
{"id":2318,"date":"2011-06-08T14:10:18","date_gmt":"2011-06-08T13:10:18","guid":{"rendered":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=2318"},"modified":"2011-06-08T14:11:32","modified_gmt":"2011-06-08T13:11:32","slug":"%e2%80%9eder-kluge-achtet-auf-seine-schritte%e2%80%9c","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=2318","title":{"rendered":"\u201eDer Kluge achtet auf seine Schritte\u201c"},"content":{"rendered":"<p><strong><\/p>\n<h3>\u201eDer Kluge achtet auf seine Schritte\u201c<\/h3>\n<p><\/strong><\/p>\n<p>EIN kluger Mensch ist geschickt und intelligent, hat ein gutes Urteilsverm\u00f6gen und ein scharfes Wahrnehmungsverm\u00f6gen, ist besonnen und umsichtig, weit blickend und vern\u00fcnftig. Er ist weder verschlagen, noch manipuliert er andere. In Spr\u00fcche 13:16 hei\u00dft es: \u201eJeder Kluge wird mit Kenntnis handeln.\u201c Ja, Klugheit ist ein w\u00fcnschenswerter Charakterzug.<\/p>\n<p>Wie k\u00f6nnen wir diese Eigenschaft in unserem Alltag ausleben? Wie zeigt sie sich an unseren Entscheidungen sowie an der Art, wie wir mit anderen umgehen oder wie wir in den unterschiedlichsten Situationen reagieren? Welche Vorteile hat sie f\u00fcr uns? Wovor sch\u00fctzt sie uns? Die praktischen Antworten, die K\u00f6nig Salomo von Israel auf diese Fragen gab, sind in Spr\u00fcche 14:12-25 aufgezeichnet.<\/p>\n<p><strong>Klug entscheiden<\/strong><\/p>\n<p>Klug entscheiden und sein Leben erfolgreich gestalten kann ganz eindeutig nur jemand, der zwischen Richtig und Falsch zu unterscheiden wei\u00df. Die Bibel sagt allerdings warnend: \u201eEs gibt einen Weg, der vor einem Mann gerade ist, aber sein Ende sind danach die Wege des Todes\u201c (Spr\u00fcche 14:12). Wir m\u00fcssen also unterscheiden lernen zwischen dem, was wirklich richtig ist, und dem, was nur richtig zu sein scheint. Die Formulierung \u201edie Wege des Todes\u201c verr\u00e4t, dass es etliche Wege gibt, die in die Irre f\u00fchren und vor denen wir uns h\u00fcten m\u00fcssen. Betrachten wir einige Beispiele.<\/p>\n<p>Die Reichen und Ber\u00fchmten der Welt sind allgemein gut angesehen und werden bewundert. Ihr gesellschaftlicher und finanzieller Erfolg k\u00f6nnte zu dem Schluss verleiten, sie w\u00fcrden alles richtig machen. Aber mit was f\u00fcr Mitteln haben denn viele von ihnen Reichtum und Ber\u00fchmtheit erworben? Haben sie sich immer rechtschaffen und moralisch einwandfrei verhalten? Oder wie steht es mit Personen, die mit bewundernswertem Eifer ihre religi\u00f6se \u00dcberzeugung vertreten? Beweist ihre Aufrichtigkeit allein, dass ihre Ansichten auch richtig sind? (R\u00f6mer 10:2, 3).<\/p>\n<p>Ein Weg kann auch deshalb gerade erscheinen, weil man sich selbst etwas vormacht. Wer sich bei seinen Entscheidungen davon leiten l\u00e4sst, was er pers\u00f6nlich f\u00fcr richtig h\u00e4lt, verl\u00e4sst sich auf sein Herz \u2014 ein verr\u00e4terischer Wegweiser (Jeremia 17:9). Ist unser Gewissen nicht geschult, halten wir einen verkehrten Weg wom\u00f6glich f\u00fcr richtig. Was kann uns denn helfen, uns f\u00fcr den richtigen Weg zu entscheiden?