
{"id":3332,"date":"2013-04-20T12:02:12","date_gmt":"2013-04-20T11:02:12","guid":{"rendered":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=3332"},"modified":"2013-04-20T18:35:40","modified_gmt":"2013-04-20T17:35:40","slug":"warum-die-lange-verfolgungszeit-und-all-das-schlimme-das-david-erdultete-fur-seine-kunftige-aufgabe-so-wichtig-war","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=3332","title":{"rendered":"warum die lange Verfolgungszeit und all das Schlimme, das David erdultete, f\u00fcr seine k\u00fcnftige Aufgabe so wichtig war"},"content":{"rendered":"<p><em>zum Schluss dieses Buches und der langen Zeit der Verfolgung Davids, die ja nun beendet ist &#8211; hier eine Abhandlung die ich auf <a href=\"http:\/\/www.bibelkommentare.de\/index.php?page=comment&amp;comment_id=219&amp;part_id=1723\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">bibelkommentare.de<\/a> gefunden habe. Der Autor macht deutlich, warum die ganze schwere Zeit der Verfolgung und des &#8222;auf der Flucht seins&#8220; f\u00fcr Davids Entwicklung und Schulung als k\u00fcnftiger K\u00f6nig wichtig war:<\/em><\/p>\n<p>Wenn wir die Erziehungswege Gottes verstehen wollen, die David gef\u00fchrt wurde, ist es n\u00f6tig, da\u00df wir Den im Auge haben, Den David vorbildlich darstellte. Die Wesensz\u00fcge jenes Einen konnten von David nur angedeutet und im Vorbild dargestellt werden auf Grund g\u00f6ttlicher Belehrung und unter Abt\u00f6tung seiner eigenen Natur. Hinsichtlich seiner Stellung war David st\u00e4ndig ein Bild des Herrn Jesus Christus. Da er aber ein Mensch von gleichen Gem\u00fctsbewegungen wie wir war, so hatte er es, je h\u00f6her seine Berufung war, um so mehr n\u00f6tig, da\u00df seine alte Natur beiseitegesetzt wurde, damit er in seinem Seelenzustand seiner hohen Stellung entsprechen konnte. Wir werden daher sehen, da\u00df das gro\u00dfe Ziel aller Zucht, durch die er gehen mu\u00dfte, war, ihn f\u00fcr die Stellung f\u00e4hig zu machen, in die Gott in Seiner Gnade ihn berufen hatte.<\/p>\n<p>Ist es nicht so auch bei uns allen? M\u00fcssen wir nicht in die Zucht genommen und zubereitet werden f\u00fcr jede Stellung, die Gottes Gnade uns \u00fcbertr\u00e4gt? je h\u00f6her die Gnade uns zu dem Bewu\u00dftsein ihrer selbst erhebt, je n\u00f6tiger haben wir die Reinigung. Wie dies geschieht, das w\u00fcrde unsere pers\u00f6nliche Lebensgeschichte, wenn sie gewissenhaft niedergeschrieben w\u00fcrde, im Einzelnen ergeben. Damit wir nun lernen, Seine Zucht an uns sorgf\u00e4ltig und richtig zu beachten und zu beurteilen, legt uns unser treuer Gott die Geschichte Seiner Wege mit anderen niedergeschrieben vor, die den Weg vor uns gepilgert sind. Die Geschichte Davids ist eine eindrucksvolle Illustration jener wunderbaren Zucht und Ermahnung, durch die Gott erzieht, &#8211; die Unterwerfung und Beiseitesetzung unserer selbst, um alles zu unterdr\u00fccken, was Seiner Gnade und Seinen Absichten zuwiderl\u00e4uft.<\/p>\n<p><a>1. Samuel 16<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.bibelkommentare.de\/images\/book_small.gif\" border=\"0\" \/><\/a>. David wird zuerst erw\u00e4hnt, als Samuel von Gott gesandt wird, um ihn zum K\u00f6nig an Sauls Stelle zu salben. Hier, in dem ersten uns mitgeteilten Abschnitt seines Lebens, k\u00f6nnen wir die Spuren des Charakters und der Stellung dessen sehen, der unsere Aufmerksamkeit sp\u00e4ter in so reichem Ma\u00dfe auf sich lenkt. Wir finden ihn, den j\u00fcngsten Sohn Jesses, abwesend von zu Hause, bei der Hut der Schafe seines Vaters in der W\u00fcste. Dabei zeigt uns sein Angesicht &#8211; dieser untr\u00fcgliche Spiegel des innersten Wesens -, welche Art von Mensch vor uns steht: Er war &#8222;r\u00f6tlich, dazu sch\u00f6n von Augen und von gutem Ansehen&#8220;. Und als Samuel ihn gesalbt hatte, &#8222;geriet der Geist Jehovas \u00fcber David von selbigem Tage an und hinfort.&#8220;<\/p>\n<p>Vorbildlich stellt der gesalbte David unseren Herrn dar nach der Taufe des Johannes, als der Heilige Geist vom Himmel herniederkam und auf Ihm blieb. So wie der Herr, als eine Folge dieser Salbung des Heiligen Geistes, Seinen \u00f6ffentlichen Dienst aufnahm, ebenso tritt auch David, das Vorbild, seinen Dienst nun an. Unser Herr, voller Gnade und Wahrheit, wurde dadurch umso mehr dem B\u00f6sen um Sich her ausgesetzt. Und bei David, sobald der Geist Gottes auf ihn gekommen war, &#8222;wich der Geist Jehovas von Saul, und ein b\u00f6ser Geist von Jehova \u00e4ngstigte ihn-. David ahnte sicher nicht, als der Geist auf ihn kam, da\u00df sein erster Dienst als der Mann. Gottes es sein w\u00fcrde, die Gewaltsamkeit, die geistliche Gewaltt\u00e4tigkeit zu bes\u00e4nftigen, die sich in dem Haupt des K\u00f6nigreichs zeigte. Es war Saul geraten worden, einen Mann zu suchen, der des Lautenspiels kundig war, um den b\u00f6sen Geist von ihm zu vertreiben. Und gerade der, der f\u00fcr diesen Dienst vorgeschlagen wird, ist David. Er wird in angemessener Weise beschrieben als einer, der des Spielens kundig ist, und ein tapferer Held und ein Kriegsmann, und der Rede verst\u00e4ndig und ein sch\u00f6ner Mann; und Jehova ist mit ihm.&#8220; &#8211; &#8222;Und es geschah, wenn der Geist von Gott \u00fcber Saul kam, so nahm David die Laute und spielte mit seiner Hand; und Saul fand Erleichterung, und es wurde ihm wohl, und der b\u00f6se Geist wich von ihm.&#8220; F\u00fcr David, den gesalbten K\u00f6nig Gottes, war das ein scheinbar geringer Dienst, k\u00f6nnten wir sagen. Aber was f\u00fcr ein moralisches Vorrecht! Es scheint nur etwas Geringes zu sein, auf einer Laute zu spielen. Aber geringe Dienste, die in der Kraft des Geistes Gottes verrichtet werden, haben die erstaunlichsten Ergebnisse zur Folge.<\/p>\n<p>Der Herr nahm w\u00e4hrend Seines Erdenwandels den gleichen Platz ein in bezug auf das B\u00f6se und all die Gewaltt\u00e4tigkeit, die Ihn hier umgaben. F\u00fcr David aber bedeutete dies auch Zucht. Ob er verstanden hatte, was die Salbung in ihren vollen Auswirkungen bedeutete, wird uns nicht mitgeteilt. Wenn wir aber daran denken, da\u00df der Geist Gottes auf ihn herniedergekommen war, so glauben wir, da\u00df er empfunden haben mu\u00df, da\u00df er die Bef\u00e4higung f\u00fcr ein h\u00f6heres Amt besa\u00df. Hier aber zeigt sich die Echtheit wahrer Kraft in der Unterwerfung unter Gottes Willen. Es war Gottes Berufung, die ihn an diesen Platz stellte; der K\u00f6nig Saul brauchte seinen Dienst, und er verrichtete ihn ohne Widerrede. Vielmehr, mit gro\u00dfer Geschicklichkeit! Treue im Geringsten beweist die F\u00e4higkeit f\u00fcr das Gr\u00f6\u00dfere. Und David lernt bei seinem ersten \u00f6ffentlichen Auftreten, die gro\u00dfen F\u00e4higkeiten, die Gott ihm gegeben hat, zur F\u00f6rderung des im Augenblick am meisten ben\u00f6tigten Guten zu verwenden. Was h\u00e4tte edler oder k\u00f6niglicher sein k\u00f6nnen!<\/p>\n<p><a>1. Samuel 17<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.bibelkommentare.de\/images\/book_small.gif\" border=\"0\" \/><\/a>. Obwohl David von Saul sehr geliebt wurde, und er ihn zu seinem Waffentr\u00e4ger machte, scheint es doch, da\u00df er nur gelegentlich in der Gegenwart Sauls weilte, und da\u00df er das H\u00fcten der Schafe seines Vaters in der W\u00fcste nicht aufgegeben hatte. Denn als Saul im Terebinthental in die Schlacht gegen die Philister zieht ist David nicht bei ihm, und es wird uns ausdr\u00fccklich mitgeteilt, da\u00df er zur\u00fcckgekehrt war, um die Schafe seines Vaters zu Bethlehem zu weiden, und da\u00df David von da aus, auf Grund der Weisung seines Vaters, zum Kriegsschauplatz kam &#8211; ich nehme an, etwa 40 Tage nach Ausbruch des Kampfes. Ich erw\u00e4hne dies, weil es uns die wechselnden Wege zeigt die in der g\u00f6ttlichen Erziehung so wertvoll und n\u00f6tig sind. David war ein Insasse des Palastes gewesen, der Waffentr\u00e4ger des K\u00f6nigs, sehr geliebt von ihm, und er hatte dem K\u00f6nig \u00fcberdies einen einzigartigen Dienst erwiesen. Aber er verl\u00e4\u00dft diesen Schauplatz, um zu dem niedrigen Dienst zur\u00fcckzukehren, die Schafe seines Vaters in der W\u00fcste zu h\u00fcten. Dort dient er in Zur\u00fcckgezogenheit mit gleichem Eifer und gleichem Flei\u00df wie an h\u00f6chster Stelle, und er beweist durch seine Willigkeit, die eine Arbeitsst\u00e4tte mit der anderen zu vertauschen, die wahre Kraft der Seele und Aufrichtigkeit