
{"id":2350,"date":"2011-06-14T19:43:19","date_gmt":"2011-06-14T18:43:19","guid":{"rendered":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=2350"},"modified":"2011-06-14T19:43:19","modified_gmt":"2011-06-14T18:43:19","slug":"besitztum-ohne-freude-und-genus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=2350","title":{"rendered":"&#8222;Besitztum ohne Freude und Genu\u00df&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>    Quelle Wachtturm vom 1.September 1977<br \/>\n    Was wollte der Weise damit sagen?<\/p>\n<p>    <strong>Besitztum ohne Freude und Genu\u00df<\/strong><\/p>\n<p>    In seiner Betrachtung der Angelegenheiten des Menschen lie\u00df der weise K\u00f6nig Salomo die Umst\u00e4nde nicht au\u00dfer acht, die Menschen oft daran hindern k\u00f6nnen, sich an dem, was sie besitzen, zu erfreuen und es zu genie\u00dfen.<\/p>\n<p>    Er schrieb dar\u00fcber: <\/p>\n<blockquote><p>\u201cDa ist ein Ungl\u00fcck, das ich unter der Sonne gesehen habe, und es ist h\u00e4ufig unter den Menschen: ein Mann, dem der wahre Gott Reichtum und materielle Besitzt\u00fcmer und Herrlichkeit gibt und dem es f\u00fcr seine Seele an nichts von dem mangelt, nach dem er Verlangen bekundet, und doch setzt der wahre Gott ihn nicht in den Stand, davon zu essen, obwohl ein blo\u00dfer Ausl\u00e4nder es essen mag. Das ist Nichtigkeit, und es ist eine schlimme Krankheit\u201d (Pred. 6:1, 2).<\/p><\/blockquote>\n<p>    Der Allm\u00e4chtige l\u00e4\u00dft zu, da\u00df jemand seine ihm von Gott verliehenen F\u00e4higkeiten gebraucht, um Besitzt\u00fcmer zu erwerben und Anerkennung oder Herrlichkeit unter seinen Zeitgenossen zu erlangen. In diesem Sinne konnte Salomo zu Recht sagen, da\u00df Gott einem solchen Menschen Reichtum, materielle Besitzt\u00fcmer und Herrlichkeit \u201cgibt\u201d. Obwohl jemand alles haben mag, k\u00f6nnen ihn die Verh\u00e4ltnisse traurigerweise daran hindern, sich an diesen Besitzt\u00fcmern zu erfreuen und sie zu genie\u00dfen.<\/p>\n<p>    Vielleicht k\u00f6nnte er sich schmackhafte Speisen leisten, kann sie aber wegen Magen- oder Darmst\u00f6rungen nicht genie\u00dfen. Nebukadnezar ist ein interessantes Beispiel daf\u00fcr. Er schwang sich in Babylon zum Weltherrscher auf. Dann dem\u00fctigte Jehova Gott ihn wegen seines Stolzes, indem er ihn krank werden lie\u00df. All das Sch\u00f6ne des Palastes, auch k\u00f6stliche Speisen und edle Weine, hatte f\u00fcr Nebukadnezar seinen Reiz verloren. Da er sich f\u00fcr ein Tier hielt, verlie\u00df er den luxuri\u00f6sen Palast und ern\u00e4hrte sich wie ein Stier von Gras. W\u00e4hrend Nebukadnezar die Freuden des Palastlebens entgingen, zogen \u2018blo\u00dfe Ausl\u00e4nder\u2019 Nutzen aus seinem Reichtum. Ja, Nebukadnezar hatte ein ernstes Leiden befallen, eine \u201cschlimme Krankheit\u201d, sie dauerte sieben Jahre (Dan. 4:28-37).