
{"id":104,"date":"2009-01-13T23:41:05","date_gmt":"2009-01-13T22:41:05","guid":{"rendered":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=104"},"modified":"2010-01-08T23:59:46","modified_gmt":"2010-01-08T22:59:46","slug":"1-mose-40-42","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=104","title":{"rendered":"1. Mose 40 &#8211; 42"},"content":{"rendered":"<h3>Kapitel 40<\/h3>\n<p>40 Nach diesen Dingen nun geschah es, da\u00df der Mundschenk des K\u00f6nigs von \u00c4gypten und der B\u00e4cker gegen ihren Herrn, den K\u00f6nig von \u00c4gypten, s\u00fcndigten. 2 Und Pharao wurde auf seine beiden Beamten zornig, auf den Obersten der Mundschenken und auf den Obersten der B\u00e4cker. 3 So setzte er sie in Haft in das Haus des Obersten der Leibwache, in das Gef\u00e4ngnishaus, an den Ort, wo Joseph Gefangener war. 4 Dann bestellte der Oberste der Leibwache Joseph zu ihnen, da\u00df er sie bediente; und sie waren weiterhin einige Tage in Haft.<\/p>\n<p>5 Und dann hatten sie beide einen Traum, ein jeder seinen eigenen Traum in der e i n e n Nacht, ein jeder seinen Traum mit dessen eigener Deutung, der Mundschenk und der B\u00e4cker, die dem K\u00f6nig von \u00c4gypten geh\u00f6rten, die im Gef\u00e4ngnishaus Gefangene waren. 6 Als Joseph am Morgen zu ihnen hereinkam und sie sah, siehe, da schauten sie niedergeschlagen aus. 7 Und er begann sich bei den Beamten Pharaos, die mit ihm im Hause seines Herrn in Haft waren, zu erkundigen, indem [er] sprach: &#8222;Warum sind heute eure Angesichter so d\u00fcster?&#8220; 8 Darauf sagten sie zu ihm: &#8222;Wir haben einen Traum gehabt, und da ist kein [Traum]deuter bei uns.&#8220; Da sprach Joseph zu ihnen: &#8222;Sind Deutungen nicht [Sache] Gottes? Erz\u00e4hlt es mir, bitte.&#8220;<\/p>\n<p>9 Und der Oberste der Mundschenken ging daran, Joseph seinen Traum zu erz\u00e4hlen und zu ihm zu sagen: &#8222;In meinem Traum, nun, da war ein Weinstock vor mir. 10 Und am Weinstock, da waren drei Ranken, und er schien Sch\u00f6\u00dflinge zu treiben. Seine Bl\u00fcten brachen hervor. Seine Traubenk\u00e4mme reiften zu Trauben heran. 11 Und Pharaos Becher war in meiner Hand, und ich ging daran, die Trauben zu nehmen und sie in Pharaos Becher auszupressen. Danach gab ich den Becher in Pharaos Hand.&#8220; 12 Da sprach Joseph zu ihm: &#8222;Dies ist seine Deutung: Die drei Ranken sind drei Tage. 13 Von nun an in drei Tagen wird Pharao dein Haupt erheben, und er wird dich bestimmt wieder in dein Amt einsetzen; und du wirst gewi\u00df den Becher Pharaos in seine Hand geben gem\u00e4\u00df dem fr\u00fcheren Brauch, als du sein Mundschenk warst. 14 Doch sollst du meiner gedenken, sobald es dir gutgeht, und du solltest mir bestimmt liebende G\u00fcte erweisen, bitte, und mich bei Pharao erw\u00e4hnen, und du sollst mich aus diesem Haus herausbringen. 15 Denn ich bin tats\u00e4chlich aus dem Land der Hebr\u00e4er entf\u00fchrt worden, und auch hier habe ich gar nichts getan, wof\u00fcr man mich in das Kerkerloch stecken sollte.&#8220;<\/p>\n<p>16 Als der Oberste der B\u00e4cker sah, da\u00df er etwas Gutes gedeutet hatte, sagte er seinerseits zu Joseph: &#8222;Auch ich hatte einen Traum, und siehe, drei K\u00f6rbe mit Wei\u00dfbrot waren auf meinem Kopf, 17 und im obersten Korb waren allerlei E\u00dfwaren f\u00fcr Pharao, wie der B\u00e4cker sie macht, und V\u00f6gel fra\u00dfen sie aus dem Korb auf meinem Kopf.