
{"id":2814,"date":"2011-12-22T11:25:40","date_gmt":"2011-12-22T10:25:40","guid":{"rendered":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=2814"},"modified":"2011-12-22T11:25:40","modified_gmt":"2011-12-22T10:25:40","slug":"jesaja-11-16","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=2814","title":{"rendered":"Jesaja 11 &#8211; 16"},"content":{"rendered":"<div id=\"main_Isa_11\">\n<h1>Jesaja 11<\/h1>\n<h2>Das Friedensreich des Messias<\/h2>\n<p><strong>1<\/strong>\u00a0tWas von Davidst K\u00f6nigshaus noch \u00fcbrig bleibt, gleicht einem alten Baumstumpf. Doch er wird zu neuem Leben erwachen:<br \/>\nEin junger Trieb sprie\u00dft aus seinen Wurzeln hervor.<strong>2<\/strong>\u00a0tDer Geist des Herrn wird auf ihm ruhen, ein Geist der Weisheit und der Einsicht, ein Geist des Rates und der Kraft, ein Geist der Erkenntnis und der Ehrfurcht vor dem Herrn.<strong>3<\/strong>\u00a0tDieser Mann wird den Herrn von ganzem Herzen achten und ehren. Er richtet nicht nach dem Augenschein und f\u00e4llt seine Urteile nicht nach dem H\u00f6rensagen.<strong>4<\/strong>\u00a0Unbestechlich verhilft er den Armen zu ihrem Recht und setzt sich f\u00fcr die Rechtlosen im Land ein. Sein Urteilsspruch wird die Erde treffen; ein Wort von ihm gen\u00fcgt, um die Gottlosen zu t\u00f6ten.<strong>5<\/strong>\u00a0Gerechtigkeit und Treue werden sein ganzes Handeln bestimmen.t<\/p>\n<p><strong>6<\/strong>\u00a0tDann werden Wolf und Lamm friedlich beieinander wohnen, der Leopard wird beim Ziegenb\u00f6ckchen liegen. K\u00e4lber, Rinder und junge L\u00f6wen weiden zusammen, ein kleiner Junge kann sie h\u00fcten.<strong>7<\/strong>\u00a0Kuh und B\u00e4rin teilen die gleiche Weide, und ihre Jungen liegen beieinander. Der L\u00f6we frisst Heu wie ein Rind.<strong>8<\/strong>\u00a0tEin S\u00e4ugling spielt beim Schlupfloch der Viper, ein Kind greift in die H\u00f6hle der Otter.<\/p>\n<p><strong>9<\/strong>\u00a0tAuf dem ganzen heiligen Berg wird niemand etwas B\u00f6ses tun und Schaden anrichten. Alle Menschen kennen den Herrn, das Wissen um ihn erf\u00fcllt das Land wie Wasser das Meer.<strong>10<\/strong>\u00a0tIn dieser Zeit ist der Trieb, der aus der Wurzel Davidst hervorsprie\u00dft, als Zeichen f\u00fcr alle V\u00f6lker sichtbar. Sie werden nach ihm fragen, und der Ort, an dem er wohnt, wird herrlich sein.<\/p>\n<h2>Der Herr wird sein Volk zur\u00fcckholen<\/h2>\n<p><strong>11<\/strong>\u00a0tWenn diese Zeit da ist, streckt der Herr noch einmal seine Hand aus, um den Rest seines Volkes zu befreien. Von \u00fcberall holt er die \u00fcbrig gebliebenen Israeliten zur\u00fcck: aus Assyrien, aus Unter- und Ober\u00e4gypten, aus \u00c4thiopien, aus Elam in Persien, aus Babylonien, aus Hamat in Syrien und von den fernen Inseln und K\u00fcsten.<strong>12<\/strong>\u00a0In allen L\u00e4ndern richtet er ein Zeichen auf, das seinem Volk den Weg weist. So sammelt er die Menschen, die aus Israel und Juda vertrieben und in die ganze Welt zerstreut wurden. Aus allen Himmelsrichtungen holt er sie zur\u00fcck.