
{"id":2429,"date":"2011-06-22T17:15:10","date_gmt":"2011-06-22T16:15:10","guid":{"rendered":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=2429"},"modified":"2011-06-22T19:25:21","modified_gmt":"2011-06-22T18:25:21","slug":"2429","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=2429","title":{"rendered":"&#8222;Er lie\u00df sich von seinem Gott tr\u00f6sten und Kraft geben&#8220;"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"text-align: center;\"><strong>Ihren Glauben nachahmen<\/strong><br \/>\n<strong>Er lie\u00df sich von seinem Gott tr\u00f6sten und Kraft geben<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>ELIA rannte durch den str\u00f6menden Regen. Es wurde immer dunkler. Bis Jesreel war es noch ziemlich weit, und Elia war nicht mehr der J\u00fcngste. Aber er rannte und rannte, denn \u201edie Hand Jehovas selbst\u201c war \u00fcber ihm. Eine unglaubliche Energie durchstr\u00f6mte ihn, wie wohl nie zuvor in seinem Leben. Gerade eben hatte er doch tats\u00e4chlich das Pferdegespann von K\u00f6nig Ahab \u00fcberholt! (1. K\u00f6nige 18:46).<\/p>\n<p>K\u00f6nig Ahab war jetzt ein ganzes St\u00fcck hinter ihm. Vor Elia lag nur der weite Weg. Stellen wir uns vor, wie er da so lief, wie ihm der Regen ins Gesicht peitschte und er \u00fcber den ereignisreichsten Tag seines Lebens nachdachte: Was f\u00fcr ein triumphaler Sieg f\u00fcr seinen Gott Jehova und die wahre Anbetung! Weit in der Ferne, eingeh\u00fcllt von dunklen Regenwolken, lagen die windgepeitschten H\u00f6hen des Karmels. Dort hatte Jehova durch Elia ein Wunder gewirkt und dem Baalskult einen gewaltigen Schlag versetzt. Hunderte von Baalspropheten waren als gemeine Betr\u00fcger entlarvt und get\u00f6tet worden \u2014 und das zu Recht. Danach hatte Elia zu Jehova gebetet,dass doch die D\u00fcrre aufh\u00f6ren m\u00f6ge, die dreieinhalb Jahre \u00fcber dem Land gelegen hatte. Und dann kam Regen! (1. K\u00f6nige 18:18-45).<br \/>\nFu\u00dfnote:<br \/>\n<em>Siehe dazu die Artikel <a href=\"http:\/\/blog.thomas-pape.de\/bibellesen\/1konige\/comment-page-2\/#comment-2663\">\u201eEr trat f\u00fcr die reine Anbetung ein\u201c<\/a> und <a href=\"http:\/\/blog.thomas-pape.de\/bibellesen\/1konige\/comment-page-2\/#comment-2670\">\u201eEr wartete und blieb wachsam\u201c<\/a> unter der Rubrik \u201eIhren Glauben nachahmen\u201c im Wachtturm vom 1. Januar und 1. April 2008.<\/em><\/p>\n<p>W\u00e4hrend Elia durch Matsch und Pf\u00fczen die 30 Kilometer nach Jesreel rannte, dachte er vielleicht, nun sei endlich der Wendepunkt gekommen. Ahab musste sich doch jetzt \u00e4ndern! Nach allem, was sich abgespielt hatte, musste er doch jetzt den Baalskult aufgeben, dem Treiben der K\u00f6nigin Isebel einen Riegel vor schieben und aufh\u00f6ren, Jehovas Diener zu bek\u00e4mpfen. Es ist ganz nat\u00fcrlich, dass man positiv denkt, wenn etwas gut zu laufen scheint. Man meint vielleicht: Jetzt kann es nur noch besser werden, jetzt ist das Schlimmste endlich \u00fcberstanden. Es w\u00e4re verst\u00e4ndlich gewesen, wenn Elia so gedacht h\u00e4tte, denn er \u201ewar ein Mensch mit Gef\u00fchlen gleich den unseren\u201c (Jakobus 5:17). In Wirklichkeit kam aber noch allerhand auf ihn zu. Schon bald w\u00fcrde er solche Angst bekommen und derart am Boden sein, dass er sich den Tod w\u00fcnschte. Wie kam das? Und wie gab Jehova seinem Propheten wieder Glauben und Mut? Verfolgen wir den Bericht einmal weiter.