
{"id":2501,"date":"2011-07-04T20:42:36","date_gmt":"2011-07-04T19:42:36","guid":{"rendered":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=2501"},"modified":"2011-07-04T20:42:36","modified_gmt":"2011-07-04T19:42:36","slug":"gottes-barmherzigkeit-wt-von-1979","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=2501","title":{"rendered":"Gottes Barmherzigkeit &#8211; WT von 1979"},"content":{"rendered":"<p>Im Wachtturm von 1976 hie\u00df es<br \/>\n&lt;blockquote&gt;<br \/>\nGottes Barmherzigkeit<br \/>\n&#8230;<br \/>\nGOTTES PROBLEM MIT SEINEM \u201eWEIB\u201c<br \/>\nWer war dieser Hosea, aus dessen Schriften der Apostel Paulus die obigen Worte zitierte? Hosea war ein Prophet, der im neunten und achten Jahrhundert v. u. Z. lebte. Der Apostel Paulus entnahm seine Zitate aus Hosea 1:10 und 2:23 der griechischen Septuaginta. Dort hei\u00dft es: \u201eEs wird aber geschehen, da\u00df an dem Ort, wo zu ihnen gesagt wurde: Ihr seid nicht mein Volk, sie Kinder des lebendigen Gottes genannt werden.\u201c \u201eUnd ich werde sie mir im Lande einpflanzen und sie, die Nichtgeliebte, lieben; und zu denen, die nicht mein Volk waren, werde ich sagen: Du bist mein Volk; und sie werden sagen: Du, der Herr, bist mein Gott\u201c (The Septuagint Bible von Charles Thomson).<br \/>\nJehova Gott spricht hier durch den hebr\u00e4ischen Propheten Hosea, seinen Wortf\u00fchrer. Mit den Worten: \u2018Ich werde sie, die Nichtgeliebte, lieben\u2019 oder: \u2018Ich will die Nichtgeliebte \u201eGeliebte\u201c nennen\u2019 deutete Jehova an, da\u00df zwischen ihm und derjenigen, die er eine Zeitlang nicht geliebt hatte, ein Problem bestand. Die Art und Weise, wie er dar\u00fcber spricht, l\u00e4\u00dft erkennen, da\u00df es sich um ein Problem handelt, das in seiner Ehe mit ihr entstanden war. Er vergleicht sie mit der Frau eines Mannes.<br \/>\nVon wem spricht Jehova so, als ob sie mit ihm verm\u00e4hlt w\u00e4re? Nicht von einer einzelnen buchst\u00e4blichen Frau. Durch seine eigenen Worte zeigt Jehova, da\u00df es sich dabei um ein Volk, um die Nation Israel, die Nachkommen der Patriarchen Abraham, Isaak und Jakob, handelt, also um ein aus einer Nation oder Organisation bestehendes sinnbildliches \u201eWeib\u201c. Jehova war mit der Organisation der zw\u00f6lf St\u00e4mme Israels verm\u00e4hlt. Im Nahen Osten war es \u00fcblich, eine Frau durch Kauf zu erwerben, und auf diese Weise war die Nation der zw\u00f6lf St\u00e4mme Israels ihrem Gott, Jehova, angetraut worden.<br \/>\nWann wurde diese Ehe geschlossen? Im Jahre 1513 v. u. Z., nachdem Jehova die zw\u00f6lf St\u00e4mme Israels erkauft hatte. Wie? Indem er sie aus der Sklaverei in \u00c4gypten befreite. Unter der sichtbaren F\u00fchrung des Propheten Moses brachte Jehova sie zum Berg Sinai auf der arabischen Halbinsel. Dort machte er ihnen durch Moses, seinen Mittler, den Vorschlag, mit ihm einen Bund zu schlie\u00dfen. Dieser Bund sollte auf einer Sammlung von Gesetzen beruhen, denen sich die Nation Israel bereitwillig unterordnete, wie sich damals eine Frau dem Gesetz ihres Mannes unterordnete (R\u00f6m. 7:2). Vom Berg Sinai aus sagte Jehova zu den Israeliten: \u201eNun, wenn ihr meiner Stimme genau gehorchen und meinen Bund wirklich halten werdet, dann werdet ihr bestimmt mein besonderes Eigentum aus allen anderen V\u00f6lkern werden, denn die ganze Erde geh\u00f6rt mir. Und ihr, ihr werdet mir ein K\u00f6nigreich von Priestern und eine heilige Nation werden\u201c (2. Mose 19:1-6). Nachdem die Israeliten entsprechend unterrichtet worden waren, gingen sie bereitwillig diesen Bund ein.<br \/>\nAuf diese Weise ging Jehova als der himmlische Ehegemahl dort in der Wildnis Sinai mit der Nation Israel, seiner weibes\u00e4hnlichen irdischen Organisation, eine Ehe ein. Diese heilige Verbindung kam \u00fcber dem vergossenen Blut von Tieropfern zustande. Ein Teil dieses Blutes wurde auf das Buch des Gesetzes Gottes und ein Teil auf das Volk Israel gesprengt (2. Mose 24:1-8; Hebr. 9:19, 20). Von da an waren die Israeliten, solange der Gesetzesbund in Kraft war, verpflichtet, Jehova, ihrem Gott, treu zu sein, wie eine Frau ihrem Mann treu sein sollte. Gem\u00e4\u00df den Zehn Geboten mu\u00dften sie Jehova als ihren Gott anbeten, durften dabei aber keine Bilder verwenden (2. Mose 20:1-6). Sie sollten sich als sein \u201ebesonderes Besitztum\u201c betrachten, das keinem anderen Besitzer geh\u00f6rte. Sie waren als Nation Jehova etwas Heiliges und sollten es auch bleiben, indem sie sich von den weltlichen Nationen fernhielten. Durch diese Handlungsweise h\u00e4tten sie die eheliche Gemeinschaft aufrechterhalten (Jer. 2:2, 3; 31:31, 32).<br \/>\nHeute sind Ehescheidungen an der Tagesordnung. In diesen F\u00e4llen handelt es sich um Verbindungen, an denen nur zwei Personen, ein Mann und eine Frau, beteiligt sind. Welche Aussichten bestanden also f\u00fcr eine Ehe zwischen Jehova und einer ganzen Nation, zu der Millionen Menschen geh\u00f6rten? Diese Frage sollte uns heute interessieren, denn das, was mit jener Ehe geschah, war ein prophetisches Bild von dem, was mit einer \u00e4hnlichen sp\u00e4ter geschlossenen Ehe geschehen sollte. Das, was mit der Ehe zwischen Jehova und Israel geschah, wirkte sich nur auf e i n e Nation aus. Das, was jedoch mit seiner sp\u00e4ter geschlossenen Ehe geschieht, wird sich auf die ganze religi\u00f6se Welt, ja auf die ganze Menschheitsfamilie auswirken. Mit anderen Worten, wir werden alle davon betroffen. Das k\u00f6nnte f\u00fcr einen jeden von uns Unheil in naher Zukunft bedeuten. Darum ist eine Betrachtung der Ehe Jehovas mit dem damaligen Volk Israel und dessen, was dadurch dargestellt wurde, f\u00fcr uns so wichtig.<br \/>\nWAS DURCH HOSEA DARGESTELLT WURDE<br \/>\nNach einigen Jahrhunderten war die Nation Israel nicht mehr damit zufrieden, nur Jehova, ihren unsichtbaren himmlischen Ehegemahl, als K\u00f6nig zu haben. Auf ihr Verlangen gestattete er deshalb im Jahre 1117 v. u. Z., da\u00df Saul vom Stamme Benjamin zu ihrem ersten menschlichen K\u00f6nig gesalbt wurde. Saul wurde Jehova aber untreu. Darum lie\u00df Jehova nicht zu, da\u00df das K\u00f6nigtum \u00fcber ganz Israel in Sauls Familie weiterbestand, sondern \u00fcbertrug es auf David, den Sohn Isais vom Stamme Juda. Im Jahre 1077 v. u. Z. begann David als K\u00f6nig zu regieren. Im Jahre 1070 v. u. Z. machte er Jerusalem zur Hauptstadt seines Reiches, zu dem alle zw\u00f6lf St\u00e4mme geh\u00f6rten. Da David an der wahren Anbetung festhielt, schlo\u00df Jehova mit ihm einen feierlichen Bund, durch den er ihm und seinem Haus ein ewigw\u00e4hrendes K\u00f6nigtum zusicherte. Davids k\u00f6nigliche Geschlechtslinie endete daher bei dem Messias, der f\u00fcr immer K\u00f6nig sein wird (Apg. 13:20-24; 2. Sam. 7:1-17).<br \/>\nK\u00f6nig Salomo, der erste Nachfolger Davids, fiel schlie\u00dflich von der reinen Anbetung Jehovas, des wahren Gottes, ab und begann, t\u00f6richt zu handeln. Gottes Strafe daf\u00fcr bestand darin, da\u00df das Reich der Nachfolger K\u00f6nig Salomos auf zwei St\u00e4mme, n\u00e4mlich Juda und Benjamin, zusammenschrumpfte, denn unter der Herrschaft Rehabeams, des Sohnes K\u00f6nig Salomos, fielen zehn St\u00e4mme von ihm ab und errichteten ein unabh\u00e4ngiges K\u00f6nigreich, \u00fcber das Jerobeam, der Sohn Nebats, zum K\u00f6nig gemacht wurde. Dieser Rebellenk\u00f6nig f\u00fchrte einen besonderen Kult ein, um dadurch die Anbetung Jehovas in Salomos Tempel in Jerusalem zu ersetzen. Er verleitete das Zehnst\u00e4mmereich Israel zur Anbetung zweier goldener K\u00e4lber, von denen das eine in Bethel und das andere in Dan errichtet worden war. In den Tagen Omris, des siebenten K\u00f6nigs des Zehnst\u00e4mmereiches Israel, wurde die Stadt Samaria erbaut und zur Landeshauptstadt gemacht.