
{"id":535,"date":"2009-03-21T12:17:22","date_gmt":"2009-03-21T11:17:22","guid":{"rendered":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=535"},"modified":"2009-03-22T23:15:31","modified_gmt":"2009-03-22T22:15:31","slug":"richter-9-12","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=535","title":{"rendered":"Richter 9 &#8211; 12"},"content":{"rendered":"<h3>Kapitel 9<\/h3>\n<p>9 Im Laufe der Zeit begab sich Abimelech, der Sohn Jerubbaals, nach Sichem zu den Br\u00fcdern seiner Mutter und begann mit ihnen und der ganzen Familie des Vaterhauses seiner Mutter zu reden, indem [er] sprach: 2 &#8222;Redet bitte vor den Ohren aller Grundbesitzer von Sichem: &#8218;Was ist besser f\u00fcr euch, da\u00df siebzig M\u00e4nner, alle S\u00f6hne Jerubbaals, \u00fcber euch herrschen oder da\u00df e i n Mann \u00fcber euch herrscht? Und ihr sollt daran denken, da\u00df ich euer Bein und euer Fleisch bin.&#8216; &#8220;<\/p>\n<p>3 Da begannen die Br\u00fcder seiner Mutter vor den Ohren aller Grundbesitzer von Sichem alle diese Worte \u00fcber ihn zu reden, so da\u00df sich ihr Herz Abimelech zuneigte, denn sie sagten: &#8222;Er ist unser eigener Bruder.&#8220; 4 Dann gaben sie ihm siebzig Silberst\u00fccke aus dem Haus des Baal-Berith, und damit ging Abimelech daran, lose und freche M\u00e4nner zu dingen, da\u00df sie ihn begleiteten. 5 Danach begab er sich in seines Vaters Haus nach Ophra und t\u00f6tete seine Br\u00fcder, die S\u00f6hne Jerubbaals, siebzig M\u00e4nner, auf e i n e m Stein, doch Jotham, der j\u00fcngste Sohn Jerubbaals, blieb \u00fcbrig, denn er hatte sich versteckt.<\/p>\n<p>6 Danach versammelten sich alle Grundbesitzer von Sichem und das ganze Haus Millo und gingen und veranla\u00dften, da\u00df Abimelech als K\u00f6nig regierte, nahe bei dem gro\u00dfen Baum, der S\u00e4ule, die sich in Sichem befand.<\/p>\n<p>7 Als man es Jotham berichtete, ging er sogleich hin und stellte sich auf den Gipfel des Berges Gerisim und erhob seine Stimme und rief aus und sprach zu ihnen: &#8222;H\u00f6rt mich an, ihr Grundbesitzer von Sichem, und Gott m\u00f6ge euch anh\u00f6ren:<\/p>\n<p>8 Einst gingen die B\u00e4ume hin, einen K\u00f6nig \u00fcber sich zu salben. Sie sagten dann zum Olivenbaum: &#8218;Sei doch K\u00f6nig \u00fcber uns.&#8216; 9 Aber der Olivenbaum sprach zu ihnen: &#8218;Soll ich meine Fettigkeit aufgeben, mit der man Gott und Menschen verherrlicht, und soll ich hingehen, um \u00fcber den anderen B\u00e4umen zu schweben?&#8216; 10 Da sagten die B\u00e4ume zum Feigenbaum: &#8218;Komm du, sei K\u00f6nig \u00fcber uns.&#8216; 11 Aber der Feigenbaum sprach zu ihnen: &#8218;Soll ich meine S\u00fc\u00dfigkeit und meinen guten Ertrag aufgeben, und soll ich hingehen, um \u00fcber den anderen B\u00e4umen zu schweben?&#8216; 12 Als n\u00e4chstes sagten die B\u00e4ume zum Weinstock: &#8218;Komm du, sei K\u00f6nig \u00fcber uns.&#8216; 13 Der Weinstock seinerseits sprach zu ihnen: &#8218;Soll ich meinen neuen Wein aufgeben, der Gott und Menschen erfreut, und soll ich hingehen, um \u00fcber den B\u00e4umen zu schweben?&#8216; 14 Schlie\u00dflich sagten alle anderen B\u00e4ume zum Dornstrauch: &#8218;Komm du, sei K\u00f6nig \u00fcber uns.&#8216; 15 Darauf sprach der Dornstrauch zu den B\u00e4umen: &#8218;Wenn ihr mich in Wahrheit zum K\u00f6nig \u00fcber euch salbt, so kommt, sucht Zuflucht unter meinem Schatten. Wenn aber nicht, so gehe Feuer vom Dornstrauch aus und verzehre die Zedern des Libanon.