
{"id":585,"date":"2009-03-30T18:05:14","date_gmt":"2009-03-30T17:05:14","guid":{"rendered":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=585"},"modified":"2009-04-21T07:46:07","modified_gmt":"2009-04-21T06:46:07","slug":"1-samuel-14-16","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=585","title":{"rendered":"1. Samuel 14 &#8211; 16"},"content":{"rendered":"<h3>Kapitel 14<\/h3>\n<p>Und es geschah eines Tages, da\u00df Jonathan, der Sohn Sauls, dann zu dem Bediensteten, der ihm die Waffen trug, sagte: &#8222;Komm, und la\u00df uns doch zum Vorposten der Philister hin\u00fcbergehen, die dort dr\u00fcben sind.&#8220; Seinem Vater aber teilte er es nicht mit. 2 Und Saul wohnte im Randgebiet von Gibea unter dem Granatapfelbaum, der sich in Migron befindet; und die Leute bei ihm waren etwa sechshundert Mann. 3 (Und Ahija, der Sohn Ahitubs, des Bruders Ichabods, des Sohnes des Pinehas, des Sohnes Elis, des Priesters Jehovas in Silo, trug das Ephod.) Und das Volk selbst wu\u00dfte nicht, da\u00df Jonathan weggegangen war. 4 Zwischen den \u00dcberg\u00e4ngen nun, die Jonathan suchte, um gegen den Vorposten der Philister hin\u00fcberzugehen, war ein zerkl\u00fcfteter Felszahn hier auf dieser Seite und ein zerkl\u00fcfteter Felszahn dort auf jener Seite, und der Name des einen war Bozez, und der Name des anderen war Sene. 5 Der eine Zahn war eine S\u00e4ule im Norden gegen\u00fcber Michmas, und der andere war im S\u00fcden gegen\u00fcber Geba.<\/p>\n<p>6 Da sprach Jonathan zu dem Bediensteten, seinem Waffentr\u00e4ger: &#8222;Komm, und la\u00df uns doch zu dem Vorposten dieser Unbeschnittenen hin\u00fcbergehen. Vielleicht wird Jehova f\u00fcr uns wirken, denn f\u00fcr Jehova gibt es kein Hindernis, durch viele oder durch wenige zu retten.&#8220; 7 Darauf sagte sein Waffentr\u00e4ger zu ihm: &#8222;Tu, was immer in deinem Herzen ist. Wende dich, wohin du willst. Siehe, ich bin mit dir gem\u00e4\u00df deinem Herzen.&#8220; 8 Dann sprach Jonathan: &#8222;Hier ziehen wir zu den M\u00e4nnern hin\u00fcber und wollen uns vor ihnen zeigen. 9 Wenn sie so zu uns sagen sollten: &#8218;Steht still, bis wir mit euch F\u00fchlung nehmen!&#8216;, dann wollen wir stehen, wo wir sind, und wir sollten nicht zu ihnen hinaufgehen. 10 Sollten sie aber so zu uns sagen: &#8218;Kommt herauf gegen uns!&#8216;, dann wollen wir hinaufgehen, weil Jehova sie bestimmt in unsere Hand geben wird, und das ist f\u00fcr uns das Zeichen.&#8220;<\/p>\n<p>11 Darauf zeigten sich die beiden dem Vorposten der Philister. Und dann sprachen die Philister: &#8222;Siehe, die Hebr\u00e4er kommen aus den L\u00f6chern hervor, wo sie sich versteckt haben.&#8220; 12 Da antworteten die M\u00e4nner des Vorpostens Jonathan und seinem Waffentr\u00e4ger und sagten: &#8222;Kommt zu uns herauf, und wir wollen euch etwas wissen lassen!&#8220; Sogleich sprach Jonathan zu seinem Waffentr\u00e4ger: &#8222;Komm herauf, mir nach, denn Jehova wird sie bestimmt in die Hand Israels geben.