
{"id":566,"date":"2009-03-25T18:01:46","date_gmt":"2009-03-25T17:01:46","guid":{"rendered":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=566"},"modified":"2010-02-23T00:50:16","modified_gmt":"2010-02-22T23:50:16","slug":"ruth-1-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=566","title":{"rendered":"Ruth 1 &#8211; 4"},"content":{"rendered":"<h3>Kapitel 1<\/h3>\n<p>Nun geschah es in den Tagen, als die Richter Recht sprachen, da\u00df eine Hungersnot im Land entstand, und ein Mann zog dann von Bethlehem in Juda aus, um als Fremdling auf den Feldern Moabs zu weilen, er mit seiner Frau und seinen beiden S\u00f6hnen. 2 Und der Name des Mannes war Elimelech und der Name seiner Frau Noomi, und die Namen seiner beiden S\u00f6hne waren Machlon und Kiljon, Ephrathiter aus Bethlehem in Juda. Schlie\u00dflich kamen sie zu den Feldern Moabs und blieben dort.<\/p>\n<p>3 Nach einiger Zeit starb Elimelech, der Mann Noomis, so da\u00df sie mit ihren beiden S\u00f6hnen zur\u00fcckblieb. 4 Sp\u00e4ter nahmen sich die M\u00e4nner Ehefrauen, Moabiterinnen. Der Name der einen war Orpa und der Name der anderen Ruth. Und sie wohnten etwa zehn Jahre lang dort. 5 Im Laufe der Zeit starben auch die beiden, Machlon und Kiljon, so da\u00df die Frau ohne ihre zwei Kinder und ihren Mann zur\u00fcckblieb. 6 Und sie machte sich dann mit ihren Schwiegert\u00f6chtern auf und kehrte von den Feldern Moabs zur\u00fcck, denn sie hatte auf dem Feld von Moab geh\u00f6rt, da\u00df Jehova seinem Volk seine Aufmerksamkeit zugewandt hatte, indem er ihnen Brot gab.<\/p>\n<p>7 Und sie zog von dem Ort hinweg, wo sie gewesen war, und ihre beiden Schwiegert\u00f6chter waren bei ihr, und sie wanderten auf der Stra\u00dfe dahin, um in das Land Juda zur\u00fcckzukehren. 8 Schlie\u00dflich sprach Noomi zu ihren beiden Schwiegert\u00f6chtern: &#8222;Geht, kehrt zur\u00fcck, jede in das Haus ihrer Mutter. Jehova \u00fcbe liebende G\u00fcte euch gegen\u00fcber, so wie ihr sie den nun toten M\u00e4nnern und mir gegen\u00fcber ge\u00fcbt habt. 9 Jehova gebe euch eine Gabe, und ihr sollt einen Ruheort finden, eine jede im Haus ihres Mannes.&#8220; Dann k\u00fc\u00dfte sie sie, und sie begannen ihre Stimme zu erheben und zu weinen. 10 Und immer wieder sagten sie zu ihr: &#8222;Nein, sondern mit dir werden wir zu deinem Volk zur\u00fcckkehren.&#8220; 11 Aber Noomi sprach: &#8222;Kehrt zur\u00fcck, meine T\u00f6chter, warum solltet ihr mit mir gehen? Habe ich noch S\u00f6hne in meinem Innern, und werden sie eure M\u00e4nner werden? 12 Kehrt zur\u00fcck, meine T\u00f6chter, geht, denn ich bin zu alt geworden, um einem Mann zu eigen zu werden. Wenn ich gesagt h\u00e4tte, ich h\u00e4tte noch Hoffnung, ja heute nacht eines Mannes zu werden und auch wirklich S\u00f6hne zu geb\u00e4ren, 13 w\u00fcrdet ihr beharrlich auf sie warten, bis sie erwachsen w\u00e4ren? W\u00fcrdet ihr euch f\u00fcr sie abgeschlossen halten, so da\u00df ihr keines Mannes w\u00fcrdet? Nein, meine T\u00f6chter, denn es ist f\u00fcr mich euretwegen sehr bitter, da\u00df die Hand Jehovas gegen mich ausgegangen ist.