<\/p>\n<p>Um \u2018zwischen Recht und Unrecht unterscheiden\u2019 zu lernen, m\u00fcssen wir unbedingt eifrig die tiefen Wahrheiten aus Gottes Wort studieren. Au\u00dferdem m\u00fcssen wir biblische Grunds\u00e4tze umsetzen und so unser \u2018Wahrnehmungsverm\u00f6gen durch Gebrauch \u00fcben\u2019 (Hebr\u00e4er 5:14). Wir m\u00fcssen sehr aufpassen, dass wir uns nicht durch einen Weg, der nur so scheint, als sei er gerade, von dem \u2018eingeengten Weg, der zum Leben f\u00fchrt\u2019, abbringen lassen (Matth\u00e4us 7:13, 14).<\/p>\n<p><strong>Wenn \u2018das Herz Schmerz empfindet\u2019<\/strong><\/p>\n<p>K\u00f6nnen wir gl\u00fccklich sein, wenn wir keinen inneren Frieden haben? Kann tief sitzender Schmerz durch Lachen und \u00dcbermut gelindert werden? W\u00e4re es klug, wenn ein deprimierter Mensch versuchen w\u00fcrde, seine Gef\u00fchle in Alkohol zu ertr\u00e4nken, ihnen mithilfe von Drogen zu entfliehen oder sie durch ein ausschweifendes Leben zu verdr\u00e4ngen? Die Antwort ist Nein. \u201eAuch beim Lachen kann das Herz Schmerz empfinden\u201c, sagt der weise K\u00f6nig (Spr\u00fcche 14:13a).<\/p>\n<p>Schmerz l\u00e4sst sich wohl hinter einem Lachen verbergen, aber geheilt wird man dadurch nicht. Die Bibel sagt: \u201eF\u00fcr alles gibt es eine bestimmte Zeit.\u201c Ja, es gibt \u201eeine Zeit zum Weinen und eine Zeit zum Lachen; eine Zeit zum Klagen und eine Zeit zum Herumh\u00fcpfen\u201c (Prediger 3:1, 4). Falls wir anhaltend deprimiert sind, m\u00fcssen wir etwas dagegen unternehmen und n\u00f6tigenfalls \u201egeschickte Lenkung\u201c suchen (Spr\u00fcche 24:6). Lachen und Zerstreuung haben ihren Wert, aber der ist vergleichsweise gering. Vor unpassenden Vergn\u00fcgungen und der \u00fcbertriebenen Jagd danach warnt Salomo mit den Worten: \u201eKummer ist das, worin Freude endet\u201c (Spr\u00fcche 14:13b).<\/p>\n<p><strong>Der treulose und der gute Mensch \u2014 Inwiefern \u201esatt\u201c?<\/strong><\/p>\n<p>Weiter erkl\u00e4rt der K\u00f6nig von Israel: \u201eWer treulosen Herzens ist, wird von den Folgen seiner eigenen Wege satt werden, der gute Mann aber von den Folgen seiner Handlungsweise\u201c (Spr\u00fcche 14:14). Wie werden der treulose und der gute Mensch jeweils von den Folgen ihrer Handlungsweise \u201esatt\u201c oder zufrieden?<\/p>\n<p>Einen treulosen Menschen k\u00fcmmert es nicht, dass er Gott Rechenschaft schuldig ist. Zu tun, was in den Augen Jehovas richtig ist, h\u00e4lt er deshalb f\u00fcr unwichtig (1. Petrus 4:3-5). Was ihm sein materialistischer Lebensstil bietet, macht ihn \u201esatt\u201c oder zufrieden (Psalm 144:11-15a). Dem guten Menschen hingegen liegt viel an seinem Verh\u00e4ltnis zu Gott. Bei allem, was er tut, h\u00e4lt er sich an Gottes gerechte Ma\u00dfst\u00e4be. Ihn machen die Ergebnisse zufrieden, weil Jehova sein Gott ist und ihm der Dienst f\u00fcr den H\u00f6chsten mehr Freude macht als alles andere (Psalm 144:15b).