
{"id":3339,"date":"2013-04-20T19:08:12","date_gmt":"2013-04-20T18:08:12","guid":{"rendered":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=3339"},"modified":"2013-04-20T19:08:12","modified_gmt":"2013-04-20T18:08:12","slug":"davids-schule-als-konig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=3339","title":{"rendered":"Davids Schule als K\u00f6nig"},"content":{"rendered":"<p><strong><a>2. Samuel 1<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.bibelkommentare.de\/images\/book_small.gif\" border=\"0\" \/><\/a>.<\/strong><\/p>\n<p>David hatte sich nach seiner R\u00fcckkehr von dem Beutezug zwei Tage in Ziklag aufgehalten ehe er Kunde vom Tode Sauls erhielt. Denn es war am &#8222;dritten Tage&#8220;, da\u00df ihm dieses Ereignis und die n\u00e4heren Umst\u00e4nde von einem Amalekiter berichtet wurden, welcher sprach: &#8222;Ich trat zu ihm hin und t\u00f6tete ihn, denn ich wu\u00dfte, da\u00df er seinen Fall nicht \u00fcberleben w\u00fcrde. Und ich nahm das Diadem, das auf seinem Haupte, und die Armspange, die an seinem Arme war, und habe sie zu meinem Herrn hierher gebracht.&#8220; Aber wie nimmt David diese Kunde und die Troph\u00e4en auf? Er &#8222;fa\u00dfte seine Kleider und zerri\u00df sie &#8230; Und sie klagten und weinten und fasteten bis an den Abend&#8220;, Und was den \u00dcberbringer betrifft, &#8211; David befahl seine sofortige Hinrichtung. Wenn Gottes Gericht sein Volk trifft, mag das Gericht auch noch so verdient und von den Getreuen vorausgesagt sein, so ist es f\u00fcr die Frommen doch immer eine ernste und ergreifende Sache. Kein wahrer David konnte in einem solchen Augenblick an den Vorteil denken, der aus dem Geschehen f\u00fcr ihn erwachsen mochte. Die Seele versucht vielmehr, den Grund des g\u00f6ttlichen Eingreifens zu ermessen, und das Gef\u00fchl, da\u00df Gott handelt, bringt das eigene Ich zum Schweigen. Wie viele und schwere St\u00fcrme hatten Davids Geist in jenen drei Tagen ge\u00fcbt! Er hatte nicht nur die besondere Barmherzigkeit des Herrn sich selber gegen\u00fcber erfahren, sondern er wird nun mit diesem einzigartigen Gericht bekanntgemacht, das ihn in der Verbindung mit Israel so stark besch\u00e4ftigt, da\u00df er im Augenblick dessen Bedeutung f\u00fcr seine eigene Stellung \u00fcbersieht. \u00fcberdies konnte er es nicht zulassen, da\u00df der Amalekiter, der die Nachricht \u00fcberbracht hatte, weiterleben sollte. Denn er bewies seinen Anspruch auf den Thron gerade in seinem unnachgiebigen Kampf gegen die Amalekiter, im Gegensatz zu Saul, dessen K\u00f6nigtum von Jehova verworfen wurde, weil er Amalek verschont hatte (<a>1. Sam 15<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.bibelkommentare.de\/images\/book_small.gif\" border=\"0\" \/><\/a>), und der nun, unter Gottes unfehlbarer Vergeltung, durch einen Amalekiter get\u00f6tet und seines k\u00f6niglichen Schmucks beraubt worden war, Es stand daher in \u00dcbereinstimmung mit Gottes Wegen und Willen, da\u00df David sein Anrecht auf den Thron durch unbeugsame Rache an Amalek beweisen sollte. Zweifellos f\u00fchrte der Herr in Seiner Gnade eine solche Erbitterung Davids gegen den Feind Israels schon herbei, bevor David den Thron erreichte, indem Er den Amalekitern gestattete, David an der empfindlichsten Stelle zu verletzen. Treuer Gott, dies ist oftmals Deine gn\u00e4dige Handlungsweise<\/p>\n<p><strong><a>2. Samuel 2<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.bibelkommentare.de\/images\/book_small.gif\" border=\"0\" \/><\/a>.<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr die gottselige Seele ergibt sich stets ein neues Verlangen nach Gottes Rat und F\u00fchrung, wenn Schwierigkeiten oder Widerst\u00e4nde hinwegger\u00e4umt werden, denn die Seele bedarf dann der Anweisung, wie die gegebenen Vorteile richtig zu n\u00fctzen sind. Wenn es an Urteilskraft mangelt, kann oft gro\u00dfer Verlust entstehen. David befragte daher &#8222;Jehova und sprach: Soll ich in eine der St\u00e4dte Judas hinaufziehen?<\/p>\n<p>Und Jehova sprach zu ihm: Ziehe hinauf. Und David sprach: Wohin soll ich hinaufziehen: Und er sprach: Nach Hebron.&#8220; Welche einfache, gl\u00fcckliche und lehrreiche Abh\u00e4ngigkeit! Wie anders ist seine Verfassung, wo er jetzt Ziklag verl\u00e4\u00dft, gegen\u00fcber der Verfassung, in der er es damals betrat! Wie gesegnet ist die Frucht der g\u00f6ttlichen Zucht, die er nun genie\u00dft als er hinaufzieht nach Hebron, geleitet und aufrechterhalten durch die klare Anweisung Gottes! Welche Kraft und Schlichtheit kennzeichnen den Wandel des Mannes, der sich auf die Anweisungen Gottes st\u00fctzt! David zieht nach Hebron, und &#8222;auch seine M\u00e4nner, die bei ihm waren, hie\u00df David hinaufzuziehen, einen jeden mit seinem Hause&#8220;. Wenn mein Vertrauen auf Gott durch die alte Natur nicht behindert ist, so umfa\u00dft es alle Dinge, die mich betreffen. Ich erkenne, da\u00df Gottes Anteilnahme an mir alle meine Bed\u00fcrfnisse umfassen mu\u00df, sonst w\u00e4re sie nicht v\u00f6llige F\u00fcrsorge.<\/p>\n<p>Wenn kein Haar von meinem Haupte ohne Ihn zur Erde fallen kann, so ist es f\u00fcr den Glauben offenbar, da\u00df alles was mich betrifft, nun in Seiner Hand ruht. Von diesem Standpunkt aus handelnd, nahm David alle seine M\u00e4nner mit, und jeder Mann sein Haus. Nichts Geringeres h\u00e4tte dem Vertrauen auf Gottes Wort entsprochen, das zu ihm gesagt hatte: &#8222;Ziehe hinauf nach Hebron.&#8220; Wenn wir in Glauben und Abh\u00e4ngigkeit beginnen, so wird jeder Umstand unseren Glauben sowohl wie die Weisheit unseres Weges best\u00e4tigen. So finden wir auch in Vers 4, da\u00df &#8222;die M\u00e4nner von Juda kamen und salbten daselbst David zum K\u00f6nig \u00fcber das Haus Juda&#8220;.<\/p>\n<p>Obwohl David nun in die k\u00f6nigliche W\u00fcrde eingesetzt war, entsprach doch diese Stellung bei weitem nicht derjenigen, zu der er auserw\u00e4hlt und von Samuel gesalbt worden war. Sieben weitere Jahre und sechs Monate mu\u00dften vergehen, ehe die ganze Nation ihn als K\u00f6nig anerkennen sollte (Vers 11).