
{"id":1283,"date":"2009-10-29T16:12:19","date_gmt":"2009-10-29T15:12:19","guid":{"rendered":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=1283"},"modified":"2009-10-29T16:12:19","modified_gmt":"2009-10-29T15:12:19","slug":"lukas-4-6","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=1283","title":{"rendered":"Lukas 4 &#8211; 6"},"content":{"rendered":"<h3>Kapitel 4<\/h3>\n<p>Nun kehrte Jesus voll heiligen Geistes vom Jordan zur\u00fcck, und er wurde durch den Geist in der Wildnis umhergef\u00fchrt, 2\u00a0vierzig Tage lang, und dabei vom Teufel versucht. Auch a\u00df er in jenen Tagen nichts, und daher war er hungrig, als sie zu Ende waren. 3\u00a0Daraufhin sprach der Teufel zu ihm: \u201eWenn du ein Sohn Gottes bist, so sage zu diesem Stein, da\u00df er ein Brot werde.\u201c 4\u00a0Jesus aber erwiderte ihm: \u201eEs steht geschrieben: \u201aNicht von Brot allein soll der Mensch leben.\u2018\u00a0\u201c<\/p>\n<p>5\u00a0Da brachte er ihn hinauf und zeigte ihm in einem Augenblick alle K\u00f6nigreiche der bewohnten Erde; 6\u00a0und der Teufel sagte zu ihm: \u201eDir will ich diese ganze Gewalt und ihre Herrlichkeit geben; denn mir ist sie \u00fcbergeben worden, und wem immer ich [sie zu geben] w\u00fcnsche, dem gebe ich sie. 7\u00a0Wenn du daher einen Akt der Anbetung vor mir verrichtest, wird alles dein sein.\u201c 8\u00a0Jesus gab ihm zur Antwort: \u201eEs steht geschrieben: \u201aJehova, deinen Gott, sollst du anbeten, und ihm allein sollst du heiligen Dienst darbringen.\u2018\u00a0\u201c<\/p>\n<p>9\u00a0Nun f\u00fchrte er ihn nach Jerusalem und stellte ihn auf die Zinne des Tempels und sagte zu ihm: \u201eWenn du ein Sohn Gottes bist, so wirf dich von hier hinab; 10\u00a0denn es steht geschrieben: \u201aSeinen Engeln wird er deinetwegen Befehl geben, dich zu bewahren\u2018 11\u00a0und: \u201aAuf ihren H\u00e4nden werden sie dich tragen, damit du deinen Fu\u00df niemals an einen Stein st\u00f6\u00dft.\u2018\u00a0\u201c 12\u00a0Jesus gab ihm zur Antwort: \u201eEs hei\u00dft: \u201aDu sollst Jehova, deinen Gott, nicht auf die Probe stellen.\u2018\u00a0\u201c 13\u00a0Und als der Teufel mit seiner ganzen Versuchung zu Ende war, lie\u00df er bis zu einer anderen passenden Zeit von ihm ab.<\/p>\n<p>14\u00a0Nun kehrte Jesus in der Kraft des Geistes nach Galil\u00e4\u0323a zur\u00fcck. Und gute Kunde verbreitete sich von ihm in der ganzen Umgegend. 15\u00a0Auch begann er in ihren Synagogen zu lehren und wurde von allen in Ehren gehalten.<\/p>\n<p>16\u00a0Und er kam nach N\u1ea1zareth, wo er aufgezogen worden war; und nach seiner Gewohnheit ging er am Sabbattag in die Synagoge, und er stand auf, um vorzulesen. 17\u00a0Da wurde ihm die Buchrolle des Propheten Jesaja gereicht, und er \u00f6ffnete die Buchrolle und fand die Stelle, wo geschrieben war: 18\u00a0\u201eJehovas Geist ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, um den Armen gute Botschaft zu verk\u00fcnden, er hat mich ausgesandt, um den Gefangenen Freilassung zu predigen und den Blinden Wiederherstellung des Augenlichts, um die Zerschlagenen als Freigelassene wegzusenden, 19\u00a0um Jehovas annehmbares Jahr zu predigen.\u201c 20\u00a0Darauf rollte er die Buchrolle zusammen, gab sie dem Diensttuenden zur\u00fcck und setzte sich; und die Augen aller in der Synagoge waren gespannt auf ihn gerichtet. 