
{"id":1199,"date":"2009-09-30T16:55:09","date_gmt":"2009-09-30T15:55:09","guid":{"rendered":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=1199"},"modified":"2009-09-30T16:55:09","modified_gmt":"2009-09-30T15:55:09","slug":"esther-1-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=1199","title":{"rendered":"Esther 1 &#8211; 3"},"content":{"rendered":"<h3>Kapitel 1<\/h3>\n<p>Nun geschah es in den Tagen des Ahasv\u1eb9rus, das ist der Ahasv\u1eb9rus, der von Indien bis \u00c4thiopien als K\u00f6nig [\u00fcber] hundertsiebenundzwanzig Gerichtsbezirke herrschte, 2\u00a0in jenen Tagen, als K\u00f6nig Ahasv\u1eb9rus auf seinem K\u00f6nigsthron sa\u00df, der sich in S\u1ee5sa, der Burg, befand, 3\u00a0[da\u00df] er im dritten Jahr seiner Regierung ein Festmahl f\u00fcr alle seine F\u00fcrsten und seine Diener hielt, die Streitmacht von Persien und M\u1eb9dien, die Edlen und die F\u00fcrsten der Gerichtsbezirke vor ihm, 4\u00a0als er den Reichtum seines herrlichen K\u00f6nigreiches und die Ehre [und] die Sch\u00f6nheit seiner Gr\u00f6\u00dfe viele Tage lang, hundertachtzig Tage, zeigte. 5\u00a0Und als diese Tage voll geworden waren, hielt der K\u00f6nig f\u00fcr alles Volk, das sich in S\u1ee5sa, der Burg, befand, f\u00fcr die Gro\u00dfen wie auch [f\u00fcr] die Kleinen, sieben Tage lang ein Festmahl im Hof des Gartens des K\u00f6nigspalastes. 6\u00a0Da gab es Linnen, feine Baumwolle und blauen Stoff, festgehalten in Schn\u00fcren aus feinem Gewebe, und purpurr\u00f6tlichgef\u00e4rbte Wolle an silbernen Ringen und Marmors\u00e4ulen, Ruhebetten aus Gold und Silber auf einem Pflaster aus P\u1ecdrphyr und Marmor und Perlmutter und schwarzem Marmor.<\/p>\n<p>7\u00a0Und man reichte zum Trinken [Wein] in goldenen Gef\u00e4\u00dfen; und die Gef\u00e4\u00dfe waren voneinander verschieden, und der k\u00f6nigliche Wein war in gro\u00dfer Menge [vorhanden], den Mitteln des K\u00f6nigs entsprechend. 8\u00a0Was die Zeit des Trinkens nach dem Gesetz betrifft, da war niemand, der n\u00f6tigte, denn so hatte es der K\u00f6nig f\u00fcr jeden gro\u00dfen Mann seiner Hausgemeinschaft angeordnet, damit nach dem Belieben eines jeden und aller getan werde.<\/p>\n<p>9\u00a0Auch W\u1ea1schti, die K\u00f6nigin, selbst hielt ein Festmahl f\u00fcr die Frauen in dem K\u00f6nigshaus, das K\u00f6nig Ahasv\u1eb9rus geh\u00f6rte.<\/p>\n<p>10\u00a0Als am siebten Tag des K\u00f6nigs Herz vom Wein in froher Stimmung war, hie\u00df er M\u1eb9human, B\u1ecbstha, Harb\u1ecdna, B\u1ecbgtha und Ab\u1ea1gtha, S\u1eb9thar und K\u1ea1rkas, die sieben Hofbeamten, die der Person des K\u00f6nigs Ahasv\u1eb9rus dienten, 11\u00a0die K\u00f6nigin W\u1ea1schti im k\u00f6niglichen Kopfschmuck vor den K\u00f6nig zu bringen, um den V\u00f6lkern und den F\u00fcrsten ihre Sch\u00f6nheit zu zeigen; denn sie war sch\u00f6n von Aussehen. 