<br \/>\nK\u00f6nig Omris Sohn Ahab f\u00fchrte in Samaria die Anbetung Baals, des Gottes der Sidonier, ein und errichtete ihm dort einen Tempel (1. K\u00f6. 16:23-33). Durch diese treulose Handlungsweise beging das Zehnst\u00e4mmereich Israel Ehebruch; es verlie\u00df den himmlischen Ehegemahl des ganzen Volkes Israel und ging eine unsittliche Verbindung mit dem falschen Gott Baal als nationalem Eheherrn ein (Hos. 9:10).<br \/>\n16 Und was ist von den K\u00f6nigen des Zweist\u00e4mmereiches Juda zu sagen? Sie schwankten zwischen der reinen Anbetung Jehovas und der Anbetung falscher G\u00f6tter hin und her. K\u00f6nig Ahas, der zw\u00f6lfte K\u00f6nig, von David an gerechnet, wandte sich der Anbetung falscher G\u00f6tter zu. Er verschlo\u00df sogar die T\u00fcren des Tempels Jehovas in Jerusalem. Aber sein Sohn, K\u00f6nig Hiskia, \u00f6ffnete sie wieder und stellte die reine Anbetung im K\u00f6nigreich Juda wieder her. Hoseas segensreiche T\u00e4tigkeit als Prophet erstreckte sich bis in die Regierungszeit K\u00f6nig Hiskias. Er befand sich selbst mitten in dem Geschehen, \u00fcber das er sprach.<br \/>\nEIN WIDERW\u00c4RTIGER DIENSTAUFTRAG<br \/>\nWie w\u00e4re uns wohl zumute, wenn unser Vater, nachdem wir ins heiratsf\u00e4hige Alter gekommen sind, von uns verlangen w\u00fcrde, da\u00df wir eine Frau heiraten, die nachher Ehebruch begehen und uns schlie\u00dflich wegen ihres Geliebten verlassen w\u00fcrde? Das w\u00e4re uns bestimmt zuwider. Doch ungef\u00e4hr so erging es Hosea. Seine Geschichte ist keine Dichtung, kein Phantasieprodukt, keine Legende.<br \/>\nDieser Hosea, der eine historische Gestalt ist, schildert uns die Tatsachen in dem Buch, das seinen Namen tr\u00e4gt. Seine Vertrauensw\u00fcrdigkeit l\u00e4\u00dft sich durch mindestens sieben Zitate in den sp\u00e4ter geschriebenen inspirierten Schriften (von Matth\u00e4us bis Offenbarung) nachweisen. Sogar der Gr\u00fcnder des Christentums f\u00fchrte ihn an. Wir haben somit allen Grund, Hoseas Bericht \u00fcber den Dienstauftrag, den er als Prophet Jehovas erhalten hatte, ernst zu nehmen; wir sollten nicht denken, es handle sich dabei lediglich um eine frei erfundene Geschichte, die zur Unterhaltung von Freunden pornographischer Schriften geschrieben worden sei. Da die prophetische Bedeutung der Handlungsweise Hoseas genau auf die Geschichte eines noch heute lebenden Volkes pa\u00dft, k\u00f6nnen wir wirklich davon \u00fcberzeugt sein, da\u00df der Bericht der Wahrheit entspricht.<br \/>\nHosea zeigt in der Einleitung genau, in welcher Zeit der nachweislichen Geschichte der zw\u00f6lf St\u00e4mme Israels er gelebt hat, indem er sich mit den Worten vorstellt: \u201eDas Wort Jehovas, das an Hosea, den Sohn Beeris, in den Tagen des Usija, Jotham, Ahas und Hiskia, der K\u00f6nige von Juda, und in den Tagen Jerobeams, des Sohnes Joas\u2019, des K\u00f6nigs von Israel, erging\u201c (Hos. 1:1). Usija, Jotham, Ahas und Hiskia waren Nachkommen des K\u00f6nigs David und regierten in Jerusalem \u00fcber das Zweist\u00e4mmereich Juda. Usija begann im Jahre 829 v. u. Z., als K\u00f6nig zu regieren, und Hiskias Herrschaft endete im Jahre 716 v. u. Z. Die Regierungszeit dieser K\u00f6nige umfa\u00dfte also insgesamt 113 Jahre. Jerobeam, der Sohn des Joas, war der zweite in der Linie der K\u00f6nige des Zehnst\u00e4mmereiches Israel, der diesen Namen trug. Er war also Jerobeam II.<br \/>\nDer Urgro\u00dfvater dieses Jerobeam war K\u00f6nig Jehu, der Sohn Nimschis. Jehu rottete den Baalskult im Zehnst\u00e4mmereich Israel aus und lie\u00df Isebel, die diesen Kult in Israel mit gemeinen Mitteln gef\u00f6rdert hatte, aus einem Fenster st\u00fcrzen, so da\u00df sie tot liegenblieb. Jerobeam II. begann als K\u00f6nig zu regieren, als Amazja K\u00f6nig \u00fcber Juda war. Jerobeams Regierungszeit fiel zum Teil noch mit der Regierungszeit K\u00f6nig Usijas, des Nachfolgers Amazjas, zusammen. Jehova Gott machte Hosea also in der Zeit zum Propheten, als Jerobeam und Usija gleichzeitig regierten, oder nach dem Jahre 829 v. u. Z.<br \/>\nK\u00f6nnen wir uns vorstellen, wie Hosea wahrscheinlich reagierte, als das geschah, was er als n\u00e4chstes berichtet? \u201eDa war ein Beginn des durch Hosea ergangenen Wortes Jehovas, und Jehova sprach dann zu Hosea: ,Geh, nimm dir ein Weib der Hurerei und Kinder der Hurerei, denn durch Hurerei wendet sich das Land bestimmt davon ab, Jehova zu folgen\u2018 \u201c (Hos. 1:2).<br \/>\nSchockiert es uns, zu erfahren, da\u00df Hosea zu Beginn seiner Prophetenlaufbahn einen solchen Befehl erhielt? Jehova befahl ihm jedoch nicht, eine Frau zu heiraten, die bereits eine Hure war. Die Frau, mit der sich Hosea verheiraten sollte wird nicht als eine Frau (oder ein Weib) bezeichnet, \u2018das Hurerei trieb\u2019, sondern Jehova nennt sie \u201eein Weib der Hurerei [buchst\u00e4blich: der Hurereien]\u201c. \u00dcbrigens h\u00e4tte diese Frau, die doch Jehovas sinnbildliches irdisches \u201eWeib\u201c darstellen sollte, nicht in das Bild gepa\u00dft, wenn sie von Anfang an eine l\u00fcsterne Hure gewesen w\u00e4re. Jehova hatte sich mit einem sittlich reinen \u201eWeib\u201c, mit einer Jungfrau, verm\u00e4hlt oder verehelicht, damit sie ihm in geistigem Sinne legitime Kinder hervorbringe. Der Ausdruck \u201eKinder der Hurerei\u201c deutet somit prophetisch an, was f\u00fcr \u201eKinder\u201c Jehova in geistigem Sinne erhalten w\u00fcrde, das hei\u00dft, zu was f\u00fcr \u201eKindern\u201c sich diese entwickeln w\u00fcrden. Wieso? Weil Jehova sagt: \u201eDenn durch Hurerei wendet sich das Land bestimmt davon ab, Jehova zu folgen.\u201c Mit dem hier erw\u00e4hnten \u201eLand\u201c ist das Zehnst\u00e4mmereich Israel gemeint.<br \/>\nHosea gehorchte dem g\u00f6ttlichen Befehl, obwohl die Aussichten auf eine gute Ehe f\u00fcr ihn im Augenblick schlecht waren. So begann er seine Laufbahn als Prophet Jehovas. \u201eUnd er ging dann hin und nahm Gomer, die Tochter Diblajims, so da\u00df sie schwanger wurde und ihm mit der Zeit einen Sohn gebar\u201c (Hos. 1:3).<br \/>\nDieser Sohn Hoseas war ein ehelicher Sohn, kein \u201eSohn der Hurerei\u201c, der von Hosea h\u00e4tte adoptiert werden m\u00fcssen. Welchen Namen sollte Hosea ihm am achten Tag nach der Geburt, als er beschnitten werden sollte, geben? Da der Name des Knaben prophetisch sein sollte, sagte Jehova, der das prophetische Drama leitete, wie Hosea ihn nennen sollte. Der Name sollte auf einen Vorsatz Jehovas aufmerksam machen. \u201eUnd Jehova sprach weiter zu ihm: ,Nenne seinen Namen Jesreel, denn noch eine kleine Weile, und ich werde bestimmt Abrechnung halten wegen der Taten des Blutvergie\u00dfens Jesreels am Hause Jehus, und ich werde gewi\u00dflich die K\u00f6nigsherrschaft des Hauses Israel aufh\u00f6ren lassen. Und es soll an jenem Tage geschehen, da\u00df ich den Bogen Israels in der Tiefebene Jesreel zerbrechen mu\u00df\u2018 \u201c (Hos. 1:4, 5).<br \/>\nDemnach sollte sowohl \u00fcber die Dynastie K\u00f6nig Jehus \u2014 und zwar nach der vierten Generation \u2014 als auch \u00fcber das ganze Zehnst\u00e4mmereich Israel Unheil kommen. Dieses K\u00f6nigreich umfa\u00dfte den gr\u00f6\u00dferen Teil des einst vereinigten Zw\u00f6lfst\u00e4mmereiches Israel, der urspr\u00fcnglichen Nation Israel. Diese Nation war im Jahre 1513 v. u. Z. in der Wildnis Sinai mit Jehova Gott einen geistigen Ehebund eingegangen. Das geschah, als der mosaische Bund, der Gesetzesbund, zwischen Israel und Jehova geschlossen wurde. Nach den Bestimmungen dieses Ehebundes sollte die Zw\u00f6lfst\u00e4mmenation Israel Jehova treu bleiben, indem sie nur ihn als Gott anbetete. Sie durfte sich nicht des geistigen Ehebruchs schuldig machen, indem sie ihn verlie\u00df, um falsche G\u00f6tter anzubeten.