
{"id":2156,"date":"2011-04-05T15:41:09","date_gmt":"2011-04-05T14:41:09","guid":{"rendered":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=2156"},"modified":"2011-04-05T15:41:09","modified_gmt":"2011-04-05T14:41:09","slug":"abigail","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=2156","title":{"rendered":"Abigail"},"content":{"rendered":"<p><center><strong>Ihren Glauben nachahmen<br \/>\nEine Frau mit Verstand<\/strong><\/center><\/p>\n<p>DEM jungen Mann stand das Entsetzen ins Gesicht geschrieben\u00a0\u2014 das konnte Abigail sehen. Er war zu Tode erschrocken, und das nicht umsonst. Eine ernste Gefahr braute sich zusammen: Etwa 400 zu allem entschlossene Krieger waren unterwegs, um jedes m\u00e4nnliche Wesen, das zu dem Haus geh\u00f6rte, umzubringen. Was war passiert?<\/p>\n<p>Schuld an allem war Nabal, Abigails Mann. Dieser rohe Mensch hatte sich\u00a0\u2014 wieder einmal!\u00a0\u2014 unversch\u00e4mt aufgef\u00fchrt. Diesmal jedoch war er an den Falschen geraten. Er hatte den Anf\u00fchrer einer Truppe treuer, durchtrainierter Krieger beleidigt. Nun war also einer der jungen Arbeiter Nabals (vielleicht ein Hirte) zu Abigail gekommen, voller Vertrauen, dass sie sich etwas einfallen lassen w\u00fcrde, um sie alle zu retten. Aber was konnte schon eine einzige Frau gegen eine Schar bewaffneter M\u00e4nner ausrichten?<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst etwas mehr zu Abigail: Wer war sie? Wie war es zu der kritischen Situation gekommen? Und was kann man von dieser bemerkenswerten, gottesf\u00fcrchtigen Frau lernen?<\/p>\n<p><strong>\u201eGut hinsichtlich Verst\u00e4ndigkeit und sch\u00f6n von Gestalt\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Abigail und Nabal waren nicht gerade ein Traumpaar. Nabal h\u00e4tte zwar kaum eine bessere Frau bekommen k\u00f6nnen, Abigail dagegen wohl kaum einen schlechteren Mann. Sicher, Nabal hatte Geld und hielt sich deshalb auch f\u00fcr sehr wichtig. Aber wie sahen ihn andere? In der Bibel gibt es wenige Personen, deren Charakter mit so ver\u00e4chtlichen Worten beschrieben wird. Schon sein Name Nabal bedeutet \u201eunverst\u00e4ndig\u201c. Ob ihn seine Eltern bei der Geburt so nannten oder ob es ein Beiname war, unter dem er sp\u00e4ter bekannt wurde, wei\u00df man nicht. Auf jeden Fall machte Nabal seinem Namen alle Ehre. Er war \u201ehart und schlecht in seinen Handlungen\u201c. Ein ungerechter Grobian und Trinker, bei niemand beliebt, aber allseits gef\u00fcrchtet (1.\u00a0Samuel 25:2, 3, 17, 21,\u00a025).<\/p>\n<p>W\u00f6rtlich sagte er: \u201eein Sohn Belials (von Nichtsnutzigkeit, Nichtsw\u00fcrdigkeit)\u201c. Andere Bibeln bezeichnen Nabal an dieser Stelle auch als jemand, der \u201enicht mit sich reden l\u00e4sst\u201c und dem daher \u201eniemand etwas zu sagen wagt\u201c.<\/p>\n<p>Abigail war das totale Gegenteil. Ihr Name bedeutet \u201eMein Vater freut sich\u201c. Welcher Vater ist nicht stolz auf eine sch\u00f6ne Tochter? Aber wenn ein Vater klug ist, dann freut es ihn noch viel mehr, wenn sein Kind innere Sch\u00f6nheit besitzt. Leider halten gut aussehende Menschen innere Werte wie Verst\u00e4ndigkeit, Weisheit und Mut oder auch Glauben oft f\u00fcr \u00fcberfl\u00fcssig. Ganz anders Abigail. Sie war nicht nur \u201esch\u00f6n von Gestalt\u201c, sondern auch \u201egut hinsichtlich Verst\u00e4ndigkeit\u201c (1.