
{"id":1295,"date":"2009-10-31T10:47:12","date_gmt":"2009-10-31T09:47:12","guid":{"rendered":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=1295"},"modified":"2009-10-31T10:47:12","modified_gmt":"2009-10-31T09:47:12","slug":"lukas-10-13","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=1295","title":{"rendered":"Lukas 10 &#8211; 13"},"content":{"rendered":"<h3>Kapitel 10<\/h3>\n<p>Nach diesen Dingen bezeichnete der Herr siebzig andere und sandte sie zu zweit vor sich her in jede Stadt und jeden Ort, wohin er selbst zu gehen im Begriff war. 2\u00a0Dann begann er zu ihnen zu sagen: \u201eDie Ernte ist wirklich gro\u00df, aber der Arbeiter sind wenige. Bittet daher den Herrn der Ernte, da\u00df er Arbeiter in seine Ernte aussende. 3\u00a0Geht hin. Seht! Ich sende euch wie L\u00e4mmer mitten unter W\u00f6lfe. 4\u00a0Tragt weder einen Geldbeutel noch eine Speisetasche, noch Sandalen, und umarmt niemand zur Begr\u00fc\u00dfung auf dem Weg. 5\u00a0Wo immer ihr in ein Haus eintretet, da sagt zuerst: \u201aFriede sei mit diesem Hause!\u2018 6\u00a0Und wenn dort ein Freund des Friedens ist, so wird euer Frieden auf ihm ruhen, wenn aber nicht, wird er zu euch zur\u00fcckkehren. 7\u00a0Bleibt also in jenem Haus, e\u00dft und trinkt, was sie bereitstellen, denn der Arbeiter ist seines Lohnes w\u00fcrdig. Zieht nicht von einem Haus in ein anderes um.<\/p>\n<p>8\u00a0Und wo immer ihr in eine Stadt hineingeht und man euch aufnimmt, da e\u00dft, was man euch vorsetzt, 9\u00a0und heilt darin die Kranken und sagt ferner zu ihnen: \u201aDas K\u00f6nigreich Gottes hat sich euch genaht.\u2018 10\u00a0Wo immer ihr aber in eine Stadt hineingeht und man euch nicht aufnimmt, da geht hinaus auf ihre breiten Stra\u00dfen und sagt: 11\u00a0\u201aSogar den Staub, der von eurer Stadt an unseren F\u00fc\u00dfen h\u00e4ngenblieb, wischen wir gegen euch ab. Trotzdem behaltet dies im Sinn, da\u00df sich das K\u00f6nigreich Gottes genaht hat.\u2018 12\u00a0Ich sage euch, da\u00df es S\u1ecddom an jenem Tag ertr\u00e4glicher ergehen wird als jener Stadt.<\/p>\n<p>13\u00a0Wehe dir, Ch\u1ecdrazin! Wehe dir, Bethsaida! Denn wenn die Machttaten, die bei euch geschehen sind, in T\u1ef5rus und S\u1ecbdon geschehen w\u00e4ren, so h\u00e4tten sie l\u00e4ngst in Sacktuch und Asche gesessen und bereut. 14\u00a0Folglich wird es T\u1ef5rus und S\u1ecbdon im Gericht ertr\u00e4glicher ergehen als euch. 15\u00a0Und du, Kap\u1eb9rnaum, wirst du vielleicht zum Himmel erh\u00f6ht werden? Zum H\u1ea1des hinab wirst du kommen!<\/p>\n<p>16\u00a0Wer auf euch h\u00f6rt, h\u00f6rt [auch] auf mich. Und wer euch mi\u00dfachtet, mi\u00dfachtet [auch] mich. Und wer mich mi\u00dfachtet, mi\u00dfachtet [auch] den, der mich ausgesandt hat.\u201c<\/p>\n<p>17\u00a0Dann kehrten die Siebzig mit Freuden zur\u00fcck und sagten: \u201eHerr, selbst die D\u00e4m\u1ecdnen werden uns durch die Benutzung deines Namens unterworfen.\u201c 18\u00a0Darauf sagte er zu ihnen: \u201eIch sah den Satan wie einen Blitz bereits aus dem Himmel gefallen. 19\u00a0Seht! Ich habe euch die Gewalt gegeben, auf Schlangen und Skorpione zu treten sowie \u00fcber die ganze Macht des Feindes, und nichts wird euch irgendwie schaden. 20\u00a0Dennoch freut euch nicht dar\u00fcber, da\u00df euch die Geister unterworfen werden, sondern freut euch, weil eure Namen in den Himmeln eingeschrieben sind.\u201c 21\u00a0Zu derselben Stunde frohlockte er im heiligen Geist und sprach: \u201eIch preise dich \u00f6ffentlich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du diese Dinge vor Weisen und Intellektuellen sorgf\u00e4ltig verborgen und sie Unm\u00fcndigen geoffenbart hast. Ja, o Vater, denn so zu tun ist vor dir wohlgef\u00e4llig gewesen. 22\u00a0Alle Dinge sind mir von meinem Vater \u00fcbergeben worden, und wer der Sohn ist, wei\u00df niemand als der Vater, und wer der Vater ist, [wei\u00df] niemand als der Sohn und der, dem der Sohn ihn offenbaren will.