<strong>13<\/strong>\u00a0tDann verschwindet die alte Eifersucht zwischen Israel und Juda, nie mehr bek\u00e4mpfen sie sich gegenseitig.<strong>14<\/strong>\u00a0Gemeinsam ziehen sie nun gegen ihre Feinde in den Kampf: Sie st\u00fcrzen sich auf die Philister im Westen und pl\u00fcndern die V\u00f6lker im Osten aus; die L\u00e4nder der Edomiter und Moabiter nehmen sie in Besitz. Auch die Ammoniter werden sie unterwerfen.<strong>15<\/strong>\u00a0Der Herr wird den Golf von Suez austrocknen lassen. Dem Euphrat droht er mit geballter Faust und zerteilt ihn mit seinem gl\u00fchenden Atem in sieben kleine B\u00e4che, die man zu Fu\u00df durchqueren kann.<\/p>\n<p><strong>16<\/strong>\u00a0tSo bahnt er seinem Volk den Weg, damit es aus Assyrien heimkehren kann, wie er es damals tat, als die Israeliten aus \u00c4gypten wegzogen.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"main_Isa_12\">\n<h1>Jesaja 12<\/h1>\n<h2>Danklied der Befreiten<\/h2>\n<p><strong>1<\/strong>\u00a0Am Tag deiner Rettung wirst du, Israel, singen:<br \/>\n\u00bbDich will ich loben, o Herr! Du warst zornig auf mich, doch dein Zorn hat sich gelegt, und du hast mich wieder getr\u00f6stet.<\/p>\n<p><strong>2<\/strong>\u00a0tJa, so ist mein Gott: Er hat mich errettet und mir geholfen, ich vertraue ihm und habe keine Angst. Der Herr allein gibt mir Kraft. Denke ich an ihn, dann beginne ich zu singen, denn er hat mich gerettet.\u00ab<\/p>\n<p><strong>3<\/strong>\u00a0tSeine Hilfe gleicht einer sprudelnden Quelle. Voller Freude werdet ihr Wasser daraus sch\u00f6pfen.<\/p>\n<p><strong>4<\/strong>\u00a0tAn jenem Tag werdet ihr sagen: \u00bbLobt den Herrn, ruft in die Welt hinaus, wer euer Gott ist! Sagt den V\u00f6lkern, was er getan hat! R\u00fchmt ihn, und erz\u00e4hlt, wie gro\u00df und erhaben er ist!<\/p>\n<p><strong>5<\/strong>\u00a0Singt zur Ehre des Herrn, denn er hat wunderbare Taten vollbracht. Das soll auf der ganzen Erde bekannt werden.<\/p>\n<p><strong>6<\/strong>\u00a0tIhr Einwohner von Jerusalem, jubelt und singt, denn gro\u00df und m\u00e4chtig ist der heilige Gott Israels, der mitten unter euch wohnt.\u00ab<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"main_Isa_13\">\n<h1>Jesaja 13<\/h1>\n<h2>Der Herr schickt ein Heer nach Babylon<\/h2>\n<p><strong>1<\/strong>\u00a0tIn einer Vision gab der Herr dem Propheten Jesaja, dem Sohn des Amoz, diese Botschaft \u00fcber die Stadt Babylon:<\/p>\n<p><strong>2<\/strong>\u00a0\u00bbStellt ein Feldzeichen auf, oben auf einem kahlen Berg! Ruft die Soldaten, winkt sie herbei, und lasst sie durch die Tore in die Stadt der m\u00e4chtigen Herren einziehen!<strong>3<\/strong>\u00a0tIch, der Herr, habe dieses Heer aufgeboten und meine besten Soldaten herbeigerufen, damit sie mein Urteil vollstrecken. Sie jubeln \u00fcber meine gro\u00dfe Macht.