
{"id":1301,"date":"2009-11-03T00:01:08","date_gmt":"2009-11-02T23:01:08","guid":{"rendered":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=1301"},"modified":"2009-10-31T10:56:21","modified_gmt":"2009-10-31T09:56:21","slug":"lukas-22-24","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=1301","title":{"rendered":"Lukas 22 &#8211; 24"},"content":{"rendered":"<h3>Kapitel 22<\/h3>\n<p>Es nahte nun das Fest der unges\u00e4uerten Brote, das sogenannte Passah. 2\u00a0Auch suchten die Oberpriester und die Schriftgelehrten Mittel und Wege, wie sie ihn beseitigen k\u00f6nnten, denn sie f\u00fcrchteten das Volk. 3\u00a0Satan aber fuhr in Judas, genannt Isk\u1ea1riot, der zu den Zw\u00f6lfen gez\u00e4hlt wurde; 4\u00a0und er ging hin und redete mit den Oberpriestern und [Tempel]hauptleuten \u00fcber Mittel und Wege, ihn an sie zu verraten. 5\u00a0Nun freuten sie sich und kamen \u00fcberein, ihm Silbergeld zu geben. 6\u00a0Da war er einverstanden, und er begann eine gute Gelegenheit zu suchen, ihn abseits von der Volksmenge an sie zu verraten.<\/p>\n<p>7\u00a0Der Tag der unges\u00e4uerten Brote, an dem das Passah-[Opfertier] geopfert werden mu\u00dfte, war nun herbeigekommen, 8\u00a0und er sandte Petrus und Joh\u1ea1nnes weg, indem er sprach: \u201eGeht und bereitet f\u00fcr uns das Passah, damit wir es essen.\u201c 9\u00a0Sie sagten zu ihm: \u201eWo willst du, da\u00df wir [es] bereiten?\u201c 10\u00a0Er sprach zu ihnen: \u201eSeht! Wenn ihr in die Stadt hineinkommt, wird euch ein Mensch begegnen, der ein irdenes Gef\u00e4\u00df mit Wasser tr\u00e4gt. Folgt ihm in das Haus, in das er hineingeht. 11\u00a0Und ihr sollt zu dem Eigent\u00fcmer des Hauses sagen: \u201aDer Lehrer sagt dir: \u201eWo ist das Gastzimmer, in dem ich das Passah mit meinen J\u00fcngern essen kann?\u201c\u00a0\u2018 12\u00a0Und jener wird euch ein gro\u00dfes, ausgestattetes Obergemach zeigen. Dort bereitet [es].\u201c 13\u00a0Da gingen sie hin und fanden es so, wie er es ihnen gesagt hatte, und sie bereiteten das Passah.<\/p>\n<p>14\u00a0Als schlie\u00dflich die Stunde kam, legte er sich zu Tisch und die Apostel mit ihm. 15\u00a0Und er sprach zu ihnen: \u201eIch habe sehnlich begehrt, dieses Passah mit\u00a0euch zu essen, bevor ich leide; 16\u00a0denn ich sage euch: Ich werde es nicht wieder essen, bis es erf\u00fcllt wird im K\u00f6nigreich Gottes.\u201c 17\u00a0Und er nahm einen Becher entgegen, dankte und sprach: \u201eNehmt diesen, und reicht ihn unter euch von einem zum anderen; 18\u00a0denn ich sage euch: Von nun an werde ich nicht wieder von dem Erzeugnis des Weinstocks trinken, bis das K\u00f6nigreich Gottes gekommen ist.\u201c<\/p>\n<p>19\u00a0Auch nahm er ein Brot, dankte, brach es und gab es ihnen, indem er sprach: \u201eDies bedeutet meinen Leib, der zu euren Gunsten gegeben wird. Tut dies immer wieder zur Erinnerung an mich.\u201c 20\u00a0Ferner den Becher nach dem Abendmahl, indem er sprach: \u201eDieser Becher bedeutet den neuen Bund kraft meines Blutes, das zu euren Gunsten vergossen werden wird.<\/p>\n<p>21\u00a0Doch seht, die Hand meines Verr\u00e4ters ist mit mir am Tisch. 22\u00a0Denn der Menschensohn geht hin, wie es vorgezeichnet ist; doch wehe jenem Menschen, durch den er verraten wird!\u201c 23\u00a0Da fingen sie an, untereinander die Frage zu besprechen, wer es wohl von ihnen sei, der im Begriff st\u00fcnde, dies zu tun.