Psalm 79 – 81

Psalm 79

Eine Melodie von Asaph.

79 O Gott, die Nationen sind in dein Erbe gekommen;
Sie haben deinen heiligen Tempel verunreinigt;
Sie haben Jerusalem zum Trümmerhaufen gemacht.

2 Sie haben den Leichnam deiner Knechte den Vögeln der Himmel als Speise gegeben,
Das Fleisch deiner Loyalgesinnten den wilden Tieren der Erde.

3 Sie haben ihr Blut ausgeschüttet wie Wasser
Rings um Jerusalem her, und da ist niemand, der das Begraben besorgt.

4 Wir sind unseren Nachbarn eine Schmach geworden,
Verspottung und Verhöhnung denen, die rings um uns sind.

5 Wie lange, o Jehova, wirst du erzürnt sein? Für immer?
Wie lange wird dein glühender Eifer so wie Feuer brennen?

6 Gieß deinen Grimm aus über die Nationen, die dich nicht gekannt haben,
Und über die Königreiche, die deinen eigenen Namen nicht angerufen haben.

7 Denn sie haben Jakob verzehrt,
Und seinen Aufenthaltsort haben sie veröden lassen.

8 Gedenke nicht zu unserem Nachteil der Vergehungen der Vorfahren.
Eile! Laß deine Erbarmungen uns entgegenkommen,
Denn wir sind sehr verarmt.

9 Hilf uns, o Gott unserer Rettung,
Um der Herrlichkeit deines Namens willen;
Und befreie uns, und decke unsere Sünden zu um deines Namens willen.

10 Warum sollten die Nationen sagen: „Wo ist ihr Gott?“?
Laß vor unseren Augen unter den Nationen bekanntwerden
Die Rache für das Blut deiner Knechte, das vergossen worden ist.

11 Möge das Seufzen des Gefangenen auch vor dich kommen.
Gemäß der Größe deines Armes bewahre die zum Tode Bestimmten.

12 Und zahl unseren Nachbarn siebenmal in ihren Busen heim
Ihre Schmähung, mit der sie dich geschmäht haben, o Jehova.

13 Was uns, dein Volk und die Kleinviehherde deiner Weide, betrifft,
Wir werden dir danken auf unabsehbare Zeit;
Von Generation zu Generation werden wir deinen Lobpreis verkünden.

Psalm 80

Dem Leiter, auf den „Lilien“. Eine Mahnung. Von Asaph. Eine Melodie.

80 O Hirte Israels, schenke doch Gehör,
Du, der du Joseph leitest wie eine Kleinviehherde.
O der du auf den Cheruben sitzt, strahle doch hervor.

2 Vor Ephraim und Benjamin und Manasse erwecke doch deine Macht,
Und komm doch zu unserer Rettung.

3 O Gott, führe uns zurück;
Und laß dein Angesicht leuchten, damit wir gerettet werden.

4 O Jehova, Gott der Heerscharen, wie lange soll dein Zorn noch rauchen gegen das Gebet deines Volkes?

5 Du hast sie das Tränenbrot essen lassen,
Und du läßt sie ständig Tränen und nochmals Tränen in [großem] Maße trinken.

6 Du setzt uns zum Streit unseren Nachbarn,
Und unsere Feinde, sie verspotten uns beständig, wie es ihnen gefällt.

7 O Gott der Heerscharen, führe uns zurück;
Und laß dein Angesicht leuchten, damit wir gerettet werden.

8 Du gingst daran, einen Weinstock aus Ägypten wegziehen zu lassen.
Du vertriebst die Nationen fortgesetzt, damit du ihn pflanzen könntest.

9 Du schafftest Raum vor ihm, daß er Wurzel fasse und das Land fülle.

10 Die Berge waren mit seinem Schatten bedeckt
Und die Zedern Gottes mit seinen Ästen.

11 Allmählich schickte er seine Zweige aus bis ans Meer
Und bis zum STROM seine Schößlinge.

12 Warum hast du seine Steinmauern abgebrochen,
Und [warum] haben alle, die auf dem Weg vorübergehen, davon gepflückt?

13 Ein Eber aus dem Wald frißt ihn ständig kahl,
Und das Tiergewimmel des freien Feldes weidet ihn unablässig ab.

14 O Gott der Heerscharen, kehre bitte zurück;
Schaue nieder vom Himmel und sieh, und nimm dich dieses Weinstocks an
15 Und des Setzlings, den deine Rechte gepflanzt hat,
Und [schaue] auf den Sohn, den du für dich stark gemacht hast.

16 Er ist mit Feuer verbrannt, abgeschnitten.
Vom Schelten deines Angesichts kommen sie um.

17 Deine Hand möge über dem Mann deiner Rechten sein,
Über dem Menschensohn, den du für dich stark gemacht hast,
18 Und wir werden uns nicht von dir abwenden.
Mögest du uns am Leben erhalten, damit wir deinen eigenen Namen anrufen.

19 O Jehova, Gott der Heerscharen, führe uns zurück;
Laß dein Angesicht leuchten, damit wir gerettet werden.

Psalm 81

Dem Leiter, auf der Gittith. Von Asaph.

81 O jubelt dem Gott unserer Stärke zu;
Jauchzt im Triumph dem Gott Jakobs zu.

2 Stimmt eine Melodie an, und nehmt ein Tamburin,
Die liebliche Harfe zusammen mit dem Saiteninstrument.

3 Am Neumond blast das Horn,
Am Vollmond für den Tag unseres Festes.

4 Denn es ist eine Bestimmung für Israel,
Eine richterliche Entscheidung des Gottes Jakobs.

5 Als Mahnung erlegte er sie Joseph selbst auf,
Als er auszog über das Land Ägypten.
Eine Sprache, die ich nicht kannte, hörte ich unablässig.

6 „Ich entzog seine Schulter auch [der] Bürde;
Seine Hände wurden sogar vom Korb frei.

7 In Bedrängnis riefst du, und ich ging daran, dich zu befreien;
Ich begann dir im Versteck des Donners zu antworten.
Ich prüfte dich dann an den Wassern von Meriba. Sela.

8 Höre, o mein Volk, und ich will Zeugnis gegen dich ablegen,
O Israel, wenn du auf mich hören wolltest.

9 Es wird sich erweisen, daß unter dir kein fremder Gott ist;
Und du wirst dich nicht vor einem fremdländischen Gott niederbeugen.

10 Ich, Jehova, bin dein Gott,
Der dich aus dem Land Ägypten heraufgeführt hat.
Tu deinen Mund weit auf, und ich werde ihn füllen.

11 Aber mein Volk hat nicht auf meine Stimme gehört;
Und Israel selbst hat sich mir gegenüber nicht bereitwillig gezeigt.

12 Und so ließ ich sie im Starrsinn ihres Herzens gehen;
Sie wandelten dann nach ihren eigenen Ratschlägen.

13 O daß mein Volk auf mich hörte,
O daß Israel selbst auf meinen Wegen wandelte!

14 Ihre Feinde würde ich leicht unterwerfen,
Und gegen ihre Widersacher würde ich meine Hand wenden.

15 Was die betrifft, die Jehova aufs tiefste hassen, sie werden geduckt zu ihm kommen,
Und es wird sich erweisen, daß ihre Zeit auf unabsehbare Zeit währen wird.

16 Und er wird ihn weiterhin mit dem Fett des Weizens nähren,
Und aus dem Felsen werde ich dich mit Honig selbst sättigen.“

Jule | 05.07.09 | eigene Gedanken zum Geschehen, Psalmen, Text in der Bibel | 8 Comments |

Psalm 76 – 78

Psalm 76

Dem Leiter auf Saiteninstrumenten. Eine Melodie. Von Asaph. Ein Lied.

76 Gott ist bekannt in Juda;
In Israel ist sein Name groß.

2 Und es erweist sich, daß in Salem seine Hütte ist
Und seine Wohnstätte in Zion.

3 Dort zerbrach er die flammenden Pfeile des Bogens,
Den Schild und das Schwert und den Kampf. Sela.

4 Du bist mit Licht umhüllt, majestätischer als die Berge des Raubes.

5 Die im Herzen Starken sind ausgeplündert worden,
Sie sind entschlummert zu ihrem Schlaf,
Und keine von all den tapferen Männern haben ihre Hände gefunden.

6 Vor deinem Schelten, o Gott Jakobs, sind sowohl der Wagenlenker als auch das Roß fest eingeschlafen.

7 Du – furchteinflößend bist du,
Und wer kann vor dir bestehen wegen der Stärke deines Zorns?

8 Vom Himmel her ließest du den Rechtsstreit hören;
Die Erde selbst fürchtete sich und blieb still,
9 Als Gott aufstand zum Gericht,
Um alle Sanftmütigen der Erde zu retten. Sela.

10 Denn sogar des Menschen Grimm wird dich lobpreisen;
Den Rest des Grimmes wirst du dir selbst umgürten.

11 Gelobt und bezahlt Jehova, eurem Gott, ihr alle, die ihr rings um ihn seid.
Laßt sie in Furcht eine Gabe bringen.

12 Er wird den Geist von Führern demütigen;
Furchteinflößend ist er für die Könige der Erde.

Psalm 77

Dem Leiter, auf Jeduthun. Von Asaph. Eine Melodie.

77 Mit meiner Stimme will ich sogar zu Gott selbst schreien,
Mit meiner Stimme zu Gott, und er wird mir gewiß Gehör schenken.

2 Am Tag meiner Bedrängnis habe ich Jehova gesucht.
Nachts ist meine Hand selbst ausgestreckt gewesen und ist nicht erschlafft;
Meine Seele hat sich geweigert, getröstet zu werden.

3 Ich will Gottes gedenken und unruhvoll sein;
Ich will Besorgnis bekunden, daß mein Geist schwach wird. Sela.

4 Du hast meine Augenlider festgehalten;
Ich bin in Unruhe geraten, und ich kann nicht reden.

5 Ich habe nachgedacht über die Tage der Vorzeit,
Über die Jahre in der unabsehbaren Vergangenheit.

6 Ich will meines Saitenspiels gedenken in der Nacht;
Mit meinem Herzen will ich Besorgnis bekunden,
Und mein Geist wird gründlich nachforschen.

