
{"id":1316,"date":"2009-11-07T00:11:12","date_gmt":"2009-11-06T23:11:12","guid":{"rendered":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=1316"},"modified":"2009-11-19T00:14:55","modified_gmt":"2009-11-18T23:14:55","slug":"johannes-11-13","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=1316","title":{"rendered":"Johannes 11 &#8211; 13"},"content":{"rendered":"<h3>Kapitel 11<\/h3>\n<p>11 Nun war ein gewisser Mann krank, Lazarus von Bethanien, aus dem Dorf der Maria und ihrer Schwester Martha. 2 Es war n\u00e4mlich die Maria, die den Herrn mit wohlriechendem \u00d6l eingerieben und seine F\u00fc\u00dfe mit ihrem Haar abgetrocknet hatte, deren Bruder Lazarus krank war. 3 Daher sandten seine Schwestern zu ihm, um ihm zu sagen: &#8222;Herr, siehe, der, zu dem du Zuneigung hast, ist krank.&#8220; 4 Als aber Jesus es h\u00f6rte, sagte er: &#8222;Der Zweck dieser Krankheit ist nicht der Tod, sondern die Verherrlichung Gottes, damit der Sohn Gottes durch sie verherrlicht werde.&#8220;<\/p>\n<p>5 Jesus nun liebte Martha und ihre Schwester und Lazarus. 6 Als er aber h\u00f6rte, da\u00df er krank sei, blieb er allerdings zwei Tage an dem Ort, wo er war. 7 Dann sprach er nach diesem zu den J\u00fcngern: &#8222;La\u00dft uns wieder nach Judaa gehen.&#8220; 8 Die J\u00fcnger sagten zu ihm: &#8222;Rabbi, erst k\u00fcrzlich suchten dich die Judaer zu steinigen, und du gehst wieder dorthin?&#8220; 9 Jesus antwortete: &#8222;Gibt es nicht zw\u00f6lf Stunden Tageslicht? Wenn jemand im Tageslicht wandert, st\u00f6\u00dft er nirgends an, weil er das Licht dieser Welt sieht. 10 Wenn aber jemand in der Nacht wandert, st\u00f6\u00dft er irgendwo an, weil das Licht nicht in ihm ist.&#8220;<\/p>\n<p>11 Diese Dinge sprach er, und danach sagte er zu ihnen: &#8222;Lazarus, unser Freund, ist zur Ruhe gegangen, doch begebe ich mich dorthin, um ihn aus dem Schlaf zu wecken.&#8220; 12 Deswegen sagten die J\u00fcnger zu ihm: &#8222;Herr, wenn er zur Ruhe gegangen ist, wird er gesund werden.&#8220; 13 Jesus hatte jedoch von seinem Tod gesprochen. Sie aber meinten, er rede von der Ruhe des Schlafes. 14 Nun sagte Jesus daher freiheraus zu ihnen: &#8222;Lazarus ist gestorben, 15 und ich freue mich euretwegen, da\u00df ich nicht dort war, damit ihr glaubt. Doch la\u00dft uns zu ihm gehen.&#8220; 16 Deshalb sagte Thomas, der &#8222;Der Zwilling&#8220; genannt wurde, zu seinen Mitj\u00fcngern: &#8222;La\u00dft auch uns gehen, um mit ihm zu sterben.&#8220;<\/p>\n<p>17 Darauffolgend fand Jesus bei seiner Ankunft, da\u00df er schon vier Tage in der Ged\u00e4chtnisgruft war. 18 Bethanien nun lag nahe bei Jerusalem, in einer Entfernung von ungef\u00e4hr drei Kilometern. 19 So waren denn viele von den Juden zu Martha und Maria gekommen, um sie wegen ihres Bruders zu tr\u00f6sten. 20 Daher ging Martha, als sie h\u00f6rte, da\u00df Jesus komme, ihm entgegen; Maria blieb jedoch im Haus sitzen. 21 Deshalb sagte Martha zu Jesus: &#8222;Herr, wenn du hiergewesen w\u00e4rst, so w\u00e4re mein Bruder nicht gestorben. 22 Und doch wei\u00df ich jetzt, da\u00df, so vieles du von Gott erbittest, Gott dir geben wird.