seiner Absicht als ein treuer Diener, was auch immer von ihm verlangt wurde. Ein bedeutenderer und hervorragender Dienst steht ihm jedoch nun bevor. Doch der Weg zu diesem Dienst ist ein sehr geringer Weg. Denn auf Anordnung seines Vaters verl\u00e4\u00dft er die W\u00fcste und die Hut der Schafe, um einen sehr einfachen Auftrag auszuf\u00fchren, n\u00e4mlich, seinen Br\u00fcdern Lebensmittel zu bringen und nach ihrem Wohlergehen zu fragen. W\u00e4hrend er diesen Auftrag ausf\u00fchrt zeigt sich ihm eine M\u00f6glichkeit, eine Forderung in ihm, von der Herrlichkeit Gottes Zeugnis zu geben. Einer solchen Forderung zu entsprechen, dazu ist der Mensch Gottes stets bereit. Nachdem David sich zuerst seines Auftrags entledigt hat, wird seine Aufmerksamkeit erregt, als er den Philister die Schlachtreihen des lebendigen Gottes schm\u00e4hen h\u00f6rt. Sein Geist wird in ihm erregt, und er beschlie\u00dft sofort, dem Philister entgegenzutreten. (Wie besitzergreifend und zum sofortigen Handeln dr\u00e4ngend ist die Kraft Gottes!) Obwohl er nur mit einem geringen Auftrag betraut war, ist David doch bereit, sich augenblicklich mit gro\u00dfem Eifer und gro\u00dfer Tapferkeit in den hervorragendsten Dienst zu stellen, zugleich aber auch mit sch\u00f6ner Einfachheit. Indem er die R\u00fcstung Sauls zur\u00fcckweist, die er &#8222;nie versucht&#8220; hatte, ergreift er, was f\u00fcr ihn am nat\u00fcrlichsten war, f\u00fcnf glatte Steine aus dem Bach. Er zeigt dadurch, da\u00df er nichts H\u00f6heres brauchte, als die Mittel, die zum Bereich seiner T\u00e4tigkeit geh\u00f6rten. Mit der einfachen Ausr\u00fcstung eines Hirten ist er zufrieden und furchtlos, er kann dem furchtbaren Feind mit einem Stabe, einer Hirtentasche, einer Schleuder und f\u00fcnf Steinen entgegenzutreten &#8211; f\u00fcnf &#8222;glatte Steine&#8220;!<\/p>\n<p>Wie v\u00f6llig mu\u00df er im Besitz g\u00f6ttlicher Kraft gewesen sein, um sie mit solcher Ruhe und Besonnenheit anzuwenden! David tritt Goliath entgegen, wie er einem Kinde h\u00e4tte begegnen k\u00f6nnen, und er erwidert seine Herausforderung mit all der W\u00fcrde eines Menschen, der die Macht kennt, auf die er sich als seine Waffe bedenkenlos st\u00fctzt. Vertrauen auf Gott, Dessen Durchhilfe er in seinen pers\u00f6nlichen W\u00fcstenk\u00e4mpfen mit dem L\u00f6wen und dem B\u00e4ren erfahren hatte, machte ihn furchtlos und sicher bei der Begegnung mit einem furchtbaren Feind, vor dem das ganze Heer Israels zitterte. Ein Stein gen\u00fcgte, und der Riese st\u00fcrzte zu Boden! David, in richtiger Anwendung der Mittel, nachdem er vorher Sauls R\u00fcstung als ein Mittel zum Sieg abgelehnt hatte, ergreift nun rechtm\u00e4\u00dfigen Besitz von dem, was er erobert hatte, Er nahm das Schwert Goliaths und &#8222;hieb ihm den Kopf damit ab&#8216;. Jede Handlungsweise zeugt von der Angemessenheit und Weisheit g\u00f6ttlicher Kraft.<\/p>\n<p><a>1. Samuel 18<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.bibelkommentare.de\/images\/book_small.gif\" border=\"0\" \/><\/a>. Wie es bei dem Herrn Selbst war, so bleiben auch Davids gr\u00f6\u00dfte Verdienste ohne Anerkennung, ausgenommen durch den kleinen \u00dcberrest, der mit Seiner Person verbunden war, und der dem armen Weibe in <a>Lukas 7<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.bibelkommentare.de\/images\/book_small.gif\" border=\"0\" \/><\/a> gleicht. Sie empfand, da\u00df der Herr alles f\u00fcr sie bedeutete, w\u00e4hrend der Pharis\u00e4er und die Hochgestellten in sich hohl waren und dem Herrn ablehnend gegen\u00fcberstanden. Sicherlich sch\u00e4tzte der Herr die Liebe Seiner J\u00fcnger, und sie erfreute Ihn auf Seinem Erdenweg, auf dem Er von den Menschen so verkannt und beiseitegesetzt wurde. David wurde noch gr\u00f6\u00dferer Trost gew\u00e4hrt in der wunderbaren, ergreifenden Zuneigung und Verbindung mit Jonathan, der ihm treu blieb. Er mu\u00dfte aber auch lernen, da\u00df dies alles war, worauf er rechnen konnte. Mochte sein Dienst auch noch so erhaben sein, er durfte sich nicht auf die st\u00fctzen, denen er gedient hatte, sondern nur auf den einen, dessen Zuneigung er gewonnen hatte. Es mu\u00dfte eine Herzensverbindung sein, nicht die Gunst des Volkes oder des K\u00f6nigs &#8211; ein gesegnete Erfahrung f\u00fcr jeden Diener, ein sch\u00f6ner und heiliger Pfad, zu dein die Seele hingeleitet wird.<\/p>\n<p>Die Undankbarkeit schl\u00e4gt bald in Feindschaft um. Saul beneidet jetzt David und er &#8222;sah scheel auf David von jenem Tage und hinfort&#8220;. Saul ist, wie ich empfinde, ein Bild der Welt, die ein religi\u00f6ses Kleid tr\u00e4gt so wie das Christentum durch die Welt gest\u00fctzt wird. Je treuer wir in dieser Welt sind, je st\u00e4rker fordern wir ihre Feindschaft heraus. Aber wie f\u00f6rderlich ist diese Feindschaft f\u00fcr den Mann Gottes! Bleibt er treu, so treibt sie ihn schlie\u00dflich dazu, jegliche Gemeinschaft mit der Welt aufzugeben. Denn so treu sein Dienst auch sein mag, er kann nie siegen. Ich m\u00f6chte nicht sagen, da\u00df David kein Recht hatte, das Haus Sauls aufzusuchen. Indem er den Herrn darstellte, befand er sich dort als der Befreier. Aber am Schlu\u00df ist er gezwungen, zu gehen, so wie jeder treue Knecht fr\u00fcher oder sp\u00e4ter feststellen wird, da\u00df er entweder f\u00e4llt oder alle Gemeinschaft mit der Welt aufgeben mu\u00df.<\/p>\n<p>Auf die verschiedenste Weise versucht Saul, die Vernichtung Davids herbeizuf\u00fchren. So ein bitterer und unverdienter Ha\u00df mag uns in Erstaunen versetzen. Aber er zeigt uns lediglich die Bosheit des weltlichen Bekenners, der durch das gr\u00f6\u00dfte Ma\u00df an G\u00fcte und Hilfe nicht entwaffnet werden kann. David zeigt uns hier das Bild eines Menschen, dem es ein Bed\u00fcrfnis ist, inmitten seines Volkes zu dienen &#8211; ein edler Entschlu\u00df, der sich in vollkommener Weise in dem wahren David, dem gr\u00f6\u00dften Knecht Gottes, in Jesus, zeigte.<\/p>\n<p>Saul versucht nun, David dadurch zu fangen, da\u00df er ihm seine \u00e4lteste Tochter unter der Bedingung zusagt, da\u00df er die Streite Jehovas streite. Denn er ist im B\u00f6sen noch nicht so verh\u00e4rtet, da\u00df er \u00f6ffentlich die Hand an ihn legen w\u00fcrde. Er dachte aber: &#8222;Die Hand der Philister soll wider ihn sein!&#8220; David bekommt Merab nie zum Weibe; offenbar h\u00e4tte er dies als eine ganz unerwartete Ehrung angesehen. Aber es kam nicht zu dieser Ehrung. Es ist der stete Tropfen, der den Stein h\u00f6hlt und dies war stets die Art der Zucht, die David n\u00f6tig hatte. Wie mu\u00df er unter dem Betrug und den Intrigen gelitten haben, auf die er so wenig vorbereitet war, als er den Kreis um den K\u00f6nig betrat! Die Edlen und Starken k\u00f6nnen schlecht die gemeine Gesinnung des Neides ertragen. David lernte aber dadurch das tr\u00fcgerische Wesen der Gottlosen kennen. Saul gibt Merab, allem Recht und Ehrgef\u00fchl zuwider, dem Adriel zum Weibe. Aber indem er immer noch nach der Vernichtung Davids d\u00fcrstet, bietet er ihm Michal als eine Falle an, n\u00e4mlich mit der Bedingung, da\u00df er als Heiratsgabe &#8222;hundert Vorh\u00e4ute der Philister&#8220; bringen m\u00fcsse. David geht willig darauf ein. Indem er sich nicht an die Begrenzung des Abkommens h\u00e4lt, geht er in der Gro\u00dfz\u00fcgigkeit seines Wesens \u00fcber die gestellte Bedingung hinaus (denn er will niemandes Schuldner sein), und erschl\u00e4gt &#8222;unter den Philistern zweihundert Mann&#8220;. Je h\u00f6her wir jedoch \u00fcber dem Geiste der Welt stehen, je mehr wird sie uns hassen. Saul wurde nun &#8222;David feind alle Tage-. Dieser treue Diener mu\u00df nun eingesehen haben, da\u00df alle seine G\u00fcte und sein Dienst am Hof nichts ausrichteten. Vermehrte Ehre brachte ihm nur t\u00f6dlicheren und tiefgewurzelten Ha\u00df ein. In geringem Ma\u00dfe mu\u00df er die Gef\u00fchle Dessen empfunden haben, Der sagte: &#8222;Wenn ich nicht die Werke unter ihnen getan h\u00e4tte, die kein anderer getan hat, so h\u00e4tten sie keine S\u00fcnde &#8230; Sie haben mich ohne Ursache geha\u00dft&#8220;.