<\/p>\n<p>Auch sollte der &#8222;Streit&#8220; noch lang sein &#8222;zwischen dem Hause Sauls und dem Hause Davids&#8220;, obwohl David &#8222;immerfort st\u00e4rker wurde&#8220;. Mit wie langsamen und gemessenen Schritten f\u00fchrt der Herr Seine Knechte an ihren festgesetzten Platz! Der Platz wird zweifellos in dieser Welt nie ganz erreicht, denn obwohl Paulus sagen kann: Dies eine tue ich&#8220;, so mu\u00df er doch bekennen, da\u00df er jene gewisse Stellung noch nicht er griffen hat, die er in der Herrlichkeit einnehmen wird.\u00a0 je mehr er sich aber danach ausstreckte, je besser erf\u00fcllte er seine Berufung und seinen Dienst. Wie oft wird der Knecht Gottes, wie einst David, f\u00fcr eine Zeit nach Hebron versetzt, das hei\u00dft -, nur in die teilweise Aus\u00fcbung des f\u00fcr ihn vorausbestimmten Dienstes eingef\u00fchrt, und wie notwendig ist dies, um in ihm die richtigen Eigenschaften hervorzurufen. Wir m\u00f6gen vor Feindschaft zur\u00fcckschrecken, aber wenn keine vorhanden w\u00e4re, w\u00fcrden wir nie die Ausfl\u00fcsse der Gnade schmecken, die uns durch den Heiligen Geist mitgeteilt wird. David werden nun viele Gelegenheiten geboten, seine Bef\u00e4higung f\u00fcr die erw\u00fcnschte Stellung zu beweisen, die er nie gehabt oder wohl nie gen\u00fctzt h\u00e4tte, wenn er sogleich den Thron \u00fcber ganz Israel eingenommen h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Seine erste Handlung ist, eine Botschaft der Anerkennung und Ermutigung an die M\u00e4nner von Jabes-Gilead zu senden, die sich zu Saul bekannt hatten. Dies war gro\u00dfe Gnade und die wahre W\u00fcrde eines Mannes der Macht, der zum F\u00fchren und Herrschen bef\u00e4higt war. Der Thron wird durch Gerechtigkeit befestigt, und der, der nicht unparteiisches Recht sprechen kann, kann nicht nach g\u00f6ttlichen Gedanken regieren. Ein Christ wandelt in Gerechtigkeit und Liebe, indem er allen Anspr\u00fcchen aus beidem gerecht und voll Gen\u00fcge leistet, und die Schwachen und Leidenden mit dem Ben\u00f6tigten versorgt. David kann selbst einem Feinde das verdiente Lob geben, und dies befestigt das Gewicht seiner moralischen Stellung. Obwohl er auch durch Entt\u00e4uschungen und Irrt\u00fcmer geht, wird er doch st\u00e4rker und st\u00e4rker und lernt dabei w\u00e4hrend der ganzen Zeit seine wahre Laufbahn vor Gott zu beschreiten.<\/p>\n<p><strong><a>2. Samuel 3<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.bibelkommentare.de\/images\/book_small.gif\" border=\"0\" \/><\/a>.<\/strong><\/p>\n<p>Abner wendet sich im Zorn vom Hause Sauls ab (V. 9 ff) und wirbt um David, der sich bereitfindet, mit ihm ein B\u00fcndnis zu schlie\u00dfen unter der Bedingung, da\u00df er ihm sein Weib Michal, Sauls Tochter, ausliefere. Es ist schwer, Davids Beweggrund f\u00fcr diese Forderung zu verstehen. Was auch der Grund war, diese Handlung brachte keinem von beiden Ehre ein. Wenn die Herausgabe der Michal f\u00fcr Davids Natur eine Genugtuung war, so mu\u00df der niedere Meuchelmord Joabs an Abner ein bitterer R\u00fcckschlag f\u00fcr ihn gewesen sein. Gerade, als er auf diesen Mann der Tapferkeit gerechnet haben mochte als das vorausbestimmte Werkzeug, um das erw\u00fcnschte Ziel zu erreichen, wird Abner niedergestreckt. Ein tiefer Weg der Zucht lag f\u00fcr ihn in diesem traurigen Ereignis. Kein Wunder, da\u00df er um Abner wehklagte. In seiner Klage bekannte er seinen eigenen abh\u00e4ngigen Zustand. Er mu\u00df es empfunden haben, welch ein furchtbarer Fleck auf seiner Regierung dadurch lastete, da\u00df das Schwert seines eigenen Heerobersten auf diese Weise seine gerechte Herrschaft durchkreuzt hatte. Er mu\u00dfte aber lernen, auf niemanden seine Hoffnungen zu setzen. Und selbst dieses Ereignis wendete der Herr am Ende zu seinem Nutzen. Denn das Volk nahm Kenntnis von seiner gro\u00dfen Trauer und empfand Wohlgefallen daran. Was Menschen als ein gro\u00dfes Ungl\u00fcck hinstellen w\u00fcrden, kann Gott zugunsten Seines Knechtes in das Gegenteil verwandeln, David mochte mit Recht sagen: Ich aber bin heute schwach, obschon zum K\u00f6nig gesalbt&#8220;. Diese Dem\u00fctigung aber ging nur der Erh\u00f6hung voran. Wir m\u00fcssen unser Bed\u00fcrfnis nach Gottes Hilfe empfinden und kennen, ehe Er uns \u00f6ffentlich helfen kann.<\/p>\n<p><strong><a>2. Samuel 4<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.bibelkommentare.de\/images\/book_small.gif\" border=\"0\" \/><\/a>. <\/strong><\/p>\n<p>Diese Begebenheit, vom menschlichen Gesichtspunkt aus ein so gro\u00dfes Mi\u00dfgeschick, diente letztlich dazu, das Haus Sauls in bemerkenswerter Weise zu schw\u00e4chen, denn Isboseth wird von zweien seiner Obersten get\u00f6tet. Dadurch wird Davids Rivale hinweggetan, ohne da\u00df irgendwelche Schuld auf David f\u00e4llt, was nicht so gewesen w\u00e4re, wenn die Tat mit Hilfe von Abners Schwert ausgef\u00fchrt worden w\u00e4re. O, w\u00fcrden wir nur dem Herrn vertrauen, so w\u00fcrden wir sehen, da\u00df die Dinge, die wir mit unserer schwachen Urteilskraft als uns entgegenstehend betrachten, von Ihm durchaus f\u00fcr uns angeordnet wurden. Der vor Gott gedem\u00fctigte und auf Ihn wartende David handelt in diesem Fall des t\u00fcckischen Mordes so, wie es ihm geziemte, indem er das gerechte Todesurteil die Schuldigen treffen l\u00e4\u00dft und die nun entstandene Lage aus der Hand des Herrn annimmt. Denn das letzte Hindernis zu seiner Anerkennung als K\u00f6nig Israels war nun hinwegger\u00e4umt.<\/p>\n<p><strong><a>2. Samuel 5<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.bibelkommentare.de\/images\/book_small.gif\" border=\"0\" \/><\/a>. <\/strong><\/p>\n<p>&#8222;Und alle St\u00e4mme Israels kamen zu David nach Hebron &#8230; und der K\u00f6nig David machte einen Bund mit ihnen zu Hebron, vor Jehova; und sie salbten David zum K\u00f6nig \u00fcber Israel&#8220;. In <a>1. Chr 12,38<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.bibelkommentare.de\/images\/book_small.gif\" border=\"0\" \/><\/a> werden uns der Charakter und die Eigenschaften der Menge des Volkes Israel dargestellt, die sich in Hebron versammelte, um ihn als K\u00f6nig anzuerkennen: &#8222;Alle diese Kriegsleute, die sich in Schlachtreihen ordneten, kamen mit ungeteiltem Herzen nach Hebron, um David zum K\u00f6nig \u00fcber ganz Israel zu machen. Und auch alle \u00fcbrigen in Israel waren eines Herzens, David zum K\u00f6nig zu machen.