7 Wird es auf unabsehbare Zeiten sein, daß Jehova fortwährend verstößt?
Und wird er nie mehr wieder Gefallen haben?

8 Ist seine liebende Güte für immer zu Ende?
Ist [sein] Wort zunichte geworden Generation um Generation?

9 Hat Gott vergessen, Gunst zu erweisen,
Oder hat er seine Erbarmungen im Zorn verschlossen? Sela.

10 Und soll ich fortwährend sagen: „Dies ist, was mich durchbohrt,
Daß die Rechte des Höchsten sich verändert.“?

11 Ich werde der Handlungen Jahs gedenken;
Denn ich will deines wunderbaren Tuns der Vorzeit gedenken.

12 Und ich werde bestimmt nachsinnen über all dein Tun,
Und mit deinen Handlungen will ich mich befassen.

13 O Gott, dein Weg ist in der heiligen Stätte.
Wer ist ein großer Gott wie Gott?

14 Du bist der [wahre] Gott, der Wunderbares wirkt.
Unter den Völkern hast du deine Stärke bekanntgemacht.

15 Mit [deinem] Arm hast du dein Volk zurückgebracht,
Die Söhne Jakobs und Josephs. Sela.

16 Die Wasser haben dich gesehen, o Gott,
Die Wasser haben dich gesehen; sie begannen sich vor Schmerzen zu winden.
Auch erbebten die Wassertiefen.

17 Die Wolken haben donnernd Wasser herabgegossen;
Eine Stimme haben die Wolkenhimmel erschallen lassen.
Auch sind deine eigenen Pfeile dann hierhin und dorthin gefahren.

18 Der Schall deines Donners war wie Wagenräder;
Blitze haben das ertragfähige Land erleuchtet;
Die Erde erbebte und begann zu schaukeln;

19 Durch das Meer ging dein Weg
Und durch viele Wasser dein Pfad;
Und selbst deine Fußspuren sind nicht bekanntgeworden.

20 Du hast dein Volk geleitet wie eine Kleinviehherde,
Durch die Hand Mose und Aarons.

Psalm 78

Maskil. Von Asaph.

78 Schenke Gehör, o mein Volk, meinem Gesetz;
Neigt euer Ohr zu den Reden meines Mundes.

2 In einem Sprichwort will ich meinen Mund auftun;
Ich will Rätsel aus der Vorzeit hervorsprudeln lassen,
3 Die wir gehört haben und kennen
Und die unsere eigenen Väter uns erzählt haben,
4 Die wir ihren Söhnen nicht verhehlen,
Indem wir [sie] auch der künftigen Generation erzählen,
Die Lobpreisungen Jehovas und seine Stärke
Und seine wunderbaren Dinge, die er getan hat.

5 Und er ging daran, eine Mahnung in Jakob aufzurichten,
Und ein Gesetz setzte er in Israel,
Dinge, die er unseren Vorvätern gebot,
Um sie ihren Söhnen bekanntzumachen,
6 Damit die künftige Generation [sie] kennen könnte, die Söhne, die geboren werden sollten,
Damit sie aufständen und [sie] ihren Söhnen erzählten
7 Und damit sie auf Gott selbst ihre Zuversicht setzten
Und die Handlungen Gottes nicht vergäßen, sondern seine eigenen Gebote hielten.

8 Und sie sollten nicht wie ihre Vorväter werden,
Eine Generation, störrisch und rebellisch,
Eine Generation, die ihr Herz nicht bereitet hatte
Und deren Geist Gott gegenüber nicht zuverlässig war.

9 Die Söhne Ephraims, obwohl bewaffnete Bogenschützen,
Zogen sich zurück am Tag des Kampfes.

10 Sie hielten den Bund Gottes nicht,
Und in seinem Gesetz zu wandeln, weigerten sie sich.

11 Auch begannen sie, seine Handlungen zu vergessen
Und seine wunderbaren Werke, die er sie sehen ließ.

12 Vor den Augen ihrer Vorväter hatte er auf wunderbare Weise gehandelt
In dem Land Ägypten, dem Feld Zoans.

13 Er spaltete das Meer, um sie hinüberziehen zu lassen,
Und er ließ die Wasser stehen wie einen Damm.

14 Und er führte sie weiterhin bei Tag mit einer Wolke
Und die ganze Nacht mit Feuerschein.

15 Er spaltete dann Felsen in der Wildnis,
Um [sie] in Fülle trinken zu lassen wie [aus] Wassertiefen.

16 Und er brachte dann Bäche hervor aus einem zerklüfteten Felsen
Und ließ Wasser herabfließen wie Ströme.

17 Und sie fuhren fort, noch mehr gegen ihn zu sündigen,
Indem sie gegen den Höchsten rebellierten in der wasserlosen Gegend;
18 Und sie stellten dann Gott in ihrem Herzen auf die Probe,
Indem sie für ihre Seele etwas zum Essen forderten.

19 So begannen sie gegen Gott zu reden.
Sie sprachen: „Ist Gott imstande, einen Tisch in der Wildnis zuzurichten?“

20 Siehe! Er schlug einen Felsen,
Damit Wasser flossen und selbst Wildbäche hervorströmten.
„Ist er auch imstande, selbst Brot zu geben,
Oder kann er Lebensunterhalt für sein Volk bereiten?“

21 Darum hörte Jehova und geriet in heftigen Zorn;
Und Feuer, es entzündete sich gegen Jakob,
Und Zorn stieg auch auf gegen Israel.

22 Denn sie hatten keinen Glauben an Gott,
Und sie vertrauten nicht auf Rettung von ihm.

23 Und er ging daran, den Wolkenhimmeln droben zu gebieten,
Und er öffnete sogar die Türen des Himmels.

24 Und er ließ auf sie Manna zum Essen regnen,
Und das Korn des Himmels gab er ihnen.

25 Menschen aßen gar das Brot von Starken;
Zehrung sandte er ihnen zur Sättigung.

26 Er ließ einen Ostwind losbrechen in den Himmeln
Und ließ durch seine eigene Stärke einen Südwind wehen.

27 Und er ging daran, Lebensunterhalt wie Staub auf sie regnen zu lassen,
Ja geflügelte fliegende Geschöpfe gleich den Sandkörnern der Meere.

28 Und er ließ [sie] fortwährend mitten in sein Lager fallen,
Rings um seine Wohnstätten.

29 Und sie schickten sich an, zu essen und sich sehr zu sättigen,
Und was sie begehrten, führte er ihnen zu.

30 Sie hatten sich von ihrem Begehren nicht abgewandt,
Während ihre Speise noch in ihrem Mund war,
31 Als Gottes Zorn selbst gegen sie aufstieg.
Und er ging daran, unter ihren Wohlbeleibten zu töten;
Und die jungen Männer Israels ließ er zusammenbrechen.

32 Trotz all diesem sündigten sie weiterhin
Und glaubten nicht an seine wunderbaren Werke.

33 So ließ er ihre Tage wie bloßen Dunst ein Ende nehmen
Und ihre Jahre durch die Bestürzung.

34 Sooft er sie tötete, fragten sie auch nach ihm,
Und sie kehrten um und suchten Gott.

35 Und sie begannen zu gedenken, daß Gott ihr FELS sei
Und daß Gott, der Höchste, ihr Rächer sei.

36 Und sie versuchten, ihn mit ihrem Mund zu betören;
Und mit ihrer Zunge versuchten sie ihn zu belügen.

37 Und ihr Herz war nicht fest bei ihm;
Und sie erwiesen sich in seinem Bund nicht als treu.

38 Er aber war barmherzig; er deckte das Vergehen jeweils zu und verderbte nicht,
Und er wandte oftmals seinen Zorn ab,
Und er erweckte nicht seinen ganzen Grimm.

39 Und ständig gedachte er, daß sie Fleisch waren,
Daß der Geist ausgeht und nicht zurückkehrt.

40 Wie oft rebellierten sie gegen ihn in der Wildnis,
Immer wieder kränkten sie ihn in der Wüste!

41 Und immer wieder stellten sie Gott auf die Probe,
Und dem Heiligen Israels bereiteten sie Schmerz.

42 Sie gedachten nicht seiner Hand,
Des Tages, da er sie vom Widersacher erlöste,
43 Wie er in Ägypten seine Zeichen setzte
Und seine Wunder auf dem Feld Zoans
44 Und wie er ihre Nilkanäle in Blut zu verwandeln begann,
So daß sie von ihren eigenen Bächen nicht trinken konnten.

45 Er sandte dann Bremsen über sie, damit diese sie fräßen,
Und Frösche, damit diese ihnen Verderben brächten.

46 Und er begann, ihren Ertrag den Kakerlaken zu geben
Und ihre Mühe den Heuschrecken.

47 Er ging daran, durch Hagel ihren Weinstock zu töten
Und ihre Maulbeerfeigenbäume durch Hagelkörner.

48 Und er gab dann ihre Lasttiere sogar dem Hagel preis
Und ihren Viehbestand dem hitzigen Fieber.

49 Er sandte ferner seine Zornglut über sie,
Überwallenden Zorn und Strafankündigung und Bedrängnis,
Abordnungen von Engeln, die Unglück brachten.

50 Er ging daran, für seinen Zorn einen Pfad zu bereiten.
Er hielt vom Tod ihre Seele nicht zurück;
Und ihr Leben gab er sogar der Pest preis.

51 Schließlich schlug er alle Erstgeborenen in Ägypten nieder,
Den Anfang ihrer Zeugungskraft in den Zelten Hams.

52 Danach ließ er sein Volk wegziehen wie eine Kleinviehherde
Und leitete sie wie eine Herde in der Wildnis.

53 Und er führte sie weiterhin in Sicherheit, und sie empfanden keinen Schrecken;
Und ihre Feinde bedeckte das Meer.

54 Und er ging daran, sie zu seinem heiligen Gebiet zu bringen,
Dieser Berggegend, die seine rechte Hand erwarb.

55 Und ihretwegen trieb er allmählich die Nationen aus,
Und mit der Meßschnur teilte er ihnen dann durch das Los ein Erbe zu,
So daß er die Stämme Israels in ihren eigenen Heimstätten weilen ließ.

56 Und sie begannen Gott, den Höchsten, auf die Probe zu stellen und gegen [ihn] zu rebellieren,
Und seine Mahnungen beachteten sie nicht.

57 Auch wichen sie beständig zurück und handelten treulos wie ihre Vorväter;
Sie wandten sich um wie ein schlaffer Bogen.

58 Und ständig kränkten sie ihn mit ihren Höhen,
Und mit ihren gehauenen Bildern reizten sie ihn fortwährend zur Eifersucht.