\u00ab<\/p>\n<p><strong>4<\/strong>\u00a0H\u00f6rt ihr das laute Get\u00f6se, das von den Bergen widerhallt? Es ist eine unz\u00e4hlbare Menschenmenge, ganze V\u00f6lker und K\u00f6nigreiche sind angetreten. Der Herr, der allm\u00e4chtige Gott, mustert sein Kriegsheer.<strong>5<\/strong>\u00a0Aus fernen L\u00e4ndern kommen sie, von weit her: der Herr und seine Truppen, die sein Gerichtsurteil vollstrecken. Sie r\u00fccken heran, um das ganze babylonische Reich zu verw\u00fcsten.<\/p>\n<p><strong>6<\/strong>\u00a0tSchreit vor Angst, denn jetzt naht der Gerichtstag des Herrn, der Allm\u00e4chtige holt zum Vernichtungsschlag aus.<strong>7<\/strong>\u00a0Da werden alle vor Angst wie gel\u00e4hmt sein, jeden wird der Mut verlassen.<strong>8<\/strong>\u00a0tVon Furcht und Schrecken sind sie gepackt, sie winden sich vor Schmerzen wie eine Frau in den Wehen. Mit totenbleichen Gesichternt starren sie einander hilflos an.<\/p>\n<p><strong>9<\/strong>\u00a0Ja, der Gerichtstag des Herrn kommt! An diesem grausamen Tag l\u00e4sst der Herr seinem gl\u00fchenden Zorn freien Lauf, er macht die Erde zu einer W\u00fcste und vernichtet die S\u00fcnder.<strong>10<\/strong>\u00a0tDann leuchten am Himmel keine Sterne mehr, den Orion und die anderen Sternbilder sucht man vergeblich. Die Sonne ist schon verdunkelt, wenn sie aufgeht, und auch der Mond scheint nicht mehr.<\/p>\n<p><strong>11<\/strong>\u00a0tDer Herr sagt: \u00bbIch werde die ganze Welt bestrafen, weil sie voller Bosheit ist. Die gottlosen \u00dcbelt\u00e4ter erhalten die gerechte Strafe f\u00fcr ihre Verbrechen. Ich mache der Gro\u00dftuerei aller hochm\u00fctigen Menschen ein Ende, ich breche den Stolz der grausamen Tyrannen.<strong>12<\/strong>\u00a0Nur wenige Menschen werden \u00fcberleben. Sie werden schwerer zu finden sein als reines Gold, seltener noch als das edelste Gold aus Ofir.\u00ab<\/p>\n<p><strong>13<\/strong>\u00a0An diesem Tag wird der Himmel erzittern und die ganze Welt ins Wanken geraten, weil der Zorn des Herrn, des allm\u00e4chtigen Gottes, sie trifft.<strong>14<\/strong>\u00a0tAlle Menschen laufen dann auseinander wie aufgescheuchte Gazellen, wie eine Schafherde ohne Hirten. Jeder versucht, zur\u00fcck in seine Heimat und zu seinem Volk zu fliehen.<strong>15<\/strong>\u00a0Wen man auf der Flucht entdeckt und fasst, der wird mit dem Schwert niedergestochen.<strong>16<\/strong>\u00a0Vor ihren Augen wird man ihre Kinder zerschmettern, ihre H\u00e4user pl\u00fcndern und ihre Frauen vergewaltigen.<\/p>\n<p><strong>17<\/strong>\u00a0tDer Herr sagt: \u00bbIch werde die Meder gegen diese Stadt aufstacheln. Sie lassen sich weder mit Gold noch mit Silber bes\u00e4nftigen.<strong>18<\/strong>\u00a0Ihre Pfeile werden die jungen M\u00e4nner durchbohren. Sie bringen sogar S\u00e4uglinge erbarmungslos um und haben mit den Kindern kein Mitleid.\u00ab<\/p>\n<h2>Die Weltstadt Babylon -ein Schlupfwinkel f\u00fcr wilde Tiere<\/h2>\n<p><strong>19<\/strong>\u00a0tBabylon, heute noch die glanzvollste Stadt aller K\u00f6nigreiche, der ganze Stolz der Babylonier, wird restlos zerst\u00f6rt. Der Herr vernichtet sie wie damals die St\u00e4dte Sodom und Gomorra.