\u00a0Samuel 25:3).<\/p>\n<p>Vielleicht fragt man sich, wie eine so intelligente junge Frau einen derartigen Nichtsnutz heiraten konnte. Man darf nicht vergessen, dass Ehepartner damals meist von den Eltern ausgesucht wurden\u00a0\u2014 zumindest spielte das elterliche Einverst\u00e4ndnis eine wichtige Rolle. Hatten Abigails Eltern die Heirat bef\u00fcrwortet, vielleicht sogar arrangiert, weil ihnen Nabals Wohlstand und Einfluss imponierte? Sahen sie sich zum Einverst\u00e4ndnis gezwungen, weil sie arme Leute waren? Wie auch immer: Nabal war trotz seines Reichtums keine gute Partie f\u00fcr Abigail.<\/p>\n<p>Eltern, die wirklich das Beste f\u00fcr ihr Kind wollen, machen ihm klar, dass die Ehe eine ernste Angelegenheit ist. Sie \u00fcberreden ihr Kind weder zu einer Heirat aus finanziellen Gr\u00fcnden, noch dr\u00e4ngen sie es zur Partnersuche, wenn es viel zu jung ist, um die Rolle und Verantwortung eines Erwachsenen zu \u00fcbernehmen (1.\u00a0Korinther 7:36). F\u00fcr Abigail ist es allerdings zu sp\u00e4t, sich dar\u00fcber Gedanken zu machen. Sie ist nun einmal mit Nabal verheiratet. Und sie ist entschlossen, aus ihrer schwierigen Lage das Beste zu machen.<\/p>\n<p><strong>\u201eEr aber hat ihnen Scheltworte zugeschrien\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Jetzt hatte Nabal f\u00fcr Abigail alles nur noch verschlimmert. Der Mann, den er beleidigt hatte, war niemand anders als David: der k\u00fcnftige K\u00f6nig von Israel und ein treuer Diener Gottes. Jehova hatte ihn durch den Propheten Samuel mit \u00d6l salben lassen und damit zum Nachfolger von K\u00f6nig Saul bestimmt (1.\u00a0Samuel 16:1, 2, 11-13). Weil Saul aus lauter Eifersucht David lieber tot als lebendig sehen wollte, hielt sich David jetzt mit seinen 600 loyalen K\u00e4mpfern in der Wildnis auf.<\/p>\n<p>Nabal wohnte in Maon, arbeitete aber nicht weit entfernt in Karmel, wo er wohl auch Land besa\u00df. Von beiden St\u00e4dten aus gelangte man auf hoch gelegene, f\u00fcr die Schafzucht gut geeignete Weiden; und Nabal besa\u00df 3\u00a0000 Schafe. Ansonsten war die Umgebung jedoch unwirtlich. Im S\u00fcden dehnte sich die Wildnis Paran aus und im Osten lag in Richtung Salzmeer ein \u00f6des, karges Terrain mit zahllosen H\u00f6hlen und Schluchten. Dort k\u00e4mpften David und seine M\u00e4nner ums nackte \u00dcberleben. Zweifellos mussten sie mit vielen H\u00e4rten fertig werden und Wild erlegen, um etwas zum Essen zu haben. Oft begegneten sie den jungen Hirten, die f\u00fcr den reichen Nabal arbeiteten.<\/p>\n<p>Wie behandelten die rastlosen M\u00e4nner Davids die Hirten Nabals? Sie h\u00e4tten sich leicht ab und an ein Schaf holen k\u00f6nnen. Taten es aber nicht. Vielmehr bildeten die Krieger eine regelrechte Schutzmauer um Nabals Herden und seine Knechte (1.\u00a0Samuel 25:15,\u00a016). Hirten und Schafe waren damals einer Menge Gefahren ausgesetzt. Es wimmelte von wilden Tieren, und da die S\u00fcdgrenze Israels nicht weit weg war, fielen oft ausl\u00e4ndische Pl\u00fcnderer und Diebe ein.