
{"id":2107,"date":"2011-03-27T17:40:27","date_gmt":"2011-03-27T16:40:27","guid":{"rendered":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=2107"},"modified":"2011-03-27T21:09:08","modified_gmt":"2011-03-27T20:09:08","slug":"hanna","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=2107","title":{"rendered":"Hanna"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><em><strong>Ihren Glauben nachahmen<\/strong><\/em><\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\">Sie sch\u00fcttete Gott ihr ganzes Herz aus<\/h3>\n<p>HANNA packte alles f\u00fcr die Reise zusammen und versuchte, ihre d\u00fcsteren Gedanken zu verscheuchen. Eigentlich lag eine sch\u00f6ne Zeit vor ihr. Ihr Mann Elkana nahm seine Familie jedes Jahr mit nach Silo zur Stiftsh\u00fctte, dem Zeltheiligtum der Israeliten. Diese Tage sollten eine Freudenzeit sein. So hatte es Jehova gedacht (5. Mose 16:15). Und Hanna hatte sich mit Sicherheit von Kindesbeinen an immer darauf gefreut. Doch in den letzten Jahren war alles anders geworden.<\/p>\n<p>Sie hatte das gro\u00dfe Gl\u00fcck, mit einem Mann verheiratet zu sein, der sie liebte. Elkana hatte jedoch noch eine Frau. Sie hie\u00df Peninna und schien es darauf abgesehen zu haben, Hanna das Leben zur Qual zu machen. Und diese j\u00e4hrlichen Feste wusste sie anscheinend besonders auszunutzen. Womit drangsalierte sie Hanna? Und noch wichtiger: Wie half Hanna der Glaube an Jehova, mit einer schier ausweglosen Situation zurechtzukommen? Wer selbst mit Problemen zu k\u00e4mpfen hat, die ihm jede Lebensfreude rauben, dem wird Hannas Geschichte viel geben.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>\u201eWarum ist dir weh ums Herz?\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Nach der Bibel gab es in Hannas Leben zwei gro\u00dfe Probleme. Beiden war sie mehr oder weniger hilflos ausgeliefert. Zum einen war da die zweite Frau, von der sie gehasst wurde. Zum anderen konnte sie keine Kinder bekommen \u2014 etwas, was f\u00fcr jede Frau, die sich sehnlichst ein Kind w\u00fcnscht, schwierig genug ist, geschweige denn in der damaligen Zeit und Kultur, in der einer Frau kaum etwas Schlimmeres passieren konnte. Jede Familie hoffte auf einen Sohn, der den Familiennamen erhalten w\u00fcrde. Kinderlosigkeit wurde deshalb als gro\u00dfe Schande angesehen.<\/p>\n<p>Hanna h\u00e4tte ihren Kummer vielleicht mit Fassung getragen, w\u00e4re da nicht Peninna gewesen. Die Vielehe hat von Anfang an Rivalit\u00e4t, Streit und bittere Tr\u00e4nen mit sich gebracht und war seit jeher alles andere als ideal f\u00fcr das Ehegl\u00fcck \u2014 ganz im Gegensatz zu dem Standard, den Gott im Garten Eden eingef\u00fchrt hatte: die Ehe mit nur einem Partner (1. Mose 2:24). Die Bibel stellt die Polygamie daher in nicht gerade leuchtenden Farben dar, und die herzergreifende Beschreibung der Situation in der Familie Elkanas ist da nur ein weiterer Stein im Mosaik.