
{"id":2219,"date":"2011-04-30T08:24:13","date_gmt":"2011-04-30T07:24:13","guid":{"rendered":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=2219"},"modified":"2011-04-30T08:24:13","modified_gmt":"2011-04-30T07:24:13","slug":"psalm-15","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=2219","title":{"rendered":"Psalm 15"},"content":{"rendered":"<p>*** w89 15. 9. S. 26-30 Wer kann Gottes Freund sein? ***<\/p>\n<p><center><\/p>\n<h3>Wer kann Gottes Freund sein?<\/h3>\n<p><\/center><\/p>\n<p>DU KANNST Gottes Freund sein. Vor etwa 4\u00a0000 Jahren setzte Abraham seinen Glauben in Jehova Gott. Das wurde dem Patriarchen als Gerechtigkeit angerechnet, und er wurde \u201eFreund Jehovas\u201c genannt (Jakobus 2:23). Somit kannst du ebenfalls Gottes Freund sein, wenn du an ihn glaubst.<\/p>\n<p>Es ist \u00fcblich, Freunde als G\u00e4ste zum Essen einzuladen. Ein Teil des bekannten 23.\u00a0Psalms beschreibt Gott daher auch als einen g\u00fctigen Gastgeber. Es hei\u00dft dort: \u201eDu richtest vor mir einen Tisch zu gegen\u00fcber denen, die mich befeinden. .\u00a0.\u00a0. Mein Becher ist wohlgef\u00fcllt\u201c (Psalm 23:5).<\/p>\n<p>Bei einer anderen Gelegenheit stellte derselbe Psalmist \u2014 David, der K\u00f6nig des alten Israel \u2014 die Frage: \u201eO Jehova, wer wird Gast sein in deinem Zelt? Wer wird weilen auf deinem heiligen Berg?\u201c (Psalm 15:1). In \u00fcbertragenem Sinne bedeutet das, da\u00df man durch annehmbare Anbetung Zutritt zu Jehova haben kann. Welch ein ehrfurchtgebietendes Vorrecht! Wie ist es \u00fcberhaupt m\u00f6glich, da\u00df unvollkommene Menschen Gottes Freunde und G\u00e4ste sein k\u00f6nnen?<\/p>\n<p>Die Antwort finden wir im 15.\u00a0Psalm. Darin werden zehn spezielle Erfordernisse f\u00fcr Personen genannt, die Gottes Freunde und G\u00e4ste sein wollen. Wir m\u00f6chten diese Erfordernisse einmal nacheinander betrachten und beginnen mit Vers\u00a02.<\/p>\n<p><strong>\u201eWer untadelig wandelt und Gerechtigkeit \u00fcbt\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Die Nachkommen Abrahams wurden zu einer gro\u00dfen Nation, weil ihr Vorfahr untadelig vor Jehova gewandelt war (1.\u00a0Mose 17:1, 2). \u201eWandeln\u201c bedeutet manchmal, einen bestimmten Lebensweg zu verfolgen (Psalm 1:1; 3.\u00a0Johannes 3, 4). Um ein Freund und Gast Gottes zu sein, gen\u00fcgt es nicht, einer Religionsgemeinschaft anzugeh\u00f6ren, sich an deren reichverzierten Geb\u00e4uden zu erfreuen und formelle Br\u00e4uche zu pflegen. Nicht alle, die \u201eHerr, Herr\u201c sagen oder erkl\u00e4ren, Gott zu kennen, werden an den Segnungen seines K\u00f6nigreiches teilhaben (Matth\u00e4us 7:21-23; Titus 1:16). Jehovas Freunde \u2018wandeln untadelig\u2019 in seinen Augen und \u2018\u00fcben Gerechtigkeit\u2019 gem\u00e4\u00df seinen Ma\u00dfst\u00e4ben (Micha 6:8).<\/p>\n<p>Das schlie\u00dft jede Form der Unehrlichkeit, Unsittlichkeit und Verdorbenheit aus. Gott selbst nennt daf\u00fcr folgenden Grund: \u201eIhr sollt heilig sein, weil ich heilig bin\u201c (1.\u00a0Petrus 1:16). H\u00e4lt deine Religion an den hohen Ma\u00dfst\u00e4ben Gottes fest, indem sie beispielsweise diejenigen ausschlie\u00dft, die seinen Erfordernissen nicht entsprechen wollen? Legst du bei dir pers\u00f6nlich und bei deinen Angeh\u00f6rigen Wert auf einen gerechten Lebenswandel? Wenn ja, dann wirst du das n\u00e4chste Erfordernis f\u00fcr einen Freund und Gast Gottes erf\u00fcllen.