
{"id":79,"date":"2009-01-10T14:03:37","date_gmt":"2009-01-10T13:03:37","guid":{"rendered":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=79"},"modified":"2010-12-26T22:41:27","modified_gmt":"2010-12-26T21:41:27","slug":"1-mose-30-32","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=79","title":{"rendered":"1. Mose 30 \u2013 32"},"content":{"rendered":"<h3>Kapitel 30<\/h3>\n<p>30 Als Rahel nun sah, da\u00df sie dem Jakob kein [Kind] geboren hatte, wurde Rahel auf ihre Schwester eifers\u00fcchtig und begann zu Jakob zu sagen: &#8222;Gib mir Kinder, oder ich werde sonst eine Tote sein.&#8220; 2 Hierauf entbrannte Jakobs Zorn gegen Rahel, und er sprach: &#8222;Bin ich an Gottes Stelle, der dir die Leibesfrucht vorenthalten hat?&#8220; 3 Da sagte sie: &#8222;Hier ist meine Sklavin Bilha. Habe Beziehungen mit ihr, da\u00df sie auf meinen Knien geb\u00e4re und da\u00df ich, auch ich, durch sie zu Kindern komme.&#8220; 4 Damit gab sie ihm ihre Magd Bilha zur Frau, und Jakob hatte Beziehungen mit ihr. 5 Und Bilha wurde schwanger und gebar dem Jakob nach einiger Zeit einen Sohn. 6 Dann sprach Rahel: &#8222;Gott hat als mein Richter geamtet und hat auch auf meine Stimme geh\u00f6rt, so da\u00df er mir einen Sohn gegeben hat.&#8220; Darum gab sie ihm den Namen Dan. 7 Und Bilha, Rahels Magd, wurde nochmals schwanger und gebar dem Jakob nach einiger Zeit einen zweiten Sohn. 8 Dann sagte Rahel: &#8222;Unter m\u00fchevollem Ringen habe ich mit meiner Schwester gerungen. Ich bin auch als Gewinner hervorgegangen!&#8220; So gab sie ihm den Namen Naphtali.<\/p>\n<p>9 Als Lea nun sah, da\u00df sie zu geb\u00e4ren aufgeh\u00f6rt hatte, nahm sie dann Silpa, ihre Magd, und gab sie Jakob zur Frau. 10 Nach einiger Zeit gebar Silpa, Leas Magd, dem Jakob einen Sohn. 11 Dann sprach Lea: &#8222;Mit Gl\u00fcck!&#8220; Somit gab sie ihm den Namen Gad. 12 Danach gebar Silpa, Leas Magd, Jakob einen zweiten Sohn. 13 Dann sagte Lea: &#8222;Mit meiner Gl\u00fcckseligkeit! Denn die T\u00f6chter werden mich gewi\u00df gl\u00fccklich preisen.&#8220; Somit gab sie ihm den Namen Ascher.<\/p>\n<p>14 Nun ging Ruben in den Tagen der Weizenernte aus und fand schlie\u00dflich Mandragoren auf dem Feld. Da brachte er sie Lea, seiner Mutter. Dann sprach Rahel zu Lea: &#8222;Gib mir bitte einige von den Mandragoren deines Sohnes.&#8220; 15 Darauf sagte sie zu ihr: &#8222;Ist es etwa eine Kleinigkeit, da\u00df du meinen Mann genommen hast, und du nimmst nun auch die Mandragoren meines Sohnes?&#8220; Da sprach Rahel: &#8222;Aus diesem Grund wird er heute nacht zum Tausch f\u00fcr die Mandragoren deines Sohnes bei dir liegen.&#8220;<\/p>\n<p>16 Als Jakob am Abend vom Feld kam, ging Lea hinaus, ihm entgegen, und sagte dann: &#8222;Mit mir wirst du Beziehungen haben, denn ich habe dich um die Mandragoren meines Sohnes direkt gedungen.&#8220; Somit legte er sich jene Nacht zu ihr. 17 Und Gott erh\u00f6rte Lea, und sie wurde schwanger und gebar Jakob nach einiger Zeit einen f\u00fcnften Sohn. 18 Dann sprach Lea: &#8222;Gott hat mir den Lohn [eines Lohnarbeiters] gegeben, weil ich meine Magd meinem Mann gegeben habe.