12\u00a0Aber K\u00f6nigin W\u1ea1schti weigerte sich anhaltend, auf das durch die Hofbeamten [\u00fcbermittelte] Wort des K\u00f6nigs hin zu kommen. Darauf wurde der K\u00f6nig sehr zornig, und sein Grimm loderte in ihm auf.<\/p>\n<p>13\u00a0Und der K\u00f6nig sprach dann zu den Weisen, den Zeitenkundigen (denn auf diese Weise [kam] die Sache des K\u00f6nigs vor alle, die im Gesetz und in Rechtsf\u00e4llen bewandert waren, 14\u00a0und die ihm am n\u00e4chsten [standen], waren Karsch\u1eb9na, Sch\u1eb9thar, Adm\u1ea1tha, T\u1ea1rschisch, M\u1eb9res, Mars\u1eb9na [und] M\u1eb9muchan, sieben F\u00fcrsten von Persien und M\u1eb9dien, die zum K\u00f6nig Zutritt hatten [und] die die ersten Sitze im K\u00f6nigreich einnahmen): 15\u00a0\u201eWas soll nach [dem] Gesetz mit K\u00f6nigin W\u1ea1schti getan werden, weil sie das vom K\u00f6nig Ahasv\u1eb9rus durch die Hofbeamten Gesagte nicht ausgef\u00fchrt hat?\u201c<\/p>\n<p>16\u00a0Darauf sprach M\u1eb9muchan vor dem K\u00f6nig und den F\u00fcrsten: \u201eEs ist nicht gegen den K\u00f6nig allein, da\u00df W\u1ea1schti, die K\u00f6nigin, unrecht getan hat, sondern gegen alle F\u00fcrsten und gegen alle V\u00f6lker, die in allen Gerichtsbezirken des K\u00f6nigs Ahasv\u1eb9rus sind. 17\u00a0Denn die Angelegenheit der K\u00f6nigin wird hinausdringen zu allen Frauen, so da\u00df sie ihre Besitzer in ihren eigenen Augen verachten werden, wenn man sagt: \u201aK\u00f6nig Ahasv\u1eb9rus selbst sprach, man solle die K\u00f6nigin W\u1ea1schti vor ihn bringen, und sie kam nicht.\u2018 18\u00a0Und an diesem Tag werden die F\u00fcrstinnen von Persien und M\u1eb9dien, die von der Angelegenheit der K\u00f6nigin geh\u00f6rt haben, zu allen F\u00fcrsten des K\u00f6nigs sprechen, und es wird viel Verachtung und heftigen Zorn geben. 19\u00a0Wenn es dem K\u00f6nig gut scheint, so m\u00f6ge ein k\u00f6nigliches Wort von seiner Person ausgehen, und es werde in den Gesetzen von Persien und M\u1eb9dien aufgeschrieben, damit es nicht zu bestehen aufh\u00f6re, da\u00df W\u1ea1schti nicht vor K\u00f6nig Ahasv\u1eb9rus hereinkommen darf; und ihre k\u00f6nigliche W\u00fcrde gebe der K\u00f6nig einer Gef\u00e4hrtin von ihr, einer Frau, die besser ist als sie. 20\u00a0Und die Verordnung des K\u00f6nigs, die er erlassen wird, soll in seinem ganzen Reich geh\u00f6rt werden (denn es ist weit ausgedehnt), und alle Frauen selbst werden ihren Besitzern Ehre zollen, die Gro\u00dfen wie auch die Kleinen.\u201c<\/p>\n<p>21\u00a0Und die Sache war wohlgef\u00e4llig in den Augen des K\u00f6nigs und der F\u00fcrsten, und der K\u00f6nig ging daran, gem\u00e4\u00df dem Wort M\u1eb9muchans zu tun. 22\u00a0So sandte er Schriftst\u00fccke an alle Gerichtsbezirke des K\u00f6nigs, an jeden Gerichtsbezirk in seiner eigenen Schreibweise und an jedes Volk in dessen eigener Zunge, damit jeder Ehemann st\u00e4ndig als F\u00fcrst in seinem eigenen Haus handle und in der Zunge seines eigenen Volkes rede.