
{"id":1377,"date":"2009-12-04T02:19:35","date_gmt":"2009-12-04T01:19:35","guid":{"rendered":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=1377"},"modified":"2009-12-21T02:22:47","modified_gmt":"2009-12-21T01:22:47","slug":"apostelgeschichte-203-2230","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=1377","title":{"rendered":"Apostelgeschichte 20:3 &#8211; 22:30"},"content":{"rendered":"<h3>Kapitel 20<\/h3>\n<p>Und als er drei Monate dort zugebracht hatte und im Begriff stand, sich nach Syrien einzuschiffen, entschlo\u00df er sich, weil von den Juden ein Anschlag auf ihn geplant war, durch Mazedonien zur\u00fcckzukehren. 4 Es begleiteten ihn Sopater, der Sohn des Pyrrhus aus Beroa, von den Thessalonichern Aristarchus und Sekundus und Gajus aus Derbe und Timotheus und aus dem [Bezirk] Asien Tychikus und Trophimus. 5 Diese gingen weiter und warteten in Troas auf uns; 6 wir aber stachen nach den Tagen der unges\u00e4uerten Brote von Philippi aus in See, und wir kamen innerhalb von f\u00fcnf Tagen zu ihnen nach Troas; und dort verbrachten wir sieben Tage.<\/p>\n<p>7 Am ersten Tag der Woche, als wir zu einem Mahl versammelt waren, begann Paulus ihnen eine Ansprache zu halten, da er am n\u00e4chsten Tag abreisen wollte; und er dehnte seine Rede bis Mitternacht aus. 8 Es waren nun ziemlich viele Lampen in dem Obergemach, wo wir versammelt waren. 9 Ein gewisser junger Mann namens Eutychus, der am Fenster sa\u00df, fiel in einen tiefen Schlaf, w\u00e4hrend Paulus weiterredete, und im Schlaf zusammensinkend, fiel er vom dritten Stockwerk hinunter und wurde tot aufgehoben. 10 Paulus aber ging die Treppe hinab, warf sich \u00fcber ihn und umfa\u00dfte ihn und sprach: &#8222;H\u00f6rt auf, L\u00e4rm zu machen, denn seine Seele ist in ihm.&#8220; 11 Dann ging er nach oben und begann das Mahl und nahm Speise zu sich, und nachdem er sich noch eine geraume Weile, bis zum Anbruch des Tages, [mit ihnen] unterhalten hatte, reiste er schlie\u00dflich ab. 12 Da nahmen sie den Knaben lebend mit fort und waren \u00fcber die Ma\u00dfen getr\u00f6stet.<\/p>\n<p>13 Wir nun begaben uns voraus zum Schiff und fuhren nach Assos ab, wo wir Paulus an Bord zu nehmen beabsichtigten, denn nachdem er diesbez\u00fcgliche Anweisungen gegeben hatte, beabsichtigte er selbst, zu Fu\u00df zu gehen. 14 Als er uns dann in Assos einholte, nahmen wir ihn an Bord und kamen nach Mitylene; 15 und [nachdem wir] von dort am folgenden Tag abgefahren [waren], trafen wir Chios gegen\u00fcber ein, am n\u00e4chsten Tag aber legten wir in Samos an, und am Tag darauf trafen wir in Milet ein. 16 Paulus hatte n\u00e4mlich beschlossen, an Ephesus vorbeizufahren, um keine Zeit in dem [Bezirk] Asien zu verbringen; denn er beeilte sich, um, wenn es ihm m\u00f6glich w\u00e4re, am Tag des Pfingst[festes] in Jerusalem zu sein.<\/p>\n<p>17 Von Milet aus sandte er jedoch nach Ephesus und rief die \u00e4lteren M\u00e4nner der Versammlung herbei. 18 Als sie bei ihm eintrafen, sagte er zu ihnen: &#8222;Ihr wi\u00dft wohl, wie ich vom ersten Tag an, da ich den [Bezirk] Asien betrat, die ganze Zeit bei euch gewesen bin, 19 indem ich als ein Sklave f\u00fcr den Herrn mit der gr\u00f6\u00dften Demut und unter Tr\u00e4nen und Pr\u00fcfungen diente, die mir zufolge der Anschl\u00e4ge der Juden widerfuhren; 20 wobei ich mich nicht davon zur\u00fcckhielt, euch alles, was n\u00fctzlich war, kundzutun und euch \u00f6ffentlich und von Haus zu Haus zu lehren. 