
{"id":2518,"date":"2011-07-07T15:02:33","date_gmt":"2011-07-07T14:02:33","guid":{"rendered":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=2518"},"modified":"2011-07-07T15:59:10","modified_gmt":"2011-07-07T14:59:10","slug":"2518","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=2518","title":{"rendered":"Gottes Barmherzigkeit in Har-Magedon"},"content":{"rendered":"<p>WT 01.06.1976<\/p>\n<p>EHEPROBLEME gibt es, seitdem S\u00fcnde und Bosheit auf der Erde regieren. Auch in Gottes Ehe mit dem Volk Israel gab es Schwierigkeiten.<\/p>\n<p>2 Gott stellte durch die Verh\u00e4ltnisse in der Ehe seines Propheten Hosea die Verh\u00e4ltnisse in seiner Ehe mit Israel dar. Auf seinen Befehl hatte Hosea Gomer, die Tochter Diblajims, geheiratet. Diese Ehe versinnbildlichte die Ehe, die Jehova im Jahre 1513 v.\u00a0u.\u00a0Z. durch den mosaischen Bund, den Gesetzesbund, mit dem Volk Israel eingegangen war. Nachdem K\u00f6nig Salomo, der Sohn Davids, 997 v.\u00a0u.\u00a0Z. gestorben war, wurde die Nation Israel, die zu jener Zeit also schon lange mit Jehova verm\u00e4hlt war, in zwei Teile geteilt. Die beiden St\u00e4mme Juda und Benjamin blieben zusammen unter dem K\u00f6nigreich Juda. Die anderen zehn St\u00e4mme bildeten das K\u00f6nigreich Israel. Der erste K\u00f6nig des Zehnst\u00e4mmereiches war Jerobeam I., der Sohn Nebats, aus dem Stamm Ephraim. Unter diesem Jerobeam brach das K\u00f6nigreich Israel seinen Ehebund mit Jehova, indem es die Anbetung Jehovas in Jerusalem durch einen nationalen G\u00f6tzenkult in Form der Verehrung von zwei goldenen K\u00e4lbern ersetzte, von denen eines in Dan und das andere in Bethel errichtet worden war. Auf diese Weise machte sich das Zehnst\u00e4mmereich des Ehebruchs schuldig wie Gomer, die Frau des Propheten Hosea.<\/p>\n<p>3 Wie entwickelten sich die Verh\u00e4ltnisse in Hoseas Ehe als Veranschaulichung der Verh\u00e4ltnisse in Jehovas Ehe mit der Zw\u00f6lfst\u00e4mmenation Israel, nachdem Gomer Hosea einen ehelichen Sohn, Jesreel genannt, geboren hatte? Hosea berichtet weiter: \u201eUnd sie wurde dann abermals schwanger und gebar eine Tochter. Und Er [Gott] sprach weiter zu ihm [zu Hosea]: ,Nenne ihren Namen Lo-Ruchama, denn ich werde dem Hause Israel nicht wieder Barmherzigkeit erweisen, weil ich sie [die Israeliten] wirklich hinwegnehmen werde. Aber dem Hause Juda werde ich Barmherzigkeit erweisen, und ich will sie [die Jud\u00e4er] erretten durch Jehova, ihren Gott; aber ich werde sie nicht erretten durch Bogen oder durch Schwert oder durch Krieg oder durch Reiter\u2018\u00a0\u201c (Hos. 1:6, 7).<\/p>\n<p>4 In diesem Fall sagt Hosea nicht, Gomer habe \u201eihm\u201c eine Tochter geboren. Es wird daher allgemein angenommen, da\u00df diese Tochter, die Lo-Ruchama genannt wurde, ein \u2018Kind der Hurerei\u2019 war (Hos. 1:2). Der Ehebruch, dessen sich Hoseas Frau Gomer schuldig gemacht hatte, entsprach der Entwicklung der Verh\u00e4ltnisse in Jehovas Ehe mit der Nation Israel. Die Bedeutung des Namens, der der Tochter Gomers gegeben wurde, und der Grund, weshalb Jehova Hosea gebot, ihr diesen unsch\u00f6nen, omin\u00f6sen Namen zu geben, sind von besonderer Wichtigkeit. Der Name der Tochter, Lo-Ruchama, bedeutet buchst\u00e4blich \u201eNichtbemitleidete\u201c. Jehova gebrauchte diesen Namen prophetisch und richtete sich damit gegen die in geistigem Sinne ehebrecherische Zehnst\u00e4mmenation Israel, deren K\u00f6nig seinen Sitz in Jesreel hatte. Aus welchem Grund?