&#8220; 13 Und Jonathan stieg unausgesetzt auf H\u00e4nden und F\u00fc\u00dfen hinauf und sein Waffentr\u00e4ger ihm nach; und sie begannen vor Jonathan zu fallen, und sein Waffentr\u00e4ger brachte sie hinter ihm zu Tode. 14 Und die erste Schlachtung, mit der Jonathan und sein Waffentr\u00e4ger sie niederschlugen, belief sich auf etwa zwanzig Mann innerhalb von ungef\u00e4hr der halben Pflugbahn eines Joch Feldes.<\/p>\n<p>15 Da entstand ein Zittern im Lager auf dem Feld und unter allem Volk des Vorpostens; und die pl\u00fcndernde Streitschar, auch sie zitterte, und die Erde begann zu beben, und es entstand ein Zittern von Gott aus. 16 Und die W\u00e4chter, die Saul in [dem] Gibea von Benjamin geh\u00f6rten, bekamen es zu sehen, und siehe, das Get\u00fcmmel wogte hin und her.<\/p>\n<p>17 Und Saul sprach dann zu dem Volk, das bei ihm war: &#8222;Nehmt bitte die Z\u00e4hlung vor, und seht, wer von uns hinausgegangen ist.&#8220; Als man die Z\u00e4hlung vornahm, nun, siehe, Jonathan und sein Waffentr\u00e4ger waren nicht da. 18 Saul sagte jetzt zu Ahija: &#8222;Bring die Lade des [wahren] Gottes herbei!&#8220; (Denn die Lade des [wahren] Gottes befand sich an jenem Tag bei den S\u00f6hnen Israels.) 19 Und es geschah, w\u00e4hrend Saul zum Priester redete, da\u00df das Get\u00fcmmel im Lager der Philister fortw\u00e4hrend gr\u00f6\u00dfer und gr\u00f6\u00dfer wurde. Da sprach Saul zum Priester: &#8222;Zieh deine Hand zur\u00fcck.&#8220; 20 Somit wurde Saul und alles Volk, das bei ihm war, aufgeboten. Und sie kamen bis zum Kampf[platz], und siehe, das Schwert eines jeden war nun gegen seinen Mitmenschen; die Verwirrung war sehr gro\u00df. 21 Und die Hebr\u00e4er, die zu den Philistern geh\u00f6rt hatten wie fr\u00fcher und die mit ihnen in das Lager ringsum hinaufgezogen waren, auch sie erwiesen sich als solche, die mit Israel waren, das bei Saul und Jonathan war. 22 Auch alle M\u00e4nner von Israel, die sich in der Berggegend von Ephraim versteckt hatten, h\u00f6rten, da\u00df die Philister geflohen waren, und auch sie jagten ihnen dann dicht auf den Fersen nach in die Schlacht. 23 Und Jehova rettete dann Israel an jenem Tag, und die Schlacht selbst zog sich \u00fcber Beth-Awen hinaus.<\/p>\n<p>24 Und die M\u00e4nner von Israel ihrerseits wurden an jenem Tag hart bedr\u00e4ngt, und dennoch stellte Saul das Volk unter einen Eidschwur, indem [er] sprach: &#8222;Verflucht ist der Mann, der Brot i\u00dft vor dem Abend und ehe ich an meinen Feinden Rache genommen habe!&#8220; Und niemand vom Volk kostete Brot.<\/p>\n<p>25 Und alle vom Land kamen in den Wald, als es \u00fcber der ganzen Oberfl\u00e4che des Feldes gerade Honig gab. 26 Als das Volk in den Wald kam, siehe da, es troff von Honig, aber niemand f\u00fchrte seine Hand zu seinem Mund, denn das Volk f\u00fcrchtete sich wegen des Eides. 27 Was Jonathan betrifft, er hatte es nicht geh\u00f6rt, als sein Vater das Volk unter einen Eid stellte; so streckte er die Spitze des Stabes, der in seiner Hand war, aus und tauchte sie in die Honigwabe und zog seine Hand zu seinem Mund zur\u00fcck, und seine Augen begannen zu leuchten. 