
{"id":1368,"date":"2009-11-30T11:23:24","date_gmt":"2009-11-30T10:23:24","guid":{"rendered":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=1368"},"modified":"2009-11-28T11:26:23","modified_gmt":"2009-11-28T10:26:23","slug":"romer-1-4","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=1368","title":{"rendered":"R\u00f6mer 1 &#8211; 4"},"content":{"rendered":"<h3>Kapitel 1<\/h3>\n<p>AN DIE R\u00d6MER<\/p>\n<p>1 Paulus, ein Sklave Jesu Christi und zu einem Apostel berufen, abgesondert f\u00fcr Gottes gute Botschaft, 2\u00a0die er zuvor durch seine Propheten in den heiligen Schriften verhie\u00df, 3\u00a0in bezug auf seinen Sohn, der dem Fleische nach aus dem Samen Davids hervorging, 4\u00a0der aber mit Macht zum Sohn Gottes erkl\u00e4rt wurde nach dem Geist der Heiligkeit durch [die] Auferstehung von den Toten \u2014 ja, Jesus Christus, unser Herr, 5\u00a0durch den wir unverdiente G\u00fcte und ein Apostelamt empfangen haben, damit es unter allen Nationen zum Glaubensgehorsam komme hinsichtlich seines Namens, 6\u00a0unter welchen [Nationen] ihr auch dazu berufen seid, Jesus Christus anzugeh\u00f6ren\u00a0\u2014, 7\u00a0an alle die, die als Geliebte Gottes, zu Heiligen Berufene in Rom sind:<\/p>\n<p>Unverdiente G\u00fcte und Friede sei euch von Gott, unserem Vater, und [dem] Herrn Jesus Christus.<\/p>\n<p>8\u00a0F\u00fcrs erste sage ich meinem Gott durch Jesus Christus euer aller wegen Dank, weil in der ganzen Welt von eurem Glauben gesprochen wird. 9\u00a0Denn Gott, dem ich mit meinem Geist in Verbindung mit der guten Botschaft \u00fcber seinen Sohn heiligen Dienst darbringe, ist mein Zeuge davon, wie ich euch unaufh\u00f6rlich in meinen Gebeten stets erw\u00e4hne, 10\u00a0indem ich bitte, da\u00df es mir, wenn es \u00fcberhaupt m\u00f6glich ist, durch Gottes Willen jetzt endlich gelinge, zu euch zu kommen. 11\u00a0Denn ich sehne mich danach, euch zu sehen, um euch irgendeine geistige Gabe mitzuteilen, damit ihr befestigt werdet, 12\u00a0oder vielmehr zum Austausch von Ermunterung unter euch, indem jeder durch den Glauben des anderen, sowohl des euren wie des meinen, [ermuntert werde].<\/p>\n<p>13\u00a0Ich will aber nicht, da\u00df euch unbekannt sei, Br\u00fcder, da\u00df ich mir oftmals vornahm, zu euch zu kommen \u2014 aber ich bin bis jetzt verhindert worden \u2014, damit ich auch unter euch einige Frucht gewinne, ebenso wie unter den \u00fcbrigen Nationen. 14\u00a0Sowohl Griechen als auch Barbaren, sowohl Weisen als Unverst\u00e4ndigen bin ich ein Schuldner; 15\u00a0daher bin ich, was an mir liegt, voller Eifer, die gute Botschaft auch euch dort in Rom zu verk\u00fcndigen. 16\u00a0Denn ich sch\u00e4me mich der guten Botschaft nicht; sie ist tats\u00e4chlich Gottes Kraft zur Rettung f\u00fcr jeden, der Glauben hat, f\u00fcr den Juden zuerst und auch f\u00fcr den Griechen; 17\u00a0denn in ihr wird Gottes Gerechtigkeit aufgrund des Glaubens und zum Glauben geoffenbart, so wie geschrieben steht: \u201eDer Gerechte aber \u2014 durch Glauben wird er leben.\u201c<\/p>\n<p>18\u00a0Denn Gottes Zorn wird vom Himmel her gegen alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen geoffenbart, die die Wahrheit in ungerechter Weise unterdr\u00fccken, 19\u00a0weil das, was man von Gott erkennen kann, unter ihnen offenbar ist, denn Gott hat es ihnen offenbar gemacht. 