<\/p>\n<p>5 Die Christenheit sollte an der Beantwortung dieser Frage interessiert sein, denn der Name Lo-Ruchama ist heute von Bedeutung. Der Grund, den Jehova daf\u00fcr angibt, pa\u00dft auf die heutige Christenheit: \u201eDenn ich werde dem Hause Israel nicht wieder Barmherzigkeit erweisen\u201c (Hos. 1:6). Heute ist die Christenheit die Nichtbemitleidete, diejenige, der keine Barmherzigkeit erwiesen wird. Sie gibt zwar vor, durch den \u201eneuen Bund\u201c, der durch Jesus Christus als Mittler im Jahre 33 u.\u00a0Z. geschlossen wurde, in einem ehelichen Verh\u00e4ltnis zu Jehova Gott zu stehen, macht sich aber wie das Zehnst\u00e4mmereich Israel fortgesetzt des geistigen Ehebruchs schuldig (Jer. 31:31-34; Luk. 22:19, 20; Hebr. 8:6-12). Was war die Folge davon, da\u00df Jehova dem in geistigem Sinne ehebrecherischen Zehnst\u00e4mmereich Israel keine Barmherzigkeit mehr erwies? Es wurde im Jahre 740 v.\u00a0u.\u00a0Z., also weniger als hundert Jahre danach, vernichtet. Da Jehova auch der Christenheit, dem neuzeitlichen Gegenst\u00fcck Israels, keine Barmherzigkeit mehr erweisen wird, wird sie in der bevorstehenden \u201egro\u00dfen Drangsal\u201c, die in Har-Magedon ihren H\u00f6hepunkt erreicht, in \u00e4hnlicher Weise vernichtet (Matth. 24:21, 22).<\/p>\n<p>6 Handelte Jehova ganz und gar mitleidlos, als er das Zehnst\u00e4mmereich Israel aus dem Dasein ausl\u00f6schte? Versagte er damals allen St\u00e4mmen der Nation, die am Berg Sinai durch den Gesetzesbund in ein eheliches Verh\u00e4ltnis zu ihm getreten war, seine Barmherzigkeit? Jehova beantwortet diese Fragen selbst mit den Worten: \u201eAber dem Hause Juda werde ich Barmherzigkeit erweisen, und ich will sie erretten durch Jehova, ihren Gott; aber ich werde sie nicht erretten durch Bogen oder durch Schwert oder durch Krieg, durch Rosse oder durch Reiter\u201c (Hos. 1:7).<\/p>\n<p>7 Wir tun gut daran zu beachten, aus welch triftigem Grund Jehova beschlo\u00df, dem Zweist\u00e4mmereich Juda und Jerusalem, seiner Hauptstadt, Barmherzigkeit zu erweisen. Der Grund f\u00fcr Jehovas Barmherzigkeit geht aus seinen Worten in Hosea 11:12 deutlich hervor: \u201eMit L\u00fcgen hat Ephraim mich umringt und mit Trug das Haus Israel [das durch den f\u00fchrenden Stamm Ephraim vertreten wurde]. Juda aber schweift noch umher bei Gott, und bei dem Heiligsten ist er vertrauensw\u00fcrdig.\u201c Das Haus Juda \u2018schweifte noch umher\u2019 bei seinem Gott, bei Jehova, dem Heiligsten. Jehova war daher um seines Namens willen gezwungen, das Haus Juda zu retten. Darum sagte er: \u201eIch will sie erretten durch Jehova, ihren Gott.