
{"id":2764,"date":"2011-11-08T10:31:15","date_gmt":"2011-11-08T09:31:15","guid":{"rendered":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=2764"},"modified":"2011-11-08T10:31:15","modified_gmt":"2011-11-08T09:31:15","slug":"spruche-27-31","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=2764","title":{"rendered":"Spr\u00fcche 27 &#8211; 31"},"content":{"rendered":"<div id=\"main_Prov_27\">\n<h1>Spr\u00fcche 27<\/h1>\n<h2>Liebe, die offen zurechtweist<\/h2>\n<p><strong>1<\/strong>\u00a0tBr\u00fcste dich nicht mit dem, was du morgen tun willst, denn du wei\u00dft nicht, was der Tag dir bringt!<\/p>\n<p><strong>2<\/strong>\u00a0\u00dcberlass es anderen, dich zu loben! Es ist besser, ein Fremder r\u00fchmt dich, als du selbst!<\/p>\n<p><strong>3<\/strong>\u00a0Schon ein Stein oder eine Karre Sand sind sehr schwer &#8211; aber der \u00c4rger \u00fcber einen Dummkopf wiegt mehr als beide zusammen!<\/p>\n<p><strong>4<\/strong>\u00a0Heftiger Zorn und gro\u00dfe Wut sind grausam &#8211; gegen die Eifersucht aber verblassen sie beide!<\/p>\n<p><strong>5<\/strong>\u00a0tLiebe, die offen zurechtweist, ist besser als Liebe, die sich \u00e4ngstlich zur\u00fcckh\u00e4lt.<\/p>\n<p><strong>6<\/strong>\u00a0Ein Freund meint es gut, selbst wenn er dich verletzt; ein Feind aber schmeichelt dir mit \u00fcbertrieben vielen K\u00fcssen.<\/p>\n<p><strong>7<\/strong>\u00a0Wer satt ist, will auch den besten Honig nicht mehr sehen; dem Hungrigen aber schmeckt sogar das Bittere s\u00fc\u00df.<\/p>\n<p><strong>8<\/strong>\u00a0Wer seine Heimat verl\u00e4sst, ist wie ein Vogel, der seinem Nest entflieht.<\/p>\n<p><strong>9<\/strong>\u00a0Duftendes \u00d6l und Weihrauch erfreuen das Herz, aber noch angenehmer und wertvoller ist der gute Rat eines Freundes.<\/p>\n<p><strong>10<\/strong>\u00a0tVerlass niemals deinen Freund oder den Freund deines Vaters! Wenn du in Not ger\u00e4tst, dann geh nicht bis zum Haus deines Bruders! Ein Nachbar in der N\u00e4he kann dir besser helfen als der Bruder in der Ferne.<\/p>\n<p><strong>11<\/strong>\u00a0Sei verst\u00e4ndig, mein Sohn! Damit machst du mir Freude, und ich kann denen entgegentreten, die meine Arbeit verachten.<\/p>\n<p><strong>12<\/strong>\u00a0Der Kluge sieht das Ungl\u00fcck voraus und bringt sich in Sicherheit; ein Unerfahrener rennt mitten hinein und muss die Folgen tragen.<\/p>\n<p><strong>13<\/strong>\u00a0tWenn jemand so un\u00fcberlegt war, f\u00fcr die Schulden eines Fremden zu b\u00fcrgen, dann nimm von seinem Besitz etwas als Pfand!<\/p>\n<p><strong>14<\/strong>\u00a0Wenn jemand seinen Nachbarn fr\u00fchmorgens mit lauter Stimme begr\u00fc\u00dft, dann wird es ihm als Verw\u00fcnschung ausgelegt.<\/p>\n<p><strong>15<\/strong>\u00a0tEine Frau, die st\u00e4ndig n\u00f6rgelt, ist so unertr\u00e4glich wie ein tropfendes Dach bei Dauerregen!<strong>16<\/strong>\u00a0Sie zum Schweigen zu bringen, ist so sinnlos, wie den Wind zu fangen oder \u00d6l mit den H\u00e4nden zu halten!