
{"id":561,"date":"2009-03-24T12:17:50","date_gmt":"2009-03-24T11:17:50","guid":{"rendered":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=561"},"modified":"2009-04-21T07:47:52","modified_gmt":"2009-04-21T06:47:52","slug":"richter-19-21","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=561","title":{"rendered":"Richter 19 &#8211; 21"},"content":{"rendered":"<h3>Kapitel 19<\/h3>\n<p>19 In jenen Tagen nun war es, da\u00df es in Israel keinen K\u00f6nig gab. Und es geschah, da\u00df ein gewisser Levit eine Zeitlang im entlegensten Teil der Berggegend von Ephraim weilte. Im Laufe der Zeit nahm er sich als seine Frau eine Nebenfrau aus Bethlehem in Juda. 2 Und seine Nebenfrau begann gegen ihn Hurerei zu begehen. Schlie\u00dflich ging sie von ihm fort zum Haus ihres Vaters in Bethlehem in Juda und blieb vier volle Monate dort. 3 Dann machte ihr Mann sich auf und ging ihr nach, um ihr tr\u00f6stlich zuzureden und sie zur\u00fcckzuholen; und mit ihm war sein Bediensteter und ein Paar Esel. Da lie\u00df sie ihn in das Haus ihres Vaters kommen. Als der Vater der jungen Frau ihn zu sehen bekam, freute er sich sofort, ihn zu treffen. 4 Infolgedessen hielt ihn sein Schwiegervater, der Vater der jungen Frau, fest, so da\u00df er drei Tage bei ihm blieb; und sie a\u00dfen und tranken jeweils, und er \u00fcbernachtete auch dort.<\/p>\n<p>5 Und es geschah am vierten Tag, als sie wie gew\u00f6hnlich fr\u00fch am Morgen aufstanden, da\u00df er sich nun erhob, um zu gehen, aber der Vater der jungen Frau sprach zu seinem Schwiegersohn: &#8222;St\u00e4rk dein Herz mit einem Bissen Brot, und danach m\u00f6gt ihr gehen.&#8220; 6 Da setzten sie sich, und sie beide begannen zusammen zu essen und zu trinken, wonach der Vater der jungen Frau zu dem Mann sagte: &#8222;Entschlie\u00df dich bitte, und bleib \u00fcber Nacht, und dein Herz sei guter Dinge.&#8220; 7 Als der Mann sich erhob, um zu gehen, fuhr sein Schwiegervater fort, in ihn zu dringen, so da\u00df er dort wieder \u00fcbernachtete.<\/p>\n<p>8 Als er am f\u00fcnften Tag fr\u00fch am Morgen aufstand, um zu gehen, sprach dann der Vater der jungen Frau: &#8222;Nimm bitte eine St\u00e4rkung f\u00fcr dein Herz.&#8220; Und sie z\u00f6gerten, bis der Tag sich neigte. Und sie beide a\u00dfen weiter. 9 Der Mann erhob sich nun, um zu gehen, er und seine Nebenfrau und sein Bediensteter; aber sein Schwiegervater, der Vater der jungen Frau, sagte zu ihm: &#8222;Siehe doch! Der Tag hat sich geneigt zum Abendwerden. Bleibt bitte \u00fcber Nacht. Siehe, der Tag geht zur Neige. Bleib hier \u00fcber Nacht, und dein Herz sei guter Dinge. Und morgen sollt ihr euch zu eurer Reise fr\u00fch aufmachen, und du sollst zu deinem Zelt gehen.&#8220; 10 Der Mann willigte jedoch nicht ein, \u00fcber Nacht zu bleiben, sondern er erhob sich und machte sich auf den Weg und kam bis vor Jebus, das hei\u00dft Jerusalem; und bei ihm war das Paar gesattelter Esel und seine Nebenfrau und sein Bediensteter.<\/p>\n<p>11 Als sie in der N\u00e4he von Jebus waren [und] das Tageslicht betr\u00e4chtlich abgenommen hatte, sprach nun der Bedienstete zu seinem Herrn: &#8222;O komm doch, und la\u00df uns zu dieser Stadt der Jebusiter abbiegen und \u00fcber Nacht darin bleiben.&#8220; 12 Aber sein Herr sagte zu ihm: &#8222;Wir wollen nicht in eine Stadt von Ausl\u00e4ndern abbiegen, die nicht zu den S\u00f6hnen Israels geh\u00f6ren; und wir m\u00fcssen bis nach Gibea weiterziehen.