\u201c<\/p>\n<p>8 Jehova wollte das Haus Juda retten, wenn er das Zehnst\u00e4mmereich hinwegnehmen und \u201edie K\u00f6nigsherrschaft des Hauses Israel aufh\u00f6ren lassen\u201c w\u00fcrde. Um dies zu tun, m\u00fc\u00dfte er gegen das assyrische Reich vorgehen. Assyrien war durch seine milit\u00e4rische St\u00e4rke damals Weltmacht geworden. Um das Haus Juda unter diesen Umst\u00e4nden ohne Kriegsbogen, ohne Schwert, ohne Krieg, ohne Kriegsrosse und ohne Reiter zu retten, w\u00fcrde er etwas Au\u00dfergew\u00f6hnliches tun m\u00fcssen.<\/p>\n<p><strong>Ein Hinweis auf Gottes Barmherzigkeit in Harmagedon<\/strong><\/p>\n<p>9 Im Jahre 740 v.\u00a0u.\u00a0Z. gebrauchte Jehova die assyrische Weltmacht als \u201eAxt\u201c, um das ehebrecherische, g\u00f6tzendienerische \u201eHaus Israel\u201c gleichsam umzuhauen. Die Residenzstadt Jesreel wurde entv\u00f6lkert, die Hauptstadt Samaria eingenommen, und die \u00fcberlebenden Israeliten wurden gefangen weggef\u00fchrt und in weit entfernten Provinzen Assyriens angesiedelt (Jes. 10:15). Dadurch geriet Jerusalem, die Stadt, in der K\u00f6nig Hiskia aus dem k\u00f6niglichen Hause Davids \u00fcber das Zweist\u00e4mmereich Juda regierte, in eine gef\u00e4hrliche Lage. Acht Jahre sp\u00e4ter fielen die assyrischen Streitkr\u00e4fte in das Land Juda ein und eroberten nach und nach seine St\u00e4dte. Der assyrische K\u00f6nig Sanherib verf\u00fcgte \u00fcber gen\u00fcgend Bogen, Schwerter und anderes Kriegsmaterial sowie \u00fcber gen\u00fcgend Kriegsrosse und Reiter. Auf welche Weise w\u00fcrde Jehova nun dem Hause Juda Barmherzigkeit erweisen? Die Lage entwickelte sich so, da\u00df sie f\u00fcr ihn zu einer Herausforderung wurde.<\/p>\n<p>10 Als Sanherib die Stadt Libna belagerte, sandte er an K\u00f6nig Hiskia, der in dem etwa 30 Kilometer entfernten Jerusalem residierte, ein gottesl\u00e4sterliches Ultimatum. Jehova gab darauf seinem Propheten Jesaja eine Botschaft ein, die seinen Zorn zum Ausdruck brachte. Diese herausfordernde Botschaft sollte die Abordnung, die sich vor den Mauern Jerusalems aufgestellt hatte, dem h\u00f6hnenden K\u00f6nig Sanherib zur\u00fcckbringen. Nachdem dieser die Warnungsbotschaft erhalten hatte, rettete Jehova Juda, um seinen Namen zu erh\u00f6hen.<\/p>\n<p>11 \u201eUnd es begab sich in jener Nacht\u201c, wird in 2.\u00a0K\u00f6nige 19:35-37 berichtet, \u201eda\u00df der Engel Jehovas dann auszog und hundertf\u00fcnfundachtzigtausend im Lager der Assyrer niederschlug. Als man am Morgen fr\u00fch aufstand, nun, da waren sie alle tot, Leichname. Daher zog Sanherib, der K\u00f6nig von Assyrien, weg und ging und kehrte zur\u00fcck, und er nahm Wohnsitz in Ninive. Und es begab sich, als er sich im Hause Nisrochs, seines Gottes, niederbeugte, da\u00df ihn Adrammelech und Sarezer, seine eigenen S\u00f6hne, mit dem Schwerte niederschlugen, und sie selbst entrannen in das Land Ararat. Und Esar-Chaddon, sein Sohn, begann an seiner Statt zu regieren.\u201c<\/p>\n<p>12 War das nicht ein hervorragender Beweis der Barmherzigkeit Jehovas gegen\u00fcber dem K\u00f6nigreich Juda, das damals dem geistigen Ehebund, in dem es mit Jehova stand, treu war? Wir sehen darin heute einen tr\u00f6stlichen Hinweis auf die Barmherzigkeit, die Jehova in dem bevorstehenden Krieg von Har-Magedon bekunden wird (Offb. 16:14, 16). Den ihn herausfordernden irdischen Streitkr\u00e4ften, die im \u201eKrieg des gro\u00dfen Tages Gottes, des Allm\u00e4chtigen\u201c, Har-Magedon genannt, unter Satan, dem Teufel, gegen die treuen Zeugen Jehovas k\u00e4mpfen werden, wird er keine Barmherzigkeit erweisen. Jehova wird seine treuen Zeugen auf der Erde retten, ohne da\u00df sie zu Bogen, Schwertern, zu einer Kriegsmacht, zu Rossen, Reitern oder anderen Kampfmitteln Zuflucht nehmen m\u00fc\u00dften.