
{"id":2804,"date":"2011-12-06T11:47:40","date_gmt":"2011-12-06T10:47:40","guid":{"rendered":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=2804"},"modified":"2011-12-06T11:47:40","modified_gmt":"2011-12-06T10:47:40","slug":"diese-woche-in-der-tpds-jesaja-1-5","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=2804","title":{"rendered":"diese Woche in der TPDS &#8211; Jesaja 1-5"},"content":{"rendered":"<div id=\"main_Isa_1\">\n<h1>Jesaja 1<\/h1>\n<p><strong>1<\/strong>\u00a0tIn diesem Buch sind die Botschaften Jesajas aufgeschrieben, der ein Sohn des Amoz war. W\u00e4hrend der Regierungszeit der jud\u00e4ischen K\u00f6nige Usija, Jotam, Ahas und Hiskia lie\u00df Gott ihn sehen, was mit Juda und seiner Hauptstadt Jerusalem geschehen w\u00fcrde.<\/p>\n<h2>Gottes Volk will nichts von Gott wissen<\/h2>\n<p><strong>2<\/strong>\u00a0tHimmel und Erde rufe ich als Zeugen an! H\u00f6rt gut zu, was der Herr sagt:<br \/>\n\u00bbDie Kinder, die ich gro\u00dfgezogen und ern\u00e4hrt habe, wollen nichts mehr von mir wissen.<strong>3<\/strong>\u00a0tJeder Ochse kennt seinen Besitzer, und jeder Esel wei\u00df, wo die Futterkrippe seines Herrn steht. Was aber macht mein Volk Israel? Sie haben vergessen, wem sie geh\u00f6ren, und sie wollen es auch gar nicht mehr wissen!<\/p>\n<p><strong>4<\/strong>\u00a0Wie viel Schuld habt ihr auf euch geladen! Das wird euch teuer zu stehen kommen! Eine Bande von \u00dcbelt\u00e4tern seid ihr, durch und durch verdorben.\u00ab<br \/>\nIhr habt euren Herrn verlassen. Voller Verachtung habt ihr dem heiligen Gott Israels den R\u00fccken gekehrt.<strong>5<\/strong>\u00a0ttSeid ihr noch nicht genug bestraft? M\u00fcsst ihr euch immer weiter vom Herrn entfernen? Ihr seid doch schon an Leib und Seele krank!<strong>6<\/strong>\u00a0Von Kopf bis Fu\u00df seid ihr voller Beulen, blutiger Striemen und frischer Wunden. Nichts mehr an euch ist gesund, und keiner ist da, der eure Wunden reinigt, mit Salbe behandelt und verbindet.<strong>7<\/strong>\u00a0Euer Land ist eine \u00d6de: Die St\u00e4dte sind verbrannt; ihr m\u00fcsst zusehen, wie sich Fremde \u00fcber eure Ernte hermachen, und wenn sie abziehen, sind die \u00c4cker verw\u00fcstet!<\/p>\n<p><strong>8<\/strong>\u00a0Nur Jerusalem ist \u00fcbrig geblieben, verloren wie eine Stadt, die von Feinden eingeschlossen ist. Einsam steht sie da wie ein W\u00e4chterh\u00e4uschen im Weinberg, wie eine H\u00fctte im Gurkenfeld.<strong>9<\/strong>\u00a0tH\u00e4tte nicht der allm\u00e4chtige Gott eingegriffen und einen kleinen Rest von uns gerettet, dann w\u00e4ren wir alle umgekommen wie damals die Leute von Sodom und Gomorra.<\/p>\n<p><strong>10<\/strong>\u00a0tIhr F\u00fchrer des Volkes gleicht den F\u00fcrsten Sodoms. H\u00f6rt, was der Herr euch zu sagen hat! Und ihr vom Volk seid wie die Einwohner Gomorras; achtet genau auf die Weisung unseres Gottes!<strong>11<\/strong>\u00a0tDer Herr fragt: \u00bbWas soll ich mit euren vielen Opfern anfangen? Ich habe genug von euren Schafb\u00f6cken und dem Fett eurer Mastk\u00e4lber; das Blut eurer Opfertiere ist mir zuwider, sei es von Stieren, Ziegenb\u00f6cken oder L\u00e4mmern.