59 Gott hörte [es] und geriet in heftigen Zorn,
Und so verachtete er Israel sehr.

60 Und er gab schließlich die Wohnstätte von Silo auf,
Das Zelt, in dem er unter Erdenmenschen weilte.

61 Und er gab dann seine Stärke sogar in Gefangenschaft
Und seine Schönheit in die Hand des Widersachers.

62 Und er lieferte fortgesetzt sein Volk selbst dem Schwert aus,
Und gegen sein Erbe geriet er in heftigen Zorn.

63 Seine jungen Männer verzehrte das Feuer,
Und seine Jungfrauen wurden nicht gepriesen.

64 Was seine Priester betrifft, sie fielen durch das Schwert selbst,
Und ihre Witwen, sie gaben nicht dem Weinen Raum.

65 Dann begann Jehova wie vom Schlaf zu erwachen,
Wie ein Mächtiger, der sich vom Wein ernüchtert.

66 Und er schlug dann seine Widersacher von hinten nieder;
Schmach von unabsehbarer Dauer ließ er über sie kommen.

67 Und er verwarf dann das Zelt Josephs;
Und den Stamm Ephraim erwählte er nicht.

68 Aber den Stamm Juda erwählte er,
Den Berg Zion, den er liebte.

69 Und er begann sein Heiligtum so wie Höhen zu bauen,
Wie die Erde, die er auf unabsehbare Zeit gegründet hat.

70 Und so erwählte er David, seinen Knecht,
Und nahm ihn von den Kleinviehhürden hinweg.

71 Von [der Stelle] hinter den säugenden Muttertieren
Brachte er ihn herein, damit er ein Hirte über Jakob, sein Volk,
Und über Israel, sein Erbe, sei.

72 Und er begann sie zu hüten gemäß der unversehrten Lauterkeit seines Herzens,
Und mit seiner Hände Geschicklichkeit begann er sie zu führen.

Jule | 05.06.09 | eigene Gedanken zum Geschehen, Psalmen, Text in der Bibel | 8 Comments |

Psalm 73 – 75

DRITTES BUCH

(Psalm 73-89)

Psalm 73

Eine Melodie von Asaph.

73 Gott ist gegen Israel tatsächlich gut, gegen die, die reinen Herzens sind.

2 Was mich betrifft, meine Füße wären fast abgebogen,
Meine Schritte wären beinahe zum Ausgleiten gebracht worden.

3 Denn ich wurde neidisch auf die Prahler,
[Als] ich ständig den Frieden der Bösen sah.

4 Denn sie haben keine Todesqualen;
Und ihr Wanst ist fett.

5 Sie sind auch nicht im Ungemach des sterblichen Menschen,
Und sie werden nicht so geplagt wie andere Menschen.

6 Daher hat ihnen der Hochmut als Halskette gedient;
Gewalttat hüllt sie ein wie ein Gewand.

7 Aus Fett ist ihr Auge hervorgetreten;
Sie haben die Einbildungen des Herzens übertroffen.

8 Sie höhnen und reden über das, was schlecht ist;
Von Übervorteilung reden sie in hochtönender Weise.

9 Sie haben ihren Mund sogar in die Himmel gesetzt.
Und ihre Zunge, sie ergeht sich auf der Erde.

10 Darum bringt er sein Volk hierher zurück,
Und von dem, was voll ist, werden die Wasser für sie abgeleitet.

11 Und sie haben gesagt: „Wie ist Gott dazu gelangt, es zu wissen?
Und gibt es wirklich Kenntnis beim Höchsten?“

12 Siehe! Dies sind die Bösen, die auf unabsehbare Zeit unbesorgt sind.
Sie haben [ihre] Mittel des Unterhalts gemehrt.

13 Sicherlich ist es vergeblich, daß ich mein Herz gereinigt habe
Und daß ich in Unschuld meine Hände wasche.

14 Und ich wurde geplagt den ganzen Tag,
Und meine Zurechtweisung ist jeden Morgen [da].

15 Hätte ich gesagt: „Ich will eine Geschichte wie diese erzählen“,
Siehe, gegen die Generation deiner Söhne
Hätte ich treulos gehandelt.

16 Und ich habe ständig überlegt, um dies zu erkennen;
Es war Ungemach in meinen Augen,
17 Bis ich dann in das großartige Heiligtum Gottes kam.
Ich wollte ihre Zukunft wahrnehmen.

18 Sicherlich ist es schlüpfriger Boden, wohin du sie stellst,
Du hast sie in Trümmer fallen lassen.

19 O wie sind sie ein Gegenstand des Entsetzens geworden gleichsam in einem Augenblick!
[Wie] haben sie ihr Ende erreicht, sind dahin durch plötzliche Schrecken!

20 Wie einen Traum nach dem Erwachen, o Jehova,
[So] wirst du, wenn du [dich] aufmachst, selbst ihr Bild verachten.

21 Denn mein Herz war erbittert,
Und in meinen Nieren empfand ich stechenden Schmerz,
22 Und ich war vernunftlos und konnte nicht erkennen;
Ich wurde von deinem Standpunkt aus wie bloßes Vieh.

23 Ich aber bin beständig bei dir;
Du hast meine Rechte erfaßt.

24 Mit deinem Rat wirst du mich leiten,
Und danach wirst du mich sogar zu Ehren führen.

25 Wen habe ich in den Himmeln?
Und neben dir habe ich keine andere Lust auf der Erde.

26 Mein Organismus und mein Herz haben versagt.
Gott ist der Fels meines Herzens und mein Teil auf unabsehbare Zeit.

27 Denn siehe, gerade die, die dir fernbleiben, werden umkommen.
Du wirst bestimmt jeden zum Schweigen bringen, der dich unsittlicherweise verläßt.

28 Was aber mich betrifft, so ist es für mich gut, mich Gott zu nahen.
Zu dem Souveränen Herrn Jehova habe ich meine Zuflucht genommen,
Um all deine Werke zu verkünden.

Psalm 74

Ein Maskil. Von Asaph.

74 Warum, o Gott, hast du für immer verstoßen?
Warum raucht dein Zorn ständig gegen die Kleinviehherde deiner Weide?

2 Gedenke deiner Gemeinde, die du vor langem erworben hast,
Des Stammes, den du erlöstest als dein Erbe,
Dieses Berges Zion, auf dem du geweilt hast.

3 Erheb doch deine Schritte zu den langwährenden Verödungen.
Alles an der heiligen Stätte hat der Feind mißhandelt.

4 Die dich befeinden, haben gebrüllt inmitten deiner Zusammenkunftsstätte.
Sie haben ihre eigenen Zeichen als [die] Zeichen gesetzt.

5 Einer ist dafür bekannt, daß er dem gleich ist, der Äxte emporhebt gegen ein Dickicht von Bäumen.

6 Und nun schlagen sie ja mit Beil und Stangen mit Eisenspitzen selbst dessen Schnitzwerk insgesamt.

7 Ins Feuer haben sie dein Heiligtum gesteckt.
Sie haben die Stiftshütte deines Namens selbst bis zur Erde entweiht.

8 Sie, auch ihre Nachkommen, haben in ihrem eigenen Herzen zusammen gesagt:
„Alle Zusammenkunftsstätten Gottes sollen im Land verbrannt werden.“

9 Unsere Zeichen haben wir nicht gesehen; da ist kein Prophet mehr,
Und da ist niemand bei uns, der weiß, wie lange.

10 Wie lange, o Gott, wird der Widersacher weiterhin schmähen?
Wird der Feind deinen Namen stets respektlos behandeln für immer?

11 Warum hältst du deine Hand, ja deine Rechte, zurückgezogen
Aus der Mitte deines Busens, um [mit uns] ein Ende zu machen?

12 Und doch ist Gott mein König von alters her,
Der eine großartige Rettung schafft inmitten der Erde.

13 Du selbst störtest das Meer auf mit deiner Stärke;
Du zerbrachst die Häupter der Seeungetüme in den Wassern.

14 Du warst es, der die Häupter des Leviathans zerschmetterte.
Du gabst ihn dann als Speise dem Volk, denen, die die wasserlosen Gegenden bewohnen.

15 Du warst es, der den Quell und den Wildbach spaltete;
Du selbst trocknetest immerfließende Bäche aus.

16 Dir gehört der Tag; auch gehört dir die Nacht.
Du selbst bereitetest den Lichtkörper, ja die Sonne.

17 Du warst es, der alle Grenzen der Erde errichtete;
Sommer und Winter – du selbst bildetest sie.

18 Gedenke dessen: Der Feind selbst hat geschmäht, o Jehova,
Und ein unverständiges Volk hat deinen Namen respektlos behandelt.

19 Gib nicht dem wilden Tier die Seele deiner Turteltaube.
Das Leben deiner Niedergedrückten vergiß nicht für immer.

20 Wirf einen Blick auf den Bund,
Denn die dunklen Orte der Erde sind voll geworden von den Wohnsitzen der Gewalttat.

21 O möge der Unterdrückte nicht gedemütigt zurückkehren.
Mögen der Niedergedrückte und der Arme deinen Namen preisen.

22 Steh auf, o Gott, führe deinen eigenen Rechtsfall.
Gedenke deiner Schmach von seiten der Unverständigen den ganzen Tag.

23 Vergiß nicht die Stimme derer, die dich befeinden.
Der Lärm derer, die sich gegen dich erheben, steigt beständig auf.

Psalm 75

Dem Leiter. „Verdirb nicht.“ Eine Melodie. Von Asaph. Ein Lied.

75 Wir danken dir, o Gott; wir danken dir,
Und dein Name ist nahe.
Menschen müssen deine Wunderwerke verkünden.

2 „Denn ich ging daran, [mir] eine feste Zeit zu nehmen;
Ich selbst begann mit Geradheit zu richten.

3 Als die Erde und all ihre Bewohner in Auflösung begriffen waren,
War ich es, der ihre Säulen ausrichtete.“ Sela.

4 Ich sagte zu den Törichten: „Seid nicht töricht“
Und zu den Bösen: „Erhebt nicht das Horn.

5 Erhebt nicht euer Horn zur Höhe.
Redet nicht mit frechem Hals.

6 Denn weder vom Osten noch vom Westen,
Noch vom Süden her gibt es eine Erhöhung.

7 Denn Gott ist der Richter.
Diesen erniedrigt er, und jenen erhöht er.

8 Denn da ist ein Becher in der Hand Jehovas,
Und der Wein schäumt, er ist voll Mischtrank.
Und er wird bestimmt seine Hefen daraus ausgießen;
Alle Bösen der Erde werden [sie] ausschlürfen, [sie] trinken.“

9 Was aber mich betrifft, ich werde [es] kundtun auf unabsehbare Zeit;
Ich will Melodien spielen dem Gott Jakobs.

10 Und alle Hörner der Bösen werde ich abhauen.
Die Hörner des Gerechten werden erhöht werden.

Jule | 05.05.09 | eigene Gedanken zum Geschehen, Psalmen, Text in der Bibel | 8 Comments |

Psalm 70 – 72

Psalm 70

Dem Leiter. Von David, um in Erinnerung zu bringen.

