
{"id":111,"date":"2009-01-14T19:27:50","date_gmt":"2009-01-14T18:27:50","guid":{"rendered":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=111"},"modified":"2010-01-09T00:02:37","modified_gmt":"2010-01-08T23:02:37","slug":"1-mose-43-46","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=111","title":{"rendered":"1. Mose 43 &#8211; 46"},"content":{"rendered":"<h3>Kapitel 43<\/h3>\n<p>43 Und die Hungersnot war schwer im Land. 2 Und es geschah, sobald sie das aus \u00c4gypten gebrachte Getreide ganz aufgegessen hatten, da\u00df ihr Vater dann zu ihnen sagte: &#8222;Kehrt zur\u00fcck, kauft uns ein wenig Nahrung.&#8220; 3 Dann sprach Juda zu ihm: &#8222;Der Mann hat uns unmi\u00dfverst\u00e4ndlich bezeugt und gesagt: &#8218;Ihr sollt mein Angesicht nicht wiedersehen, wenn euer Bruder nicht bei euch ist.&#8216; 4 Wenn du unseren Bruder mit uns sendest, wollen wir hinabgehen und Nahrung f\u00fcr dich kaufen. 5 Aber wenn du ihn nicht sendest, werden wir nicht hinabziehen, denn der Mann sprach doch zu uns: &#8218;Ihr sollt mein Angesicht nicht wiedersehen, wenn euer Bruder nicht bei euch ist.&#8216; &#8220; 6 Und Israel rief aus: &#8222;Warum mu\u00dftet ihr mir das zuleide tun, indem ihr dem Mann mitteiltet, da\u00df ihr noch einen Bruder habt?&#8220; 7 Darauf sagten sie: &#8222;Der Mann erkundigte sich ausdr\u00fccklich nach uns und unseren Verwandten, indem [er] sprach: &#8218;Ist euer Vater noch am Leben? Habt ihr noch einen Bruder?&#8216;, und wir gaben ihm dann gem\u00e4\u00df diesen Tatsachen Bescheid. Wie konnten wir mit Bestimmtheit wissen, da\u00df er sagen w\u00fcrde: &#8218;Bringt euren Bruder herab.&#8216;?&#8220;<\/p>\n<p>8 Schlie\u00dflich sprach Juda zu Israel, seinem Vater: &#8222;Sende den Knaben mit mir, so wollen wir uns aufmachen und gehen, damit wir am Leben bleiben und nicht sterben, weder wir noch du, noch unsere Kleinkinder. 9 Ich werde f\u00fcr ihn B\u00fcrge sein. Aus meiner Hand kannst du die Strafe f\u00fcr ihn fordern. Wenn ich verfehle, ihn dir zu bringen und ihn vor dich hinzustellen, so werde ich mich f\u00fcr alle Zeit an dir vers\u00fcndigt haben. 10 Doch h\u00e4tten wir nicht so lange gez\u00f6gert, w\u00e4ren wir bis jetzt diese zwei Mal [dort und wieder] zur\u00fcck gewesen.&#8220;<\/p>\n<p>11 Da sprach Israel, ihr Vater, zu ihnen: &#8222;Wenn das also der Fall ist, so tut dies: Nehmt die vortrefflichsten Erzeugnisse des Landes in eure Beh\u00e4lter, und tragt sie als eine Gabe zu dem Mann hinab: ein wenig Balsam und ein wenig Honig, Ladanum und harzreiche Rinde, Pistazienn\u00fcsse und Mandeln. 12 Nehmt auch doppelt soviel Geld in eure Hand; und das in der \u00d6ffnung eurer S\u00e4cke zur\u00fcckgekommene Geld werdet ihr in eurer Hand zur\u00fccknehmen. Vielleicht war es ein Versehen. 13 Und nehmt euren Bruder und macht euch auf, kehrt zu dem Mann zur\u00fcck. 14 Und Gott, der Allm\u00e4chtige, gew\u00e4hre euch Erbarmen vor dem Mann, so da\u00df er euch euren anderen Bruder und Benjamin bestimmt freigibt. Ich aber, falls ich der Kinder beraubt sein soll, so werde ich eben der Kinder beraubt sein!