&#8216;<\/p>\n<p>16 Und nun, wenn ihr in Wahrheit und in Untadeligkeit gehandelt habt und ihr dann Abimelech zum K\u00f6nig machtet und wenn ihr Jerubbaal und seinen Hausgenossen gegen\u00fcber Gutes getan habt und wenn ihr ihm getan habt, wie es das Tun seiner H\u00e4nde verdiente, 17 damals, als mein Vater f\u00fcr euch k\u00e4mpfte und dann seine Seele einsetzte, um euch aus der Hand Midians zu befreien, 18 und ihr eurerseits euch heute gegen die Hausgenossen meines Vaters erhoben habt, um seine S\u00f6hne zu t\u00f6ten, siebzig M\u00e4nner, auf e i n e m Stein und um Abimelech, den Sohn seiner Sklavin, zum K\u00f6nig \u00fcber die Grundbesitzer von Sichem zu machen, nur weil er euer eigener Bruder ist, 19 ja, wenn ihr an diesem Tag in Wahrheit und Untadeligkeit gegen\u00fcber Jerubbaal und seinen Hausgenossen gehandelt habt, so freut euch \u00fcber Abimelech, und auch er freue sich \u00fcber euch. 20 Wenn aber nicht, so gehe Feuer aus von Abimelech und verzehre die Grundbesitzer von Sichem und das Haus Millo, und Feuer gehe von den Grundbesitzern von Sichem und vom Hause Millo aus und verzehre Abimelech.&#8220;<\/p>\n<p>21 Dann ergriff Jotham die Flucht und eilte davon und begab sich nach Beer, und Abimelechs, seines Bruders, wegen nahm er dort Wohnsitz.<\/p>\n<p>22 Und Abimelech spielte sich drei Jahre lang als F\u00fcrst \u00fcber Israel auf. 23 Da lie\u00df Gott einen schlechten Geist zwischen Abimelech und den Grundbesitzern von Sichem aufkommen, und die Grundbesitzer von Sichem handelten dann treulos gegen Abimelech, 24 damit die an den siebzig S\u00f6hnen Jerubbaals ver\u00fcbte Gewalttat k\u00e4me und damit er ihre Blut[schuld] auf Abimelech, ihren Bruder, lege, weil er sie get\u00f6tet hatte, und auf die Grundbesitzer von Sichem, weil sie seine H\u00e4nde gest\u00e4rkt hatten, seine Br\u00fcder zu t\u00f6ten. 25 Da legten ihm die Grundbesitzer von Sichem auf den Gipfeln der Berge Leute in den Hinterhalt, und gew\u00f6hnlich beraubten sie jeden, der auf der Stra\u00dfe an ihnen jeweils vor\u00fcberkam. Das wurde mit der Zeit Abimelech berichtet.<\/p>\n<p>26 Dann kamen Gaal, der Sohn Ebeds, und seine Br\u00fcder und zogen nach Sichem hin\u00fcber, und die Grundbesitzer von Sichem begannen ihm zu vertrauen. 27 Und sie zogen wie gew\u00f6hnlich aufs Feld hinaus und besch\u00e4ftigten sich mit der Traubenlese ihrer Weing\u00e4rten und mit dem Keltern und mit der Veranstaltung eines Freudenfestes, wonach sie in das Haus ihres Gottes gingen und a\u00dfen und tranken und \u00dcbles auf Abimelech herabriefen. 28 Und Gaal, der Sohn Ebeds, sprach dann: &#8222;Wer ist Abimelech, und wer ist Sichem, da\u00df wir ihm dienen sollten? Ist er nicht der Sohn Jerubbaals, und ist nicht Sebul sein Beauftragter? Dient [ihr doch] den M\u00e4nnern Hamors, des Vaters von Sichem, aber warum sollten wir unsererseits ihm dienen? 29 Und w\u00e4re dieses Volk nur in meiner Hand! Dann w\u00fcrde ich Abimelech entfernen.&#8220; Und er sagte weiter zu Abimelech: &#8222;Mache dein Heer zahlreich, und r\u00fccke aus.&#8220;<\/p>\n<p>30 Und Sebul, der Stadtf\u00fcrst, bekam die Worte Gaals, des Sohnes Ebeds, zu h\u00f6ren. Da entbrannte sein Zorn. 31 So sandte er unter einem Vorwand Boten zu Abimelech und lie\u00df sagen: &#8222;Siehe! Gaal, der Sohn Ebeds, und seine Br\u00fcder sind nun nach Sichem gekommen, und hier wiegeln sie die Stadt gegen dich auf. 32 Und nun, steh auf bei Nacht, du und das Volk, das mit dir ist, und leg dich im Feld auf die Lauer. 