\u201c<\/p>\n<p>23\u00a0Darauf wandte er sich den J\u00fcngern allein zu und sprach: \u201eGl\u00fccklich sind die Augen, die die Dinge sehen, die ihr seht. 24\u00a0Denn ich sage euch: Viele Propheten und K\u00f6nige begehrten die Dinge zu sehen, die ihr seht, sahen sie aber nicht, und die Dinge zu h\u00f6ren, die ihr h\u00f6rt, h\u00f6rten sie aber nicht.\u201c<\/p>\n<p>25\u00a0Nun siehe, ein gewisser Gesetzeskundiger stand auf, um ihn auf die Probe zu stellen, und sprach: \u201eLehrer, was soll ich tun, um ewiges Leben zu erben?\u201c 26\u00a0Er sprach zu ihm: \u201eWas steht im GESETZ geschrieben? Wie liest du?\u201c 27\u00a0Er gab zur Antwort: \u201e\u00a0,Du sollst Jehova, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft und mit deinem ganzen Sinn\u2018 und \u201adeinen N\u00e4chsten wie dich selbst\u2018.\u201c 28\u00a0Er sprach zu ihm: \u201eDu hast richtig geantwortet; \u201atu das weiterhin, und du wirst Leben erlangen\u2018.\u201c<\/p>\n<p>29\u00a0Da aber der Mann beweisen wollte, da\u00df er gerecht sei, sagte er zu Jesus: \u201eWer ist in Wirklichkeit mein N\u00e4chster?\u201c 30\u00a0In Erwiderung sagte Jesus: \u201eEin gewisser Mensch ging von Jerusalem nach J\u1eb9richo hinab und fiel unter R\u00e4uber, die ihn auszogen und ihm auch Schl\u00e4ge versetzten und weggingen und ihn halb tot zur\u00fccklie\u00dfen. 31\u00a0Nun traf es sich, da\u00df ein gewisser Priester jenen Weg hinabging, doch als er ihn sah, ging er auf der entgegengesetzten Seite vor\u00fcber. 32\u00a0Ebenso ging auch ein Lev\u1ecbt, als er an die Stelle hinabkam und ihn sah, auf der entgegengesetzten Seite vor\u00fcber. 33\u00a0Aber ein gewisser Samar\u1ecbter, der des Weges zog, kam zu ihm, und als er ihn sah, wurde er von Mitleid bewegt. 34\u00a0Und er trat an ihn heran und verband ihm seine Wunden, wobei er \u00d6l und Wein auf sie go\u00df. Dann hob er ihn auf sein eigenes Tier und brachte ihn in eine Herberge und sorgte f\u00fcr ihn. 35\u00a0Und am n\u00e4chsten Tag zog er zwei Den\u1ea1re heraus, gab sie dem Herbergswirt und sprach: \u201aSorge f\u00fcr ihn, und was immer du dar\u00fcber ausgibst, will ich dir zur\u00fcckzahlen, wenn ich hierher zur\u00fcckkomme.\u2018 36\u00a0Wer von diesen dreien hat sich, wie es dir scheint, als N\u00e4chster des Mannes erwiesen, der unter die R\u00e4uber fiel?\u201c 37\u00a0Er sagte: \u201eDerjenige, der ihm gegen\u00fcber barmherzig handelte.\u201c Darauf sprach Jesus zu ihm: \u201eGeh hin, und handle selbst ebenso.\u201c<\/p>\n<p>38\u00a0Als sie nun weitergingen, begab er sich in ein gewisses Dorf. Hier nahm ihn eine gewisse Frau namens Martha als Gast in das Haus auf. 39\u00a0Diese Frau hatte auch eine Schwester, Maria genannt, die sich jedoch zu den F\u00fc\u00dfen des Herrn niedersetzte und unabl\u00e4ssig seinem Wort lauschte. 40\u00a0Martha dagegen lie\u00df sich durch viele Dienstleistungen ablenken. So trat sie herzu und sagte: \u201eHerr, machst du dir nichts daraus, da\u00df meine Schwester die Bedienung mir allein \u00fcberlassen hat? Sag ihr daher, da\u00df sie mir Hilfe leiste.\u201c 41\u00a0Als Antwort sprach der Herr zu ihr: \u201eMartha, Martha, du bist besorgt und beunruhigt um viele Dinge. 42\u00a0Wenige Dinge jedoch sind n\u00f6tig oder nur eins. Maria ihrerseits hat das gute Teil erw\u00e4hlt, und es wird nicht von ihr weggenommen werden.\u201c<\/p>\n<h3>Kapitel 11<\/h3>\n<p>Als er nun einmal an einem gewissen Ort war und betete, sagte, als er aufh\u00f6rte, einer seiner J\u00fcnger zu ihm: \u201eHerr, lehre uns beten, wie auch Joh\u1ea1nnes seine J\u00fcnger lehrte.\u201c<\/p>\n<p>2\u00a0Da sprach er zu ihnen: \u201eWann immer ihr betet, so sprecht: \u201aVater, dein Name werde geheiligt. Dein K\u00f6nigreich komme. 3\u00a0Gib uns unser Brot f\u00fcr den Tag, so wie der Tag es erfordert. 4\u00a0Und vergib uns unsere S\u00fcnden, denn auch wir selbst vergeben jedem, der uns verschuldet ist; und bringe uns nicht in Versuchung.\u2018\u00a0\u201c<\/p>\n<p>5\u00a0Ferner sprach er zu ihnen: \u201eWer von euch wird einen Freund haben und wird um Mitternacht zu ihm gehen und zu ihm sagen: \u201aFreund, leih mir drei Brote, 6\u00a0denn ein Freund von mir ist auf einer Reise eben zu mir gekommen, und ich habe nichts, um es ihm vorzusetzen.