
{"id":2750,"date":"2011-10-28T12:03:52","date_gmt":"2011-10-28T11:03:52","guid":{"rendered":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=2750"},"modified":"2011-12-02T12:55:52","modified_gmt":"2011-12-02T11:55:52","slug":"esther-sie-ging-mutig-uberlegt-und-selbstlos-vor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=2750","title":{"rendered":"Esther &#8211; &#8222;Sie ging mutig, \u00fcberlegt und selbstlos vor&#8220;"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/download.jw.org\/files\/media_magazines\/wp_X_20120101_13.mp3\">WT 01.01.2012<\/a><br \/>\n<strong><em>Ihren Glauben nachahmen &#8211; Esther<br \/>\n<\/em><\/strong><\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\">&#8222;Sie ging mutig, \u00fcberlegt und selbstlos vor&#8220;<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mit pochendem Herzen schreitet Esther auf den Thron zu. Man sp\u00fcrt f\u00f6rmlich die atemlose Stille im Tronsaal des persischen Palastes in Susa. Esther kann ihre eigenen sachten Schritte und das Rascheln ihrer k\u00f6niglichen Kleider h\u00f6ren. Sie darf sich jetzt nicht vom Prunk des K\u00f6nigshofes ablenken lassen, von den anmutigen S\u00e4ulen und den reichen Schnitzerein der Deckent\u00e4felung aus Zedernholz, das eigens aus dem fernen Libanon eingef\u00fchrt wurde. Ihre ganze Aufmerksamkeit gilt dem Mann auf dem K\u00f6nigsthron, er in diesem Augenblick ihr Leben in H\u00e4nden h\u00e4lt.<\/p>\n<p>Der K\u00f6nig verfolgt aufmerksam jeden ihrer Schritte und streckt ihr sein goldenes Zepter entgegen &#8211; im Grunde eine einfache Geste, doch f\u00fcr Esther bedeutet sie Leben. Damit hat der K\u00f6nig sie von dem Vergehen freigesprochen, unaufgefordert vor ihm zu erscheinen. Dankbar ber\u00fchrt Esther die Spitze des Zepters (Esther 5:1, 2).<\/p>\n<p>K\u00f6nig Ahasverus umgibt eine Aura unvorstellbarer Pracht und Gr\u00f6\u00dfe. Allein die K\u00f6nigsgew\u00e4nder der persischen Monarchen hatten vermutlich einen Wert von mehreren Millionen Euro. Und dennoch endeckt Esther im Blick ihres Mannes eine gewisse W\u00e4rme, an der sie ablesen kann, dass er sie auf seine Art liebt. Er sagt nun zu ihr: &#8222;Was hast du, oh K\u00f6nigin Esther, und was ist dein Begehren? Bis zur H\u00e4lfte des K\u00f6nigstums, es werde dir auch gegeben&#8220; (Esther 5:3).<\/p>\n<p>Esther hat schon beachtilich viel Mut und Glauben bewiesen: Sie ist vor den K\u00f6nig getreten, weil ihr Volk in Gefahr ist, durch eine gemeine Intriege ausgerottet zu werden. Bisher ist alles gut gegangen, doch das Schwerste liegt noch vor ihr. Sie muss den stolzen Monarchen davon \u00fcberzeugen, dass sein engster Berater ihn b\u00f6swillig \u00fcbert\u00f6lpelt hat, damit er ihr Volk ins Verderben st\u00fcrzt. Wie wird ihr das wohl gelingen, und was lehrt uns ihr Glaube?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\"><strong>&#8222;Eine Zeit zum Reden&#8220; &#8211; klug gew\u00e4hlt<\/strong><\/h3>\n<p>W\u00fcrde Esther die Intriege vor dem K\u00f6nig und dem ganzen Hofstaat aufdecken, k\u00f6nnte sie ihren Mann besch\u00e4men. Au\u00dferdem h\u00e4tte sein Berater Haman wom\u00f6glich Zeit, alles abzustreiten. Was wird Esther tun? Jahrhunderte zuvor hielt K\u00f6nig Salomo fest: &#8222;F\u00fcr alles gibt es eine Zeit, eine Zeit zum Schweigen und eine Zeit zum Reden\u201c (Prediger 3:1, 7). Man kann sich gut vorstellen, dass der tiefgl\u00e4ubige Mordechai seiner Pflegetochter Esther solche biblischen Weisheiten mit auf den Weg gegeben hat. Sie muss gewu\u00dft haben, wie wichtig es ist, sich gut zu \u00fcberlegen, wann es &#8222;Zeit zum Reden&#8220; ist.