<\/p>\n<p>13 Es wird eine Zeit sein, in der Gott an den \u201eGef\u00e4\u00dfen des Zornes\u201c seinen Zorn kundtun und dem gesalbten \u00dcberrest der Miterben Christi, der im Vorbild durch das \u201eHaus Juda\u201c dargestellt wurde, Barmherzigkeit erweisen wird (R\u00f6m. 9:22). Diese geistigen Israeliten werden dem neuen Bund, durch den Jehova mit seinem geistigen Israel verm\u00e4hlt ist, treu bleiben. Der Name Lo-Ruchama (Nichtbemitleidete) trifft nicht auf den \u00dcberrest der treuen geistigen Israeliten, sondern auf die Christenheit zu (Gal. 6:16; Jak. 1:1; Offb. 7:4-8). Sie werden \u201edurch Jehova, ihren Gott\u201c, gerettet. Sie werden am Leben bleiben.<\/p>\n<p>14 Als K\u00f6nig Sanherib damals Jerusalem bedrohte, erwies Jehova nicht nur dem \u201eHause Juda\u201c Barmherzigkeit. Auch Nichtjuden, bekannt als Rechabiter, wurde seine Barmherzigkeit zuteil. Die Rechabiter waren Nachkommen Jonadabs, des Sohnes Rechabs, des Keniters. Als K\u00f6nig Jehu von Israel einst nach Samaria fuhr, um im Auftrag Jehovas den Baalskult auszurotten, lud er Jonadab ein mitzufahren, indem er sagte: \u201eGeh doch mit mir und sieh, da\u00df ich keine Rivalit\u00e4t gegen\u00fcber Jehova dulde\u201c (2.\u00a0K\u00f6. 10:15-27). Jonadab fuhr mit.<\/p>\n<p>15 Als im Jahre 740 v.\u00a0u.\u00a0Z. Samaria fiel, blieben die Nachkommen des Rechabiters Jonadab am Leben. Sie \u00fcberlebten auch Sanheribs Einfall in das Land Juda im Jahre 732 v.\u00a0u.\u00a0Z. Auch sp\u00e4ter, in den Tagen des Propheten Jeremia, lebten Rechabiter im K\u00f6nigreich Juda. Das war in den letzten Tagen Jerusalems, vor dessen Zerst\u00f6rung durch die Babylonier im Jahre 607 v.\u00a0u.\u00a0Z. Jehova verhie\u00df den Rechabitern wegen ihrer Treue seinen Schutz, so da\u00df sie die Zerst\u00f6rung Jerusalems \u00fcberleben w\u00fcrden (Jer. 35:1-19). Wen stellten jene Empf\u00e4nger der Barmherzigkeit Jehovas dar? Sie veranschaulichten die aus Anbetern Jehovas bestehende \u201egro\u00dfe Volksmenge\u201c, die heute mit dem gesalbten \u00dcberrest verbunden ist. Auch sie werden die bevorstehende \u201egro\u00dfe Drangsal\u201c \u00fcberleben, in der Hoffnung, schlie\u00dflich in einem irdischen Paradies zu leben (Offb. 7:9-17).<\/p>\n<p><strong>&#8222;Nicht mein Volk&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>16 Wir m\u00fcssen uns schon jetzt, noch vor dem Beginn der unmittelbar bevorstehenden \u201egro\u00dfen Drangsal\u201c, Jehovas Barmherzigkeit zunutze machen. Denken wir daran, da\u00df der Christenheit in dieser Drangsal keine Barmherzigkeit erwiesen wird! Wir sollten uns daher von ihr trennen. Es wird in jener Zeit deutlich zu erkennen sein, da\u00df sie nicht zu Jehovas Volk geh\u00f6rt und deshalb verworfen worden ist. Das bedeutet