
{"id":2354,"date":"2011-06-14T19:57:20","date_gmt":"2011-06-14T18:57:20","guid":{"rendered":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=2354"},"modified":"2011-06-14T19:57:20","modified_gmt":"2011-06-14T18:57:20","slug":"sind-wir-selbstgerecht-wie-denkt-jehova-uber-uns","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=2354","title":{"rendered":"Sind wir selbstgerecht &#8211; wie denkt Jehova \u00fcber uns?"},"content":{"rendered":"<p><strong>Warum man Extreme meiden sollte<\/strong><\/p>\n<p>    Unvollkommene Menschen k\u00f6nnen sehr leicht das Gleichgewicht verlieren und extreme Ansichten vertreten. K\u00f6nig Salomo gab daher den Rat: <\/p>\n<blockquote><p>\u201cWerde nicht allzu gerecht, noch zeige dich \u00fcberm\u00e4\u00dfig weise. Warum solltest du Verw\u00fcstung \u00fcber dich bringen? Sei nicht allzu b\u00f6se, noch werde t\u00f6richt. Warum solltest du sterben, wenn deine Zeit nicht da ist? Es ist besser, da\u00df du das eine erfassest, aber auch vom anderen ziehe deine Hand nicht zur\u00fcck; denn wer Gott f\u00fcrchtet, wird bei alledem frei ausgehen\u201d (Pred. 7:16-18).\n<\/p><\/blockquote>\n<p>    Wer allzu gerecht ist, sorgt sich meist \u00fcberm\u00e4\u00dfig um geringf\u00fcgige Dinge. Er macht zum Beispiel eine gro\u00dfe Streitfrage aus einer rein menschlichen Verfahrens- oder Handlungsweise, aus Dingen, \u00fcber die die Bibel nichts sagt. Wenn er sieht, wie jemand etwas Gutes tut oder vielleicht Barmherzigkeit erweist, mag er einen Einwand erheben, weil eine gewisse \u201cForm\u201d nicht gewahrt worden ist. Er gleicht weitgehend den Pharis\u00e4ern, die sich nicht \u00fcber die wunderbare Erleichterung freuten, die Jesus am Sabbat Bedr\u00fcckten verschaffte, sondern dar\u00fcber zornig wurden und schlu\u00dffolgerten, der Sohn Gottes habe das Gesetz \u00fcbertreten, indem er an jenem Tag Heilungen vorgenommen habe (Mark. 3:1-6; Luk. 14:1-6). Personen, die allzu gerecht sind, bedenken h\u00e4ufig nicht, was barmherzig, liebevoll oder hilfreich w\u00e4re. Sie gehen in der Anwendung von Regeln bis zum \u00c4u\u00dfersten. Wenn ihrer Meinung nach eine Regel verletzt worden ist, ziehen sie keine anderen Faktoren in Betracht. (Vergleiche Matth\u00e4us 12:2-7; 23:23; R\u00f6mer 14:1-4, 10).<\/p>\n<p>    Personen, die allzu gerecht sind, m\u00f6gen in der Selbstverleugnung so weit gehen, da\u00df sie ihre Gesundheit sch\u00e4digen. Sie handeln im Widerspruch zu dem vern\u00fcnftigen Rat aus Kolosser 2:20-23: \u201cWarum unterwerft ihr euch, als lebtet ihr in der Welt, weiterhin den Verordnungen: ,Fasse nicht an noch koste, noch ber\u00fchre\u2019 in bezug auf Dinge, die alle dadurch, da\u00df sie verbraucht werden, zur Vernichtung bestimmt sind, gem\u00e4\u00df den Geboten und Lehren von Menschen? Gerade diese Dinge besitzen zwar einen Schein von Weisheit in einer selbstauferlegten Form der Anbetung und Scheindemut, einer strengen Behandlung des Leibes; aber sie sind von keinem Wert im Kampf gegen die Befriedigung des Fleisches.\u201d<\/p>\n<p>    Wer allzu gerecht ist, l\u00e4uft tats\u00e4chlich Gefahr, wie Salomo sagt, \u2018Verw\u00fcstung \u00fcber sich zu bringen\u2019. Er mag sich durch Unbesonnenheit, Eifer oder \u00fcbertriebene Selbstverleugnung physisch, geistig oder seelisch zugrunde richten. Und was noch schlimmer ist: Eine lieblose Einstellung kann ihn Gottes Gunst und Segen kosten.