<\/p>\n<p><a>1. Samuel 19<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.bibelkommentare.de\/images\/book_small.gif\" border=\"0\" \/><\/a>. Dieser Ha\u00df verbirgt sich jetzt nicht mehr unter einem sch\u00fctzenden Mantel. Denn Saul redete zu seinem Sohne Jonathan und zu allen seinen Knechten, da\u00df er David t\u00f6ten wolle&#8220;. David wird durch Jonathan, der gro\u00dfes Wohlgefallen an David hatte, wegen dieser Absicht gewarnt. Wie gn\u00e4dig und barmherzig sind die Wege Gottes mit Seinem Volk! Wenn Er es f\u00fcr n\u00f6tig befindet, Seinen Knecht durch eine bittere Erfahrung das B\u00f6se einer Gemeinschaft mit der Welt zu zeigen, von der der Knecht sich absondern mu\u00df, so sorgt Gott gleichzeitig f\u00fcr ein ergebenes Herz, auf das sich Sein Knecht v\u00f6llig verlassen kann! David hatte einen Lichtblick, einen Ort der Geborgenheit, eine Zuflucht, die sein gro\u00dfes Gegenbild nur wenig auf Erden kannte. Jonathan warnt ihn, vermittelt zwischen ihm und seinem Vater, Saul l\u00e4\u00dft sich erweichen, und David &#8222;war vor ihm wie fr\u00fcher&#8220;. Alle diese wechselnden Erziehungswege sind n\u00f6tig. Wenn wir so gering geworden sind, da\u00df wir uns &#8222;verbergen am Bergungsorte&#8220;, so wird unsere Zuflucht in Gott als eine Wirklichkeit nicht nur bezeugt, sondern sie wird uns selbst bewiesen. Wenn dann die \u00e4u\u00dferen Umst\u00e4nde wieder g\u00fcnstig sind, und wir vergleichen die Ruhe, die wir dank der Umst\u00e4nde genie\u00dfen mit derjenigen, die wir genossen haben, als wir &#8211; menschlich betrachtet &#8211; in aussichtsloser Lage waren, dann merken wir den gro\u00dfen Unterschied: Die geringere Hilfsquelle kann uns nie die Ruhe bieten, die wir in der h\u00f6heren Quelle finden.<\/p>\n<p>David, dem sich die Gunst Sauls wieder zugewendet hat, dient mit Eifer, aber er wird bald wieder angegriffen, und kann nur durch eine List Michals entfliehen, &#8211; derjenigen, die Saul als Falle f\u00fcr David benutzen wollte. Nachdem er nun \u00fcberzeugt ist, da\u00df er nicht l\u00e4nger im k\u00f6niglichen Palast bleiben kann, flieht er, indem er seine Stellung und alles, was einem Mann wertvoll ist, aufgibt, mit Ausnahme seines Lebens. Und wohin wendet er sich? Wohin treibt ihn nat\u00fcrlicherweise der Bruch mit Saul? Zu Samuel in Rama. Samuel hatte sich, nach einem weiteren Erziehungswege, ebenfalls aus der Gemeinschaft mit Saul zur\u00fcckgezogen. Nun war der wahre K\u00f6nig, nach allen vergeblichen Versuchen, der herrschenden Macht zu dienen und sie f\u00fcr sich zu gewinnen, ebenfalls zum R\u00fccktritt gezwungen worden. Und, indem er den g\u00f6ttlichen Pfad beschreitet, kann er nicht anders als dem begegnen, der ihn bereits zur\u00fcckgelegt hat. David und Samuel, der Diener und der Prophet, werden durch etwas Gemeinsames verbunden, &#8211; der eine betritt gerade die Schule Gottes, der andere verl\u00e4\u00dft sie. David war noch ein jugendlicher Sch\u00fcler, w\u00e4hrend Samuel betagt und in dieser Schule wohl ausgebildet war. Aber durch den verwandten Geist und durch ein gleiches Ziel begegnen sie sich und wohnen zusammen. Und dies ist der wahre, heilige und g\u00f6ttliche Weg, Gemeinschaft mit den Heiligen zu erlangen. Hast Du den g\u00f6ttlichen Weg durchschritten und ich betrete ihn, so m\u00fcssen wir einander begegnen und zusammen wandern, denn wenn auch die Wege der Menschen viele sind, so ist Gottes Weg nur einer.<\/p>\n<p>Was hatte David nun durch dies alles gelernt, als er gezwungen war, um seines Lebens willen zu fliehen und Schutz und Teilnahme bei dem abgesonderten Propheten zu suchen? Er hatte durch Erfahrung gelernt, was es hei\u00dft, seinen Platz in der Welt behaupten zu wollen, die sich dem Namen nach zu Gott bekannte. Von der Nutzlosigkeit dieses Versuches, und noch mehr von der Bosheit, die ihm entgegenstand, nun \u00fcberzeugt, betritt er einen neuen Pfad. Er lernt nun, was es hei\u00dft, allein unter Gottes Hand voranzugehen, getrennt von allen, denen er zu dienen bereit war. Er hatte die Gunst der Welt geschmeckt, die in ihrem Wesen so gef\u00e4hrlich und ungewi\u00df ist, nun mu\u00df er sich in der Tr\u00fcbsal der Verwerfung \u00fcben.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen daran denken, da\u00df David Gottes eigene Wahl f\u00fcr den Thron Israels darstellte. Au\u00dferdem war er gleich zu Anfang seiner Laufbahn f\u00fcr seine hohe Stellung gesalbt worden. Um diese Stellung aber nach Gottes Gedanken bekleiden zu k\u00f6nnen, mu\u00dfte er in jenen Wesensz\u00fcgen ge\u00fcbt werden, die dem K\u00f6nig Gottes geziemen. Es ist stets Gottes Art, zuerst zu berufen, und dann zuzubereiten. Bei den Menschen ist es umgekehrt: sie bed\u00fcrfen der Ausbildung vor ihrer Ernennung. Wir aber d\u00fcrfen uns darauf getrost verlassen, da\u00df Gott uns f\u00fcr jedes Amt, f\u00fcr jede Aufgabe, f\u00fcr die Er uns bestimmt hat, auch zubereiten wird, wenn Er uns dahin berufen hat. Der g\u00f6ttliche Grundsatz hei\u00dft, wie einer es ausdr\u00fcckte: &#8222;Zuerst den Lorbeer tragen, dann beginnt der Kampf&#8220;. So war Gottes erste Handlung David gegen\u00fcber, ihn zum K\u00f6nig zu berufen, und hieraus erwuchsen alle seine Erfahrungen, Taten und Schwierigkeiten. Denn ich bin der Annahme, da\u00df er erst nach seiner Salbung &#8222;den L\u00f6wen und den B\u00e4r&#8220; t\u00f6tete. Aber welch ein langer Weg der Pr\u00fcfung war n\u00f6tig, ehe er geeignet war, die hohe Stellung einzunehmen, zu der er bestimmt worden war! Zu dem Zeitpunkt, den wir jetzt betrachten, hatte er zwei Pfade der Erziehung durchschritten. Der eine verlief daheim, bei der Hut der Schafe seines Vaters, in der W\u00fcste, wobei er sich tapfer und erfolgreich erwiesen hatte. Der zweite Pfad f\u00fchrte ihn an die h\u00f6chste Stelle in der Welt, der religi\u00f6sen Welt, von einigen geliebt, vom Volke verehrt, aber geneidet vom K\u00f6nig; abwechselnd der Gegenstand der Gunst, des Betruges und der Feindschaft, und schlie\u00dflich gezwungen, seine Stellung aufzugeben und um seines Lebens willen zu fliehen. In unserer Lebensgeschichte werden wir stets finden, da\u00df der erste Lebenskreis die Haupt-Wesensz\u00fcge umschlie\u00dft und darstellt, die alle folgenden Kreise kennzeichnen. Folglich ist nichts wichtiger f\u00fcr einen Christen als die Art, wie und unter welcher F\u00fchrung er seinen ersten Lebenskreis beginnt und durchschreitet. Bei David hatte dieser erste Kreis eine sch\u00f6ne Ordnung und wies all die Bestandteile sittlicher Sch\u00f6nheit auf, die sich in den weiteren Kreisen so vielf\u00e4ltig zeigt, wie wir es noch sehen werden. Er betrat nun seinen dritten Erziehungspfad, der sich bis zum Tode Sauls erstreckt, und als die Zeit seiner Verwerfung bezeichnet werden kann, in welcher der Herrscher Israels, Saul, nach seinem Leben trachtete. Es war eine Zeit besonderen Leidens, aber auch gro\u00dfer, vielf\u00e4ltiger und gesegneter Erfahrungen der G\u00fcte Gottes, wie auch der Schw\u00e4che seiner eigenen Natur.<\/p>\n<p>Wir haben gesehen, da\u00df David floh und in Rama bei dem Propheten wohnte, der sich bek\u00fcmmert in Treue von der Szene und den Verbindungen zur\u00fcckgezogen hatte, von denen David nun vertrieben wurde. Sie werden gemeinsam ohne Zweifel tief und bitterlich getrauert haben \u00fcber die Mi\u00dfherrschaft Sauls, der ebenso unbarmherzig war, wie sp\u00e4ter ein Herodes und der David selbst bis hierher verfolgt. Als er es aber unternimmt, sie in ihrem Bergungsort aufzusp\u00fcren, bezwingt ihn der Geist Gottes, und David wird zu Anfang dieses neuen und betr\u00fcblichen Weges vor Augen gef\u00fchrt, wie sichtbar Gott ihn in seiner scheinbaren Schutzlosigkeit unter Seinen Schutz nehmen kann.<\/p>\n<p><a>1. Samuel 20<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.bibelkommentare.de\/images\/book_small.gif\" border=\"0\" \/><\/a>. David ist aber noch nicht bereit, seine Position ohne Kampf aufzugeben. Er verl\u00e4\u00dft Najoth, um Jonathan aufzusuchen und von ihm zu erfahren, ob seine Stellung unwiederbringlich verloren ist. Sie treffen sich, ein Zeichen wird ausgemacht, das Sauls Unvers\u00f6hnlichkeit best\u00e4tigt; Davids Schicksal scheint besiegelt, Er verl\u00e4\u00dft sein Versteck und l\u00e4\u00dft, mit Jonathan vereint, dem brennenden Schmerz eines vollen Herzens freien Lauf. Immer noch beherrscht, und den Anstand wahrend, als er Jonathan entgegenging, &#8222;fiel er auf sein Antlitz zur Erde und beugte sich dreimal nieder; und sie k\u00fc\u00dften einander und weinten miteinander, bis David \u00fcber die Ma\u00dfen weinte.