f\u00fcr sie Vernichtung. Sie ist die Lo-Ruchama (die Nichtbemitleidete) von heute (Hos. 1:6). Ihre vollst\u00e4ndige Verwerfung wurde durch die weitere Entwicklung der Verh\u00e4ltnisse in der Ehe des Propheten Hosea veranschaulicht. Hosea sagt von seiner Frau Gomer: \u201eUnd sie entw\u00f6hnte Lo-Ruchama nach und nach, und sie wurde dann schwanger und gebar einen Sohn. Da sprach Er [Jehova]: ,Nenne seinen Namen Lo-Ammi, denn ihr seid nicht mein Volk, und ich selbst werde mich nicht als der Eure erweisen\u2018\u00a0\u201c (Hos. 1:8, 9). Mit diesen Worten endet in j\u00fcdischen Bibel\u00fcbersetzungen und in Ausgaben der griechischen Septuaginta das erste Kapitel des prophetischen Buches Hosea.<\/p>\n<p>17 Der zweite Sohn Gomers, der Frau Hoseas, war, wie angenommen wird, ebenfalls kein Sohn Hoseas, sondern ein \u2018Kind der Hurerei\u2019 Gomers. Hosea sagt nicht, da\u00df Gomer diesen zweiten Sohn ihm geboren habe. Jehova hatte also guten Grund, den Knaben Lo-Ammi nennen zu lassen, denn dieser Name bedeutet \u201eNicht mein Volk\u201c, und seine Bedeutung war prophetisch. Jehova erkl\u00e4rte selbst, weshalb er dem Knaben diesen omin\u00f6sen Namen gab, indem er an das Zehnst\u00e4mmereich, das \u201eHaus Israel\u201c, die Worte richtete: \u201eDenn ihr seid nicht mein Volk, und ich selbst werde mich nicht als der Eure erweisen.\u201c Mit diesen Worten erkl\u00e4rte Jehova, da\u00df er nicht mehr der himmlische Ehegemahl des bundbr\u00fcchigen \u201eHauses Israel\u201c war.<\/p>\n<p>18 Jehova gab deutlich zu erkennen, da\u00df er nicht mehr der Gott und der geistige Ehegemahl des abtr\u00fcnnigen \u201eHauses Israel\u201c war, als er im Jahre 740 v.\u00a0u.\u00a0Z. zulie\u00df, da\u00df Samaria, die Hauptstadt Israels, von den Assyrern eingenommen wurde. Das \u201eHaus Israel\u201c war also nicht mehr sein Volk; es war, wie er sagte, \u201eLo-Ammi\u201c oder \u201eNicht mein Volk\u201c. Wie eine durch Scheidung entlassene Frau ging dieses Volk nach Assyrien in die Gefangenschaft. Das in geistigem Sinne ehebrecherische \u201eHaus Israel\u201c hatte die Gelegenheit, durch den mosaischen Bund, den Gesetzesbund, f\u00fcr Jehova ein \u201eK\u00f6nigreich von Priestern\u201c zu werden, verschm\u00e4ht (2.\u00a0Mose 19:5, 6).<\/p>\n<p>19 Jehovas \u201eneuer Bund\u201c, dessen Mittler Jesus Christus, der gr\u00f6\u00dfere Moses, ist, dient einem \u00e4hnlichen Zweck. Dieser Zweck wird nicht durch die Christenheit, das neuzeitliche Gegenst\u00fcck Israels, erf\u00fcllt. Sie hat versucht, im gegenw\u00e4rtigen System der Dinge auf der Erde zu regieren, indem sie sich mit den politischen Herrschern dieser Welt verb\u00fcndet hat. Jesus Christus wird sie wissen lassen, da\u00df sie keine Aussicht hat, an seinem Erbe im himmlischen K\u00f6nigreich teilzuhaben, wenn sich seine Worte erf\u00fcllen: \u201eNicht jeder, der zu mir sagt: ,Herr, Herr\u2018, wird in das K\u00f6nigreich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist. Viele werden an jenem Tage zu mir sagen: ,Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen prophezeit und in deinem Namen D\u00e4monen ausgetrieben und in deinem Namen viele Machttaten vollbracht?