<\/p>\n<p><strong>Nicht \u2018jedem Wort glauben\u2019<\/strong><\/p>\n<p>Salomo stellt die Wege der Unerfahrenen denen der Klugen gegen\u00fcber, indem er sagt: \u201eEin Unerfahrener glaubt jedem Wort, aber der Kluge achtet auf seine Schritte\u201c (Spr\u00fcche 14:15). Ein Kluger ist nicht leichtgl\u00e4ubig. Er glaubt nicht gleich alles, was er h\u00f6rt, und l\u00e4sst nicht andere f\u00fcr sich denken, sondern er \u00fcberlegt genau, was er tut. Er verschafft sich einen \u00dcberblick \u00fcber alle verf\u00fcgbaren Fakten und handelt dann diesem Wissen entsprechend.<\/p>\n<p>Nehmen wir als Beispiel die Frage: \u201eGibt es einen Gott?\u201c Der Unerfahrene neigt dazu, dasselbe zu glauben wie die Allgemeinheit oder wie prominente Pers\u00f6nlichkeiten. Der Kluge dagegen nimmt sich Zeit, die Fakten zu untersuchen. Er denkt \u00fcber Bibeltexte wie R\u00f6mer 1:20 und Hebr\u00e4er 3:4 nach. In Glaubensfragen orientiert er sich nicht einfach an dem, was religi\u00f6se F\u00fchrer sagen, sondern \u201epr\u00fcft die inspirierten \u00c4u\u00dferungen, um zu sehen, ob sie von Gott stammen\u201c (1. Johannes 4:1).<\/p>\n<p>Nicht \u2018jedem Wort zu glauben\u2019 ist wirklich klug! Wer in der Christenversammlung mit der Aufgabe betraut ist, Rat zu geben, muss sich das besonders zu Herzen nehmen. Ein Ratgeber braucht unbedingt ein vollst\u00e4ndiges Bild von einer Sache. Er muss gut zuh\u00f6ren und von jeder Seite Fakten sammeln, damit sein Rat nicht unzuverl\u00e4ssig oder einseitig ist (Spr\u00fcche 18:13; 29:20).<\/p>\n<p><strong>\u201eDer Mann von Denkverm\u00f6gen wird gehasst\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Auf einen weiteren Unterschied zwischen dem Klugen und dem Toren weist der K\u00f6nig von Israel mit folgenden Worten hin: \u201eDer Weise f\u00fcrchtet sich und wendet sich von Schlechtem ab, der Unvern\u00fcnftige aber ger\u00e4t in heftigen Zorn und ist voller Selbstvertrauen. Wer schnell ist zum Zorn, wird Torheit begehen, aber der Mann von Denkverm\u00f6gen wird gehasst\u201c (Spr\u00fcche 14:16, 17).<\/p>\n<p>Ein weiser Mensch f\u00fcrchtet sich vor den Folgen einer falschen Handlungsweise. Deshalb ist er vorsichtig und froh \u00fcber jeden Rat, der ihn vor Schlechtem bewahren kann. Der Unvern\u00fcnftige kennt eine solche Furcht nicht. Selbstsicher schl\u00e4gt er den Rat anderer arrogant in den Wind. Weil er schnell w\u00fctend wird, handelt er t\u00f6richt. Aber warum wird ein Mann von Denkverm\u00f6gen gehasst?<\/p>\n<p>In Hebr\u00e4isch kann der Ausdruck \u201eDenkverm\u00f6gen\u201c zweierlei bedeuten. Im positiven Sinn kann damit Unterscheidungsverm\u00f6gen oder Klugheit gemeint sein (Spr\u00fcche 1:4; 2:11; 3:21). Im negativen Sinn kann der Begriff f\u00fcr b\u00f6se Ideen oder arglistige Absichten stehen (Psalm 37:7; Spr\u00fcche 12:2; 24:8).