<\/p>\n<p>Nach der j\u00fcdischen Tradition heiratete Elkana zuerst Hanna und einige Jahre sp\u00e4ter Peninna. Tatsache ist jedenfalls, dass Hanna ihm besonders lieb war und sich Peninna ausgesprochen eifers\u00fcchtig verhielt. Sie lie\u00df sich alles M\u00f6gliche einfallen, um ihre Rivalin zu schikanieren. Ihr gro\u00dfer Trumpf war, dass sie ein Kind nach dem anderen bekam. Und mit jedem Kind wuchs ihre \u00dcberheblichkeit. Statt mit Hanna mitzuf\u00fchlen und sie zu tr\u00f6sten, streute sie nur Salz in die Wunde. Wie die Bibel zeigt, kr\u00e4nkte sie Hanna mit voller Absicht, \u201eum sie aus der Fassung zu bringen\u201c (1. Samuel 1:6). Sie wollte ihr wehtun und genau das gelang ihr auch.<\/p>\n<p>Anscheinend setzte Peninna ihre Gegenspielerin mit Vorliebe herab, wenn die Familie ihre j\u00e4hrliche Reise nach Silo unternahm. Dort gab Elkana der ganzen Kinderschar von Peninna \u2014 \u201eallen ihren S\u00f6hnen und ihren T\u00f6chtern\u201c \u2014 Anteile am Opfer f\u00fcr Jehova. Die kinderlose Hanna bekam dagegen nur ihren eigenen Anteil. In solchen Momenten trumpfte Peninna besonders auf und traf Hanna immer wieder an ihrer wunden Stelle, sodass die Arme nur noch weinte und keinen Bissen mehr herunterbekam. Elkana merkte nat\u00fcrlich, dass seine geliebte Frau gro\u00dfen Kummer hatte und nichts a\u00df. Er versuchte sie daher zu tr\u00f6sten: \u201eHanna, warum weinst du, und warum isst du nicht, und warum ist dir weh ums Herz? Bin ich dir nicht besser als zehn S\u00f6hne?\u201c (1. Samuel 1:4-8).<\/p>\n<p>Elkana durchblickte also, dass Hannas Verzweiflung mit ihrer Kinderlosigkeit zusammenhing \u2014 das spricht wirklich f\u00fcr ihn. Und er beteuerte seiner Hanna immer wieder seine Liebe. Das hat ihr sicher viel bedeutet. Allerdings erw\u00e4hnte Elkana mit keinem Wort Peninnas Verhalten, und im Bibelbericht l\u00e4sst auch nichts darauf schlie\u00dfen, dass Hanna ihm davon erz\u00e4hlte. Vielleicht dachte sie, dadurch w\u00fcrde alles nur noch schlimmer werden. Konnte sie denn erwarten, dass Elkana etwas an der Situation \u00e4nderte? W\u00fcrde Peninna nicht noch gemeiner zu ihr werden und vielleicht auch ihre Kinder und Diener gegen sie aufhetzen? Sie w\u00fcrde sich in ihrem eigenen Zuhause immer mehr wie eine unerw\u00fcnschte Fremde vorkommen.<\/p>\n<p>Unabh\u00e4ngig davon, ob Elkana \u00fcber Peninnas sch\u00e4biges Verhalten voll im Bilde war oder nicht \u2014 Jehova Gott sah alles. Sein Wort verr\u00e4t uns, was sich hinter den Kulissen abspielte, und gibt so jedem, der sich zu Eifers\u00fcchteleien und Geh\u00e4ssigkeiten hinrei\u00dfen l\u00e4sst, einen deutlichen Wink. Andererseits k\u00f6nnen sich herzensgute und friedfertige Menschen wie Hanna damit tr\u00f6sten, dass der gerechte Gott zu seiner Zeit und auf seine Weise alles ins Lot bringen wird (5. Mose 32:4). Hanna war sich dessen offensichtlich bewusst, suchte sie doch bei Jehova Hilfe.