Psalm 109 – 111

Psalm 109

Dem Leiter. Von David. Eine Melodie.

109 O Gott meiner Lobpreisung, bewahre nicht Schweigen.

 2 Denn der Mund des Bösen und der Mund des Truges haben sich gegen mich geöffnet.
Sie haben mit der Zunge der Falschheit über mich geredet;
 3 Und mit Worten des Hasses haben sie mich umgeben,
Und sie bekämpfen mich ständig ohne Ursache.

 4 Für meine Liebe widerstehen sie mir fortwährend;
Doch meinerseits, da ist Gebet.

 5 Und sie erstatten mir Böses für Gutes
Und Haß für meine Liebe.

 6 Bestelle einen Bösen über ihn,
Und möge ein Widerstandleistender selbst fortwährend zu seiner Rechten stehen.

 7 Wenn er gerichtet wird, gehe er als ein Böser hervor;
Und möge selbst sein Gebet zur Sünde werden.

 8 Seine Tage mögen sich als wenige erweisen;
Sein Aufsichtsamt übernehme ein anderer.

 9 Mögen seine Söhne vaterlose Knaben werden,
Und seine Frau sei eine Witwe.

10 Und seine Söhne laß ganz gewiß umherirren;
Und sie sollen betteln gehen,
Und sie sollen von ihren öden Stätten aus nach [Nahrung] suchen.

11 Der Wucherer lege Fallstricke für alles, was er hat,
Und mögen Fremde das Erzeugnis seiner Mühe plündern.

12 Möge er schließlich niemand haben, der ihm liebende Güte erzeigt,
Und möge sich niemand finden, der seinen vaterlosen Knaben Gunst erweist.

13 Seine Nachkommenschaft sei zur Abschneidung [bestimmt].
In der folgenden Generation werde ihr Name ausgetilgt.

14 Der Vergehung seiner Vorväter werde vor Jehova gedacht,
Und die Sünde seiner Mutter — möge sie nicht ausgetilgt werden.

15 Laß sie beständig vor Jehova sein;
Und möge er von der Erde die Erinnerung an sie wegtilgen;
16 Darum, weil er nicht gedachte, liebende Güte zu üben,
Sondern er jagte dem niedergedrückten und armen Mann unablässig nach
Und dem, der niedergeschlagenen Herzens war, um [ihn] zu Tode zu bringen.

17 Und er liebte fortwährend den Fluch, so daß er auf ihn kam;
Und er fand kein Gefallen an dem Segen,
So daß er von ihm weit entfernt wurde;
18 Und er wurde mit Fluch als seinem Gewand bekleidet.
So kam er wie Wasser in sein Inneres
Und wie Öl in seine Gebeine.

19 Möge er sich für ihn wie ein Kleid erweisen, mit dem er sich umhüllt,
Und wie ein Gürtel, mit dem er sich beständig umgürtet hält.

20 Dies ist der Lohn von Jehova für den mir Widerstehenden
Und für die gegen meine Seele übel Redenden.

21 Du aber bist Jehova, der Souveräne Herr.
Handle mit mir um deines Namens willen.
Weil deine liebende Güte gut ist, befreie mich.

22 Denn ich bin niedergedrückt und arm,
Und mein Herz, es ist in meinem Innern durchbohrt worden.

23 Wie ein Schatten, wenn er sich neigt, muß ich dahingehen.
Ich bin abgeschüttelt worden wie eine Heuschrecke.

24 Meine Knie selbst haben geschlottert vom Fasten,
Und mein Fleisch, es ist abgemagert, ohne Öl.

25 Und ich selbst bin ihnen zu etwas Schmählichem geworden.
Sie sehen mich — sie beginnen ihren Kopf zu schütteln.

26 Hilf mir, o Jehova, mein Gott;
Rette mich gemäß deiner liebenden Güte.

27 Und mögen sie erkennen, daß dies deine Hand ist,
Daß du selbst, o Jehova, es getan hast.

28 Laß sie ihrerseits einen Fluch aussprechen,
Du aber mögest deinerseits einen Segen aussprechen.
Sie haben sich erhoben, doch laß sie beschämt werden,
Und dein Knecht möge sich freuen.

29 Laß die mir Widerstehenden mit Demütigung bekleidet werden,
Und laß sie sich mit ihrer Schande umhüllen wie mit einem ärmellosen Obergewand.

30 Ich werde Jehova sehr lobpreisen mit meinem Mund,
Und inmitten vieler werde ich ihn preisen.

31 Denn er wird zur Rechten des Armen stehen,
Um [ihn] vor denen zu retten, die seine Seele richten.

Psalm 110

Von David. Eine Melodie.

110 Der Ausspruch Jehovas an meinen Herrn ist:
„Setze dich zu meiner Rechten,
Bis ich deine Feinde als Schemel für deine Füße hinlege.“

 2 Den Stab deiner Macht wird Jehova aus Zion senden, [indem er spricht:]
„Schreite zur Unterwerfung inmitten deiner Feinde.“

 3 Dein Volk wird sich willig darbieten am Tag deiner Streitmacht.
In der Pracht der Heiligkeit, aus dem Schoß der Morgenröte
Hast du, Tautropfen gleich, deine Jungmannschaft.

 4 Jehova hat geschworen — und er wird es nicht bedauern —:
„Du bist Priester auf unabsehbare Zeit
Nach der Weise Melchisedeks!“

 5 Jehova selbst zu deiner Rechten
Wird gewiß Könige zerschmettern am Tag seines Zorns.

 6 Er wird Gericht üben unter den Nationen;
Er wird eine Fülle von Leichen verursachen.
Er wird bestimmt das Haupt über ein volkreiches Land zerschmettern.

 7 Aus dem Wildbach wird er unterwegs trinken.
Darum wird er [sein] Haupt hoch erheben.

Psalm 111

Preiset Jah!
? (´Áleph)
Ich werde Jehova lobpreisen mit [meinem] ganzen Herzen
? (Beth)
In der vertrauten Gruppe der Rechtschaffenen und der Gemeinde.

? (Gímel)

 2 Die Werke Jehovas sind groß,
? (Dáleth)
Erforscht von allen, die Lust daran haben.

? (He´)

 3 Lauter Würde und Pracht ist sein Tun,
? (Waw)
Und seine Gerechtigkeit besteht für immer.

? (Sájin)

 4 Ein Gedächtnis hat er gestiftet seinen wunderbaren Werken.
? (Cheth)
Jehova ist gnädig und barmherzig.

? (Teth)

 5 Nahrung hat er denen gegeben, die ihn fürchten.
? (Jodh)
Auf unabsehbare Zeit wird er seines Bundes gedenken.

? (Kaph)

 6 Die Kraft seiner Werke hat er seinem Volk kundgetan,
? (Lámedh)
Indem er ihnen das Erbe der Nationen gegeben hat.

? (Mem)

 7 Die Werke seiner Hände sind Wahrheit und Recht;
? (Nun)
Zuverlässig sind alle Befehle, die er gibt,
? (Ssámech)

 8 Gut gestützt für immer, auf unabsehbare Zeit,
? (`Ájin)
Ausgeführt in Wahrheit und Geradheit.

? (Pe´)

 9 Erlösung selbst hat er seinem Volk gesandt.
? (Za·dhe)
Auf unabsehbare Zeit hat er seinen Bund geboten.
? (Qoph)
Sein Name ist heilig und furchteinflößend.

? (Resch)

10 Die Furcht Jehovas ist der Weisheit Anfang.
? (Ssin)
Alle, die sie üben, haben gute Einsicht.
? (Taw)
Sein Lobpreis besteht für immer.

Jule | 05.17.09 | eigene Gedanken zum Geschehen, Psalmen, Text in der Bibel | 9 Comments |

Psalm 106 – 108

Psalm 106

106 Preiset Jah!
Dankt Jehova, denn er ist gut;
Denn seine liebende Güte währt auf unabsehbare Zeit.

 2 Wer kann die Machttaten Jehovas aussprechen
[Oder] kann all seinen Lobpreis hören lassen?

 3 Glücklich sind die, die das Recht beobachten,
Gerechtigkeit üben allezeit.

 4 Gedenke meiner, o Jehova, mit dem Wohlwollen gegenüber deinem Volk.
Nimm dich meiner an mit deiner Rettung,
 5 Damit ich die Güte gegenüber deinen Auserwählten sehe,
Damit ich mich freue mit der Freude deiner Nation,
Damit ich mich rühme mit deinem Erbteil.

 6 Wir haben gesündigt ebenso wie unsere Vorväter;
Wir haben unrecht getan; wir haben böse gehandelt.

 7 Was unsere Vorväter in Ägypten betrifft,
Sie bekundeten keine Einsicht in deine wunderbaren Werke.
Sie gedachten nicht der Fülle deiner großen liebenden Güte,
Sondern sie benahmen sich rebellisch am Meer, am Roten Meer.

 8 Und er ging daran, sie um seines Namens willen zu retten,
Um seine Macht bekanntzumachen.

 9 Demgemäß schalt er das Rote Meer, und es wurde nach und nach trocken;
Und er ließ sie dann durch die Wassertiefe schreiten wie durch die Wildnis;
10 Und so rettete er sie aus der Hand des Hassers
Und forderte sie zurück aus der Hand des Feindes.

11 Und die Wasser bedeckten dann ihre Widersacher;
Nicht einer von ihnen blieb übrig.

12 Dann glaubten sie an sein Wort;
Sie begannen sein Lob zu singen.

13 Schnell vergaßen sie seine Werke;
Sie warteten nicht auf seinen Rat,

14 Sondern sie bekundeten ihr selbstsüchtiges Begehren in der Wildnis
Und stellten dann Gott in der Wüste auf die Probe.

15 Und er ging daran, ihnen ihre Bitte zu gewähren,
Und sandte dann eine zehrende Krankheit in ihre Seele.

16 Und sie begannen, Moses im Lager zu beneiden,
Auch Aaron, den Heiligen Jehovas.

17 Die Erde öffnete sich dann und verschlang Dathan
Und bedeckte die Gemeinde Abirams.

18 Und ein Feuer brannte daraufhin unter ihrer Gemeinde;
Ja eine Flamme verzehrte dann die Bösen.

19 Außerdem machten sie ein Kalb im Horeb
Und beugten sich vor einem gegossenen Bild nieder,
20 So daß sie meine Herrlichkeit
Mit der Darstellung eines Stieres, eines Pflanzenfressers, vertauschten.