&#8220; Welche Szene war es, welch ein Losrei\u00dfen! Das letzte Bindeglied, das David mit dem fruchtbaren und einst herrlichen Schauplatz seines Handelns verband, ist zerbrochen. In einem Augenblick ist er alles dessen beraubt, was er sch\u00e4tzte und liebte. Ehre, Stellung, Dienst schwinden vor seinen Augen dahin, ja selbst die Gemeinschaft des Herzens, das ihm immer noch treu blieb. Von nun an mu\u00df er seine \u00f6ffentliche Laufbahn aufgeben, seine Verbindung zum K\u00f6nig, seine tapferen K\u00e4mpfe f\u00fcr sein Volk gegen dessen Feinde, und die Liebe und Teilnahme Jonathans. Er mu\u00df sich aus der \u00f6ffentlichkeit zur\u00fcckziehen und sie scheinbar mit Nutzlosigkeit vertauschen.<\/p>\n<p>Wir alle wissen, was es f\u00fcr die menschliche Natur bedeutet, das aufzugeben, was sie erwartete oder besa\u00df, &#8211; wie schwer ist es, mit irgendwelcher Freudigkeit zu dem fr\u00fcheren Zustand zur\u00fcckzukehren. Aus welchem Grunde geschah dies alles? Um des ungerechten und t\u00f6dlichen Hasses des Herrschers Israels willen. Wenn David nicht erkennen konnte, wie wir es heute k\u00f6nnen, da\u00df es Gott Selbst war, Der die Wege lenkte, um David weiterzubilden und f\u00fcr sp\u00e4tere Gr\u00f6\u00dfe passend zu machen, so h\u00e4tte er wohl zu Boden geschmettert werden k\u00f6nnen. Der Kampf mit dem L\u00f6wen und dem B\u00e4ren, mit Goliath und den Philistern war mit diesem Schlage nicht zu vergleichen. Gro\u00df mu\u00df die Einsamkeit seiner Seele in jenen Stunden gewesen sein. Und als der hochgelobte Herr \u00fcber Jerusalem weinte, m\u00fcssen sicherlich Schmerzen der gleichen Art, wenn auch unvergleichlich tiefere und heiligere, Sein zartf\u00fchlendes Herz durchfurcht haben. David und Jonathan trennen sich mit einem Eide und in ungest\u00f6rter Verbundenheit; aber ihre Lebenswege gehen nun auseinander. David, der verworfene K\u00f6nig, mu\u00df noch eine Leidenszeit durchmachen und in dieser andere Gef\u00e4hrten seines Leidens und seiner Verwerfung finden; w\u00e4hrend Jonathan &#8222;in die Stadt&#8220; zur\u00fcckkehren mu\u00dfte, zum Hause seines Vaters, dem Bindeglied, das er nicht abstreifen kann. Diese Szene zeigt uns im Vorbild den wahren David in Seiner Verwerfung und, den j\u00fcdischen \u00dcberrest, der weder mit Ihm leidet noch mit Ihm herrscht.<\/p>\n<p><a>1. Samuel 21<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.bibelkommentare.de\/images\/book_small.gif\" border=\"0\" \/><\/a>. David wurde in v\u00f6lliger Abh\u00e4ngigkeit auf Gott geworfen, und seine erste Handlung nach der von uns betrachteten Trennung ist sein Gang zu dem Hohenpriester. Die Seele, die den Platz der Abh\u00e4ngigkeit einnimmt, wendet sich stets (wenn auch vielleicht ohne klare Rechenschaft \u00fcber den Beweggrund) zu Gottes anerkanntem Zeugnis auf Erden. Ich glaube, da\u00df wir, wenn wir den Platz der Verbannung in der Welt um des Herrn willen (wenn es uns auch noch so wenig bewu\u00dft ist) einnehmen, stets instinktiv die Kirche (Versammlung), als Gottes aufgestelltes Zeugnis auf der Erde, aufsuchen. David tut das im Prinzip, wenn wir auch mit Recht seine Unaufrichtigkeit Ahimelech gegen\u00fcber tadeln m\u00f6gen. Selten jedoch handelt der neue Mensch, ohne das der alte, in dem Versuch des Mitwirkens, Schw\u00e4che und sittlichen Tiefstand beweist. David erh\u00e4lt von Ahimelech sowohl Brot als auch ein Schwert (tats\u00e4chlich das Schwert Goliaths, ein Andenken an seinen ersten \u00f6ffentlichen Sieg). Er nahm in diesem Augenblick bildlich den Platz des Herrn in Israel ein, als Dessen J\u00fcnger, durch den Hunger getrieben, die \u00c4hren des stehenden Getreides, durch das sie hindurchgingen, zwischen den H\u00e4nden rieben. Aber wie bricht das rein menschliche Vorbild unter zu gro\u00dfer Belastung zusammen, und zeigt dadurch in umso gr\u00f6\u00dferer Klarheit die Vollkommenheit des g\u00f6ttlichen und zugleich menschlichen Gegenbildes.<\/p>\n<p>Und nun verfehlt sich David noch weiter. So gro\u00df ist seine Furcht vor Saul, obwohl er die Troph\u00e4e seines Sieges \u00fcber den Riesen in der Hand h\u00e4lt, da\u00df er das Land verl\u00e4\u00dft, den ersten Platz des Vorrechts aufgibt und zu Achis, dem K\u00f6nig von Gath, flieht! Trotz der ihm zuteil gewordenen Nahrung und Bewaffnung aus Gottes Heiligtum gibt er sich dem Unglauben hin und verl\u00e4\u00dft das Erbteil Jehovas. Unglaube f\u00fchrt uns aber stets in die Not, der wir zu entgehen trachten, und die wir, wie wir sp\u00e4ter lernen, durch den Glauben h\u00e4tten \u00fcberwinden k\u00f6nnen. Die Knechte des Achis erkennen ihn gar bald, und David nimmt als n\u00e4chstes Zuflucht dazu, sich wahnsinnig zu stellen. Wie dem\u00fctigend ist das! Nun aber beginnt seine Seele, sich allein mit Gott zu besch\u00e4ftigen, und die ganze vorangegangene Zucht f\u00e4ngt an, Frucht zu tragen. Es ist notwendig, da\u00df er nicht nur alles, was er in der Welt hochsch\u00e4tzte, vor sich dahinschwinden sieht, sondern er mu\u00df auch seine pers\u00f6nliche Dem\u00fctigung empfinden, und dann erst erschlie\u00dft sich ihm der wahre Charakter und Wert der Hilfsquellen in Gott. Zu diesem Zeitpunkt war es, da\u00df der Geist Gottes die lieblichen, vertrauensvollen Zeilen des 34. Psalms durch Davids Seele ziehen l\u00e4\u00dft: &#8222;Jehova will ich preisen allezeit!&#8220; Er ruft aus: Ich suchte Jehova, und er antwortete mir; und aus allen meinen Be\u00e4ngstigungen errettete er mich&#8220;. Durch bittere Pr\u00fcfungen hindurch hatte er diese gesegneten Ausspr\u00fcche erreicht. Und an demselben Ort, sozusagen, wirkt der Geist Gottes immer noch die gleichen Ausrufe bei denen, die den gleichen Weg gehen. Aus der Welt hinausgetrieben, pers\u00f6nlich gedem\u00fctigt vor den Menschen und in seinen eigenen Augen, seine eigene &#8222;Arglist&#8220; verurteilend, kann er nun sagen: Jehova erl\u00f6st die Seele seiner Knechte; und alle, die auf ihn trauen, werden nicht b\u00fc\u00dfen.&#8220;<\/p>\n<p><a>1. Samuel 22<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.bibelkommentare.de\/images\/book_small.gif\" border=\"0\" \/><\/a>. David verl\u00e4\u00dft Achis mit dem <a>Psalm 34<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.bibelkommentare.de\/images\/book_small.gif\" border=\"0\" \/><\/a> auf den Lippen und flieht nach Adullam. Er befindet sich wieder im Lande, wenn er auch nur eine H\u00f6hle zur Verf\u00fcgung hat. Und dorthin versammelt sich zu ihm nicht nur sein eigenes Haus, sondern alle, die in Bedr\u00e4ngnis oder in Schulden usw. sind. Indem er den Platz der Abh\u00e4ngigkeit f\u00fcr sich selbst erkannt hat, kann er der Mittelpunkt und F\u00fchrer f\u00fcr die Armen der Herde werden, deren Herzen die Herrschaft Sauls nicht anerkannten. Und diese k\u00f6nnen seinem Glauben folgen, den Ausgang seines Wandels anschauen. W\u00e4hrend seines Aufenthalts in der H\u00f6hle dichtet er drei Psalmen (<a>Ps 142<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.bibelkommentare.de\/images\/book_small.gif\" border=\"0\" \/><\/a>, <a>Ps 57<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.bibelkommentare.de\/images\/book_small.gif\" border=\"0\" \/><\/a>, <a>Ps 52<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.bibelkommentare.de\/images\/book_small.gif\" border=\"0\" \/><\/a>) und den 52. Psalm, diesen, wie ich annehme, nachdem der Prophet und der Priester zu ihm gekommen waren. Er bezeugt volles Vertrauen auf Gott, bis vor\u00fcbergezogen das Verderben&#8220;, obwohl er gleichzeitig die Gefahren empfindet, die ihn umgeben. Sein &#8222;Herz ist befestigt&#8220;, darum will er &#8222;singen und Psalmen singen&#8220;. Wir schrecken nat\u00fcrlicherweise vor \u00dcbungen und K\u00fcmmernis zur\u00fcck. Wenn wir aber die Hilfsquellen in Gott genie\u00dfen, zu denen unsere \u00dcbungen uns erst Zuflucht nehmen lie\u00dfen, so gedenken wir nicht mehr der M\u00fchsal des Weges, der uns dorthin f\u00fchrte.<\/p>\n<p><a>Psalm 52<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.bibelkommentare.de\/images\/book_small.gif\" border=\"0\" \/><\/a> ist der Ausspruch Davids, als er von Doegs Handlungsweise h\u00f6rt. Er erkennt die g\u00f6ttliche Zucht in all seiner M\u00fchsal: &#8222;Ich werde dich preisen ewiglich, weil du es getan hast.