&#8220;<\/p>\n<p>14 Darauf erhoben sie ihre Stimme und weinten noch mehr, worauf Orpa ihre Schwiegermutter k\u00fc\u00dfte. Was Ruth betrifft, sie hielt fest zu ihr. 15 Da sagte sie: &#8222;Siehe! Deine verwitwete Schw\u00e4gerin ist zu ihrem Volk und ihren G\u00f6ttern zur\u00fcckgekehrt. Kehr mit deiner verwitweten Schw\u00e4gerin zur\u00fcck.&#8220;<\/p>\n<p>16 Und Ruth sprach dann: &#8222;Dr\u00e4nge mich nicht, dich zu verlassen, davon umzukehren, dich zu begleiten; denn wohin du gehst, werde ich gehen, und wo du die Nacht verbringst, werde ich die Nacht verbringen. Dein Volk wird mein Volk sein und dein Gott mein Gott. 17 Wo du stirbst, werde ich sterben, und dort werde ich begraben werden. M\u00f6ge Jehova mir so tun und dazu hinzuf\u00fcgen, wenn irgend etwas au\u00dfer dem Tod eine Trennung zwischen mir und dir herbeif\u00fchren sollte.&#8220;<\/p>\n<p>18 Als sie schlie\u00dflich sah, da\u00df sie fest darauf beharrte, mit ihr zu gehen, da lie\u00df sie ab, ihr zuzureden. 19 Und beide gingen auf ihrem Weg weiter, bis sie nach Bethlehem kamen. Und es geschah, sobald sie nach Bethlehem kamen, da\u00df die ganze Stadt ihretwegen in Erregung geriet, und die Frauen sagten immer wieder: &#8222;Ist das Noomi?&#8220; 20 Und sie sprach jeweils zu den Frauen: &#8222;Nennt mich nicht Noomi. Nennt mich Mara, denn der Allm\u00e4chtige hat es mir sehr bitter gemacht. 21 Voll bin ich ausgezogen, und mit leeren H\u00e4nden hat Jehova mich zur\u00fcckkehren lassen. Warum solltet ihr mich Noomi nennen, wenn es Jehova ist, der mich erniedrigt hat, und der Allm\u00e4chtige, der mir Ungl\u00fcck zugef\u00fcgt hat?&#8220;<\/p>\n<p>22 So kehrte Noomi zur\u00fcck, und Ruth, die Moabiterin, ihre Schwiegertochter, war bei ihr, als sie von den Feldern Moabs zur\u00fcckkehrte, und sie kamen zu Beginn der Gerstenernte nach Bethlehem.<\/p>\n<h3>Kapitel 2<\/h3>\n<p>2 Noomi nun hatte einen Verwandten ihres Mannes, einen verm\u00f6genden Mann, aus der Familie Elimelechs, und sein Name war Boas.<\/p>\n<p>2 Nach einiger Zeit sprach Ruth, die Moabiterin, zu Noomi: &#8222;La\u00df mich bitte aufs Feld gehen und unter den \u00c4hren auflesen, hinter jemandem her, in dessen Augen ich Gunst finden mag.&#8220; Da sagte sie zu ihr: &#8222;Geh, meine Tochter.&#8220; 3 Darauf ging sie und kam hin und begann auf dem Feld hinter den Schnittern her aufzulesen. So geriet sie durch Zufall auf das Feldst\u00fcck, das Boas geh\u00f6rte, der von der Familie Elimelechs war. 4 Und siehe, Boas kam von Bethlehem her und sprach dann zu den Schnittern: &#8222;Jehova sei mit euch.&#8220; Sie ihrerseits sagten gew\u00f6hnlich zu ihm: &#8222;Jehova segne dich.&#8220;<\/p>\n<p>5 Danach sprach Boas zu dem jungen Mann, der \u00fcber die Schnitter gesetzt war: &#8222;Wem geh\u00f6rt diese junge Frau?&#8220; 6 Da antwortete der junge Mann, der \u00fcber die Schnitter gesetzt war, und sagte: &#8222;Die junge Frau ist eine Moabiterin, die mit Noomi vom Feld Moabs zur\u00fcckgekehrt ist. 7 Dann sprach sie: &#8218;La\u00df mich bitte auflesen, und ich werde bestimmt hinter den Schnittern her unter den abgeschnittenen \u00c4hren sammeln.&#8216; So kam sie und blieb von jener Zeit des Morgens an auf den F\u00fc\u00dfen bis gerade jetzt, wo sie sich eine kleine Weile im Haus hingesetzt hat.