<\/p>\n<p>Sie sagt: &#8222;Wenn es dem K\u00f6nig gut erscheint, m\u00f6ge der K\u00f6nig mit Haman heute zu dem Festmahl kommen, das ich f\u00fcr ihn bereitet habe&#8220; (Esther 5:4). Der K\u00f6nig ist einverstanden und l\u00e4sst Haman rufen. <a href=\"http:\/\/blog.thomas-pape.de\/bibellesen\/esther\/comment-page-1\/#comment-3040\" target=\"_blank\">Wie besonnen Esther vorgeht!<\/a> Sie wahrt die W\u00fcrde ihres Mannes und m\u00f6chte eine angenehme Atmosph\u00e4re schaffen, bevor sie ihn ins Vertrauen zieht.<\/p>\n<p>Zweifellos bereitet Esther das Festmahl bis ins Kleinste vor, um allen Vorlieben des K\u00f6nigs gerecht zu werden. Erlesene Weine sollen f\u00fcr eine gel\u00f6ste Stimmung sorgen (Psalm 104:15). Ahasverus l\u00e4sst es sich gut gehen und erkundigt sich nochmals, was Esther auf dem Herzen hat. Ist jetzt der Moment zum Reden?<\/p>\n<p>Esther\u00a0 h\u00e4lt die Zeit f\u00fcr noch nicht gekommen. Stattdessen l\u00e4dt sie den K\u00f6nig und Haman zu einem weiteren Bankett ein, das gleich am n\u00e4chsten Tag stattfinden soll (Esther 5:7, 8). Warum z\u00f6gert sie noch? Es steht viel auf dem Spiel. Immerhin ist\u00a0 ihr ganzes Volk wegen eines k\u00f6niglichen Dekrets dem Tode ausgeliefert. Esther muss unbedingt den richtigen Augenblick abpassen. Sie wartet also ab und hat dadurch noch einmal die Gelegenheit, ihrem Mann zu zeigen, wie sehr sie ihn achtet.<\/p>\n<p>Geduld ist ein seltenes und doch wertvolles Gut.\u00a0 Obwohl Esther angespannt ist und am liebsten reden w\u00fcrde, h\u00e4lt sie sich zur\u00fcck. Wohl die meisten haben schon so manches himmelschreiendes Unrecht beobachtet. In so einer Situation kann man <a href=\"http:\/\/blog.thomas-pape.de\/bibellesen\/esther\/comment-page-1\/#comment-3040\">von Esthers Geduld viel lernen<\/a>. In Spr\u00fcche 25:15 hei\u00dft es: &#8222;Durch Geduld wird ein Befehlshaber beredet, und eine milde Zunge, sie kann einen Knochen zerbrechen&#8220;. Geduldiges Abwarten und sanfte Worte k\u00f6nnen sogar Widerstand brechen, der so stark ist wie ein Knochen. Wird Esther von ihrem Gott Jehova f\u00fcr ihre Geduld und Besonnenheit belohnt?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\"><strong>Ihre Geduld zahlt sich aus<\/strong><\/h3>\n<p>Esthers Geduld ebnet den Weg f\u00fcr unerwartete Entwicklungen! Beschwingt verl\u00e4sst Haman das erste Festmahl &#8211; &#8222;freudig und frohen Herzens&#8220;, son dem K\u00f6nigspaar so geehrt zu werden. Als er jedoch durchs Palasttor geht, f\u00e4llt sein Blick auf Mordechai, diesen Juden, der sich immer noch weigert, ihm die geb\u00fchrende Ehrre zu erweisen. Doch Mordechai hat seine Gr\u00fcnde. Er will nicht respektlos sein, sondern ein gutes Gewissen und ein gutes Verh\u00e4ltnis zu seinem Gott Jehova behalten. Haman wird indessen &#8222;sogleich von Wut gegen Mordechai erf\u00fcllt&#8220; (Esther 5:9).