<strong>12<\/strong>\u00a0tIhr kommt zum Tempel und denkt: \u203aHier ist Gott gegenw\u00e4rtig.\u2039 Doch in Wirklichkeit zertrampelt ihr nur meinen Vorhof. Wer hat euch das befohlen?<strong>13<\/strong>\u00a0H\u00f6rt endlich mit diesen nutzlosen Opfern auf! Ich kann euren Weihrauch nicht mehr riechen. Ihr feiert bei Neumond und am Sabbat, ihr kommt zu den Festen zusammen, aber ich verabscheue sie, weil ihr an euren S\u00fcnden festhaltet.<strong>14<\/strong>\u00a0Darum hasse ich alle diese Festversammlungen! Sie sind mir eine Last, ja, sie sind unertr\u00e4glich f\u00fcr mich!<strong>15<\/strong>\u00a0tStreckt nur eure H\u00e4nde zum Himmel, wenn ihr betet! Ich halte mir die Augen zu. Betet, soviel ihr wollt! Ich werde nicht zuh\u00f6ren, denn an euren H\u00e4nden klebt Blut.<strong>16<\/strong>\u00a0Wascht euch, reinigt euch von aller Bosheit! Lasst eure Gr\u00e4ueltaten, h\u00f6rt auf mit dem Unrecht!<strong>17<\/strong>\u00a0tLernt wieder, Gutes zu tun! Sorgt f\u00fcr Recht und Gerechtigkeit, tretet den Gewaltt\u00e4tern entgegen, und schafft den Waisen und Witwen Recht!\u00ab<\/p>\n<h2>Gott richtet sein Volk<\/h2>\n<p><strong>18<\/strong>\u00a0tSo spricht der Herr: \u00bbKommt, wir wollen miteinander verhandeln, wer von uns im Recht ist, ihr oder ich. Eure S\u00fcnden sind blutrot, und doch sollt ihr schneewei\u00df werden. Sie sind so rot wie Purpur, und doch will ich euch rein waschen wie wei\u00dfe Wolle.<strong>19<\/strong>\u00a0tWenn ihr mir von Herzen gehorcht, dann k\u00f6nnt ihr wieder die herrlichen Fr\u00fcchte eures Landes genie\u00dfen.<strong>20<\/strong>\u00a0tWenn ihr euch aber weigert und euch weiter gegen mich stellt, dann werdet ihr von euren Feinden umgebracht. Darauf gebe ich, der Herr, mein Wort!\u00ab<\/p>\n<p><strong>21<\/strong>\u00a0tAch, Jerusalem, fr\u00fcher warst du dem Herrn treu. Jetzt aber bist du zur Hure geworden, weil du anderen G\u00f6ttern nachl\u00e4ufstt. Damals ging es in der Stadt gerecht und redlich zu. Und heute? Heute herrschen dort Mord und Totschlag!<strong>22<\/strong>\u00a0Jerusalem, damals warst du wie reines Silber, heute bist du mit vielen Schlacken vermischt; fr\u00fcher warst du ein guter Wein, heute bist du mit Wasser gepanscht.<strong>23<\/strong>\u00a0tDeine f\u00fchrenden M\u00e4nner sind Aufr\u00fchrer und machen mit Betr\u00fcgern gemeinsame Sache. Sie lieben Geschenke und Bestechungsgelder. Um das Recht von hilflosen Waisen k\u00fcmmern sie sich nicht, und Hilfe suchende Witwen lassen sie gleich an der T\u00fcr abweisen.<\/p>\n<p><strong>24<\/strong>\u00a0tDeshalb spricht der Herr, der allm\u00e4chtige und starke Gott Israels: \u00bbIch lasse meinem Zorn freien Lauf und r\u00e4che mich an euch; ihr seid meine Feinde.<strong>25<\/strong>\u00a0Jerusalem, ich werde dich packen und in den Schmelztiegel werfen. Wie ein Silberschmied die Schlacken ausschmilzt, um reines Silber zu bekommen, so schmelze ich bei dir die Bosheit und Unreinheit aus.<strong>26<\/strong>\u00a0tIch gebe dir wieder unbestechliche Richter und unvoreingenommene Berater. Dann wird man Jerusalem wieder so nennen wie fr\u00fcher: \u203aStadt, in der Recht ge\u00fcbt wird\u2039 und \u203aStadt, die Gott treu ist\u2039.