\u2018? 7\u00a0Und jener gibt von drinnen die Antwort: \u201aSt\u00f6r mich nicht weiter. Die T\u00fcr ist schon verschlossen, und meine kleinen Kinder sind mit mir im Bett; ich kann nicht aufstehen und dir etwas geben.\u2018 8\u00a0Ich sage euch: Wenn er auch nicht aufstehen und ihm etwas geben wird, weil er sein Freund ist, wird er bestimmt wegen seiner k\u00fchnen Beharrlichkeit aufstehen und ihm das geben, was er ben\u00f6tigt. 9\u00a0Demnach sage ich euch: Bittet unabl\u00e4ssig, und es wird euch gegeben werden; sucht fortw\u00e4hrend, und ihr werdet finden; klopft unaufh\u00f6rlich an, und es wird euch ge\u00f6ffnet werden. 10\u00a0Denn jeder, der bittet, empf\u00e4ngt, und jeder, der sucht, findet, und jedem, der anklopft, wird ge\u00f6ffnet werden. 11\u00a0In der Tat, welcher Vater unter euch wird, wenn ihn sein Sohn um einen Fisch bittet, ihm statt eines Fisches wohl eine Schlange reichen? 12\u00a0Oder wenn er auch um ein Ei bittet, wird er ihm einen Skorpion reichen? 13\u00a0Wenn nun ihr, obwohl ihr b\u00f6se seid, euren Kindern gute Gaben zu geben wi\u00dft, wieviel mehr wird der Vater im Himmel denen heiligen Geist geben, die ihn bitten!\u201c<\/p>\n<p>14\u00a0Sp\u00e4ter trieb er einen stummen D\u00e4mon aus. Nachdem der D\u00e4mon ausgefahren war, redete der Stumme. Und die Volksmengen verwunderten sich. 15\u00a0Einige von ihnen aber sagten: \u201eEr treibt die D\u00e4m\u1ecdnen durch Beelzebub, den Herrscher der D\u00e4m\u1ecdnen, aus.\u201c 16\u00a0Andere jedoch trachteten danach, von ihm ein Zeichen vom Himmel zu erhalten, um ihn zu versuchen. 17\u00a0Er erkannte ihre Gedanken und sprach zu ihnen: \u201eJedes K\u00f6nigreich, das gegen sich selbst entzweit ist, wird verw\u00fcstet, und ein gegen sich selbst [entzweites] Haus st\u00fcrzt ein. 18\u00a0Wenn nun auch der Satan gegen sich selbst entzweit ist, wie wird da sein K\u00f6nigreich bestehen? Denn ihr sagt, ich treibe die D\u00e4m\u1ecdnen durch Beelzebub aus. 19\u00a0Wenn ich durch Beelzebub die D\u00e4m\u1ecdnen austreibe, durch wen treiben eure S\u00f6hne sie aus? Darum werden sie eure Richter sein. 20\u00a0Wenn ich aber durch den Finger Gottes die D\u00e4m\u1ecdnen austreibe, so hat das K\u00f6nigreich Gottes euch wirklich eingeholt. 21\u00a0Wenn ein starker, gutbewaffneter Mann seinen Palast bewacht, bleibt seine Habe in Frieden. 22\u00a0Wenn aber ein St\u00e4rkerer als er gegen ihn herankommt und ihn besiegt, nimmt er ihm seine volle R\u00fcstung weg, auf die er vertraute, und er teilt die Dinge aus, die er von ihm erbeutet hat. 23\u00a0Wer nicht auf meiner Seite ist, ist gegen mich, und wer nicht mit mir sammelt, zerstreut.<\/p>\n<p>24\u00a0Wenn ein unreiner Geist von einem Menschen ausf\u00e4hrt, durchwandert er d\u00fcrre Orte, um eine Ruhest\u00e4tte zu suchen, und nachdem er keine gefunden hat, sagt er: \u201aIch will in mein Haus zur\u00fcckkehren, aus dem ich ausgezogen bin.\u2018 25\u00a0Und bei der Ankunft findet er es sauber gefegt und geschm\u00fcckt. 26\u00a0Dann geht er hin und nimmt sieben andere Geister mit sich, die b\u00f6sartiger sind als er selbst, und nachdem sie eingezogen sind, wohnen sie dort; und die letzten Umst\u00e4nde jenes Menschen werden schlimmer als die ersten.\u201c<\/p>\n<p>27\u00a0Als er nun diese Dinge sagte, erhob eine gewisse Frau aus der Volksmenge ihre Stimme und sagte zu ihm: \u201eGl\u00fccklich der Scho\u00df, der dich getragen, und die Br\u00fcste, die du gesogen!\u201c 28\u00a0Er aber sprach: \u201eNein, gl\u00fccklich sind vielmehr die, die das Wort Gottes h\u00f6ren und es bewahren!\u201c<\/p>\n<p>29\u00a0Als die Volksmengen sich in Massen sammelten, fing er an zu sagen: \u201eDiese Generation ist eine b\u00f6se Generation; sie sucht nach einem Zeichen. Doch kein Zeichen wird ihr gegeben werden, ausgenommen das Zeichen Jonas. 