<\/p>\n<p>24\u00a0Es entstand indessen auch ein hitziger Wortstreit unter ihnen dar\u00fcber, wer von ihnen der Gr\u00f6\u00dfte zu sein scheine. 25\u00a0Er aber sagte zu ihnen: \u201eDie K\u00f6nige der Nationen spielen sich als Herren \u00fcber sie auf, und die, die Gewalt \u00fcber sie haben, werden Wohlt\u00e4ter genannt. 26\u00a0Ihr aber sollt nicht so sein, sondern m\u00f6ge der, der unter euch der Gr\u00f6\u00dfte ist, wie der J\u00fcngste werden und der, der als Oberster auftritt, wie der Dienende. 27\u00a0Denn wer ist gr\u00f6\u00dfer, der zu Tisch Liegende oder der Dienende? Ist es nicht der zu Tisch Liegende? Ich aber bin in eurer Mitte wie der Dienende.<\/p>\n<p>28\u00a0Ihr aber seid es, die in meinen Pr\u00fcfungen mit mir durchgehalten haben; 29\u00a0und ich mache einen Bund mit euch, so wie mein Vater einen Bund mit mir gemacht hat, f\u00fcr ein K\u00f6nigreich, 30\u00a0damit ihr an meinem Tisch in meinem K\u00f6nigreich e\u00dft und trinkt und auf Thronen sitzt, um die zw\u00f6lf St\u00e4mme Israels zu richten.<\/p>\n<p>31\u00a0S\u1ecbmon, S\u1ecbmon, siehe, der Satan hat danach verlangt, euch wie Weizen zu sichten. 32\u00a0Ich aber habe f\u00fcr dich gefleht, da\u00df dein Glaube nicht nachlasse; und du, bist du einst zur\u00fcckgekehrt, so st\u00e4rke deine Br\u00fcder.\u201c 33\u00a0Dann sagte er zu ihm: \u201eHerr, ich bin bereit, mit dir sowohl ins Gef\u00e4ngnis als auch in den Tod zu gehen.\u201c 34\u00a0Er aber sprach: \u201eIch sage dir, Petrus: Ein Hahn wird heute nicht kr\u00e4hen, ehe du dreimal geleugnet hast, mich zu kennen.\u201c<\/p>\n<p>35\u00a0Auch sprach er zu ihnen: \u201eAls ich euch ohne Geldbeutel und Speisetasche und Sandalen aussandte, hattet ihr doch nicht an etwas Mangel?\u201c Sie sagten: \u201eNein!\u201c 36\u00a0Da sprach er zu ihnen: \u201eJetzt aber nehme der, der einen Geldbeutel hat, ihn an sich, ebenso auch eine Speisetasche; und wer kein Schwert hat, verkaufe sein \u00e4u\u00dferes Kleid und kaufe eins. 37\u00a0Denn ich sage euch, da\u00df das, was geschrieben steht, an mir vollendet werden mu\u00df, n\u00e4mlich: \u201aUnd er wurde unter die Gesetzlosen gerechnet.\u2018 Denn das, was mich betrifft, hat eine Vollendung.\u201c 38\u00a0Da sagten sie: \u201eHerr, siehe, hier sind zwei Schwerter.\u201c Er sprach zu ihnen: \u201eEs ist genug.\u201c<\/p>\n<p>39\u00a0Als er hinausging, begab er sich nach seiner Gewohnheit an den \u00d6lberg; und auch die J\u00fcnger folgten ihm. 40\u00a0An dem Ort angekommen, sagte er zu ihnen: \u201eBetet unabl\u00e4ssig, damit ihr nicht in Versuchung geratet.\u201c 41\u00a0Und er selbst zog sich von ihnen etwa einen Steinwurf weit zur\u00fcck und kniete nieder und begann zu beten, 42\u00a0indem er sprach: \u201eVater, wenn du willst, entferne diesen Becher von mir. Doch nicht mein Wille, sondern der deine geschehe.\u201c 43\u00a0Da erschien ihm ein Engel vom Himmel und st\u00e4rkte ihn. 44\u00a0Als er jedoch in Todesangst geriet, fuhr er fort, noch inbr\u00fcnstiger zu beten; und sein Schwei\u00df wurde wie Blutstropfen, die zur Erde fielen. 45\u00a0Und er stand vom Gebet auf, ging zu den J\u00fcngern und fand sie vor Kummer schlummernd; 46\u00a0und er sprach zu ihnen: \u201eWarum schlaft ihr? Steht auf und betet unabl\u00e4ssig, damit ihr nicht in Versuchung geratet.