&#8220;<\/p>\n<p>So hat dieser vielgepr\u00fcfte Knecht nach einem Zwischenraum von ungef\u00e4hr einundzwanzig Jahren seinen verhei\u00dfenen Platz eingenommen. Die Schritte zu diesem Ziele hin waren nur langsam gewesen. Tief und mancherlei Art war seine Zubereitung f\u00fcr diesen Platz. Nicht der geringste Teil dieser Zucht fiel in die Zeit der letzten siebeneinhalb Jahre, in denen er nur im teilweisen Besitz des K\u00f6nigtums war. Nun, wo er das Ziel erreicht hat, wollen wir festzustellen suchen, wie er den Platz ausf\u00fcllt. Dabei m\u00fcssen wir immer daran denken, da\u00df seine Unterweisung weiter fortgesetzt wird, jetzt zwar unter anderen Umst\u00e4nden.<\/p>\n<p><strong><a>2. Samuel 6<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.bibelkommentare.de\/images\/book_small.gif\" border=\"0\" \/><\/a>.<\/strong><\/p>\n<p>Die erste uns berichtete Handlung Davids, nachdem er auf den Thron erhoben ist, ist sein Versuch, die Lade Gottes zur\u00fcckzubringen. Ein aufrichtiger und Gott gem\u00e4\u00dfer Wunsch, denn dem Herrn die Erstlinge unseres Gutes zu bringen ist die nat\u00fcrliche Handlungsweise der Seele, die die Segnungen bewu\u00dft aus Gottes Hand empf\u00e4ngt. Aber wie oft verderben wir die Ausf\u00fchrung unserer besten Absichten infolge des Einflusses unserer Umgebung. Sie, mit der wir Gemeinschaft haben, entspricht aber stets unserem eigenen praktischen Zustand. Davids Geist w\u00fcnscht, die Lade Gottes heraufzubringen, &#8222;denn wir haben sie in den Tagen Sauls nicht befragt&#8220;. Indem er aber zweifellos zu jener Zeit mit den Heeresobersten stark in Anspruch genommen ist, die f\u00fcr ihn das Mittel gewesen waren den Thron zu erreichen, befragt er diese \u00fcber die R\u00fcckf\u00fchrung der Lade, statt sich an Jehova zu wenden. Die Folge ist, wie es stets so sein wird, da\u00df ein menschlich erdachter Plan zur Ausf\u00fchrung kommen soll. Ein von Rindern gezogener Wagen wird f\u00fcr die \u00dcberf\u00fchrung bestimmt, statt die Lade nach g\u00f6ttlicher Anweisung von Leviten tragen zu lassen. Was konnte aus dieser Handlungsweise anderes erwachsen als Gericht in der Offenbarung der Heiligkeit Gottes? Ussa wird get\u00f6tet, ein Schlag f\u00fcr David, der ihn daran erinnerte, da\u00df Jehova nahe war, und da\u00df David, wenn er die Werke Gottes ausf\u00fchren wollte, dies nur nach den Gedanken Gottes tun konnte. David scheint dies aber nicht sofort erfa\u00dft zu haben. Wir lesen, da\u00df er dar\u00fcber &#8222;entbrannte&#8220;, da\u00df er sich vor Jehova f\u00fcrchtete und sprach: &#8222;Wie soll die Lade Jehovas zu mir kommen?&#8220; \u00dcberdies lie\u00df er die Lade drei Monate lang im Hause Obed-Edoms, des Gathiters.<\/p>\n<p><strong><a>1. Chronika 13<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.bibelkommentare.de\/images\/book_small.gif\" border=\"0\" \/><\/a>&#8211;<a>16<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.bibelkommentare.de\/images\/book_small.gif\" border=\"0\" \/><\/a>.<\/strong><\/p>\n<p>Hier lesen wir von zwei K\u00e4mpfen Davids gegen die Philister zwischen seinem ersten Versuch, die Lade heraufzuholen, und der schlie\u00dflichen Ausf\u00fchrung. Ob die K\u00e4mpfe tats\u00e4chlich zu jenem Zeitpunkt stattfanden, oder so anzusetzen sind, wie im Buche Samuel berichtet wird, mag fraglich sein. Der Geist Gottes gibt uns aber in der Chronika stets die moralische Reihenfolge der Ereignisse. Ich bin daher davon \u00fcberzeugt, da\u00df sie uns dort in dieser Anordnung berichtet werden, um uns die Lektion zu zeigen, die David damals lernen mu\u00dfte. Da\u00df er sie das erste Mal nicht beobachtete, brachte ihn zu Fall. Wenn er das Wesen und die Gr\u00f6\u00dfe der Macht Gottes aufrichtig und tief empfunden hatte (wie zu Baal Perazim, wo Gott den Feind durchbrach &#8222;gleich einem Wasserdurchbruch&#8220;, als Antwort auf die einf\u00e4ltige und gesegnete Abh\u00e4ngigkeit, mit der David Ihn befragte und sich von Ihm Schritt um Schritt f\u00fchren lie\u00df), so w\u00e4re ihm die Trauer und Dem\u00fctigung von Perez-Ussa erspart geblieben. Selbst wenn wir gro\u00dfe Siege \u00fcber die Welt errungen haben, ach, wie oft vermengen wir dann unsere Anbetung mit irgendwelchen weltlichen Bestandteilen, die unsere aufrichtigen Absichten zunichte machen. Wenn ich nicht v\u00f6llig erkenne, da\u00df die Welt und jede Verbindung zu ihr beiseite gesetzt sind, werde ich sicherlich irgendwelches von ihr entlehntes Gedankengut beibehalten, das dann der Wahrheit und Gnade Gottes zuwiderl\u00e4uft. Im ersten der beiden K\u00e4mpfe wird David gezeigt, welchen pers\u00f6nlichen Sieg Gott Seinem Knecht schenkt, wenn er Ihm vertraut; denn er hatte den Herrn in der gleichen v\u00f6lligen Abh\u00e4ngigkeit befragt, wie zur Zeit seines Aufenthaltes als Fl\u00fcchtling in der W\u00fcste Maon. Abh\u00e4ngigkeit ist aber um so kostbarer, wenn unsere Stellung derart ist, da\u00df sie, menschlich gesprochen, die Abh\u00e4ngigkeit von Gott unn\u00f6tig erscheinen l\u00e4\u00dft. Gott hatte verhei\u00dfen, die Philister in seine Hand zu geben, und die Niederlage war so gro\u00df, da\u00df David sagte: \u201eGott hat meine Feinde durch meine Hand durchbrochen, gleich einem Wasserdurchbruch. Daher gab man jenem Ort den Namen Baal-Perazim&#8220;. Es ist aber eine Sache, zu f\u00fchlen und zu wissen, da\u00df ich pers\u00f6nlich der Welt gegen\u00fcber siegreich bin (vorher kann ich keine Ruhe finden), und eine ganz andere Sache, zu erkennen, da\u00df Gott es ist, der mir Sieg schenkt, das hei\u00dft, da\u00df Er mir meine Feinde unterwirft, und, noch weitergehend, da\u00df ich erst in T\u00e4tigkeit treten und zum Kampfe vorgehen kann, wenn das &#8222;Daherschreiten&#8220; Gottes geh\u00f6rt wird (<a>1. Chr 14,15<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.bibelkommentare.de\/images\/book_small.gif\" border=\"0\" \/><\/a>). Denn dann wei\u00df ich, da\u00df Er &#8222;vor mir ausgezogen ist, um das Heerlager der Philister zu schlagen&#8220;.