30\u00a0Denn so, wie Jona f\u00fcr die Niniv\u1ecbten ein Zeichen wurde, ebenso wird es auch der Menschensohn f\u00fcr diese Generation sein. 31\u00a0Die K\u00f6nigin des S\u00fcdens wird im Gericht mit den M\u00e4nnern dieser Generation zum Aufstehen veranla\u00dft werden und wird sie verurteilen; denn sie kam von den Enden der Erde, um die Weisheit S\u1ea1lomos zu h\u00f6ren, doch siehe, mehr als S\u1ea1lomo ist hier! 32\u00a0Die M\u00e4nner von N\u1ecbnive werden im Gericht mit dieser Generation aufstehen und werden sie verurteilen; denn sie bereuten auf das hin, was Jona predigte; doch siehe, mehr als Jona ist hier! 33\u00a0Nachdem jemand eine Lampe angez\u00fcndet hat, stellt er sie nicht in einen verborgenen Winkel noch unter ein Ma\u00dfgef\u00e4\u00df, sondern auf den Leuchter, damit die Eintretenden das Licht sehen k\u00f6nnen. 34\u00a0Die Lampe des Leibes ist dein Auge. Wenn dein Auge lauter ist, wird dein ganzer Leib ebenfalls licht sein; wenn es aber b\u00f6se ist, ist auch dein Leib finster. 35\u00a0Sei daher wachsam. Vielleicht ist das Licht, das in dir ist, Finsternis. 36\u00a0Wenn nun dein ganzer Leib licht ist und gar keinen finsteren Teil hat, wird er ganz licht sein, so wie wenn eine Lampe dir durch ihre Strahlen Licht gibt.\u201c<\/p>\n<p>37\u00a0Als er dies geredet hatte, bat ihn ein Pharis\u00e4er, bei ihm zu speisen. Da ging er hinein und lag zu Tisch. 38\u00a0Der Pharis\u00e4er war jedoch \u00fcberrascht, als er sah, da\u00df er sich vor dem Mittagessen nicht zuerst wusch. 39\u00a0Der Herr aber sprach zu ihm: \u201eNun, ihr Pharis\u00e4er, ihr reinigt das \u00c4u\u00dfere des Bechers und der Sch\u00fcssel, aber euer Inneres ist voll Raub und Bosheit. 40\u00a0Ihr Unvern\u00fcnftigen! Hat nicht der, der das \u00c4u\u00dfere machte, auch das Innere gemacht? 41\u00a0Gebt jedoch als Gaben der Barmherzigkeit die Dinge, die darin sind, und siehe, alle [anderen] Dinge an euch sind rein. 42\u00a0Wehe aber euch, ihr Pharis\u00e4er, denn ihr gebt den Zehnten von der Minze und der Raute und von jedem [anderen] Gartengew\u00e4chs, \u00fcbergeht aber das Recht und die Liebe\u00a0Gottes! Diese Dinge wart ihr zu tun\u00a0verpflichtet, doch jene anderen Dinge solltet ihr nicht unterlassen. 43\u00a0Wehe euch, ihr Pharis\u00e4er, denn ihr liebt die vorderen Sitze in den Synagogen und die Begr\u00fc\u00dfungen auf den Marktpl\u00e4tzen! 44\u00a0Wehe euch, denn ihr seid wie jene Ged\u00e4chtnisgr\u00fcfte, die nicht erkennbar sind, so da\u00df Leute dar\u00fcber hingehen, ohne [es] zu wissen!\u201c<\/p>\n<p>45\u00a0Da entgegnete ihm einer der Gesetzeskundigen: \u201eLehrer, indem du diese Dinge sagst, beleidigst du auch uns.\u201c 46\u00a0Darauf sprach er: \u201eWehe auch euch, ihr Gesetzeskundigen, weil ihr den Menschen Lasten aufladet, die schwer zu tragen sind, doch ihr selbst r\u00fchrt die Lasten mit keinem einzigen eurer Finger an!<\/p>\n<p>47\u00a0Wehe euch, denn ihr baut die Ged\u00e4chtnisgr\u00fcfte der Propheten, eure Vorv\u00e4ter aber t\u00f6teten sie! 48\u00a0Gewi\u00df seid ihr Zeugen von den Taten eurer Vorv\u00e4ter, und doch stimmt ihr ihnen zu, denn diese haben die Propheten get\u00f6tet, ihr aber baut [ihre Grabm\u00e4ler]. 49\u00a0Deswegen hat die Weisheit Gottes auch gesagt: \u201aIch will Propheten und Apostel zu ihnen senden, und sie werden einige von ihnen t\u00f6ten und verfolgen, 50\u00a0so da\u00df das Blut aller Propheten, das seit Grundlegung der Welt vergossen worden ist, von dieser Generation gefordert werden kann, 51\u00a0vom Blut Abels an bis zum Blut Sach\u1ea1rjas, der zwischen dem Altar und dem Haus umgebracht wurde.\u2018 Ja, ich sage euch, es wird von dieser Generation gefordert werden.<\/p>\n<p>52\u00a0Wehe euch, ihr Gesetzeskundigen, denn ihr habt den Schl\u00fcssel der Erkenntnis weggenommen; ihr selbst seid nicht hineingegangen, und die Hineingehenden habt ihr gehindert!\u201c<\/p>\n<p>53\u00a0Als er dann von dort hinausgegangen war, fingen die Schriftgelehrten und die Pharis\u00e4er an, ihm schrecklich zuzusetzen und ihn mit Fragen \u00fcber weitere Dinge zu best\u00fcrmen, 54\u00a0wobei sie ihm auflauerten, um etwas aus seinem Mund zu erhaschen.