<\/p>\n<p>Als Haman seiner Frau und seinen Freunden von Mordechais Unverfrorenheit berichtet, raten sie ihm, einen \u00fcber 20 Meter hohen Galgen aufzurichten und vom K\u00f6nig die Erlaubnis einzuholen, Mordechai daran aufzuh\u00e4ngen. Der Vorschlag gef\u00e4llt Haman und er schreitet zur Tat (Esther 5:12-14).<\/p>\n<p>Inzwischen verbringt der K\u00f6nig eine schlaflose Nacht. die Bibel dr\u00fcckt es so aus: &#8222;W\u00e4hrend jender Nacht floh den K\u00f6nig der Schlaf.&#8220; Er\u00a0 l\u00e4sst sich die Chronik seines Reiches bringen und daraus vorlesen. Darin findet sich der Bericht \u00fcber einen Mordanschlag auf ihn. Er erinnert sich: Die Attent\u00e4ter wurden gefasst und hingerichtet. Aber was war mit Mordechai, der die Verschw\u00f6rung aufgedeckt hatte? Dem K\u00f6nig f\u00e4llt pl\u00f6tzlich ein, dass ihm ja ganz entgangen ist, ob und wie Mordechai belohnt wurde. Und tats\u00e4chlich: Man hatte das einfach \u00fcbersehen (Esther 6:1-3).<\/p>\n<p>Aufgeregt fragt der K\u00f6nig, ob ein Hofbeamter in der N\u00e4he ist, der ihm sagen kann, wie sich das Vers\u00e4umnis wiedergutmachen l\u00e4sst. Und siehe da! Im Hof steht ausgerechnet Haman, der wahrscheinlich schon so fr\u00fch auf den Beinen ist, weil er es nicht abwarten kann, sich die Hinrichtung Mordechais genehmigen zu lassen.\u00a0 Aber noch bevor er zu\u00a0 Wort kommt, will Ahasverus von ihm wissen, was man f\u00fcr jemand tun k\u00f6nne, den der K\u00f6nig besonders ehren m\u00f6chte. Haman glaubt, er selbst sei gemeint und denkt sich eine pomp\u00f6se Zeremonie aus: Man lege dem Mann k\u00f6nigliche Gew\u00e4nder an, setze ihn auf das Pferd des K\u00f6nigs, lasse ihn von einem hohen W\u00fcrdentr\u00e4ger durch Susa f\u00fchren und \u00fcberh\u00e4ufe ihn vor aller Ohren mit Lob. Was Haman wohl f\u00fcr ein Gesicht gemacht hat, als er erfuhrt, dass als das mit Mordechai geschehen sollte! Und der Gipfel ist: Er selbst soll auch noch das Loblied auf Mordechai anstimmen (Esther 6:4-10).<\/p>\n<p>Z\u00e4hneknirschend erf\u00fcllt Haman die l\u00e4stige Pflicht und <a href=\"http:\/\/blog.thomas-pape.de\/?page_id=560#comment-896\" target=\"_blank\">eilt dann verst\u00f6rt nach Hause<\/a>. Von seiner Frau und seinen Freunden\u00a0 muss er sich anh\u00f6ren, dass diese unerwartete Wende nichts Gutes ahnen lasse. Er werde im Kampf gegen Mordechai den K\u00fcrzerren ziehen (Esther 6:12,13).<\/p>\n<p>Da Esther geduldig einen weiteren Tag abwartete, hat Haman Zeit, seine Intrige weiterzuspinnen, wodurch er letztlich seinen Untergang besiegelt. Und <a href=\"http:\/\/blog.thomas-pape.de\/?page_id=560#comment-895\" target=\"_blank\">war es nicht vielleicht sogar Jehova, der dem K\u00f6nig die schlaflose Nacht bereitet hat?<\/a> (Spr\u00fcche 21:1). Nicht umsonst empfihelt uns Gottes Wort, eine &#8222;wartende Haltung&#8220; einzunehmen (Micha 7:7). Wenn wir auf Gott warten, werden wir feststellen, dass <a href=\"http:\/\/blog.thomas-pape.de\/bibellesen\/apostelgeschichte\/comment-page-2\/#comment-3385\" target=\"_blank\">seine L\u00f6sung viel besser ist<\/a> als alles, was wir uns selbst ausdenken k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\"><strong>Mutig ergreift sie das Wort<\/strong><\/h3>\n<p>Esther wagt es nicht, den K\u00f6nig noch l\u00e4nger auf die Folter zu spannen. Beim zweiten Bankett muss sie alles ans Tageslicht bringen. Nur wie? Zum Gl\u00fcck macht es ihr der K\u00f6nig leicht und fragt sie erneut nach ihrem Anliegen (Estehr 7:2). <a href=\"http:\/\/blog.thomas-pape.de\/bibellesen\/esther\/comment-page-1\/#comment-3040\" target=\"_blank\">Jetzt ist es &#8222;Zeit zum Reden&#8220;<\/a>!