<\/p>\n<p><strong>17<\/strong>\u00a0Wie man Eisen durch Eisen schleift, so schleift ein Mensch den Charakter eines anderen.<\/p>\n<p><strong>18<\/strong>\u00a0Wer seinen Feigenbaum pflegt, kann die Fr\u00fcchte ernten; wer sich f\u00fcr seinen Herrn einsetzt, der findet Anerkennung.<\/p>\n<p><strong>19<\/strong>\u00a0Im Wasser spiegelt sich dein Gesicht, und in deinen Gedanken und Gef\u00fchlen erkennst du dich selbst!<\/p>\n<p><strong>20<\/strong>\u00a0tDer Abgrund des Totenreiches ist uners\u00e4ttlich &#8211; ebenso die Augen des Menschen: sie wollen immer mehr!<\/p>\n<p><strong>21<\/strong>\u00a0tGold und Silber werden im Ofen und im Tiegel gepr\u00fcft, der Pr\u00fcfstein eines Menschen ist sein Ruf.<\/p>\n<p><strong>22<\/strong>\u00a0Du kannst einen Unverst\u00e4ndigen noch so lange schlagent &#8211; seine Dummheit wirst du doch nicht aus ihm herauspr\u00fcgeln!<\/p>\n<p><strong>23<\/strong>\u00a0tK\u00fcmmere dich um deine Viehherden, sorge f\u00fcr deine Schafe und Ziegen,<strong>24<\/strong>\u00a0denn Reichtum bleibt nicht f\u00fcr immer, und selbst K\u00f6nigreiche vergehen!<strong>25<\/strong>\u00a0M\u00e4he die Wiesen, damit frisches Gras nachwachsen kann, und hole das Heu von den Bergen!<strong>26<\/strong>\u00a0Aus der Wolle der Schafe kannst du Kleider anfertigen, und von dem Geld, das du f\u00fcr die Ziegenb\u00f6cke bekamst, kaufst du neues Land.<\/p>\n<p><strong>27<\/strong>\u00a0Die Ziegen geben Milch f\u00fcr dich und deine Familie und f\u00fcr alle deine Bediensteten.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"main_Prov_28\">\n<h1>Spr\u00fcche 28<\/h1>\n<h2>Gl\u00fccklich ist, wer Gott gehorcht<\/h2>\n<p><strong>1<\/strong>\u00a0Wer sich von Gott losgesagt hat, ist auf der Flucht, auch wenn niemand ihn verfolgt; wer aber Gott gehorcht, f\u00fchlt sich sicher wie ein L\u00f6we.<\/p>\n<p><strong>2<\/strong>\u00a0Wenn ein Volk sich in Schuld verstrickt, dann spielen viele sich als Herrscher auf. Aber durch einen vern\u00fcnftigen und einsichtsvollen Mann an der Spitze herrschen Recht und Ordnung.<\/p>\n<p><strong>3<\/strong>\u00a0Ein Armer, der die Armen ausbeutet, ist so schrecklich wie ein Unwetter, das den Ackerboden wegschwemmt und die Ernte verdirbt.<\/p>\n<p><strong>4<\/strong>\u00a0tWer Gottes Gesetz nicht beachtet, lobt den, der Unrecht tut. Wer sich aber an das Gesetz h\u00e4lt, bek\u00e4mpft die Gottlosen.<\/p>\n<p><strong>5<\/strong>\u00a0B\u00f6se Menschen verstehen nicht, was richtig und gut ist; wer aber dem Herrn dient, wei\u00df, worauf es ankommt.<\/p>\n<p><strong>6<\/strong>\u00a0tLieber arm sein und ehrlich leben, als reich sein und betr\u00fcgen!<\/p>\n<p><strong>7<\/strong>\u00a0Ein junger Mann, der das Gesetz Gottes beachtet, ist klug. Wer aber mit Verschwendern Umgang pflegt, macht seinen Eltern Schande.<\/p>\n<p><strong>8<\/strong>\u00a0tWer seinen Reichtum durch Aufpreis und Zinsen vermehrt, muss sein Verm\u00f6gen einmal dem \u00fcberlassen, der den Armen hilft.