70 O Gott, mich zu befreien,
O Jehova, zu meinem Beistand eile doch!

2 Mögen die beschämt und mit Scham bedeckt werden, die mir nach der Seele trachten.
Mögen die zurückweichen und gedemütigt werden, die an meinem Unglück Gefallen haben.

3 Mögen wegen ihrer Schande die zurückgehen, die sprechen: „Haha, haha!“

4 Mögen frohlocken und in dir sich freuen alle, die dich suchen,
Und mögen sie beständig sprechen: „Gott sei hochgepriesen!“ – die, die deine Rettung lieben.

5 Ich aber bin niedergedrückt und arm.
O Gott, handle doch eilends für mich.
Du bist meine Hilfe und der für mein Entrinnen Sorgende.
O Jehova, verspäte dich nicht.

Psalm 71

71 Zu dir, o Jehova, habe ich Zuflucht genommen.
O möge ich niemals zuschanden werden!

2 In deiner Gerechtigkeit mögest du mich befreien und für mein Entrinnen sorgen.
Neige dein Ohr zu mir, und rette mich.

3 Werde mir eine Felsenfestung, in die ich beständig eintreten darf.
Du wirst bestimmt gebieten, mich zu retten,
Denn du bist meine Felsenkluft und meine Feste.

4 O mein Gott, sorge für mein Entrinnen aus der Hand des Bösen,
Aus der Faust dessen, der ungerecht und bedrückend handelt.

5 Denn du bist meine Hoffnung, o Souveräner Herr Jehova, meine Zuversicht von meiner Jugend an.

6 Auf dich habe ich mich gestützt vom Mutterleib an;
Du bist es, der mich sogar vom Innern meiner Mutter abgetrennt hat.
Von dir ist mein Lobpreis beständig.

7 Ich bin für viele wie ein Wunder geworden;
Du aber bist meine starke Zuflucht.

8 Mein Mund ist erfüllt mit deinem Lobpreis,
Den ganzen Tag [voll von] deiner Schönheit.

9 Wirf mich nicht weg in der Zeit des Alters;
Gerade wenn meine Kraft versagt, verlaß mich nicht.

10 Denn meine Feinde haben mich betreffend gesagt,
Und gerade die, die Ausschau halten nach meiner Seele, haben sich zusammen beraten,
11 Indem [sie] sprachen: „Gott selbst hat ihn verlassen.
Jagt ihm nach, und faßt ihn, denn da ist kein Befreier.“

12 O Gott, halte dich nicht fern von mir.
O mein Gott, eile doch zu meinem Beistand.

13 Mögen die beschämt werden, mögen die ihr Ende finden, die meiner Seele widerstehen.
Mögen die sich mit Schmach und Demütigung bedecken, die mein Unglück suchen.

14 Was aber mich betrifft, ich werde beständig harren,
Und ich will [noch] hinzufügen zu all deinem Lobpreis.

15 Mein eigener Mund wird von deiner Gerechtigkeit erzählen,
Den ganzen Tag deine Rettung,
Denn mir sind [deren] Zahlen nicht bekanntgeworden.

16 Ich werde in großer Macht kommen, o Souveräner Herr Jehova;
Ich werde deine Gerechtigkeit erwähnen, die deine allein.

17 O Gott, du hast mich gelehrt von meiner Jugend an,
Und bis jetzt tue ich ständig deine wunderbaren Werke kund.

18 Und selbst bis ins Alter und bis zum Ergrauen, o Gott, verlaß mich nicht,
Bis ich von deinem Arm der Generation berichte,
All denen, die kommen sollen, von deiner Macht.

19 Deine Gerechtigkeit, o Gott, [reicht] bis zur Höhe;
Was die großen Dinge betrifft, die du getan hast,
O Gott, wer ist wie du?

20 Denn du hast mich viele Bedrängnisse und Unglücksschläge sehen lassen,
Mögest du mich wieder beleben;
Und aus den Wassertiefen der Erde mögest du mich wieder heraufführen.

21 Mögest du meine Größe mehren
Und mich umgeben [und] mich trösten.

22 Auch ich, ich werde dich auf einem Saiteninstrument lobpreisen
Hinsichtlich deiner Wahrhaftigkeit, o mein Gott.
Ich will dir Melodien spielen auf der Harfe, o Heiliger Israels.

23 Meine Lippen werden jubeln, wenn ich geneigt bin, dir Melodien zu spielen,
Ja meine Seele, die du erlöst hast.

24 Auch wird meine eigene Zunge den ganzen Tag mit gedämpfter Stimme deine Gerechtigkeit äußern,
Denn sie sind beschämt worden, denn sie sind mit Scham bedeckt worden, die mein Unglück suchen.

Psalm 72

Über Salomo.

72 O Gott, gib deine eigenen richterlichen Entscheidungen dem König
Und deine Gerechtigkeit dem Sohn des Königs.

2 Möge er die Rechtssache deines Volkes mit Gerechtigkeit führen
Und deiner Niedergedrückten mit richterlicher Entscheidung.

3 Laß die Berge dem Volk Frieden tragen,
Auch die Hügel durch Gerechtigkeit.

4 Er richte die Niedergedrückten des Volkes,
Er rette die Söhne des Armen,
Und er zermalme den Übervorteiler.

5 Man wird dich fürchten, solange es eine Sonne gibt
Und angesichts des Mondes, Generation um Generation.

6 Er wird herabkommen wie der Regen auf das gemähte Gras,
Wie ausgiebige Regenschauer, die die Erde benetzen.

7 In seinen Tagen wird der Gerechte sprossen
Und Fülle von Frieden, bis der Mond nicht mehr ist.

8 Und er wird Untertanen haben von Meer zu Meer
Und von dem STROM bis zu den Enden der Erde.

9 Vor ihm werden sich die Bewohner der wasserlosen Gegenden niederbeugen,
Und seine Feinde, sie werden den Staub selbst lecken.

10 Die Könige von Tarschisch und von den Inseln –
Tribut werden sie zahlen.
Die Könige von Scheba und von Seba –
Eine Gabe werden sie darbringen.

11 Und vor ihm werden sich alle Könige niederwerfen;
Alle Nationen ihrerseits werden ihm dienen.

12 Denn er wird den Armen befreien, der um Hilfe ruft,
Auch den Niedergedrückten und jeden, der keinen Helfer hat.

13 Es wird ihm leid sein um den Geringen und den Armen,
Und die Seelen der Armen wird er retten.

14 Von Bedrückung und von Gewalttat wird er ihre Seele erlösen,
Und ihr Blut wird kostbar sein in seinen Augen.

15 Und er möge leben, und ihm möge etwas von dem Gold von Scheba gegeben werden.
Und für ihn mögen beständig Gebete gesprochen werden;
Den ganzen Tag werde er gesegnet.

16 Es wird Fülle an Getreide auf der Erde geben;
Auf dem Gipfel der Berge wird Überfluß sein;
Seine Frucht wird sein wie am Libanon,
Und die aus der Stadt sind, werden blühen wie die Pflanzenwelt der Erde.

17 Sein Name währe auf unabsehbare Zeit;
Vor der Sonne möge sein Name zunehmen.
Und durch ihn mögen sie sich segnen;
Mögen alle Nationen ihn glücklich preisen.

18 Gesegnet sei Jehova Gott, Israels Gott,
Der allein wunderbare Werke tut.

19 Und gesegnet sei sein herrlicher Name auf unabsehbare Zeit,
Und seine Herrlichkeit fülle die ganze Erde.
Amen und amen.

20 Die Gebete Davids, des Sohnes Isaïs, sind zu Ende gekommen.

Jule | 05.04.09 | eigene Gedanken zum Geschehen, Psalmen, Text in der Bibel | 7 Comments |

Psalm 67 – 69

Psalm 67

Dem Leiter auf Saiteninstrumenten. Eine Melodie, ein Lied.

67 Gott selbst wird uns Gunst erweisen und uns segnen;
Er wird sein Angesicht über uns leuchten lassen – Sela -,
2 Damit dein Weg bekannt wird auf der Erde,
Deine Rettung auch unter allen Nationen.

3 Laß Völker dich lobpreisen, o Gott;
Laß die Völker, sie alle, dich lobpreisen.

4 Laß Völkerschaften sich freuen und jubeln,
Denn du wirst die Völker mit Geradheit richten;
Und was Völkerschaften betrifft, auf der Erde wirst du sie leiten. Sela.

5 Laß Völker dich lobpreisen, o Gott;
Laß Völker, sie alle, dich lobpreisen.

6 Die Erde selbst wird bestimmt ihren Ertrag geben;
Gott, unser Gott, wird uns segnen.

7 Gott wird uns segnen,
Und alle Enden der Erde werden ihn fürchten.

Psalm 68

Dem Leiter. Von David. Eine Melodie, ein Lied.

68 Möge Gott aufstehen, mögen seine Feinde zerstreut werden,
Und mögen die ihn aufs tiefste Hassenden seinetwegen fliehen.

2 Wie Rauch vertrieben wird, mögest du [sie] vertreiben;
Wie Wachs vor dem Feuer zerschmilzt,
Mögen die Bösen umkommen vor Gott.

3 Was aber die Gerechten betrifft, sie sollen sich freuen,
Mögen sie in gehobener Stimmung sein vor Gott,
Und mögen sie frohlocken mit Freuden!

4 Singt Gott, spielt seinem Namen Melodien;
Erhebt [ein Lied] für den, der durch die Wüstenebenen einherfährt
Als Jah, welches sein Name ist; und jubelt vor ihm!
5 Ein Vater von vaterlosen Knaben und ein Richter von Witwen
Ist Gott in seiner heiligen Wohnung.

6 Gott läßt die Einsamen in einem Haus wohnen;
Er führt Gefangene zu voller Wohlfahrt heraus.
Was aber die Störrischen betrifft, sie müssen in einem versengten Land weilen.