&#8220; 23 Jesus sprach zu ihr: &#8222;Dein Bruder wird auferstehen.&#8220; 24 Martha sagte zu ihm: &#8222;Ich wei\u00df, da\u00df er auferstehen wird in der Auferstehung am letzten Tag.&#8220; 25 Jesus sprach zu ihr: &#8222;Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer Glauben an mich aus\u00fcbt, wird zum Leben kommen, auch wenn er stirbt; 26 und jeder, der lebt und Glauben an mich aus\u00fcbt, wird \u00fcberhaupt nie sterben. Glaubst du das?&#8220; 27 Sie sagte zu ihm: &#8222;Ja, Herr; ich habe geglaubt, da\u00df du der Christus, der Sohn Gottes, bist, der in die Welt kommt.&#8220; 28 Und als sie dies gesagt hatte, ging sie weg und rief ihre Schwester Maria und sagte heimlich: &#8222;Der Lehrer ist da und ruft dich.&#8220; 29 Als diese es h\u00f6rte, stand sie schnell auf und begab sich auf den Weg zu ihm.<\/p>\n<p>30 Jesus aber war noch nicht in das Dorf gekommen, sondern befand sich noch an dem Ort, wo Martha ihn getroffen hatte. 31 Als nun die Juden, die bei ihr im Haus waren und sie tr\u00f6steten, sahen, da\u00df Maria schnell aufstand und hinausging, folgten sie ihr, da sie annahmen, da\u00df sie zur Ged\u00e4chtnisgruft gehe, um dort zu weinen. 32 Und als dann Maria dort ankam, wo Jesus war, und ihn erblickte, fiel sie ihm zu F\u00fc\u00dfen und sprach zu ihm: &#8222;Herr, wenn du hiergewesen w\u00e4rst, w\u00e4re mein Bruder nicht gestorben.&#8220; 33 Als Jesus daher sah, wie sie weinte und wie die Juden, die mit ihr kamen, weinten, seufzte er im Geist und wurde beunruhigt; 34 und er sprach: &#8222;Wo habt ihr ihn hingelegt?&#8220; Sie sagten zu ihm: &#8222;Herr, komm und sieh.&#8220; 35 Jesus brach in Tr\u00e4nen aus. 36 Deshalb begannen die Juden zu sagen: &#8222;Seht, welche Zuneigung er zu ihm gehabt hat!&#8220; 37 Einige von ihnen aber sagten: &#8222;War nicht dieser, der dem Blinden die Augen \u00f6ffnete, imstande, diesen vor dem Sterben zu bewahren?&#8220;<\/p>\n<p>38 So kam Jesus, nachdem er bei sich selbst wieder geseufzt hatte, zur Ged\u00e4chtnisgruft. Es war eigentlich eine H\u00f6hle, und ein Stein lag davor. 39 Jesus sprach: &#8222;Nehmt den Stein weg.&#8220; Martha, die Schwester des Verstorbenen, sagte zu ihm: &#8222;Herr, er wird nun riechen, denn es ist [schon] vier Tage her.&#8220; 40 Jesus sprach zu ihr: &#8222;Habe ich dir nicht gesagt, da\u00df du, wenn du glaubtest, die Herrlichkeit Gottes sehen w\u00fcrdest?&#8220; 41 Daher nahmen sie den Stein weg. Nun hob Jesus seine Augen zum Himmel empor und sprach: &#8222;Vater, ich danke dir, da\u00df du mich erh\u00f6rt hast. 42 Zwar wu\u00dfte ich, da\u00df du mich immer erh\u00f6rst; aber wegen der Volksmenge, die ringsum steht, habe ich geredet, damit sie glauben k\u00f6nnten, da\u00df du mich ausgesandt hast.&#8220; 43 Und als er diese Dinge gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: &#8222;Lazarus, komm heraus!&#8220; 44 Der [Mann], der tot gewesen war, kam heraus, seine F\u00fc\u00dfe und H\u00e4nde mit Binden umwickelt, und sein Gesicht war mit einem Tuch umbunden. Jesus sprach zu ihnen: &#8222;Bindet ihn los, und la\u00dft ihn gehen.