28 Darauf antwortete einer vom Volk und sprach: &#8222;Dein Vater hat das Volk feierlich unter Eid gestellt, indem [er] sagte: &#8218;Verflucht ist der Mann, der heute Brot i\u00dft!&#8216; &#8220; (Und das Volk begann m\u00fcde zu werden.) 29 Indes sprach Jonathan: &#8222;Mein Vater hat das Land in Verruf gebracht. Seht bitte, wie leuchtend meine Augen geworden sind, weil ich dieses bi\u00dfchen Honig gekostet habe. 30 Wieviel mehr so, wenn das Volk heute nur von der Beute seiner Feinde gegessen h\u00e4tte, die es fand! Denn jetzt ist die Schlachtung an den Philistern nicht gro\u00df gewesen.&#8220;<\/p>\n<p>31 Und an jenem Tag fuhren sie fort, die Philister von Michmas bis Ajalon niederzuschlagen, und das Volk wurde sehr m\u00fcde. 32 Und das Volk begann, gierig \u00fcber die Beute herzufallen und Schafe und Rinder und K\u00e4lber zu nehmen und sie auf der Erde zu schlachten, und das Volk ging daran, das Blut mitzuessen. 33 Da teilten sie es Saul mit und sprachen: &#8222;Siehe! Das Volk s\u00fcndigt gegen Jehova, indem [es] das Blut miti\u00dft.&#8220; Darauf sagte er: &#8222;Ihr habt treulos gehandelt. Als erstes w\u00e4lzt einen gro\u00dfen Stein zu mir.&#8220; 34 Danach sprach Saul: &#8222;Zerstreut euch unter das Volk, und ihr sollt zu ihnen sagen: &#8218;Bringt heran zu mir ein jeder seinen Stier und ein jeder sein Schaf, und ihr sollt an diesem Ort schlachten und essen, und ihr sollt nicht gegen Jehova s\u00fcndigen, indem [ihr] das Blut mite\u00dft.&#8216; &#8220; Demgem\u00e4\u00df brachte alles Volk, ein jeder, seinen Stier an seiner Hand in jener Nacht herbei und schlachtete dort. 35 Und Saul baute dann Jehova einen Altar. Damit begann er mit dem Bauen eines Altars f\u00fcr Jehova.<\/p>\n<p>36 Sp\u00e4ter sprach Saul: &#8222;Wir wollen hinter den Philistern her bei Nacht hinabziehen und sie auspl\u00fcndern, bis der Morgen hell wird, und wir wollen keinen einzigen unter ihnen \u00fcbriglassen.&#8220; Darauf sagten sie: &#8222;Tu alles, was gut ist in deinen Augen.&#8220; Dann sprach der Priester: &#8222;Wir wollen uns hier dem [wahren] Gott nahen.&#8220; 37 Und Saul begann Gott zu befragen: &#8222;Soll ich hinter den Philistern her hinabziehen? Wirst du sie in die Hand Israels geben?&#8220; Und er antwortete ihm nicht an jenem Tag. 38 Da sagte Saul: &#8222;Kommt hierher, all ihr Hauptleute des Volkes, und stellt fest, und seht, auf welche Weise es heute zu dieser S\u00fcnde gekommen ist. 39 Denn so wahr Jehova lebt, der der Befreier Israels ist, sei sie sogar an Jonathan, meinem Sohn, so wird er ganz bestimmt sterben.&#8220; Aber niemand antwortete ihm aus dem ganzen Volk. 40 Und er sprach weiter zu ganz Israel: &#8222;Ihr selbst werdet auf der einen Seite sein, und ich und mein Sohn Jonathan &#8211; wir werden auf der anderen Seite sein.&#8220; Darauf sagte das Volk zu Saul: &#8222;Tu, was gut ist in deinen Augen.&#8220;<\/p>\n<p>41 Und Saul sprach dann zu Jehova: &#8222;O Gott Israels, gib doch Tummim!