
{"id":622,"date":"2009-04-09T18:56:40","date_gmt":"2009-04-09T17:56:40","guid":{"rendered":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=622"},"modified":"2009-04-21T07:42:32","modified_gmt":"2009-04-21T06:42:32","slug":"2-samuel-19-21","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=622","title":{"rendered":"2. Samuel 19 &#8211; 21"},"content":{"rendered":"<h3>Kapitel 19<\/h3>\n<p>19 Sp\u00e4ter wurde Joab berichtet: &#8222;Siehe! Der K\u00f6nig weint, und er gibt sich der Trauer um Absalom hin.&#8220; 2 So wurde die Rettung an jenem Tag zu einem Anla\u00df der Trauer f\u00fcr das ganze Volk, denn das Volk h\u00f6rte an jenem Tag sagen: &#8222;Der K\u00f6nig gr\u00e4mt sich \u00fcber seinen Sohn.&#8220; 3 Und das Volk begann sich an jenem Tag wegzustehlen, um in die Stadt zu kommen, so wie sich das Volk wegstehlen w\u00fcrde, wenn es sich besch\u00e4mt f\u00fchlte, weil es in der Schlacht floh. 4 Und der K\u00f6nig selbst verh\u00fcllte sein Angesicht, und der K\u00f6nig fuhr fort, mit lauter Stimme zu schreien: &#8222;Mein Sohn Absalom! Absalom, mein Sohn, mein Sohn!&#8220;<\/p>\n<p>5 Schlie\u00dflich kam Joab zum K\u00f6nig herein ins Haus und sprach: &#8222;Du hast heute das Angesicht all deiner Knechte besch\u00e4mt, derer, die heute deiner Seele und der Seele deiner S\u00f6hne und deiner T\u00f6chter und der Seele deiner Frauen und der Seele deiner Nebenfrauen zum Entrinnen verhalfen, 6 indem [du] die liebst, die dich hassen, und die ha\u00dft, die dich lieben; denn du hast heute kundgetan, da\u00df dir Oberste und Knechte nichts sind, denn heute wei\u00df ich wohl, wenn nur Absalom am Leben w\u00e4re und wir alle anderen heute tot w\u00e4ren, ja da\u00df es in diesem Fall recht w\u00e4re in deinen Augen. 7 Und jetzt, steh auf, geh hinaus und rede deinen Knechten direkt zu Herzen, denn bei Jehova schw\u00f6re ich gewi\u00df, da\u00df, falls du nicht hinausgehst, kein Mann die Nacht heute bei dir verbringen wird; und dies wird f\u00fcr dich bestimmt schlimmer sein als alles \u00dcble, was von deiner Jugend an bis jetzt \u00fcber dich gekommen ist.&#8220; 8 Demzufolge stand der K\u00f6nig auf und setzte sich in das Tor, und allem Volk wurde berichtet und gesagt: &#8222;Siehe, der K\u00f6nig sitzt im Tor.&#8220; Und alles Volk begann vor den K\u00f6nig zu kommen.<\/p>\n<p>Was Israel betrifft, sie waren geflohen, jeder in sein Heim. 9 Und alles Volk stritt sich schlie\u00dflich in allen St\u00e4mmen Israels, indem [es] sprach: &#8222;Der K\u00f6nig war es, der uns aus der Faust unserer Feinde befreite, und er war es, der uns zum Entrinnen aus der Faust der Philister verhalf; und nun ist er aus dem Land vor Absalom weggeeilt. 10 Was Absalom betrifft, den wir \u00fcber uns gesalbt haben, er ist in der Schlacht gestorben. Und nun, warum tut ihr nichts, um den K\u00f6nig zur\u00fcckzuf\u00fchren?&#8220;<\/p>\n<p>11 Was K\u00f6nig David betrifft, er sandte zu Zadok und Abjathar, den Priestern, und lie\u00df sagen: &#8222;Redet zu den \u00e4lteren M\u00e4nnern Judas, indem [ihr] sprecht: &#8218;Warum solltet ihr die letzten werden, den K\u00f6nig in sein Haus zur\u00fcckzuf\u00fchren, wenn das Wort von ganz Israel zum K\u00f6nig in sein Haus gekommen ist? 12 Meine Br\u00fcder seid ihr; mein Bein und mein Fleisch seid ihr. Warum also solltet ihr die letzten werden, den K\u00f6nig zur\u00fcckzuf\u00fchren?