21\u00a0Dann fing er an, zu ihnen zu sprechen: \u201eHeute ist dieses Schriftwort, das ihr eben geh\u00f6rt habt, erf\u00fcllt worden.\u201c<\/p>\n<p>22\u00a0Und sie alle begannen ein g\u00fcnstiges Zeugnis \u00fcber ihn zu geben und sich \u00fcber die gewinnenden Worte zu verwundern, die aus seinem Mund kamen, und sie sagten: \u201eIst dieser nicht ein Sohn Josephs?\u201c 23\u00a0Darauf sagte er zu ihnen: \u201eZweifellos werdet ihr dieses Gleichnis auf mich anwenden: \u201aArzt, heile dich selbst; vollbringe die Dinge, von denen wir h\u00f6rten, da\u00df sie in Kap\u1eb9rnaum geschehen sind, auch hier in deinem Heimatgebiet.\u2018\u00a0\u201c 24\u00a0Er aber sprach: \u201eWahrlich, ich sage euch, da\u00df kein Prophet in seinem Heimatgebiet angenommen wird. 25\u00a0Zum Beispiel sage ich euch in Wahrheit: Es gab viele Witwen in den Tagen El\u1ecbas in Israel, als der Himmel drei Jahre und sechs Monate verschlossen war, so da\u00df eine gro\u00dfe Hungersnot \u00fcber das ganze Land kam, 26\u00a0doch zu keiner von diesen [Frauen] wurde El\u1ecba gesandt, sondern nur zu einer Witwe nach Z\u1ea1rephath im Land S\u1ecbdon. 27\u00a0Auch gab es viele Auss\u00e4tzige in Israel zur Zeit El\u1ecbsas, des Propheten, doch keiner von ihnen wurde gereinigt als nur Naaman, der Syrer.\u201c 28\u00a0Alle nun, die diese Dinge in der Synagoge h\u00f6rten, wurden voller Wut; 29\u00a0und sie standen auf und trieben ihn eilends aus der Stadt hinaus, und sie f\u00fchrten ihn auf den Vorsprung des Berges, auf dem ihre Stadt gebaut war, um ihn kopf\u00fcber hinabzust\u00fcrzen. 30\u00a0Er aber schritt mitten durch sie hindurch und ging seines Weges.<\/p>\n<p>31\u00a0Und er ging nach Kap\u1eb9rnaum, einer Stadt Galil\u00e4\u0323as, hinab. Und er lehrte sie am Sabbat; 32\u00a0und sie waren \u00fcber seine Art zu lehren h\u00f6chst erstaunt, denn er sprach mit Gewalt. 33\u00a0Nun war in der Synagoge ein Mensch, der von einem Geist, einem unreinen D\u00e4mon, besessen war, und er schrie mit lauter Stimme: 34\u00a0\u201eHa! Was haben wir mit dir zu schaffen, Jesus, du Nazar\u1eb9ner? Bist du gekommen, uns zu vernichten? Ich wei\u00df genau, wer du bist: der Heilige Gottes.\u201c 35\u00a0Jesus aber schalt ihn und sprach: \u201eVerstumme und fahre von ihm aus!\u201c Und nachdem der D\u00e4mon den Mann mitten unter sie hingeworfen hatte, fuhr er von ihm aus, ohne ihm Schaden zuzuf\u00fcgen. 36\u00a0Dar\u00fcber gerieten alle in Staunen, und sie begannen sich miteinander zu besprechen und sagten: \u201eWas f\u00fcr eine Rede ist dies, denn mit Gewalt und Macht befiehlt er den unreinen Geistern, und sie fahren aus?\u201c 37\u00a0So ging die Botschaft \u00fcber ihn weiterhin in jeden Winkel der Umgegend aus.<\/p>\n<p>38\u00a0Nachdem er aufgestanden und aus der Synagoge [hinausgegangen] war, begab er sich in das Haus S\u1ecbmons. Die Schwiegermutter S\u1ecbmons nun wurde von hohem Fieber geplagt, und sie baten ihn ihretwegen. 39\u00a0Und er stellte sich oberhalb von ihr hin und schalt das Fieber, und es verlie\u00df sie. Augenblicklich stand sie auf und begann ihnen zu dienen.<\/p>\n<p>40\u00a0Als aber die Sonne unterging, brachten alle, welche Kranke hatten, die mit verschiedenen Leiden behaftet waren, diese zu ihm. Er heilte sie, indem er jedem von ihnen die H\u00e4nde auflegte. 