&#8220;<\/p>\n<p>15 Demgem\u00e4\u00df nahmen die M\u00e4nner diese Gabe, und sie nahmen doppelt soviel Geld in ihre Hand, dazu den Benjamin. Dann erhoben sie sich und gingen ihres Weges nach \u00c4gypten hinab und traten schlie\u00dflich vor Joseph. 16 Als Joseph den Benjamin bei ihnen sah, sprach er sofort zu dem Mann, der \u00fcber sein Haus [gesetzt] war: &#8222;Nimm die M\u00e4nner ins Haus und schlachte Tiere und r\u00fcste zu, denn die M\u00e4nner sollen mit mir zu Mittag essen.&#8220; 17 Sogleich tat der Mann so, wie Joseph gesagt hatte. Der Mann nahm also die M\u00e4nner mit in Josephs Haus. 18 Aber die M\u00e4nner gerieten in Furcht, weil sie in Josephs Haus gebracht worden waren, und sie begannen zu sagen: &#8222;Wegen des Geldes, das zu Beginn mit uns in unseren S\u00e4cken zur\u00fcckging, werden wir hierhergebracht, damit man \u00fcber uns herf\u00e4llt und uns angreift und uns zu Sklaven macht samt unseren Eseln!&#8220;<\/p>\n<p>19 Sie n\u00e4herten sich daher dem Mann, der \u00fcber Josephs Haus [gesetzt] war, und redeten am Eingang des Hauses mit ihm, 20 und sie sprachen: &#8222;Entschuldige, mein Herr! Wir sind bestimmt zu Beginn herabgekommen, um Nahrung zu kaufen. 21 Doch geschah es, als wir in das Nachtlager kamen und unsere S\u00e4cke zu \u00f6ffnen begannen, da\u00df, siehe da, eines jeden Geld in der \u00d6ffnung seines Sackes war, unser Geld nach seinem vollen Gewicht. Somit m\u00f6chten wir es mit unseren eigenen H\u00e4nden zur\u00fcckgeben. 22 Und wir haben noch mehr Geld in unseren H\u00e4nden herabgebracht, um Nahrung zu kaufen. Wir wissen gar nicht, wer unser Geld in unsere S\u00e4cke gelegt hat.&#8220; 23 Dann sagte er: &#8222;Es ist alles in Ordnung mit euch! F\u00fcrchtet euch nicht. Euer Gott und der Gott eures Vaters hat euch einen Schatz in eure S\u00e4cke gegeben. Euer Geld ist zuerst mir zugekommen.&#8220; Danach brachte er Simeon zu ihnen heraus.<\/p>\n<p>24 Dann f\u00fchrte der Mann die M\u00e4nner in Josephs Haus und gab Wasser, damit ihnen die F\u00fc\u00dfe gewaschen w\u00fcrden, und f\u00fcr ihre Esel gab er Futter. 25 Und sie gingen daran, die Gabe bereitzumachen, bis Joseph am Mittag kam, denn sie hatten geh\u00f6rt, da\u00df sie dort Brot essen w\u00fcrden. 26 Als Joseph nun ins Haus kam, brachten sie dann die Gabe, die in ihrer Hand war, zu ihm in das Haus und warfen sich vor ihm zur Erde nieder. 27 Danach erkundigte er sich nach ihrem Wohlergehen und sprach: &#8222;Geht es eurem Vater, dem betagten Mann, von dem ihr geredet habt, gut? Ist er noch am Leben?&#8220; 28 Darauf sagten sie: &#8222;Deinem Knecht, unserem Vater, geht es gut. Er ist noch am Leben.&#8220; Dann verneigten sie sich und warfen sich nieder.<\/p>\n<p>29 Als er seine Augen erhob und Benjamin, seinen Bruder, den Sohn seiner Mutter, sah, sprach er weiter: &#8222;Ist dies euer Bruder, der j\u00fcngste, von dem ihr zu mir geredet habt?&#8220; Und er f\u00fcgte hinzu: &#8222;Gott erweise dir seine Gunst, mein Sohn.&#8220; 30 Joseph war nun in Eile, denn seine inneren Empfindungen seinem Bruder gegen\u00fcber waren erregt, so da\u00df er [einen Ort] suchte, um zu weinen, und er ging in eine Innenkammer und lie\u00df dort den Tr\u00e4nen freien Lauf. 31 Danach wusch er sein Angesicht und ging hinaus, und sich beherrschend, sagte er: &#8222;Tragt das Essen auf.