
{"id":1320,"date":"2009-11-09T00:22:18","date_gmt":"2009-11-08T23:22:18","guid":{"rendered":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=1320"},"modified":"2009-11-19T00:24:28","modified_gmt":"2009-11-18T23:24:28","slug":"johannes-18-21","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=1320","title":{"rendered":"Johannes 18 &#8211; 21"},"content":{"rendered":"<h3>Kapitel 18<\/h3>\n<p>18 Nachdem Jesus diese Dinge gesagt hatte, ging er mit seinen J\u00fcngern hinaus, \u00fcber den Winterwildbach Kidron hin\u00fcber, an den Ort, wo ein Garten war, in den er und seine J\u00fcnger eintraten. 2 Nun kannte auch Judas, sein Verr\u00e4ter, den Ort, denn Jesus war dort oftmals mit seinen J\u00fcngern zusammengekommen. 3 Daher holte Judas die Abteilung Soldaten und Beamte von den Oberpriestern und von den Pharis\u00e4ern und kam mit Fackeln und Lampen und Waffen dorthin. 4 Jesus nun, der alles wu\u00dfte, was \u00fcber ihn kam, trat vor und sprach zu ihnen: &#8222;Wen sucht ihr?&#8220; 5 Sie antworteten ihm: &#8222;Jesus, den Nazarener.&#8220; Er sagte zu ihnen: &#8222;Ich bin es.&#8220; Nun stand auch Judas, sein Verr\u00e4ter, bei ihnen.<\/p>\n<p>6 Als er jedoch zu ihnen sagte: &#8222;Ich bin es&#8220;, wichen sie zur\u00fcck und fielen zu Boden. 7 Daher fragte er sie wieder: &#8222;Wen sucht ihr?&#8220; Sie sagten: &#8222;Jesus, den Nazarener.&#8220; 8 Jesus antwortete: &#8222;Ich habe euch gesagt, da\u00df ich es bin. Wenn ihr also mich sucht, so la\u00dft diese gehen&#8220;; 9 damit das Wort erf\u00fcllt werde, das er sprach: &#8222;Von denen, die du mir gegeben hast, habe ich keinen einzigen verloren.&#8220;<\/p>\n<p>10 Simon Petrus nun, der ein Schwert hatte, zog es und schlug den Sklaven des Hohenpriesters und hieb ihm das rechte Ohr ab. Der Name des Sklaven war Malchus. 11 Jesus aber sagte zu Petrus: &#8222;Stecke das Schwert in [seine] Scheide. Sollte ich den Becher, den der Vater mir gegeben hat, nicht unter allen Umst\u00e4nden trinken?&#8220;<\/p>\n<p>12 Dann ergriffen die Abteilung Soldaten und der Milit\u00e4rbefehlshaber und die Beamten der Juden Jesus und banden ihn, 13 und sie f\u00fchrten ihn zuerst zu Annas; denn er war der Schwiegervater des Kaiphas, der in jenem Jahr Hoherpriester war. 14 Kaiphas aber war es, der den Juden den Rat gegeben hatte, es sei zu ihrem Nutzen, da\u00df ein einziger Mensch zugunsten des Volkes sterbe.<\/p>\n<p>15 Simon Petrus nun und noch ein anderer J\u00fcnger folgten Jesus. Dieser J\u00fcnger war dem Hohenpriester bekannt, und er ging mit Jesus in den Hof des Hohenpriesters hinein, 16 Petrus aber stand drau\u00dfen an der T\u00fcr. Daher ging der andere J\u00fcnger, der dem Hohenpriester bekannt war, hinaus und redete mit der T\u00fcrh\u00fcterin und f\u00fchrte Petrus herein. 17 Da sagte das Dienstm\u00e4dchen, die T\u00fcrh\u00fcterin, zu Petrus: &#8222;Bist du nicht auch einer von den J\u00fcngern dieses Menschen?&#8220; Er sagte: &#8222;Ich bin [es] nicht.&#8220; 18 Nun standen die Sklaven und die Beamten herum, da sie ein Kohlenfeuer gemacht hatten, weil es kalt war, und sie w\u00e4rmten sich. Auch Petrus stand bei ihnen und w\u00e4rmte sich.