&#8220; 13 Und er sprach weiter zu seinem Bediensteten: &#8222;Komm, und wir wollen uns einem der Orte n\u00e4hern, und wir m\u00fcssen entweder in Gibea oder in Rama \u00fcbernachten.&#8220; 14 So zogen sie weiter und verfolgten ihren Weg, und die Sonne begann \u00fcber ihnen unterzugehen, als sie nahe bei Gibea waren, das zu Benjamin geh\u00f6rt.<\/p>\n<p>15 Somit bogen sie dort ab, um hineinzugehen und in Gibea zu \u00fcbernachten. Und sie gingen dann hinein und setzten sich auf dem \u00f6ffentlichen Platz der Stadt nieder, und da war niemand, der sie zum \u00dcbernachten ins Haus mitnahm. 16 Schlie\u00dflich, siehe, ein alter Mann kam am Abend von seiner Arbeit auf dem Feld herein, und der Mann war aus der Berggegend von Ephraim, und er weilte eine Zeitlang in Gibea; aber die M\u00e4nner des Ortes waren Benjaminiter. 17 Als er seine Augen erhob, sah er dann den Mann, den Reisenden, auf dem \u00f6ffentlichen Platz der Stadt. Da sprach der alte Mann: &#8222;Wohin gehst du, und woher kommst du?&#8220; 18 Er sagte darauf zu ihm: &#8222;Wir ziehen von Bethlehem in Juda zu dem entlegensten Teil der Berggegend von Ephraim. Von dort bin ich her, doch ging ich nach Bethlehem in Juda; und ich gehe nun in mein eigenes Haus, und da ist niemand, der mich ins Haus aufnimmt. 19 Und sowohl Stroh als auch Futter f\u00fcr unsere Esel ist vorhanden, und sowohl Brot als auch Wein ist vorhanden f\u00fcr mich und f\u00fcr deine Sklavin und f\u00fcr den Bediensteten bei deinem Knecht. Es fehlt an gar nichts.&#8220; 20 Der alte Mann aber sprach: &#8222;Friede sei mit dir! Was immer dir fehlt, das la\u00df nur meine Sorge sein. Nur \u00fcbernachte nicht auf dem \u00f6ffentlichen Platz.&#8220; 21 Damit brachte er ihn in sein Haus und warf den Eseln Mengfutter vor. Dann wuschen sie ihre F\u00fc\u00dfe und begannen zu essen und zu trinken.<\/p>\n<p>22 W\u00e4hrend sie ihr Herz guter Dinge werden lie\u00dfen, siehe, da umringten die M\u00e4nner der Stadt, lauter nichtsnutzige M\u00e4nner, das Haus, wobei sie einander gegen die T\u00fcr stie\u00dfen; und sie sagten in einem fort zu dem alten Mann, dem Hausbesitzer: &#8222;Bring den Mann heraus, der in dein Haus gekommen ist, damit wir mit ihm Verkehr haben k\u00f6nnen.&#8220; 23 Darauf ging der Hausbesitzer zu ihnen hinaus und sprach zu ihnen: &#8222;Nein, meine Br\u00fcder, tut bitte nichts Unrechtes, da dieser Mann in mein Haus gekommen ist. Begeht nicht diese sch\u00e4ndliche Torheit. 24 Hier sind meine jungfr\u00e4uliche Tochter und seine Nebenfrau. La\u00dft mich sie bitte herausbringen, und vergewaltigt sie, und tut mit ihnen, was gut ist in euren Augen. Diesem Mann aber d\u00fcrft ihr diese sch\u00e4ndliche, t\u00f6richte Sache nicht antun.&#8220;<\/p>\n<p>25 Und die M\u00e4nner wollten nicht auf ihn h\u00f6ren. Daher ergriff der Mann seine Nebenfrau und f\u00fchrte sie nach drau\u00dfen zu ihnen hinaus; und sie begannen Verkehr mit ihr zu haben und fuhren fort, sie die ganze Nacht hindurch bis zum Morgen zu mi\u00dfbrauchen, wonach sie sie, als die Morgenr\u00f6te heraufkam, wegschickten. 26 Dann kam die Frau, als es Morgen wurde, und fiel am Eingang des Hauses des Mannes, wo sich ihr Herr befand, nieder [und lag dort] bis zum lichten Tag. 27 Sp\u00e4ter am Morgen erhob sich ihr Herr und \u00f6ffnete die T\u00fcren des Hauses und ging hinaus, um seines Weges zu gehen, und siehe, die Frau, seine Nebenfrau, [war] hingefallen am Eingang des Hauses, mit ihren H\u00e4nden auf der Schwelle! 