&#8220; Da gab sie ihm den Namen Issachar. 19 Und Lea wurde nochmals schwanger und gebar Jakob nach einiger Zeit einen sechsten Sohn. 20 Dann sagte Lea: &#8222;Gott hat mich, ja mich, mit einem guten Geschenk beschenkt. Endlich wird mein Mann mich dulden, denn ich habe ihm sechs S\u00f6hne geboren.&#8220; So gab sie ihm den Namen Sebulon. 21 Und danach gebar sie eine Tochter und gab ihr dann den Namen Dina.<\/p>\n<p>22 Schlie\u00dflich gedachte Gott Rahels, und Gott erh\u00f6rte sie, indem er ihren Mutterscho\u00df \u00f6ffnete. 23 Und sie wurde schwanger und gebar einen Sohn. Da sprach sie: &#8222;Gott hat meine Schmach weggenommen!&#8220; 24 So gab sie ihm den Namen Joseph, indem [sie] sagte: &#8222;Jehova f\u00fcgt mir einen weiteren Sohn hinzu.&#8220;<\/p>\n<p>25 Und es geschah, da\u00df Jakob, als Rahel Joseph geboren hatte, sogleich zu Laban sprach: &#8222;Sende mich weg, damit ich an meinen Ort und in mein Land gehe. 26 \u00dcbergib [mir] meine Frauen und meine Kinder, um die ich bei dir gedient habe, damit ich gehen kann; denn du selbst kennst ja meinen Dienst, den ich dir geleistet habe.&#8220; 27 Dann sagte Laban zu ihm: &#8222;Wenn ich nun Gunst gefunden habe in deinen Augen &#8211; ich habe die Omen in dem Sinne aufgefa\u00dft, da\u00df Jehova mich deinetwegen segnet.&#8220; 28 Und er f\u00fcgte hinzu: &#8222;Setze mir deinen Lohn fest, und ich werde ihn geben.&#8220; 29 Da sprach er zu ihm: &#8222;Du selbst wei\u00dft ja, wie ich dir gedient habe und wie es deiner Viehherde bei mir ergangen ist, 30 da\u00df du vor meinem Kommen tats\u00e4chlich wenig hattest, und es hat sich zu einer Menge ausgebreitet, indem Jehova dich seit meinem Eintritt gesegnet hat. Und nun, wann soll ich auch f\u00fcr mein eigenes Haus etwas tun?&#8220;<\/p>\n<p>31 Dann sagte er: &#8222;Was soll ich dir geben?&#8220; Und weiter sprach Jakob: &#8222;Du wirst mir gar nichts geben! Wenn du mir dieses tun wirst, werde ich deine Kleinviehherde von neuem h\u00fcten. Ich werde sie weiterhin bewachen. 32 Ich will heute durch deine ganze Kleinviehherde gehen. Du setzt von dort jedes gesprenkelte und scheckige Schaf beiseite und jedes dunkelbraune Schaf unter den jungen Widdern und jede scheckige und gesprenkelte unter den Ziegen. Danach sollen solche mein Lohn sein. 33 Und mein Rechttun soll sich f\u00fcr mich verantworten, an welch k\u00fcnftigem Tag du auch kommen magst, um meinen Lohn zu \u00fcberpr\u00fcfen; alles, was nicht gesprenkelt und scheckig ist unter den Ziegen und dunkelbraun unter den jungen Widdern, ist etwas Gestohlenes, wenn es bei mir ist.&#8220;<\/p>\n<p>34 Darauf sagte Laban: &#8222;Nun, das ist vortrefflich! Es sei gem\u00e4\u00df deinem Wort.&#8220; 35 Dann sonderte er an jenem Tag die gestreiften und scheckigen Ziegenb\u00f6cke und alle gesprenkelten und scheckigen Ziegen ab, alles, woran irgend etwas Wei\u00dfes war, und jeden dunkelbraunen unter den jungen Widdern, doch \u00fcbergab er sie den H\u00e4nden seiner S\u00f6hne. 36 Danach legte er einen Abstand von drei Tagereisen zwischen sich und Jakob, und Jakob h\u00fctete die Kleinviehherden Labans, die \u00fcbrigblieben.