<\/p>\n<p><strong>9<\/strong>\u00a0tWer auf Gott nicht h\u00f6ren will, den will auch Gott nicht h\u00f6ren &#8211; sein Gebet ist Gott zuwider!<\/p>\n<p><strong>10<\/strong>\u00a0tWer aufrichtige Menschen dazu verf\u00fchrt, B\u00f6ses zu tun, wird in seine eigene Falle st\u00fcrzen. Der Ehrliche aber wird reich belohnt.<\/p>\n<p><strong>11<\/strong>\u00a0Der Reiche h\u00e4lt sich selbst f\u00fcr klug, aber ein Armer, der Verstand besitzt, durchschaut ihn.<\/p>\n<p><strong>12<\/strong>\u00a0tWenn Menschen, die Gott gehorchen, an die Macht kommen, brechen herrliche Zeiten an; aber wenn Gottlose regieren, verstecken sich die Leute.<\/p>\n<p><strong>13<\/strong>\u00a0tWer seine S\u00fcnden vertuscht, hat kein Gl\u00fcck; wer sie aber bekennt und meidet, \u00fcber den erbarmt sich der Herr.<\/p>\n<p><strong>14<\/strong>\u00a0Gl\u00fccklich ist, wer Gott zu jeder Zeit gehorcht! Wer sich aber innerlich verh\u00e4rtet, wird ins Ungl\u00fcck st\u00fcrzen.<\/p>\n<p><strong>15<\/strong>\u00a0Ein Herrscher, der Gott missachtet, gleicht einem br\u00fcllenden L\u00f6wen und einem gereizten B\u00e4ren &#8211; ein armes Volk ist machtlos gegen ihn!<\/p>\n<p><strong>16<\/strong>\u00a0Ein Machthaber ohne Verstand beutet seine Untergebenen aus; wer aber unehrlich erworbenen Gewinn hasst, der hat ein langes Leben.<\/p>\n<p><strong>17<\/strong>\u00a0Ein M\u00f6rder ist bis zu seinem Tode immer auf der Flucht &#8211; niemand soll ihn dabei aufhalten!<\/p>\n<p><strong>18<\/strong>\u00a0tWer ehrlich ist, dem wird immer geholfen; wer aber krumme Wege geht, wird pl\u00f6tzlich zu Fall kommen.<\/p>\n<p><strong>19<\/strong>\u00a0Wer seine Felder bestellt, hat genug zu essen; wer unsicheren Gesch\u00e4ften nachjagt, auf den wartet die Armut!<\/p>\n<p><strong>20<\/strong>\u00a0Ein zuverl\u00e4ssiger Mensch wird reich beschenkt; doch wer sich um jeden Preis bereichern will, bleibt nicht ungestraft.<\/p>\n<p><strong>21<\/strong>\u00a0Es ist nicht gut, parteiisch zu sein; aber manch einer l\u00e4sst sich schon f\u00fcr einen Bissen Brot zum Unrecht verleiten!<\/p>\n<p><strong>22<\/strong>\u00a0tEin neidischer Mensch giert nach Reichtum und wei\u00df nicht, dass Armut \u00fcber ihn kommen wird!<\/p>\n<p><strong>23<\/strong>\u00a0Wer einen anderen zurechtweist, wird letzten Endes mehr Dank bekommen als jemand, der den Leuten nur nach dem Munde redet.<\/p>\n<p><strong>24<\/strong>\u00a0tWer Vater oder Mutter beraubt und sagt: \u00bbDas ist kein Unrecht!\u00ab, der ist nicht besser als ein Verbrecher!<\/p>\n<p><strong>25<\/strong>\u00a0tHabgier f\u00fchrt zu Streit; wer aber dem Herrn vertraut, dem fehlt nichts.<\/p>\n<p><strong>26<\/strong>\u00a0tWer sich nur auf seinen Verstand verl\u00e4sst, ist ein Dummkopf. Gestalte dein Leben nach der Weisheit, die Gott gibt, dann bist du in Sicherheit!<\/p>\n<p><strong>27<\/strong>\u00a0tHilf dem Armen, dann wirst du selbst nie Mangel leiden! Wenn du deine Augen vor der Not verschlie\u00dft, werden viele dich verfluchen.