
{"id":1326,"date":"2009-11-12T00:32:00","date_gmt":"2009-11-11T23:32:00","guid":{"rendered":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=1326"},"modified":"2009-11-19T00:34:35","modified_gmt":"2009-11-18T23:34:35","slug":"apostelgeschichte-6-9","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=1326","title":{"rendered":"Apostelgeschichte 6 &#8211; 9"},"content":{"rendered":"<h3>Kapitel 6<\/h3>\n<p>6 Als nun in diesen Tagen die J\u00fcnger an Zahl zunahmen, entstand ein Murren der griechisch sprechenden Juden gegen die hebr\u00e4isch sprechenden Juden, weil ihre Witwen bei der t\u00e4glichen Austeilung \u00fcbersehen wurden. 2 Da riefen die Zw\u00f6lf die Menge der J\u00fcnger zu sich und sprachen: &#8222;Es gef\u00e4llt uns nicht, da\u00df wir das Wort Gottes zur\u00fcckstellen, um [Speise] an Tische auszuteilen. 3 Darum, Br\u00fcder, sucht euch aus eurer Mitte sieben M\u00e4nner aus, die ein [gutes] Zeugnis haben und mit Geist und Weisheit erf\u00fcllt sind, damit wir sie \u00fcber dieses notwendige Gesch\u00e4ft setzen k\u00f6nnen; 4 wir aber werden uns dem Gebet und dem Dienst am Wort widmen.&#8220; 5 Und das Wort gefiel der ganzen Menge, und man w\u00e4hlte Stephanus aus, einen Mann voll Glaubens und heiligen Geistes, und Philippus und Prochorus und Nikanor und Timon und Parmenas und Nikolaus, einen Proselyten aus Antiochia; 6 und man stellte sie vor die Apostel, und nachdem diese gebetet hatten, legten sie ihnen die H\u00e4nde auf.<\/p>\n<p>7 Infolgedessen wuchs das Wort Gottes weiterhin, und die Zahl der J\u00fcnger mehrte sich in Jerusalem fortgesetzt sehr; und eine gro\u00dfe Menge Priester begann dem Glauben gehorsam zu sein.<\/p>\n<p>8 Stephanus nun, voll Gunst und Kraft, tat gro\u00dfe Wunder und Zeichen unter dem Volk. 9 Es standen aber gewisse M\u00e4nner von denen aus der sogenannten Synagoge der Freigelassenen auf und von den Kyrenaern und Alexandrinern und von denen aus Zilizien und Asien, um mit Stephanus zu disputieren; 10 und doch konnten sie sich nicht gegen die Weisheit und den Geist, mit dem er redete, behaupten. 11 Dann stifteten sie heimlich M\u00e4nner an zu sagen: &#8222;Wir haben geh\u00f6rt, da\u00df er L\u00e4sterreden gegen Moses und Gott f\u00fchrt.&#8220; 12 Und sie wiegelten das Volk sowie die \u00e4lteren M\u00e4nner und die Schriftgelehrten auf, und pl\u00f6tzlich \u00fcber ihn herfallend, packten sie ihn und f\u00fchrten ihn zum Sanhedrin. 13 Und sie stellten falsche Zeugen auf, die sprachen: &#8222;Dieser Mensch l\u00e4\u00dft nicht davon ab, Reden gegen diese heilige St\u00e4tte und gegen das GESETZ zu f\u00fchren. 14 Zum Beispiel haben wir ihn sagen h\u00f6ren, da\u00df dieser Jesus, der Nazarener, diese St\u00e4tte niederrei\u00dfen und die Br\u00e4uche, die uns Moses \u00fcberliefert hat, \u00e4ndern werde.&#8220;<\/p>\n<p>15 Und als alle, die im Sanhedrin sa\u00dfen, ihn unverwandt anschauten, sahen sie, da\u00df sein Gesicht wie das Gesicht eines Engels war.<\/p>\n<h3>Kapitel 7<\/h3>\n<p>7 Aber der Hohepriester sprach: &#8222;Verhalten sich diese Dinge so?&#8220; 2 Er sagte: &#8222;M\u00e4nner, Br\u00fcder und V\u00e4ter, h\u00f6rt! Der Gott der Herrlichkeit erschien unserem Vorvater Abraham, als er in Mesopotamien war, ehe er in Haran Wohnsitz nahm, 3 und er sprach zu ihm: &#8218;Zieh aus deinem Land und von deinen Verwandten weg, und komm her in das Land, das ich dir zeigen werde.