\u00ab<\/p>\n<p><strong>27<\/strong>\u00a0Ja, der Herr wird Jerusalem erl\u00f6sen und dort das Recht wiederherstellen. Und er wird allen die Schuld vergeben, die zu ihm zur\u00fcckkehren.<strong>28<\/strong>\u00a0tDoch wer sich vom Herrn lossagt und sein Gesetz st\u00e4ndig missachtet, der kommt um. Jeder, der dem Herrn den R\u00fccken kehrt, l\u00e4uft ins Verderben.<\/p>\n<p><strong>29<\/strong>\u00a0tIhr verehrt heilige B\u00e4ume und legt kunstvolle G\u00e4rten an f\u00fcr eure G\u00f6tzen. Das wird ein b\u00f6ses Erwachen geben, wenn ihr einsehen m\u00fcsst, dass sie nicht helfen k\u00f6nnen! Besch\u00e4mt werdet ihr dastehen<strong>30<\/strong>\u00a0und einem Baum mit verdorrten Bl\u00e4ttern gleichen, einem Garten ohne Wasser.<\/p>\n<p><strong>31<\/strong>\u00a0Wer sich f\u00fcr stark hielt, ist dann wie trockenes Stroh. Sein G\u00f6tzendienst wird zum \u00fcberspringenden Funken, der G\u00f6tzendiener und G\u00f6tzen in Flammen aufgehen l\u00e4sst. Dieses Feuer kann niemand l\u00f6schen!<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"main_Isa_2\">\n<h1>Jesaja 2<\/h1>\n<h2>Jerusalem, der Mittelpunkt eines neuen Reiches<\/h2>\n<p><strong>1<\/strong>\u00a0In einer Vision empfing Jesaja, der Sohn des Amoz, diese Botschaft f\u00fcr Juda und Jerusalem:<\/p>\n<p><strong>2<\/strong>\u00a0ttAm Ende der Zeit wird der Berg, auf dem der Tempel des Herrn steht, alle anderen Berge und H\u00fcgel weit \u00fcberragen. Menschen aller Nationen str\u00f6men dann herbei.<\/p>\n<p><strong>3<\/strong>\u00a0tViele V\u00f6lker ziehen los und rufen einander zu: \u00bbKommt, wir wollen auf den Berg des Herrn steigen, zum Tempel des Gottes Israels! Dort wird er uns seinen Weg zeigen, und wir werden lernen, so zu leben, wie er es will.\u00ab<br \/>\nDenn vom Berg Zion aus wird der Herr seine Weisungen geben, dort in Jerusalem wird er der ganzen Welt seinen Willen verk\u00fcnden.<strong>4<\/strong>\u00a0tGott selbst schlichtet den Streit zwischen den V\u00f6lkern, und unter den Nationen spricht er Recht. Dann schmieden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen um und ihre Speere zu Winzermessern. Kein Volk wird mehr das andere angreifen; niemand lernt mehr, Krieg zu f\u00fchren.t<\/p>\n<p><strong>5<\/strong>\u00a0tKommt, ihr Nachkommen Jakobs, wir wollen schon jetzt mit dem Herrn leben. Er ist unser Licht!<\/p>\n<h2>Der schreckliche Gerichtstag Gottes<\/h2>\n<p><strong>6<\/strong>\u00a0Herr, du hast dich von deinem Volk Israel abgewandt, weil sie die heidnischen Br\u00e4uche aus dem Osten \u00fcbernommen haben. Sie treiben Zauberei wie ihre Nachbarn im Westen, die Philister. Bedenkenlos haben sie sich anderen V\u00f6lkern angepasst.<strong>7<\/strong>\u00a0tIsrael hat in jeder Hinsicht \u00dcberfluss: Das Land ist voll von Gold, Silber und anderen Sch\u00e4tzen; Pferde und Streitwagen sind in gro\u00dfer Zahl vorhanden.<strong>8<\/strong>\u00a0tDoch auch mit G\u00f6tzenstatuen ist das Land \u00fcbers\u00e4t. Vor selbst gemachten Figuren werfen die Menschen sich nieder und beten sie an.