&#8220;<\/p>\n<p>45 Viele der Juden, die zu Maria gekommen waren und gesehen hatten, was er tat, glaubten daher an ihn; 46 einige von ihnen gingen jedoch weg zu den Pharis\u00e4ern und erz\u00e4hlten ihnen die Dinge, die Jesus tat. 47 Infolgedessen versammelten die Oberpriester und die Pharis\u00e4er den Sanhedrin und begannen zu sagen: &#8222;Was sollen wir tun, denn dieser Mensch tut viele Zeichen? 48 Wenn wir ihn so gew\u00e4hren lassen, werden sie alle an ihn glauben, und die R\u00f6mer werden kommen und sowohl unsere St\u00e4tte als auch unsere Nation wegnehmen.&#8220; 49 Einer von ihnen aber, Kaiphas, der in jenem Jahr Hoherpriester war, sagte zu ihnen: &#8222;Ihr wi\u00dft \u00fcberhaupt nichts, 50 und ihr bedenkt nicht, da\u00df es zu eurem Nutzen ist, da\u00df ein einziger Mensch zugunsten des Volkes sterbe und nicht die ganze Nation vernichtet werde.&#8220; 51 Das sagte er jedoch nicht von sich selbst aus; sondern weil er jenes Jahr Hoherpriester war, prophezeite er, da\u00df Jesus dazu bestimmt war, f\u00fcr die Nation zu sterben 52 und nicht f\u00fcr die Nation allein, sondern damit er auch die zerstreuten Kinder Gottes in e i n s versammle. 53 Darum hielten sie von jenem Tag an Rat, um ihn zu t\u00f6ten.<\/p>\n<p>54 Infolgedessen ging Jesus nicht mehr \u00f6ffentlich unter den Juden umher, sondern von dort begab er sich weg in das Land nahe bei der Wildnis, in eine Stadt, Ephraim genannt, und dort blieb er mit den J\u00fcngern. 55 Nun war das Passah der Juden nahe, und viele Leute gingen vor dem Passah aus dem Land nach Jerusalem hinauf, um sich zeremoniell zu reinigen. 56 Daher suchten sie Jesus, und sie sagten zueinander, w\u00e4hrend sie im Tempel herumstanden: &#8222;Was ist eure Meinung? Da\u00df er gar nicht zum Fest kommen wird?&#8220; 57 Die Oberpriester und die Pharis\u00e4er hatten n\u00e4mlich Weisung gegeben, da\u00df irgend jemand, der erfahre, wo er sei, [es] anzeigen sollte, damit sie ihn ergreifen k\u00f6nnten.<\/p>\n<h3>Kapitel 12<\/h3>\n<p>12 So kam dann Jesus sechs Tage vor dem Passah in Bethanien an, wo sich Lazarus befand, den Jesus von den Toten auferweckt hatte. 2 Daher veranstalteten sie dort ein Abendessen f\u00fcr ihn, und Martha bediente, Lazarus aber war einer von denen, die mit ihm zu Tisch lagen. 3 Maria nahm daher ein Pfund echtes, sehr kostbares, wohlriechendes Narden\u00f6l, und sie rieb Jesus die F\u00fc\u00dfe [damit] ein und trocknete seine F\u00fc\u00dfe mit ihrem Haar ab. Das Haus wurde vom Duft des wohlriechenden \u00d6ls erf\u00fcllt. 4 Judas Iskariot aber, einer von seinen J\u00fcngern, der im Begriff war, ihn zu verraten, sagte: 5 &#8222;Warum wurde dieses wohlriechende \u00d6l nicht f\u00fcr dreihundert Denare verkauft und den Armen gegeben?&#8220; 6 Das sagte er aber nicht, weil ihm an den Armen gelegen war, sondern weil er ein Dieb war und die Kasse hatte und die Einlagen wegzutragen pflegte. 7 Deshalb sagte Jesus: &#8222;La\u00df sie, damit sie diesen Brauch im Hinblick auf den Tag meines Begr\u00e4bnisses einhalte. 8 Denn die Armen habt ihr allezeit bei euch, mich aber werdet ihr nicht allezeit haben.&#8220;<\/p>\n<p>9 Eine gro\u00dfe Volksmenge der Juden erfuhr daher, da\u00df er dort sei, und sie kamen nicht nur Jesu wegen, sondern auch, um Lazarus zu sehen, den er von den Toten auferweckt hatte. 