<\/p>\n<p>37 Dann nahm Jakob f\u00fcr seinen Gebrauch St\u00e4be, die noch feucht waren, vom Storaxbaum und vom Mandelbaum und von der Platane und sch\u00e4lte wei\u00dfe Sch\u00e4lungen daran, indem er das Wei\u00dfe, das an den St\u00e4ben war, stellenweise blo\u00dflegte. 38 Schlie\u00dflich legte er die St\u00e4be, die er gesch\u00e4lt hatte, vor die Kleinviehherde hin, in die Tr\u00e4nkrinnen, in die Wassertr\u00e4nktr\u00f6ge, wohin die Kleinviehherden jeweils zum Trinken kamen, da\u00df sie vor ihnen br\u00fcnstig w\u00fcrden, wenn sie zum Trinken kamen.<\/p>\n<p>39 Demzufolge wurden die Kleinviehherden gew\u00f6hnlich vor den St\u00e4ben br\u00fcnstig, und die Kleinviehherden brachten jeweils gestreifte, gesprenkelte und scheckige [Tiere] hervor. 40 Und Jakob schied die jungen Widder aus und kehrte dann das Gesicht des Kleinviehs zu den Gestreiften und allen Dunkelbraunen unter den Kleinviehherden Labans. Dann stellte er seine eigenen Herden f\u00fcr sich und stellte sie nicht zu den Kleinviehherden Labans. 41 Und es geschah fortan, da\u00df Jakob, wann immer das kr\u00e4ftige Kleinvieh br\u00fcnstig wurde, jeweils die St\u00e4be den Kleinviehherden vor die Augen in die Tr\u00e4nkrinnen legte, da\u00df sie bei den St\u00e4ben br\u00fcnstig w\u00fcrden. 42 Wenn sich aber das Kleinvieh schw\u00e4chlich zeigte, legte er sie jeweils nicht dorthin. So wurden die schw\u00e4chlichen [Tiere] stets diejenigen Labans, die kr\u00e4ftigen aber diejenigen Jakobs.<\/p>\n<p>43 Und der Mann fuhr fort, sich immer mehr auszubreiten, und gro\u00dfe Kleinviehherden und M\u00e4gde und Knechte und Kamele und Esel wurden ihm zu eigen.<\/p>\n<h3>Kapitel 31<\/h3>\n<p>31 Nach einiger Zeit bekam er die Worte der S\u00f6hne Labans zu h\u00f6ren, die sagten: &#8222;Jakob hat alles genommen, was unserem Vater geh\u00f6rte, und von dem, was unserem Vater geh\u00f6rte, hat er all diesen Reichtum aufgeh\u00e4uft.&#8220; 2 Wenn Jakob das Angesicht Labans anschaute, siehe, so war es nicht wie fr\u00fcher mit ihm. 3 Schlie\u00dflich sprach Jehova zu Jakob: &#8222;Kehr in das Land deiner V\u00e4ter und zu deinen Verwandten zur\u00fcck, und ich werde weiterhin mit dir sein.&#8220; 4 Dann sandte Jakob hin und rief Rahel und Lea aufs Feld zu seiner Kleinviehherde hinaus, 5 und er sagte zu ihnen:<\/p>\n<p>&#8222;Ich sehe es dem Angesicht eures Vaters an, da\u00df er mir gegen\u00fcber nicht derselbe ist wie fr\u00fcher; aber es hat sich erwiesen, da\u00df der Gott meines Vaters mit mir ist. 6 Und ihr wi\u00dft ja selbst, da\u00df ich eurem Vater mit meiner ganzen Kraft gedient habe. 7 Und euer Vater hat mit mir sein Spiel getrieben, und er hat meinen Lohn zehnmal ge\u00e4ndert, aber Gott hat ihm nicht gestattet, mir Schaden zuzuf\u00fcgen. 8 Wenn er einerseits jeweils sprach: &#8218;Die Gesprenkelten werden dein Lohn werden&#8216;, dann brachte die ganze Kleinviehherde Gesprenkelte hervor; wenn er aber andererseits jeweils sprach: &#8218;Die Gestreiften werden dein Lohn werden&#8216;, dann brachte die ganze Kleinviehherde Gestreifte hervor. 