
{"id":2386,"date":"2011-06-14T21:56:33","date_gmt":"2011-06-14T20:56:33","guid":{"rendered":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=2386"},"modified":"2011-06-14T21:56:33","modified_gmt":"2011-06-14T20:56:33","slug":"die-liebe-ist-so-stark-wie-der-tod","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=2386","title":{"rendered":"&#8222;Die Liebe ist so stark wie der Tod&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><strong>\u201eDIE LIEBE IST SO STARK WIE DER TOD\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Wahre Liebe zwischen einem Mann und einer Frau kann au\u00dfergew\u00f6hnlich stark, best\u00e4ndig und unnachgiebig sein. Das zeigt ein poetisches Buch der Bibel, das vor etwa 3 000 Jahren von dem weisen Salomo, dem K\u00f6nig von Israel, verfa\u00dft wurde. Es wird \u201eDas Hohelied\u201c genannt. Es berichtet von der unersch\u00fctterlichen Liebe, die zwischen einem Hirten und einem M\u00e4dchen vom Lande aus dem Dorf Sunem (Sulem) bestand. Dieses \u201eerhabenste Lied\u201c erz\u00e4hlt auch davon, da\u00df es dem K\u00f6nig mit all seinem Glanz und Reichtum nicht gelang, die Liebe dieser sch\u00f6nen Sulamitin zu gewinnen (Hohesl. 1:1-14; 8:4).<\/p>\n<p>Dieses \u201eerhabenste Lied\u201c schildert die Sch\u00f6nheit best\u00e4ndiger und dauerhafter Liebe\u2026.<\/p>\n<p>Folgendes diene als Beispiel: Das Hohelied l\u00e4\u00dft erkennen, da\u00df man sich nicht in jeden verlieben kann. Die Sulamitin f\u00fchlte sich nicht zu K\u00f6nig Salomo hingezogen. Sie sagte: \u201eIch habe euch unter Eid gestellt, o T\u00f6chter Jerusalems, bei den Gazellenweibchen oder bei den Hindinnen des Feldes, da\u00df ihr nicht versucht, die Liebe in mir zu wecken oder zu erregen, bis sie sich dazu geneigt f\u00fchlt\u201c (Hohesl. 2:7; 3:5). F\u00fcr eine ledige Person ist es daher weise, geduldig so lange zu warten, bis sie einen Partner findet, den sie wirklich lieben kann. Der voraussichtliche Ehegef\u00e4hrte eines Dieners Jehovas sollte ebenfalls Gott hingegeben sein und ihm treu dienen (5. Mose 7:3, 4; Esra 9:1-15; 1. Kor. 7:39). Die Anbetung Jehovas ist dann f\u00fcr beide von \u00fcberragender Bedeutung. Als ein durch den Glauben geeintes und in einer harmonischen Ehe lebendes Paar k\u00f6nnen sie durchs Leben gehen, wogegen eine betr\u00fcbliche Leere entstehen w\u00fcrde, wenn die geistige Einheit fehlte.<\/p>\n<p>Ein Christ, der Gottes Anerkennung w\u00fcnscht, sollte vor der Heirat seine Keuschheit bewahren. Die Br\u00fcder des sulamitischen M\u00e4dchens waren schon auf seine Tugend bedacht, als es noch ziemlich jung war, denn einige Jahre zuvor hatte einer ihrer Br\u00fcder \u00fcber sie gesagt: \u201eWir haben eine kleine Schwester, die keine Br\u00fcste hat. Was werden wir f\u00fcr unsere Schwester an dem Tage tun, da man um sie werben wird?\u201c Ein anderer Bruder erwiderte: \u201eWenn sie eine Mauer sein sollte, so werden wir eine silberne Zinne auf ihr bauen, sollte sie aber eine T\u00fcr sein, werden wir sie mit einer Zedernplanke versperren.