
{"id":2356,"date":"2011-06-14T20:02:45","date_gmt":"2011-06-14T19:02:45","guid":{"rendered":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=2356"},"modified":"2011-06-14T20:02:45","modified_gmt":"2011-06-14T19:02:45","slug":"mit-dem-fertig-werden-was-man-in-der-unvollkommenen-welt-sieht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=2356","title":{"rendered":"&#8222;Mit dem fertig werden, was man in der unvollkommenen Welt sieht&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>    Quelle Wachtturm 1.Dezember 1977<\/p>\n<p>    <strong>Was wollte der Weise damit sagen?<\/strong><\/p>\n<p>    WEISHEIT kann sich auf ihren Besitzer n\u00fctzlich auswirken. K\u00f6nig Salomo schrieb: <\/p>\n<blockquote><p>\u201cWer ist gleich dem Weisen? Und wer ist es, der die Deutung einer Sache kennt? Die Weisheit eines Menschen ist es, die sein Angesicht leuchten l\u00e4\u00dft, und selbst die Strenge seines Angesichts wird zum Besseren ver\u00e4ndert\u201d (Pred. 8:1).\n<\/p><\/blockquote>\n<p>    Der wirklich Weise ragt aus der menschlichen Gesellschaft heraus, er ist ohnegleichen. Au\u00dfer einem anderen Weisen ist ihm niemand gleich. Er kennt die \u201cDeutung einer Sache\u201d, das hei\u00dft, er besitzt die n\u00f6tige Einsicht, um die verwirrenden Probleme des Lebens zu l\u00f6sen.<\/p>\n<p>    Auch das Aussehen des Weisen ist ansprechend. Sein Gesicht strahlt innere Freude und Zufriedenheit wider. Als Folge davon nimmt sein Antlitz, das sonst streng und abweisend erscheinen k\u00f6nnte, einen freundlichen Ausdruck an.<\/p>\n<p>    <strong>Wie man die Herrschaft unvollkommener Menschen ertragen kann<\/strong><\/p>\n<p>    Als K\u00f6nig konnte Salomo guten Rat dar\u00fcber erteilen, wie man Herrschern gegen\u00fcber weise handelt. Er erkl\u00e4rte: <\/p>\n<blockquote><p>\u201cHalte dich an den Befehl des K\u00f6nigs, und das in Hinsicht auf den Eid Gottes. Beeile dich nicht, damit du von ihm weggehen k\u00f6nntest. Nimm nicht Stellung in einer schlechten Sache. Denn alles, was ihm zu tun gef\u00e4llt, wird er tun, weil das Wort des K\u00f6nigs das Machtgebot ist; und wer darf zu ihm sagen: ,Was tust du?\u2019?\u201d (Pred. 8:2-4).<\/p><\/blockquote>\n<p>    Im alten Israel war es m\u00f6glich, da\u00df die \u00c4ltesten, die die ganze Nation vertraten, in einen Bund mit dem K\u00f6nig eintraten und sich bereit erkl\u00e4rten, ihm treu zu sein. Zum Beispiel lesen wir in bezug auf David: \u201cDa kamen alle \u00e4lteren M\u00e4nner Israels zum K\u00f6nig nach Hebron, und K\u00f6nig David schlo\u00df mit ihnen einen Bund in Hebron vor Jehova\u201d (2. Sam. 5:3). Dem Befehl des K\u00f6nigs nicht zu gehorchen w\u00fcrde deshalb einen Bruch des vor Jehova geleisteten Treueids bedeuten. Andererseits bewies Gehorsam Achtung vor dem wahren Gott, in dessen Gegenwart der Bund geschlossen worden war. Ebenso bleiben wahre Christen aus Respekt vor Jehova den Regierungen dieser Welt untertan, weil sie erkennen, da\u00df sie mit Gottes Zulassung bestehen (R\u00f6m. 13:1, 2).