<strong>9<\/strong>\u00a0Herr, verzeih ihnen das nicht! Du wirst jeden in die Knie zwingen, alle m\u00fcssen sich vor dir beugen.<\/p>\n<p><strong>10<\/strong>\u00a0Ja, versteckt euch in den H\u00f6hlen, kriecht in die Erdl\u00f6cher! Denn der Herr verbreitet Furcht und Schrecken, wenn er sich in seiner Macht und Hoheit zeigt.<strong>11<\/strong>\u00a0tEs kommt der Tag, an dem der Hochmut der Menschen ein Ende hat und ihr Stolz gebrochen wird. Dann wird nur einer gro\u00df sein: der Herr!<strong>12<\/strong>\u00a0tDer allm\u00e4chtige Gott hat einen Tag bestimmt, an dem er \u00fcber die stolzen und hochm\u00fctigen Menschen Gericht h\u00e4lt und sie erniedrigt.<strong>13<\/strong>\u00a0Alle hoch gewachsenen Zedern auf dem Libanon und die m\u00e4chtigen Eichen in der Baschanebene wird er umhauen,<strong>14<\/strong>\u00a0jeden hohen Berg und H\u00fcgel einebnen,<strong>15<\/strong>\u00a0starke T\u00fcrme und feste Mauern einrei\u00dfen;<strong>16<\/strong>\u00a0alle Handelsschiffe, die bis nach Tarsis in Spanien fahren, wird er mit ihrem ganzen Reichtum versenken.<strong>17-18<\/strong>\u00a0So macht er den Hochmut der Menschen zunichte. Die stolzen Herren liegen dann im Staub, und mit den G\u00f6tzen ist es aus und vorbei. An diesem Tag wird nur einer gro\u00df sein: der Herr!<\/p>\n<p><strong>19<\/strong>\u00a0Wenn Gott sich in seiner Macht und Hoheit zum Gericht erhebt und die Erde in Schrecken versetzt, fliehen seine Feinde voller Angst in die Felsenkl\u00fcfte und verkriechen sich in Erdl\u00f6chern.<strong>20<\/strong>\u00a0tSie werfen ihre silbernen und goldenen G\u00f6tzenfiguren, die sie mit viel M\u00fche angefertigt haben, achtlos den Ratten und Flederm\u00e4usen hin,<strong>21<\/strong>\u00a0um so schnell wie m\u00f6glich in Felsspalten und H\u00f6hlen zu verschwinden. Angst und Grauen wird sie packen, wenn der Herr sich erhebt, um Gericht zu halten. Vor seiner Macht und Hoheit muss jeder vergehen.<\/p>\n<p><strong>22<\/strong>\u00a0tH\u00f6rt endlich auf, euch auf Menschen zu verlassen! Sie vergehen wie ein Lufthauch. Was bleibt von ihnen \u00fcbrig?<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"main_Isa_3\">\n<h1>Jesaja 3<\/h1>\n<h2>Der Zusammenbruch Judas<\/h2>\n<p><strong>1<\/strong>\u00a0tDer allm\u00e4chtige Herr und Gott nimmt den Bewohnern von Juda und Jerusalem alles weg, worauf sie sich heute verlassen: jeden Vorrat an Brot und Wasser,<strong>2<\/strong>\u00a0alle tapferen Helden, Soldaten, Richter und Propheten, Wahrsager und \u00c4ltesten,<strong>3<\/strong>\u00a0alle Offiziere, angesehenen Leute, Rechtsgelehrten, geschickten Handwerker und klugen Beschw\u00f6rer.<\/p>\n<p><strong>4<\/strong>\u00a0Daf\u00fcr gibt er ihnen unreife Kinder als Herrscher, die mit Willk\u00fcr regieren.<strong>5<\/strong>\u00a0tSchreckliche Zust\u00e4nde werden herrschen: Einer unterdr\u00fcckt den anderen; die Jungen lehnen sich gegen die Alten auf, die Ehrlosen gegen die geachteten Leute.<\/p>\n<p><strong>6<\/strong>\u00a0Die M\u00e4nner einer Sippe werden sich an einen von ihnen klammern und ihn best\u00fcrmen: \u00bbDu hast wenigstens noch einen Mantel, wir dagegen haben alles verloren. Sei unser Anf\u00fchrer, \u00fcbernimm doch das Kommando \u00fcber diesen Tr\u00fcmmerhaufen!