&#8216; 13 Und zu Amasa solltet ihr sagen: &#8218;Bist du nicht mein Bein und mein Fleisch? So m\u00f6ge Gott mir tun und so m\u00f6ge er hinzuf\u00fcgen, wenn du nicht f\u00fcr alle Zeit der Heeroberste vor mir werden wirst an Joabs Statt.&#8216; &#8220;<\/p>\n<p>14 Und er neigte dann das Herz aller M\u00e4nner Judas wie e i n Mann, so da\u00df sie dem K\u00f6nig den Bescheid sandten: &#8222;Komm zur\u00fcck, du und alle deine Diener.&#8220;<\/p>\n<p>15 Und der K\u00f6nig machte sich auf den R\u00fcckweg und gelangte bis zum Jordan. Was Juda betrifft, sie kamen nach Gilgal, um dem K\u00f6nig entgegenzugehen, um den K\u00f6nig \u00fcber den Jordan zu geleiten. 16 Da beeilte sich Schime\u00ef, der Sohn Geras, der Benjaminiter, der von Bahurim war, und zog mit den M\u00e4nnern Judas hinab, K\u00f6nig David entgegen. 17 Und mit ihm waren tausend Mann von Benjamin. (Und auch Ziba, der Bedienstete des Hauses Sauls, und seine f\u00fcnfzehn S\u00f6hne und seine zwanzig Knechte waren bei ihm, und es gelang ihnen, zum Jordan vor den K\u00f6nig zu kommen. 18 Und er zog \u00fcber die Furt, um die Hausgenossen des K\u00f6nigs hin\u00fcberzugeleiten und zu tun, was gut war in seinen Augen.) Was Schime\u00ef, den Sohn Geras, betrifft, er fiel vor dem K\u00f6nig nieder, als er im Begriff war, \u00fcber den Jordan zu setzen. 19 Er sprach nun zum K\u00f6nig: &#8222;Mein Herr m\u00f6ge mir [das] Vergehen nicht anrechnen, und gedenke nicht des Unrechts, das dein Knecht an dem Tag tat, an dem mein Herr und K\u00f6nig aus Jerusalem auszog, so da\u00df es sich der K\u00f6nig zu Herzen nehme. 20 Denn dein Knecht wei\u00df wohl, da\u00df ich es bin, der s\u00fcndigte; und hier bin ich somit heute als erster vom ganzen Hause Joseph gekommen, um herabzuziehen, meinem Herrn und K\u00f6nig entgegen.&#8220;<\/p>\n<p>21 Sofort antwortete Abischai, der Sohn der Zeruja, und sagte: &#8222;Sollte Schime\u00ef nicht daf\u00fcr, da\u00df er \u00dcbles auf den Gesalbten Jehovas herabrief, zu Tode gebracht werden?&#8220; 22 David aber sprach: &#8222;Was habe ich mit euch zu schaffen, ihr S\u00f6hne der Zeruja, da\u00df ihr mir heute zum Widerstandleistenden werden solltet? Wird heute jemand in Israel zu Tode gebracht werden? Denn wei\u00df ich nicht wohl, da\u00df ich heute K\u00f6nig bin \u00fcber Israel?&#8220; 23 Dann sagte der K\u00f6nig zu Schime\u00ef: &#8222;Du wirst nicht sterben.&#8220; Und der K\u00f6nig schwor es ihm dann.<\/p>\n<p>24 Was Mephiboscheth, den Enkel Sauls, betrifft, er kam herab, dem K\u00f6nig entgegen; und er hatte seine F\u00fc\u00dfe nicht gepflegt, noch hatte er seinen Schnurrbart gepflegt, noch hatte er seine Kleider gewaschen seit dem Tag, da der K\u00f6nig fortgegangen war, bis zu dem Tag, an dem er in Frieden einzog. 25 Und es geschah, als er nach Jerusalem kam, dem K\u00f6nig entgegen, da\u00df der K\u00f6nig dann zu ihm sprach: &#8222;Warum bist du nicht mit mir gezogen, Mephiboscheth?