<\/p>\n<p><strong>28<\/strong>\u00a0tWenn gottlose Herrscher regieren, verstecken sich die Leute. Doch wenn sie umkommen, leben alle, die Gott gehorchen, wieder auf.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"main_Prov_29\">\n<h1>Spr\u00fcche 29<\/h1>\n<h2>Ein Volk braucht weise Menschen<\/h2>\n<p><strong>1<\/strong>\u00a0tWer oft ermahnt wird und trotzdem eigensinnig bleibt, der nimmt pl\u00f6tzlich ein schreckliches Ende &#8211; ohne jede Hoffnung auf Rettung!<\/p>\n<p><strong>2<\/strong>\u00a0tWenn Menschen, die Gott gehorchen, die Herrschaft aus\u00fcben, freut sich ein Volk. Wenn aber ein gottloser Herrscher regiert, kann es nur noch st\u00f6hnen.<\/p>\n<p><strong>3<\/strong>\u00a0tWenn du Weisheit liebst, machst du deinen Eltern Freude. Wenn du dich mit Huren einl\u00e4sst, verschleuderst du dein Verm\u00f6gen!<\/p>\n<p><strong>4<\/strong>\u00a0tWenn ein K\u00f6nig das Recht beachtet, lebt sein Volk in Gl\u00fcck und Sicherheit; doch wenn er immer neue Steuern aus ihnen herauspresst, richtet er das Land zugrunde.<\/p>\n<p><strong>5<\/strong>\u00a0Wer andere mit schmeichelnden Worten umgarnt, breitet ein Fangnetz vor ihren F\u00fc\u00dfen aus.<\/p>\n<p><strong>6<\/strong>\u00a0Der B\u00f6se verstrickt sich immer tiefer in seine Schuld; wer aber Gott gehorcht, singt vor Freude und Gl\u00fcck!<\/p>\n<p><strong>7<\/strong>\u00a0tWer Gott liebt, verhilft den Armen zu ihrem Recht; doch der Gottlose empfindet f\u00fcr sie kein Mitgef\u00fchl.<\/p>\n<p><strong>8<\/strong>\u00a0Sp\u00f6tter bringen die ganze Stadt in Aufruhr, weise Menschen jedoch wenden den Zorn ab.<\/p>\n<p><strong>9<\/strong>\u00a0Wenn ein verst\u00e4ndiger Mensch mit einem unverbesserlichen einen Rechtsstreit f\u00fchrt, dann lacht dieser nur, oder er f\u00e4ngt an zu toben &#8211; aber sagen l\u00e4sst er sich nichts!<\/p>\n<p><strong>10<\/strong>\u00a0M\u00f6rder hassen jeden Unschuldigen; ehrliche Menschen aber setzen alles ein, um das Leben der Unschuldigen zu retten.<\/p>\n<p><strong>11<\/strong>\u00a0tNur ein Dummkopf l\u00e4sst seinem Zorn freien Lauf, ein Verst\u00e4ndiger h\u00e4lt seinen Unmut zur\u00fcck.<\/p>\n<p><strong>12<\/strong>\u00a0tWenn ein Herrscher auf die Worte von L\u00fcgnern h\u00f6rt, werden alle seine Untergebenen zu Betr\u00fcgern!<\/p>\n<p><strong>13<\/strong>\u00a0Der Arme und sein Ausbeuter haben eins gemeinsam: Gott gab beiden das Augenlicht!<\/p>\n<p><strong>14<\/strong>\u00a0tWenn ein K\u00f6nig die Armen gerecht behandelt, dann steht seine Regierung fest und sicher.<\/p>\n<p><strong>15<\/strong>\u00a0tStrenge Erziehung bringt ein Kind zur Vernunft. Ein Kind, das sich selbst \u00fcberlassen wird, macht seinen Eltern Schande.<\/p>\n<p><strong>16<\/strong>\u00a0Je mehr gottlose Menschen, desto mehr Verbrechen. Wer aber Gott vertraut, wird den Untergang dieser Leute erleben.<\/p>\n<p><strong>17<\/strong>\u00a0Erziehe dein Kind mit Strenge! Dann wird es dir viel Freude machen.<\/p>\n<p><strong>18<\/strong>\u00a0Ohne die Weisung von Propheten verwildert ein Volk; doch es bl\u00fcht auf, wenn es Gottes Gesetz befolgt!