<\/p>\n<p>Gut m\u00f6glich, dass Esther ein stilles Gebet spricht, bevor sie sagt: &#8222;Wenn ich in deinen Augen Gunst gefunden habe, o K\u00f6nig, und wenn es dem K\u00f6nig wirklich gut scheint, so werde mir auf mein Gesuch hin meine eigene Seele gegeben und mein Volk auf meine Bitte (Esther 7:3). Bezeichnenderweise bringt sie ihre Achtung vor dem Urgteilsverm\u00f6gen des K\u00f6nigs zum Ausdruck. Ganz <a href=\"http:\/\/blog.thomas-pape.de\/?page_id=560#comment-882\" target=\"_blank\">anders, als ihre Vorg\u00e4ngerin Waschti<\/a>, die den K\u00f6nig \u00f6ffentlich gedem\u00fctigt hattre! (Esther 1:10-12). Auch wirft sie dem K\u00f6nig nicht vor, dass er Haman so leichtfertig vertraut hat. Vielmehr bittet sie ihn, sie aus einer lebensbedrohlichen Lage zu befreien.<\/p>\n<p>Diese Bitte kommt f\u00fcr ihn bestimmt v\u00f6llig unerwartet, und er ist tief best\u00fcrzt. Wer sollte es wagen, der K\u00f6nigin etwas anzutun? Esther f\u00e4hrt fort: &#8222;Wir sind verkauft worden, ich und mein Volk, um vertilgt, get\u00f6tet und vernichtet zu werden. Wenn wir nun lediglich zu Sklaven und lediglich zu M\u00e4gden verkauft worden w\u00e4ren, so h\u00e4tte ich geschwiegen. Aber die Bedr\u00e4ngnis i st nicht angebracht, wenn sie dem K\u00f6nig zum Schaden gereicht&#8220; (Esther 7:4). Esther nennt die Dinge beim Namen, gibt aber gleichzeitig zu verstehen, dass sie nichts gesagt h\u00e4tte, wenn ihrem Volk blo\u00df die Sklaverei drohen w\u00fcrde. Doch dieser V\u00f6lkermord w\u00fcrde auch den K\u00f6nig selbst teuer zu stehen kommen. Wie k\u00f6nnte sie da Stillschweigen bewahren!<\/p>\n<p>Esther hat beispielhafte \u00dcberzeugungsarbeit geleistet. Sollte man selbst irgendwann einmal in der Familie oder aber gegen\u00fcber einer h\u00f6hergestellten Person eine heikle Angelegenheit ansprechen m\u00fcssen, kann einen Geduld kombiniert mit Respekt und Offfenheit ein gro\u00dfes St\u00fcck weiterbringen (Spr\u00fcche 16:21,23).<\/p>\n<p>Ahasverus will sofort wissen: &#8222;Wer ist dieser, und wo ist der, der sich erdreistet hat, auf diese Weise zu tun?&#8220; Esther zeigt auf den Schuldigen und sagt: &#8222;Dieser Mann, der Widersacher und\u00a0 Feind, ist dieser schlechte Haman.&#8220; Die Atmosph\u00e4re ist zum Zerrei\u00dfen gespannt. Haman zuckt zusammen, und dem launischen Monarchen steigt die Zornesr\u00f6te ins Gesicht. Sein engster Berater hat ihn zu einem Erlass verleitet, der f\u00fcr seine geliebte Frau den Tod bedeutet! <a href=\"http:\/\/blog.thomas-pape.de\/bibellesen\/esther\/comment-page-1\/#comment-3041\" target=\"_blank\">Der K\u00f6nig st\u00fcrmt in den Palastgaren hinaus, um sich wieder zu fangen<\/a> (Esther 7:5-7).<\/p>\n<p>Als hinterh\u00e4ltiger Feigling entlarvt, <a href=\"http:\/\/blog.thomas-pape.de\/?page_id=560#comment-898\" target=\"_blank\">wirft sich Haman der K\u00f6nigin zu F\u00fc\u00dfen<\/a>.