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>\u201eIhr Angesicht sah nicht mehr besorgt aus\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Im Haus Elkanas waren alle schon fr\u00fch auf den Beinen. Die ganze Familie, Gro\u00df und Klein, machte sich reisefertig. Bis nach Silo waren es rund 30 Kilometer und die Reise f\u00fchrte durch das H\u00fcgelland Ephraim. Zu Fu\u00df war man da gut ein, zwei Tage unterwegs. Hanna wusste schon, dass ihre Rivalin das wieder ausnutzen w\u00fcrde. Trotzdem blieb sie nicht zu Hause. Damit ist sie bis heute ein erstklassiges Beispiel f\u00fcr alle, die Gott dienen m\u00f6chten: Man tut sich selbst nichts Gutes, wenn man zul\u00e4sst, dass einen das Fehlverhalten anderer vom Dienst f\u00fcr Jehova abh\u00e4lt. Dadurch w\u00fcrde man sich genau von der Quelle abschneiden, die einem die Kraft zum Weitermachen gibt.<\/p>\n<p>Nach einem langen Marsch auf verschlungenen Bergstra\u00dfen war Silo endlich zu sehen. Da lag es vor ihnen auf einem H\u00fcgel, umgeben von noch h\u00f6heren H\u00fcgeln. Als sie auf die Stadt zugingen, dachte Hanna bestimmt viel dar\u00fcber nach, was sie Jehova im Gebet sagen w\u00fcrde. In Silo angekommen nahm die Familie an einem Essen teil. Bei der n\u00e4chsten Gelegenheit zog sich Hanna zur\u00fcck und ging Richtung Stiftsh\u00fctte. Neben dem T\u00fcrpfosten des Heiligtums sa\u00df der Hohe Priester Eli. Doch Hanna hatte alle ihre Gedanken auf ihren Gott gerichtet. Hier, vor der Stiftsh\u00fctte, w\u00fcrde ihr Gebet erh\u00f6rt werden, da war sie ganz sicher. Wenn auch sonst niemand v\u00f6llig nachf\u00fchlen konnte, was sie durchmachte, ihr Vater im Himmel verstand alles. All ihr Schmerz kam in ihr hoch und sie musste weinen.<\/p>\n<p>Am ganzen K\u00f6rper zitternd und schluchzend betete Hanna lange still zu Jehova. Ihre Lippen bebten, als sie im Geist beschrieb, was sie f\u00fchlte. Sie sch\u00fcttete ihrem Vater im Himmel ihr ganzes Herz aus. Doch es ging ihr um mehr als lediglich um ihren sehnlichen Kinderwunsch. Ihr lag nicht nur daran, etwas von Gott zu bekommen, sondern sie wollte ihm auch ihr M\u00f6glichstes geben. Und so machte sie Jehova das Versprechen, falls sie einen Sohn bekommen w\u00fcrde, ihn von klein auf ganz in seinen Dienst zu stellen (1. Samuel 1:9-11).<\/p>\n<p>Von Hannas Gebet kann sich jeder Diener Gottes etwas f\u00fcr seine eigenen Gebete abschauen. Jehova w\u00fcnscht sich von Herzen, dass wir ihm ganz offen und ohne Scheu alles sagen, was uns bewegt \u2014 so wie sich ein Kind seinen geliebten Eltern anvertraut (Psalm 62:8; 1. Thessalonicher 5:17). Deshalb ermutigt uns Jehova durch den Apostel Petrus, alle unsere Sorgen auf ihn zu werfen, und verspricht uns, f\u00fcr uns zu sorgen (1. Petrus 5:7).<\/p>\n<p>Menschen sind da nicht immer so verst\u00e4ndnisvoll und mitf\u00fchlend wie Jehova. W\u00e4hrend Hanna weinend betete, wurde sie von einer Stimme aufgeschreckt. Der Hohe Priester Eli hatte sie beobachtet und fragte nun: \u201eWie lange wirst du dich wie betrunken auff\u00fchren?