&#8220; Da wurden Jonathan und Saul getroffen, und das Volk seinerseits ging [frei] aus. 42 Saul sagte nun: &#8222;Werft Lose, um zwischen mir und Jonathan, meinem Sohn, zu entscheiden.&#8220; Und Jonathan wurde getroffen. 43 Dann sprach Saul zu Jonathan: &#8222;Teil mir doch mit: Was hast du getan?&#8220; Da teilte Jonathan es ihm mit und sagte: &#8222;Ich habe tats\u00e4chlich auf der Spitze des Stabes, der in meiner Hand ist, ein wenig Honig gekostet. Hier bin ich! La\u00df mich sterben!&#8220;<\/p>\n<p>44 Darauf sprach Saul: &#8222;So m\u00f6ge Gott tun und so m\u00f6ge er hinzuf\u00fcgen, wenn du nicht ganz bestimmt sterben wirst, Jonathan.&#8220; 45 Aber das Volk sagte zu Saul: &#8222;Soll Jonathan sterben, der diese gro\u00dfe Rettung in Israel bewirkt hat? Das ist undenkbar! So wahr Jehova lebt, auch nicht ein einziges Haar seines Hauptes wird zur Erde fallen; denn mit Gott hat er an diesem Tag gewirkt.&#8220; Damit erl\u00f6ste das Volk Jonathan, und er starb nicht.<\/p>\n<p>46 Da zog sich Saul davon zur\u00fcck, den Philistern zu folgen, und die Philister ihrerseits gingen an ihren Ort.<\/p>\n<p>47 Und Saul selbst \u00fcbernahm das K\u00f6nigtum \u00fcber Israel und f\u00fchrte dann ringsumher Krieg gegen alle seine Feinde, gegen Moab und gegen die S\u00f6hne Ammons und gegen Edom und gegen die K\u00f6nige von Zoba und gegen die Philister; und wohin er sich auch wandte, teilte er Verurteilung aus. 48 Und er handelte weiterhin tapfer und ging daran, Amalek niederzuschlagen und Israel aus der Hand seines Pl\u00fcnderers zu befreien.<\/p>\n<p>49 Und die S\u00f6hne Sauls nun waren Jonathan und Jischwi und Malkischua, und was die Namen seiner beiden T\u00f6chter betrifft, der Name der erstgeborenen war Merab und der Name der j\u00fcngeren Michal. 50 Und der Name der Frau Sauls war Ahinoam, die Tochter des Ahimaaz, und der Name seines Heerobersten war Abner, der Sohn Ners, der Onkel Sauls. 51 Und Kisch war der Vater Sauls, und Ner, der Vater Abners, war der Sohn Abi\u00ebls.<\/p>\n<p>52 Und der Krieg gegen die Philister war heftig alle Tage Sauls. Wenn Saul irgendeinen starken Mann oder irgendeinen Tapferen sah, so versammelte er ihn jeweils zu sich.<\/p>\n<h3>Kapitel 15<\/h3>\n<p>15 Dann sprach Samuel zu Saul: &#8222;Ich war es, den Jehova sandte, um dich zum K\u00f6nig \u00fcber sein Volk Israel zu salben, und nun h\u00f6r auf die Stimme der Worte Jehovas. 2 Dies ist, was Jehova der Heerscharen gesagt hat: &#8218;Ich will das anrechnen, was Amalek Israel angetan hat, als er sich ihm in den Weg stellte, w\u00e4hrend es aus \u00c4gypten heraufzog. 3 Jetzt geh, und du sollst Amalek niederschlagen und ihn mit allem, was er hat, der Vernichtung weihen, und du sollst kein Mitleid mit ihm haben, und du sollst sie zu Tode bringen, Mann wie Frau, Kind wie S\u00e4ugling, Stier wie Schaf, Kamel wie Esel.&#8216; &#8220; 4 Demgem\u00e4\u00df bot Saul das Volk auf und nahm seine Z\u00e4hlung in Tela\u00efm vor, zweihunderttausend Mann zu Fu\u00df und zehntausend Mann von Juda.<\/p>\n<p>5 Und dann kam Saul bis zur Stadt Amaleks und lag beim Wildbachtal im Hinterhalt. 