28 Da sagte er zu ihr: &#8222;Steh auf, und la\u00df uns gehen.&#8220; Aber niemand antwortete. Darauf lud der Mann sie auf den Esel und machte sich auf und zog zu seinem Ort.<\/p>\n<p>29 Dann trat er in sein Haus und nahm das Schlachtmesser und ergriff seine Nebenfrau und zerlegte sie nach ihren Gebeinen in zw\u00f6lf St\u00fccke und schickte sie in jedes Gebiet Israels. 30 Und es geschah, da\u00df jedermann, der es sah, sprach: &#8222;So etwas wie dieses ist niemals zustande gebracht oder gesehen worden von dem Tag an, an dem die S\u00f6hne Israels aus dem Land \u00c4gypten heraufzogen, bis zu diesem Tag. Richtet euer Herz darauf, fa\u00dft Rat und redet.&#8220;<\/p>\n<h3>Kapitel 20<\/h3>\n<p>20 Infolgedessen zogen alle S\u00f6hne Israels aus, und die Gemeinde versammelte sich wie e i n Mann von Dan bis Be\u00ebrscheba hinab, dazu das Land Gilead, zu Jehova nach Mizpa. 2 Da bezogen die Hauptleute des ganzen Volkes und alle St\u00e4mme Israels ihre Stellung in der Versammlung des Volkes des [wahren] Gottes, vierhunderttausend Mann zu Fu\u00df, die das Schwert zogen.<\/p>\n<p>3 Und die S\u00f6hne Benjamins h\u00f6rten schlie\u00dflich, da\u00df die S\u00f6hne Israels nach Mizpa hinaufgezogen waren.<\/p>\n<p>Dann sprachen die S\u00f6hne Israels: &#8222;Redet. Wie hat sich diese b\u00f6se Sache zugetragen?&#8220; 4 Darauf antwortete der Mann, der Levit, der Ehemann der ermordeten Frau, und sagte: &#8222;Nach Gibea, das zu Benjamin geh\u00f6rt, kam ich, ich und meine Nebenfrau, um zu \u00fcbernachten. 5 Und die Grundbesitzer von Gibea erhoben sich dann gegen mich und umringten das Haus wider mich des Nachts. Mich gedachten sie zu t\u00f6ten, aber es war meine Nebenfrau, die sie vergewaltigten, und sie starb schlie\u00dflich. 6 Daraufhin ergriff ich meine Nebenfrau und zerlegte sie und schickte sie in jedes Feld des Erbes Israels, weil man Z\u00fcgellosigkeit und sch\u00e4ndliche Torheit in Israel begangen hatte. 7 Seht! All ihr S\u00f6hne Israels, gebt hier euer Wort und euren Rat.&#8220;<\/p>\n<p>8 Da erhob sich das ganze Volk wie e i n Mann und sprach: &#8222;Wir werden nicht, keiner von uns, in sein Zelt gehen, auch werden wir, keiner von uns, in sein Haus abbiegen. 9 Und nun, dies ist die Sache, die wir Gibea antun werden. La\u00dft uns nach dem Los gegen dasselbe hinaufziehen. 10 Und wir wollen zehn M\u00e4nner von hundert aus allen St\u00e4mmen Israels und hundert von tausend und tausend von zehntausend nehmen, um Proviant f\u00fcr das Volk zu beschaffen, damit sie vorgehen, indem sie gegen Gibea von Benjamin ziehen, in Anbetracht all der sch\u00e4ndlichen Torheit, die man in Israel getan hat.&#8220; 11 So wurden alle M\u00e4nner Israels wie e i n Mann als Verb\u00fcndete gegen die Stadt versammelt.<\/p>\n<p>12 Demgem\u00e4\u00df sandten die St\u00e4mme Israels M\u00e4nner zu allen Stammesleuten Benjamins und lie\u00dfen sagen: &#8222;Was ist das f\u00fcr eine b\u00f6se Sache, die unter euch ver\u00fcbt worden ist? 13 Und nun, gebt die M\u00e4nner, die Nichtsnutze, die in Gibea sind, heraus, damit wir sie zu Tode bringen k\u00f6nnen, und la\u00dft uns, was schlecht ist, aus Israel wegschaffen.&#8220; Und die S\u00f6hne Benjamins wollten nicht auf die Stimme ihrer Br\u00fcder, der S\u00f6hne Israels, h\u00f6ren.