7 O Gott, als du auszogst vor deinem Volk,
Als du einherschrittest durch die Wüste – Sela -,
8 Die Erde selbst bebte,
Auch troff der Himmel selbst Gottes wegen;
Dieser Sinai [bebte] Gottes wegen, des Gottes Israels.

9 Einen ausgiebigen Regenguß begannst du fallen zu lassen, o Gott;
Dein Erbe, ja, wenn es ermattet war – du selbst stärktest es wieder.

10 Deine Zeltgemeinschaft – sie hat darin gewohnt;
In deiner Güte machtest du es dann bereit für den Niedergedrückten, o Gott.

11 Jehova selbst gibt das Wort;
Die Verkündigerinnen der guten Botschaft sind ein großes Heer.

12 Sogar die Könige der Heere fliehen, sie fliehen.
Was die betrifft, die zu Hause bleibt, sie hat an der Beute teil.

13 Obwohl ihr zwischen den Aschenhaufen des [Lagers] liegengeblieben seid,
Werden die Flügel einer Taube [da]sein, bedeckt mit Silber,
Und ihre Schwingen mit gelblichgrünem Gold.

14 Als der Allmächtige die Könige darin zerstreute,
Begann es auf dem Zalmon zu schneien.

15 Die Berggegend von Baschan ist ein Berg Gottes;
Die Berggegend von Baschan ist ein Berg von Gipfeln.

16 Warum beobachtet ihr, o ihr Berge von Gipfeln, fortwährend neidisch
Den Berg, den Gott für sich begehrt hat, um darauf zu wohnen?
Ja Jehova selbst wird immerdar [dort] weilen.

17 Der Kriegswagen Gottes sind Zehntausende, Tausende und aber Tausende.
Jehova selbst ist vom Sinai her in die heilige Stätte gekommen.

18 Du bist in die Höhe aufgefahren;
Du hast Gefangene hinweggeführt;
Du hast Gaben in Form von Menschen genommen,
Ja selbst die Störrischen, um [unter ihnen] zu weilen, o Jah Gott.

19 Gesegnet sei Jehova, der täglich die Last für uns trägt,
Der [wahre] Gott unserer Rettung. Sela.

20 Der [wahre] Gott ist für uns ein Gott rettender Taten;
Und Jehova, dem Souveränen Herrn, gehören die Auswege aus dem Tod.

21 Ja, Gott selbst wird das Haupt seiner Feinde zerschmettern,
Den Haarscheitel irgend jemandes, der in seiner Verschuldung einhergeht.

22 Jehova hat gesprochen: „Von Baschan werde ich zurückbringen,
Ich werde [sie] zurückbringen aus den Tiefen des Meeres,
23 Damit du deinen Fuß in Blut waschen kannst,
Daß die Zunge deiner Hunde von den Feinden ihren Anteil hat.“

24 Sie haben deine Umzüge gesehen, o Gott,
Die Umzüge meines Gottes, meines Königs, in die heilige Stätte.

25 Die Sänger gingen voran, die Saitenspieler hinter ihnen her;
Dazwischen waren die Tamburin schlagenden herangereiften Mädchen.

26 In versammelten Scharen segnet Gott,
Jehova, [o ihr, die ihr] vom Quell Israels [seid].

27 Da ist Klein Benjamin, der sie unterwirft,
Die Fürsten Judas mit ihrer lärmenden Menge,
Die Fürsten Sebulons, die Fürsten Naphtalis.

28 Dein Gott hat deine Stärke aufgeboten.
Zeig doch Stärke, o Gott, der du für uns gehandelt hast.

29 Wegen deines Tempels zu Jerusalem
Werden Könige dir selbst Gaben bringen.

30 Schilt das wildlebende Tier des Schilfes, die Gemeinde der Stiere
Mit den Kälbern der Völker, [von denen] jeder Silberstücke niederstampft.
Er hat die Völker zerstreut, die an Kämpfen Gefallen finden.

31 Bronzesachen werden aus Ägypten kommen;
Kusch selbst wird eilends seine Hände [mit Gaben] zu Gott ausstrecken.

32 O ihr Königreiche der Erde, singt Gott,
Spielt Jehova Melodien – Sela -,
33 Ihm, der auf dem Himmel der Himmel der Urzeit einherfährt.
Siehe! Er läßt seine Stimme erschallen, eine starke Stimme.

34 Schreibt Gott Stärke zu.
Über Israel ist seine Hoheit, und seine Stärke ist in den Wolken.

35 Gott ist furchteinflößend von deinem großartigen Heiligtum aus.
Der Gott Israels ist er, er gibt Stärke, ja Macht dem Volk.
Gesegnet sei Gott.

Psalm 69

Dem Leiter, auf den „Lilien“. Von David.

69 Rette mich, o Gott, denn die Wasser sind bis an die Seele gekommen.

2 Ich bin hinabgesunken in tiefen Schlamm, wo es keinen Grund zum Stehen gibt.
Ich bin in tiefe Wasser gekommen,
Und ein [Wasser]schwall, er hat mich fortgeschwemmt.

3 Ich bin müde geworden von meinem Schreien;
Meine Kehle ist heiser geworden.
Meine Augen haben versagt, während ich auf meinen Gott harrte.

4 Derer, die mich ohne Ursache hassen, sind sogar mehr geworden als die Haare meines Hauptes.
Die mich zum Schweigen bringen, die grundlos meine Feinde sind, sind zahlreich geworden.
Was ich nicht durch Raub genommen hatte, gab ich dann zurück.

5 O Gott, du selbst hast meine Torheit erkannt,
Und vor dir ist meine eigene Schuld nicht verborgen gewesen.

6 O mögen die auf dich Hoffenden nicht beschämt werden meinetwegen,
O Souveräner Herr, Jehova der Heerscharen!
O mögen die dich Suchenden nicht gedemütigt werden meinetwegen,
O Gott Israels!

7 Denn deinetwegen habe ich Schmach ertragen,
Demütigung hat mein Angesicht bedeckt.

8 Ich bin meinen Brüdern ein Entfremdeter geworden
Und ein Ausländer den Söhnen meiner Mutter.

9 Denn echter Eifer um dein Haus hat mich verzehrt,
Und selbst die Schmähungen derer, die dich schmähen, sind auf mich gefallen.

10 Und ich habe dann beim Fasten meiner Seele geweint,
Aber es wurde mir zu Schmähungen.

11 Als ich Sacktuch zu meiner Kleidung machte,
Da wurde ich ihnen zu einem Sprichwort.

12 Die im Tor Sitzenden begannen sich mit mir zu befassen,
Und [ich wurde] das Thema der Lieder derer, die berauschende Getränke trinken.

13 Was aber mich betrifft, mein Gebet war an dich [gerichtet], o Jehova,
Zur annehmbaren Zeit, o Gott.
In der Fülle deiner liebenden Güte antworte mir mit der Wahrheit der von dir [bewirkten] Rettung.

14 Befrei mich aus dem Schlamm, daß ich nicht versinke.
O daß ich befreit werden möge von denen, die mich hassen, und aus den tiefen Wassern.

15 O möge mich der Wasserschwall nicht fortschwemmen
Noch die Tiefe mich verschlingen,
Noch der Brunnen seinen Mund über mir schließen.

16 Antworte mir, o Jehova, denn deine liebende Güte ist gut.
Nach der Menge deiner Barmherzigkeiten wende dich zu mir,
17 Und verbirg dein Angesicht nicht vor deinem Knecht.
Da ich in Bedrängnis bin, antworte mir eilends.

18 Nahe dich doch meiner Seele, fordere sie zurück;
Meiner Feinde wegen erlöse mich.

19 Du selbst hast meine Schmach erkannt und meine Schande und meine Demütigung.
Alle, die mich befeinden, sind vor dir.

20 Schmach selbst hat mein Herz gebrochen, und [die Wunde] ist unheilbar.
Und ich hoffte unaufhörlich auf jemand, der Mitgefühl zeigen würde, doch da war keiner,
Und auf Tröster, aber ich fand keinen.

21 Sondern als Speise gaben sie [mir] eine giftige Pflanze,
Und für meinen Durst suchten sie mir Essig zu trinken zu geben.

22 Ihr Tisch vor ihnen werde zum Fallstrick
Und was zu ihrem Wohlergehen ist, zur Schlinge.

23 Laß ihre Augen verfinstert werden, so daß sie nicht sehen;
Und laß ihre Hüften selbst beständig wanken.

24 Schütte über sie deine Strafankündigung aus,
Und möge deine eigene Zornglut sie einholen.

25 Laß ihr ummauertes Lager öde werden;
In ihren Zelten möge schließlich kein Bewohner sein.

26 Denn dem, den du selbst geschlagen hast, sind sie nachgejagt,
Und die Schmerzen der von dir Durchbohrten zählen sie ständig auf.

27 Gib doch Vergehen auf ihr Vergehen,
Und mögen sie nicht zu deiner Gerechtigkeit kommen.

28 Laß sie ausgetilgt werden aus dem Buch der Lebenden,
Und mit den Gerechten mögen sie nicht eingeschrieben sein.

29 Ich aber bin niedergedrückt und schmerzbeladen.
Möge deine eigene Rettung, o Gott, mich beschützen.

30 Ich will den Namen Gottes im Lied preisen,
Und mit Danksagung will ich ihn hoch erheben.

31 Das wird Jehova auch mehr gefallen als ein Stier,
Als ein junger Stier, der Hörner aufweist, der gespaltene Hufe hat.

32 Die Sanftmütigen werden [es] bestimmt sehen; sie werden sich freuen.
Ihr, die ihr Gott sucht, möge euer Herz auch am Leben bleiben.

33 Denn Jehova hört auf die Armen,
Und er wird ja seine eigenen Gefangenen nicht verachten.

34 Mögen Himmel und Erde ihn preisen,
Die Meere und alles, was sich darin regt.

35 Denn Gott selbst wird Zion retten
Und wird die Städte Judas bauen;
Und man wird gewiß dort wohnen und davon Besitz nehmen.

36 Und die Nachkommen seiner Knechte, sie werden es erben,
Und die seinen Namen lieben, werden es sein, die darin weilen.

Jule | 05.03.09 | eigene Gedanken zum Geschehen, Psalmen, Text in der Bibel | 8 Comments |

Psalm 64 – 66

Psalm 64

Dem Leiter. Eine Melodie von David.