21 Sie vergaßen Gott, ihren RETTER,
Der in Ägypten große Dinge getan hatte,
22 Wunderbare Werke im Lande Hams,
Furchteinflößende Dinge am Roten Meer.

23 Und er stand im Begriff zu sagen, daß sie vertilgt werden sollten,
Wäre es nicht wegen Moses, seines Auserwählten, gewesen,
Der vor ihm in die Bresche trat,
Um seinen Grimm davon abzuwenden, [sie] ins Verderben zu bringen.

24 Und sie verachteten dann das begehrenswerte Land;
Sie glaubten nicht an sein Wort.

25 Und sie fuhren fort, in ihren Zelten zu murren;
Sie hörten nicht auf die Stimme Jehovas.

26 So ging er daran, seine Hand ihretwegen [zum Eid] zu erheben,
Daß er sie in der Wildnis fällen werde
27 Und daß er ihre Nachkommen unter den Nationen fällen werde
Und daß er sie zerstreuen werde in die Länder.

28 Und sie begannen, sich an Baal von Peor zu hängen
Und die Schlachtopfer der Toten zu essen.

29 Während sie durch ihre Handlungen Kränkung verursachten,
Brach nun eine schlagartige Plage unter ihnen aus.

30 Als Pinehas aufstand und ins Mittel trat,
Da wurde der schlagartigen Plage Einhalt geboten.

31 Und es wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet
Für Generation um Generation bis auf unabsehbare Zeit.

32 Ferner erregten sie Zorn an den Wassern von Meriba,
So daß es Moses ihretwegen schlecht erging.

33 Denn sie erbitterten seinen Geist,
Und er begann, mit seinen Lippen übereilt zu reden.

34 Sie vertilgten die Völker nicht,
Wie Jehova es ihnen gesagt hatte.

35 Und sie vermischten sich dann mit den Nationen
Und begannen ihre Werke zu lernen.

36 Und sie dienten ständig ihren Götzen,
Und diese wurden ihnen zu einer Schlinge.

37 Und sie pflegten ihre Söhne
Und ihre Töchter Dämonen zu opfern.

38 So vergossen sie fortgesetzt unschuldiges Blut,
Das Blut ihrer Söhne und ihrer Töchter,
Die sie den Götzen Kanaans opferten;
Und das Land wurde durch Blutvergießen entweiht.

39 Und sie wurden unrein durch ihre Werke
Und hatten fortwährend unsittlichen Verkehr durch ihre Handlungen.

40 Und der Zorn Jehovas entbrannte gegen sein Volk,
Und er verabscheute schließlich sein Erbe.

41 Und er gab sie wiederholt in die Hand der Nationen,
Damit die sie Hassenden über sie herrschten
42 Und damit ihre Feinde sie bedrückten
Und damit sie ihrer Hand unterworfen würden.

43 Oftmals befreite er sie,
Sie aber benahmen sich gewöhnlich in ihrem Lauf des Ungehorsams rebellisch,
Und wegen ihrer Vergehung wurden sie jeweils erniedrigt.

44 Und er sah immer wieder ihre Bedrängnis,
Wenn er ihr inständiges Rufen hörte.

45 Und er gedachte ihretwegen stets seines Bundes,
Und er empfand immer wieder Bedauern gemäß der Fülle seiner großen liebenden Güte.

46 Und er gewährte ihnen jeweils, Gegenstand des Erbarmens zu sein
Vor allen, die sie gefangenhielten.

47 Rette uns, o Jehova, unser Gott,
Und bringe uns aus den Nationen zusammen,
Damit wir deinem heiligen Namen danken,
Damit wir zu deinem Lobpreis frohlockend reden.

48 Gesegnet sei Jehova, der Gott Israels,
Von unabsehbarer Zeit ja bis auf unabsehbare Zeit;
Und das ganze Volk soll amen sagen.
Preiset Jah!

FÜNFTES BUCH

(Psalm 107—150)

Psalm 107

O dankt Jehova, denn er ist gut;
Denn seine liebende Güte währt auf unabsehbare Zeit.

 2 So mögen die von Jehova Zurückgeforderten sprechen,
Die er aus der Hand des Widersachers zurückgefordert hat
 3 Und die er zusammengebracht hat selbst aus den Ländern,
Vom Sonnenaufgang und vom Sonnenuntergang her,
Vom Norden und vom Süden.

 4 Sie irrten in der Wildnis umher, in der Wüste;
Sie fanden keinen Weg zu einer Stadt zum Wohnen.

 5 Sie waren hungrig, auch durstig;
Ihre Seele selbst begann in ihrem Innern schwach zu werden.

 6 Und in ihrer Not schrien sie ständig zu Jehova;
Aus ihren Bedrängnissen befreite er sie dann
 7 Und ließ sie auf dem rechten Weg wandeln,
Damit sie zu einer Stadt zum Wohnen kämen.

 8 O möge man Jehova danken für seine liebende Güte
Und für seine wunderbaren Werke an den Menschensöhnen.

 9 Denn er hat die lechzende Seele gesättigt;
Und die hungrige Seele hat er mit Gutem gefüllt.

10 Da waren welche, die in Finsternis und tiefem Schatten wohnten,
Gefangene in Trübsal und Eisenbanden.

11 Denn sie hatten sich rebellisch benommen gegen die Reden Gottes;
Und den Rat des Höchsten hatten sie mißachtet.

12 So unterwarf er dann ihr Herz durch Ungemach;
Sie strauchelten, und da war niemand, der half.

13 Und in ihrer Not begannen sie, zu Jehova um Hilfe zu rufen;
Aus ihren Bedrängnissen rettete er sie immer wieder.

14 Er ging daran, sie aus der Finsternis und aus tiefem Schatten herauszuführen
Und sogar ihre Bande zu zerreißen.

15 O möge man Jehova danken für seine liebende Güte
Und für seine wunderbaren Werke an den Menschensöhnen.

16 Denn er hat die kupfernen Türen zerbrochen,
Und er hat auch die eisernen Riegel abgehauen.

17 Die, die töricht waren zufolge des Weges ihrer Übertretung
Und zufolge ihrer Vergehungen, bereiteten sich schließlich Trübsal.

18 Ihre Seele verabscheute dann sogar jede Art Speise,
Und sie gelangten an die Tore des Todes.

19 Und in ihrer Not begannen sie, zu Jehova um Hilfe zu rufen;
Aus ihren Bedrängnissen rettete er sie immer wieder.

20 Er ging daran, sein Wort zu senden und sie zu heilen
Und für [ihr] Entrinnen aus ihren Gruben zu sorgen.

21 O möge man Jehova danken für seine liebende Güte
Und für seine wunderbaren Werke an den Menschensöhnen.

22 Und mögen sie die Schlachtopfer der Danksagung opfern
Und seine Werke mit Jubelruf verkünden.

23 Die sich mit Schiffen aufs Meer hinabbegeben,
Die Geschäfte treiben auf ausgedehnten Wassern,
24 Sie sind es, die die Werke Jehovas
Und seine wunderbaren Werke in den Tiefen gesehen haben,
25 Wie er [das Wort] spricht und einen stürmischen Wind aufkommen läßt,
So daß dieser seine Wellen emporhebt.

26 Sie steigen auf zu den Himmeln,
Sie fahren nieder zu den Gründen.
Des Unglücks wegen zerschmilzt ihre eigene Seele.

27 Sie taumeln und schwanken wie ein Betrunkener,
Und selbst all ihre Weisheit erweist sich als verwirrt.

28 Und in ihrer Not beginnen sie, zu Jehova zu schreien,
Und aus ihren Bedrängnissen führt er sie heraus.

29 Er bringt den Sturm zum Stillstand,
So daß des Meeres Wellen schweigen.

30 Und sie freuen sich, da diese zur Ruhe kommen,
Und er führt sie zum Hafen ihres Wohlgefallens.

31 O möge man Jehova danken für seine liebende Güte
Und für seine wunderbaren Werke an den Menschensöhnen.

32 Und mögen sie ihn erheben in der Versammlung des Volkes;
Und mögen sie ihn preisen am Sitz der älteren Männer.

33 Er wandelt Ströme in eine Wildnis um
Und die Orte, wo Wasser quillt, in durstiges Erdreich,
34 Fruchtbares Land in Salzland
Zufolge der Schlechtigkeit derer, die darin wohnen.

35 Er wandelt eine Wildnis in einen schilfbestandenen Wasserteich um
Und das Land einer wasserlosen Gegend in Orte, wo Wasser quillt.

36 Und dort läßt er die Hungrigen wohnen,
So daß sie eine Stadt zum Wohnen fest errichten.

37 Und sie besäen Felder und pflanzen Weingärten,
Damit sie fruchtbaren Ernteertrag liefern.

38 Und er segnet sie, so daß sie sehr viele werden;
Und er läßt ihr Vieh nicht wenig werden.

39 Wieder werden sie wenige und gehen gebückt
Infolge von Einschränkung, Unglück und Kummer.

40 Er gießt Verachtung aus über Edle,
So daß er sie in einer weglosen Öde umherirren läßt.

41 Aber den Armen beschützt er vor Trübsal
Und macht ihn zu Familien wie eine Kleinviehherde.

42 Die Rechtschaffenen sehen [es] und freuen sich;
Was aber alle Ungerechtigkeit betrifft, sie hat ihren Mund verschlossen.

43 Wer ist weise? Er wird sowohl diese Dinge beobachten
Als auch auf Jehovas Taten liebender Güte achten.

Psalm 108

Mein Herz ist fest, o Gott.
Ich will singen und Melodien spielen,
Ja meine Herrlichkeit.

 2 Erwache doch, o Saiteninstrument, auch du, o Harfe.
Ich will die Morgenröte aufwecken.

 3 Ich werde dich lobpreisen unter den Völkern, o Jehova;
Und ich werde dir Melodien spielen unter den Völkerschaften.

 4 Denn deine liebende Güte ist groß bis hinauf zu den Himmeln
Und deine Wahrhaftigkeit bis hinauf zu den Wolkenhimmeln.

 5 O sei über die Himmel erhaben, o Gott;
Und laß deine Herrlichkeit über der ganzen Erde sein.

 6 Damit deine Geliebten befreit werden,
O rette doch mit deiner Rechten, und antworte mir.

 7 Gott selbst hat in seiner Heiligkeit geredet:
„Ich will frohlocken, ich will Sichem verteilen;
Und die Tiefebene von Sukkoth werde ich ausmessen.