&#8216; 4 Da zog er aus dem Land der Chaldaer aus und nahm in Haran Wohnsitz. Und von dort lie\u00df ihn [Gott], nachdem sein Vater gestorben war, in dieses Land \u00fcbersiedeln, in dem ihr jetzt wohnt. 5 Und doch gab er ihm keinen Erbbesitz darin, nein, nicht einen Fu\u00dfbreit; aber er verhie\u00df, als er noch kein Kind hatte, es ihm und seinem Samen nach ihm zum Besitz zu geben. 6 \u00dcberdies sprach Gott in dem Sinne, da\u00df seine Nachkommen ans\u00e4ssige Fremdlinge in einem fremden Land sein w\u00fcrden und da\u00df [man] sie versklaven und [sie] vierhundert Jahre lang niederdr\u00fccken w\u00fcrde. 7 &#8218;Und diese Nation, der sie wie Sklaven dienen werden, werde ich richten&#8216;, sprach Gott, &#8218;und nach diesen Dingen werden sie ausziehen und werden mir an dieser St\u00e4tte heiligen Dienst darbringen.&#8216;<\/p>\n<p>8 Auch gab er ihm einen Bund der Beschneidung; und so wurde er der Vater von Isa\u00b7ak und beschnitt ihn am achten Tag, und Isa\u00b7ak von Jakob und Jakob von den zw\u00f6lf Familienh\u00e4uptern. 9 Und die Familienh\u00e4upter wurden eifers\u00fcchtig auf Joseph und verkauften ihn nach \u00c4gypten. Doch Gott war mit ihm, 10 und er befreite ihn aus allen seinen Drangsalen und gab ihm in den Augen Pharaos, des K\u00f6nigs von \u00c4gypten, Gunst und Weisheit. Und er setzte ihn zum Regenten \u00fcber \u00c4gypten und sein ganzes Haus ein. 11 Es kam aber eine Hungersnot \u00fcber ganz \u00c4gypten und Kanaan, ja eine gro\u00dfe Drangsal; und unsere Vorv\u00e4ter fanden keine Nahrungsmittel. 12 Jakob h\u00f6rte aber, da\u00df es in \u00c4gypten Lebensmittel gebe, und er sandte unsere Vorv\u00e4ter zum ersten Mal hin. 13 Und beim zweiten Mal gab sich Joseph seinen Br\u00fcdern zu erkennen; und der Familienstamm Josephs wurde dem Pharao bekannt. 14 Dann sandte Joseph hin und rief Jakob, seinen Vater, und alle seine Verwandten [von jenem Ort] herbei, in der Zahl von f\u00fcnfundsiebzig Seelen. 15 Jakob zog nach \u00c4gypten hinab. Und er starb und ebenso unsere Vorv\u00e4ter, 16 und sie wurden nach Sichem \u00fcberf\u00fchrt und wurden in die Gruft gelegt, die Abraham um einen Preis von den S\u00f6hnen Hamors in Sichem mit Silbergeld gekauft hatte.<\/p>\n<p>17 Als nun die Zeit der [Erf\u00fcllung der] Verhei\u00dfung nahte, die Gott dem Abraham offen verk\u00fcndet hatte, wuchs das Volk und mehrte sich in \u00c4gypten, 18 bis ein anderer K\u00f6nig \u00fcber \u00c4gypten aufstand, der Joseph nicht kannte. 19 Dieser wandte Staatslist gegen unsere Rasse an und zwang die V\u00e4ter zu Unrecht, ihre Kindlein auszusetzen, damit sie nicht am Leben bleiben sollten. 20 In dieser besonderen Zeit wurde Moses geboren, und er war sch\u00f6n vor Gott. Und drei Monate lang wurde er im Haus [seines] Vaters ern\u00e4hrt. 21 Als er aber ausgesetzt wurde, nahm ihn die Tochter Pharaos auf und zog ihn als ihren eigenen Sohn auf. 22 Infolgedessen wurde Moses in aller Weisheit der \u00c4gypter unterwiesen. In der Tat, er war machtvoll in seinen Worten und Taten.<\/p>\n<p>23 Als nun die Zeit seines vierzigsten Jahres voll wurde, stieg in seinem Herzen [der Gedanke] auf, bei seinen Br\u00fcdern, den S\u00f6hnen Israels, eine Besichtigung vorzunehmen. 