<\/p>\n<p><strong>Unerwartete Wende<\/strong><\/p>\n<p>Zeigte Ahab Anzeichen von Einsicht, als er wieder in seinem Palast in Jesreel war? Hatte er sich dem wahren Gott zugewandt? Die Bibel sagt: \u201eDann teilte Ahab Isebel alles mit, was Elia getan hatte, und alles in Bezug darauf, wie er alle Propheten mit dem Schwert get\u00f6tet hatte\u201c (1. K\u00f6nige 19:1). Kein Wort \u00fcber Jehova Gott! Ahab beschrieb die \u00fcbernat\u00fcrlichen Ereignisse dieses Tages aus rein menschlicher Sicht. Er erz\u00e4hlte nur, \u201ewas Elia getan hatte\u201c. Offensichtlich hatte er nach wie vor keine Achtung vor Jehova. Wie nahm die rachs\u00fcchtige Isebel das Ganze auf?<\/p>\n<p>Sie tobte. Rasend vor Wut lie\u00df sie Elia ausrichten: \u201eSo m\u00f6gen die G\u00f6tter tun und so m\u00f6gen sie hinzuf\u00fcgen, wenn ich nicht morgen zu dieser Zeit deine Seele der Seele eines jeden von ihnen gleichmachen werde!\u201c (1. K\u00f6nige 19:2). Wenn das keine Drohung war! Isebel schwor doch tats\u00e4chlich, sie wolle selbst mit dem Tod bestraft werden, sollte es ihr nicht gelingen, Elia innerhalb eines Tages t\u00f6ten zu lassen und ihre Baalspropheten zu r\u00e4chen. Stellen wir uns vor, wie Elia in dieser w\u00fcsten, regnerischen Nacht in einem einfachen Quartier in Jesreel von dem Boten der K\u00f6nigin aus dem Schlaf gerissen und mit dieser schrecklichen Morddrohung konfrontiert wurde.Wie war seine Reaktion?<\/p>\n<p><strong>Mutlos und v\u00f6llig ver\u00e4ngstigt<\/strong><\/p>\n<p>Falls Elia gehofft hatte, der Kampf gegen den Baalskult sei jetzt so ziemlich ausgestanden, wurde er nun eines Besseren belehrt. Isebel war entschlossener denn je. Sie hatte schon viele andere treue Propheten umbringen lassen und jetzt schien Elia an der Reihe zu sein. Die Bibel sagt: \u201eEr geriet in Furcht.\u201c Sah sich Elia bereits einen furchtbaren Tod sterben? Wenn seine Gedanken darum kreisten, dann ist es kein Wunder, dass ihn der Mut verlie\u00df.Wie dem auch sei, er \u201eging um seiner Seele willen davon\u201c \u2014 er rannte um sein Leben (1. K\u00f6nige 18:4; 19:3).<\/p>\n<p>Elia war nicht der einzige Glaubensmann, der es mit der Angst zu tun bekam. Dem Apostel Petrus ging es sp\u00e4ter \u00e4hnlich. Als Jesus ihn einmal \u00fcber das Wasser zu sich kommen lie\u00df, machte Petrus den Fehler, dass er \u201eauf den Windsturm blickte\u201c. Da verlor er den Mut und fing an zu sinken (Matth\u00e4us 14:30). Aus dem, was Petrus und Elia erlebten, k\u00f6nnen wir eine wertvolle Lehre ziehen. Wenn uns der Mut nicht verlassen soll, d\u00fcrfen wir nicht \u00fcber Gefahren nachgr\u00fcbeln, die uns nur Angst machen. Wir m\u00fcssen unseren Blick auf Jehova richten, der uns Kraft und Hoffnung geben kann.<\/p>\n<p><strong>\u201eEs ist genug!