<\/p>\n<h3>Kapitel 12<\/h3>\n<p>Als sich unterdessen die Volksmenge zu so vielen Tausenden versammelt hatte, da\u00df sie einander traten, fing er an, zuerst zu seinen J\u00fcngern zu sagen: \u201eNehmt euch vor dem Sauerteig der Pharis\u00e4er in acht, der Heuchelei ist. 2\u00a0Doch da ist nichts sorgsam verh\u00fcllt, was nicht geoffenbart werden wird, und verborgen, was nicht bekanntwerden wird. 3\u00a0Darum wird das, was ihr in der Finsternis redet, im Licht geh\u00f6rt werden, und was ihr in privaten R\u00e4umen fl\u00fcstert, wird von den Hausd\u00e4chern gepredigt werden. 4\u00a0Ferner sage ich euch, meinen Freunden: F\u00fcrchtet euch nicht vor denen, die den Leib t\u00f6ten und danach nichts weiter tun k\u00f6nnen. 5\u00a0Ich will euch aber zeigen, wen ihr f\u00fcrchten sollt: F\u00fcrchtet den, der nach dem T\u00f6ten Gewalt hat, in die Geh\u1eb9nna zu werfen. Ja, ich sage euch, diesen f\u00fcrchtet. 6\u00a0Verkauft man nicht f\u00fcnf Sperlinge f\u00fcr zwei M\u00fcnzen von geringem Wert? Doch nicht einer von ihnen wird vor Gott vergessen. 7\u00a0Aber sogar die Haare eures Hauptes sind alle gez\u00e4hlt. F\u00fcrchtet euch nicht; ihr seid mehr wert als viele Sperlinge.<\/p>\n<p>8\u00a0Ich sage euch nun: Jeder, der vor den Menschen bekennt, mit mir in Gemeinschaft zu sein, mit dem in Gemeinschaft zu sein, wird auch der Menschensohn vor den Engeln Gottes bekennen. 9\u00a0Wer mich aber vor den Menschen verleugnet, wird vor den Engeln Gottes verleugnet werden. 10\u00a0Und jeder, der ein Wort gegen den Menschensohn redet, dem wird vergeben werden; dem aber, der gegen den heiligen Geist l\u00e4stert, wird nicht vergeben werden. 11\u00a0Wenn man euch aber vor \u00f6ffentliche Versammlungen und Regierungsbeamte und Gewalthaber stellt, so macht euch keine Sorgen dar\u00fcber, wie oder was ihr zur Verteidigung reden oder was ihr sagen werdet; 12\u00a0denn der heilige Geist wird euch in ebenjener Stunde die Dinge lehren, die ihr sagen sollt.\u201c<\/p>\n<p>13\u00a0Dann sprach jemand aus der Volksmenge zu ihm: \u201eLehrer, sag meinem Bruder, da\u00df er die Erbschaft mit mir teile.\u201c 14\u00a0Er sprach zu ihm: \u201eMensch, wer hat mich zum Richter oder Erbteiler \u00fcber euch gesetzt?\u201c 15\u00a0Dann sagte er zu ihnen: \u201eHaltet eure Augen offen, und h\u00fctet euch vor jeder Art von Habsucht, denn wenn jemand auch in F\u00fclle hat, kommt doch sein Leben nicht aus den Dingen, die er besitzt.\u201c 16\u00a0Darauf redete er in einem Gleichnis zu ihnen, indem er sprach: \u201eDas Land eines gewissen Reichen lieferte einen guten Ertrag. 17\u00a0Demzufolge begann er, bei sich zu \u00fcberlegen, und sagte: \u201aWas soll ich tun, nun, da ich keinen Raum habe, wohin ich meine Ernten einbringen k\u00f6nnte?\u2018 18\u00a0Da sprach er: \u201aSo will ich\u2019s machen: Ich will meine Vorratsh\u00e4user abbrechen und gr\u00f6\u00dfere bauen, und ich will dorthin all mein Getreide und alle meine guten Dinge einsammeln; 19\u00a0und ich will zu meiner Seele sagen: \u201eSeele, du hast viele gute Dinge f\u00fcr viele Jahre aufgeh\u00e4uft; la\u00df dir\u2019s wohl sein, i\u00df, trink und sei fr\u00f6hlich.\u201c\u00a0\u2018 20\u00a0Gott aber sprach zu ihm: \u201a[Du] Unvern\u00fcnftiger, in dieser Nacht wird man deine Seele von dir fordern. Wer soll dann die Dinge haben, die du aufgespeichert hast?\u2018 21\u00a0So ergeht es dem Menschen, der Sch\u00e4tze f\u00fcr sich aufh\u00e4uft, aber nicht reich ist Gott gegen\u00fcber.\u201c<\/p>\n<p>22\u00a0Dann sprach er zu seinen J\u00fcngern: \u201eDeswegen sage ich euch: H\u00f6rt auf, euch Sorgen zu machen um eure Seele, \u00fcber das, was ihr essen werdet, oder um euren Leib, \u00fcber das, was ihr anziehen werdet. 23\u00a0Denn die Seele ist mehr wert als die Speise und der Leib [mehr] als die Kleidung. 