\u2018 Und doch will ich ihnen dann bekennen: Ich habe euch nie gekannt! Weichet von mir, ihr T\u00e4ter der Gesetzlosigkeit\u201c (Matth. 7:21-23).<\/p>\n<p><strong>Einzelne k\u00f6nnen auf Gottes Barmherzigkeit hoffen<\/strong><\/p>\n<p>20 Das Zehnst\u00e4mmereich Israel, das Vorbild der Christenheit, wurde in dem ihm einst von Gott gegebenen Land im Nahen Osten nie mehr aufgerichtet. Einzelne Angeh\u00f6rige dieses verworfenen \u201eHauses Israel\u201c sollten jedoch Gelegenheit erhalten, sich Jehovas Barmherzigkeit zunutze zu machen, zu ihm umzukehren und schlie\u00dflich wieder zu seinem anerkannten Volk zu geh\u00f6ren. Dieses Vorrecht sollten sie nach dem Sturz der babylonischen Weltmacht, die Assyrien abl\u00f6sen w\u00fcrde, erhalten. Cyrus, der Eroberer, w\u00fcrde dann die gefangenen Anbeter des Gottes Abrahams, Isaaks und Jakobs freilassen. Jehova wies auf dieses Ereignis hin, indem er durch seinen Propheten Hosea weiter sagte:<\/p>\n<p>21 \u201eUnd die Zahl der S\u00f6hne Israels soll wie die Sandk\u00f6rner des Meeres werden, die nicht gemessen oder gez\u00e4hlt werden k\u00f6nnen. Und es soll geschehen, da\u00df an dem Ort, an dem zu ihnen jeweils gesagt wurde: ,Ihr seid nicht mein Volk\u2018, zu ihnen gesagt werden wird: ,Die S\u00f6hne des lebendigen Gottes.\u2018 Und die S\u00f6hne Judas und die S\u00f6hne Israels werden gewi\u00dflich zu einer Einheit zusammengebracht werden und werden in der Tat e\u00a0i\u00a0n Haupt f\u00fcr sich einsetzen und aus dem Lande heraufziehen; denn gro\u00df wird der Tag von Jesreel [Gott wird s\u00e4en] sein\u201c (Hos. 1:10, 11).<\/p>\n<p>22 Diese auf Barmherzigkeit hinweisende Prophezeiung erf\u00fcllte sich im Vorbild im Jahre 537 v.\u00a0u.\u00a0Z., als der Eroberer Babylons, der Perser Cyrus, einen gottesf\u00fcrchtigen \u00dcberrest der \u201eS\u00f6hne Israels\u201c und der \u201eS\u00f6hne Judas\u201c \u201eaus dem Lande heraufziehen\u201c lie\u00df, in dem sie von Babylon gefangengehalten worden waren. Auf den Befehl des Cyrus, des Knechtes Jehovas, zogen sie als eine Einheit aus, um Jehovas Tempel in Jerusalem wieder aufzubauen (2.\u00a0Chron. 36:20-23; Esra 1:1-11). In ihrem eigenen Land konnten sie sich dann wieder zahllos vermehren wie die Sandk\u00f6rner am Ufer des Meeres, die nicht gemessen oder gez\u00e4hlt werden k\u00f6nnen. Auf diese Weise w\u00fcrde \u2018der Tag von Jesreel gro\u00df sein\u2019. In diesem Fall sollte sich die Bedeutung des Namens Jesreel, \u201eGott wird s\u00e4en\u201c, in g\u00fcnstigem Sinne erf\u00fcllen. Gott w\u00fcrde die S\u00f6hne seines Volkes wie Samen s\u00e4en, indem er sie vermehren w\u00fcrde.<\/p>\n<p>23 Jehova w\u00fcrde die Israeliten also nicht mehr Lo-Ammi oder \u201eNicht mein Volk\u201c nennen. In der Erf\u00fcllung im Vorbild sollten sie \u201edie S\u00f6hne des lebendigen Gottes\u201c genannt werden. Wie sich dies im Gegenbild im Bereich des Christentums erf\u00fcllte, beschreibt der Apostel Paulus in R\u00f6mer 9:25, 26 und der Apostel Petrus in 1.\u00a0Petrus 2:9, 10. Nachdem die nat\u00fcrlichen S\u00f6hne Israels im Jahre 33 u.