<br \/>\nJehovas Ehe mit Israel wurde durch Hoseas Ehe mit Gomer, deren Name \u201eVollendung\u201c bedeutet, versinnbildlicht. Logischerweise stellte Gomer dann die Nation Israel dar. In den Tagen Hoseas vertraten aber die St\u00e4mme, die das Zehnst\u00e4mmereich Israel geworden waren, ganz Israel. Nachdem dieses Reich nun schon \u00fcber 150 Jahre bestanden hatte, war das \u201eLand\u201c tats\u00e4chlich so geworden, wie Jehova es beschrieb, als er sagte: \u201eDurch Hurerei wendet sich das Land bestimmt davon ab, Jehova zu folgen.\u201c<br \/>\nAls die Nation Israel unter dem Propheten Moses gegr\u00fcndet worden war, befand sie sich in einem reinen Zustand, doch nun trafen die Worte des von Jehova inspirierten Propheten Hosea (Hos. 10:1, 2) auf sie zu: \u201eIsrael ist ein entartender Weinstock. Frucht bringt er st\u00e4ndig f\u00fcr sich hervor. [Ein wilder Weinstock war Israel, und er trug reichlich Frucht (nach der \u00dcbersetzung von Moffatt).] Entsprechend der F\u00fclle seiner Frucht hat er seine Alt\u00e4re gemehrt. Entsprechend dem Guten seines Landes stellten sie gute S\u00e4ulen [geweihte Steine, Einheits\u00fcbersetzung] auf. Ihr Herz ist heuchlerisch geworden; nun werden sie f\u00fcr schuldig befunden werden.\u201c<br \/>\nDIE PROPHETISCHE BEDEUTUNG DES NAMENS \u201eJESREEL\u201c<br \/>\nIm Hinblick auf das, was Jehova gegen das in geistigem Sinne ehebrecherische Israel unternehmen wollte, sagte er zu Hosea, er solle seinen ersten Sohn, den ihm Gomer geboren hatte, Jesreel nennen. Dieser Name war sehr passend, denn in der Sprache Hoseas (Hebr\u00e4isch) bedeutete er \u201eGott wird s\u00e4en\u201c. Ja, Gott w\u00fcrde \u201es\u00e4en\u201c, aber nicht in gutem Sinne. An dieser Stelle hat \u201es\u00e4en\u201c die Bedeutung von \u201eausstreuen\u201c oder \u201eversprengen\u201c, denn wenn man Samen s\u00e4t, streut man ihn aus. Das gegen das k\u00f6nigliche Haus Jehus gerichtete Vorgehen Jehovas, das dem Ausstreuen von Samen gleichen sollte, w\u00fcrde den Untergang dieser Dynastie, ihren Zerfall, bedeuten. Ein \u00e4hnliches Vorgehen gegen das Zehnst\u00e4mmereich Israel w\u00fcrde dessen Zerfall, dessen Vernichtung, bedeuten. (Vergleiche Lukas 22:31.)<br \/>\nJesreel war eine Residenzstadt des K\u00f6nigs Ahab von Israel, dessen eigentliche Hauptstadt Samaria war. Jesreel war sp\u00e4ter auch die Residenzstadt der Dynastie K\u00f6nig Jehus. Jehu hatte im Gehorsam gegen\u00fcber dem Auftrag Jehovas den Baalskult im K\u00f6nigreich Israel schonungslos ausgerottet. Er betete jedoch weiter die beiden goldenen K\u00e4lber an und ging nicht nach Jerusalem, um Jehova anzubeten. Durch die Anbetung von G\u00f6tzenbildern \u00fcbertrat das Haus Jehus das zweite der Zehn Gebote. Es verstie\u00df auch gegen das Gebot: \u201eDu sollst nicht morden\u201c (2. Mose 20:2-6, 13).<br \/>\nMit der Zeit wurde die k\u00e4lberanbetende Dynastie K\u00f6nig Jehus, die ihren Sitz in Jesreel hatte, f\u00fcr ihr Blutvergie\u00dfen bekannt. Das konnte Gott, der die Zehn Gebote gegeben hatte, nicht \u00fcbersehen. Deshalb sagte er: \u201eIch werde bestimmt Abrechnung halten wegen der Taten des Blutvergie\u00dfens Jesreels am Hause Jehus\u201c (Hos. 1:4). Genauso geschah es auch. Die Herrschaft der Dynastie K\u00f6nig Jehus \u00fcber Israel fand ein j\u00e4hes Ende, als Sacharja, der Sohn Jerobeams II., nachdem er sechs Monate regiert hatte, ermordet wurde (2. K\u00f6. 15:8-12).<br \/>\nAuf diese Weise endete die Herrschaft der Dynastie K\u00f6nig Jehus \u00fcber Israel im Jahre 791 v. u. Z. Das Zehnst\u00e4mmereich Israel blieb danach aber noch einundf\u00fcnfzig Jahre, n\u00e4mlich bis zum Jahr 740 v. u. Z., bestehen. Dann \u2018lie\u00df Jehova die K\u00f6nigsherrschaft des Hauses Israel aufh\u00f6ren\u2019 (Hos. 1:4). Er benutzte die assyrische Weltmacht, um \u2018den Kriegsbogen Israels in der Tiefebene Jesreel zu zerbrechen\u2019. Die Einnahme Samarias, der Hauptstadt Israels, war f\u00fcr die abtr\u00fcnnige Nation eine Erniedrigung. Ihre Macht wurde gleichsam zerstreut, als die \u00fcberlebenden Israeliten in die fernen Provinzen des assyrischen Reiches weggef\u00fchrt, also wie Samen ausgestreut wurden. Dieses schreckliche Erlebnis entsprach der sinnbildlichen Bedeutung des Ausdrucks \u201eTiefebene Jesreel [Gott wird Samen s\u00e4en]\u201c. Es war gerade das Gegenteil von dem, was geschah, als der Richter Gideon, der Befreier Israels, mit nur 300 ausgew\u00e4hlten Kriegern die pl\u00fcndernden Midianiter unweit von Megiddo, in der N\u00e4he der \u201eTiefebene Jesreel\u201c, zerstreute (Ri. 6:33, 34). Im Jahre 740 v. u. Z. war jedoch kein Befreier da, und das Zehnst\u00e4mmereich Israel war kampfunf\u00e4hig geworden. Deshalb \u2018h\u00f6rte es zu bestehen auf\u2019 oder ging unter.<\/p>\n<p>Gottes Barmherzigkeit in Har-Magedon<br \/>\nEHEPROBLEME gibt es, seitdem S\u00fcnde und Bosheit auf der Erde regieren. Auch in Gottes Ehe mit dem Volk Israel gab es Schwierigkeiten.<br \/>\nGott stellte durch die Verh\u00e4ltnisse in der Ehe seines Propheten Hosea die Verh\u00e4ltnisse in seiner Ehe mit Israel dar. Auf seinen Befehl hatte Hosea Gomer, die Tochter Diblajims, geheiratet. Diese Ehe versinnbildlichte die Ehe, die Jehova im Jahre 1513 v. u. Z. durch den mosaischen Bund, den Gesetzesbund, mit dem Volk Israel eingegangen war. Nachdem K\u00f6nig Salomo, der Sohn Davids, 997 v. u. Z. gestorben war, wurde die Nation Israel, die zu jener Zeit also schon lange mit Jehova verm\u00e4hlt war, in zwei Teile geteilt. Die beiden St\u00e4mme Juda und Benjamin blieben zusammen unter dem K\u00f6nigreich Juda. Die anderen zehn St\u00e4mme bildeten das K\u00f6nigreich Israel. Der erste K\u00f6nig des Zehnst\u00e4mmereiches war Jerobeam I., der Sohn Nebats, aus dem Stamm Ephraim. Unter diesem Jerobeam brach das K\u00f6nigreich Israel seinen Ehebund mit Jehova, indem es die Anbetung Jehovas in Jerusalem durch einen nationalen G\u00f6tzenkult in Form der Verehrung von zwei goldenen K\u00e4lbern ersetzte, von denen eines in Dan und das andere in Bethel errichtet worden war. Auf diese Weise machte sich das Zehnst\u00e4mmereich des Ehebruchs schuldig wie Gomer, die Frau des Propheten Hosea.<br \/>\nWie entwickelten sich die Verh\u00e4ltnisse in Hoseas Ehe als Veranschaulichung der Verh\u00e4ltnisse in Jehovas Ehe mit der Zw\u00f6lfst\u00e4mmenation Israel, nachdem Gomer Hosea einen ehelichen Sohn, Jesreel genannt, geboren hatte? Hosea berichtet weiter: \u201eUnd sie wurde dann abermals schwanger und gebar eine Tochter. Und Er [Gott] sprach weiter zu ihm [zu Hosea]: ,Nenne ihren Namen Lo-Ruchama, denn ich werde dem Hause Israel nicht wieder Barmherzigkeit erweisen, weil ich sie [die Israeliten] wirklich hinwegnehmen werde. Aber dem Hause Juda werde ich Barmherzigkeit erweisen, und ich will sie [die Jud\u00e4er] erretten durch Jehova, ihren Gott; aber ich werde sie nicht erretten durch Bogen oder durch Schwert oder durch Krieg oder durch Reiter\u2018 \u201c (Hos. 1:6, 7).<br \/>\nIn diesem Fall sagt Hosea nicht, Gomer habe \u201eihm\u201c eine Tochter geboren. Es wird daher allgemein angenommen, da\u00df diese Tochter, die Lo-Ruchama genannt wurde, ein \u2018Kind der Hurerei\u2019 war (Hos. 1:2). Der Ehebruch, dessen sich Hoseas Frau Gomer schuldig gemacht hatte, entsprach der Entwicklung der Verh\u00e4ltnisse in Jehovas Ehe mit der Nation Israel. Die Bedeutung des Namens, der der Tochter Gomers gegeben wurde, und der Grund, weshalb Jehova Hosea gebot, ihr diesen unsch\u00f6nen, omin\u00f6sen Namen zu geben, sind von besonderer Wichtigkeit. Der Name der Tochter, Lo-Ruchama, bedeutet buchst\u00e4blich \u201eNichtbemitleidete\u201c. Jehova gebrauchte diesen Namen prophetisch und richtete sich damit gegen die in geistigem Sinne ehebrecherische Zehnst\u00e4mmenation Israel, deren K\u00f6nig seinen Sitz in Jesreel hatte.