10 Die Oberpriester nun hielten Rat, um auch Lazarus zu t\u00f6ten, 11 weil viele von den Juden seinetwegen dorthin gingen und an Jesus glaubten.<\/p>\n<p>12 Als am n\u00e4chsten Tag die gro\u00dfe Volksmenge, die zum Fest gekommen war, h\u00f6rte, da\u00df Jesus nach Jerusalem komme, 13 nahmen sie die Zweige von Palmen und zogen hinaus, ihm entgegen. Und sie begannen zu rufen: &#8222;Rette, bitte! Gesegnet ist, der im Namen Jehovas kommt, ja, der K\u00f6nig von Israel!&#8220; 14 Als Jesus aber einen jungen Esel gefunden hatte, setzte er sich darauf, so wie geschrieben steht: 15 &#8222;F\u00fcrchte dich nicht, Tochter Zion. Siehe! Dein K\u00f6nig kommt, sitzend auf einem Eselsf\u00fcllen.&#8220; 16 Von diesen Dingen nahmen seine J\u00fcnger zuerst keine Kenntnis, als Jesus aber verherrlicht wurde, da erinnerten sie sich an das, was \u00fcber ihn geschrieben stand, und da\u00df man ihm diese Dinge getan hatte.<\/p>\n<p>17 So legte dann die Volksmenge, die bei ihm war, als er Lazarus aus der Ged\u00e4chtnisgruft herausrief und ihn von den Toten auferweckte, fortw\u00e4hrend Zeugnis ab. 18 Deshalb ging ihm auch die Volksmenge entgegen, weil sie h\u00f6rte, da\u00df er dieses Zeichen getan hatte. 19 Darum sagten die Pharis\u00e4er unter sich: &#8222;Ihr seht, ihr richtet gar nichts aus. Seht! Die Welt ist ihm nachgelaufen.&#8220;<\/p>\n<p>20 Es waren nun unter denen, die heraufkamen, um am Fest anzubeten, einige Griechen. 21 Diese traten daher an Philippus heran, der von Bethsaida in Galilaa war, und sie begannen ihn zu bitten, indem sie sprachen: &#8222;Herr, wir m\u00f6chten Jesus sehen.&#8220; 22 Philippus kam und sagte es Andreas. Andreas und Philippus kamen und sagten es Jesus.<\/p>\n<p>23 Jesus aber antwortete ihnen und sprach: &#8222;Die Stunde ist gekommen, da der Menschensohn verherrlicht werden soll. 24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ein Weizenkorn nicht in die Erde f\u00e4llt und stirbt, bleibt es nur e i n [Korn]; wenn es aber stirbt, dann bringt es viel Frucht. 25 Wer seine Seele liebhat, vernichtet sie; wer aber seine Seele in dieser Welt ha\u00dft, wird sie zum ewigen Leben bewahren. 26 Will jemand mir dienen, so folge er mir nach, und wo ich bin, da wird auch mein Diener sein. Wenn jemand mir dient, wird der Vater ihn ehren. 27 Jetzt ist meine Seele beunruhigt, und was soll ich sagen? Vater, rette mich aus dieser Stunde. Doch deswegen bin ich in diese Stunde gekommen. 28 Vater, verherrliche deinen Namen.&#8220; Darum kam eine Stimme vom Himmel: &#8222;Ich habe [ihn] verherrlicht und will [ihn] wieder verherrlichen.&#8220;<\/p>\n<p>29 Daher sagte die Volksmenge, die dabeistand und es h\u00f6rte, es habe gedonnert. Andere begannen zu sagen: &#8222;Ein Engel hat zu ihm geredet.&#8220; 30 Als Antwort sagte Jesus: &#8222;Diese Stimme ist nicht um meinetwillen, sondern um euretwillen geschehen. 31 Jetzt ergeht ein Gericht \u00fcber diese Welt; jetzt wird der Herrscher dieser Welt hinausgeworfen werden. 32 Und doch werde ich, wenn ich von der Erde erh\u00f6ht bin, Menschen von allen Arten zu mir ziehen.