\u201c K\u00f6nig Salomo hatte versucht, die Liebe der Sulamitin zu gewinnen, doch sie erwies sich in der Liebe und in der Tugend nicht als unbest\u00e4ndig, als w\u00e4re sie eine T\u00fcr, die sich in ihren Angeln dreht und mit einer Planke verschlossen werden m\u00fc\u00dfte, um zu verhindern, da\u00df sie sich vor einer unerw\u00fcnschten oder sch\u00e4dlichen Person \u00f6ffnet. Sie hatte den Verf\u00fchrungsk\u00fcnsten eines K\u00f6nigs nicht nachgegeben, sondern widerstand allen materiellen Verlockungen wie eine Mauer; sie hatte ihre Qualit\u00e4ten bewiesen und konnte nun als eine reife Frau mit tugendhaften Grunds\u00e4tzen anerkannt werden (Hohesl. 8:8-10). Sie gab ledigen gottesf\u00fcrchtigen Frauen von heute ein vorz\u00fcgliches Beispiel.<\/p>\n<p>Die dem\u00fctige Sulamitin war zur\u00fcckhaltend, doch in den Augen ihres Hirten, der sie liebte, war sie etwas Besonderes. \u201eNur ein Safran der K\u00fcstenebene bin ich, eine Lilie der Tiefebenen\u201c, sagte sie. Aber f\u00fcr den Hirten war sie mehr. Er antwortete: \u201eWie eine Lilie unter dornigem Unkraut, so ist meine Gef\u00e4hrtin unter den T\u00f6chtern\u201c (Hohesl. 2:1, 2). Das war nicht nur Verliebtheit. Das M\u00e4dchen diente Jehova, war sch\u00f6n und t\u00fcchtig und hatte viele lobenswerte Eigenschaften. Zeigt das unverheirateten Christinnen nicht, da\u00df sie lernen sollten, den Verpflichtungen einer Frau nachzukommen und gleichzeitig eine gute geistige Gesinnung zu entwickeln?<\/p>\n<p>Beachten wir aber, wie die Sulamitin den Hirten sch\u00e4tzte, wenn sie sagte: \u201eWie ein Apfelbaum unter den B\u00e4umen des Waldes, so ist mein Liebster unter den S\u00f6hnen\u201c (Hohesl. 2:3). Ihr Hirte glich nicht einfach irgendeinem der vielen B\u00e4ume eines Waldes. Er war Jehova ergeben, hatte w\u00fcnschenswerte Charakterz\u00fcge und F\u00e4higkeiten und mu\u00df bestimmt ein geistiggesinnter junger Mann gewesen sein. (Vergleiche 1. Korinther 2:6-16.) Ja, f\u00fcr die h\u00fcbsche Sulamitin war er \u201ewie ein Apfelbaum unter den B\u00e4umen des Waldes\u201c. Sollte sich ein unverheirateter Christ nicht anstrengen, um eines Tages in den Augen seiner Geliebten ebenso wertvoll zu sein?<\/p>\n<p>Die Sulamitin und der junge Mann liebten einander zweifellos von ganzem Herzen. Das brachte das M\u00e4dchen deutlich zum Ausdruck, als es zu seinem geliebten Hirten sagte: \u201eLege mich wie ein Siegel auf dein Herz, wie ein Siegel auf deinen Arm; denn die Liebe ist so stark wie der Tod, das Beharren auf ausschlie\u00dflicher Ergebenheit ist so unnachgiebig wie der Scheol. Ihre Gluten sind die Gluten eines Feuers, die Flamme Jahs [Jehovas]. Selbst viele Wasser verm\u00f6gen die Liebe nicht auszul\u00f6schen, noch k\u00f6nnen selbst Str\u00f6me sie hinwegschwemmen. Wenn ein Mann [wie Salomo] f\u00fcr Liebe alle wertvollen Dinge seines Hauses g\u00e4be, w\u00fcrde man sie bestimmt verachten\u201c (Hohesl. 