<br \/>\n&#8230; Handelte Jehova ganz und gar mitleidlos, als er das Zehnst\u00e4mmereich Israel aus dem Dasein ausl\u00f6schte? Versagte er damals allen St\u00e4mmen der Nation, die am Berg Sinai durch den Gesetzesbund in ein eheliches Verh\u00e4ltnis zu ihm getreten war, seine Barmherzigkeit? Jehova beantwortet diese Fragen selbst mit den Worten: \u201eAber dem Hause Juda werde ich Barmherzigkeit erweisen, und ich will sie erretten durch Jehova, ihren Gott; aber ich werde sie nicht erretten durch Bogen oder durch Schwert oder durch Krieg, durch Rosse oder durch Reiter\u201c (Hos. 1:7).<br \/>\nWir tun gut daran zu beachten, aus welch triftigem Grund Jehova beschlo\u00df, dem Zweist\u00e4mmereich Juda und Jerusalem, seiner Hauptstadt, Barmherzigkeit zu erweisen. Der Grund f\u00fcr Jehovas Barmherzigkeit geht aus seinen Worten in Hosea 11:12 deutlich hervor: \u201eMit L\u00fcgen hat Ephraim mich umringt und mit Trug das Haus Israel [das durch den f\u00fchrenden Stamm Ephraim vertreten wurde]. Juda aber schweift noch umher bei Gott, und bei dem Heiligsten ist er vertrauensw\u00fcrdig.\u201c Das Haus Juda \u2018schweifte noch umher\u2019 bei seinem Gott, bei Jehova, dem Heiligsten. Jehova war daher um seines Namens willen gezwungen, das Haus Juda zu retten. Darum sagte er: \u201eIch will sie erretten durch Jehova, ihren Gott.\u201c<br \/>\nJehova wollte das Haus Juda retten, wenn er das Zehnst\u00e4mmereich hinwegnehmen und \u201edie K\u00f6nigsherrschaft des Hauses Israel aufh\u00f6ren lassen\u201c w\u00fcrde. Um dies zu tun, m\u00fc\u00dfte er gegen das assyrische Reich vorgehen. Assyrien war durch seine milit\u00e4rische St\u00e4rke damals Weltmacht geworden. Um das Haus Juda unter diesen Umst\u00e4nden ohne Kriegsbogen, ohne Schwert, ohne Krieg, ohne Kriegsrosse und ohne Reiter zu retten, w\u00fcrde er etwas Au\u00dfergew\u00f6hnliches tun m\u00fcssen.<br \/>\nEIN HINWEIS AUF GOTTES BARMHERZIGKEIT IN HAR-MAGEDON<br \/>\nIm Jahre 740 v. u. Z. gebrauchte Jehova die assyrische Weltmacht als \u201eAxt\u201c, um das ehebrecherische, g\u00f6tzendienerische \u201eHaus Israel\u201c gleichsam umzuhauen. Die Residenzstadt Jesreel wurde entv\u00f6lkert, die Hauptstadt Samaria eingenommen, und die \u00fcberlebenden Israeliten wurden gefangen weggef\u00fchrt und in weit entfernten Provinzen Assyriens angesiedelt (Jes. 10:15). Dadurch geriet Jerusalem, die Stadt, in der K\u00f6nig Hiskia aus dem k\u00f6niglichen Hause Davids \u00fcber das Zweist\u00e4mmereich Juda regierte, in eine gef\u00e4hrliche Lage. Acht Jahre sp\u00e4ter fielen die assyrischen Streitkr\u00e4fte in das Land Juda ein und eroberten nach und nach seine St\u00e4dte. Der assyrische K\u00f6nig Sanherib verf\u00fcgte \u00fcber gen\u00fcgend Bogen, Schwerter und anderes Kriegsmaterial sowie \u00fcber gen\u00fcgend Kriegsrosse und Reiter. Auf welche Weise w\u00fcrde Jehova nun dem Hause Juda Barmherzigkeit erweisen? Die Lage entwickelte sich so, da\u00df sie f\u00fcr ihn zu einer Herausforderung wurde.<br \/>\nAls Sanherib die Stadt Libna belagerte, sandte er an K\u00f6nig Hiskia, der in dem etwa 30 Kilometer entfernten Jerusalem residierte, ein gottesl\u00e4sterliches Ultimatum. Jehova gab darauf seinem Propheten Jesaja eine Botschaft ein, die seinen Zorn zum Ausdruck brachte. Diese herausfordernde Botschaft sollte die Abordnung, die sich vor den Mauern Jerusalems aufgestellt hatte, dem h\u00f6hnenden K\u00f6nig Sanherib zur\u00fcckbringen. Nachdem dieser die Warnungsbotschaft erhalten hatte, rettete Jehova Juda, um seinen Namen zu erh\u00f6hen.<br \/>\n\u201eUnd es begab sich in jener Nacht\u201c, wird in 2. K\u00f6nige 19:35-37 berichtet, \u201eda\u00df der Engel Jehovas dann auszog und hundertf\u00fcnfundachtzigtausend im Lager der Assyrer niederschlug. Als man am Morgen fr\u00fch aufstand, nun, da waren sie alle tot, Leichname. Daher zog Sanherib, der K\u00f6nig von Assyrien, weg und ging und kehrte zur\u00fcck, und er nahm Wohnsitz in Ninive. Und es begab sich, als er sich im Hause Nisrochs, seines Gottes, niederbeugte, da\u00df ihn Adrammelech und Sarezer, seine eigenen S\u00f6hne, mit dem Schwerte niederschlugen, und sie selbst entrannen in das Land Ararat. Und Esar-Chaddon, sein Sohn, begann an seiner Statt zu regieren.\u201c<br \/>\nWar das nicht ein hervorragender Beweis der Barmherzigkeit Jehovas gegen\u00fcber dem K\u00f6nigreich Juda, das damals dem geistigen Ehebund, in dem es mit Jehova stand, treu war? Wir sehen darin heute einen tr\u00f6stlichen Hinweis auf die Barmherzigkeit, die Jehova in dem bevorstehenden Krieg von Har-Magedon bekunden wird (Offb. 16:14, 16). Den ihn herausfordernden irdischen Streitkr\u00e4ften, die im \u201eKrieg des gro\u00dfen Tages Gottes, des Allm\u00e4chtigen\u201c, Har-Magedon genannt, unter Satan, dem Teufel, gegen die treuen Zeugen Jehovas k\u00e4mpfen werden, wird er keine Barmherzigkeit erweisen. Jehova wird seine treuen Zeugen auf der Erde retten, ohne da\u00df sie zu Bogen, Schwertern, zu einer Kriegsmacht, zu Rossen, Reitern oder anderen Kampfmitteln Zuflucht nehmen m\u00fc\u00dften.<br \/>\n&#8230; Als K\u00f6nig Sanherib damals Jerusalem bedrohte, erwies Jehova nicht nur dem \u201eHause Juda\u201c Barmherzigkeit. Auch Nichtjuden, bekannt als Rechabiter, wurde seine Barmherzigkeit zuteil. Die Rechabiter waren Nachkommen Jonadabs, des Sohnes Rechabs, des Keniters. Als K\u00f6nig Jehu von Israel einst nach Samaria fuhr, um im Auftrag Jehovas den Baalskult auszurotten, lud er Jonadab ein mitzufahren, indem er sagte: \u201eGeh doch mit mir und sieh, da\u00df ich keine Rivalit\u00e4t gegen\u00fcber Jehova dulde\u201c (2. K\u00f6. 10:15-27). Jonadab fuhr mit.<br \/>\nAls im Jahre 740 v. u. Z. Samaria fiel, blieben die Nachkommen des Rechabiters Jonadab am Leben. Sie \u00fcberlebten auch Sanheribs Einfall in das Land Juda im Jahre 732 v. u. Z. Auch sp\u00e4ter, in den Tagen des Propheten Jeremia, lebten Rechabiter im K\u00f6nigreich Juda. Das war in den letzten Tagen Jerusalems, vor dessen Zerst\u00f6rung durch die Babylonier im Jahre 607 v. u. Z. Jehova verhie\u00df den Rechabitern wegen ihrer Treue seinen Schutz, so da\u00df sie die Zerst\u00f6rung Jerusalems \u00fcberleben w\u00fcrden (Jer. 35:1-19). Wen stellten jene Empf\u00e4nger der Barmherzigkeit Jehovas dar? Sie veranschaulichten die aus Anbetern Jehovas bestehende \u201egro\u00dfe Volksmenge\u201c, die heute mit dem gesalbten \u00dcberrest verbunden ist. Auch sie werden die bevorstehende \u201egro\u00dfe Drangsal\u201c \u00fcberleben, in der Hoffnung, schlie\u00dflich in einem irdischen Paradies zu leben (Offb. 7:9-17).<br \/>\n\u201eNICHT MEIN VOLK\u201c<br \/>\n16 Wir m\u00fcssen uns schon jetzt, noch vor dem Beginn der unmittelbar bevorstehenden \u201egro\u00dfen Drangsal\u201c, Jehovas Barmherzigkeit zunutze machen. Denken wir daran, da\u00df der Christenheit in dieser Drangsal keine Barmherzigkeit erwiesen wird! Wir sollten uns daher von ihr trennen. Es wird in jener Zeit deutlich zu erkennen sein, da\u00df sie nicht zu Jehovas Volk geh\u00f6rt und deshalb verworfen worden ist. Das bedeutet f\u00fcr sie Vernichtung. Sie ist die Lo-Ruchama (die Nichtbemitleidete) von heute (Hos. 1:6). Ihre vollst\u00e4ndige Verwerfung wurde durch die weitere Entwicklung der Verh\u00e4ltnisse in der Ehe des Propheten Hosea veranschaulicht. Hosea sagt von seiner Frau Gomer: \u201eUnd sie entw\u00f6hnte Lo-Ruchama nach und nach, und sie wurde dann schwanger und gebar einen Sohn. Da sprach Er [Jehova]: ,Nenne seinen Namen Lo-Ammi, denn ihr seid nicht mein Volk, und ich selbst werde mich nicht als der Eure erweisen\u2018 \u201c (Hos. 1:8, 9). Mit diesen Worten endet in j\u00fcdischen Bibel\u00fcbersetzungen und in Ausgaben der griechischen Septuaginta das erste Kapitel des prophetischen Buches Hosea.