&#8220; 18 Da antwortete Joseph und sprach: &#8222;Dies ist seine Deutung: Die drei K\u00f6rbe sind drei Tage. 19 Von jetzt an in drei Tagen wird Pharao dein Haupt von dir hinweg erheben und wird dich bestimmt an einen Stamm h\u00e4ngen; und die V\u00f6gel werden gewi\u00df dein Fleisch von dir wegfressen.&#8220;<\/p>\n<p>20 Es stellte sich nun heraus, da\u00df am dritten Tag Pharaos Geburtstag war, und er ging daran, f\u00fcr alle seine Diener ein Festmahl zu machen und das Haupt des Obersten der Mundschenken zu erheben und das Haupt des Obersten der B\u00e4cker inmitten seiner Diener. 21 Demgem\u00e4\u00df setzte er den Obersten der Mundschenken wieder in sein Mundschenkenamt ein, und er gab den Becher weiterhin in Pharaos Hand. 22 Den Obersten der B\u00e4cker aber lie\u00df er aufh\u00e4ngen, so wie es ihnen Joseph gedeutet hatte. 23 Der Oberste der Mundschenken gedachte Josephs jedoch nicht und verga\u00df ihn dann.<\/p>\n<h3>Kapitel 41<\/h3>\n<p>41 Und es geschah am Ende von zwei vollen Jahren, da\u00df Pharao tr\u00e4umte, und siehe, er stand am Nil. 2 Und da stiegen aus dem Nil sieben K\u00fche herauf, sch\u00f6n von Aussehen und fettfleischig, und sie gingen daran, im Nilgras zu weiden. 3 Und siehe, da waren sieben andere K\u00fche, die nach ihnen aus dem Nil heraufstiegen, h\u00e4\u00dflich von Aussehen und mager an Fleisch, und sie traten neben die K\u00fche am Ufer des Nil. 4 Dann begannen die K\u00fche, die h\u00e4\u00dflich von Aussehen und mager an Fleisch waren, die sieben K\u00fche aufzufressen, die sch\u00f6n von Aussehen und fett waren. Hierauf erwachte Pharao.<\/p>\n<p>5 Er schlief jedoch wieder ein und tr\u00e4umte ein zweites Mal. Und siehe, da waren sieben \u00c4hren, die an e i n e m Halm emporkamen, fett und gut. 6 Und siehe, da waren sieben \u00c4hren, d\u00fcnn und vom Ostwind versengt, die nach ihnen emporwuchsen. 7 Und die d\u00fcnnen \u00c4hren begannen die sieben fetten und vollen \u00c4hren zu verschlingen. Darauf erwachte Pharao, und da war es ein Traum.<\/p>\n<p>8 Und es geschah am Morgen, da\u00df sein Geist beunruhigt wurde. Da sandte er hin und rief alle Magie treibenden Priester \u00c4gyptens und all seine Weisen, und Pharao erz\u00e4hlte ihnen dann seine Tr\u00e4ume. Doch da war keiner, der sie f\u00fcr Pharao deutete.<\/p>\n<p>9 Dann redete der Oberste der Mundschenken mit Pharao, indem [er] sprach: &#8222;Meine S\u00fcnden erw\u00e4hne ich heute. 10 Pharao war zornig auf seine Diener. So setzte er mich in Haft im Haus des Obersten der Leibwache, sowohl mich als auch den Obersten der B\u00e4cker. 11 Danach hatten wir beide in der e i n e n Nacht einen Traum, sowohl ich als auch er. Wir hatten ein jeder seinen Traum mit seiner eigenen Deutung. 12 Und dort war ein junger Mann bei uns, ein Hebr\u00e4er, ein Diener des Obersten der Leibwache. Als wir sie ihm erz\u00e4hlten, deutete er uns dann unsere Tr\u00e4ume. Er deutete einem jeden nach seinem Traum. 13 Und es stellte sich heraus, da\u00df es geradeso geschah, wie er es uns gedeutet hatte. Mich hat man wieder in mein Amt eingesetzt, ihn aber hat man aufgeh\u00e4ngt.