\u00a0 Da kehrt der K\u00f6nig zur\u00fcck und endeckt Haman, wie er Esther auf ihrem Ruhebett anfleht. Emp\u00f6rt <a href=\"http:\/\/blog.thomas-pape.de\/bibellesen\/esther\/comment-page-1\/#comment-3042\" target=\"_blank\">bezichtigt der K\u00f6nig ihn der versuchten Vergewaltigung<\/a> im eigenen Palast. Hamans letzte Stunde hat geschlagen! Mit verh\u00fclltem Gesicht wird er abgef\u00fchrt. Nun erz\u00e4hlt ein Hofbeamter dem K\u00f6nig von dem Galgen, den Haman f\u00fcr Mordechai aufgestellt hat. Augenblicklich gibt Ahasverus den Befehl, Haman selbst darran zu h\u00e4ngen (Esther 7:8-10).<\/p>\n<p>In der heutigen Welt hat man\u00a0 manchmal das Gef\u00fchl, dass es einfach keine Gerechtigkeit mehr gibt. Was Esther angeht, sie verzweifelte nicht, wurde nicht zynisch, verlor nicht das Gottvertrauen. Als der richtige Zeitpunkt gekommen war, ergriff sie mutig das Wort und \u00fcberlie\u00df Jehova den Ausgang der Sache. Damit liefert sie uns ein\u00a0 nachahmenswertes Beispiel. Jehova hat sich seit Esthers Tagen nicht ge\u00e4ndert. Er kann gemeine Intriganten\u00a0 nach wie vor mit ihren eigenen Waffen schlagen, so wie er es bei Haman tat (Psalm 7:11-16).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\"><strong>Sie setzt sich selbstlos f\u00fcr Jehova und sein Volk ein<\/strong><\/h3>\n<p>Endlich erf\u00e4hrt der K\u00f6nig, wer Mordechai wirklich ist: nicht nur ein loyaler Untertan, der einen Mordanschlag vereitelt hat, sondern auch Esthers Pflegevater. Ahasverus \u00fcbertr\u00e4gt ihm Hamans Stellung als erster Minister. Hamans Haus und sein stattliches Vermgen geht an Esther, die Mordechai als Verwalter einsetzt (Esther 8:1,2).<\/p>\n<p>Esther und Mordechai sind in Sicherheit.\u00a0 Wird sich die K\u00f6nigin nun entspannt zur\u00fccklehnen? Dazu m\u00fcsste sie selbsts\u00fcchtig sein, doch das liegt ihr fern. Immerhin verbreitet sich Hamans Erlass wie ein Lauffeuer im ganzen Perserreich. Durch das Pur oder Los hatte Haman die g\u00fcnstigste Zeit f\u00fcr die Ausrottung der Juden ermittelt, was offensichtlich mit Spiritismus zu tun hatte (Esther 9:24-26). Es sind zwar noch Monate bis dahin, aber die Zeit l\u00e4uft unaufhaltsam ab. L\u00e4sst sich das Ungl\u00fcck noch irgendwie abwenden?<\/p>\n<p>Wieder riskiert Esther selbstlos ihr Leben und erscheint unaufgefordert vor dem K\u00f6nigl Diesmal fleht sie ihn unter Tr\u00e4nen an, den grausamen Erlass gegen ihr Volk aufzuheben. Nur: Gesetzte, die im Namen des persischen Monarchen verabschiedet wurden, d\u00fcrfen nicht mehr ge\u00e4ndert werden (Daniel 6:12,15). Der K\u00f6nig erm\u00e4chtigt deshalb Esther und Mordechai, einen weiteren Erlass herauszugeben, um ihre Landsleute zu retten. Mit diesem zweiten Erlass erhalten die Juden <a href=\"http:\/\/blog.thomas-pape.de\/?page_id=560#comment-888\" target=\"_blank\">das Recht, sich gegen ihre Feinde zu verteidigen<\/a>. Berittene Kuriere eilen in alle Himmelsrichtungen, um die gute Nachricht zu \u00fcberbringen. Die Juden k\u00f6nnen wieder aufatmen (Esther 8:3-16). \u00dcberall in dem riesigen Perserreich bewaffnen sie sich\u00a0 und bereiten sich auf den Kampf vor, was ohne den neuen Erlass undenkbar w\u00e4re. Bleibt die entscheidende Frage: Wird &#8222;Jehova der Heerscharen&#8220; seinem Volk zum Sieg verhelfen? (1. Samuel 17:45).