&#8220; 33 Dies sagte er in Wirklichkeit, um anzuzeigen, welches Todes er zu sterben im Begriff war. 34 Daher antwortete ihm die Volksmenge: &#8222;Wir h\u00f6rten aus dem GESETZ, da\u00df der Christus f\u00fcr immer bleibt; und wie kommt es, da\u00df du sagst, der Menschensohn m\u00fcsse erh\u00f6ht werden? Wer ist dieser Menschensohn?&#8220; 35 Jesus sagte daher zu ihnen: &#8222;Noch eine kleine Weile wird das Licht unter euch sein. Wandelt, solange ihr das Licht habt, damit euch nicht Finsternis \u00fcberw\u00e4ltige; und wer in der Finsternis wandelt, wei\u00df nicht, wohin er geht. 36 Solange ihr das Licht habt, bekundet Glauben an das Licht, damit ihr S\u00f6hne des Lichts werdet.&#8220;<\/p>\n<p>Jesus redete diese Dinge und ging weg und verbarg sich vor ihnen. 37 Obwohl er indes so viele Zeichen vor ihnen getan hatte, glaubten sie nicht an ihn, 38 damit das Wort des Propheten Jesaja erf\u00fcllt werde, das er sprach: &#8222;Jehova, wer hat an das geglaubt, was wir geh\u00f6rt haben? Und der Arm Jehovas, wem ist er geoffenbart worden?&#8220; 39 Der Grund, weshalb sie nicht glauben konnten, ist, da Jesaja wiederum sagte: 40 &#8222;Er hat ihre Augen blind gemacht und ihr Herz verh\u00e4rtet, damit sie mit den Augen nicht sehen und mit dem Herzen den Gedanken erfassen und umkehren und ich sie heilen werde.&#8220; 41 Jesaja sagte diese Dinge, weil er seine Herrlichkeit sah, und er redete von ihm. 42 Dennoch glaubten tats\u00e4chlich sogar viele von den Vorstehern an ihn, aber wegen der Pharis\u00e4er bekannten sie [ihn] nicht, um nicht aus der Synagoge ausgeschlossen zu werden; 43 denn sie liebten die Ehre von Menschen mehr als selbst die Ehre von Gott.<\/p>\n<p>44 Jesus aber rief aus und sprach: &#8222;Wer an mich glaubt, glaubt nicht [nur] an mich, sondern [auch] an den, der mich gesandt hat; 45 und wer mich sieht, sieht [auch] den, der mich gesandt hat. 46 Ich bin als ein Licht in die Welt gekommen, damit jeder, der an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe. 47 Wenn indes jemand meine Reden h\u00f6rt und sie nicht bewahrt, so richte ich ihn nicht; denn nicht um die Welt zu richten, sondern um die Welt zu retten, bin ich gekommen. 48 Wer mich mi\u00dfachtet und meine Reden nicht annimmt, der hat einen, der ihn richtet. Das Wort, das ich geredet habe, das wird ihn richten am letzten Tag; 49 denn ich habe nicht aus eigenem Antrieb geredet, sondern der Vater selbst, der mich gesandt hat, hat mir ein Gebot in bezug auf das gegeben, was ich sagen und was ich reden soll. 50 Auch wei\u00df ich, da\u00df sein Gebot ewiges Leben bedeutet. Daher rede ich die Dinge, die ich rede, so wie der Vater [sie] mir gesagt hat.&#8220;<\/p>\n<h3>Kapitel 13<\/h3>\n<p>13 Jetzt, vor dem Passahfest, da Jesus wu\u00dfte, da\u00df seine Stunde gekommen war, aus dieser Welt hinaus zum Vater zu gehen, liebte er die Seinen, die in der Welt waren und die er geliebt hatte, bis ans Ende. 2 Im Verlauf des Abendmahls nun, als der Teufel es Judas Iskariot, dem Sohn Simons, bereits ins Herz gegeben hatte, ihn zu verraten, 3 er [aber] wu\u00dfte, da\u00df der Vater ihm alles in die Hand gegeben hatte und da\u00df er von Gott ausgegangen war und zu Gott hinging, 4 erhob er sich vom Abendmahl und legte seine \u00e4u\u00dferen Kleider beiseite. Und er nahm ein leinenes Tuch und g\u00fcrtete sich. 5 Danach go\u00df er Wasser in ein Becken und fing an, den J\u00fcngern die F\u00fc\u00dfe zu waschen und sie mit dem leinenen Tuch, mit dem er umg\u00fcrtet war, abzutrocknen. 