\u201c<\/p>\n<p>47\u00a0W\u00e4hrend er noch redete, siehe, eine Volksmenge, und der, der Judas genannt wurde, einer von den Zw\u00f6lfen, ging vor ihnen her; und er n\u00e4herte sich Jesus, um ihn zu k\u00fcssen. 48\u00a0Jesus aber sprach zu ihm: \u201eJudas, verr\u00e4tst du den Menschensohn mit einem Ku\u00df?\u201c 49\u00a0Als die, welche um ihn waren, sahen, was geschehen sollte, sagten sie: \u201eHerr, sollen wir mit dem Schwert zuschlagen?\u201c 50\u00a0Einer von ihnen schlug sogar den Sklaven des Hohenpriesters und hieb ihm das rechte Ohr ab. 51\u00a0In Erwiderung aber sagte Jesus: \u201eLa\u00dft ab, nicht weiter.\u201c Und er r\u00fchrte das Ohr an und heilte ihn. 52\u00a0Dann sagte Jesus zu den Oberpriestern und Hauptleuten des Tempels und den \u00e4lteren M\u00e4nnern, die seinetwegen dorthin gekommen waren: \u201eSeid ihr mit Schwertern und Kn\u00fcppeln wie gegen einen R\u00e4uber ausgezogen? 53\u00a0Als ich Tag f\u00fcr Tag bei euch im Tempel war, strecktet ihr eure H\u00e4nde nicht gegen mich aus. Dies aber ist eure Stunde und die Gewalt der Finsternis.\u201c<\/p>\n<p>54\u00a0Dann nahmen sie ihn fest und f\u00fchrten ihn ab und brachten ihn in das Haus des Hohenpriesters; Petrus jedoch folgte ihm in einiger Entfernung. 55\u00a0Als sie in der Mitte des Hofes ein Feuer angez\u00fcndet und sich zusammengesetzt hatten, setzte sich Petrus mitten unter sie. 56\u00a0Aber ein gewisses Dienstm\u00e4dchen sah ihn beim hellen Feuer sitzen und schaute ihn an und sagte: \u201eAuch dieser war bei ihm.\u201c 57\u00a0Er aber leugnete es und sprach: \u201eIch kenne ihn nicht, Frau.\u201c 58\u00a0Und kurze Zeit darauf sagte jemand anders, der ihn sah: \u201eDu bist auch einer von ihnen.\u201c Aber Petrus sprach: \u201eMensch, ich bin es nicht.\u201c 59\u00a0Und nach etwa einer Stunde begann ein anderer zu bekr\u00e4ftigen: \u201eBestimmt war dieser auch bei ihm; denn er ist tats\u00e4chlich ein Galil\u00e4\u0323er!\u201c 60\u00a0Petrus jedoch sagte: \u201eMensch, ich wei\u00df nicht, was du sagst.\u201c Und augenblicklich, als er noch redete, kr\u00e4hte ein Hahn. 61\u00a0Und der Herr wandte sich um und blickte Petrus an, und Petrus erinnerte sich an die \u00c4u\u00dferung des Herrn, als er zu ihm gesagt hatte: \u201eEhe heute ein Hahn kr\u00e4ht, wirst du mich dreimal verleugnen.\u201c 62\u00a0Und er ging hinaus und weinte bitterlich.<\/p>\n<p>63\u00a0Die M\u00e4nner nun, in deren Gewahrsam er sich befand, begannen Spott mit ihm zu treiben und versetzten ihm Hiebe; 64\u00a0und nachdem sie ihn verh\u00fcllt hatten, fragten sie und sprachen: \u201eProphezeie. Wer ist es, der dich geschlagen hat?\u201c 65\u00a0Und sie fuhren fort, viele andere Dinge in l\u00e4sterlicher Weise gegen ihn zu sagen.<\/p>\n<p>66\u00a0Als es schlie\u00dflich Tag wurde, kam die Versammlung der \u00e4lteren M\u00e4nner des Volkes zusammen, sowohl Oberpriester als auch Schriftgelehrte, und sie schleppten ihn in den Saal ihres Sanhedr\u1ecbns und sagten: 67\u00a0\u201eWenn du der Christus bist, so sag es uns.\u201c Er aber sprach zu ihnen: \u201eAuch wenn ich es euch sagte, w\u00fcrdet ihr es gar nicht glauben. 68\u00a0\u00dcberdies, wenn ich euch fragte, w\u00fcrdet ihr gar nicht antworten. 69\u00a0Doch der Menschensohn wird von nun an zur machtvollen Rechten Gottes sitzen.