<\/p>\n<p>In der Wildnis 600 M\u00e4nner satt zu bekommen war sicher keine Kleinigkeit. Eines Tages schickte David daher zehn Boten zu Nabal mit der Bitte um Unterst\u00fctzung. Der Augenblick war g\u00fcnstig gew\u00e4hlt: Es fand gerade die Schafschur statt, bei der gew\u00f6hnlich gro\u00dfz\u00fcgige Festessen veranstaltet wurden. David w\u00e4hlte auch seine Worte sorgf\u00e4ltig aus und benutzte eine h\u00f6fliche Anrede. Er nannte sich selbst sogar \u201edein Sohn David\u201c, womit er seine Achtung vor dem anscheinend \u00e4lteren Nabal zeigte (1.\u00a0Samuel 25:5-8). Und Nabal?<\/p>\n<p>Er war emp\u00f6rt! \u201eEr aber hat ihnen Scheltworte zugeschrien.\u201c So hatte der junge Mann gegen\u00fcber seiner Herrin Nabals Reaktion geschildert. Der geizige Nabal beschwerte sich also lauthals, dass er etwas von seinem kostbaren Brot, seinem Wasser und seinem frisch geschlachteten Fleisch hergeben sollte. Sp\u00f6ttisch fragte er, wer dieser David denn eigentlich sei, und stellte ihn auf die gleiche Stufe mit einem entlaufenen Knecht. Nabal hatte von David offensichtlich die gleiche Meinung wie Saul, der David hasste. Keiner der beiden M\u00e4nner sah David so wie Gott. Jehova liebte David. F\u00fcr ihn war er kein rebellischer Sklave, sondern der zuk\u00fcnftige K\u00f6nig von Israel (1.\u00a0Samuel 25:10, 11,\u00a014).<\/p>\n<p>Als die Boten David Bericht erstatteten, geriet er in Wut und befahl: \u201eJeder g\u00fcrte sein Schwert um!\u201c David selbst legte auch sein Schwert an und zog mit 400 seiner M\u00e4nner los. Er schwor sich, jede m\u00e4nnliche Person in Nabals Haus zu t\u00f6ten (1.\u00a0Samuel 25:12, 13, 21,\u00a022). Davids Zorn war verst\u00e4ndlich, doch wie er ihm Luft machte, das war verkehrt. In der Bibel steht: \u201eEines Mannes Zorn bewirkt nicht Gottes Gerechtigkeit\u201c (Jakobus 1:20). Kann Abigail ihre Hausgemeinschaft jetzt noch retten?<\/p>\n<p><strong>\u201eGesegnet sei deine Verst\u00e4ndigkeit\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Den ersten Schritt, um das Schlimmste zu verhindern, hatte Abigail eigentlich schon getan. Sie hatte ein offenes Ohr f\u00fcr den jungen Mann gehabt. Nabal h\u00e4tte sich ganz anders verhalten. \u00dcber ihn hatte der junge Mann ja gesagt, er sei \u201ezu sehr ein Nichtsnutz\u00a0.\u00a0.\u00a0., als dass man mit ihm reden k\u00f6nnte\u201c (1.\u00a0Samuel 25:17). Da sich Nabal fatalerweise selbst viel zu wichtig nahm, h\u00f6rte er anderen einfach nicht zu. Eine Arroganz, die man auch heute noch allzu oft antrifft. Der junge Mann wusste, dass seine Herrin ihm dagegen zuh\u00f6ren w\u00fcrde, und ging sicher genau deswegen zu ihr.<\/p>\n<p>Abigail verlor keine Zeit. In dem Bericht hei\u00dft es: \u201eSogleich eilte Abigail.\u201c Viermal in dieser Begebenheit wird gesagt, dass sie eilte oder sich beeilte. Gro\u00dfz\u00fcgig stellte sie f\u00fcr David und seine M\u00e4nner Proviant zusammen: Brot, Wein, Schaffleisch, ger\u00f6stetes Korn, Rosinenkuchen, Pressfeigenkuchen. Sie wusste genau, was sie im Haus hatte, und erf\u00fcllte ihre Haushaltspflichten gewissenhaft\u00a0\u2014 wie die t\u00fcchtige Ehefrau aus dem Bibelbuch Spr\u00fcche (Spr\u00fcche 31:10-31). Abigail schickte ihre Leute mit dem Proviant vor und kam allein nach. \u201eIhrem Mann Nabal aber teilte sie nichts mit\u201c (1.\u00a0Samuel 25:18,\u00a019).