&#8220; Wie formte der Geist Gottes jede \u00dcbung zu einem Anla\u00df um, Davids Seele mit den tiefen Akkorden des geistlichen Liedes und mit dem Tag der Herrlichkeit zu besch\u00e4ftigen! Wenn ein Paulus bis in den dritten Himmel entr\u00fcckt wurde und unaussprechliche Worte h\u00f6rte, so h\u00f6rte der ausgesto\u00dfene David in der H\u00f6hle und der Ein\u00f6de sicherlich in seiner Seele die erhabenen Weisen des Sieges Gottes \u00fcber jeden Feind. Er h\u00f6rte nicht nur die Harfenspieler auf ihren Harfen spielen, sondern sein eigenes Herz wurde von Gott zum Klingen gebracht. Und die g\u00f6ttliche Musik ermunterte den Geist des verworfenen K\u00f6nigs.<\/p>\n<p><a>1. Samuel 23<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.bibelkommentare.de\/images\/book_small.gif\" border=\"0\" \/><\/a>. Kehila ist der n\u00e4chste Gegenstand in diesem interessanten Bericht. Was auch der Druck oder die \u00dcbung unserer eigenen Stellung sein mag, wenn wir uns in dem Geist und Seelenzustand des Psalms 57 befinden, so k\u00f6nnen wir nicht von der Not irgendwelcher Glieder des Volkes Gottes h\u00f6ren, ohne zur Hilfe bereit zu sein, wenn diese in unserer Macht liegt. Als es daher David berichtet wurde: &#8222;Siehe, die Philister streiten wider Kehila, und sie pl\u00fcndern die Tennen&#8220;, da befragte er Jehova und sprach: &#8222;Soll ich hinziehen und diese Philister schlagen?&#8220; Und der Herr antwortet: &#8222;Ziehe hin, und schlage die Philister und rette Kehila!&#8220; Der Mann wahrer Macht und Erfahrung der Hilfe Gottes wendet sich stets zu Gott, ehe er irgendetwas unternimmt. Davids M\u00e4nner versuchen, ihn zu entmutigen, aber, nachdem er sein eigenes Herz und seine Betr\u00fcbnis bezwungen hat, mu\u00df er nun auch lernen, \u00fcber dem Unglauben seiner Genossen zu stehen. Er fragt zum zweiten Male, und nachdem der Herr ihm eine weitere Zusage gegeben hat, geht er mit seinen Leuten hinab nach Kehila und ist v\u00f6llig erfolgreich. Er rettet die Einwohner von Kehila. Dies sollte jedoch dazu dienen, nur eine neue Reihe von \u00dcbung und Pr\u00fcfungen des Herzens f\u00fcr ihn herbeizuf\u00fchren. Wieder einmal bleiben seine Dienste unbelohnt. Saul kommt hinab, Kehila zu belagern. David befragt Jehova, ob die M\u00e4nner, die er eben von den Philistern befreit hat, ihn \u00fcberliefern werden, und die g\u00f6ttliche Antwort sagt, da\u00df sie es tun werden.<\/p>\n<p>Lasst uns hier den Unterschied in Davids Art Gott zu befragen in diesem und im ersten Fall beachten (Vers -1-4). Es scheint, da\u00df er keinen Gebrauch von dem Priester machte, als er die Weisung wegen der Errettung Kehilas erbat. Hier aber, als er &#8222;erfuhr, da\u00df Saul B\u00f6ses wider ihn schmiedete&#8220; und er den Weg seiner eigenen Handlungsweise erfahren wollte, sagt er zu dem Priester: &#8222;Bringe das Ephod her!&#8220; und er stellt auf diese Weise seine Frage an den Herrn. Dieser Unterschied ist lehrreich. Im ersten Fall war es eine einfache Frage, ob er anderen einen Dienst erweisen sollte oder nicht. Ohne seine Beweggr\u00fcnde zu ergr\u00fcnden, braucht er sich wegen Weisung nur an den Herrn zu wenden. Wenn aber unsere eigenen Interessen auf dem Spiele stehen, besteht eine viel gr\u00f6\u00dfere Wahrscheinlichkeit, da\u00df wir uns vom eigenen Willen leiten lassen, und es an Einfalt des Herzens und der Absichten fehlt. Wir brauchen umso mehr, unsere volle Annahme zu verwirklichen und unsere Beweggr\u00fcnde zu pr\u00fcfen. Und hier kommt das Priesteramt zur Geltung. In beiden F\u00e4llen war Gottes Antwort unverz\u00fcglich und unmi\u00dfverst\u00e4ndlich. Und es ist sehr lehrreich, die Art von Frage und Antwort zwischen David und dem Herrn zu beachten. Welches Vertrauen und welche Einfachheit zeigt sich in diesem Gespr\u00e4ch! David stellt seine klaren, einfachen Fragen, und Jehova antwortet ebenso einfach und klar. David hatte keine Zuflucht als nur beim Herrn; dies lernte er je mehr und mehr in jedem Abschnitt seines Lebens. Jede Seele, die sich in der Gegenwart des Herrn befindet und sich wahrhaft auf Ihn verl\u00e4\u00dft, wird dieselbe Erfahrung machen. Je einf\u00e4ltiger eine solche Seele ist, je bef\u00e4higter ist sie f\u00fcr einen hohen, erhabenen. Dienst. Wer stark im Herrn ist, kann alle seine Kr\u00e4fte nach Gottes Ratschlu\u00df einsetzen, um anderen zu helfen und zu dienen, dabei in voller Abh\u00e4ngigkeit vom Herrn stehend. Er beweist dabei, da\u00df seine Hilfsquellen ihn \u00fcber jede Belohnung seitens derer stellen, denen er dient. Es ist klar, da\u00df uns nicht alle Dienstleistungen Davids berichtet werden, oder alle Erfahrungen, durch die er hindurchging. Wahrscheinlich ist uns ein Beispiel f\u00fcr jede besondere F\u00fchrungslinie in seinem Leben niedergeschrieben. Der Bericht von Kehila zeigt uns, wie ich meine, den verworfenen K\u00f6nig bei seinem unbelohnten Dienst den B\u00fcrgern gegen\u00fcber. Und diese Begebenheit enth\u00e4lt notwendige Belehrung f\u00fcr ihn, nein, auch f\u00fcr jeden einzelnen, der mit dem wahren David durch diese b\u00f6se Welt zu wandeln begehrt.<\/p>\n<p>David flieht nun wohin irgend er gehen konnte&#8220; (Vers 13) und bleibt schlie\u00dflich auf einem Gebirge in der W\u00fcste Siph. Hier sucht Jonathan ihn auf und &#8222;st\u00e4rkte seine Hand in Gott&#8216;, dadurch die Voraussage des Glaubens erf\u00fcllend, die David in <a>Psalm 142<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.bibelkommentare.de\/images\/book_small.gif\" border=\"0\" \/><\/a> ausgesprochen hatte: &#8222;Die Gerechten werden mich umringen&#8220;. Wie gn\u00e4diglich ermuntert der Herr uns durch menschliches Mitgef\u00fchl, wenn wir die Ein\u00f6de allein im Vertrauen auf Ihn betreten haben! Wie lieblich ist es f\u00fcr die Seele, diese Beweise Seines liebenden Herzens zu erkennen! Doch wird die Freude und Ermutigung, die er durch Jonathans Besuch empfangen hatte, bald durch die unverdiente Feindschaft seitens der Siphiter getr\u00fcbt, die Davids Versteck verraten, um Sauls Wohlwollen zu gewinnen.<\/p>\n<p>Ob David bei dieser Gelegenheit, als ihm der Verrat der Siphiter erstmals bekannt wurde, den <a>Psalm 54<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.bibelkommentare.de\/images\/book_small.gif\" border=\"0\" \/><\/a> aussprach, oder erst sp\u00e4ter, ist nicht wesentlich, F\u00fcr uns ist wichtig zu wissen, in welchem inneren Zustand er sich damals befand, und dies wird uns in dem Psalm gezeigt. &#8222;Fremde sind wider mich aufgestanden, aber er kann hinzuf\u00fcgen: Siehe, Gott ist mein Helfer&#8220;. Wie sehr wurde dies verwirklicht! Gerade, als es Saul und seinen M\u00e4nnern gelungen war, ihn zu umzingeln, um ihn gefangenzunehmen, trifft ein Bote bei Saul ein und spricht zu ihm: &#8222;Eile und komm, denn die Philister sind ins Land eingefallen!&#8220; David ist gerettet, und der Ort erh\u00e4lt zum Andenken den Namen &#8222;Fels der Trennung&#8220;.<\/p>\n<p>Auf diese Weise wird die Macht des Menschen zunichte gemacht. Der Mensch kann nie gegen zwei verschiedene Feinde streiten, und er mu\u00df einen entfliehen lassen, um dem anderen entgegenzutreten. David lernte in dieser Notlage, als alle Hoffnung fast verloren schien, wie es dem Herrn ein Leichtes, ein Geringes ist, ihn zu retten. Es ist sehr wichtig. f\u00fcr einen Knecht praktischerweise diese verschiedenen Beweise der g\u00f6ttlichen F\u00fcrsorge f\u00fcr ihn zu erfahren, so da\u00df er, &#8222;gest\u00e4rkt durch die Macht seiner St\u00e4rke&#8220;, sagen kann: &#8222;Alles vermag ich in dem, der mich kr\u00e4ftigt&#8220;. Dies ist eine neue wichtige Lektion f\u00fcr David w\u00e4hrend der Zeit seiner Verwerfung. In Adullam und im Walde Hereth findet er Gef\u00e4hrten und Anteilnahme. Zu Kehila darf er einen hervorragenden Dienst verrichten, wobei er Sauls Pl\u00e4ne dadurch durchkreuzt, da\u00df er sich. nicht in die H\u00e4nde der ihm H\u00f6rigen begibt. In der W\u00fcste Maon, fast schon in der Hand des Feindes, wird er durch die Dazwischenkunft des Herrn gerettet. So lernte er auf verschiedene und wunderbare Weise die Wege Gottes in einer b\u00f6sen und feindlichen Welt kennen. Und je mehr er in dieser Erkenntnis wuchs, je besser wurde er bef\u00e4higt, das Volk Gottes auf solch einem Schauplatz zu f\u00fchren und zu regieren.<\/p>\n<p>Davids Gegenbild, der hochgelobte Herr Jesus, bedurfte keiner derartigen Belehrung. Er wu\u00dfte, was im Menschen war, und er allein ist der wahre Herr und K\u00f6nig. David zeigt uns aber ein sch\u00f6nes Bild des menschlichen Gef\u00e4\u00dfes, mit gro\u00dfen F\u00e4higkeiten und einem bereitwilligen Geist, die g\u00f6ttlichen Weisungen und Wege zu beherzigen. Seine Umst\u00e4nde ver\u00e4ndern sich sehr h\u00e4ufig, aber wenn er sich an seine Lektion der Abh\u00e4ngigkeit von Gott h\u00e4lt, ist er stets auf dem rechten Pfade.