<\/p>\n<p>    Salomo weist dann darauf hin, da\u00df ein langes Leben und eine gro\u00dfe Familie f\u00fcr ein sinnvolles, befriedigendes Leben nicht ausreichen. Er sagt weiter: <\/p>\n<blockquote><p>\u201cWenn ein Mann hundertmal Vater w\u00fcrde und er viele Jahre lebte, so da\u00df die Tage seiner Jahre zahlreich w\u00e4ren, aber seine eigene Seele sich nicht ges\u00e4ttigt hat mit guten Dingen und ihm auch das Grab nicht zuteil geworden ist [was vielleicht bedeutet, da\u00df er sich ins Grab sehnte wie Hiob in seiner Bedr\u00e4ngnis (Hiob 3:11-22)], so mu\u00df ich sagen, da\u00df ein vorzeitig Geborener besser daran ist als er. Denn umsonst ist dieser [vorzeitig Geborene] gekommen, und in Finsternis geht er dahin, und mit Finsternis wird sein eigener Name bedeckt sein. Auch hat er die Sonne selbst weder gesehen noch gekannt. Dieser hat mehr Ruhe als der vorherige. Und selbst angenommen, da\u00df er tausend Jahre zweimal durchlebt hat und er dennoch nicht gesehen hat, was gut ist \u2013 geht nicht jeder an e i n e n Ort?\u201d (Pred. 6:3-6).<\/p><\/blockquote>\n<p>    Wahrlich, von welchem Wert sind ein langes Leben und viele Kinder, wenn man sich am Leben nicht erfreuen kann? Ob reich oder arm, jung oder alt, alle gehen beim Tod an einen Ort: ins Grab. F\u00fcr einen Menschen, der sich am Leben nicht richtig erfreut, bedeutet ein langes Leben, da\u00df er mehr Probleme und Schwierigkeiten w\u00e4hrend einer l\u00e4ngeren Zeit hat als jemand, der jung stirbt. Der vorzeitig Geborene, ein totgeborenes Kind, ist insofern besser daran, als es all die H\u00e4rten eines leeren, entt\u00e4uschenden Lebens nicht zu erdulden hat.<\/p>\n<p>    Salomo schreibt weiter: <\/p>\n<blockquote><p>\u201cAll die harte Arbeit der Menschen ist f\u00fcr ihren Mund, aber selbst ihre eigene Seele wird nicht gef\u00fcllt. Denn welchen Vorteil hat der Weise vor dem Unvern\u00fcnftigen? Was hat der Niedergedr\u00fcckte davon, zu wissen, wie er vor den Lebenden zu wandeln hat? Besser ist das Sehen mit den Augen als das Umherwandern der Seele. Auch das ist Nichtigkeit und ein Haschen nach Wind\u201d (Pred. 6:7-9).<\/p><\/blockquote>\n<p>    Die Menschen arbeiten hart, um das zu erlangen, was sie ben\u00f6tigen, um sich am Leben zu erhalten; sie arbeiten \u201cf\u00fcr ihren Mund\u201d. Doch dadurch werden ihre W\u00fcnsche, ja ihre innersten Sehns\u00fcchte selten befriedigt. Der weise, aber unzufriedene Mensch mag versuchen, W\u00fcnsche zu unterdr\u00fccken, die ihn beunruhigen, wohingegen der Tor ihnen nachgibt und sich keine Zur\u00fcckhaltung auferlegt. Das war offensichtlich der Grund f\u00fcr Salomos Fragen: \u201cDenn welchen Vorteil hat der Weise vor dem Unvern\u00fcnftigen? Was hat der Niedergedr\u00fcckte davon, zu wissen, wie er vor den Lebenden zu wandeln hat?\u201d W\u00e4hrend sowohl der Weise als auch der T\u00f6richte brennende W\u00fcnsche hegen m\u00f6gen, ist der Weise nicht im Vorteil. Genauso mag der Niedergedr\u00fcckte wissen, wie er die W\u00fcnsche, die ihn beunruhigen, vor anderen verbergen kann, doch dadurch werden sie nicht aus der Welt geschafft. Sie sind nicht in Erf\u00fcllung gegangen und beunruhigen ihn st\u00e4ndig. Auch er ist nicht besser daran als der Tor. Somit ist jemand wirklich weise, wenn er zufrieden ist, das genie\u00dft, was er hat und was er mit seinen Augen sehen kann, statt sehns\u00fcchtig nach etwas anderem auszublicken und sich durch sein starkes Verlangen des Friedens berauben zu lassen.