
{"id":2781,"date":"2011-11-22T09:41:57","date_gmt":"2011-11-22T08:41:57","guid":{"rendered":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=2781"},"modified":"2011-11-22T09:41:57","modified_gmt":"2011-11-22T08:41:57","slug":"prediger-7-12-hoffnung-fur-alle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=2781","title":{"rendered":"Prediger 7 &#8211; 12 (Hoffnung f\u00fcr Alle)"},"content":{"rendered":"<div id=\"main_Eccl_7\">\n<h1>Prediger 7<\/h1>\n<h2>Was ist gut?<\/h2>\n<p><strong>1<\/strong>\u00a0t\u00bbEin guter Ruf ist mehr wert als kostbares Parf\u00fcm\u00ab, hei\u00dft es, und ich sage: Der Tag des Todes ist besser als der Tag der Geburt.<\/p>\n<p><strong>2<\/strong>\u00a0Geh lieber in ein Haus, wo man trauert, als dorthin, wo gefeiert wird. Denn im Trauerhaus wird man daran erinnert, dass der Tod auf jeden Menschen wartet.<strong>3<\/strong>\u00a0Leid ist besser als Lachen, Trauer ver\u00e4ndert den Menschen zum Guten.<strong>4<\/strong>\u00a0Der Weise geht dorthin, wo man trauert, aber der Unverst\u00e4ndige liebt den Ort, wo gefeiert wird.<\/p>\n<p><strong>5<\/strong>\u00a0tEs ist wertvoller, auf die Zurechtweisung eines verst\u00e4ndigen Menschen zu achten, als sich die Loblieder von Dummk\u00f6pfen anzuh\u00f6ren!<strong>6<\/strong>\u00a0Denn das Schmeicheln eines T\u00f6richten ist so unbest\u00e4ndig wie ein Strohfeuer.<\/p>\n<p><strong>7<\/strong>\u00a0tWenn ein Verst\u00e4ndiger sich unter Druck setzen l\u00e4sst, wird er zum Narren; wer bestechlich ist, richtet sich selbst zugrunde.<\/p>\n<p><strong>8<\/strong>\u00a0Das Ende einer Sache ist besser als ihr Anfang; Geduld hilft mehr als \u00dcberheblichkeit.<\/p>\n<p><strong>9<\/strong>\u00a0tWerde nicht zu schnell zornig, denn nur ein Dummkopf braust leicht auf.<\/p>\n<p><strong>10<\/strong>\u00a0Frag nicht: \u00bbWarum war fr\u00fcher alles besser?\u00ab! Damit zeigst du nur, wie wenig Weisheit du besitzt.<\/p>\n<p><strong>11<\/strong>\u00a0tWeisheit ist so wertvoll wie ein Erbbesitz, sie ist f\u00fcr jeden Menschen n\u00fctzlich.<strong>12<\/strong>\u00a0Sie bietet so viel Sicherheit wie Geld, ja, sie schenkt sogar noch mehr: Wer die Weisheit besitzt, den erh\u00e4lt sie am Leben.<\/p>\n<p><strong>13<\/strong>\u00a0Halte dir vor Augen, was Gott tut! Wer kann gerade machen, was er gekr\u00fcmmt hat?<\/p>\n<p><strong>14<\/strong>\u00a0Wenn es dir gut geht, dann freu dich \u00fcber dein Gl\u00fcck, und wenn es dir schlecht geht, dann bedenke: Gott schickt dir beides, und du wei\u00dft nie, was die Zukunft bringen wird.<\/p>\n<h2>Vermeide die Extreme!<\/h2>\n<p><strong>15<\/strong>\u00a0tIn meinem kurzen Leben habe ich viel gesehen: Manch einer richtet sich nach Gottes Geboten und kommt trotzdem um; ein anderer will von Gott nichts wissen, aber er genie\u00dft ein langes Leben.<strong>16<\/strong>\u00a0Sei nicht zu fromm, und \u00fcbertreib es nicht mit deiner Weisheit! Warum willst du dich selbst zugrunde richten?<strong>17<\/strong>\u00a0Sei aber auch nicht gewissenlos und unvern\u00fcnftig! Warum willst du sterben, bevor deine Zeit gekommen ist?