<\/p>\n<p><a>1. Samuel 24<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.bibelkommentare.de\/images\/book_small.gif\" border=\"0\" \/><\/a>. Nach einer kurzen Ruhepause auf den Bergfesten von Engedi wird David wieder von Saul gesucht, der diesmal mit dreitausend auserlesenen M\u00e4nnern aus Israel gegen ihn auszieht. Saul gen\u00fcgt es nicht mehr, David einzeln zu verfolgen, er verfolgt Seinen Plan mit organisierter Macht und t\u00f6dlicher Absicht. David mu\u00df diese Drangsal ertragen, aber er wird am Ende erkennen, da\u00df, je gr\u00f6\u00dfer die Gewaltsamkeit ihm gegen\u00fcbertritt, je einfacher und wirksamer Gottes Mittel sind, ihn zu befreien. Saul erfuhr bei Kehila dadurch eine Niederlage, da\u00df David den Ort aufgab. Bei dem Fels der Trennung wurde Sauls Plan durch einen Einfall der Philister vereitelt. Und auf sehr besch\u00e4mende Weise wird er bei Engedi durch Davids ma\u00dfvolles und treues Verhalten geschlagen, dem er sein Leben verdankt. Wie wenig wu\u00dfte Saul, in der Bosheit seines Herzens, da\u00df er sich durch das Betreten der H\u00f6hle in die Hand seines gesuchten Opfers begab, oder wie tief er moralisch gedem\u00fctigt werden sollte durch den Kontrast zwischen ihm und David, der sich in dieser Szene zeigte. Die gro\u00dfz\u00fcgige Erhabenheit Davids \u00fcber das B\u00f6se leuchtet \u00fcber die Feindschaft Sauls in so hellem Licht hervor, da\u00df sie eine Anerkennung f\u00fcr David von den Lippen des Verfolgers Saul hervorbringt. Saul wird sich im Vergleich mit David seiner eigenen Erniedrigung so bewu\u00dft, da\u00df er f\u00fcr den Augenblick um die Gunst des Fl\u00fcchtlings bittet und ihm seine rechtm\u00e4\u00dfige K\u00f6nigstellung zuerkennt, obwohl er doch mit seiner ganzen Macht, mit einem auserlesenen Heer ausgezogen war, ihn zu vernichten. Was David betrifft, so hielt er dadurch, da\u00df er statt in Absichten der Rache in Gnade handelte, die g\u00f6ttliche Handlungsweise der Welt gegen\u00fcber aufrecht, die heute unter der S\u00fcnde steht, ihren rechtm\u00e4\u00dfigen K\u00f6nig verworfen zu haben.<\/p>\n<p><a>1. Samuel 25<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.bibelkommentare.de\/images\/book_small.gif\" border=\"0\" \/><\/a>. Dies Kapitel zeigt uns einen anderen Pfad der Erfahrung. Hier werden wir finden, da\u00df David f\u00fcr einen Augenblick die Lektion \u00fcber die Macht der Gnade au\u00dfer Acht l\u00e4\u00dft, die sein Handeln vorher so bedeutsam gekennzeichnet hatte. Dies ist f\u00fcr uns eine Warnung betreffs der T\u00fccke unserer Natur, die uns zu einer Handlungsweise verleiten kann, die der kurz vorher noch gezeigten Weise v\u00f6llig widerspricht. \u00dcberdies lernen wir hier, da\u00df wir eher jemand gegen\u00fcber aus der Gnade fallen, auf dessen Freundschaft und Dankbarkeit wir einen Anspruch haben, als einem offenen Feinde gegen\u00fcber. David wird durch Nabals unbarmherziges Verhalten so gereizt, da\u00df er sich zu sofortiger Rache an ihm entschlie\u00dft. Er wird von seinem raches\u00fcchtigen Pfad durch die lehrreichste Begebenheit und Verbindung zur\u00fcckgehalten, die Gottes Knechte je in dieser Christus verwerfenden Welt erfahren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Abigail stellt im Bilde die Kirche dar. Und wenn wir David als ein Vorbild des Herrn ansehen, so stellt Abigail den Ausgleich am Tage seiner Verwerfung dar f\u00fcr alles, was er in dem K\u00f6nigtum verloren hatte. Sie ist selbst dort bei ihm, wo ein Jonathan ihm nicht folgen konnte, und nachdem sie seine Gef\u00e4hrtin in den Leiden gewesen war, teilt sie mit ihm Thron und Herrlichkeit. Wir m\u00fcssen aber David auch als den treuen Knecht betrachten, nicht als einen vollkommenen, wie den Herrn, sondern als unter Gottes Zucht und Erziehung stehend.<\/p>\n<p>Bei dieser Betrachtungsweise stellt Abigails Einflu\u00df auf ihn vorbildlich den der Kirche dar, deren Stellung und Gef\u00fchle, wenn sie zum Ausdruck kommen, alle Rachevorstellungen unterdr\u00fccken. Nabal bleibt um Abigails willen verschont, die in Davids Seele die gesegnete und erhabene Stellung der Gnade wachrief und best\u00e4rkte, die ihm in seiner Verwerfung geziemte. Sie ist es, die auch freudig M\u00fche und Sorge mit ihm teilt. So wurde die W\u00fcste Maon zu einem ereignisreichen Schauplatz f\u00fcr David, gerade so, wie es ein gro\u00dfer Tag in unserem Leben als Christen ist, wenn uns die Kirche in ihrer Berufung und ihrem Wesen erstmalig vor Augen gestellt wird. Denn mancher Gottesknecht, der die Anma\u00dfung der religi\u00f6sen Welt empfindet (wie David sie in der Person Sauls empfand), hat Abigail nicht gefunden, hat nicht v\u00f6llig erfa\u00dft, was die Kirche in den Gedanken Christi ist, um dann darin einen Gegenstand des Interesses, der Zuneigung und der Gemeinschaft zu finden, ja, eine St\u00fctze auf dem Pfad der Gnade beim Durchschreiten dieser Welt. Wie Abigail f\u00fcr David eine Oase in der W\u00fcste war, so ist die Kirche die einzige Oase sowohl f\u00fcr das Herz Christi als auch f\u00fcr Seine Knechte jetzt auf dieser Erde, sie ist der Mittelpunkt und Gegenstand Seiner Zuneigung.<\/p>\n<p>Bei der Betrachtung der Pfade, auf denen Gott Seinen Knecht erzieht, ist es wichtig, daran zu denken, da\u00df die Erziehung immer im Hinblick auf die Stellung stattfindet, f\u00fcr die der Knecht bestimmt ist. David ist jetzt in der Vorbereitung f\u00fcr seinen gro\u00dfen Wirkungskreis. Ehe er in diesen Dienst eintritt, ist es n\u00f6tig, da\u00df er die Gnade des Herrn auf ihren verschiedenen Pfaden kennenlernt.<\/p>\n<p>Wir haben gerade gesehen, wie der Herr ihm in der W\u00fcste half und ihn auf eine von ihm ganz unerwartete Weise ermunterte, wobei alle Umst\u00e4nde auf wunderbare Art die zarte und \u00fcberstr\u00f6mende Liebe des Herrn kundmachten. Wenn Adam im Garten Eden der Gemeinschaft und Hilfe durch Eva bedurfte, wieviel mehr bedurfte David einer Abigail in der W\u00fcste! Je gr\u00f6\u00dfer die Not, umso gr\u00f6\u00dfer der Segen der Durchhilfe.&#8220; Diese Erfahrung mu\u00df Davids Seele gemacht haben.<\/p>\n<p><a>1. Samuel 26<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.bibelkommentare.de\/images\/book_small.gif\" border=\"0\" \/><\/a>. Doch nach diesem lichten Punkt umringen ihn wieder die Wasser der Verfolgung. Durch die Siphiter angestachelt, verfolgt Saul ihn wieder in der W\u00fcste. David ersah daraus, da\u00df der schreckliche Ausgang nahe bevorstand. Dem geistlichen Menschen, der von der Welt verfolgt wird, wird immer ein sehr klares Empfinden \u00fcber Art und Wesen der Macht gegeben, die ihm gegen\u00fcbersteht. Dies geschah auch jetzt bei David. Er kundschaftet Saul und sein Heer aus, erkennt den Weg, den er selbst gehen mu\u00df, und betritt diesen ohne Zaudern, nachdem er sich einen Gef\u00e4hrten gesucht hat. Und zu welchem Zweck? Einfach dazu, zu zeigen, da\u00df er seinem Feind kein Leid zuf\u00fcgen w\u00fcrde, selbst wenn dieser sich in seiner Macht bef\u00e4nde. &#8222;Saul lag schlafend in der Wagenburg, und sein Speer war in die Erde gesteckt zu seinen H\u00e4upten&#8230; \u201e, als David und Abisai herzunahten. Abisai wollte den schlafenden K\u00f6nig t\u00f6ten, aber David verhinderte es, indem er sehr bestimmt und feierlich sein Vertrauen bezeugt, da\u00df Gott sein R\u00e4cher sein w\u00fcrde. Die einzigen Troph\u00e4en, die er mitnimmt, sind der Speer und der Wasserkrug, ein Beweis der Art seines Unternehmens. Der Speer (das Werkzeug des Krieges) wurde zur\u00fcckgegeben, aber wir h\u00f6ren nicht von der R\u00fcckgabe des Kruges. Saul erkennt zum zweiten Male Davids Sieg der Gnade an und sagt als Antwort auf Davids Vorhaltung: &#8222;Ich habe ges\u00fcndigt; kehre zur\u00fcck, mein Sohn David! denn ich will dir nichts \u00fcbles mehr tun, darum, da\u00df mein Leben an diesem Tage teuer gewesen ist in deinen Augen.&#8220; Welch einen Beweis der m\u00e4chtigen Kraft Gottes durfte David in diesem Falle schauen! So erfuhr er, was er nach seiner endg\u00fcltigen Befreiung ausrufen konnte: &#8222;Er streckte seine Hand aus von der H\u00f6he, er nahm mich, er zog mich aus gro\u00dfen Wassern!