21 Doch legte ich gr\u00fcndlich Zeugnis ab, sowohl vor Juden als auch vor Griechen, in bezug auf Reue gegen\u00fcber Gott und Glauben an unseren Herrn Jesus. 22 Und nun seht, im Geist gebunden, ziehe ich nach Jerusalem, obwohl ich nicht wei\u00df, was mir dort widerfahren wird, 23 au\u00dfer da\u00df mir der heilige Geist von Stadt zu Stadt immer wieder bezeugt, indem er sagt, da\u00df Fesseln und Drangsale meiner warten. 24 Dessenungeachtet sch\u00e4tze ich meine Seele nicht als teuer ein f\u00fcr mich, wenn ich nur meinen Lauf vollenden kann und den Dienst, den ich vom Herrn Jesus empfangen habe, [n\u00e4mlich] gr\u00fcndlich Zeugnis abzulegen f\u00fcr die gute Botschaft von der unverdienten G\u00fcte Gottes.<\/p>\n<p>25 Und nun seht, ich wei\u00df, da\u00df ihr alle, unter denen ich, das K\u00f6nigreich predigend, umhergegangen bin, mein Angesicht nicht mehr sehen werdet. 26 Darum rufe ich euch am heutigen Tag auf, zu bezeugen, da\u00df ich rein bin vom Blut aller Menschen, 27 denn ich habe nicht zur\u00fcckgehalten, euch den ganzen Rat Gottes mitzuteilen. 28 Gebt acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, in welcher euch der heilige Geist zu Aufsehern ernannt hat, um die Versammlung Gottes zu h\u00fcten, die er mit dem Blut seines eigenen [Sohnes] erkauft hat. 29 Ich wei\u00df, da\u00df nach meinem Weggang bedr\u00fcckende W\u00f6lfe bei euch eindringen und die Herde nicht schonen werden, 30 und aus eurer eigenen Mitte werden M\u00e4nner aufstehen und verdrehte Dinge reden, um die J\u00fcnger hinter sich her wegzuziehen.<\/p>\n<p>31 Bleibt daher wach, und behaltet im Sinn, da\u00df ich drei Jahre lang Nacht und Tag nicht aufgeh\u00f6rt habe, einen jeden unter Tr\u00e4nen ernstlich zu ermahnen. 32 Und nun vertraue ich euch Gott und dem Wort seiner unverdienten G\u00fcte an, das euch zu erbauen und euch unter allen Geheiligten das Erbe zu geben vermag. 33 Ich habe niemandes Silber oder Gold oder Gewand begehrt. 34 Ihr selbst wi\u00dft, da\u00df diese H\u00e4nde meinen Bed\u00fcrfnissen wie auch denen derjenigen gedient haben, die bei mir waren. 35 Ich habe euch in allen Dingen vor Augen gef\u00fchrt, da\u00df ihr, indem ihr so angestrengt arbeitet, den Schwachen beistehen und die Worte des Herrn Jesus im Sinn behalten sollt, der selbst gesagt hat: &#8218;Begl\u00fcckender ist Geben als Empfangen.&#8216; &#8220;<\/p>\n<p>36 Und als er diese Dinge gesagt hatte, kniete er mit ihnen allen nieder und betete. 37 In der Tat, da brachen alle in ziemlich starkes Weinen aus, und sie fielen Paulus um den Hals und k\u00fc\u00dften ihn z\u00e4rtlich, 38 denn das Wort, das er geredet hatte, da\u00df sie sein Angesicht nicht mehr sehen w\u00fcrden, hatte sie besonders schmerzlich ber\u00fchrt. Dann geleiteten sie ihn zum Schiff.<\/p>\n<h3>Kapitel 21<\/h3>\n<p>Als wir uns nun von ihnen losgerissen hatten und in See stachen, liefen wir in gerader Fahrt und kamen nach Kos, am n\u00e4chsten [Tag] aber nach Rhodos und von da nach Patara. 2 Und als wir ein Schiff gefunden hatten, das nach Ph\u00f6nizien hin\u00fcberfuhr, gingen wir an Bord und fuhren ab. 3 Als wir die [Insel] Zypern in Sicht bekamen, lie\u00dfen wir sie links hinter uns und segelten nach Syrien weiter und legten in Tyrus an, denn dort sollte das Schiff [seine] Fracht ausladen. 