<\/p>\n<p>14 Dann gingen die S\u00f6hne Benjamins daran, sich aus den St\u00e4dten nach Gibea zu versammeln, um zur Schlacht gegen die S\u00f6hne Israels auszuziehen. 15 So wurden die S\u00f6hne Benjamins an jenem Tag aus den St\u00e4dten gemustert, sechsundzwanzigtausend Mann, die das Schwert zogen, au\u00dfer den Bewohnern von Gibea, von denen siebenhundert ausgew\u00e4hlte M\u00e4nner gemustert wurden. 16 Von allen diesen Leuten waren siebenhundert ausgew\u00e4hlte M\u00e4nner linksh\u00e4ndig. Jeder von diesen schleuderte mit Steinen aufs Haar genau und ohne zu fehlen.<\/p>\n<p>17 Und die M\u00e4nner Israels wurden gemustert, au\u00dfer Benjamin: vierhunderttausend Mann, die das Schwert zogen. Jeder von diesen war ein Kriegsmann. 18 Und dann erhoben sie sich und zogen nach Bethel hinauf und befragten Gott. Da sagten die S\u00f6hne Israels: &#8222;Wer von uns sollte an der Spitze zur Schlacht gegen die S\u00f6hne Benjamins hinaufziehen?&#8220; Darauf sprach Jehova: &#8222;Juda an der Spitze.&#8220;<\/p>\n<p>19 Danach erhoben sich die S\u00f6hne Israels am Morgen und lagerten sich gegen Gibea.<\/p>\n<p>20 Die M\u00e4nner Israels zogen nun zur Schlacht aus gegen Benjamin; und die M\u00e4nner Israels stellten sich dann in Schlachtordnung wider sie bei Gibea auf. 21 Da kamen die S\u00f6hne Benjamins aus Gibea heraus und streckten an jenem Tag zweiundzwanzigtausend Mann in Israel vernichtend zu Boden. 22 Indes zeigten sich die Leute, die M\u00e4nner Israels, mutig und stellten sich dann wieder in Schlachtordnung an dem Ort auf, wo sie sich am ersten Tag in Formation aufgestellt hatten. 23 Dann zogen die S\u00f6hne Israels hinauf und weinten vor Jehova bis zum Abend und befragten Jehova, indem [sie] sagten: &#8222;Soll ich noch einmal zur Schlacht gegen die S\u00f6hne Benjamins, meines Bruders, antreten?&#8220; Darauf sprach Jehova: &#8222;Zieht gegen ihn hinauf.&#8220;<\/p>\n<p>24 Somit n\u00e4herten sich die S\u00f6hne Israels am zweiten Tag den S\u00f6hnen Benjamins. 25 Benjamin seinerseits kam am zweiten Tag aus Gibea heraus, ihnen entgegen, und streckte weitere achtzehntausend Mann, die alle das Schwert zogen, unter den S\u00f6hnen Israels vernichtend zu Boden. 26 Darauf zogen alle S\u00f6hne Israels, ja das ganze Volk, hinauf und kamen nach Bethel und weinten und sa\u00dfen dort vor Jehova und fasteten an jenem Tag bis zum Abend und opferten vor Jehova Brandopfer und Gemeinschaftsopfer. 27 Danach befragten die S\u00f6hne Israels Jehova, da sich in jenen Tagen die Lade des Bundes des [wahren] Gottes dort befand. 28 Pinehas nun, der Sohn Eleasars, des Sohnes Aarons, stand in jenen Tagen davor und sagte: &#8222;Soll ich nochmals zur Schlacht gegen die S\u00f6hne Benjamins, meines Bruders, ausziehen, oder soll ich damit aufh\u00f6ren?&#8220; Darauf sprach Jehova: &#8222;Zieh hinauf, denn morgen werde ich ihn in deine Hand geben.&#8220; 29 Dann legte Israel M\u00e4nner in den Hinterhalt gegen Gibea ringsherum.<\/p>\n<p>30 Und die S\u00f6hne Israels gingen am dritten Tag daran, gegen die S\u00f6hne Benjamins hinaufzuziehen und sich in Formation wider Gibea aufzustellen, ebenso wie die anderen Male. 31 Als die S\u00f6hne Benjamins ausr\u00fcckten, dem Volk entgegen, wurden sie von der Stadt fortgezogen. Dann fingen sie ebenso wie die anderen Male an, einige vom Volk t\u00f6dlich Verwundete auf den Landstra\u00dfen zu erschlagen, von denen die eine nach Bethel hinaufgeht und die andere nach Gibea, auf dem Feld, etwa drei\u00dfig Mann in Israel. 