\u201c 70\u00a0Daraufhin sagten sie alle: \u201eBist du also der Sohn Gottes?\u201c Er sprach zu ihnen: \u201eIhr selbst sagt, da\u00df ich es bin.\u201c 71\u00a0Sie sprachen: \u201eWozu brauchen wir ein weiteres Zeugnis? Denn wir haben [es] selbst aus seinem eigenen Mund geh\u00f6rt.\u201c<\/p>\n<h3>Kapitel 23<\/h3>\n<p>Nun erhob sich die gesamte Menge und f\u00fchrte ihn zu Pil\u1ea1tus. 2\u00a0Dann fing man an, ihn anzuklagen und zu sagen: \u201eWir fanden, da\u00df dieser Mensch unsere Nation aufwiegelt und verbietet, C\u00e4sar Steuern zu zahlen, und sagt, er selbst sei Christus, ein K\u00f6nig.\u201c 3\u00a0Pil\u1ea1tus stellte ihm nun die Frage: \u201eBist du der K\u00f6nig der Juden?\u201c Als Antwort sagte er zu ihm: \u201eDu selbst sagst [es].\u201c 4\u00a0Da sprach Pil\u1ea1tus zu den Oberpriestern und den Volksmengen: \u201eIch finde kein Verbrechen an diesem Menschen.\u201c 5\u00a0Sie begannen aber, darauf zu bestehen, indem sie sagten: \u201eEr wiegelt das Volk auf, indem er in ganz Jud\u00e4\u0323a lehrt, ja von Galil\u00e4\u0323a angefangen bis hierher.\u201c 6\u00a0Als er das h\u00f6rte, fragte Pil\u1ea1tus, ob der Mensch ein Galil\u00e4\u0323er sei, 7\u00a0und nachdem er festgestellt hatte, da\u00df er unter der Rechtsgewalt des Herodes war, sandte er ihn zu Herodes, der in diesen Tagen auch selbst in Jerusalem war.<\/p>\n<p>8\u00a0Als Herodes Jesus sah, freute er sich sehr, denn seit geraumer Zeit hatte er ihn sehen wollen, weil er von ihm geh\u00f6rt hatte, und er hoffte, irgendein Zeichen von ihm getan zu sehen. 9\u00a0Nun begann er ihn mit sehr vielen Worten zu befragen; aber er gab ihm keine Antwort. 10\u00a0Die Oberpriester und die Schriftgelehrten jedoch standen immer wieder auf und klagten ihn heftig an. 11\u00a0Da behandelte ihn Herodes mit seinen Wachmannschaften ver\u00e4chtlich, und er trieb Spott mit ihm, indem er ihn mit einem hellgl\u00e4nzenden Kleid bekleidete, und sandte ihn zu Pil\u1ea1tus zur\u00fcck. 12\u00a0An ebendiesem Tag nun wurden Herodes und Pil\u1ea1tus miteinander Freunde; denn vorher hatte fortw\u00e4hrend Feindschaft zwischen ihnen bestanden.<\/p>\n<p>13\u00a0Pil\u1ea1tus rief dann die Oberpriester und die Vorsteher und das Volk zusammen 14\u00a0und sagte zu ihnen: \u201eIhr habt mir diesen Menschen gebracht als einen, der das Volk zur Auflehnung reizt, und seht, ich habe ihn vor euch verh\u00f6rt, habe aber an diesem Menschen keinen Grund f\u00fcr die Beschuldigungen gefunden, die ihr gegen ihn vorbringt. 15\u00a0Tats\u00e4chlich fand auch Herodes keinen, denn er hat ihn zu uns zur\u00fcckgesandt; und seht, nichts, was den Tod verdient, ist von ihm begangen worden. 16\u00a0Ich will ihn daher z\u00fcchtigen und ihn freigeben.\u201c 17\u00a0\u2014\u2014 18\u00a0Aber mit ihrer ganzen Menge schrien sie und sprachen: \u201eSchaff diesen weg, gib uns dagegen B\u1ea1rabbas frei!\u201c 19\u00a0(der wegen eines gewissen Aufstandes, der in der Stadt vorgekommen war, und wegen Mordes ins Gef\u00e4ngnis geworfen worden war). 20\u00a0Wieder rief ihnen Pil\u1ea1tus zu, denn er wollte Jesus freilassen. 21\u00a0Da begannen sie, laut zu rufen und zu sagen: \u201eAn den Pfahl! An den Pfahl mit ihm!\u201c 22\u00a0Zum dritten Mal sprach er zu ihnen: \u201eNun, was hat dieser [Mensch] denn Schlechtes getan? Ich habe nichts an ihm gefunden, was den Tod verdient; ich will ihn daher z\u00fcchtigen und freilassen.