\u201c<\/strong><\/p>\n<p>In seiner Angst floh Elia ungef\u00e4hr 150 Kilometer s\u00fcdwestw\u00e4rts nach Beerscheba, einer Stadt unweit der S\u00fcudgrenze von Juda. Dort lie\u00df er seinen Bediensteten zur\u00fcck und machte sich allein in die Wildnis auf. Im Bibelbericht ist von einer \u201eTagereise\u201c die Rede. Er ging also vielleicht schon bei Sonnenaufgang los, offensichtlich ohne Proviant. Entmutigt und von Furcht getrieben k\u00e4mpfte er sich unter der glei\u00dfenden Sonne immer weiter durch die raue, unwirtliche Landschaft. Als der gl\u00fchend rote Ball am Horizont versank, war Elia mit seinen Kr\u00e4ften am Ende. V\u00f6llig ersch\u00f6pft setzte er sich unter einen Ginsterstrauch, das Einzige, was in dieser kargen Gegend ein bisschen Schutz bot (1. K\u00f6nige 19:4).<\/p>\n<p>In seiner abgrundtiefen Verzweiflung betete er. Er wollte nicht mehr leben. \u201eIch bin nicht besser als meine Vorv\u00e4ter\u201c, sagte er. Elia wusste, dass seine Vorv\u00e4ter inzwischen im Grab verwest waren und niemandem mehr etwas Gutes tun konnten (Prediger 9:10). Genauso wertlos kam er sich jetzt vor. Kein Wunder, dass er schrie: \u201eEs ist genug!\u201c F\u00fcr ihn hatte das Leben keinen Sinn mehr.<\/p>\n<p>Ist es so ungew\u00f6hnlich, dass ein Mann Gottes derma\u00dfen in Mutlosigkeit und Verzweiflung versinkt? Eigentlich nicht. In der Bibel werden einige treue M\u00e4nner und Frauen erw\u00e4hnt, die derart traurig waren, dass sie am liebsten tot gewesen w\u00e4ren, zum Beispiel Rebekka, Jakob, Moses und Hiob (1. Mose 25:22; 37:35; 4. Mose 11:13-15; Hiob 14:13).<\/p>\n<p>Wir leben heute in \u201ekritischen Zeiten\u201c, mit denen man \u201eschwer fertig wird\u201c (2. Timotheus 3:1). Da \u00fcberrascht es nicht, dass viele Menschen \u2014 auch treue Diener Gottes \u2014 von Zeit zu Zeit in ein Tief geraten. Wem das passiert, der kann es wie Elia machen und Jehova alles sagen, was ihn bedr\u00fcckt. Schlie\u00dflich ist er \u201eder Gott allen Trostes\u201c (2. Korinther 1:3). Hat Jehova denn Elia getr\u00f6stet und ihm Kraft gegeben?<\/p>\n<p><strong>Jehova gab seinem Propheten Kraft<\/strong><\/p>\n<p>Wie hat Jehova wohl empfunden, als er vom Himmel aus sah, wie sein lieber Prophet Elia unter dem Strauch in der Wildnis lag und nur noch sterben wollte? Das wird klar, wenn man in der Bibel weiterliest. Nachdem Elia eingeschlafen war, schickte Jehova einen Engel zu ihm. Der Engel weckte ihn vorsichtig und sagte: \u201eSteh auf, iss.\u201c Er hatte ihm ein einfaches Essen hingestellt: frisches, warmes Brot und Wasser. Elia a\u00df. Hat er sich bei dem Engel denn auch bedankt? Die Bibel sagt nur, dass der Prophet a\u00df und trank und sich wieder schlafen legte. War er so fertig, dass er kein Wort herausbrachte? Wie auch immer, der Engel weckte ihn ein zweites Mal, m\u00f6glicherweise fr\u00fch am Morgen. Und wieder forderte er Elia auf: \u201eSteh auf, iss.\u201c Dann kam die erstaunliche Begr\u00fcndung: \u201eDie Reise ist zu viel f\u00fcr dich\u201c (1. K\u00f6nige 19:5-7).