
{"id":3271,"date":"2013-03-28T10:28:00","date_gmt":"2013-03-28T09:28:00","guid":{"rendered":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=3271"},"modified":"2013-03-28T10:28:55","modified_gmt":"2013-03-28T09:28:55","slug":"die-apostelin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=3271","title":{"rendered":"Die Apostelin"},"content":{"rendered":"<h4>Maria Magdalenas Mut, ihrer Trauer zu begegnen macht sie zur ersten Zeugin der Auferstehung. Gedanken zum Predigttext f\u00fcr Ostersonntag<\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.die-kirche.de\/uploads\/RTEmagicC_predigt_35.jpg.jpg\" width=\"80\" height=\"116\" \/>Maria Magdalena und der auferstandene Jesus am leeren Grab \u2013 eine wundersch\u00f6ne, eine ber\u00fchrende Geschichte. Maria ist \u00fcberw\u00e4ltigt von ihrer Trauer um den Verlust des geliebten Menschen Jesu. Ihre Augen sind verschleiert von dem Fluss ihrer Tr\u00e4nen. Doch sie stellt sich ihrem Schmerz, sie schaut hinein in das Zentrum des Grauens.<\/p>\n<p>Und sie sieht zwei Engel, einen zu H\u00e4upten und einen zu den F\u00fc\u00dfen des Leichnams, der aber nicht mehr da ist. Die Engel als Zwischenwesen von Himmel und Erde begleiten Jesus bei seiner Geburt hinein in diese Welt und bei seinem Tod hinaus aus dieser Welt. Maria Magdalenas Augen aber sind verschleiert, ihre einzige Sorge gilt dem Leichnam Jesu. Das darf nicht sein, dass sie diesen gesch\u00e4ndet haben, es muss einen Ort geben, wo er in Frieden liegen darf und zu dem sie gehen kann in ihrer Trauer.<\/p>\n<h3>Die Todesgrenze \u00fcberschritten<\/h3>\n<p>Ihr Blick geht vom Grab weg zur\u00fcck in die Welt und sie sieht Jesus und meint, es sei der G\u00e4rtner. Von allen Seiten ist sie umgeben \u2013 vor ihr, in Richtung Tod stehen die Engel \u2013 hinter ihr, in Richtung Leben steht der Auferstandene. Wieder stellt sie die Frage nach dem Leichnam und da h\u00f6rt sie ihren Namen. Er kennt sie mit Namen \u2013 damals und heute und \u00fcber den Tod hinaus. Das \u00f6ffnet ihr die Augen, sie will ihn ber\u00fchren, festhalten, doch das darf sie nicht mehr. Er hat die Todesgrenze \u00fcberschritten.<\/p>\n<p>Das ist nicht das Ende, sondern der Anfang einer neuen Beziehung \u2013 einer Beziehung, die keiner mehr zerst\u00f6ren kann. Und er gibt ihr ein Versprechen: Ich fahre auf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott. Und das bedeutet: So wie ich ein Kind Gottes bin, so seid ihr auch Kinder Gottes, so wie ich aus dem Totenreich geholt wurde, so werdet auch ihr aus dem Totenreich geholt werden, so wie ich zum Ursprung des Lebens zur\u00fcckkehre und lebe, so werdet auch ihr zum Ursprung des Lebens zur\u00fcckkehren und leben.<\/p>\n<p>Und dann bekommt Maria von Jesus den Predigtauftrag: Geh zu meinen Geschwistern nach Jerusalem und erz\u00e4hle, was ich dir gesagt habe. Maria nimmt diesen Auftrag an, sie geht und verk\u00fcndigt die frohe Botschaft von der Auferstehung Jesu Christi und wird so zur Apostelin. In fr\u00fchen christlichen Gemeinden wurde Maria Magdalena noch als eine Apostelin verehrt, unter ihrem Namen wurde ein Evangelium geschrieben und Gemeinden haben sich nach ihr genannt. Mit der fortschreitenden Institutionalisierung der Kirche wurden die Frauen immer mehr in den Hintergrund gedr\u00e4ngt, bis sie g\u00e4nzlich aus dem Predigtamt beseitigt wurden. Heute stehen sie wieder auf den Kanzeln und verk\u00fcnden die Auferstehung der Toten, so wie es Jesus sie gelehrt hat.<\/p>\n<p><i>Ruth Misselwitz ist Pfarrerin in der Kirchengemeinde Alt-Pankow, Berlin.<\/i><\/p>\n<p><b>Predigttext am Ostersonntag: Johannes 20,11\u201318<\/b><\/p>\n<blockquote><p><b><br \/>\n<\/b>11 Maria aber stand drau\u00dfen vor dem Grab und weinte. Als sie nun weinte, schaute sie in das Grab 12 und sieht zwei Engel in wei\u00dfen Gew\u00e4ndern sitzen, einen zu H\u00e4upten und den andern zu den F\u00fc\u00dfen, wo sie den Leichnam Jesu hingelegt hatten. 13 Und die sprachen zu ihr: Frau, was weinst du? Sie spricht zu ihnen: Sie haben meinen Herrn weggenommen, und ich wei\u00df nicht, wo sie ihn hingelegt haben. 14 Und als sie das sagte, wandte sie sich um und sieht Jesus stehen und wei\u00df nicht, dass es Jesus ist. 15 Spricht Jesus zu ihr: Frau, was weinst du? Wen suchst du? Sie meint, es sei der G\u00e4rtner, und spricht zu ihm: Herr, hast du ihn weggetragen, so sage mir, wo du ihn hingelegt hast; dann will ich ihn holen. 16 Spricht Jesus zu ihr: Maria! Da wandte sie sich um und spricht zu ihm auf Hebr\u00e4isch: Rabbuni!, das hei\u00dft: Meister! 17 Spricht Jesus zu ihr: R\u00fchre mich nicht an! Denn ich bin noch nicht aufgefahren zum Vater. Geh aber hin zu meinen Br\u00fcdern und sage ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott. 18 Maria von Magdala geht und verk\u00fcndigt den J\u00fcngern: Ich habe den Herrn gesehen, und das hat er zu mir gesagt.<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Maria Magdalenas Mut, ihrer Trauer zu begegnen macht sie zur ersten Zeugin der Auferstehung. Gedanken zum Predigttext f\u00fcr Ostersonntag &nbsp; Maria Magdalena und der auferstandene Jesus am leeren Grab \u2013 eine wundersch\u00f6ne, eine ber\u00fchrende Geschichte. Maria ist \u00fcberw\u00e4ltigt von ihrer Trauer um den Verlust des geliebten Menschen Jesu. 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