbringt, Jehova auch ein Getreideopfer von Feinmehl darbringen, ein zehntel Epha, mit einem viertel Hin Öl angefeuchtet. 5 Und du solltest Wein als ein Trankopfer darbieten, ein viertel Hin, zusammen mit dem Brandopfer oder zum Schlachtopfer jedes männlichen Lammes. 6 Oder zu einem Widder solltest du ein Getreideopfer von zwei Zehntel Feinmehl darbieten, mit einem drittel Hin Öl angefeuchtet. 7 Und du solltest als Trankopfer Wein darbringen, ein drittel Hin, als einen beruhigenden Wohlgeruch für Jehova.

8 Falls du aber ein männliches [Tier] von der Rinderherde als Brandopfer oder Schlachtopfer darbieten solltest, um ein besonderes Gelübde zu erfüllen oder als Gemeinschaftsschlachtopfer für Jehova, 9 soll man zusammen mit dem männlichen [Tier] von der Rinderherde auch ein Getreideopfer von drei Zehntel Feinmehl, mit einem halben Hin Öl angefeuchtet, darbringen. 10 Und du solltest als Trankopfer Wein darbringen, ein halbes Hin, als Feueropfer von beruhigendem Wohlgeruch für Jehova. 11 Auf diese Weise sollte getan werden für jeden Stier oder für jeden Widder oder für ein Stück unter den männlichen Lämmern oder unter den Ziegen. 12 Was immer die Anzahl sei, die ihr darbieten mögt, auf diese Weise solltet ihr bei jedem einzelnen entsprechend ihrer Anzahl verfahren. 13 Jeder Eingeborene sollte diese so darbieten, wenn er Jehova ein Feueropfer von beruhigendem Wohlgeruch darbringt.

14 Und falls ein ansässiger Fremdling bei euch als Fremdling weilen sollte oder einer, der seit Generationen von euch in eurer Mitte ist, und er Jehova ein Feueropfer von beruhigendem Wohlgeruch darbieten will, so sollte er ebenso tun, wie ihr tun solltet. 15 Ihr, die ihr zur Versammlung gehört, und der ansässige Fremdling, der als Fremdling [bei euch] weilt, werdet e i n e Satzung haben. Es wird eine Satzung auf unabsehbare Zeit für eure Generationen sein. Der ansässige Fremdling sollte sich vor Jehova ebenso wie ihr erweisen. 16 Es sollte sich zeigen, daß e i n Gesetz und e i n e richterliche Entscheidung für euch und für den ansässigen Fremdling gilt, der als Fremdling bei euch weilt.‘ “

17 Und Jehova redete weiter zu Moses, indem [er] sprach: 18 „Rede zu den Söhnen Israels, und du sollst zu ihnen sagen: ‚Wenn ihr in das Land kommt, wohin ich euch bringe, 19 so soll es geschehen, daß ihr, wenn ihr irgend etwas vom Brot des Landes eßt, für Jehova einen Beitrag leisten solltet. 20 Ihr solltet von den Erstlingen eures Schrotmehls ringförmige Kuchen als Beitrag leisten. Gleich dem Beitrag von einer Dreschtenne, so solltet ihr ihn leisten. 21 Etwas von den Erstlingen eures Schrotmehls solltet ihr als Beitrag Jehova geben durch eure Generationen hindurch.

22 Falls ihr nun einen Fehler begehen und nicht alle diese Gebote tun solltet, die Jehova zu Moses geredet hat, 23 alle, die Jehova euch durch Moses von dem Tag an geboten hat, an dem Jehova [sie] gebot, und fernerhin für eure Generationen, 24 dann soll es geschehen, wenn es aus Versehen, fern von den Augen der Gemeinde, geschehen ist, daß die ganze Gemeinde dann einen jungen Stier als Brandopfer darbieten soll zu einem beruhigenden Wohlgeruch für Jehova und sein Getreideopfer und sein Trankopfer gemäß dem vorschriftsmäßigen Verfahren und ein Ziegenböckchen als Sündopfer. 25 Und der Priester soll Sühne leisten für die ganze Gemeinde der Söhne Israels, und es soll ihnen vergeben werden; denn es war ein Versehen, und sie brachten ihrerseits als ihre Opfergabe Jehova ein Feueropfer und ihr Sündopfer vor Jehova für ihr Versehen. 26 Und es soll der ganzen Gemeinde der Söhne Israels vergeben werden und dem ansässigen Fremdling, der als Fremdling in ihrer Mitte weilt, weil es seitens des ganzen Volkes ein Versehen war.

27 Und wenn irgendeine Seele aus Versehen sündigen sollte, dann soll sie eine in ihrem ersten Jahr [stehende] Ziege als Sündopfer darbringen. 28 Und der Priester soll Sühne leisten für die Seele, die durch eine Sünde unabsichtlich vor Jehova einen Fehler begangen hat, um so Sühne dafür zu leisten, und es soll ihr vergeben werden. 29 Was den Einheimischen unter den Söhnen Israels betrifft und den ansässigen Fremdling, der als Fremdling in ihrer Mitte weilt, so sollte sich e i n Gesetz für euch vorfinden in bezug auf etwas, was unabsichtlich getan wird.

30 Die Seele aber, die etwas willentlich tut, ob es ein Einheimischer oder ein ansässiger Fremdling ist, redet sie von Jehova schimpflich, so soll in diesem Fall diese Seele von den Reihen ihres Volkes abgeschnitten werden. 31 Weil es Jehovas Wort ist, das sie verachtet hat, und sein Gebot, das sie gebrochen hat, sollte diese Seele unweigerlich [vom Leben] abgeschnitten werden. Ihr eigenes Vergehen ist auf ihr.‘ “

32 Während die Söhne Israels weiterhin in der Wildnis waren, fanden sie einmal einen Mann, der am Sabbattag Holzstücke auflas. 33 Dann brachten ihn diejenigen, die ihn beim Auflesen von Holzstücken gefunden hatten, zu Moses und Aaron und der ganzen Gemeinde. 34 So legten sie ihn in Gewahrsam, denn es war nicht deutlich dargelegt worden, was mit ihm getan werden sollte.

35 Zu seiner Zeit sprach Jehova zu Moses: „Der Mann sollte unweigerlich zu Tode gebracht werden, indem ihn die ganze Gemeinde außerhalb des Lagers mit Steinen bewirft.“ 36 Demgemäß führte ihn die ganze Gemeinde aus dem Lager hinaus und bewarf ihn mit Steinen, so daß er starb, so wie Jehova es Moses geboten hatte.

37 Und Jehova fuhr fort, zu Moses folgendes zu sagen: 38 „Rede zu den Söhnen Israels, und du sollst zu ihnen sagen, daß sie sich mit Fransen besetzte Ränder an die Säume ihrer Kleider machen sollten durch ihre Generationen hindurch, und oberhalb des mit Fransen besetzten Randes des Saums sollen sie eine blaue Schnur anbringen: 39 ‚Und es soll euch als ein mit Fransen besetzter Rand dienen, und ihr sollt es sehen und aller Gebote Jehovas gedenken und sie tun, und ihr sollt nicht umhergehen, indem ihr eurem Herzen und euren Augen folgt, denen ihr zu unsittlichem Verkehr nachgeht. 40 Der Zweck ist, daß ihr aller meiner Gebote gedenkt und [sie] bestimmt tut und euch eurem Gott wirklich als heilig erweist. 41 Ich bin Jehova, euer Gott, der euch aus dem Land Ägypten herausgebracht hat, um mich als euer Gott zu erweisen. Ich bin Jehova, euer Gott.‘ “

Kapitel 16

16 Und Korah, der Sohn Jizhars, des Sohnes Kehaths, des Sohnes Levis, machte sich dann auf, zusammen mit Dathan und Abiram, den Söhnen Eliabs, und On, dem Sohn Peleths, den Söhnen Rubens. 2 Und sie gingen daran, sich vor Moses zu erheben, sie und zweihundertfünfzig Männer von den Söhnen Israels, Vorsteher der Gemeinde, Berufene der Zusammenkunft, Männer von Ruhm. 3 So versammelten sie sich gegen Moses und Aaron und sagten zu ihnen: „Genug von euch, denn die ganze Gemeinde, sie alle sind heilig, und Jehova ist in ihrer Mitte. Warum also solltet ihr euch über die Versammlung Jehovas erheben?“

4 Als Moses das zu hören bekam, fiel er sogleich auf sein Angesicht. 5 Dann redete er zu Korah und zu seiner ganzen Gemeinde, indem [er] sprach: „Am Morgen wird Jehova kundtun, wer zu ihm gehört und wer heilig ist und wer sich ihm nahen soll, und wen immer er erwählt, der wird sich ihm nahen. 6 Tut dies: Nehmt euch Feuerbecken, Korah und seine ganze Gemeinde, 7 und tut Feuer hinein und legt morgen Räucherwerk darauf vor Jehova, und es soll geschehen, daß der Mann, den Jehova erwählen wird, der Heilige ist. Genug von euch, ihr Söhne Levis!“

8 Und Moses sagte weiter zu Korah: „Hört bitte zu, ihr Söhne Levis. 9 Ist es etwas so Geringes für euch, daß euch der Gott Israels aus der Gemeinde Israel ausgesondert hat, um euch für sich darzustellen, damit ihr den Dienst der Stiftshütte Jehovas verrichtet und vor der Gemeinde steht, um ihnen zu dienen, 10 und daß er dich und alle deine Brüder, die Söhne Levis, mit dir nahen lassen sollte? So müßt ihr auch danach trachten, das Priesteramt zu bekommen? 11 Aus diesem Grund seid ihr, du und deine ganze Gemeinde, die sich versammelt, gegen Jehova. Was Aaron betrifft, was ist er, daß ihr gegen ihn murren solltet?“

12 Später sandte Moses hin, Dathan und Abiram, die Söhne Eliabs, zu rufen, aber sie sprachen: „Wir werden nicht hinaufkommen! 13 Ist es etwas so Geringes, daß du uns aus einem Land, das von Milch und Honig fließt, heraufgebracht hast, um uns in der Wildnis zu Tode zu bringen, daß du auch versuchen solltest, dich bis zum äußersten als Fürst über uns aufzuspielen? 14 So, wie die Sache steht, hast du uns nicht in ein Land gebracht, das von Milch und Honig fließt, damit du uns ein Erbe an Feld und Weingarten gibst. Willst du die Augen dieser Männer ausbohren? Wir werden nicht hinaufkommen!“

15 Daraufhin wurde Moses sehr zornig und sprach zu Jehova: „Wende dich nicht zu ihrem Getreideopfer. Nicht e i n e n Esel habe ich ihnen weggenommen, noch habe ich einem einzigen von ihnen etwas zuleide getan.“

16 Dann sagte Moses zu Korah: „Du und deine ganze Gemeinde, seid vor Jehova zugegen, du und sie und Aaron, morgen. 17 Und jeder nehme sein Feuerbecken, und ihr sollt Räucherwerk darauf legen, und jeder bringe sein Feuerbecken vor Jehova dar, zweihundertfünfzig Feuerbecken, und du und Aaron, jeder sein Feuerbecken.“ 18 So nahmen sie jeder sein Feuerbecken und taten Feuer darauf und legten Räucherwerk darauf und traten an den Eingang des Zeltes der Zusammenkunft zusammen mit Moses und Aaron. 19 Als Korah die ganze Gemeinde am Eingang des Zeltes der Zusammenkunft gegen sie versammelt hatte, da erschien Jehovas Herrlichkeit der ganzen Gemeinde.