<\/p>\n<p>Setzte sich Abigail damit nicht \u00fcber Nabals rechtm\u00e4\u00dfige Stellung als Familienoberhaupt hinweg? Nein. Schlie\u00dflich hatte sich ihr Mann gegen\u00fcber einem gesalbten Diener Jehovas sch\u00e4big verhalten und jetzt drohte vielen unschuldigen Menschen der sichere Tod. W\u00fcrde sich Abigail nicht sogar mitschuldig machen, wenn sie nichts unternehmen w\u00fcrde? In jedem Fall war es f\u00fcr sie wichtiger, auf Gott zu h\u00f6ren als auf ihren Ehemann.<\/p>\n<p>Es dauerte nicht lange, da stie\u00df Abigail auf David und seine M\u00e4nner. Und wieder beeilte sie sich! Diesmal, um vom Esel abzusteigen und vor David auf die Knie zu gehen (1.\u00a0Samuel 25:20,\u00a023). Sie sch\u00fcttete David ihr Herz aus und flehte ihn um Gnade f\u00fcr ihren Mann und das ganze Haus an. Was machte ihren Appell \u00fcberzeugend?<\/p>\n<p>Abigail nahm die Schuld auf sich und bat David um Verzeihung. Ganz n\u00fcchtern r\u00e4umte sie ein, ihr Mann sei so, wie sein Name schon sage: ein Nichtsnutz. Vielleicht wollte sie damit ausdr\u00fccken, David habe es doch gar nicht n\u00f6tig, jemand wie Nabal zu strafen. Abigail dr\u00fcckte auch ihr Vertrauen aus, dass David der verl\u00e4ngerte Arm Jehovas war, derjenige, der \u201edie Kriege Jehovas\u201c f\u00fchrte. Au\u00dferdem muss sie von dem Versprechen Jehovas gewusst haben, David das K\u00f6nigreich zu geben. Sagte sie doch, Jehova w\u00fcrde David \u201ebestimmt zum F\u00fchrer \u00fcber Israel bestellen\u201c. Sie appellierte an David, kein unschuldiges Blut zu vergie\u00dfen und nichts zu tun, was f\u00fcr ihn \u201eein Anlass zum Stolpern\u201c werden k\u00f6nnte\u00a0\u2014 wobei sie offensichtlich an Gewissensbisse dachte (1.\u00a0Samuel 25:24-31). Freundliche, von Herzen kommende Worte!<\/p>\n<p>Wie reagierte David? Er nahm ihre Gaben an und sagte: \u201eGesegnet sei Jehova, der Gott Israels, der dich mir an diesem Tag entgegengesandt hat! Und gesegnet sei deine Verst\u00e4ndigkeit, und gesegnet seist du, die du mich an diesem Tag davon zur\u00fcckgehalten hast, in Blutschuld zu kommen.\u201c David rechnete es Abigail hoch an, dass sie ihm mutig entgegengeeilt war. Wie er dankbar anerkannte, hatte sie ihn vor Blutschuld bewahrt. Mit den Worten \u201eGeh in Frieden in dein Haus hinauf\u201c entlie\u00df er sie. Und er war nicht zu stolz hinzuzuf\u00fcgen: \u201eIch habe auf deine Stimme geh\u00f6rt\u201c (1.\u00a0Samuel 25:32-35).<\/p>\n<p><strong>\u201eHier ist deine Sklavin\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Die Begegnung ging Abigail danach nicht mehr aus dem Kopf. Auch konnte sie kaum \u00fcbersehen haben, dass David und Nabal wie Tag und Nacht waren: Der eine Gott ergeben und sanft, der andere unbeherrscht und brutal. Aber sie hing solchen Gedanken nicht nach. Es hei\u00dft: \u201eSp\u00e4ter kam Abigail heim zu Nabal.\u201c Abigail kehrte tats\u00e4chlich zu diesem Mann zur\u00fcck, nach wie vor entschlossen, ihre Rolle als Ehefrau so gut wie m\u00f6glich auszuf\u00fcllen. Sie musste Nabal \u00fcber ihre Aktion in Kenntnis setzen. Er hatte ein Recht, das zu wissen. Au\u00dferdem musste sie ihm mitteilen, welche gro\u00dfe Gefahr abgewendet worden war\u00a0\u2014 bevor er es peinlicherweise von anderen erfuhr. Jetzt war allerdings nicht der richtige Zeitpunkt. Nabal speiste gerade wie ein K\u00f6nig und war stockbetrunken (1.