\u00a0Z. Jesus als den Messias verworfen hatten, waren sie nicht mehr Jehovas Volk. Jehova hob den Gesetzesbund, durch den er mit der Zw\u00f6lfst\u00e4mmenation Israel seit den Tagen des Moses verm\u00e4hlt gewesen war, auf. In seiner Barmherzigkeit nahm er aber einen \u00dcberrest dieser Nation in den neuen Bund auf, dessen Mittler sein Sohn, Jesus, der Messias, war. Auf diese Weise gr\u00fcndete er eine neue Nation, ein geistiges Israel (Gal. 6:16; Jak. 1:1; R\u00f6m. 2:28, 29; Offb. 7:4-8).<\/p>\n<p>24 Leider wurden nicht gen\u00fcgend nat\u00fcrliche Israeliten Christen, um den ganzen \u201eSamen Abrahams\u201c zu bilden, durch den alle Nationen der Erde gesegnet werden sollen. Daher wandte sich Jehova Personen zu, die nie sein Volk, die Lo-Ammi, \u201eNicht mein Volk\u201c, gewesen waren. Vom Jahre 36 u.\u00a0Z. an gab er solchen nichtisraelitischen Gl\u00e4ubigen Gelegenheit, unter dem neuen Bund Glieder des geistigen Israel zu werden. Sie wurden zu einem Teil des \u201eSamens Abrahams\u201c gemacht, der wie die Sandk\u00f6rner am Ufer des Meeres werden sollte (Gal. 3:8-29; 1.\u00a0Mose 22:18).<\/p>\n<p>25 Das \u201ee\u00a0i\u00a0n\u00a0e Haupt\u201c, das die \u201ezusammengebrachten\u201c geistigen Israeliten \u2018f\u00fcr sich eingesetzt haben\u2019, ist Jesus Christus, der jetzt regierende K\u00f6nig. Durch ihn, den gr\u00f6\u00dferen Cyrus, wurde der reum\u00fctige \u00dcberrest nach dem Ersten Weltkrieg, im Jahre 1919, aus der Macht Gro\u00df-Babylons befreit. Durch diesen \u00dcberrest wurde Jehovas reine Anbetung auf der Erde wiederhergestellt. Jehova machte diese befreiten geistigen Israeliten zu \u201eS\u00f6hnen des lebendigen Gottes\u201c. Sie hoffen zufolge seiner Barmherzigkeit, in dem herannahenden \u201eKrieg des gro\u00dfen Tages Gottes, des Allm\u00e4chtigen\u201c, Har-Magedon genannt, gerettet zu werden, ja ihn zu \u00fcberleben und dann dabeizusein, wenn Gottes neue Ordnung beginnt. Auch die \u201egro\u00dfe Volksmenge\u201c, die ebenfalls Jehova anbetet, hofft, wie einst die Rechabiter aus Gottes Barmherzigkeit Nutzen zu ziehen und zusammen mit dem \u00dcberrest am Leben zu bleiben.<\/p>\n<p>26 Hoffen wir selbst, Jehovas Barmherzigkeit zu erfahren? Wenn ja, dann m\u00fcssen wir die Christenheit als das erkennen, was sie ist: als eine geistige Hure. Sie hat sich mit babylonischer Religion befleckt und sich so zu einem Teil Gro\u00df-Babylons gemacht. Sie wird deshalb in der bevorstehenden \u201egro\u00dfen Drangsal\u201c zusammen mit diesem Weltreich der falschen Religion vernichtet werden. Wir m\u00f6chten nicht zu ihren \u201eKindern der Hurerei\u201c geh\u00f6ren. Als Empf\u00e4nger der Barmherzigkeit Jehovas tun wir nun das, was er uns gebietet:<\/p>\n<p>27 \u201eSprecht zu euren Br\u00fcdern: ,Mein Volk!\u2018 und zu euren Schwestern: ,O Weib, dem Barmherzigkeit erwiesen worden ist [hebr\u00e4isch: O Ruchama]!