\u00ab<strong>7<\/strong>\u00a0Doch der wird sich heftig wehren: \u00bbLasst mich in Ruhe! Erwartet blo\u00df keine Hilfe von mir! Ich habe selbst nichts zu essen und anzuziehen. Ich kann unm\u00f6glich unser Volk regieren. Schlagt euch das aus dem Kopf!\u00ab<\/p>\n<p><strong>8<\/strong>\u00a0Jerusalem, ja, das ganze Land Juda geht dem Untergang entgegen, denn ihre Bewohner beleidigen den Herrn mit Wort und Tat, sie widersetzen sich seiner Macht und Hoheit.<strong>9<\/strong>\u00a0tIhre Bosheit steht ihnen im Gesicht geschrieben. Ohne Hemmungen reden sie offen von ihren S\u00fcnden wie damals die Leute in Sodom. Aber das wird ihnen schlecht bekommen! Sie st\u00fcrzen sich selbst ins Ungl\u00fcck.<\/p>\n<p><strong>10<\/strong>\u00a0tVergesst nicht: Wer Gott gehorcht, dem geht es gut; was er erarbeitet hat, das kann er auch genie\u00dfen.<strong>11<\/strong>\u00a0Aber wehe dem, der sich Gott widersetzt! F\u00fcr seine Bosheit wird er die gerechte Strafe erhalten: Was er anderen zugef\u00fcgt hat, wird er selbst zu sp\u00fcren bekommen.<\/p>\n<p><strong>12<\/strong>\u00a0tAch, mein armes Volk! Merkst du nicht, was f\u00fcr Herrscher du hast? Sie machen mit dir, was sie wollen, und beuten dich aus, wo sie nur k\u00f6nnent. Du hast keine Anf\u00fchrer, sondern Verf\u00fchrer. Mit ihren falschen Ratschl\u00e4gen verwirren sie mein Volk, und deshalb wei\u00df niemand mehr, was gut und richtig ist.<\/p>\n<p><strong>13<\/strong>\u00a0Der Herr erhebt sich zur Gerichtsverhandlung, er steht auf, um die V\u00f6lker zu richten.<strong>14<\/strong>\u00a0tDie \u00c4ltesten und die f\u00fchrenden M\u00e4nner seines Volkes werden vorgeladen. \u00bbIhr habt meinen Weinberg Israel gepl\u00fcndert\u00ab, klagt der Herr sie an. \u00bbIhr nehmt den Armen ihren letzten Besitz und f\u00fcllt damit eure eigenen H\u00e4user.<strong>15<\/strong>\u00a0Wer gibt euch das Recht, mein Volk zu unterdr\u00fccken und die Hilflosen auszubeuten?\u00ab, fragt der Herr, der allm\u00e4chtige Gott.<\/p>\n<h2>Gott richtet \u00fcber Hochmut und Eitelkeit<\/h2>\n<p><strong>16<\/strong>\u00a0tSo spricht der Herr: \u00bbHochm\u00fctig sind sie, die Frauen Jerusalems. Sie recken stolz den Kopf in die H\u00f6he und werfen den M\u00e4nnern aufreizende Blicke zu. Sie gehen mit t\u00e4nzelnden Schritten, damit ihre Fu\u00dfkettchen klirren.\u00ab<strong>17<\/strong>\u00a0Darum wird der Herr ihnen die Haare ausfallen lassen und sie nackt ausziehen.<strong>18<\/strong>\u00a0Ja, es kommt der Tag, da nimmt der Herr den vornehmen Frauen allen Schmuck weg: die Fu\u00dfspangen, die Stirnb\u00e4nder und die Halsketten mit ihren kleinen Halbmonden,<strong>19<\/strong>\u00a0die prachtvollen Ohrgeh\u00e4nge, die Armreifen und die Schleier,<strong>20<\/strong>\u00a0die kostbaren Diademe, die Fu\u00dfkettchen und G\u00fcrtel, die teuren Parf\u00fcme und alle Amulette,<strong>21<\/strong>\u00a0die Finger- und Nasenringe,<strong>22<\/strong>\u00a0ebenso ihre Festkleider, Umh\u00e4nge, M\u00e4ntel, T\u00e4schchen<strong>23<\/strong>\u00a0und Spiegel, die Unterw\u00e4sche, die Kopft\u00fccher und die weiten \u00dcberw\u00fcrfe.