<\/p>\n<p>Falls sich die Formulierung \u201eMann von Denkverm\u00f6gen\u201c auf einen R\u00e4nkeschmied bezieht, versteht sich von selbst, warum so jemand gehasst wird. Aber auch wenn sie positiv gemeint ist, kann ein Mann von Denkverm\u00f6gen durchaus gehasst werden, und zwar von Menschen, denen diese Eigenschaft fehlt. Zum Beispiel werden diejenigen, die ihren Verstand gebrauchen und sich daf\u00fcr entscheiden, \u201ekein Teil der Welt\u201c zu sein, von der Welt gehasst (Johannes 15:19). Christliche Jugendliche, die sich mit Denkverm\u00f6gen gegen sch\u00e4dlichen Gruppenzwang zur Wehr setzen, um nicht falsch zu handeln, werden ausgelacht. Genau genommen werden alle wahren Anbeter von der Welt, die in der Macht Satans, des Teufels, liegt, gehasst (1. Johannes 5:19).<\/p>\n<p><strong>\u201eSchlechte Menschen werden sich vor den Guten niederbeugen m\u00fcssen\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Es gibt noch ein Gebiet, auf dem sich die Klugen von den Unerfahrenen unterscheiden: \u201eDie Unerfahrenen werden gewiss von Torheit Besitz ergreifen, aber die Klugen werden Erkenntnis als Kopfschmuck tragen\u201c (Spr\u00fcche 14:18). Aus Mangel an Unterscheidungsverm\u00f6gen entscheiden sich die Unerfahrenen f\u00fcr Torheit. Sie wird zu ihrem Los im Leben. Erkenntnis schm\u00fcckt dagegen die Klugen, wie eine Krone einen K\u00f6nig schm\u00fcckt.<\/p>\n<p>\u201eSchlechte Menschen werden sich vor den Guten niederbeugen m\u00fcssen und die b\u00f6sen Menschen an den Toren des Gerechten\u201c, sagt der weise K\u00f6nig (Spr\u00fcche 14:19). Mit anderen Worten: Die Guten werden letztlich \u00fcber die B\u00f6sen siegen. Ein Beispiel daf\u00fcr sind Gottes Diener heute, die immer zahlreicher werden und einem besseren Lebensweg folgen. \u2026.<\/p>\n<p><strong>\u2018Den Niedergedr\u00fcckten Gunst erweisen\u2019<\/strong><\/p>\n<p>Salomo kommentiert die menschliche Natur mit den Worten: \u201eSelbst f\u00fcr seinen Mitmenschen ist ein Minderbemittelter ein Gegenstand des Hasses, aber des Reichen Freunde sind viele\u201c (Spr\u00fcche 14:20). Ist das nicht sehr treffend? Unvollkommene Menschen mit ihrem Hang zur Selbstsucht neigen dazu, Reiche vor Armen zu bevorzugen. Ein reicher Mensch hat zwar viele Freunde, aber sie sind genauso verg\u00e4nglich wie sein Reichtum. Sollten wir uns also nicht davor h\u00fcten, uns mit Geld oder Schmeicheleien Freunde machen zu wollen?<\/p>\n<p>Was aber, wenn wir bei einem ehrlichen Blick in den Spiegel eine Neigung erkennen, uns bei Reichen anzubiedern und jemand mit wenig Mitteln gering zu sch\u00e4tzen? Dann m\u00fcssen wir uns bewusst machen, dass die Bibel solche Parteilichkeit verurteilt. Sie sagt: \u201eWer seinen eigenen Mitmenschen verachtet, s\u00fcndigt, aber gl\u00fccklich ist, wer den Niedergedr\u00fcckten Gunst erweist\u201c (Spr\u00fcche 14:21).<\/p>\n<p>Menschen in schwierigen Lebenslagen sollten wir beistehen (Jakobus 1:27). Wie k\u00f6nnen wir das tun? Indem wir sie mit \u2018den Mitteln dieser Welt zum Lebensunterhalt\u2019 versorgen, was Geld, Nahrungsmittel, Obdach, Kleidung und pers\u00f6nliche Betreuung einschlie\u00dfen kann (1. Johannes 3:17). Wer solchen Personen Gunst erweist, ist gl\u00fccklich, denn \u201ebegl\u00fcckender ist Geben als Empfangen\u201c (Apostelgeschichte 20:35).