33 Und es soll geschehen, da\u00df du am Morgen, sobald die Sonne aufleuchtet, fr\u00fch aufstehen solltest, und du sollst gegen die Stadt losst\u00fcrmen; und wenn er mit dem Volk, das bei ihm ist, gegen dich auszieht, sollst du auch ihm tun, wie deine Hand zu tun f\u00fcr m\u00f6glich findet.&#8220;<\/p>\n<p>34 Demgem\u00e4\u00df erhob sich Abimelech und alles Volk, das bei ihm war, bei Nacht, und sie begannen sich in vier Trupps gegen Sichem auf die Lauer zu legen. 35 Sp\u00e4ter zog Gaal, der Sohn Ebeds, aus und trat an den Eingang des Stadttors. Dann erhob sich Abimelech und das Volk, das mit ihm war, aus dem Ort des Hinterhalts. 36 Als Gaal das Volk erblickte, sprach er sofort zu Sebul: &#8222;Siehe! Leute kommen von den Gipfeln der Berge herab.&#8220; Aber Sebul sagte zu ihm: &#8222;Die Schatten der Berge sind das, was du f\u00fcr M\u00e4nner ansiehst.&#8220;<\/p>\n<p>37 Sp\u00e4ter redete Gaal wiederum und sprach: &#8222;Siehe! Leute kommen herab vom Mittelpunkt des Landes, und ein Trupp kommt auf dem Weg des gro\u00dfen Baumes von Meonenim.&#8220; 38 Darauf sagte Sebul zu ihm: &#8222;Wo ist nun deine Rede, die du \u00e4u\u00dfertest: &#8218;Wer ist Abimelech, da\u00df wir ihm dienen sollten?&#8216;? Ist nicht dies das Volk, das du verworfen hast? Zieh jetzt bitte aus, und k\u00e4mpfe gegen sie.&#8220;<\/p>\n<p>39 Da zog Gaal an der Spitze der Grundbesitzer von Sichem aus und nahm den Kampf gegen Abimelech auf. 40 Und Abimelech jagte ihm nach, und er floh vor ihm her; und die Erschlagenen fielen fortgesetzt in [gro\u00dfen] Mengen bis zum Eingang des Tores.<\/p>\n<p>41 Und Abimelech wohnte weiterhin in Aruma, und Sebul trieb dann Gaal und seine Br\u00fcder aus ihrem Wohnsitz in Sichem hinaus. 42 Und es geschah am n\u00e4chsten Tag, da\u00df das Volk aufs Feld hinauszugehen begann. Da teilte man es Abimelech mit. 43 Daher nahm er die Leute und teilte sie in drei Trupps auf und begann sich im Feld auf die Lauer zu legen. Dann schaute er, und siehe, das Volk zog aus der Stadt heraus. Nun erhob er sich gegen sie und schlug sie nieder. 44 Und Abimelech und die Trupps, die mit ihm waren, st\u00fcrmten los, um sich an den Eingang des Stadttors zu stellen, w\u00e4hrend zwei Trupps gegen alle losst\u00fcrmten, die auf dem Feld waren, und sie schlugen sie dann nieder. 45 Und Abimelech k\u00e4mpfte jenen ganzen Tag gegen die Stadt und nahm die Stadt schlie\u00dflich ein; und er t\u00f6tete die Leute, die darin waren, wonach er die Stadt niederri\u00df und sie mit Salz \u00fcbers\u00e4te.<\/p>\n<p>46 Als alle Grundbesitzer des Turms von Sichem davon h\u00f6rten, begaben sie sich sogleich zum Gew\u00f6lbe des Hauses des El-Berith. 47 Da wurde es Abimelech berichtet, da\u00df sich alle Grundbesitzer des Turms von Sichem zusammengetan hatten. 48 Hierauf stieg Abimelech den Berg Zalmon hinauf, er und alles Volk, das mit ihm war. Abimelech nahm nun eine Axt in seine Hand und hieb einen Ast von den B\u00e4umen ab und hob ihn auf und legte ihn auf seine Schulter und sprach zu dem Volk, das bei ihm war: &#8222;Was ihr mich habt tun sehen &#8211; das tut mir eilends nach!&#8220; 49 Da hieben sich alle Leute auch jeder einen Ast ab und folgten dann Abimelech. Dann legten sie sie gegen das Gew\u00f6lbe, und \u00fcber ihnen setzten sie das Gew\u00f6lbe in Brand, so da\u00df alle Leute des Turms von Sichem ebenfalls starben, etwa tausend M\u00e4nner und Frauen.