<\/p>\n<p>Dies waren die gesegneten Erfahrungen, durch die der Herr Seinen Knecht f\u00fchrte. Sie reichten wahrlich aus, ihn davon abzuhalten, sich dadurch zu erniedrigen, da\u00df er sich Formen und Ideen der Philister aneignete, anstatt Jehova und Sein Wort zu befragen!<\/p>\n<p>Im Verlauf von drei Monaten, in denen David gewarnt, gez\u00fcchtigt und so gn\u00e4diglich belehrt worden war, h\u00f6rt er von dem Segen, der auf Obed-Edoms Haus aus der Gegenwart des Gottes kam, Dessen Heiligkeit vor so kurzer Zeit sich im Gericht gezeigt hatte, um die Anma\u00dfung des Fleisches hinwegzufegen. Und er trifft Vorbereitungen, um die Lade Gottes in die Stadt Davids mit Freuden hinaufzubringen. Er macht eine Ank\u00fcndigung, die tats\u00e4chlich ein Eingest\u00e4ndnis seines eigenen Fehlers ist: &#8222;Die Lade Gottes soll niemand tragen als nur die Leviten; denn sie hat Jehova erw\u00e4hlt, um die Lade Gottes zu tragen und seinen Dienst zu verrichten ewiglich&#8220;. Die Einzelheiten dieses lehrreichen Vorfalls finden wir in <a>1. Chronika 15<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.bibelkommentare.de\/images\/book_small.gif\" border=\"0\" \/><\/a>+<a>16<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.bibelkommentare.de\/images\/book_small.gif\" border=\"0\" \/><\/a>, und wir tun gut, die Gesinnung Davids bei dieser Begebenheit zu beachten. Er handelt sowohl als Priester wie als K\u00f6nig, er gibt Befehle und Anordnungen f\u00fcr alles, er ist \u00fcberdies selber mit einem Ephod und einem Gewand aus feinem Leinen bekleidet, und er tanzte vor Jehova mit all seiner Macht. Welch einen Unterschied gegen\u00fcber seinem ersten Versuch, die Lade hinaufzubringen, sehen wir hier, in Macht, Zeugnis und Freude des Herzens! Wie eindrucksvoll ist das Gl\u00fcck des Herzens, das sich mit dem Herrn besch\u00e4ftigt, und wie gleichg\u00fcltig ist ihm alle fleischliche Geringsch\u00e4tzung! Dies mu\u00df der gl\u00fccklichste Augenblick in Davids Leben gewesen sein, und zugleich ein Augenblick h\u00f6chster Ehre, als er sagte: Stehe auf, Jehova, zu deiner Ruhe, du und die Lade deiner St\u00e4rke!&#8220; Und damals war es, da\u00df er &#8222;zum ersten Male Asaph und seinen Br\u00fcdern auftrug, Jehova zu preisen&#8220;\u00a0(<a>1. Chr 16,7-36<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.bibelkommentare.de\/images\/book_small.gif\" border=\"0\" \/><\/a>).<\/p>\n<p>Ein strahlender und gesegneter Augenblick, nach all seinem Kummer und aller Zucht! F\u00fclle der Freude gibt ihm seine Besch\u00e4ftigung mit dem Herrn, und mit g\u00f6ttlichem Geschick ordnet er alle Einzelheiten des levitischen Dienstes an! Die Szene wird durch keinen Mi\u00dfton gest\u00f6rt, au\u00dfer durch die Tochter Sauls, deren Herz nicht in Einklang mit der ganzen Szene ist, so da\u00df sie kein Mitgef\u00fchl mit David haben und kein Verst\u00e4ndnis f\u00fcr ihn aufbringen kann, denn sie verachtete ihn in ihrem Herzen. So mu\u00df David in dieser Stunde der Freude durch eine unangemessene Verbindung leiden. Und wie oft ist dies der Fall! Mancher f\u00fchrt einen annehmbaren Wandel in dem verdunkelten Licht der bekennenden Christenheit, verr\u00e4t sich aber bald, wenn er in das helle Licht der Gegenwart Gottes gestellt wird. Wenn dieser Zwischenfall aber eine Wolke am getr\u00fcbten Himmel \u00fcber Davids Haupt war, so barg sie zugleich eine Segnung und Befreiung f\u00fcr ihn. Denn diese ungleiche Verbindung sollte ihn nun nicht weiter fesseln. Die Trennungslinie wird von nun an f\u00fcr immer zwischen ihnen gezogen. In der W\u00fcste hatte Gott ihm eine Abigail gegeben, eine verwandte Seele, um seine Verwerfung zu teilen. Und jetzt, als er die Lade Gottes zu ihrer Ruhe auf dem Berge Zion geleitet, unter der grenzenlosen Freude einer Seele, die \u00fcber die Erhebung Jehovas jubelt, da bricht er das letzte Bindeglied zur Welt. Seine heilige Freude entfremdet ihm das Herz derjenigen, deren innerster weltlicher Sinn sich hier offenbart.<\/p>\n<p>Es erscheint wahrscheinlich, da\u00df David den 30. Psalm aussprach, als er sich &#8222;wandte, um sein Haus zu segnen&#8220; (<a>1. Chr 16,43<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.bibelkommentare.de\/images\/book_small.gif\" border=\"0\" \/><\/a>). Da konnte er sagen: &#8222;Meine Wehklage hast du mir in einen Reigen verwandelt, mein Sacktuch hast du gel\u00f6st und mit Freude mich umg\u00fcrtet&#8220;. Er war nun zur H\u00f6he des Wohlergehens aufgestiegen und konnte sagen: &#8222;Ich werde nicht wanken ewiglich&#8220;. Seine Seele erfreute sich in Einfalt alles dessen, was ihm aus Gottes Hand zuteil wurde. Und hier ruft er aus: &#8222;Ich will dich erheben, Jehova, denn du hast mich emporgezogen und hast nicht \u00fcber mich sich freuen lassen meine Feinde.&#8220;<\/p>\n<p><strong><a>1. Chronika 17<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.bibelkommentare.de\/images\/book_small.gif\" border=\"0\" \/><\/a>.<\/strong><\/p>\n<p>In diesem Geiste war es, da\u00df David in seinem Hause sa\u00df und zu Nathan, dem Propheten, sprach: &#8222;Siehe, ich wohne in einem Hause von Zedern, und die Lade des Bundes Jehovas wohnt unter Teppichen&#8216;. Es war das durchaus nat\u00fcrliche und fromme Gef\u00fchl einer Seele, die in so lebendiger Weise die Liebe und G\u00fcte des Herrn geno\u00df, und als solches wurde es von Nathan gelobt. Es entsprach jedoch nicht den Gedanken des Herrn, und wir lernen daraus, da\u00df die aufrichtigsten und scheinbar geistlichsten W\u00fcnsche und Absichten nicht vertrauensw\u00fcrdig sind und nicht ausgef\u00fchrt werden d\u00fcrfen, ehe wir direkte Anweisung vom Herrn erbeten haben. &#8222;Und es geschah in selbiger Nacht, da geschah das Wort Gottes zu Nathan also: Gehe hin und sprich zu David, meinem Knechte: So spricht Jehova: Nicht du sollst mir das Haus zur Wohnung bauen&#8230;\u00ab Und der Herr f\u00e4hrt fort, ihm zu sagen, wie Er Seinem Knecht ein Haus bauen wird! Wenn unser Becher \u00fcberflie\u00dft, sind wir geneigt, auf der H\u00f6he der Freude, die Gottes G\u00fcte uns gew\u00e4hrt, uns einen Dienst f\u00fcr Ihn