<\/p>\n<p>19 Der Oberpriester nun befragte Jesus \u00fcber seine J\u00fcnger und \u00fcber seine Lehre. 20 Jesus antwortete ihm: &#8222;Ich habe \u00f6ffentlich zur Welt geredet. Ich habe immer in einer Synagoge und im Tempel gelehrt, wo alle Juden zusammenkommen; und ich habe nichts im verborgenen geredet. 21 Warum fragst du mich? Frage die, die geh\u00f6rt haben, was ich zu ihnen redete. Siehe! Diese wissen, was ich gesagt habe.&#8220; 22 Nachdem er diese Dinge gesagt hatte, gab einer der Beamten, die dabeistanden, Jesus einen Backenstreich und sagte: &#8222;So antwortest du dem Oberpriester?&#8220; 23 Jesus antwortete ihm: &#8222;Wenn ich unrecht geredet habe, so lege Zeugnis \u00fcber das Unrecht ab, wenn aber recht, warum schl\u00e4gst du mich?&#8220; 24 Darauf sandte ihn Annas gebunden zu Kaiphas, dem Hohenpriester.<\/p>\n<p>25 Simon Petrus nun stand da und w\u00e4rmte sich. Da sprachen sie zu ihm: &#8222;Bist nicht auch du einer von seinen J\u00fcngern?&#8220; Er leugnete es und sprach: &#8222;Ich bin es nicht.&#8220; 26 Einer von den Sklaven des Hohenpriesters, der ein Verwandter dessen war, dem Petrus das Ohr abgehauen hatte, sagte: &#8222;Sah ich dich nicht im Garten bei ihm?&#8220; 27 Petrus jedoch leugnete es wieder; und sogleich kr\u00e4hte ein Hahn.<\/p>\n<p>28 Dann f\u00fchrten sie Jesus von Kaiphas zum Palast des Statthalters. Es war nun fr\u00fch am Tag. Sie selbst gingen jedoch nicht in den Palast des Statthalters hinein, damit sie sich nicht verunreinigten, sondern das Passah essen k\u00f6nnten. 29 Daher kam Pilatus zu ihnen heraus und sprach: &#8222;Welche Anklage bringt ihr gegen diesen Menschen vor?&#8220; 30 Als Antwort sagten sie zu ihm: &#8222;Wenn dieser nicht ein Misset\u00e4ter w\u00e4re, so h\u00e4tten wir ihn dir nicht ausgeliefert.&#8220; 31 Deshalb sagte Pilatus zu ihnen: &#8222;Nehmt ihn selbst, und richtet ihn nach eurem Gesetz.&#8220; Die Juden sprachen zu ihm: &#8222;Uns ist es nicht erlaubt, jemand zu t\u00f6ten.&#8220; 32 So sollte sich das Wort Jesu erf\u00fcllen, das er gesagt hatte, um anzuzeigen, welche Art des Todes er sterben sollte.<\/p>\n<p>33 Da ging Pilatus wieder in den Palast des Statthalters hinein und rief Jesus und sprach zu ihm: &#8222;Bist du der K\u00f6nig der Juden?&#8220; 34 Jesus antwortete: &#8222;Sagst du das aus dir selbst, oder haben dir andere von mir erz\u00e4hlt?&#8220; 35 Pilatus antwortete: &#8222;Ich bin doch nicht etwa ein Jude? Deine eigene Nation und die Oberpriester haben dich mir ausgeliefert. Was hast du getan?&#8220; 36 Jesus antwortete: &#8222;Mein K\u00f6nigreich ist kein Teil dieser Welt. W\u00e4re mein K\u00f6nigreich ein Teil dieser Welt, so h\u00e4tten meine Diener gek\u00e4mpft, damit ich den Juden nicht ausgeliefert w\u00fcrde. Nun aber ist mein K\u00f6nigreich nicht von daher.&#8220; 37 Deshalb sagte Pilatus zu ihm: &#8222;Nun denn, bist du ein K\u00f6nig?&#8220; Jesus antwortete: &#8222;Du selbst sagst, da\u00df ich ein K\u00f6nig bin. Dazu bin ich geboren worden und dazu bin ich in die Welt gekommen, damit ich f\u00fcr die Wahrheit Zeugnis ablege. Jeder, der auf der Seite der Wahrheit ist, h\u00f6rt auf meine Stimme.