\u201c 23\u00a0Darauf begannen sie dringend, mit lauter Stimme, zu verlangen, da\u00df er an den Pfahl gebracht werde; und ihre Stimmen begannen durchzudringen. 24\u00a0Da sprach Pil\u1ea1tus das Urteil, da\u00df ihrem Verlangen entsprochen werde: 25\u00a0Er lie\u00df den Mann frei, der wegen Aufstandes und Mordes ins Gef\u00e4ngnis geworfen worden war und den sie verlangten, Jesus aber \u00fcbergab er ihrem Willen.<\/p>\n<p>26\u00a0Als sie ihn nun abf\u00fchrten, ergriffen sie S\u1ecbmon, einen von Kyr\u1eb9ne Geb\u00fcrtigen, der vom Lande kam, und sie legten den Marterpfahl auf ihn, damit er ihn hinter Jesus hertrage. 27\u00a0Es folgte ihm aber eine gro\u00dfe Menge Volk und Frauen, die sich vor Leid anhaltend schlugen und um ihn wehklagten. 28\u00a0Jesus wandte sich zu den Frauen und sprach: \u201eT\u00f6chter Jerusalems, h\u00f6rt auf, \u00fcber mich zu weinen. Weint im Gegenteil \u00fcber euch und \u00fcber eure Kinder; 29\u00a0denn siehe, Tage kommen, an denen man sagen wird: \u201aGl\u00fccklich sind die unfruchtbaren Frauen und die Sch\u00f6\u00dfe, die nicht geboren, und die Br\u00fcste, die nicht gen\u00e4hrt haben!\u2018 30\u00a0Dann wird man anfangen, zu den Bergen zu sagen: \u201aFallt \u00fcber uns!\u2018 und zu den H\u00fcgeln: \u201aBedeckt uns!\u2018 31\u00a0Denn wenn man diese Dinge tut, w\u00e4hrend der Baum saftig ist, was wird geschehen, wenn er verdorrt ist?\u201c<\/p>\n<p>32\u00a0Zwei andere M\u00e4nner aber, \u00dcbelt\u00e4ter, wurden ebenfalls abgef\u00fchrt, um mit ihm hingerichtet zu werden. 33\u00a0Und als sie an den Ort kamen, der Sch\u00e4del genannt wird, brachten sie ihn dort an den Pfahl und die \u00dcbelt\u00e4ter, einen zu seiner Rechten und einen zu seiner Linken. 34\u00a0[[Jesus aber sprach: \u201eVater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.\u201c]] Ferner warfen sie Lose, um seine Kleider zu verteilen. 35\u00a0Und die Leute standen da und schauten zu. Die Vorsteher aber h\u00f6hnten und sagten: \u201eAndere hat er gerettet; er rette sich selbst, wenn dieser der Christus Gottes, der Auserw\u00e4hlte, ist.\u201c 36\u00a0Auch die Soldaten trieben Spott mit ihm, traten heran und boten ihm sauren Wein an 37\u00a0und sagten: \u201eWenn du der K\u00f6nig der Juden bist, rette dich selbst.\u201c 38\u00a0\u00dcber ihm war auch eine Inschrift [angebracht]: \u201eDieser ist der K\u00f6nig der Juden.\u201c<\/p>\n<p>39\u00a0Einer der geh\u00e4ngten \u00dcbelt\u00e4ter aber begann, auf l\u00e4sterliche Weise zu ihm zu sprechen: \u201eBist du nicht der Christus? Rette dich selbst und uns.\u201c 40\u00a0In Erwiderung schalt ihn der andere und sprach: \u201eF\u00fcrchtest du Gott denn gar nicht, jetzt, da du im gleichen Gericht bist? 41\u00a0Und wir allerdings gerechterweise, denn wir empfangen v\u00f6llig das, was wir f\u00fcr unsere Taten verdienen; dieser aber hat nichts Ungeh\u00f6riges getan.\u201c 42\u00a0Und er sagte weiter: \u201eJesus, gedenke meiner, wenn du in dein K\u00f6nigreich kommst.\u201c 43\u00a0Und er sprach zu ihm: \u201eWahrlich, ich sage dir heute: Du wirst mit mir im Paradies sein.\u201c<\/p>\n<p>44\u00a0Es war nun um die sechste Stunde, und doch kam eine Finsternis \u00fcber das ganze Land bis zur neunten Stunde, 45\u00a0denn das Sonnenlicht blieb aus; dann wurde der Vorhang des Heiligtums in der Mitte zerrissen. 