20 Jehova redete nun zu Moses und Aaron, indem [er] sprach: 21 „Sondert euch ab aus der Mitte dieser Gemeinde, damit ich sie in einem Augenblick ausrotte.“ 22 Darauf fielen sie auf ihr Angesicht und sagten: „O Gott, du Gott der Geister von jeder Art Fleisch, wird nur e i n Mann sündigen, und du wirst zornig über die ganze Gemeinde?“

23 Darauf redete Jehova zu Moses, indem [er] sprach: 24 „Rede zur Gemeinde und sprich: ‚Entfernt euch ringsum von den Wohnstätten Korahs, Dathans und Abirams!‘ “

25 Danach stand Moses auf und ging zu Dathan und Abiram, und die älteren Männer Israels gingen mit ihm. 26 Dann redete er zur Gemeinde, indem [er] sprach: „Weicht bitte von [der Stelle] vor den Zelten dieser bösen Männer, und rührt nichts an, was ihnen gehört, damit ihr nicht in all ihrer Sünde weggerafft werdet.“ 27 Sogleich entfernten sie sich von [der Stelle] vor der Wohnstätte Korahs, Dathans und Abirams, von jeder Seite hinweg, und Dathan und Abiram kamen heraus und stellten sich samt ihren Frauen und ihren Söhnen und ihren Kleinen an den Eingang ihrer Zelte.

28 Dann sagte Moses: „Hieran werdet ihr erkennen, daß Jehova mich gesandt hat, alle diese Taten zu tun, daß es nicht aus meinem eigenen Herzen ist: 29 Werden diese Leute gemäß dem Tod aller Menschen sterben und wird Strafe gemäß der Strafe aller Menschen über sie gebracht werden, dann hat Jehova mich nicht gesandt. 30 Ist es aber etwas [Neu]geschaffenes, was Jehova schaffen wird, und muß der Erdboden seinen Mund auftun und sie und alles, was ihnen gehört, verschlingen und müssen sie lebendig in den Scheol hinabfahren, dann werdet ihr bestimmt erkennen, daß diese Männer Jehova gegenüber respektlos gehandelt haben.“

31 Und es geschah, sobald er damit zu Ende war, alle diese Worte zu reden, daß sich der Erdboden, der unter ihnen war, zu spalten begann. 32 Und dann tat die Erde ihren Mund auf und verschlang sie samt ihren Hausgemeinschaften und allen Menschen, die zu Korah gehörten, und der ganzen Habe. 33 So fuhren sie und alle, die zu ihnen gehörten, lebendig in den Scheol hinab, und dann deckte die Erde sie zu, so daß sie aus der Mitte der Versammlung umkamen. 34 Und alle Israeliten, die rings um sie her waren, flohen bei ihrem Geschrei, denn sie begannen zu sagen: „Wir haben Angst, daß die Erde uns verschlingt!“ 35 Und ein Feuer ging von Jehova aus und verzehrte dann die zweihundertfünfzig Männer, die das Räucherwerk darbrachten.

36 Jehova redete nun zu Moses, indem [er] sprach: 37 „Sag Eleasar, dem Sohn Aarons, des Priesters, daß er die Feuerbecken aus dem Brand herausnehmen sollte: ‚Und du, zerstreu das Feuer dort drüben; denn sie sind heilig, 38 ja die Feuerbecken dieser Männer, die gegen ihre eigene Seele gesündigt haben. Und sie sollen daraus dünne Metallplatten machen als Überzug für den Altar, denn sie haben sie vor Jehova dargebracht, so daß sie heilig geworden sind; und sie sollten den Söhnen Israels als ein Zeichen dienen.‘ “ 39 Demgemäß nahm Eleasar, der Priester, die kupfernen Feuerbecken, welche die Verbrannten dargebracht hatten, und sie gingen daran, sie zu einem Überzug für den Altar breit zu schlagen, 40 zum Gedenken für die Söhne Israels, damit kein fremder Mann, der nicht aus der Nachkommenschaft Aarons ist, sich nahen sollte, um vor Jehova Räucherwerk zu räuchern, und keiner wie Korah und seine Gemeinde würde, so wie Jehova durch Moses zu ihm geredet hatte.

41 Und gleich am nächsten Tag begann die ganze Gemeinde der Söhne Israels gegen Moses und Aaron zu murren, indem [sie] sagte: „Ihr, ihr habt Jehovas Volk zu Tode gebracht.“ 42 Und es geschah, als sich die Gemeinde gegen Moses und Aaron versammelt hatte, daß sie sich dann dem Zelt der Zusammenkunft zuwandten; und siehe, die Wolke bedeckte es, und Jehovas Herrlichkeit begann zu erscheinen.

43 Und Moses und Aaron begaben sich nun vor das Zelt der Zusammenkunft. 44 Dann redete Jehova zu Moses, indem [er] sprach: 45 „Erhebt euch aus der Mitte dieser Gemeinde, damit ich sie in einem Augenblick ausrotte.“ Da fielen sie auf ihr Angesicht. 46 Danach sagte Moses zu Aaron: „Nimm das Feuerbecken, und tu Feuer vom Altar hinein, und leg Räucherwerk darauf, und geh eilends zur Gemeinde, und leiste Sühne für sie, weil der heftige Zorn vom Angesicht Jehovas ausgegangen ist. Die Plage hat angefangen!“ 47 Aaron nahm es sogleich, so wie Moses geredet hatte, und lief hin, mitten in die Versammlung; und siehe, die Plage hatte unter dem Volk angefangen. Da legte er das Räucherwerk auf und begann Sühne zu leisten für das Volk. 48 Und er blieb zwischen den Toten und den Lebenden stehen. Schließlich wurde der schlagartigen Plage Einhalt geboten. 49 Und die Zahl derer, die an der schlagartigen Plage gestorben waren, belief sich auf vierzehntausendsiebenhundert, außer denen, die Korahs wegen gestorben waren. 50 Als Aaron schließlich zu Moses an den Eingang des Zeltes der Zusammenkunft zurückkehrte, war der schlagartigen Plage Einhalt geboten worden.

Kapitel 17

17 Jehova redete nun zu Moses, indem [er] sprach: 2 „Rede zu den Söhnen Israels, und nimm von ihnen e i n e n Stab für jedes Vaterhaus von allen ihren Vorstehern, nach dem Hause ihrer Väter, zwölf Stäbe. Du wirst den Namen eines jeden auf seinen Stab schreiben. 3 Und Aarons Namen wirst du auf Levis Stab schreiben, denn da ist e i n Stab für das Haupt des Hauses ihrer Väter. 4 Und du sollst sie im Zelt der Zusammenkunft vor das ZEUGNIS niederlegen, wo ich mich jeweils bei euch einfinde. 5 Und es soll geschehen, der Mann, den ich erwählen werde, dessen Stab wird sprossen, und ich will bewirken, daß das Murren der Söhne Israels gegen mich, das sie gegen euch erheben, nachläßt.“

6 Da redete Moses zu den Söhnen Israels, und alle ihre Vorsteher gingen daran, ihm einen Stab für jeden Vorsteher zu geben, einen Stab für jeden Vorsteher, nach dem Hause ihrer Väter, zwölf Stäbe; und Aarons Stab war unter ihren Stäben. 7 Dann legte Moses die Stäbe vor Jehova im Zelt des ZEUGNISSES nieder.

8 Und es geschah am nächsten Tag, als Moses in das Zelt des ZEUGNISSES hineinging, daß, siehe, Aarons Stab für das Haus Levi gesproßt hatte, und er brachte Knospen hervor und trieb Blüten und trug reife Mandeln. 9 Moses brachte dann alle Stäbe von [der Stelle] vor Jehova zu allen Söhnen Israels hinaus, und sie schauten dann, und jeder Mann nahm seinen eigenen Stab.

10 Darauf sprach Jehova zu Moses: „Leg Aarons Stab vor das ZEUGNIS nieder als etwas, was zu einem Zeichen für die Söhne der Widerspenstigkeit aufzubewahren ist, damit ihr Murren gegen mich aufhört, daß sie nicht sterben.“ 11 Sogleich tat Moses so, wie es Jehova ihm geboten hatte. Geradeso tat er.

12 Und die Söhne Israels begannen folgendes zu Moses zu sagen: „Nun scheiden wir ganz bestimmt dahin, wir kommen ganz bestimmt um, wir alle kommen zweifellos um. 13 Jeder, der sich naht, der sich der Stiftshütte Jehovas nähert, wird sterben! Sollen wir damit enden, daß wir auf diese Weise dahinscheiden?“

Jule | 02.21.09 | 4. Mose, eigene Gedanken zum Geschehen, ergänzender Stoff, Text in der Bibel |

15 Comments »

  1. Jule

    passendes Drama zu der Geschichte mit Korah, Dathan und Abiram

    Kommentar — 22. Februar 2009 @ 13:13

  2. Thomas

    4.Mose 15-17

    In Kapitel 15 wird ein Fall berichtet, der im Gesetz bis dahin nicht aufgeführt war. Was tat Mose? Es wäre einfach gewesen, eine Entscheidung aus dem Bauchgefühl zu treffen – oder? Schließlich war er ja der Führer! Nein, er war nicht der Führer – er war nur derjenige der den Auftrag des Allerhöchsten ausführte. Deshalb überließ Mose die Entscheidung auch dem Allmächtigen!
    Heute ist es oft genauso: wirkliche Anbeter lassen sich vom Geist leiten und entscheiden NIE aus dem Bauch heraus, oder danach ob sie den betreffenden leiden oder nicht leiden können. Die Entscheidungen des Allmächtigen sind immer gerecht.

    Der Wachtturm vom 15. 1.1984 schrieb zu den anschließenden Versen


    Bleibe für ‘unseren Gott heilig’

    16 Die Glieder des Volkes Jehovas unterscheiden sich von der Welt durch ihr Hoffen, durch all ihr Sinnen und Trachten und dadurch, daß sie sich dem Willen ihres heiligen Gottes fügen (2. Mose 39:30). Sie sollten sich Gott als heilig erweisen. Aus diesem Grunde mußten sich die Israeliten in alter Zeit „mit Fransen besetzte Ränder an die Säume ihrer Kleider machen“ und oberhalb davon eine blaue Schnur anbringen. Dadurch unterschieden sie sich in der Kleidung von den Moabitern, den Ägyptern und von anderen und wurden daran erinnert, daß sie als Volk Jehovas anders sein und ihm gehorchen sollten, indem sie sich ‘ihrem Gott als heilig erwiesen’ (4. Mose 15:37-41). Der Wunsch, für ‘unseren Gott heilig’ zu sein, sollte uns veranlassen, Vorsicht walten zu lassen, wenn wir von der Welt Gebrauch machen.

    17 Weltliche Ziele drehen sich um Reichtum, Ruhm und Aktivitäten, die in geistiger Hinsicht schädlich sind und den christlichen Glauben untergraben können. Zum Beispiel kann uns das Streben nach materiellen Dingen und Reichtum, wenn wir zulassen, daß es unser Leben beherrscht, dazu verleiten, um des selbstsüchtigen Vorteils willen unrecht zu tun, so daß wir unser Verhältnis zu Jehova gefährden (Sprüche 28:20; vergleiche Jeremia 5:26-28; 17:9-11). Wer von der Welt in einem Maße Gebrauch macht, daß das Streben nach materiellen Dingen zu seinem Hauptinteresse wird, steht in der Gefahr, sich in unehrliche Praktiken zu verstricken und seinen Glauben zu verlieren, weil er geistige Dinge vernachlässigt. Jemand, der im Geschäftsleben erfolgreich ist oder reich wird, mag „hochmütig“ werden und in stolzer Weise seine eigenen Ansichten über den Rat der Versammlung Gottes stellen (1. Timotheus 6:9, 10, 17). Auf diese Weise bleibt er gewiß nicht für ‘unseren Gott heilig’.