&#8220; 38 Pilatus sagte zu ihm: &#8222;Was ist Wahrheit?&#8220;<\/p>\n<p>Und nachdem er dies gesagt hatte, ging er wieder zu den Juden hinaus und sprach zu ihnen: &#8222;Ich finde keine Schuld an ihm. 39 \u00dcberdies besteht bei euch ein Brauch, wonach ich euch am Passah einen Menschen freigeben soll. W\u00fcnscht ihr also, da\u00df ich euch den K\u00f6nig der Juden freigebe?&#8220; 40 Da schrien sie wieder und sagten: &#8222;Nicht diesen, sondern Barabbas!&#8220; Barabbas aber war ein R\u00e4uber.<\/p>\n<h3>Kapitel 19<\/h3>\n<p>19 Zu dieser Zeit nun nahm Pilatus Jesus und gei\u00dfelte ihn. 2 Und die Soldaten flochten eine Krone aus Dornen und setzten sie ihm auf den Kopf und h\u00fcllten ihn in ein purpurnes \u00e4u\u00dferes Kleid; 3 und sie begannen vor ihn hinzutreten und zu sagen: &#8222;Guten Tag, du K\u00f6nig der Juden!&#8220; Auch gaben sie ihm Backenstreiche. 4 Und Pilatus ging wieder hinaus und sprach zu ihnen: &#8222;Seht! Ich bringe ihn zu euch heraus, damit ihr erkennt, da\u00df ich keine Schuld an ihm finde.&#8220; 5 Somit kam Jesus heraus, die Dornenkrone und das purpurne \u00e4u\u00dfere Kleid tragend. Und er sprach zu ihnen: &#8222;Seht! Der Mensch!&#8220; 6 Als ihn aber die Oberpriester und die Beamten sahen, schrien sie und sagten: &#8222;An den Pfahl [mit ihm]! An den Pfahl [mit ihm]!&#8220; Pilatus sprach zu ihnen: &#8222;Nehmt ihn selbst, und bringt ihn an den Pfahl, denn ich finde keine Schuld an ihm.&#8220; 7 Die Juden antworteten ihm: &#8222;Wir haben ein Gesetz, und nach dem Gesetz mu\u00df er sterben, denn er hat sich selbst zu Gottes Sohn gemacht.&#8220;<\/p>\n<p>8 Als nun Pilatus dieses Wort h\u00f6rte, f\u00fcrchtete er sich um so mehr; 9 und er ging wieder in den Palast des Statthalters hinein und sprach zu Jesus: &#8222;Woher bist du?&#8220; Jesus aber gab ihm keine Antwort. 10 Pilatus sagte daher zu ihm: &#8222;Redest du nicht mit mir? Wei\u00dft du nicht, da\u00df ich Gewalt habe, dich freizulassen, und Gewalt habe, dich an den Pfahl zu bringen?&#8220; 11 Jesus antwortete ihm: &#8222;Du h\u00e4ttest gar keine Gewalt \u00fcber mich, wenn sie dir nicht von oben her gew\u00e4hrt worden w\u00e4re. Deshalb hat der, welcher mich dir ausgeliefert hat, gr\u00f6\u00dfere S\u00fcnde.&#8220;<\/p>\n<p>12 Aus diesem Grund suchte Pilatus weiterhin, wie er ihn freilassen k\u00f6nnte. Aber die Juden schrien und sagten: &#8222;Wenn du diesen [Mann] freil\u00e4\u00dft, bist du kein Freund C\u00e4sars. Jeder, der sich selbst zu einem K\u00f6nig macht, redet gegen C\u00e4sar.&#8220; 13 Nachdem nun Pilatus diese Worte geh\u00f6rt hatte, brachte er Jesus heraus, und er setzte sich auf einen Richterstuhl an dem Platz, der &#8222;Das Steinpflaster&#8220; genannt wird, auf hebr\u00e4isch aber Gabbatha. 14 Es war nun Vorbereitungstag des Passahs; es war etwa die sechste Stunde. Und er sagte zu den Juden: &#8222;Seht! Euer K\u00f6nig!&#8220; 15 Sie aber schrien: &#8222;Weg [mit ihm]! Weg [mit ihm]! An den Pfahl mit ihm!&#8220; Pilatus sprach zu ihnen: &#8222;Soll ich euren K\u00f6nig an den Pfahl bringen?&#8220; Die Oberpriester antworteten: &#8222;Wir haben keinen K\u00f6nig au\u00dfer C\u00e4sar.