
{"id":2362,"date":"2011-06-14T20:19:50","date_gmt":"2011-06-14T19:19:50","guid":{"rendered":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=2362"},"modified":"2011-06-14T20:19:50","modified_gmt":"2011-06-14T19:19:50","slug":"ergreife-die-gelegenheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=2362","title":{"rendered":"Ergreife die Gelegenheit"},"content":{"rendered":"<p>    Quelle Wachtturm vom M\u00e4rz 1978<br \/>\n    Was wollte der Weise damit sagen?<\/p>\n<p>    <strong>Ergreife die Gelegenheit<\/strong><\/p>\n<p>    Manchmal bietet sich eine ausgezeichnete Gelegenheit, Gutes zu tun oder etwas N\u00fctzliches zu erhalten. Wegen der Unsicherheiten des Lebens in dem gegenw\u00e4rtigen System mag jedoch ein gewisses Ma\u00df an Glauben erforderlich sein, wenn man bestimmte Situationen richtig nutzen m\u00f6chte. Und dennoch k\u00f6nnten wir, falls wir in einem solchen Fall Bef\u00fcrchtungen hegen, uns etwas wirklich Lohnendes verscherzen. Es k\u00f6nnte gut sein, da\u00df wir dadurch nicht zur Ermunterung anderer beitragen.<\/p>\n<p>    Der weise K\u00f6nig Salomo gab diesbez\u00fcglich einen sehr praktischen Rat. Er schrieb: <\/p>\n<blockquote><p>\u201cSende dein Brot aus auf die Oberfl\u00e4che der Wasser, denn im Verlauf vieler Tage wirst du es wiederfinden. Gib sieben oder sogar acht einen Anteil, denn du wei\u00dft nicht, welches Ungl\u00fcck sich auf der Erde ereignen wird\u201d (Pred. 11:1, 2). <\/p><\/blockquote>\n<p>Diese Worte werden im allgemeinen als eine Aufforderung zur Freigebigkeit angesehen.<\/p>\n<p>    Man wei\u00df nie, wozu es f\u00fchren kann, wenn man freigebig ist. Es mag den Anschein haben, da\u00df man etwas dem \u201cWasser\u201d \u00fcbergibt, ohne die Aussicht, sogleich daf\u00fcr etwas zur\u00fcckzuerhalten. Aber man mag durch seine Freigebigkeit die Zuneigung anderer gewinnen, die veranla\u00dft werden, ihrerseits freigebig zu sein, falls man selbst in Not geraten sollte. Das hei\u00dft nicht, da\u00df jemand, der wirklich freigebig ist, damit rechnen sollte, da\u00df ihm vergolten wird. Er findet hingegen Freude daran, anderen zu geben, und vertraut darauf, da\u00df er stets das haben wird, was er ben\u00f6tigt. Er gibt also nicht nur einigen wenigen, vielleicht zwei oder drei, sondern ist von ganzem Herzen freigebig und gibt \u201csieben oder sogar acht\u201d. Einige vorsichtige Personen m\u00f6gen denken, dies sei sehr unvern\u00fcnftig, weil sie bef\u00fcrchten, in Not zu geraten, falls sich ein Ungl\u00fcck ereignet. Wenn aber einen freigebigen Menschen ein Ungl\u00fcck ereilt, wird ihm mit gr\u00f6\u00dferer Wahrscheinlichkeit geholfen werden. Einen \u00e4hnlichen Gedanken brachte Jesus Christus zum Ausdruck, als er sagte: \u201c\u00dcbt euch im Geben, und man wird euch geben. Man wird euch ein treffliches, vollgedr\u00fccktes, ger\u00fctteltes und \u00fcberflie\u00dfendes Ma\u00df in euren Scho\u00df sch\u00fctten\u201d (Luk. 6:38).<\/p>\n<p>    Freigebigkeit lie\u00dfe sich auch damit vergleichen, da\u00df man Reis in einen von Wasser bedeckten Boden pflanzt. Nach \u2018vielen Tagen\u2019 kommt das so Gepflanzte zur Reife und bringt einen reichen Ertrag.