<strong>18<\/strong>\u00a0Es ist gut, wenn du ausgewogen bist und die Extreme meidest. Wer Gott gehorcht, der findet den richtigen Weg.<\/p>\n<p><strong>19<\/strong>\u00a0tDiese Weisheit besch\u00fctzt einen Menschen mehr, als zehn Machthaber einer Stadt ihm helfen k\u00f6nnen.<strong>20<\/strong>\u00a0tDenn es ist kein Mensch auf der Erde so gottesf\u00fcrchtig, dass er nur Gutes tut und niemals s\u00fcndigt.<\/p>\n<p><strong>21<\/strong>\u00a0tH\u00f6r nicht auf das Geschw\u00e4tz der Leute; dann h\u00f6rst du auch nicht, wie dein Untergebener \u00fcber dich l\u00e4stert!<strong>22<\/strong>\u00a0Du wei\u00dft genau, dass auch du sehr oft \u00fcber andere hergezogen hast.<\/p>\n<h2>Wer ist weise?<\/h2>\n<p><strong>23<\/strong>\u00a0Ich habe alles versucht, um weise zu werden; ich wollte Einsicht erlangen, aber sie blieb mir unerreichbar fern.<strong>24<\/strong>\u00a0Was geschieht, kann man nicht ergr\u00fcnden &#8211; es ist tief verborgen und nicht zu verstehen.<strong>25<\/strong>\u00a0Trotzdem bem\u00fchte ich mich mit aller Kraft, herauszufinden, was die Weisheit ausmacht; ich wollte wissen, wie man zu einem rechten Urteil kommt. Auch dachte ich dar\u00fcber nach, ob Gottlosigkeit mit Verblendung zusammenh\u00e4ngt und Unwissenheit mit mangelnder Einsicht.<\/p>\n<p><strong>26<\/strong>\u00a0tIch habe erkannt: Schlimmer als der Tod ist jene Frau, die einem Fangseil gleicht, deren Liebe dich einf\u00e4ngt wie ein Netz und deren Arme dich umschlie\u00dfen wie Fesseln. Ein Mann, der Gott gef\u00e4llt, kann sich vor ihr retten, aber der Gottlose wird von ihr gefangen.<\/p>\n<p><strong>27<\/strong>\u00a0Ja, sagt der Prediger, das habe ich nach und nach herausgefunden, w\u00e4hrend ich nach Antworten suchte.<strong>28<\/strong>\u00a0Doch was ich mir von Herzen w\u00fcnsche, habe ich immer noch nicht gefunden. Unter tausend Menschen fand ich nur einen Mann, dem ich mein Vertrauen schenken konnte, aber keine Frau.<\/p>\n<p><strong>29<\/strong>\u00a0Nur dieses eine habe ich gelernt: Gott hat die Menschen aufrichtig und wahrhaftig geschaffen, jetzt aber sind sie falsch und berechnend.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"main_Eccl_8\">\n<h1>Prediger 8<\/h1>\n<p><strong>1<\/strong>\u00a0tWen kann man zu den Weisen z\u00e4hlen? Wer versteht es, das Leben richtig zu deuten? Ein weiser Mensch hat ein fr\u00f6hliches Gesicht, alle H\u00e4rte ist daraus verschwunden.<\/p>\n<h2>Die Macht der Herrscher<\/h2>\n<p><strong>2<\/strong>\u00a0Ich rate dir: Gehorch den Befehlen des K\u00f6nigs, denn du hast ihm vor Gott die Treue geschworen.<strong>3<\/strong>\u00a0H\u00fcte dich davor, ihm abtr\u00fcnnig zu werden, und lass dich nicht auf Intrigen ein, denn der K\u00f6nig setzt ja doch alles durch, was ihm gef\u00e4llt.<strong>4<\/strong>\u00a0Seine Worte haben Macht, niemand kann ihn zur Rede stellen und fragen: \u00bbWas tust du da?