
{"id":2348,"date":"2011-06-14T19:39:43","date_gmt":"2011-06-14T18:39:43","guid":{"rendered":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=2348"},"modified":"2011-06-14T19:39:43","modified_gmt":"2011-06-14T18:39:43","slug":"die-nichtigkeit-des-strebens-nach-reichtum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=2348","title":{"rendered":"Die Nichtigkeit des Strebens nach Reichtum"},"content":{"rendered":"<p>DA DER H\u00f6chste der Sch\u00f6pfer des Himmels und der Erde ist, verdient er unsere Anerkennung und Ehrfurcht. K\u00f6nig Salomo legte darauf Nachdruck, als er schrieb: <\/p>\n<blockquote><p>\u201cBeh\u00fcte deine F\u00fc\u00dfe, wann immer du zum Hause des wahren Gottes gehst; und m\u00f6ge es eher ein Herzunahen zum H\u00f6ren sein, als um ein Schlachtopfer zu geben, wie die Unvern\u00fcnftigen es tun, denn sie sind sich nicht bewu\u00dft, da\u00df sie Schlechtes tun. Sei nicht eilig hinsichtlich deines Mundes; und was dein Herz betrifft, es sei nicht hastig, ein Wort vor dem wahren Gott vorzubringen. Denn der wahre Gott ist in den Himmeln, du aber bist auf der Erde. Darum sollte es sich zeigen, da\u00df deiner Worte wenige sind\u201d (Pred. 5:1, 2).<\/p><\/blockquote>\n<p>Wenn man sich an eine Anbetungsst\u00e4tte begibt, sollte man zu Recht daran denken, wohin man geht, und auf seine Schritte achten. Das \u201cHaus des wahren Gottes\u201d ist bestimmt kein Ort f\u00fcr sittlich unreine Personen oder f\u00fcr solche, die heilige Dinge nicht achten (Ps. 15:1-5). Es ist ein Ort zum \u201cH\u00f6ren\u201d, das hei\u00dft, auf Gottes Gebote zu achten oder sie zu befolgen.<\/p>\n<p>Man sollte nicht wie ein Unvern\u00fcnftiger handeln, der sein Denkverm\u00f6gen nicht gebraucht und einen Weg einschl\u00e4gt, der Gottes Geboten widerspricht. Der Unvern\u00fcnftige mag aus religi\u00f6sem Pflichtbewu\u00dftsein ein Opfer darbringen oder sich den Anschein der Fr\u00f6mmigkeit geben. Doch er \u00fcbersieht, da\u00df sein Opfer in den Augen Gottes dadurch wertlos, ja verabscheuungsw\u00fcrdig wird. Das wird in Spr\u00fcche 21:27 mit den Worten deutlich gemacht: \u201cDas Schlachtopfer des B\u00f6sen ist etwas Verabscheuungsw\u00fcrdiges, wieviel mehr, wenn einer es zusammen mit Z\u00fcgellosigkeit [&#8222;Sch\u00e4ndlichkeit im Herzen&#8220;, New English Bible] darbringt.\u201d<\/p>\n<p>Angesichts der Gr\u00f6\u00dfe Gottes \u2013 er wohnt in den h\u00f6chsten Himmeln \u2013 sollte sich jemand auch das, was er in seinen Gebeten sagt, gut \u00fcberlegen. Er sollte nicht zulassen, da\u00df sein Herz, das Organ, durch das er motiviert wird, ihn dazu anregt, impulsive, un\u00fcberlegte Worte zu \u00e4u\u00dfern. Wenn er betet, sollte er sich Gott in dem vollen Bewu\u00dftsein seiner Majest\u00e4t und W\u00fcrde nahen und nicht gedankenlos plappern. Es ist besser, wenige, aber von Herzen kommende, ehrf\u00fcrchtige Worte zu \u00e4u\u00dfern.