6 Unterdessen sprach Saul zu den Kenitern: &#8222;Geht, zieht weg, geht aus der Mitte der Amalekiter hinab, damit ich dich nicht mit ihnen wegraffe. Was dich betrifft, du hast allen S\u00f6hnen Israels zu der Zeit, als sie aus \u00c4gypten heraufkamen, liebende G\u00fcte erwiesen.&#8220; Da zogen die Keniter aus der Mitte Amaleks hinweg. 7 Danach ging Saul daran, Amalek von Hawila bis nach Schur, das vor \u00c4gypten ist, niederzuschlagen. 8 Und er konnte Agag, den K\u00f6nig Amaleks, lebendig gefangennehmen, und alles andere Volk weihte er der Vernichtung mit der Sch\u00e4rfe des Schwertes. 9 Aber Saul und das Volk hatten Mitleid mit Agag und mit dem Besten des Kleinviehs und des Gro\u00dfviehs und mit den fetten [Tieren] und den Widdern und mit allem, was gut war, und sie w\u00fcnschten sie nicht der Vernichtung zu weihen. Was all die Habe betrifft, die verachtet und verworfen war, diese weihten sie der Vernichtung.<\/p>\n<p>10 Das Wort Jehovas erging nun an Samuel und lautete: 11 &#8222;Ich bedauere wirklich, da\u00df ich Saul als K\u00f6nig regieren lie\u00df, denn er hat sich davon abgewandt, mir zu folgen, und meine Worte hat er nicht ausgef\u00fchrt.&#8220; Und es betr\u00fcbte Samuel, und er schrie die ganze Nacht hindurch zu Jehova. 12 Dann machte sich Samuel fr\u00fch auf, um Saul am Morgen entgegenzugehen. Doch wurde Samuel berichtet und gesagt: &#8222;Saul ist nach Karmel gekommen, und siehe, er hat sich ein Denkmal errichtet, und er ist dann umgekehrt und ist hin\u00fcbergegangen und nach Gilgal hinabgegangen.&#8220; 13 Schlie\u00dflich kam Samuel zu Saul, und Saul begann zu ihm zu sagen: &#8222;Gesegnet bist du von Jehova. Ich habe das Wort Jehovas ausgef\u00fchrt.&#8220; 14 Samuel aber sprach: &#8222;Was bedeutet denn dieser Laut vom Kleinvieh in meinen Ohren und der Laut vom Gro\u00dfvieh, den ich h\u00f6re?&#8220; 15 Darauf sagte Saul: &#8222;Das haben sie von den Amalekitern hergebracht, denn das Volk hatte Mitleid mit dem Besten des Kleinviehs und des Gro\u00dfviehs, um es Jehova, deinem Gott, zu opfern; was aber \u00fcbrigblieb, haben wir der Vernichtung geweiht.&#8220; 16 Darauf sprach Samuel zu Saul: &#8222;Halt inne! Und ich will dir mitteilen, was Jehova letzte Nacht zu mir geredet hat.&#8220; Da sagte er zu ihm: &#8222;Rede!&#8220;<\/p>\n<p>17 Und Samuel sprach weiter: &#8222;War es nicht, als du klein warst in deinen eigenen Augen, da\u00df du [das] Haupt der St\u00e4mme Israels wurdest und Jehova dich dann zum K\u00f6nig \u00fcber Israel salbte? 18 Sp\u00e4ter sandte Jehova dich mit einem Auftrag aus und sagte: &#8218;Geh, und du sollst die S\u00fcnder, die Amalekiter, der Vernichtung weihen, und du sollst gegen sie k\u00e4mpfen, bis du sie ausgerottet haben wirst.&#8216; 19 Warum also hast du der Stimme Jehovas nicht gehorcht, sondern bist gierig \u00fcber die Beute hergefallen und hast getan, was b\u00f6se war in den Augen Jehovas?