<\/p>\n<h3>Kapitel 2<\/h3>\n<p>Nach diesen Dingen, als sich die Wut des K\u00f6nigs Ahasv\u1eb9rus gelegt hatte, gedachte er W\u1ea1schtis und dessen, was sie getan hatte und was gegen sie entschieden worden war. 2\u00a0Dann sprachen die Bediensteten des K\u00f6nigs, seine Diener: \u201eMan suche f\u00fcr den K\u00f6nig junge Frauen, Jungfrauen, sch\u00f6n von Aussehen, 3\u00a0und der K\u00f6nig bestimme Beauftragte in allen Gerichtsbezirken seines Reiches, und sie sollen alle jungen Frauen zusammenbringen, Jungfrauen, sch\u00f6n von Aussehen, nach S\u1ee5sa, der Burg, ins Frauenhaus, in die Obhut H\u1eb9gais, des Eunuchen des K\u00f6nigs, des H\u00fcters der Frauen; und man gebe [ihnen] ihre Massagen. 4\u00a0Und die junge Frau, die in den Augen des K\u00f6nigs wohlgef\u00e4llig erscheint, werde K\u00f6nigin an W\u1ea1schtis Statt.\u201c Und die Sache war wohlgef\u00e4llig in den Augen des K\u00f6nigs, und er ging daran, so zu tun.<\/p>\n<p>5\u00a0Ein gewisser Mann, ein Jude, befand sich in S\u1ee5sa, der Burg, und sein Name war M\u1ecdrdechai, der Sohn J\u1ea1irs, des Sohnes Sch\u1ecbme\u00efs, des Sohnes Kischs, ein Benjamin\u1ecbter, 6\u00a0der aus Jerusalem ins Exil gef\u00fchrt worden war mit den Weggef\u00fchrten, die mit Jech\u1ecdnja, dem K\u00f6nig von Juda, ins Exil gef\u00fchrt wurden, den Nebukadn\u1eb9zar, der K\u00f6nig von Babylon, ins Exil mitgenommen hatte. 7\u00a0Und er wurde der Pfleger der Had\u1ea1ssa, das ist Esther, der Tochter des Bruders seines Vaters, denn sie hatte weder Vater noch Mutter; und die junge Frau war sch\u00f6n von Gestalt und sch\u00f6n von Aussehen, und beim Tod ihres Vaters und ihrer Mutter hatte M\u1ecdrdechai sie sich zur Tochter genommen. 8\u00a0Und es geschah, als das Wort des K\u00f6nigs und sein Gesetz geh\u00f6rt wurden und als man viele junge Frauen nach S\u1ee5sa, der Burg, in die Obhut H\u1eb9gais zusammenbrachte, da\u00df Esther dann in das Haus des K\u00f6nigs, in die Obhut H\u1eb9gais, des H\u00fcters der Frauen, genommen wurde.<\/p>\n<p>9\u00a0Nun war die junge Frau in seinen Augen wohlgef\u00e4llig, so da\u00df sie liebende G\u00fcte vor ihm erlangte, und er beeilte sich, ihr ihre Massagen und die f\u00fcr sie geeignete Speise zu geben und ihr sieben auserlesene junge Frauen aus dem Haus des K\u00f6nigs zu geben, und dann versetzte\u00a0er sie und ihre jungen Frauen an den besten Ort des Frauenhauses. 10\u00a0Esther hatte weder \u00fcber ihr Volk noch \u00fcber ihre Verwandten berichtet, denn M\u1ecdrdechai selbst hatte ihr aufgetragen, es nicht zu berichten. 11\u00a0Und Tag f\u00fcr Tag ging M\u1ecdrdechai vor dem Hof des Frauenhauses einher, um \u00fcber das Wohlergehen Esthers und \u00fcber das, was mit ihr getan wurde, Kenntnis zu erhalten.