4 Durch Nachforschung fanden wir die J\u00fcnger und blieben sieben Tage hier. Aber durch den Geist sagten sie Paulus wiederholt, er solle Jerusalem nicht betreten. 5 Als wir dann die Tage vollendet hatten, zogen wir aus und begaben uns auf den Weg; sie alle zusammen aber mit den Frauen und Kindern geleiteten uns bis vor die Stadt hinaus. Und nachdem wir am Strand niedergekniet waren und gebetet hatten, 6 sagten wir einander Lebewohl und stiegen in das Schiff, sie aber kehrten nach Hause zur\u00fcck.<\/p>\n<p>7 Dann vollendeten wir die Seereise von Tyrus aus und kamen in Ptolemais an, und wir begr\u00fc\u00dften die Br\u00fcder und hielten uns einen Tag bei ihnen auf. 8 Am n\u00e4chsten Tag brachen wir auf und kamen in C\u00e4sarea an, und wir kehrten im Haus des Evangeliumsverk\u00fcndigers Philippus ein, der einer von den sieben M\u00e4nnern war, und wir hielten uns bei ihm auf. 9 Dieser Mann hatte vier T\u00f6chter, Jungfrauen, die prophezeiten. 10 W\u00e4hrend wir aber eine Reihe von Tagen dablieben, kam von Judaa ein gewisser Prophet namens Agabus herab, 11 und er kam zu uns und nahm den G\u00fcrtel des Paulus, band sich F\u00fc\u00dfe und H\u00e4nde und sagte: &#8222;So spricht der heilige Geist: &#8218;Den Mann, dem dieser G\u00fcrtel geh\u00f6rt, werden die Juden auf diese Weise in Jerusalem binden und in die H\u00e4nde der Leute der Nationen ausliefern.&#8216; &#8220; 12 Als wir das nun h\u00f6rten, begannen wir und auch die von jenem Ort ihn inst\u00e4ndig zu bitten, nicht nach Jerusalem hinaufzugehen. 13 Da antwortete Paulus: &#8222;Was tut ihr da, indem ihr weint und mich im Herzen schwach macht? Seid versichert: Ich bin bereit, mich nicht nur binden zu lassen, sondern in Jerusalem f\u00fcr den Namen des Herrn Jesus auch zu sterben.&#8220; 14 Als er sich nicht \u00fcberreden lie\u00df, beruhigten wir uns mit den Worten: &#8222;Der Wille Jehovas geschehe.&#8220;<\/p>\n<p>15 Nach diesen Tagen nun machten wir uns reisefertig und begaben uns auf den Weg nach Jerusalem hinauf. 16 Aber auch einige von den J\u00fcngern aus C\u00e4sarea gingen mit uns, um uns zu dem Mann zu bringen, bei dem wir zu Gast sein sollten, einem gewissen Mnason aus Zypern, einem von den ersten J\u00fcngern. 17 Als wir nach Jerusalem kamen, nahmen uns die Br\u00fcder freudig auf. 18 Am folgenden [Tag] aber ging Paulus mit uns zu Jakobus hinein; und alle \u00e4lteren M\u00e4nner waren anwesend. 19 Und er begr\u00fc\u00dfte sie und begann einen eingehenden Bericht \u00fcber die Dinge zu geben, die Gott durch seinen Dienst unter den Nationen getan hatte.<\/p>\n<p>20 Nachdem sie dies geh\u00f6rt hatten, begannen sie Gott zu verherrlichen, und sie sagten zu ihm: &#8222;Du siehst, Bruder, wie viele Tausende es unter den Juden gibt, die gl\u00e4ubig sind; und sie alle sind Eiferer f\u00fcr das GESETZ. 21 Sie haben aber das Ger\u00fccht \u00fcber dich geh\u00f6rt, da\u00df du alle Juden unter den Nationen Abfall von Moses gelehrt h\u00e4ttest, indem du ihnen sagtest, sie sollten weder ihre Kinder beschneiden noch den [feierlichen] Br\u00e4uchen gem\u00e4\u00df wandeln. 22 Was also ist diesbez\u00fcglich zu tun? Auf jeden Fall werden sie h\u00f6ren, da\u00df du angekommen bist. 23 So tu denn das, was wir dir sagen: Es sind vier M\u00e4nner bei uns, die ein Gel\u00fcbde auf sich haben. 