<\/p>\n<p>Salomo bekr\u00e4ftigt diesen Gedanken durch eine sprichw\u00f6rtliche Redeweise, indem er weiter sagt:<\/p>\n<blockquote><p> \u201cDenn gewi\u00dflich kommt ein Traum zufolge der Menge der Besch\u00e4ftigung und die Stimme eines Unvern\u00fcnftigen zufolge der Menge der Worte\u201d (Pred. 5:3). <\/p><\/blockquote>\n<p>Wenn sich jemand unn\u00f6tigerweise mit materialistischen Gedanken besch\u00e4ftigt, sich ehrgeizige Ziele setzt und den Sch\u00f6pfer au\u00dfer acht l\u00e4\u00dft, kommt es zu selbsts\u00fcchtigen Tr\u00e4umen. Eine solche \u201cMenge der Besch\u00e4ftigung\u201d kann zu nichtigen Tr\u00e4umereien f\u00fchren und den Sinn des Betreffenden auch nachts besch\u00e4ftigt halten, ihn in eine Traumwelt versetzen und ihm den gesunden Schlaf rauben. Wie \u00fcbertriebene materialistische Interessen sinnlose Tr\u00e4ume mit sich bringen, so schafft auch unaufh\u00f6rliches Schwatzen Probleme. Schon nach kurzer Zeit verr\u00e4t die Stimme des Schwatzers, da\u00df sie einem Toren geh\u00f6rt. Er \u00e4u\u00dfert fast zwangsl\u00e4ufig sehr t\u00f6richte, unschickliche Worte. Deshalb sollte man sich vor gedankenlosem Reden h\u00fcten, und zwar, wie bereits gezeigt, besonders im Gebet.<\/p>\n<p>Bestimmt sollte man sich davor h\u00fcten, in Gel\u00fcbden gedankenlose Worte zu \u00e4u\u00dfern. Salomo sagte: <\/p>\n<blockquote><p>\u201cWann immer du Gott ein Gel\u00fcbde gelobst, z\u00f6gere nicht, es zu bezahlen, denn da ist kein Gefallen an den Unvern\u00fcnftigen. Was du gelobst, bezahle. Besser ist es, da\u00df du nicht gelobst, als da\u00df du gelobst und nicht bezahlst. Gestatte deinem Munde nicht, dein Fleisch zum S\u00fcndigen zu veranlassen, noch sage vor dem Engel, da\u00df es ein Versehen war. Warum sollte der wahre Gott wegen deiner Stimme in Zorn geraten und das Werk deiner H\u00e4nde zunichte machen m\u00fcssen?\u201d (Pred. 5:4-6).<\/p><\/blockquote>\n<p>Niemand ist irgendwie verpflichtet, Gott etwas zu geloben; ein Gel\u00fcbde erfolgt freiwillig. Deshalb sollte man es sich sehr gut \u00fcberlegen, um nicht \u00fcbereilt zu reden, wenn man Gott etwas feierlich verspricht. Wer z\u00f6gert, sein Gel\u00fcbde zu erf\u00fcllen, w\u00fcrde wie ein Unvern\u00fcnftiger handeln, das hei\u00dft wie jemand, der einen sittlichen Mangel aufweist und auf dessen Worte man sich nicht verlassen kann. Unbedachtes Reden des Mundes kann den Fleischesleib verpflichten, etwas zu tun, was sehr schwierig sein mag und dazu f\u00fchrt, da\u00df das Gel\u00fcbde nicht erf\u00fcllt wird, wodurch das Fleisch zum S\u00fcndigen veranla\u00dft wird. Wenn man, bevor man etwas gelobt, sorgf\u00e4ltig \u00fcberlegt, wird man nicht voreilig reden. Man wird dann nicht den Wunsch haben, von einem Gel\u00fcbde entbunden zu werden, mit dem Hinweis, man habe einen Fehler gemacht.<\/p>\n<p>Ein Gel\u00fcbde nicht zu erf\u00fcllen kann schwerwiegende Folgen haben. Jehova Gott k\u00f6nnte \u201cin Zorn geraten\u201d und einem zumindest teilweise seine Gunst und seinen Segen entziehen. Als Folge davon mag das, was der Betreffende aufgebaut hat, \u201cniedergerissen\u201d werden. Der Psalmist fa\u00dft den Gedanken treffend in den Worten zusammen: \u201cWenn Jehova selbst das Haus nicht baut, so ist es umsonst, da\u00df seine Bauleute hart daran gearbeitet haben. Wenn Jehova selbst die Stadt nicht beh\u00fctet, so ist es umsonst, da\u00df der W\u00e4chter st\u00e4ndig gewacht hat\u201d (Ps. 127:1).