vorzunehmen, zu dem wir gar nicht geeignet sind, obwohl die Absicht durchaus lauter sein mag. Gottes Wort weist uns aber stets unseren richtigen Platz zu, wie es hier David gegen\u00fcber geschieht, wobei ihm noch eine erweiterte und wunderbare Enth\u00fcllung der Anteilnahme des Herrn an ihn pers\u00f6nlich gezeigt wird. Es ist gut, gro\u00dfen Eifer f\u00fcr die Ehre des Herrn zu haben, aber Sein Wort, das unsere ungeeigneten Pl\u00e4ne korrigiert, wird uns sicherlich auch Seine eigene unerme\u00dfliche Anteilnahme an uns enth\u00fcllen. Dieses lernt David hier, und nun kann er hingehen und sich vor Jehova niedersetzen in voller Gemeinschaft mit den Gedanken des Herrn, und in jener Beiseitesetzung seiner selbst, die allein durch die Gegenwart des Herrn hervorgerufen wird. Wie sehr wir Ihn auch f\u00fcr Seine Gaben preisen, und diese wirklich aus Seiner Hand empfangen m\u00f6gen, so sind wir doch f\u00e4hig, wenn wir im &#8222;Hause der Zedern&#8220; sitzen, unsere geb\u00fchrende Berufung und Stellung mi\u00dfzuverstehen. Setzen wir uns aber &#8222;vor Jehova nieder&#8220; und lauschen Ihm, wie Er uns Seine Gedanken enth\u00fcllt, und uns Seine Anteilnahme an uns bezeugt, so wird alles an seinen richtigen Platz ger\u00fcckt und wir rufen aus. &#8222;Wer bin ich, da\u00df du mich bis hierher gebracht hast?&#8220;<\/p>\n<p><strong><a>1. Chronika 18<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.bibelkommentare.de\/images\/book_small.gif\" border=\"0\" \/><\/a>.<\/strong><\/p>\n<p>Nach diesem unterwirft David die Philister, schl\u00e4gt Moab, und den K\u00f6nig von Zoba bei Hamath, als er hineinzog, um seine Macht am Strome Euphrat zu befestigen. Der Herr beh\u00fctet ihn, wohin immer er sich wendet. David legt Besatzungen in Edom und die Edomiter werden seine Knechte; die Syrer fliehen vor Israel, sie wollten den Kindern Ammon nicht mehr zu Hilfe kommen. Kurz, der Herr schenkt David in beispielloser Art den vollen Segen des Erfolges und Wohlergehens. Wie stellt sich David zu diesen Segnungen? Er war in zweifacher Weise gesegnet worden, geistlich und zeitlich. Geistlich, als er in die Gemeinschaft mit Gottes Gedanken und Absichten eingef\u00fchrt wurde, Gottes grenzenloses Interesse an seiner Person erkannte und seine unvollkommenen W\u00fcnsche sich in der Unbegrenztheit der g\u00f6ttlichen Verhei\u00dfungen und Absichten verloren. Zeitlich in Segnungen, in der Erhabenheit der Wege Gottes und Seiner Gaben f\u00fcr Seinen Knecht. Ist er f\u00e4hig, dies alles zu ertragen? Feindschaft stellt den Charakter auf die Probe, indem sie die Hilfsquellen in uns selbst herausfordert. Wohlergehen aber stellt das Fleisch und die Kraft der Selbstbeherrschung auf die Probe. Bei Feindschaft strengen wir alle Kr\u00e4fte an und wollen sie beweisen, um aus der schwierigen Lage herauszukommen. Wohlergehen dagegen bietet uns Gelegenheit, unseren nat\u00fcrlichen Neigungen die Z\u00fcgel schie\u00dfen zu lassen.<\/p>\n<p><strong><a>2. Samuel 11<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.bibelkommentare.de\/images\/book_small.gif\" border=\"0\" \/><\/a>. <\/strong><\/p>\n<p>Gott hatte David auf wunderbare Weise gezeigt, wie \u00fcberreich und freigebig Er Seine Hand auftun konnte um ihn zu segnen, Sein Wohlstand war grenzenlos. In diesem Zustand bietet sich seinem Fleische eine Gelegenheit. Er f\u00e4llt.<\/p>\n<p>Mit welchem Eifer hascht das arme Herz nach Wohlergehen und Gnade und vergi\u00dft dabei, da\u00df solche Gesch\u00f6pfe, wie wir es sind, keine neue Gnade erlangen k\u00f6nnen ohne gleichzeitig einer neuen Pr\u00fcfung f\u00fcr das Fleisch ausgesetzt zu werden. Und je mehr wir in den nat\u00fcrlichen Dingen unserer Umgebung ruhen, je gr\u00f6\u00dfer ist die Gelegenheit f\u00fcr unser Fleisch, sich zu zeigen. Der Herr wei\u00df, da\u00df die Quelle des B\u00f6sen vorhanden ist. Und obwohl wir so sehr gedem\u00fctigt werden durch die Aufdeckung des B\u00f6sen, so ist diese Blo\u00dfstellung doch n\u00f6tig, damit uns die Quelle gezeigt werde. In Wirklichkeit sind wir unter Gottes einsetzendem Gericht nicht schlechter als vorher, denn Er wu\u00dfte von Anfang, wozu wir f\u00e4hig waren.<\/p>\n<p>Von seiner S\u00fcnde wahrhaft \u00fcberf\u00fchrt, ist David nun, wie wir in <a>Psalm 51<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.bibelkommentare.de\/images\/book_small.gif\" border=\"0\" \/><\/a> sehen, niedergebeugt und sein Geist dem\u00fctig und &#8222;zerbrochen&#8220; in der Erkenntnis seiner eigenen Verderbtheit. Er hatte bereits vorher einen dem\u00fctigen und zerbrochenen Geist gezeigt als Folge der blo\u00dfgestellten Schwachheit seiner Natur. Nun zeigt sich dieser Geist in der tiefen Erniedrigung durch die Verderbtheit seiner Natur. In seinem Bekenntnis hier\u00fcber gibt er dem Schrei aus dem Herzen Israels an jenem Tage Ausdruck, wenn es &#8222;den anschauen wird, welchen es durchstochen hat&#8220; und vor Ihm gedem\u00fctigt wird in bezug auf seine &#8222;Blutschuld&#8220;. Wie schmerzlich dieser Augenblick auch sowohl f\u00fcr David wie f\u00fcr Israel ist, so wird doch beiden gerade in diesem Augenblick das Heil Gottes am v\u00f6lligsten geoffenbart. Denn je tiefer ich gesunken bin, um so kostbarer ist mir die Befreiung.<\/p>\n<p>David wird hiernach durch Gottes wunderbare Gnade in eine tiefere Erkenntnis des Heils eingef\u00fchrt. Er lernt erkennen, was Gott f\u00fcr den S\u00fcnder ist, aber auch, da\u00df S\u00fcnde gegen unseren N\u00e4chsten durch zeitliche Z\u00fcchtigung heimgesucht werden mu\u00df. Gott ist gerecht in Seinen Regierungswegen mit den Menschenkindern, und der, der sich gegen andere vers\u00fcndigt, mu\u00df auch \u00f6ffentlich bestraft werden. Viele s\u00fcndigen nur gegen Gott und erleiden dann Strafe an ihrem Fleische, eine Z\u00fcchtigung, die zwischen ihnen und Gott ausgef\u00fchrt wird. Wenn durch die S\u00fcnde aber andere Schaden erleiden, so mu\u00df die Z\u00fcchtigung eine \u00f6ffentliche sein.<\/p>\n<p><strong><a>2. Samuel 12<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.bibelkommentare.de\/images\/book_small.gif\" border=\"0\" \/><\/a>.