<\/p>\n<p>Jehova hatte den Engel wissen lassen, wohin Elias Weg f\u00fchren w\u00fcrde. Auch war dem Engel klar, dass Elia die Strecke aus eigener Kraft nicht schaffen konnte. Ist es nicht richtig beruhigend einem Gott zu dienen, der unsere Ziele und Grenzen besser kennt als wir selbst? (Psalm 103:13, 14). Wie ging es Elia, nachdem er gegessen hatte?<\/p>\n<p>Die Bibel sagt: \u201eEr ging fortw\u00e4hrend in der Kraft dieser Nahrung vierzig Tage und vierzig N\u00e4chte lang bis zum Berg des wahren Gottes, zum Horeb\u201c (1. K\u00f6nige 19:8). Wie schon Moses rund 600 Jahre vor ihm und Jesus nahezu 1000 Jahre nach ihm fastete Elia 40 Tage und 40 N\u00e4chte (2. Mose 34:28; Lukas 4:1, 2). Durch die eine Mahlzeit l\u00f6sten sich Elias Probleme zwar nicht in Luft auf, doch sie gab ihm auf \u00fcbernat\u00fcrlicheWeise Kraft. Stellen wir uns den an Jahren vorger\u00fcckten Mann vor, wie er sich fast eineinhalb Monate Tag um Tag, Woche um Woche durch die unwegsame Wildnis k\u00e4mpfte.<\/p>\n<p>Jehova versorgt seine Diener auch heute, aber er beschafft uns nicht durch ein Wunder buchst\u00e4bliches Essen. Er gibt uns auf andere Art Kraft, was viel wichtiger ist (Matth\u00e4us 4:4). Wenn wir in der Bibel und in Ver\u00f6ffentlichungen, die fest auf die Bibel gest\u00fctzt sind, etwas \u00fcber Gott lesen, werden wir geistig gest\u00e4rkt. Nehmen wir solche \u201eNahrung\u201c zu uns, l\u00f6sen sich unsere Probleme wahrscheinlich auch nicht in Luft auf, aber es kann uns helfen, Situationen zu ertragen, die ansonsten unertr\u00e4glich w\u00e4ren. Au\u00dferdem f+hrt es zu \u201eewigem Leben\u201c (Johannes 17:3).<\/p>\n<p>Elia ging \u00fcber 300 Kilometer zu Fu\u00df. Dann kam er zum Horeb, wo Jehova Gott lange zuvor durch einen Engel Moses in einem brennenden Dornbusch erschienen war und wo er sp\u00e4ter mit Israel den Gesetzesbund geschlossen hatte. Elia suchte Schutz in einer H\u00f6hle.<\/p>\n<p><strong>Wie Jehova seinen Propheten tr\u00f6stete und st\u00e4rkte<\/strong><\/p>\n<p>Am Horeb stellte Jehovas \u201eWort\u201c die einfache Frage: \u201eWas hast du hier zu tun, Elia?\u201c Die Frage klang wahrscheinlich sehr freundlich, denn Elia f\u00fchlte sich frei, sich alles von der Seele zu reden. Er sagte: \u201eIch habe f\u00fcr Jehova, den Gott der Heerscharen, sehr geeifert; denn die S\u00f6hne Israels haben deinen Bund verlassen, deine Alt\u00e4re haben sie niedergerissen, und deine Propheten haben sie mit dem Schwert get\u00f6tet, sodass nur ich \u00fcbrig geblieben bin; und sie beginnen mir nach der Seele zu trachten, um sie hinwegzunehmen\u201c (1. K\u00f6nige 19:9, 10). Hier sind mindestens drei Gr\u00fcnde zu erkennen, warum Elia so am Ende war.<\/p>\n<ol>\n<li>Er dachte, dass sein ganzer Einsatz umsonst war. Jahrelang hatte er im Dienst Jehovas \u201esehr geeifert\u201c und Gottes heiligen Namen und die Anbetung \u00fcber alles andere gestellt; doch die Lage schien nur noch schlimmer geworden zu sein. Die Israeliten waren nach wie vor untreu und rebellisch, und die falsche Anbetung griff immer mehr um sich.<\/li>\n<li>Elia f\u00fchlte sich allein. Er sagte: \u201eNur ich [bin] \u00fcbrig geblieben\u201c, so als w\u00e4re er der Einzige im Volk, der Jehova noch diente.