46\u00a0Und Jesus rief mit lauter Stimme und sprach: \u201eVater, deinen H\u00e4nden vertraue ich meinen Geist an.\u201c Als er das gesagt hatte, verschied er. 47\u00a0Weil der Offizier sah, was geschah, begann er Gott zu verherrlichen und sagte: \u201eDieser Mensch war wirklich gerecht.\u201c 48\u00a0Und all die Volksmengen, die dort zu diesem Schauspiel versammelt waren, begannen umzukehren, als sie die Dinge sahen, die geschahen, wobei sie sich an die Brust schlugen. 49\u00a0Alle seine Bekannten standen \u00fcbrigens in einiger Entfernung. Auch Frauen, die ihm zusammen aus Galil\u00e4\u0323a gefolgt waren, standen da und sahen diese Dinge.<\/p>\n<p>50\u00a0Und siehe, ein Mann namens Joseph, der ein Ratsmitglied war, ein guter und gerechter Mann \u2014 51\u00a0dieser hatte ihrem Anschlag und ihrer Handlungsweise nicht zugestimmt\u00a0\u2014, er war von Arimath\u1ecba, einer Stadt der Jud\u00e4\u0323er, und wartete auf das K\u00f6nigreich Gottes; 52\u00a0dieser [Mann] ging zu Pil\u1ea1tus und bat um den Leib Jesu. 53\u00a0Und er nahm ihn herab und wickelte ihn in feine Leinwand, und er legte ihn in eine Gruft, die in den Felsen gehauen war, in der noch kein Mensch gelegen hatte. 54\u00a0Es war nun der Vorbereitungstag, und das Abendlicht des Sabbats nahte. 55\u00a0Die Frauen aber, die mit ihm aus Galil\u00e4\u0323a gekommen waren, folgten nach und besahen sich die Ged\u00e4chtnisgruft und wie sein Leib hingelegt wurde; 56\u00a0und sie kehrten zur\u00fcck, um Gew\u00fcrze und wohlriechende \u00d6le zu bereiten. Doch ruhten sie nat\u00fcrlich am Sabbat dem Gebot gem\u00e4\u00df.<\/p>\n<h3>Kapitel 24<\/h3>\n<p>Am ersten Tag der Woche jedoch gingen sie sehr fr\u00fch zur Gruft, wobei sie die Gew\u00fcrze trugen, die sie bereitet hatten. 2\u00a0Sie fanden aber den Stein von der Ged\u00e4chtnisgruft weggew\u00e4lzt, 3\u00a0und als sie hineingingen, fanden sie den Leib des Herrn Jesus nicht. 4\u00a0Als sie dar\u00fcber in Verlegenheit waren, siehe, da standen zwei M\u00e4nner in blitzender Kleidung bei ihnen. 5\u00a0Da die [Frauen] in Furcht gerieten und das Angesicht zu Boden geneigt hielten, sagten die [M\u00e4nner] zu ihnen: \u201eWarum sucht ihr den Lebenden bei den Toten? 6\u00a0[[Er ist nicht hier, sondern ist auferweckt worden.]] Denkt daran, wie er zu euch redete, als er noch in Galil\u00e4\u0323a war, 7\u00a0indem er sagte, da\u00df der Menschensohn in die H\u00e4nde s\u00fcndiger Menschen \u00fcberliefert und an den Pfahl gebracht werden m\u00fcsse und doch am dritten Tag auferstehen werde.\u201c 8\u00a0Da erinnerten sie sich an seine Reden, 9\u00a0und sie kehrten von der Ged\u00e4chtnisgruft zur\u00fcck und berichteten alle diese Dinge den Elf und allen \u00fcbrigen. 10\u00a0Es waren Magdal\u1eb9ne Maria und Joh\u1ea1nna und Maria, die [Mutter] des Jakobus. Auch die \u00fcbrigen der Frauen mit ihnen sagten den Aposteln diese Dinge. 11\u00a0Doch erschienen ihnen diese Reden wie Unsinn, und sie wollten den [Frauen] nicht glauben.<\/p>\n<p>12\u00a0[[Petrus aber stand auf und lief zur Ged\u00e4chtnisgruft, und als er sich nach vorn b\u00fcckte, sah er nur die Binden. Da ging er weg und wunderte sich \u00fcber das, was geschehen war.]]