<\/p>\n<p>Salomo zeigt, wie man sich vor einem \u00fcbereilten Gel\u00fcbde h\u00fcten kann, indem er sagt: \u201cF\u00fcrchte den wahren Gott.\u201d Das bedeutet, Ehrfurcht vor dem Sch\u00f6pfer zu haben und nichts zu tun, wodurch man sein Mi\u00dffallen erregt. Wenn eine solche Furcht fehlt, treffen die folgenden Worte K\u00f6nig Salomos zu: <\/p>\n<blockquote><p>\u201cDenn wegen der Menge der Besch\u00e4ftigung gibt es Tr\u00e4ume, und es gibt Nichtigkeiten und Worte in Menge\u201d (Pred. 5:7). <\/p><\/blockquote>\n<p>Ja, wer sich zu sehr mit materiellen Dingen besch\u00e4ftigt, wird selbsts\u00fcchtige Tr\u00e4ume haben, die ihm die Ruhe rauben; er wird Entt\u00e4uschungen erleben, unter Frustrationen leiden, \u201cNichtigkeiten\u201d verfallen und gedankenlose Worte vor Gott \u00e4u\u00dfern, die dazu f\u00fchren k\u00f6nnen, da\u00df er vorschnell etwas gelobt und sein Gel\u00fcbde dann nicht erf\u00fcllt. Es ist daher wirklich vern\u00fcnftig, alles aus geb\u00fchrender Furcht vor Jehova Gott zu tun.<\/p>\n<p><strong>Warum man \u00fcber Bedr\u00fcckung nicht erstaunt sein sollte<\/strong><\/p>\n<p>W\u00e4hrend der ganzen Menschheitsgeschichte hat es viele Herrscher und hohe Beamte gegeben, die ihren eigenen Vorteil suchten und sich \u00fcber die Interessen des Volkes hinwegsetzten. So etwas kann f\u00fcr den einfachen Menschen besonders hart werden. Der weise K\u00f6nig Salomo schrieb:<\/p>\n<blockquote><p> \u201cWenn du irgendwelche Bedr\u00fcckung des Minderbemittelten und den gewaltsamen Entzug des Rechts und der Gerechtigkeit in einem Gerichtsbezirk siehst, so staune nicht \u00fcber die Angelegenheit, denn einer, der h\u00f6her ist als der Hohe, wacht, und da sind die, die hoch \u00fcber ihnen sind\u201d (Pred. 5:8). <\/p><\/blockquote>\n<p>Ja, die Korruption und die Ungerechtigkeiten niedriger Beamter sind oft nur ein Abglanz dessen, was sich Personen in noch h\u00f6heren Stellungen leisten. Gew\u00f6hnliche B\u00fcrger, die praktisch an unterster Stelle stehen, haben in einem solchen Fall unter der \u00fcberw\u00e4ltigenden Last der Bedr\u00fcckung zu leiden, die das korrupte Verhalten all jener Personen mit sich bringt.<\/p>\n<p>Nach seinen Worten \u00fcber diese Ungerechtigkeiten schrieb Salomo weiter: <\/p>\n<blockquote><p>\u201cAuch ist der Gewinn der Erde unter ihnen allen; f\u00fcr ein Feld ist dem K\u00f6nig selbst gedient worden\u201d (Pred. 5:9). <\/p><\/blockquote>\n<p>Young\u2019s Literal Translation of the Holy Bible gibt diesen Vers interessanterweise so wieder: \u201cUnd die F\u00fclle eines Landes ist f\u00fcr alle. Einem K\u00f6nig wird f\u00fcr ein Feld gedient.\u201d Auch die Wiedergabe dieses Verses in der alten griechischen Septuaginta-\u00dcbersetzung verdient Beachtung: \u201cUnd der Nutzen des Landes ist f\u00fcr jedermann \u2013 ein K\u00f6nig geh\u00f6rt zu dem bebauten Feld\u201d (Charles Thomson). \u201cAuch die F\u00fclle der Erde ist f\u00fcr jeden: der K\u00f6nig ist von dem bestellten Feld abh\u00e4ngig\u201d (Samuel Bagster and Sons Limited).