<\/p>\n<p><strong>19<\/strong>\u00a0Einen Sklaven kannst du nicht mit Worten allein ermahnen. Er versteht sie zwar, aber er wird sie nicht beachten.<\/p>\n<p><strong>20<\/strong>\u00a0tKennst du jemanden, der redet, ohne vorher \u00fcberlegt zu haben? Ich sage dir: F\u00fcr einen Dummkopf gibt es mehr Hoffnung als f\u00fcr ihn!<\/p>\n<p><strong>21<\/strong>\u00a0Wenn du einen Sklaven von Anfang an verw\u00f6hnst, wird er sich schlie\u00dflich \u00fcber dich erheben!<\/p>\n<p><strong>22<\/strong>\u00a0tWer schnell aufbraust, ruft Streit hervor; und ein J\u00e4hzorniger l\u00e4dt viel Schuld auf sich!<\/p>\n<p><strong>23<\/strong>\u00a0tWer hochm\u00fctig ist, wird schlie\u00dflich erniedrigt werden; der Bescheidene dagegen wird geehrt.<\/p>\n<p><strong>24<\/strong>\u00a0Wer mit einem Dieb die Beute teilt, der muss lebensm\u00fcde sein! Er h\u00f6rt den Fluch des Gerichts, aber anzeigen kann er den R\u00e4uber nicht.<\/p>\n<p><strong>25<\/strong>\u00a0Wer das Urteil der Menschen f\u00fcrchtet, ger\u00e4t in ihre Abh\u00e4ngigkeit; wer dem Herrn vertraut, ist gelassen und sicher.<\/p>\n<p><strong>26<\/strong>\u00a0Viele suchen die Gunst eines Herrschers, doch der Herr allein verschafft jedem Recht!<\/p>\n<p><strong>27<\/strong>\u00a0Wer Gott liebt, verabscheut den \u00dcbelt\u00e4ter. Wer Gott missachtet, verabscheut den Aufrichtigen.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"main_Prov_30\">\n<h1>Spr\u00fcche 30<\/h1>\n<h2>Worte Agurs<\/h2>\n<p><strong>1<\/strong>\u00a0Folgende Worte stammen von Agur, dem Sohn Jakes aus Massa. Dieser Mann sagte:<br \/>\nIch habe mich abgem\u00fcht, o Gott, ich habe mich abgem\u00fcht und bin am Ende!t<strong>2<\/strong>\u00a0Denn ich bin d\u00fcmmer als jeder andere Mensch und besitze keinen Verstand.<strong>3<\/strong>\u00a0Ich habe keine Weisheit erlangt, ich wei\u00df fast nichts \u00fcber den lebendigen Gott und bin mit ihm nicht vertraut.<\/p>\n<p><strong>4<\/strong>\u00a0tSag mir: Wer ist jemals zum Himmel hinauf- und wieder hinabgestiegen? Wer hat den Wind mit seinen H\u00e4nden gez\u00e4hmt oder die Wassermassen geb\u00e4ndigt? Wer setzte die Grenzen der Erde fest? Wenn du einen solchen Menschen kennst, dann nenn mir seinen Namen und den seines Sohnes!<\/p>\n<p><strong>5<\/strong>\u00a0tWas Gott sagt, ist wahr und zuverl\u00e4ssig; er besch\u00fctzt alle, die Schutz bei ihm suchen.<\/p>\n<p><strong>6<\/strong>\u00a0F\u00fcge seinen Worten nichts hinzu, sonst zieht er dich zur Rechenschaft, und du stehst als L\u00fcgner da!<\/p>\n<p><strong>7<\/strong>\u00a0tHerr, ich bitte dich um zweierlei, erf\u00fclle mir doch diese Bitten, solange ich lebe:<strong>8<\/strong>\u00a0Bewahre mich davor, zu l\u00fcgen und zu betr\u00fcgen, und lass mich weder arm noch reich sein! Gib mir nur so viel, wie ich zum Leben brauche!<strong>9<\/strong>\u00a0Denn wenn ich zu viel besitze, bestreite ich vielleicht, dass ich dich brauche, und frage: \u00bbWer ist denn schon der Herr?