&#8220; 26 Darauf sagte er: &#8222;Mein Herr und K\u00f6nig, mein Diener war es, der mich hinterging. Denn dein Knecht hatte gesagt: &#8218;Ich will mir die Eselin satteln lassen, damit ich darauf reite und mit dem K\u00f6nig ziehe&#8216;, denn dein Knecht ist lahm. 27 Da verleumdete er deinen Knecht bei meinem Herrn und K\u00f6nig. Aber mein Herr und K\u00f6nig ist wie ein Engel des [wahren] Gottes, und so tu, was gut ist in deinen Augen. 28 Denn die ganze Hausgemeinschaft meines Vaters w\u00e4re vor meinem Herrn und K\u00f6nig nichts [anderes] geworden als zum Tode bestimmt, und doch hast du deinen Knecht unter die gesetzt, die an deinem Tisch essen. Was habe ich da noch f\u00fcr einen gerechten Anspruch, weiter zum K\u00f6nig zu schreien?&#8220;<\/p>\n<p>29 Der K\u00f6nig jedoch sprach zu ihm: &#8222;Weshalb redest du noch weiter deine Worte? Ich sage bestimmt: Du und Ziba, ihr solltet euch das Feld teilen.&#8220; 30 Darauf sprach Mephiboscheth zum K\u00f6nig: &#8222;Er kann sogar das ganze nehmen, nun, da mein Herr und K\u00f6nig in Frieden zu seinem Haus gekommen ist.&#8220;<\/p>\n<p>31 Und Barsillai, der Gileaditer, seinerseits kam von Rogelim herab, damit er mit dem K\u00f6nig zum Jordan weitergehe, um ihm zum Jordan das Geleit zu geben. 32 Und Barsillai war sehr alt, ein Achtzigj\u00e4hriger; und er selbst hatte den K\u00f6nig mit Nahrung versorgt, w\u00e4hrend er sich in Mahanajim aufhielt, denn er war ein sehr gro\u00dfer Mann. 33 Da sprach der K\u00f6nig zu Barsillai: &#8222;Zieh du selbst mit mir hin\u00fcber, und ich werde dich bestimmt bei mir in Jerusalem mit Nahrung versorgen.&#8220; 34 Barsillai aber sagte zum K\u00f6nig: &#8222;Wieviel sind noch der Tage meiner Lebensjahre, da\u00df ich mit dem K\u00f6nig nach Jerusalem hinaufziehen sollte? 35 Ich bin heute achtzig Jahre alt. K\u00f6nnte ich zwischen Gutem und Schlechtem unterscheiden, oder k\u00f6nnte dein Knecht schmecken, was ich essen und was ich trinken w\u00fcrde, oder k\u00f6nnte ich noch auf die Stimme von S\u00e4ngern und S\u00e4ngerinnen h\u00f6ren? Warum also sollte dein Knecht meinem Herrn und K\u00f6nig noch zu einer B\u00fcrde werden? 36 Denn nur eine kleine Wegstrecke ist es, die dein Knecht den K\u00f6nig zum Jordan geleiten k\u00f6nnte, und warum sollte der K\u00f6nig mir mit diesem Lohn vergelten? 37 La\u00df deinen Knecht bitte zur\u00fcckkehren, und la\u00df mich in meiner Stadt sterben, dicht bei der Grabst\u00e4tte meines Vaters und meiner Mutter. Aber da ist dein Knecht Kimham. La\u00df ihn mit meinem Herrn und K\u00f6nig hin\u00fcberziehen; und du, tu ihm, was gut ist in deinen Augen.&#8220;<\/p>\n<p>38 Demzufolge sprach der K\u00f6nig: &#8222;Mit mir wird Kimham hin\u00fcberziehen, und ich selbst werde ihm tun, was gut ist in deinen Augen; und alles, was du mir [aufzuerlegen] erw\u00e4hlen magst, werde ich f\u00fcr dich tun.&#8220; 39 Nun begann alles Volk \u00fcber den Jordan zu ziehen, und der K\u00f6nig selbst zog hin\u00fcber; doch der K\u00f6nig k\u00fc\u00dfte Barsillai und segnete ihn, worauf er an seinen Ort zur\u00fcckkehrte. 40 Als der K\u00f6nig nach Gilgal hin\u00fcberging, ging Kimham seinerseits mit ihm hin\u00fcber und auch alles Volk von Juda und auch die H\u00e4lfte vom Volk Israel, um den K\u00f6nig hin\u00fcberzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>41 Und siehe, alle M\u00e4nner von Israel kamen zum K\u00f6nig, und dann sagten sie zum K\u00f6nig: &#8222;Warum haben dich unsere Br\u00fcder, die M\u00e4nner von Juda, gestohlen, damit sie den K\u00f6nig und seine Hausgenossen und alle M\u00e4nner Davids mit ihm \u00fcber den Jordan br\u00e4chten?