24 Nimm diese M\u00e4nner mit, und reinige dich mit ihnen gem\u00e4\u00df den Zeremonien, und trage f\u00fcr sie die Kosten, damit sie sich das Haupt scheren lassen k\u00f6nnen. Und so wird jedermann wissen, da\u00df an den Ger\u00fcchten, die \u00fcber dich mitgeteilt wurden, nichts ist, sondern da\u00df du ordentlich wandelst, indem du selbst auch das GESETZ h\u00e4ltst. 25 Was die Gl\u00e4ubigen aus den Nationen betrifft, so haben wir unsere Entscheidung gef\u00e4llt und hingesandt, da\u00df sie sich bewahren sollten vor dem, was G\u00f6tzen geopfert worden ist, wie auch vor Blut und Erw\u00fcrgtem und vor Hurerei.&#8220;<\/p>\n<p>26 Da nahm Paulus die M\u00e4nner am n\u00e4chsten Tag mit und reinigte sich mit ihnen gem\u00e4\u00df den Zeremonien und ging in den Tempel, um die Tage anzumelden, die f\u00fcr die zeremonielle Reinigung erf\u00fcllt werden mu\u00dften, bis die Opfergabe f\u00fcr einen jeden von ihnen dargebracht werden sollte.<\/p>\n<p>27 Als nun die sieben Tage nahezu abgelaufen waren, begannen die Juden aus Asien, als sie ihn im Tempel sahen, die ganze Volksmenge in Verwirrung zu bringen, und sie legten Hand an ihn 28 und schrien: &#8222;M\u00e4nner von Israel, helft! Das ist der Mensch, der \u00fcberall jedermann gegen das Volk und das GESETZ und diese St\u00e4tte lehrt, und was noch mehr ist, er hat sogar Griechen in den Tempel gebracht und hat diese heilige St\u00e4tte entweiht.&#8220; 29 Sie hatten n\u00e4mlich vorher Trophimus, den Epheser, in der Stadt bei ihm gesehen, meinten aber, Paulus habe ihn in den Tempel gebracht. 30 Und die ganze Stadt wurde in Aufruhr versetzt, und es entstand ein Volksauflauf; und man ergriff Paulus und schleppte ihn aus dem Tempel hinaus. Und sogleich wurden die T\u00fcren geschlossen. 31 Und w\u00e4hrend man ihn zu t\u00f6ten suchte, kam die Meldung zum Befehlshaber der Abteilung hinauf, da\u00df ganz Jerusalem in Verwirrung sei; 32 und er nahm sogleich Soldaten und Offiziere und lief zu ihnen hinab. Als sie den Milit\u00e4rbefehlshaber und die Soldaten erblickten, h\u00f6rten sie auf, Paulus zu schlagen.<\/p>\n<p>33 Dann trat der Milit\u00e4rbefehlshaber herzu und ergriff ihn und befahl, da\u00df er mit zwei Ketten gefesselt werde; und er erkundigte sich, wer er denn sei und was er getan habe. 34 Doch einige in der Volksmenge begannen dies und andere das zu rufen. Als er somit wegen des Tumultes selbst nichts Bestimmtes erfahren konnte, gebot er, da\u00df man ihn in die Kaserne bringe. 35 Als er aber auf die Treppe kam, ereignete es sich, da\u00df er wegen des gewaltsamen Andrangs der Volksmenge von den Soldaten getragen wurde; 36 denn die Menge des Volkes folgte nach und schrie: &#8222;Hinweg mit ihm!&#8220;<\/p>\n<p>37 Und gerade als Paulus in die Kaserne hineingef\u00fchrt werden sollte, sagte er zum Milit\u00e4rbefehlshaber: &#8222;Ist es mir erlaubt, dir etwas zu sagen?&#8220; Er sprach: &#8222;Kannst du Griechisch sprechen? 38 Bist du denn nicht der \u00c4gypter, der vor diesen Tagen einen Aufstand erregte und die viertausend Dolchm\u00e4nner in die Wildnis hinausf\u00fchrte?&#8220; 39 Da sagte Paulus: &#8222;Ich bin in Tat und Wahrheit ein Jude aus Tarsus in Zilizien, ein B\u00fcrger einer nicht unbekannten Stadt. So bitte ich dich denn, erlaube mir, zum Volk zu reden.