<br \/>\nDer zweite Sohn Gomers, der Frau Hoseas, war, wie angenommen wird, ebenfalls kein Sohn Hoseas, sondern ein \u2018Kind der Hurerei\u2019 Gomers. Hosea sagt nicht, da\u00df Gomer diesen zweiten Sohn ihm geboren habe. Jehova hatte also guten Grund, den Knaben Lo-Ammi nennen zu lassen, denn dieser Name bedeutet \u201eNicht mein Volk\u201c, und seine Bedeutung war prophetisch. Jehova erkl\u00e4rte selbst, weshalb er dem Knaben diesen omin\u00f6sen Namen gab, indem er an das Zehnst\u00e4mmereich, das \u201eHaus Israel\u201c, die Worte richtete: \u201eDenn ihr seid nicht mein Volk, und ich selbst werde mich nicht als der Eure erweisen.\u201c Mit diesen Worten erkl\u00e4rte Jehova, da\u00df er nicht mehr der himmlische Ehegemahl des bundbr\u00fcchigen \u201eHauses Israel\u201c war.<br \/>\nJehova gab deutlich zu erkennen, da\u00df er nicht mehr der Gott und der geistige Ehegemahl des abtr\u00fcnnigen \u201eHauses Israel\u201c war, als er im Jahre 740 v. u. Z. zulie\u00df, da\u00df Samaria, die Hauptstadt Israels, von den Assyrern eingenommen wurde. Das \u201eHaus Israel\u201c war also nicht mehr sein Volk; es war, wie er sagte, \u201eLo-Ammi\u201c oder \u201eNicht mein Volk\u201c. Wie eine durch Scheidung entlassene Frau ging dieses Volk nach Assyrien in die Gefangenschaft. Das in geistigem Sinne ehebrecherische \u201eHaus Israel\u201c hatte die Gelegenheit, durch den mosaischen Bund, den Gesetzesbund, f\u00fcr Jehova ein \u201eK\u00f6nigreich von Priestern\u201c zu werden, verschm\u00e4ht (2. Mose 19:5, 6).<br \/>\n&#8230;<br \/>\nEINZELNE K\u00d6NNEN AUF GOTTES BARMHERZIGKEIT HOFFEN<br \/>\nDas Zehnst\u00e4mmereich Israel, das Vorbild der Christenheit, wurde in dem ihm einst von Gott gegebenen Land im Nahen Osten nie mehr aufgerichtet. Einzelne Angeh\u00f6rige dieses verworfenen \u201eHauses Israel\u201c sollten jedoch Gelegenheit erhalten, sich Jehovas Barmherzigkeit zunutze zu machen, zu ihm umzukehren und schlie\u00dflich wieder zu seinem anerkannten Volk zu geh\u00f6ren. Dieses Vorrecht sollten sie nach dem Sturz der babylonischen Weltmacht, die Assyrien abl\u00f6sen w\u00fcrde, erhalten. Cyrus, der Eroberer, w\u00fcrde dann die gefangenen Anbeter des Gottes Abrahams, Isaaks und Jakobs freilassen. Jehova wies auf dieses Ereignis hin, indem er durch seinen Propheten Hosea weiter sagte:<br \/>\n\u201eUnd die Zahl der S\u00f6hne Israels soll wie die Sandk\u00f6rner des Meeres werden, die nicht gemessen oder gez\u00e4hlt werden k\u00f6nnen. Und es soll geschehen, da\u00df an dem Ort, an dem zu ihnen jeweils gesagt wurde: ,Ihr seid nicht mein Volk\u2018, zu ihnen gesagt werden wird: ,Die S\u00f6hne des lebendigen Gottes.\u2018 Und die S\u00f6hne Judas und die S\u00f6hne Israels werden gewi\u00dflich zu einer Einheit zusammengebracht werden und werden in der Tat e i n Haupt f\u00fcr sich einsetzen und aus dem Lande heraufziehen; denn gro\u00df wird der Tag von Jesreel [Gott wird s\u00e4en] sein\u201c (Hos. 1:10, 11).<br \/>\nDiese auf Barmherzigkeit hinweisende Prophezeiung erf\u00fcllte sich im Vorbild im Jahre 537 v. u. Z., als der Eroberer Babylons, der Perser Cyrus, einen gottesf\u00fcrchtigen \u00dcberrest der \u201eS\u00f6hne Israels\u201c und der \u201eS\u00f6hne Judas\u201c \u201eaus dem Lande heraufziehen\u201c lie\u00df, in dem sie von Babylon gefangengehalten worden waren. Auf den Befehl des Cyrus, des Knechtes Jehovas, zogen sie als eine Einheit aus, um Jehovas Tempel in Jerusalem wieder aufzubauen (2. Chron. 36:20-23; Esra 1:1-11). In ihrem eigenen Land konnten sie sich dann wieder zahllos vermehren wie die Sandk\u00f6rner am Ufer des Meeres, die nicht gemessen oder gez\u00e4hlt werden k\u00f6nnen. Auf diese Weise w\u00fcrde \u2018der Tag von Jesreel gro\u00df sein\u2019. In diesem Fall sollte sich die Bedeutung des Namens Jesreel, \u201eGott wird s\u00e4en\u201c, in g\u00fcnstigem Sinne erf\u00fcllen. Gott w\u00fcrde die S\u00f6hne seines Volkes wie Samen s\u00e4en, indem er sie vermehren w\u00fcrde.<br \/>\nJehova w\u00fcrde die Israeliten also nicht mehr Lo-Ammi oder \u201eNicht mein Volk\u201c nennen. In der Erf\u00fcllung im Vorbild sollten sie \u201edie S\u00f6hne des lebendigen Gottes\u201c genannt werden. Wie sich dies im Gegenbild im Bereich des Christentums erf\u00fcllte, beschreibt der Apostel Paulus in R\u00f6mer 9:25, 26 und der Apostel Petrus in 1. Petrus 2:9, 10. Nachdem die nat\u00fcrlichen S\u00f6hne Israels im Jahre 33 u. Z. Jesus als den Messias verworfen hatten, waren sie nicht mehr Jehovas Volk. Jehova hob den Gesetzesbund, durch den er mit der Zw\u00f6lfst\u00e4mmenation Israel seit den Tagen des Moses verm\u00e4hlt gewesen war, auf. In seiner Barmherzigkeit nahm er aber einen \u00dcberrest dieser Nation in den neuen Bund auf, dessen Mittler sein Sohn, Jesus, der Messias, war. Auf diese Weise gr\u00fcndete er eine neue Nation, ein geistiges Israel (Gal. 6:16; Jak. 1:1; R\u00f6m. 2:28, 29; Offb. 7:4-8).<br \/>\n&#8230;<br \/>\nEINE treulose Frau, die wiederholt die Ehe gebrochen hat, darf kaum erwarten, da\u00df ihr rechtm\u00e4\u00dfiger Mann ihr Barmherzigkeit erweist. Sie kann sich auch nicht mit Sicherheit darauf verlassen, da\u00df ihre Liebhaber st\u00e4ndig f\u00fcr ihren Unterhalt sorgen. Selbst leidenschaftliche Liebhaber m\u00f6gen nach einiger Zeit von einer solchen Ehebrecherin genug haben und sich nach einer anderen Geliebten umsehen. Wohin kann sie dann gehen? Treue gegen\u00fcber ihrem Ehebund sollte sie veranlassen, zu ihrem rechtm\u00e4\u00dfigen Mann zur\u00fcckzukehren. Wird er seiner ehebrecherischen Frau aber Barmherzigkeit erweisen und sie wiederaufnehmen? Wie oft geschieht das wohl in unserer unbarmherzigen Welt des zwanzigsten Jahrhunderts?<br \/>\nDoch da ist jemand, der zu den Menschen sagt: \u201eEure Gedanken sind nicht meine Gedanken, noch sind meine Wege eure Wege . . . Denn wie die Himmel h\u00f6her sind als die Erde, so sind meine Wege h\u00f6her als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.\u201c Wer ist derjenige, dessen Denk- und Handlungsweise so erhaben ist? Er ist der Eine, der himmelhoch \u00fcber uns Menschen steht. Er, aus dessen Mund die obigen Worte hervorgingen, gibt sich selbst als Jehova zu erkennen, und zwar durch seinen Propheten Jesaja, den Sohn des Amoz (Jes. 55:8, 9; 1:1). Jehova \u00e4u\u00dferte diese Worte, als er vorhersagte, da\u00df sein Bundesvolk aus der Gefangenschaft im heidnischen Babylon in das ihm von Gott zugesprochene Land im Nahen Osten zur\u00fcckkehren w\u00fcrde. Entgegen allen menschlichen Gedanken oder \u00dcberlegungen sorgte dieser Gott der Barmherzigkeit daf\u00fcr, da\u00df diese R\u00fcckkehr im Jahre 537 v. u. Z. erfolgte.<br \/>\nMit der R\u00fcckkehr dieses Volkes in sein fernes Heimatland, das siebzig Jahre unbewohnt gewesen war, stand die L\u00f6sung eines Eheproblems in Verbindung, das Jehova betraf. Er war fast tausend Jahre fr\u00fcher mit diesem Volk, dem Volke Israel, ein Eheb\u00fcndnis eingegangen. Dieser Ehebund war in der N\u00e4he des Berges Sinai auf der Westseite des s\u00fcdlichen Teils der arabischen Halbinsel geschlossen worden, und der Prophet Moses hatte dabei als Mittler zwischen Gott und den Menschen gedient. Als grundlegendes Gesetz, das das Eheverh\u00e4ltnis regeln sollte, verk\u00fcndete Gott die Zehn Gebote. Das erste lautete: \u201eIch bin Jehova, dein Gott, der ich dich aus dem Land \u00c4gypten, aus dem Sklavenhause, herausgef\u00fchrt habe. Du sollst keine anderen G\u00f6tter wider mein Angesicht haben\u201c (2. Mose 20:1-3).