32 Da begannen die S\u00f6hne Benjamins zu sagen: &#8222;Sie erleiden eine Niederlage vor uns, ebenso wie das erstemal.&#8220; Was die S\u00f6hne Israels betrifft, sie sprachen: &#8222;La\u00dft uns fliehen, und wir werden sie bestimmt von der Stadt zu den Landstra\u00dfen hin fortziehen.&#8220; 33 Und alle M\u00e4nner Israels erhoben sich von ihren Stellen und gingen daran, sich in Baal-Tamar in Formation aufzustellen, w\u00e4hrend die von Israel im Hinterhalt von ihren Stellen aus in der Umgebung von Gibea zum Angriff schritten. 34 Auf diese Weise kamen Gibea gegen\u00fcber zehntausend aus ganz Israel ausgew\u00e4hlte M\u00e4nner heran, und der Kampf wurde schwer; und die Benjaminiter wu\u00dften nicht, da\u00df ihnen Ungl\u00fcck drohte.<\/p>\n<p>35 Und Jehova bereitete dann Benjamin vor Israel eine Niederlage, so da\u00df die S\u00f6hne Israels an jenem Tag in Benjamin f\u00fcnfundzwanzigtausendeinhundert Mann, von denen alle das Schwert zogen, vernichtend niederstreckten.<\/p>\n<p>36 Indes nahmen die S\u00f6hne Benjamins an, da\u00df die M\u00e4nner Israels vor einer Niederlage st\u00e4nden, als sie Benjamin fortgesetzt Raum gaben, weil sie auf den Hinterhalt vertrauten, den sie gegen Gibea gelegt hatten. 37 Was die [M\u00e4nner im] Hinterhalt betrifft, sie handelten schnell und gingen daran, gegen Gibea loszust\u00fcrmen. [Die M\u00e4nner aus] dem Hinterhalt breiteten sich dann aus und schlugen die ganze Stadt mit der Sch\u00e4rfe des Schwertes.<\/p>\n<p>38 Die M\u00e4nner Israels nun hatten mit [denen aus] dem Hinterhalt eine Vereinbarung getroffen, f\u00fcr sie ein Rauchsignal von der Stadt her aufsteigen zu lassen.<\/p>\n<p>39 Als sich die S\u00f6hne Israels in der Schlacht umwandten, fing Benjamin an, etwa drei\u00dfig Mann, t\u00f6dlich Verwundete, unter den M\u00e4nnern Israels zu erschlagen, denn sie sprachen: &#8222;Sie erleiden zweifellos vor uns nichts als eine Niederlage, so wie in der ersten Schlacht.&#8220; 40 Und von der Stadt her fing das Signal an, als eine Rauchs\u00e4ule aufzusteigen. Als sich nun Benjamin r\u00fcckw\u00e4rts wandte, siehe, die ganze Stadt stieg zum Himmel empor. 41 Und die M\u00e4nner Israels machten kehrt, und die M\u00e4nner Benjamins gerieten in Best\u00fcrzung, denn sie sahen, da\u00df das Ungl\u00fcck sie erreicht hatte. 42 Folglich wandten sie sich vor den M\u00e4nnern Israels in die Richtung zur Wildnis, und die Schlacht folgte ihnen auf den Fersen, w\u00e4hrend die M\u00e4nner aus den St\u00e4dten sie in ihrer Mitte vernichtend niederstreckten. 43 Sie umringten Benjamin. Sie jagten ihm nach, ohne [ihm] einen Ruheort [zu lassen]. Sie traten ihn direkt vor Gibea gegen Sonnenaufgang nieder. 44 Schlie\u00dflich fielen achtzehntausend Mann von Benjamin, alle diese waren tapfere M\u00e4nner.<\/p>\n<p>45 So wandten sie sich und flohen dann in die Wildnis zu dem zerkl\u00fcfteten Felsen Rimmon. Und man hielt unter ihnen auf den Landstra\u00dfen eine Nachlese von f\u00fcnftausend Mann, und man blieb ihnen auf den Fersen bis nach Gidom und streckte so von ihnen weitere zweitausend Mann nieder. 46 Und alle die von Benjamin, die an jenem Tag fielen, beliefen sich schlie\u00dflich auf f\u00fcnfundzwanzigtausend Mann, die das Schwert zogen, alle diese waren tapfere M\u00e4nner. 47 Aber sechshundert Mann wandten sich und gingen daran, in die Wildnis zu dem zerkl\u00fcfteten Felsen Rimmon zu fliehen, und sie blieben vier Monate auf dem zerkl\u00fcfteten Felsen Rimmon.