20\u00a0Denn seine unsichtbaren [Eigenschaften] werden seit Erschaffung der Welt deutlich gesehen, da sie durch die gemachten Dinge wahrgenommen werden, ja seine ewigw\u00e4hrende Macht und G\u00f6ttlichkeit, so da\u00df sie unentschuldbar sind; 21\u00a0denn obwohl sie Gott kannten, verherrlichten sie ihn nicht als Gott, noch dankten sie ihm, sondern sie wurden hohlk\u00f6pfig in ihren \u00dcberlegungen, und ihr unverst\u00e4ndiges Herz wurde verfinstert. 22\u00a0Obwohl sie behaupteten, sie seien weise, wurden sie t\u00f6richt 23\u00a0und verwandelten die Herrlichkeit des unverg\u00e4nglichen Gottes in etwas gleich dem Bild des verg\u00e4nglichen Menschen und von V\u00f6geln und vierf\u00fc\u00dfigen und kriechenden Tieren.<\/p>\n<p>24\u00a0Daher \u00fcberlie\u00df sie Gott entsprechend den Begierden ihrer Herzen der Unreinheit, damit ihre Leiber untereinander entehrt w\u00fcrden, 25\u00a0ja diejenigen, die die Wahrheit Gottes mit der L\u00fcge vertauschten und eher der Sch\u00f6pfung Verehrung und heiligen Dienst darbrachten als dem Sch\u00f6pfer, der immerdar gesegnet ist. Amen. 26\u00a0Deshalb \u00fcbergab Gott sie sch\u00e4ndlichen sexuellen Gel\u00fcsten, denn sowohl ihre weiblichen Personen vertauschten den nat\u00fcrlichen Gebrauch von sich selbst mit dem widernat\u00fcrlichen; 27\u00a0und desgleichen verlie\u00dfen auch die m\u00e4nnlichen Personen den nat\u00fcrlichen Gebrauch der weiblichen Person und entbrannten in ihrer Wollust zueinander, M\u00e4nnliche mit M\u00e4nnlichen, indem sie unz\u00fcchtige Dinge trieben und an sich selbst die volle Vergeltung empfingen, die ihnen f\u00fcr ihre Verirrung geb\u00fchrte.<\/p>\n<p>28\u00a0Und so, wie sie es nicht billigten, Gott in genauer Erkenntnis zu behalten, \u00fcbergab Gott sie einem mi\u00dfbilligten Geisteszustand, so da\u00df sie Dinge taten, die sich nicht geziemen, 29\u00a0erf\u00fcllt, wie sie waren, mit aller Ungerechtigkeit, Bosheit, Habsucht, Schlechtigkeit, indem sie voll Neid, Mord, Streit, Trug und Niedertracht waren, Ohrenbl\u00e4ser, 30\u00a0b\u00f6se Zungen, Gotteshasser, unversch\u00e4mt, hochm\u00fctig, anma\u00dfend, erfinderisch im Schadenstiften, den Eltern ungehorsam, 31\u00a0ohne Verst\u00e4ndnis, vertragsbr\u00fcchig, ohne nat\u00fcrliche Zuneigung, unbarmherzig. 32\u00a0Obschon diese die gerechte Verordnung Gottes sehr wohl erkennen [und wissen], da\u00df die, die solche Dinge treiben, den Tod verdienen, fahren sie damit nicht nur fort, sondern stimmen auch denen zu, die sie zu tun pflegen.<\/p>\n<h3>Kapitel 2<\/h3>\n<p>Darum bist du unentschuldbar, o Mensch, wer immer du bist, wenn du richtest; denn worin du einen anderen richtest, verurteilst du dich selbst, insofern als du, der du richtest, dieselben Dinge treibst. 2\u00a0Wir wissen nun, da\u00df das Gericht Gottes der Wahrheit gem\u00e4\u00df gegen die ergeht, die solche Dinge treiben.<\/p>\n<p>3\u00a0Denkst du aber, o Mensch, da\u00df du, w\u00e4hrend du die richtest, die solche Dinge treiben, und sie doch selbst tust, dem Gericht Gottes entrinnen wirst? 4\u00a0Oder verachtest du den Reichtum seiner G\u00fcte und Nachsicht und Langmut, indem du nicht erkennst, da\u00df Gottes g\u00fctige [Wesensart] dich zur Reue zu f\u00fchren sucht? 5\u00a0Aber gem\u00e4\u00df deiner H\u00e4rte und deinem reuelosen Herzen h\u00e4ufst du dir selbst Zorn auf am Tag des Zorns und der Offenbarung des gerechten Gerichtes Gottes. 