<br \/>\nJehova hatte die zw\u00f6lf St\u00e4mme Israels von der Bedr\u00fcckung und der Zwangsarbeit im alten \u00c4gypten befreit und sie dadurch in Wirklichkeit als seine Nation, als sein \u201eWeib\u201c, erkauft oder erl\u00f6st (Jes. 63:7-9). Diese weibes\u00e4hnliche Nation geh\u00f6rte also ihm; er war ihr ehelicher Besitzer. Als solcher beschlo\u00df er, mit ihr einen Ehevertrag einzugehen. Dieser Vertrag war der feierliche Vertrag, der auf Gottes Gesetzessammlung beruhte und allgemein als mosaischer Bund oder Gesetzesbund bezeichnet wird. Da den Israeliten daran gelegen war, von Gott, ihrem himmlischen Besitzer, gesegnet und besch\u00fctzt zu werden, waren sie bereit, diese Ehe einzugehen. Sie versprachen, ihren Ehevertrag, den Gesetzesbund, treu einzuhalten. So wurden sie das alleinige Bundesvolk Gottes auf der Erde. Jehova sagte deshalb: \u201eIch selbst [war] ihr ehelicher Besitzer\u201c (Jer. 31:31, 32).<br \/>\nIn einer sittlich verkommenen Welt, die dem Baal und vielen anderen falschen G\u00f6ttern anhing, war es f\u00fcr die Nation Israel sehr schwer, ihren Ehebund, ihren Vertrag mit Jehova, ihrem Gott und ehelichen Besitzer, treu einzuhalten. Mit der Zeit wurde daher fast die ganze Nation Jehova untreu und beging geistigen Ehebruch (Jak. 4:4). Im Jahre 997 v. u. Z. wurde das Zw\u00f6lfst\u00e4mmereich Israel geteilt. Die ehebrecherische Handlungsweise des als Israel bekannten Zehnst\u00e4mmereiches wurde durch die Handlungsweise der Frau des Propheten Hosea, Gomer genannt, dargestellt.<br \/>\nGomer wurde \u201eein Weib der Hurerei\u201c und hatte schlie\u00dflich \u201eKinder der Hurerei\u201c (Hos. 1:1-3). Das veranschaulichte, wie das Zehnst\u00e4mmereich Israel mit g\u00f6tzendienerischen Nationen politische B\u00fcndnisse schlo\u00df. Die weibes\u00e4hnliche Nation Israel vertraute allm\u00e4hlich auf diese heidnischen Nationen statt auf ihren ehelichen Besitzer, Jehova. Sie schrieb ihren wirtschaftlichen Wohlstand jetzt diesen weltlichen Nationen statt Jehova zu. Sie betete die G\u00f6tter dieser Nationen an und machte sich so der groben Verletzung ihres Ehebundes mit ihrem Erl\u00f6ser und ehelichen Besitzer, Jehova, schuldig. Er f\u00fchrte daher einen Rechtsfall gegen das in geistigem Sinne ehebrecherische K\u00f6nigreich Israel. Nach den Bestimmungen des Ehebundes hatte er das Recht und die Pflicht, gegen das abtr\u00fcnnige Israel vorzugehen, und das tat er schlie\u00dflich auch. Er sagte:<br \/>\n\u201eDarum, siehe, verz\u00e4une ich deinen Weg mit Dornen; und ich will eine Steinmauer gegen sie auff\u00fchren, so da\u00df sie ihre eigenen Pfade nicht finden wird. Und sie wird tats\u00e4chlich ihren leidenschaftlichen Liebhabern nachjagen, aber sie wird sie nicht einholen; und wird sie gewi\u00dflich suchen, aber sie wird sie nicht finden. Und sie wird sprechen m\u00fcssen: ,Ich will gehen und zu meinem Mann zur\u00fcckkehren, dem ersten, denn es ging mir damals besser als jetzt.\u2018 Sie selbst aber erkannte nicht, da\u00df ich es war, der ihr das Korn und den s\u00fc\u00dfen Wein und das \u00d6l gegeben hatte, und da\u00df ich sie selbst Silber in Menge hatte haben lassen und Gold, von dem sie f\u00fcr Baal Gebrauch machten [das sie zum Baalsbild gemacht haben, Z\u00fcrcher Bibel]\u201c (Hos. 2:6-8)<br \/>\nNach diesen Worten wollte Jehova das Volk des Zehnst\u00e4mmereiches Israel z\u00fcchtigen, aber nicht etwa, um dessen K\u00f6nigsherrschaft zu retten, denn er dachte nicht daran, seine durch den Propheten Hosea fr\u00fcher ge\u00e4u\u00dferten Worte r\u00fcckg\u00e4ngig zu machen: \u201eIch werde gewi\u00dflich die K\u00f6nigsherrschaft des Hauses Israel aufh\u00f6ren lassen. Und es soll an jenem Tage geschehen, da\u00df ich den Bogen Israels in der Tiefebene Jesreel zerbrechen mu\u00df\u201c (Hos. 1:4, 5).<br \/>\nEinzelne Israeliten konnten jedoch aus der Z\u00fcchtigung der abtr\u00fcnnigen Nation Nutzen ziehen, zum Beispiel solche, die sich wie einst die siebentausend vor Baal nicht gebeugt hatten (1. K\u00f6. 19:18; R\u00f6m. 11:1-5). Behalten wir folgendes im Sinn: Als Jehova im Jahre 740 v. u. Z. das K\u00f6nigreich Israel aufh\u00f6ren und die \u00fcberlebenden Israeliten nach Assyrien wegf\u00fchren lie\u00df, hob er seinen mit der ganzen Nation Israel geschlossenen Ehebund nicht auf. Auch als er im Jahre 607 v. u. Z. Jerusalem zerst\u00f6ren und die \u00fcberlebenden Juden in die Gefangenschaft nach Babylonien f\u00fchren lie\u00df, hob er den mosaischen Bund, den Gesetzesbund, nicht auf, durch den die Zw\u00f6lfst\u00e4mmenation Israel mit ihm als himmlischem Ehegemahl in ein eheliches Verh\u00e4ltnis getreten war. Dieses Verh\u00e4ltnis zwischen Jehova und ganz Israel wurde erst im Jahre 33 u. Z. aufgel\u00f6st, als die F\u00fchrer der Juden Jesus Christus hinrichten lie\u00dfen (Kol. 2:14).<br \/>\nDie Zehnst\u00e4mmenation Israel suchte zwar Hilfe bei den weltlichen Nationen, die ihre \u201eleidenschaftlichen Liebhaber\u201c gewesen waren, aber Jehovas Zeit, mit ihr abzurechnen, kam unerbittlich auf sie zu. Sie konnte noch so eifrig nach ihren \u201eLiebhabern\u201c suchen; es war keiner zu finden, der ihr helfen konnte. Sie war wie mit einem undurchdringlichen Dornendickicht umz\u00e4unt, so da\u00df es unm\u00f6glich war, ihr zu helfen. Ihre ehemaligen \u201eLiebhaber\u201c waren nicht in der Lage, ihr den n\u00f6tigen Beistand zu leisten, obwohl sie es gern getan h\u00e4tten. Nach dreij\u00e4hriger Belagerung durch die Assyrer wurde Israels Hauptstadt Samaria im Jahre 740 v. u. Z. erobert. Die \u00fcberlebenden Israeliten wurden in das Land ihrer Eroberer weggef\u00fchrt. Das K\u00f6nigreich der zehn St\u00e4mme Israels wurde in dem ihnen einst von Gott zugesprochenen Land nie wiederaufgerichtet. Wer konnte denn aus der von Jehova vorgenommenen Z\u00fcchtigung Nutzen ziehen? Nur einzelne von denen, die nach Assyrien in die Gefangenschaft gef\u00fchrt worden waren. Sie dachten \u00fcber ihre Situation nach und erinnerten sich, wie gut es ihre Vorv\u00e4ter hatten, die Jehova, ihrem himmlischen Ehegemahl und Gott, gedient hatten. Sie erkannten nun, was f\u00fcr sie besser w\u00e4re, und wandten sich deshalb vom Baalskult ab und bem\u00fchten sich, ihr Bundesverh\u00e4ltnis zu Jehova zu erneuern.<br \/>\nWann erhielten die israelitischen Gefangenen in Assyrien Gelegenheit, vereint an den von Jehova bestimmten Ort zur\u00fcckzukehren, um ihn dort wieder anzubeten? Erst im Jahre 537 v. u. Z., unter einer neuen Weltmacht. Wie kam es dazu? Um das Jahr 632 v. u. Z. wurde Assyriens Hauptstadt Ninive von den Babyloniern eingenommen, und Babylon wurde Weltmacht. Die assyrischen Provinzen, in denen die gefangenen Israeliten lebten, wurden Provinzen des Babylonischen Reiches. Etwa f\u00fcnfundzwanzig Jahre sp\u00e4ter wurde an dem nun ebenfalls abtr\u00fcnnig gewordenen K\u00f6nigreich Juda Jehovas Strafgericht vollzogen. Im Jahre 607 v. u. Z. lie\u00df Jehova die Stadt Jerusalem und ihren Tempel zerst\u00f6ren. Tausende \u00fcberlebender Juden wurden nach Babylonien weggef\u00fchrt, wo sie mit den gefangenen Israeliten zusammentrafen, die in den ehemaligen assyrischen Provinzen lebten.