\u00ab Wenn ich aber zu arm bin, werde ich vielleicht zum Dieb und bereite dir, meinem Gott, damit Schande!<\/p>\n<p><strong>10<\/strong>\u00a0Mach einen Diener bei seinem Herrn nicht schlecht, sonst verflucht er dich, und du musst es b\u00fc\u00dfen!<\/p>\n<p><strong>11<\/strong>\u00a0Was m\u00fcssen das f\u00fcr Leute sein, die ihren Vater verfluchen und ihre Mutter missachten!<\/p>\n<p><strong>12<\/strong>\u00a0Was m\u00fcssen das f\u00fcr Leute sein, die sich selbst f\u00fcr untadelig halten und doch besudelt sind mit ihrer Schuld!<\/p>\n<p><strong>13<\/strong>\u00a0Was m\u00fcssen das f\u00fcr Leute sein, die hochm\u00fctig und \u00fcberheblich auf andere herabschauen!<\/p>\n<p><strong>14<\/strong>\u00a0Was m\u00fcssen das f\u00fcr Leute sein, die alle Armen und Hilflosen r\u00fccksichtslos ausbeuten und von der Erde vertilgent!<\/p>\n<p><strong>15<\/strong>\u00a0tManche Leute sind wie Blutegel: \u00bbGib her, gib her!\u00ab, fordern sie und saugen andere damit aus.t<br \/>\nDrei sind uners\u00e4ttlich, und auch das Vierte bekommt niemals genug:t<strong>16<\/strong>\u00a0das Reich der Toten, eine unfruchtbare Frau, die gerne Kinder haben m\u00f6chte, trockener Boden, der nach Regen d\u00fcrstet, und das Feuer, das gierig immer weiterfrisst.<\/p>\n<p><strong>17<\/strong>\u00a0tWer sp\u00f6ttisch auf seinen Vater herabsieht und seiner Mutter nicht gehorchen will, dem werden die Raben die Augen aushacken, und die Geier werden ihn auffressen!<\/p>\n<p><strong>18<\/strong>\u00a0Drei Dinge sind mir r\u00e4tselhaft, und auch das Vierte verstehe ich nicht:<strong>19<\/strong>\u00a0der Flug des Adlers am Himmel, das Schleichen der Schlange \u00fcber einen Felsen, die Fahrt des Schiffes \u00fcber das tiefe Meer und die Liebe zwischen Mann und Frau!<\/p>\n<p><strong>20<\/strong>\u00a0So benimmt sich eine untreue Frau: Sie schl\u00e4ft mit einem anderen Mann, w\u00e4scht sich und sagt:t \u00bbIch habe doch nichts B\u00f6ses getan!\u00ab<\/p>\n<p><strong>21<\/strong>\u00a0Durch drei Begebenheiten wird ein Land ersch\u00fcttert, und auch das Vierte kann es nicht ertragen:<strong>22<\/strong>\u00a0wenn ein Sklave K\u00f6nig wird, wenn ein Unverst\u00e4ndiger Reichtum erlangt,<strong>23<\/strong>\u00a0twenn eine von allen verschm\u00e4hte Frau geheiratet wird und wenn eine Sklavin die Herrin aus ihrer Stellung verdr\u00e4ngt.<\/p>\n<p><strong>24<\/strong>\u00a0tVier Tiere sind sehr klein und doch \u00fcberaus klug:<strong>25<\/strong>\u00a0die Ameisen &#8211; sie sind ein schwaches Volk, und doch legen sie im Sommer einen Vorrat an;<strong>26<\/strong>\u00a0die Klippdachse &#8211; sie sind nicht kr\u00e4ftig, aber sie bauen ihren Unterschlupf in den unzug\u00e4nglichen Felskl\u00fcften;<strong>27<\/strong>\u00a0die Heuschrecken &#8211; sie haben zwar keinen K\u00f6nig, aber sie ziehen in geordneten Scharen aus;<strong>28<\/strong>\u00a0die Eidechsen &#8211; du kannst sie mit den H\u00e4nden fangen, und doch findest du sie in Pal\u00e4sten!