<\/p>\n<p>50 Und Abimelech ging daran, nach Tebez zu gehen und sich gegen Tebez zu lagern und es einzunehmen. 51 Da sich nun ein starker Turm in der Mitte der Stadt befand, flohen dann alle M\u00e4nner und Frauen und alle Grundbesitzer der Stadt dorthin, wonach sie hinter sich zuschlossen und auf das Dach des Turms stiegen. 52 Und Abimelech bahnte sich den Weg bis zum Turm und er\u00f6ffnete den Kampf gegen ihn, und er ging weiter hinauf, nahe an den Turmeingang heran, um ihn mit Feuer zu verbrennen. 53 Dann warf eine gewisse Frau einen oberen M\u00fchlstein auf Abimelechs Kopf und zerschmetterte seinen Sch\u00e4del. 54 Da rief er schnell den Bediensteten, der ihm die Waffen trug, und sprach zu ihm: &#8222;Zieh dein Schwert, und gib mir den Todessto\u00df, damit man nicht von mir sagt: &#8218;Eine Frau hat ihn get\u00f6tet.&#8216; &#8220; Sogleich durchstach ihn sein Bediensteter, so da\u00df er starb.<\/p>\n<p>55 Als die M\u00e4nner Israels schlie\u00dflich sahen, da\u00df Abimelech gestorben war, gingen sie nun jeder an seinen Ort. 56 So lie\u00df Gott das \u00dcble, das Abimelech seinem Vater angetan hatte, indem er seine siebzig Br\u00fcder t\u00f6tete, [auf ihn] zur\u00fcckkommen. 57 Und alles \u00dcble der M\u00e4nner von Sichem lie\u00df Gott auf ihr eigenes Haupt zur\u00fcckkommen, damit der Fluch Jothams, des Sohnes Jerubbaals, \u00fcber sie komme.<\/p>\n<h3>Kapitel 10<\/h3>\n<p>10 Nach Abimelech nun stand Tola auf, der Sohn Puas, des Sohnes Dodos, ein Mann aus Issachar, um Israel zu retten, und er wohnte in Schamir in der Berggegend von Ephraim. 2 Und er richtete Israel dreiundzwanzig Jahre lang, wonach er starb und in Schamir begraben wurde.<\/p>\n<p>3 Nach ihm stand dann Jair, der Gileaditer, auf, und er richtete Israel zweiundzwanzig Jahre lang. 4 Und er bekam drei\u00dfig S\u00f6hne, die auf drei\u00dfig ausgewachsenen Eseln ritten, und sie hatten drei\u00dfig St\u00e4dte. Diese nennt man weiterhin Hawoth-Jair bis auf diesen Tag; sie sind im Land Gilead. 5 Danach starb Jair und wurde in Kamon begraben.<\/p>\n<p>6 Und die S\u00f6hne Israels gingen wieder dazu \u00fcber, zu tun, was b\u00f6se war in den Augen Jehovas, und sie begannen den Baalen zu dienen und den Aschtoret-Bildnissen und den G\u00f6ttern Syriens und den G\u00f6ttern Sidons und den G\u00f6ttern Moabs und den G\u00f6ttern der S\u00f6hne Ammons und den G\u00f6ttern der Philister. So verlie\u00dfen sie Jehova und dienten ihm nicht. 7 Darauf entbrannte Jehovas Zorn gegen Israel, so da\u00df er sie in die Hand der Philister und in die Hand der S\u00f6hne Ammons verkaufte. 8 Folglich zerschlugen und unterdr\u00fcckten sie die S\u00f6hne Israels in jenem Jahr schwer &#8211; achtzehn Jahre lang, alle S\u00f6hne Israels, die auf der Seite des Jordan im Land der Amoriter waren, das in Gilead [lag]. 9 Und die S\u00f6hne Ammons \u00fcberschritten jeweils den Jordan, um auch gegen Juda und Benjamin und das Haus Ephraim zu k\u00e4mpfen; und Israel war sehr bedr\u00e4ngt. 10 Und die S\u00f6hne Israels begannen zu Jehova um Hilfe zu rufen, indem [sie] sagten: &#8222;Wir haben gegen dich ges\u00fcndigt, denn wir haben unseren Gott verlassen, und wir dienen den Baalen.&#8220;<\/p>\n<p>11 Dann sprach Jehova zu den S\u00f6hnen Israels: &#8222;War es nicht aus \u00c4gypten und von den Amoritern und von den S\u00f6hnen Ammons und von den Philistern 12 und den Sidoniern und von Amalek und Midian, als sie euch bedr\u00fcckten und ihr dann zu mir geschrien habt, da\u00df ich euch daraufhin aus ihrer Hand rettete? 