<\/p>\n<p>13\u00a0Doch siehe, an demselben Tag waren zwei von ihnen nach einem Dorf namens \u1eb8mma\u00b7us unterwegs, das etwa elf Kilometer von Jerusalem entfernt lag, 14\u00a0und sie unterhielten sich miteinander \u00fcber alle diese Dinge, die sich zugetragen hatten.<\/p>\n<p>15\u00a0Als sie sich nun unterhielten und besprachen, trat Jesus selbst herzu und begann mit ihnen zu gehen; 16\u00a0aber ihre Augen wurden davon abgehalten, ihn zu erkennen. 17\u00a0Er sprach zu ihnen: \u201eWas sind das f\u00fcr Reden, die ihr auf der Wanderung miteinander wechselt?\u201c Und traurigen Angesichts blieben sie stehen. 18\u00a0Als Antwort sagte der eine namens Kl\u1eb9opas zu ihm: \u201eWohnst du als Fremdling f\u00fcr dich allein in Jerusalem und wei\u00dft deshalb nicht, welche Dinge in diesen Tagen dort geschehen sind?\u201c 19\u00a0Und er sprach zu ihnen: \u201eWas f\u00fcr Dinge?\u201c Sie sagten zu ihm: \u201eDie Dinge in bezug auf Jesus, den Nazar\u1eb9ner, der ein Prophet wurde, machtvoll in Werk und Wort vor Gott und dem ganzen Volk; 20\u00a0und wie ihn unsere Oberpriester und Vorsteher zum Todesurteil \u00fcberlieferten und ihn an den Pfahl brachten. 21\u00a0Wir aber hofften, da\u00df dieser der sei, der dazu bestimmt ist, Israel zu befreien; ja, und bei alldem ist dies der dritte Tag, seitdem diese Dinge geschehen sind. 22\u00a0\u00dcberdies haben uns auch einige Frauen aus unserer Mitte in Erstaunen versetzt, weil sie in der Fr\u00fche bei der Ged\u00e4chtnisgruft gewesen waren, 23\u00a0aber seinen Leib nicht fanden, und sie kamen und sagten, sie h\u00e4tten auch einen \u00fcbernat\u00fcrlichen Anblick von Engeln gehabt, die sagten, er lebe. 24\u00a0Ferner gingen einige von denen, die bei uns sind, zur Ged\u00e4chtnisgruft hin; und sie fanden es so, wie die Frauen gesagt hatten; doch sahen sie ihn nicht.\u201c<\/p>\n<p>25\u00a0Da sprach er zu ihnen: \u201eO ihr Unverst\u00e4ndigen und die ihr langsamen Herzens seid, an alle Dinge zu glauben, die die Propheten geredet haben! 26\u00a0Mu\u00dfte nicht der Christus diese Dinge leiden und in seine Herrlichkeit eingehen?\u201c 27\u00a0Und ausgehend von Moses und allen PROPHETEN, legte er ihnen in allen Schriften die Dinge aus, die ihn betrafen.<\/p>\n<p>28\u00a0Schlie\u00dflich kamen sie in die N\u00e4he des Dorfes, wohin sie unterwegs waren, und er tat so, als gehe er weiter. 29\u00a0Sie aber n\u00f6tigten ihn und sagten: \u201eBleib bei uns, denn es geht gegen Abend hin, und der Tag hat sich schon geneigt.\u201c Darauf ging er hinein, um bei ihnen zu bleiben. 30\u00a0Und als er mit ihnen beim Mahl lag, nahm er das Brot, segnete es, brach es und begann es ihnen zu reichen. 31\u00a0Dabei wurden ihnen die Augen v\u00f6llig ge\u00f6ffnet, und sie erkannten ihn; und er verschwand vor ihnen. 32\u00a0Und sie sagten zueinander: \u201eBrannte nicht unser Herz, als er auf dem Weg zu uns redete, als er uns die Schriften v\u00f6llig erschlo\u00df?\u201c 33\u00a0Und in derselben Stunde standen sie auf und kehrten nach Jerusalem zur\u00fcck, und sie fanden die Elf und die bei ihnen waren, versammelt, 34\u00a0welche sagten: \u201eDer Herr ist wirklich auferweckt worden, und er ist S\u1ecbmon erschienen!\u201c 35\u00a0Nun erz\u00e4hlten sie selbst, was auf dem Weg [geschehen war] und wie er von ihnen am Brotbrechen erkannt wurde.