<\/p>\n<p>    Der Rat Salomos, nicht \u00fcbereilt des K\u00f6nigs Gegenwart zu verlassen, wird in Prediger 10:4 mit den Worten erweitert: \u201cWenn der Geist eines Herrschers wider dich aufsteigen sollte, so verla\u00df deinen eigenen Platz nicht, denn Gelassenheit selbst mildert gro\u00dfe S\u00fcnden.\u201d <\/p>\n<p>Eine Person mag durch jemand, der Autorit\u00e4t besitzt, zurechtgewiesen oder gez\u00fcchtigt werden. Sie mag diese Zurechtweisung \u00fcbelnehmen und geneigt sein, ihre Stellung aufzugeben oder sogar ihre Gesinnung dem Herrscher gegen\u00fcber zu \u00e4ndern. Salomo jedoch empfiehlt, nicht \u00fcbereilt die Treue zu brechen oder eine Stellung aufzugeben. Der gleiche Grundsatz kann heute auf das Verh\u00e4ltnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer angewandt werden.<\/p>\n<p>    Der weise K\u00f6nig Salomo r\u00e4t auch, \u2018nicht Stellung in einer schlechten Sache zu nehmen\u2019, das hei\u00dft nicht in etwas verwickelt zu werden, was der Herrscher als schlecht betrachtet. Kraft seiner Autorit\u00e4t hat das Wort des K\u00f6nigs weit mehr Gewicht als das Wort irgendeines seiner Untertanen. Sein Wort gilt. Seine Autorit\u00e4t wird nicht in Frage gestellt. Aus diesem Grund kann niemand herausfordernd von ihm Rechenschaft verlangen.<\/p>\n<p>    Die Person, die gesetzestreu bleibt, sollte vom Herrscher nichts zu f\u00fcrchten haben. Salomo sagt:<\/p>\n<blockquote><p> \u201cWer das Gebot h\u00e4lt, wird kein Ungl\u00fcck erfahren\u201d (Pred. 8:5). <\/p><\/blockquote>\n<p>Der gehorsame Untertan \u201cwird kein Ungl\u00fcck erfahren\u201d, das als Strafe \u00fcber die kommt, die das Gesetz des K\u00f6nigs \u00fcbertreten. Der Rat des Weisen entspricht den Worten des Apostels Paulus: \u201cWer sich daher der Gewalt widersetzt, hat sich der Anordnung Gottes entgegengestellt; die, die sich ihr entgegengestellt haben, werden f\u00fcr sich ein Gericht empfangen. Denn die Herrschenden sind nicht f\u00fcr die gute Tat ein Gegenstand der Furcht, sondern f\u00fcr die schlechte. Willst du also ohne Furcht vor der obrigkeitlichen Gewalt sein? Fahre fort, Gutes zu tun, und du wirst Lob von ihr haben\u201d (R\u00f6m. 13:2, 3).<\/p>\n<p>    Was aber, wenn der Herrscher ungerecht ist? Salomo bezog sich offensichtlich auf eine solche Situation, als er weiter sagte: <\/p>\n<blockquote><p>\u201cDas weise Herz wird sowohl Zeit als Gericht kennen. Denn selbst f\u00fcr jede Angelegenheit gibt es eine Zeit und ein Gericht, weil das Ungl\u00fcck der Menschen vielf\u00e4ltig ist \u00fcber ihnen. Denn da ist keiner, der wei\u00df, was werden wird, denn so, wie es werden wird, wer kann es ihm kundtun?\u201d (Pred. 8:5-7).