 8 Gilead gehört mir; Manasse gehört mir;
Und Ephraim ist die Festung meines Hauptes;
Juda ist mein Befehlshaberstab.

 9 Moab ist mein Waschbecken.
Über Edom werde ich meine Sandale werfen.
Über Philistaa werde ich im Triumph jauchzen.“

10 Wer wird mich zu der befestigten Stadt bringen?
Wer wird mich tatsächlich bis nach Edom führen?

11 Bist nicht [du] es, o Gott, der uns verstoßen hat
Und der als Gott nicht mit unseren Heeren auszieht?

12 Schaffe uns doch Hilfe aus Bedrängnis,
Da Rettung durch den Erdenmenschen wertlos ist.

13 Durch Gott werden wir leistungsfähige Kraft gewinnen,
Und er selbst wird unsere Widersacher niedertreten.

Jule | 05.16.09 | eigene Gedanken zum Geschehen, Psalmen, Text in der Bibel | 12 Comments |

Psalm 103 – 105

Psalm 103

Von David.

103 Segne Jehova, o meine Seele,
Ja alles in mir seinen heiligen Namen.

 2 Segne Jehova, o meine Seele,
Und vergiß nicht alle seine Taten,
 3 Ihn, der all deine Vergehung vergibt,
Der all deine Krankheiten heilt,
 4 Der dein Leben zurückfordert von der Grube,
Der dich krönt mit liebender Güte und Erbarmungen,
 5 Der deine Lebenszeit mit Gutem sättigt;
Deine Jugend erneuert sich ständig so wie die eines Adlers.

 6 Jehova vollführt Taten der Gerechtigkeit
Und richterliche Entscheidungen für alle Übervorteilten.

 7 Er ließ Moses seine Wege wissen,
Seine Handlungen auch die Söhne Israels.

 8 Jehova ist barmherzig und gnädig,
Langsam zum Zorn und überströmend an liebender Güte.

 9 Er wird nicht für alle Zeit fortfahren zu rügen,
Noch wird er auf unabsehbare Zeit grollen.

10 Er hat uns selbst nicht nach unseren Sünden getan;
Noch hat er nach unseren Vergehungen das auf uns gebracht, was wir verdienen.

11 Denn wie die Himmel höher sind als die Erde,
So ist seine liebende Güte übermächtig gegenüber denen, die ihn fürchten.

12 So fern der Sonnenaufgang ist vom Sonnenuntergang,
So weit hat er unsere Übertretungen von uns entfernt.

13 Wie ein Vater seinen Söhnen Barmherzigkeit erweist,
Hat Jehova denen Barmherzigkeit erwiesen, die ihn fürchten.

14 Denn er selbst kennt ja unser Gebilde,
Ist eingedenk dessen, daß wir Staub sind.

15 Was den sterblichen Menschen betrifft, seine Tage sind gleich denen des grünen Grases;
Wie eine Blüte des Feldes, so blüht er auf.

16 Denn nur ein Wind muß darüberfahren, und sie ist nicht mehr;
Und ihre Stätte wird sie nicht mehr erkennen.

17 Aber die liebende Güte Jehovas ist von unabsehbarer Zeit, ja bis auf unabsehbare Zeit
Gegenüber denen, die ihn fürchten,
Und seine Gerechtigkeit bis auf die Söhne der Söhne,
18 Gegenüber denen, die seinen Bund halten,
Und gegenüber denen, die seiner Befehle gedenken, um sie auszuführen.

19 Jehova selbst hat seinen Thron in den Himmeln fest errichtet;
Und sein eigenes Königtum hat über alles geherrscht.

20 Segnet Jehova, o ihr, seine Engel, mächtig an Kraft, die ihr sein Wort ausführt,
Indem ihr auf die Stimme seines Wortes hört.

21 Segnet Jehova, all ihr seine Heerscharen,
Ihr, seine Diener, die ihr seinen Willen tut.

22 Segnet Jehova, all ihr seine Werke,
An allen Orten seiner Herrschaft.
Segne Jehova, o meine Seele.

Psalm 104

104 Segne Jehova, o meine Seele.
O Jehova, mein Gott, du hast dich als sehr groß erwiesen.
Mit Würde und Pracht hast du dich bekleidet,
 2 Indem du dich mit Licht umhüllst wie mit einem Kleid,
Die Himmel ausspannst gleich einem Zelttuch,
 3 Der seine Obergemächer in den Wassern mit Balken baut,
Der die Wolken zu seinem Wagen macht,
Auf den Flügeln des Windes schreitet,
 4 Der seine Engel zu Geistern macht,
Seine Diener zu einem verzehrenden Feuer.

 5 Er hat die Erde auf ihre festen Stätten gegründet;
Sie wird auf unabsehbare Zeit oder für immer nicht zum Wanken gebracht werden.

 6 Mit einer Wassertiefe gleich einem Gewand bedecktest du sie.
Über den Bergen selbst standen die Wasser.

 7 Bei deinem Schelten begannen sie zu fliehen;
Beim Schall deines Donners wurden sie veranlaßt, in Panik davonzurennen —
 8 Dann hoben sich Berge,
Talebenen senkten sich —
An den Ort, den du für sie gegründet hast.

 9 Eine Grenze setztest du, die sie nicht überschreiten sollten,
Daß sie die Erde nicht wieder bedecken sollten.

10 Er sendet Quellen in die Wildbachtäler;
Zwischen den Bergen fließen sie dahin.

11 Sie tränken ständig all die wildlebenden Tiere des freien Feldes;
Die Zebras löschen regelmäßig ihren Durst.

12 Über ihnen haben die fliegenden Geschöpfe der Himmel ihre Schlafsitze;
Zwischen dem dichten Laubwerk hervor geben sie fortgesetzt Laute von sich.

13 Er tränkt die Berge aus seinen Obergemächern.
Mit dem Fruchtertrag deiner Werke wird die Erde gesättigt.

14 Er läßt grünes Gras für die Tiere sprossen
Und Pflanzenwuchs zum Dienst der Menschheit,
Um Nahrung hervorgehen zu lassen aus der Erde,
15 Und Wein, der das Herz des sterblichen Menschen erfreut,
Um das Angesicht von Öl leuchten zu lassen,
Und Brot, das selbst das Herz des sterblichen Menschen stärkt.

16 Die Bäume Jehovas werden gesättigt,
Die Zedern des Libanon, die er gepflanzt hat,
17 Worin die Vögel selbst Nester bauen.
Was den Storch betrifft, die Wacholderbäume sind sein Haus.

18 Die hohen Berge sind für die Steinböcke;
Die zerklüfteten Felsen sind eine Zuflucht für die Klippdachse.

19 Er hat den Mond gemacht für die bestimmten Zeiten;
Die Sonne, sie weiß wohl, wo sie untergeht.

20 Du verursachst Finsternis, damit es Nacht wird;
In ihr regen sich alle wildlebenden Tiere des Waldes.

21 Die mähnigen jungen Löwen brüllen nach Raub
Und um von Gott selbst ihre Speise zu heischen.

22 Die Sonne beginnt aufzuleuchten — sie ziehen sich zurück,
Und sie legen sich in ihren eigenen Verstecken nieder.

23 Der Mensch geht aus zu seiner Tätigkeit
Und zu seinem Dienst bis zum Abend.

24 Wie viele sind deiner Werke, o Jehova!
Sie alle hast du in Weisheit gemacht.
Die Erde ist voll deiner Erzeugnisse.

25 Was dieses Meer betrifft, so groß und weit,
Dort gibt es sich Regendes ohne Zahl,
Lebende Geschöpfe, kleine wie auch große.

26 Dort fahren die Schiffe;
Was den Leviathan betrifft, ihn hast du gebildet, darin zu spielen.

27 Sie alle — auf dich harren sie,
Damit du [ihnen] ihre Speise gibst zur rechten Zeit.

28 Was du ihnen gibst, lesen sie auf.
Du öffnest deine Hand — sie werden mit guten Dingen gesättigt.

29 Wenn du dein Angesicht verbirgst, geraten sie in Bestürzung.
Wenn du ihren Geist wegnimmst, verscheiden sie,
Und zu ihrem Staub kehren sie zurück.

30 Wenn du deinen Geist aussendest, werden sie erschaffen;
Und du erneuerst die Fläche des Erdbodens.

31 Die Herrlichkeit Jehovas wird auf unabsehbare Zeit währen.
Jehova wird sich freuen an seinen Werken.

32 Er schaut auf die Erde, und sie zittert;
Er rührt die Berge an, und sie rauchen.

33 Ich will Jehova singen mein ganzes Leben hindurch;
Ich will Melodien spielen meinem Gott, solange ich bin.

34 Möge mein Nachsinnen über ihn angenehm sein.
Ich meinerseits werde mich freuen in Jehova.

35 Die Sünder werden von der Erde beseitigt werden;
Und was die Bösen betrifft, sie werden nicht mehr sein.
Segne Jehova, o meine Seele. Preiset Jah!

Psalm 105

105 Dankt Jehova, ruft seinen Namen an,
Macht seine Handlungen unter den Völkern bekannt.

 2 Singt ihm, spielt ihm Melodien,
Befaßt euch mit all seinen wunderbaren Werken.

 3 Rühmt euch in seinem heiligen Namen.
Es freue sich das Herz derer, die Jehova suchen.

 4 Forscht nach Jehova und seiner Stärke.
Sucht sein Angesicht beständig.

 5 Gedenkt seiner wunderbaren Werke, die er gewirkt hat,
Seiner Wunder und der richterlichen Entscheidungen seines Mundes,
 6 O ihr, Same Abrahams, seines Knechtes,
Ihr Söhne Jakobs, seine Auserwählten.

 7 Er ist Jehova, unser Gott.
Seine richterlichen Entscheidungen sind auf der ganzen Erde.

 8 Er hat seines Bundes gedacht selbst auf unabsehbare Zeit,
Des Wortes, das er geboten hat, auf tausend Generationen hin,
 9 Welchen [Bund] er mit Abraham geschlossen hat,
Und seines Schwures gegenüber Isaak,
10 Und welchen [Schwur] er als eine Bestimmung auch für Jakob bestehenließ,
Als einen auf unabsehbare Zeit dauernden Bund ja für Israel,
11 Indem [er] sprach: „Dir werde ich das Land Kanaan geben
Als die Zuteilung eures Erbes.“

12 [Das geschah,] als sie an Zahl noch wenige waren,
Ja sehr wenige, und ansässige Fremdlinge darin.