<strong>24<\/strong>\u00a0Statt nach Parf\u00fcm zu duften, werden sie stinken. Anstelle der kostbaren G\u00fcrtel binden sie sich Stricke um. Von ihren kunstvollen Frisuren bleibt nichts \u00fcbrig, denn die Haare fallen ihnen aus. Statt feiner Seidenkleider tragen sie Gew\u00e4nder aus Sacktuch. Mit ihrer Sch\u00f6nheit ist es dann vorbei. Nur Scham und Schande bleiben zur\u00fcck.<\/p>\n<p><strong>25<\/strong>\u00a0Ach, Jerusalem! Alle deine M\u00e4nner, auch die besten Soldaten, werden im Krieg fallen.<\/p>\n<p><strong>26<\/strong>\u00a0Die ganze Stadt wird erf\u00fcllt sein vom lauten Klagen und Weinen. Zerst\u00f6rt und ausgepl\u00fcndert liegt sie da.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"main_Isa_4\">\n<h1>Jesaja 4<\/h1>\n<p><strong>1<\/strong>\u00a0In dieser Zeit werden sieben Frauen einem Mann nachlaufen und ihn anflehen: \u00bbHeirate uns doch alle sieben! F\u00fcr unser Essen und die Kleidung wollen wir selbst aufkommen. Wir m\u00f6chten nur deinen Namen tragen. Erspar uns die Schande, keinen Mann und keine Kinder zu haben!\u00ab<\/p>\n<h2>Gott schenkt einen Neuanfang<\/h2>\n<p><strong>2<\/strong>\u00a0Zu jener Zeit l\u00e4sst der Herr alle Pflanzen sprie\u00dfen und pr\u00e4chtig gedeihen; ja, das ganze Land bl\u00fcht auf und bringt reiche Ernte. Die \u00dcberlebenden in Israel werden sich daran freuen, sie k\u00f6nnen stolz darauf sein.<strong>3<\/strong>\u00a0tAlle, die noch in Jerusalem \u00fcbrig geblieben sind, schreibt Gott in einem Buch auf. Sie werden leben und ihm ganz geh\u00f6ren.<strong>4<\/strong>\u00a0tDurch seinen Geist, der Gericht h\u00e4lt und wie ein Feuer brennt, hat der Herr die Einwohner Jerusalems gel\u00e4utert. So wie man Schmutz abw\u00e4scht, hat er sie von ihrer schweren Schuld befreit.<strong>5<\/strong>\u00a0tDer Herr wird etwas Neues schaffen: Den ganzen Berg Zion und alle, die sich dort versammeln, bedeckt er am Tag mit einer Wolke und in der Nacht mit Rauch und Feuerschein. Es wird sein, als liege ein Schutzdach \u00fcber diesem herrlichen Ort,<\/p>\n<p><strong>6<\/strong>\u00a0das Schatten bietet vor der Sonnenglut und Zuflucht vor Regen und Sturm.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"main_Isa_5\">\n<h1>Jesaja 5<\/h1>\n<h2>Das Lied vom unfruchtbaren Weinberg<\/h2>\n<p><strong>1<\/strong>\u00a0tH\u00f6rt! Ich will ein Lied singen, ein Lied von meinem besten Freund und seinem Weinberg:<br \/>\n\u00bbAuf einem H\u00fcgel, sonnig und fruchtbar, lag das Grundst\u00fcck meines Freundes. Dort wollte er einen Weinberg anlegen.<\/p>\n<p><strong>2<\/strong>\u00a0Er grub den Boden um und r\u00e4umte alle gro\u00dfen Steine fort. Die beste Rebensorte pflanzte er hinein. Er baute einen Wachturm mittendrin und mei\u00dfelte einen Keltertrog aus dem Felsen. Wie freute er sich auf die erste Ernte, auf saftige und s\u00fc\u00dfe Trauben! Doch die Trauben waren klein und sauer!