<br \/>\nNach fast siebzig Jahren war Jehovas weibes\u00e4hnliche Organisation auf der Erde in seinen Augen gen\u00fcgend gez\u00fcchtigt worden. In seiner Barmherzigkeit hatte er den vorhergesagten Perser Cyrus erweckt, der 539 v. u. Z. Babylon st\u00fcrzte. Kurz danach, im Jahre 537 v. u. Z., veranla\u00dfte Jehova dann Cyrus den Gro\u00dfen, einen Erla\u00df herauszugeben, der reum\u00fctigen Israeliten gestattete, in ihre geliebte Heimat zur\u00fcckzukehren.<br \/>\nErwies Gott, der himmlische Ehegemahl, seinem Bundesvolk, den zw\u00f6lf St\u00e4mmen Israels, dadurch nicht in au\u00dfergew\u00f6hnlichem Ma\u00dfe Barmherzigkeit? Ganz gewi\u00df; denn gem\u00e4\u00df dem mosaischen Bund, dem Gesetzesbund, war dies nicht zu erwarten. Wir lesen darin n\u00e4mlich folgendes: \u201eFalls ein Mann eine Frau nimmt und sie sich als Ehefrau wirklich zu seinem Besitz macht, so soll es geschehen, wenn sie in seinen Augen keine Gunst finden sollte, weil er etwas Anst\u00f6\u00dfiges an ihr gefunden hat, da\u00df er dann ein Scheidungszeugnis f\u00fcr sie ausschreiben und es ihr in die Hand legen und sie aus seinem Hause entlassen soll. Und sie soll aus seinem Hause wegziehen und hingehen und die Frau eines anderen Mannes werden. Wenn der letztgenannte Mann sie schlie\u00dflich ha\u00dft und ein Scheidungszeugnis f\u00fcr sie ausgeschrieben und es ihr in die Hand gelegt und sie aus seinem Hause entlassen hat oder falls der letztgenannte Mann, der sie sich zur Frau genommen hat, sterben sollte, so wird ihr erster Besitzer, der sie entlassen hat, sie nicht zur\u00fccknehmen d\u00fcrfen, damit sie wieder seine Frau wird, nachdem sie verunreinigt worden ist; denn das ist etwas Verabscheuungsw\u00fcrdiges vor Jehova, und du sollst das Land, das Jehova, dein Gott, dir als Erbe gibt, nicht in die S\u00fcnde hineinf\u00fchren\u201c (5. Mose 24:1-4).<br \/>\nIn den Tagen des Propheten Jeremia wies Jehova die bundbr\u00fcchigen Juden des K\u00f6nigreiches Juda nachdr\u00fccklich auf dieses Gesetz hin, um ihnen zu zeigen, da\u00df er Israel mit Recht f\u00fcr immer h\u00e4tte durch Scheidung entlassen k\u00f6nnen. Er inspirierte Jeremia zu den Worten: \u201eEs gibt einen Spruch: ,Wenn ein Mann seine Frau wegsenden sollte und sie tats\u00e4chlich von ihm weggehen und eines anderen Mannes werden w\u00fcrde, sollte er je wieder zu ihr zur\u00fcckkehren?\u2018 Ist jenes Land [Juda] nicht bestimmt entweiht worden? ,Und du selbst hast Prostitution begangen mit vielen Gef\u00e4hrten; und sollte es eine R\u00fcckkehr zu mir geben?\u2018 ist der Ausspruch Jehovas\u201c (Jer. 3:1).<br \/>\nAngesichts dieser Tatsache war es nur der alles \u00fcbertreffenden Barmherzigkeit Jehovas zuzuschreiben, da\u00df sein Ehebund mit ganz Israel nach der Zerst\u00f6rung Jerusalems im Jahre 607 v. u. Z. noch jahrhundertelang bestehenblieb. Doch im Jahre 33 u. Z. kam es zum endg\u00fcltigen Bruch, als die Nation Israel Jesus, den Messias, verwarf und ihn au\u00dferhalb der Mauern Jerusalems t\u00f6ten lie\u00df. Damals wurde ihre Ehe mit Jehova Gott aufgel\u00f6st. Hat sich dies seither in der j\u00fcdischen Geschichte best\u00e4tigt? Jawohl. Einzelnen Juden, die an Jesus, den Messias, glaubten, erm\u00f6glichte es Jehova in seiner Barmherzigkeit jedoch, ihr Verh\u00e4ltnis zu ihm durch einen neuen Bund, dessen Mittler Jesus, der Messias, war, zu erneuern.<\/p>\n<p>\u201e ,Darum werde ich umkehren und gewi\u00dflich mein Korn zu seiner Zeit und meinen s\u00fc\u00dfen Wein zu seiner rechten Zeit wegnehmen, und ich will meine Wolle und mein Linnen [meinen Flachs, Menge] zur Bedeckung ihrer Bl\u00f6\u00dfe wegrei\u00dfen. Und nun werde ich ihre Schamteile vor den Augen ihrer leidenschaftlichen Liebhaber aufdecken, und da wird kein Mann sein, der sie meiner Hand entrei\u00dft. Und ich werde gewi\u00dflich all ihr Frohlocken, ihr Fest, ihren Neumond und ihren Sabbat und jede ihrer Festzeiten aufh\u00f6ren lassen. Und ich will ihren Weinstock und ihren Feigenbaum verw\u00fcsten, von denen sie sprach: \u201eSie sind mir eine Gabe, die mir meine leidenschaftlichen Liebhaber gegeben haben\u201c; und ich will sie zu einem Wald machen, und die wilden Tiere des Feldes werden sie gewi\u00dflich verzehren. Und ich will Abrechnung halten mit ihr wegen aller Tage der Baalbildnisse, denen sie st\u00e4ndig r\u00e4ucherte, als sie sich fortgesetzt mit ihrem Ring und ihrem Schmuck zierte und st\u00e4ndig ihren leidenschaftlichen Liebhabern nachging, und mich verga\u00df sie\u2018 ist der Ausspruch Jehovas\u201c (Hos. 2:9-13).<br \/>\nDie Nation Israel hatte also Jehova vergessen. Welche Behandlung verdiente sie daher? Sie war Jehova, ihrem himmlischen Ehegemahl, untreu geworden, und so war er gem\u00e4\u00df den eindeutigen Warnungen in den Bestimmungen des Ehebundes, den er mit ihr geschlossen hatte, verpflichtet, ihr seine materiellen Segnungen zu entziehen. Er war nicht verpflichtet, f\u00fcr eine Ehebrecherin zu sorgen, f\u00fcr eine Nation, die ihren Bund gebrochen und sich der Anbetung von Baalbildnissen zugewandt hatte, ja die ehebrecherische Beziehungen zu weltlichen Liebhabern unterhielt. Er konnte ihre moralische Unzuverl\u00e4ssigkeit und ihre Z\u00fcgellosigkeit mit Recht vor aller \u00d6ffentlichkeit blo\u00dfstellen, so da\u00df sich sogar ihre weltlichen Freunde voll Verachtung von ihr abwandten.<br \/>\nJehova wollte sie einem Urwald gleichmachen, der keinen Schutz und keine Sicherheit vor wilden Tieren bietet. Es h\u00e4tte ihr nichts genutzt, aufgrund ihrer Abstammung von den treuen Patriarchen Abraham, Isaak, Jakob (Israel) und den zw\u00f6lf Stammv\u00e4tern, den S\u00f6hnen Jakobs, Straffreiheit zu beanspruchen. Die verwandtschaftlichen Bande, durch die sie mit jenen M\u00e4nnern verbunden war, w\u00e4ren nicht stark genug, um sie aus der Hand Jehovas zu rei\u00dfen, wenn er sein Strafurteil an ihr vollstrecken w\u00fcrde.<br \/>\nDas bedeutete nicht, da\u00df Jehova des Bundes, den er mit seinem Freund Abraham im Jahre 1943 v. u. Z. geschlossen hatte, nicht mehr gedachte und ihn nicht halten w\u00fcrde. Jehova hatte bei sich selbst geschworen, als er diesen Bund machte, und er wird ihn nie brechen. Die ehebrecherische Nation Israel bewies aber, da\u00df sie trotz ihrer Abstammung von Abraham nicht w\u00fcrdig war, an der Erf\u00fcllung dieses Bundes teilzuhaben. Jehova hatte zu Abraham, dem Vorvater der Israeliten, gesagt: \u201eErweise dich als ein Segen. Und ich will die segnen, die dich segnen; und den, der \u00dcbles auf dich herabruft, werde ich verfluchen, und alle Familien des Erdbodens werden sich bestimmt durch dich segnen\u201c (1. Mose 12:2, 3). \u201eIch [werde] dich bestimmt segnen . . . und deinen Samen bestimmt mehren . . . wie die Sterne der Himmel und wie die Sandk\u00f6rner, die am Ufer des Meeres sind; und dein Same wird das Tor seiner Feinde in Besitz nehmen. Und durch deinen Samen werden sich bestimmt alle Nationen der Erde . . . segnen\u201c (1. Mose 22:17, 18).<br \/>\nDas Hauptglied des Samens Abrahams, der Messias, war noch nicht gekommen, als Samaria im Jahre 740 v. u. Z. zerst\u00f6rt wurde. Dieser messianische Nachkomme Abrahams war auch noch nicht gekommen, als Jerusalem im Jahre 607 v. u. Z. zerst\u00f6rt wurde. Doch er mu\u00dfte aus Abrahams Abstammungs- oder Geschlechtslinie kommen. Jehova lie\u00df zwar zu, da\u00df die Feinde das K\u00f6nigreich Israel und das K\u00f6nigreich Juda st\u00fcrzten, aber er mu\u00dfte den nat\u00fcrlichen Samen Abrahams erhalten. Warum? Eben, weil aus dieser Linie der Messias kommen sollte, durch den alle Nationen der Erde gesegnet werden (Matth. 