24\u00a0Beachtet wohl, da\u00df die Raben weder s\u00e4en noch ernten, und sie haben weder Scheune noch Vorratshaus, und doch ern\u00e4hrt sie Gott. Wieviel mehr wert seid ihr als die V\u00f6gel! 25\u00a0Wer von euch kann durch sein Sorgen seiner Lebensl\u00e4nge eine Elle hinzuf\u00fcgen? 26\u00a0Wenn ihr daher das Geringste nicht tun k\u00f6nnt, warum macht ihr euch denn Sorgen um die \u00fcbrigen Dinge? 27\u00a0Beachtet wohl, wie die Lilien wachsen; sie m\u00fchen sich nicht ab, noch spinnen sie; doch ich sage euch: Nicht einmal S\u1ea1lomo war in all seiner Herrlichkeit so [sch\u00f6n] gekleidet wie eine von diesen. 28\u00a0Wenn nun Gott die Pflanzen auf dem Feld, die heute da sind und morgen in einen Ofen geworfen werden, so kleidet, wieviel eher wird er euch, ihr Kleingl\u00e4ubigen, kleiden! 29\u00a0So trachtet denn nicht mehr nach dem, was ihr essen und was ihr trinken k\u00f6nntet, und seid nicht mehr in sorgenvoller Spannung; 30\u00a0denn allen diesen Dingen streben die Nationen der Welt begierig nach; euer Vater wei\u00df aber, da\u00df ihr diese Dinge ben\u00f6tigt. 31\u00a0Sucht jedoch best\u00e4ndig sein K\u00f6nigreich, und diese Dinge werden euch hinzugef\u00fcgt werden.<\/p>\n<p>32\u00a0F\u00fcrchte dich nicht, du kleine Herde, denn es hat eurem Vater wohlgefallen, euch das K\u00f6nigreich zu geben. 33\u00a0Verkauft die Dinge, die euch geh\u00f6ren, und gebt Gaben der Barmherzigkeit. Macht euch Geldbeutel, die sich nicht abnutzen, einen unersch\u00f6pflichen Schatz in den Himmeln, wo kein Dieb hinkommt und keine Motte verzehrt. 34\u00a0Denn wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein.<\/p>\n<p>35\u00a0Eure Lenden seien umg\u00fcrtet und eure Lampen brennend, 36\u00a0und ihr selbst, seid Menschen gleich, die auf ihren Herrn warten, wenn er von der Hochzeit zur\u00fcckkehrt, damit sie ihm, wenn er ankommt und anklopft, sogleich \u00f6ffnen. 37\u00a0Gl\u00fccklich sind jene Sklaven, die der Herr bei seiner Ankunft wachend findet! Wahrlich, ich sage euch: Er wird sich g\u00fcrten und sie\u00a0sich zu Tisch legen lassen und wird hinzutreten und sie bedienen. 38\u00a0Und wenn er in der zweiten, ja wenn er in der dritten Wache eintrifft und sie so vorfindet, gl\u00fccklich sind sie! 39\u00a0Dies aber wi\u00dft, da\u00df, wenn der Hausherr gewu\u00dft h\u00e4tte, zu welcher Stunde der Dieb kommen w\u00fcrde, er anhaltend gewacht und nicht in sein Haus h\u00e4tte einbrechen lassen. 40\u00a0Haltet auch ihr euch bereit, denn zu einer Stunde, da ihr es nicht f\u00fcr wahrscheinlich haltet, kommt der Menschensohn.\u201c<\/p>\n<p>41\u00a0Dann sagte Petrus: \u201eHerr, sagst du dieses Gleichnis f\u00fcr uns oder auch f\u00fcr alle?\u201c 42\u00a0Und der Herr sprach: \u201eWer ist in Wirklichkeit der treue Verwalter, der verst\u00e4ndige, den sein Herr \u00fcber seine Dienerschaft setzen wird, um ihnen fortw\u00e4hrend ihr Ma\u00df an Speisevorrat zur rechten Zeit zu geben? 43\u00a0Gl\u00fccklich ist jener Sklave, wenn ihn sein Herr bei der Ankunft so tuend findet. 44\u00a0Ich sage euch in Wahrheit: Er wird ihn \u00fcber seine ganze Habe setzen. 45\u00a0Wenn aber jener Sklave in seinem Herzen je sagen sollte: \u201aMein Herr verz\u00f6gert sein Kommen\u2018 und anfangen sollte, die Knechte und die M\u00e4gde zu schlagen und zu essen und zu trinken und trunken zu werden, 46\u00a0so wird der Herr dieses Sklaven an einem Tag kommen, an dem er [ihn] nicht erwartet, und in einer Stunde, die er nicht kennt, und er wird ihn mit der gr\u00f6\u00dften Strenge bestrafen und ihm ein Teil mit den Untreuen zuweisen. 47\u00a0Dann wird jener Sklave, der den Willen seines Herrn verstand, sich aber nicht bereit machte noch nach dessen Willen handelte, viele Schl\u00e4ge erhalten. 48\u00a0Derjenige aber, der [ihn] nicht verstand und so Dinge tat, die Schl\u00e4ge verdienten, wird wenige erhalten. In der Tat, von jedem, dem viel gegeben wurde, wird viel verlangt werden; und wen man \u00fcber vieles setzt, von dem wird man mehr als das \u00dcbliche verlangen.