&#8220; 32 Und sie gingen daran, es f\u00fcr ihn besonders aufzutragen und f\u00fcr sie besonders und f\u00fcr die \u00c4gypter besonders, die mit ihm a\u00dfen; denn die \u00c4gypter konnten kein Mahl mit den Hebr\u00e4ern essen, weil das f\u00fcr die \u00c4gypter eine Abscheulichkeit ist.<\/p>\n<p>33 Und man setzte sie vor ihn, den Erstgeborenen gem\u00e4\u00df seinem Recht als Erstgeborener und den J\u00fcngsten gem\u00e4\u00df seiner Jugend; und die M\u00e4nner schauten einander immer wieder staunend an. 34 Und er lie\u00df st\u00e4ndig Portionen von dem, was vor ihm war, zu ihnen tragen, doch mehrte er jeweils Benjamins Portion um das F\u00fcnffache der Gr\u00f6\u00dfe der Portionen aller anderen. So fuhren sie fort, Festmahl zu halten und sich mit ihm satt zu trinken.<\/p>\n<h3>Kapitel 44<\/h3>\n<p>44 Sp\u00e4ter gebot er dem Mann, der \u00fcber sein Haus [gesetzt] war, indem [er] sprach: &#8222;F\u00fcll die S\u00e4cke der M\u00e4nner mit Nahrung in dem Ma\u00dfe, wie sie es zu tragen verm\u00f6gen, und leg das Geld eines jeden in die \u00d6ffnung seines Sackes. 2 Doch sollst du meinen Becher, den Silberbecher, in die \u00d6ffnung des Sackes des J\u00fcngsten legen mit dem Geld f\u00fcr sein Getreide.&#8220; Da tat er gem\u00e4\u00df dem Wort Josephs, das er geredet hatte.<\/p>\n<p>3 Der Morgen war hell geworden, als die M\u00e4nner weggesandt wurden, sie und auch ihre Esel. 4 Sie gingen aus der Stadt hinaus. Sie waren nicht weit gegangen, als Joseph zu dem Mann, der \u00fcber sein Haus [gesetzt] war, sagte: &#8222;Mache dich auf! Jag den M\u00e4nnern nach, und hol sie unbedingt ein, und sprich zu ihnen: &#8218;Warum habt ihr Gutes mit B\u00f6sem vergolten? 5 Ist das nicht das, woraus mein Herr trinkt und wodurch er Omen lesen kann? Ihr habt eine schlechte Tat begangen.&#8216; &#8220;<\/p>\n<p>6 Schlie\u00dflich holte er sie ein und redete diese Worte zu ihnen. 7 Sie aber sprachen zu ihm: &#8222;Warum redet mein Herr gem\u00e4\u00df solchen Worten? Es ist undenkbar, da\u00df deine Knechte so etwas tun w\u00fcrden. 8 Ja, das Geld, das wir in der \u00d6ffnung unserer S\u00e4cke fanden, haben wir dir aus dem Land Kanaan zur\u00fcckgebracht. Wie k\u00f6nnten wir denn aus dem Haus deines Herrn Silber oder Gold stehlen? 9 Derjenige von deinen Sklaven, bei dem er gefunden werden mag, der sterbe, und auch wir selbst wollen Sklaven meines Herrn werden.&#8220; 10 Da sagte er: &#8222;Nun, es sei genau nach euren Worten. Also wird der, bei dem er gefunden wird, mir zum Sklaven, ihr selbst aber werdet als unschuldig befunden werden.&#8220; 11 Darauf lie\u00dfen sie rasch ein jeder seinen Sack auf die Erde hinab, und sie \u00f6ffneten ein jeder seinen eigenen Sack. 12 Und er suchte nun sorgf\u00e4ltig. Bei dem \u00c4ltesten fing er an, und bei dem J\u00fcngsten kam er zu Ende. Zuletzt wurde der Becher in Benjamins Sack gefunden.<\/p>\n<p>13 Da zerrissen sie ihre \u00dcberw\u00fcrfe und luden ein jeder seine Last wieder auf seinen Esel und kehrten in die Stadt zur\u00fcck. 14 Und Juda und seine Br\u00fcder gingen in das Haus Josephs, und er war noch dort; und sie fielen dann vor ihm zur Erde nieder. 