<\/p><\/blockquote>\n<p>    Ein Weiser handelt nicht aufr\u00fchrerisch. Da er sich in seinem Herzen von Weisheit leiten l\u00e4\u00dft, erkennt er, da\u00df es eine geeignete Zeit zum Handeln gibt und eine M\u00f6glichkeit, einen bedr\u00fcckenden Herrscher zu ertragen. Offene Rebellion w\u00fcrde bedeuten, Unheil heraufzubeschw\u00f6ren. Ein gutes Urteilsverm\u00f6gen w\u00fcrde andererseits jemand davon abhalten, zu einer ungeeigneten Zeit zu handeln (Ps. 37:1-7). F\u00fcr \u201calles\u201d gibt es eine geeignete Zeit und eine richtige Beurteilung oder rechte Verfahrensweise. Deshalb beschw\u00f6rt jemand nur Schwierigkeiten herauf, wenn er diese Tatsache au\u00dfer acht l\u00e4\u00dft und \u00fcbereilt handelt. Unvollkommene Menschen haben bereits gen\u00fcgend Probleme, und es er\u00fcbrigt sich, noch weitere hinzuzuf\u00fcgen, indem man \u00fcbereilt handelt und ignoriert, da\u00df es \u201cf\u00fcr jede Angelegenheit . . . eine Zeit und ein Gericht\u201d gibt. Au\u00dferdem kann niemand sicher sein, was die Zukunft bringen wird. Selbst Machthaber sterben. Wer das im Sinn beh\u00e4lt, kann in einer schwierigen Situation leichter ausharren. Die Herrschaft eines Tyrannen kann nicht f\u00fcr immer andauern. In diesem unvollkommenen System kommt alles zu einem Ende.<\/p>\n<p>    <strong>Eine gr\u00fcndliche Untersuchung bedr\u00fcckender menschlicher Herrschaft<\/strong><\/p>\n<p>    Die Schlu\u00dffolgerungen, die Salomo aus der bedr\u00fcckenden Herrschaft des Menschen zog, beruhten auf sorgf\u00e4ltigen Beobachtungen. Er erwog von Herzen alle Gesichtspunkte solcher menschlichen Herrschaft und ihre Auswirkung auf die Menschen. Aus diesem Grunde konnte er sagen: <\/p>\n<blockquote><p>\u201cAll das habe ich gesehen, und mein Herz richtete sich auf jede Arbeit, die unter der Sonne getan worden ist w\u00e4hrend der Zeit, da der Mensch \u00fcber den Menschen zu seinem Schaden geherrscht hat\u201d (Pred. 8:9). <\/p><\/blockquote>\n<p>Tyrannische Regenten k\u00f6nnen jedoch nicht auf unbestimmte Zeit ihre Herrschaft aus\u00fcben. Salomo fuhr fort: \u201cAber obwohl dem so ist [da\u00df der Mensch \u00fcber den Menschen zu seinem Schaden herrscht], habe ich gesehen, wie die B\u00f6sen begraben wurden, wie sie hereinkamen und wie sie von dem heiligen Ort selbst wegzugehen pflegten und in der Stadt vergessen wurden, wo sie so gehandelt hatten. Auch das ist Nichtigkeit\u201d (Pred. 8:10). Zu ihren Lebzeiten w\u00fcrden die B\u00f6sen zu dem heiligen Ort, der in Salomos Tagen die heilige Stadt Jerusalem mit dem Tempel Jehovas war, hereinkommen und davon weggehen (Matth. 24:15). Sie h\u00e4tten dort keine Schlechtigkeit ver\u00fcben sollen. W\u00e4hrend ihrer Beerdigung gehen sie zum letztenmal von dort weg. Trotz der hohen Stellung dieser schlechten Menschen w\u00fcrden sie sterben, begraben werden und dem Ged\u00e4chtnis derer, die in der Stadt ihres Wirkens leben, bald entschwinden. Auf diese Weise w\u00fcrde sich das Leben tyrannischer Herrscher als nichtig und leer erweisen.