\u201c Sie solle zusehen, dass sie n\u00fcchtern werde! Er hatte ihre bebenden Lippen, ihr Weinen und Schluchzen gesehen. Anstelle jedoch erst einmal herauszufinden, was mit ihr los war, zog er voreilige Schl\u00fcsse (1. Samuel 1:12-14).<\/p>\n<p>Es muss Hanna sehr wehgetan haben, sich in ihrem gro\u00dfen Kummer auch noch eine solche haltlose Anschuldigung anh\u00f6ren zu m\u00fcssen \u2014 obendrein von jemand, der so ein hohes Amt hatte! Doch selbst hier kommt wieder ihr musterg\u00fcltiger Glaube zum Vorschein. Sie lie\u00df sich von den Unvollkommenheiten eines Menschen nicht in ihrem Dienst f\u00fcr Jehova beirren. Respektvoll erkl\u00e4rte sie Eli ihre Situation. Da ging ihm sein Irrtum auf, und in einem wahrscheinlich freundlicheren Ton sagte er zu ihr: \u201eGeh in Frieden, und m\u00f6ge der Gott Israels deine Bitte gew\u00e4hren, die du von ihm erbeten hast\u201c (1. Samuel 1:15-17).<\/p>\n<p>Wie f\u00fchlte sich Hanna, nachdem sie sich Jehova vor seiner Stiftsh\u00fctte anvertraut und ihn angebetet hatte? Die Bibel sagt: \u201eDann ging die Frau ihres Weges und a\u00df, und ihr Angesicht sah nicht mehr besorgt aus\u201c (1. Samuel 1:18). In der Einheits\u00fcbersetzung liest man an dieser Stelle: \u201eSie . . . hatte kein trauriges Gesicht mehr.\u201c Ihr war jetzt also viel leichter ums Herz. Sie hatte sozusagen ihre ganze Sorgenlast bei jemand abgeladen, der erheblich breitere und st\u00e4rkere Schultern hatte als sie: bei ihrem Vater im Himmel (Psalm 55:22). Ist irgendeine Last f\u00fcr ihn zu schwer? Nein \u2014 weder fr\u00fcher noch jetzt noch irgendwann!<\/p>\n<p>Sind wir einmal verzweifelt, tieftraurig oder f\u00fchlen uns hilflos, dann machen wir es doch wie Hanna und sch\u00fctten dem \u201eH\u00f6rer des Gebets\u201c voller Glauben und Vertrauen unser Herz aus (Psalm 65:2). Unsere Traurigkeit wird dann mit Sicherheit dem \u201eFrieden Gottes, der alles Denken \u00fcbertrifft\u201c, weichen (Philipper 4:6, 7).<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>\u201eDa ist kein Fels wie unser Gott\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen ging Hanna noch einmal mit ihrem Mann zur Stiftsh\u00fctte. Wahrscheinlich hatte sie ihm erz\u00e4hlt, worum sie Gott gebeten und was sie ihm versprochen hatte. Denn nach dem Gesetz Mose konnte ein Mann ein Gel\u00fcbde seiner Frau, das nicht mit ihm abgesprochen war, widerrufen (4. Mose 30:10-15). Doch nichts dergleichen geschah. Zusammen mit seiner Frau betete dieser gottesf\u00fcrchtige Mann Jehova noch einmal an. Danach machte sich die Familie auf den Heimweg.<\/p>\n<p>Wann Peninna wohl bewusst wurde, dass ihre Gemeinheiten Hanna nichts mehr ausmachten? Dar\u00fcber sagt die Bibel nichts, aber die Wendung \u201eIhr Angesicht sah nicht mehr besorgt aus\u201c zeigt, dass Hanna von da an eindeutig gel\u00f6ster war. Auf alle F\u00e4lle stellte Peninna bald fest, dass ihre boshaften Attacken ins Leere liefen. In der Bibel wird sie mit keinem Wort mehr erw\u00e4hnt.