<\/p>\n<p><strong>3<\/strong>\u00a0Urteilt selbst, ihr Leute von Jerusalem und Juda:<\/p>\n<p><strong>4<\/strong>\u00a0Habe ich f\u00fcr meinen Weinberg nicht alles getan? Konnte ich nicht mit Recht eine reiche Ernte erwarten? Warum brachte er nur kleine, saure Trauben?<\/p>\n<p><strong>5<\/strong>\u00a0Wisst ihr, was ich jetzt mit meinem Weinberg mache? Zaun und Schutzmauer rei\u00dfe ich weg! Tiere sollen kommen und ihn kahl fressen, Ziegen und Schafe, sie sollen ihn zertrampeln!<\/p>\n<p><strong>6<\/strong>\u00a0Nie mehr werde ich die Reben beschneiden, nie mehr den harten Boden mit der Hacke lockern; Dornen und Disteln sollen ungehindert wuchern. Ich verbiete den Wolken, ihm Regen zu bringen. Soll der Weinberg doch vertrocknen!\u00ab<\/p>\n<p><strong>7<\/strong>\u00a0tDies ist eure Geschichte, ihr Israeliten. Ihr seid der Weinberg, und euer Besitzer ist der Herr, der allm\u00e4chtige Gott. Ihr aus Israel und Juda, ihr seid die Pflanzung, auf deren Ertr\u00e4ge er sich freute. Er wollte von euch gute Taten sehen, doch er sah nur Bluttaten; ihr habt nicht Recht gesprochen, sondern es gebrochen!<\/p>\n<h2>Wehe denen, die B\u00f6ses gut und Gutes b\u00f6se nennen!<\/h2>\n<p><strong>8<\/strong>\u00a0tWehe denen, die sich ein Haus nach dem anderen bauen und ein Grundst\u00fcck nach dem anderen kaufen, bis keines mehr \u00fcbrig ist! Sie finden erst Ruhe, wenn das ganze Land ihnen geh\u00f6rt.<strong>9<\/strong>\u00a0Ich habe die Worte des Herrn, des allm\u00e4chtigen Gottes, noch im Ohr. Er schwor: \u00bbDie gro\u00dfen und sch\u00f6nen H\u00e4user werden verw\u00fcstet daliegen, und niemand wird mehr darin wohnen.<strong>10<\/strong>\u00a0Ein Weinberg von \u00fcber zwei Hektar bringt dann nur ein kleines Fass Wein ein, und von drei Zentnern Saatgut wird man h\u00f6chstens ein S\u00e4ckchen Getreide ernten.<\/p>\n<p><strong>11<\/strong>\u00a0tWehe denen, die schon fr\u00fch am Morgen losziehen, um sich zu betrinken. Bis sp\u00e4t in die Nacht bleiben sie sitzen und lassen sich mit Wein voll laufen.<strong>12<\/strong>\u00a0Gitarren und Harfen, Pauken und Fl\u00f6ten und nat\u00fcrlich der Wein fehlen bei ihren Gelagen nie! Doch f\u00fcr mich, den Herrn, haben sie keinen Gedanken \u00fcbrig; was ich in der Welt tue, nehmen sie nicht wahr.<strong>13<\/strong>\u00a0Weil sie das nicht einsehen wollen, wird mein Volk in die Verbannung verschleppt werden. Dann m\u00fcssen die vornehmen Herren Hunger leiden, und das einfache Volk wird umkommen vor Durst.<strong>14<\/strong>\u00a0Das Totenreich rei\u00dft wie ein gieriges Ungeheuer seinen Schlund auf und verschlingt die ganze Pracht Jerusalems mitsamt der johlenden und l\u00e4rmenden Menge.<strong>15<\/strong>\u00a0So werde ich die Menschen in die Knie zwingen, sie m\u00fcssen vor mir in den Staub. Wer fr\u00fcher eingebildet und hochm\u00fctig war, wird besch\u00e4mt den Blick zu Boden senken.\u00ab<\/p>\n<p><strong>16<\/strong>\u00a0Der Herr, der allm\u00e4chtige Gott, vollstreckt sein Gerichtsurteil und erweist so seine Macht. Er zeigt, dass er ein heiliger und gerechter Gott ist.<strong>17<\/strong>\u00a0Zwischen den Tr\u00fcmmern der Stadt werden L\u00e4mmer weiden. Umherziehende Hirten werden essen, was die vertriebenen Reichen in den Ruinen zur\u00fccklassen mussten.