&#8220; 40 Nachdem er Erlaubnis gegeben hatte, winkte Paulus, auf der Treppe stehend, mit der Hand dem Volk. Als ein gro\u00dfes Schweigen eintrat, wandte er sich in der hebr\u00e4ischen Sprache an sie und sagte:<\/p>\n<h3>Kapitel 22<\/h3>\n<p>&#8222;M\u00e4nner, Br\u00fcder und V\u00e4ter, h\u00f6rt jetzt meine Verteidigung vor euch an!&#8220; 2 (Als sie nun h\u00f6rten, da\u00df er sich in der hebr\u00e4ischen Sprache an sie wandte, wurden sie noch stiller, und er sprach:) 3 &#8222;Ich bin ein Jude, in Tarsus in Zilizien geboren, aber in dieser Stadt zu den F\u00fc\u00dfen Gamaliels erzogen, nach der Strenge des GESETZES der Vorv\u00e4ter unterwiesen, war ich ebenso ein Eiferer f\u00fcr Gott, wie ihr es alle heute seid. 4 Und ich verfolgte diesen WEG bis auf den Tod, indem ich sowohl M\u00e4nner als auch Frauen band und Gef\u00e4ngnissen \u00fcbergab, 5 wie mir das sowohl der Hohepriester als auch die ganze Versammlung der \u00e4lteren M\u00e4nner bezeugen k\u00f6nnen. Von ihnen verschaffte ich mir auch Briefe an die Br\u00fcder in Damaskus, und ich ging hin, um auch die, die sich dort befanden, gebunden nach Jerusalem zu f\u00fchren, damit sie bestraft w\u00fcrden.<\/p>\n<p>6 Als ich aber hinreiste und mich Damaskus n\u00e4herte, da umblitzte mich um die Mittagszeit pl\u00f6tzlich aus dem Himmel ein gro\u00dfes Licht, 7 und ich fiel zu Boden und h\u00f6rte eine Stimme zu mir sagen: &#8218;Saulus, Saulus, warum verfolgst du mich?&#8216; 8 Ich antwortete: &#8218;Wer bist du, Herr?&#8216; Und er sprach zu mir: &#8218;Ich bin Jesus, der Nazarener, den du verfolgst.&#8216; 9 Die M\u00e4nner nun, die bei mir waren, sahen zwar das Licht, h\u00f6rten aber die Stimme dessen nicht, der zu mir redete. 10 Darauf sagte ich: &#8218;Was soll ich tun, Herr?&#8216; Der Herr sprach zu mir: &#8218;Steh auf, geh deines Weges nach Damaskus, und dort wird zu dir \u00fcber alles gesprochen werden, was dir zu tun verordnet ist.&#8216; 11 Da ich aber wegen der Herrlichkeit jenes Lichts nichts sehen konnte, kam ich, an der Hand derer gef\u00fchrt, die bei mir waren, in Damaskus an.<\/p>\n<p>12 Ananias nun, ein gewisser Mann, ehrfurchtsvoll gem\u00e4\u00df dem GESETZ, der bei allen dort wohnenden Juden in gutem Ruf stand, 13 kam zu mir und sagte, bei mir stehend, zu mir: &#8218;Saulus, Bruder, werde wieder sehend!&#8216; Und zur selben Stunde schaute ich zu ihm auf. 14 Er sprach: &#8218;Der Gott unserer Vorv\u00e4ter hat dich erw\u00e4hlt, seinen Willen kennenzulernen und den Gerechten zu sehen und die Stimme aus seinem Mund zu h\u00f6ren, 15 denn du sollst ihm vor allen Menschen ein Zeuge von den Dingen sein, die du gesehen und geh\u00f6rt hast. 16 Und nun, warum z\u00f6gerst du? Steh auf, la\u00df dich taufen, und wasch deine S\u00fcnden ab, indem du seinen Namen anrufst.&#8216;<\/p>\n<p>17 Als ich aber nach Jerusalem zur\u00fcckgekehrt war und im Tempel betete, geriet ich in einen Trancezustand 18 und sah ihn, der zu mir sprach: &#8218;Beeil dich, und geh schnell aus Jerusalem hinaus, denn man wird dein Zeugnis \u00fcber mich nicht annehmen.&#8216; 19 Und ich sagte: &#8218;Herr, sie selbst wissen wohl, da\u00df ich es war, der diejenigen, die an dich glauben, jeweils ins Gef\u00e4ngnis bringen und in einer Synagoge nach der anderen auspeitschen lie\u00df; 20 und als das Blut deines Zeugen Stephanus vergossen wurde, stand ich selbst auch dabei und gab meine Zustimmung und bewachte die \u00e4u\u00dferen Kleider derer, die ihn umbrachten.