&#8220;<\/p>\n<p>20 Saul dagegen sprach zu Samuel: &#8222;Ich habe doch der Stimme Jehovas gehorcht, indem ich an den Auftrag heranging, mit dem Jehova mich aussandte, und ich brachte Agag, den K\u00f6nig von Amalek, her, aber Amalek habe ich der Vernichtung geweiht. 21 Und das Volk nahm dann von der Beute Schafe und Rinder, das Auserlesenste davon als etwas der Vernichtung Geweihtes, um es Jehova, deinem Gott, in Gilgal zu opfern.&#8220;<\/p>\n<p>22 Darauf sagte Samuel: &#8222;Hat Jehova ebensoviel Gefallen an Brandopfern und Schlachtopfern wie daran, da\u00df man der Stimme Jehovas gehorcht? Siehe! Gehorchen ist besser als Schlachtopfer, Aufmerken besser als das Fett von Widdern; 23 denn Widerspenstigkeit ist dasselbe wie die S\u00fcnde der Wahrsagerei und vermessenes Vorandr\u00e4ngen dasselbe wie [die Benutzung] unheimlicher Macht und [der] Teraphim. Weil du das Wort Jehovas verworfen hast, verwirft er daher dich, da\u00df du nicht K\u00f6nig seist.&#8220;<\/p>\n<p>24 Da sprach Saul zu Samuel: &#8222;Ich habe ges\u00fcndigt; denn ich habe den Befehl Jehovas und deine Worte \u00fcbertreten, denn ich f\u00fcrchtete das Volk und gehorchte so seiner Stimme. 25 Und nun verzeih bitte meine S\u00fcnde, und kehre mit mir um, damit ich mich vor Jehova niederwerfe.&#8220; 26 Samuel aber sagte zu Saul: &#8222;Ich werde nicht mit dir umkehren, denn du hast das Wort Jehovas verworfen, und Jehova verwirft dich, damit du nicht mehr K\u00f6nig seist \u00fcber Israel.&#8220; 27 Als Samuel sich umwandte, um zu gehen, packte er sogleich den Zipfel seines \u00e4rmellosen Obergewandes, doch er ri\u00df ab. 28 Darauf sprach Samuel zu ihm: &#8222;Jehova hat die K\u00f6nigsherrschaft Israels heute von dir abgerissen, und er wird sie bestimmt deinem Mitmenschen geben, der besser ist als du. 29 Und \u00fcberdies wird sich die Hoheit Israels nicht als falsch erweisen, und ER wird nichts bedauern, denn ER ist kein Erdenmensch, um [etwas] zu bedauern.&#8220;<\/p>\n<p>30 Darauf sagte er: &#8222;Ich habe ges\u00fcndigt. Jetzt ehre mich bitte vor den \u00e4lteren M\u00e4nnern meines Volkes und vor Israel, und kehre mit mir um, und ich werde mich gewi\u00df vor Jehova, deinem Gott, niederwerfen.&#8220; 31 Da kehrte Samuel hinter Saul um, und Saul warf sich dann vor Jehova nieder. 32 Danach sprach Samuel: &#8222;Bringt Agag, den K\u00f6nig von Amalek, zu mir her.&#8220; Dann kam Agag widerstrebend zu ihm, und Agag begann bei sich zu sagen: &#8222;Wahrlich, die bittere Erfahrung des Todes ist gewichen.&#8220; 33 Samuel aber sprach: &#8222;Wie dein Schwert Frauen der Kinder beraubt hat, ebenso wird deine Mutter am meisten der Kinder beraubt sein unter Frauen.&#8220; Damit hieb Samuel dann Agag vor Jehova in Gilgal in St\u00fccke.<\/p>\n<p>34 Nun ging Samuel seines Weges nach Rama, und Saul seinerseits ging hinauf zu seinem eigenen Haus im Gibea Sauls. 35 Und Samuel sah Saul nicht wieder bis zu seinem Todestag, denn Samuel hatte sich der Trauer um Saul hingegeben. Was Jehova betrifft, er bedauerte, da\u00df er Saul zum K\u00f6nig \u00fcber Israel gemacht hatte.