<\/p>\n<p>49\u00a0Ich bin gekommen, um ein Feuer auf der Erde anzufachen, und was w\u00fcnsche ich mehr, als da\u00df es schon entz\u00fcndet w\u00e4re! 50\u00a0In der Tat, ich habe eine Taufe, mit der ich getauft werden mu\u00df, und wie bin ich bedr\u00e4ngt, bis sie vollendet ist! 51\u00a0Meint ihr, ich sei gekommen, Frieden auf die Erde zu bringen? Nein, sage ich euch entschieden, sondern eher Entzweiung. 52\u00a0Denn von nun an werden f\u00fcnf in e\u00a0i\u00a0n\u00a0e\u00a0m Haus\u00a0entzweit sein: drei gegen zwei und zwei gegen drei. 53\u00a0Sie werden entzweit sein: Vater gegen Sohn und Sohn gegen Vater, Mutter gegen Tochter und Tochter gegen [ihre] Mutter, Schwiegermutter gegen ihre Schwiegertochter und Schwiegertochter gegen [ihre] Schwiegermutter.\u201c<\/p>\n<p>54\u00a0Dann fuhr er fort, auch zu den Volksmengen zu sagen: \u201eWenn ihr eine Wolke in westlichen Gegenden aufsteigen seht, sagt ihr sogleich: \u201aEs kommt ein Sturm\u2018, und es wird so sein. 55\u00a0Und wenn ihr seht, da\u00df S\u00fcdwind weht, sagt ihr: \u201aEs gibt eine Hitzewelle\u2018, und es trifft ein. 56\u00a0Heuchler, das Aussehen der Erde und des Himmels wi\u00dft ihr zu beurteilen, doch wie kommt es, da\u00df ihr diese besondere Zeit nicht zu beurteilen wi\u00dft? 57\u00a0Warum bildet ihr euch nicht selbst ein Urteil \u00fcber das, was gerecht ist? 58\u00a0Wenn du zum Beispiel mit deinem Rechtsgegner zu einem Vorsteher gehst, so wirke darauf hin, solange du auf dem Weg bist, dich des Streites mit ihm zu entledigen, damit er dich nicht irgendwann vor den Richter schleppt und der Richter dich dem Gerichtsbeamten \u00fcbergibt und der Gerichtsbeamte dich ins Gef\u00e4ngnis wirft. 59\u00a0Ich sage dir: Du wirst bestimmt nicht von dort herauskommen, bis du auch die letzte kleine M\u00fcnze von ganz geringem Wert zur\u00fcckgezahlt hast.\u201c<\/p>\n<h3>Kapitel 13<\/h3>\n<p>Zu derselben Zeit waren einige Leute anwesend, die ihm \u00fcber die Galil\u00e4\u0323er berichteten, deren Blut Pil\u1ea1tus mit ihren Schlachtopfern vermischt hatte. 2\u00a0In Erwiderung sagte er daher zu ihnen: \u201eMeint ihr, da\u00df sich diese Galil\u00e4\u0323er als schlimmere S\u00fcnder erwiesen als alle anderen Galil\u00e4\u0323er, weil sie diese Dinge erlitten haben? 3\u00a0Gewi\u00df nicht, sage ich euch, sondern wenn ihr nicht bereut, werdet ihr alle gleicherweise umkommen. 4\u00a0Oder jene achtzehn, auf die der Turm in Sil\u1ecdam fiel und sie t\u00f6tete, meint ihr, da\u00df sie sich als gr\u00f6\u00dfere Schuldner erwiesen als alle anderen Menschen, die Jerusalem bewohnen? 5\u00a0Gewi\u00df nicht, sage ich euch, sondern wenn ihr nicht bereut, werdet ihr alle ebenso umkommen.\u201c<\/p>\n<p>6\u00a0Dann fuhr er fort, [ihnen] dieses Gleichnis zu sagen: \u201eJemand hatte einen Feigenbaum, der in seinem Weingarten gepflanzt war, und er kam, um Frucht daran zu suchen, fand aber keine. 7\u00a0Da sagte er zum Winzer: \u201aIch bin nun schon drei Jahre gekommen, um Frucht an diesem Feigenbaum zu suchen, habe aber keine gefunden. Hau ihn um! Warum sollte er denn den Boden nutzlos machen?\u2018 8\u00a0Er gab ihm zur Antwort: \u201aHerr, la\u00df ihn noch dieses Jahr, bis ich rings um ihn grabe und D\u00fcnger streue, 9\u00a0und wenn er dann in der Zukunft Frucht bringt, [sch\u00f6n und gut,] wenn aber nicht, sollst du ihn umhauen.\u2018\u00a0\u201c<\/p>\n<p>10\u00a0Nun lehrte er am Sabbat in einer der Synagogen. 11\u00a0Und siehe, eine Frau, die achtzehn Jahre lang einen Geist der Schwachheit hatte, und sie war zusammengekr\u00fcmmt und unf\u00e4hig, sich selbst \u00fcberhaupt aufzurichten. 12\u00a0Als er sie sah, wandte sich Jesus an sie und sprach zu ihr: \u201eFrau, du bist von deiner Schw\u00e4che befreit.\u201c 13\u00a0Und er legte ihr die H\u00e4nde auf; und augenblicklich richtete sie sich auf und begann Gott zu verherrlichen. 14\u00a0Der Synagogenvorsteher aber, unwillig dar\u00fcber, da\u00df Jesus am Sabbat die Heilung vollbrachte, begann als Antwort zu der Volksmenge zu sagen: \u201eSechs Tage sind da, an denen man arbeiten soll; an diesen also kommt und werdet geheilt und nicht am Sabbattag.