&#8216; 21 Und dennoch sagte er zu mir: &#8218;Geh deines Weges, denn ich werde dich zu Nationen in die Ferne senden.&#8216; &#8220;<\/p>\n<p>22 Sie hatten ihm nun bis zu diesem Wort zugeh\u00f6rt, und sie erhoben ihre Stimme und sprachen: &#8222;Weg von der Erde mit einem solchen [Menschen], denn es geh\u00f6rte sich nicht, da\u00df er lebte!&#8220; 23 Und weil sie schrien und ihre \u00e4u\u00dferen Kleider herumwarfen und Staub in die Luft schleuderten, 24 befahl der Milit\u00e4rbefehlshaber, da\u00df er in die Kaserne gef\u00fchrt werde, und sagte, er solle unter Gei\u00dfelung verh\u00f6rt werden, damit man genau erfahre, um welcher Ursache willen sie derart gegen ihn schrien. 25 Als sie ihn jedoch zum Peitschen ausgestreckt hatten, sagte Paulus zu dem Offizier, der dort stand: &#8222;Ist es euch M\u00e4nnern erlaubt, einen Menschen, der R\u00f6mer ist, zu gei\u00dfeln, und [dies] unverurteilt?&#8220; 26 Als nun der Offizier das h\u00f6rte, begab er sich zum Milit\u00e4rbefehlshaber, erstattete Bericht und sprach: &#8222;Was beabsichtigst du zu tun? Dieser Mensch ist n\u00e4mlich ein R\u00f6mer.&#8220; 27 Da trat der Milit\u00e4rbefehlshaber herzu und sprach zu ihm: &#8222;Sag mir: Bist du ein R\u00f6mer?&#8220; Er sagte: &#8222;Ja.&#8220; 28 Der Milit\u00e4rbefehlshaber erwiderte: &#8222;Ich habe [mir] dieses B\u00fcrgerrecht mit einer gro\u00dfen Summe [Geld] erkauft.&#8220; Paulus sagte: &#8222;Ich aber habe [es] sogar von Geburt.&#8220;<\/p>\n<p>29 Sogleich traten daher die M\u00e4nner, die im Begriff waren, ihn unter Folterung zu verh\u00f6ren, von ihm zur\u00fcck; und der Milit\u00e4rbefehlshaber geriet in Furcht, als er feststellte, da\u00df er ein R\u00f6mer sei und da\u00df er ihn gebunden hatte.<\/p>\n<p>30 Da er nun am n\u00e4chsten Tag mit Bestimmtheit erfahren wollte, weswegen er eigentlich von den Juden angeklagt wurde, machte er ihn los und gebot den Oberpriestern und dem ganzen Sanhedrin zusammenzukommen. Und er brachte Paulus hinab und stellte ihn unter sie.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kapitel 20 Und als er drei Monate dort zugebracht hatte und im Begriff stand, sich nach Syrien einzuschiffen, entschlo\u00df er sich, weil von den Juden ein Anschlag auf ihn geplant war, durch Mazedonien zur\u00fcckzukehren. 4 Es begleiteten ihn Sopater, der Sohn des Pyrrhus aus Beroa, von den Thessalonichern Aristarchus und Sekundus und Gajus aus Derbe [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[480,2],"tags":[],"class_list":["post-1377","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-apostelgeschichte","category-text-in-der-bibel"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1377","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1377"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1377\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1378,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1377\/revisions\/1378"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1377"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1377"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1377"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}