6\u00a0Und er wird einem jeden nach seinen Werken erstatten: 7\u00a0ewiges Leben denen, die durch Ausharren im Wirken des Guten Herrlichkeit und Ehre und Unverg\u00e4nglichkeit suchen; 8\u00a0f\u00fcr die aber, die streits\u00fcchtig sind und die der Wahrheit nicht gehorchen, sondern der Ungerechtigkeit gehorchen, wird es Zorn und Grimm geben, 9\u00a0Drangsal und Bedr\u00e4ngnis \u00fcber die Seele jedes Menschen, der das Schlechte wirkt, zuerst des Juden und auch des Griechen; 10\u00a0dagegen Herrlichkeit und Ehre und Frieden jedem, der das Gute wirkt, zuerst dem Juden und auch dem Griechen. 11\u00a0Denn bei Gott gibt es keine Parteilichkeit.<\/p>\n<p>12\u00a0Alle die zum Beispiel, die ohne Gesetz ges\u00fcndigt haben, werden auch ohne Gesetz zugrunde gehen; alle die aber, die unter Gesetz ges\u00fcndigt haben, werden durch Gesetz gerichtet werden. 13\u00a0Denn nicht die H\u00f6rer des Gesetzes sind die vor Gott Gerechten, sondern die T\u00e4ter des Gesetzes werden gerechtgesprochen werden. 14\u00a0Denn wenn immer Menschen von den Nationen, die ohne Gesetz sind, von Natur aus die Dinge des Gesetzes tun, so sind diese Menschen, obwohl sie ohne Gesetz sind, sich selbst ein Gesetz. 15\u00a0Sie zeigen ja, da\u00df ihnen der Inhalt des Gesetzes ins Herz geschrieben ist, wobei ihr Gewissen mitzeugt und sie inmitten ihrer eigenen Gedanken angeklagt oder auch entschuldigt werden. 16\u00a0Das wird an dem Tag sein, an dem Gott durch Christus Jesus die verborgenen Dinge der Menschen gem\u00e4\u00df der guten Botschaft, die ich verk\u00fcndige, richtet.<\/p>\n<p>17\u00a0Wenn du nun dem Namen nach ein Jude bist und dich auf [dem] Gesetz ausruhst und deinen Stolz auf Gott setzt 18\u00a0und seinen Willen kennst und Dinge billigst, die vorz\u00fcglich sind, weil du m\u00fcndlich aus dem GESETZ unterwiesen bist, 19\u00a0und du bist \u00fcberzeugt, da\u00df du ein Leiter der Blinden bist, ein Licht f\u00fcr die, die in Finsternis sind, 20\u00a0ein Zurechtweiser der Unvern\u00fcnftigen, ein Lehrer von Unm\u00fcndigen, der den Rahmenbau der Erkenntnis und der Wahrheit im GESETZ hat \u2014 21\u00a0du aber, der du einen anderen lehrst, lehrst dich selbst nicht? Du, der du predigst: \u201eStiehl nicht\u201c, stiehlst du? 22\u00a0Du, der du sagst: \u201eBegeh nicht Ehebruch\u201c, begehst du Ehebruch? Du, der du Abscheu vor den G\u00f6tzen zum Ausdruck bringst, beraubst du Tempel? 23\u00a0Du, der du deinen Stolz auf [das] Gesetz setzt, verunehrst du Gott durch deine \u00dcbertretung des GESETZES? 24\u00a0Denn \u201eder Name Gottes wird euretwegen unter den Nationen gel\u00e4stert\u201c, so wie geschrieben steht.<\/p>\n<p>25\u00a0Beschneidung ist tats\u00e4chlich nur von Nutzen, wenn du [das] Gesetz h\u00e4ltst; wenn du aber ein Gesetzes\u00fcbertreter bist, ist deine Beschneidung Unbeschnittenheit geworden. 26\u00a0Wenn daher ein Unbeschnittener die gerechten Forderungen des GESETZES beobachtet, wird ihm seine Unbeschnittenheit nicht als Beschneidung angerechnet werden? 