<\/li>\n<li>Elia hatte Angst. Viele andere Propheten Jehovas hatte man schon get\u00f6tet, und er war fest davon \u00fcberzeugt, dass er der N\u00e4chste sein w\u00fcrde. Vermutlich fiel es Elia nicht leicht, diese Gef\u00fchle einzugestehen, aber er lie\u00df sich nicht durch Stolz davon abhalten oder aus Angst, sich eine Bl\u00f6\u00dfe zu geben. Dadurch, dass er seinem Gott sein Herz im Gebet \u00f6ffnete, gab er treuen Menschen ein gutes Beispiel (Psalm 62:8).<\/li>\n<\/ol>\n<p>Wie ging Jehova auf die Gef\u00fchle des ver\u00e4ngstigten Propheten ein? Der Engel sagte zu Elia, dass er sich an den Eingang der H\u00f6hle stellen soll. Das tat Elia, ohne zu wissen, was jetzt passieren w\u00fcrde. Pl\u00f6tzlich begann es heftig zu st\u00fcrmen! Es muss ein ohrenbet\u00e4ubender L\u00e4rm gewesen sein, als der Sturm Berge zerriss und Felsen zerschmetterte. Man kann sich vorstellen, wie Elia bei dem st\u00fcrmischen Wind krampfhaft versuchte, sein schweres, derbes Gewand aus Ziegenhaar festzuhalten und sein Gesicht zu sch\u00fctzen. Dann fing auf einmal der Boden unter seinen F\u00fc\u00dfen an zu zittern und zu beben. Elia konnte sich fast nicht auf den Beinen halten. Kaum hatte er sich gefangen, da fegte eine Feuersbrunst vorbei, und er musste wegen der sengenden Hitze in die H\u00f6hle zur\u00fcck (1. K\u00f6nige 19:11, 12).<\/p>\n<p>Der Bibelbericht macht darauf aufmerksam, dass Jehova in keinem dieser gewaltigen Naturschauspiele war. Elia wusste, dass Jehova keine Naturgottheit aus der Sagenwelt ist, wie etwa Baal, der von seinen irregef\u00fchrten Anh\u00e4ngern als \u201eWolkenreiter\u201c gepriesen wurde, als jemand, der Regen bringt. Jehova ist zwar der eigentliche Ursprung all der beeindruckenden Kr\u00e4fte in der Natur, doch gleichzeitig ist er viel, viel gr\u00f6\u00dfer als alles, was er geschaffen hat. Nicht einmal der weite Himmel kann ihn fassen (1. K\u00f6nige 8:27). Wie hat dieses Schauspiel Elia geholfen? Er hatte ja Angst, aber mit einem Gott wie Jehova an seiner Seite, der derartige Kr\u00e4fte beherrscht, brauchte er Ahab und Isebel nicht zu f\u00fcrchten (Psalm 118:6).<\/p>\n<p>Nach dem Feuer war pl\u00f6tzlich alles still. Elia h\u00f6rte \u201eeine ruhige, leise Stimme\u201c. [<em>Fu\u00dfnote: Die \u201eruhige, leise Stimme\u201c kann von demselben Geistwesen gekommen sein, durch das \u201eJehovas Wort\u201c\u00fcbermittelt wurde, wie in 1. K\u00f6nige 19:9 erw\u00e4hnt. In Vers 15 ist einfach von \u201eJehova\u201c die Rede. Hier kommt einem vielleicht der Engel in den Sinn, durch den Jehova das Volk Israel in der Wildnis f\u00fchrte und von dem er sagte: \u201eMein Name ist in ihm\u201c (2. Mose 23:21). Ohne sich nat\u00fcrlich hier festzulegen, k\u00f6nnte man anmerken, dass Jesus als \u201edas WORT\u201c diente, bevor er auf die Erde kam, als derjenige, durch den Jehova zu seinen Dienern sprach (Johannes 1:1).