9 So nahm Gott die Viehherde eures Vaters fortw\u00e4hrend weg und gab sie mir. 10 Zuletzt geschah es zu der Zeit, als die Kleinviehherde br\u00fcnstig wurde, da\u00df ich meine Augen erhob und in einem Traumgesicht sah, und siehe, die Ziegenb\u00f6cke, die das Kleinvieh besprangen, waren gestreift, gesprenkelt und gefleckt. 11 Dann sagte der Engel des [wahren] Gottes im Traum zu mir: &#8218;Jakob!&#8216;, worauf ich sprach: &#8218;Hier bin ich.&#8216; 12 Und er fuhr fort: &#8218;Erhebe bitte deine Augen und sieh: All die Ziegenb\u00f6cke, die das Kleinvieh bespringen, sind gestreift, gesprenkelt und gefleckt, denn ich habe alles gesehen, was Laban dir antut. 13 Ich bin der [wahre] Gott von Bethel, wo du eine S\u00e4ule gesalbt und wo du mir ein Gel\u00fcbde abgelegt hast. Nun steh auf, zieh fort aus diesem Land, und kehr in das Land deiner Geburt zur\u00fcck.&#8216; &#8220;<\/p>\n<p>14 Darauf antworteten Rahel und Lea und sprachen zu ihm: &#8222;Gibt es f\u00fcr uns noch einen Erbanteil im Haus unseres Vaters? 15 Gelten wir ihm nicht tats\u00e4chlich als Ausl\u00e4nderinnen, da er uns verkauft hat, so da\u00df er sogar fortw\u00e4hrend das Geld verzehrt, das f\u00fcr uns gegeben wurde? 16 Denn aller Reichtum, den Gott unserem Vater weggenommen hat, geh\u00f6rt uns und unseren Kindern. So tu nun alles, was Gott zu dir gesagt hat.&#8220;<\/p>\n<p>17 Da machte sich Jakob auf und hob seine Kinder und seine Frauen auf die Kamele; 18 und er begann seine ganze Viehherde zu treiben samt aller Habe, die er angesammelt hatte, die Viehherde eigenen Erwerbs, den er in Paddan-Aram angesammelt hatte, um zu Isa\u00b7ak, seinem Vater, in das Land Kanaan zu ziehen.<\/p>\n<p>19 Laban nun war hingegangen, seine Schafe zu scheren. Unterdessen stahl Rahel die Teraphim, die ihrem Vater geh\u00f6rten. 20 So \u00fcberlistete Jakob den Syrer Laban, denn er hatte ihm nicht mitgeteilt, da\u00df er weglaufen w\u00fcrde. 21 Und er ging daran, wegzulaufen und sich aufzumachen und den STROM zu \u00fcberschreiten, er und alles, was er hatte. Danach richtete er sein Angesicht zur Berggegend von Gilead. 22 Sp\u00e4ter, am dritten Tag, wurde Laban mitgeteilt, da\u00df Jakob weggelaufen sei. 23 Darauf nahm er seine Br\u00fcder mit sich und jagte ihm dann sieben Tagereisen weit nach und holte ihn in der Berggegend von Gilead ein. 24 Da kam Gott in einem Traum bei Nacht zu Laban, dem Syrer, und sprach zu ihm: &#8222;Nimm dich in acht, da\u00df du dann mit Jakob nicht redest, weder Gutes noch B\u00f6ses.&#8220;<\/p>\n<p>25 So n\u00e4herte sich Laban Jakob, als Jakob sein Zelt auf dem Berg aufgeschlagen hatte, und Laban hatte seine Br\u00fcder in der Berggegend von Gilead lagern lassen. 26 Dann sagte Laban zu Jakob: &#8222;Was hast du getan, indem du darangingst, mich zu \u00fcberlisten und meine T\u00f6chter wie mit dem Schwert Gefangene wegzutreiben? 27 Warum mu\u00dftest du heimlich weglaufen und mich \u00fcberlisten und hast [es] mir nicht mitgeteilt, damit ich dich mit Freuden und mit Liedern, mit Tamburin und mit Harfe h\u00e4tte wegsenden k\u00f6nnen? 28 Und du gabst mir keine Gelegenheit, meine Kinder und meine T\u00f6chter zu k\u00fcssen. Nun, du hast t\u00f6richt gehandelt. 