<\/strong><\/p>\n<p>Davids Kind stirbt. Aber bald zeigen sich wieder die gesegneten Fr\u00fcchte der Zucht in seiner Seele. Sie ist wieder in Abh\u00e4ngigkeit und Unterordnung. W\u00e4hrend das Kind noch lebte, flehte er um seinetwillen zum Herrn. W\u00e4hrend er zwar weit entfernt davon ist, die Zucht des Herrn zu verachten, empfindet er sie dennoch offenbar \u00e4u\u00dferst schmerzlich. Als das Kind aber gestorben ist, erkennt er den Ratschlu\u00df Gottes in v\u00f6lliger Unterwerfung an. &#8222;Da stand David von der Erde auf und wusch und salbte sich.&#8220; Es war f\u00fcr ihn ein Augenblick tiefster Finsternis gewesen, denn jede Mitteilung des Herrn, um den Schmerz seines Herzens zu lindern, hatte ihm gefehlt. Ich glaube, da\u00df dies allgemein der Fall ist, wenn wir unter Gottes Z\u00fcchtigung leiden. Es ist notwendig, da\u00df wir den gerechten Zuchtweg Gottes empfinden. Und w\u00e4hrend wir durch die Z\u00fcchtigung als Folge unserer S\u00fcnde hindurchgehen, sind wir uns keines Lichtes und keiner Gemeinschaft bewu\u00dft. Wir d\u00fcrfen jedoch aus der Z\u00fcchtigung mit erneuerter Kraft und St\u00e4rke hervorgehen, wie es bei David der Fall war. Denn wir finden ihn gleich darauf im Kampf gegen Rabba (Vers 29) im vollen Sieg. Er betritt wieder den rechten Pfad, und Ehre und Segnungen werden ihm wieder zuteil. Gott zeigt ihm, so unbeugsam Er auch im Gericht ist, da\u00df Seine Liebe und F\u00fcrsorge David gegen\u00fcber unver\u00e4ndert geblieben sind.<\/p>\n<p>Trotzdem war der Urteilsspruch ergangen und von Nathan (Verse 10 u. 11) verk\u00fcndet worden: &#8222;So soll von deinem Hause das Schwert nicht weichen ewiglich.&#8220; Obwohl Davids Seele an der Frucht seiner S\u00fcnde so bitter gestraft worden war, weil er sich nicht selbst gerichtet hatte, und obwohl er nun auch soweit wiederhergestellt war, so mu\u00dfte er weiterhin die Z\u00fcchtigung der gerechten Regierungswege Gottes erdulden, die ihn vor den Menschen dem\u00fctigten.<\/p>\n<p><strong><a>2. Samuel 13<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.bibelkommentare.de\/images\/book_small.gif\" border=\"0\" \/><\/a>+<a>14<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.bibelkommentare.de\/images\/book_small.gif\" border=\"0\" \/><\/a>.<\/strong><\/p>\n<p>Damit gelangen wir zu jenem Abschnitt seiner Geschichte, in dem er infolge des B\u00f6sen seiner eigenen Kinder durch Tr\u00fcbsal und Dem\u00fctigung geht, Es gibt wohl keine empfindlichere Weise, wie einem Mann das Gef\u00fchl des B\u00f6sen in der eigenen Natur zum Bewu\u00dftsein gebracht und wie er tiefer vor den Menschen gedem\u00fctigt werden kann. M\u00e4ngel in der Selbstzucht eines Elternteiles werden sich an seinen Kindern offenbar machen, und von ihren j\u00fcngsten Kinderjahren an wird er in schmerzlicher Weise erfahren m\u00fcssen, was in seiner eigenen Natur unterdr\u00fcckt und gekreuzigt werden mu\u00df, obwohl er m\u00f6glicherweise niemals genau die gleichen S\u00fcnden begangen hat, die sich an seinen Kindern zeigen. Kinder bilden die Fortsetzung des Lebens der Eltern hier auf Erden und zeigen deutliche Abbilder von deren Natur.<\/p>\n<p>Ich halte daf\u00fcr, da\u00df Amnon gem\u00e4\u00df dem Gesetz f\u00fcr seine S\u00fcnde den Tod h\u00e4tte erleiden m\u00fcssen (Kap. 13, 4). David vers\u00e4umt es, &#8222;gerecht und in der Furcht Gottes&#8216; &#8220; zu regieren. Das Gericht ereilt Amnon durch die Hand seines Bruders Absalom, der wegen dieser Mordschuld aus dem K\u00f6nigreich entflieht. David gibt der Strategie Joabs nach und ist so schwach, nicht nur die R\u00fcckkehr Absaloms zu gestatten, sondern ihn nach einiger Zeit wieder in seine Gunst aufzunehmen (Kap. 14).<\/p>\n<p>Es dauert nicht lange, bis diese Schw\u00e4che und Ungerechtigkeit die bittersten Fr\u00fcchte tr\u00e4gt. Denn wenn wir ungerechterweise jemand verschonen, um damit unseren eigenen Gef\u00fchlen nach zugeben, so setzen wir uns stets dem B\u00f6sen der Natur aus, das wir h\u00e4tten eind\u00e4mmen und verurteilen sollen.<\/p>\n<p><strong><a>2. Samuel 15<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.bibelkommentare.de\/images\/book_small.gif\" border=\"0\" \/><\/a>. <\/strong><\/p>\n<p>Nach der Mitteilung \u00fcber die Aufnahme Absaloms durch seinen Vater f\u00fchrt uns bereits der n\u00e4chste Vers in Absaloms Absichten der Emp\u00f6rung und Ermordung seines Vaters ein (Kap. 15,1).<\/p>\n<p>David mu\u00df nun fliehen. Was f\u00fcr ein trauriger und dem\u00fctigender Anblick, ihn zu sehen, der zu solcher Ehre und so hoher Stellung erhoben worden war, wie er nun vom Throne steigt und Jerusalem verl\u00e4\u00dft vor den Wogen des Tumults und Aufruhrs, der von seinem eigenen Sohn hervorgerufen und gen\u00e4hrt wird! Er war schon einmal durch einen \u00e4hnlichen Augenblick geschritten, aber unter anderen Umst\u00e4nden. Das Leid von Ziklag war ebenfalls eine Zuchtma\u00dfnahme, aber dort war es auf allen Seiten der Mensch gewesen. Hier dagegen geht es um den Verlust Jerusalems, des Berges Zion, den er liebte, seiner Stellung und alles anderen, und nicht durch die Hand der Amalekiter, sondern durch die seines eigenen Sohnes.<\/p>\n<p>Doch er gibt alles auf, indem er den Ausgang in eine andere Hand legt: &#8222;Wenn ich Gnade finde in den Augen Jehovas, so wird er mich zur\u00fcckbringen und mich sie (die Lade Gottes) und seine Wohnung sehen lassen&#8230;&#8220; &#8222;David aber ging die Anh\u00f6he der Olivenb\u00e4ume hinauf und weinte, w\u00e4hrend er hinaufging; und sein Haupt war verh\u00fcllt, und er ging barfu\u00df.&#8220; Wie sehr die Z\u00fcchtigung jener Stunde in seine Seele eindrang, wird uns in <a>Psalm 3<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.bibelkommentare.de\/images\/book_small.gif\" border=\"0\" \/><\/a> gesagt: &#8222;Viele sagen von meiner Seele: Es ist keine Rettung f\u00fcr ihn bei Gott!&#8220; Aber was folgt dann? &#8222;Mit meiner Stimme rufe ich zu Jehova, und er antwortet mir von seinem heiligen Berge!