&#8220; 42 Darauf antworteten alle M\u00e4nner von Juda den M\u00e4nnern von Israel: &#8222;Weil uns der K\u00f6nig nahe verwandt ist; und warum bist du wegen dieser Sache zornig geworden? Haben wir etwa auf Kosten des K\u00f6nigs gegessen, oder ist uns eine Gabe zugetragen worden?&#8220;<\/p>\n<p>43 Die M\u00e4nner von Israel jedoch antworteten den M\u00e4nnern von Juda und sprachen: &#8222;Wir haben zehn Teile am K\u00f6nig, so da\u00df wir auch an David mehr haben als du. Warum denn hast du uns mit Verachtung behandelt, und warum wurde es nicht zuerst unsere Sache, ja unsere, unseren K\u00f6nig zur\u00fcckzuf\u00fchren?&#8220; Aber das Wort der M\u00e4nner von Juda war strenger als das Wort der M\u00e4nner von Israel.<\/p>\n<h3>Kapitel 20<\/h3>\n<p>20 Nun befand sich dort zuf\u00e4llig ein nichtsnutziger Mann, dessen Name war Scheba, der Sohn Bichris, ein Benjaminiter; und er ging daran, das Horn zu blasen und zu sprechen: &#8222;Wir haben keinen Teil an David, und wir haben kein Erbe am Sohn Isa\u00efs. Jeder zu seinen G\u00f6ttern, o Israel!&#8220; 2 Darauf begannen alle M\u00e4nner von Israel aus Davids Gefolgschaft weg hinaufzuziehen, um Scheba, dem Sohn Bichris, zu folgen; was aber die M\u00e4nner von Juda betrifft, sie hielten fest zu ihrem K\u00f6nig, vom Jordan bis nach Jerusalem.<\/p>\n<p>3 Schlie\u00dflich kam David in sein Haus nach Jerusalem. Dann nahm der K\u00f6nig die zehn Frauen, die Nebenfrauen, die er zur\u00fcckgelassen hatte, damit sie das Haus besorgten, und er setzte sie in ein Haus der Verwahrung, doch versorgte er sie weiterhin mit Nahrung. Und er hatte keine Beziehungen mit ihnen, sondern sie blieben eingeschlossen bis zum Tag ihres Todes, im Witwenstand bei Lebzeiten [des Ehemanns].<\/p>\n<p>4 Der K\u00f6nig sprach nun zu Amasa: &#8222;Ruf die M\u00e4nner von Juda binnen drei Tagen zu mir zusammen, und du selbst, steh hier.&#8220; 5 Da ging Amasa, um Juda zusammenzurufen; doch kam er sp\u00e4ter als zur festgesetzten Zeit, die er ihm bestimmt hatte. 6 Dann sagte David zu Abischai: &#8222;Jetzt wird Scheba, der Sohn Bichris, f\u00fcr uns schlimmer sein als Absalom. Nimm du selbst die Knechte deines Herrn, und jage ihm nach, damit er ja nicht befestigte St\u00e4dte f\u00fcr sich findet und vor unseren Augen entrinnt.&#8220; 7 Demgem\u00e4\u00df zogen die M\u00e4nner Joabs und die Kerethiter und die Pelethiter und alle starken M\u00e4nner aus, hinter ihm her; und sie zogen von Jerusalem aus, um Scheba, dem Sohn Bichris, nachzujagen. 8 Sie waren dicht bei dem gro\u00dfen Stein, der in Gibeon ist, und Amasa selbst kam ihnen entgegen. Joab nun war geg\u00fcrtet, mit einem Gewand bekleidet; und er war mit einem Schwert umg\u00fcrtet, das an seiner H\u00fcfte befestigt war, in seiner Scheide, und er seinerseits trat vor, und da fiel es heraus.<\/p>\n<p>9 Und Joab sprach dann zu Amasa: &#8222;Steht es gut mit dir, mein Bruder?&#8220; Da ergriff Joab mit der rechten Hand Amasa beim Bart, um ihn zu k\u00fcssen. 