&#8220; 16 Dann lieferte er ihn also ihnen aus, damit er an den Pfahl komme.<\/p>\n<p>Da \u00fcbernahmen sie Jesus. 17 Und selbst den Marterpfahl tragend, ging er hinaus zur sogenannten Sch\u00e4delst\u00e4tte, die auf hebr\u00e4isch Golgotha genannt wird; 18 und dort brachten sie ihn an den Pfahl und zwei andere [M\u00e4nner] mit ihm, einen auf dieser Seite und einen auf jener, Jesus aber in der Mitte. 19 Pilatus schrieb auch einen Titel und brachte ihn am Marterpfahl an. Es stand geschrieben: &#8222;Jesus, der Nazarener, der K\u00f6nig der Juden&#8220;. 20 Daher lasen viele von den Juden diesen Titel, weil die St\u00e4tte, wo Jesus an den Pfahl gebracht wurde, nahe bei der Stadt war; und er war auf hebr\u00e4isch, auf lateinisch [und] auf griechisch geschrieben. 21 Die Oberpriester der Juden aber sagten zu Pilatus: &#8222;Schreibe nicht: &#8218;Der K\u00f6nig der Juden&#8216;, sondern da\u00df er gesagt hat: &#8218;Ich bin K\u00f6nig der Juden.&#8216; &#8220; 22 Pilatus antwortete: &#8222;Was ich geschrieben habe, habe ich geschrieben.&#8220;<\/p>\n<p>23 Als nun die Soldaten Jesus an den Pfahl gebracht hatten, nahmen sie seine \u00e4u\u00dferen Kleider und machten vier Teile, f\u00fcr jeden Soldaten einen Teil, und das innere Kleid. Das innere Kleid aber war ohne Naht, da es von oben an der ganzen L\u00e4nge nach durchgewebt war. 24 Deshalb sagten sie zueinander: &#8222;La\u00dft es uns nicht zerrei\u00dfen, sondern la\u00dft uns durch das Los dar\u00fcber bestimmen, wem es geh\u00f6ren soll.&#8220; Dies geschah, damit das Schriftwort erf\u00fcllt werde: &#8222;Sie verteilten meine \u00e4u\u00dferen Kleider unter sich, und \u00fcber mein Gewand warfen sie Lose.&#8220; Und so taten die Soldaten diese Dinge wirklich.<\/p>\n<p>25 Beim Marterpfahl Jesu standen jedoch seine Mutter und die Schwester seiner Mutter; Maria, die Frau des Klopas, und Maria Magdalene. 26 Als nun Jesus seine Mutter und den J\u00fcnger, den er liebte, dabeistehen sah, sagte er zu seiner Mutter: &#8222;Frau, siehe, dein Sohn!&#8220; 27 Darauf sprach er zu dem J\u00fcnger: &#8222;Siehe, deine Mutter!&#8220; Und von jener Stunde an nahm der J\u00fcnger sie in sein eigenes Heim.<\/p>\n<p>28 Nach diesem, als Jesus wu\u00dfte, da\u00df nunmehr alles vollbracht worden war, damit sich das Schriftwort erf\u00fclle, sprach er: &#8222;Mich d\u00fcrstet.&#8220; 29 Ein Gef\u00e4\u00df voll saurem Wein stand da. Daher steckten sie einen mit saurem Wein gef\u00fcllten Schwamm an einen Ysop[stengel] und brachten ihn an seinen Mund. 30 Als nun Jesus den sauren Wein empfangen hatte, sagte er: &#8222;Es ist vollbracht!&#8220;, und sein Haupt neigend, \u00fcbergab er [seinen] Geist.<\/p>\n<p>31 Dann baten die Juden Pilatus, weil es Vorbereitungstag war, damit die Leiber nicht am Sabbat an den Marterpf\u00e4hlen blieben (denn der Tag jenes Sabbats war ein gro\u00dfer), da\u00df ihre Beine gebrochen und die [Leiber] abgenommen werden k\u00f6nnten. 32 Darum kamen die Soldaten und brachen dem ersten die Beine und auch die des anderen, der mit ihm an den Pfahl gebracht worden war. 33 Als sie aber zu Jesus kamen und sahen, da\u00df er schon tot war, brachen sie ihm die Beine nicht. 