8:6, 7). Wie wahr dies doch ist! Liebe ist nicht mit materiellen Dingen zu erwerben. Wahre Liebe ist indes so stark wie der Tod, der unfehlbar Anspruch auf das Leben der verurteilten Menschen erhebt. Und das Beharren dieser Liebe auf ausschlie\u00dflicher Ergebenheit ist ebenso unnachgiebig wie der Scheol oder das Grab, das die Leiber der Menschen fordert. Doch was ist von der \u201eFlamme Jahs\u201c zu sagen? Ein Bibelgelehrter erkl\u00e4rte einmal, Liebesflammen, die sich im Menschenherzen entz\u00fcnden, gingen von Jehova aus \u2014 dem Gott der Liebe, der den Menschen diese wunderbare F\u00e4higkeit verliehen hat (1. Joh. 4:8). Ja, wahre Liebe ist unersch\u00f6pflich, loyal und best\u00e4ndig. (Vergleiche 1. Korinther 13:8.) Wer zu heiraten gedenkt, handelt weise, wenn er auf \u201eeine Liebe, die so stark ist wie der Tod\u201c, wartet und darauf hinarbeitet.<\/p>\n<p><strong>WIE DIE LIEBE W\u00c4CHST<\/strong><\/p>\n<p>Doch die Liebe kann wachsen, w\u00e4hrend sich das Leben des Mannes und das Leben der Frau immer mehr miteinander verflechten. Isaak war kein verliebter J\u00fcngling mehr, sondern ein reifer Mann von 40 Jahren, als er Rebekka zur Frau nahm, die kein junges M\u00e4dchen mehr war, sondern eine \u201ejunge Frau\u201c. Der Bericht sagt: \u201eUnd er gewann sie lieb\u201c (1. Mose 24:57-67). Gottesf\u00fcrchtige Ehepartner haben im Laufe der Jahre in geistiger Hinsicht vieles gemeinsam. Vereint gehen sie durch Pr\u00fcfungen und treten an die Probleme des Lebens heran. Aus ihren gemeinsamen Bem\u00fchungen ergeben sich wertvolle Erinnerungen, die sie einander immer n\u00e4herbringen. Selbst etwas so Einfaches wie ein nettes Gespr\u00e4ch auf einem gemeinsamen Spaziergang durch Feld und Wald wird zu etwas Unverge\u00dflichem. Ja, die h\u00fcbsche Sulamitin sehnte sich danach, mit ihrem Hirten durch die Gegend zu streifen (Hohesl. 2:8-14). Und nachdem sie verheiratet waren, haben sie das sicher noch oft getan.<br \/>\n\u2026.<br \/>\nDie Liebe der Sulamitin zu ihrem Hirten war \u201eso stark wie der Tod\u201c, und zwei gottesf\u00fcrchtige Ehepartner k\u00f6nnen heute eine ebenso tiefe Liebe zueinander haben. Doch die Sulamitin sagte auch: \u201eDas Beharren auf ausschlie\u00dflicher Ergebenheit ist so unnachgiebig wie der Scheol\u201c (Hohesl. 8:6). \u2026<\/p>\n<p>\u2026Andererseits werden wir dadurch vor eigenn\u00fctzigem, materialistischem, ungeistigem Streben bewahrt. Es st\u00e4rkt auch unsere Bande zu Jehova, dem Gott, der den Menschen so geschaffen hat, da\u00df er \u2018eine Liebe, die so stark ist wie der Tod\u2019, haben kann. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eDIE LIEBE IST SO STARK WIE DER TOD\u201c Wahre Liebe zwischen einem Mann und einer Frau kann au\u00dfergew\u00f6hnlich stark, best\u00e4ndig und unnachgiebig sein. Das zeigt ein poetisches Buch der Bibel, das vor etwa 3 000 Jahren von dem weisen Salomo, dem K\u00f6nig von Israel, verfa\u00dft wurde. Es wird \u201eDas Hohelied\u201c genannt. 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