\u2018 F\u00fchrt einen Rechtsfall mit eurer Mutter; f\u00fchrt einen Rechtsfall, denn sie ist nicht mein Weib, und ich bin nicht ihr Mann. Und sie sollte ihre Hurerei von sich wegtun und ihre Taten des Ehebruchs zwischen ihren Br\u00fcsten hinweg, damit ich sie nicht nackt ausziehe und sie tats\u00e4chlich hinstelle wie am Tag ihrer Geburt und sie wirklich einer Wildnis gleichmache und sie gleich einem wasserlosen Land hinlege und sie durch Durst zu Tode bringe. Und ihren S\u00f6hnen werde ich nicht Barmherzigkeit erweisen, denn sie sind die S\u00f6hne der Hurerei. Denn ihre Mutter hat Hurerei begangen. Sie, die schwanger war mit ihnen, hat sch\u00e4ndlich gehandelt, denn sie hat gesagt: ,Ich will denen nachgehen, die mich leidenschaftlich lieben, denen, die mir mein Brot und mein Wasser, meine Wolle und mein Linnen, mein \u00d6l und mein Getr\u00e4nk geben\u2018\u00a0\u201c (Hos. 2:1-5).<\/p>\n<p>28 Wir wollen deshalb Jehova, den himmlischen Ehegemahl, gehorsam unterst\u00fctzen, w\u00e4hrend er seinen Rechtsfall mit der Christenheit f\u00fchrt, die heuchlerisch behauptet, mit ihm in einem Ehebund zu stehen. Wir wollen vor dem h\u00f6chsten Gericht des Universums darauf hinweisen, da\u00df die Christenheit sich der geistigen Hurerei, des geistigen Ehebruchs, schuldig gemacht hat, indem sie ein Freund der Welt geworden ist (Jak. 4:4). Sie ist f\u00fchrenden, einflu\u00dfreichen und wohlhabenden Weltlingen nachgegangen, um sich von diesen ihre selbsts\u00fcchtigen, materialistischen W\u00fcnsche erf\u00fcllen zu lassen. Trotz der g\u00f6ttlichen Warnung weigert sie sich hartn\u00e4ckig, \u2018ihre Hurerei von sich wegzutun und ihre Taten des Ehebruchs zwischen ihren Br\u00fcsten hinweg\u2019. Ihre religi\u00f6sen Kinder, ihre Kirchenmitglieder, sind \u201eS\u00f6hne der [geistigen] Hurerei\u201c. Wir sind voll und ganz damit einverstanden, da\u00df Jehova sie in der \u201egro\u00dfen Drangsal\u201c vernichten l\u00e4\u00dft.<\/p>\n<p>29 Wir sollten uns mit der Gruppe von Menschen br\u00fcderlich verbunden f\u00fchlen, die wir nach der Bibel als Jehovas Volk erkennen, von dem er sagt: \u201eMein Volk!\u201c Wir sollten uns wie durch Familienbande, so als ob wir Schwestern w\u00e4ren, mit der gereinigten, treuen und wahrhaftigen Organisation verbunden f\u00fchlen, der Jehova in der \u201eZeit des Endes\u201c der gegenw\u00e4rtigen Welt, vor der bevorstehenden \u201egro\u00dfen Drangsal\u201c, Barmherzigkeit erwiesen hat (Matth. 24:21, 22; Offb. 7:14). Wir sollten sie als die neuzeitliche Ruchama erkennen und zu ihr sagen: \u201eO Weib, dem Barmherzigkeit erwiesen worden ist!\u201c (Hos. 2:1). Wenn wir dies aufrichtig tun, d\u00fcrfen wir hoffen, da\u00df Jehova auch uns gegen\u00fcber barmherzig ist, wenn er denen, die er f\u00fcr w\u00fcrdig h\u00e4lt, in dem \u201eKrieg des gro\u00dfen Tages Gottes\u201c, \u201ean dem Ort, der auf hebr\u00e4isch Har-Magedon genannt wird\u201c, Barmherzigkeit erweist (Offb. 16:14, 16).<br \/>\nZ\u00fcrcher Bibel, Fu\u00dfnote.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>WT 01.06.1976 EHEPROBLEME gibt es, seitdem S\u00fcnde und Bosheit auf der Erde regieren. Auch in Gottes Ehe mit dem Volk Israel gab es Schwierigkeiten. 2 Gott stellte durch die Verh\u00e4ltnisse in der Ehe seines Propheten Hosea die Verh\u00e4ltnisse in seiner Ehe mit Israel dar. Auf seinen Befehl hatte Hosea Gomer, die Tochter Diblajims, geheiratet. 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