6 So kam er dann zu Simon Petrus. Er sagte zu ihm: &#8222;Herr, w\u00e4schst du mir die F\u00fc\u00dfe?&#8220; 7 Jesus gab ihm zur Antwort: &#8222;Was ich tue, verstehst du jetzt nicht, doch wirst du es nach diesen Dingen verstehen.&#8220; 8 Petrus sagte zu ihm: &#8222;Du wirst mir bestimmt niemals die F\u00fc\u00dfe waschen!&#8220; Jesus antwortete ihm: &#8222;Wenn ich dich nicht wasche, hast du keinen Teil mit mir.&#8220; 9 Simon Petrus sagte zu ihm: &#8222;Herr, nicht nur meine F\u00fc\u00dfe, sondern auch die H\u00e4nde und den Kopf.&#8220; 10 Jesus sprach zu ihm: &#8222;Wer gebadet ist, braucht weiter nichts mehr, als sich die F\u00fc\u00dfe zu waschen, sondern ist ganz rein. Und ihr seid rein, aber nicht alle.&#8220; 11 Er kannte ja den Menschen, der ihn verriet. Darum sagte er: &#8222;Nicht alle von euch sind rein.&#8220;<\/p>\n<p>12 Als er ihnen nun die F\u00fc\u00dfe gewaschen und seine \u00e4u\u00dferen Kleider angelegt und sich wieder am Tisch niedergelegt hatte, sprach er zu ihnen: &#8222;Wi\u00dft ihr, was ich euch getan habe? 13 Ihr redet mich mit &#8218;Lehrer&#8216; und &#8218;Herr&#8216; an, und ihr sagt es mit Recht, denn ich bin es. 14 Wenn nun ich euch, obwohl Herr und Lehrer, die F\u00fc\u00dfe gewaschen habe, so seid auch ihr verpflichtet, einander die F\u00fc\u00dfe zu waschen. 15 Denn ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit so, wie ich euch getan habe, auch ihr tun sollt. 16 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ein Sklave ist nicht gr\u00f6\u00dfer als sein Herr, noch ist ein Abgesandter gr\u00f6\u00dfer als der, der ihn gesandt hat. 17 Wenn ihr diese Dinge wi\u00dft, gl\u00fccklich seid ihr, wenn ihr sie tut. 18 Ich rede nicht von euch allen; ich kenne die, welche ich auserw\u00e4hlt habe. Doch ist es, damit sich das Schriftwort erf\u00fclle: &#8218;Der sich stets von meinem Brot ern\u00e4hrte, hat seine Ferse gegen mich erhoben.&#8216; 19 Von diesem Augenblick an sage ich es euch, ehe es geschieht, damit ihr, wenn es geschieht, glaubt, da\u00df ich es bin. 20 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer jemand aufnimmt, den ich sende, nimmt [auch] mich auf. Wer aber mich aufnimmt, nimmt [auch] den auf, der mich gesandt hat.&#8220;<\/p>\n<p>21 Nachdem Jesus diese Dinge gesagt hatte, wurde er im Geist beunruhigt, und er legte Zeugnis ab und sprach: &#8222;Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Einer von euch wird mich verraten.&#8220; 22 Die J\u00fcnger begannen einander anzublicken, da sie im ungewissen dar\u00fcber waren, von wem er [das] gesagt hatte. 23 Am Busen Jesu lag einer von seinen J\u00fcngern, und Jesus liebte ihn. 24 Da nickte Simon Petrus diesem zu und sprach zu ihm: &#8222;Sage, wer es ist, von dem er [es] sagt.