<\/p>\n<p><strong>29<\/strong>\u00a0Drei schreiten stolz umher, und auch der Vierte hat einen majest\u00e4tischen Gang:<strong>30<\/strong>\u00a0der L\u00f6we, K\u00f6nig der Tiere, der vor nichts Angst hat;<strong>31<\/strong>\u00a0ein Hahn, der umherstolziert; ein Ziegenbock und ein K\u00f6nig, der sein Heer anf\u00fchrt.<\/p>\n<p><strong>32<\/strong>\u00a0tWenn du meinst, du seist besser als andere, ob zu Recht oder zu Unrecht, dann halte den Mund, und schweig lieber!<\/p>\n<p><strong>33<\/strong>\u00a0Denn wenn man Milch schl\u00e4gt, gibt es Butter; schl\u00e4gt man die Nase, kommt Blut heraus; und reizt man den Zorn, dann gibt es Streit!<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"main_Prov_31\">\n<h1>Spr\u00fcche 31<\/h1>\n<h2>Worte Lemuels<\/h2>\n<p><strong>1<\/strong>\u00a0Folgende Worte stammen von K\u00f6nig Lemuel; seine Mutter gab sie ihm mit auf den Weg.t<\/p>\n<p><strong>2<\/strong>\u00a0Sie sagte:<br \/>\n\u00bbDu bist mein Sohn &#8211; ich habe Gott um einen Sohn gebeten, und du bist die Antwort! Was soll ich dir raten?<strong>3<\/strong>\u00a0Lass nicht deine ganze Kraft bei den Frauen, das hat schon viele K\u00f6nige zu Fall gebrachtt!<\/p>\n<p><strong>4<\/strong>\u00a0tH\u00f6re, Lemuel, ein K\u00f6nig soll sich nicht betrinken und dem Wein nicht ergeben sein!<strong>5<\/strong>\u00a0Er k\u00f6nnte sonst im Rausch das Recht vernachl\u00e4ssigen und die Not der Bed\u00fcrftigen vergessen.<strong>6<\/strong>\u00a0Gebt den Wein lieber denen, die dahinsiechen und verbittert sind!<strong>7<\/strong>\u00a0Lasst sie trinken und im Rausch ihre Armut und M\u00fchsal vergessen!<\/p>\n<p><strong>8<\/strong>\u00a0tDu aber tritt f\u00fcr die Leute ein, die sich selbst nicht verteidigen k\u00f6nnen! Sch\u00fctze das Recht der Hilflosen!<strong>9<\/strong>\u00a0Sprich f\u00fcr sie, und regiere gerecht! Hilf den Armen und Unterdr\u00fcckten!\u00ab<\/p>\n<h2>Ein Loblied auf die tatkr\u00e4ftige Frau<\/h2>\n<p><strong>10<\/strong>\u00a0tEine t\u00fcchtige Frau &#8211; wer findet sie schon? Sie ist wertvoller als viele Juwelen!<strong>11<\/strong>\u00a0Ihr Mann kann sich auf sie verlassen, sie bewahrt und vergr\u00f6\u00dfert seinen Besitz.<strong>12<\/strong>\u00a0Ihr Leben lang tut sie ihm Gutes, niemals f\u00fcgt sie ihm Leid zu.<\/p>\n<p><strong>13<\/strong>\u00a0Sie besorgt sich Wolle und Flachs und verarbeitet es mit geschickten H\u00e4nden.<strong>14<\/strong>\u00a0Von weit her schafft sie Nahrung herbei, wie ein Handelsschiff aus fernen L\u00e4ndern.<\/p>\n<p><strong>15<\/strong>\u00a0Noch vor Tagesanbruch steht sie auf und bereitet das Essen; den M\u00e4gden sagt sie, was zu tun ist.<strong>16<\/strong>\u00a0Sie h\u00e4lt Ausschau nach einem ertragreichen Feld und kauft es; von dem Geld, das ihre Arbeit einbringt, pflanzt sie einen Weinberg.<\/p>\n<p><strong>17<\/strong>\u00a0Unerm\u00fcdlich und voller Tatkraft ist sie bei der Arbeit; was getan werden muss, das packt sie an!