15 Joseph sprach nun zu ihnen: &#8222;Was f\u00fcr eine Tat habt ihr da getan? Wu\u00dftet ihr nicht, da\u00df ein Mann wie ich Omen lesen kann?&#8220; 16 Da rief Juda aus: &#8222;Was k\u00f6nnen wir zu meinem Herrn sagen? Was k\u00f6nnen wir reden? Und wie k\u00f6nnen wir uns als gerecht erweisen? Der [wahre] Gott hat die Vergehung deiner Sklaven herausgefunden. Siehe, wir sind Sklaven meines Herrn, sowohl wir als auch der, in dessen Hand der Becher gefunden wurde!&#8220; 17 Er aber sprach: &#8222;Es ist f\u00fcr mich undenkbar, das zu tun! Der Mann, in dessen Hand der Becher gefunden wurde, der wird mir zum Sklaven werden. Ihr \u00fcbrigen zieht in Frieden zu eurem Vater hinauf.&#8220;<\/p>\n<p>18 Nun trat Juda zu ihm heran und sagte: &#8222;Ich bitte dich, mein Herr, la\u00df doch deinen Sklaven ein Wort vor den Ohren meines Herrn reden, und dein Zorn entbrenne nicht gegen deinen Sklaven, denn es ist bei dir gleichwie bei Pharao. 19 Mein Herr fragte seine Sklaven, indem [er] sprach: &#8218;Habt ihr einen Vater oder einen Bruder?&#8216; 20 Da sagten wir zu meinem Herrn: &#8218;Wir haben tats\u00e4chlich einen betagten Vater und ein Kind seines Alters, den J\u00fcngsten. Sein Bruder aber ist tot, so da\u00df er von seiner Mutter allein \u00fcbriggeblieben ist, und sein Vater liebt ihn wirklich.&#8216; 21 Danach sprachst du zu deinen Sklaven: &#8218;Bringt ihn zu mir herab, damit ich mein Auge auf ihn richte.&#8216; 22 Wir aber sagten zu meinem Herrn: &#8218;Der Knabe kann seinen Vater nicht verlassen. Wenn er seinen Vater verlie\u00dfe, w\u00fcrde dieser gewi\u00df sterben.&#8216; 23 Dann sprachst du zu deinen Sklaven: &#8218;Wenn euer j\u00fcngster Bruder nicht mit euch herabkommt, d\u00fcrft ihr mein Angesicht nicht mehr sehen.&#8216;<\/p>\n<p>24 Und es geschah, da\u00df wir zu deinem Sklaven, meinem Vater, hinaufkamen und ihm dann die Worte meines Herrn mitteilten. 25 Sp\u00e4ter sagte unser Vater: &#8218;Kehrt zur\u00fcck, kauft uns ein wenig Nahrung.&#8216; 26 Wir aber sprachen: &#8218;Wir k\u00f6nnen nicht hinabziehen. Wenn unser j\u00fcngster Bruder bei uns ist, werden wir hinabziehen, denn wir k\u00f6nnen das Angesicht des Mannes nicht sehen, wenn unser j\u00fcngster Bruder nicht bei uns ist.&#8216; 27 Dann sagte dein Sklave, mein Vater, zu uns: &#8218;Ihr selbst wi\u00dft wohl, da\u00df meine Frau mir nur zwei S\u00f6hne geboren hat. 28 Sp\u00e4ter ging der eine aus meiner Gesellschaft weg, und ich rief aus: &#8222;Oh, er ist bestimmt zerrissen worden!&#8220;, und ich habe ihn bis jetzt nicht gesehen. 29 Wenn ihr mir auch diesen aus den Augen nehmen solltet, und es sollte ihm ein t\u00f6dlicher Unfall zusto\u00dfen, so w\u00fcrdet ihr bestimmt mein graues Haar mit Ungl\u00fcck in den Scheol hinabbringen.&#8216;<\/p>\n<p>30 Und nun, sobald ich zu deinem Sklaven, meinem Vater, kommen sollte, ohne da\u00df der Knabe bei uns ist, mit dessen Seele doch seine Seele verbunden ist, 31 dann wird es gewi\u00df geschehen, da\u00df er stirbt, sobald er sieht, da\u00df der Knabe nicht da ist, und deine Sklaven werden bestimmt das graue Haar deines Sklaven, unseres Vaters, mit Kummer in den Scheol hinabbringen. 