<\/p>\n<p>Als der Tag schlie\u00dflich da ist, <a href=\"http:\/\/blog.thomas-pape.de\/?page_id=560#comment-889\" target=\"_blank\">stehen die Juden bereit<\/a>. Viele persische Beamte stellen sich auf ihre Seite, nachdem sich \u00fcberall herumgesprochen hat, dass der Jude Mordechai jetzt erster Minister ist. Jehova schenkt seinem Volk einen \u00fcberw\u00e4ltigenden Sieg. Und durch die verheerende Niederlage, die er den Feinden bereitet, sollen die Juden zweifellos vor einem grausamen Vergeltungsakt gesch\u00fctzt werden (Esterh 9:1-6).<br \/>\nFu\u00dfnote:<\/p>\n<blockquote><p>Der K\u00f6nig r\u00e4umte den Juden noch einen weiteren Tag ein, an dem sie ihre Feinde endg\u00fcltig besiegen konnten (Esther 9:12-14). Bis heute feiern die Juden zum Gedenken an diesen Sieg jedes\u00a0 Fr\u00fchjahr das Purimfest &#8211; benannt nach dem Los, das Haman geworfen hatte.<\/p><\/blockquote>\n<p>Au\u00dferdem k\u00f6nnte Mordechai niemals gefahrlos das Haus Hamans verwalten, solange die zehn S\u00f6hne des Schurken noch am leben sind. Auch sie werden get\u00f6tet (Esther 9:7-10). Damit erf\u00fcllt sich eine biblische Prophezeiung. Gott hatte vorausgesagt, dass die Amalekiter, erbitterte Feinde der Israeliten, vollst\u00e4ndig ausgerottet werden sollten (5. Mose 25:17-19). Die S\u00f6hne Hamans waren wom\u00f6glich noch die Allerletzten, die zu diesem verurteilten Volk geh\u00f6rten.<\/p>\n<blockquote><p>erg\u00e4nzender Kasten:<br \/>\n<strong>Eine erf\u00fcllte Prophezeiung<\/strong><\/p>\n<p>Als sich\u00a0 Esther und Mordechai f\u00fcr Gottes Volk starkmachten, erf\u00fcllte sich noch eine weitere Prophezeiung. \u00dcber 1.200 Jahre zuvor sagte der Patriarch Jakob \u00fcber einen seiner S\u00f6hne voraus: &#8222;Benjamin wird, einem Wolf gleich, best\u00e4ndig zerrei\u00dfen. Am Morgen wird er das erbeutete Tier fressen, und am Abend wird er Beute verteilen&#8220; (!. Mose 49:27). &#8222;Am Morgen&#8220; der israelitischen K\u00f6nigsgeschichte machten sich Benjameniter wie K\u00f6nig Saul einen Namen als starke Krieger f\u00fcr Jehovas Vollk. &#8222;Am Abend&#8220;, als die Sonne \u00fcber der K\u00f6nigslinie Israels bereits untergegangen war, errangen die Benjaminiter Esther und Mordechai einen Sieg \u00fcber die Feinde Jehovas. Beute verteilten sie insofern, als Hamans immenser Besitz auf sie \u00fcberging.<\/p><\/blockquote>\n<p>Esther trug eine schwere Last auf ihren zarten Schultern. Es war sicherlich nicht leicht, mit k\u00f6ninglichen Erlassen konfrontiert zu werden, bei denen es um Krieg und Todesurteile ging. Doch Jehova wollte sein Volk vor dem Untergang bewahren. Immerhin sollte aus der Nation Israel der Messias kommen, der Hoffnungstr\u00e4ger der ganzen Menschheit (1. Mose 22:18). heute sind wir froh, dass der Messias, Jesus Christus, seinen Nachfolgern verboten hat, sich an Kriegen zu beteiligen (Matth\u00e4us 26:52).