<strong>18<\/strong>\u00a0Sie merkt, dass ihr Flei\u00df Gewinn bringt; beim Licht der Lampe arbeitet sie bis sp\u00e4t in die Nacht.<\/p>\n<p><strong>19<\/strong>\u00a0Ihre Stoffe webt und spinnt sie selbst.<strong>20<\/strong>\u00a0Sie erbarmt sich \u00fcber die Armen und gibt den Bed\u00fcrftigen, was sie brauchen.<strong>21<\/strong>\u00a0Den kalten Winter f\u00fcrchtet sie nicht, denn ihre ganze Familie hat Kleider aus guter und warmer Wolle.<strong>22<\/strong>\u00a0Sie fertigt sch\u00f6ne Decken an, und ihre Kleider macht sie aus feinem Leinen und purpurroter Seide.<\/p>\n<p><strong>23<\/strong>\u00a0tIhr Mann ist \u00fcberall bekannt, und was er sagt, hat gro\u00dfes Gewicht im Rat der Stadt.<\/p>\n<p><strong>24<\/strong>\u00a0Sie n\u00e4ht Kleidung aus wertvollen Stoffen und verkauft sie, ihre selbst gemachten G\u00fcrtel bietet sie den H\u00e4ndlern an.<\/p>\n<p><strong>25<\/strong>\u00a0Sie ist eine w\u00fcrdevolle und angesehene Frau, zuversichtlich blickt sie in die Zukunft.<strong>26<\/strong>\u00a0tSie redet nicht gedankenlos, und ihre Anweisungen gibt sie freundlich.<strong>27<\/strong>\u00a0Sie kennt und \u00fcberwacht alles, was in ihrem Haus vor sich geht &#8211; nur Faulheit kennt sie nicht!<\/p>\n<p><strong>28<\/strong>\u00a0Ihre S\u00f6hne reden voller Stolz von ihr, und ihr Mann lobt sie mit \u00fcberschw\u00e4nglichen Worten:<strong>29<\/strong>\u00a0\u00bbEs gibt wohl viele gute und t\u00fcchtige Frauen, aber du \u00fcbertriffst sie alle!\u00ab<\/p>\n<p><strong>30<\/strong>\u00a0tAnmut kann t\u00e4uschen, und Sch\u00f6nheit vergeht wie der Wind &#8211; doch wenn eine Frau Gott gehorcht, verdient sie Lob!<\/p>\n<p><strong>31<\/strong>\u00a0R\u00fchmt sie f\u00fcr ihre Arbeit und M\u00fche! In der ganzen Stadt soll sie f\u00fcr ihre Taten geehrt werden!<\/p>\n<\/div>\n<h1><\/h1>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Spr\u00fcche 27 Liebe, die offen zurechtweist 1\u00a0tBr\u00fcste dich nicht mit dem, was du morgen tun willst, denn du wei\u00dft nicht, was der Tag dir bringt! 2\u00a0\u00dcberlass es anderen, dich zu loben! Es ist besser, ein Fremder r\u00fchmt dich, als du selbst! 3\u00a0Schon ein Stein oder eine Karre Sand sind sehr schwer &#8211; aber der \u00c4rger [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[514,443,2],"tags":[],"class_list":["post-2764","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bibelleseprogram","category-spruche","category-text-in-der-bibel"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2764","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2764"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2764\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2765,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2764\/revisions\/2765"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2764"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2764"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2764"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}