&#8220;<\/p>\n<p>8 Sp\u00e4ter sagte Boas zu Ruth: &#8222;Du hast [es] geh\u00f6rt, meine Tochter, nicht wahr? Geh nicht weg, um auf einem anderen Feld aufzulesen, und du sollst auch nicht von diesem Ort hin\u00fcbergehen, und auf diese Weise solltest du dich dicht zu meinen jungen Frauen halten. 9 Behalte das Feld im Auge, auf dem sie ernten werden, und du sollst mit ihnen gehen. Habe ich nicht den jungen M\u00e4nnern geboten, dich nicht anzutasten? Wenn du durstig bist, sollst du auch zu den Gef\u00e4\u00dfen gehen und von dem trinken, was die jungen M\u00e4nner sch\u00f6pfen werden.&#8220;<\/p>\n<p>10 Darauf fiel sie auf ihr Angesicht und beugte sich zur Erde nieder und sprach zu ihm: &#8222;Wie kommt es, da\u00df ich Gunst gefunden habe in deinen Augen, so da\u00df man mich beachtet, da ich doch eine Ausl\u00e4nderin bin?&#8220; 11 Da antwortete Boas und sagte zu ihr: &#8222;Es ist mir ein eingehender Bericht erstattet worden \u00fcber alles, was du an deiner Schwiegermutter nach dem Tod deines Mannes getan hast, und wie du darangingst, deinen Vater und deine Mutter und das Land deiner Verwandten zu verlassen und zu einem Volk zu gehen, das du fr\u00fcher nicht gekannt hattest. 12 M\u00f6ge Jehova deine Handlungsweise belohnen, und m\u00f6ge dir ein vollkommener Lohn von Jehova, dem Gott Israels, [zuteil] werden, unter dessen Fl\u00fcgeln Zuflucht zu suchen du gekommen bist.&#8220; 13 Hierzu sprach sie: &#8222;M\u00f6ge ich Gunst finden in deinen Augen, mein Herr, denn du hast mich getr\u00f6stet, und du hast deiner Magd beruhigend zugeredet, obwohl ich selbst nicht wie eine deiner M\u00e4gde sein mag.&#8220;<\/p>\n<p>14 Und zur Essenszeit sagte Boas dann zu ihr: &#8222;Tritt herzu, und du sollst etwas von dem Brot essen und dein St\u00fcck in den Essig tauchen.&#8220; Da setzte sie sich neben die Schnitter, und er hielt ihr jeweils ger\u00f6stetes Korn hin, und sie a\u00df, so da\u00df sie satt wurde und noch etwas \u00fcbrig hatte. 15 Dann stand sie auf, um aufzulesen. Boas gebot nun seinen jungen M\u00e4nnern, indem [er] sprach: &#8222;La\u00dft sie auch unter den abgeschnittenen \u00c4hren auflesen, und ihr sollt sie nicht bel\u00e4stigen. 16 Und ihr solltet dann bestimmt einige aus den \u00c4hrenb\u00fcndeln f\u00fcr sie herausziehen, und ihr sollt sie zur\u00fccklassen, damit sie sie auflesen kann, und ihr sollt sie nicht schelten.&#8220;<\/p>\n<p>17 Und sie las weiterhin auf dem Feld auf, bis zum Abend, danach schlug sie aus, was sie aufgelesen hatte, und es war etwa ein Epha Gerste. 18 Dann hob sie es auf und ging in die Stadt, und ihre Schwiegermutter bekam zu sehen, was sie aufgelesen hatte. Danach holte sie heraus, was sie, nachdem sie selbst satt geworden war, an Speise \u00fcbriggelassen hatte, und gab es ihr.<\/p>\n<p>19 Ihre Schwiegermutter sprach nun zu ihr: &#8222;Wo hast du heute aufgelesen, und wo hast du gearbeitet? Gesegnet werde der, der dich beachtet hat.&#8220; Da teilte sie ihrer Schwiegermutter mit, bei wem sie gearbeitet hatte; und sie sagte weiter: &#8222;Der Name des Mannes, bei dem ich heute gearbeitet habe, ist Boas.&#8220; 20 Darauf sprach Noomi zu ihrer Schwiegertochter: &#8222;Gesegnet sei er von Jehova, der von seiner liebenden G\u00fcte gegen\u00fcber den Lebenden und den Toten nicht abgelassen hat.&#8220; Und weiter sagte Noomi zu ihr: &#8222;Der Mann ist mit uns verwandt. Er ist einer unserer R\u00fcckk\u00e4ufer.