10 Was Amasa betrifft, er war nicht auf der Hut vor dem Schwert, das in Joabs Hand war, so da\u00df er ihn damit in den Unterleib schlug, und seine Eingeweide ergossen sich auf die Erde, und er brauchte es ihm nicht noch einmal zu tun. So starb er. Und Joab und Abischai, sein Bruder, jagten ihrerseits Scheba, dem Sohn Bichris, nach.<\/p>\n<p>11 Und ein gewisser von den jungen M\u00e4nnern Joabs stand bei ihm und sagte fortw\u00e4hrend: &#8222;Wer immer an Joab Gefallen gefunden hat und wer immer zu David geh\u00f6rt, er folge Joab!&#8220; 12 Die ganze Zeit w\u00e4lzte sich Amasa im Blut mitten auf der Landstra\u00dfe. Als der Mann sah, da\u00df alles Volk stehenblieb, da schaffte er Amasa von der Landstra\u00dfe auf das Feld. Schlie\u00dflich warf er ein Kleid \u00fcber ihn, als er sah, da\u00df jeder, der zu ihm heraufkam, stehenblieb. 13 Sobald er ihn von der Landstra\u00dfe weggeschafft hatte, zog jeder weiter, hinter Joab her, um Scheba, dem Sohn Bichris, nachzujagen.<\/p>\n<p>14 Und [Scheba] ging daran, durch alle St\u00e4mme Israels nach Abel von Beth-Maacha zu ziehen. Was alle Bichriter betrifft, so versammelten sie sich dann und zogen ebenfalls hinter ihm her ein.<\/p>\n<p>15 Und sie kamen dann und belagerten ihn in Abel von Beth-Maacha und sch\u00fctteten einen Belagerungswall gegen die Stadt auf, da sie innerhalb einer Vormauer stand. Und alles Volk, das mit Joab war, untergrub die Mauer, um sie niederzuwerfen. 16 Und eine weise Frau begann von der Stadt her zu rufen: &#8222;H\u00f6rt! H\u00f6rt! Sprecht bitte zu Joab: &#8218;Komm hier heran, und la\u00df mich zu dir reden!&#8216; &#8220; 17 Da n\u00e4herte er sich ihr, und die Frau sprach dann: &#8222;Bist du Joab?&#8220;, worauf er sagte: &#8222;Ich bin&#8217;s.&#8220; Hierauf sprach sie zu ihm: &#8222;H\u00f6r auf die Worte deiner Sklavin.&#8220; Er seinerseits sagte: &#8222;Ich h\u00f6re.&#8220; 18 Und sie sprach weiter: &#8222;Man pflegte in fr\u00fcheren Zeiten ausnahmslos zu reden und zu sagen: &#8218;Man erkundige sich nur in Abel, und so wird man die Sache gewi\u00df beenden.&#8216; 19 Ich vertrete die Friedsamen und Treuen von Israel. Du suchst eine Stadt und eine Mutter in Israel zu Tode zu bringen. Warum solltest du das Erbe Jehovas verschlingen?&#8220; 20 Darauf antwortete Joab und sprach: &#8222;Es ist f\u00fcr mich ganz undenkbar, da\u00df ich verschlingen und da\u00df ich verderben sollte. 21 So liegt die Sache nicht, sondern ein Mann von der Berggegend von Ephraim, dessen Name Scheba ist, der Sohn Bichris, hat seine Hand gegen K\u00f6nig David erhoben. Gebt ihn allein heraus, und ich will mich von der Stadt zur\u00fcckziehen.&#8220; Darauf sagte die Frau zu Joab: &#8222;Siehe! Sein Kopf [wird] dir \u00fcber die Mauer zugeworfen [werden]!&#8220;<\/p>\n<p>22 Sogleich ging die Frau in ihrer Weisheit zu allem Volk, und man hieb dann Scheba, dem Sohn Bichris, den Kopf ab und warf ihn Joab zu. Darauf blies er das Horn, und so zerstreuten sie sich von der Stadt weg, jeder nach seinem Heim; und Joab seinerseits kehrte nach Jerusalem zum K\u00f6nig zur\u00fcck.<\/p>\n<p>23 Und Joab war \u00fcber das ganze Heer Israels [gesetzt]; und Benaja, der Sohn Jehojadas, war \u00fcber die Kerethiter und \u00fcber die Pelethiter. 24 Und Adoram war \u00fcber die zur Zwangsarbeit Ausgehobenen [gesetzt]; und Josaphat, der Sohn Ahiluds, war der Geschichtsschreiber. 