<\/em>] Erneut wurde er angeregt, sich zu \u00e4u\u00dfern, und ein zweites Mal sch\u00fcttete er sein Herz aus. Vielleicht ging es ihm danach wieder ein St\u00fcckchen besser. Doch was die \u201eruhige, leise Stimme\u201c als N\u00e4chstes sagte, muss ihn noch viel mehr getr\u00f6stet und gest\u00e4rkt haben. Jehova machte ihm klar, dass er alles andere als wertlos war. Wie tat er das? Er erkl\u00e4rte einiges, was er langfristig gegen den Baalskult in Israel unternehmen wollte. Elia hatte sich eindeutig nicht umsonst angestrengt \u2014 Jehovas Vorhaben war nicht zu stoppen. Und Elia sollte dabei weiter eine Rolle spielen, denn Jehova schickte ihn mit genauen Anweisungen wieder zur\u00fcck (1. K\u00f6nige 19:12-17).<\/p>\n<p>Elia hatte sich doch auch einsam und verlassen gef\u00fchlt. Wie hat Jehova ihm da geholfen? Zuerst trug er ihm auf, Elisa, der sp\u00e4ter sein Amt \u00fcbernehmen sollte, zum Propheten zu salben. Der junge Mann w\u00fcrde einige Jahre sein Begleiter und Gehilfe sein. Das war jetzt genau, was Elia brauchte! Dann hatte Jehova noch eine sch\u00f6ne \u00dcberraschung f\u00fcr ihn: \u201eIch habe siebentausend in Israel \u00fcbrig bleiben lassen, alle Knie, die sich nicht vor Baal gebeugt haben, und jeden Mund, der ihn nicht gek\u00fcsst hat\u201c (1. K\u00f6nige 19:18). Elia war keineswegs allein. Sein Herz muss geh\u00fcpft sein, als er erfuhr, dass Tausende auf Jehovas Seite geblieben waren und sich geweigert hatten, Baal anzubeten. F\u00fcr sie war es jetzt wichtig, dass Elia treu seinen Weg weiterging, dass er fest zu Jehova stand und ihnen so unter extrem schwierigen Verh\u00e4ltnissen ein Beispiel gab. Es muss Elia sehr ber\u00fchrt haben, als er durch Jehovas Boten \u2014 die \u201eruhige, leise Stimme\u201c seines Gottes \u2014 diese Worte \u00fcbermittelt bekam.<\/p>\n<p>Wie Elia sind auch wir oft von den gewaltigen Kr\u00e4ften in der Natur ganz \u00fcberw\u00e4ltigt, und das zu Recht. In der Sch\u00f6pfung offenbart sich ausdrucksvoll die Macht unseres Sch\u00f6pfers (R\u00f6mer 1:20). Jehova bedient sich seiner grenzenlosen Macht auch heute noch gern, um seinen treuen Dienern zu helfen (2. Chronika 16:9). Am deutlichsten spricht er jedoch durch sein Wort, die Bibel, zu uns (Jesaja 30:21). Sie ist gewisserma\u00dfen die \u201eruhige, leise Stimme\u201c, durch die Jehova uns heute anleitet und korrigiert, uns ermutigt und seiner Liebe versichert.<\/p>\n<p>Hat sich Elia am Horeb von Jehova tr\u00f6sten und Kraft geben lassen? Keine Frage! Er war schon bald wieder voll in Aktion: ganz der Alte \u2014 ein mutiger, treuer Prophet, der sich mit Macht gegen die falsche Anbetung und ihre Schlechtigkeit stemmte. Wenn auch wir uns zu Herzen nehmen, was uns Gott durch sein Wort sagen will, und wenn wir \u201eden Trost aus den Schriften\u201c auf uns wirken lassen, dann k\u00f6nnen wir Elias Glauben nachahmen (R\u00f6mer 15:4).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ihren Glauben nachahmen Er lie\u00df sich von seinem Gott tr\u00f6sten und Kraft geben &nbsp; ELIA rannte durch den str\u00f6menden Regen. Es wurde immer dunkler. Bis Jesreel war es noch ziemlich weit, und Elia war nicht mehr der J\u00fcngste. 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