27\u00a0Und der von Natur Unbeschnittene wird dadurch, da\u00df er das GESETZ ausf\u00fchrt, dich richten, der du bei dessen geschriebenem Recht und der Beschneidung ein Gesetzes\u00fcbertreter bist. 28\u00a0Denn nicht der ist ein Jude, der es \u00e4u\u00dferlich ist, noch besteht [die] Beschneidung in dem, was \u00e4u\u00dferlich am Fleisch [vollzogen] worden ist; 29\u00a0sondern der ist ein Jude, der es innerlich ist, und [seine] Beschneidung ist die des Herzens durch Geist und nicht durch ein geschriebenes Recht. Das Lob eines solchen kommt nicht von Menschen, sondern von Gott.<\/p>\n<h3>Kapitel 3<\/h3>\n<p>Worin besteht denn die \u00dcberlegenheit des Juden, oder worin liegt der Nutzen der Beschneidung? 2\u00a0In vielem, in jeder Hinsicht. Vor allem darin, da\u00df ihnen die heiligen Ausspr\u00fcche Gottes anvertraut wurden. 3\u00a0Was denn [ist der Fall]? Wird vielleicht, wenn einige nicht Glauben bekundeten, ihr Unglaube die Treue Gottes unwirksam machen? 4\u00a0Das geschehe nie! Sondern Gott werde als wahrhaftig befunden, wenn auch jeder Mensch als L\u00fcgner erfunden werde, so wie geschrieben steht: \u201eDamit du dich in deinen Worten als gerecht erweist und den Sieg gewinnst, wenn du gerichtet wirst.\u201c 5\u00a0Wenn jedoch unsere Ungerechtigkeit Gottes Gerechtigkeit in den Vordergrund r\u00fcckt, was sollen wir sagen? Gott ist doch nicht etwa ungerecht, wenn er seinen Zorn entl\u00e4dt? (Ich rede wie ein Mensch.) 6\u00a0Das geschehe nie! Wie wird Gott sonst die Welt richten?<\/p>\n<p>7\u00a0Wenn jedoch infolge meiner L\u00fcge die Wahrheit Gottes zu seiner Ehre um so mehr hervorgetreten ist, warum werde ich auch noch als S\u00fcnder gerichtet? 8\u00a0Und [warum] nicht [sagen], so, wie man uns f\u00e4lschlich beschuldigt, und so, wie einige Menschen behaupten, da\u00df wir sagen: \u201eLa\u00dft uns das Schlechte tun, damit das Gute komme.\u201c? Das Gericht \u00fcber solche [Menschen] ist dem Recht gem\u00e4\u00df.<\/p>\n<p>9\u00a0Was nun? Sind wir in einer besseren Lage? Durchaus nicht! Denn vorhin haben wir die Beschuldigung erhoben, da\u00df alle, Juden wie auch Griechen, unter [der] S\u00fcnde sind, 10\u00a0so wie geschrieben steht: \u201eEs gibt keinen gerechten [Menschen], auch nicht einen; 11\u00a0es gibt keinen, der Einsicht hat, es gibt keinen, der Gott sucht. 12\u00a0Alle [Menschen] sind abgewichen, alle zusammen sind sie wertlos geworden; da ist keiner, der G\u00fcte erweist, da ist auch nicht einer.\u201c 13\u00a0\u201eIhre Kehle ist ein ge\u00f6ffnetes Grab, sie haben mit ihrer Zunge Trug ge\u00fcbt.\u201c \u201eNatterngift ist hinter ihren Lippen.\u201c 14\u00a0\u201eUnd ihr Mund ist voll Fluchens und bitterer Rede.\u201c 15\u00a0\u201eIhre F\u00fc\u00dfe sind schnell zum Blutvergie\u00dfen.\u201c 16\u00a0\u201eTr\u00fcmmer und Elend sind auf ihren Wegen, 17\u00a0und sie haben den Weg des Friedens nicht erkannt.\u201c 18\u00a0\u201eEs ist keine Gottesfurcht vor ihren Augen.\u201c<\/p>\n<p>19\u00a0Wir wissen nun, da\u00df alles, was das GESETZ sagt, es an die richtet, die unter dem GESETZ sind, so da\u00df jeder Mund gestopft und die ganze Welt vor Gott straff\u00e4llig werde. 20\u00a0Daher wird durch Gesetzeswerke kein Fleisch vor ihm gerechtgesprochen werden, denn durch Gesetz kommt die genaue Erkenntnis der S\u00fcnde.<\/p>\n<p>21\u00a0Nun aber ist Gottes Gerechtigkeit ohne Gesetz offenbar gemacht worden, wie sie durch das GESETZ und die PROPHETEN bezeugt wird, 22\u00a0ja, Gottes Gerechtigkeit durch den Glauben an Jesus Christus f\u00fcr alle, die Glauben haben. Denn da ist kein Unterschied. 