13 Und sie wanderten beständig umher, von Nation zu Nation,
Von einem Königreich zu einem anderen Volk.

14 Er ließ nicht zu, daß irgendein Mensch sie übervorteilte,
Sondern ihretwegen wies er Könige zurecht,
15 [Indem er sprach:] „Tastet meine Gesalbten nicht an,
Und meinen Propheten tut nichts Böses.“

16 Und er rief dann eine Hungersnot über das Land herbei;
Er zerbrach jeden Stab, um den ringförmige Brote gehängt wurden.

17 Er sandte einen Mann vor ihnen her,
Der verkauft wurde, um ein Sklave zu sein, Joseph.

18 In Fesseln zwangen sie seine Füße,
In Eisenbande kam seine Seele
19 Bis zu der Zeit, da sein Wort kam,
Die Rede Jehovas selbst läuterte ihn.

20 Der König sandte hin, um ihn freizugeben,
Der Völkerherrscher, um ihn loszulassen.

21 Er setzte ihn zum Herrn über seine Hausgemeinschaft
Und zum Herrscher über sein ganzes Eigentum,
22 Um seine Fürsten dem Belieben seiner Seele entsprechend zu binden
Und damit er sogar seine älteren Männer Weisheit lehre.

23 Und Israel kam dann nach Ägypten,
Und Jakob, er weilte als Fremdling im Lande Hams.

24 Und er fuhr fort, sein Volk sehr fruchtbar zu machen,
Und machte sie allmählich mächtiger als ihre Widersacher.

25 Er ließ ihr Herz sich wandeln, sein Volk zu hassen,
Sich listig zu benehmen gegen seine Knechte.

26 Er sandte Moses, seinen Knecht,
Aaron, den er erwählt hatte.

27 Sie setzten die Dinge seiner Zeichen unter sie
Und die Wunder im Lande Hams.

28 Er sandte Finsternis, und so machte er es finster;
Und sie rebellierten nicht gegen seine Worte.

29 Er verwandelte ihre Wasser in Blut
Und brachte dann ihre Fische zu Tode.

30 Ihr Land wimmelte von Fröschen
In den inneren Gemächern ihrer Könige.

31 Er sagte, daß die Bremsen herbeikommen sollten,
Stechmücken in all ihre Gebiete.

32 Er ließ ihre Regengüsse zu Hagel werden,
Zu flammendem Feuer auf ihr Land.

33 Und er ging daran, ihre Weinstöcke und ihre Feigenbäume zu schlagen
Und die Bäume ihres Gebietes zu zerbrechen.

34 Er sagte, daß die Heuschrecken herbeikommen sollten
Und eine Heuschreckenart, ja ohne Zahl.

35 Und sie fraßen daraufhin all den Pflanzenwuchs in ihrem Land;
Sie fraßen dann auch den Fruchtertrag ihres Bodens.

36 Und er ging daran, jeden Erstgeborenen in ihrem Land niederzuschlagen,
Den Anfang all ihrer Zeugungskraft.

37 Und er begann sie herauszuführen mit Silber und Gold;
Und unter seinen Stämmen gab es keinen Strauchelnden.

38 Ägypten freute sich, als sie auszogen,
Denn der Schrecken vor ihnen war auf sie gefallen.

39 Er breitete eine Wolke als Abschirmung aus
Und Feuer, um bei Nacht Licht zu geben.

40 Sie baten, und er ging daran, Wachteln herbeizuführen,
Und mit Brot vom Himmel sättigte er sie fortwährend.

41 Er öffnete einen Felsen, und Wasser begannen herauszufließen;
Diese liefen als Strom durch die wasserlosen Gegenden.

42 Denn er gedachte seines heiligen Wortes an Abraham, seinen Knecht.

43 So führte er sein Volk mit Frohlocken heraus,
Seine Auserwählten selbst mit Jubelruf.

44 Und nach und nach gab er ihnen die Länder der Nationen,
Und sie ergriffen ständig Besitz von dem Erzeugnis der harten Arbeit von Völkerschaften,
45 Auf daß sie seine Bestimmungen hielten
Und seine eigenen Gesetze beobachteten.
Preiset Jah!

Jule | 05.15.09 | eigene Gedanken zum Geschehen, Psalmen, Text in der Bibel | 15 Comments |

Psalm 100 – 102

Psalm 100

Eine Melodie der Danksagung.

100 Jauchzt im Triumph Jehova zu, all [ihr Bewohner] der Erde!

 2 Dient Jehova mit Freuden.
Kommt vor sein Angesicht mit Jubelruf.

 3 Erkennt, daß Jehova Gott ist.
Er ist es, der uns gemacht hat, und nicht wir selbst.
[Wir sind] sein Volk und die Schafe seiner Weide.

 4 Kommt in seine Tore mit Danksagung,
In seine Vorhöfe mit Lobpreis.
Dankt ihm, segnet seinen Namen.

 5 Denn Jehova ist gut;
Seine liebende Güte währt auf unabsehbare Zeit
Und seine Treue für Generation um Generation.

Psalm 101

Von David. Eine Melodie.

101 Von liebender Güte und Recht will ich singen.
Dir, o Jehova, will ich Melodien spielen.

 2 Ich will verständig handeln, auf untadelige Weise.
Wann wirst du zu mir kommen?
Ich werde in der unversehrten Lauterkeit meines Herzens im Innern meines Hauses umherwandeln.

 3 Ich werde mir kein nichtsnutziges Ding vor Augen stellen.
Das Tun der Abtrünnigen habe ich gehaßt;
Es haftet mir nicht an.

 4 Ein verkehrtes Herz weicht von mir;
Ich kenne nichts Böses.

 5 Wer seinen Gefährten insgeheim verleumdet,
Den bringe ich zum Schweigen.
Irgend jemand mit hochmütigen Augen und einem anmaßenden Herzen,
Den kann ich nicht ertragen.

 6 Meine Augen sind auf die Treuen der Erde [gerichtet],
Damit sie bei mir wohnen.
Wer auf untadelige Weise wandelt,
Der ist es, der mir dienen wird.

 7 Im Innern meines Hauses wird niemand wohnen, der Trügerisches tut.
Wer Falschheiten redet, er wird nicht feststehen
Vor meinen Augen.

 8 Jeden Morgen werde ich alle Bösen der Erde zum Schweigen bringen,
Um von der Stadt Jehovas alle abzuschneiden, die Schädliches treiben.

Psalm 102

Ein Gebet des Niedergedrückten für den Fall, daß er schwach wird und vor Jehova sein Anliegen ausschüttet.

102 O Jehova, höre doch mein Gebet;
Und zu dir komme mein eigener Hilferuf.

 2 Verbirg dein Angesicht nicht vor mir am Tag meiner Bedrängnis.
Neige dein Ohr zu mir;
An dem Tag, da ich rufe, eile, antworte mir.

 3 Denn meine Tage sind zu Ende gegangen so wie Rauch,
Und meine Gebeine selbst sind in Glut versetzt worden so wie ein Feuerherd.

 4 Mein Herz ist getroffen worden so wie der Pflanzenwuchs und ist verdorrt,
Denn ich habe vergessen, meine Speise zu essen.

 5 Wegen des Lautes meines Seufzens
Haben meine Gebeine an meinem Fleisch geklebt.

 6 Ich bin tatsächlich dem Pelikan der Wildnis ähnlich.
Ich bin wie ein Käuzchen der Einöden geworden.

 7 Ich bin abgezehrt,
Und ich bin wie ein einsamer Vogel auf einem Dach geworden.

 8 Den ganzen Tag haben mich meine Feinde geschmäht.
Die mich zum Narren halten, haben sogar bei mir geschworen.

 9 Denn Asche habe ich gegessen so wie Brot;
Und die Dinge, die ich trinke, habe ich selbst mit Weinen vermischt
10 Wegen deiner Strafankündigung und deines heftigen Zorns;
Denn du hast mich emporgehoben, damit du mich wegwirfst.

11 Meine Tage sind wie ein Schatten, der sich geneigt hat,
Und ich selbst bin verdorrt wie bloßer Pflanzenwuchs.

12 Was dich betrifft, o Jehova, auf unabsehbare Zeit wirst du wohnen,
Und dein Gedenk[name] wird für Generation um Generation sein.

13 Du selbst wirst aufstehen, du wirst dich Zions erbarmen,
Denn es ist die rechte Zeit, ihr Gunst zu erweisen,
Denn die bestimmte Zeit ist gekommen.

14 Denn deine Knechte haben an ihren Steinen Gefallen gefunden,
Und ihrem Staub wenden sie ihre Gunst zu.

15 Und die Nationen werden den Namen Jehovas fürchten
Und alle Könige der Erde deine Herrlichkeit.

16 Denn Jehova wird Zion bestimmt aufbauen;
Er muß in seiner Herrlichkeit erscheinen.

17 Er wird sich sicherlich dem Gebet der [von allem] Entblößten zuwenden
Und ihr Gebet nicht verachten.

18 Dies wird geschrieben für die künftige Generation;
Und das Volk, das geschaffen werden soll, wird Jah preisen.

19 Denn er hat herabgeschaut von seiner heiligen Höhe,
Von den Himmeln selbst hat er, Jehova, ja auf die Erde geschaut,
20 Um das Seufzen des Gefangenen zu hören,
Um die zum Tode Bestimmten loszulösen,
21 Damit der Name Jehovas in Zion verkündet werde
Und sein Lobpreis in Jerusalem,
22 Wenn die Völker alle zusammengebracht werden
Und die Königreiche, um Jehova zu dienen.

23 Auf dem Weg beugte er meine Kraft,
Er verkürzte meine Tage.

24 Ich sprach dann: „O mein Gott,
Nimm mich nicht weg in der Hälfte meiner Tage;
Deine Jahre währen durch alle Generationen hindurch.

25 Vor langem hast du sogar die Grundlagen der Erde gelegt,
Und die Himmel sind das Werk deiner Hände.

26 Sie selbst werden vergehen, du aber, du wirst fortwährend bestehen;
Und so wie ein Kleid werden sie alle zerfallen.
So wie Kleidung wirst du sie ersetzen, und sie werden ihren Lauf beenden.

