
{"id":2487,"date":"2011-06-29T20:09:25","date_gmt":"2011-06-29T19:09:25","guid":{"rendered":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=2487"},"modified":"2011-06-29T21:05:07","modified_gmt":"2011-06-29T20:05:07","slug":"hohepunkte-zum-bibelbuch-amos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=2487","title":{"rendered":"H\u00f6hepunkte zum Bibelbuch Amos"},"content":{"rendered":"<p>WT vom 01.04.1984<\/p>\n<p><center><strong>Was uns die Bibel lehrt: Amos 1:1 bis 9:15<\/p>\n<h3>Der Niedergang einer Nation<\/h3>\n<p><\/strong><\/center><\/p>\n<p>\u201eMACHE dich bereit, deinem Gott zu begegnen\u201c, sagte \u201eJehova, der Gott der Heerscharen\u201c, zur Nation Israel (Amos 4:12, 13). Weshalb? Vom Wohlstand geblendet, hatten die Israeliten sein Gesetz vergessen und sich der Verunreinigung seines heiligen Landes durch G\u00f6tzendienst, Unmoral, Blutvergie\u00dfen und Gewalttat schuldig gemacht.<\/p>\n<p>Amos wurde zum Propheten erweckt, um eine Warnungsbotschaft zu \u00fcbermitteln, und zwar nicht nur seiner eigenen Nation Juda, sondern insbesondere dem n\u00f6rdlichen K\u00f6nigreich Israel. Er verurteilte Israel wegen seiner z\u00fcgellosen Lebensweise und prophezeite das Ende dieses K\u00f6nigreiches durch die H\u00e4nde feindlicher Nationen. Das Buch Amos, das irgendwann zwischen 829 v.\u00a0u.\u00a0Z. und 804 v.\u00a0u.\u00a0Z. geschrieben wurde, vermittelt uns einen Einblick in Gottes F\u00e4higkeit, Ungl\u00fccke vorherzusagen, und enth\u00e4lt einige zeitgem\u00e4\u00dfe Warnungen.<\/p>\n<p><strong>Feurige Vernichtung der Feinde Gottes<\/strong><\/p>\n<p>Niemand kann Gottes Gerichten entrinnen. Wie wahr dies doch im Falle von Damaskus (Syrien), Gasa (Philist\u00e4a) und Tyrus sowie von Edom, Ammon, Moab und Juda war! Wegen ihrer Verfehlungen w\u00fcrde Jehova seine Hand \u2018nicht von ihnen abwenden\u2019. Eigentlich diente die Vorhersage ihres Ungl\u00fccks nur dazu, das Gericht zu betonen, das Israel bevorstand, weil es seinen Bund mit Gott nicht gehalten und Gottes Gesetze vergessen hatte (Amos 1:1 bis 2:16).<\/p>\n<p>Beachte Gottes Warnung. \u201eNur euch habe ich erkannt von allen Familien des Erdbodens\u201c, sagte Jehova zu den Israeliten (Amos 3:2). Doch ihre s\u00fcndige Handlungsweise verriet Geringsch\u00e4tzung gegen\u00fcber dem Namen und der Souver\u00e4nit\u00e4t Gottes. Viele waren entschlossen, reich zu werden, indem sie auf Kosten ihrer Br\u00fcder in sinnlosem Luxus lebten und ein \u201eWinterhaus zus\u00e4tzlich zum Sommerhaus\u201c hatten (Amos 3:15). Mit tr\u00fcgerischen Gewichten betrogen sie die Armen. Da sie die wahre Anbetung aufgegeben hatten, verdienten sie es, von Jehova bestraft zu werden. Aber \u2018Jehova w\u00fcrde kein Ding tun, es sei denn, er w\u00fcrde es seinen Dienern offenbaren\u2019. Deshalb sagte Amos Jehovas Gerichte voraus und forderte sie auf: \u201eMache dich bereit, deinem Gott zu begegnen\u201c (Amos 3:1 bis 4:13).<\/p>\n<p><strong>Jehova ist Rettung<\/strong><\/p>\n<p>Gott wird denen Barmherzigkeit erweisen, die bereuen. \u201eSucht nach mir, und bleibt am Leben\u201c, lautete Jehovas Aufruf an die Israeliten (Amos 5:4). \u201eHa\u00dft das B\u00f6se, und liebt das Gute\u201c (Amos 5:15). Solche Worte wurden jedoch ignoriert. Abtr\u00fcnnige gingen lieber nach Bethel und Gilgal, den Zentren des G\u00f6tzendienstes, und brachten dort falschen G\u00f6ttern Opfer dar (Amos 5:26; 1.