
{"id":3620,"date":"2013-07-24T20:22:18","date_gmt":"2013-07-24T19:22:18","guid":{"rendered":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=3620"},"modified":"2013-07-25T09:28:18","modified_gmt":"2013-07-25T08:28:18","slug":"die-angst-uberwinden-indem-ich-sie-zulasse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=3620","title":{"rendered":"Die Angst \u00fcberwinden &#8211; indem ich sie zulasse"},"content":{"rendered":"<p><strong>Gedanken zu Jesaja 45<\/strong>:<\/p>\n<p>Da spricht Jehova ein wichtiges Thema an: wir Menschen neigen dazu, auch mit unserem Gott zu hadern, wenn es nicht so l\u00e4uft, wie wir es uns gedacht haben oder w\u00fcnschen!<\/p>\n<p>In Vers 9 sagt er von uns: \u201cWehe dem, der mit deinem Sch\u00f6pfer hadert und ihn fragt, \u2018was tust du?\u2019\u201d. Davor erz\u00e4hlt er, was er alles f\u00fcr sein Volk tun wird, und wir lesen in der Bibel st\u00e4ndig davon, dass er diejenigen besch\u00fctzt, die treu zu ihm halten. Wir haben ja bereits im vergangenen Jahr l\u00e4nger dar\u00fcber nachgedacht, dass wir nicht immer \u201cauf der sicheren Seite\u201d mit unserem Gott sind und auch Beispiele aufgef\u00fchrt, die das Gegenteil bezeugen.<\/p>\n<p>Aber nun kommen wir zu einem Problem, das ich pers\u00f6nlich schon seit einer geraumen Weile habe: ich weiss um all die Verhei\u00dfungen, die uns Jehova in seinem Wort gibt und ich weiss und bin \u00fcberzeugt davon, dass er dies auch kann und tut. Aber aufgrund der vielen schlimmen Dinge, die in den vergangenen Jahren bei uns passiert sind, habe ich die Zuversicht verloren, dass er dies auch bei uns tun will. Da ich aber nicht mit meinem Gott hadern will, schlucke ich dies herunter und dies macht sich dann darin Luft, dass ich nicht \u00fcber meine Angst hinausgehe.<\/p>\n<p>Erst Anfang der Woche fragte mich eine \u201calte\u201d Freundin, wie es bei mir zu so einem R\u00fcckfall in die Phobie kommen konnte, hatte ich doch Ende 2000 meine Angst so toll besiegt, dass ich sogar nach Holland oder an die Ostsee gefahren bin und mit einem Wochenendticket ganz allein vom Harz nach Iserlohn. Selbst die ersten Jahre hier in Berlin waren super toll, wir waren laufend unterwegs, sogar bis nach Potsdam, Belitz oder zum Wildtierpark bei Zoosen. Und nun komme ich nicht mal um den See oder wenn, dann unter sehr gro\u00dfen Schwierigkeiten. Die Schwester, mit der ich gestern unten am See war, fragte, wie das seinerzeit bei mir angefangen hatte mit der Phobie und warum es jetzt nicht mehr klappt. Sie hat sogar mit mir auf der Bank gebetet \u2013 dennoch hat es fast die ganzen zwei Stunden gebraucht, bis der unwiderstehliche Drang zum Weglaufen nachliess.<\/p>\n<p>Ich versuchte, ihr zu erkl\u00e4ren, dass ich sehr wohl \u00fcberzeugt bin, dass Jehova helfen kann und es auch tut, aber nicht mehr glaube, dass er das bei mir will. Das war etwas kompliziert, da Lucy nicht so gut Deutsch spricht und ich nicht so gut Englisch, dass ich solche Dinge in ihrer Sprache formulieren k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Heute habe ich mir zwei Ansprachen von Joyce Meyer angeh\u00f6rt und die Quintesenz war:<\/p>\n<blockquote><p>Der einzige Weg die Angst zu \u00fcberwinden \u2013 ist, es mit Angst zu tun<\/p>\n<p>Erlaube deiner Angst nicht, dein Leben zu manipulieren und einzuschr\u00e4nken. Lass dich durch die Angst nicht davon abhalten, Dinge zu tun, die du tun willst oder die richtig sind.<\/p>\n<p>(<em><strong>\u201c<a href=\"http:\/\/www.joyce-meyer.de\/fuer-jeden-tag\/tv-onlinesendung\/onlinesendung\/vidary\/Video\/watch\/570\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Die Schmerzen der Gef\u00fchle \u00fcberwinden<\/a>\u201d<\/strong><\/em> und <em><strong><a href=\"http:\/\/www.joyce-meyer.de\/fuer-jeden-tag\/tv-onlinesendung\/onlinesendung\/vidary\/Video\/watch\/660\/\" target=\"_blank\">\u201cBeherrsche deine Gef\u00fchle\u201d<\/a><\/strong><\/em>)<\/p><\/blockquote>\n<p>Langsam stehe ich wieder unter Zeitdruck, denn bereits in der Besuchswoche im Mai konnten wir nicht so mitmachen, wie wir wollten \u2013 wegen der doofen Phobie \u2013 und der n\u00e4chste Besuch kommt bereits Anfang August und dann noch mal Mitte bis Ende August. Diesmal wollen wir nicht wieder hier allein am See die Leute ansprechen, sondern mit dem Team in den Mauerpark gehen. Denn die opfern alle ihren Urlaub und kommen von weit her, um unsere Gruppe zu unterst\u00fctzen. Und ich kann nicht einmal die kleine Distanz bis zum Mauerpark \u00fcberwinden.