34 Einer der Soldaten jedoch stie\u00df mit einem Speer in seine Seite, und sogleich kam Blut und Wasser heraus. 35 Und der, der [es] gesehen hat, hat Zeugnis abgelegt, und sein Zeugnis ist wahr, und dieser wei\u00df, da\u00df er Wahres sagt, damit auch ihr glaubt. 36 Ja, diese Dinge sind geschehen, damit das Schriftwort erf\u00fcllt werde: &#8222;Kein Knochen von ihm wird zermalmt werden.&#8220; 37 Und noch ein anderes Schriftwort sagt: &#8222;Sie werden auf DEN schauen, den sie durchstochen haben.&#8220;<\/p>\n<p>38 Nach diesen Dingen nun bat Joseph von Arimathia, der ein J\u00fcnger Jesu war, doch aus Furcht vor den Juden nur im geheimen, den Pilatus, da\u00df er den Leib Jesu wegnehmen d\u00fcrfe; und Pilatus gab ihm Erlaubnis. Daher kam er und nahm seinen Leib weg. 39 Auch Nikodemus, der Mann, der das erste Mal bei Nacht zu ihm gekommen war, kam und brachte eine Rolle Myrrhe und Aloe, ungef\u00e4hr hundert Pfund [davon]. 40 Da nahmen sie den Leib Jesu und banden ihn mit Binden samt den Gew\u00fcrzen, so wie es bei den Juden Sitte ist, ein Begr\u00e4bnis vorzubereiten. 41 Nun befand sich an dem Ort, wo er an den Pfahl gebracht worden war, ein Garten und in dem Garten eine neue Ged\u00e4chtnisgruft, in die noch nie jemand gelegt worden war. 42 Dorthin also legten sie Jesus wegen des Vorbereitungstages der Juden, weil die Ged\u00e4chtnisgruft in der N\u00e4he war.<\/p>\n<h3>Kapitel 20<\/h3>\n<p>20 Am ersten Tag der Woche kam Maria Magdalene in der Fr\u00fche, als es noch dunkel war, zur Ged\u00e4chtnisgruft, und sie sah den Stein bereits von der Ged\u00e4chtnisgruft weggenommen. 2 Daher lief sie und kam zu Simon Petrus und zu dem anderen J\u00fcnger, zu dem Jesus Zuneigung hatte, und sie sagte zu ihnen: &#8222;Sie haben den Herrn aus der Ged\u00e4chtnisgruft weggenommen, und wir wissen nicht, wo sie ihn hingelegt haben.&#8220;<\/p>\n<p>3 Da gingen Petrus und der andere J\u00fcnger hinaus und machten sich auf den Weg zur Ged\u00e4chtnisgruft. 4 Ja, die beiden begannen miteinander zu laufen; doch der andere J\u00fcnger lief mit gr\u00f6\u00dferer Eile dem Petrus voraus und erreichte die Ged\u00e4chtnisgruft zuerst. 5 Und sich nach vorn b\u00fcckend, sah er die Binden daliegen, doch ging er nicht hinein. 6 Dann kam auch Simon Petrus, der ihm folgte, und er ging in die Ged\u00e4chtnisgruft hinein. Und er sah die Binden daliegen, 7 auch das Tuch, das auf seinem Kopf gewesen war, nicht bei den Binden liegend, sondern an einer Stelle f\u00fcr sich zusammengerollt. 8 Jetzt ging daher auch der andere J\u00fcnger, der die Ged\u00e4chtnisgruft zuerst erreicht hatte, hinein, und er sah und glaubte. 9 Denn sie verstanden das Schriftwort noch nicht, da\u00df er von den Toten auferstehen m\u00fcsse. 10 So kehrten dann die J\u00fcnger in ihre H\u00e4user zur\u00fcck.<\/p>\n<p>11 Maria aber blieb drau\u00dfen in der N\u00e4he der Ged\u00e4chtnisgruft stehen und weinte. Dann, w\u00e4hrend sie weinte, b\u00fcckte sie sich nach vorn, um in die Ged\u00e4chtnisgruft hineinzublicken, 12 und sie sah zwei Engel in Wei\u00df dasitzen, einen beim Kopf und einen bei den F\u00fc\u00dfen [der Stelle], wo der Leib Jesu gelegen hatte. 