<\/p>\n<p>    Salomo zieht dann bestimmte unab\u00e4nderliche Gesetze heran, um zu zeigen, da\u00df Unentschlossenheit im Leben nicht gerade das beste ist. Er bemerkt: <\/p>\n<blockquote><p>\u201cWenn die Wolken mit Wasser gef\u00fcllt sind, sch\u00fctten sie einen wahren Regengu\u00df auf die Erde aus; und wenn ein Baum nach S\u00fcden f\u00e4llt oder wenn es nach Norden ist, an der Stelle, wohin der Baum f\u00e4llt, dort wird er liegen\u201d (Pred. 11:3). <\/p><\/blockquote>\n<p>So ist es nun einmal. Menschen haben darauf keinen Einflu\u00df. Warum also mit der Freigebigkeit oder einer notwendigen Handlung z\u00f6gern oder diesbez\u00fcglich unentschlossen sein? Wenn es regnet, regnet es. Wenn ein Baum in eine bestimmte Richtung f\u00e4llt, dann f\u00e4llt er dorthin. Das trifft auch auf viele andere Dinge im Leben zu. Unt\u00e4tig zu sein ist keine Garantie daf\u00fcr, da\u00df sie nicht geschehen.<\/p>\n<p>    Wer sein Leben dadurch ordnen m\u00f6chte, da\u00df er im voraus herauszufinden sucht, was geschehen oder nicht geschehen mag, wird nichts zustande bringen. Salomo sagte: <\/p>\n<blockquote><p>\u201cWer auf den Wind achtet, wird nicht Samen s\u00e4en [da er f\u00fcrchtet, da\u00df der Wind den Samen wegbl\u00e4st]; und wer nach den Wolken schaut, wird nicht ernten [da er f\u00fcrchtet, da\u00df das geschnittene Getreide na\u00df wird, bevor er es in seinen Lagerraum bringen kann]\u201d (Pred. 11:4).\n<\/p><\/blockquote>\n<p>   Wir sollten daher die H\u00e4nde nicht in den Scho\u00df legen, sondern tun, was getan werden mu\u00df, in dem Bewu\u00dftsein, da\u00df es immer Ungewi\u00dfheiten geben wird. Es besteht keine M\u00f6glichkeit, das Werk Gottes zu ergr\u00fcnden, das hei\u00dft eine Regel zu entdecken, durch die genau bestimmt werden kann, was er tun oder bei der Verwirklichung seines Vorsatzes tolerieren mag, und dann unsere Gesch\u00e4fte nach dieser Regel auszurichten. Salomo wies darauf hin, da\u00df Gottes Werk f\u00fcr den Menschen ein ebenso gro\u00dfes Geheimnis ist wie die Entwicklung des Kindes im Mutterleib. Er schrieb: <\/p>\n<blockquote><p>\u201cSo, wie du nicht wei\u00dft, welches der Weg des Geistes ist in den Gebeinen im Leib der Schwangeren, ebenso kennst du nicht das Werk des wahren Gottes, der alle Dinge tut\u201d (Pred. 11:5).<\/p><\/blockquote>\n<p>    In Anbetracht der Unsicherheiten des Lebens und der Unf\u00e4higkeit des Menschen, gewisse feststehende Gesetze zu \u00e4ndern, gibt Salomo den Rat: <\/p>\n<blockquote><p>\u201cAm Morgen s\u00e4e deinen Samen, und bis zum Abend la\u00df deine Hand nicht ruhen; denn du wei\u00dft nicht, wo dies Erfolg haben wird, entweder hier oder dort, oder ob beides gleicherweise gut sein wird\u201d (Pred. 11:6). <\/p><\/blockquote>\n<p>Am besten machen wir uns also mit Flei\u00df an unsere Arbeit und lassen uns durch Ungewi\u00dfheiten nicht so weit beunruhigen, da\u00df wir uns an unserem Wirken hindern lassen, sei es in Verbindung mit unserem Glauben, unserem Berufsleben oder in bezug auf Freigebigkeit.<\/p>\n<p>    Das kann dazu beitragen, da\u00df wir positiv zum Leben eingestellt sind. Salomo schrieb: <\/p>\n<blockquote><p>\u201cDas Licht ist auch s\u00fc\u00df, und es ist gut f\u00fcr die Augen, die Sonne zu sehen; denn wenn ein Mensch auch viele Jahre leben sollte, so m\u00f6ge er sich in ihnen allen freuen\u201d (Pred. 11:7, 8). <\/p><\/blockquote>\n<p>Da nur ein Lebender das Licht und die Sonne sch\u00e4tzen kann, weist Salomo hier darauf hin, da\u00df es gut ist, am Leben zu sein, und da\u00df man Freude am Leben finden