24 Und als er einen erblickte, der ungerecht behandelt wurde, verteidigte er ihn und r\u00e4chte den Mi\u00dfhandelten, indem er den \u00c4gypter niederschlug. 25 Er meinte, seine Br\u00fcder w\u00fcrden begreifen, da\u00df Gott ihnen durch seine Hand Rettung verschaffe, aber sie begriffen [es] nicht. 26 Und als sie am n\u00e4chsten Tag stritten, erschien er bei ihnen und versuchte, sie in Frieden zusammenzubringen, indem er sprach: &#8218;M\u00e4nner, ihr seid Br\u00fcder. Warum behandelt ihr einander ungerecht?&#8216; 27 Derjenige aber, der seinem N\u00e4chsten unrecht tat, stie\u00df ihn weg und sagte: &#8218;Wer hat dich zum Herrscher und Richter \u00fcber uns gesetzt? 28 Du willst mich doch nicht etwa ebenso umbringen, wie du gestern den \u00c4gypter umgebracht hast?&#8216; 29 Auf dieses Wort hin ergriff Moses die Flucht und wurde ein ans\u00e4ssiger Fremdling im Land Midian, wo er der Vater zweier S\u00f6hne wurde.<\/p>\n<p>30 Und als vierzig Jahre voll geworden waren, erschien ihm in der Wildnis des Berges Sinai ein Engel in der Feuerflamme eines Dornbusches. 31 Als Moses es nun sah, verwunderte er sich \u00fcber den Anblick. Doch als er n\u00e4her trat, um nachzusehen, kam Jehovas Stimme: 32 &#8218;Ich bin der Gott deiner Vorv\u00e4ter, der Gott Abrahams und Isa\u00b7aks und Jakobs.&#8216; Da erzitterte Moses und wagte nicht, [es] weiter zu untersuchen. 33 Jehova sprach zu ihm: &#8218;Nimm die Sandalen von deinen F\u00fc\u00dfen, denn der Ort, auf dem du stehst, ist heiliger Boden. 34 Bestimmt habe ich die schlechte Behandlung meines Volkes, das in \u00c4gypten ist, gesehen, und ich habe ihr Seufzen geh\u00f6rt, und ich bin herabgekommen, um sie zu befreien. Und nun, komm, ich will dich nach \u00c4gypten senden.&#8216; 35 Diesen Moses, den sie verleugnet hatten, indem sie sprachen: &#8218;Wer hat dich zum Herrscher und Richter gesetzt?&#8216;, diesen hat Gott durch die Hand des Engels, der ihm im Dornbusch erschien, als Herrscher und auch als Befreier gesandt. 36 Dieser Mann f\u00fchrte sie hinaus, indem er in \u00c4gypten und im Roten Meer und vierzig Jahre lang in der Wildnis Wunder und Zeichen tat.<\/p>\n<p>37 Dieser ist der Moses, der zu den S\u00f6hnen Israels sprach: &#8218;Einen Propheten gleich mir wird Gott euch aus der Mitte eurer Br\u00fcder erwecken.&#8216; 38 Dieser ist es, der dann inmitten der Versammlung in der Wildnis bei dem Engel war, der auf dem Berg Sinai zu ihm und zu unseren Vorv\u00e4tern redete, und er empfing lebendige, heilige Ausspr\u00fcche, um sie euch zu geben. 39 Unsere Vorv\u00e4ter wollten ihm aber nicht gehorsam werden, sondern sie stie\u00dfen ihn von sich und kehrten in ihrem Herzen nach \u00c4gypten zur\u00fcck, 40 indem sie zu Aaron sagten: &#8218;Mache uns G\u00f6tter, damit sie vor uns hergehen. Denn dieser Moses, der uns aus dem Land \u00c4gypten herausgef\u00fchrt hat, wir wissen nicht, was ihm widerfahren ist.&#8216; 41 Da machten sie in jenen Tagen ein Kalb und brachten ein Schlachtopfer zu dem G\u00f6tzen hinauf und begannen sich der Werke ihrer H\u00e4nde zu erfreuen. 42 Da wandte sich Gott ab und gab sie dahin, dem Heer des Himmels heiligen Dienst darzubringen, so wie es im Buch der Propheten geschrieben steht: &#8218;Ihr habt doch nicht etwa mir vierzig Jahre lang in der Wildnis Opfertiere und Schlachtopfer dargebracht, o Haus Israel? 