<\/p>\n<h3>Kapitel 16<\/h3>\n<p>16 Schlie\u00dflich sprach Jehova zu Samuel: &#8222;Wie lange wirst du um Saul trauern, da ich ihn doch verworfen habe, da\u00df er nicht als K\u00f6nig \u00fcber Israel herrsche? F\u00fclle dein Horn mit \u00d6l und geh. Ich werde dich zu Isa\u00ef, dem Bethlehemiter, senden, denn ich habe unter seinen S\u00f6hnen einen K\u00f6nig f\u00fcr mich ausersehen.&#8220; 2 Aber Samuel sagte: &#8222;Wie kann ich gehen? Hat Saul einmal davon geh\u00f6rt, wird er mich bestimmt t\u00f6ten.&#8220; Und Jehova sprach weiter: &#8222;Eine junge Kuh von der Rinderherde solltest du mit dir nehmen, und du sollst sagen: &#8218;Um f\u00fcr Jehova zu opfern, darum bin ich gekommen.&#8216; 3 Und du sollst Isa\u00ef zum Schlachtopfer rufen; und ich meinerseits werde dich erkennen lassen, was du tun solltest, und du sollst mir den salben, den ich dir bezeichne.&#8220;<\/p>\n<p>4 Und Samuel ging daran, zu tun, was Jehova geredet hatte. Als er nach Bethlehem kam, begannen die \u00e4lteren M\u00e4nner der Stadt, als sie ihn trafen, zu zittern, und so sprachen sie: &#8222;Bedeutet dein Kommen Frieden?&#8220; 5 Darauf sagte er: &#8222;Es bedeutet Frieden. Um f\u00fcr Jehova zu opfern, darum bin ich gekommen. Heiligt euch, und ihr sollt mit mir zum Schlachtopfer kommen.&#8220; Dann heiligte er Isa\u00ef und seine S\u00f6hne, worauf er sie zum Schlachtopfer rief. 6 Und es geschah, als sie hereinkamen und er Eliab erblickte, da\u00df er sogleich sagte: &#8222;Gewi\u00df ist vor Jehova sein Gesalbter.&#8220; 7 Aber Jehova sprach zu Samuel: &#8222;Schau nicht auf sein Aussehen und auf die H\u00f6he seines Wuchses, denn ich habe ihn verworfen. Denn nicht wie der Mensch sieht, [sieht Gott,] denn der Mensch sieht das, was vor den Augen erscheint; Jehova aber, er sieht, wie das Herz ist.&#8220; 8 Dann rief Isa\u00ef Abinadab und lie\u00df ihn vor Samuel vor\u00fcbergehen, doch sagte er: &#8222;Auch diesen hat Jehova nicht erw\u00e4hlt.&#8220; 9 Als n\u00e4chsten lie\u00df Isa\u00ef Schamma vor\u00fcbergehen, aber er sprach: &#8222;Auch diesen hat Jehova nicht erw\u00e4hlt.&#8220; 10 So lie\u00df Isa\u00ef sieben seiner S\u00f6hne vor Samuel vor\u00fcbergehen; immer noch sagte Samuel zu Isa\u00ef: &#8222;Jehova hat diese nicht erw\u00e4hlt.&#8220;<\/p>\n<p>11 Schlie\u00dflich sprach Samuel zu Isa\u00ef: &#8222;Sind dies alle Knaben?&#8220; Darauf sagte er: &#8222;Der j\u00fcngste ist bis jetzt \u00fcbrig, und siehe, er weidet die Schafe.&#8220; Hierauf sprach Samuel zu Isa\u00ef: &#8222;Sende hin, und hol ihn, denn wir werden uns nicht zum Mahl setzen, bis er hierherkommt.&#8220; 12 Demzufolge sandte er hin und lie\u00df ihn kommen. Nun war er r\u00f6tlich, ein junger Mann mit sch\u00f6nen Augen und von gutem Aussehen. Dann sprach Jehova: &#8222;Steh auf, salbe ihn, denn er ist es!&#8220; 13 Daher nahm Samuel das \u00d6lhorn und salbte ihn inmitten seiner Br\u00fcder. Und der Geist Jehovas begann von jenem Tag an \u00fcber David wirksam zu sein. Sp\u00e4ter stand Samuel auf und ging seines Weges nach Rama.