    18 Jesus sagte treffend: „Macht euch Freunde mit dem ungerechten Reichtum, damit, wenn dieser versagt, sie [eure himmlischen Freunde, Jehova Gott und Jesus Christus] euch in die ewigen Wohnstätten aufnehmen“ (Lukas 16:9). Zwar benötigen wir einige materielle Dinge, und wir können solche Mittel zur Förderung der Königreichsinteressen gebrauchen und uns im Himmel Freunde machen, doch dürfen wir nicht zulassen, daß das weltliche Streben, diese Dinge im Überfluß zu haben, unser Herz verdirbt (Lukas 12:34).

    19 Ein anderes weltliches Ziel besteht darin, eine gute Stellung, Ruhm und Ehre zu erlangen. Das setzt in vielen Fällen eine jahrelange Ausbildung und das Hocharbeiten auf der sozialen Stufenleiter voraus. Doch diejenigen, die auf die eigene Ehre aus sind, werden in der Bibel mit jemandem verglichen, der zuviel Honig ißt, was Übelkeit hervorrufen kann. So heißt es zum Beispiel: „Im Überfluß Honig essen ist nicht gut, noch ist es etwas Ehrenhaftes, die eigene Ehre zu suchen“ (Sprüche 25:16, 27, Rotherham). Es ist auch schriftwidrig, weltliche Helden oder Stars zu verehren. Christliche Eltern mögen es mitunter für nötig erachten, ihre Kinder freundlich darauf hinzuweisen. (Vergleiche Apostelgeschichte 12:21-23.) Bestimmt ist die richtige Ansicht über solche Dinge ebenfalls notwendig, wenn wir für ‘unseren Gott heilig’ bleiben und es vermeiden wollen, vollen Gebrauch von der Welt zu machen.

    Neu dazu kommt in der heutigen Zeit, der Geist der Unabhängigkeit – unabhängig von den Eltern und unabhängig von seinem Ehepartner leben zu wollen, und dies durch Lügen und Betrug umzusetzen. Dieser Geist der Unabhängigkeit fängt aber auch in den Gemeinden an, wenn einige selbst Entscheidungen fällen, deren Entscheidung eigentlich durch den Kanal geschehen sollte. Dann wird davon gesprochen, dass dies ja “nur Empfehlungen” seien, und man solle “nicht alles so Buchstabengemäß umsetzen”.

    Korah war ein solcher Mensch in alter Zeit. Er war unzufrieden. Er wollte die Stellung die der Allmächtige dem Moses und dem Aaron gegeben hatte, beseitigen. Er wollte eine “demokratische Führung” in einer “Theokratie”. Kann es sein, dass wir manchmal auch den Kanal nicht akzeptieren und Dinge “so machen, wie es uns gefällt” – z.B. Entscheidungen treffen, oder Einleitungen und Studien so führen, wie wir es für richtig erachten, anstatt nach den “Anweisungen die wir schwarz auf weiß” erhalten? Hören wir vielleicht aus Ansprachen Dinge heraus, die uns “besser gefallen” als das, was Gott sagt, um uns weiterhin von ihm abzuwenden?

    Dathan und Abiram lehnen den Führungsanspruch von Mose ab, weil er ihrer Meinung nach, versagt hat. Sind auch wir enttäuscht, weil wir schon seit Jahren auf das Paradies warten und schließen uns deshalb der Meinung von Spöttern an, die sagen “das dauert eh noch 10 bis 15 Jahre”?

    Diese Einstellung ist im Prinzip die selbe Auflehnung, wie sie Dathan und Abiram hier äußerten. Es ist also wichtig, den Kanal zu akzeptieren, durch den der Allmächtige handelt. Und wie finde ich diesen? Ich persönlich kenne nur eine einzige Organisation, die Literatur verschenkt, und sich nur durch Spenden finanziert. Welche Organisation gibt Zeitschriften herraus, die sich um Gottes Königreich reden, der die Wahrheit über den Höchsten weltweit verbreitet?

    „Es ist die einzige Zeitschrift, die Gottes Königreich — von dem die Bibel eigentlich handelt — verkündigt oder überhaupt darüber spricht.“ „Für uns ist er wie eine Rettungsleine, die dazu dient, uns aus dem Meer der Vernichtung herauszuziehen.“

    Ähnlich, wie damals durch den blühenden Stab von Aaron – also durch ein Wunder – klargestelt wurde, wer vom Höchsten annehmbar war, so kann man auch heute klar erkennen, welche Männer von Gottes Geist geleitet werden. Entscheiden wir an “diesem Sklaven” vorbei? – oder handeln wir nach den “Anweisungen des Sklaven”?

    Lese diese Zeitschrift, gleich wenn du sie erhalten hast, und handle nach dem Gelesenen! Wer ihn nur zur Show liest und anstreicht oder bemalt, damit es gesehen wird, verfehlt bei weitem das Ziel.

    Kommentar — 22. Februar 2009 @ 17:35

  3. thom

    4.Mose 15-17
    Auf einer anderen Website heißt es dazu:

    Es ist schon erstaunlich, dass es das Volk nach drei großartigen Zeichen Gottes, immer noch nicht verstand, worauf es ankam und sich die Frage stellte: „SOllten wir denn ganz vergehen?“.

    Was war passiert?

    Zuerst stellt sich Korach mit einer ganzen Reihe führender Männer aus dem Volk gegen Mose und Aaron. Als dann Korach und seine ganze Familie vor ihr Zelt traten, tat sich die Erde auf und verschlang die gesamte Familie Korachs und Feuer vom Herrn ließ alle 250 Komplizen in Rauch aufgehen.

    Obwohl das Volk die Wunder Gottes sah, hörte es nicht, sondern ging sofort wieder dazu über, gegen Mose und Aaron zu murren. Das Resultat: 14.700 Menschen sterben und nur durch die Fürbitte und der Opfer Moses und Aarons konnte die Zahl der Toten begrenzt werden.

    Zum letzten dann, legen die Fürsten der Stämme Israels ihre Hirtenstäbe vor den Herrn und der bestätigt die Autorität Aarons dadurch, dass er den Hirtenstab Aarons zum Blühen bringt und sogar Früchte daran wachsen lässt.

    Nach alledem spricht der Herr zu Mose:

    „Bring den Stab Aarons vor das Zeugnis zurück, um ihn als Zeichen für die Widerspenstigen aufzubewahren, damit du ihrem Murren vor mir ein Ende machst und sie nicht sterben!“ (17:25)

    Die Antwort des Volkes darauf war:

    „Siehe wir vergehen, wir kommen um, wir alle kommen um. Jeder, der irgend der Wohnung des Herrn naht, der stirbt. Sollen wir denn ganz und gar vergehen?“ (17:27-28)

    Die Reaktion des Volkes ist wirklich erstaunlich. Anstatt umzukehren und sich vor dem Herrn zu beugen, bleibt die widerspenstige Herzenshaltung bestehen. Nicht die Frage „Herr wie kann ich dir in Heiligkeit dienen?“, sondern „Jeder der sich dem Herrn nähert stirbt, ja sollen wir denn alle sterben?“ kommt dem Volk in den Sinn.

    Gott kam, um mitten unter dem Volk zu wohnen. Er erwählte Israel, erlöste Israel, machte einen Bund mit Israel, versorgte Israel in der Wüste und er war tagtäglich dem Volk präsent. Gott wollte Gemeinschaft mit Israel haben. Er hatte Israel zur „Braut“ erwählt und wollte mit Israel ewiglich zusammen bleiben.

    Was hatte Israel also falsch verstanden, wenn es sagte „Jeder, der irgend der Wohnung des Herrn naht, stirbt.“?

    A) Wer gegen die von Gott eingesetzte Autorität handelt, handelt gegen Gott.

    Das Volk murrte zu keiner Zeit direkt gegen Gott, sondern immer und immer wieder gegen Mose und Aaron. Sie verstanden nicht, das es keinen Unterschied machte, ob sie gegen Mose und Aaron oder direkt gegen Gott murrten.
    Wir müssen verstehen, das jegliche Leiterschaft und Autorität von Gott eingesetzt wurde, selbst, wenn die Leiterschaft gottlos sein sollte (war ja bei Mose und Aaron nicht der Fall war)!
    1.Petrus 2:11-17 beschreibt es als unsere Pflicht, selbst den menschlich eingesetzten Herren zu dienen und ihnen zu gehorchen, wie viel mehr dann auch den göttlich eingesetzten.

    Israel verstieß gegen diesen Grundsatz Gottes und lehnte sich gegen göttlich eingesetzte Autorität auf und wurde dafür „zurechtgewiesen“.

    Auch wir heute, müssen die richtige Einstellung zu unseren Leitern haben, da auch wir sonst zurechtgewiesen werden!

    “Erweist allen Ehre; liebt die Bruderschaft; fürchtet Gott; ehrt den König!” (1.Petrus 2:17)

    Könige, Herrscher und andere Oberhäupter, wie Pastoren, Lehrer, Bürgermeister etc. sind von Gott eingesetzt, um das Gute zu belohnen und das Böse zu bestrafen. Sie sind der „verlängerte“ Arm Gottes um Belohnung, oder Gericht über ein Volk zu bringen, oder aber auch, dem Volk eine geistige Lektion zu lehren.

    Die geistige Lektion im Falle unserer Parasha ist das Wunder des blühenden Hirtenstabes. Aber auch dieses Zeichen wurde vom Volk nicht erkannt. Und führte zum zweiten Problem.

    B) Das Volk verwarf das Zeichen Gottes

    Der Hirtenstab wurde als Zeichen in die Bundeslade gelegt, die im Allerheiligsten stand. Die Geschichte der Bundeslade, und somit auch des blühenden Hirtenstabes, ist abenteuerlich, denn nach der Zerstörung des salomonischen Tempels, verschwindet die Bundeslade im Dunkeln der Vergangenheit und taucht nicht mehr auf.

    Und es wird geschehen, wenn ihr euch im Land vermehrt und fruchtbar seid in jenen Tagen, spricht der HERR, wird man nicht mehr sagen: «Die Bundeslade des HERRN»; und sie wird keinem mehr in den Sinn kommen, und man wird nicht mehr an sie denken noch sie suchen, und sie wird nicht wiederhergestellt werden. (Jeremia 3:16)

    Obwohl die Bundeslade schon seit über 2.500 Jahren verschwunden ist, bleibt die Erfüllung der Prophezeiung Jeremias aus. Es gibt duzende Bücher, Videos, Theorien und haarsträubende Spekulationen darüber, wo sich die Bundeslade heute befindet.

    Die einen vermuten die Lade unter dem Tempelberg in Jerusalem, die andere in Äthiopien, wieder andere unter Golgatha. Gefunden hat sie jedoch niemand.

    Warum also beschäftigen sich unzählige Menschen mit der Suche der Bundeslade, wenn Jeremia prophezeit, das sie keiner mehr suchen würde?

    Ich persönlich glaube daran, das der Grund darin liegt, das die Leute das Zeichen welches IN der Bundeslade lag, nicht verstanden. Der Schreiber des Hebräerbriefes versucht ein wenig Licht in die Angelegenheit zu bringen, lässt aber im Kapitel 9 einige Details offen, denen wir auf den Grund gehen wollen.