<\/p>\n<p>Im Laufe der Monate ging Hannas innere Gelassenheit in unb\u00e4ndige Freude \u00fcber: Sie war schwanger! \u00dcber ihrer Freude verga\u00df sie keine Sekunde lang, wem sie das zu verdanken hatte. Als ihr kleiner Junge zur Welt kam, nannte sie ihn Samuel, was \u201eName Gottes\u201c bedeutet und sich offensichtlich darauf bezog, dass sie den Namen Gottes angerufen hatte. In den n\u00e4chsten drei Jahren, in denen sie ihren Sohn stillte, ging sie nicht mit auf die anstrengende Reise nach Silo. Die Zeit verging und sie bereitete sich seelisch und moralisch darauf vor, von ihrem geliebten Kind Abschied zu nehmen.<\/p>\n<p>Das fiel ihr bestimmt nicht leicht. Nat\u00fcrlich wusste Hanna, dass Samuel in Silo gut aufgehoben war, weil sich wahrscheinlich einige der Frauen, die dort arbeiteten, um ihn k\u00fcmmern w\u00fcrden. Aber er war doch noch so klein! Und welche Mutter m\u00f6chte ihr Kind nicht bei sich haben?! Dennoch brachten Hanna und Elkana ihren Sohn nicht widerstrebend zur Stiftsh\u00fctte, sondern mit einem Herzen voller Dankbarkeit. Sie hatten auch Verschiedenes zum Opfern dabei. Anschlie\u00dfend stellten sie Samuel dem Hohen Priester Eli vor und erinnerten ihn dabei an Hannas Gebet vor ein paar Jahren.<\/p>\n<p>Hanna sprach dann ein Gebet, das in Gottes Augen so wertvoll war, dass er es in seinem Wort festhalten lie\u00df. Es steht in 1. Samuel 2:1-10. Beim Lesen sp\u00fcrt man, wie aus jeder Zeile ihr tiefer Glaube spricht. Sie pries Jehova daf\u00fcr, wie wunderbar er seine Macht einsetzt \u2014 f\u00fcr seine unvergleichliche F\u00e4higkeit, stolze Menschen von ihrem hohen Ross herunterzuholen und Niedergedr\u00fcckte gl\u00fccklich zu machen; er ist Herr \u00fcber Leben und Tod. Sie r\u00fchmte ihn f\u00fcr seine beispiellose Heiligkeit, Gerechtigkeit und Treue. Mit gutem Grund konnte sie sagen: \u201eDa ist kein Fels wie unser Gott.\u201c Auf Jehova ist hundertprozentig Verlass, er \u00e4ndert sich nicht und ist eine Zuflucht f\u00fcr alle, die deprimiert und bedr\u00fcckt sind oder denen \u00fcbel mitgespielt wird.<\/p>\n<p>Der kleine Samuel konnte wirklich gl\u00fccklich und dankbar sein, eine so glaubensstarke Mutter zu haben. Auch wenn er sie bestimmt oft vermisste, f\u00fchlte er sich von ihr nicht vergessen. Sie kam ihn Jahr f\u00fcr Jahr in Silo besuchen und brachte ihm f\u00fcr seinen Dienst an der Stiftsh\u00fctte immer einen selbst gemachten \u00e4rmellosen Mantel mit. In jedem Stich steckte ihre ganze Liebe (1. Samuel 2:19). Man sieht sie direkt vor sich, wie sie ihrem Jungen das Gewand anzieht, es glatt streicht, ihn dabei z\u00e4rtlich anschaut und lieb mit ihm redet. So eine Mutter zu haben war f\u00fcr Samuel ein wahrer Segen, und auch er wurde im Laufe der Zeit ein echter Segen f\u00fcr seine Eltern und f\u00fcr ganz Israel.<\/p>\n<p>Auch Hanna wurde nicht vergessen. Jehova hat sie sehr gesegnet: Sie hatte zusammen mit Elkana noch f\u00fcnf weitere Kinder (1. Samuel 2:21). Doch ihr gr\u00f6\u00dfter Segen war wohl ihr Vertrauensverh\u00e4ltnis zu ihrem Vater Jehova, das \u00fcber die Jahre immer enger wurde. Das Gleiche kann jeder erleben, der Hannas Glauben nachahmt.