41\u00a0Von vielen fuhren auch D\u00e4m\u1ecdnen aus, die schrien und sagten: \u201eDu bist der Sohn Gottes.\u201c Er aber schalt sie und lie\u00df sie nicht reden, denn sie wu\u00dften, da\u00df er der Christus war.<\/p>\n<p>42\u00a0Als es aber Tag wurde, ging er hinaus und begab sich an einen einsamen Ort. Die Volksmengen begannen jedoch, nach ihm zu suchen, und kamen bis zu ihm, und sie suchten ihn davon abzuhalten, von ihnen wegzugehen. 43\u00a0Er aber sagte zu ihnen: \u201eAuch anderen St\u00e4dten mu\u00df ich die gute Botschaft vom K\u00f6nigreich Gottes verk\u00fcndigen, denn dazu bin ich ausgesandt worden.\u201c 44\u00a0So predigte er dann in den Synagogen von Jud\u00e4\u0323a.<\/p>\n<h3>Kapitel 5<\/h3>\n<p>Einmal, als sich die Volksmenge dicht an ihn herandr\u00e4ngte und auf das Wort Gottes h\u00f6rte, stand er am See Gen\u1eb9zareth. 2\u00a0Und er sah zwei Boote am Ufer des Sees liegen; die Fischer aber waren aus ihnen ausgestiegen und wuschen ihre Netze. 3\u00a0Er stieg in eines der Boote, das S\u1ecbmon geh\u00f6rte, und bat ihn, ein wenig vom Land wegzufahren. Dann setzte er sich nieder und begann vom Boot aus die Volksmengen zu lehren. 4\u00a0Als er aufgeh\u00f6rt hatte zu reden, sprach er zu S\u1ecbmon: \u201eFahr hinaus zu einer Stelle, wo es tief ist, und la\u00dft eure Netze zu einem Fang hinab.\u201c 5\u00a0S\u1ecbmon aber gab ihm zur Antwort: \u201eUnterweiser, wir haben uns die ganze Nacht abgem\u00fcht und nichts gefangen, doch auf dein Gehei\u00df hin will ich die Netze hinablassen.\u201c 6\u00a0Als sie das nun taten, umschlossen sie eine gro\u00dfe Menge Fische. Ja, ihre Netze begannen zu zerrei\u00dfen. 7\u00a0Daher winkten sie ihren Mitgenossen in dem anderen Boot, da\u00df sie kommen und ihnen beistehen m\u00f6chten; und sie kamen, und sie f\u00fcllten beide Boote, so da\u00df diese zu sinken begannen. 8\u00a0Als S\u1ecbmon Petrus dies sah, fiel er zu den Knien Jesu nieder und sprach: \u201eGeh von mir weg, denn ich bin ein s\u00fcndiger Mann, Herr.\u201c 9\u00a0Denn \u00fcber den Fischfang, den sie gemacht hatten, ergriff ihn und alle, die bei ihm waren, Entsetzen 10\u00a0und desgleichen auch Jakobus und Joh\u1ea1nnes, die S\u00f6hne des Zebed\u00e4\u0323us, die S\u1ecbmons Teilhaber waren. Jesus aber sprach zu S\u1ecbmon: \u201eF\u00fcrchte dich nicht mehr. Von nun an wirst du Menschen lebendig fangen.\u201c 11\u00a0Da brachten sie die Boote ans Land zur\u00fcck und verlie\u00dfen alles und folgten ihm.<\/p>\n<p>12\u00a0Ein anderes Mal, als er in einer der St\u00e4dte war, siehe, ein Mann, voll von Aussatz! Als er Jesus erblickte, fiel er auf sein Angesicht, bat ihn und sprach: \u201eHerr, wenn du nur willst, so kannst du mich rein machen.\u201c 13\u00a0Darauf streckte er [seine] Hand aus, r\u00fchrte ihn an und sagte: \u201eIch will es. Werde rein!\u201c Und sogleich verschwand der Aussatz von ihm. 14\u00a0Und er gab dem Mann Weisung, niemand davon zu erz\u00e4hlen: \u201eGeh jedoch hin, und zeig dich dem Priester, und bringe in Verbindung mit deiner Reinigung eine Opfergabe dar, wie es Moses verordnet hat, zu einem Zeugnis f\u00fcr sie.\u201c 15\u00a0Aber das Wort \u00fcber ihn breitete sich um so mehr aus, und gro\u00dfe Volksmengen str\u00f6mten zusammen, um zuzuh\u00f6ren und von ihren Krankheiten geheilt zu werden. 16\u00a0Er hielt sich jedoch zur\u00fcckgezogen in den W\u00fcsten auf und betete.