    Denn es wurde ein Zelt aufgerichtet, das vordere in dem sowohl der Leuchter als auch der Tisch und die Schaubrote waren das das Heilige genannt wird, hinter dem zweiten Vorhang aber ein Zelt, das das Allerheiligste genannt wird, das einen goldenen Räucheraltar und die überall mit Gold überdeckte Lade des Bundes hatte, in welcher der goldene Krug, der das Manna enthielt, und der Stab Aarons, der gesprosst hatte, und die Tafeln des Bundes waren; oben über ihr aber die Cherubim der Herrlichkeit, die den Versöhnungsdeckel überschatteten, von welchen Dingen jetzt nicht im einzelnen zu reden ist. (Hebräer 9:2-5)

    Da wir in vorherigen Kommentaren zur Torah schon die Stiftshütte und deren Instrumente besprochen hatten, wollen wir uns an dieser Stelle nur auf die Bundeslade konzentrieren.

    Die Bundeslade bestand aus zwei Teilen. Der erste Teil war die eigentliche Lade. Die Lade war ein Holzkasten, der mit Gold überzogen war und verschiedene Gegenstände enthielt.

    Der zweite Teil war der Deckel der Lade, welcher der „Thron der Gnade“ genannt wird. Der Thron der Gnade wurde auf die Lade gelegt und verschloss somit den Kasten mit den Gegenständen.

    Auf dem Deckel befanden sich zwei Cherubim, die ihre Flügel zueinander streckten. Zwischen diesen beiden Flügeln wohnte die Herrlichkeit Gottes im Tempel. Der einzige Weg sich dieser Lade zu nähern, bestand darin, am Yom Kippur, am Versöhnungstag, Blut eines Lammes zu nehmen und dieses an die Lade zu sprenkeln. Das Nähern zur Lade war dazu nur dem Hohenpriester gestattet, sonst niemandem.

    D.H. um die Herrlichkeit Gottes sehen zu können, brauchte man das Blut eines Lammes und erhielt dann Zugang zu den drei Zeichen Gottes.

    • Tafeln des Bundes.
    • Manna aus der Wüste.
    • Blühender Stab Aarons.

    Alle drei Gegenstände, bzw. Zeichen repräsentieren den Messiahs!

    Die Tafeln des Bundes.

    Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als eines Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. (Johannes 1:14)

    Das Manna aus der Wüste.

    Ich bin das Brot des Lebens. Eure Väter haben das Manna in der Wüste gegessen und sind gestorben. Dies aber ist das Brot, das aus dem Himmel herabkommt, damit man davon esse und nicht sterbe. (Johannes 6:48-50)

    Der tote Stab Aaron, der blühte und Frucht trug.

    Jesus sprach zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist; (Johannes 11:25)

    Alle Zeichen, incl. „unseres“ Hirtenstabes wurden dem Volk für eine kurze Zeit als Zeichen gezeigt, um sie dann unter dem „Thron der Gnade“ einzuschließen. Um sie sehen zu könne, musste man also „unter“ die Gnade Gottes kommen.

    Obwohl also die Zeichen da waren, konnte sie keiner sehen, da ja selbst der Hohe Priester den Deckel nicht öffnen durfte. Alle Gegenstände wurden von Mose selbst hineingelegt und waren bis zum Verschwinden der Bundeslade „unsichtbar“.

    In dem Moment wo wir die Zeichen verstehen, wird die physische Anwesenheit der Bundeslade in einem Tempel vollkommen belanglos.

    „Sollen wir denn ganze vergehen?“ war die Frage zu Beginn. Obwohl die Frage im Text unserer Parasha nicht direkt beantwortet wird, so wird sie doch im Laufe der Geschichte beantwortet.

    Die Antwort lautet ganz klar „NEIN!“.

    Gott gab den blühenden Stab Aarons zum Zeichen für das ganze Haus Israel. Leben aus den Toten, Widerbelebung von längst aufgegebenen und ewige Treue zu seinem Bundesvolk.


    Kommentar — 21. Februar 2010 @ 08:47

  4. Jule

    4. Mose 15 – 17

    hier mal etwas, was ich im Jahre 2004 im Rahmen eines Programmpunktes in der Dienstzusammenkunft geschrieben habe. Ein Hoch auf die Festplatte und die Word-Dateien, die man sich jederzeit und immer wieder rauskramen kann…

    Als ich gestern abend zur Vorbereitung auf die Dienstzusammenkunft das Drama „Jehovas Autorität achten“ angehört habe, ist mir aufgfallen, was es eigentlich wirklich bedeutet, „sich auf die Seite von jemanden zu stellen“!

    Ist uns aufgefallen, welche Tragweite es hatte, auf welcher Seite man stand, wie wichtig es war, auf der richtigen Seite zu stehen? Alle, die sich mit den Rebellen auf eine Seite gestellt haben, sind umgekommen, die auf der richtigen Seiten haben überlebt. – So habe ich das eigentlich noch nie gesehen. Wir sollten uns also niemals unüberlegt oder aus Sympathie auf die Seite von jemanden anderes stellen.

    Aus dem Drama ging ja auch hervor, was Loyalität Jehova gegenüber wirklich bedeutet, und daß uns unsere Gefühle für unsere Freunde oder unsere Familie nicht wichtiger sein dürfen, als die Gefühle Jehovas.

    Wenn man so darüber nachdenkt, was das im täglichen Leben bedeutet…

    Vor vielen Jahren habe ich meine Loyalität leider auf die falsche Seite gesetzt, als ich anfing, mich mit meinem Nachbar – nur zum Kniffel und Rommee spielen – zu treffen. Ich wollte doch nichts von dem, da war ich mir ganz sicher – und was bitte hat das mit Loyaliät Jehova gegenüber zu tun? Wir tun doch nichts unbiblisches. Aber, wie wir ja alle wissen, schläft der Satan nicht, und ganz heimlich still und schleichend habe ich Gefühle für den entwickelt und war danach für jeden Rat taub. Als die Ältesten es bemerkten und mich davon abhalten wollten, den zu heiraten, war ich schon so „verknallt“ das nichts mehr zu machen war. Sie sagten mir, daß das Ungehorsam Jehova gegenüber wäre, aber mir waren meine Gefühle für den Mann wichtiger und so haben wir geheiratet. Natürlich ist es nicht gut gegangen „du hast doch nicht wirklich gedacht, das etwas, was du gegen den Rat Jehovas tust, Gelingen haben kann“ – naja, aus Fehlern lernt man.

    Aber auch solche Situationen haben mit Loyalität Jehova gegenüber zu tun.

    Wenn wir wirklich loyal Jehova gegenüber sind und richtig handeln, können wir uns viel Schmerz ersparen.

    Das Unloyalität Jehova gegenüber sehr schmerzhaft sein kann, habe ich also bereits am eigenen Leib festgestellt. Aber es kann auch tödlich sein.

    Mich hat besonders beeindruckt, wie die, die die richtige Einstellung hatten, von anderen hart bedrängt wurden, doch die Seiten zu wechseln, „schließlich ist er euer Vater“. Also appelliert Satan an unsere familiäre Bindung, da er weiß daß sie für uns so wichtig ist. Aber nicht nur das, biblische Aussagen wurden sogar verdreht, „es steht doch in den Schriften, daß du Vater und Mutter ehren sollst“. Klasse Trick oder, fällt der schlechte Beweggrund garnicht so auf.

    Das zeigt uns auch wieder, daß wir nie vorsichtig genug sein könen, mit wem wir Kontakt haben und was wir uns anhören. Auch in der Versammlung kann es falsche Freunde geben, die uns irgendwelche Bibeltexte „um die Ohren hauen“ mit denen sie ihr falsches Verhalten begründen und versuchen, uns auf ihre Seite zu ziehen!

    Vergessen wir nicht, daß es echte Konsequenzen hat, auf welcher Seite wir stehen und laßt uns wachsam bleiben, alles zu tun, was in Jehovas Augen recht ist!

    Kommentar — 22. Februar 2010 @ 04:18

  5. Jule

    4. Mose 15 – 17

    4. Mose 15:27-31

    Und wenn irgendeine Seele aus Versehen sündigen sollte, dann soll sie eine in ihrem ersten Jahr [stehende] Ziege als Sündopfer darbringen. 28 Und der Priester soll Sühne leisten für die Seele, die durch eine Sünde unabsichtlich vor Jehova einen Fehler begangen hat, um so Sühne dafür zu leisten, und es soll ihr vergeben werden. 29 Was den Einheimischen unter den Söhnen Israels betrifft und den ansässigen Fremdling, der als Fremdling in ihrer Mitte weilt, so sollte sich e i n Gesetz für euch vorfinden in bezug auf etwas, was unabsichtlich getan wird.

    30 Die Seele aber, die etwas willentlich tut, ob es ein Einheimischer oder ein ansässiger Fremdling ist, redet sie von Jehova schimpflich, so soll in diesem Fall diese Seele von den Reihen ihres Volkes abgeschnitten werden. 31 Weil es Jehovas Wort ist, das sie verachtet hat, und sein Gebot, das sie gebrochen hat, sollte diese Seele unweigerlich [vom Leben] abgeschnitten werden. Ihr eigenes Vergehen ist auf ihr.‘ “

    Hier wird ein ganz deutlicher Unterschied gemacht: eine unabsichtliche und die willentliche Sünde.

    Wenn wir aus Verseheh sündigen, dann greift das Opfer Jesu Christi und Jehova wird uns vergeben, wenn wir ihn darum bitten.

    Wenn wir aber mit Absicht die Maßstäbe Jehovas brechen, dann wird er uns verwerfen. Zwar gibt es heute keine Todesstrafe mehr, aber ein uneinsichtiger Sünder wird heute aus der Versammlung des Volkes Gottes ausgestoßen, er wird ausgeschlossen.

    Ist dies hart?

    Seien wir lieber froh, dass das mosaische Gesetz heute nicht mehr greift.

    Wobei: im Endeffekt ist es immer noch die Todesstrafe, denn wenn wir nicht bereuen, bis Jehovas Tag kommt, dann wird er uns mit den ganzen anderen Sündern beseitigen.

    Noch ist die gelegene Zeit: bringen wir unser Verhältnis mit Jehova ins Reine, damit er uns vergeben und wieder in seine Gunst aufnehmen kann.

    Falls wir ein Doppelleben führen, dann führen wir uns bitte vor Augen, wie ernst diese Angelegenheit ist und nutzen wir die Zeit, um unser Verhältnis zu Jehova wieder neu zu beleben und wieder in seine Gunst zu gelangen!

    Kommentar — 9. März 2011 @ 12:27

  6. Jule

    4. Mose 15:37-41

    Und Jehova fuhr fort, zu Moses folgendes zu sagen: 38 „Rede zu den Söhnen Israels, und du sollst zu ihnen sagen, daß sie sich mit Fransen besetzte Ränder an die Säume ihrer Kleider machen sollten durch ihre Generationen hindurch, und oberhalb des mit Fransen besetzten Randes des Saums sollen sie eine blaue Schnur anbringen: 39 ‚Und es soll euch als ein mit Fransen besetzter Rand dienen, und ihr sollt es sehen und aller Gebote Jehovas gedenken und sie tun, und ihr sollt nicht umhergehen, indem ihr eurem Herzen und euren Augen folgt, denen ihr zu unsittlichem Verkehr nachgeht. 40 Der Zweck ist, daß ihr aller meiner Gebote gedenkt und [sie] bestimmt tut und euch eurem Gott wirklich als heilig erweist. 41 Ich bin Jehova, euer Gott, der euch aus dem Land Ägypten herausgebracht hat, um mich als euer Gott zu erweisen. Ich bin Jehova, euer Gott.‘ “

    hier sieht man wieder mal, wie wichtig es ist, den Sinn hinter den Dingen zu verstehen, die Jehova anordnet!