<\/p>\n<p>Dennoch befinden wir uns in einem Krieg, aber nicht gegen Menschen. Satan l\u00e4sst nichts unversucht, unser Vertrauen auf Jehova Gott zu ersch\u00fcttern (2. Korinther 10:3,4). Wie gut ist es da, ein Vorbild wie Esther zu haben! Beweisen wir wie sie Gottvertrauen, indem wir \u00fcberlegt und mutig \u00dcberzeugungsarbeit leisten, mutig handeln und selbstlos f\u00fcr Gottes Volk eintreten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\"><strong>Fragen zum Buch Ester:<\/strong><\/h3>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/blog.thomas-pape.de\/bibellesen\/esther\/comment-page-1\/#comment-3031\" target=\"_blank\"><em><strong>Warum lie\u00df Mordechai zu, dass Esther einen Nichtjuden heiratete?<\/strong><\/em><\/a><br \/>\nManche Bibelwissenschaftler sehen Mordechai als Opportunisten, der durch Esthers Heirat zu Ansehen kommen wollte. Doch diese Annahme entbehrt jeder Grundlage.\u00a0 Als gottesf\u00fcrchtiger Jude konnte Mordechai eine solche Verbindung nicht bef\u00fcrworten (5. Mose 7:3). Nach j\u00fcdischer \u00dcberlieferung versuchte er sogar, die Eheschlie\u00dfung zu verhindern. Allerdings hatten er und Esther wohl kaum eine Wahl. Schlie\u00dflich lebten sie als Ausl\u00e4nder in einem Land, das von einem Alleinherrscher im Rang eines Gottes regiert wurde. Im Nachhinein zeigte es sich jedoch, dass Jehova Esthers Stellung als K\u00f6nigin nutzen konnte, um sein Volk vor dem Untergang zu bewahren (Esther 4:14).<\/li>\n<li><em><strong>Warum kommt der Gottesname Jehova im Buch Esther nicht vor?<\/strong><\/em><br \/>\nOffensichtlich war es Mordechai, der im Auftrag Gottes das Bibelbuch Esther schrieb. M\u00f6glicherweise wurde das Buch zun\u00e4chst zu den amtlichen Aufzeichnungen der Perser gelegt, ehe man es nach Jerusalem mitnahm. W\u00e4re der Name Jehova darin vorgekommen, h\u00e4tten persische G\u00f6tzendiener das Buch wom\u00f6glich vernichtet. Eins steht jedenfalls fest: Bei den Ereignissen, die im Buch Esther geschildert werden, muss Jehova die Hand im Spiel gehabt haben. Interessanterweise ist der Gottesname im hebr\u00e4ischen Text mehrmals in einer Art Akrostichon verborgen. Dabei sind die Formulierungen offensichtlich so gew\u00e4hlt, dass die Anfangs- und Ensbuchstaben von vier aufeinanderfolgenden W\u00f6rtern den Namen Gottes ergeben (Esther 1:20, Fu\u00dfnote).<\/li>\n<li><em><strong>Ist das Buch Esther historisch ungenau?<\/strong><\/em><br \/>\nDieser Vorwurf wird von Biblkritikern erhoben. Doch einige Bibelwissenschaftler bescheinigen dem Schreiber des Buches eine bemerkenswert detaillierte Kenntnis des K\u00f6nighauses, der Architektur und des Brauchtums von Persien. Zwar gibt es bis heute k eine au\u00dferbiblischen Hinweise auf K\u00f6nigin Esther, aber sie w\u00e4re auch\u00a0 nicht die erste k\u00f6nigliche Pers\u00f6nlichkeite, die in amtlichen Verzeichnissen nicht auftaucht. Au\u00dferdem l\u00e4sst sich sehr wohl belegen, dass ein Mann namens Marduka (persisch f\u00fcr Mordechai) in der Zeit, die im Buch Esther behandelt wird, Hofbeamter in Susa war.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>WT 01.01.2012 Ihren Glauben nachahmen &#8211; Esther &#8222;Sie ging mutig, \u00fcberlegt und selbstlos vor&#8220; &nbsp; Mit pochendem Herzen schreitet Esther auf den Thron zu. Man sp\u00fcrt f\u00f6rmlich die atemlose Stille im Tronsaal des persischen Palastes in Susa. Esther kann ihre eigenen sachten Schritte und das Rascheln ihrer k\u00f6niglichen Kleider h\u00f6ren. 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