<\/p>\n<p><strong>\u201eUnd die Wahrheit redet in seinem Herzen\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Wenn wir Gottes Freundschaft w\u00fcnschen, d\u00fcrfen wir nicht l\u00fcgen, zu glatten Reden Zuflucht nehmen oder \u201emit doppeltem Herzen\u201c sprechen (Psalm 12:2). Wir d\u00fcrfen die Wahrheit nicht nur auf den Lippen haben, sondern m\u00fcssen sie auch \u2018in unserem Herzen reden\u2019. Von uns wird also verlangt, durch und durch ehrlich zu sein und den Beweis f\u00fcr einen \u2018ungeheuchelten Glauben\u2019 zu liefern (1.\u00a0Timotheus 1:5). Einige l\u00fcgen oder sagen nur die halbe Wahrheit, um das Gesicht zu wahren. Andere betr\u00fcgen bei Klassenarbeiten oder machen falsche Angaben in Steuererkl\u00e4rungen. Solches Handeln verr\u00e4t einen Mangel an Wahrheitsliebe. Aber bei Gottes Freunden kommt die Vertrauensw\u00fcrdigkeit und eine aufrichtige Handlungsweise aus dem Herzen (Matth\u00e4us 15:18-20). Sie sind nicht unaufrichtig und betr\u00fcgen niemanden (Spr\u00fcche 3:32; 6:16-19).<\/p>\n<p>Der Apostel Paulus schrieb: \u201eBel\u00fcgt einander nicht. Streift die alte Pers\u00f6nlichkeit mit ihren Handlungen ab, und kleidet euch mit der neuen Pers\u00f6nlichkeit\u201c (Kolosser 3:9, 10). Ja, diejenigen, die wirklich in ihrem Herzen die Wahrheit reden, kleiden sich mit der \u201eneuen Pers\u00f6nlichkeit\u201c. Bist du vollkommen ehrlich mit dir und mit anderen, indem du die Wahrheit in deinem Herzen redest? Wenn ja, dann sollte diese Einstellung das beeinflussen, was du \u00fcber andere sagst.<\/p>\n<p><strong>\u201eEr hat nicht verleumdet mit seiner Zunge\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Um dieses Erfordernis f\u00fcr Gottes G\u00e4ste zu erf\u00fcllen, d\u00fcrfen wir niemals boshaft \u00fcber andere reden (Psalm 15:3). Das hebr\u00e4ische Verb, das mit \u201everleumden\u201c wiedergegeben worden ist, wird von dem Wort f\u00fcr \u201eFu\u00df\u201c hergeleitet und bedeutet \u201eden Fu\u00df gebrauchen\u201c und somit \u201eherumlaufen\u201c. Den Israeliten wurde geboten: \u201eDu sollst nicht unter deinem Volk umhergehen, um zu verleumden. Du sollst nicht gegen das Blut deines Mitmenschen auftreten. Ich bin Jehova\u201c (3.\u00a0Mose 19:16; 1.\u00a0Timotheus 5:13). W\u00fcrden wir jemanden verleumden und ihm so den guten Namen rauben, dann k\u00f6nnten wir kein Freund Gottes sein.<\/p>\n<p>David sagte: \u201eWer seinen Gef\u00e4hrten insgeheim verleumdet, den bringe ich zum Schweigen\u201c (Psalm 101:5). Auch wir k\u00f6nnen Verleumder zum Schweigen bringen, indem wir es ablehnen, ihnen zuzuh\u00f6ren. Und es ist ein guter Grundsatz, nichts hinter dem R\u00fccken einer Person zu reden, was wir ihr niemals selbst sagen w\u00fcrden. Es ist wirklich gut, unsere Zunge so unter Kontrolle zu haben. Doch wie wichtig ist es auch, \u00fcber unser Handeln zu wachen!