27 Du aber bist derselbe, und deine Jahre, sie werden nicht vollendet werden.

28 Die Söhne deiner Knechte werden weiterhin wohnen;
Und ihre Nachkommen werden vor dir fest bestehen.“

Jule | 05.14.09 | eigene Gedanken zum Geschehen, Psalmen, Text in der Bibel | 12 Comments |

Psalm 97 – 99

Psalm 97

Jehova selbst ist König geworden! Es frohlocke die Erde.
Mögen die vielen Inseln sich freuen.

 2 Wolken und dichtes Dunkel sind rings um ihn her;
Gerechtigkeit und Gericht sind die feste Stätte seines Thrones.

 3 Ein Feuer geht vor ihm her,
Und es verzehrt seine Widersacher ringsumher.

 4 Seine Blitze erleuchteten das ertragfähige Land;
Die Erde sah [es] und wand sich schließlich in Schmerzen.

 5 Selbst die Berge schmolzen dann wie Wachs Jehovas wegen,
Des Herrn der ganzen Erde wegen.

 6 Die Himmel haben seine Gerechtigkeit verkündet,
Und alle Völker haben seine Herrlichkeit gesehen.

 7 Mögen alle, die irgendeinem geschnitzten Bild dienen, beschämt werden,
Diejenigen, die sich wertloser Götter rühmen.
Beugt euch vor ihm, all ihr Götter.

 8 Zion hörte [es] und begann sich zu freuen,
Und die abhängigen Ortschaften Judas begannen zu frohlocken
Zufolge deiner richterlichen Entscheidungen, o Jehova.

 9 Denn du, o Jehova, bist der Höchste über die ganze Erde;
Du bist sehr hoch erhaben über alle [anderen] Götter.

10 O ihr, die ihr Jehova liebt, haßt das Böse.
Er behütet die Seele seiner Loyalgesinnten;
Aus der Hand der Bösen befreit er sie.

11 Licht, es ist aufgestrahlt für den Gerechten
Und Freude auch für die von Herzen Rechtschaffenen.

12 Freut euch in Jehova, o ihr Gerechten,
Und dankt seinem heiligen Gedenk[namen].

Psalm 98

Eine Melodie.

98 Singt Jehova ein neues Lied,
Denn wunderbar sind die Dinge, die er getan hat.
Seine Rechte, ja sein heiliger Arm, hat Rettung für ihn erlangt.

 2 Jehova hat seine Rettung bekanntgemacht;
In den Augen der Nationen hat er seine Gerechtigkeit geoffenbart.

 3 Er hat seiner liebenden Güte und seiner Treue gegenüber dem Hause Israel gedacht.
Alle Enden der Erde haben die von unserem Gott [bewirkte] Rettung gesehen.

 4 Jauchzt im Triumph Jehova zu, all [ihr Bewohner] der Erde.
Seid fröhlich und jubelt, und spielt Melodien.

 5 Spielt Jehova Melodien mit der Harfe,
Mit der Harfe und der Stimme der Melodien.

 6 Mit den Trompeten und dem Hörnerschall
Jauchzt im Triumph vor dem König, Jehova.

 7 Es donnere das Meer und das, was es erfüllt,
Das ertragfähige Land und die darauf wohnen.

 8 Mögen die Ströme selbst in die Hände klatschen;
Mögen die Berge selbst alle zusammen jubeln
 9 Vor Jehova, denn er ist gekommen, die Erde zu richten.
Er wird das ertragfähige Land richten mit Gerechtigkeit
Und die Völker mit Geradheit.

Psalm 99

Jehova selbst ist König geworden. Mögen die Völker erbeben.
Er hat seinen Sitz auf den Cheruben. Möge die Erde schwanken.

 2 Jehova ist groß in Zion,
Und er ist hoch über allen Völkern.

 3 Lobpreisen mögen sie deinen Namen.
Groß und furchteinflößend, heilig ist er.

 4 Und mit der Stärke eines Königs hat er das Recht geliebt.
Du selbst hast Geradheit gefestigt.
Gericht und Gerechtigkeit in Jakob sind das, was du selbst bewirkt hast.

 5 Erhebt Jehova, unseren Gott, und beugt euch am Schemel seiner Füße nieder;
Er ist heilig.

 6 Moses und Aaron waren unter seinen Priestern,
Und Samuel war unter denen, die seinen Namen anriefen.
Sie riefen zu Jehova, und er selbst antwortete ihnen immer wieder.

 7 In der Wolkensäule redete er zu ihnen weiterhin.
Sie bewahrten seine Mahnungen und die Bestimmung, die er ihnen gab.

 8 O Jehova, unser Gott, du selbst hast ihnen geantwortet.
Als ein Gott, der Verzeihung gewährt, hast du dich ihnen erwiesen,
Und der Rache nimmt für ihre anrüchigen Taten.

 9 Erhebt Jehova, unseren Gott,
Und beugt euch nieder an seinem heiligen Berg.
Denn Jehova, unser Gott, ist heilig.

Jule | 05.13.09 | eigene Gedanken zum Geschehen, Psalmen, Text in der Bibel | 8 Comments |

Psalm 94 – 96

Psalm 94

94 O Gott der Rachetaten, Jehova,
O Gott der Rachetaten, strahle hervor!

 2 Erhebe dich, o Richter der Erde.
Bring Vergeltung über die Hochmütigen.

 3 Wie lange werden die Bösen, o Jehova,
Wie lange werden die Bösen selbst frohlocken?

 4 Sie sprudeln fortwährend über, sie reden fortwährend hemmungslos;
Alle, die Schädliches treiben, brüsten sich ständig.

 5 Dein Volk, o Jehova, zermalmen sie fortwährend,
Und dein Erbe drücken sie fortgesetzt nieder.

 6 Die Witwe und den ansässigen Fremdling töten sie,
Und die vaterlosen Knaben morden sie hin.

 7 Und sie sprechen fortgesetzt: „Jah sieht [es] nicht;
Und der Gott Jakobs versteht [es] nicht.“

 8 Versteht, die ihr vernunftlos seid unter dem Volk;
Und was euch Törichte betrifft, wann werdet ihr zur Einsicht kommen?

 9 Der das Ohr pflanzt, kann er nicht hören?
Oder der das Auge bildet, kann er nicht sehen?

10 Der die Nationen in Zucht nimmt, kann er nicht zurechtweisen,
Ja ER, der die Menschen Erkenntnis lehrt?

11 Jehova kennt die Gedanken der Menschen, daß sie wie ein Dunst sind.

12 Glücklich ist der kräftige Mann, den du zurechtweist, o Jah,
Und den du aus deinem eigenen Gesetz belehrst,
13 Um ihm Ruhe zu geben vor den Tagen des Unglücks,
Bis für den Bösen eine Grube ausgehoben ist.

14 Denn Jehova wird sein Volk nicht aufgeben,
Noch wird er sein eigenes Erbe verlassen.

15 Denn zur Gerechtigkeit wird die richterliche Entscheidung zurückkehren,
Und alle von Herzen Rechtschaffenen werden ihr folgen.

16 Wer wird sich für mich gegen die Übeltäter erheben?
Wer wird für mich seine Stellung gegen die beziehen, die Schädliches treiben?

17 Wenn nicht Jehova mir zum Beistand gewesen wäre,
Hätte meine Seele bald im Schweigen geweilt.

18 Als ich sprach: „Mein Fuß wird bestimmt wanken“,
Stützte mich deine eigene liebende Güte, o Jehova, fortwährend.

19 Als meiner beunruhigenden Gedanken in meinem Innern viele wurden,
Begannen deine eigenen Tröstungen meine Seele zu liebkosen.

20 Wird der Thron, der Widerwärtigkeiten verursacht, mit dir verbündet sein,
Während er durch Verordnung Unheil schmiedet?

21 Sie machen scharfe Angriffe auf die Seele des Gerechten
Und sprechen selbst das Blut des Unschuldigen schuldig.

22 Aber Jehova wird mir eine sichere Höhe werden
Und mein Gott der Fels meiner Zuflucht.

23 Und er wird auf sie zurückkehren lassen ihr Schadenstiften
Und wird sie durch ihr Unglück zum Schweigen bringen.
Jehova, unser Gott, wird sie zum Schweigen bringen.

Psalm 95

O kommt, laßt uns Jehova zujubeln!
Laßt uns im Triumph unserem FELS der Rettung zujauchzen.

 2 Laßt uns vor seine Person kommen mit Danksagung;
Laßt uns ihm mit Melodien im Triumph zujauchzen!

 3 Denn Jehova ist ein großer Gott
Und ein großer König über alle [anderen] Götter.
 4 Er, in dessen Hand die innersten Tiefen der Erde sind
Und dem die Gipfel der Berge gehören,
 5 Dem das Meer, das er selbst gemacht hat, gehört
Und dessen eigene Hände das trockene Land selbst gebildet haben.

 6 O kommt, laßt uns anbeten und uns niederbeugen;
Laßt uns vor Jehova knien, der uns gemacht hat.

 7 Denn er ist unser Gott, und wir sind das Volk seiner Weide und die Schafe seiner Hand.
Heute, wenn ihr auf seine eigene Stimme hört,
 8 Verhärtet euer Herz nicht wie zu Meriba,
Wie am Tag von Massa in der Wildnis,
 9 Als eure Vorväter mich auf die Probe stellten;
Sie prüften mich, sie sahen auch mein Tun.

10 Vierzig Jahre lang empfand ich fortwährend Ekel vor [dieser] Generation,
Und ich sprach dann:
„Sie sind ein Volk, eigensinnig im Herzen,
Und sie selbst haben meine Wege nicht erkannt“;
11 Ihretwegen schwor ich in meinem Zorn:
„Sie sollen nicht an meinen Ruheort gelangen.“

Psalm 96

Singt Jehova ein neues Lied.
Singt Jehova, all [ihr Bewohner] der Erde.