13 Und sie sagten zu ihr: &#8222;Frau, warum weinst du?&#8220; Sie sprach zu ihnen: &#8222;Sie haben meinen Herrn weggenommen, und ich wei\u00df nicht, wo sie ihn hingelegt haben.&#8220; 14 Nachdem sie diese Dinge gesagt hatte, wandte sie sich zur\u00fcck und sah Jesus dastehen, wu\u00dfte aber nicht, da\u00df es Jesus war. 15 Jesus sprach zu ihr: &#8222;Frau, warum weinst du? Wen suchst du?&#8220; Da sie meinte, es sei der G\u00e4rtner, sagte sie zu ihm: &#8222;Herr, wenn du ihn weggetragen hast, so sage mir, wohin du ihn gelegt hast, und ich will ihn wegnehmen.&#8220; 16 Jesus sagte zu ihr: &#8222;Maria!&#8220; Sich umwendend, sagte sie auf hebr\u00e4isch zu ihm: &#8222;Rabbuni!&#8220;  (was &#8222;Lehrer!&#8220; bedeutet). 17 Jesus sprach zu ihr: &#8222;H\u00f6r auf, dich an mich zu klammern. Denn ich bin noch nicht zum Vater aufgefahren. Geh jedoch zu meinen Br\u00fcdern hin, und sag ihnen: &#8218;Ich fahre auf zu meinem Vater und eurem Vater und zu meinem Gott und eurem Gott.&#8216; &#8220; 18 Maria Magdalene kam und brachte den J\u00fcngern die Botschaft: &#8222;Ich habe den Herrn gesehen!&#8220; und da\u00df er diese Dinge zu ihr gesprochen habe.<\/p>\n<p>19 Als es nun an jenem Tag, dem ersten der Woche, sp\u00e4t war und die T\u00fcren, wo sich die J\u00fcnger befanden, aus Furcht vor den Juden verschlossen worden waren, kam Jesus und trat in ihre Mitte und sprach zu ihnen: &#8222;Friede sei mit euch!&#8220; 20 Und nachdem er dies gesagt hatte, zeigte er ihnen seine H\u00e4nde und auch seine Seite. Da freuten sich die J\u00fcnger, da\u00df sie den Herrn sahen. 21 Jesus sagte nun wieder zu ihnen: &#8222;Friede sei mit euch! So, wie mich der Vater ausgesandt hat, so sende auch ich euch.&#8220; 22 Und nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach zu ihnen: &#8222;Empfangt heiligen Geist. 23 Wenn ihr irgendwelchen Personen die S\u00fcnden vergebt, so sind sie ihnen vergeben; wenn ihr die von irgendwelchen Personen behaltet, so sind sie behalten.&#8220;<\/p>\n<p>24 Thomas aber, einer von den Zw\u00f6lfen, der &#8222;Der Zwilling&#8220; genannt wurde, war nicht bei ihnen, als Jesus kam. 25 Infolgedessen sagten die anderen J\u00fcnger zu ihm: &#8222;Wir haben den Herrn gesehen!&#8220; Er aber sprach zu ihnen: &#8222;Wenn ich nicht in seinen H\u00e4nden die Spur der N\u00e4gel sehe und meinen Finger in die Spur der N\u00e4gel lege und meine Hand in seine Seite lege, will ich es bestimmt nicht glauben.&#8220;<\/p>\n<p>26 Nun, acht Tage sp\u00e4ter befanden sich seine J\u00fcnger wieder drinnen und Thomas mit ihnen. Jesus kam, obwohl die T\u00fcren verschlossen waren, und er trat in ihre Mitte und sprach: &#8222;Friede sei mit euch!&#8220; 27 Darauf sagte er zu Thomas: &#8222;Reich deinen Finger her, und sieh meine H\u00e4nde, und nimm deine Hand, und leg sie in meine Seite, und sei nicht l\u00e4nger ungl\u00e4ubig, sondern werde gl\u00e4ubig.&#8220; 28 Als Antwort sagte Thomas zu ihm: &#8222;Mein Herr und mein Gott!&#8220; 29 Jesus sprach zu ihm: &#8222;Weil du mich gesehen hast, hast du geglaubt? Gl\u00fccklich sind die, die nicht sehen und doch glauben.