\u00ab<strong>5<\/strong>\u00a0Weise ist, wer den Befehlen des K\u00f6nigs gehorcht und nichts gegen ihn unternimmt. Er hat erkannt, dass auch die Regierungszeit des K\u00f6nigs begrenzt ist und Gott ihn richten wird.t<\/p>\n<p><strong>6<\/strong>\u00a0tDenn f\u00fcr alles hat Gott die Zeit bestimmt, er spricht das Urteil. Aber auf dem Menschen lastet eine schwere Not:<strong>7<\/strong>\u00a0Er wei\u00df nicht, was auf ihn zukommt, und niemand kann ihm sagen, wie es geschehen wird.<strong>8<\/strong>\u00a0Er besitzt keine Macht \u00fcber den Wind und kann ihn nicht aufhalten, ebenso wenig kann er dem Tod entfliehen. Ein Soldat im Krieg wird nie vom Dienst befreit, und wer schuldig geworden ist, muss die Folgen tragen.<\/p>\n<p><strong>9<\/strong>\u00a0Dies alles habe ich gesehen, als ich beobachtete, was auf dieser Welt geschieht &#8211; einer Welt, in der einige Menschen Macht besitzen und die anderen darunter leiden m\u00fcssen.<\/p>\n<h2>Das Unrecht in der Welt<\/h2>\n<p><strong>10<\/strong>\u00a0Ich sah, wie Menschen, die von Gott nichts wissen wollten, in Ehren begraben wurden, w\u00e4hrend man andere, die Gott gehorchten, aus der N\u00e4he des Heiligtums vertrieb und sie verga\u00df in der Stadt. Auch das ist sinnlos!<\/p>\n<p><strong>11<\/strong>\u00a0tDie Verbrecher werden nicht schnell genug bestraft, und das verf\u00fchrt viele dazu, B\u00f6ses zu tun.<\/p>\n<p><strong>12<\/strong>\u00a0Manch einer hat schon hundert Verbrechen begangen &#8211; und lebt immer noch!<br \/>\nJa, auch ich wei\u00df: \u00bbWer Gott ehrt und ihm gehorcht, dem geht es gut.<strong>13<\/strong>\u00a0Wer Gott missachtet, muss die Folgen tragen: Er verschwindet so pl\u00f6tzlich wie ein Schatten, weil er keine Ehrfurcht hat vor Gott.\u00ab<strong>14<\/strong>\u00a0Und trotzdem geschieht so viel Sinnloses auf der Welt: Da geht es rechtschaffenen Menschen so schlecht, wie es den Gottlosen gehen sollte. Und da haben Gottlose ein so sch\u00f6nes Leben, als h\u00e4tten sie Gottes Gebote befolgt. Das ist v\u00f6llig sinnlos!<\/p>\n<p><strong>15<\/strong>\u00a0tDarum r\u00fchme ich die Freude, denn es gibt f\u00fcr den Menschen nichts Besseres auf der Welt, als zu essen und zu trinken und sich zu freuen. Das wird ihn bei seiner M\u00fche begleiten das kurze Leben hindurch, das Gott ihm gegeben hat.<\/p>\n<h2>Was Gott tut, ist unbegreiflich!<\/h2>\n<p><strong>16-17<\/strong>\u00a0tIch bem\u00fchte mich, die Weisheit kennen zu lernen und das Tun und Treiben auf dieser Welt zu verstehen. Doch ich musste einsehen: Was Gott tut und auf der Welt geschehen l\u00e4sst, kann der Mensch nicht vollst\u00e4ndig begreifen, selbst wenn er sich Tag und Nacht keinen Schlaf g\u00f6nnt. So sehr er sich auch anstrengt, alles zu erforschen, er wird es nicht ergr\u00fcnden! Und wenn ein weiser Mensch behauptet, er k\u00f6nne das alles verstehen, dann irrt er sich!<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"main_Eccl_9\">\n<h1>Prediger 9<\/h1>\n<p><strong>1<\/strong>\u00a0t\u00dcber dies alles habe ich nachgedacht, und ich habe erkannt: Auch der Rechtschaffene und Verst\u00e4ndige ist bei allem, was er tut, von Gott abh\u00e4ngig. Ja, der Mensch versteht nicht einmal, warum er liebt oder hasst. Alles ist schon vorher festgelegt &#8211;<strong>2<\/strong>\u00a0bei jedem Menschen. Ein und dasselbe Schicksal trifft sie alle, ob sie nun Gott gehorchen oder ihn missachten, ob sie Gutes tun und sich an die Reinheitsgebote halten oder nicht, ob sie Gott Opfer bringen oder es sein lassen. Dem Guten ergeht es genauso wie dem S\u00fcnder, dem, der schw\u00f6rt, ebenso wie dem, der den Schwur scheut.