<\/p>\n<p>    <strong>Keine Entlassung aus dem \u201cKrieg\u201d mit dem Tod<\/strong><\/p>\n<p>    Es gibt einen Krieg, aus dem entlassen zu werden f\u00fcr Menschen unm\u00f6glich ist. K\u00f6nig Salomo schrieb dar\u00fcber: <\/p>\n<blockquote><p>\u201cDa ist kein Mensch, der Macht hat \u00fcber den Geist [die Lebenskraft], um den Geist zur\u00fcckzuhalten; noch gibt es irgendein Machtgebot am Tage des Todes; noch gibt es irgendeine Entlassung im Kriege. Und Bosheit wird denen, die ihr fr\u00f6nen, nicht zum Entrinnen verhelfen\u201d (Pred. 8:8).<\/p><\/blockquote>\n<p>    Wenn es ans Sterben geht, ist der Mensch machtlos. Er mag versuchen, was er will, er kann den Geist nicht zur\u00fcckhalten, so da\u00df die Lebenskraft in seinen K\u00f6rperzellen bleibt und er sich auf diese Weise am Leben erhalten kann. Sterbende Menschen haben einfach keine Macht \u00fcber den Tag des Todes. Niemand kann aufgrund menschlicher Anstrengungen aus dem unbarmherzigen \u201cKrieg\u201d, den der Feind \u201cTod\u201d gegen alle f\u00fchrt, entlassen werden (R\u00f6m. 5:14). Es besteht nicht einmal die M\u00f6glichkeit, f\u00fcr einen Ersatz zu sorgen, um vom Sterben beurlaubt zu werden. Der inspirierte Psalmist erkl\u00e4rte: \u201cNicht einer von ihnen kann irgendwie selbst einen Bruder erl\u00f6sen noch Gott ein L\u00f6segeld f\u00fcr ihn geben (und der Erl\u00f6sungspreis ihrer Seele ist so kostbar, da\u00df er aufgeh\u00f6rt hat auf unabsehbare Zeit), da\u00df er immerdar fortleben und die Grube nicht sehen sollte\u201d (Ps. 49:7-9). W\u00e4hrend ihres Lebens mag es B\u00f6sen auf schlaue und unredliche Weise gelungen sein, sich einer Strafe zu entziehen. Doch es gibt keinen Kunstgriff, keinen Plan und keine Intrige, durch die sie dem Tod entrinnen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>    <strong>Mit dem fertig werden, was man in einer unvollkommenen Welt sieht<\/strong><\/p>\n<p>    In diesem unvollkommenen System sehen wir vieles, was uns sehr beunruhigen k\u00f6nnte. Die B\u00f6sen m\u00f6gen gedeihen, w\u00e4hrend die Gerechten leiden. Wie k\u00f6nnen wir vermeiden, uns dadurch verbittern zu lassen?<\/p>\n<p>    Gest\u00fctzt auf sorgf\u00e4ltige Nachforschungen, zeichnete Salomo folgende hilfreiche Beobachtungen auf: <\/p>\n<blockquote><p>\u201cWeil das Urteil \u00fcber ein schlechtes Werk nicht eilends vollzogen worden ist, darum hat sich das Herz der Menschens\u00f6hne in ihnen v\u00f6llig darauf gerichtet, Schlechtes zu tun. Obwohl ein S\u00fcnder hundertmal Schlechtes tun und es lange Zeit treiben mag, wie es ihm gef\u00e4llt, wei\u00df ich doch auch, da\u00df es mit denen, die den wahren Gott f\u00fcrchten, gut ausgehen wird, weil sie sich vor ihm gef\u00fcrchtet haben. Mit dem B\u00f6sen aber wird es gar nicht gut ausgehen, noch wird er seine Tage verl\u00e4ngern, die wie ein Schatten sind, weil er sich vor Gott nicht f\u00fcrchtet\u201d (Pred. 8:11-13).