&#8220; 21 Da sprach Ruth, die Moabiterin: &#8222;Er hat auch zu mir gesagt: &#8218;Dicht zu den jungen Leuten, die mir geh\u00f6ren, solltest du dich halten, bis sie mit der ganzen Ernte, die ich habe, zu Ende sind.&#8216; &#8220; 22 Somit sprach Noomi zu Ruth, ihrer Schwiegertochter: &#8222;Es ist besser, meine Tochter, da\u00df du mit seinen jungen Frauen ausziehst, damit man dich auf einem anderen Feld nicht bel\u00e4stigt.&#8220;<\/p>\n<p>23 Und sie hielt sich weiterhin dicht zu den jungen Frauen des Boas, um [\u00c4hren] aufzulesen, bis die Gerstenernte und die Weizenernte zu Ende waren. Und sie wohnte weiterhin bei ihrer Schwiegermutter.<\/p>\n<h3>Kapitel 3<\/h3>\n<p>3 Noomi, ihre Schwiegermutter, sprach nun zu ihr: &#8222;Meine Tochter, sollte ich dir nicht einen Ruheort suchen, damit es dir gutgeht? 2 Und nun, ist nicht Boas, mit dessen jungen Frauen du stets gewesen bist, unser Verwandter? Siehe! Er worfelt heute nacht Gerste auf der Dreschtenne. 3 Und du sollst dich waschen und dich mit \u00d6l einreiben und deine \u00dcberw\u00fcrfe anlegen und zur Dreschtenne hinabgehen. Gib dich dem Mann nicht zu erkennen, bis er mit Essen und Trinken fertig ist. 4 Und es geschehe, wenn er sich niederlegt, da\u00df du dir dann den Ort merkst, wo er sich niederlegt; und du sollst kommen und ihn zu seinen F\u00fc\u00dfen aufdecken und dich niederlegen; und er seinerseits wird dir mitteilen, was du zu tun hast.&#8220;<\/p>\n<p>5 Darauf sprach sie zu ihr: &#8222;Alles, was du zu mir sagst, werde ich tun.&#8220; 6 Und sie ging dann zur Dreschtenne hinab und tat gem\u00e4\u00df allem, was ihre Schwiegermutter ihr geboten hatte. 7 Mittlerweile a\u00df Boas und trank, und sein Herz war guter Dinge. Dann ging er hin, um sich am \u00e4u\u00dfersten Ende des Getreidehaufens niederzulegen. Darauf kam sie heimlich und deckte ihn zu seinen F\u00fc\u00dfen auf und legte sich nieder. 8 Und um Mitternacht geschah es, da\u00df der Mann zu zittern begann. Da beugte er sich vor, und siehe, eine Frau lag zu seinen F\u00fc\u00dfen! 9 Dann sagte er: &#8222;Wer bist du?&#8220; Sie ihrerseits sprach: &#8222;Ich bin Ruth, deine Sklavin, und du sollst deinen Rocksaum \u00fcber deine Sklavin ausbreiten, denn du bist ein R\u00fcckk\u00e4ufer.&#8220; 10 Darauf sagte er: &#8222;Gesegnet seist du von Jehova, meine Tochter. Du hast deine liebende G\u00fcte im letzten Fall noch besser zum Ausdruck gebracht als im ersten Fall, indem du nicht den jungen M\u00e4nnern, ob niedrig oder reich, nachgegangen bist. 11 Und nun, meine Tochter, f\u00fcrchte dich nicht. Alles, was du sagst, werde ich f\u00fcr dich tun, denn jeder im Tor meines Volkes wei\u00df, da\u00df du eine t\u00fcchtige Frau bist. 12 Und nun, obwohl ich tats\u00e4chlich ein R\u00fcckk\u00e4ufer bin, gibt es noch einen R\u00fcckk\u00e4ufer, der n\u00e4her verwandt ist als ich. 13 Verbringe diese Nacht hier, und es soll am Morgen geschehen, wenn er dich zur\u00fcckkaufen will &#8211; gut! La\u00df ihn den R\u00fcckkauf vornehmen. Aber wenn er kein Gefallen daran findet, dich zur\u00fcckzukaufen, dann will ich dich zur\u00fcckkaufen, ich selbst, so wahr Jehova lebt. Bleib bis zum Morgen liegen.