<\/p>\n<p><strong>Wie ergeht es ihnen?<\/strong><\/p>\n<p>Der Grundsatz \u201eWas immer ein Mensch s\u00e4t, das wird er auch ernten\u201c gilt f\u00fcr den Klugen genauso wie f\u00fcr den Toren (Galater 6:7). Der eine tut Gutes, der andere ersinnt Unheil. \u201eWerden nicht die, die Unheil ersinnen, irregehen?\u201c, fragt der weise K\u00f6nig. Die Antwort lautet Ja. \u201eAber liebende G\u00fcte und Wahrhaftigkeit gibt es hinsichtlich derer, die Gutes ersinnen\u201c (Spr\u00fcche 14:22). Wer Gutes tut, erwirbt sich das Wohlwollen seiner Mitmenschen und wird von Gott mit liebender G\u00fcte belohnt.<\/p>\n<p>Erfolg bringt Salomo mit harter Arbeit in Verbindung, Misserfolg dagegen mit viel Reden und wenig Tun, wenn er sagt: \u201eDurch jederlei M\u00fche ergibt sich ein Vorteil, aber blo\u00dfes Lippenwort f\u00fchrt zum Mangel\u201c (Spr\u00fcche 14:23). Dieser Grundsatz l\u00e4sst sich zweifellos auf unser Glaubensleben anwenden. Wenn wir uns im christlichen Dienst nach besten Kr\u00e4ften anstrengen, erleben wir, wie lohnend es ist, vielen anderen die lebensrettende Wahrheit aus Gottes Wort zu bringen. Treu jede theokratische Aufgabe zu erledigen, die uns \u00fcbertragen wird, bringt uns ebenfalls Freude und Befriedigung.<\/p>\n<p>\u201eDie Krone der Weisen ist ihr Reichtum; die Torheit der Unvern\u00fcnftigen ist Torheit\u201c, hei\u00dft es in Spr\u00fcche 14:24. Das kann bedeuten, dass Weisheit der Reichtum ist, nach dem die Weisen streben, und dass sie sie kr\u00f6nt oder schm\u00fcckt. Die Toren hingegen erreichen nichts als Torheit. Laut einem Nachschlagewerk k\u00f6nnte dieser Spruch auch andeuten, dass \u201eReichtum die schm\u00fcckt, die gut damit umzugehen wissen, . . . wohingegen Toren nur ihre Torheit haben\u201c. Auf jeden Fall ergeht es einem Weisen besser als einem Toren.<\/p>\n<p>\u201eEin wahrhaftiger Zeuge befreit Seelen\u201c, erkl\u00e4rt der K\u00f6nig von Israel, \u201eein tr\u00fcgerischer aber bringt nur L\u00fcgen vor\u201c (Spr\u00fcche 14:25). Das trifft nat\u00fcrlich in einem Rechtsverfahren besonders zu, es hat aber auch eine Bedeutung f\u00fcr unseren Predigtdienst. Wenn wir die gute Botschaft vom K\u00f6nigreich verk\u00fcndigen und J\u00fcnger machen, legen wir unter anderem Zeugnis ab f\u00fcr die Wahrhaftigkeit des Wortes Gottes. Dieses Zeugnis befreit Menschen mit der richtigen Herzenseinstellung von der falschen Religion und rettet Leben. Dadurch dass wir best\u00e4ndig auf uns und auf unser Lehren Acht geben, werden wir sowohl uns selbst als auch die retten, die auf uns h\u00f6ren (1. Timotheus 4:16). Das wollen wir bestimmt alle weiter tun und dabei in jedem Bereich unseres Lebens klug handeln.<\/p>\n<p><strong>\u201eDie Furcht Jehovas \u2014 das ist Weisheit\u201c<\/strong><br \/>\n\u2026<br \/>\n.