25 Und Schewa war Sekret\u00e4r, und Zadok und Abjathar waren Priester. 26 Und Ira, der Ja\u00efriter, wurde auch ein Priester Davids.<\/p>\n<h3>Kapitel 21<\/h3>\n<p>21 Nun gab es in den Tagen Davids eine Hungersnot, drei Jahre lang, Jahr f\u00fcr Jahr; und David ging daran, das Angesicht Jehovas zu Rate zu ziehen. Dann sprach Jehova: &#8222;An Saul und an seinem Haus ist Blutschuld, weil er die Gibeoniter zu Tode gebracht hat.&#8220; 2 Da rief der K\u00f6nig die Gibeoniter und sprach zu ihnen. (\u00dcbrigens waren die Gibeoniter nicht von den S\u00f6hnen Israels, sondern von dem Rest der Amoriter; und die S\u00f6hne Israels selbst hatten ihnen geschworen, doch suchte Saul sie in seiner Ereiferung f\u00fcr die S\u00f6hne Israels und Judas niederzuschlagen.) 3 Und David sagte weiter zu den Gibeonitern: &#8222;Was soll ich f\u00fcr euch tun, und womit soll ich S\u00fchne leisten, damit ihr das Erbe Jehovas bestimmt segnet?&#8220; 4 Da sprachen die Gibeoniter zu ihm: &#8222;Es handelt sich f\u00fcr uns nicht um Silber oder Gold in Verbindung mit Saul und seiner Hausgemeinschaft, noch steht es uns zu, einen Mann in Israel zu Tode zu bringen.&#8220; Hierauf sprach er: &#8222;Was immer ihr sagt, werde ich f\u00fcr euch tun.&#8220; 5 Da sprachen sie zum K\u00f6nig: &#8222;Der Mann, der uns ausgerottet und der Pl\u00e4ne geschmiedet hat, uns zu vertilgen, da\u00df wir in keinem Gebiet Israels mehr bestehen sollten, 6 von seinen S\u00f6hnen gebe man uns sieben M\u00e4nner; und wir m\u00fcssen sie vor Jehova im Gibea Sauls, des Erw\u00e4hlten Jehovas, aussetzen.&#8220; Demgem\u00e4\u00df sagte der K\u00f6nig: &#8222;Ich selbst werde sie geben.&#8220;<\/p>\n<p>7 Der K\u00f6nig f\u00fchlte jedoch Mitleid mit Mephiboscheth, dem Sohn Jonathans, des Sohnes Sauls, wegen des Eides Jehovas, der zwischen ihnen bestand, zwischen David und Jonathan, dem Sohn Sauls. 8 Demzufolge nahm der K\u00f6nig die beiden S\u00f6hne Rizpas, der Tochter Ajas, die sie Saul geboren hatte, Armoni und Mephiboscheth, und die f\u00fcnf S\u00f6hne Michals, der Tochter Sauls, die sie Adri\u00ebl, dem Sohn Barsillais, des Meholathiters, geboren hatte. 9 Dann gab er sie in die Hand der Gibeoniter, und sie gingen daran, sie auf dem Berg vor Jehova auszusetzen, so da\u00df sie alle sieben miteinander fielen; und sie wurden in den ersten Tagen der Ernte, zu Beginn der Gerstenernte, zu Tode gebracht. 10 Indes nahm Rizpa, die Tochter Ajas, Sacktuch und breitete es f\u00fcr sich auf dem Felsen aus, vom Beginn der Ernte an, bis sich Wasser von den Himmeln her auf sie ergo\u00df; und sie lie\u00df nicht zu, da\u00df die V\u00f6gel der Himmel bei Tag auf ihnen ruhten noch die wilden Tiere des Feldes bei Nacht.<\/p>\n<p>11 Schlie\u00dflich wurde David berichtet, was Rizpa, die Tochter Ajas, Sauls Nebenfrau, getan hatte. 12 Da ging David und nahm die Gebeine Sauls und die Gebeine Jonathans, seines Sohnes, von den Grundbesitzern von Jabesch-Gilead, die sie vom \u00f6ffentlichen Platz von Beth-Schan gestohlen hatten, wo die Philister sie aufgeh\u00e4ngt hatten an dem Tag, an dem die Philister Saul auf dem Gilboa niederschlugen. 13 Und er ging daran, die Gebeine Sauls und die Gebeine Jonathans, seines Sohnes, von dort heraufzubringen; ferner sammelten sie die Gebeine der Ausgesetzten. 