    Es ging nicht darum, dass sie eine bestimmte Art von Kleidung trugen, dass es ganz wichtig und lebensrettend war, wenn sie diese Kleidung trugen. Es war kein Talismann!

    Die andersartige Kleidung sollte sie deutlich von dem Rest der Welt um sich herum abheben. Man sollte deutlich sehen, dass sie anders waren. Allerdings ging dieses Anderssein über die Kleidung hinaus. Sie sollten in ihrem Herzen, in ihrer Anbetung und in ihren Handlungen anders sein. Die Kleidung war nur ein Symbol dafür!

    Ähnlich ist es heute. Wir unterscheiden uns von den anderen Religionen durch unseren Namen!

    Aber das ist nicht alles. Wenn sich unser Anderssein darin erschöpfen würde und darin, dass wir die christlichen Zusammenkünfte besuchen und einen gewissen Anteil am Predigtwerk haben – dann reicht dies allein nicht aus.

    Unsere Anbetung muss unser ganzes Leben durchdringen, alles, was wir tun!

    Wir sollten uns jederzeit, 24 Stunden am Tag, daran erinnern, dass es Jehova ist, den wir anbeten und dem wir gefallen wollen. Dies beinhaltet alles, was wir tun. Alle unsere Entscheidungen sollten so sein, dass sie Jehova gefallen, alles, was wir uns ansehen, was wir uns anhören, worüber wir reden, worüber wir nachsinnen.

    Jesus sagte mal „aus der Fülle des Herzens redet der Mund“. So ist dies eine gute Meßlatte. Wir können an dem, womit wir uns beschäftigen, worum sich unsere Gespräche drehen, erkennen, in wieweit Jehova in unserem Leben eine Rolle spielt.

    Wenn man uns jederzeit als Anbeter Jehovas erkennen kann, nicht nur dann, wenn wir in den Zusammekünften sind oder für den Predigtdienst fertig gemacht sind – dann tragen wir die besondere Kleidung, die hier den Israeliten geboten wurde.

    Erinnern wir uns noch daran, dass wir die christliche Persönlichkeit anziehen sollten?

    Ziehen wir etwa ein sauberes neues Gewand über ein altes verschwitztes an, mit dem wir gerade von einer schmutzigen schweißtreibenden Arbeit kommen?

    Nein, wir werden zuerst die dreckige Kleidung ausziehen, uns gründlich duschen oder baden und dann die saubere gute Kleidung anziehen. Dann fühlen wir uns sauber und wohl.

    Wie steht es mit unserer christlichen Persönlichkeit?

    Haben wir vielleich nur schnell die vorgeschriebenen Fransen an ein altes verdrecktes Gewand genäht, da es uns zu zeitaufwändig ist, es auf die richtig Weise zu tun?

    Kommentar — 9. März 2011 @ 12:40

  7. Jule

    4. Mose 16:41

    Und gleich am nächsten Tag begann die ganze Gemeinde der Söhne Israels gegen Moses und Aaron zu murren, indem [sie] sagte: „Ihr, ihr habt Jehovas Volk zu Tode gebracht.“

    manche Menschen scheinen nie dazu zu lernen!

    Hatten sie nicht gerade miterlebt, wie Jehova durch ein Zeichen gezeigt hatte, dass er mit Moses war und dass Korah, Dathan und Abiram in SEINEN Augen verworfen waren?

    Wie kommen sie nun dazu, Moses die Schuld dafür zu geben?

    War denn Moses Schuld daran, dass sie ständig murren mussten? Dass sie nicht mit den Vorkehrungen Jehovas zufrieden waren?

    Ähnlich verhält es sich mit vielen, die vom Volke Jehovas ausgeschlossen worden sind. Sie geben den anderen die Schuld, den Ältesten, die das Rechtskommitee gebildet haben, oder ihren Brüdern, die sie ja zum Straucheln gebracht hätten. Dabei waren doch sie es, die nicht bereut haben und darum sind sie ausgeschlossen worden.

    Teilweise verhalten sie sich dann recht merkwürdig. Anstatt sich umzudrehen und wegzugehen und nun ihr eigenes Leben zu leben, so wie es ihnen gefällt, verbringen sie immense Zeit damit, ihre ehemaligen Brüder zu belauern und gegen sie zu reden.

    Ich habe mir sagen lassen, dass es eine große „Gemeinde von Ausgeschlossenen“ gibt, die heute mehr Zeit mit den Publikationen des treuen und verständigen Sklaven verbringen, als die Brüder, die noch aktiv mit der Versammlung verbunden sind. Sie haben die Publikationen schon oft gelesen, sogar studiert, bevor sie überhaupt in den Versammlungen ausgegeben werden. Sie kennen jeden Vortrag, hören sich jeden Vortrag und jeden Kongress aufmerksam an.

    Allerdings ist hier ein sehr merkwürdiger Beweggrund: Sie wollen nicht hören, was Jehova ihnen zu sagen hat und wo sie sich ändern sollten, um IHM zu gefallen. Nein, sie suchen nach Fehlern bei ihren Brüdern. Nehmen jeden Satz auseinander um anderen zu zeigen, wie dumm die Zeugen Jehovas doch sind und dass es falsch ist, was diese glauben.

    Ich finde so ein Verhalten ziemlich dumm!

    Entweder möchte ich Jehova dienen und darum lese ich in der Bibel, in den Publikationen, gehe zur Versammlung, höre mir Vorträge und Kongresse an.

    Wenn ich mich aber entscheiden würde, dass dies nicht die Wahrheit ist und dass ich die Gebote meines Gottes lieber nicht halten möchte, sondern lieber das Leben führe, das mir selbst so vorschwebt – dann würde ich wirklich gehen und nicht nach Fehlern bei meinen Brüdern suchen.

    Hier in 4. Moses sehen wir, wie Jehova über solche Personen denkt. Sie greifen hier Moses an, anstatt einzusehen, dass die anderen von Jehova vernichtet worden sind, weil sie falsch gehandelt, weil sie sich gegen Jehova aufgelehnt hatten. Damit sind sie nicht wirklich besser als diejenigen, die Jehova gerade vernichtet hatte und passenderweise bringt Jehova dies auch ganz klar zum Ausdruck. Moses muss für sie Fürbitte einlegen, damit Jehova die Plage wieder von ihnen nahm.

    Mir ist nur schleierhaft, warum sie aus dem Vorfall mit Korah und Konsorten nicht die richtigen Schlußfolgerungen gezogen hatten?

    Kommentar — 9. März 2011 @ 12:54

  8. Jule

    4. Mose 15 – 17

    4. Mose 15:30-31

    Wer absichtlich sündigt, muss sterben

    30 »Wenn aber jemand aus eurem Volk oder ein Ausländer, der bei euch lebt, mit Absicht eins meiner Gebote übertritt, dann beleidigt er mich und muss sterben. 31 Er hat mein Wort verachtet und mein Gesetz gebrochen. Darum muss er die Folgen tragen und mit seinem Leben dafür bezahlen.«

    Da können wir sehen, wie barmherzig Jehova heute mit uns ist. Wenn wir Mist bauen, werden wir zwar aus der Versammlung ausgeschlossen, wenn nicht hinreichend Reue erkennbar ist – aber wir haben auch die Gelegenheit, wieder in den Schoß der Versammlung zurückzukehren.

    Denken wir nur an Jesu Gleichnis vom verlorenen Sohn!

    Kommentar — 23. Februar 2012 @ 19:56

  9. Jule

    4. Mose 15:32-36

    Während des Zuges durch die Wüste wurde einmal ein Israelit dabei gesehen, wie er am Sabbat Holz sammelte. 33-34 Man brachte ihn zu Mose und Aaron, und vor dem ganzen Volk wurde beraten, was mit ihm geschehen sollte. Da niemand genau wusste, welche Strafe er verdiente, wurde er zunächst eingesperrt.

    35 Dann sprach der Herr zu Mose: »Dieser Mann muss sterben! Das ganze Volk soll ihn draußen vor dem Lager steinigen.« 36 Da führten die Israeliten ihn aus dem Lager und steinigten ihn, wie der Herr es durch Mose angeordnet hatte.

    Warum sollte jeder mit Hand anlegen, wenn ein Sünder gesteinigt wurde?

    Sollte ihnen so ganz klar vor Augen geführt werden, dass es keine leichte Sache ist, gegen Gottes Gebote zu verstoßen? Immerhin wurden sie sich dadurch sicherlich bewußt, dass ihr Handeln schlimme Konsequenzen haben würde.

    Kommentar — 23. Februar 2012 @ 20:01

  10. Jule

    4. Mose 15:37-40

    Gottes Gebote immer vor Augen

    37 Der Herr sprach zu Mose: 38 »Sag den Israeliten, dass sie und alle ihre Nachkommen an die Zipfel ihrer Gewänder Quasten nähen sollen, die mit einem Stück Schnur aus violettem Purpur zusammengebunden sind. 39 Die Quasten sollen euch daran erinnern, meinen Geboten zu gehorchen. Immer wenn ihr sie seht, sollt ihr an meine Weisungen denken.

    Das wird euch helfen, nicht mit euren Gedanken oder Blicken umherzuschweifen und eure eigenen Ziele zu verfolgen.

    40 Ich möchte, dass ihr meine Gebote im Herzen bewahrt und sie befolgt. Ihr sollt ganz mir gehören.

    Kommentar — 23. Februar 2012 @ 20:03

  11. Jule

    Kapitel 16 und 17

    Korach hetzt das Volk auf

    1 Der Levit Korach, ein Sohn Jizhars aus der Sippe Kehat, wollte das Volk gegen Mose aufhetzen. Drei Männer vom Stamm Ruben schlossen sich ihm an: Datan und Abiram, die Söhne Eliabs, und On, ein Sohn Pelets. Sie brachten 250 Israeliten auf ihre Seite, führende und einflussreiche Männer. 3 Gemeinsam gingen sie zu Mose und Aaron und sagten zu ihnen: »Wir haben jetzt genug von euch! Wer gibt euch das Recht, euch über die Gemeinde des Herrn zu stellen? Der Herr ist mitten unter uns! Wir alle sind heilig, nicht nur ihr!«

    4 Als Mose das hörte, warf er sich zu Boden und betete. 5-7 Dann sagte er zu Korach und den anderen: »Morgen wird der Herr zeigen, wer zu ihm gehört und heilig ist. Darum kommt morgen zum Heiligtum, du, Korach, und alle deine Leute. Bringt Räucherpfannen mit, und zündet Weihrauch darin an. Dann werden wir sehen, wer heilig ist, denn der Herr wird nur den in die Nähe des Heiligtums lassen, den er dazu bestimmt hat. Reicht euch das, ihr Leviten?«

    8 Dann wandte er sich noch einmal an Korach und seine Leute und mahnte sie: »Hört zu, ihr Leviten! 9 Der Gott Israels hat aus diesem ganzen Volk allein euch dazu ausgewählt, in seine Nähe zu kommen. Er hat euch beauftragt, die Arbeiten an seinem Heiligtum zu verrichten und damit dem ganzen Volk zu dienen. Ist euch das noch zu wenig? 10 Du und deine Verwandten vom Stamm Levi, ihr dürft doch immer in der Nähe des Herrn sein! Aber das reicht euch offenbar nicht! Ihr wollt auch noch Priester werden. 11 Doch denkt daran: Wenn ihr Aaron sein Amt als Priester streitig macht, lehnt ihr euch gegen den Herrn auf! Ja, gegen ihn habt ihr euch zusammengerottet!«