<br \/>\n<strong>Woher \u201estarkes Vertrauen\u201c kommt<\/strong><\/p>\n<p>Salomo schreibt: \u201eIn der Furcht Jehovas liegt ein starkes Vertrauen, und f\u00fcr seine S\u00f6hne wird es eine Zuflucht geben\u201c (Spr\u00fcche 14:26). Die Zuversicht eines gottesf\u00fcrchtigen Menschen st\u00fctzt sich auf niemand anderen als auf den loyalen und allm\u00e4chtigen Gott, Jehova. Es verwundert daher nicht, dass ein solcher Mensch vertrauensvoll in die Zukunft schaut. Ihm steht eine endlose und gesegnete Zukunft bevor.<\/p>\n<p>Was kann man jedoch \u00fcber die Zukunft derer sagen, die auf die Welt vertrauen \u2014 auf ihre Pl\u00e4ne, ihre Einrichtungen, ihre verschiedenen Ideologien und auf das, was sie materiell zu bieten hat? Welche Zukunft sich solche Menschen auch immer erhoffen, sie ist von kurzer Dauer, denn in der Bibel hei\u00dft es: \u201eDie Welt vergeht und ebenso ihre Begierde, wer aber den Willen Gottes tut, bleibt immerdar\u201c (1. Johannes 2:17). Gibt es also irgendeinen Grund, \u201edie Welt\u201c oder \u201edie Dinge in der Welt\u201c zu lieben? (1. Johannes 2:15).<\/p>\n<p>Wie k\u00f6nnen gottesf\u00fcrchtige Eltern daf\u00fcr sorgen, dass es f\u00fcr ihre Kinder \u201eeine Zuflucht geben\u201c wird? Der Psalmist sang: \u201eKommt, ihr S\u00f6hne, h\u00f6rt mir zu; die Furcht Jehovas ist, was ich euch lehren werde\u201c (Psalm 34:11). Kinder wachsen eher zu M\u00e4nnern und Frauen mit einem starken Vertrauen auf Jehova heran, wenn sie durch das Beispiel und die Unterweisung der Eltern lernen, Gott zu f\u00fcrchten (Spr\u00fcche 22:6).<\/p>\n<p>\u201eDie Furcht Jehovas ist ein Born des Lebens, um sich abzuwenden von den Schlingen des Todes\u201c, schreibt Salomo weiter (Spr\u00fcche 14:27). Die Furcht Jehovas ist \u201eein Born des Lebens\u201c, da der wahre Gott der \u201eQuell lebendigen Wassers\u201c ist (Jeremia 2:13). Erkenntnis \u00fcber Jehova und Jesus Christus in uns aufzunehmen kann f\u00fcr uns ewiges Leben bedeuten (Johannes 17:3). Gottesfurcht bewahrt uns auch vor den Schlingen des Todes. Wie? In Spr\u00fcche 13:14 hei\u00dft es: \u201eDas Gesetz des Weisen ist ein Quell des Lebens, um jemand von den Schlingen des Todes wegzuwenden.\u201c Sind wir nicht vor gef\u00e4hrlichen Handlungen und Gef\u00fchlsregungen, die vorzeitig zum Tod f\u00fchren k\u00f6nnen, gesch\u00fctzt, wenn wir Jehova f\u00fcrchten, sein Gesetz beachten und unsere Schritte von seinem Wort lenken lassen?<\/p>\n<p><strong>\u201eEines K\u00f6nigs Schmuck\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Die meiste Zeit seiner Regentschaft war Salomo ein gottesf\u00fcrchtiger K\u00f6nig und gehorchte Jehova. Das trug zu seinem Gelingen bei. Woran kann man den Erfolg der Herrschaft eines K\u00f6nigs messen? Spr\u00fcche 14:28 sagt dazu: \u201eIn der Menge des Volkes besteht eines K\u00f6nigs Schmuck, aber der Mangel an Bev\u00f6lkerung ist das Verderben einer hohen Amtsperson.