<\/p>\n<p>17\u00a0Im Verlauf eines der Tage lehrte er, und Pharis\u00e4er und Gesetzeslehrer, die aus jedem Dorf Galil\u00e4\u0323as und Jud\u00e4\u0323as und aus Jerusalem gekommen waren, sa\u00dfen da; und Jehovas Kraft war f\u00fcr ihn da, um zu heilen. 18\u00a0Und siehe, M\u00e4nner trugen auf einem Bett einen Menschen, der gel\u00e4hmt war, und sie suchten einen Weg, ihn hineinzubringen und vor ihn hinzulegen. 19\u00a0Da sie wegen der Volksmenge keinen Weg fanden, ihn hineinzubringen, stiegen sie auf das Dach und lie\u00dfen ihn samt dem kleinen Bett durch die Ziegel mitten unter die hinab, die sich vor Jesus befanden. 20\u00a0Und als er ihren Glauben sah, sprach er: \u201eMensch, deine S\u00fcnden sind dir vergeben.\u201c 21\u00a0Darauf fingen die Schriftgelehrten und die Pharis\u00e4er an zu \u00fcberlegen und sagten: \u201eWer ist dieser, der L\u00e4sterreden f\u00fchrt? Wer kann S\u00fcnden vergeben au\u00dfer Gott allein?\u201c 22\u00a0Als Jesus aber ihre \u00dcberlegungen erkannte, gab er ihnen zur Antwort: \u201eWas \u00fcberlegt ihr in eurem Herzen? 23\u00a0Was ist leichter, zu sagen: \u201aDeine S\u00fcnden sind dir vergeben\u2018 oder zu sagen: \u201aSteh auf, und geh umher.\u2018? 24\u00a0Damit ihr aber wi\u00dft, da\u00df der Menschensohn Gewalt hat, auf der Erde S\u00fcnden zu vergeben\u00a0\u2014\u201c, er sprach zu dem Gel\u00e4hmten: \u201eIch sage dir: Steh auf, und heb dein kleines Bett auf, und geh deines Weges nach Hause!\u201c 25\u00a0Und augenblicklich stand er vor ihnen auf, hob das auf, worauf er zu liegen pflegte, und ging weg zu seinem Haus, indem er Gott verherrlichte. 26\u00a0Da ergriff sie allesamt Entz\u00fccken, und sie begannen Gott zu verherrlichen, und sie wurden mit Furcht erf\u00fcllt und sprachen: \u201eWir haben heute seltsame Dinge gesehen.\u201c<\/p>\n<p>27\u00a0Und nach diesen Dingen ging er hinaus und sah einen Steuereinnehmer namens L\u1eb9vi im Steuerb\u00fcro sitzen, und er sagte zu ihm: \u201eFolge mir nach.\u201c 28\u00a0Und er lie\u00df alles zur\u00fcck, stand auf und folgte ihm nach. 29\u00a0Auch bereitete L\u1eb9vi einen gro\u00dfen Empfang f\u00fcr ihn, ein Gastmahl, in seinem Haus; und da war eine gro\u00dfe Menge Steuereinnehmer und anderer, die mit ihnen beim Mahl lagen. 30\u00a0Dar\u00fcber begannen die Pharis\u00e4er und ihre Schriftgelehrten gegen seine J\u00fcnger zu murren und zu sagen: \u201eWie kommt es, da\u00df ihr mit Steuereinnehmern und S\u00fcndern e\u00dft und trinkt?\u201c 31\u00a0Jesus erwiderte ihnen und sprach: \u201eDie Gesunden ben\u00f6tigen keinen Arzt, wohl aber die Leidenden. 32\u00a0Ich bin gekommen, nicht um Gerechte, sondern S\u00fcnder zur Reue zu rufen.\u201c<\/p>\n<p>33\u00a0Sie sprachen zu ihm: \u201eDie J\u00fcnger des Joh\u1ea1nnes fasten h\u00e4ufig und bringen flehentliche Gebete dar und ebenso die der Pharis\u00e4er, die deinigen aber essen und trinken.\u201c 34\u00a0Jesus sagte zu ihnen: \u201eIhr k\u00f6nnt doch nicht etwa die Freunde des Br\u00e4utigams veranlassen zu fasten, w\u00e4hrend der Br\u00e4utigam bei ihnen ist? 35\u00a0Es werden aber Tage kommen, da der Br\u00e4utigam tats\u00e4chlich von ihnen weggenommen sein wird; dann werden sie fasten in jenen Tagen.