29 Es steht in der Macht meiner Hand, euch Schaden zuzuf\u00fcgen, aber der Gott eures Vaters hat gestern nacht zu mir gesprochen und gesagt: &#8218;Nimm dich in acht, weder Gutes noch B\u00f6ses mit Jakob zu reden.&#8216; 30 Nun bist du ja weggegangen, weil du dich so sehr nach dem Haus deines Vaters gesehnt hast, warum aber hast du meine G\u00f6tter gestohlen?&#8220;<\/p>\n<p>31 Als Antwort sagte dann Jakob zu Laban: &#8222;Es war, weil ich mich f\u00fcrchtete; denn ich sagte mir: &#8218;Du k\u00f6nntest mir deine T\u00f6chter entrei\u00dfen.&#8216; 32 Wer immer es ist, bei dem du deine G\u00f6tter findest: er m\u00f6ge nicht leben. Untersuche du selbst vor unseren Br\u00fcdern, was ich bei mir habe, und nimm [sie] an dich.&#8220; Jakob wu\u00dfte aber nicht, da\u00df Rahel sie gestohlen hatte. 33 So ging Laban in das Zelt Jakobs und in das Zelt Leas und in das Zelt der beiden Sklavinnen, fand [sie] aber nicht. Schlie\u00dflich ging er aus Leas Zelt hinaus und kam in Rahels Zelt. 34 Nun hatte Rahel die Teraphim genommen und sie dann in den Frauensattelkorb des Kamels gelegt, und sie blieb darauf sitzen. Da machte sich Laban daran, das ganze Zelt zu durchtasten, fand [sie] aber nicht. 35 Dann sprach sie zu ihrem Vater: &#8222;M\u00f6gen die Augen meines Herrn nicht vor Zorn funkeln, weil ich nicht vor dir aufzustehen vermag, denn das bei Frauen \u00dcbliche [widerf\u00e4hrt] mir.&#8220; Da suchte er sorgf\u00e4ltig weiter, fand die Teraphim aber nicht.<\/p>\n<p>36 Und Jakob wurde zornig und begann mit Laban zu hadern, und Jakob fuhr fort, Laban zu antworten und zu sagen: &#8222;Was ist meine Auflehnung, was meine S\u00fcnde als Grund daf\u00fcr, da\u00df du mir so hitzig nachgejagt bist? 37 Nun, da du all meine Habe durchtastet hast, was hast du von all der Habe deines Hauses gefunden? Leg es hierhin vor meine Br\u00fcder und deine Br\u00fcder, und la\u00df sie zwischen uns beiden entscheiden. 38 Diese zwanzig Jahre bin ich bei dir gewesen. Deine Mutterschafe und deine Ziegen haben nicht fehlgeboren, und die Widder deiner Kleinviehherde habe ich nie gegessen. 39 Irgendein zerrissenes Tier habe ich dir nicht gebracht. Ich selbst habe jeweils dessen Verlust getragen. Ob eins bei Tag gestohlen oder bei Nacht gestohlen worden war, du hast es stets von meiner Hand gefordert. 40 Meine Erfahrung war, da\u00df bei Tag die Hitze mich verzehrte und bei Nacht die K\u00e4lte, und mein Schlaf entfloh gew\u00f6hnlich meinen Augen. 41 So bin ich zwanzig Jahre in deinem Haus gewesen. Ich habe dir vierzehn Jahre um deine beiden T\u00f6chter gedient und sechs Jahre um deine Kleinviehherde, und du hast meinen Lohn immer wieder, zehnmal, ge\u00e4ndert. 42 Wenn es sich nicht erwiesen h\u00e4tte, da\u00df der Gott meines Vaters, der Gott Abrahams und der GEF\u00dcRCHTETE Isa\u00b7aks, auf meiner Seite war, h\u00e4ttest du mich jetzt mit leeren H\u00e4nden weggesandt. Gott hat mein Elend und die M\u00fche meiner H\u00e4nde gesehen, und so hat er dich gestern nacht zurechtgewiesen.