<\/p>\n<p><center><strong>Warum Gott eine Zeit lang unter seinen Dienern die Polygamie duldete<\/strong><\/center><br \/>\nerkl\u00e4rt der Artikel \u201eBilligt Gott die Polygamie?\u201c im Wachtturm vom 1. Juli 2009, Seite 30.<\/p>\n<p>Auch wenn es im Bericht hei\u00dft, dass Jehova Hannas \u201eMutterscho\u00df verschlossen\u201c hatte, l\u00e4sst nichts darauf schlie\u00dfen, dass diese bescheidene, treue Frau nicht in seiner Gunst stand (1. Samuel 1:5). Manchmal wird in der Bibel ein Sachverhalt so formuliert, als ob Gott ihn bewirken w\u00fcrde; dabei ist aber nur gemeint, dass er ihn eine Zeit lang zul\u00e4sst.<\/p>\n<p>Die Kilometerangabe beruht darauf, dass Elkanas Heimatstadt Rama und die Stadt Arimathia zu Jesu Zeit wahrscheinlich identisch sind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">[Kasten auf Seite 17]<br \/>\n<strong>Zwei au\u00dfergew\u00f6hnliche Gebete<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\nDie beiden Gebete von Hanna, die in 1. Samuel 1:11 und 2:1-10 festgehalten sind, zeichnen sich durch etliche Besonderheiten aus. Zum Beispiel:<\/p>\n<ul>\n<li>In ihrem ersten Gebet sprach sie Gott mit \u201eJehova der Heerscharen\u201c an. Damit verwendete sie als Erste in der Bibel diesen Ausdruck. Insgesamt kommt er 285 Mal in der Bibel vor und deutet darauf hin, dass Gott eine gro\u00dfe Streitmacht von Engeln dirigiert.<\/li>\n<li>Das zweite Gebet sprach Hanna nicht nach der Geburt ihres Sohnes, sondern als sie und Elkana Samuel nach Silo brachten, damit er dort Jehova diente. Hanna zog ihre tiefe Freude demnach nicht daraus, dass ihre Rivalin Peninna nicht mehr auftrumpfen konnte, sondern aus dem Gef\u00fchl, von Jehova gesegnet zu sein.<\/li>\n<li>Als Hanna sagte: \u201eMein Horn ist tats\u00e4chlich erh\u00f6ht in Jehova\u201c, dachte sie wahrscheinlich an einen kr\u00e4ftigen Stier, dessen Kraft in den H\u00f6rnern steckt. Sie meinte sozusagen: \u201eJehova, du machst mich stark\u201c (1. Samuel 2:1).<\/li>\n<li>Ihre Worte \u00fcber Gottes \u201eGesalbten\u201c gelten als prophetischer Ausspruch. \u201eGesalbter\u201c bedeutet das Gleiche wie \u201eMessias\u201c, und Hanna ist die Erste in der Bibel, die diesen Begriff auf einen k\u00fcnftigen gesalbten K\u00f6nig anwendet (1. Samuel 2:10).<\/li>\n<li>\u00dcber tausend Jahre sp\u00e4ter wiederholte Maria, Jesu Mutter, in einem Gebet, mit dem sie Jehova pries, einige Formulierungen von Hanna (Lukas 1:46-55).<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ihren Glauben nachahmen Sie sch\u00fcttete Gott ihr ganzes Herz aus HANNA packte alles f\u00fcr die Reise zusammen und versuchte, ihre d\u00fcsteren Gedanken zu verscheuchen. Eigentlich lag eine sch\u00f6ne Zeit vor ihr. Ihr Mann Elkana nahm seine Familie jedes Jahr mit nach Silo zur Stiftsh\u00fctte, dem Zeltheiligtum der Israeliten. Diese Tage sollten eine Freudenzeit sein. 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