 2 Singt Jehova, segnet seinen Namen.
Von Tag zu Tag tut die gute Botschaft der von ihm [bewirkten] Rettung kund.

 3 Erzählt unter den Nationen von seiner Herrlichkeit,
Unter allen Völkern von seinen wunderbaren Taten.

 4 Denn Jehova ist groß und sehr zu preisen.
Er ist furchteinflößend über allen [anderen] Göttern.

 5 Denn alle Götter der Völker sind wertlose Götter;
Was aber Jehova betrifft, er hat ja die Himmel gemacht.

 6 Würde und Pracht sind vor ihm;
Stärke und Schönheit sind in seinem Heiligtum.

 7 Schreibt Jehova zu, o ihr Familien der Völker,
Schreibt Jehova Herrlichkeit und Stärke zu.

 8 Schreibt Jehova die Herrlichkeit zu, die seinem Namen gehört;
Tragt eine Gabe, und kommt in seine Vorhöfe.

 9 Beugt euch vor Jehova nieder in heiligem Schmuck;
Windet euch vor Schmerzen seinetwegen, all [ihr Bewohner] der Erde.

10 Sprecht unter den Nationen: „Jehova selbst ist König geworden.
Das ertragfähige Land wird auch fest gegründet, so daß es nicht zum Wanken gebracht werden kann.
Er wird die Rechtssache der Völker in Geradheit führen.“

11 Mögen die Himmel sich freuen, und möge die Erde frohlocken.
Es donnere das Meer und das, was es erfüllt.

12 Es frohlocke das freie Feld und alles, was darauf ist.
Mögen zur selben Zeit alle Bäume des Waldes in Jubel ausbrechen
13 Vor Jehova. Denn er ist gekommen;
Denn er ist gekommen, die Erde zu richten.
Er wird das ertragfähige Land richten mit Gerechtigkeit
Und die Völker mit seiner Treue.

Jule | 05.12.09 | eigene Gedanken zum Geschehen, Psalmen, Text in der Bibel | 9 Comments |

Psalm 91 – 93

Psalm 91

Wer im Schirm des Höchsten wohnt,
Wird unter dem Schatten des Allmächtigen Herberge finden.

 2 Ich will zu Jehova sagen: „[Du bist] meine Zuflucht und meine Feste,
Mein Gott, auf den ich vertrauen will.“

 3 Denn er selbst wird dich von der Falle des Vogelfängers befreien,
Von der Pest, die Widerwärtigkeiten verursacht.

 4 Mit seinen Schwingen wird er den Zugang zu dir versperren,
Und unter seinen Flügeln wirst du Zuflucht nehmen.
Ein großer Schild und ein Bollwerk wird seine Wahrhaftigkeit sein.

 5 Du wirst dich nicht fürchten vor irgendeinem Schrecknis bei Nacht
Noch vor dem Pfeil, der bei Tag fliegt,
 6 Noch vor der Pest, die im Dunkeln wandelt,
Noch vor der Vernichtung, die am Mittag verheert.

 7 Tausend werden direkt an deiner Seite fallen
Und zehntausend zu deiner Rechten;
Dir wird es nicht nahen.

 8 Nur mit deinen Augen wirst du zuschauen
Und die Vergeltung an den Bösen sehen.

 9 Denn du [hast gesagt]: „Jehova ist meine Zuflucht“,
Den Höchsten hast du zu deiner Wohnung gemacht;
10 Kein Unglück wird dir widerfahren,
Und auch keine Plage wird deinem Zelt nahen.

11 Denn seinen Engeln wird er deinetwegen Befehl geben,
Dich auf all deinen Wegen zu behüten.

12 Auf ihren Händen werden sie dich tragen,
Damit du deinen Fuß nicht an irgendeinen Stein stößt.

13 Auf den jungen Löwen und die Kobra wirst du treten;
Du wirst den mähnigen jungen Löwen und die große Schlange niedertreten.

14 Weil er seine Zuneigung auf mich gerichtet hat,
Werde ich auch für sein Entrinnen sorgen.
Ich werde ihn beschützen, weil er meinen Namen kennengelernt hat.

15 Er wird mich anrufen, und ich werde ihm antworten.
Ich werde bei ihm sein in der Bedrängnis.
Ich werde ihn befreien und ihn verherrlichen.

16 Mit Länge der Tage werde ich ihn sättigen,
Und ich werde ihn die von mir [bewirkte] Rettung sehen lassen.

Psalm 92

Eine Melodie, ein Lied, für den Sabbattag.

92 Es ist gut, Jehova zu danken
Und deinem Namen, o Höchster, Melodien zu spielen,
 2 Am Morgen deine liebende Güte kundzutun
Und deine Treue während der Nächte
 3 Auf einem Instrument von zehn Saiten und auf der Laute,
Mit widerhallender Musik auf der Harfe.

 4 Denn du hast mich erfreut, o Jehova, wegen deines Tuns;
Wegen der Werke deiner Hände juble ich.

 5 Wie groß deine Werke sind, o Jehova!
Sehr tief sind deine Gedanken.

 6 Kein vernunftloser Mann selbst kann [sie] erkennen,
Und kein Törichter kann dies verstehen.

 7 Wenn die Bösen sprossen wie die Pflanzenwelt
Und alle, die Schädliches treiben, blühen,
Ist es, daß sie für immer vertilgt werden.

 8 Du aber bist in der Höhe auf unabsehbare Zeit, o Jehova.

 9 Denn siehe, deine Feinde, o Jehova,
Denn siehe, deine eigenen Feinde werden umkommen;
Alle, die Schädliches treiben, werden voneinander getrennt werden.

10 Du aber wirst mein Horn erhöhen wie das eines Wildstiers;
Ich werde [mich] mit frischem Öl befeuchten.

11 Und mein Auge wird auf meine Feinde hinabblicken;
Meine Ohren werden von denen selbst hören, die gegen mich aufstehen, den Übeltätern.

12 Der Gerechte, er wird aufblühen wie eine Palme;
Wie eine Zeder im Libanon wird er groß werden.

13 Die im Haus Jehovas gepflanzt sind,
In den Vorhöfen unseres Gottes werden sie aufblühen.

14 Sie werden noch fortfahren zu gedeihen, während sie ergraut sind,
Saftvoll und frisch werden sie weiterhin sein,
15 Um kundzutun, daß Jehova gerade ist.
[Er ist] mein FELS, in dem es keine Ungerechtigkeit gibt.

Psalm 93

Jehova selbst ist König geworden!
Mit Hoheit ist er bekleidet;
Jehova ist bekleidet — mit Stärke hat er sich umgürtet.
Das ertragfähige Land wird auch fest gegründet, so daß es nicht zum Wanken gebracht werden kann.

 2 Dein Thron ist fest errichtet von alters her;
Von unabsehbarer Zeit her bist du.

 3 Die Ströme haben erhoben, o Jehova,
Die Ströme haben erhoben ihr Rauschen;
Die Ströme erheben weiterhin ihr Tosen.

 4 Über dem Rauschen der ausgedehnten Wasser, den majestätischen Brandungen des Meeres,
Ist Jehova majestätisch in der Höhe.

 5 Deine Mahnungen, sie haben sich als sehr zuverlässig erwiesen,
Deinem Haus geziemt Heiligkeit, o Jehova, für die Länge der Tage.

Jule | 05.11.09 | eigene Gedanken zum Geschehen, Psalmen, Text in der Bibel | 12 Comments |

Psalm 88 – 90

Psalm 88

Ein Lied, eine Melodie von den Söhnen Korahs. Dem Leiter über Mahalath, zum Wechselgesang. Maskil von Heman, dem Esrachiter.

88 O Jehova, du Gott meiner Rettung,
Bei Tag habe ich geschrien,
[Auch] in der Nacht vor dir.

2 Vor dich wird mein Gebet kommen.
Neige dein Ohr zu meinem inständigen Ruf.

3 Denn meine Seele hat genug Unglücksschläge gehabt,
Und mein Leben, es ist sogar mit dem Scheol in Berührung gekommen.

4 Ich bin unter die gerechnet worden, die zur Grube hinabfahren;
Ich bin wie ein kräftiger Mann ohne Stärke geworden,
5 Unter den Toten freigelassen,
Wie Erschlagene, die in der Grabstätte liegen,
Deren du nicht mehr gedacht hast
Und die von deiner [helfenden] Hand abgetrennt sind.

6 Du hast mich in eine Grube der untersten Tiefen gelegt,
An finstere Stätten, in einen großen Abgrund.

7 Auf mich hat sich dein Grimm geworfen,
Und mit all deinen Brandungswogen hast du [mich] niedergedrückt. Sela.

8 Du hast meine Bekannten von mir entfernt;
Du hast mich als etwas für sie sehr Verabscheuungswürdiges hingestellt.
Ich bin unter Einschränkung und kann nicht hinaus.

9 Mein eigenes Auge hat wegen meiner Trübsal geschmachtet.
Ich habe dich angerufen, o Jehova, den ganzen Tag;
Zu dir habe ich meine Handflächen ausgebreitet.

10 Wirst du für die, die tot sind, ein Wunder tun?
Oder werden selbst die im Tode Kraftlosen aufstehen,
Werden sie dich lobpreisen? Sela.

11 Wird deine liebende Güte selbst in der Grabstätte verkündet werden,
Deine Treue an dem [Ort der] Vernichtung?

12 Wird in der Finsternis ein Wunder von dir bekanntwerden
Oder deine Gerechtigkeit im Land der Vergessenheit?

13 Und doch habe ich selbst zu dir, o Jehova, um Hilfe gerufen,
Und am Morgen kommt mein eigenes Gebet stets vor dich.

14 Wie kommt es, o Jehova, daß du meine Seele verstößt?
Warum hältst du dein Angesicht vor mir verborgen?

15 Ich bin niedergedrückt und von meiner Knabenzeit an am Verscheiden;
Ich habe von dir schreckliche Dinge in hohem Maße ertragen.

16 Über mich sind deine Zornesgluten hingegangen;
Schrecknisse von dir selbst her haben mich zum Schweigen gebracht.

17 Sie haben mich umgeben wie Gewässer den ganzen Tag;
Sie haben mich alle auf einmal umschlossen.

18 Du hast von mir Freund und Gefährte entfernt;
Meine Bekannten sind eine finstere Stelle.

Psalm 89

Maskil. Von Ethan, dem Esrachiter.

89 Jehovas Äußerungen liebender Güte will ich besingen selbst bis auf unabsehbare Zeit.
Generation um Generation werde ich deine Treue mit meinem Mund bekanntmachen.

2 Denn ich habe gesagt: „Liebende Güte wird ja auf unabsehbare Zeit gebaut bleiben;
Was die Himmel betrifft, du hältst deine Treue darin fest gegründet.“

3 „Ich habe gegenüber meinem Auserwählten einen Bund geschlossen;
Ich habe David, meinem Knecht, geschworen:
4 ‚Selbst bis auf unabsehbare Zeit werde ich deinen Samen festigen,
Und ich will deinen Thron für Generation um Generation bauen.‘ “ Sela.