&#8220;<\/p>\n<p>43 Dann gab Laban Jakob zur Antwort: &#8222;Die T\u00f6chter sind meine T\u00f6chter und die Kinder meine Kinder, und die Kleinviehherde ist meine Kleinviehherde, und alles, was du anschaust, geh\u00f6rt mir und meinen T\u00f6chtern. Was kann ich heute gegen diese oder gegen ihre Kinder, die sie geboren haben, tun? 44 Und nun, komm, la\u00df uns einen Bund schlie\u00dfen, ich und du, und er soll als Zeuge zwischen mir und dir dienen.&#8220; 45 Somit nahm Jakob einen Stein und richtete ihn als S\u00e4ule auf. 46 Dann sprach Jakob zu seinen Br\u00fcdern: &#8222;Lest Steine auf!&#8220; Und sie gingen Steine holen und machten einen Haufen [davon]. Danach a\u00dfen sie dort auf dem [Stein]haufen. 47 Und Laban begann ihn Jegar-Sahadutha zu nennen, Jakob aber nannte ihn Galed.<\/p>\n<p>48 Und Laban sprach dann: &#8222;Dieser Haufen ist heute ein Zeuge zwischen mir und dir.&#8220; Darum gab er ihm den Namen Galed 49 und &#8222;Der Wachtturm&#8220;, denn er sagte: &#8222;M\u00f6ge Jehova Wache halten zwischen mir und dir, wenn wir in einer Lage sind, in der der eine vom anderen nicht gesehen wird. 50 Wenn du je meine T\u00f6chter niederdr\u00fcckst und wenn du zu meinen T\u00f6chtern Frauen hinzunehmen wirst, da ist kein Mensch bei uns. Siehe! Gott ist Zeuge zwischen mir und dir.&#8220; 51 Und Laban sagte weiter zu Jakob: &#8222;Da ist dieser Haufen, und da ist die S\u00e4ule, die ich errichtet habe zwischen mir und dir. 52 Dieser Haufen ist ein Zeuge, und die S\u00e4ule ist etwas, was Zeugnis daf\u00fcr ablegt, da\u00df ich nicht gegen dich \u00fcber diesen Haufen hinausgehen werde und da\u00df du nicht gegen mich \u00fcber diesen Haufen und diese S\u00e4ule hinausgehen wirst zum Schaden. 53 M\u00f6ge der Gott Abrahams und der Gott Nahors zwischen uns richten, der Gott ihres Vaters.&#8220; Jakob aber schwor bei dem von seinem Vater Isa\u00b7ak GEF\u00dcRCHTETEN.<\/p>\n<p>54 Danach opferte Jakob auf dem Berg ein Schlachtopfer und lud seine Br\u00fcder ein, Brot zu essen. Demgem\u00e4\u00df a\u00dfen sie Brot und verbrachten die Nacht auf dem Berg. 55 Laban jedoch stand am Morgen fr\u00fch auf und k\u00fc\u00dfte seine Kinder und seine T\u00f6chter und segnete sie. Dann machte sich Laban auf den Weg, um an seinen eigenen Ort zur\u00fcckzukehren.<\/p>\n<h3>Kapitel 32<\/h3>\n<p>32 Und was Jakob betrifft, er begab sich auf seinen Weg, und die Engel Gottes begegneten ihm nun. 2 Als Jakob sie sah, sagte er sogleich: &#8222;Das ist das Lager Gottes!&#8220; Daher gab er jenem Ort den Namen Mahanajim.<\/p>\n<p>3 Dann sandte Jakob Boten vor sich her zu Esau, seinem Bruder, in das Land Seir, das Feld Edoms, 4 und er gebot ihnen, indem [er] sprach: &#8222;Dies ist, was ihr zu meinem Herrn, zu Esau, sagen werdet: &#8218;So hat dein Knecht Jakob gesprochen: &#8222;Bei Laban habe ich als Fremdling geweilt und mich bis jetzt so lange aufgehalten. 5 Und ich habe Stiere und Esel, Schafe und Knechte und M\u00e4gde bekommen, und ich m\u00f6chte hinsenden, um meinen Herrn zu benachrichtigen, damit ich Gunst finde in deinen Augen.