23\u00a0Denn alle haben ges\u00fcndigt und erreichen nicht die Herrlichkeit Gottes, 24\u00a0und als freie Gabe werden sie durch seine unverdiente G\u00fcte gerechtgesprochen aufgrund der Befreiung durch das von Christus Jesus [bezahlte] L\u00f6segeld. 25\u00a0Ihn hat Gott durch Glauben an sein Blut als ein S\u00fchnopfer hingestellt. Dies tat er, um seine eigene Gerechtigkeit an den Tag zu legen, denn er vergab die S\u00fcnden, die in der Vergangenheit, w\u00e4hrend Gott Nachsicht \u00fcbte, geschehen waren, 26\u00a0um so seine eigene Gerechtigkeit in der jetzigen Zeitperiode an den Tag zu legen, damit er gerecht sei, auch wenn er den Menschen gerechtspricht, der an Jesus glaubt.<\/p>\n<p>27\u00a0Wo ist also das R\u00fchmen? Es ist ausgeschlossen. Durch welches Gesetz? Das der Werke? Nein, in der Tat, sondern durch das Gesetz des Glaubens. 28\u00a0Denn wir halten daf\u00fcr, da\u00df ein Mensch ohne Gesetzeswerke durch Glauben gerechtgesprochen wird. 29\u00a0Oder ist er nur der Gott der Juden? Nicht auch der Menschen der Nationen? Doch, auch der Menschen der Nationen, 30\u00a0wenn Gott wirklich e\u00a0i\u00a0n\u00a0e\u00a0r ist, der Beschnittene zufolge des Glaubens und Unbeschnittene durch ihren Glauben gerechtsprechen wird. 31\u00a0Heben wir denn durch unseren Glauben [das] Gesetz auf? Das geschehe nie! Im Gegenteil, wir richten [das] Gesetz auf.<\/p>\n<h3>Kapitel 4<\/h3>\n<p>Da dem so ist, was sollen wir \u00fcber Abraham, unseren Vorvater nach dem Fleische, sagen? 2\u00a0Wenn n\u00e4mlich Abraham zufolge von Werken gerechtgesprochen worden w\u00e4re, h\u00e4tte er Grund zum R\u00fchmen; doch nicht bei Gott. 3\u00a0Denn was sagt das Schriftwort? \u201eAbraham setzte Glauben in Jehova, und es wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet.\u201c 4\u00a0Dem nun, der Werke verrichtet, wird der Lohn nicht als unverdiente G\u00fcte angerechnet, sondern als Schuld. 5\u00a0Dem dagegen, der keine Werke verrichtet, aber an den glaubt, der den Gottlosen gerechtspricht, wird sein Glaube als Gerechtigkeit angerechnet. 6\u00a0So, wie David auch von dem Gl\u00fcck des Menschen spricht, dem Gott Gerechtigkeit ohne Werke anrechnet: 7\u00a0\u201eGl\u00fccklich sind die, deren gesetzlose Taten vergeben und deren S\u00fcnden zugedeckt worden sind; 8\u00a0gl\u00fccklich ist der Mann, dessen S\u00fcnde Jehova keinesfalls anrechnet.\u201c<\/p>\n<p>9\u00a0Wird dieses Gl\u00fcck nun Beschnittenen oder auch Unbeschnittenen zuteil? Denn wir sagen: \u201eDem Abraham wurde sein Glaube als Gerechtigkeit angerechnet.\u201c 10\u00a0Unter welchen Umst\u00e4nden wurde er denn angerechnet? Als er in der Beschneidung oder in der Unbeschnittenheit war? Nicht in der Beschneidung, sondern in der Unbeschnittenheit. 11\u00a0Und er empfing ein Zeichen, n\u00e4mlich die Beschneidung, als ein Siegel der Gerechtigkeit durch den Glauben, den er hatte, w\u00e4hrend er in seinem unbeschnittenen Zustand war, damit er der Vater all derer w\u00e4re, die Glauben haben, w\u00e4hrend sie in unbeschnittenem Zustand sind, damit ihnen Gerechtigkeit angerechnet werde, 12\u00a0und ein Vater der beschnittenen Nachkommen, nicht nur derer, die sich an die Beschneidung halten, sondern auch derer, die in den Fu\u00dfstapfen jenes Glaubens ordentlich wandeln, den unser Vater Abraham in unbeschnittenem Zustand hatte.