<\/p>\n<p>Was bedeutet also dieser Vers? Folgendes: Die F\u00fclle, der Ertrag, der Gewinn des Landes oder der Erde ist f\u00fcr alle seine Bewohner; sie sind von dem abh\u00e4ngig, was das Land hervorbringt. Selbst der K\u00f6nig eines Landes bildet dabei keine Ausnahme. Aber das Land mu\u00df bearbeitet, bebaut oder bestellt werden, wenn es einen Ertrag bringen soll, der jemandes Bed\u00fcrfnis oder Vorliebe entspricht. Somit ist dem K\u00f6nig \u201cf\u00fcr ein Feld\u201d gedient worden, d. h. nicht im Austausch f\u00fcr ein Feld, sondern f\u00fcr die Ernte oder den reichlichen Ertrag eines Feldes, indem sein Feld bebaut, bestellt oder bearbeitet worden ist. Er mu\u00df seine Diener aussenden, so da\u00df sie das Feld bearbeiten oder bebauen, damit es einen gro\u00dfen Ertrag bringt (2. Chron. 26:1, 10). Wenn der K\u00f6nig seine Diener das Land nicht bes\u00e4en und bearbeiten l\u00e4\u00dft, kann er f\u00fcr sich und die k\u00f6nigliche Familie nichts ernten. Selbst ein K\u00f6nig darf es nicht als selbstverst\u00e4ndlich ansehen, da\u00df die Erde etwas hervorbringt. Im Einklang damit lautet Prediger 5:9 in einer alten syrischen \u00dcbersetzung: \u201c\u00dcberdies sind die Reicht\u00fcmer der Erde f\u00fcr alle; dem K\u00f6nig selbst wird dadurch gedient, da\u00df sein eigenes Feld bebaut wird\u201d (George M. Lamsa).<\/p>\n<p><strong>Die Nichtigkeit des Strebens nach Reichtum<\/strong><\/p>\n<p>Der weise K\u00f6nig Salomo beobachtete, da\u00df das Aufh\u00e4ufen materieller Besitzt\u00fcmer keine echte Befriedigung mit sich bringt. Er schrieb: <\/p>\n<blockquote><p>\u201cWer nur Silber liebt, wird mit Silber nicht ges\u00e4ttigt werden, noch jemand, der Reichtum liebt, mit Eink\u00fcnften. Auch das ist Nichtigkeit. Wenn der guten Dinge viele werden, werden der sie Essenden gewi\u00dflich viele. Und welchen Vorteil gibt es f\u00fcr ihren gro\u00dfen Besitzer, es sei denn, sie mit seinen Augen anzuschauen?\u201d (Pred. 5:10, 11).<\/p><\/blockquote>\n<p>Wer viel hat, ist nicht zufrieden, sondern m\u00f6chte mehr. Seine \u201cguten Dinge\u201d oder Reicht\u00fcmer mehren sich. Mehr Lohnarbeiter und Diener sind erforderlich, um sich aller Dinge anzunehmen, und diese werden f\u00fcr ihre Dienste entlohnt. Wegen der Gr\u00f6\u00dfe seines Reichtums kann der Eigent\u00fcmer jedoch nicht selbst seinen ganzen Reichtum genie\u00dfen. Er kann zum Beispiel immer nur ein bestimmtes Kleidungsst\u00fcck tragen und nur eine bestimmte Menge einer Speise oder eines Getr\u00e4nks genie\u00dfen. So besteht sein Lohn letzten Endes darin, da\u00df er seinen angeh\u00e4uften Reichtum sehen und damit prahlen kann, da\u00df er ihn besitzt. Wenn er habs\u00fcchtig ist, kann es sogar sein, da\u00df es ihm mi\u00dff\u00e4llt, etwas von seinem Reichtum abzutreten, um f\u00fcr den Lebensunterhalt der Diener und gedungenen Arbeiter zu sorgen.