&#8220; &#8218; &#8220;<\/p>\n<p>6 Nach einiger Zeit kehrten die Boten zu Jakob zur\u00fcck und sagten: &#8222;Wir sind zu deinem Bruder Esau gekommen, und er ist auch auf dem Weg, dir entgegen, und vierhundert Mann mit ihm.&#8220; 7 Und Jakob geriet in gro\u00dfe Furcht, und es wurde ihm angst. So teilte er die Leute, die bei ihm waren, und die Kleinviehherden und die Rinder und die Kamele in zwei Lager, 8 und er sprach: &#8222;Wenn Esau zu dem einen Lager kommen und dar\u00fcber herfallen sollte, dann bleibt bestimmt ein Lager \u00fcbrig zum Entrinnen.&#8220;<\/p>\n<p>9 Danach sagte Jakob: &#8222;O Gott meines Vaters Abraham und Gott meines Vaters Isa\u00b7ak, o Jehova, du, der zu mir spricht: &#8218;Kehr in dein Land und zu deinen Verwandten zur\u00fcck, und ich will gut an dir handeln&#8216;, 10 ich bin all der liebenden G\u00fctigkeiten und all der Treue nicht w\u00fcrdig, die du mir, deinem Knecht, erwiesen hast, denn nur mit meinem Stab bin ich \u00fcber diesen Jordan gezogen, und jetzt bin ich zu zwei Lagern geworden. 11 Befreie mich, ich bitte dich, aus der Hand meines Bruders, aus der Hand Esaus, denn ich bin in Furcht vor ihm, da\u00df er kommt und gewi\u00df \u00fcber mich herf\u00e4llt, \u00fcber die Mutter samt den Kindern. 12 Und du, du hast gesagt: &#8218;Ohne jede Frage werde ich es dir gutgehen lassen, und ich will deinen Samen gleich den Sandk\u00f6rnern des Meeres machen, die man vor Menge nicht z\u00e4hlen kann.&#8216; &#8220;<\/p>\n<p>13 Und er verbrachte jene Nacht dort. Und von dem, was ihm zur Hand kam, nahm er dann eine Gabe f\u00fcr Esau, seinen Bruder: 14 zweihundert Ziegen und zwanzig Ziegenb\u00f6cke, zweihundert Mutterschafe und zwanzig Widder, 15 drei\u00dfig s\u00e4ugende Kamele und ihre Jungen, vierzig K\u00fche und zehn Stiere, zwanzig Eselinnen und zehn ausgewachsene Esel.<\/p>\n<p>16 Dann \u00fcbergab er seinen Knechten je eine Herde nach der anderen und sprach wiederholt zu seinen Knechten: &#8222;Geht vor mir her hin\u00fcber, und zwischen Herde und Herde m\u00fc\u00dft ihr einen Abstand lassen.&#8220; 17 Ferner gebot er dem ersten und sagte: &#8222;Falls Esau, mein Bruder, dir begegnen und dich fragen sollte, indem [er] spricht: &#8218;Wem geh\u00f6rst du, und wohin gehst du, und wem geh\u00f6ren diese vor dir?&#8216;, 18 dann sollst du sagen: &#8218;Deinem Knecht, dem Jakob. Eine Gabe ist es, die meinem Herrn, dem Esau, gesandt wird, und siehe, er selbst ist auch hinter uns.&#8216; &#8220; 19 Und er fuhr fort, auch dem zweiten zu gebieten, auch dem dritten, auch allen, die den Herden folgten, indem [er] sprach: &#8222;Gem\u00e4\u00df diesem Wort m\u00fc\u00dft ihr zu Esau reden, wenn ihr ihm begegnet. 20 Und ihr sollt auch sagen: &#8218;Siehe, dein Knecht Jakob ist hinter uns.&#8216; &#8220; Denn er sagte sich: &#8222;Es mag sein, da\u00df ich ihn beschwichtige durch die Gabe, die vor mir hergeht, und danach werde ich sein Angesicht sehen. Vielleicht wird er mich freundlich aufnehmen.&#8220; 21 So ging die Gabe vor ihm her hin\u00fcber, er aber verbrachte jene Nacht im Lager.