<\/p>\n<p><strong>\u201eSeinem Gef\u00e4hrten hat er nichts B\u00f6ses getan\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Beachtenswert sind in diesem Zusammenhang folgende Worte Jesu: \u201eAlles daher, was ihr wollt, da\u00df euch die Menschen tun, sollt auch ihr ihnen ebenso tun\u201c (Matth\u00e4us 7:12). Um Gottes Gunst zu haben, m\u00fcssen wir davon abstehen, B\u00f6ses zu tun. Der Psalmist sagte: \u201eO ihr, die ihr Jehova liebt, ha\u00dft das B\u00f6se. Er beh\u00fctet die Seele seiner Loyalgesinnten; aus der Hand der B\u00f6sen befreit er sie\u201c (Psalm 97:10). Wenn wir somit Gottes Freundschaft und Hilfe w\u00fcnschen, m\u00fcssen wir seine Ma\u00dfst\u00e4be akzeptieren.<\/p>\n<p>B\u00f6ses zu meiden schlie\u00dft auch aus, jemanden in gesch\u00e4ftlicher oder anderer Hinsicht zu \u00fcbervorteilen. Wir d\u00fcrfen unseren Gef\u00e4hrten weder durch Worte noch durch Taten verletzen, sondern m\u00fcssen ihm vielmehr Gutes tun. Das sollte jeden Lebensbereich ber\u00fchren. Als h\u00f6fliche Kraftfahrer k\u00f6nnten wir zum Beispiel Fu\u00dfg\u00e4ngern den Vortritt lassen. Wir k\u00f6nnen \u00c4lteren helfen, Mutlose ermuntern und Trauernde tr\u00f6sten. Jehova gibt in dieser Hinsicht das beste Beispiel. Wie Jesus sagte, l\u00e4\u00dft Gott \u201eseine Sonne \u00fcber B\u00f6se und Gute aufgehen und es \u00fcber Gerechte und Ungerechte regnen\u201c (Matth\u00e4us 5:43-48). Anderen Gutes zu tun schlie\u00dft auch das ein, was der Psalmist als n\u00e4chstes erw\u00e4hnt.<\/p>\n<p><strong>\u201eUnd keine Schm\u00e4hung hat er gegen seinen vertrauten Bekannten erhoben\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Wir machen alle Fehler, und wie dankbar sind wir doch, wenn Freunde bereit sind, kleine Fehler zu \u00fcbersehen. Es w\u00fcrde uns betr\u00fcben, wenn ein guter Freund unsere kleinen, aber peinlichen Fehler anderen offenbaren w\u00fcrde. Einige Menschen tun das, um von ihren eigenen Fehlern abzulenken oder um den Anschein zu erwecken, anderen \u00fcberlegen zu sein. Aber so etwas zu tun geziemt sich nicht f\u00fcr jemand, der Gottes Freund sein m\u00f6chte.<\/p>\n<p>\u201eWer \u00dcbertretung zudeckt, sucht Liebe, und wer st\u00e4ndig \u00fcber eine Sache spricht, trennt die miteinander Vertrauten\u201c, hei\u00dft es in Spr\u00fcche 17:9. Nat\u00fcrlich sollten wir nicht versuchen, ernste \u00dcbertretungen zu verbergen (3.\u00a0Mose 5:1; Spr\u00fcche 28:13). Aber wenn wir Gottes Freunde sein m\u00f6chten, werden wir gegen rechtschaffene Bekannte keine \u2018Schm\u00e4hung erheben\u2019 oder als wahr annehmen (1.\u00a0Timotheus 5:19). Freunde Jehovas sprechen gut \u00fcber seine Diener, statt Ger\u00fcchte \u00fcber sie zu verbreiten und dadurch noch weitere Schm\u00e4hungen zu denen hinzuzuf\u00fcgen, die sie schon von seiten gottloser Menschen zu ertragen haben.<br \/>\nFreunde und G\u00e4ste Gottes achten auch auf ihren Umgang, wie wir den weiteren Worten Davids gem\u00e4\u00df Vers\u00a04 entnehmen.<\/p>\n<p><strong>\u201eIn seinen Augen ist der Verachtenswerte gewi\u00dflich verworfen\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Einige pflegen wegen selbsts\u00fcchtiger Vorteile Gemeinschaft mit reichen oder prominenten Personen, selbst wenn es sich dabei um schlechte Menschen handelt. (Vergleiche Judas\u00a016.) Aber wir k\u00f6nnen keine Freunde Jehovas sein, wenn wir uns den B\u00f6sen zugesellen. Wir m\u00fcssen das B\u00f6se so sehr hassen, da\u00df uns nichts an der Gemeinschaft mit solchen liegt, die es treiben (R\u00f6mer 12:9). Joram, ein K\u00f6nig in Israel, war derma\u00dfen schlecht, da\u00df der Prophet Elisa zu ihm sagte: \u201eSo wahr Jehova der Heerscharen lebt, vor dem ich in der Tat stehe, wenn es nicht w\u00e4re, da\u00df es das Angesicht Josaphats, des K\u00f6nigs von Juda, ist, auf das ich R\u00fccksicht nehme, so w\u00fcrde ich nicht auf dich blicken noch dich ansehen\u201c (2.