&#8220; 25 Darauf lehnte sich jener an die Brust Jesu zur\u00fcck und sagte zu ihm: &#8222;Herr, wer ist es?&#8220; 26 Daher antwortete Jesus: &#8222;Der ist es, dem ich den Bissen geben werde, den ich eintauche.&#8220; Nachdem er also den Bissen eingetaucht hatte, nahm er ihn und gab ihn Judas, dem Sohn des Simon Iskariot. 27 Und nach dem Bissen, da fuhr der Satan in diesen. Jesus sprach daher zu ihm: &#8222;Was du tust, tu schneller.&#8220; 28 Keiner der zu Tisch Liegenden wu\u00dfte indes, zu welchem Zweck er ihm dies sagte. 29 In der Tat, einige meinten, weil Judas die Kasse f\u00fchrte, habe Jesus zu ihm gesagt: &#8222;Kaufe, was wir f\u00fcr das Fest ben\u00f6tigen&#8220; oder da\u00df er den Armen etwas geben solle. 30 Nachdem er daher den Bissen genommen hatte, ging er sogleich hinaus. Und es war Nacht.<\/p>\n<p>31 Als er nun hinausgegangen war, sprach Jesus: &#8222;Jetzt ist der Menschensohn verherrlicht, und Gott ist in Verbindung mit ihm verherrlicht. 32 Und Gott selbst wird ihn verherrlichen, und er wird ihn sogleich verherrlichen. 33 Kindlein, noch eine kleine Weile bin ich bei euch. Ihr werdet mich suchen; und so, wie ich zu den Juden gesagt habe: &#8218;Wohin ich gehe, k\u00f6nnt ihr nicht hinkommen&#8216;, sage ich jetzt auch zu euch. 34 Ein neues Gebot gebe ich euch, da\u00df ihr einander liebt, so wie ich euch geliebt habe, da\u00df auch ihr einander liebt. 35 Daran werden alle erkennen, da\u00df ihr meine J\u00fcnger seid, wenn ihr Liebe unter euch habt.&#8220;<\/p>\n<p>36 Simon Petrus sprach zu ihm: &#8222;Herr, wohin gehst du?&#8220; Jesus antwortete: &#8222;Wohin ich gehe, kannst du mir jetzt nicht folgen, du wirst aber sp\u00e4ter folgen.&#8220; 37 Petrus sagte zu ihm: &#8222;Herr, warum kann ich dir jetzt nicht folgen? Ich will meine Seele zu deinen Gunsten hingeben.&#8220; 38 Jesus antwortete: &#8222;Deine Seele willst du zu meinen Gunsten hingeben? Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Ein Hahn wird bestimmt nicht kr\u00e4hen, ehe du mich dreimal verleugnet hast.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kapitel 11 11 Nun war ein gewisser Mann krank, Lazarus von Bethanien, aus dem Dorf der Maria und ihrer Schwester Martha. 2 Es war n\u00e4mlich die Maria, die den Herrn mit wohlriechendem \u00d6l eingerieben und seine F\u00fc\u00dfe mit ihrem Haar abgetrocknet hatte, deren Bruder Lazarus krank war. 3 Daher sandten seine Schwestern zu ihm, um [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[479,2],"tags":[],"class_list":["post-1316","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-johannes","category-text-in-der-bibel"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1316","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1316"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1316\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1317,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1316\/revisions\/1317"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1316"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1316"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1316"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}