    12 Dann ließ Mose Datan und Abiram zu sich rufen. Die beiden aber lehnten ab: »Wir kommen nicht! 13 Du hast uns aus einem schönen, fruchtbaren Land herausgeholt, damit wir in der Wüste verenden. Ist das noch nicht genug? Musst du dich auch noch als Herrscher aufspielen? 14 Wo ist denn das verheißene Land, in dem Milch und Honig fließen? Wo sind die Felder und Weinberge, die wir bekommen sollten? Du willst die Leute wohl für dumm verkaufen! Nein, wir kommen nicht!«

    15 Da wurde Mose sehr zornig und bat den Herrn: »Nimm ihr Opfer nicht an! Ich habe keinem von ihnen je etwas getan. Nicht einmal einen Esel habe ich ihnen weggenommen.«

    Der Herr greift ein

    16 Dann forderte Mose Korach auf: »Morgen sollst du mit deinen 250 Leuten vor dem Herrn erscheinen! Auch Aaron wird da sein. 17 Jeder soll eine Pfanne mit Weihrauch für den Herrn mitbringen, auch du selbst und Aaron.« 18 So kamen die Männer Korachs am folgenden Tag mit ihren glühenden Räucherpfannen zum Eingang des heiligen Zeltes. Auch Mose und Aaron waren dort,

    19 und die übrigen Israeliten versammelten sich ebenfalls. Es war Korach gelungen, das ganze Volk gegen Mose und Aaron aufzuwiegeln.
    Da erschien der Herr in seiner Macht und Herrlichkeit, und alle Israeliten sahen es. 20 Er befahl Mose und Aaron: 21 »Verlasst dieses Volk, denn ich werde es auf einen Schlag vernichten!« 22 Doch die beiden warfen sich zu Boden und riefen: »O Gott, du hast doch alles, was lebt, geschaffen! Willst du ein ganzes Volk ausrotten, nur weil ein einziger Mann gesündigt hat?«

    23 Der Herr antwortete Mose: 24 »Dann befiehl den Israeliten, sich von den Zelten Korachs, Datans und Abirams zurückzuziehen!« 25 Mose stand auf und ging zu Datan und Abiram. Die Ältesten Israels folgten ihm. 26 Dann rief Mose den Israeliten zu: »Geht weg von den Zelten dieser gottlosen Menschen, und fasst nichts an, was ihnen gehört, sonst kommt ihr mit ihnen um!«

    27 Da entfernten sich die Israeliten vom Lager der Aufrührer.
    Als Datan und Abiram aus ihren Zelten kamen und mit ihren Frauen und Kindern davor standen, 28 rief Mose: »Nun sollt ihr sehen, dass der Herr mich gesandt hat und ich nicht tue, was ich will, sondern was er will. 29 Wenn diese Menschen in Frieden alt werden und sterben wie alle anderen, dann hat der Herr mich nicht gesandt. 30 Wenn er aber etwas tut, was es noch nie gab, dann werdet ihr merken, dass sie den Herrn beleidigt haben. Ich sage euch: Der Erdboden wird sich öffnen und sie mit allem, was sie haben, verschlingen. Der Herr wird sie mitten aus dem Leben ins Totenreich hinabreißen.«

    31 Kaum hatte Mose das gesagt, da spaltete sich die Erde. 32 Der Boden öffnete sich und verschlang Datan, Abiram und alle Anhänger Korachs mit ihren Familien und ihrem ganzen Besitz. 33 Mitten aus dem Leben wurden sie ins Totenreich hinabgerissen und von der Erde begraben, die sich über ihnen wieder schloss. So verschwanden sie aus der Mitte ihres Volkes. 34 Als die anderen Israeliten ihre Todesschreie hörten, flohen sie nach allen Seiten und riefen: »Weg von hier! Sonst verschlingt die Erde auch uns!«

    35 Im selben Moment schickte der Herr Feuer und verbrannte die 250 Männer, die ihm Weihrauch darbringen wollten.

    1 Dann sprach der Herr zu Mose: 2 »Befiehl dem Priester Eleasar, dem Sohn Aarons, dass er die Räucherpfannen aus der Asche sammeln und die Glut ausschütten soll. Diese Pfannen gehören mir, 3 weil man sie mir dargebracht hat. Ihr sollt Bleche daraus hämmern und den Brandopferaltar damit überziehen. Das wird die Israeliten in Zukunft daran erinnern, wie sich diese Menschen durch ihre Sünde selbst ins Verderben gestürzt haben.«

    4 Der Priester Eleasar sammelte die bronzenen Räucherpfannen der verbrannten Männer ein und ließ daraus eine Verkleidung für den Altar anfertigen, 5 wie der Herr es ihm durch Mose aufgetragen hatte. Diese Altarverkleidung sollte die Israeliten daran erinnern, dass nur Aaron und seine Nachkommen sich dem Heiligtum nähern und Räucheropfer darbringen durften. Jeder andere, der es versuchte, würde enden wie Korach und seine Leute.

    Das Volk hat nichts begriffen

    6 Am nächsten Tag machten die Israeliten Mose und Aaron schwere Vorwürfe und riefen: »Ihr habt Menschen umgebracht, die der Herr erwählt hat!« 7 Das ganze Volk stellte sich gegen sie. Da drehten sich die beiden zum heiligen Zelt um. Im selben Augenblick wurde es von der Wolke Gottes bedeckt, und der Herr erschien in seiner Herrlichkeit. 8 Mose und Aaron traten vor den Eingang, 9 und der Herr sprach zu Mose: 10 »Geht weg von diesen Leuten! Ich werde sie auf einen Schlag vernichten!« Da warfen sich die beiden zu Boden, 11 und Mose sagte zu Aaron: »Nimm eine Räucherpfanne, fülle sie mit Glut vom Altar, und streu Weihrauch darüber! Bring es zu den Leuten, und versöhne sie mit dem Herrn! Beeil dich, denn der Herr ist zornig; er hat schon begonnen, die Menschen zu töten.«

    12 Aaron tat, was Mose gesagt hatte, und lief mit der Räucherpfanne mitten in die versammelte Menge. Viele Menschen waren bereits gestorben. Aaron verbrannte den Weihrauch und versöhnte durch dieses Opfer das Volk mit Gott. 13 So konnte er das Verderben aufhalten. Der Ort, an dem Aaron stand, war die Grenze zwischen den Toten und den Lebenden. 14 14 700 Menschen waren umgekommen, die Leute Korachs nicht mitgerechnet.

    15 Als das Sterben aufgehört hatte, kehrte Aaron zurück zu Mose an den Eingang des heiligen Zeltes.

    Kommentar — 23. Februar 2012 @ 20:11

  12. Jule

    Privat – zu Korah, Dathan und Abiram und ob es uns beide nicht auch betrifft:

    Das haben wir beide vor einigen Jahren geschrieben :
    Thom 2009

    Ich persönlich kenne nur eine einzige Organisation, die Literatur verschenkt, und sich nur durch Spenden finanziert. Welche Organisation gibt Zeitschriften herraus, die sich um Gottes Königreich reden, der die Wahrheit über den Höchsten weltweit verbreitet?

    „Es ist die einzige Zeitschrift, die Gottes Königreich — von dem die Bibel eigentlich handelt — verkündigt oder überhaupt darüber spricht.“ „Für uns ist er wie eine Rettungsleine, die dazu dient, uns aus dem Meer der Vernichtung herauszuziehen.“

    Ähnlich, wie damals durch den blühenden Stab von Aaron – also durch ein Wunder – klargestelt wurde, wer vom Höchsten annehmbar war, so kann man auch heute klar erkennen, welche Männer von Gottes Geist geleitet werden. Entscheiden wir an “diesem Sklaven” vorbei? – oder handeln wir nach den “Anweisungen des Sklaven”?

    Lese diese Zeitschrift, gleich wenn du sie erhalten hast, und handle nach dem Gelesenen!

    und ich einige Jahre später:

    Allerdings ist hier ein sehr merkwürdiger Beweggrund: Sie wollen nicht hören, was Jehova ihnen zu sagen hat und wo sie sich ändern sollten, um IHM zu gefallen. Nein, sie suchen nach Fehlern bei ihren Brüdern. Nehmen jeden Satz auseinander um anderen zu zeigen, wie dumm die Zeugen Jehovas doch sind und dass es falsch ist, was diese glauben.

    Ich finde so ein Verhalten ziemlich dumm!

    Entweder möchte ich Jehova dienen und darum lese ich in der Bibel, in den Publikationen, gehe zur Versammlung, höre mir Vorträge und Kongresse an.

    Wenn ich mich aber entscheiden würde, dass dies nicht die Wahrheit ist und dass ich die Gebote meines Gottes lieber nicht halten möchte, sondern lieber das Leben führe, das mir selbst so vorschwebt – dann würde ich wirklich gehen und nicht nach Fehlern bei meinen Brüdern suchen.
    (von 2011)

    Machen wir nicht heute den selben Fehler, wie wir ihn der Gesellschaft vorwerfen?

    Wenn ich lese, was wir vor einigen Jahren geschrieben haben, dann verurteilen wir dadurch doch auch selbst unsere Einstellung von heute – oder nicht?

    Damals haben wir noch für die Gesellschaft geeifert und heute fallen uns die Punkte ins Auge, wodurch sie sich unserer Meinung nach selbst als treuer Sklave disqualifizieren.

    Du sagst, dass sie ja nicht Moses sind, sondern es nur von sich selbst behaupten. Aber in dem Kommentar schreibst du es doch selbst.

    Worin unterscheiden wir uns wirklich von den drei Rebellen, wenn wir mit einbeziehen, was wir selbst vor einigen Jahren geschrieben haben?

    —> weiterführende Gedanken dazu hier

    Kommentar — 25. Februar 2013 @ 19:15

  13. Jule

    4. Mose 16:11

    Doch denkt daran: Wenn ihr Aaron sein Amt als Priester streitig macht, lehnt ihr euch gegen den Herrn auf! Ja, gegen ihn habt ihr euch zusammengerottet!
    Hoffnung für Alle (aus Kommentar von 2012 reinkopiert)

    Er sagt, sie würden Aaron sein Amt streitig machen. Immerhin hatte Jehova Aaron und seine Söhne als Priester eingesetzt. Die Leviten durften sie dabei unterstützen. Hier ist aber ein Ausschließlichkeitsanspruch – diesmal in der Bibel. Wo ist der Unterschied zu heute? Wenn sie davon überzeugt sind, dass Jehova und Jesus sie als treuen und verständigen Sklaven eingesetzt haben – müssen sie das dann nicht verteidigen?

    Sind dann nicht die anderen, die von sich auch denken, sie wären von Jehova, mit diesen Leviten hier gleichzusetzen?

    Dies widerspricht ja eher meiner Theorie.

    Moses wird wütend und wirft sich wieder nach einer (oder aus?) Enttäuschung) vor sie hin. Ist dieses Verhalten zu seiner Zeit üblich?

    Wie wird diese Geschichte in der Volxbibel übersetzt?

    Moses wird wütend und wirft sich wieder nach einer (oder aus?) Enttäuschung) vor sie hin. Ist dieses Verhalten zu seiner Zeit üblich?