\u00a0K\u00f6nige 12:28-30). Auf reichverzierten Ruhebetten aus Elfenbein tranken selbstgef\u00e4llige \u00dcbelt\u00e4ter edelsten Wein und verw\u00f6hnten sich mit den auserlesensten \u00d6len und Speisen (Amos 5:11; 6:4-6). Der \u201eTag Jehovas\u201c w\u00fcrde kommen, und Gott hatte \u201ebei seiner eigenen Seele\u201c Israel Vernichtung geschworen (Amos 5:18; 6:8). Jehova w\u00fcrde eine Nation erwecken, die Israel bedr\u00fccken und ins Exil f\u00fchren sollte (Amos 5:1 bis 6:14).<\/p>\n<p>F\u00fcrchte Jehova, nicht Gegner. Die Vernichtung Israels h\u00e4tte durch einen Heuschreckenschwarm oder durch ein alles verzehrendes Feuer herbeigef\u00fchrt werden k\u00f6nnen. Amos legte aber f\u00fcr Israel F\u00fcrsprache bei Gott ein, und Jehova \u201eempfand Bedauern\u201c \u00fcber sein Gericht. Daher wurde es nicht auf diese Weise vollstreckt. Doch wie ein Maurer, der mit einem Senkblei die Senkrechte einer Mauer \u00fcberpr\u00fcft, w\u00fcrde Jehova Israel \u201efernerhin nicht mehr entschuldigen\u201c (Amos 7:1-8). Die Nation mu\u00dfte verw\u00fcstet werden. \u00dcber die Botschaft des Propheten erbost, beschuldigte ihn Amazja, ein Priester der K\u00e4lberanbetung, zu Unrecht des Verrats und befahl ihm, \u2018in das Land Juda zu laufen und nicht mehr in Bethel zu prophezeien\u2019 (Amos 7:12, 13). Verkroch sich Amos? Nein. Furchtlos sagte er den Tod Amazjas und Ungl\u00fcck f\u00fcr dessen Familie voraus. Wie zur Erntezeit die Fr\u00fcchte eingesammelt werden, so war es f\u00fcr Jehova an der Zeit, mit Israel abzurechnen. Es w\u00fcrde kein Entrinnen geben (Amos 7:1 bis 8:14).<\/p>\n<p>Hoffnung besteht f\u00fcr diejenigen, die auf Jehova vertrauen. \u201eIch [werde] das Haus Jakob nicht vollst\u00e4ndig vertilgen\u201c, sagte Jehova. F\u00fcr einige der Nachkommen Jakobs bestand immer noch Hoffnung, aber nicht f\u00fcr die S\u00fcnder. Ihre Vernichtung war gewi\u00df. Dennoch w\u00fcrde Jehova \u201edie Gefangenen\u201c des Volkes Israel \u201ezur\u00fcckkehren lassen\u201c (Amos 9:1-15).<\/p>\n<p><strong>Die Lehre f\u00fcr uns: <\/strong>Wer sich zu einem Feind Gottes macht, verdient den Tod. Doch jedem, der die g\u00f6ttliche Warnungsbotschaft beachtet und bereut, wird Jehovas Barmherzigkeit zuteil, und er bleibt am Leben. Wenn wir Gott f\u00fcrchten, werden wir nicht zulassen, da\u00df uns Gegner davon abhalten, seinen Willen zu tun.<\/p>\n<p><strong>BIBELTEXTE N\u00c4HER BELEUCHTET<\/strong><br \/>\n<strong>\u25cb 1:5 \u2014 In alter Zeit hatten St\u00e4dte hohe Mauern mit riesigen Toren. <\/strong><br \/>\nUm diese Tore zu verschlie\u00dfen, legte man an ihrer Innenseite lange Riegel aus Eisen oder Bronze an. \u2018Den Riegel von Damaskus zu zerbrechen\u2019 bedeutete, da\u00df die syrische Hauptstadt vor den Assyrern fallen w\u00fcrde. Es w\u00e4re so, als ob ihre Stadttore nicht verschlossen werden k\u00f6nnten, weil ihre Riegel zerbrochen worden w\u00e4ren (2.\u00a0K\u00f6nige 16:8,\u00a09).<\/p>\n<p><strong>\u25cb 4:1 \u2014 Die den Luxus liebenden Frauen in Samaria wurden als \u201eK\u00fche Baschans\u201c bezeichnet. <\/strong><br \/>\nBaschans vorz\u00fcgliche Weidepl\u00e4tze waren f\u00fcr die Viehzucht gut geeignet (5.\u00a0Mose 32:14; Hesekiel 39:18). Die selbsts\u00fcchtigen \u201eK\u00fche Baschans\u201c dr\u00e4ngten ihre \u201eHerren\u201c oder M\u00e4nner offensichtlich, Geld von den Armen zu erpressen, damit sie ihre \u201eElfenbeinh\u00e4user\u201c f\u00fcllen konnten (Amos 3:15). Ein solches Verhalten zog jedoch g\u00f6ttliche Strafe nach sich.