43 Sondern das Zelt des Moloch und den Stern des Gottes Rephan habt ihr aufgenommen, die Figuren, die ihr gemacht habt, um sie anzubeten. Demzufolge will ich euch \u00fcber Babylon hinaus wegf\u00fchren.&#8216;<\/p>\n<p>44 Unsere Vorv\u00e4ter hatten das Zelt des Zeugnisses in der Wildnis, so wie er ihnen Weisung gegeben hatte, als er zu Moses redete, es nach dem Muster zu machen, das er gesehen hatte. 45 Und unsere Vorv\u00e4ter, die es \u00fcbernahmen, brachten es auch mit Josua in das Land hinein, das die Nationen in Besitz hatten, die Gott vor unseren Vorv\u00e4tern her ausstie\u00df. Hier blieb es bis zu den Tagen Davids. 46 Er fand Gunst in den Augen Gottes und bat um [das Vorrecht], dem Gott Jakobs eine Wohnst\u00e4tte zu verschaffen. 47 Salomo aber baute ihm ein Haus. 48 Doch der H\u00f6chste wohnt nicht in H\u00e4usern, die mit H\u00e4nden gemacht sind, so wie der Prophet sagt: 49 &#8218; &#8222;Der Himmel ist mein Thron, und die Erde ist der Schemel meiner F\u00fc\u00dfe. Was f\u00fcr ein Haus wollt ihr mir bauen?&#8220; spricht Jehova. &#8222;Oder welches ist die St\u00e4tte meiner Ruhe? 50 Hat nicht meine Hand alle diese Dinge gemacht?&#8220; &#8218;<\/p>\n<p>51 [Ihr] Halsstarrigen und an Herz und Ohren Unbeschnittenen, st\u00e4ndig widersteht ihr dem heiligen Geist; wie eure Vorv\u00e4ter getan haben, so tut ihr. 52 Welchen von den Propheten haben eure Vorv\u00e4ter nicht verfolgt? Ja, sie t\u00f6teten die, die \u00fcber das Kommen des Gerechten im voraus Ank\u00fcndigung machten, dessen Verr\u00e4ter und M\u00f6rder ihr jetzt geworden seid, 53 ihr, die ihr das GESETZ empfingt, wie es von Engeln \u00fcbermittelt wurde, es aber nicht gehalten habt.&#8220;<\/p>\n<p>54 Als sie nun diese Dinge h\u00f6rten, f\u00fchlten sie sich in ihrem Herzen zutiefst verletzt, und sie begannen mit den Z\u00e4hnen gegen ihn zu knirschen. 55 Er aber, voll heiligen Geistes, schaute unverwandt zum Himmel empor und erblickte die Herrlichkeit Gottes und Jesus, zur Rechten Gottes stehend, 56 und er sprach: &#8222;Siehe! Ich sehe die Himmel aufgetan und den Menschensohn, zur Rechten Gottes stehend.&#8220; 57 Darauf schrien sie mit lauter Stimme und hielten sich mit den H\u00e4nden die Ohren zu und st\u00fcrmten einm\u00fctig auf ihn los. 58 Und nachdem sie ihn aus der Stadt hinausgetrieben hatten, begannen sie ihn mit Steinen zu bewerfen. Und die Zeugen legten ihre \u00e4u\u00dferen Kleider zu den F\u00fc\u00dfen eines jungen Mannes nieder, der Saulus genannt wurde. 59 Und sie fuhren fort, Stephanus zu steinigen, w\u00e4hrend er flehte und sprach: &#8222;Herr Jesus, nimm meinen Geist auf.&#8220; 60 Darauf beugte er seine Knie und rief mit lauter Stimme: &#8222;Jehova, rechne ihnen diese S\u00fcnde nicht zu!&#8220; Und nachdem er dies gesagt hatte, entschlief er [im Tod].<\/p>\n<h3>Kapitel 8<\/h3>\n<p>8 Saulus seinerseits stimmte seiner Ermordung zu.<\/p>\n<p>An jenem Tag setzte eine gro\u00dfe Verfolgung gegen die Versammlung ein, die in Jerusalem war; alle, ausgenommen die Apostel, wurden in die Gegenden von Judaa und Samaria zerstreut. 2 Den Stephanus aber trugen ehrfurchtsvolle M\u00e4nner zur Bestattung, und sie hielten eine gro\u00dfe Klage um ihn. 3 Saulus jedoch begann gegen die Versammlung zu w\u00fcten. Er drang in ein Haus nach dem anderen ein, und sowohl M\u00e4nner als auch Frauen fortschleppend, lieferte er sie jeweils ins Gef\u00e4ngnis ein.