\u00a0Samuel 25:36).<\/p>\n<p>Und wieder zeigte sich, dass Abigail eine mutige Frau mit Verstand war. Sie wollte bis zum n\u00e4chsten Morgen warten, wenn die Wirkung des Weins nachgelassen h\u00e4tte. Ihr Mann w\u00e4re dann n\u00fcchtern genug, ihre Worte zu begreifen, nur leider auch v\u00f6llig unberechenbar. Dennoch ging Abigail zu ihm und erz\u00e4hlte alles. Bestimmt war sie darauf gefasst, dass Nabal nun explodieren, vielleicht sogar handgreiflich werden w\u00fcrde. Doch er sa\u00df einfach da und r\u00fchrte sich nicht (1.\u00a0Samuel 25:37).<\/p>\n<p>Was war mit Nabal los? \u201eSein Herz erstarb in seinem Innern, und er selbst wurde wie ein Stein.\u201c Wom\u00f6glich hatte er eine Art Schlaganfall bekommen. Zehn Tage sp\u00e4ter war er tot; allerdings lag das nicht nur an einer Krankheit. \u201eJehova [schlug] Nabal, sodass er starb\u201c (1.\u00a0Samuel 25:38). Gott hatte ein gerechtes Urteil gef\u00e4llt und Abigails langer Ehealbtraum war zu Ende. Auch wenn Jehova heute nicht durch ein Wunder eingreift und Haustyrannen beseitigt, kann man aus dieser Begebenheit doch eines sehr gut ableiten: Gott entgeht nicht, wenn jemand zu Hause unterdr\u00fcckt oder misshandelt wird. Und zur gegebenen Zeit wird er f\u00fcr Gerechtigkeit sorgen.<\/p>\n<p>Allein schon dass Abigail von einer furchtbaren Ehe erl\u00f6st wurde, war f\u00fcr sie ein Segen, aber es kam noch besser: Als David von Nabals Tod erfuhr, lie\u00df er sie fragen, ob sie ihn heiraten wolle. Ihre Antwort: \u201eHier ist deine Sklavin als Magd, um den Dienern meines Herrn die F\u00fc\u00dfe zu waschen.\u201c Die Aussicht, Davids Frau zu werden, stieg Abigail eindeutig nicht zu Kopf. Sie bot sich sogar an, eine Dienerin seiner Diener zu werden! Und wieder einmal beeilte sich diese Frau\u00a0\u2014 jetzt, um sich f\u00fcr David bereit zu machen (1.\u00a0Samuel 25:39-42).<\/p>\n<p>Ende gut, alles gut? Ja und nein. Auch das Leben mit David w\u00fcrde seine Schattenseiten haben. David war bereits mit Ahinoam verheiratet, und die Polygamie brachte f\u00fcr gottesf\u00fcrchtige Frauen damals sicher spezielle Probleme mit sich. Au\u00dferdem herrschte David noch nicht als K\u00f6nig. Bis dahin waren noch einige H\u00e4rten und Hindernisse zu \u00fcberwinden. Doch zumindest eins merkte Abigail, die David treu zur Seite stand und ihm auch einen Sohn schenkte, immer wieder: Nun hatte sie einen Mann, der sie sch\u00e4tzte und besch\u00fctzte, sie einmal sogar aus der Hand von Entf\u00fchrern befreite (1.\u00a0Samuel 30:1-19). David orientierte sich an keinem Geringeren als seinem Gott Jehova\u00a0\u2014 der verst\u00e4ndige, mutige und treue Frauen \u00fcberaus sch\u00e4tzt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ihren Glauben nachahmen Eine Frau mit Verstand DEM jungen Mann stand das Entsetzen ins Gesicht geschrieben\u00a0\u2014 das konnte Abigail sehen. Er war zu Tode erschrocken, und das nicht umsonst. Eine ernste Gefahr braute sich zusammen: Etwa 400 zu allem entschlossene Krieger waren unterwegs, um jedes m\u00e4nnliche Wesen, das zu dem Haus geh\u00f6rte, umzubringen. 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