<\/p>\n<p><strong>\u25cb 4:6 \u2014 Die Bedeutung des Ausdrucks \u201eReinheit der Z\u00e4hne\u201c wird durch den Parallelbegriff \u201eBrotmangel\u201c gekl\u00e4rt. <\/strong><br \/>\nDer Ausdruck scheint daher auf eine Zeit der Hungersnot Bezug zu nehmen, in der die Z\u00e4hne rein waren, weil es nichts zu essen gab. Wahrscheinlich hatte Jehova sein Mi\u00dffallen \u00fcber das g\u00f6tzendienerische Zehnst\u00e4mmereich dadurch zum Ausdruck gebracht, da\u00df er gem\u00e4\u00df seiner bereits lange zuvor ergangenen Warnung eine Hungersnot ins Land sandte (5.\u00a0Mose 28:48). Doch weder diese noch andere \u00c4u\u00dferungen des g\u00f6ttlichen Gerichts ber\u00fchrten das Herz des bundbr\u00fcchigen Volkes (Amos 4:6, 8-11).<\/p>\n<p><strong>\u25cb 5:2 \u2014 Als Amos seine Prophezeiung \u00e4u\u00dferte, war sowohl das Volk Israel als auch sein Land noch nicht von einer fremden Macht erobert oder \u00fcberw\u00e4ltigt worden. <\/strong><br \/>\nDeshalb wurde das Volk als eine Jungfrau dargestellt. In nur wenigen Jahren sollte die Jungfrau Israel an die Assyrer fallen und \u201eins Exil jenseits von Damaskus gehen\u201c (Amos 5:27). Amos war sich der Vernichtung Israels wegen der Untreue der Nation so gewi\u00df, da\u00df er dieses Ereignis so beschrieb, als habe es bereits stattgefunden.<\/p>\n<p><strong>\u25cb 7:1 \u2014 Mit dem \u201egem\u00e4hten Gras des K\u00f6nigs\u201c war h\u00f6chstwahrscheinlich die Steuer oder Abgabe gemeint, die der K\u00f6nig erhob, um f\u00fcr den Nahrungs- und Futtermittelbedarf seiner Reiter und seiner Tiere zu sorgen. <\/strong><br \/>\nDie k\u00f6nigliche Steuer mu\u00dfte zuerst entrichtet werden, dann konnte sich das Volk \u201eGras\u201c f\u00fcr den eigenen Bedarf nehmen. Doch bevor es dazu in der Lage war, kamen die Heuschrecken und fra\u00dfen die Sp\u00e4tsaat.<\/p>\n<p><strong>\u25cb 8:2 \u2014 Die Sommerfr\u00fcchte wurden gegen Ende der Erntezeit gepfl\u00fcckt.<\/strong><br \/>\nDas Ende des landwirtschaftlichen Jahres war somit ein Symbol daf\u00fcr, da\u00df das Ende Israels gekommen war. \u201eIch werde sie fernerhin nicht mehr entschuldigen\u201c, erkl\u00e4rte Jehova. Die Nation hatte mit der Vollstreckung seines Gerichts zu rechnen.<\/p>\n<p><strong>\u25cb 9:7 \u2014 Wegen ihrer treuen Vorv\u00e4ter hatte Jehova die Israeliten auserw\u00e4hlt und ihre Vorfahren aus der \u00e4gyptischen Knechtschaft befreit und in das Land Kanaan gebracht. <\/strong><br \/>\nSie hatten aber keinen Grund, darauf stolz zu sein, denn wegen ihrer Bosheit standen sie genauso da wie die Kuschiten. (Vergleiche R\u00f6mer 2:25.) Die Befreiung aus \u00c4gypten bot ihnen ebensowenig eine Gew\u00e4hr daf\u00fcr, da\u00df sie bei Gott st\u00e4ndig gut angesehen waren, wie die Tatsache, da\u00df die Philister und die Syrer nicht mehr an ihren fr\u00fcheren Wohnsitzen lebten. Die Abstammung von den treuen Patriarchen w\u00fcrde die Israeliten nicht retten. Von Gott anerkannt zu werden h\u00e4ngt davon ab, da\u00df man sich seinem Willen f\u00fcgt (Amos 9:8-10; Apostelgeschichte 10:34,\u00a035).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>WT vom 01.04.1984 Was uns die Bibel lehrt: Amos 1:1 bis 9:15 Der Niedergang einer Nation \u201eMACHE dich bereit, deinem Gott zu begegnen\u201c, sagte \u201eJehova, der Gott der Heerscharen\u201c, zur Nation Israel (Amos 4:12, 13). Weshalb? 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