32 Denn dein Sklave wurde f\u00fcr den Knaben B\u00fcrge, solange er von seinem Vater weg w\u00e4re, indem [er] sprach: &#8218;Wenn ich verfehle, ihn dir zur\u00fcckzubringen, so werde ich mich f\u00fcr immer an meinem Vater vers\u00fcndigt haben.&#8216; 33 So la\u00df nun bitte deinen Sklaven an Stelle des Knaben als Sklave meines Herrn dableiben, damit der Knabe mit seinen Br\u00fcdern hinaufziehe. 34 Denn wie kann ich zu meinem Vater hinaufziehen, ohne da\u00df der Knabe bei mir ist, da ich dann das Ungl\u00fcck nicht ansehen mag, das meinen Vater treffen wird?&#8220;<\/p>\n<h3>Kapitel 45<\/h3>\n<p>45 Darauf konnte sich Joseph vor allen bei ihm Stehenden nicht l\u00e4nger beherrschen. So rief er aus: &#8222;La\u00dft jedermann von mir hinausgehen!&#8220; Und niemand anders stand bei ihm, als sich Joseph seinen Br\u00fcdern zu erkennen gab.<\/p>\n<p>2 Und er begann seine Stimme mit Weinen zu erheben, so da\u00df die \u00c4gypter es zu h\u00f6ren bekamen, und das Haus Pharaos bekam es zu h\u00f6ren. 3 Schlie\u00dflich sprach Joseph zu seinen Br\u00fcdern: &#8222;Ich bin Joseph. Ist mein Vater noch am Leben?&#8220; Aber seine Br\u00fcder vermochten ihm \u00fcberhaupt nicht zu antworten, denn sie waren seinetwegen best\u00fcrzt. 4 Da sagte Joseph zu seinen Br\u00fcdern: &#8222;Tretet bitte zu mir heran.&#8220; Darauf traten sie zu ihm heran.<\/p>\n<p>Dann sprach er: &#8222;Ich bin Joseph, euer Bruder, den ihr nach \u00c4gypten verkauft habt. 5 Jetzt aber gr\u00e4mt euch nicht, und seid nicht zornig auf euch, weil ihr mich hierher verkauft habt; denn zur Lebenserhaltung hat Gott mich vor euch hergesandt. 6 Denn dies ist das zweite Jahr der Hungersnot auf der Erde, und noch sind f\u00fcnf Jahre, in denen es weder Pfl\u00fcgen noch Ernten geben wird. 7 Daher hat Gott mich vor euch hergesandt, um f\u00fcr euch einen \u00dcberrest auf die Erde zu setzen und euch durch ein gro\u00dfes Entrinnen am Leben zu erhalten. 8 Somit habt nun nicht ihr mich hierhergesandt, sondern der [wahre] Gott, damit er mich f\u00fcr Pharao zu einem Vater und f\u00fcr sein ganzes Haus zu einem Herrn und \u00fcber das ganze Land \u00c4gypten zum Herrscher einsetze.<\/p>\n<p>9 Zieht eilends zu meinem Vater hinauf, und ihr sollt zu ihm sagen: &#8218;Dies ist, was dein Sohn Joseph gesagt hat: &#8222;Gott hat mich zum Herrn f\u00fcr ganz \u00c4gypten eingesetzt. Komm zu mir herab. Zaudere nicht. 10 Und du sollst im Land Gosen wohnen, und du sollst mir nahe bleiben, du und deine S\u00f6hne und die S\u00f6hne deiner S\u00f6hne und deine Kleinviehherden und deine Rinderherden und alles, was du hast. 11 Und ich will dich dort mit Nahrung versorgen, denn es sind noch f\u00fcnf Jahre Hungersnot, damit du nicht verarmst mit deinem Hause und allem, was du hast.&#8220; &#8218; 12 Und siehe, eure Augen und die Augen meines Bruders Benjamin sehen, da\u00df mein Mund es ist, der zu euch redet. 13 So sollt ihr meinem Vater Bescheid geben \u00fcber all meine Herrlichkeit in \u00c4gypten und \u00fcber alles, was ihr gesehen habt; und ihr sollt euch beeilen und meinen Vater hierher herabbringen.&#8220;<\/p>\n<p>14 Dann fiel er Benjamin, seinem Bruder, um den Hals und brach in Weinen aus, und Benjamin weinte an seinem Hals. 15 Und er ging daran, alle seine Br\u00fcder zu k\u00fcssen und \u00fcber ihnen zu weinen, und danach redeten seine Br\u00fcder mit ihm.