&#8220; Der wahre Wert der Tr\u00fcbsal und Pr\u00fcfung besteht darin, die Seele zu einem einf\u00e4ltigen Vertrauen auf Gott zu f\u00fchren. David hatte hierin gefehlt. W\u00e4hrend er damals in den ihm verordneten Dienst nicht hinausgezogen war, und sich dadurch selbst in Versuchung und S\u00fcnde brachte (Kap. -ii, :t), wird er nun durch seinen eigenen Sohn in einen Krieg hineingerissen. Wenn wir vor dem Dienst zum r\u00fcckschrecken, zu dem wir berufen werden, bringen wir uns nicht nur selber in Schwierigkeiten, sondern wir beweisen, wie einst Jona, da\u00df wir ein tieferes Ge\u00fcbtwerden der Seele n\u00f6tig haben, um f\u00fcr unsere Berufung tauglich gemacht zu werden. In dem widernat\u00fcrlichen und bitteren Kampf erneuert David, der leidende Knecht, sein Vertrauen auf Gott.<\/p>\n<p><strong><a>2. Samuel 16<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.bibelkommentare.de\/images\/book_small.gif\" border=\"0\" \/><\/a>.<\/strong><\/p>\n<p>Und von dem Augenblick an, wo er sagen konnte: &#8222;Ich legte mich nieder und schlief&#8220; (<a>Ps 3,5<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.bibelkommentare.de\/images\/book_small.gif\" border=\"0\" \/><\/a>) verlief alles g\u00fcnstig f\u00fcr ihn. (Ich f\u00fchle mich veranla\u00dft, diese Worte an die Stelle zu setzen, wo es hei\u00dft: &#8222;Und der K\u00f6nig (David) und alles Volk, das bei ihm war, kamen ermattet an, und er erholte sich daselbst&#8220;, Vers 14. Er sagt: &#8222;Ich erwachte, denn Jehova st\u00fctzt mich. Nicht f\u00fcrchte ich mich vor Zehntausenden des Volkes, die sich ringsum wider mich gesetzt haben.- Wenn wir auf Grund unseres Vertrauens auf Gott schlafen k\u00f6nnen, dann haben wir keine Furcht vor Menschen, so m\u00e4chtig oder so nahe sie sein m\u00f6gen.<\/p>\n<p><strong><a>2. Samuel 17<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.bibelkommentare.de\/images\/book_small.gif\" border=\"0\" \/><\/a>+<a>18<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.bibelkommentare.de\/images\/book_small.gif\" border=\"0\" \/><\/a>.<\/strong><\/p>\n<p>Ahitophels Rat wird verworfen und David kehrt nach Jerusalem zur\u00fcck. Absalom aber mu\u00dfte fallen.<\/p>\n<p><strong><a>2. Samuel 21<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.bibelkommentare.de\/images\/book_small.gif\" border=\"0\" \/><\/a>.<\/strong><\/p>\n<p>David geht durch andere Tr\u00fcbsale. Seine Geschichte zeigt uns in erster Linie, wie fortw\u00e4hrend die \u00dcbung seiner Seele fortgesetzt werden mu\u00df. Nach der Befreiung von Scheba (Kap. 20) kommt eine Hungersnot \u00fcber das Land, die drei Jahre nacheinander andauert. Diese f\u00fchrt ihn dazu, den Herrn wieder zu befragen, und Er sagt ihm, da\u00df die Heimsuchung wegen Saul und dessen Bluthaus gekommen sei. Im weiteren Verlauf werden die Letzten dieses Hauses ausgerottet. Nach diesem entstand ein weiterer Streit mit den Philistern (Vers 15). Am Ende seiner Laufbahn, wie zu deren Anfang, steht er wieder einem Riesen gegen\u00fcber &#8211; nicht demselben Riesen, denn was wir einmal wirklich besiegt haben, brauchen wir nicht zum zweiten Male zu besiegen. Aber andere Riesen erheben sich und stellen unsere Kraft auf die Probe, und wir m\u00fcssen erkennen, da\u00df das, was dem Glauben ein Leichtes ist, demjenigen, der nicht in der Glaubens\u00fcbung steht, gef\u00e4hrlich werden kann. Hat unser Vertrauen auf Gott nachgelassen, so ist auch unsere Widerstandsf\u00e4higkeit geringer, so weitgehend auch unsere Erfahrung und Festigkeit sein mag, David war hier &#8222;ermattet&#8220;; als aber der Riese &#8222;gedachte, David zu erschlagen kam Abisai ihm zu Hilfe und t\u00f6tete den Philister.<\/p>\n<p><strong><a>2. Samuel 24<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.bibelkommentare.de\/images\/book_small.gif\" border=\"0\" \/><\/a> u. <a>1. Chronika 21<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.bibelkommentare.de\/images\/book_small.gif\" border=\"0\" \/><\/a>.<\/strong><\/p>\n<p>Noch eine weitere Zucht besonderer Art ist notwendig f\u00fcr diesen schon so viel gez\u00fcchtigten Knecht, und zwar am Ende seines Lebens. Manche Jahre waren verflossen, seitdem er gew\u00fcnscht hatte, dem Herrn ein Haus zu bauen &#8211; ein Wunsch, der an sich gut war, aber zu dessen Verwirklichung er nicht berufen war. Der Herr erlaubte daher die Ausf\u00fchrung nicht, obwohl Er gleichzeitig David reichlich an seiner Seele segnete durch die Offenbarung der g\u00f6ttlichen Anteilnahme an seiner Person. Erst am Ende seines Lebens wird ihm gezeigt, wie wenig geschickt er tats\u00e4chlich f\u00fcr den Bau des Hauses des Herrn war, denn er wu\u00dfte noch nicht einmal, wo es gebaut werden sollte. Diese Erkenntnis wird ihm zuteil als die Frucht der g\u00f6ttlichen Z\u00fcchtigung wegen seines Versagens. Der Platz f\u00fcr den Tempel wird ihm gezeigt in seinem moralischen Wert und seiner Eignung. So konnte er, indem seine Seele das Wesen jener Gnade erkannte, die die Grundlage von allem bildete, seine letzten Stunden den Vorbereitungen f\u00fcr den Tempelbau widmen.<\/p>\n<p>Als David Ruhe hatte von allen seinen Feinden und sich nat\u00fcrlicherweise seiner erhabenen Stellung bewu\u00dft war, nutzt Satan dies aus, indem er ihn versucht, das Volk zu z\u00e4hlen, und sich dadurch seiner irdischen Hilfsquellen zu erfreuen (Kap. 24). Gott war es gewesen, Der ihn zu seiner jetzigen Stellung erhoben hatte, aber das menschliche Herz will Gottes Gaben zusammenz\u00e4hlen, um sich darin unabh\u00e4ngig vom Geber zu f\u00fchlen. Alles, was er besa\u00df, verdankte er in einzigartiger, wunderbarer Weise Gottes G\u00fcte. So war es eine sehr offensichtliche, besch\u00e4mende Wirksamkeit des Fleisches, wenn er zu Ende seiner Laufbahn seinen Wunsch \u00f6ffentlich kundgab, f\u00fcr gro\u00df zu gelten aufgrund der Zahl seines Volkes, und nicht aufgrund des Beistandes Gottes, Der ihn bis hierher gest\u00fctzt hatte. Der Herr sucht ihn diesetwegen heim, gestattet ihm aber, eine von drei Plagen zu w\u00e4hlen. Sind wir gestrauchelt, so ist Zucht n\u00f6tig, um das Fleisch zurechtzuweisen. War die Verfehlung privater Natur, so ist die Z\u00fcchtigung eine pers\u00f6nliche, wenn auch nicht weniger schmerzvolle; wenn sie aber \u00f6ffentlicher Natur war, so mu\u00df auch die Z\u00fcchtigung in der \u00f6ffentlichkeit erfolgen, denn Gott erweist Seine Gerechtigkeit gegen\u00fcber allen Seinen Gesch\u00f6pfen. David ist in seiner Seele wiederhergestellt, denn er erw\u00e4hlt die Z\u00fcchtigung, welche am unmittelbarsten aus der Hand Jehovas kommt, und zeigt dadurch seine erneute Abh\u00e4ngigkeit.