13 Ihr aber, ihr habt mich verlassen und den Dienst f\u00fcr andere G\u00f6tter aufgenommen. Darum werde ich euch nicht wieder retten. 14 Geht und ruft die G\u00f6tter um Hilfe an, die ihr erw\u00e4hlt habt. Sie m\u00f6gen euch in der Zeit eurer Bedr\u00e4ngnis retten.&#8220; 15 Die S\u00f6hne Israels aber sagten zu Jehova: &#8222;Wir haben ges\u00fcndigt. Tue du uns nach dem, was irgend gut ist in deinen Augen. Nur befreie uns bitte an diesem Tag.&#8220; 16 Und sie begannen die fremdl\u00e4ndischen G\u00f6tter aus ihrer Mitte zu entfernen und Jehova zu dienen, so da\u00df seine Seele wegen des Ungemachs Israels ungeduldig wurde.<\/p>\n<p>17 Im Laufe der Zeit wurden die S\u00f6hne Ammons zusammengerufen und schlugen das Lager in Gilead auf. Da versammelten sich die S\u00f6hne Israels und schlugen das Lager in Mizpa auf. 18 Und das Volk und die F\u00fcrsten von Gilead begannen zueinander zu sprechen: &#8222;Wer ist der Mann, der im Kampf gegen die S\u00f6hne Ammons die F\u00fchrung \u00fcbernehmen wird? Er werde das Haupt aller Bewohner Gileads.&#8220;<\/p>\n<h3>Kapitel 11<\/h3>\n<p>11 Jephtha nun, der Gileaditer, war ein tapferer, starker Mann geworden, und er war der Sohn einer Prostituierten, und Gilead wurde Jephthas Vater. 2 Und Gileads Frau gebar ihm weiterhin S\u00f6hne. Als die S\u00f6hne der Frau gro\u00df wurden, gingen sie daran, Jephtha auszutreiben und zu ihm zu sagen: &#8222;Du sollst kein Erbe im Hause unseres Vaters haben, denn du bist der Sohn einer anderen Frau.&#8220; 3 So lief Jephtha wegen seiner Br\u00fcder weg und nahm im Land Tob Wohnsitz. Und weiterhin scharten sich lose M\u00e4nner um Jephtha, und sie zogen jeweils mit ihm aus.<\/p>\n<p>4 Und es geschah nach einiger Zeit, da\u00df die S\u00f6hne Ammons gegen Israel zu k\u00e4mpfen begannen. 5 Und es geschah, als die S\u00f6hne Ammons tats\u00e4chlich gegen Israel k\u00e4mpften, da\u00df die \u00e4lteren M\u00e4nner Gileads sogleich darangingen, Jephtha aus dem Land Tob zu holen. 6 Dann sprachen sie zu Jephtha: &#8222;Komm doch, und diene als unser Befehlshaber, und wir wollen gegen die S\u00f6hne Ammons k\u00e4mpfen.&#8220; 7 Aber Jephtha sagte zu den \u00e4lteren M\u00e4nnern Gileads: &#8222;Wart nicht ihr es, die mich so ha\u00dften, da\u00df ihr mich aus dem Haus meines Vaters triebt? Und warum seid ihr gerade jetzt, da ihr in Bedr\u00e4ngnis seid, zu mir gekommen?&#8220; 8 Darauf sprachen die \u00e4lteren M\u00e4nner Gileads zu Jephtha: &#8222;Darum sind wir jetzt zu dir zur\u00fcckgekehrt, und du sollst mit uns gehen und gegen die S\u00f6hne Ammons k\u00e4mpfen, und du sollst f\u00fcr uns das Haupt aller Bewohner Gileads werden.&#8220; 9 Da sagte Jephtha zu den \u00e4lteren M\u00e4nnern Gileads: &#8222;Wenn ihr mich zur\u00fcckholt, damit ich gegen die S\u00f6hne Ammons k\u00e4mpfe, und Jehova sie mir tats\u00e4chlich preisgibt, werde ich, ja ich, euer Haupt werden!&#8220; 10 Die \u00e4lteren M\u00e4nner Gileads sprachen ihrerseits zu Jephtha: &#8222;Jehova erweise sich als Zuh\u00f6rer zwischen uns, wenn wir nicht so tun werden, wie es nach deinem Wort ist.&#8220; 11 Demzufolge ging Jephtha mit den \u00e4lteren M\u00e4nnern Gileads, und das Volk setzte ihn als Haupt und Befehlshaber \u00fcber sich. Und Jephtha ging daran, alle seine Worte vor Jehova in Mizpa zu reden.