<strong>20<\/strong>\u00a0tDanach wird Babylon nie wieder aufgebaut. Generationen kommen und gehen, doch diese Stadt bleibt unbewohnt. Nicht einmal Nomaden werden f\u00fcr kurze Zeit ihre Zelte dort aufschlagen, und niemals werden Hirten ihre Herden dort weiden lassen.<strong>21<\/strong>\u00a0Stattdessen suchen wilde W\u00fcstentiere zwischen den Tr\u00fcmmern Unterschlupf. Eulen bev\u00f6lkern die ehemaligen Wohnh\u00e4user. Strau\u00dfe leben dort, und nachts kommen die D\u00e4monen und f\u00fchren ihre T\u00e4nze auf.<\/p>\n<p><strong>22<\/strong>\u00a0In den Hallen der Pal\u00e4ste h\u00f6rt man nur noch das Geheul der Hy\u00e4nen und Schakale. Ja, Babylons Ende ist nahe, seine Strafe wird um keinen einzigen Tag hinausgeschoben.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"main_Isa_14\">\n<h1>Jesaja 14<\/h1>\n<h2>Die Israeliten kehren heim<\/h2>\n<p><strong>1<\/strong>\u00a0tDer Herr wird sich \u00fcber die Nachkommen Jakobs erbarmen; er nimmt die Israeliten wieder als sein Volk an und bringt sie in ihre Heimat zur\u00fcck. Auch Menschen anderer L\u00e4nder werden sich ihnen anschlie\u00dfen und in Israel wohnen.<strong>2<\/strong>\u00a0tFremde V\u00f6lker werden den Israeliten bei der R\u00fcckkehr in ihre Heimat helfen und ihnen dort als Sklaven dienen. Dann halten die Israeliten die gefangen, von denen sie einst in die Gefangenschaft gef\u00fchrt wurden. Sie herrschen \u00fcber ihre ehemaligen Unterdr\u00fccker.<strong>3<\/strong>\u00a0Nach all dem Leid, der Ruhelosigkeit und der harten Arbeit, zu der man euch Israeliten gezwungen hat, werdet ihr endlich in Frieden leben.<\/p>\n<h2>Ein Spottlied \u00fcber den K\u00f6nig von Babylonien<\/h2>\n<p><strong>4<\/strong>\u00a0tDann werdet ihr \u00fcber den K\u00f6nig von Babylonien ein Spottlied anstimmen:<br \/>\n\u00bbWelch j\u00e4hes Ende hat der Tyrann gefunden! Seine Schreckensherrschaft ist vorbei.<\/p>\n<p><strong>5<\/strong>\u00a0Der Herr hat den Gottesl\u00e4sterern die Macht genommen, zerbrochen hat er das Zepter des Tyrannen,<\/p>\n<p><strong>6<\/strong>\u00a0der in seiner Wut unabl\u00e4ssig auf die V\u00f6lker einschlug, der sie grausam und r\u00fccksichtslos verfolgte und seinen Zorn an ihnen auslie\u00df.<\/p>\n<p><strong>7<\/strong>\u00a0Nun ist es friedlich geworden, und die Erde kommt zur Ruhe. Die ganze Welt bricht in Jubel aus.<\/p>\n<p><strong>8<\/strong>\u00a0Sogar der Wald triumphiert \u00fcber dich, Zypressen und Zedern auf dem Libanon freuen sich und singen: \u203aSeit du gest\u00fcrzt am Boden liegst, kommt keiner mehr herauf, um uns zu f\u00e4llen.\u2039<\/p>\n<p><strong>9<\/strong>\u00a0Die Welt der Toten ist in Aufregung: Gespannt erwartet man dort unten deine Ankunft. Fr\u00fchere Herrscher, die nun dort als Schatten leben, sind aufgeschreckt, K\u00f6nige, die l\u00e4ngst im Reich der Toten sind, erheben sich von ihren Thronen.