&#8220;<\/p>\n<p>14 Und Pharao sandte dann hin und lie\u00df Joseph rufen, damit man ihn eilends aus dem Kerkerloch hole. Somit rasierte er sich und wechselte seine \u00dcberw\u00fcrfe und ging zu Pharao hinein. 15 Dann sprach Pharao zu Joseph: &#8222;Ich habe einen Traum gehabt, doch da ist niemand, der ihn deutet. Nun habe ich selbst von dir sagen h\u00f6ren, da\u00df du einen Traum h\u00f6ren und ihn deuten kannst.&#8220; 16 Darauf antwortete Joseph Pharao, indem [er] sagte: &#8222;Das steht nicht bei mir! Gott wird Pharao Wohlergehen ank\u00fcndigen.&#8220;<\/p>\n<p>17 Und weiter redete Pharao zu Joseph: &#8222;In meinem Traum, da stand ich am Ufer des Nil. 18 Und siehe, aus dem Nil stiegen sieben K\u00fche herauf, fettfleischig und sch\u00f6n von Gestalt, und sie begannen im Nilgras zu weiden. 19 Und siehe, da waren sieben andere K\u00fche, die nach ihnen heraufstiegen, gering und sehr schlecht von Gestalt und mager an Fleisch. Etwas so Schlechtes wie sie habe ich im ganzen Land \u00c4gypten nicht gesehen. 20 Und die hageren und schlechten K\u00fche begannen die sieben ersten, fetten K\u00fche aufzufressen. 21 So kamen diese in ihren Bauch, und doch konnte man nicht erkennen, da\u00df sie in ihren Bauch gekommen waren, da ihr Aussehen ebenso schlecht war wie zu Beginn. Darauf erwachte ich.<\/p>\n<p>22 Danach sah ich in meinem Traum, und siehe, da waren sieben \u00c4hren, die an e i n e m Halm emporkamen, voll und gut. 23 Und siehe, da waren sieben \u00c4hren, verdorrt, d\u00fcnn, vom Ostwind versengt, die nach ihnen emporwuchsen. 24 Und die d\u00fcnnen \u00c4hren begannen die sieben guten \u00c4hren zu verschlingen. So legte ich es den Magie treibenden Priestern dar, doch da war keiner, der [es] mir mitteilte.&#8220;<\/p>\n<p>25 Dann sprach Joseph zu Pharao: &#8222;Der Traum Pharaos ist nur e i n e r. Was der [wahre] Gott tut, hat er Pharao mitgeteilt. 26 Die sieben guten K\u00fche sind sieben Jahre. Ebenso sind die sieben guten \u00c4hren sieben Jahre. Der Traum ist nur e i n e r. 27 Und die sieben hageren und schlechten K\u00fche, die nach ihnen heraufkamen, sind sieben Jahre; und die sieben leeren, vom Ostwind versengten \u00c4hren werden sich als sieben Jahre der Hungersnot erweisen. 28 Das ist die Sache, die ich zu Pharao geredet habe: Was der [wahre] Gott tut, hat er Pharao sehen lassen.<\/p>\n<p>29 Siehe, es kommen sieben Jahre mit gro\u00dfem \u00dcberflu\u00df im ganzen Land \u00c4gypten. 30 Doch sieben Jahre der Hungersnot werden bestimmt danach entstehen, und aller \u00dcberflu\u00df im Land \u00c4gypten wird gewi\u00df vergessen sein, und die Hungersnot wird das Land einfach verzehren. 31 Und der einstige \u00dcberflu\u00df im Land wird nicht [mehr] zu erkennen sein zufolge jener Hungersnot danach, denn sie wird zweifellos sehr schwer sein. 32 Und die Tatsache, da\u00df sich der Traum f\u00fcr Pharao zweimal wiederholt hat, bedeutet, da\u00df die Sache von seiten des [wahren] Gottes festgesetzt ist, und der [wahre] Gott eilt, sie zu tun.<\/p>\n<p>33 So m\u00f6ge sich nun Pharao nach einem Mann umschauen, der verst\u00e4ndig und weise ist, und ihn \u00fcber das Land \u00c4gypten setzen. 34 M\u00f6ge Pharao handeln und Aufseher \u00fcber das Land einsetzen, und er soll w\u00e4hrend der sieben Jahre des \u00dcberflusses ein F\u00fcnftel vom Land \u00c4gypten erheben. 