<\/p>\n<p><strong>18<\/strong>\u00a0Wehe denen, die an die S\u00fcnde gefesselt sind und ihre Schuld hinter sich herschleifen wie ein Ochse seinen Karren.<strong>19<\/strong>\u00a0tSie spotten: \u00bbEr soll sich beeilen, der \u203aheilige Gott Israels\u2039, wir m\u00f6chten endlich sehen, wie er straft! St\u00e4ndig spricht er von seinem Gericht. Also los, er soll zeigen, was er kann!\u00ab<\/p>\n<p><strong>20<\/strong>\u00a0Wehe denen, die B\u00f6ses gut und Gutes b\u00f6se nennen, die Finsternis als Licht bezeichnen und Licht als Finsternis, die Saures f\u00fcr s\u00fc\u00df erkl\u00e4ren und S\u00fc\u00dfes f\u00fcr sauer.<\/p>\n<p><strong>21<\/strong>\u00a0tWehe denen, die sich selbst f\u00fcr klug und verst\u00e4ndig halten!<\/p>\n<p><strong>22<\/strong>\u00a0Wehe denen, die Helden sind im Weintrinken und tapfere M\u00e4nner, wenn es darum geht, starke Getr\u00e4nke zu mischen.<strong>23<\/strong>\u00a0tAls Richter sind sie bestechlich, f\u00fcr Geld sprechen sie Schuldige frei und verurteilen die Unschuldigen.<strong>24<\/strong>\u00a0Darum werden sie brennen wie die Stoppeln auf dem Acker, ja, wie ein Strohhaufen. Sie werden zugrunde gehen wie eine Blume, deren Wurzeln verfaulen, wie Bl\u00fcten, die der Wind zerstreut. Denn sie haben das Gesetz des Herrn, des allm\u00e4chtigen Gottes, abgelehnt und sich nicht zu Herzen genommen, was der heilige Gott seinem Volk Israel gesagt hat.<\/p>\n<h2>Die assyrischen Heere bedrohen Juda<\/h2>\n<p><strong>25<\/strong>\u00a0tDarum ist der Herr voller Zorn \u00fcber sein Volk. Schon hat er seine Hand erhoben und schl\u00e4gt zu, dass die Berge erbeben. Die Leichen liegen \u00fcberall auf den Stra\u00dfen herum wie Unrat. Aber noch hat sich der Zorn des Herrn nicht gelegt, noch ist seine strafende Hand erhoben.<\/p>\n<p><strong>26<\/strong>\u00a0tEr gibt den V\u00f6lkern in der Ferne ein Zeichen. Ein Pfiff &#8211; und die Heere eilen vom Ende der Erde herbei; in k\u00fcrzester Zeit sind sie da.<strong>27<\/strong>\u00a0Keiner der Soldaten ist m\u00fcde und ersch\u00f6pft, niemand g\u00f6nnt sich eine Pause oder gar eine Stunde Schlaf. Der G\u00fcrtel mit dem Schwert sitzt fest, und die Schuhriemen rei\u00dfen nicht.<strong>28<\/strong>\u00a0Ihre Pfeilspitzen sind scharf geschliffen, die Bogen gespannt. Die Hufe ihrer Pferde sind hart wie Stein, und die R\u00e4der der Streitwagen drehen sich wie ein Wirbelwind.<strong>29<\/strong>\u00a0Beim Angriff br\u00fcllen die M\u00e4nner wie hungrige L\u00f6wen, die ihre Beute packen und knurrend wegschleppen. Kein Mensch wagt, sie daran zu hindern.<\/p>\n<p><strong>30<\/strong>\u00a0Genauso werden diese Heere eines Tages \u00fcber Juda und Jerusalem herfallen. Ihr Siegesgebr\u00fcll gleicht dem Tosen des Meeres. Wohin man auch blickt: Dichte Wolken verdunkeln das Licht, Finsternis lastet auf dem Land und verbreitet Angst und Schrecken.<\/p>\n<\/div>\n<h1><\/h1>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jesaja 1 1\u00a0tIn diesem Buch sind die Botschaften Jesajas aufgeschrieben, der ein Sohn des Amoz war. 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