\u201c Wie gut ein K\u00f6nig regiert, kann man am Wohlergehen seiner Untertanen ablesen. M\u00f6chten viele B\u00fcrger gern weiterhin unter seiner Herrschaft leben, spricht das f\u00fcr ihn als Regenten. Salomo hatte \u201eUntertanen . . . von [dem Roten] Meer zu [dem Mittell\u00e4ndischen] Meer und von dem STROM [Euphrat] bis zu den Enden der Erde\u201c (Psalm 72:6-8). Seine Herrschaft zeichnete sich durch beispiellosen Frieden und Wohlstand aus (1. K\u00f6nige 4:24, 25). Salomo hatte Gelingen. Missf\u00e4llt eine Regierung dagegen dem Volk, ist das f\u00fcr den Regierenden eine Schande.<br \/>\n\u2026<br \/>\n<strong>Vorteile f\u00fcr K\u00f6rper und Geist<\/strong><\/p>\n<p>Ehrerbietige Gottesfurcht kann uns innere Ruhe und Gelassenheit schenken. Zu den vielen Aspekten der Weisheit geh\u00f6ren n\u00e4mlich gute Urteilskraft und Unterscheidungsverm\u00f6gen. In Spr\u00fcche 14:29 hei\u00dft es: \u201eWer langsam ist zum Zorn, hat F\u00fclle von Unterscheidungsverm\u00f6gen, wer aber ungeduldig ist, erh\u00f6ht Torheit.\u201c Unterscheidungsverm\u00f6gen l\u00e4sst uns erkennen, wie sch\u00e4dlich sich unkontrollierter Zorn auf unsere geistige Gesinnung auswirkt. \u201eFeindschaften, Streit, Eifersucht, Wutausbr\u00fcche, Wortz\u00e4nkereien\u201c sind unter den Werken aufgelistet, die dazu f\u00fchren k\u00f6nnen, dass wir \u201eGottes K\u00f6nigreich nicht erben\u201c (Galater 5:19-21). Sogar berechtigten Zorn sollten wir nicht n\u00e4hren (Epheser 4:26, 27). Und Ungeduld kann uns zu unsinnigem Reden und Handeln verleiten, das wir sp\u00e4ter bereuen.<\/p>\n<p>Dass sich Zorn nachteilig auf die Gesundheit auswirkt, unterstreicht der K\u00f6nig von Israel mit den Worten: \u201eEin gelassenes Herz ist das Leben des fleischlichen Organismus, Eifersucht aber ist F\u00e4ulnis f\u00fcr das Gebein\u201c (Spr\u00fcche 14:30). Zu den m\u00f6glichen Folgen von Zorn und Wut z\u00e4hlen Atembeschwerden, erh\u00f6hter Blutdruck sowie Funktionsst\u00f6rungen der Leber und der Bauchspeicheldr\u00fcse. Zorn und Wut werden auch zu den Gef\u00fchlen gerechnet, die unter anderem Magengeschw\u00fcre, Nesselausschlag, Asthma, Hautkrankheiten und Verdauungsbeschwerden verschlimmern oder gar hervorrufen. Doch \u201eein ausgeglichener Sinn erh\u00e4lt den K\u00f6rper gesund\u201c (Spr\u00fcche 14:30, Gute Nachricht Bibel). Daher ist es klug, \u201eden Dingen nach[zu]jagen, die dem Frieden dienen, und den Dingen, die zur gegenseitigen Erbauung gereichen\u201c (R\u00f6mer 14:19).<\/p>\n<p><strong>Gottesfurcht tr\u00e4gt zur Unparteilichkeit bei<\/strong><\/p>\n<p>Salomo schreibt: \u201eWer den Geringen \u00fcbervorteilt, hat seinen Erschaffer geschm\u00e4ht, wer aber dem Armen Gunst erweist, verherrlicht IHN\u201c (Spr\u00fcche 14:31). Wer Gott f\u00fcrchtet, erkennt, dass alle Menschen denselben Sch\u00f6pfer haben, Jehova Gott. Der Arme ist also ein Mensch wie du und ich, und der Sch\u00f6pfer des Menschen bleibt nicht unber\u00fchrt davon, wie man Arme behandelt. Damit Gott verherrlicht wird, m\u00fcssen wir andere gerecht und unparteiisch behandeln. Arme Christen sollten unparteiisch geistigen Beistand erhalten. Wir m\u00fcssen Arm und Reich gleicherweise mit der guten Botschaft von Gottes K\u00f6nigreich erreichen.