&#8220;<\/p>\n<p>14 Und sie blieb zu seinen F\u00fc\u00dfen bis zum Morgen liegen und stand dann auf, ehe einer den anderen erkennen konnte. Er sprach nun: &#8222;La\u00df es nicht bekanntwerden, da\u00df eine Frau auf die Dreschtenne kam.&#8220; 15 Und er sagte weiter: &#8222;Bring den Mantel, den du anhast, und halte ihn offen her.&#8220; Da hielt sie ihn offen hin, und er ma\u00df dann sechs Ma\u00df Gerste aus und legte es ihr auf; danach ging er in die Stadt.<\/p>\n<p>16 Und sie ging ihres Weges zu ihrer Schwiegermutter, die nun sprach: &#8222;Wer bist du, meine Tochter?&#8220; Demzufolge teilte sie ihr alles mit, was der Mann ihr getan hatte. 17 Und weiter sagte sie: &#8222;Diese sechs Ma\u00df Gerste hat er mir gegeben, denn er sprach zu mir: &#8218;Komm nicht mit leeren H\u00e4nden zu deiner Schwiegermutter.&#8216; &#8220; 18 Darauf sagte sie: &#8222;Bleib sitzen, meine Tochter, bis du wei\u00dft, wie die Sache ausgeht, denn der Mann wird keine Ruhe haben, bis er die Sache heute zu Ende gebracht hat.&#8220;<\/p>\n<h3>Kapitel 4<\/h3>\n<p>4 Was Boas betrifft, er ging zum Tor hinauf und setzte sich dort hin. Und siehe, der R\u00fcckk\u00e4ufer kam vor\u00fcber, den Boas erw\u00e4hnt hatte. Da sagte er: &#8222;Bieg doch ab, setz dich doch hierher, Soundso.&#8220; Daher bog er ab und setzte sich. 2 Danach holte er zehn M\u00e4nner von den \u00e4lteren M\u00e4nnern der Stadt und sprach: &#8222;Setzt euch hierher.&#8220; Da setzten sie sich.<\/p>\n<p>3 Er sprach nun zum R\u00fcckk\u00e4ufer: &#8222;Das Feldst\u00fcck, das unserem Bruder Elimelech geh\u00f6rt hat, mu\u00df Noomi, die aus dem Feld Moabs zur\u00fcckgekehrt ist, verkaufen. 4 Was mich betrifft, so dachte ich, ich sollte es dir enth\u00fcllen, indem [ich] sage: &#8218;Kauf es vor den Bewohnern und den \u00e4lteren M\u00e4nnern meines Volkes. Wenn du es zur\u00fcckkaufen wirst, so kauf es zur\u00fcck; doch wenn du es nicht zur\u00fcckkaufen wirst, teil [es] mir doch mit, damit ich [es] wei\u00df, denn au\u00dfer dir ist niemand zum R\u00fcckkauf da, und ich bin dir am n\u00e4chsten.&#8216; &#8220; Darauf sprach er: &#8222;Ich werde es zur\u00fcckkaufen.&#8220; 5 Da sagte Boas: &#8222;An dem Tag, an dem du das Feld aus Noomis Hand kaufst, sollst du es auch von Ruth, der Moabiterin, der Frau des Verstorbenen, kaufen, um den Namen des Verstorbenen auf seinem Erbe erstehen zu lassen.&#8220; 6 Daraufhin sprach der R\u00fcckk\u00e4ufer: &#8222;Ich kann es nicht f\u00fcr mich zur\u00fcckkaufen, damit ich nicht mein eigenes Erbe verderbe. Kauf du es mit meinem R\u00fcckkaufsrecht f\u00fcr dich zur\u00fcck, denn ich kann es nicht zur\u00fcckkaufen.&#8220;<\/p>\n<p>7 Dies nun war vorzeiten der Brauch in Israel hinsichtlich des R\u00fcckkaufsrechts und hinsichtlich des Tausches, um irgendeine Sache zu best\u00e4tigen: Ein Mann mu\u00dfte seine Sandale ausziehen und sie seinem Mitmenschen geben, und dies war die Bezeugung in Israel. 8 Als somit der R\u00fcckk\u00e4ufer zu Boas sprach: &#8222;Kauf es f\u00fcr dich&#8220;, zog er dann seine Sandale aus. 9 Darauf sagte Boas zu den \u00e4lteren M\u00e4nnern und dem ganzen Volk: &#8222;Ihr seid heute Zeugen, da\u00df ich aus der Hand Noomis tats\u00e4chlich alles kaufe, was Elimelech geh\u00f6rte, und alles, was Kiljon und Machlon geh\u00f6rte. 10 Und auch Ruth, die Moabiterin, die Frau Machlons, erkaufe ich mir in der Tat zur Frau, um den Namen des Verstorbenen auf seinem Erbe erstehen zu lassen und damit der Name des Verstorbenen von den Reihen seiner Br\u00fcder und vom Tor seines Ortes nicht abgeschnitten werde. Ihr seid heute Zeugen.