<\/p>\n<p>    Dann gibt es nach den Worten Salomos den Menschen, der \u2018sich \u00fcberm\u00e4\u00dfig weise zeigt\u2019 und versucht, andere durch seine Weisheit zu beeindrucken. Er schwingt sich zum Kritiker auf und erweckt den Eindruck, er verf\u00fcge \u00fcber ein besseres Verst\u00e4ndnis als alle anderen. Weil er eine hohe Meinung von seinen F\u00e4higkeiten hat, mischt er sich h\u00e4ufig in Angelegenheiten anderer Leute ein und bietet unaufgefordert L\u00f6sungen f\u00fcr ihre Probleme an. Mit der Zeit entfremdet er sich anderen, und man mag alles m\u00f6gliche tun, um ihn zu meiden. Au\u00dferdem zeigt es sich vielleicht mit der Zeit, da\u00df sein Rat nicht allzu gut war, und man mag ihn beschuldigen, unn\u00f6tigerweise Schwierigkeiten verursacht zu haben.<\/p>\n<p>    Damit jemand nicht ins andere Extrem f\u00e4llt, indem er Gerechtigkeit und Weisheit nicht mehr im rechten Licht sieht, warnt Salomo auch davor, \u2018allzu b\u00f6se zu werden\u2019. Wir alle m\u00fcssen selbstverst\u00e4ndlich zugeben, da\u00df die Unvollkommenheit eine Realit\u00e4t ist. Der Apostel Johannes schrieb: \u201cWenn wir erkl\u00e4ren: ,Wir haben keine S\u00fcnde\u2019, f\u00fchren wir uns selbst irre und die Wahrheit ist nicht in uns\u201d (1. Joh. 1:8). Deshalb m\u00fcssen wir uns damit abfinden, da\u00df wir in vieler Hinsicht s\u00fcndigen. Doch man sollte dar\u00fcber wachen, da\u00df man nicht leicht \u00fcber einen Fehler hinweggeht und sich mit den Worten entschuldigt: \u201cSchlie\u00dflich bin ich ja ein S\u00fcnder.\u201d W\u00e4hrend man sich des Lebens erfreut, sollte man dar\u00fcber wachen, nicht alle Z\u00fcgel fallen zu lassen. Wer denkt, er sei \u00fcber das Gesetz und \u00fcber Zurechtweisung erhaben, handelt wie ein Tor und beschw\u00f6rt Unheil herauf. Wenn jemand z\u00fcgellos handelt, mag er schwerwiegende Probleme bekommen und sogar fr\u00fchzeitig sterben.<\/p>\n<p>    Wie kann man solche Extreme meiden? Man mu\u00df Gottesfurcht, eine Ehrfurcht vor dem Sch\u00f6pfer, haben. Diese Furcht h\u00e4lt einen davon zur\u00fcck zu s\u00fcndigen und veranla\u00dft einen, eine ausgeglichene Lebensweise zu pflegen und Extreme zu meiden. Wer Gott f\u00fcrchtet, bem\u00fcht sich, gerecht und weise zu sein, doch h\u00e4lt er sich davon zur\u00fcck, allzu gewissenhaft zu sein und Weisheit zur Schau zu stellen. Weil er das Leben auf vern\u00fcnftige Weise genie\u00dft, mag er sogar von Extremisten als ein S\u00fcnder verurteilt werden wie Jesus Christus, den man zu Unrecht als einen S\u00e4ufer und Fresser bezeichnete (Matth. 11:19).<\/p>\n<p>    In Wirklichkeit aber achtet ein solch gewissenhafter, ausgeglichener Mensch streng auf seinen Wandel und treibt nicht S\u00fcnde. Ein gottesf\u00fcrchtiger Mensch bleibt von den Problemen und Schwierigkeiten derer verschont, die die g\u00f6ttliche Richtschnur au\u00dfer acht lassen, (1.) \u2018nicht allzu gerecht zu werden und sich nicht \u00fcberm\u00e4\u00dfig weise zu zeigen\u2019 und (2.) \u2018nicht allzu b\u00f6se zu werden\u2019. Auf diese Weise \u2018erfa\u00dft er\u2019, wie Salomo empfiehlt, \u2018das eine, aber zieht auch seine Hand nicht vom anderen zur\u00fcck\u2019. Er erfa\u00dft Gerechtigkeit, ohne so genau zu sein, da\u00df er unm\u00f6gliche Ma\u00dfst\u00e4be f\u00fcr sich und andere aufstellt oder sich vern\u00fcnftiges Vergn\u00fcgen im Leben vorenth\u00e4lt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Warum man Extreme meiden sollte Unvollkommene Menschen k\u00f6nnen sehr leicht das Gleichgewicht verlieren und extreme Ansichten vertreten. K\u00f6nig Salomo gab daher den Rat: \u201cWerde nicht allzu gerecht, noch zeige dich \u00fcberm\u00e4\u00dfig weise. Warum solltest du Verw\u00fcstung \u00fcber dich bringen? Sei nicht allzu b\u00f6se, noch werde t\u00f6richt. 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