<\/p>\n<p>12 Dann sandte Jephtha Boten zu dem K\u00f6nig der S\u00f6hne Ammons und lie\u00df sagen: &#8222;Was habe ich mit dir zu schaffen, da\u00df du gegen mich gekommen bist, um in meinem Land zu k\u00e4mpfen?&#8220; 13 Da sprach der K\u00f6nig der S\u00f6hne Ammons zu den Boten Jephthas: &#8222;Es ist, weil Israel mein Land genommen hat, als es aus \u00c4gypten heraufkam, vom Arnon bis zum Jabbok und bis zum Jordan. Und nun gib es doch friedlich zur\u00fcck.&#8220; 14 Jephtha aber sandte nochmals Boten zu dem K\u00f6nig der S\u00f6hne Ammons 15 und lie\u00df ihm sagen:<\/p>\n<p>&#8222;Dies ist, was Jephtha gesprochen hat: &#8218;Israel hat das Land Moab und das Land der S\u00f6hne Ammons nicht genommen. 16 Denn als es aus \u00c4gypten heraufkam, wanderte Israel dann durch die Wildnis bis zum Roten Meer und kam schlie\u00dflich nach Kadesch. 17 Dann sandte Israel Boten zum K\u00f6nig von Edom und lie\u00df sagen: &#8222;La\u00df mich bitte durch dein Land ziehen&#8220;, und der K\u00f6nig von Edom schenkte kein Geh\u00f6r. Und auch zu dem K\u00f6nig von Moab sandten sie, und er willigte nicht ein. Und Israel blieb in Kadesch. 18 Als sie durch die Wildnis weiterwanderten, umgingen sie das Land Edom und das Land Moab, so da\u00df sie gegen Sonnenaufgang gingen, was das Land Moab betrifft, und das Lager in der Gegend des Arnon aufschlugen; und sie kamen nicht [in das Land] innerhalb der Grenze Moabs, denn der Arnon war die Grenze Moabs.<\/p>\n<p>19 Danach sandte Israel Boten zu Sihon, dem K\u00f6nig der Amoriter, dem K\u00f6nig von Heschbon, und Israel sprach zu ihm: &#8222;La\u00df uns bitte durch dein Land an meinen eigenen Ort ziehen.&#8220; 20 Und Sihon f\u00fchlte sich in bezug auf Israels Durchzug durch sein Gebiet nicht sicher, und Sihon ging daran, all sein Volk zu versammeln und in Jahaz zu lagern und gegen Israel zu k\u00e4mpfen. 21 Darauf gab Jehova, der Gott Israels, Sihon und sein ganzes Volk in die Hand Israels, so da\u00df sie sie schlugen, und Israel nahm das ganze Land der Amoriter, die jenes Land bewohnten, in Besitz. 22 So nahmen sie das ganze Gebiet der Amoriter in Besitz, vom Arnon bis zum Jabbok und von der Wildnis bis zum Jordan.<\/p>\n<p>23 Und nun war es Jehova, der Gott Israels, der die Amoriter vor seinem Volk Israel her enteignete, und du, du wolltest sie enteignen. 24 Wirst du nicht enteignen, wen immer Kamos, dein Gott, zu enteignen dich veranla\u00dft? Und jeden, den Jehova, unser Gott, vor uns her enteignet hat, den werden wir enteignen. 25 Und nun, bist du irgendwie besser als Balak, der Sohn Zippors, der K\u00f6nig von Moab? Stritt er je mit Israel, oder k\u00e4mpfte er je gegen sie? 26 W\u00e4hrend Israel in Heschbon und seinen abh\u00e4ngigen Ortschaften und in Aro\u00ebr und seinen abh\u00e4ngigen Ortschaften und in allen St\u00e4dten wohnte, die an den Ufern des Arnon [liegen], dreihundert Jahre lang, warum hast du sie [ihnen] w\u00e4hrend jener Zeit denn nie entrissen? 27 Was mich betrifft, ich habe nicht gegen dich ges\u00fcndigt, sondern du handelst unrecht an mir, indem du gegen mich k\u00e4mpfst. M\u00f6ge Jehova, der Richter, heute richten zwischen den S\u00f6hnen Israels und den S\u00f6hnen Ammons.&#8216; &#8220;<\/p>\n<p>28 Und der K\u00f6nig der S\u00f6hne Ammons h\u00f6rte nicht auf die Worte Jephthas, die er ihm gesandt hatte.<\/p>\n<p>29 Jehovas Geist kam nun \u00fcber Jephtha, und er machte sich daran, durch Gilead und Manasse zu ziehen und durch Mizpe in Gilead zu ziehen, und von Mizpe in Gilead zog er zu den S\u00f6hnen Ammons weiter.