<\/p>\n<p><strong>3<\/strong>\u00a0Es ist ein gro\u00dfes Ungl\u00fcck, dass alle Menschen auf dieser Welt ein und dasselbe Schicksal erleiden! Ihr Leben lang sind sie verblendet, und ihr Herz ist voller Bosheit, bis sie schlie\u00dflich sterben.<\/p>\n<p><strong>4<\/strong>\u00a0Wer lebt, hat noch Hoffnung, denn ein lebendiger Hund ist besser dran als ein toter L\u00f6we!<strong>5<\/strong>\u00a0Die Lebenden wissen wenigstens, dass sie sterben werden, die Toten aber wissen gar nichts. Ihre M\u00fche wird nicht mehr belohnt, denn niemand erinnert sich noch an sie.<strong>6<\/strong>\u00a0Ihr Lieben, ihr Hassen, ihre Eifersucht &#8211; alles ist mit ihnen gestorben. Nie mehr werden sie beteiligt sein an dem, was auf der Welt geschieht.<\/p>\n<h2>Freu dich am Leben!<\/h2>\n<p><strong>7<\/strong>\u00a0tAlso iss dein Brot, trink deinen Wein, und sei fr\u00f6hlich dabei! Denn schon lange gef\u00e4llt Gott dein Tun!<strong>8<\/strong>\u00a0Trag immer sch\u00f6ne Kleidert, und salbe dein Gesicht mit duftenden \u00d6len!<strong>9<\/strong>\u00a0tGenie\u00dfe das Leben mit der Frau, die du liebst, solange du dein verg\u00e4ngliches Leben f\u00fchrst, das Gott dir auf dieser Welt gegeben hat. Genie\u00dfe jeden fl\u00fcchtigen Tag, denn das ist der einzige Lohn f\u00fcr deine M\u00fchen.<strong>10<\/strong>\u00a0Alles, was du tun kannst, wozu deine Kraft ausreicht, das tu! Denn im Totenreich, wohin auch du gehen wirst, gibt es weder Tun noch Denken, weder Erkenntnis noch Weisheit.<\/p>\n<h2>Verkehrte Welt!<\/h2>\n<p><strong>11<\/strong>\u00a0Ich habe beobachtet, wie es auf dieser Welt zugeht: Nicht die Schnellen gewinnen den Wettlauf und nicht die Starken den Krieg. Weisheit garantiert noch keinen Lebensunterhalt, Klugheit f\u00fchrt nicht immer zu Reichtum, und die Verst\u00e4ndigen sind nicht unbedingt beliebt. Sie alle sind gefangen in der Zeit, ein Spielball des Schicksals.<strong>12<\/strong>\u00a0tKein Mensch wei\u00df, wann seine Zeit gekommen ist. Wie Fische im Netz gefangen werden, wie V\u00f6gel in die Falle geraten, so enden auch die Menschen: Der Tod ereilt sie, wenn sie es am wenigsten erwarten.<\/p>\n<p><strong>13<\/strong>\u00a0Noch etwas habe ich beobachtet &#8211; ein gutes Beispiel daf\u00fcr, wie die Weisheit auf dieser Welt beurteilt wird:t<\/p>\n<p><strong>14<\/strong>\u00a0tDa war eine kleine Stadt mit wenig Einwohnern. Ein m\u00e4chtiger K\u00f6nig zog mit seinem Heer gegen sie aus, schloss sie ein und sch\u00fcttete ringsum einen hohen Belagerungswall auf.<strong>15<\/strong>\u00a0In der Stadt lebte ein armer Mann, der war sehr weise. Er h\u00e4tte die Stadt durch seine Weisheit retten k\u00f6nnen, aber niemand dachte an ihn.