\u201c<\/p>\n<p>36\u00a0Ferner sprach er dann in einem Gleichnis zu ihnen: \u201eNiemand schneidet einen Flicken von einem neuen \u00e4u\u00dferen Kleid ab und n\u00e4ht ihn auf ein altes \u00e4u\u00dferes Kleid; doch wenn er es tut, dann rei\u00dft der neue Flicken ab, und der Flicken vom neuen Kleid pa\u00dft auch nicht zum alten. 37\u00a0Ferner gie\u00dft niemand neuen Wein in alte Weinschl\u00e4uche; doch wenn er es tut, so wird der neue Wein die Weinschl\u00e4uche zum Bersten bringen, und er wird versch\u00fcttet werden, und die Weinschl\u00e4uche werden verdorben sein; 38\u00a0sondern neuen Wein mu\u00df man in neue Weinschl\u00e4uche gie\u00dfen. 39\u00a0Niemand, der alten Wein getrunken hat, will neuen; denn er sagt: \u201aDer alte ist mild.\u2018\u00a0\u201c<\/p>\n<h3>Kapitel 6<\/h3>\n<p>Nun geschah es an einem Sabbat, da\u00df er durch Getreidefelder ging, und seine J\u00fcnger pfl\u00fcckten \u00c4hren ab und a\u00dfen sie, indem sie sie mit den H\u00e4nden zerrieben. 2\u00a0Daraufhin sagten einige von den Pharis\u00e4ern: \u201eWarum tut ihr, was am Sabbat nicht erlaubt ist?\u201c 3\u00a0Jesus aber gab ihnen zur Antwort: \u201eHabt ihr nie gelesen, was David tat, als ihn und die M\u00e4nner, die bei ihm waren, hungerte? 4\u00a0Wie er in das Haus Gottes ging und die Brote der Darbringung entgegennahm und a\u00df und auch den M\u00e4nnern gab, die bei ihm waren, welche niemandem au\u00dfer den Priestern allein zu essen erlaubt ist?\u201c 5\u00a0Und er sagte weiter zu ihnen: \u201eDer Menschensohn ist Herr des Sabbats.\u201c<\/p>\n<p>6\u00a0Im Verlauf eines anderen Sabbats begab er sich in die Synagoge und begann zu lehren. Und dort war ein Mensch zugegen, dessen rechte Hand verdorrt war. 7\u00a0Die Schriftgelehrten und die Pharis\u00e4er beobachteten ihn nun genau, um zu sehen, ob er am Sabbat heilen w\u00fcrde, damit sie etwas f\u00e4nden, ihn anzuklagen. 8\u00a0Er aber erkannte ihre \u00dcberlegungen, dennoch sagte er zu dem Menschen mit der verdorrten Hand: \u201eSteh auf, und tritt in die Mitte.\u201c Und er erhob sich und stand da. 9\u00a0Dann sagte Jesus zu ihnen: \u201eIch frage euch: Ist es erlaubt, am Sabbat Gutes zu tun oder Schaden zu stiften, eine Seele zu retten oder zu vernichten?\u201c 10\u00a0Und nachdem er sie alle ringsum angeblickt hatte, sprach er zu dem Menschen: \u201eStrecke deine Hand aus!\u201c Er tat es, und seine Hand wurde wiederhergestellt. 11\u00a0Sie aber wurden von wahnsinnigem Zorn erf\u00fcllt, und sie begannen untereinander zu besprechen, was sie wohl Jesus tun k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>12\u00a0Im Verlauf dieser Tage ging er hinaus auf den Berg, um zu beten, und er verbrachte die ganze Nacht im Gebet zu Gott. 13\u00a0Als es aber Tag wurde, rief er seine J\u00fcnger zu sich und w\u00e4hlte aus ihnen zw\u00f6lf aus, denen er auch den Namen \u201eApostel\u201c gab: 14\u00a0S\u1ecbmon, dem er auch den Namen Petrus gab, und Andreas, seinen Bruder, und Jakobus und Joh\u1ea1nnes und Phil\u1ecbppus und Bartholom\u00e4\u0323us 15\u00a0und Matth\u00e4\u0323us und Thomas und Jakobus, [den Sohn] des Alph\u00e4\u0323us, und S\u1ecbmon, welcher \u201eder Eiferer\u201c genannt wird, 16\u00a0und Judas, [den Sohn] des Jakobus, und Judas Isk\u1ea1riot, der zum Verr\u00e4ter wurde.