<\/p>\n<p><strong>10<\/strong>\u00a0tSie begr\u00fc\u00dfen dich mit einem Spottlied: \u203aNun hat auch dich die Kraft verlassen, jetzt geht es dir wie uns!<\/p>\n<p><strong>11<\/strong>\u00a0Dahin ist deine Pracht, du nahmst sie mit ins Grab. Die Musik deiner Harfenspieler ist verstummt. Nun liegst du auf einem Bett von Maden, und W\u00fcrmer decken dich zu.\u2039<\/p>\n<p><strong>12<\/strong>\u00a0tWie bist du vom Himmel gefallen, du hell leuchtender Morgenstern! Zu Boden wurdest du geschmettert, du Welteroberer!<\/p>\n<p><strong>13<\/strong>\u00a0tDu hattest dir vorgenommen, immer h\u00f6her hinauf bis zum Himmel zu steigen. Du dachtest: \u203aHoch \u00fcber den Sternen will ich meinen Thron aufstellen. Auf dem Berg im \u00e4u\u00dfersten Norden, wo die G\u00f6tter sich versammeln, dort will ich meine Residenz errichten.<\/p>\n<p><strong>14<\/strong>\u00a0Hoch \u00fcber die Wolken steige ich hinauf, dann bin ich dem allerh\u00f6chsten Gott endlich gleich!\u2039<\/p>\n<p><strong>15<\/strong>\u00a0Doch hinunter ins Totenreich wurdest du gest\u00fcrzt, hinunter in die tiefsten Tiefen der Erde.<\/p>\n<p><strong>16<\/strong>\u00a0Wer dich sieht, traut seinen Augen nicht. Er starrt dich an und denkt: \u203aIst das der Mann, vor dem die ganze Welt zitterte, der Mann, der viele K\u00f6nigreiche in Angst und Schrecken versetzte?<\/p>\n<p><strong>17<\/strong>\u00a0Er war es doch, der ganze St\u00e4dte dem Erdboden gleichmachte und der die Erde verw\u00fcstete. Wen er gefangen nahm, der kam nie zur\u00fcck.\u2039<\/p>\n<p><strong>18<\/strong>\u00a0Die K\u00f6nige aller V\u00f6lker werden ehrenvoll in pr\u00e4chtigen Gr\u00e4bern beigesetzt,<\/p>\n<p><strong>19<\/strong>\u00a0aber deine Leiche liegt da wie ein abgerissener Zweig. Weit entfernt von der Ruhest\u00e4tte deiner Vorfahren versinkst du in einem Massengrab, unter den Leichen der Soldaten, die das Schwert durchbohrt hat. Achtlos wirst du zertrampelt wie ein totes Tier.<\/p>\n<p><strong>20<\/strong>\u00a0Nie sollst du bei deinen Vorfahren bestattet werden, denn du hast sogar dein eigenes Reich zugrunde gerichtet und dein Volk grausam umgebracht. F\u00fcr alle Zeiten soll diese Sippe von Verbrechern vergessen sein.<\/p>\n<p><strong>21<\/strong>\u00a0Bringt seine S\u00f6hne her, und schlachtet sie ab! Denn auf ihren Vorfahren lastet schwere Schuld. Nie wieder d\u00fcrfen sie an die Macht kommen, nie wieder die Erde in Besitz nehmen und \u00fcberall ihre St\u00e4dte errichten!\u00ab<\/p>\n<h2>Das Ende Babylons ist beschlossen<\/h2>\n<p><strong>22<\/strong>\u00a0So spricht der Herr, der allm\u00e4chtige Gott: \u00bbIch werde eingreifen und Babylon vollst\u00e4ndig vernichten. Die ganze Sippe samt Kindern und Kindeskindern soll ausgel\u00f6scht werden. Darauf k\u00f6nnt ihr euch verlassen!<strong>23<\/strong>\u00a0Babylon mache ich zum Sumpfgebiet, in dem die V\u00f6gel nisten. Ich werde diese Stadt mit dem Besen der Zerst\u00f6rung auskehren. Mein Wort gilt!