35 Und man sollte alle Nahrungsmittel dieser kommenden guten Jahre sammeln, und man m\u00f6ge unter Pharaos Hand Getreide als Nahrungsmittel in den St\u00e4dten aufh\u00e4ufen, und man soll es aufbewahren. 36 Und die Nahrungsmittel sollen als Vorrat f\u00fcr das Land f\u00fcr die sieben Jahre Hungersnot dienen, die es im Land \u00c4gypten geben wird, damit das Land nicht durch die Hungersnot weggetilgt wird.&#8220;<\/p>\n<p>37 Nun, die Sache erwies sich in den Augen Pharaos und all seiner Diener als gut. 38 Da sagte Pharao zu seinen Dienern: &#8222;Kann ein anderer Mann gefunden werden gleich diesem, in welchem der Geist Gottes ist?&#8220; 39 Danach sprach Pharao zu Joseph: &#8222;Da Gott dich all dies hat wissen lassen, ist keiner so verst\u00e4ndig und weise wie du. 40 Du wirst pers\u00f6nlich \u00fcber mein Haus [gesetzt] sein, und mein ganzes Volk wird dir unbedingt gehorchen. Nur was den Thron betrifft, werde ich gr\u00f6\u00dfer sein als du.&#8220; 41 Und Pharao f\u00fcgte gegen\u00fcber Joseph hinzu: &#8222;Siehe, ich setze dich \u00fcber das ganze Land \u00c4gypten.&#8220; 42 Darauf nahm Pharao seinen Siegelring von seiner eigenen Hand ab und tat ihn an Josephs Hand und bekleidete ihn mit Kleidern aus feinem Leinen und legte eine Halskette aus Gold um seinen Hals. 43 \u00dcberdies lie\u00df er ihn in dem zweiten Ehrenwagen fahren, den er hatte, so da\u00df man vor ihm her ausrufen sollte: &#8222;Avr\u00e9ch!&#8220;, und setzte ihn so \u00fcber das ganze Land \u00c4gypten.<\/p>\n<p>44 Und Pharao sprach ferner zu Joseph: &#8222;Ich bin Pharao, aber ohne deine Erm\u00e4chtigung darf niemand seine Hand oder seinen Fu\u00df im ganzen Land \u00c4gypten erheben.&#8220; 45 Danach gab Pharao Joseph den Namen Zaphenath-Paneach und gab ihm Asenath, die Tochter Potipheras, des Priesters von On, zur Frau. Und Joseph begann \u00fcber das Land \u00c4gypten auszuziehen. 46 Und Joseph war drei\u00dfig Jahre alt, als er vor Pharao, dem K\u00f6nig von \u00c4gypten, stand.<\/p>\n<p>Dann ging Joseph von Pharao fort und durchzog das ganze Land \u00c4gypten. 47 Und das Land trug weiterhin w\u00e4hrend der sieben Jahre des \u00dcberflusses h\u00e4ndevoll. 48 Und er sammelte unabl\u00e4ssig alle Nahrungsmittel der sieben Jahre, die \u00fcber das Land \u00c4gypten kamen, und er legte die Nahrungsmittel jeweils in die St\u00e4dte. Die Nahrungsmittel des Feldes, das rings um eine Stadt war, legte er in deren Mitte. 49 Und Joseph h\u00e4ufte weiterhin Getreide in sehr gro\u00dfer Menge auf, wie Sand am Meer, bis man es schlie\u00dflich aufgab, es zu z\u00e4hlen, denn es war ohne Zahl.<\/p>\n<p>50 Und bevor das Jahr der Hungersnot gekommen war, wurden dem Joseph zwei S\u00f6hne geboren, welche ihm Asenath, die Tochter Potipheras, des Priesters von On, gebar. 51 Da gab Joseph dem Erstgeborenen den Namen Manasse, denn &#8211; um ihn anzuf\u00fchren &#8211; : &#8222;Gott hat mich all mein Ungemach und das ganze Haus meines Vaters vergessen lassen.&#8220; 52 Und dem zweiten gab er den Namen Ephraim, denn &#8211; um ihn anzuf\u00fchren &#8211; : &#8222;Gott hat mich im Lande meines Elends fruchtbar gemacht.