<\/p>\n<p>4 Diejenigen indes, die zerstreut worden waren, gingen durch das Land und verk\u00fcndigten die gute Botschaft des Wortes. 5 Philippus seinerseits ging in die Stadt Samaria hinab und begann ihnen den Christus zu predigen. 6 Die Volksmengen achteten einm\u00fctig auf das, was Philippus sagte, w\u00e4hrend sie zuh\u00f6rten und auf die Zeichen blickten, die er tat. 7 Denn viele hatten unreine Geister, und diese pflegten mit lauter Stimme zu schreien und auszufahren. Au\u00dferdem wurden viele Gel\u00e4hmte und Lahme geheilt. 8 So kam es, da\u00df in jener Stadt sehr viel Freude herrschte.<\/p>\n<p>9 Nun befand sich in der Stadt ein gewisser Mann namens Simon, der vorher magische K\u00fcnste getrieben und die Nation von Samaria in Staunen versetzt hatte, indem er sagte, er selbst sei ein Gro\u00dfer. 10 Und sie alle, vom Geringsten bis zum Gr\u00f6\u00dften, gaben acht auf ihn und sagten: &#8222;Dieser Mann ist die Kraft Gottes, die man die Gro\u00dfe nennen kann.&#8220; 11 So gaben sie acht auf ihn, weil er sie schon eine geraume Weile durch seine magischen K\u00fcnste in Staunen versetzt hatte. 12 Als sie aber Philippus glaubten, der die gute Botschaft vom K\u00f6nigreich Gottes und vom Namen Jesu Christi verk\u00fcndigte, lie\u00dfen sie sich taufen, sowohl M\u00e4nner als auch Frauen. 13 Simon selbst wurde ebenfalls gl\u00e4ubig, und nachdem er getauft worden war, stand er Philippus st\u00e4ndig zu Diensten; und er staunte, als er die Zeichen und gro\u00dfen Machttaten geschehen sah.<\/p>\n<p>14 Als die Apostel in Jerusalem h\u00f6rten, da\u00df Samaria das Wort Gottes angenommen habe, sandten sie Petrus und Johannes zu ihnen; 15 und diese gingen hinab und beteten f\u00fcr sie, damit sie heiligen Geist empfingen. 16 Denn er war noch auf keinen von ihnen gefallen, sondern sie waren nur im Namen des Herrn Jesus getauft worden. 17 Dann legten sie ihnen die H\u00e4nde auf, und von da an empfingen sie heiligen Geist.<\/p>\n<p>18 Als nun Simon sah, da\u00df der Geist durch H\u00e4ndeauflegen der Apostel gegeben wurde, bot er ihnen Geld an, 19 indem er sprach: &#8222;Gebt auch mir diese Gewalt, damit jeder, dem ich die H\u00e4nde auflege, heiligen Geist empfange.&#8220; 20 Petrus aber sprach zu ihm: &#8222;Dein Silber gehe mit dir zugrunde, weil du dachtest, durch Geld in den Besitz der freien Gabe Gottes zu gelangen. 21 Du hast weder Anteil noch Anrecht an dieser Sache, denn dein Herz ist in den Augen Gottes nicht gerade. 22 Bereue daher deine Schlechtigkeit, und flehe zu Jehova, da\u00df dir, wenn m\u00f6glich, das Trachten deines Herzens vergeben werde; 23 denn ich sehe, du bist eine giftige Galle und eine Fessel der Ungerechtigkeit.&#8220; 24 Als Antwort sagte Simon: &#8222;Ihr M\u00e4nner, fleht f\u00fcr mich zu Jehova, da\u00df nichts von dem, was ihr gesagt habt, \u00fcber mich komme.&#8220;<\/p>\n<p>25 Als sie nun das Zeugnis gr\u00fcndlich abgelegt und das Wort Jehovas geredet hatten, kehrten sie nach Jerusalem zur\u00fcck, und sie verk\u00fcndeten dann die gute Botschaft vielen D\u00f6rfern der Samariter.<\/p>\n<p>26 Jehovas Engel aber redete zu Philippus, indem er sprach: &#8222;Mache dich auf, und geh s\u00fcdw\u00e4rts, auf die Stra\u00dfe, die von Jerusalem nach Gasa hinabf\u00fchrt.