<\/p>\n<p>\u00dcberdies mag sich der Reiche sehr gro\u00dfe Sorgen um sein Eigentum machen. Im Gegensatz zu dem gew\u00f6hnlichen Arbeiter, der keinen gr\u00f6\u00dferen Besitz hat, um den er sich Sorgen machen m\u00fc\u00dfte, kann der Reiche durch seine Sorgen um seine Besitzt\u00fcmer davon abgehalten werden, sich niederzulegen, um eine friedliche Nachtruhe zu genie\u00dfen. Salomo bemerkte: <\/p>\n<blockquote><p>\u201cS\u00fc\u00df ist der Schlaf des Dienenden, ungeachtet, ob es wenig oder viel sei, was er i\u00dft; aber der \u00dcberflu\u00df, der dem Reichen geh\u00f6rt, l\u00e4\u00dft ihn nicht schlafen\u201d (Pred. 5:12).<\/p><\/blockquote>\n<p>Zufolge der im Leben auftretenden Unsicherheiten kann jemand, der fortw\u00e4hrend Reichtum anh\u00e4uft, pl\u00f6tzlich zu seinem Entsetzen verarmen, und das zu einer Zeit, da es f\u00fcr ihn am unwahrscheinlichsten ist, damit fertig zu werden. Salomo wies darauf hin, als er schrieb:<\/p>\n<blockquote><p> \u201cDa ist ein schlimmes Ungl\u00fcck, das ich unter der Sonne gesehen habe: Reichtum, der f\u00fcr seinen gro\u00dfen Besitzer zu seinem Ungl\u00fcck aufbewahrt wird. Und dieser Reichtum ist zufolge einer ungl\u00fccklichen Besch\u00e4ftigung zugrunde gegangen, und er ist Vater eines Sohnes geworden, w\u00e4hrend gar nichts in seiner Hand ist\u201d (Pred. 5:13, 14).<\/p><\/blockquote>\n<p>Man stelle sich einmal vor, welch gro\u00dfe Trag\u00f6die hier beschrieben wird! Ein Mann arbeitet hart und wird wohlhabend. Doch statt etwas von den Fr\u00fcchten seiner Arbeit zu genie\u00dfen, hortet er lediglich seinen Reichtum. Das tut er nur zu seinem Schaden, denn er versagt sich die normalen Annehmlichkeiten, die er sich leisten k\u00f6nnte. Au\u00dferdem ist er sehr darum besorgt, sein Verm\u00f6gen zu behalten und es zu vermehren. Schlie\u00dflich geht ihm alles durch ein Mi\u00dfgeschick, eine \u201cungl\u00fcckliche Besch\u00e4ftigung\u201d, vielleicht durch ein verh\u00e4ngnisvolles gewagtes Gesch\u00e4ft, verloren. Solange er also seinen Reichtum noch besa\u00df, geno\u00df er ihn nicht, und als er endlich Vater eines Sohnes wurde, war nicht einmal mehr ein Erbe vorhanden, an dem sich sein Sohn erfreuen konnte.<\/p>\n<p>Als n\u00e4chstes macht Salomo auf einen weiteren Gesichtspunkt aufmerksam, der das Anh\u00e4ufen gro\u00dfen Reichtums zur Nichtigkeit werden l\u00e4\u00dft. Wir lesen:<\/p>\n<blockquote><p> \u201cGleichwie einer aus dem Leibe seiner Mutter hervorgekommen ist, wird einer nackt wieder weggehen, so, wie einer gekommen ist; und f\u00fcr seine harte Arbeit kann einer \u00fcberhaupt nichts davontragen, was er mit seiner Hand mitnehmen k\u00f6nnte. Und auch das ist ein schweres Ungl\u00fcck: Gleichwie einer gekommen ist, so wird einer weggehen; und welchen Gewinn gibt es f\u00fcr den, der fortw\u00e4hrend f\u00fcr den Wind hart arbeitet?\u201d (Pred. 5:15, 16). <\/p><\/blockquote>\n<p>Ja, beim Tode wird alle M\u00fche, die aufgewandt wurde, um Reicht\u00fcmer anzuh\u00e4ufen, absolut nichts bedeuten. Auf seinem Totenbett versp\u00fcrt jemand, der Reichtum angeh\u00e4uft hat, nicht einmal die Befriedigung, zu wissen, da\u00df er zum Gl\u00fcck anderer beigetragen hat.