<strong>16<\/strong>\u00a0Da sagte ich mir: Zwar ist Weisheit wertvoller als St\u00e4rke, aber ein Armer wird nicht f\u00fcr klug gehalten; seine Worte beachtet man nicht.<strong>17<\/strong>\u00a0Es ist besser, auf die bed\u00e4chtigen Worte eines Weisen zu h\u00f6ren als auf das Geschrei eines K\u00f6nigs von Dummk\u00f6pfen.<\/p>\n<p><strong>18<\/strong>\u00a0Weisheit bewirkt mehr als Waffen, aber ein einziger, der B\u00f6ses tut, kann viel Gutes zerst\u00f6ren.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"main_Eccl_10\">\n<h1>Prediger 10<\/h1>\n<h2>Die kleinste Dummheit wiegt schwerer als die gr\u00f6\u00dfte Weisheit<\/h2>\n<p><strong>1<\/strong>\u00a0Tote Fliegen bringen duftende Salben zum Stinken, und schon eine kleine Dummheit zerst\u00f6rt die Weisheit und das Ansehen eines Menschen.<\/p>\n<p><strong>2<\/strong>\u00a0Ein vern\u00fcnftiger Mensch unternimmt das Richtige, ein t\u00f6richter dagegen nur das Falsche.<strong>3<\/strong>\u00a0Welchen Weg der T\u00f6richte auch einschl\u00e4gt &#8211; ihm fehlt der Verstand; jeder kann erkennen, wie dumm er ist.<\/p>\n<p><strong>4<\/strong>\u00a0Wenn ein Machthaber zornig auf dich ist, dann vergiss nicht, dass du ihm unterstellt bist! Bleib gelassen, dadurch vermeidest du gro\u00dfe Fehler!<\/p>\n<p><strong>5<\/strong>\u00a0tEtwas Schlimmes habe ich auf dieser Welt beobachtet, einen gro\u00dfen Fehler, den Machthaber immer wieder begehen:<\/p>\n<p><strong>6<\/strong>\u00a0Die T\u00f6richten bekommen die h\u00f6chsten Posten, und die Vornehmen werden \u00fcbergangen.<strong>7<\/strong>\u00a0Ich habe Knechte hoch zu Ross gesehen und F\u00fcrsten, die wie Knechte zu Fu\u00df gehen mussten.<\/p>\n<p><strong>8<\/strong>\u00a0Wer eine Grube gr\u00e4bt, kann hineinfallen, und wer eine Mauer abrei\u00dft, kann von einer Schlange gebissen werden.<strong>9<\/strong>\u00a0Wer im Steinbruch arbeitet, kann sich dabei verletzen, und wer Holz spaltet, bringt sich in Gefahr.<\/p>\n<p><strong>10<\/strong>\u00a0Wenn die Axt stumpf geworden ist, weil ihr Benutzer sie nicht geschliffen hat, muss er sich doppelt anstrengen. Der Kluge h\u00e4lt sein Werkzeug in Ordnung.t<\/p>\n<p><strong>11<\/strong>\u00a0Dem Schlangenbeschw\u00f6rer hilft seine Kunst nicht weiter, wenn die Schlange zubei\u00dft, bevor er sie beschworen hat!<\/p>\n<p><strong>12<\/strong>\u00a0tEin weiser Mensch wird geachtet f\u00fcr seine Worte; aber ein Dummkopf richtet sich durch sein Gerede selbst zugrunde.<strong>13<\/strong>\u00a0Wenn er seinen Mund aufmacht, h\u00f6rt man nichts als dummes Geschw\u00e4tz &#8211; es bringt nur Unheil und Verblendung!<strong>14<\/strong>\u00a0Ja, solch ein Mensch redet ununterbrochen. Dabei wei\u00df keiner, was die Zukunft bringt; niemand sagt ihm, was nach seinem Tod geschehen wird.<strong>15<\/strong>\u00a0Wann endlich wird der Dummkopf vom vielen Reden m\u00fcde? Nicht einmal den Weg in die Stadt findet er!t<\/p>\n<p><strong>16<\/strong>\u00a0tWehe dem Land, dessen K\u00f6nig noch ein Kind ist und dessen Machthaber schon fr\u00fch am Morgen Feste feiern!