\u00ab<\/p>\n<h2>Assyriens Heer wird vernichtet<\/h2>\n<p><strong>24<\/strong>\u00a0tJa, der Herr, der allm\u00e4chtige Gott, hat geschworen: \u00bbWas ich mir vorgenommen habe, das tue ich. Was ich beschlossen habe, das geschieht.<strong>25<\/strong>\u00a0tIch werde das assyrische Heer zerschlagen, noch w\u00e4hrend es in meinem Land Israel w\u00fctet; im Bergland Israels kommt es um. Dann wird mein Volk nicht l\u00e4nger von den Assyrern unterjocht, es muss nicht mehr unter ihrer schweren Last leiden.\u00ab<\/p>\n<p><strong>26<\/strong>\u00a0So hat der Herr es f\u00fcr die ganze Erde beschlossen. Schon erhebt er seine Hand drohend gegen alle V\u00f6lker, bereit zuzuschlagen.<strong>27<\/strong>\u00a0tWenn der Herr, der allm\u00e4chtige Gott, sich etwas vorgenommen hat, wer kann seinen Plan dann noch durchkreuzen? Wenn seine Hand zum Schlag erhoben ist, wer kann ihn dann noch hindern?<\/p>\n<h2>Der Untergang der Philister naht<\/h2>\n<p><strong>28<\/strong>\u00a0ttIn dem Jahr, als K\u00f6nig Ahas von Juda starb, empfing ich diese Botschaft von Gott:<\/p>\n<p><strong>29<\/strong>\u00a0\u00bbFreut euch nicht zu fr\u00fch, ihr Philister, dass der K\u00f6nig von Assyrien tot ist, der euch unterdr\u00fcckte! Der Stock, der euch schlug, ist zwar nun zerbrochen, doch aus der toten Schlange wird eine giftige Viper und aus dieser ein fliegender Drache!<strong>30<\/strong>\u00a0Die \u00c4rmsten meines Volkes Israel werden reichlich zu essen haben, und die Notleidenden k\u00f6nnen wieder ohne Sorge leben. Euch aber lasse ich am Hunger zugrunde gehen, bis auch der letzte Rest von euch ausgel\u00f6scht ist.<\/p>\n<p><strong>31<\/strong>\u00a0tIhr W\u00e4chter an den Toren, schreit laut! Heult, ihr Stadtbewohner! Zittert vor Angst, ihr Philister! Denn von Norden naht eine Rauchwolke. Es ist ein gewaltiges Heer, und keiner der Soldaten bleibt zur\u00fcck.\u00ab<\/p>\n<p><strong>32<\/strong>\u00a0tWas sollen wir den Boten aus dem Philisterland sagen? Wir antworten ihnen: \u00bbDer Herr selbst hat Jerusalem gegr\u00fcndet. Dort findet sein bedr\u00e4ngtes Volk Schutz.\u00ab<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"main_Isa_15\">\n<h1>Jesaja 15<\/h1>\n<h2>Moabs Untergang<\/h2>\n<p><strong>1<\/strong>\u00a0tDies sagt Gott \u00fcber die Moabiter:\u00bbIn einer einzigen Nacht werden Ar und Kir gest\u00fcrmt, in einer Nacht werden sie vernichtet, die beiden wichtigsten St\u00e4dte Moabs!<strong>2<\/strong>\u00a0tDie Menschen steigen zu ihren Tempeln hinauf, die Einwohner von Dibon laufen zu ihren Opferst\u00e4tten auf den H\u00fcgeln, um dort zu weinen. Auch in den St\u00e4dten Nebo und Medeba klagen und weinen die Moabiter. Die M\u00e4nner haben sich vor Kummer den Kopf kahl geschoren und die B\u00e4rte abrasiert.<strong>3<\/strong>\u00a0Auf den Stra\u00dfen sieht man nur noch Leute in Trauergew\u00e4ndern aus Sacktuch. Sie schreien und klagen auf den flachen D\u00e4chern der H\u00e4user und auf den Marktpl\u00e4tzen der St\u00e4dte. Alle sind in Tr\u00e4nen aufgel\u00f6st.