<\/p>\n<p>17\u00a0Und er kam mit ihnen herab und stellte sich auf einen ebenen Platz hin, und da war eine gro\u00dfe Menge seiner J\u00fcnger und eine gro\u00dfe Menge Leute aus ganz Jud\u00e4\u0323a und Jerusalem und aus dem K\u00fcstenland von T\u1ef5rus und S\u1ecbdon, die gekommen waren, um ihn zu h\u00f6ren und von ihren Krankheiten geheilt zu werden. 18\u00a0Auch die, die durch unreine Geister beunruhigt wurden, wurden geheilt. 19\u00a0Und alles Volk suchte ihn anzur\u00fchren, weil Kraft von ihm ausging und sie alle gesund machte.<\/p>\n<p>20\u00a0Und er erhob seine Augen zu seinen J\u00fcngern und begann zu sagen:<\/p>\n<p>\u201eGl\u00fccklich seid ihr Armen, denn euer ist das K\u00f6nigreich Gottes.<\/p>\n<p>21\u00a0Gl\u00fccklich seid ihr, die ihr jetzt hungert, denn ihr werdet ges\u00e4ttigt werden.<\/p>\n<p>Gl\u00fccklich seid ihr, die ihr jetzt weint, denn ihr werdet lachen.<\/p>\n<p>22\u00a0Gl\u00fccklich seid ihr, wann immer die Menschen euch hassen und wann immer sie euch ausschlie\u00dfen und euch schm\u00e4hen und euren Namen als b\u00f6se verwerfen um des Menschensohnes willen. 23\u00a0Freut euch an jenem Tag, und h\u00fcpft; denn siehe, euer Lohn ist gro\u00df im Himmel, denn ebenso pflegten ihre Vorv\u00e4ter den Propheten zu tun.<\/p>\n<p>24\u00a0Doch wehe euch, ihr Reichen, denn ihr habt bereits euren vollen Trost.<\/p>\n<p>25\u00a0Wehe euch, die ihr jetzt satt seid, denn ihr werdet hungern.<\/p>\n<p>Wehe euch, die ihr jetzt lacht, denn ihr werdet trauern und weinen.<\/p>\n<p>26\u00a0Wehe, wenn alle Menschen gut von euch reden, denn desgleichen taten ihre Vorv\u00e4ter den falschen Propheten.<\/p>\n<p>27\u00a0Aber ich sage euch, die ihr zuh\u00f6rt: Fahrt fort, eure Feinde zu lieben, denen Gutes zu tun, die euch hassen, 28\u00a0die zu segnen, die euch fluchen, f\u00fcr die zu beten, die euch beleidigen. 29\u00a0Dem, der dich auf die eine Wange schl\u00e4gt, halte auch die andere hin; und dem, der dir dein \u00e4u\u00dferes Kleid wegnimmt, enthalte auch nicht das untere Kleid vor. 30\u00a0Gib jedem, der dich bittet, und von dem, der dir das Deine wegnimmt, fordere [es] nicht zur\u00fcck.<\/p>\n<p>31\u00a0Und wie ihr wollt, da\u00df euch die Menschen tun, so tut auch ihnen.<\/p>\n<p>32\u00a0Und wenn ihr die liebt, die euch lieben, zu welchem Verdienst gereicht euch dies? Denn selbst die S\u00fcnder lieben die, die sie lieben. 33\u00a0Und wenn ihr denen Gutes tut, die euch Gutes tun, zu welchem Verdienst gereicht euch dies in Wirklichkeit? Selbst die S\u00fcnder tun dasselbe. 34\u00a0Und wenn ihr [ohne Zins] denen leiht, von denen ihr zu empfangen hofft, zu welchem Verdienst gereicht euch dies? Auch S\u00fcnder leihen [ohne Zins] S\u00fcndern, damit sie ebensoviel zur\u00fcckerhalten. 35\u00a0Dagegen fahrt fort, eure Feinde zu lieben und Gutes zu tun und [ohne Zins] zu leihen, ohne etwas zur\u00fcckzuerhoffen; und euer Lohn wird gro\u00df sein, und ihr werdet S\u00f6hne des H\u00f6chsten sein, denn er ist g\u00fctig gegen die Undankbaren und B\u00f6sen. 36\u00a0Fahrt fort, barmherzig zu werden, wie euer Vater barmherzig ist.<\/p>\n<p>37\u00a0H\u00f6rt \u00fcberdies auf zu richten, und ihr werdet bestimmt nicht gerichtet werden; und h\u00f6rt auf zu verurteilen, und ihr werdet bestimmt nicht verurteilt werden. Fahrt fort freizulassen, und ihr werdet freigelassen werden. 