sollte. Er f\u00fcgt allerdings noch den ern\u00fcchternden Gedanken hinzu: <\/p>\n<blockquote><p>\u201cEr gedenke der Tage der Finsternis, obwohl ihrer viele sein k\u00f6nnten; jeder Tag, der gekommen ist, ist Nichtigkeit\u201d (Pred. 11:8). <\/p><\/blockquote>\n<p>Man sollte die Tatsache nicht au\u00dfer acht lassen, da\u00df man seine Kraft und Vitalit\u00e4t verlieren kann, wenn sich die \u201cTage der Finsternis\u201d, das hohe Alter, einstellen. F\u00fcr einen Hinf\u00e4lligen mag, w\u00e4hrend sich sein Leben \u00fcber Jahre hinzieht, jeder Tag Nichtigkeit sein, anscheinend leer und bedeutungslos. Deshalb sollte man sich, solange es einem m\u00f6glich ist, auf vern\u00fcnftige Weise des Lebens erfreuen, gutes Urteilsverm\u00f6gen anwenden und sich in allem, was man tut, von Gott leiten lassen.<\/p>\n<p>    <strong>Mache weisen Gebrauch von der Jugendkraft<\/strong><\/p>\n<p>    In der Jugend, wenn man noch \u00fcber Kraft und Vitalit\u00e4t verf\u00fcgt, kann das Leben etwas Sch\u00f6nes sein. Der weise K\u00f6nig Salomo schrieb: <\/p>\n<blockquote><p>\u201cFreue dich, junger Mann, in deiner Jugend, und dein Herz tue dir Gutes in den Tagen deines J\u00fcnglingsalters, und wandle in den Wegen deines Herzens und in den Dingen, die deine Augen sehen. Doch wisse, da\u00df der wahre Gott dich um dies alles ins Gericht bringen wird. Entferne daher Verdru\u00df aus deinem Herzen, und halte dir Ungl\u00fcck vom Fleische fern, denn Jugend und die Bl\u00fcte des Lebens sind Nichtigkeit\u201d (Pred. 11:9, 10).<\/p><\/blockquote>\n<p>    Der Sch\u00f6pfer m\u00f6chte, da\u00df sich Jugendliche des Lebens erfreuen, und ist ihren Interessen gegen\u00fcber und zu dem, was ihre jungen Herzen und Augen anspricht, nicht negativ eingestellt. Ein junger Mensch sollte aber daran denken, da\u00df er dennoch von Gott f\u00fcr seine Taten zur Rechenschaft gezogen wird. Der H\u00f6chste l\u00e4\u00dft Jugendlichen zwar Wahlfreiheit, doch sch\u00fctzt er sie nicht vor den bitteren Folgen, die sie zu tragen haben, wenn sie einen verkehrten Weg einschlagen. Jugendliche k\u00f6nnen sich vor allen m\u00f6glichen Entt\u00e4uschungen und vor Schaden bewahren, wenn sie kein unbek\u00fcmmertes, ausschweifendes Leben f\u00fchren.<\/p>\n<p>    Salomo schreibt unter Inspiration, da\u00df die \u201cJugend und die Bl\u00fcte des Lebens . . . Nichtigkeit\u201d sind. Wieso? Weil man offensichtlich nicht immer jung bleibt. Und die Freuden und Vorteile der jugendlichen Kraft und Vitalit\u00e4t halten nur eine unbestimmte Zeit lang an. Selbst junge Menschen werden krank und sterben. Ein Jugendlicher, der das \u00fcbersieht, macht vielleicht keinen weisen Gebrauch von dem, was er hat, und verschwendet seine k\u00f6rperlichen Kr\u00e4fte und F\u00e4higkeiten aufgrund einer Lebensweise, durch die er sich sein sp\u00e4teres Leben als Erwachsener erschweren mag.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Quelle Wachtturm vom M\u00e4rz 1978 Was wollte der Weise damit sagen? Ergreife die Gelegenheit Manchmal bietet sich eine ausgezeichnete Gelegenheit, Gutes zu tun oder etwas N\u00fctzliches zu erhalten. Wegen der Unsicherheiten des Lebens in dem gegenw\u00e4rtigen System mag jedoch ein gewisses Ma\u00df an Glauben erforderlich sein, wenn man bestimmte Situationen richtig nutzen m\u00f6chte. 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