<\/p>\n<p>Aber ich merke auch, dass ich mich selbst immer mehr unter Druck setze und dieser Druck mir Kraft raubt und mir das Gef\u00fchl gibt, ich w\u00fcrde es nie schaffen ;-(<\/p>\n<p>Warum kann ich nur nicht weiterhin so freudig und offenherzig auf meinen Gott vertrauen, wie ich es noch bis vor gut 2 Jahren getan habe? Liegt es wirklich an dem, was er zugelassen hat und dass ich dies eine niemals von IHM gedacht h\u00e4tte? Mache ich mit meiner \u201cWeigerung\u201d, \u00fcber die Angst hinauszugehen \u2013 also es trotzdem zu tun, trotz und mit der Angst \u2013 Jehova Vorw\u00fcrfe dar\u00fcber, was er getan (oder hier in meinem Fall \u201cnicht getan\u201d) hat?<\/p>\n<p>Versuche ich den Vorwurf zu umgehen, indem ich ihn nicht ausspreche und mich weigere, dar\u00fcber nachzudenken \u2013 und macht es sich dann wirlich in dieser Form Luft?<\/p>\n<p>Als ich am Wochenende auf der Suche nach einigen Traktaten und Brosch\u00fcren war, die wir in den Besuchswochen im August verwenden k\u00f6nnten, bin ich auch \u00fcber eine ganz besondere gestolpert, sie hie\u00df: <em><strong>\u201cVon mir aus ist diese Sache geschehen\u201d <\/strong><\/em>und geht auf das Gute ein, das ja auch durch solche Erfahrungen bewirkt wird.<\/p>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td rowspan=\"3\"><a title=\"Von Mir aus ist diese Sache geschehen\" href=\"http:\/\/www.vdhs.com\/pic.php?file_id=773\" rel=\"lightbox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.vdhs.com\/pic.php?file_id=773&amp;s=150\" width=\"173\" height=\"246\" border=\"0\" \/><\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\"><a href=\"http:\/\/www.vdhs.com\/file.php?file_id=774\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\"><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.vdhs.com\/images\/file_ext\/16\/pdf.gif\" border=\"0\" \/> PDF-Vorschau<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>in dem Buch <a href=\"http:\/\/www.vdhs.com\/file.php?file_id=683\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\"><em><strong>\u201cLege deine Nerven in Gottes Hand\u201d<\/strong><\/em><\/a> geht der christliche Nervenarzt darauf ein, dass oftmals Egoismus die Wurzel f\u00fcr unsere Probleme ist: So ist ein Mensch, der sich selbst st\u00e4ndig beobachtet, ob nicht Schlimmes mit ihm und seinem K\u00f6rper passiert, st\u00e4ndig mit sich selbst besch\u00e4ftigt und sieht daher nicht das, was um ihn herum passiert und viel wichtiger ist. Denn solche Personen \u2013 ich z\u00e4hle mich schamvoll dazu \u2013 sind in der Regel pumperlgesund und das bin ich auch, wenn man von der Arthrose absieht, die meine ganzen Gelenke befallen hat. Aber nicht sie plagt mich so sehr, sondern die meisten Schmerzen sind Verspannungsschmerzen \u2013 aufgrund anhaltender Spannung und Besorgnis. Auch Personen, die st\u00e4ndig w\u00fctend und gereizt sind, haben das Problem, dass sie sich selbst und ihr eigenes Befinden viel zu wichtig nehmen.<\/p>\n<p>In der einen Ansprache von Joyce Meyer vorhin sagte sie etwas \u00c4hnliches, wie Thom: wir denken viel zu viel dar\u00fcber nach, was wir tun, anstatt es zu tun. Es steht uns nicht zu, morgens beim Aufwachen zu sagen \u201cich bin noch m\u00fcde, ich bleibe liegen\u201d \u2013 wenn wir einem Beruf nachgehen. Und es kann auch nicht angehen, dass ich st\u00e4ndig sage \u201cwir k\u00f6nnen da nicht mitmachen, weil es mir nicht gut geht und ich Angst habe\u201d, denn ich entscheide dann f\u00fcr meinen Mann mit und im Mai auch f\u00fcr die ganze Gruppe, die sich dann zum Nachteil aller anderen gen\u00f6tigt sah, den Ansprechdienst hier an den See zu verlegen. Das ist sehr egoistisch und ich habe ehrlich gesagt noch nie dar\u00fcber so richtig nachgedacht.