&#8220;<\/p>\n<p>30 Allerdings tat Jesus auch vor den J\u00fcngern viele andere Zeichen, die nicht in dieser Buchrolle niedergeschrieben sind. 31 Diese aber sind niedergeschrieben worden, damit ihr glaubt, da\u00df Jesus der Christus ist, der Sohn Gottes, und damit ihr, weil ihr glaubt, durch seinen Namen Leben habt.<\/p>\n<h3>Kapitel 21<\/h3>\n<p>21 Nach diesen Dingen machte sich Jesus selbst den J\u00fcngern von neuem am Meer von Tiberias offenbar; er machte sich aber auf diese Weise offenbar: 2 Es waren beisammen: Simon Petrus und Thomas, der &#8222;Der Zwilling&#8220; genannt wurde, und Nathana\u00ebl von Kana in Galilaa und die S\u00f6hne des Zebedaus und zwei andere seiner J\u00fcnger. 3 Simon Petrus sagte zu ihnen: &#8222;Ich gehe fischen.&#8220; Sie sprachen zu ihm: &#8222;Wir kommen auch mit dir.&#8220; Sie gingen hinaus und stiegen in das Boot, doch w\u00e4hrend jener Nacht fingen sie nichts.<\/p>\n<p>4 Indes, als es gerade Morgen wurde, stand Jesus am Strand, doch erkannten die J\u00fcnger nat\u00fcrlich nicht, da\u00df es Jesus war. 5 Da sprach Jesus zu ihnen: &#8222;Kindlein, habt ihr nichts zu essen?&#8220; Sie antworteten ihm: &#8222;Nein!&#8220; 6 Er sprach zu ihnen: &#8222;Werft das Netz auf der rechten Seite des Bootes aus, und ihr werdet [welche] finden.&#8220; Da warfen sie es aus, konnten es aber wegen der Menge der Fische nicht mehr einziehen. 7 Daher sagte jener J\u00fcnger, den Jesus liebte, zu Petrus: &#8222;Es ist der Herr!&#8220; Als daher Simon Petrus h\u00f6rte, da\u00df es der Herr sei, g\u00fcrtete er sein Oberkleid um, denn er war nackt, und warf sich ins Meer. 8 Die anderen J\u00fcnger aber kamen in dem kleinen Boot, denn sie waren nicht weit vom Land entfernt, nur etwa neunzig Meter, und sie schleppten das Netz mit den Fischen nach.<\/p>\n<p>9 Als sie jedoch ans Land stiegen, sahen sie dort ein Kohlenfeuer angelegt und Fisch darauf und Brot. 10 Jesus sprach zu ihnen: &#8222;Bringt einige von den Fischen, die ihr soeben gefangen habt.&#8220; 11 Simon Petrus ging daher an Bord und zog das Netz voll gro\u00dfer Fische, deren hundertdreiundf\u00fcnfzig, ans Land. Und obwohl es so viele waren, ri\u00df das Netz nicht. 12 Jesus sprach zu ihnen: &#8222;Kommt her, fr\u00fchst\u00fcckt.&#8220; Keiner von den J\u00fcngern hatte den Mut, sich bei ihm zu erkundigen: &#8222;Wer bist du?&#8220;, denn sie wu\u00dften, da\u00df es der Herr war. 13 Jesus kam und nahm das Brot und gab es ihnen und ebenso den Fisch. 14 Das war nun das dritte Mal, da\u00df Jesus den J\u00fcngern erschien, nachdem er von den Toten auferweckt worden war.<\/p>\n<p>15 Als sie nun gefr\u00fchst\u00fcckt hatten, sprach Jesus zu Simon Petrus: &#8222;Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich mehr als diese?&#8220; Er sagte zu ihm: &#8222;Ja, Herr, du wei\u00dft, da\u00df ich Zuneigung zu dir habe.&#8220; Er sprach zu ihm: &#8222;Weide meine L\u00e4mmer.&#8220; 16 Wiederum, ein zweites Mal, sprach er zu ihm: &#8222;Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich?&#8220; Er sagte zu ihm: &#8222;Ja, Herr, du wei\u00dft, da\u00df ich Zuneigung zu dir habe.&#8220; Er sprach zu ihm: &#8222;H\u00fcte meine Sch\u00e4flein.