<\/p>\n<p>12\u00a0Und als die Reihe an jede junge Frau kam, zum K\u00f6nig Ahasv\u1eb9rus hineinzugehen, nachdem ihr gem\u00e4\u00df der Bestimmung der Frauen zw\u00f6lf Monate lang geschehen war \u2014 denn so wurden die Tage ihrer Massagebehandlung allm\u00e4hlich erf\u00fcllt: sechs Monate mit Myrrhen\u00f6l und sechs Monate mit Balsam\u00f6l und mit den Massagen der Frauen \u2014, 13\u00a0so kam unter diesen Voraussetzungen die junge Frau selbst zum K\u00f6nig. Alles, was sie erw\u00e4hnen mochte, gab man ihr, damit es mit ihr aus dem Frauenhaus in das K\u00f6nigshaus komme. 14\u00a0Am Abend kam sie selbst hin, und am Morgen kehrte sie selbst zum zweiten Frauenhaus zur\u00fcck in die Obhut des Schaaschgas, des Eunuchen des K\u00f6nigs, des H\u00fcters der Nebenfrauen. Sie kam jeweils nicht mehr zum K\u00f6nig herein, es sei denn, der K\u00f6nig habe Gefallen an ihr gefunden und sie sei mit Namen gerufen worden.<\/p>\n<p>15\u00a0Und als Esther, die Tochter Abih\u1ea1jils, des Onkels M\u1ecdrdechais, die er sich zur Tochter genommen hatte, an die Reihe kam, zum K\u00f6nig hineinzugehen, erbat sie sich nichts au\u00dfer dem, was H\u1eb9gai, der Eunuch des K\u00f6nigs, der H\u00fcter der Frauen, dann erw\u00e4hnte. (W\u00e4hrend der ganzen Zeit erlangte Esther st\u00e4ndig Gunst in den Augen aller, die sie sahen.) 16\u00a0Dann wurde Esther zum K\u00f6nig Ahasv\u1eb9rus in sein K\u00f6nigshaus geholt, im zehnten Monat, das ist der Monat T\u1eb9beth, im siebten Jahr seiner Regierung. 17\u00a0Und der K\u00f6nig liebte Esther schlie\u00dflich mehr als all die anderen Frauen, so da\u00df sie mehr Gunst und liebende G\u00fcte vor ihm erlangte als all die anderen Jungfrauen. Und er ging daran, den k\u00f6niglichen Kopfschmuck auf ihr Haupt zu setzen und sie an W\u1ea1schtis Statt zur K\u00f6nigin zu machen. 18\u00a0Und der K\u00f6nig hielt dann ein gro\u00dfes Festmahl f\u00fcr alle seine F\u00fcrsten und seine Diener, das Festmahl Esthers; und er gew\u00e4hrte f\u00fcr die Gerichtsbezirke eine Amnestie, und er gab fortw\u00e4hrend Geschenke, den Mitteln des K\u00f6nigs entsprechend.<\/p>\n<p>19\u00a0Als nun ein zweites Mal Jungfrauen zusammengebracht wurden, sa\u00df\u00a0M\u1ecdrdechai im Tor des K\u00f6nigs. 20\u00a0Esther berichtete nicht \u00fcber ihre Verwandten und \u00fcber ihr Volk, so wie es M\u1ecdrdechai ihr aufgetragen hatte; und was M\u1ecdrdechai sagte, tat Esther, so wie zu der Zeit, als sie in Pflege bei ihm gewesen war.<\/p>\n<p>21\u00a0In jenen Tagen, w\u00e4hrend M\u1ecdrdechai im Tor des K\u00f6nigs sa\u00df, wurden B\u1ecbgthan und T\u1eb9resch, zwei Hofbeamte des K\u00f6nigs, T\u00fcrh\u00fcter, zornig und suchten best\u00e4ndig, an K\u00f6nig Ahasv\u1eb9rus Hand anzulegen. 22\u00a0Und M\u1ecdrdechai bekam die Sache zu wissen, und er teilte [es] der K\u00f6nigin Esther sogleich mit. Esther ihrerseits sagte [es] dem K\u00f6nig im Namen M\u1ecdrdechais. 