64 Höre, o Gott, meine Stimme in meiner Besorgnis.
Vor der Schrecklichkeit des Feindes mögest du mein Leben behüten.

2 Mögest du mich verbergen vor dem vertraulichen Gespräch von Übeltätern,
Vor dem Tumult derer, die Schädliches treiben,
3 Die ihre Zunge geschärft haben gleich einem Schwert,
Die ihren Pfeil gezielt haben, bittere Rede,
4 Um von verborgenen Orten aus auf einen Untadeligen zu schießen.
Plötzlich schießen sie auf ihn und fürchten sich nicht,

5 Sie halten sich an schlechte Rede;
Sie reden davon, Fallstricke zu verbergen.
Sie haben gesagt: „Wer sieht sie?“

6 Sie forschen ständig ungerechten Dingen nach;
Sie haben einen gut erforschten, schlauen Anschlag verborgen,
Und das Innere eines jeden, ja [sein] Herz, ist tief.

7 Aber Gott wird plötzlich mit einem Pfeil auf sie schießen.
Wunden sind ihnen geschlagen worden;
8 Und sie veranlassen einen zum Straucheln.
[Aber] ihre Zunge [richtet sich] gegen sie selbst.
Alle, die sie anschauen, werden ihren Kopf schütteln,
9 Und alle Erdenmenschen werden in Furcht geraten;
Und sie werden das Tun Gottes verkünden,
Und sie werden sicherlich Einsicht haben in sein Werk.

10 Und der Gerechte wird sich in Jehova freuen und wird tatsächlich zu ihm Zuflucht nehmen;
Und alle von Herzen Rechtschaffenen werden sich rühmen.

Psalm 65

Dem Leiter. Eine Melodie von David. Ein Lied.

65 Für dich gibt es Lobpreis – Schweigen -, o Gott, in Zion;
Und dir wird das Gelübde bezahlt werden.

2 O Hörer des Gebets, ja zu dir werden Menschen von allem Fleisch kommen.

3 Vergehungen haben sich mächtiger erwiesen, als ich bin.
Was unsere Übertretungen betrifft, du selbst wirst sie zudecken.

4 Glücklich ist der, den du erwählst und herzunahen läßt,
Damit er in deinen Vorhöfen weilt.
Wir werden bestimmt gesättigt werden mit dem Guten deines Hauses,
Der heiligen Stätte deines Tempels.

5 Mit furchteinflößenden Dingen wirst du uns in Gerechtigkeit antworten,
O Gott unserer Rettung,
Das VERTRAUEN aller Enden der Erde und der Fernen auf dem Meer.

6 Er stellt Berge fest durch seine Kraft;
Er ist tatsächlich mit Macht gegürtet.

7 Er stillt das Brausen der Meere,
Das Brausen ihrer Wellen und das Getöse der Völkerschaften.

8 Und die Bewohner der äußersten Gegenden werden sich fürchten vor deinen Zeichen;
Die Ausgänge des Morgens und des Abends läßt du jubeln.

9 Du hast deine Aufmerksamkeit der Erde zugewandt, damit du ihr Fülle gibst;
Du bereicherst sie sehr.
Der Bach Gottes ist voll Wasser.
Du bereitest ihr Korn,
Denn so bereitest du die Erde.

10 Ihre Furchen werden getränkt, ihre Schollen geebnet;
Mit ausgiebigen Regenschauern weichst du sie auf; du segnest das, was ihr entsprießt.

11 Du hast das Jahr mit deiner Güte gekrönt,
Und selbst deine Spuren triefen von Fettigkeit.

12 Die Weidegründe der Wildnis triefen beständig,
Und mit Frohlocken gürten sich sogar die Hügel.

13 Die Weiden haben sich mit Kleinviehherden bekleidet,
Und die Tiefebenen, sie sind in Getreide gehüllt.
Sie jauchzen im Triumph, ja sie singen.

Psalm 66

Dem Leiter. Ein Lied, eine Melodie.

66 Jauchzt im Triumph Gott zu, all [ihr Bewohner] der Erde.

2 Spielt Melodien zur Herrlichkeit seines Namens.
Macht seinen Lobpreis herrlich.

3 Sprecht zu Gott: „Wie furchteinflößend sind deine Werke!
Wegen der Fülle deiner Stärke werden deine Feinde geduckt zu dir kommen.

4 Alle [Bewohner] der Erde werden sich vor dir niederbeugen,
Und sie werden dir Melodien spielen, sie werden deinem Namen Melodien spielen.“ Sela.

5 Kommt und seht die Taten Gottes.
Seine Handlungsweise mit den Menschensöhnen ist furchteinflößend.

6 Er hat das Meer in trockenes Land verwandelt;
Durch den Strom zogen sie zu Fuß hinüber.
Da begannen wir uns in ihm zu freuen.

7 Er herrscht durch seine Macht auf unabsehbare Zeit.
Über die Nationen halten seine eigenen Augen ständig Wache.
Was die Störrischen betrifft, sie dürfen sich nicht erheben. Sela.

8 Segnet unseren Gott, o ihr Völker,
Und laßt die Stimme der Lobpreisung für ihn hören.

9 Er setzt unsere Seele ins Leben,
Und er hat unseren Fuß nicht wanken lassen.

10 Denn du hast uns geprüft, o Gott;
Du hast uns geläutert, wie wenn man Silber läutert.

11 Du hast uns in das Fangnetz gebracht;
Du hast eine drückende Last auf unsere Hüften gelegt.

12 Du hast den sterblichen Menschen über unser Haupt fahren lassen;
Wir sind durch Feuer und durch Wasser gekommen,
Und du gingst daran, uns hinauszuführen in die Erleichterung.

13 Ich werde in dein Haus kommen mit Ganzbrandopfern;
Ich werde dir meine Gelübde bezahlen,
14 Die zu sprechen meine Lippen sich aufgetan haben
Und die mein Mund geredet hat, als ich in Bedrängnis war.

15 Ganzbrandopfer von Masttieren werde ich dir opfern
Mit dem Opferrauch von Widdern.
Ich werde einen Stier mit Ziegenböcken darbieten. Sela.

16 Kommt, hört zu, ihr alle, die ihr Gott fürchtet, und ich will erzählen,
Was er für meine Seele getan hat.

17 Zu ihm rief ich mit meinem Mund,
Und Erhebung gab es mit meiner Zunge.

18 Wenn ich es in meinem Herzen auf irgend etwas Schädliches abgesehen habe,
Wird Jehova [mich] nicht hören.

19 Wahrlich, Gott hat gehört;
Er hat gemerkt auf die Stimme meines Gebets.

20 Gesegnet sei Gott, der mein Gebet nicht abgewiesen
Noch seine liebende Güte von mir [abgewandt] hat.

Jule | 05.02.09 | eigene Gedanken zum Geschehen, Psalmen, Text in der Bibel | 8 Comments |

Psalm 61 – 63

Psalm 61

Dem Leiter auf Saiteninstrumenten. Von David.

61 Höre doch, o Gott, meinen inständigen Ruf.
Merke doch auf mein Gebet.

2 Von dem äußersten Ende der Erde werde ich rufen, ja zu dir, wenn mein Herz schwach wird.
Auf einen Felsen, der höher ist als ich, mögest du mich führen.

3 Denn du hast dich mir als eine Zuflucht erwiesen,
Als ein starker Turm angesichts des Feindes.

4 Ich will Gast sein in deinem Zelt auf unabsehbare Zeiten;
Ich will Zuflucht nehmen in der Verborgenheit deiner Flügel. Sela.

5 Denn du selbst, o Gott, hast auf meine Gelübde gehört.
Du hast [mir] das Besitztum derer gegeben, die deinen Namen fürchten.

6 Tage wirst du den Tagen des Königs hinzufügen;
Seine Jahre werden sein wie Generation um Generation.

7 Er wird wohnen auf unabsehbare Zeit vor Gott;
O bestelle liebende Güte und Wahrhaftigkeit, daß diese ihn behüten mögen.

8 So will ich Melodien spielen deinem Namen immerdar,
Damit ich meine Gelübde Tag für Tag bezahle.

Psalm 62

Dem Leiter von Jeduthun. Eine Melodie von David.

62 Ja, auf Gott [wartet in] Schweigen meine Seele.
Von ihm [kommt] meine Rettung.

2 Ja, er ist mein Fels und meine Rettung, meine sichere Höhe;
Ich werde nicht so sehr zum Wanken gebracht werden.

3 Wie lange werdet ihr gegen den Mann anstürmen, den ihr morden wollt?
Ihr alle seid wie eine sich neigende Wand, eine Steinmauer, die eingestoßen wird.

4 Ja, sie geben Rat, um [jemand] von der eigenen Würde fortzulocken;
Sie finden Gefallen an einer Lüge.
Mit ihrem Mund segnen sie, aber in ihrem Innern rufen sie Übles herab. Sela.

5 Ja, auf Gott warte still, o meine Seele,
Denn von ihm ist meine Hoffnung.

6 Ja, er ist mein Fels und meine Rettung, meine sichere Höhe;
Ich werde nicht zum Wanken gebracht werden.

7 Auf Gott beruht meine Rettung und meine Ehre.
Mein starker Fels, meine Zuflucht ist in Gott.

8 Vertraut auf ihn zu allen Zeiten.
Vor ihm schüttet euer Herz aus.
Gott ist uns eine Zuflucht. Sela.

9 Ja, die Söhne des Erdenmenschen sind ein Dunst,
Die Menschensöhne sind eine Lüge.
Wenn auf die Waage gelegt, sind sie alle zusammen leichter als ein Dunst.

10 Setzt euer Vertrauen nicht auf Übervorteilung,
Noch werdet nichtig in lauter Raub.
Sollten die Mittel des Unterhalts gedeihen, so setzt euer Herz nicht [auf sie].

11 Einmal hat Gott geredet, zweimal habe ich ja dies gehört,
Daß die Stärke Gottes ist.

12 Auch liebende Güte gehört dir, o Jehova,
Denn du selbst vergiltst einem jeden nach seinem Werk.

Psalm 63

Eine Melodie von David, als er sich in der Wildnis Juda befand.

63 O Gott, du bist mein Gott, ich suche dich ständig.
Meine Seele dürstet nach dir.
Nach dir hat mein Fleisch [mit Verlangen] geschmachtet
In einem trockenen und lechzenden Land, wo es kein Wasser gibt.