&#8220; 17 Er sprach zum dritten Mal zu ihm: &#8222;Simon, Sohn des Johannes, hast du Zuneigung zu mir?&#8220; Petrus wurde betr\u00fcbt, da\u00df er zum dritten Mal zu ihm sagte: &#8222;Hast du Zuneigung zu mir?&#8220; Somit sagte er zu ihm: &#8222;Herr, du wei\u00dft alles; du wei\u00dft, da\u00df ich Zuneigung zu dir habe.&#8220; Jesus sprach zu ihm: &#8222;Weide meine Sch\u00e4flein. 18 Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Als du j\u00fcnger warst, pflegtest du dich selbst zu g\u00fcrten und umherzugehen, wohin du wolltest. Wenn du aber alt wirst, wirst du deine H\u00e4nde ausstrecken, und ein anderer wird dich g\u00fcrten und dich hintragen, wohin du nicht w\u00fcnschst.&#8220; 19 Das sagte er, um anzuzeigen, durch was f\u00fcr eine Todesart er Gott verherrlichen w\u00fcrde. Als er dies nun gesagt hatte, sprach er zu ihm: &#8222;Folge mir nach.&#8220;<\/p>\n<p>20 Als Petrus sich umwandte, sah er den J\u00fcnger folgen, den Jesus liebte, denjenigen, der sich auch beim Abendmahl an seine Brust zur\u00fcckgelehnt und gesagt hatte: &#8222;Herr, wer ist der, der dich verr\u00e4t?&#8220; 21 Als er ihn daher erblickte, sagte Petrus zu Jesus: &#8222;Herr, was wird dieser [tun]?&#8220; 22 Jesus sprach zu ihm: &#8222;Wenn es mein Wille ist, da\u00df er bleibe, bis ich komme, was geht das dich an? Folge du mir nach.&#8220; 23 Deshalb ging dieses Wort unter die Br\u00fcder aus, da\u00df jener J\u00fcnger nicht sterben werde. Jesus sagte indes nicht zu ihm, da\u00df er nicht sterben werde, sondern: &#8222;Wenn es mein Wille ist, da\u00df er bleibe, bis ich komme, was geht das dich an?&#8220;<\/p>\n<p>24 Das ist der J\u00fcnger, der von diesen Dingen Zeugnis ablegt und der diese Dinge geschrieben hat, und wir wissen, da\u00df das Zeugnis, das er ablegt, wahr ist.<\/p>\n<p>25 Es gibt tats\u00e4chlich noch viele andere Dinge, die Jesus getan hat; wenn diese jemals bis in alle Einzelheiten aufgeschrieben w\u00fcrden, so k\u00f6nnte &#8211; denke ich &#8211; selbst die Welt die geschriebenen Buchrollen nicht fassen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kapitel 18 18 Nachdem Jesus diese Dinge gesagt hatte, ging er mit seinen J\u00fcngern hinaus, \u00fcber den Winterwildbach Kidron hin\u00fcber, an den Ort, wo ein Garten war, in den er und seine J\u00fcnger eintraten. 2 Nun kannte auch Judas, sein Verr\u00e4ter, den Ort, denn Jesus war dort oftmals mit seinen J\u00fcngern zusammengekommen. 3 Daher holte [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[479,2],"tags":[],"class_list":["post-1320","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-johannes","category-text-in-der-bibel"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1320","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1320"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1320\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1321,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1320\/revisions\/1321"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1320"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1320"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1320"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}