23\u00a0Da wurde die Sache untersucht und schlie\u00dflich herausgefunden, und sie beide wurden an einen Stamm geh\u00e4ngt, worauf es im Buch \u00fcber die Angelegenheiten der Tage vor dem K\u00f6nig aufgeschrieben wurde.<\/p>\n<h3>Kapitel 3<\/h3>\n<p>Nach diesen Dingen machte K\u00f6nig Ahasv\u1eb9rus H\u1ea1man, den Sohn Hammed\u1ea1thas, des Agag\u1ecbters, gro\u00df und ging daran, ihn zu erh\u00f6hen und seinen Thron \u00fcber alle anderen F\u00fcrsten, die bei ihm waren, zu setzen. 2\u00a0Und alle Diener des K\u00f6nigs, die sich im Tor des K\u00f6nigs befanden, verbeugten sich tief und warfen sich vor H\u1ea1man nieder, denn so hatte es der K\u00f6nig ihn betreffend geboten. Was aber M\u1ecdrdechai betrifft, so pflegte\u00a0er keine tiefe Verbeugung zu machen und sich nicht niederzuwerfen. 3\u00a0Und die Diener des K\u00f6nigs, die im Tor des K\u00f6nigs waren, begannen zu M\u1ecdrdechai zu sagen: \u201eWarum \u00fcbertrittst du das Gebot des K\u00f6nigs?\u201c 4\u00a0Und es geschah, da\u00df sie, w\u00e4hrend sie Tag f\u00fcr Tag zu ihm sprachen und er nicht auf sie h\u00f6rte, H\u1ea1man dann Bescheid gaben, um zu sehen, ob M\u1ecdrdechais Angelegenheiten bestehen w\u00fcrden; denn er hatte ihnen mitgeteilt, da\u00df er ein Jude sei.<\/p>\n<p>5\u00a0Nun sah H\u1ea1man wiederholt, da\u00df sich M\u1ecdrdechai nicht tief verbeugte und\u00a0sich nicht vor ihm niederwarf, und H\u1ea1man wurde von Wut erf\u00fcllt. 6\u00a0Doch war es ver\u00e4chtlich in seinen Augen, an M\u1ecdrdechai allein Hand anzulegen, denn man hatte ihm \u00fcber M\u1ecdrdechais Volk berichtet; und H\u1ea1man begann danach zu trachten, alle Juden zu vertilgen, die im ganzen Reich des Ahasv\u1eb9rus waren, das Volk M\u1ecdrdechais.<\/p>\n<p>7\u00a0Im ersten Monat, das ist der Monat N\u1ecbsan, im zw\u00f6lften Jahr des K\u00f6nigs Ahasv\u1eb9rus, warf man das Pur, das hei\u00dft das Los, vor H\u1ea1man, von Tag zu Tag und von Monat zu Monat, [bis] zum zw\u00f6lften, das ist der Monat \u1ea0dar. 8\u00a0Und H\u1ea1man sagte dann zu K\u00f6nig Ahasv\u1eb9rus: \u201eDa ist ein gewisses Volk, zerstreut und abgesondert unter den V\u00f6lkern in allen Gerichtsbezirken deines Reiches; und ihre Gesetze sind verschieden von [denen] jedes anderen Volkes, und des K\u00f6nigs eigene Gesetze halten sie nicht, und es ist nicht angebracht, da\u00df der K\u00f6nig sie gew\u00e4hren l\u00e4\u00dft. 9\u00a0Wenn es dem K\u00f6nig wirklich gut scheint, so werde geschrieben, da\u00df man sie vernichte; und ich werde zehntausend Silbertalente in die H\u00e4nde derer zahlen, die das Werk tun, damit sie [es] in den Schatz des K\u00f6nigs bringen.\u201c<\/p>\n<p>10\u00a0Darauf zog der K\u00f6nig seinen Siegelring von seiner eigenen Hand ab und gab ihn H\u1ea1man, dem Sohn Hammed\u1ea1thas, des Agag\u1ecbters, der sich gegen die Juden feindselig zeigte. 