<\/p>\n<p>16 Und die Nachricht wurde im Haus Pharaos geh\u00f6rt, indem [man] sprach: &#8222;Josephs Br\u00fcder sind gekommen!&#8220; Und es erwies sich als gut in den Augen Pharaos und seiner Diener. 17 Daher sagte Pharao zu Joseph: &#8222;Sprich zu deinen Br\u00fcdern: &#8218;Tut dies: Beladet eure Lasttiere und geht, zieht in das Land Kanaan, 18 und nehmt euren Vater und eure Hausgemeinschaften und kommt hierher zu mir, damit ich euch das Gute des Landes \u00c4gypten gebe; und e\u00dft das Fette des Landes. 19 Und dir selbst wird geboten: &#8222;Tut dies: Nehmt euch aus dem Land \u00c4gypten Wagen f\u00fcr eure Kleinen und eure Frauen, und ihr sollt euren Vater auf einen [solchen] heben und hierherkommen. 20 Und la\u00dft es eurem Auge nicht leid sein um eure Ausr\u00fcstung, denn das Gute des ganzen Landes \u00c4gypten ist euer.&#8220; &#8218; &#8220;<\/p>\n<p>21 Daraufhin taten die S\u00f6hne Israels so, und Joseph gab ihnen Wagen gem\u00e4\u00df den Befehlen Pharaos und gab ihnen Proviant mit auf den Weg. 22 Jedem von ihnen gab er f\u00fcr sich pers\u00f6nlich \u00dcberw\u00fcrfe zum Wechseln, Benjamin aber gab er dreihundert Silberst\u00fccke und f\u00fcnf \u00dcberw\u00fcrfe zum Wechseln. 23 Und seinem Vater sandte er folgendes: zehn Esel, die gute Dinge aus \u00c4gypten trugen, und zehn Eselinnen, die Getreide und Brot und Zehrung f\u00fcr seinen Vater f\u00fcr unterwegs trugen. 24 So sandte er seine Br\u00fcder weg, und sie gingen dann. Er sagte jedoch zu ihnen: &#8222;Erregt euch nicht gegeneinander auf dem Weg.&#8220;<\/p>\n<p>25 Und sie zogen nun aus \u00c4gypten hinauf und kamen schlie\u00dflich in das Land Kanaan zu Jakob, ihrem Vater. 26 Dann berichteten sie ihm, indem [sie] sprachen: &#8222;Joseph ist noch am Leben, und er ist es, der \u00fcber das ganze Land \u00c4gypten herrscht!&#8220; Aber sein Herz wurde empfindungslos, denn er glaubte ihnen nicht. 27 Als sie fortfuhren, alle Worte Josephs zu ihm zu reden, die er zu ihnen geredet hatte, und er die Wagen zu sehen bekam, die Joseph gesandt hatte, um ihn hinzutragen, da begann der Geist Jakobs, ihres Vaters, aufzuleben. 28 Dann rief Israel aus: &#8222;Es ist genug! Joseph, mein Sohn, ist noch am Leben! Oh, la\u00dft mich gehen und ihn sehen, ehe ich sterbe!&#8220;<\/p>\n<h3>Kapitel 46<\/h3>\n<p>46 Demgem\u00e4\u00df zog Israel mit allen, die sein waren, weg und kam nach Be\u00ebrscheba, und er ging daran, dem Gott seines Vaters Isa\u00b7ak Schlachtopfer zu opfern. 2 Dann sprach Gott in Visionen der Nacht zu Israel und sagte: &#8222;Jakob, Jakob!&#8220;, worauf er sprach: &#8222;Hier bin ich!&#8220; 3 Und er sagte weiter: &#8222;Ich bin der [wahre] Gott, der Gott deines Vaters. F\u00fcrchte dich nicht, nach \u00c4gypten hinabzuziehen, denn ich werde dich dort zu einer gro\u00dfen Nation machen. 4 Ich selbst werde mit dir nach \u00c4gypten hinabziehen, und ich werde dich bestimmt auch selbst heraufbringen; und Joseph wird seine Hand auf deine Augen legen.&#8220;<\/p>\n<p>5 Danach machte sich Jakob aus Be\u00ebrscheba auf, und die S\u00f6hne Israels fuhren dann Jakob, ihren Vater, und ihre Kleinen und ihre Frauen in den Wagen fort, die Pharao gesandt hatte, um ihn hinzufahren. 