
{"id":1728,"date":"2010-12-26T22:26:39","date_gmt":"2010-12-26T21:26:39","guid":{"rendered":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=1728"},"modified":"2010-12-26T22:26:39","modified_gmt":"2010-12-26T21:26:39","slug":"lydia-die-purpurhandlerin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=1728","title":{"rendered":"Lydia &#8211; die Purpurh\u00e4ndlerin"},"content":{"rendered":"<p>Lydia lebte in Philippi, einer bedeutenden mazedonischen Stadt. Sie kam urspr\u00fcnglich aus Thyatira in Lydien (Westkleinasien) und hatte sich aus gesch\u00e4ftlichen Gr\u00fcnden auf der anderen Seite der \u00c4g\u00e4is niedergelassen. Sie war Purpurh\u00e4ndlerin und zu ihrem Sortiment geh\u00f6rten wahrscheinlich die verschiedensten Purpurwaren: Teppiche, Stoffe und sogar die Farbstoffe selbst. Eine Inschrift aus Philippi belegt die Existenz einer Purpurh\u00e4ndlerzunft.<\/p>\n<p>  Von Lydia wird gesagt, sie sei eine \u201eAnbeterin Gottes\u201c gewesen; anscheinend war sie also eine Proselytin (Apg. 16:14). Vielleicht hatte sie schon in ihrer Heimatstadt von Jehova geh\u00f6rt. Dort gab es n\u00e4mlich im Gegensatz zu Philippi eine Synagoge. Manche denken, der Name Lydia bedeute einfach \u201eFrau aus Lydien\u201c, und meinen, sie sei deshalb in Philippi so genannt worden. Es gibt jedoch Belege daf\u00fcr, dass Lydia auch ein Eigenname war.<\/p>\n<p>  Seit der Zeit Homers (9.\u00a0oder 8.\u00a0Jahrhundert v.\u00a0u.\u00a0Z.) war Lydien und Umgebung f\u00fcr die Purpurf\u00e4rberkunst ber\u00fchmt. Das Wasser von Thyatira ergab bekanntlich die leuchtst\u00e4rksten und haltbarsten Farbt\u00f6ne.<\/p>\n<p>  Purpurwaren galten als Luxusartikel und waren nur f\u00fcr Reiche erschwinglich. Der Farbstoff wurde auf unterschiedliche Weise gewonnen. Doch den besten und teuersten Purpur, der f\u00fcr feines Tuch verwendet wurde, erzeugten die im Mittelmeer lebenden Purpurschnecken. Aus einer Schnecke konnte man nur eine winzige Menge Purpur gewinnen, deswegen ben\u00f6tigte man f\u00fcr ein einziges Gramm dieses kostbaren Farbstoffes rund 8\u00a0000 Schnecken. Kein Wunder, dass man f\u00fcr Purpurstoffe tief in die Tasche greifen musste!<\/p>\n<p>  Da Lydia f\u00fcr ihren Purpurhandel einiges an Kapital ben\u00f6tigte und in ihrem Haus Platz f\u00fcr vier G\u00e4ste hatte (Paulus, Silas, Timotheus und Lukas), d\u00fcrfte sie eine erfolgreiche und wohlhabende Gesch\u00e4ftsfrau gewesen sein. Wenn in der Bibel von ihren \u201eHausgenossen\u201c die Rede ist, k\u00f6nnen damit ihre Verwandten gemeint sein oder auch Sklaven und M\u00e4gde (Apg. 16:15). Ihr gastfreundliches Haus wurde f\u00fcr die ersten Christen in Philippi offensichtlich ein Versammlungszentrum, denn Paulus und Silas trafen sich dort vor ihrer Abreise noch mit einigen Br\u00fcdern (Apg. 16:40).<\/p>\n<p>  Etwa zehn Jahre sp\u00e4ter schrieb Paulus einen Brief an die Philipper, doch Lydia erw\u00e4hnte er darin nicht. Alles, was wir von ihr wissen, haben wir also aus Apostelgeschichte\u00a016.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lydia lebte in Philippi, einer bedeutenden mazedonischen Stadt. Sie kam urspr\u00fcnglich aus Thyatira in Lydien (Westkleinasien) und hatte sich aus gesch\u00e4ftlichen Gr\u00fcnden auf der anderen Seite der \u00c4g\u00e4is niedergelassen. Sie war Purpurh\u00e4ndlerin und zu ihrem Sortiment geh\u00f6rten wahrscheinlich die verschiedensten Purpurwaren: Teppiche, Stoffe und sogar die Farbstoffe selbst. 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