<strong>4<\/strong>\u00a0In Heschbon und Elale rufen die Menschen verzweifelt um Hilfe, noch in Jahaz sind sie zu h\u00f6ren. Selbst die mutigsten moabitischen Soldaten schreien vor Angst und Grauen. Ganz Moab zittert.\u00ab<\/p>\n<p><strong>5<\/strong>\u00a0tDar\u00fcber bin ich tief ersch\u00fcttert und schreie um Hilfe f\u00fcr das Land Moab. Seine Bewohner fliehen bis nach Zoar und bis nach Eglat-Schelischija. Unter Tr\u00e4nen ziehen die Menschen den steilen Weg nach Luhit hinauf. Sie klagen laut \u00fcber ihren Untergang und fliehen nach Horonajim.<strong>6<\/strong>\u00a0Selbst der Bach von Nimrim ist ausgetrocknet, das Gras ist verdorrt, und junge Pflanzen wachsen nicht mehr nach. Kein gr\u00fcnes H\u00e4lmchen ist zu sehen.<strong>7<\/strong>\u00a0Darum packen die Moabiter ihre letzte Habe und alle Vorr\u00e4te zusammen und fliehen damit \u00fcber den Pappelbach.<strong>8<\/strong>\u00a0Ganz Moab hallt wider von den verzweifelten Rufen des Volkes. Ihr Weinen ist bis nach Eglajim zu h\u00f6ren, bis nach Beer-Elim,<\/p>\n<p><strong>9<\/strong>\u00a0denn die Gew\u00e4sser von Dimon sind schon rot von Blut. \u00bbDoch das ist noch nicht alles\u00ab, sagt der Herr. \u00bbIch bringe noch mehr Elend \u00fcber die Gegend von Dimon: L\u00f6wen werden \u00fcber die Fl\u00fcchtlinge herfallen und sich auf die \u00fcbrig gebliebenen Moabiter st\u00fcrzen.\u00ab<\/p>\n<\/div>\n<h1>Jesaja 16<\/h1>\n<h2>Moab sucht Hilfe bei den Israeliten<\/h2>\n<p><strong>1<\/strong>\u00a0tSchickt aus Sela Boten mit einem Schafbock durch die W\u00fcste. Sie sollen zum Herrscher von Israel auf den Berg Zion gehen und ihm ausrichten:<strong>2<\/strong>\u00a0t\u00bbDie Moabiter gleichen herumflatternden V\u00f6geln, die man aus dem Nest aufgescheucht hat. Ziellos irren sie an den Ufern des Arnon umher.<strong>3<\/strong>\u00a0Gib uns doch einen Rat! Triff eine Entscheidung! Gib den Fl\u00fcchtlingen ein Versteck in deinem Land, liefere sie nicht dem Feind aus. Biete ihnen Schutz wie ein Schatten in der Mittagshitze, in dem sie sich bergen k\u00f6nnen wie im Dunkel der Nacht!<\/p>\n<p><strong>4<\/strong>\u00a0Nimm die Vertriebenen bei dir auf, sch\u00fctze das moabitische Volk vor dem furchtbaren Ansturm der Feinde!\u00ab<br \/>\nDoch der Misshandlung wird ein Ende gesetzt: Der Feind, der das Volk so grausam unterdr\u00fcckt und das Land verw\u00fcstet hat, muss verschwinden.<strong>5<\/strong>\u00a0tDann wird ein K\u00f6nigsthron aufgestellt, ein Nachkomme Davids wird ihn besteigen. G\u00fctig und best\u00e4ndig wird er regieren, er kennt das Recht genau und sorgt als ein guter Richter f\u00fcr Gerechtigkeit.<\/p>\n<h2>Trauer \u00fcber die verdiente Strafe f\u00fcr Moab<\/h2>\n<p><strong>6<\/strong>\u00a0tWir haben geh\u00f6rt, wie stolz und hochm\u00fctig die Moabiter sind. Eingebildet und selbstherrlich reden sie daher, doch ihre Prahlerei ist nichts als Geschw\u00e4tz!