<strong>17<\/strong>\u00a0Wohl dem Land, dessen K\u00f6nig frei regieren kann und dessen Machthaber zur richtigen Zeit feiern, sich dabei beherrschen k\u00f6nnen und sich nicht wie die S\u00e4ufer auff\u00fchren!<\/p>\n<p><strong>18<\/strong>\u00a0Wenn jemand die H\u00e4nde in den Scho\u00df legt und zu faul ist, das Dach seines Hauses auszubessern, tropft bald der Regen durch, und das Geb\u00e4lk f\u00e4llt in sich zusammen.<\/p>\n<p><strong>19<\/strong>\u00a0tEin gutes Essen macht fr\u00f6hlich, Wein macht lustig, und Geld macht beides m\u00f6glich!<\/p>\n<p><strong>20<\/strong>\u00a0Nicht einmal in Gedanken schimpfe auf den K\u00f6nig, nicht einmal in deinem Schlafzimmer fluche \u00fcber den Reichen! Denn die Spatzen pfeifen es von den D\u00e4chern, und schon bist du verraten.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"main_Eccl_11\">\n<h1>Prediger 11<\/h1>\n<h2>Wer wagt, gewinnt!<\/h2>\n<p><strong>1<\/strong>\u00a0Setz dein Hab und Gut ein, um Handel zu treiben, und eines Tages wird es dir Gewinn bringen.t<strong>2<\/strong>\u00a0Verteil deinen Besitz auf m\u00f6glichst viele Stellen, denn du wei\u00dft nicht, ob ein gro\u00dfes Ungl\u00fcck \u00fcber das Land kommt und alles zerst\u00f6rt.<\/p>\n<p><strong>3<\/strong>\u00a0Wenn die Wolken voll Wasser sind, wird es auch regnen, und wohin ein Baum f\u00e4llt, dort bleibt er liegen.<\/p>\n<p><strong>4<\/strong>\u00a0Wer \u00e4ngstlich auf den Wind achtet, wird nie s\u00e4en; und wer auf die Wolken schaut, wird nie ernten.<\/p>\n<p><strong>5<\/strong>\u00a0tDu wei\u00dft nicht, aus welcher Richtung der Wind kommen wird; du siehst nicht, wie ein Kind im Mutterleib Gestalt annimmt. Ebenso wenig kannst du die Taten Gottes ergr\u00fcnden, der alles bewirkt.<\/p>\n<p><strong>6<\/strong>\u00a0S\u00e4e am Morgen deine Saat aus, leg aber auch am Abend die H\u00e4nde nicht in den Scho\u00df! Denn du wei\u00dft nicht, ob das eine oder das andere gedeiht &#8211; oder vielleicht sogar beides zusammen!<\/p>\n<h2>Genie\u00df deine Jugend!<\/h2>\n<p><strong>7<\/strong>\u00a0Wie sch\u00f6n ist das Licht, und wie wohltuend ist es, die Sonne zu sehen!<strong>8<\/strong>\u00a0tFreu dich \u00fcber jedes neue Jahr, das du erleben darfst! Auch wenn noch viele vor dir liegen &#8211; denk daran, dass die Dunkelheit danach lange dauert! Alles, was dann geschieht, ist sinnlos!<\/p>\n<p><strong>9<\/strong>\u00a0tDu junger Mensch, genie\u00dfe deine Jugend, und freu dich in der Bl\u00fcte deines Lebens! Tu, was dein Herz dir sagt und was deinen Augen gef\u00e4llt! Aber sei dir bewusst, dass Gott dich f\u00fcr alles zur Rechenschaft ziehen wird!<\/p>\n<p><strong>10<\/strong>\u00a0tLass dich nicht von Kummer und Sorgen beherrschen, und sch\u00fctze dich vor Krankheit! Denn Jugend und Sch\u00f6nheitt sind verg\u00e4nglich.<\/p>\n<\/div>\n<h1>Prediger 12<\/h1>\n<p><strong>1<\/strong>\u00a0Denk schon als junger Mensch an deinen Sch\u00f6pfer, bevor die beschwerlichen Tage kommen und die Jahre n\u00e4her r\u00fccken, in denen du keine Freude mehr am Leben hast.