\u00a0K\u00f6nige 3:14). Um Freunde Gottes zu sein, m\u00fcssen wir folgende Warnung des Apostels Paulus beherzigen: \u201eSchlechte Gesellschaft verdirbt n\u00fctzliche Gewohnheiten\u201c (1.\u00a0Korinther 15:33).<\/p>\n<p>Wenn wir die Freundschaft Jehovas sch\u00e4tzen, werden wir uns weigern, mit \u00dcbelt\u00e4tern Gemeinschaft zu pflegen. Wir werden unseren Umgang mit ihnen auf das N\u00f6tigste beschr\u00e4nken. Nicht die Stellung, die jemand in der Welt einnimmt, sollte ausschlaggebend daf\u00fcr sein, wen wir uns als Freund w\u00e4hlen, sondern ob der Betreffende ein gutes Verh\u00e4ltnis zu Gott hat. Ehrerbietige Gottesfurcht wird uns veranlassen, bei der Wahl unserer Freunde Klugheit walten zu lassen. Beachten wir in Verbindung damit das siebente Erfordernis f\u00fcr G\u00e4ste Jehovas.<\/p>\n<p><strong>\u201eDie aber, die Jehova f\u00fcrchten, ehrt er\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Als Freunde und G\u00e4ste Gottes m\u00fcssen wir ihn f\u00fcrchten. In Spr\u00fcche 1:7 hei\u00dft es: \u201eDie Furcht Jehovas ist der Anfang der Erkenntnis.\u201c Was ist die \u201eFurcht Jehovas\u201c? Es ist eine ehrfurchtsvolle Scheu vor Gott und eine gesunde Furcht, ihm zu mi\u00dffallen. Sie allein verhilft uns zu wahrer Erkenntnis, lebensrettender Zucht und himmlischer Weisheit, die uns als sicherer F\u00fchrer dient.<\/p>\n<p>Wer Jehova f\u00fcrchtet, h\u00e4lt selbst dann an Gottes gerechten Ma\u00dfst\u00e4ben fest, wenn er daf\u00fcr Spott erntet. Viele spotten beispielsweise, wenn diejenigen, die Gott f\u00fcrchten, flei\u00dfig arbeiten, am Arbeitsplatz ehrlich sind oder anderen in geistiger Hinsicht helfen m\u00f6chten. Doch wie betrachtet ein gottesf\u00fcrchtiger Mensch solche aufrichtigen Personen? \u2018Er ehrt die, die Jehova f\u00fcrchten\u2019, indem er Hochachtung vor ihnen hat, auch wenn das bedeutet, wie sie geschm\u00e4ht zu werden. Hast du eine solche Achtung vor denen, die Gott f\u00fcrchten? Der Psalmist f\u00fchrt nun an, was des weiteren erforderlich ist, um Gottes Gunst zu erlangen.<\/p>\n<p><strong>\u201eEr hat zu dem, was f\u00fcr ihn selbst schlecht ist, geschworen, und doch \u00e4ndert er es nicht\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Hier wird der Grundsatz zum Ausdruck gebracht, da\u00df wir ein Versprechen so erf\u00fcllen sollen, wie Gott es tut (1.\u00a0K\u00f6nige 8:56; 2.\u00a0Korinther 1:20). Selbst wenn sich sp\u00e4ter herausstellen sollte, da\u00df es sehr schwierig ist, eine Zusage einzuhalten, w\u00e4re es falsch, seinen Sinn zu \u00e4ndern und ein Versprechen nicht einzuhalten. In der griechischen Septuaginta, der syrischen Peschitta und der lateinischen Vulgata hei\u00dft es an dieser Stelle: \u201ehat seinem N\u00e4chsten geschworen\u201c. Wenn wir etwas schw\u00f6ren oder in zul\u00e4ssiger Weise beeiden, m\u00fcssen wir entsprechend handeln (Prediger 5:4). Sollten wir allerdings erfahren, da\u00df etwas, was wir versprochen haben, unbiblisch ist, werden wir nat\u00fcrlich davon Abstand nehmen.