&#8220; (Das ist eine W\u00fcstenstra\u00dfe.) 27 Da machte er sich auf und ging, und siehe, ein \u00e4thiopischer Eunuch, ein Machthaber unter Kandake, der K\u00f6nigin der \u00c4thiopier, der \u00fcber ihren ganzen Schatz [gesetzt] war. Er war nach Jerusalem gekommen, um anzubeten, 28 doch kehrte er zur\u00fcck, und auf seinem Wagen sitzend, las er laut den Propheten Jesaja. 29 Da sagte der Geist zu Philippus: &#8222;Tritt hinzu, und schlie\u00df dich diesem Wagen an.&#8220; 30 Philippus lief nebenher und h\u00f6rte ihn laut den Propheten Jesaja lesen, und er sprach: &#8222;Verstehst du wirklich, was du liest?&#8220; 31 Er sagte: &#8222;Wie k\u00f6nnte ich es denn je, wenn mich nicht jemand anleitet?&#8220; Und er bat Philippus inst\u00e4ndig, aufzusteigen und sich zu ihm zu setzen. 32 Die Stelle der Schrift nun, die er laut las, war diese: &#8222;Wie ein Schaf wurde er zur Schlachtung gef\u00fchrt, und wie ein Lamm, das vor seinem Scherer stumm ist, so tut er seinen Mund nicht auf. 33 W\u00e4hrend seiner Erniedrigung wurde das Gericht von ihm weggenommen. Wer wird die Einzelheiten seiner Generation erz\u00e4hlen? Denn sein Leben wird von der Erde weggenommen.&#8220;<\/p>\n<p>34 Als Antwort sagte der Eunuch zu Philippus: &#8222;Ich bitte dich: Von wem sagt dies der Prophet? Von sich selbst oder von einem anderen?&#8220; 35 Philippus \u00f6ffnete seinen Mund, und mit diesem Schriftwort anfangend, verk\u00fcndigte er ihm die gute Botschaft \u00fcber Jesus. 36 Als sie nun auf der Stra\u00dfe dahinzogen, kamen sie an ein gewisses Gew\u00e4sser, und der Eunuch sprach: &#8222;Siehe! Ein Gew\u00e4sser; was hindert mich, getauft zu werden?&#8220; 37 &#8212; 38 Damit gebot er, da\u00df der Wagen halte, und sie stiegen beide in das Wasser hinab, sowohl Philippus als auch der Eunuch; und er taufte ihn. 39 Als sie aus dem Wasser heraufgekommen waren, f\u00fchrte Jehovas Geist den Philippus eilends hinweg, und der Eunuch sah ihn nicht mehr, denn er zog freudig seines Weges weiter. 40 Es fand sich aber, da\u00df Philippus in Aschdod war, und er zog durch das Gebiet und verk\u00fcndigte allen St\u00e4dten weiterhin die gute Botschaft, bis er nach C\u00e4sarea kam.<\/p>\n<h3>Kapitel 9<\/h3>\n<p>9 Saulus aber, der immer noch Drohung und Mord gegen die J\u00fcnger des Herrn schnaubte, ging zum Hohenpriester 2 und erbat sich von ihm Briefe an die Synagogen in Damaskus, um alle, die er finden w\u00fcrde, sowohl M\u00e4nner wie Frauen, die zum WEG geh\u00f6rten, gebunden nach Jerusalem zu bringen.<\/p>\n<p>3 Als er sich nun auf seiner Reise Damaskus n\u00e4herte, umblitzte ihn pl\u00f6tzlich ein Licht vom Himmel, 4 und er fiel zu Boden und h\u00f6rte eine Stimme, die zu ihm sagte: &#8222;Saulus, Saulus, warum verfolgst du mich?&#8220; 5 Er sagte: &#8222;Wer bist du, Herr?&#8220; Er sprach: &#8222;Ich bin Jesus, den du verfolgst. 6 Doch steh auf und geh in die Stadt hinein, und es wird dir gesagt werden, was du tun sollst.&#8220; 7 Die M\u00e4nner nun, die mit ihm reisten, standen sprachlos da, da sie zwar den Schall einer Stimme h\u00f6rten, aber niemand sahen. 8 Saulus jedoch erhob sich vom Boden, und obwohl seine Augen ge\u00f6ffnet waren, sah er nichts. Da f\u00fchrten sie ihn an der Hand und geleiteten ihn nach Damaskus. 9 Und drei Tage lang sah er nichts, und er a\u00df und trank auch nicht.