&#8220;<\/p>\n<p>53 Und die sieben Jahre des \u00dcberflusses, die im Land \u00c4gypten geherrscht hatten, gingen allm\u00e4hlich zu Ende, 54 und die sieben Jahre der Hungersnot fingen ihrerseits an zu kommen, so wie es Joseph gesagt hatte. Und die Hungersnot entstand in allen L\u00e4ndern, aber im ganzen Land \u00c4gypten gab es Brot. 55 Zuletzt litt das ganze Land \u00c4gypten Hunger, und das Volk begann zu Pharao um Brot zu schreien. Dann sprach Pharao zu allen \u00c4gyptern: &#8222;Geht zu Joseph. Was immer er euch sagt, m\u00fc\u00dft ihr tun.&#8220; 56 Und die Hungersnot herrschte auf der ganzen Oberfl\u00e4che der Erde. Dann begann Joseph, alle Getreidespeicher zu \u00f6ffnen, die in ihrer Mitte waren, und den \u00c4gyptern [Getreide] zu verkaufen, da die Hungersnot das Land \u00c4gypten mit festem Griff erfa\u00dfte. 57 \u00dcberdies kamen Leute von der ganzen Erde nach \u00c4gypten, um von Joseph [Getreide] zu kaufen, denn die Hungersnot hatte die ganze Erde mit festem Griff erfa\u00dft.<\/p>\n<h3>Kapitel. 42<\/h3>\n<p>42 Schlie\u00dflich sah dann Jakob, da\u00df es in \u00c4gypten Getreide gab. Da sprach Jakob zu seinen S\u00f6hnen: &#8222;Warum schaut ihr einander st\u00e4ndig an?&#8220; 2 Und er f\u00fcgte hinzu: &#8222;Siehe, ich habe geh\u00f6rt, da\u00df es in \u00c4gypten Getreide gibt. Geht nach dort hinab und kauft f\u00fcr uns von dort, da\u00df wir am Leben bleiben und nicht sterben.&#8220; 3 Demgem\u00e4\u00df gingen zehn Br\u00fcder Josephs hinab, um Getreide aus \u00c4gypten zu kaufen. 4 Jakob aber sandte Benjamin, Josephs Bruder, nicht mit seinen anderen Br\u00fcdern, denn er sagte: &#8222;Es mag ihm sonst ein t\u00f6dlicher Unfall zusto\u00dfen.&#8220;<\/p>\n<p>5 So kamen Israels S\u00f6hne zusammen mit den anderen, die zum Einkaufen kamen, weil im Land Kanaan Hungersnot herrschte. 6 Und Joseph war der Machthaber \u00fcber das Land. Er war es, der den Verkauf an alles Volk der Erde t\u00e4tigte. Demzufolge kamen Josephs Br\u00fcder und beugten sich vor ihm mit ihrem Angesicht zur Erde nieder. 7 Als Joseph seine Br\u00fcder zu sehen bekam, erkannte er sie sogleich, aber er machte sich f\u00fcr sie unkenntlich. So redete er hart mit ihnen und sprach zu ihnen: &#8222;Woher seid ihr gekommen?&#8220;, worauf sie sagten: &#8222;Aus dem Land Kanaan, um Nahrungsmittel zu kaufen.&#8220;<\/p>\n<p>8 So erkannte Joseph seine Br\u00fcder, sie selbst aber erkannten ihn nicht. 9 Sogleich erinnerte sich Joseph an die Tr\u00e4ume, die er von ihnen gehabt hatte, und er sagte weiter zu ihnen: &#8222;Ihr seid Spione! Ihr seid gekommen, um zu sehen, wo das Land ungesch\u00fctzt ist!&#8220; 10 Da sprachen sie zu ihm: &#8222;Nein, mein Herr, sondern deine Knechte sind gekommen, um Nahrungsmittel zu kaufen. 11 Wir alle miteinander sind S\u00f6hne eines einzigen Mannes. Wir sind rechtschaffene M\u00e4nner. Deine Knechte handeln nicht als Spione.&#8220; 12 Er aber sagte zu ihnen: &#8222;Nicht doch! Denn ihr seid gekommen, um zu sehen, wo das Land ungesch\u00fctzt ist!&#8220; 13 Darauf sprachen sie: &#8222;Deine Knechte sind zw\u00f6lf Br\u00fcder. Wir sind die S\u00f6hne eines einzigen Mannes im Land Kanaan; und siehe, der j\u00fcngste ist heute bei unserem Vater, w\u00e4hrend der andere nicht mehr ist.