<\/p>\n<p><strong>7<\/strong>\u00a0\u00bbDarum werden die Moabiter laut um ihr Land klagen m\u00fcssen. Mit Wehmut denken sie an die Traubenkuchen, die es in Kir-Heres gab, sie sind ganz verzweifelt.<strong>8<\/strong>\u00a0tDie Terrassenfelder von Heschbon sind verdorrt, vertrocknet sind die Weinst\u00f6cke von Sibma, deren Wein die Herrscher der V\u00f6lker berauschte. Ihre Ranken erstreckten sich bis Jaser, sie reichten bis in die W\u00fcste und hinunter zum Toten Meer.<strong>9<\/strong>\u00a0Darum weine ich zusammen mit den Einwohnern von Jaser um die zerst\u00f6rten Weinst\u00f6cke von Sibma. Ich vergie\u00dfe viele Tr\u00e4nen um euch, Heschbon und Elale, denn gerade in der Zeit eurer Ernte und Weinlese sind die Feinde mit lautem Kriegsgeschrei \u00fcber euer Gebiet hergefallen.<strong>10<\/strong>\u00a0In den Obstg\u00e4rten und Weinbergen singt und jubelt man nicht mehr, niemand presst mehr Trauben in der Weinkelter aus. Dem Singen der Winzer habe ich, der Herr, ein Ende gemacht.\u00ab<\/p>\n<p><strong>11<\/strong>\u00a0tDar\u00fcber bin ich tief ersch\u00fcttert. Ich zittere wie die Saite einer Harfe, wenn ich an Moab und an Kir-Heres denke.<strong>12<\/strong>\u00a0tDie Moabiter werden sich zwar heftig anstrengen, um ihre G\u00f6tter zufrieden zu stimmen. Sie steigen hinauf zu den Heiligt\u00fcmern auf den H\u00fcgeln und bringen Opfer dar und beten. Doch es n\u00fctzt ihnen nichts.<\/p>\n<p><strong>13<\/strong>\u00a0Das alles hat der Herr ihnen schon lange angek\u00fcndigt.<\/p>\n<p><strong>14<\/strong>\u00a0tJetzt sagt er: \u00bbIn genau drei Jahren &#8211; nicht fr\u00fcher und nicht sp\u00e4ter &#8211; wird man \u00fcber den heutigen Ruhm und Glanz der Moabiter nur noch ver\u00e4chtlich l\u00e4cheln. Von ihrem gro\u00dfen Volk wird nichts \u00fcbrig bleiben als ein kleiner Rest, winzig und bedeutungslos.\u00ab<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jesaja 11 Das Friedensreich des Messias 1\u00a0tWas von Davidst K\u00f6nigshaus noch \u00fcbrig bleibt, gleicht einem alten Baumstumpf. Doch er wird zu neuem Leben erwachen: Ein junger Trieb sprie\u00dft aus seinen Wurzeln hervor.2\u00a0tDer Geist des Herrn wird auf ihm ruhen, ein Geist der Weisheit und der Einsicht, ein Geist des Rates und der Kraft, ein Geist [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[514,458],"tags":[],"class_list":["post-2814","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bibelleseprogram","category-jesaja"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2814","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2814"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2814\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2815,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2814\/revisions\/2815"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2814"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2814"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2814"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}