<\/p>\n<p>Welch einen Preis doch der Geizige f\u00fcr sein uners\u00e4ttliches Verlangen nach Geld bezahlt! Salomo sagt weiter: <\/p>\n<blockquote><p>\u201cAuch ist er alle seine Tage in der Finsternis selbst, mit sehr viel Verdru\u00df, mit Krankheit seinerseits und Ursache zu heftigem Zorn\u201d (Pred. 5:17). <\/p><\/blockquote>\n<p>Ein solcher Mensch ist nicht gl\u00fccklich. Sein ganzes Leben ist freudlos. Er g\u00f6nnt sich nicht einmal das Essen, aus lauter Angst, sein Reichtum k\u00f6nnte sich ein wenig verringern. Er hat eine ungesunde geistige Einstellung, die an seiner k\u00f6rperlichen Gesundheit nagen mag. Wenn er krank ist, macht er sich Sorgen dar\u00fcber, da\u00df er ruhen mu\u00df und sich nicht seinen Arbeiten widmen kann. Er ist \u00fcber alles besorgt und beunruhigt, was ihn daran hindern k\u00f6nnte, noch reicher zu werden.<\/p>\n<p>Ja, eine solch materialistische Lebensweise lohnt sich nicht; ein solches Leben ist inhaltslos. Deshalb empfiehlt Salomo, man solle die Fr\u00fcchte seiner harten Arbeit genie\u00dfen, indem er sagt: <\/p>\n<blockquote><p>\u201cSiehe! Das Beste, das ich selbst gesehen habe, das sch\u00f6n ist, ist, da\u00df einer esse und trinke und Gutes sehe f\u00fcr all seine harte Arbeit, womit er hart arbeitet unter der Sonne w\u00e4hrend der Zahl der Tage seines Lebens, die der wahre Gott ihm gegeben hat, denn das ist sein Teil\u201d (Pred. 5:18).\n<\/p><\/blockquote>\n<p>\u00dcber die guten Auswirkungen auf den Betreffenden sagt Salomo: <\/p>\n<blockquote><p>\u201cAuch jeden Menschen, dem der wahre Gott Reichtum und materielle Besitzt\u00fcmer gegeben hat, den hat er ja erm\u00e4chtigt, davon zu essen und seinen Teil wegzutragen und sich in seiner harten Arbeit zu freuen. Das ist die Gabe Gottes. Denn nicht oft w\u00fcrde er der Tage seines Lebens gedenken, weil der wahre Gott ihn mit dem besch\u00e4ftigt, was sein Herz erfreut\u201d (Pred. 5:19, 20).<\/p><\/blockquote>\n<p>Ein Mensch, der seinen Wohlstand als eine Gabe Gottes anerkennt, wird seine Reicht\u00fcmer nicht horten, sondern sie dazu verwenden, andere zu erfreuen. Ein solcher Mensch wird eine ausgeglichene Ansicht \u00fcber seine Besitzt\u00fcmer haben, weil er sich von gottgef\u00e4lliger Weisheit leiten l\u00e4\u00dft. Daher hat er Freude an seinem Besitz. Jehova Gott hat ihn erm\u00e4chtigt, sich an Speisen und Getr\u00e4nken insofern zu erfreuen, als er ihm die Weisheit verliehen hat, von materiellen Dingen rechten Gebrauch zu machen. Gleichzeitig ist der Betreffende nicht \u00fcberm\u00e4\u00dfig wegen der K\u00fcrze des Lebens und seiner Probleme und Unsicherheiten besorgt. Nein, er findet in seinem Leben so viel Freude am Gutestun, da\u00df die negativen Gesichtspunkte in seinem Denken nicht dominieren. Er freut sich von Herzen.<\/p>\n<p>Wer bestrebt ist, sich am Leben auf vern\u00fcnftige Weise zu erfreuen, handelt bestimmt weise. Ihm bleiben die Entt\u00e4uschungen derer erspart, die ausschlie\u00dflich materialistische Interessen verfolgen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DA DER H\u00f6chste der Sch\u00f6pfer des Himmels und der Erde ist, verdient er unsere Anerkennung und Ehrfurcht. 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