&#8220;<\/p>\n<p>14 Joseph sprach jedoch zu ihnen: &#8222;Es ist so, wie ich zu euch geredet habe, indem [ich] sagte: &#8218;Ihr seid Spione!&#8216; 15 Daran werdet ihr gepr\u00fcft werden. So wahr Pharao lebt, ihr werdet nicht von hier weggehen, wenn nicht euer j\u00fcngster Bruder hierherkommt. 16 Sendet einen von euch, da\u00df er euren Bruder holt, w\u00e4hrend ihr gebunden seid, damit eure Worte in bezug auf die Wahrheit in eurem Fall gepr\u00fcft werden. Und wenn nicht, dann seid ihr Spione, so wahr Pharao lebt.&#8220; 17 Hierauf legte er sie miteinander drei Tage lang in Gewahrsam.<\/p>\n<p>18 Danach sprach Joseph am dritten Tag zu ihnen: &#8222;Tut dies und bleibt am Leben. Ich f\u00fcrchte den [wahren] Gott. 19 Wenn ihr rechtschaffen seid, so la\u00dft einen eurer Br\u00fcder in eurem Haus des Gewahrsams gebunden bleiben, ihr \u00fcbrigen aber geht, nehmt Getreide mit f\u00fcr den Hunger in euren H\u00e4usern. 20 Dann werdet ihr euren j\u00fcngsten Bruder zu mir bringen, damit eure Worte sich als zuverl\u00e4ssig erweisen; und ihr werdet nicht sterben.&#8220; Und sie machten sich daran, so zu tun.<\/p>\n<p>21 Und sie begannen zueinander zu sagen: &#8222;Wir sind zweifellos schuldig, was unseren Bruder betrifft, denn wir sahen die Bedr\u00e4ngnis seiner Seele, als er uns um Erbarmen anflehte, wir aber h\u00f6rten nicht. Darum ist diese Bedr\u00e4ngnis \u00fcber uns gekommen.&#8220; 22 Dann antwortete ihnen Ruben, indem [er] sprach: &#8222;Sagte ich euch nicht: &#8218;Vers\u00fcndigt euch nicht an dem Kind&#8216;, aber ihr h\u00f6rtet nicht? Und nun, seht, sein Blut wird gewi\u00df zur\u00fcckgefordert.&#8220; 23 Was sie betrifft, sie wu\u00dften nicht, da\u00df Joseph zuh\u00f6rte, denn es war ein Dolmetscher zwischen ihnen. 24 Er wandte sich deshalb von ihnen ab und begann zu weinen. Dann kehrte er zu ihnen zur\u00fcck und redete mit ihnen und nahm Simeon von ihnen weg und band ihn vor ihren Augen. 25 Danach gab Joseph den Befehl, und man f\u00fcllte dann ihre Beh\u00e4lter mit Getreide. Auch mu\u00dfte man das Geld der M\u00e4nner zur\u00fcckgeben, jedem einzelnen in seinen Sack, und ihnen Proviant f\u00fcr die Reise geben. Und man tat ihnen so.<\/p>\n<p>26 So luden sie ihr Getreide auf ihre Esel und zogen von dort weg. 27 Als einer seinen Sack \u00f6ffnete, um im Nachtlager seinem Esel Futter zu geben, bemerkte er sein Geld, und siehe, es war in der \u00d6ffnung seines Sackes. 28 Darauf sagte er zu seinen Br\u00fcdern: &#8222;Mein Geld ist zur\u00fcckgegeben worden, und nun, hier ist es in meinem Sack!&#8220; Da entfiel ihnen ihr Herz, so da\u00df sie sich zitternd einer zum anderen wandten und sprachen: &#8222;Was hat uns Gott da angetan?&#8220;<\/p>\n<p>29 Endlich kamen sie zu Jakob, ihrem Vater, in das Land Kanaan und teilten ihm alle Dinge mit, die ihnen widerfahren waren, indem [sie] sprachen: 30 &#8222;Der Mann, welcher der Herr des Landes ist, redete hart mit uns, da er uns f\u00fcr M\u00e4nner hielt, die das Land auskundschafteten. 31 Wir aber sagten zu ihm: &#8218;Wir sind rechtschaffene M\u00e4nner. Wir handeln nicht als Spione. 32 Wir sind zw\u00f6lf Br\u00fcder, die S\u00f6hne unseres Vaters. Einer ist nicht mehr, und der j\u00fcngste ist heute bei unserem Vater im Land Kanaan.