2 So habe ich dich an der heiligen Stätte erblickt,
Als ich deine Stärke und deine Herrlichkeit sah.

3 Denn deine liebende Güte ist besser als Leben,
Meine Lippen, sie werden dich loben.

4 So werde ich dich segnen zeit meines Lebens;
In deinem Namen werde ich meine Handflächen erheben.

5 Wie mit dem Besten, ja mit Fettigkeit, ist meine Seele gesättigt,
Und mit Lippen von Jubelrufen bringt mein Mund Lobpreis dar.

6 Wenn ich deiner gedacht habe auf meinem Lager,
Sinne ich über dich nach während der Nachtwachen.

7 Denn du hast dich mir als Beistand erwiesen,
Und im Schatten deiner Flügel juble ich.

8 Meine Seele ist dir anhänglich gefolgt;
Mich hält deine Rechte ständig fest.

9 Was die betrifft, die mir nach der Seele trachten zu [deren] Verderben:
Sie werden in die untersten Teile der Erde kommen.

10 Sie werden der Macht des Schwertes überliefert werden;
Füchsen werden sie zuteil werden.

11 Und der König selbst wird sich in Gott freuen.
Jeder, der bei ihm schwört, wird sich rühmen,
Denn der Mund derer, die Falschheit reden, wird verstopft werden.

Jule | 05.01.09 | eigene Gedanken zum Geschehen, Psalmen, Text in der Bibel | 8 Comments |

Psalm 58 – 60

Kapitel 58

Dem Leiter. „Verdirb nicht.“ Von David. Miktam.

58 Könnt ihr [in eurem] Schweigen wirklich von Gerechtigkeit selbst reden?
Könnt ihr in Geradheit richten, o ihr Menschensöhne?

2 Wieviel eher übt ihr mit dem Herzen offenkundige Ungerechtigkeit auf der Erde
[Und] bereitet den Weg für die direkte Gewalttat eurer Hände!

3 Die Bösen sind vom Mutterschoß an Abtrünnige gewesen;
Sie sind umhergeirrt vom Mutterleib an;
Sie reden Lügen.

4 Das Gift von ihnen ist wie das Gift der Schlange,
Taub [sind sie] wie die Kobra, die ihr Ohr verstopft,
5 Die nicht hören wird auf die Stimme der Beschwörer,
Obwohl ein Weiser mit Bannsprüchen bindet.

6 O Gott, schlag ihnen die Zähne in ihrem Mund aus.
Brich selbst die Kinnladen der mähnigen jungen Löwen ab, o Jehova.

7 Mögen sie sich auflösen wie zu Wassern, die sich verlaufen;
Möge er [den Bogen für] seine Pfeile spannen, während sie zusammenbrechen.

8 Wie eine Schnecke, die zerfließt, geht er dahin;
Wie eine Fehlgeburt einer Frau werden sie bestimmt die Sonne nicht erblicken.

9 Bevor eure Töpfe den [angezündeten] Dornstrauch spüren,
Den lebensfrischen wie auch den brennenden, wird er sie wie ein Sturmwind davontragen.

10 Der Gerechte wird sich freuen, weil er die Rache erblickt hat.
Seine Schritte wird er im Blut des Bösen baden.

11 Und der Mensch wird sagen: „Bestimmt gibt es Fruchtertrag für den Gerechten.
Bestimmt existiert ein Gott, der auf der Erde richtet.“

Kapitel 59

Dem Leiter. „Verdirb nicht.“ Von David. Miktam. Als Saul hinsandte und sie ständig das Haus bewachten, um ihn zu Tode zu bringen.

59 Befreie mich von meinen Feinden, o mein Gott;
Vor denen, die sich gegen mich erheben, mögest du mich beschützen.

2 Befreie mich von denen, die Schädliches treiben,
Und von Menschen, die mit Blutschuld beladen sind, errette mich.

3 Denn siehe, sie haben auf meine Seele gelauert;
Starke machen einen Angriff auf mich
Nicht wegen einer Auflehnung meinerseits noch irgendeiner Sünde meinerseits, o Jehova.

4 Obwohl kein Vergehen vorliegt, laufen sie und machen sich bereit.
Wach auf bei meinem Rufen und sieh!

5 Und du, o Jehova Gott der Heerscharen, bist der Gott Israels.
Wach auf, um deine Aufmerksamkeit allen Nationen zuzuwenden!
Erweise nicht irgendwelchen schadenstiftenden Verrätern Gunst. Sela.

6 Sie kehren immer wieder zurück um die Abendzeit;
Sie kläffen beständig wie ein Hund und gehen rings um die Stadt.

7 Siehe! Sie lassen aus ihrem Mund [Worte] hervorsprudeln;
Schwerter sind auf ihren Lippen,
Denn wer hört zu?

8 Du aber, o Jehova, wirst über sie lachen;
Du wirst alle Nationen verspotten.

9 O meine STÄRKE, dir gegenüber will ich wach bleiben;
Denn Gott ist meine sichere Höhe.

10 Der Gott liebender Güte mir gegenüber wird mir selbst entgegenkommen;
Gott selbst wird veranlassen, daß ich auf meine Feinde hinabblicke.

11 Töte sie nicht, daß mein Volk [es] nicht vergesse.
Durch deine leistungsfähige Kraft laß sie umherirren,
Und stürze sie, o unser Schild, Jehova,
12 [Wegen] der Sünde ihres Mundes, des Wortes ihrer Lippen;
Und mögen sie gefangen werden in ihrem Stolz,
Ja wegen des Fluches und des Truges, die sie aussprechen.

13 Mache im Grimm ein Ende [mit ihnen];
Mache ein Ende [mit ihnen], damit sie nicht [mehr] seien;
Und mögen sie erkennen, daß Gott in Jakob herrscht bis an die Enden der Erde. Sela.

14 Und laß sie wiederkehren zur Abendzeit;
Laß sie kläffen wie ein Hund und rings um die Stadt gehen.

15 Laß gerade diese nach etwas Eßbarem umherirren;
Laß sie nicht satt werden noch über Nacht bleiben.

16 Was aber mich betrifft, ich werde von deiner Stärke singen,
Und am Morgen werde ich deine liebende Güte freudig kundtun.
Denn du hast dich als eine sichere Höhe für mich erwiesen
Und als ein Ort, an den ich fliehen kann am Tag meiner Bedrängnis.

17 O meine STÄRKE, dir will ich Melodien spielen,
Denn Gott ist meine sichere Höhe, der Gott liebender Güte mir gegenüber.

Kapitel 60

Dem Leiter, auf der „Lilie der Mahnung“. Miktam. Von David. Zum Lehren. Als er sich mit Aram-Naharajim und Aram-Zoba in Streit einließ und als Joab dann zurückkehrte und Edom im Salztal niederschlug, nämlich zwölftausend.

60 O Gott, du hast uns verstoßen, du hast uns durchbrochen,
Du bist in Zorn geraten. Du wollest uns wiederherstellen.

2 Du hast die Erde beben lassen, du hast sie aufgespalten.
Heile ihre Risse, denn sie hat gewankt.

3 Du hast dein Volk Hartes sehen lassen.
Du hast uns mit Wein getränkt, der uns taumeln macht.

4 Du hast denen, die dich fürchten, ein Signal gegeben,
Im Zickzack vor dem Bogen zu fliehen. Sela.

5 Damit deine Geliebten befreit werden,
O rette doch mit deiner Rechten, und antworte uns.

6 Gott selbst hat in seiner Heiligkeit geredet:
„Ich will frohlocken, ich will Sichem verteilen;
Und die Tiefebene von Sukkoth werde ich ausmessen.

7 Gilead gehört mir, und Manasse gehört mir,
Und Ephraim ist die Festung meines Hauptes;
Juda ist mein Befehlshaberstab.

8 Moab ist mein Waschbecken.
Über Edom werde ich meine Sandale werfen.
Über Philistaa werde ich im Triumph jauchzen.“

9 Wer wird mich zu der belagerten Stadt bringen?
Wer wird mich gewiß bis nach Edom führen?

10 Bist nicht du es, o Gott, der uns verstoßen hat
Und der nicht als Gott auszieht mit unseren Heeren?

11 Leiste uns doch Hilfe aus Bedrängnis,
Da Rettung durch den Erdenmenschen wertlos ist.

12 Mit Gott werden wir leistungsfähige Kraft gewinnen,
Und er selbst wird unsere Widersacher niedertreten.

Jule | 04.30.09 | eigene Gedanken zum Geschehen, Psalmen, Text in der Bibel | 8 Comments |

Psalm 55 – 57

Psalm 55

Dem Leiter auf Saiteninstrumenten. Maskil. Von David.

55 Schenke doch Gehör, o Gott, meinem Gebet;
Und verbirg dich nicht vor meinem Flehen um Gunst.

2 Merke auf mich, und antworte mir.
Ich werde rastlos umhergetrieben von meiner Besorgnis,
Und ich kann nicht anders als Unruhe bekunden
3 Zufolge der Stimme des Feindes, wegen des Drucks von seiten des Bösen.
Denn fortgesetzt lassen sie Schädliches auf mich herabfallen,
Und im Zorn feinden sie mich an.

4 Mein Herz, es windet sich in mir vor Schmerzen,
Und Todesschrecken, sie haben mich befallen.

5 Furcht, ja selbst Zittern, kommt in mich,
Und Schauder bedeckt mich.

6 Und ich sage fortwährend: „O daß ich Flügel hätte wie eine Taube!
Ich würde wegfliegen und mich niederlassen.

7 Siehe! Ich würde weithin fliehen;
Ich würde in der Wildnis übernachten. – Sela –
8 Ich würde an einen Ort des Entrinnens für mich eilen
Vor dem dahinstürmenden Wind, vor dem Sturm.“

9 Verwirre, o Jehova, teile ihre Zunge,
Denn ich habe Gewalttat und Streit in der Stadt gesehen.

10 Tag und Nacht gehen sie rings um sie herum auf ihren Mauern;
Und Schadenstiften und Ungemach sind in ihrer Mitte.

11 Widerwärtigkeiten sind in ihrer Mitte,
Und von ihrem öffentlichen Platz sind Bedrückung und Trug nicht gewichen.

12 Denn es war nicht ein Feind, der daranging, mich zu schmähen;
Sonst hätte ich es ertragen können.
Es war nicht ein mich aufs tiefste Hassender, der großtat gegen mich;
Sonst könnte ich mich vor ihm verbergen.

13 Sondern du warst es, ein sterblicher Mensch, der meinesgleichen war,
Ein mir Vertrauter und mein Bekannter,
14 Denn wir erfreuten uns stets des trauten Umgangs;
Zum Haus Gottes pflegten wir zu wandeln mit der dichten Menge.