<\/p>\n<p>Der weise K\u00f6nig weist auf folgenden weiteren Vorteil der Gottesfurcht hin: \u201eWegen seiner Schlechtigkeit wird der B\u00f6se niedergesto\u00dfen werden, aber der Gerechte wird in seiner unversehrten Lauterkeit Zuflucht finden\u201c (Spr\u00fcche 14:32). Was ist damit gemeint, dass der B\u00f6se niedergesto\u00dfen wird? Nach Ansicht einiger bedeutet es, dass es f\u00fcr ihn keine Aussicht auf Rettung gibt, wenn ihn ein Ungl\u00fcck trifft. Der Gottesf\u00fcrchtige hingegen sucht bei widrigen Umst\u00e4nden Zuflucht in seiner Lauterkeit Gott gegen\u00fcber. Mit unersch\u00fctterlichem Vertrauen auf Jehova, sogar bis in den Tod, ist er genauso entschlossen wie Hiob, der sagte: \u201eBis ich verscheide, werde ich meine unversehrte Lauterkeit nicht von mir weichen lassen!\u201c (Hiob 27:5).<\/p>\n<p>Das Bewahren der Lauterkeit erfordert Gottesfurcht und Weisheit. Wo findet man Weisheit? \u201eIm Herzen des Verst\u00e4ndigen ruht Weisheit\u201c, lautet die Antwort aus Spr\u00fcche 14:33, \u201eund inmitten der Unvern\u00fcnftigen wird sie bekannt.\u201c Weisheit kann man also bei einem Verst\u00e4ndigen finden. Doch auf welche Weise wird sie inmitten von Unvern\u00fcnftigen bekannt? Gem\u00e4\u00df einem Nachschlagewerk \u201eplatzt der Unvern\u00fcnftige, \u00e4ngstlich darauf bedacht, weise zu erscheinen, mit dem heraus, was er f\u00fcr weise h\u00e4lt, doch dabei stellt es sich als t\u00f6richt heraus\u201c.<\/p>\n<p><strong>\u2018Erh\u00f6ht eine Nation\u2019<\/strong><\/p>\n<p>Als N\u00e4chstes spricht der K\u00f6nig von Israel davon, wie sich Gottesfurcht auf eine ganze Nation auswirkt statt nur auf den Einzelnen. Er sagt: \u201eGerechtigkeit ist das, was eine Nation erh\u00f6ht, aber S\u00fcnde ist etwas Sch\u00e4ndliches f\u00fcr V\u00f6lkerschaften\u201c (Spr\u00fcche 14:34). Wie deutlich wurde doch dieser Grundsatz an der Nation Israel sichtbar! Als Israel sich an die hohen Ma\u00dfst\u00e4be Gottes hielt, hob es sich von den umliegenden Nationen ab. Wiederholter Ungehorsam brachte jedoch Schande \u00fcber das Volk und f\u00fchrte letztlich dazu, dass Jehova es verwarf. Der gleiche Grundsatz trifft heute auf Gottes Volk zu. Die Christenversammlung hebt sich von der Welt ab, da sie an den gerechten Grunds\u00e4tzen Gottes festh\u00e4lt. Damit dies so bleibt, m\u00fcssen wir als Einzelne ein tugendhaftes Leben f\u00fchren. S\u00fcnde zu treiben bringt nur Schande \u00fcber uns pers\u00f6nlich sowie Schmach auf die Versammlung und auf Gott. <\/p>\n<p>WT aus dem Jahr 2005<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eDer Kluge achtet auf seine Schritte\u201c EIN kluger Mensch ist geschickt und intelligent, hat ein gutes Urteilsverm\u00f6gen und ein scharfes Wahrnehmungsverm\u00f6gen, ist besonnen und umsichtig, weit blickend und vern\u00fcnftig. Er ist weder verschlagen, noch manipuliert er andere. In Spr\u00fcche 13:16 hei\u00dft es: \u201eJeder Kluge wird mit Kenntnis handeln.\u201c Ja, Klugheit ist ein w\u00fcnschenswerter Charakterzug. 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