<\/p>\n<p>Und nun er\u00f6ffnet sich ihm ein neues und wunderbares Segensgebiet. Der r\u00fchrendste Beweis der Gnade Gottes, die aus Seiner Liebe hervorstr\u00f6mt, ist dies, da\u00df uns, wenn die Wiederherstellung v\u00f6llig ist, stets eine weitere Offenbarung der F\u00fclle unserer Annahme bei Ihm geschenkt wird. Als das Schwert Jehovas \u00fcber Jerusalem ausgestreckt war, und David im Bewu\u00dftsein seiner Schuld ganz auf Gott geworfen war, da offenbarte Gott Seine Gnade. Der Prophet Gad wird gesandt, um ihm zu sagen, da\u00df er hinaufgehen und einen Altar auf der Tenne Ornans, des Jebusiters, errichten solle. David hat an diesem Altar Annahme bei Gott gefunden, w\u00e4hrend er sich f\u00fcrchtete, zum Brandopferaltar auf der H\u00f6he von Gibeon zu gehen, welcher zu der ersten H\u00fctte unter dem Gesetz geh\u00f6rte. Und nun erf\u00e4hrt er hier zum ersten Male, wo der Standort des Tempels sein soll. Lange vorher hatte er versucht, diesen Tempel aufzurichten, &#8211; dieses Bild von dem Herrn Jesus Christus. Aber noch nie war er derart gedem\u00fctigt gewesen, da\u00df Gott ihn \u00fcber den richtigen Ort belehren konnte. Auch hatte er, wie viele von im , nicht jene \u00dcbungen der Seele gekannt und jenen Lektionen der Gnade sich unterworfen, um auch nur die Anfangsgr\u00fcnde der Arbeit zu kennen, f\u00fcr die er sich geeignet ged\u00fcnkt hatte. Es ist gut, hohe und gro\u00dfe Dienste zu begehren, aber wir m\u00fcssen zubereitet sein, um sie auf g\u00f6ttlichem Wege auszuf\u00fchren. Wenn Jakobus und Johannes begehren, im Reiche Christi zu Seiner Rechten und Linken zu sitzen, waren sie dann f\u00e4hig, von dem Kelch zu trinken, den Er trank, und mit der Taufe getauft zu werden, mit der Er getauft wurde? David hat nun eine Erkenntnis der g\u00f6ttlichen Gnade erlangt, die ihm vorher unbekannt war. Sie bef\u00e4higt ihn nun, den Ort f\u00fcr jenen Bau zu finden, der Christus als Den darstellte, Der es Selbst auslebte, da\u00df die Gnade \u00fcber das Gericht triumphiert. Daher konnte David sagen. &#8222;Dieses hier soll das Haus Jehovas Gottes sein, und dies der Altar zum Brandopfer f\u00fcr Israel.&#8220; Und daselbst wurde der Tempel errichtet.<\/p>\n<p><strong><a>1. Chronika 22<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.bibelkommentare.de\/images\/book_small.gif\" border=\"0\" \/><\/a>.<\/strong><\/p>\n<p>Es bleibt uns nur noch \u00fcbrig, das Ende des Lebens Davids zu betrachten. Es scheint, da\u00df er, nach der Z\u00fcchtigung und Unterweisung auf dem Berge Morija, sich mit Flei\u00df der Zubereitung der Materialien f\u00fcr den Tempel widmete.<\/p>\n<p><strong><a>1. Chronika 23<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.bibelkommentare.de\/images\/book_small.gif\" border=\"0\" \/><\/a>&#8211;<a>33<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.bibelkommentare.de\/images\/book_small.gif\" border=\"0\" \/><\/a>.<\/strong><\/p>\n<p>Au\u00dferdem, nachdem er Salomo, seinen Sohn, als K\u00f6nig \u00fcber Israel eingesetzt hatte (Kap. 23), versammelte er alle Obersten Israels und die Priester und Leviten und teilte sie in ihre Abteilungen ein. Sch\u00f6ner und gesegneter Beschlu\u00df seines ereignisreichen und lehrreichen Lebens, das bez\u00fcglich des Zeugnisses in geziemender Weise durch seine Ansprache an alle Obersten Israels abgeschlossen wird! Dies ist das Ende seiner \u00f6ffentlichen Laufbahn.<\/p>\n<p><strong><a>2. Samuel 23<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.bibelkommentare.de\/images\/book_small.gif\" border=\"0\" \/><\/a><\/strong>.<\/p>\n<p>Aber welches waren seine ganz pers\u00f6nlichen Gedanken? In seinen &#8222;letzten Worten&#8220; verleiht er ihnen Ausdruck. Dort h\u00f6ren wir \u00fcber seine eigenen Gef\u00fchle und Beurteilungen \u00fcber alles, &#8211; \u00fcber Gottes Gnade ihm gegen\u00fcber, \u00fcber seinen eigenen unvollkommenen Zustand, \u00fcber die Hoffnung seiner Seele und den Gegenstand ihres Vertrauens. Und endlich seine Einsch\u00e4tzung der Welt in ihrer Feindschaft gegen Gott, ausgedr\u00fcckt mit der Bezeichnung &#8222;M\u00e4nner Belials&#8220;.<\/p>\n<p>Indem wir diese hoch interessanten und erfahrungsreichen &#8222;letzten Worte&#8220; in unserer Seele bewegen und des Kreises der Treuen und Tapferen eingedenk sind, die ihn begleitet hatten und nicht vergessen werden (Verse 8 ff), m\u00f6gen wir die Geschichte des &#8222;Mannes nach Gottes Herzen&#8220; beschlie\u00dfen unter dem Schall des Psalm-Gesanges: &#8222;Wunderbar sind deine Werke, und meine Seele wei\u00df es sehr wohl!&#8216; (<a>Ps 139,14<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.bibelkommentare.de\/images\/book_small.gif\" border=\"0\" \/><\/a>)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2. Samuel 1. David hatte sich nach seiner R\u00fcckkehr von dem Beutezug zwei Tage in Ziklag aufgehalten ehe er Kunde vom Tode Sauls erhielt. Denn es war am &#8222;dritten Tage&#8220;, da\u00df ihm dieses Ereignis und die n\u00e4heren Umst\u00e4nde von einem Amalekiter berichtet wurden, welcher sprach: &#8222;Ich trat zu ihm hin und t\u00f6tete ihn, denn ich [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[582,4],"tags":[],"class_list":["post-3339","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bibelkommentare-de","category-nachforschungen-zum-bibellesen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3339","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3339"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3339\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3340,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3339\/revisions\/3340"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3339"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3339"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3339"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}