    Kommentar — 25. Februar 2013 @ 19:49

  14. Jule

    4. Mose 15 – 17

    4. Mose 15 – der Sabbat ist wichtig!

    1 Und der Herr redete zu Mose und sprach: 2 Rede mit den Kindern Israels und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Land kommt, das ich euch zum Wohnsitz geben will, 3 und ihr dem Herrn ein Feueropfer bringen wollt, es sei ein Brandopfer oder Schlachtopfer, um ein besonderes Gelübde zu erfüllen , oder ein freiwilliges Opfer, oder eure Festopfer , die ihr dem Herrn zum lieblichen Geruch darbringt, von Rindern oder von Schafen, 4 so soll der, welcher dem Herrn sein Opfer darbringen will, zugleich als Speisopfer ein Zehntel Feinmehl darbringen, gemengt mit einem Viertel Hin Öl, 5 und als Trankopfer sollst du ein Viertel Hin Wein opfern, zum Brandopfer oder zum Schlachtopfer, bei jedem [geopferten] Schaf. 6 Wenn aber ein Widder geopfert wird, sollst du das Speisopfer bereiten mit zwei Zehnteln Feinmehl, gemengt mit einem Drittel Hin Öl; 7 und zum Trankopfer ein Drittel Hin Wein; das sollst du dem Herrn opfern zum lieblichen Geruch. 8 Willst du aber einen Stier als Brandopfer oder als Schlachtopfer darbringen, um ein Gelübde zu erfüllen oder als Friedensopfer für den Herrn , 9 so sollst du zu dem Stier das Speisopfer darbringen, drei Zehntel Feinmehl, gemengt mit einem halben Hin Öl; 10 und du sollst als Trankopfer ein halbes Hin Wein darbringen. Das ist ein Feueropfer für den Herrn zum lieblichen Geruch. 11 So soll man verfahren mit jedem Stier, mit jedem Widder, mit jedem Schaf oder mit jeder Ziege. 12 Entsprechend der Zahl dieser Opfer soll auch die Zahl [der Speisopfer und Trankopfer] sein.

    13 Jeder Einheimische soll es genau so machen, wenn er dem Herrn ein Feueropfer zum lieblichen Geruch darbringt. 14 Und wenn ein Fremdling bei euch wohnt oder wer sonst unter euch sein wird bei euren [künftigen] Geschlechtern, und dem Herrn ein Feueropfer darbringen will zum lieblichen Geruch, der soll es genau so machen, wie ihr es macht. 15 In der ganzen Gemeinde soll ein und dieselbe Satzung gelten, für euch und für den Fremdling; eine ewige Satzung soll das sein für eure [künftigen] Geschlechter; wie ihr, so soll auch der Fremdling sein vor dem Herrn . 16 Ein Gesetz und ein Recht gilt für euch und für den Fremdling, der sich bei euch aufhält.

    17 Und der Herr redete zu Mose und sprach: 18 Rede mit den Kindern Israels und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Land kommt, in das ich euch bringen werde, 19 und wenn ihr dann vom Brot des Landes esst, so sollt ihr für den Herrn ein Hebopfer erheben. 20 Vom Erstling eures Schrotmehls sollt ihr einen Kuchen als Hebopfer erheben; wie das Hebopfer von der Tenne sollt ihr es erheben. 21 Ihr sollt dem Herrn von den Erstlingen eures Schrotmehls ein Hebopfer geben in euren [künftigen] Geschlechtern .

    22 Und wenn ihr aus Versehen eines dieser Gebote nicht haltet, die der Herr zu Mose geredet hat – 23 von allem, was der Herr euch durch Mose geboten hat, von dem Tag an, als der Herr anfing zu gebieten, und weiterhin für eure [künftigen] Geschlechter -, 24 wenn es vor den Augen der Gemeinde verborgen, aus Versehen geschehen ist, so soll die ganze Gemeinde einen Jungstier als Brandopfer darbringen, zum lieblichen Geruch für den Herrn , samt seinem Speisopfer und Trankopfer, wie es verordnet ist, und einen Ziegenbock als Sündopfer . 25 Und der Priester soll so für die ganze Gemeinde der Kinder Israels Sühnung erwirken, und es wird ihnen vergeben werden, denn es war ein Versehen, und sie haben ihre Gaben dargebracht als Feueropfer für den Herrn , dazu ihr Sündopfer vor dem Herrn , für ihr Versehen. 26 So wird der ganzen Gemeinde der Kinder Israels vergeben werden, dazu auch dem Fremdling, der unter euch wohnt; denn das ganze Volk hat es aus Versehen getan.

    27 Wenn aber eine einzelne Seele aus Versehen sündigt, so soll diese eine einjährige Ziege als Sündopfer darbringen. 28 Und der Priester soll für diese Seele, die ohne Vorsatz, aus Versehen gesündigt hat, Sühnung erwirken vor dem Herrn ; indem er für sie Sühnung erwirkt, wird ihr vergeben werden. 29 Es soll ein und dasselbe Gesetz gelten, wenn jemand aus Versehen etwas tut, sowohl für den Einheimischen unter den Kindern Israels als auch für den Fremdling, der in eurer Mitte wohnt.

    30 Wenn aber eine Seele vorsätzlich handelt – es sei ein Einheimischer oder ein Fremdling -, so lästert sie den Herrn . Eine solche Seele soll ausgerottet werden mitten aus ihrem Volk; 31 denn sie hat das Wort des Herrn verachtet und sein Gebot gebrochen; eine solche Seele soll unbedingt ausgerottet werden; ihre Schuld ist auf ihr!

    32 Und als die Kinder Israels in der Wüste waren, fanden sie einen Mann, der am Sabbat Holz sammelte. 33 Da brachten ihn die, welche ihn beim Holzsammeln ertappt hatten, zu Mose und Aaron und vor die ganze Gemeinde. 34 Und sie legten ihn in Gewahrsam; denn es war nicht genau bestimmt, was mit ihm geschehen sollte. 35 Der Herr aber sprach zu Mose: Der Mann muss unbedingt getötet werden; die ganze Gemeinde soll ihn außerhalb des Lagers steinigen ! 36 Da führte ihn die ganze Gemeinde vor das Lager hinaus, und sie steinigten ihn, dass er starb, wie der Herr es Mose geboten hatte.

    37 Und der Herr redete zu Mose und sprach: 38 Rede zu den Kindern Israels und sage ihnen, dass sie sich eine Quaste an die Zipfel ihrer Obergewänder machen, in ihren [künftigen] Geschlechtern, und eine Schnur von blauem Purpur an der Quaste des Zipfels befestigen. 39 Und die Quaste soll euch dazu dienen, dass ihr bei ihrem Anblick an alle Gebote des Herrn denkt und sie befolgt, dass ihr nicht den Trieben eures Herzens nachgeht und euren Augen, denen ihr nachhurt ; 40 sondern dass ihr an alle meine Gebote gedenkt und sie tut und eurem Gott heilig seid. 41 Ich, der Herr , bin euer Gott, der ich euch aus dem Land Ägypten geführt habe, um euer Gott zu sein; ich, der Herr , euer Gott.

    Wer den Sabbat nicht hält, ist für Jehova ebenso schlimm, wie jemand, der die Ehe bricht, mordet oder andere Götter anbetet. Warum sieht Jehova das Brechen des Sabbats als ebenso schlimm an? Er schadet dabei doch eigentlich nur sich selbst.

    Weitere Gedanken zu diesem Kapitel finden wir hier:

    Kommentar — 26. Februar 2013 @ 09:51

  15. Jule

    4. Mose 16 und 17 – Korah, Dathan und Abiram wollen sich nicht unterordnen – ein Zeichen unserer Zeit?

    Da die Menschen ja heute auf dem Selbstfindungstripp sind und Unterordnung und Gehorsam einen negativen Beigeschmack haben, hat mich besonders interessiert, wie dieser Text wohl in der Volxbibel wiedergegeben wird. Wir erinnern uns ja vielleicht noch daran: sie ist ein gemeinsames Projekt von jungen Leuten. Sie wurde ins Leben gerufen, damit der Text in der heutigen Umgangssprache besser verständlich wird. Die Übersetzung ist nicht schlecht, sie haben genau den Gedanken mit Rebellion, mangelnder Unterordnung und fehlendem Gehorsam rüber gebracht. Ich kopiere euch die beiden Kapitel hier rein. Bitte seht „großzügig“ darüber hinweg, wenn manche Formulierungen „etwas respektlos“ erscheinen. Stoßt euch nicht an einzelnen Worten, sondern achtet darauf, dass der Grundgedanke sehr gut rüberkommt:

    Die Gang von Korach macht einen Aufstand

    1–2 Irgendwann hatte Korach die Schnauze voll und organisierte eine kleine Rebellion gegen Mose. Korach war ein Sohn von Jizahr vom Kehat-Clan vom Familienstamm Levi. Mit dabei waren Datan und Abiram, die Söhne von Eliab und On, der ein Sohn von Pelet war. Die kamen aus dem Familienstamm Ruben. Noch ungefähr 250 andere Israeliten, die teilweise echt Einfluss und auch was zu sagen hatten, waren auch mit dabei. 3 Sie trafen sich gemeinsam vor dem Zelt von Mose und Aaron und redeten auf sie ein. „Hört mal, ihr macht hier eindeutig zu sehr den Lauten! Ihr seid auch nicht anders als der Rest von uns Israeliten, ist das klar!? Wir gehören alle Gott, und er ist bei jedem von uns! Warum glaubt ihr eigentlich, die Chefs von der ganzen Gemeinschaft sein zu müssen, he?“

    4 Als Mose diese Sprüche hörte, legte er sich platt auf den Boden und fing an mit Gott zu reden. 5 Dann war er fertig, ging zu Korach und seinen Leuten rüber und meint zu ihm: „Pass auf, morgen wird Gott dir zeigen, wer wirklich zu ihm gehört und wer nicht. Er wird ein klares Zeichen setzen, wer für ihn gottmäßig drauf ist. Nur wer von ihm ausgewählt wurde, wird in seine Nähe kommen können!

    6 Nehmt euch eine von diesen Pfannen, wo die Räucherstäbchen drauf kommen. 7 Dann legt da ein paar Teile rein und zündet die an. Mit dem ganzen Kram kommt ihr morgen in das besondere Zelt. 8 Wir werden ja sehen, wen Gott ausgewählt hat, seinen Job zu erledigen, und wen er dazu auch als fähig ansieht. Ihr Angestellten vom besonderen Zelt kriegt den Hals einfach nicht voll! Hallo? Sagt mal, merkt ihr noch was?