<\/p>\n<p>36\u00a0W\u00e4hrend sie von diesen Dingen redeten, stand er selbst in ihrer Mitte [[und sprach zu ihnen: \u201eFriede sei mit euch!\u201c]] 37\u00a0Doch weil sie erschraken und Furcht sie ergriffen hatte, meinten sie, sie s\u00e4hen einen Geist. 38\u00a0Da sprach er zu ihnen: \u201eWarum seid ihr beunruhigt, und warum steigen Zweifel in eurem Herzen auf? 39\u00a0Seht meine H\u00e4nde und meine F\u00fc\u00dfe, da\u00df ich selbst es bin; betastet mich und seht, denn ein Geist hat nicht Fleisch und Bein, wie ihr seht, da\u00df ich habe.\u201c 40\u00a0[[Und als er das sagte, zeigte er ihnen seine H\u00e4nde und seine F\u00fc\u00dfe.]] 41\u00a0Als sie aber vor lauter Freude immer noch nicht glaubten und sich wunderten, sagte er zu ihnen: \u201eHabt ihr etwas zu essen da?\u201c 42\u00a0Und sie reichten ihm ein St\u00fcck gebratenen Fisch; 43\u00a0und er nahm es und a\u00df es vor ihren Augen.<\/p>\n<p>44\u00a0Er sagte nun zu ihnen: \u201eDies sind\u00a0meine Worte, die ich zu euch redete,\u00a0als ich noch bei euch war, da\u00df sich\u00a0alles, was im Gesetz Mose und in den PROPHETEN und Psalmen \u00fcber mich\u00a0geschrieben steht, erf\u00fcllen mu\u00df.\u201c 45\u00a0Dann \u00f6ffnete er ihnen den Sinn v\u00f6llig, damit sie die Schriften begriffen, 46\u00a0und er sprach zu ihnen: \u201eSo steht es geschrieben, da\u00df der Christus leiden und am dritten Tag von den Toten auferstehen werde, 47\u00a0und aufgrund seines Namens w\u00fcrde in allen Nationen Reue zur Vergebung der S\u00fcnden gepredigt werden \u2014 angefangen von Jerusalem, 48\u00a0sollt ihr Zeugen von diesen Dingen sein. 49\u00a0Und seht, ich sende das auf euch herab, was von meinem Vater verhei\u00dfen worden ist. Ihr aber, bleibt in der Stadt, bis ihr mit Kraft aus der H\u00f6he bekleidet werdet.\u201c<\/p>\n<p>50\u00a0Er f\u00fchrte sie aber bis nach Beth\u1ea1nien hinaus, und er erhob seine H\u00e4nde und segnete sie. 51\u00a0W\u00e4hrend er sie segnete, schied er von ihnen und wurde zum Himmel emporgetragen. 52\u00a0Und sie huldigten ihm und kehrten mit gro\u00dfer Freude nach Jerusalem zur\u00fcck. 53\u00a0Und sie waren best\u00e4ndig im Tempel und segneten Gott.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kapitel 22 Es nahte nun das Fest der unges\u00e4uerten Brote, das sogenannte Passah. 2\u00a0Auch suchten die Oberpriester und die Schriftgelehrten Mittel und Wege, wie sie ihn beseitigen k\u00f6nnten, denn sie f\u00fcrchteten das Volk. 3\u00a0Satan aber fuhr in Judas, genannt Isk\u1ea1riot, der zu den Zw\u00f6lfen gez\u00e4hlt wurde; 4\u00a0und er ging hin und redete mit den Oberpriestern [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[478,2],"tags":[],"class_list":["post-1301","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-lukas","category-text-in-der-bibel"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1301","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1301"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1301\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1302,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1301\/revisions\/1302"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1301"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1301"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1301"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}