<\/p>\n<p>Josua brach seinen Bund mit den Gibeonitern nicht, obwohl er sp\u00e4ter erfuhr, da\u00df sie ihn get\u00e4uscht hatten, damit er diesen Bund mit ihnen einging (Josua 9:16-19). Wir sollten daher M\u00e4nner, Frauen oder junge Menschen sein, die ihr Wort halten. Wir wollen anderen nicht etwas versprechen und sie dann im Stich lassen, wenn sich uns scheinbar g\u00fcnstigere M\u00f6glichkeiten er\u00f6ffnen. Jesus sagte: \u201eEuer Wort Ja bedeute einfach ja, euer Nein nein\u201c (Matth\u00e4us 5:37). Gott hingegebene Christen m\u00fcssen vor allem entschlossen sein, gem\u00e4\u00df ihrem Versprechen zu leben, ihm ewig als seine Zeugen zu dienen. Doch nicht nur beim Einhalten von Zusagen, sondern auch in finanziellen Angelegenheiten sollten wir r\u00fccksichtsvoll sein, wie David in Psalm 15, Vers\u00a05 zeigt.<\/p>\n<p><strong>\u201eSein Geld hat er nicht auf Zins ausgegeben\u201c<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr geliehenes Geld, das gesch\u00e4ftlichen Zwecken dient, k\u00f6nnen zu Recht Zinsen gefordert werden. David sprach hier jedoch davon, Geld an einen Verarmten \u2018auszugeben\u2019. Im mosaischen Gesetz hie\u00df es dazu im einzelnen: \u201eWenn du meinem Volk Geld leihen solltest, dem Niedergedr\u00fcckten neben dir, sollst du ihm gegen\u00fcber nicht wie ein Wucherer werden. Ihr sollt ihm keinen Zins auferlegen\u201c (2.\u00a0Mose 22:25; 3.\u00a0Mose 25:35, 36). Als Nehemia feststellte, da\u00df die Armen litten, weil sie Wucherern zum Opfer gefallen waren, machte er solcher Ausbeutung ein Ende (Nehemia 5:1-13).<\/p>\n<p>Das von David gebrauchte hebr\u00e4ische Wort f\u00fcr \u201eZins\u201c ist von einem Wort abgeleitet, das \u201ebei\u00dfen\u201c bedeutet. Das spielt darauf an, da\u00df habgierige Wucherer die Armen und das wenige, was sie haben, verzehren. Es ist auf jeden Fall viel besser, den Verarmten zu helfen, ohne etwas zur\u00fcckzuerwarten. Darauf wies Jesus hin, als er sagte: \u201eWenn du ein Mittag- oder ein Abendessen veranstaltest, .\u00a0.\u00a0. so lade Arme, Kr\u00fcppel, Lahme, Blinde ein, und du wirst gl\u00fccklich sein, weil sie nichts haben, dir zu vergelten. Denn es wird dir in der Auferstehung der Gerechten vergolten werden\u201c (Lukas 14:12-14). Jemand, der Gottes Freund und Gast sein m\u00f6chte, darf aus der Armut seines N\u00e4chsten niemals auf unangebrachte Weise Kapital schlagen. Ebensowenig darf er das tun, was der Psalmist als n\u00e4chstes erw\u00e4hnt.<\/p>\n<p><strong>\u201eUnd ein Bestechungsgeschenk gegen den Unschuldigen hat er nicht genommen\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Ein Bestechungsgeschenk hat eine ausgesprochen verderbliche Wirkung. Den Israeliten wurde geboten: \u201eDu sollst .\u00a0.\u00a0. [keine] Bestechung annehmen, denn die Bestechung blendet die Augen der Weisen und verdreht die Worte der Gerechten\u201c (5.\u00a0Mose 16:19). Besonders verwerflich ist es, ein Bestechungsgeschenk anzunehmen, um einem \u201eUnschuldigen\u201c Unrecht zuzuf\u00fcgen, vielleicht indem man als Zeuge vor Gericht falsch aussagt. Wie verabscheuungsw\u00fcrdig handelte doch Judas Iskariot, der ein Bestechungsgeschenk annahm und den unschuldigen Jesus verriet! (Matth\u00e4us 26:14-16).