<\/p>\n<p>48 Und die M\u00e4nner Israels kehrten zur\u00fcck gegen die S\u00f6hne Benjamins und schlugen dann die [Leute] von der Stadt mit der Sch\u00e4rfe des Schwertes, [von den] Menschen bis zum Haustier, bis zu allem, was sich vorfand. Auch steckten sie alle St\u00e4dte, die sich vorfanden, in Brand.<\/p>\n<h3>Kapitel 21<\/h3>\n<p>21 Die M\u00e4nner Israels nun hatten in Mizpa geschworen und gesagt: &#8222;Kein Mann von uns wird seine Tochter Benjamin zur Frau geben.&#8220; 2 Infolgedessen kam das Volk nach Bethel und blieb dort vor dem [wahren] Gott bis zum Abend sitzen, und sie erhoben fortgesetzt ihre Stimme und gaben sich vielem Weinen hin. 3 Und man sagte immer wieder: &#8222;Warum, o Jehova, du Gott Israels, ist dies in Israel geschehen, da\u00df heute ein Stamm aus Israel vermi\u00dft wird?&#8220; 4 Und es geschah am n\u00e4chsten Tag, da\u00df das Volk daranging, fr\u00fch aufzustehen und dort einen Altar zu bauen und Brandopfer und Gemeinschaftsopfer zu opfern.<\/p>\n<p>5 Dann sprachen die S\u00f6hne Israels: &#8222;Wer aus allen St\u00e4mmen Israels ist es, der nicht in die Versammlung zu Jehova heraufgekommen ist, denn einen gro\u00dfen Eid ist man denjenigen betreffend eingegangen, der nicht zu Jehova nach Mizpa heraufgekommen ist, indem [man] gesagt hat: &#8218;Er soll unweigerlich zu Tode gebracht werden.&#8216; &#8220; 6 Und die S\u00f6hne Israels begannen wegen ihres Bruders Benjamin Bedauern zu empfinden. Und sie sprachen: &#8222;Heute ist ein Stamm von Israel abgehauen worden. 7 Was sollen wir mit denen, die \u00fcbriggeblieben sind, tun, was Frauen betrifft, jetzt, da wir selbst bei Jehova geschworen haben, ihnen keine unserer T\u00f6chter zur Frau zu geben?&#8220;<\/p>\n<p>8 Und sie sagten weiter: &#8222;Welcher aus den St\u00e4mmen Israels ist nicht heraufgekommen zu Jehova nach Mizpa?&#8220; Und siehe, niemand aus Jabesch-Gilead war zur Versammlung ins Lager gekommen. 9 Als das Volk gez\u00e4hlt wurde, siehe, es war kein Mann da von den Bewohnern von Jabesch-Gilead. 10 Daher ging die Gemeinde daran, zw\u00f6lftausend der tapfersten M\u00e4nner dorthin zu senden und ihnen zu gebieten und zu sagen: &#8222;Geht hin, und ihr sollt die Bewohner von Jabesch-Gilead mit der Sch\u00e4rfe des Schwertes schlagen, auch die Frauen und die Kleinen. 11 Und dies ist die Sache, die ihr tun solltet: Alles M\u00e4nnliche und jede Frau, die den Beischlaf mit einer m\u00e4nnlichen Person erfahren hat, solltet ihr der Vernichtung weihen.&#8220; 12 Indes fanden sie unter den Bewohnern von Jabesch-Gilead vierhundert M\u00e4dchen, Jungfrauen, die keinen Verkehr mit einem Mann gehabt hatten, indem sie bei einer m\u00e4nnlichen Person lagen. Da brachten sie sie ins Lager nach Silo, das im Land Kanaan ist.<\/p>\n<p>13 Und die ganze Gemeinde sandte nun hin und redete zu den S\u00f6hnen Benjamins, die auf dem zerkl\u00fcfteten Felsen Rimmon waren, und bot ihnen Frieden an. 14 Demgem\u00e4\u00df kam Benjamin zu jener Zeit zur\u00fcck. Dann gaben sie ihnen die Frauen, die sie von den Frauen aus Jabesch-Gilead am Leben gelassen hatten; aber sie fanden nicht genug f\u00fcr sie. 15 Und das Volk empfand Bedauern wegen Benjamin, weil Jehova zwischen den St\u00e4mmen Israels einen Bruch gemacht hatte. 