5 Und die Himmel werden deine Wundertat lobpreisen, o Jehova,
Ja deine Treue in der Versammlung der Heiligen.

6 Denn wer in den Wolkenhimmeln kann mit Jehova verglichen werden?
Wer kann Jehova ähnlich sein unter den Söhnen Gottes?

7 Gott muß in Ehrfurcht gehalten werden unter der vertrauten Gruppe der Heiligen;
Er ist groß und furchteinflößend über alle, die rings um ihn her sind.

8 O Jehova, Gott der Heerscharen,
Wer ist kraftvoll wie du, o Jah?
Und deine Treue ist rings um dich her.

9 Du beherrschst das Anschwellen des Meeres;
Wenn es seine Wellen erhebt, bringst du selbst sie zur Ruhe.

10 Du selbst hast Rahab zermalmt, ja wie einen Erschlagenen.
Mit dem Arm deiner Stärke hast du deine Feinde zerstreut.

11 Dein ist der Himmel, dein ist auch die Erde;
Das ertragfähige Land und seine Fülle – du selbst hast sie gegründet.

12 Norden und Süden – du selbst hast sie erschaffen;
Tabor und Hermon – in deinem Namen jubeln sie.

13 Ein Arm mit Macht ist dein,
Deine Hand ist stark,
Deine Rechte ist erhaben.

14 Gerechtigkeit und Gericht sind die feste Stätte deines Thrones;
Liebende Güte und Wahrhaftigkeit, sie stellen sich vor deinem Angesicht ein.

15 Glücklich ist das Volk, das den Jubelschall kennt.
O Jehova, im Licht deines Angesichts wandeln sie fortwährend.

16 In deinem Namen frohlocken sie den ganzen Tag,
Und in deiner Gerechtigkeit sind sie erhöht.

17 Denn du bist die Schönheit ihrer Stärke;
Und durch dein Wohlwollen wird unser Horn erhöht.

18 Denn unser Schild gehört Jehova,
Und unser König gehört dem Heiligen Israels.

19 Damals redetest du in einer Vision zu deinen Loyalgesinnten,
Und du sprachst dann:
„Hilfe habe ich auf einen Mächtigen gelegt;
Ich habe einen Auserwählten aus den Reihen des Volkes erhöht.

20 Ich habe David, meinen Knecht, gefunden;
Mit meinem heiligen Öl habe ich ihn gesalbt,
21 Mit dem meine eigene Hand fest sein wird,
Den mein eigener Arm auch stärken wird.

22 Kein Feind wird ihn überfordern,
Noch wird irgendein Sohn der Ungerechtigkeit ihn niederdrücken.

23 Und vor ihm her zermalmte ich seine Widersacher,
Und denen, die ihn aufs tiefste haßten, teilte ich fortwährend Schläge aus.

24 Und meine Treue und meine liebende Güte sind mit ihm,
Und in meinem Namen wird sein Horn erhöht.

25 Und auf das Meer habe ich seine Hand gelegt
Und auf die Ströme seine Rechte.

26 Er selbst ruft mir zu: ‚Du bist mein Vater,
Mein Gott und der FELS meiner Rettung.‘

27 Auch werde ich selbst ihn als Erstgeborenen setzen,
Als den höchsten der Könige der Erde.

28 Auf unabsehbare Zeit werde ich ihm gegenüber meine liebende Güte bewahren,
Und mein Bund wird sich ihm gegenüber als zuverlässig erweisen.

29 Und ich werde seinen Samen gewiß für immer einsetzen
Und seinen Thron gleich den Tagen des Himmels.

30 Wenn seine Söhne mein Gesetz verlassen
Und sie nicht in meinen richterlichen Entscheidungen wandeln,
31 Wenn sie meine eigenen Satzungen entweihen
Und sie meine eigenen Gebote nicht halten,
32 So muß ich auch meine Aufmerksamkeit ihrer Übertretung sogar mit einer Rute zuwenden
Und mit Schlägen ihrem Vergehen.

33 Aber meine liebende Güte werde ich ihm nicht entziehen,
Noch werde ich mich hinsichtlich meiner Treue als falsch erweisen.

34 Ich werde meinen Bund nicht entweihen,
Und die Äußerung meiner Lippen werde ich nicht ändern.

35 Einmal habe ich geschworen in meiner Heiligkeit,
David werde ich nicht belügen.

36 Sein Same, er wird sogar auf unabsehbare Zeit bestehen
Und sein Thron wie die Sonne vor mir.

37 Wie der Mond wird er auf unabsehbare Zeit festen Bestand haben
Und [wie] ein treuer Zeuge in den Wolkenhimmeln.“ Sela.

38 Du aber – du hast verstoßen, und du fährst fort zu verachten;
Du bist gegen deinen Gesalbten in heftigen Zorn geraten.

39 Du hast den Bund deines Knechtes mit Verachtung von dir gewiesen;
Du hast bis auf die Erde sein Diadem entweiht.

40 Du hast alle seine Steinhürden niedergerissen;
Du hast seine Festungen in Trümmer gelegt.

41 Alle, die des Weges vorübergehen, haben ihn geplündert;
Er ist seinen Nachbarn zur Schmach geworden.

42 Du hast die rechte Hand seiner Widersacher erhöht;
Alle seine Feinde hast du erfreut.

43 Außerdem behandelst du sein Schwert wiederum als einen Feind,
Und du hast ihn in der Schlacht keinen Boden gewinnen lassen.

44 Du hast seinen Glanz aufhören lassen,
Und seinen Thron hast du direkt auf die Erde geworfen.

45 Du hast die Tage seiner Jugend verkürzt;
Du hast ihn mit Schande umhüllt. Sela.

46 Wie lange, o Jehova, wirst du dich verborgen halten? Für alle Zeit?
Wird dein Grimm weiterhin brennen wie ein Feuer?

47 Bedenke, was meine Lebensdauer ist.
Ist es ganz vergeblich, daß du alle Menschensöhne erschaffen hast?

48 Welcher kräftige Mann ist am Leben, der den Tod nicht sehen wird?
Kann er dafür sorgen, daß seine Seele der Hand des Scheols entrinnt? Sela.

49 Wo sind deine früheren Taten liebender Güte, o Jehova,
Worüber du David in deiner Treue geschworen hast?

50 Gedenke, o Jehova, der Schmach deiner Knechte,
Daß ich [die Schmähung] all der vielen Völker in meinem Busen trage,
51 Womit deine Feinde geschmäht haben, o Jehova,
Womit sie die Fußspuren deines Gesalbten geschmäht haben.

52 Gesegnet sei Jehova auf unabsehbare Zeit. Amen und amen.

VIERTES BUCH

(Psalm 90-106)

Psalm 90

Ein Gebet von Moses, dem Mann des [wahren] Gottes.

90 O Jehova, du selbst hast dich uns Generation um Generation
Als wirkliche Wohnung erwiesen.

2 Ehe selbst die Berge geboren wurden
Oder du darangingst, wie mit Geburtswehen die Erde und das ertragfähige Land hervorzubringen,
Ja von unabsehbarer Zeit bis auf unabsehbare Zeit bist du Gott.

3 Du läßt den sterblichen Menschen zu Zermalmtem zurückkehren,
Und du sprichst: „Kehrt zurück, ihr Menschensöhne!“

4 Denn tausend Jahre sind in deinen Augen nur wie der gestrige Tag, wenn er vergangen ist,
Und wie eine Wache während der Nacht.

5 Du hast sie weggefegt; ein Schlaf werden sie;
Am Morgen [sind sie] so wie grünes Gras, das sich verändert.

6 Am Morgen treibt es Blüten und muß sich verändern;
Am Abend verwelkt es und verdorrt bestimmt.

7 Denn wir sind zu Ende gekommen in deinem Zorn,
Und durch deinen Grimm sind wir bestürzt gewesen.

8 Du hast unsere Vergehungen direkt vor dich gesetzt,
Unsere verborgenen Dinge vor dein leuchtendes Angesicht.

9 Denn alle unsere Tage haben sich zu ihrem [Ende] geneigt in deinem Zornausbruch;
Wir haben unsere Jahre beendet so wie ein Geflüster.

10 Die Tage unserer Jahre an sich sind siebzig Jahre;
Und wenn sie zufolge besonderer Kraft achtzig Jahre sind,
Geht ihr Drang doch nach Ungemach und schädlichen Dingen;
Denn es wird bestimmt schnell vorübergehen, und hinweg fliegen wir.

11 Wer kennt die Stärke deines Zorns
Und deinen Zornausbruch gemäß der Furcht vor dir?

12 Zeige [uns], wie wir unsere Tage auf eine Weise zählen sollen,
Daß wir ein Herz der Weisheit einbringen.

13 Kehre doch zurück, o Jehova! Wie lange wird es sein?
Und habe Bedauern mit deinen Knechten.

14 Sättige uns am Morgen mit deiner liebenden Güte,
Damit wir jubeln und uns freuen während all unserer Tage.

15 Erfreue uns entsprechend den Tagen, da du uns niedergebeugt hast,
Den Jahren, da wir Unglück gesehen haben.

16 Laß dein Tun deinen eigenen Knechten erscheinen
Und deine Pracht über ihren Söhnen.

17 Und möge die Lieblichkeit Jehovas, unseres Gottes, über uns sein.
Und befestige doch das Werk unserer Hände über uns.
Ja das Werk unserer Hände, befestige es doch.

Jule | 05.10.09 | eigene Gedanken zum Geschehen, Psalmen, Text in der Bibel | 13 Comments |

Psalm 85 – 87

Psalm 85

Für den Leiter. Von den Söhnen Korahs. Eine Melodie.

85 Du hast Wohlgefallen gefunden, o Jehova, an deinem Land;
Du hast die Gefangenen Jakobs zurückgeführt.

2 Du hast verziehen das Vergehen deines Volkes;
Du hast all ihre Sünde zugedeckt. Sela.

3 Du hast deinen ganzen Zornausbruch beherrscht;
Du hast dich abgekehrt von der Glut deines Zorns.

4 Laß uns zurückkehren, o Gott unserer Rettung,
Und laß ab von deinem Verdruß gegen uns.

5 Wirst du auf unabsehbare Zeit über uns erzürnt sein?
Wirst du deinen Zorn ausdehnen auf Generation um Generation?

6 Wirst du selbst uns nicht wieder beleben,
Damit dein Volk sich in dir freuen kann?

7 Erzeige uns, o Jehova, deine liebende Güte,
Und deine Rettung mögest du uns gewähren.

8 Ich will hören, was der [wahre] Gott, Jehova, reden wird,
Denn Frieden wird er reden zu seinem Volk und zu seinen Loyalgesinnten,
Doch mögen sie nicht zum Selbstvertrauen zurückkehren.