<\/p><\/blockquote>\n<p>    Wie Salomo hier zeigte, mag das menschliche Rechtswesen lax sein, und menschliche Gerichte m\u00f6gen peinlich langsam arbeiten oder sogar nachl\u00e4ssig darin sein, b\u00f6se Werke zu verurteilen. Weil die B\u00f6sen nicht f\u00fcr ihre Gesetzlosigkeit bestraft werden, meinen sie, sie k\u00e4men ungeschoren davon, und verh\u00e4rten sich in ihrer b\u00f6sen Handlungsweise. Aber ihre Bosheit macht sich nicht bezahlt. Ihr Leben vergeht schnell, \u201cwie ein Schatten\u201d, und sie k\u00f6nnen es durch keine ihrer Intrigen verl\u00e4ngern. Andererseits sind gerechte Personen in Wirklichkeit nicht f\u00fcr immer im Nachteil. Andere m\u00f6gen ihnen zwar hart zusetzen, doch Ehrfurcht vor dem Sch\u00f6pfer zu haben oder ihn zu \u201cf\u00fcrchten\u201d wirkt sich zum Guten aus. Der Gerechte bewahrt ein reines Gewissen, findet Befriedigung darin, das zu tun, wovon er wei\u00df, da\u00df es richtig ist, und wenn er als ein treuer Diener Gottes stirbt, hat er die Hoffnung, von den Toten auferweckt zu werden. So wird f\u00fcr diejenigen, die Jehova Gott f\u00fcrchten, letzten Endes alles \u201cgut ausgehen\u201d.<\/p>\n<p>    Wer davon \u00fcberzeugt ist, da\u00df der H\u00f6chste diejenigen belohnt, die ihn f\u00fcrchten, wird sich nicht verbittern lassen, wenn er das beobachtet, was Salomo danach beschreibt: <\/p>\n<blockquote><p>\u201cDa ist eine Nichtigkeit, die auf der Erde vollf\u00fchrt wird, da\u00df Gerechte da sind, denen so geschieht, als ob es f\u00fcr das Werk der B\u00f6sen w\u00e4re, und B\u00f6se da sind, denen so geschieht, als ob es f\u00fcr das Werk der Gerechten w\u00e4re. Ich sagte, da\u00df auch das Nichtigkeit ist\u201d (Pred. 8:14). <\/p><\/blockquote>\n<p>Diese Ungerechtigkeit kann nicht Jehova Gott zur Last gelegt werden. Sie ist \u201ceine Nichtigkeit, die auf der Erde vollf\u00fchrt wird\u201d, etwas, wof\u00fcr unvollkommene Menschen verantwortlich sind. Manchmal ist dies auf korrupte Beamte zur\u00fcckzuf\u00fchren, manchmal einfach darauf, da\u00df gewisse Personen Gottes vortreffliche Ma\u00dfst\u00e4be, die Gott in seinem Wort festgelegt hat, nicht kennen oder nicht sch\u00e4tzen.<\/p>\n<p>    Ein gottesf\u00fcrchtiger Mensch l\u00e4\u00dft nicht zu, da\u00df ihm die Ungerechtigkeiten der Welt seine Freude am Leben rauben. Er erkennt, da\u00df er das, was Gott bis heute unter den Menschen zugelassen hat, einfach nicht \u00e4ndern kann, und er handelt daher gem\u00e4\u00df den Worten Salomos: <\/p>\n<blockquote><p>\u201cIch selbst lobte die Freude, weil die Menschen nichts Besseres haben unter der Sonne, als zu essen und zu trinken und sich zu freuen, und da\u00df dies sie begleiten sollte in ihrer harten Arbeit w\u00e4hrend der Tage ihres Lebens, die der wahre Gott ihnen unter der Sonne gegeben hat\u201d (Pred. 8:15). <\/p><\/blockquote>\n<p>Ja, das beste ist, man bewahrt im Leben eine angemessene Furcht vor dem Sch\u00f6pfer, w\u00e4hrend man seine Befriedigung in der Arbeit und bei vern\u00fcnftigem Essen und Trinken findet. Denn sich wegen all der Fehler, die in diesem System begangen werden, zu sorgen und sich aufzureiben w\u00fcrde nur zu Frustration f\u00fchren und einem die Freude am Leben rauben. Es k\u00f6nnte jemandes geistige Gesinnung und Gl\u00fcck zerst\u00f6ren. Sich aufzureiben oder sich zu beklagen wird die Befreiung nicht beschleunigen, die dadurch herbeigef\u00fchrt werden mu\u00df, da\u00df Gott die gegenw\u00e4rtige Ordnung beseitigt und durch eine gerechte neue Ordnung ersetzt (Ps. 37:5-7).