<\/p>\n<p>30 Dann legte Jephtha Jehova ein Gel\u00fcbde ab und sprach: &#8222;Wenn du die S\u00f6hne Ammons wirklich in meine Hand gibst, 31 soll es auch geschehen, da\u00df der Herauskommende, der aus den T\u00fcren meines Hauses herauskommt, mir entgegen, wenn ich in Frieden von den S\u00f6hnen Ammons zur\u00fcckkehre, dann Jehova geh\u00f6ren soll, und ich will diesen als ein Brandopfer opfern.&#8220;<\/p>\n<p>32 Da zog Jephtha zu den S\u00f6hnen Ammons weiter, um gegen sie zu k\u00e4mpfen, und Jehova gab sie dann in seine Hand. 33 Und er schlug sie den ganzen Weg von Aro\u00ebr bis Minnith &#8211; zwanzig St\u00e4dte &#8211; und bis nach Abel-Keramim mit einer sehr gro\u00dfen Schlachtung. So wurden die S\u00f6hne Ammons vor den S\u00f6hnen Israels unterworfen.<\/p>\n<p>34 Schlie\u00dflich kam Jephtha zu seinem Haus nach Mizpa, und siehe, da kam seine Tochter heraus, ihm entgegen, mit Tamburinspiel und Reigentanz! Nun war sie tats\u00e4chlich das einzige Kind. Au\u00dfer ihr hatte er weder Sohn noch Tochter. 35 Und es geschah, als er sie erblickte, da\u00df er seine Kleider zu zerrei\u00dfen und zu sprechen begann: &#8222;Ach, meine Tochter! Du hast mich wirklich niedergebeugt, und du selbst bist diejenige geworden, die ich mit dem Bann belegt habe. Und ich &#8211; ich habe meinen Mund vor Jehova aufgetan, und ich kann nicht zur\u00fccktreten.&#8220;<\/p>\n<p>36 Sie aber sagte zu ihm: &#8222;Mein Vater, wenn du deinen Mund vor Jehova aufgetan hast, so tu mit mir gem\u00e4\u00df dem, was aus deinem Mund hervorgegangen ist, da Jehova f\u00fcr dich an deinen Feinden, den S\u00f6hnen Ammons, Rachetaten vollzogen hat.&#8220; 37 Und sie sprach weiter zu ihrem Vater: &#8222;M\u00f6ge diese Sache mit mir getan werden: La\u00df mich f\u00fcr zwei Monate allein, und la\u00df mich gehen, und ich will auf die Berge hinabgehen, und la\u00df mich meine Jungfrauschaft beweinen, ich und meine Gef\u00e4hrtinnen.&#8220;<\/p>\n<p>38 Darauf sagte er: &#8222;Geh hin!&#8220; So sandte er sie f\u00fcr zwei Monate weg; und sie ging hin, sie mit ihren Gef\u00e4hrtinnen, und beweinte ihre Jungfrauschaft auf den Bergen. 39 Und es geschah am Ende von zwei Monaten, da\u00df sie zu ihrem Vater zur\u00fcckkehrte, wonach er sein Gel\u00fcbde vollzog, das er ihretwegen abgelegt hatte. Sie nun hatte niemals Beziehungen mit einem Mann. Und es wurde zu einer Bestimmung in Israel: 40 Von Jahr zu Jahr gingen die T\u00f6chter Israels jeweils hin, um der Tochter Jephthas, des Gileaditers, vier Tage im Jahr Lob zu spenden.<\/p>\n<h3>Kapitel 12<\/h3>\n<p>12 Dann wurden die M\u00e4nner Ephraims zusammengerufen, und sie zogen nordw\u00e4rts hin\u00fcber und sprachen zu Jephtha: &#8222;Wie kommt es, da\u00df du hin\u00fcbergezogen bist, um gegen die S\u00f6hne Ammons zu k\u00e4mpfen, und du an uns keinen Aufruf erlassen hast, mit dir zu gehen? Dein eigenes Haus werden wir \u00fcber dir mit Feuer verbrennen.&#8220; 2 Aber Jephtha sagte zu ihnen: &#8222;Ich bin ein besonderer Streiter geworden, ich und mein Volk, mit den S\u00f6hnen Ammons. Und ich rief euch dann zu Hilfe, und ihr rettetet mich nicht aus ihrer Hand. 3 Als ich schlie\u00dflich sah, da\u00df du kein Retter warst, da entschlo\u00df ich mich, meine Seele in die hohle Hand zu nehmen und hin\u00fcberzuziehen gegen die S\u00f6hne Ammons. Darauf gab Jehova sie in meine Hand. Warum also seid ihr an diesem Tag wider mich heraufgekommen, um gegen mich zu k\u00e4mpfen?