9 Gewiß ist seine Rettung denen nahe, die ihn fürchten,
Daß Herrlichkeit weile in unserem Land.

10 Was liebende Güte und Wahrhaftigkeit betrifft, sie sind einander begegnet;
Gerechtigkeit und Frieden – sie haben sich geküßt.

11 Wahrhaftigkeit, aus der Erde wird sie sprossen,
Und Gerechtigkeit, aus den Himmeln wird sie herniederblicken.

12 Auch wird Jehova seinerseits geben, was gut ist,
Und unser eigenes Land wird seinen Ertrag geben.

13 Gerechtigkeit wird vor ihm hergehen,
Und sie wird seine Tritte zum Weg machen.

Psalm 86

Ein Gebet Davids.

86 Neige, o Jehova, dein Ohr, antworte mir,
Denn ich bin niedergedrückt und arm.

2 O behüte doch meine Seele, denn ich bin loyal.
Rette deinen Knecht – du bist mein Gott -, der auf dich vertraut.

3 Erweise mir Gunst, o Jehova,
Denn zu dir rufe ich unablässig den ganzen Tag.

4 Laß die Seele deines Knechtes sich freuen,
Denn zu dir, o Jehova, erhebe ich meine eigene Seele.

5 Denn du, o Jehova, bist gut und zum Vergeben bereit;
Und überströmend ist die liebende Güte all denen gegenüber, die dich anrufen.

6 Schenk doch Gehör, o Jehova, meinem Gebet;
Und merke doch auf die Stimme meiner flehentlichen Bitten.

7 Am Tag meiner Bedrängnis will ich dich anrufen,
Denn du wirst mir antworten.

8 Da ist keiner gleich dir unter den Göttern, o Jehova,
Noch gibt es irgendwelche Werke gleich den deinen.

9 Alle Nationen, die du gemacht hast, werden selbst kommen,
Und sie werden sich vor dir niederbeugen, o Jehova,
Und werden deinem Namen Ehre geben.

10 Denn du bist groß und tust Wunderdinge;
Du bist Gott, du allein.

11 Unterweise mich, o Jehova, in deinem Weg.
Ich werde wandeln in deiner Wahrheit.
Einige mein Herz, deinen Namen zu fürchten.

12 Ich lobpreise dich, o Jehova, mein Gott, mit meinem ganzen Herzen,
Und ich will deinen Namen verherrlichen auf unabsehbare Zeit,
13 Denn deine liebende Güte ist groß mir gegenüber,
Und du hast meine Seele aus dem Scheol, seinem untersten Ort, befreit.

14 O Gott, die Vermessenen selbst sind gegen mich aufgestanden;
Und die Gemeinde der Tyrannischen, sie hat mir nach der Seele getrachtet,
Und sie haben dich nicht vor sich gestellt.

15 Du aber, o Jehova, bist ein Gott, barmherzig und gnädig,
Langsam zum Zorn und überströmend an liebender Güte und Wahrhaftigkeit.

16 Wende dich mir zu, und erweise mir Gunst.
Gib doch deine Stärke deinem Knecht,
Und rette doch den Sohn deiner Sklavin.

17 Bewirke mit mir ein Zeichen, das Gutes bedeutet,
Damit die mich Hassenden [es] sehen und beschämt werden.
Denn du selbst, o Jehova, hast mir geholfen und mich getröstet.

Psalm 87

Von den Söhnen Korahs. Eine Melodie, ein Lied.

87 Seine Gründung ist auf den heiligen Bergen.

2 Jehova liebt die Tore Zions mehr
Als alle Hütten Jakobs.

3 Herrliche Dinge werden über dich geredet, o Stadt des [wahren] Gottes. Sela.

4 Ich werde Rahab und Babylon unter denen erwähnen, die mich kennen;
Da sind Philistaa und Tyrus, zusammen mit Kusch:
„Dies ist einer, der dort geboren wurde.“

5 Und von Zion wird gesagt werden:
„Jeder einzelne wurde darin geboren.“
Und der Höchste selbst wird es befestigen.

6 Jehova selbst wird verkünden beim Verzeichnen der Völker:
„Dies ist einer, der dort geboren wurde.“ Sela.

7 Da werden sowohl Sänger als auch Reigentänzer sein:
„All meine Quellen sind in dir.“

Jule | 05.09.09 | eigene Gedanken zum Geschehen, Psalmen, Text in der Bibel | 8 Comments |

Psalm 82 – 84

Psalm 82

Eine Melodie von Asaph.

82 Gott bezieht Stellung in der Gemeinde des Göttlichen;
Inmitten der Götter richtet er:

2 „Wie lange werdet ihr fortfahren, mit Ungerechtigkeit zu richten
Und gegenüber den Bösen Parteilichkeit zu bekunden? Sela.

3 Seid Richter für den Geringen und den vaterlosen Knaben.
Dem Niedergedrückten und dem Minderbemittelten schafft Recht.

4 Sorgt für das Entrinnen des Geringen und des Armen;
Aus der Hand der Bösen befreit [sie].“

5 Sie haben nicht erkannt, und sie verstehen nicht,
In Finsternis wandeln sie weiterhin umher;
Alle Grundfesten der Erde werden zum Wanken gebracht.

6 „Ich selbst habe gesagt: ‚Ihr seid Götter,
Und ihr alle seid Söhne des Höchsten.

7 Sicherlich werdet ihr wie Menschen sterben;
Und wie irgendeiner der Fürsten werdet ihr fallen!‘ “

8 Steh doch auf, o Gott, richte doch die Erde;
Denn du selbst solltest alle Nationen in Besitz nehmen.

Psalm 83

Ein Lied. Eine Melodie von Asaph.

83 O Gott, laß deinerseits kein Schweigen sein;
Sei nicht weiterhin verstummt, und bleib nicht still, o Göttlicher.

2 Denn siehe, deine Feinde, sie sind in Aufruhr;
Und gerade die, die dich aufs tiefste hassen, haben [ihr] Haupt erhoben.

3 Gegen dein Volk führen sie listig ihr vertrauliches Gespräch;
Und sie verschwören sich gegen deine Verborgenen.

4 Sie haben gesagt: „Kommt, und laßt uns sie als Nation austilgen,
Damit des Namens Israel nicht mehr gedacht werde.“

5 Denn mit dem Herzen haben sie vereint Rat ausgetauscht;
Gegen dich schlossen sie dann sogar einen Bund,
6 Die Zelte Edoms und die Ismaeliter, Moab und die Hagriter,
7 Gebal und Ammon und Amalek,
Philistaa zusammen mit den Bewohnern von Tyrus.

8 Auch Assyrien selbst hat sich ihnen angeschlossen;
Sie sind den Söhnen Lots ein Arm geworden. Sela.

9 Tu an ihnen wie an Midian, wie an Sisera,
Wie an Jabin im Wildbachtal Kischon.

10 Sie wurden vertilgt zu En-Dor;
Sie wurden Dünger für den Erdboden.

11 Was ihre Edlen betrifft, so mache diese wie Oreb und wie Seeb
Und wie Sebach und wie Zalmunna all ihre Anführer,
12 Die gesagt haben: „Laßt uns die Aufenthaltsorte Gottes für uns in Besitz nehmen.“

13 O mein Gott, mache sie wie einen Distelwirbel,
Wie Stoppeln vor einem Wind.

14 Wie ein Feuer, das den Wald verbrennt,
Und wie eine Flamme, die die Berge versengt,
15 Ebenso mögest du ihnen nachjagen mit deinem Sturm,
Und mögest du sie in Bestürzung versetzen mit deinem eigenen Sturmwind.

16 Fülle ihr Angesicht mit Unehre,
Daß man deinen Namen suche, o Jehova.

17 O mögen sie für alle Zeiten beschämt und bestürzt sein,
Und mögen sie mit Scham bedeckt werden und umkommen,
18 Damit man erkenne, daß du, dessen Name Jehova ist,
Du allein, der Höchste bist über die ganze Erde.

Psalm 84

Für den Leiter, auf der Gittith. Von den Söhnen Korahs. Eine Melodie.

84 Wie lieblich ist deine großartige Wohnstätte,
O Jehova der Heerscharen!

2 Meine Seele hat sich gesehnt und auch geschmachtet nach den Vorhöfen Jehovas.
Mein eigenes Herz und selbst mein Fleisch jubeln dem lebendigen Gott zu.

3 Ja selbst der Vogel hat ein Haus gefunden
Und die Schwalbe ein Nest für sich,
Wo sie ihre Jungen hingelegt hat –
Dein großartiger Altar, o Jehova der Heerscharen, mein König und mein Gott!

4 Glücklich sind die, die in deinem Haus wohnen!
Sie fahren noch fort, dich zu preisen. Sela.

5 Glücklich sind die Menschen, deren Stärke in dir ist,
In deren Herz die Landstraßen sind.

6 Indem sie durch die Tiefebene der Baka-Sträucher ziehen,
Verwandeln sie diese selbst in einen Quell;
Ja, mit Segnungen umhüllt sich der Unterweiser.

7 Sie werden weiterwandeln von leistungsfähiger Kraft zu leistungsfähiger Kraft;
Ein jeder erscheint vor Gott in Zion.

8 O Jehova, Gott der Heerscharen, höre doch mein Gebet;
Schenke doch Gehör, o Gott Jakobs. Sela.

9 O unser Schild, sieh, o Gott,
Und schau das Angesicht deines Gesalbten an.

10 Denn ein Tag in deinen Vorhöfen ist besser als tausend [anderswo].
Ich habe es mir eher erwählt, im Haus meines Gottes an der Schwelle zu stehen,
Als umherzugehen in den Zelten der Bosheit.

11 Denn Jehova Gott ist Sonne und Schild;
Gunst und Herrlichkeit sind das, was er gibt.
Jehova selbst wird nichts Gutes denen vorenthalten, die in Untadeligkeit wandeln.

12 O Jehova der Heerscharen, glücklich ist der Mensch, der auf dich vertraut.

Jule | 05.08.09 | eigene Gedanken zum Geschehen, Psalmen, Text in der Bibel | 8 Comments |