15 Verwüstungen über sie!
Laß sie lebendig in den Scheol hinabfahren;
Denn während ihrer Fremdlingschaft sind schlechte Dinge in ihrem Innern gewesen.

16 Was mich betrifft, ich werde zu Gott rufen;
Und Jehova selbst wird mich retten.

17 Abends und morgens und mittags kann ich nicht anders, als Besorgnis zu bekunden, und ich stöhne,
Und er hört meine Stimme.

18 Er wird bestimmt meine Seele erlösen [und] in Frieden [setzen] von dem Kampf gegen mich,
Denn in Mengen sind sie schließlich gegen mich.

19 Gott wird hören und ihnen antworten,
Ja ER, der [auf dem Thron] sitzt wie in der Vergangenheit – Sela -,
Denen, bei denen es keine Änderungen gibt
Und die Gott nicht gefürchtet haben.

20 Er hat seine Hände ausgestreckt gegen die, die mit ihm in Frieden sind;
Er hat seinen Bund entweiht.

21 Glatter als Butter sind [die Worte] seines Mundes,
Aber sein Herz ist auf Kampf eingestellt.
Seine Worte sind sanfter als Öl,
Aber sie sind gezückte Schwerter.

22 Wirf deine Bürde auf Jehova,
Und er selbst wird dich stützen.
Niemals wird er zulassen, daß der Gerechte wankt.

23 Du selbst aber, o Gott, wirst sie hinabstürzen in die tiefste Grube.
Was mit Blutschuld beladene und trügerische Männer betrifft, sie werden nicht die Hälfte ihrer Tage erleben.
Was aber mich betrifft, ich werde auf dich vertrauen.

Psalm 56

Dem Leiter auf der „Stummen Taube“ unter den Fernen. Von David. Miktam. Als die Philister ihn in Gath ergriffen.

56 Erweise mir Gunst, o Gott, denn der sterbliche Mensch hat nach mir geschnappt.
Den ganzen Tag kriegführend, fährt er fort, mich zu bedrücken.

2 Meine Feinde haben den ganzen Tag fortwährend [nach mir] geschnappt,
Denn da sind viele, die mich hochmütig bekriegen.

3 An welchem Tag auch immer ich in Furcht gerate, werde ich meinerseits ja auf dich vertrauen.

4 In Gemeinschaft mit Gott werde ich sein Wort preisen.
Auf Gott habe ich mein Vertrauen gesetzt; ich werde mich nicht fürchten.
Was kann Fleisch mir antun?

5 Den ganzen Tag fahren sie fort, meinen persönlichen Angelegenheiten zu schaden;
All ihre Gedanken sind gegen mich zum Bösen.

6 Sie greifen an, sie verbergen sich,
Sie ihrerseits beobachten allezeit meine eigenen Tritte,
Während sie auf meine Seele gelauert haben.

7 Wegen [ihres] Schadenstiftens wirf sie hinweg.
Im Zorn stürze sie, ja die Völker, o Gott.

8 Daß ich ein Flüchtling bin, hast du selbst berichtet.
Tu meine Tränen doch in deinen Schlauch.
Sind sie nicht in deinem Buch?

9 Zu jener Zeit werden meine Feinde zurückweichen, an dem Tag, an dem ich rufe;
Dieses weiß ich wohl, daß Gott für mich ist.

10 In Gemeinschaft mit Gott werde ich [sein] Wort preisen;
In Gemeinschaft mit Jehova werde ich [sein] Wort preisen.

11 Auf Gott habe ich mein Vertrauen gesetzt, ich werde mich nicht fürchten.
Was kann der Erdenmensch mir antun?

12 Mir, o Gott, obliegen Gelübde dir gegenüber.
Ich werde dir Äußerungen der Danksagung darbringen.

13 Denn du hast meine Seele vom Tod befreit –
[Hast du] nicht meine Füße vor dem Straucheln [bewahrt]? -,
Daß [ich] im Licht der Lebendigen vor Gott wandeln möge.

Psalm 57

Dem Leiter. „Verdirb nicht.“ Von David. Miktam. Als er Sauls wegen in die Höhle wegeilte.

57 Erweise mir Gunst, o Gott, erweise mir Gunst,
Denn zu dir hat meine Seele Zuflucht genommen;
Und im Schatten deiner Flügel nehme ich Zuflucht, bis die Widerwärtigkeiten vorüber sind.

2 Ich rufe zu Gott, dem Höchsten, zu dem [wahren] Gott, der [ihnen] meinetwegen ein Ende macht.

3 Er wird vom Himmel her senden und mich retten.
Er wird den bestimmt verwirren, der nach mir schnappt. Sela.
Gott wird seine liebende Güte und seine Wahrhaftigkeit senden.

4 Meine Seele ist inmitten von Löwen;
Ich kann mich nur unter Verzehrern hinlegen, [ja bei] den Menschensöhnen,
Deren Zähne Speere und Pfeile sind
Und deren Zunge ein scharfes Schwert ist.

5 O sei erhaben über die Himmel, o Gott;
Laß deine Herrlichkeit über der ganzen Erde sein.

6 Ein Netz haben sie für meine Schritte bereitet;
Meine Seele ist niedergebeugt worden.
Sie gruben vor mir eine Fallgrube aus;
Sie sind mitten hineingefallen. Sela.

7 Mein Herz ist fest, o Gott,
Mein Herz ist fest.
Ich will singen und Melodien spielen.

8 Erwache doch, o meine Herrlichkeit,
Erwache doch, o Saiteninstrument, auch du, o Harfe.
Ich will die Morgenröte aufwecken.

9 Ich werde dich lobpreisen unter den Völkern, o Jehova;
Ich werde dir Melodien spielen unter den Völkerschaften.

10 Denn deine liebende Güte ist groß bis hinauf zu den Himmeln
Und deine Wahrhaftigkeit bis hinauf zu den Wolkenhimmeln.

11 Erheb dich doch über die Himmel, o Gott;
Laß deine Herrlichkeit über der ganzen Erde sein.

Jule | 04.29.09 | eigene Gedanken zum Geschehen, ergänzender Stoff, Psalmen, Text in der Bibel | 10 Comments |

Psalm 52 – 54

Psalm 52

Dem Leiter. Maskil. Von David, als Doeg, der Edomiter, kam und dann Saul Bescheid gab und ihm sagte, daß David in das Haus Ahimelechs gekommen war.

52 Warum rühmst du dich dessen, was böse ist, o du Mächtiger?
Die liebende Güte Gottes währt den ganzen Tag.

2 Widerwärtigkeiten plant deine Zunge, die geschärft ist wie ein Schermesser,
Die trügerisch wirkt.

3 Du hast Böses mehr geliebt als Gutes,
Falschheit mehr, als Gerechtigkeit zu reden. Sela.

4 Du hast alle verzehrenden Worte geliebt,
O du trügerische Zunge!

5 Gott selbst wird dich auch für immer niederreißen;
Er wird dich niederschlagen und dich wegreißen von [deinem] Zelt,
Und er wird dich bestimmt entwurzeln aus dem Land der Lebenden. Sela.

6 Und die Gerechten werden [es] sehen und werden sich fürchten,
Und sie werden über ihn lachen.

7 Hier ist der kräftige Mann, der nicht Gott zu seiner Festung macht,
Sondern der auf die Fülle seines Reichtums vertraut,
Der Zuflucht nimmt zu den von ihm [verursachten] Widerwärtigkeiten.

8 Ich aber werde wie ein üppiger Olivenbaum im Haus Gottes sein;
Ich vertraue wirklich auf die liebende Güte Gottes auf unabsehbare Zeit, ja immerdar.

9 Ich will dich lobpreisen auf unabsehbare Zeit, denn du bist zur Tat geschritten;
Und ich werde auf deinen Namen hoffen, denn er ist gut, vor deinen Loyalgesinnten.

Psalm 53

Dem Leiter über Mahalath. Maskil. Von David.

53 Der Unverständige hat in seinem Herzen gesagt:
„Es gibt keinen Jehova.“

Sie haben verderblich gehandelt und haben verabscheuungswürdig gehandelt in Ungerechtigkeit.
Da ist keiner, der Gutes tut.

2 Was Gott betrifft, er hat vom Himmel selbst herabgeschaut auf die Menschensöhne,
Um zu sehen, ob jemand da ist, der Einsicht hat, jemand, der Jehova sucht.

3 Sie, sie alle, sind abgewichen, sie sind [alle] gleich verderbt;
Da ist keiner, der Gutes tut,
Auch nicht einer.

4 Hat keiner von denen, die Schädliches treiben, Erkenntnis erlangt,
Die mein Volk verzehren, wie sie Brot gegessen haben?
Sie haben auch Jehova nicht angerufen.

5 Dort wurden sie mit großem Schrecken erfüllt,
Wo es offenbar nichts Erschreckendes gab;
Denn Gott selbst wird gewiß die Gebeine irgendeines dich Belagernden zerstreuen.
Du wirst [sie] bestimmt zuschanden machen, denn Jehova selbst hat sie verworfen.

6 O daß aus Zion die großartige Rettung Israels käme!
Wenn Jehova die Gefangenen seines Volkes zurückkehren läßt,
Möge Jakob frohlocken, möge Israel sich freuen.

Psalm 54

Dem Leiter auf Saiteninstrumenten. Maskil. Von David. Als die Siphiter hereinkamen und dann zu Saul sprachen: „Verbirgt sich David nicht bei uns?“

54 O Gott, durch deinen Namen rette mich,
Und mit deiner Macht mögest du meine Rechtssache führen.

2 O Gott, höre mein Gebet;
Schenk den Reden meines Mundes doch Gehör.

3 Denn Fremde sind gegen mich aufgestanden,
Und Tyrannen trachten mir nach der Seele.
Sie haben Gott nicht vor sich gesetzt. Sela.

4 Siehe! Gott ist mein Helfer;
Jehova ist unter denen, die meine Seele stützen.

5 Er wird das Böse meinen Feinden vergelten;
In deiner Wahrhaftigkeit bringe sie zum Schweigen.

6 In Willigkeit will ich dir opfern.
Ich werde deinen Namen lobpreisen, o Jehova, denn er ist gut.

7 Denn aus jeder Bedrängnis befreite er mich,
Und mein Auge hat auf meine Feinde hinabgeblickt.

Jule | 04.28.09 | eigene Gedanken zum Geschehen, ergänzender Stoff, Psalmen, Text in der Bibel | 10 Comments |