<\/p>\n<p>Wir m\u00f6gen uns in dieser Hinsicht f\u00fcr untadelig halten. Aber sind wir vielleicht schon einmal versucht gewesen, uns aus einer peinlichen Situation freizukaufen? Der Prophet Samuel nahm niemals \u201eSchweigegeld\u201c oder eine Bestechung an (1.\u00a0Samuel 12:3, 4). So zu wandeln ist f\u00fcr uns alle unerl\u00e4\u00dflich, wenn wir Gottes Freunde und G\u00e4ste sein wollen.<\/p>\n<p><strong>\u201eWer diese Dinge tut, wird niemals zum Wanken gebracht werden\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Nach seiner zehn Punkte umfassenden Beschreibung eines aufrichtigen Menschen schlie\u00dft der 15.\u00a0Psalm mit den obigen Worten. Das Erw\u00e4hnte bietet uns eine gute M\u00f6glichkeit, unsere Religion zu \u00fcberpr\u00fcfen. Wenn es sich um den wahren Glauben handelt, sollte er uns lehren, 1.\u00a0untadelig zu wandeln und Gerechtigkeit zu \u00fcben, 2.\u00a0selbst in unserem Herzen die Wahrheit zu reden, 3.\u00a0uns davor zu h\u00fcten, andere zu verleumden, und 4.\u00a0davon abzustehen, etwas B\u00f6ses zu tun. Eine f\u00fcr Gott annehmbare Religion wird uns 5.\u00a0davon abhalten, Schm\u00e4hungen gegen vertraute Bekannte zu erheben, und uns 6.\u00a0davor bewahren, mit verachtenswerten Menschen Gemeinschaft zu pflegen. Der wahre Glaube wird uns veranlassen, 7.\u00a0diejenigen zu ehren, die Jehova f\u00fcrchten, 8.\u00a0das auszuf\u00fchren, was wir versprochen haben (sofern nichts dagegen einzuwenden ist), 9.\u00a0Armen zu geben, ohne Zinsen zu fordern, und 10.\u00a0niemals eine Bestechung gegen einen Unschuldigen anzunehmen.<\/p>\n<p>David sagte nicht, da\u00df jemand, der diese Dinge liest, h\u00f6rt, davon spricht oder auch daran glaubt, \u201eniemals zum Wanken gebracht werden\u201c wird. <strong>Das trifft <em>nur<\/em> auf denjenigen zu, der \u201ediese Dinge tut\u201c.<\/strong> Ein Glaube ohne unterst\u00fctzende Werke ist tot und tr\u00e4gt einem nicht Gottes Gunst ein (Jakobus 2:26). Wer die guten Dinge tut, die im 15.\u00a0Psalm erw\u00e4hnt werden, wird nicht wanken, da Jehova ihn besch\u00fctzen und st\u00e4rken wird (Psalm 55:22).<\/p>\n<p>Die wahre Anbetung umfa\u00dft nat\u00fcrlich noch mehr als die zehn Punkte aus Psalm 15. Jesu Nachfolger lernten sp\u00e4ter kennen, wie man Gott au\u00dferdem noch \u201emit Geist und Wahrheit\u201c anbetet (Johannes 4:23, 24). Das ist auch dir m\u00f6glich, denn es gibt heute Menschen, die diese Dinge tun \u2014 Jehovas Zeugen. Wenn du mit ihnen regelm\u00e4\u00dfig Gemeinschaft pflegst und die Bibel studierst, wirst auch du die Hoffnung erlangen, Leben in einem irdischen Paradies zu erhalten, in dem du f\u00fcr immer Gottes Gast und Freund sein kannst.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>*** w89 15. 9. S. 26-30 Wer kann Gottes Freund sein? *** Wer kann Gottes Freund sein? DU KANNST Gottes Freund sein. Vor etwa 4\u00a0000 Jahren setzte Abraham seinen Glauben in Jehova Gott. Das wurde dem Patriarchen als Gerechtigkeit angerechnet, und er wurde \u201eFreund Jehovas\u201c genannt (Jakobus 2:23). 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