6 Ferner nahmen sie ihre Viehherden und ihre Habe mit, die sie im Land Kanaan angesammelt hatten. Schlie\u00dflich kamen sie nach \u00c4gypten, Jakob und alle seine Nachkommen mit ihm. 7 Er brachte seine S\u00f6hne und die S\u00f6hne seiner S\u00f6hne mit ihm, seine T\u00f6chter und die T\u00f6chter seiner S\u00f6hne, ja alle seine Nachkommen, mit sich nach \u00c4gypten.<\/p>\n<p>8 Dies nun sind die Namen der S\u00f6hne Israels, die nach \u00c4gypten kamen: Jakob und seine S\u00f6hne: Jakobs Erstgeborener war Ruben.<\/p>\n<p>9 Und die S\u00f6hne Rubens waren Hanoch und Pallu und Hezron und Karmi.<\/p>\n<p>10 Und die S\u00f6hne Simeons waren Jemu\u00ebl und Jamin und Ohad und Jachin und Zohar und Schaul, der Sohn einer Kanaaniterin.<\/p>\n<p>11 Und die S\u00f6hne Levis waren Gerschon, Kehath und Merari.<\/p>\n<p>12 Und die S\u00f6hne Judas waren Er und Onan und Schela und Perez und Serach. Indes starben Er und Onan im Land Kanaan.<\/p>\n<p>Und die S\u00f6hne des Perez waren dann Hezron und Hamul.<\/p>\n<p>13 Und die S\u00f6hne Issachars waren Tola und Puwa und Job und Schimron.<\/p>\n<p>14 Und die S\u00f6hne Sebulons waren Sered und Elon und Jachle\u00ebl.<\/p>\n<p>15 Dies sind die S\u00f6hne Leas, die sie Jakob in Paddan-Aram gebar, samt seiner Tochter Dina. Alle Seelen seiner S\u00f6hne und seiner T\u00f6chter waren [ihrer] dreiunddrei\u00dfig.<\/p>\n<p>16 Und die S\u00f6hne Gads waren Ziphjon und Haggi, Schuni und Ezbon, Eri und Arodi und Areli.<\/p>\n<p>17 Und die S\u00f6hne Aschers waren Jimna und Jischwa und Jischwi und Beria, und da war Serach, ihre Schwester.<\/p>\n<p>Und die S\u00f6hne Berias waren Heber und Malki\u00ebl.<\/p>\n<p>18 Dies sind die S\u00f6hne Silpas, die Laban seiner Tochter Lea gegeben hatte. Diese gebar sie Jakob im Laufe der Zeit: sechzehn Seelen.<\/p>\n<p>19 Die S\u00f6hne Rahels, der Frau Jakobs, waren Joseph und Benjamin.<\/p>\n<p>20 Und Joseph wurden im Land \u00c4gypten Manasse und Ephraim geboren, die ihm Asenath, die Tochter Potipheras, des Priesters von On, gebar.<\/p>\n<p>21 Und die S\u00f6hne Benjamins waren Bela und Becher und Aschbel, Gera und Naaman, Ehi und Rosch, Muppim und Huppim und Ard.<\/p>\n<p>22 Dies sind die S\u00f6hne Rahels, die Jakob geboren wurden. Alle Seelen waren [ihrer] vierzehn.<\/p>\n<p>23 Und die S\u00f6hne Dans: Huschim.<\/p>\n<p>24 Und die S\u00f6hne Naphtalis waren Jachze\u00ebl und Guni und Jezer und Schillem.<\/p>\n<p>25 Dies sind die S\u00f6hne Bilhas, die Laban seiner Tochter Rahel gegeben hatte. Diese gebar sie Jakob im Laufe der Zeit; alle Seelen waren [ihrer] sieben.<\/p>\n<p>26 Alle Seelen, die zu Jakob nach \u00c4gypten kamen, waren die, die aus seiner H\u00fcfte hervorgegangen waren, ausgenommen die Frauen der S\u00f6hne Jakobs. Alle Seelen waren [ihrer] sechsundsechzig. 27 Und Josephs S\u00f6hne, die ihm in \u00c4gypten geboren wurden, waren zwei Seelen. Alle Seelen des Hauses Jakob, die nach \u00c4gypten kamen, waren [ihrer] siebzig.<\/p>\n<p>28 Und er sandte Juda vor sich her zu Joseph, da\u00df er vor ihm her nach Gosen Weisung gebe. Danach kamen sie in das Land Gosen. 