<\/p>\n<p>    Man kann auch unzufrieden werden, wenn man nicht erkennt, da\u00df sich vieles einfach nicht \u00e4ndern l\u00e4\u00dft. Salomo sagte:<\/p>\n<blockquote><p> \u201cWas immer geworden ist, sein Name ist bereits ausgesprochen worden, und es ist bekanntgeworden, was der Mensch ist; und er vermag nicht, seine Rechtssache mit einem zu f\u00fchren, der st\u00e4rker ist als er\u201d (Pred. 6:10). <\/p><\/blockquote>\n<p>Ein Mann mag Reichtum erlangen und eine gute Stellung bekleiden. Aber er bleibt das, als was auch der erste Mensch bezeichnet wurde: ein Erdenmensch, \u2018ad\u00e1m (eine hebr\u00e4ische Bezeichnung, die von einem Wurzelwort abgeleitet ist, das \u201crot\u201d oder \u201cr\u00f6tlich\u201d bedeutet). Ja, er bleibt ein sterblicher Mensch, und er kann daher keinen Handel abschlie\u00dfen, um sich f\u00fcr immer am Leben zu erhalten. Der Psalmist dr\u00fcckt diesen Gedanken wie folgt aus: \u201cNicht einer von ihnen kann irgendwie selbst einen Bruder erl\u00f6sen noch Gott ein L\u00f6segeld f\u00fcr ihn geben (und der Erl\u00f6sungspreis ihrer Seele ist so kostbar, da\u00df er aufgeh\u00f6rt hat auf unabsehbare Zeit), da\u00df er immerdar fortleben und die Grube nicht sehen sollte\u201d (Ps. 49:7-9).<\/p>\n<p>    Selbst wenn alles gutgeht, ist das Leben in diesem System der Dinge sehr unsicher. Zeit und Umst\u00e4nde trifft sie alle, was die Ungewi\u00dfheit noch erh\u00f6ht. Deshalb warf Salomo die Fragen auf: <\/p>\n<blockquote><p>\u201cDa es viele Dinge gibt, die viel Nichtigkeit verursachen, welchen Vorteil hat ein Mensch? Denn wer wei\u00df, was f\u00fcr Gutes ein Mensch im Leben w\u00e4hrend der Zahl der Tage seines nichtigen Lebens hat, wenn er sie wie ein Schatten verbringt? Denn wer kann dem Menschen kundtun, was nach ihm unter der Sonne geschehen wird?\u201d (Pred. 6:11, 12).<\/p><\/blockquote>\n<p>    Hat ein Mensch, der materielle Besitzt\u00fcmer und Ansehen erlangt hat, wirklich einen Vorteil angesichts dessen, da\u00df der Tod all seinem Streben und Bem\u00fchen ein Ende bereitet? Wer kann wirklich sagen, welches weltliche Ziel \u2013 Reicht\u00fcmer, Ansehen, Macht \u2013 es wert ist, da\u00df man danach strebt? Wie oft halten doch Menschen etwas f\u00fcr w\u00fcnschenswert und sind dann, wenn sie es erworben haben, entt\u00e4uscht oder vielleicht sogar verbittert! Da\u00df das Leben so kurz ist und \u2018wie ein Schatten vergeht\u2019, verschlimmert die Sache nur noch. Es besteht keine M\u00f6glichkeit, Zeit zur\u00fcckzugewinnen und seine Bem\u00fchungen auf ein anderes Ziel zu richten. Und weil ein Mensch nicht bestimmen kann, was nach seinem Tod geschieht, ist es auch nicht wirklich befriedigend, f\u00fcr seine Kinder und Enkel in materieller Hinsicht zu sorgen und dabei geistige Interessen au\u00dfer acht zu lassen.<\/p>\n<p>    Wie nachdr\u00fccklich doch die Worte des Weisen die Notwendigkeit zeigen, zufrieden zu sein und das Leben auf vern\u00fcnftige Weise zu genie\u00dfen! Statt materialistische W\u00fcnsche aufkommen zu lassen, ist der wirklich Weise darauf bedacht, ein gutes Verh\u00e4ltnis zu Gott zu bewahren. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Quelle Wachtturm vom 1.September 1977 Was wollte der Weise damit sagen? Besitztum ohne Freude und Genu\u00df In seiner Betrachtung der Angelegenheiten des Menschen lie\u00df der weise K\u00f6nig Salomo die Umst\u00e4nde nicht au\u00dfer acht, die Menschen oft daran hindern k\u00f6nnen, sich an dem, was sie besitzen, zu erfreuen und es zu genie\u00dfen. 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