11\u00a0Und der K\u00f6nig sprach dann zu H\u1ea1man: \u201eDas Silber wird dir gegeben, auch das Volk, um mit ihm gem\u00e4\u00df dem zu tun, was gut ist in deinen eigenen Augen.\u201c 12\u00a0Dann wurden die Sekret\u00e4re des K\u00f6nigs gerufen, im ersten Monat, am dreizehnten Tag desselben, und es wurde geschrieben gem\u00e4\u00df allem, was H\u1ea1man gebot, an die Satr\u1ea1pen des K\u00f6nigs und an die Statthalter, die \u00fcber die verschiedenen Gerichtsbezirke [gesetzt] waren, und an die F\u00fcrsten der verschiedenen V\u00f6lker von jedem Gerichtsbezirk in seiner eigenen Schreibweise und an jedes Volk in seiner eigenen Zunge; im Namen des K\u00f6nigs Ahasv\u1eb9rus wurde es geschrieben, und es wurde mit dem Siegelring des K\u00f6nigs versiegelt.<\/p>\n<p>13\u00a0Und man sandte die Briefe durch Eilboten an alle Gerichtsbezirke des K\u00f6nigs, um alle Juden, den jungen wie auch den alten Mann, Kleine und Frauen, zu vertilgen, zu t\u00f6ten und zu vernichten an e\u00a0i\u00a0n\u00a0e\u00a0m Tag, am dreizehnten [Tag] des zw\u00f6lften Monats, das ist der Monat \u1ea0dar, und ihre Beute zu pl\u00fcndern. 14\u00a0Eine Abschrift des Schreibens, das als Gesetz in all den verschiedenen Gerichtsbezirken ausgegeben werden sollte, wurde f\u00fcr alle V\u00f6lker ver\u00f6ffentlicht, damit [sie] f\u00fcr diesen Tag bereit seien. 15\u00a0Die Eilboten selbst zogen aus, durch das Wort des K\u00f6nigs zur Eile angetrieben, und das Gesetz selbst wurde in S\u1ee5sa, der Burg, erlassen. Was den K\u00f6nig und H\u1ea1man betrifft, sie setzten sich, um zu trinken; die Stadt S\u1ee5sa aber war in Verwirrung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kapitel 1 Nun geschah es in den Tagen des Ahasv\u1eb9rus, das ist der Ahasv\u1eb9rus, der von Indien bis \u00c4thiopien als K\u00f6nig [\u00fcber] hundertsiebenundzwanzig Gerichtsbezirke herrschte, 2\u00a0in jenen Tagen, als K\u00f6nig Ahasv\u1eb9rus auf seinem K\u00f6nigsthron sa\u00df, der sich in S\u1ee5sa, der Burg, befand, 3\u00a0[da\u00df] er im dritten Jahr seiner Regierung ein Festmahl f\u00fcr alle seine F\u00fcrsten [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[470,2],"tags":[],"class_list":["post-1199","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-esther","category-text-in-der-bibel"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1199","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1199"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1199\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1200,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1199\/revisions\/1200"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1199"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1199"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1199"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}