    9 Unser Gott hat euch extra aus der ganzen Gemeinschaft für diesen Job ausgesucht! Er lässt euch in seine Nähe kommen, und ihr dürft den Job in seiner Wohnung machen! Ihr könnt vorne auf der Bühne stehen und diese krassen Sachen für ihn machen! Reicht euch das nicht? 10 Du, Korach, hast diesen besonderen Job von Gott zugesprochen bekommen, wie die anderen Männer aus dem Familienstamm Levi auch. Und jetzt wollt ihr auch noch alle Priester werden und das ganze Ding leiten, oder wie? 11 Ihr habt eine Revolte gegen Gott selbst angezettelt, du und dein ganzer Haufen! Ihr meckert gegen Gott, nicht gegen Aaron, ist euch das klar?!“

    12 Mose ließ Datan und Abiram in sein Büro bestellen. Aber sie ließen ihm ausrichten: „Kannst du vergessen, wir kommen nicht! 13 Erst hast du uns aus Ägypten rausgeführt, wo wir noch fett und reichlich zu essen hatten, und jetzt sterben wir hier fast vor Hunger, mitten in der Wüste. Ganz toll, Mose! Und jetzt machst du einen auf Obermacker und spielst dich als großen Chef auf? 14 Wo ist denn jetzt dein ach so schönes Land, wo es alles so fett und reichlich geben soll, he? Hast du uns vielleicht schon ein paar große Landstücke geschenkt oder was? Willst du uns hier verarschen, oder was?! Wir haben auf jeden Fall keinen Bock, zu dir hoch zu kommen!“

    15 Mose war richtig sauer. „Gott, ich will, dass du von denen nie wieder ein Opferritual annimmst, hörst du?“, betete er. „Ich habe nie meine Macht missbraucht und habe die ganze Zeit noch nicht mal ein Taschengeld für meinen Job verlangt!“

    16 Dann ging er raus zu Korach und sagte zu ihm: „Morgen früh möchte ich dich mit deiner Gang direkt vor Gott bringen. Aaron soll auch mit dabei sein.17 Meine Idee ist, dass jeder dann eine Pfanne nimmt und dort Räucherstäbchen reinlegt. Also, ich meine jetzt Aaron und dich mit -deinen zweihundertfünfzig Fans. Kommt damit morgen zum besonderen, heiligen Zelt.“

    18 Am nächsten Morgen standen sie alle vor dem Eingang vom besonderen Zelt. Mose und Aaron hatten ihre Pfannen dabei, in denen auch schon anständig Räucherstäbchen brannten. 19 Mittlerweile hatte Korach fast alle Israeliten von seiner Meinung überzeugt. Er kam also mit dem ganzen Trupp zu Mose und Aaron, die am Eingang auf ihn warteten. Plötzlich war Gott mit seiner ganz krassen Art da, so dass alle das sehen konnten.

    20 Gott sagte dann zu Mose und Aaron: 21 „Geht schnell weg von dem Rest der Israeliten. Ich will sie alle auf einmal plattmachen!“ 22 Aber die beiden warfen sich vor Gott auf den Boden und versuchten, ihn von dem Plan abzubringen: „Nein, Gott, bitte mach das nicht! Du hast doch jedes Leben selbst gemacht, oder? Willst du jetzt wirklich alle bestrafen, obwohl dich nur einzelne Leute so gedisst haben?“

    23–24 „Hm, also gut, sag jetzt mal zu allen Leuten, dass sie sich von den Zelten vom Korach, Datan und Abiram fernhalten sollen, okay?“, antwortete Gott.

    25 Mose ging dann mit den Chefs von den Israeliten zu Datan und Abiram. 26 Dort sagte er zu allen Leuten: „Verschwindet aus der Gegend von den Zelten, in denen diese Männer, die gegen Gott sind, mit ihren Familien wohnen! Fasst nichts an, was denen gehört, sonst erwischt euch die gleiche Strafe wie die.“ 27 Alle hörten auf Mose und machten einen großen Bogen um die Zelte, wo Korach, Datan und Abiram wohnten. Datan und Abiram waren aus ihren Zelten rausgekommen und standen jetzt mit ihren Frauen, Kindern und Enkeln davor.

    28 Mose meinte dann zu den Israeliten: „Was jetzt gleich abgehen wird, soll ein für alle Mal der Beweis für euch sein, dass Gott hinter mir steht und dass ich mir das nicht alles selber ausgedacht habe.

    29 Wenn diese Männer irgendwann normal sterben, dann habe ich keine Order von Gott bekommen und habe mir alles nur ausgedacht. 30 Wenn Gott aber etwas total Krasses tun wird, wenn er plötzlich ein Erdbeben kommen lässt und sich der Boden hier spaltet und diese Leute, mitsamt ihren Zelten, in die Hölle gezogen werden, dann wisst ihr, dass sie eine Rebellion gegen Gott selbst am Start hatten.“

    31 Mose hatte gerade sein letztes Wort ausgesprochen, da gab es ein Beben der Stärke 8, und genau unter den Zelten von Datan und Abiram entstand eine riesen Erdspalte. 32 Beide Zelte mit allem, was dazugehörte, fielen in diesen Spalt rein, dasselbe passierte mit Korachs Zelt. 33 Alle wurden mit Mann und Maus direkt in die Hölle geschickt. Dann schloss sich der Boden wieder über ihnen zusammen, und es sah fast so aus, als wären sie nie da gewesen.

    34 Die Israeliten, die das sahen, rannten schnell weg, als sie ihre Schreie hörten. Sie hatten Panik, auch von der Erde verschluckt zu werden. 35 Die 250 Männer, die eine Pfanne mit Räucherstäbchen zu dem Tisch, dem Altar für die Räuchersachen, im besonderen Zelt gebracht hatten, wurden dort einfach von einem Flammenwerfer aus dem Himmel abgefackelt, den Gott selbst gestartet hatte.

    Recycling von Räucherpfannen

    1 Und Gott redete mal wieder mit Mose.

    2 „Pass auf, gib mal dem Priester Eleasar die Order, die Pfannen mit den Räucherstäbchen aus der Asche rauszuholen. Diese Pfannen sind nämlich auch was Besonderes, sie sind heilig. Die glühende Holzkohle kannst du einfach überall hinschütten. 3 Die Pfannen von den Levi-Leuten, die gerade krepiert sind, weil sie einfach totalen Bockmist gebaut haben, sollen anders verwurstet werden. Ich möchte, dass man die so platt hämmert, bis daraus dünne Bleche entstehen. Mit diesen Blechen soll dann der Altar überzogen werden. Diese Pfannen waren ja immerhin mal im göttlichen Einsatz. Damit sind sie auch etwas Besonders geworden, sie sind heilig. Diese Bleche sollen für die Israeliten wie eine -Warnung sein, dass keinem so was noch mal passiert.“

    4 Eleasar schnappte sich die Pfannen, die ja aus Bronze gemacht waren, und brachte die in eine Werkstatt. Dort wurden daraus dünne Blechplatten gemacht.

    5 Das war die Ansage, die Moses von Gott bekommen hatte. Die Israeliten sollten einfach nicht vergessen, dass nur die Priester, die Leute aus der Familie vom Aaron, mit den Räucherstäbchen in die Nähe von Gott kommen durften. Wenn jemand anderes auf die Idee kommen würde, das zu tun, würde mit ihm das Gleiche geschehen, wie es mit Korach und seiner Gang passiert ist.

    Die Israeliten machen schon wieder eine Demo gegen Mose und Aaron

    6 Am nächsten Morgen trafen sich alle Leute von den Israeliten irgendwo im Lager. Plötzlich war die Stimmung wieder voll gegen Mose und Aaron. „Ihr habt unsere eigenen Leute getötet, die Leute, die doch auch Gott gehören!“, waren sie am Rummeckern.

    7 Als sie da so am Diskutieren waren, kam plötzlich eine große Wolke aus dem Himmel, die sich langsam auf das Zelt legte. Und dann kam die krasse Art von Gott da drin zum Vorschein! 8 Mose und Aaron verstanden das als Einladung und gingen in das Zelt rein. 9 Gott redete dort zu Mose. Er sagte ihm: 10 „Vergesst diese Leute einfach. Verpisst euch schnell in die Berge! Ich werde sie alle auf einmal kaputt machen.“ Mose und Aaron warfen sich vor Gott platt auf den Boden und beteten.

    11 Mose sagte dann zu Aaron: „Nimm dir schnell mal eine von den Räucherpfannen! Pack ein bisschen glühende Holzkohle vom Altar drauf, und dann legst du ein paar Räucherstäbchen rein. Damit gehst du dann zu den Israeliten. Organisier ein Treffen, zu dem alle kommen sollen. Und dann bringst du die Sache zwischen denen und Gott wieder in Ordnung. Gott ist mega-sauer! Er hat schon angefangen, seine Konsequenzen zu ziehen und die Leute zu bestrafen.“

    12 Aaron schnappte sich die Pfanne und ging damit gleich zu den Leuten, die draußen immer noch rumstanden. Plötzlich sah er, dass sie wie die Fliegen überall umfielen und sofort tot waren. Schnell verbrannte er die Räucherstäbchen, um den Mist wieder in Ordnung zu bringen, der von den Leuten gebaut worden war. 13 Überall, wo er das tat, starben die Leute nicht mehr. Die Stelle, an der Aaron stand, war sozusagen die Linie. Wer dahinter stand, lebte, wer davor stand, musste sterben. 14 Insgesammt starben bei der Aktion 14 700 Israeliten. Dazu kamen noch die Gang von Korach, die am Tag vorher gestorben waren. 15 Als die Sache vorbei war, ging Aaron wieder zurück zu Mose, der noch am Eingang vom Zelt stand.

    Aaron wird von Gott bestätigt

    16 Gott sagte zum Mose:

    17 „Rede mal mit den Israeliten und lass dir von jedem Familienstamm einen Stock geben. Und zwar immer einen pro Chef eines Stammes. Im Ganzen kommen wir also auf 12 Stäbe. Wenn du die hast, schreibst du auf jeden den Namen drauf, von wessen Stamm der kommt. 18 Auf den Stab vom Stamm Levi kommt der Name vom Oberpriester Aaron drauf. Wie gesagt, jeder Familienstamm kriegt einen eigenen Stab. 19 Dann legst du die Stäbe in das besondere Zelt vor die Kiste mit den Gesetzen. Genau an die Stelle, wo wir uns immer treffen, okay? 20 Wenn du das gemacht hast, werden an einem der Stäbe plötzlich Blätter wachsen. Ich will durch dieses kleine Wunder den Leuten klarmachen, dass dieses Rumgemecker endlich aufhören muss. Ich will nicht, dass die Israeliten immer wieder ne Rebellion gegen mich anzetteln.“

    21 Mose richtete das den Chefs der Israeliten aus. Jeder von denen kam dann mit einem Stock vorbei, der für seinen Familienstamm stehen sollte. Mit dem Teil von Aaron kam man auf zwölf Stöcke. 22 Mose legte die dann in das besondere Zelt vor die Kiste mit den Gesetzen.

    23 Als er am nächsten Morgen wieder in das Zelt reinging, waren am Stock von Aaron total viele Zweige und Blüten gewachsen. An diesem Stock, der ja den Familienstamm Levi vertreten sollte, waren sogar in der einen Nacht ein paar kleine Kirschen gewachsen!

    24 Mose nahm dann die Stöcke und zeigte sie den Israeliten. Jeder Stamm holte sich seinen Stock zurück. 25 Gott sagte zu Mose: „Nimm den Stock von Aaron und bring ihn in das besondere Zelt. Dort legst du ihn vor die Kiste, wo die Gesetze drin liegen. Dieser Stock soll einfach jeden davor warnen, sich mit mir anzulegen. Die Israeliten sollen endlich aufhören mit ihrer kleinen Revolution, ich kann das Rumgemecker nicht mehr durchgehen lassen. Ich will nicht, dass die alle irgendwann deswegen sterben müssen.“

    26 Mose zog es genau so durch, wie Gott es ihm gesagt hatte. 27 Die Leute sagten dann zu Mose: „Wir werden vermutlich alle bald sterben, stimmt’s? Dauert nicht mehr lange, und wir sind alle tot, oder? 28 Jeder, der nur irgendwie in die Nähe vom Zelt kommt, in dem Gott wohnt, sieht früher oder später die Radieschen von unten. Gibt es überhaupt noch ne Chance für uns? Werden wir alle bald krepieren?“

    Wie wir sehen, haben sie den Gedanken trotz der heute üblichen Ablehnung von Autorität und Unterordnung sehr wohl verstanden und es auch sehr gut formuliert. Weitere Gedanken zu diesem Kapitel und ganz besonders zu der Rebellion von den 3 Unruhestiftern finden wir hier:

    Kommentar — 26. Februar 2013 @ 16:34

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