<\/p>\n<p>13\u00a0Denn nicht durch Gesetz hatte Abraham oder sein Same die Verhei\u00dfung, da\u00df er Erbe einer Welt sein sollte, sondern durch die Gerechtigkeit aus Glauben. 14\u00a0Denn wenn die, die sich an [das] Gesetz halten, Erben sind, so ist\u00a0der Glaube nutzlos gemacht und die Verhei\u00dfung aufgehoben worden. 15\u00a0In Wirklichkeit bewirkt das GESETZ Zorn, doch wo es kein Gesetz gibt, da gibt es auch keine \u00dcbertretung.<\/p>\n<p>16\u00a0Deswegen geschah es zufolge des Glaubens, auf da\u00df es gem\u00e4\u00df unverdienter G\u00fcte sei, damit die Verhei\u00dfung seinem ganzen Samen sicher sei, nicht nur dem, der sich an das GESETZ h\u00e4lt, sondern auch dem, der sich an den Glauben Abrahams h\u00e4lt. (Er ist unser aller Vater, 17\u00a0so wie geschrieben steht: \u201eIch habe dich zum Vater vieler Nationen bestimmt.\u201c) Das geschah vor den Augen dessen, an den er glaubte, ja Gottes, der die Toten lebendig macht und die nicht vorhandenen Dinge ruft, als ob sie vorhanden w\u00e4ren. 18\u00a0Obwohl entgegen [aller] Hoffnung, doch gest\u00fctzt auf Hoffnung, hatte er den Glauben, da\u00df er der Vater vieler Nationen werden w\u00fcrde, in \u00dcbereinstimmung mit dem, was gesagt worden war: \u201eSo wird dein Same sein.\u201c 19\u00a0Und obschon er im Glauben nicht schwach wurde, zog er, da er etwa hundert Jahre alt war, seinen nun schon erstorbenen eigenen Leib und auch die Erstorbenheit des Scho\u00dfes Saras in Betracht. 20\u00a0Aber wegen der Verhei\u00dfung Gottes wankte er nicht im Unglauben, sondern wurde machtvoll durch seinen Glauben, indem er Gott die Ehre gab 21\u00a0und v\u00f6llig \u00fcberzeugt war, da\u00df er das, was er verhei\u00dfen hatte, auch zu tun vermochte. 22\u00a0Darum \u201ewurde es ihm als Gerechtigkeit angerechnet\u201c.<\/p>\n<p>23\u00a0Da\u00df \u201ees ihm angerechnet wurde\u201c, wurde indes nicht nur um seinetwillen geschrieben, 24\u00a0sondern auch um unsertwillen, denen es angerechnet werden soll, weil wir an den glauben, der Jesus, unseren Herrn, von den Toten auferweckt hat. 25\u00a0Er wurde um unserer Verfehlungen willen dahingegeben und um unserer Gerechtsprechung willen auferweckt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kapitel 1 AN DIE R\u00d6MER 1 Paulus, ein Sklave Jesu Christi und zu einem Apostel berufen, abgesondert f\u00fcr Gottes gute Botschaft, 2\u00a0die er zuvor durch seine Propheten in den heiligen Schriften verhie\u00df, 3\u00a0in bezug auf seinen Sohn, der dem Fleische nach aus dem Samen Davids hervorging, 4\u00a0der aber mit Macht zum Sohn Gottes erkl\u00e4rt wurde [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[487,2],"tags":[],"class_list":["post-1368","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-romer","category-text-in-der-bibel"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1368","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1368"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1368\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1369,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1368\/revisions\/1369"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1368"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1368"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1368"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}