16 Infolgedessen sagten die \u00e4lteren M\u00e4nner der Gemeinde: &#8222;Was sollen wir mit den M\u00e4nnern, die \u00fcbriggeblieben sind, tun, was Frauen betrifft, denn die Frauen sind aus Benjamin vertilgt worden?&#8220; 17 Dann sprachen sie: &#8222;Es sollte f\u00fcr diejenigen ein Besitztum geben, die von Benjamin entronnen sind, damit nicht ein Stamm aus Israel ausgetilgt wird. 18 Was uns betrifft, wir d\u00fcrfen ihnen von unseren T\u00f6chtern keine Frauen geben, weil die S\u00f6hne Israels geschworen und gesagt haben: &#8218;Verflucht ist, wer Benjamin eine Frau gibt.&#8216; &#8220;<\/p>\n<p>19 Schlie\u00dflich sprachen sie: &#8222;Siehe! Von Jahr zu Jahr findet ein Fest Jehovas in Silo statt, das n\u00f6rdlich von Bethel ist, \u00f6stlich von der Landstra\u00dfe, die von Bethel nach Sichem hinaufgeht, und s\u00fcdlich von Lebona.&#8220; 20 So geboten sie den S\u00f6hnen Benjamins, indem [sie] sagten: &#8222;Geht, und ihr sollt euch in den Weing\u00e4rten auf die Lauer legen. 21 Und ihr sollt sehen, und wenn nun die T\u00f6chter von Silo herauskommen, um im Reigen zu tanzen, so sollt ihr aus den Weing\u00e4rten hervorkommen und euch mit Gewalt ein jeder aus den T\u00f6chtern von Silo seine Frau wegtragen; und ihr sollt in das Land Benjamin ziehen. 22 Und es soll geschehen, wenn ihre V\u00e4ter oder ihre Br\u00fcder kommen sollten, um einen Rechtsfall gegen uns zu f\u00fchren, da\u00df wir dann bestimmt zu ihnen sagen werden: &#8218;Erweist uns um ihretwillen eine Gunst, denn wir haben nicht durch Krieg f\u00fcr einen jeden seine Frau genommen, denn nicht ihr habt [sie] ihnen gegeben zu einer Zeit, da ihr schuldig werden w\u00fcrdet.&#8216; &#8220;<\/p>\n<p>23 Somit taten die S\u00f6hne Benjamins geradeso, und sie trugen dann Frauen f\u00fcr ihre Zahl aus den Reigent\u00e4nzerinnen weg, die sie erhaschten; danach gingen sie fort und kehrten in ihr Erbe zur\u00fcck und bauten die St\u00e4dte und nahmen darin Wohnsitz.<\/p>\n<p>24 Und die S\u00f6hne Israels begannen sich zu jener Zeit von dort zu zerstreuen, ein jeder zu seinem eigenen Stamm und seiner eigenen Familie; und sie gingen von dort hinweg, jeder zu seinem eigenen Erbe.<\/p>\n<p>25 In jenen Tagen gab es keinen K\u00f6nig in Israel. Jeder war es gewohnt zu tun, was in seinen eigenen Augen recht war.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kapitel 19 19 In jenen Tagen nun war es, da\u00df es in Israel keinen K\u00f6nig gab. Und es geschah, da\u00df ein gewisser Levit eine Zeitlang im entlegensten Teil der Berggegend von Ephraim weilte. Im Laufe der Zeit nahm er sich als seine Frau eine Nebenfrau aus Bethlehem in Juda. 2 Und seine Nebenfrau begann gegen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[23,3,393,2],"tags":[],"class_list":["post-561","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-eigene-gedanken-zum-geschehen","category-erganzender-stoff","category-richter","category-text-in-der-bibel"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/561","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=561"}],"version-history":[{"count":3,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/561\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":563,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/561\/revisions\/563"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=561"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=561"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=561"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}