\u201c 15\u00a0Der Herr antwortete ihm jedoch und sprach: \u201eHeuchler, bindet nicht jeder von euch am Sabbat seinen Stier oder seinen Esel von der Krippe los und f\u00fchrt ihn weg, um ihn zu tr\u00e4nken? 16\u00a0War es also nicht angebracht, da\u00df diese Frau, die eine Tochter Abrahams ist und die der Satan, siehe, achtzehn Jahre gebunden hielt, von dieser Fessel am Sabbattag gel\u00f6st werde?\u201c 17\u00a0Als er nun diese Dinge sagte, begannen sich alle seine Gegner zu sch\u00e4men; die ganze Volksmenge aber begann sich \u00fcber all die herrlichen Taten, die durch ihn geschahen, zu freuen.<\/p>\n<p>18\u00a0Darum sagte er weiter: \u201eWem ist das K\u00f6nigreich Gottes gleich, und womit soll ich es vergleichen? 19\u00a0Es ist einem Senfkorn gleich, das ein Mensch nahm und in seinen Garten legte, und es wuchs und wurde ein Baum, und die V\u00f6gel des Himmels lie\u00dfen sich in seinen Zweigen nieder.\u201c<\/p>\n<p>20\u00a0Und wieder sprach er: \u201eWomit soll ich das K\u00f6nigreich Gottes vergleichen? 21\u00a0Es ist dem Sauerteig gleich, den eine Frau nahm und in drei gro\u00dfen Ma\u00df Mehl verbarg, bis die ganze Masse durchs\u00e4uert war.\u201c<\/p>\n<p>22\u00a0Und er zog von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf und lehrte und setzte seine Reise nach Jerusalem fort. 23\u00a0Nun sagte jemand zu ihm: \u201eHerr, sind derer wenige, die gerettet werden?\u201c Er sprach zu ihnen: 24\u00a0\u201eRingt danach, durch die enge T\u00fcr einzugehen, denn viele, sage ich euch, werden hineinzukommen suchen, werden es aber nicht verm\u00f6gen, 25\u00a0wenn einmal der Hausherr aufgestanden ist und die T\u00fcr verschlossen hat und ihr anfangt, drau\u00dfen zu stehen und an die T\u00fcr zu klopfen und zu sagen: \u201aHerr, \u00f6ffne uns.\u2018 Er wird euch aber als Antwort sagen: \u201aIch wei\u00df nicht, woher ihr seid.\u2018 26\u00a0Dann werdet ihr anfangen zu sagen: \u201aWir haben vor dir gegessen und getrunken, und du hast auf unseren breiten Stra\u00dfen gelehrt.\u2018 27\u00a0Er aber wird reden und zu euch sagen: \u201aIch wei\u00df nicht, woher ihr seid. Geht weg von mir, all ihr T\u00e4ter der Ungerechtigkeit!\u2018 28\u00a0Dort wird [euer] Weinen und [euer] Z\u00e4hneknirschen sein, wenn ihr Abraham und \u1ecasa\u00b7ak und Jakob und alle Propheten im K\u00f6nigreich Gottes seht, euch selbst aber hinausgeworfen. 29\u00a0Ferner werden Leute aus \u00f6stlichen und westlichen Gegenden und von Norden und S\u00fcden kommen und werden zu Tisch liegen im K\u00f6nigreich Gottes. 30\u00a0Und siehe, es gibt Letzte, die Erste sein werden, und es gibt Erste, die Letzte sein werden.\u201c<\/p>\n<p>31\u00a0Zur selben Stunde traten einige Pharis\u00e4er herzu und sagten zu ihm: \u201eGeh weg, und zieh fort von hier, denn Herodes will dich t\u00f6ten.\u201c 32\u00a0Und er sprach zu ihnen: \u201eGeht und sagt diesem Fuchs: \u201aSiehe! Ich treibe D\u00e4m\u1ecdnen aus und vollbringe Heilungen heute und morgen, und am dritten Tag werde ich fertig sein.\u2018 33\u00a0Dennoch mu\u00df ich heute und morgen und am folgenden Tag weitergehen, denn es geht nicht an, da\u00df ein Prophet au\u00dferhalb Jerusalems umgebracht wird. 34\u00a0Jerusalem, Jerusalem, die da t\u00f6tet die Propheten und steinigt, die zu ihr gesandt sind \u2014 wie oft wollte ich deine Kinder versammeln, so wie eine Henne ihre Brut, [ihre] K\u00fcken, unter ihre Fl\u00fcgel sammelt, ihr aber habt nicht gewollt! 35\u00a0Siehe! Euer Haus wird euch ver\u00f6det \u00fcberlassen. Ich sage euch: Ihr werdet mich keinesfalls sehen, bis ihr sagt: \u201aGesegnet ist, der im Namen Jehovas kommt!\u2018\u00a0\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kapitel 10 Nach diesen Dingen bezeichnete der Herr siebzig andere und sandte sie zu zweit vor sich her in jede Stadt und jeden Ort, wohin er selbst zu gehen im Begriff war. 2\u00a0Dann begann er zu ihnen zu sagen: \u201eDie Ernte ist wirklich gro\u00df, aber der Arbeiter sind wenige. 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