&#8220;<\/p>\n<p><a>1. Samuel 27<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.bibelkommentare.de\/images\/book_small.gif\" border=\"0\" \/><\/a>. Aber ach, in unseren gr\u00f6\u00dften Rettungen sind wir uns oft der erwiesenen Gnade am wenigsten bewu\u00dft. Gerade die Undankbarkeit unserer Feinde ruft eine Reaktion in uns hervor, wenn wir nicht derartig gedem\u00fctigt und zerbrochen sind, da\u00df wir mit dem Lobpreis des Herrn anstatt mit uns selbst besch\u00e4ftigt sind. Nachdem wir so in der Hand des Herrn gelegen haben, sind wir uns unserer eigenen Kraftlosigkeit umso mehr bewu\u00dft, wenn wir nicht in Seiner Hand, im Preisen Ihm ergeben, verbleiben. Kraftlosigkeit mit Glauben verbunden bindet uns umso st\u00e4rker an Gott als den sicheren Fels unserer Kraft und die Quelle, die uns versorgt.<\/p>\n<p>Kraftlosigkeit ohne Glauben aber treibt uns stets dazu, menschliche Hilfe zu suchen. Nach gro\u00dfen g\u00f6ttlichen Durchhilfen gehen wir oft einen verkehrten Schritt, teils deswegen, weil wir die Glaubensenergie aufgegeben haben, die durch die Notlage hervorgerufen wurde, teils weil unsere Natur trachtet, der durch den Glauben bedingten Einengung ihrer Triebe zu entfliehen. Das Fleisch begehrt in Umst\u00e4nde zu kommen, die keine Glaubensenergie notwendig machen. So wird David nach seinem gro\u00dfen Sieg \u00fcber Saul eine Beute seiner eigenen Gef\u00fchle und Bef\u00fcrchtungen und spricht in seinem Herzen: &#8222;Nun werde ich eines Tages durch die Hand Sauls umkommen; mir ist nichts besser, als da\u00df ich eilends in das Land der Philister entrinne&#8230;&#8220; Dieser Plan steht in offenbarem Gegensatz zu den Worten, die er vor so kurzer Zeit zu Saul gesprochen hatte. Aber wie bald vergi\u00dft man die \u00dcberzeugungen des Glaubens wenn man sich an das Fleisch wendet! Eben hatte er noch gesagt: &#8222;Also m\u00f6ge meine Seele hochgeachtet sein in den Augen Jehovas, und er m\u00f6ge mich erretten aus aller Bedr\u00e4ngnis!&#8220; Jetzt aber ist er so verzagt, da\u00df er bereit ist, das Erbteil Jehovas aufzugeben. &#8222;Und David machte sich auf und ging hin\u00fcber, er und sechshundert Mann, die bei ihm waren, zu Achis, dem Sohne Maoks, dem K\u00f6nig von Gath.&#8220; Wir haben gesehen, da\u00df er schon einmal Schutz bei Achis gesucht hatte und damals froh war, sich unter Dem\u00fctigung wieder zu entfernen. Warum begibt er sich nun erneut dorthin? Er veranschaulicht hier praktisch die besondere und sehr notwendige Zucht, unter die eine Seele leicht kommen kann. Welches auch die Ursache unseres Versagens zu Anfang sein mag, und selbst wenn wir sie zeitweilig \u00fcberwinden, sie wird uns unweigerlich wieder entgegentreten, und wenn wir nicht wirksam von ihr befreit sind, wird sie uns in noch bitterer und schlimmerer Form zu Fall zu bringen suchen. Denn wenn ein bestimmter Sch\u00f6\u00dfling meiner alten Natur weiter treiben will, so mu\u00df sicherlich die g\u00f6ttliche Zucht zu seiner Unterdr\u00fcckung angewendet werden. Wird er nicht in K\u00fcrze beseitigt, so wird er sich bestimmt immer wieder zeigen, und bei jedem erneuten Aufleben (weil eine gr\u00fcndliche Abt\u00f6tung nicht stattfand) mu\u00df als Folge eine um so strengere Zucht einsetzen. David tritt in n\u00e4here Beziehungen zu Achis, und erh\u00e4lt Ziklag von ihm. Es ist wunderbar, zu sehen, wie der Herr Seinen Knechten gestattet ihre eigenen Pl\u00e4ne auszuarbeiten. Nachdem sie aber zurechtgewiesen sind und das Ende der eigenen Planungen gesehen haben, f\u00fchrt Er sie hinauf zu einem gr\u00f6\u00dferen und erhabenerem Dienst, vorausgesetzt, da\u00df sie Ihm im Prinzip treu geblieben sind. Ich glaube, da\u00df dies auch bei David der Fall war, so tief sein Versagen an dieser Stelle auch sein mochte. Wir h\u00f6ren nichts davon, da\u00df er G\u00f6tzendienst trieb oder da\u00df er verga\u00df, da\u00df Israel das Volk Gottes war. Er betrog Achis und erniedrigte sich dadurch in moralischer Weise, aber er blieb im Prinzip Gott treu, und als seine Natur unterworfen worden war, wurde er aus seiner dem\u00fctigenden Stellung heraus und zum \u00f6ffentlichen und aktiven Dienst gef\u00fchrt. Ziklag bedeutete den letzten Strich der Meisterhand, um David f\u00fcr den Thron zuzubereiten, und es mu\u00df uns daher besonders interessieren. David zieht im Unglauben dorthin, bleibt dort \u00fcber ein Jahr, gewinnt die Zuneigung des Achis durch falsche Vorstellungen.<\/p>\n<p><a>1. Samuel 28,1+2<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.bibelkommentare.de\/images\/book_small.gif\" border=\"0\" \/><\/a> u. <a title=\"Bibelstelle anzeigen\" rel=\"nofollow\">29+30<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.bibelkommentare.de\/images\/book_small.gif\" border=\"0\" \/><\/a>. David versucht sogar, mit Achis in den Kampf gegen Israel zu ziehen. In Anbetracht seines fr\u00fcheren Weges m\u00fcssen wir wohl annehmen, da\u00df die F\u00fcrsten der Philister diesen Versuch Davids richtig deuteten. Denn wenn David auch betr\u00fcgen konnte, so h\u00e4tte er doch nie das Schwert gegen sein eigenes Volk ergriffen au\u00dfer mit der Absicht, ihm schlie\u00dflich eine Hilfe zu sein. Dies wird vorausgesehen, und Achis ist gegen seinen Willen gezwungen, Davids Dienste abzulehnen und ihn fortzuschicken. Und nun, durch indirektes Eingreifen des Herrn aus seiner falschen und bedr\u00fcckenden Stellung befreit, mu\u00df er die nachfolgende Zucht erfahren. W\u00e4hrend seines Doppelspiels f\u00e4llt das Gericht auf Ziklag, und David und seine Gef\u00e4hrten finden es bei ihrer R\u00fcckkehr mit Feuer verbrannt und ihre Frauen, S\u00f6hne und T\u00f6chter gefangen weggef\u00fchrt! Wir wissen heute, was David in jenem niederschmetternden Augenblick nicht wu\u00dfte, n\u00e4mlich, da\u00df der gleiche Gott, der ihn so schwer z\u00fcchtigte, ihm das K\u00f6nigtum bereitete. Denn zur gleichen Stunde wurde Saul auf dem Gebirge Gilboa get\u00f6tet. David aber war nicht passend f\u00fcr den Thron oder f\u00fcr irgendwelche diesbez\u00fcgliche Botschaft, bis er gez\u00fcchtigt und in wahre Abh\u00e4ngigkeit zu Gott gebracht worden war. Der erste und letzte Schritt zum Thron hin ist die Abh\u00e4ngigkeit, sie ist das einzige von Gott anerkannte Recht auf diesen hohen Platz. Infolgedessen wird David in Ziklag mehr gedem\u00fctigt und verlassen als zu irgendeinem anderen Zeitpunkt seines Lebens. Nicht nur war sein eigener Schmerz im Blick auf seinen gro\u00dfen Verlust sehr tief, das Versagen auf dem bisherigen Weg mu\u00df (wie stets bei einem derartigen Schmerz) sein Elend noch vergr\u00f6\u00dfert haben. Endlich kam noch als gr\u00f6\u00dfter Schlag hinzu, da\u00df seine alten, ihm so eng verbundenen Gef\u00e4hrten davon sprachen, ihn zu steinigen. Solch einen Augenblick hatte er noch nie durchgemacht und erlebte ihn auch nie wieder. Seine Feinde (die Amalekiter) hatten ihn \u00fcberlistet, und befanden sich au\u00dfer Reichweite; und was mu\u00dfte dem Kriegsmann schlimmer sein, als sich hintergangen zu wissen, ohne eine M\u00f6glichkeit der Vergeltung zu haben? Er befand sich wahrlich unter den Pfeilen des Allm\u00e4chtigen, er musste die z\u00fcchtigende Rute f\u00fchlen um der falschen Stellung willen, die er au\u00dferhalb des Landes und der St\u00e4tte des Vorrechtes eingenommen hatte. Menschliche Hilfe oder St\u00fctze war nicht vorhanden; im Gegenteil, Gefahr und Verschw\u00f6rung umlauerten ihn. Gott z\u00fcchtigte ihn, seine Freunde z\u00fcrnten ihm, der Feind war unerreichbar. Was aber war die Folge? &#8222;Aber David st\u00e4rkte sich in Jehova, seinem Gott.&#8220; Es ist sehr anregend, wenn wir uns ab und zu den Psalmen zuwenden und den Atemz\u00fcgen der Seele Davids unter den verschiedenen Umst\u00e4nden lauschen, deren Beschreibung uns in seiner Lebensgeschichte gegeben ist. Wir finden, da\u00df der <a>Psalm 56<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.bibelkommentare.de\/images\/book_small.gif\" border=\"0\" \/><\/a> der Not seiner Seele Ausdruck verlieh, verursacht durch seinen verkehrten und dem\u00fctigenden Aufenthalt in Gath. Ob der Psalm in jenen Zeitraum f\u00e4llt, den wir gerade betrachten, oder nicht, so dr\u00fcckt er doch in einer F\u00fclle das aus, was damals auf ihn einst\u00fcrmte. Alles menschlichen Vertrauens beraubt, wendet er sich zu Gott, in vollem Bewu\u00dftsein seines eigenen Versagens. &#8222;Auf Gott vertraue ich, ich werde mich nicht f\u00fcrchten; was sollte der Mensch mir tun? Auf mir, o Gott, sind deine Gel\u00fcbde, ich werde dir Dankopfer entrichten. Denn du hast meine Seele vom Tode errettet, ja, meine F\u00fc\u00dfe vom Sturz.