29 Dann lie\u00df Joseph seinen Wagen bereitmachen und ging hinauf, Israel, seinem Vater, nach Gosen entgegen. Als er vor ihm erschien, fiel er ihm sogleich um den Hals und lie\u00df an seinem Hals den Tr\u00e4nen immer wieder freien Lauf. 30 Schlie\u00dflich sagte Israel zu Joseph: &#8222;Diesmal bin ich bereit zu sterben, nun, nachdem ich dein Angesicht gesehen habe, da du noch am Leben bist.&#8220;<\/p>\n<p>31 Dann sprach Joseph zu seinen Br\u00fcdern und zu den Hausgenossen seines Vaters: &#8222;Ich will hinaufgehen und Pharao berichten und ihm sagen: &#8218;Meine Br\u00fcder und die Hausgenossen meines Vaters, die im Land Kanaan waren, sind hierher zu mir gekommen. 32 Und die M\u00e4nner sind Hirten, denn sie sind Viehz\u00fcchter geworden; und ihre Kleinviehherden und ihre Rinderherden und alles, was sie haben, haben sie hierhergebracht.&#8216; 33 Und es soll geschehen, wenn euch Pharao rufen und tats\u00e4chlich sagen wird: &#8218;Was ist eure Besch\u00e4ftigung?&#8216;, 34 so sollt ihr sagen: &#8218;Deine Knechte sind von Jugend an bis jetzt Viehz\u00fcchter gewesen, sowohl wir als auch unsere Vorv\u00e4ter&#8216;, damit ihr im Land Gosen wohnen d\u00fcrft, denn jeder Schafhirte ist f\u00fcr \u00c4gypten eine Abscheulichkeit.&#8220;<\/p>\n<p>Hier bibt es wieder ein passendes Drama: <a href=\"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=187\">Leben retten in einer Zeit des Hungers<\/a><\/p>\n<p>oder direkt weiter in der Bibel mit <a href=\"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=114\">1. Mose 47 &#8211; 50<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kapitel 43 43 Und die Hungersnot war schwer im Land. 2 Und es geschah, sobald sie das aus \u00c4gypten gebrachte Getreide ganz aufgegessen hatten, da\u00df ihr Vater dann zu ihnen sagte: &#8222;Kehrt zur\u00fcck, kauft uns ein wenig Nahrung.&#8220; 3 Dann sprach Juda zu ihm: &#8222;Der Mann hat uns unmi\u00dfverst\u00e4ndlich bezeugt und gesagt: &#8218;Ihr sollt mein [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[111,23,3,2],"tags":[27,357,355,356,78,601,363,361,354,67,359,358,360,362],"class_list":["post-111","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-1-mose","category-eigene-gedanken-zum-geschehen","category-erganzender-stoff","category-text-in-der-bibel","tag-agypten","tag-becher-in-benjamins-sack","tag-bruder-von-joseph-festlich-bewirtet","tag-gepruft","tag-hungersnot","tag-jakob","tag-jakob-sieht-joseph","tag-jakob-von-gott-getrostet","tag-jakobs-sohne-kehren-wieder-nach-agypten-zuruck","tag-joseph","tag-joseph-gibt-sich-zu-erkennen","tag-juda-bittet-fur-ihn","tag-last-jakob-holen","tag-zieht-nach-agypten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/111","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=111"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/111\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":113,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/111\/revisions\/113"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=111"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=111"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=111"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}