<\/p>\n<p>Auch gestern mit Lucy \u2013 sie w\u00e4re gern mit mir um den See geschlendert, mal hier und mal dort eine kurze Rast. Und was hat sie bekommen? Auf der ersten Bank war Schlu\u00df. Gut, sie war es, die die Bank vorgeschlagen hatte und es h\u00e4tte vielleicht eher ganz rum geklappt, wenn wir durchgegangen w\u00e4ren \u2013 so wie ich es dann mit Thom mache. Aber eigentlich ist es Bl\u00f6dsinn, ich h\u00e4tte nur einfach gehen m\u00fcssen. Ich w\u00e4re ganz bestimmt nicht tot umgekippt und wenn ich mich dabei unwohl gef\u00fchlt h\u00e4tte, dann w\u00e4re es mein Problem gewesen. So habe ich es aber zu ihrem Problem gemacht und das war nicht fair.<\/p>\n<p>Ein Punkt, den mir meine Tochter heute vorwirft \u2013 sie hatte wegen mir und meiner bl\u00f6den Panik wirklich auf vieles verzichten m\u00fcssen und am Anfang hier in Berlin habe ich mich gesch\u00e4mt, dass ich all die Dinge mit meinem Mann und der Stieftochter unternommen habe, auf die sie seinerzeit verzichten musste, weil es nicht ging. Ich hatte Angst!<\/p>\n<p>In mehreren Ansprachen von Joyce Meyer habe ich die Geschichte einer Frau geh\u00f6rt, die Zeit ihres Lebens ihre Wohnung nicht verlie\u00df und sich bei einer Freundin dar\u00fcber ausheulte, wie arm dran sie doch sei, so zu bedauern. Die Freundin h\u00f6rte sich das an und fragte dann: \u201cWarum tust du es denn nicht?\u201d, \u201cweil ich Angst habe\u201d. \u201cWenn das so ist\u201d, \u00fcberlegte die Freundin, \u201cwarum tust du es dann nicht mit der Angst?\u201d<\/p>\n<p>Ja, warum tue ich es nicht? Weil ich das Gef\u00fchl der Angst nicht haben will. Es ist zu schmerzhaft f\u00fcr mich und f\u00fchlt sich f\u00fcr mich zu bedrohlich an. Aber es ist weder gef\u00e4hrlich, noch bedrohlich und wenn ich meinen Verstand einschalten w\u00fcrde, dann m\u00fcsste ich mich eigentlich selbst ohrfeigen \u2013 denn ich wei\u00df es aus Erfahrung. Seit Ende 2000 ist es nicht mehr nur etwas, was mir \u00c4rzte und Psychologen sagen, sondern ich habe es selbst erlebt: die Angst tut mir nichts und wenn ich mich darauf einlasse, dann geht sie von selbst wieder weg. Der beste Trick war schon immer: mutig der Angst entgegen zu gehen und sie herauszufordern. Denn das mag sie \u00fcberhaupt nicht und verschwindet in der Regel. Aber weil ich in der letzten Zeit so viele schmerzhafte Erfahrungen damit gemacht habe, weigere ich mich wohl innerlich, den richtigen und so wichtigen Schritt zu tun. Auf Kosten meiner Umwelt.<\/p>\n<p>Statt dessen bin ich entt\u00e4uscht von meinem Gott, dass er mich so h\u00e4ngen l\u00e4sst, wie es sich f\u00fcr mich anf\u00fchlt und dass er all die schlimmen Dinge zugelassen hat. Dabei liegt es jetzt ganz allein an mir. Niemand kann mir das abnehmen, ich muss es ganz allein tun. Jehova sichert mir in seinem Wort zu, dass er mich nicht allein lassen wird und dass er es nur soweit zulassen wird, wie ich es auch ertragen kann. Aber er fordert mich auf, den Schritt zu tun Wieder ein Gedanke, den ich aus den verschiedensten Ansprachen kenne, sei es von Bayless Conley, John Angelina oder Johannes Harl. Alle sagen das selbe: du musst schon den Schritt tun, das kann dir niemand abnehmen!<\/p>\n<p>Dies wird auch sehr anschaulich in der neuesten Ansprache von Joyce Meyer gezeigt, wo sie den \u201cFels\u201d wegrollt \u2013 <a href=\"http:\/\/www.joyce-meyer.de\/fuer-jeden-tag\/tv-onlinesendung\/onlinesendung\/vidary\/Video\/watch\/51\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\"><em><strong>\u201cRollt den Stein beiseite\u201d<\/strong><\/em><\/a><\/p>\n<p>Wie kann ich mich bei Jehova dar\u00fcber beschweren, dass ich aus dem Loch nicht herauskomme, wenn ich selbst nicht bereit bin, den entscheidenen Schritt zu tun? Wie haben wir heute geh\u00f6rt? <em><strong>\u201cDer einzige Weg aus der Angst heraus ist es, es mit der Angst zu tun\u201d<\/strong><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gedanken zu Jesaja 45: Da spricht Jehova ein wichtiges Thema an: wir Menschen neigen dazu, auch mit unserem Gott zu hadern, wenn es nicht so l\u00e4uft, wie wir es uns gedacht haben oder w\u00fcnschen! In Vers 9 sagt er von uns: \u201cWehe dem, der mit deinem Sch\u00f6pfer hadert und ihn fragt, \u2018was tust du?\u2019\u201d. 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