&#8220; Es ist gesegnet zu irgendeiner Zeit eine richtige Erkenntnis Gottes erlangt zu haben. Denn wenn wir diese besitzen, werden wir auf der H\u00f6he unseres eigenen Versagens am besten wissen, da\u00df Gott unsere einzige Zuflucht ist m\u00f6ge auch Seine Z\u00fcchtigung schmerzhaft sein und m\u00f6gen wir uns auch verlassen und hilflos befinden. Jetzt gibt es f\u00fcr David keine Furcht mehr. Er ist &#8222;erwacht&#8220; und wird &#8222;erleuchtet&#8220; (vergl. <a>Eph 5,14<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.bibelkommentare.de\/images\/book_small.gif\" border=\"0\" \/><\/a>). &#8222;Bringe mir doch das Ephod her\u201c sagt er zu Abjathar, dem Priester. Denn wenn die Seele den Pfad des Glaubens von neuem betritt, so ist sie sich der Notwendigkeit ihrer Annahme bei Gott besonders bewu\u00dft. Und nun hat er seinen alten Kurs des Vertrauens eingeschlagen, zweifellos mit neuer Kraft. Wie bei Kehila, so fragt er auch hier den Herrn: &#8222;Soll ich dieser Schar nachjagen? werde ich sie erreichen?&#8220; Und Er antwortete ihm in besonders zusichernder und ermutigender Weise: jage nach, denn du wirst sie gewi\u00dflich erreichen und wirst gewi\u00dflich erretten.&#8220; So hat die aufrichtige Seele innerhalb eines Augenblicks ihre richtige Stellung vor Gott wieder eingenommen. &#8222;Da zog David hin, er und die sechshundert Mann, die bei ihm waren&#8220;; zweihundert aber blieben am Bache Besor zur\u00fcck, weil sie zu ermattet waren. Der Pfad des Glaubens stellt stets unsere Kraft auf die Probe, und jede Verlegenheit bietet nur eine Gelegenheit f\u00fcr eine gr\u00f6\u00dfere Entfaltung der Gnade, die uns aufrecht erh\u00e4lt. Die Begebenheit gibt Veranlassung zu einer &#8222;Satzung f\u00fcr Israel bis auf diesen Tag&#8220;, die charakteristisch f\u00fcr die Gnade ist die die Verfolger im Augenblick geleitete.<\/p>\n<p>David versagt nicht. Weise und gn\u00e4dig (wie der es stets ist, der nach Gottes Ratschlu\u00df wandelt), vermag er, jedes Vorkommnis zum Nutzen zu gebrauchen. Der fast verhungerte \u00c4gypter erregt seine Aufmerksamkeit; auf jeden Fall durfte er ihn nicht in seinem Zustand lassen, wie wir es oft in unserer Eile bereit sind, zu tun. H\u00e4tte er ihn aber unbeachtet gelassen, so w\u00e4re ihm der richtige Fingerzeig zum erw\u00fcnschten Ziel verlorengegangen. Der aufgefundene \u00c4gypter f\u00fchrt David zum Lager seiner Feinde, und er schlug die ganze Schar, gewann alles zur\u00fcck, was sie mitgenommen hatten, rettete seine beiden Frauen und alle anderen. Und nun, zum Bache Besor zur\u00fcckgekehrt, veranschaulicht er, wie eine im Genu\u00df der Gnade stehende Seele bef\u00e4higt ist, diese Gnade anderen zu bezeugen. Er setzt die Selbstsucht des nat\u00fcrlichen Herzens beiseite und stellt jenen g\u00f6ttlichen Grundsatz auf: &#8222;Wie das Teil dessen, der in den Streit hinabzieht, so soll auch das Teil dessen sein, der bei dein Ger\u00e4te bleibt; gemeinsam sollen sie teilen. Und so geschah es von jenem Tage an und hinfort; und er machte es zur Satzung und zum Recht f\u00fcr Israel bis auf diesen Tag&#8220;. Welch ein Denkmal, welches Andenken an die letzten Stunden der Verwerfung Davids! Und welche Ank\u00fcndigung der Herrschaft, die er nunmehr antreten sollte! Diese Satzung des siegreichen aber ungekr\u00f6nten David (in der gleichen Stellung, die der Herr jetzt Seinem Volk gegen\u00fcber einnimmt) hat einen sehr bedeutsamen Inhalt und verk\u00f6rpert den Grundsatz, der heute f\u00fcr die Kirche gilt, da\u00df jedes Glied am Leibe in bezug auf Verlust oder Gewinn von den anderen Gliedern abh\u00e4ngig ist. Ein neuer und wunderbarer Grundsatz, w\u00fcrdig der Stunde, in der er eingesetzt wurde! Es ist der Heilige Geist, der die Glieder des abwesenden Herrn in einem Leibe vereinigt und sie voneinander abh\u00e4ngig und untrennbar voneinander einsetzt. M\u00f6gen wir unsere Herzen der Weisheit \u00f6ffnen, um die tiefen Gedanken Gottes zu verstehen.<\/p>\n<p>Wir haben nun das Ende des dritten Abschnitts oder Kreises in Davids ereignisreichem Leben erreicht, und damit den Abschlu\u00df jenes wunderbaren Zubereitungsvorganges, der n\u00f6tig war, um ihn f\u00fcr die hohe und ehrenvolle Stellung zuzubereiten, zu der er schon so fr\u00fch erw\u00e4hlt und gesalbt worden war. Wir treten nun in ein neues Kapitel seiner Geschichte ein. Die Zeit seiner Verwerfung ist vor\u00fcber, und die neue, glorreiche Stellung, die er einnehmen soll, wird f\u00fcr ihn zubereitet. Der Erziehungsweg des Fl\u00fcchtenden und Leidenden, des zwar rechtm\u00e4\u00dfigen Erben des Thrones, endete zu Ziklag, das f\u00fcr ihn der Schauplatz bitterer Trauer und Entt\u00e4uschung war, aber auch wunderbarer Errettung und Wiederherstellung. Und gerade an jenem Ort, nach seiner R\u00fcckkehr von der Vernichtung der Amalekiter, und nachdem er Geschenke aus der Beute &#8222;der Feinde Jehovas&#8220; allen Orten gesandt hatte, an denen er und seine M\u00e4nner sich aufgehalten hatten, erreicht ihn die bedeutsame Kunde vom Tode des Mannes, dessen Platz auf dem Thron er einnehmen sollte! Welch ein bemerkenswertes Zusammentreffen von Umst\u00e4nden! Die verkohlten Ruinen von Ziklag zeugten von der Zucht, die er so tief empfunden aber auch n\u00f6tig gehabt hatte, w\u00e4hrend die Geschenke, die er hierhin und dorthin sandte, von dem Ersatz und dem Siege sprachen, die ihm geschenkt wurden. Der Kontrast zwischen diesen beiden Zeugnissen ist eindrucksvoll, das eine sein eigenes Versagen darstellend, das andere in noch weiterem und bestimmteren Sinn die G\u00fcte und Gnade des Herrn.<\/p>\n<p>In wahrhaft k\u00f6niglicher Weise handelte David, ehe er noch wu\u00dfte, da\u00df er bereits K\u00f6nig war und da\u00df der, der ihm den Weg zum Thron verwehrt hatte, auf dem Gebirge Gilboa gefallen war. Es entspricht den Wegen Gottes, da\u00df wir die geistige Bereitschaft f\u00fcr unsere Stellung besitzen, wenn der Zeitpunkt gekommen ist, sie einzunehmen, denn der Zustand bezeichnet die Stellung. Oder richtiger, der Zustand ist unbefriedigt, bis er die Stellung erreicht, die ihm entspricht. Die Zubereitung seines Herzens erfolgt von Gott aus, und wir k\u00f6nnen sicher sein, da\u00df wir f\u00fcr eine gew\u00fcnschte Stellung nur zubereitet sind, wenn wir im Geiste dieser Stellung handeln, andernfalls w\u00fcrden wir, in die Stellung gebracht, ungeeignet f\u00fcr diese erfunden werden. Es ist zwar richtig, da\u00df wir nicht wissen und nicht zu wissen brauchen, wie wir in der verhei\u00dfenen Stellung zu handeln haben, ehe wir nicht die Stellung tats\u00e4chlich eingenommen haben, denn die T\u00e4tigkeit des Glaubens wirkt sich in der Gegenwart aus. Wir k\u00f6nnen und sollten aber bereits im Geiste der besseren Stellung entsprechend handeln, und wenn wir darin keine Freude finden, so ist das g\u00f6ttliche Leben in uns nicht befriedigt, denn dieses sucht den ihm entsprechenden Lebensbereich auf, und die aus diesem Leben hervorgebrachten Gef\u00fchle sind ein Beweis seines Vorhandenseins.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>zum Schluss dieses Buches und der langen Zeit der Verfolgung Davids, die ja nun beendet ist &#8211; hier eine Abhandlung die ich auf bibelkommentare.de gefunden habe. Der Autor macht deutlich, warum die ganze schwere Zeit der Verfolgung und des &#8222;auf der Flucht seins&#8220; f\u00fcr Davids Entwicklung und Schulung als k\u00fcnftiger K\u00f6nig wichtig war: Wenn wir [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[582,4],"tags":[],"class_list":["post-3332","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bibelkommentare-de","category-nachforschungen-zum-bibellesen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3332","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3332"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3332\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3335,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3332\/revisions\/3335"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3332"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3332"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3332"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}