&#8220;<\/p>\n<p>11 Darauf sprach alles Volk, das im Tor war, und die \u00e4lteren M\u00e4nner: &#8222;Zeugen! M\u00f6ge Jehova der Frau, die in dein Haus kommt, gew\u00e4hren, wie Rahel und wie Lea zu sein, die beide das Haus Israel erbaut haben; und du, beweise deine W\u00fcrdigkeit in Ephratha, und mache dir einen beachtenswerten Namen in Bethlehem. 12 Und m\u00f6ge dein Haus wie das Haus des Perez werden, den Tamar dem Juda gebar, von der Nachkommenschaft, die Jehova dir von dieser jungen Frau geben wird.&#8220;<\/p>\n<p>13 Demgem\u00e4\u00df nahm Boas Ruth, und sie wurde seine Frau, und er hatte Beziehungen mit ihr. Da gew\u00e4hrte ihr Jehova Empf\u00e4ngnis, und sie gebar einen Sohn. 14 Und die Frauen begannen zu Noomi zu sprechen: &#8222;Gesegnet sei Jehova, der es dir heute nicht an einem R\u00fcckk\u00e4ufer hat fehlen lassen, da\u00df sein Name ausgerufen werde in Israel. 15 Und er ist ein Wiederhersteller deiner Seele und ein Ern\u00e4hrer deines Alters geworden, denn deine Schwiegertochter, die dich wirklich liebt, die f\u00fcr dich besser ist als sieben S\u00f6hne, hat ihn geboren.&#8220; 16 Und Noomi nahm dann das Kind und legte es an ihren Busen, und sie wurde seine W\u00e4rterin. 17 Dann gaben ihm die Nachbarinnen einen Namen, indem [sie] sagten: &#8222;Ein Sohn ist der Noomi geboren worden.&#8220; Und sie gaben ihm nun den Namen Obed. Er ist der Vater Isa\u00efs, des Vaters Davids.<\/p>\n<p>18 Dies nun sind die Generationen des Perez: Perez wurde der Vater Hezrons; 19 und Hezron wurde der Vater Rams; und Ram wurde der Vater Amminadabs; 20 und Amminadab wurde der Vater Nachschons; und Nachschon wurde der Vater Salmons; 21 und Salmon wurde der Vater des Boas; und Boas wurde der Vater Obeds; 22 und Obed wurde der Vater Isa\u00efs; und Isa\u00ef wurde der Vater Davids.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kapitel 1 Nun geschah es in den Tagen, als die Richter Recht sprachen, da\u00df eine Hungersnot im Land entstand, und ein Mann zog dann von Bethlehem in Juda aus, um als Fremdling auf den Feldern Moabs zu weilen, er mit seiner Frau und seinen beiden S\u00f6hnen. 2 Und der Name des Mannes war Elimelech und [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[411,23,3,410,2],"tags":[],"class_list":["post-566","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-1-samuel","category-eigene-gedanken-zum-geschehen","category-erganzender-stoff","category-ruth","category-text-in-der-bibel"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/566","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=566"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/566\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1505,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/566\/revisions\/1505"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=566"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=566"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=566"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}