<\/p>\n<p>    Au\u00dferdem gewinnt man nichts durch den Versuch, eine Regel oder Formel zu entdecken, die auf umfassende und ausf\u00fchrliche Weise die Gr\u00fcnde f\u00fcr die Vorg\u00e4nge in dieser Welt erkl\u00e4ren k\u00f6nnte. Der weise K\u00f6nig Salomo und andere untersuchten vor langer Zeit sorgf\u00e4ltig die Angelegenheiten der Menschen. Sie konnten aber keine solche pr\u00e4zise Regel entdecken, durch die bestimmt werden k\u00f6nnte, was in jedem Fall zu erwarten ist. Salomo berichtet: <\/p>\n<blockquote><p>\u201cIn \u00dcbereinstimmung damit richtete ich mein Herz darauf, Weisheit zu erkennen und die Besch\u00e4ftigung zu sehen, die auf der Erde durchgef\u00fchrt wird, weil es einen gibt, der mit seinen Augen keinen Schlaf sieht, weder bei Tag noch bei Nacht. Und ich sah das ganze Werk des wahren Gottes, wie die Menschen das Werk, das unter der Sonne getan worden ist, nicht herauszufinden verm\u00f6gen; wie sehr die Menschen auch st\u00e4ndig hart arbeiten, um es zu suchen, finden sie es doch nicht heraus. Und selbst wenn sie sagen sollten, sie seien weise genug, es zu erkennen, w\u00fcrden sie es nicht herauszufinden verm\u00f6gen\u201d (Pred. 8:16, 17).<\/p><\/blockquote>\n<p>    Beachten wir, da\u00df Salomo das, was unter den Menschen geschieht, als das \u201cganze Werk des wahren Gottes\u201d bezeichnet. Diese Bezeichnung ist insofern zutreffend, als all das geschieht, weil Gott es zul\u00e4\u00dft oder toleriert, nicht weil er all das verursacht, unterst\u00fctzt oder guthei\u00dft. Selbst wenn jemand seinen Schlaf opfern w\u00fcrde, w\u00fcrde er das volle Ausma\u00df dessen, was Gott tut und zul\u00e4\u00dft, w\u00e4hrend er seinen gro\u00dfartigen Vorsatz verwirklicht, nicht erfassen k\u00f6nnen. Dieser Gedanke kommt durch Salomos Worte in der \u00dcbersetzung von Moffatt zum Ausdruck: <\/p>\n<blockquote><p>\u201cAls ich meinen Sinn dem Studium der Weisheit hingab, um all das ausgef\u00fcllte Leben der Welt kennenzulernen, fand ich, da\u00df der Mensch unf\u00e4hig ist, die Wahrheit all dessen zu erfassen, was Gott in dieser Welt tut; er mag angestrengt arbeiten, um sie zu erlangen, indem er bei Tag und bei Nacht, schlaflos, danach sucht, doch er wird sie nie herausfinden; ein Weiser mag denken, er komme hinter das Geheimnis, doch selbst er findet es nie heraus\u201d (Pred. 8:16, 17). <\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Quelle Wachtturm 1.Dezember 1977 Was wollte der Weise damit sagen? WEISHEIT kann sich auf ihren Besitzer n\u00fctzlich auswirken. K\u00f6nig Salomo schrieb: \u201cWer ist gleich dem Weisen? Und wer ist es, der die Deutung einer Sache kennt? 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