<strong>2<\/strong>\u00a0Dann wird selbst das Licht immer dunkler f\u00fcr dich: Sonne, Mond und Sterne verfinstern sich, und nach einem Regenschauer ziehen die Wolken von neuem auf.<strong>3<\/strong>\u00a0Deine H\u00e4nde, mit denen du dich sch\u00fctzen konntest, zittern; deine starken Beine werden schwach und krumm. Die Z\u00e4hne fallen dir aus, du kannst kaum noch kauen, und deine Augen werden tr\u00fcbe.<strong>4<\/strong>\u00a0Deine Ohren k\u00f6nnen den L\u00e4rm auf der Stra\u00dfe nicht mehr wahrnehmen, und deine Stimme wird immer leiser. Schon fr\u00fchmorgens beim Zwitschern der V\u00f6gel wachst du auf, obwohl du ihren Gesang kaum noch h\u00f6ren kannst.<strong>5<\/strong>\u00a0Du f\u00fcrchtest dich vor jeder Steigung und hast Angst, wenn du unterwegs bist. Dein Haar wird wei\u00df, m\u00fchsam schleppst du dich durch den Tag, und deine Lebenslust schwindet.t Dann tr\u00e4gt man dich in deine ewige Wohnung, und deine Freunde laufen trauernd durch die Stra\u00dfen.<\/p>\n<p><strong>6<\/strong>\u00a0Ja, koste das Leben aus, ehe es zu Ende geht &#8211; so wie eine silberne Schnur zerrei\u00dft oder eine goldene Schale zerspringt, so wie ein Krug bei der Quelle zerbricht oder das Sch\u00f6pfrad in den Brunnen f\u00e4llt und zerschellt.<strong>7<\/strong>\u00a0tDann kehrt der Leib zur Erde zur\u00fcck, aus der er genommen wurde; und der Lebensgeist geht wieder zu Gott, der ihn gegeben hat.<\/p>\n<p><strong>8<\/strong>\u00a0tJa, alles ist verg\u00e4nglich und vergeblich, sagte der Prediger, alles ist v\u00f6llig sinnlos!<\/p>\n<h2>Ein Nachwort<\/h2>\n<p><strong>9<\/strong>\u00a0Der Prediger war ein weiser Mensch, der seine Erkenntnisse an das Volk weitergab. Er dachte \u00fcber viele Lebensweisheiten nach, pr\u00fcfte ihren Inhalt und brachte sie in eine sch\u00f6ne Form.<strong>10<\/strong>\u00a0Er bem\u00fchte sich, ansprechende Worte zu finden, dabei aber aufrichtig zu sein und die Wahrheit zu schreiben.<\/p>\n<p><strong>11<\/strong>\u00a0Ja, die Worte der Weisen sind wie ein Stock, mit dem der Bauer sein Vieh antreibt; Lebensweisheiten, in Spr\u00fcche gefasst, gleichen eingeschlagenen N\u00e4geln: Sie verleihen dem Menschen einen festen Halt. Gott, der eine gro\u00dfe Hirte der Menschen, hat sie uns gegeben.<\/p>\n<p><strong>12<\/strong>\u00a0Mein Sohn, lass dich warnen! Es nimmt kein Ende mit dem vielen B\u00fccherschreiben, und zu viel Lernen macht den ganzen K\u00f6rper m\u00fcde.<\/p>\n<p><strong>13<\/strong>\u00a0tZu guter Letzt lasst uns das Wichtigste von allem h\u00f6ren: Begegne Gott mit Ehrfurcht, und halte seine Gebote! Das gilt f\u00fcr jeden Menschen.<\/p>\n<p><strong>14<\/strong>\u00a0tDenn Gott wird Gericht halten \u00fcber alles, was wir tun &#8211; sei es gut oder b\u00f6se -, auch wenn es jetzt noch verborgen ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Prediger 7 Was ist gut? 1\u00a0t\u00bbEin guter Ruf ist mehr wert als kostbares Parf\u00fcm\u00ab, hei\u00dft es, und ich sage: Der Tag des Todes ist besser als der Tag der Geburt. 2\u00a0Geh lieber in ein Haus, wo man trauert, als dorthin, wo gefeiert wird. 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