&#8220;<\/p>\n<p>4 Sogleich brachte Jephtha alle M\u00e4nner Gileads zusammen und k\u00e4mpfte gegen Ephraim; und die M\u00e4nner Gileads gingen daran, Ephraim niederzuschlagen, denn sie hatten gesagt: &#8222;Aus Ephraim Entronnene seid ihr, o Gilead, inmitten von Ephraim, inmitten von Manasse.&#8220; 5 Und Gilead nahm schlie\u00dflich die Furten des Jordan vor Ephraim ein; und es geschah, wenn die Entrinnenden von Ephraim jeweils sprachen: &#8222;La\u00df mich hin\u00fcbergehen&#8220;, so sagten die M\u00e4nner Gileads dann zu einem jeden: &#8222;Bist du ein Ephraimiter?&#8220; Sagte er darauf: &#8222;Nein!&#8220;, 6 so sprachen sie jeweils zu ihm: &#8222;Sag bitte Schibboleth.&#8220; Und er sagte dann: &#8222;Sibboleth&#8220;, weil er das Wort nicht richtig aussprechen konnte. Und sie ergriffen ihn daraufhin und erschlugen ihn an den Furten des Jordan. So fielen zu jener Zeit von Ephraim zweiundvierzigtausend.<\/p>\n<p>7 Und Jephtha richtete Israel sechs Jahre lang, wonach Jephtha, der Gileaditer, starb und in seiner Stadt in Gilead begraben wurde.<\/p>\n<p>8 Und nach ihm begann Ibzan aus Bethlehem, Israel zu richten. 9 Und er bekam drei\u00dfig S\u00f6hne und drei\u00dfig T\u00f6chter. Er sandte nach ausw\u00e4rts und brachte drei\u00dfig T\u00f6chter f\u00fcr seine S\u00f6hne von ausw\u00e4rts herein. Und er richtete Israel sieben Jahre lang. 10 Dann starb Ibzan und wurde in Bethlehem begraben.<\/p>\n<p>11 Und nach ihm begann Elon, der Sebuloniter, Israel zu richten. Und er richtete Israel zehn Jahre lang. 12 Dann starb Elon, der Sebuloniter, und wurde in Ajalon im Land Sebulon begraben.<\/p>\n<p>13 Und nach ihm begann Abdon, der Sohn Hillels, des Pirathoniters, Israel zu richten. 14 Und er bekam vierzig S\u00f6hne und drei\u00dfig Enkel, die auf siebzig ausgewachsenen Eseln ritten. Und er richtete Israel acht Jahre lang. 15 Dann starb Abdon, der Sohn Hillels, des Pirathoniters, und wurde in Pirathon im Land Ephraim auf dem Amalekiterberg begraben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kapitel 9 9 Im Laufe der Zeit begab sich Abimelech, der Sohn Jerubbaals, nach Sichem zu den Br\u00fcdern seiner Mutter und begann mit ihnen und der ganzen Familie des Vaterhauses seiner Mutter zu reden, indem [er] sprach: 2 &#8222;Redet bitte vor den Ohren aller Grundbesitzer von Sichem: &#8218;Was ist besser f\u00fcr euch, da\u00df siebzig M\u00e4nner, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[23,3,393,2],"tags":[402,199,403,404,405,19],"class_list":["post-535","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-eigene-gedanken-zum-geschehen","category-erganzender-stoff","category-richter","category-text-in-der-bibel","tag-abimelech","tag-gelubde","tag-jephta","tag-jephtas-tochter","tag-ungerechtigkeit","tag-vertrauen-auf-jehova"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/535","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=535"}],"version-history":[{"count":3,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/535\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":559,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/535\/revisions\/559"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=535"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=535"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=535"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}