14 Dann begruben sie die Gebeine Sauls und Jonathans, seines Sohnes, im Land Benjamin, in Zela, in der Grabst\u00e4tte Kischs, seines Vaters, um alles zu tun, was der K\u00f6nig geboten hatte. Und Gott lie\u00df sich nach diesem f\u00fcr das Land erbitten.<\/p>\n<p>15 Und es kam wieder zum Krieg der Philister mit Israel. Demgem\u00e4\u00df zogen David und seine Knechte mit ihm hinab und k\u00e4mpften gegen die Philister; und David wurde m\u00fcde. 16 Und Jischbi-Benob, der zu den von den Repha\u00efm Geborenen geh\u00f6rte, dessen Speer ein Gewicht von dreihundert Schekel Kupfer hatte und der mit einem neuen Schwert umg\u00fcrtet war, gedachte dann, David niederzuschlagen. 17 Sogleich kam ihm Abischai, der Sohn der Zeruja, zu Hilfe und schlug den Philister nieder und brachte ihn zu Tode. Damals schworen die M\u00e4nner Davids ihm, indem [sie] sprachen: &#8222;Du sollst nicht mehr mit uns zur Schlacht ausziehen, damit du die Leuchte Israels nicht ausl\u00f6schst!&#8220;<\/p>\n<p>18 Und danach geschah es, da\u00df es nochmals zum Krieg kam mit den Philistern, bei Gob. Dann schlug Sibbechai, der Huschathiter, Saph nieder, der zu denen geh\u00f6rte, die von den Repha\u00efm geboren worden waren.<\/p>\n<p>19 Und wieder einmal kam es zum Krieg mit den Philistern bei Gob, und Elhanan, der Sohn Jaare-Orgims, der Bethlehemiter, schlug Goliath, den Gathiter, schlie\u00dflich nieder, dessen Speerschaft wie ein Weberbaum war.<\/p>\n<p>20 Und wiederum kam es zu einem Krieg, bei Gath, als gerade ein Mann von au\u00dfergew\u00f6hnlicher Gr\u00f6\u00dfe da war, der sechs Finger an jeder seiner H\u00e4nde und sechs Zehen an jedem seiner F\u00fc\u00dfe hatte, vierundzwanzig an Zahl; und auch er war den Repha\u00efm geboren worden. 21 Und er verh\u00f6hnte Israel fortw\u00e4hrend. Schlie\u00dflich schlug ihn Jonathan, der Sohn Schime\u00efs, des Bruders Davids, nieder.<\/p>\n<p>22 Diese vier waren den Repha\u00efm in Gath geboren worden; und sie fielen dann durch die Hand Davids und durch die Hand seiner Knechte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kapitel 19 19 Sp\u00e4ter wurde Joab berichtet: &#8222;Siehe! Der K\u00f6nig weint, und er gibt sich der Trauer um Absalom hin.&#8220; 2 So wurde die Rettung an jenem Tag zu einem Anla\u00df der Trauer f\u00fcr das ganze Volk, denn das Volk h\u00f6rte an jenem Tag sagen: &#8222;Der K\u00f6nig gr\u00e4mt sich \u00fcber seinen Sohn.&#8220; 3 Und das [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[439,23,2],"tags":[],"class_list":["post-622","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-2-samuel","category-eigene-gedanken-zum-geschehen","category-text-in-der-bibel"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/622","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=622"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/622\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":670,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/622\/revisions\/670"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=622"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=622"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=622"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}