&#8216; 33 Der Mann aber, welcher der Herr des Landes ist, sprach zu uns: &#8218;Daran werde ich erkennen, da\u00df ihr rechtschaffen seid: La\u00dft einen von euch Br\u00fcdern bei mir bleiben. Dann nehmt etwas f\u00fcr den Hunger in euren H\u00e4usern und geht. 34 Und bringt euren j\u00fcngsten Bruder zu mir, damit ich erkenne, da\u00df ihr keine Spione seid, sondern da\u00df ihr rechtschaffen seid. Euren Bruder werde ich euch zur\u00fcckgeben, und ihr k\u00f6nnt im Land Handel treiben.&#8216; &#8220;<\/p>\n<p>35 Und es ergab sich, als sie ihre S\u00e4cke leerten, siehe, da war eines jeden Geldb\u00fcndel in seinem Sack. Und sie wie auch ihr Vater bekamen ihre Geldb\u00fcndel zu Gesicht, und sie gerieten in Furcht. 36 Da rief Jakob, ihr Vater, vor ihnen aus: &#8222;Mich habt ihr der Kinder beraubt! Joseph ist nicht mehr, und Simeon ist nicht mehr, und Benjamin werdet ihr mitnehmen! \u00dcber mich sind alle diese Dinge gekommen!&#8220; 37 Ruben aber sprach zu seinem Vater: &#8222;Meine eigenen beiden S\u00f6hne magst du zu Tode bringen, wenn ich ihn dir nicht zur\u00fcckbringe. \u00dcbergib ihn meiner Obhut, und ich werde es sein, der ihn dir zur\u00fcckbringt.&#8220; 38 Er aber sagte: &#8222;Mein Sohn wird nicht mit euch hinabziehen, denn sein Bruder ist tot, und er ist allein \u00fcbriggeblieben. Sollte ihm auf dem Weg, auf dem ihr gehen werdet, ein t\u00f6dlicher Unfall zusto\u00dfen, dann w\u00fcrdet ihr bestimmt mein graues Haar mit Kummer in den Scheol hinabbringen.&#8220;<\/p>\n<p>weiter geht es mit <a href=\"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=111\">1. Mose 43 -46<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kapitel 40 40 Nach diesen Dingen nun geschah es, da\u00df der Mundschenk des K\u00f6nigs von \u00c4gypten und der B\u00e4cker gegen ihren Herrn, den K\u00f6nig von \u00c4gypten, s\u00fcndigten. 2 Und Pharao wurde auf seine beiden Beamten zornig, auf den Obersten der Mundschenken und auf den Obersten der B\u00e4cker. 3 So setzte er sie in Haft in [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[111,23,3,2],"tags":[27,80,347,78,353,77,67,350,352,28,75,72,349,348,44,68,79,81,351,76],"class_list":["post-104","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-1-mose","category-eigene-gedanken-zum-geschehen","category-erganzender-stoff","category-text-in-der-bibel","tag-agypten","tag-besserung","tag-gottliche-deutung-der-traume","tag-hungersnot","tag-jaob-gramt-sich","tag-jehovas-segen","tag-joseph","tag-joseph-erklart-traume","tag-josephs-bruder-wegen-nahrungsmitteln-in-agypten-simeon-festgehalten","tag-list","tag-mundschenk","tag-pharao","tag-pharao-erzahlt-joseph-seine-traume","tag-pharaos-geburtstag","tag-prophezeiung","tag-traum","tag-umkehr","tag-vergebung","tag-von-pharao-erhoht","tag-weise-vorsorge"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/104","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=104"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/104\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1467,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/104\/revisions\/1467"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=104"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=104"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=104"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}