<\/p>\n<p>10 In Damaskus befand sich ein gewisser J\u00fcnger namens Ananias, und der Herr sprach in einer Vision zu ihm: &#8222;Ananias!&#8220; Er sagte: &#8222;Hier bin ich, Herr.&#8220; 11 Der Herr sprach zu ihm: &#8222;Steh auf, geh in die Stra\u00dfe, die man die Gerade nennt, und such im Haus des Judas einen Mann namens Saulus aus Tarsus. Denn siehe, er betet, 12 und in einer Vision hat er einen Mann namens Ananias eintreten und ihm die H\u00e4nde auflegen sehen, damit er wieder sehend werde.&#8220; 13 Ananias aber antwortete: &#8222;Herr, ich habe von vielen \u00fcber diesen Mann geh\u00f6rt, wieviel Schaden er deinen Heiligen in Jerusalem zugef\u00fcgt hat. 14 Und hier hat er die Befugnis von den Oberpriestern, alle, die deinen Namen anrufen, in Fesseln zu legen.&#8220; 15 Aber der Herr sprach zu ihm: &#8222;Geh hin, denn dieser Mann ist mir ein auserw\u00e4hltes Gef\u00e4\u00df, um meinen Namen sowohl zu den Nationen als auch zu K\u00f6nigen und den S\u00f6hnen Israels zu tragen. 16 Denn ich werde ihm deutlich zeigen, wieviel er f\u00fcr meinen Namen leiden mu\u00df.&#8220;<\/p>\n<p>17 Da ging Ananias hin und kam in das Haus, und er legte ihm die H\u00e4nde auf und sprach: &#8222;Saulus, Bruder, der Herr, der Jesus, der dir auf der Stra\u00dfe, auf der du kamst, erschienen ist, hat mich hergesandt, damit du wieder sehend und mit heiligem Geist erf\u00fcllt werdest.&#8220; 18 Und sogleich fiel es ihm wie Schuppen von den Augen, und er konnte wieder sehen, und er stand auf und wurde getauft, 19 und er nahm Speise zu sich und kam zu Kr\u00e4ften.<\/p>\n<p>Er verblieb einige Tage bei den J\u00fcngern in Damaskus 20 und begann sogleich, in den Synagogen Jesus zu predigen, da\u00df dieser der Sohn Gottes ist. 21 Alle aber, die ihn h\u00f6rten, entsetzten sich und sprachen: &#8222;Ist das nicht der Mann, der unter denen in Jerusalem, die diesen Namen anrufen, eine Verheerung anrichtete und gerade zu dem Zweck hierhergekommen war, sie gebunden zu den Oberpriestern zu f\u00fchren?&#8220; 22 Saulus jedoch erwarb sich fortw\u00e4hrend noch mehr Kraft und brachte die Juden, die in Damaskus wohnten, in Verwirrung, als er folgerichtig bewies, da\u00df dieser der Christus ist.<\/p>\n<p>23 Als nun ziemlich viele Tage zu Ende gingen, hielten die Juden zusammen Rat, um ihn umzubringen. 24 Saulus erfuhr aber von ihrem Anschlag gegen ihn. Tag und Nacht bewachten sie indes sorgf\u00e4ltig auch die Tore, um ihn umzubringen. 25 Da nahmen ihn seine J\u00fcnger und lie\u00dfen ihn nachts durch eine L\u00fccke in der Mauer hinab, indem sie ihn in einem Korb hinunterlie\u00dfen.<\/p>\n<p>26 Als er in Jerusalem ankam, suchte er sich den J\u00fcngern anzuschlie\u00dfen; aber sie alle f\u00fcrchteten sich vor ihm, denn sie glaubten nicht, da\u00df er ein J\u00fcnger sei. 27 Da kam ihm Barnabas zu Hilfe und f\u00fchrte ihn zu den Aposteln, und er erz\u00e4hlte ihnen eingehend, wie er auf dem Weg den Herrn gesehen hatte und da\u00df er zu ihm geredet habe und wie er in Damaskus freim\u00fctig im Namen Jesu geredet hatte. 28 Und er war weiterhin bei ihnen, ging in Jerusalem ein und aus und redete freim\u00fctig im Namen des Herrn; 29 und er redete und disputierte mit den griechisch sprechenden Juden. Diese aber unternahmen Versuche, ihn umzubringen. 30 Als die Br\u00fcder dies herausfanden, brachten sie ihn nach C\u00e4sarea hinab und sandten ihn nach Tarsus weg.