<\/p>\n<p>22 Sp\u00e4ter in jener Nacht erhob er sich und nahm seine beiden Frauen und seine beiden M\u00e4gde und seine elf jungen S\u00f6hne und \u00fcberschritt die Furt des Jabbok. 23 So nahm er sie und brachte sie \u00fcber das Wildbachtal, und er brachte hin\u00fcber, was er hatte.<\/p>\n<p>24 Schlie\u00dflich blieb Jakob allein zur\u00fcck. Da begann ein Mann mit ihm zu ringen, bis die Morgenr\u00f6te heraufkam. 25 Als er schlie\u00dflich sah, da\u00df er nicht die Oberhand \u00fcber ihn gewonnen hatte, da ber\u00fchrte er seine H\u00fcftgelenkpfanne, und die H\u00fcftgelenkpfanne Jakobs wurde ausgerenkt, w\u00e4hrend er mit ihm rang. 26 Danach sprach er: &#8222;La\u00df mich gehen, denn die Morgenr\u00f6te ist heraufgekommen.&#8220; Daraufhin sagte er: &#8222;Ich lasse dich nicht gehen, es sei denn, du segnest mich zuvor.&#8220; 27 Da sprach er zu ihm: &#8222;Wie ist dein Name?&#8220;, worauf er sagte: &#8222;Jakob.&#8220; 28 Dann sprach er: &#8222;Dein Name wird nicht l\u00e4nger Jakob genannt werden, sondern Israel, denn du hast mit Gott und mit Menschen gestritten, so da\u00df du zuletzt die Oberhand gewonnen hast.&#8220; 29 Jakob seinerseits erkundigte sich und sprach: &#8222;Teil mir bitte deinen Namen mit.&#8220; Er sagte jedoch: &#8222;Warum erkundigst du dich nach meinem Namen?&#8220; Hierauf segnete er ihn dort. 30 Daher gab Jakob dem Ort den Namen Peni\u00ebl, denn &#8211; um ihn anzuf\u00fchren &#8211; : &#8222;Ich habe Gott von Angesicht zu Angesicht gesehen, und doch ist meine Seele befreit worden.&#8220;<\/p>\n<p>31 Und die Sonne begann \u00fcber ihm aufzustrahlen, sobald er an Penu\u00ebl vor\u00fcberkam, er aber hinkte an seiner H\u00fcfte. 32 Darum sind es die S\u00f6hne Israels bis auf diesen Tag nicht gewohnt, die Sehne des H\u00fcftnervs zu essen, der auf der H\u00fcftgelenkpfanne [liegt], weil er die H\u00fcftgelenkpfanne Jakobs an der Sehne des H\u00fcftnervs ber\u00fchrt hatte.<\/p>\n<p>weiter geht es mit <a href=\"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=90\">1. Mose 33 &#8211; 36<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kapitel 30 30 Als Rahel nun sah, da\u00df sie dem Jakob kein [Kind] geboren hatte, wurde Rahel auf ihre Schwester eifers\u00fcchtig und begann zu Jakob zu sagen: &#8222;Gib mir Kinder, oder ich werde sonst eine Tote sein.&#8220; 2 Hierauf entbrannte Jakobs Zorn gegen Rahel, und er sprach: &#8222;Bin ich an Gottes Stelle, der dir die [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[111,3,2],"tags":[],"class_list":["post-79","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-1-mose","category-erganzender-stoff","category-text-in-der-bibel"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/79","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=79"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/79\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1737,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/79\/revisions\/1737"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=79"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=79"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=79"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}