<\/p>\n<p>14 Und was den Geist Jehovas betrifft, er wich von Saul, und ein schlechter Geist von Jehova aus jagte ihm Schrecken ein. 15 Und die Diener Sauls begannen zu ihm zu sagen: &#8222;Hier nun jagt dir Gottes schlechter Geist Schrecken ein. 16 Unser Herr m\u00f6ge bitte deinen Knechten vor dir gebieten, da\u00df sie einen Mann suchen, der des Harfenspiels kundig ist. Und es soll geschehen, wenn Gottes schlechter Geist \u00fcber dich kommt, da\u00df er mit seiner Hand spielen soll, und es wird dir bestimmt wohl werden.&#8220; 17 Da sprach Saul zu seinen Dienern: &#8222;Seht [euch] f\u00fcr mich bitte nach einem Mann um, der gut spielen kann, und ihr sollt ihn zu mir bringen.&#8220;<\/p>\n<p>18 Und einer von den Bediensteten antwortete dann und sprach: &#8222;Siehe! Ich habe gesehen, wie ein Sohn Isa\u00efs, des Bethlehemiters, zu spielen versteht, und er ist ein tapferer, starker Mann und ein Kriegsmann und ein intelligenter Redner und ein wohlgestalteter Mann, und Jehova ist mit ihm.&#8220; 19 Dann sandte Saul Boten zu Isa\u00ef und lie\u00df sagen: &#8222;Sende doch David, deinen Sohn, der bei der Kleinviehherde ist, zu mir.&#8220; 20 Da nahm Isa\u00ef einen Esel, Brot und einen Schlauch Wein und ein Ziegenb\u00f6ckchen und sandte es durch die Hand Davids, seines Sohnes, zu Saul. 21 So kam David zu Saul und stand ihm zu Diensten; und er liebte ihn schlie\u00dflich sehr, und er wurde sein Waffentr\u00e4ger. 22 Demzufolge sandte Saul zu Isa\u00ef und lie\u00df sagen: &#8222;La\u00df bitte David mir st\u00e4ndig zu Diensten sein, denn er hat Gunst in meinen Augen gefunden.&#8220; 23 Und es geschah, wenn Gottes Geist \u00fcber Saul kam, da\u00df David die Harfe nahm und mit seiner Hand spielte; und es gab Saul Erleichterung, und es wurde ihm wohl, und der schlechte Geist wich von ihm.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kapitel 14 Und es geschah eines Tages, da\u00df Jonathan, der Sohn Sauls, dann zu dem Bediensteten, der ihm die Waffen trug, sagte: &#8222;Komm, und la\u00df uns doch zum Vorposten der Philister hin\u00fcbergehen, die dort dr\u00fcben sind.&#8220; Seinem Vater aber teilte er es nicht mit. 2 Und Saul wohnte im Randgebiet von Gibea unter dem Granatapfelbaum, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[411,23,3,2],"tags":[416,414],"class_list":["post-585","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-1-samuel","category-eigene-gedanken-zum-geschehen","category-erganzender-stoff","category-text-in-der-bibel","tag-david-als-gesellschafter-von-saul","tag-saul-verworfen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/585","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=585"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/585\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":680,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/585\/revisions\/680"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=585"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=585"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=585"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}