<\/p>\n<p>31 Nun trat die Versammlung in ganz Judaa und Galilaa und Samaria tats\u00e4chlich in eine Zeitspanne des Friedens ein und wurde erbaut; und da sie in der Furcht Jehovas wandelte und den Trost des heiligen Geistes hatte, mehrte sie sich best\u00e4ndig.<\/p>\n<p>32 Als nun Petrus alle [Gegenden] durchwanderte, kam er auch zu den Heiligen hinab, die in Lydda wohnten. 33 Dort fand er einen gewissen Menschen namens \u00c4neas, der acht Jahre flach auf seinem Tragbett gelegen hatte, da er gel\u00e4hmt war. 34 Und Petrus sagte zu ihm: &#8222;\u00c4neas, Jesus Christus macht dich gesund. Steh auf, und mache dir dein Bett!&#8220; Und sogleich stand er auf. 35 Und alle, die Lydda und die [Ebene von] Scharon bewohnten, sahen ihn, und sie wandten sich dem Herrn zu.<\/p>\n<p>36 In Joppe aber war eine gewisse J\u00fcngerin namens Tabitha, was \u00fcbersetzt Dorkas hei\u00dft. Sie war \u00fcberstr\u00f6mend an guten Taten und Gaben der Barmherzigkeit, die sie spendete. 37 In jenen Tagen aber geschah es, da\u00df sie krank wurde und starb. Da wusch man sie und legte sie in ein Obergemach. 38 Weil nun Lydda nahe bei Joppe lag, sandten die J\u00fcnger, als sie h\u00f6rten, da\u00df Petrus in dieser Stadt sei, zwei M\u00e4nner zu ihm, um [ihn] inst\u00e4ndig zu bitten: &#8222;Z\u00f6gere bitte nicht, bis zu uns herzukommen.&#8220; 39 Da machte sich Petrus auf und ging mit ihnen. Und als er angekommen war, f\u00fchrte man ihn in das Obergemach hinauf; und alle Witwen traten weinend zu ihm und zeigten viele innere Kleider und \u00e4u\u00dfere Kleider, die Dorkas jeweils gemacht hatte, w\u00e4hrend sie bei ihnen war. 40 Petrus aber sandte jedermann hinaus, und seine Knie beugend, betete er, und sich dem K\u00f6rper zuwendend, sagte er: &#8222;Tabitha, steh auf!&#8220; Sie \u00f6ffnete ihre Augen, und als sie Petrus erblickte, setzte sie sich auf. 41 Er gab ihr die Hand und richtete sie auf, und er rief die Heiligen und die Witwen und stellte sie lebend dar. 42 Das wurde in ganz Joppe bekannt, und viele kamen zum Glauben an den Herrn. 43 Eine Reihe von Tagen blieb er in Joppe bei einem gewissen Simon, einem Gerber.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kapitel 6 6 Als nun in diesen Tagen die J\u00fcnger an Zahl zunahmen, entstand ein Murren der griechisch sprechenden Juden gegen die hebr\u00e4isch sprechenden Juden, weil ihre Witwen bei der t\u00e4glichen Austeilung \u00fcbersehen wurden. 2 Da riefen die Zw\u00f6lf die Menge der J\u00fcnger zu sich und sprachen: &#8222;Es gef\u00e4llt uns nicht, da\u00df wir das Wort [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[480,2],"tags":[],"class_list":["post-1326","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-apostelgeschichte","category-text-in-der-bibel"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1326","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1326"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1326\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1327,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1326\/revisions\/1327"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1326"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1326"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1326"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}