1:1-3; Gal. 3:8-29). Zu diesem Zweck bewahrte Jehova in seiner Barmherzigkeit einen \u00dcberrest reum\u00fctiger Israeliten w\u00e4hrend der siebzigj\u00e4hrigen Gefangenschaft, die der Zerst\u00f6rung Jerusalems und dem Sturz des K\u00f6nigreiches Juda folgte. Er hielt an seinem Ehebund unverbr\u00fcchlich fest. Dann erweckte er den Mann, der ein Vorbild des Messias sein sollte: Cyrus, den Eroberer Babylons. Diesen Befreier benutzte Jehova, um den \u00dcberrest des Samens Abrahams in das Land Juda zur\u00fcckzuf\u00fchren.<br \/>\nUm diese Vers\u00f6hnung zwischen ihm und seinem \u201eWeibe\u201c, seinem Bundesvolk, vorherzusagen, inspirierte Jehova seinen Propheten Hosea zu folgenden Worten: \u201e \u201aDarum, siehe, ich \u00fcberrede sie, und ich will sie in die Wildnis gehen lassen, und ich will ihr zu Herzen reden. Und ich will ihr von da an ihre Weing\u00e4rten geben und die Talebene Achor als Eingang zur Hoffnung; und sie wird dort gewi\u00dflich antworten wie in den Tagen ihrer Jugend und wie an dem Tag, da sie aus dem Land \u00c4gypten heraufkam. Und es soll geschehen an jenem Tage\u2018, ist der Ausspruch Jehovas, ,da\u00df du mich Mein Mann [ischi] nennen wirst, und du wirst mich nicht mehr Mein Besitzer [baali] nennen\u2018 \u201c (Hos. 2:14-16).<br \/>\nW\u00e4hrend der Gefangenschaft im Lande Babylon waren die Israeliten gleichsam in der \u201eWildnis\u201c. Dort \u2018\u00fcberredete\u2019 Jehova in seiner Barmherzigkeit den reum\u00fctigen \u00dcberrest, und durch liebevolle Zucht und durch die Propheten Hesekiel und Daniel \u2018redete er ihm zu Herzen\u2019. Er hatte verhei\u00dfen, seiner gez\u00fcchtigten weibesgleichen Organisation \u2018von da an ihre Weing\u00e4rten zu geben\u2019. Das bedeutete, da\u00df er sie aus der babylonischen \u201eWildnis\u201c herausnehmen und sie in ihr lange ver\u00f6detes Heimatland, nach Juda und Jerusalem, zur\u00fcckf\u00fchren w\u00fcrde.<br \/>\nJehovas Bezugnahme auf die \u201eTalebene Achor\u201c erinnerte an folgende Begebenheit: Nachdem die Israeliten bei der Einnahme Kanaans die Stadt Jericho zerst\u00f6rt hatten, wurden der habgierige Achan und seine Angeh\u00f6rigen gesteinigt. Achan hatte von der Beute genommen und so zufolge seiner Selbstsucht das Gebot Jehovas verletzt und dadurch Israel in Schwierigkeiten gebracht. Das Tal, in dem Achan gesteinigt wurde, erhielt daher passenderweise den Namen \u201eTalebene Achor\u201c, denn Achor bedeutet \u201eBetr\u00fcbnis\u201c (Josua 7:10-26). Jehovas Verhei\u00dfung, seiner weibes\u00e4hnlichen Organisation \u201edie Talebene Achor als Eingang zur Hoffnung\u201c zu geben, wies demnach auf ihre R\u00fcckkehr in ihre Heimat hin, wo diese Talebene lag.<br \/>\nWie verhielten sich nun die reum\u00fctigen Israeliten, die den \u00dcberrest der weibes\u00e4hnlichen Organisation Jehovas ausmachten? \u2018Antworteten\u2019 sie auf seine Bem\u00fchungen, \u2018sie zu \u00fcberreden\u2019 und \u2018ihnen zu Herzen zu reden\u2019, ja gingen sie dankbar darauf ein? Die biblische Geschichte beantwortet diese Frage mit Ja. Die Nation Israel hatte in den Tagen ihrer \u201eJugend\u201c von ganzem Herzen \u2018geantwortet\u2019. Sie hatte Jehovas Einladung, den mosaischen Bund, den Gesetzesbund, einzugehen und so seine weibes\u00e4hnliche Organisation zu werden, angenommen. In \u00e4hnlicher Weise ging der reum\u00fctige \u00dcberrest im alten Babylon auf die Erneuerung des Ehebundes zwischen Israel und seinem himmlischen Ehegemahl, Jehova, ein. Zum Beweis f\u00fcr die Erneuerung dieses Eheverh\u00e4ltnisses gebrauchte Jehova Cyrus den Gro\u00dfen, das Vorbild des Messias, um den treuen israelitischen \u00dcberrest in dessen Heimat, nach Juda und Jerusalem, zur\u00fcckzuf\u00fchren.<br \/>\nDer in sein Land zur\u00fcckgekehrte \u00dcberrest des Bundesvolkes Jehovas wandte sich nie mehr dem Baalskult oder irgendeiner anderen Form des G\u00f6tzendienstes zu. Diese Israeliten bem\u00fchten sich nach ihrer R\u00fcckkehr eifrig, die Anbetung ihres Gottes und himmlischen Ehegemahls in dem Land, das er ihnen gegeben hatte, wiederherzustellen. Sie empfanden ebenso tiefe Dankbarkeit und Wertsch\u00e4tzung wie ihre Vorfahren, als diese von \u00c4gypten und dessen Streitkr\u00e4ften befreit worden waren. Es war so, als ob sie dem himmlischen Ehegemahl Israels n\u00e4hergekommen oder mit ihm vertrauter geworden w\u00e4ren. Unwillk\u00fcrlich redete die weibes\u00e4hnliche Organisation Jehova jetzt mit vertrauteren, liebevolleren Bezeichnungen an. Sie nannte ihn daher in geistigem Sinne \u201eMein Mann\u201c statt \u201eMein Besitzer\u201c. Sie wollte nicht mehr das Gef\u00fchl haben, lediglich \u201eBesitz\u201c oder Eigentum eines Herrn zu sein. Sie wollte das Empfinden haben, ihm eine Gehilfin zu sein, wie Eva es ihrem Mann Adam h\u00e4tte sein sollen (1. Mose 2:19-24). Wie wunderbar das alles war!<br \/>\nEbenso wunderbar ist die neuzeitliche Parallele hierzu. Zu welch erstaunlichen Ergebnissen hat doch Jehovas Barmherzigkeit als Folge seiner Treue gegen\u00fcber seinem geistigen Ehebund heute schon gef\u00fchrt! Gl\u00fccklich sind die, denen seine Barmherzigkeit jetzt zuteil wird!<\/p>\n<p>WIE sollte eine Frau ihrem rechtm\u00e4\u00dfigen Mann gegen\u00fcber eingestellt sein, der sie, nachdem sie ihn treulos verlassen hatte, wiederaufgenommen hat? Ja wie sollte sie reagieren und empfinden, wenn er sie danach sogar mit allerlei Liebesbezeugungen \u00fcbersch\u00fcttet? Sie sollte ihn wegen seiner unverdienten G\u00fcte sehr sch\u00e4tzen. Sie hat allen Grund, sich mehr denn je zu ihm hingezogen zu f\u00fchlen. Er m\u00fc\u00dfte in ihrer Achtung gestiegen sein, und sie m\u00fc\u00dfte sich bem\u00fchen, den erneuerten Ehebund nie mehr zu verletzen oder zu brechen. \u00c4hnliche Reaktionen rief Jehovas Vers\u00f6hnung mit seinem irdischen Bundesvolk hervor, und seit dem Jahre 1919 u. Z. sind solche Auswirkungen auch in bezug auf den mit Gott vers\u00f6hnten \u00dcberrest geistiger Israeliten zu beobachten.<br \/>\nWenn in biblischen Zeiten eine Frau ihren Ehegef\u00e4hrten nicht mehr \u201eMein Besitzer\u201c, sondern \u201eMein Mann\u201c nannte, so verlangte dies von ihr eine Sinnes\u00e4nderung, eine gr\u00f6\u00dfere Zuneigung zu ihm. Auf hebr\u00e4isch nannte sie ihn dann nicht mehr \u201eBaali\u201c, sondern \u201eIschi\u201c (Hos. 2:18, Leeser). Sara bewies ihre Achtung vor dem Patriarchen Abraham, indem sie ihn \u201eHerr\u201c (hebr\u00e4isch: Adon\u00ed) nannte. Sie war seine rechtm\u00e4\u00dfige Frau und ehrte ihn als ihren Mann. Sie betrachtete sich nicht als seine Sklavin, eine Sklavin, wie Hagar es war, ihre in \u00c4gypten gekaufte Magd, die schlie\u00dflich aus dem Hause Abrahams weggeschickt werden mu\u00dfte (1. Mose 18:12; 1. Petr. 3:6). Jehova belohnte Sara f\u00fcr ihre hingebungsvolle Zusammenarbeit mit ihrem gottesf\u00fcrchtigen Mann, indem er ein Wunder wirkte, so da\u00df sie noch mit neunzig Jahren einen Sohn, ihren einzigen, bekam (1. Mose 21:1-7). Die gleiche Achtung, die Sara Abraham entgegenbrachte, bewies auch der \u00dcberrest der mit Gott vers\u00f6hnten Israeliten Jehova gegen\u00fcber, nachdem sie im Jahre 537 v. u. Z. von Jehova aus Babylon befreit worden waren. Sie hatten das Gef\u00fchl, wieder Jehovas Organisation, sein \u201eWeib\u201c, zu sein. Seine Barmherzigkeit veranla\u00dfte sie, ihn Ischi, \u201eMein Mann\u201c, zu nennen.<br \/>\n&lt;\/blockquote&gt;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Wachtturm von 1976 hie\u00df es &lt;blockquote&gt; Gottes Barmherzigkeit &#8230; GOTTES PROBLEM MIT SEINEM \u201eWEIB\u201c Wer war dieser Hosea, aus dessen Schriften der Apostel Paulus die obigen Worte zitierte? Hosea war ein Prophet, der im neunten und achten Jahrhundert v. u. 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