38\u00a0\u00dcbt euch im Geben, und man wird euch geben. Man wird euch ein treffliches, vollgedr\u00fccktes, ger\u00fctteltes und \u00fcberflie\u00dfendes Ma\u00df in euren Scho\u00df sch\u00fctten. Denn mit dem Ma\u00df, mit dem ihr me\u00dft, wird euch wieder gemessen werden.\u201c<\/p>\n<p>39\u00a0Dann sprach er auch in einem Gleichnis zu ihnen: \u201eKann wohl ein Blinder einen Blinden leiten? Werden nicht beide in eine Grube st\u00fcrzen? 40\u00a0Ein Sch\u00fcler steht nicht \u00fcber seinem Lehrer, doch jeder, der vollkommen unterwiesen ist, wird wie sein Lehrer sein. 41\u00a0Warum schaust du denn auf den Strohhalm, der im Auge deines Bruders ist, beachtest aber nicht den Balken, der in deinem eigenen Auge ist? 42\u00a0Wie kannst du zu deinem Bruder sagen: \u201aBruder, erlaube mir, den Strohhalm, der in deinem Auge ist, herauszuziehen\u2018, w\u00e4hrend du selbst nicht den Balken siehst, der in deinem Auge ist? Heuchler! Zieh zuerst den Balken aus deinem eigenen Auge, und dann wirst du klar sehen, wie du den Strohhalm, der im Auge deines Bruders ist, herausziehen kannst.<\/p>\n<p>43\u00a0Denn es gibt keinen vortrefflichen Baum, der faule Frucht hervorbringt; wiederum gibt es keinen faulen Baum, der vortreffliche Frucht hervorbringt. 44\u00a0Denn jeder Baum wird an seiner eigenen Frucht erkannt. Zum Beispiel sammelt man nicht Feigen von Dornen, noch schneidet man Trauben von einem Dornbusch. 45\u00a0Ein guter Mensch bringt aus dem guten Schatz seines Herzens Gutes hervor, aber ein b\u00f6ser Mensch bringt aus seinem b\u00f6sen [Schatz] B\u00f6ses hervor; denn aus der F\u00fclle des Herzens redet sein Mund.<\/p>\n<p>46\u00a0Warum denn nennt ihr mich \u201aHerr! Herr!\u2018, tut aber die Dinge nicht, die ich sage? 47\u00a0Jeder, der zu mir kommt und meine Worte h\u00f6rt und sie tut, ich will euch zeigen, wem er gleicht: 48\u00a0Er gleicht einem Menschen, der ein Haus baute, der grub und in die Tiefe ging und ein Fundament auf den Felsen legte. Als nun eine Flut kam, schlug der Strom an jenes Haus, war aber nicht stark genug, es zu ersch\u00fcttern, weil es gut gebaut war. 49\u00a0Wer dagegen h\u00f6rt und nicht entsprechend handelt, gleicht einem Menschen, der ein Haus ohne Fundament auf die Erde baute. Der Strom schlug dagegen, und sogleich st\u00fcrzte es ein, und der Einsturz jenes Hauses war gro\u00df.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kapitel 4 Nun kehrte Jesus voll heiligen Geistes vom Jordan zur\u00fcck, und er wurde durch den Geist in der Wildnis umhergef\u00fchrt, 2\u00a0vierzig Tage lang, und dabei vom Teufel versucht. Auch a\u00df er in jenen Tagen nichts, und daher war er hungrig, als sie zu Ende waren. 3\u00a0Daraufhin sprach der Teufel zu ihm: \u201eWenn du ein [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[478,2],"tags":[],"class_list":["post-1283","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-lukas","category-text-in-der-bibel"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1283","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1283"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1283\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1284,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1283\/revisions\/1284"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1283"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1283"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1283"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}